database_export / json /Talmud /Bavli /Seder Kodashim /Meilah /English /Talmud Bavli. German trans. by Lazarus Goldschmidt, 1929 [de].json
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| "Seder Kodashim" | |
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| "<sup class=\"footnote-marker\">i</sup><b>B</b><small>EIM</small> H<small>OCHHEILIGEN</small><sup class=\"footnote-marker\">1</sup><i class=\"footnote\">Brand-, Sünd-, Schuld- u. Gemeindeopfer; cf. Zeb. Fol. 47a.</i>, <small>DAS MAN AN DER</small> S<small>ÜDSEITE</small><sup class=\"footnote-marker\">2</sup><i class=\"footnote\">Des Altars od. Tempelhofes, während dies an der Nordseite zu erfolgen hat.</i> <small>GESCHLACHTET HAT</small>, <small>GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small><sup class=\"footnote-marker\">3</sup><i class=\"footnote\">Am Heiligen, obgleich die Schlachtung ungültig ist.</i>. H<small>AT MAN ES AN DER</small> S<small>ÜDSEITE GESCHLACHTET UND DAS</small> B<small>LUT AN DER</small> N<small>ORDSEITE</small><sup class=\"footnote-marker\">2</sup><i class=\"footnote\">Des Altars od. Tempelhofes, während dies an der Nordseite zu erfolgen hat.</i><small>AUFGENOMMEN, ODER AN DER</small> N<small>ORDSEITE UND DAS</small> B<small>LUT AN DER</small> S<small>ÜDSEITE AUFGENOMMEN, \n</small>", | |
| "ODER HAT MAN ES AM T<small>AGE GESCHLACHTET UND DAS</small> B<small>LUT NACHTS</small><sup class=\"footnote-marker\">4</sup><i class=\"footnote\">Die Herrichtung der Opfer hat am Tage zu erfolgen; cf. Zeb. Fol. 56a.</i> <small>GESPRENGT, ODER NACHTS UND DAS</small> B<small>LUT AM</small> T<small>AGE GESPRENGT, ODER HAT MAN ES AUSSERHALB DER</small> F<small>RIST ODER AUSSERHALB DES</small> O<small>RTES</small><sup class=\"footnote-marker\">5</sup><i class=\"footnote\">Die für die Herrichtung des Opfers u. das Essen des Fleisches festgesetzt sind; dh. in der Absicht, es dann od. da herzurichten od. das Fleisch zu essen.</i> <small>GESCHLACHTET, SO GIBT ES DABEI EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small><sup class=\"footnote-marker\">6</sup><i class=\"footnote\">Obgleich das Opfer verwerflich ist.</i>.", | |
| "R. J<small>EHOŠUA͑ SAGTE EINE</small> R<small>EGEL</small>: W<small>AR ES BEREITS DEN</small> P<small>RIESTERN ERLAUBT, SO GIBT ES DABEI</small><sup class=\"footnote-marker\">7</sup><i class=\"footnote\">Wenn es nachher untauglich geworden ist; dies bezieht sich auf das für die Priester bestimmte Fleisch, die Veruntreuung an den Opferteilen wird im folgenden Abschnitte behandelt.</i> <small>KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, WAR ES DEN</small> P<small>RIESTERN NOCH NICHT ERLAUBT, SO GIBT ES DABEI EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "W<small>ELCHES</small><sup class=\"footnote-marker\">8</sup><i class=\"footnote\">Untaugliche Opfer.</i> <small>WAR DEN</small> P<small>RIESTERN BEREITS ERLAUBT</small>? D<small>AS</small><sup class=\"footnote-marker\">9</sup><i class=\"footnote\">Das Fleisch, nach dem Blutsprengen.</i> <small>ÜBER</small> N<small>ACHT LIEGEN GEBLIEBEN, UNREIN GEWORDEN ODER HINAUSGEKOMMEN</small><sup class=\"footnote-marker\">10</sup><i class=\"footnote\">Aus dem Tempelhofe.</i><small>IST</small>.", | |
| "W<small>ELCHES WAR DEN</small> P<small>RIESTERN NOCH NICHT ERLAUBT</small>? D<small>AS AUSSERHALB DER</small> F<small>RIST ODER AUSSERHALB DES</small> O<small>RTES GESCHLACHTET WORDEN IST, ODER DESSEN</small> B<small>LUT</small> U<small>NTAUGLICHE</small><sup class=\"footnote-marker\">11</sup><i class=\"footnote\">Die für den Tempeldienst unzulässig sind.</i><small>AUFGENOMMEN ODER GESPRENGT HABEN</small>.", | |
| "GEMARA. Er lehrt, daß es beim Hochheiligen, das man an der Südseite geschlachtet hat, eine Veruntreuung gebe; selbstverständlich, sollte es denn, weil man es an der Südseite geschlachtet hat, nicht mehr der Veruntreuung unterliegen!? –", | |
| "Dies ist [zu lehren] nötig; da U͑la im Namen R. Joḥanans gesagt hat, verendete Opfertiere unterliegen nach der Tora nicht mehr der Veruntreuung, so könnte man glauben, auch Hochheiliges an der Südseite [geschlachtet] gelte als erdrosselt,", | |
| "so lehrt er uns. Opfertiere, die verendet sind, sind überhaupt nicht verwendbar, die Südseite aber ist allerdings für Hochheiliges unzulässig, für Minderheiliges aber ist sie zulässig. –", | |
| "Wozu braucht er all diese Fälle zu lehren? –", | |
| "Dies ist nötig. Würde er nur den Fall gelehrt haben, wenn an der Südseite geschlachtet und an der Nordseite das Blut aufgenommen, so könnte man glauben, nur in diesem Falle gebe es dabei eine Veruntreuung, weil die Blutaufnahme<sup class=\"footnote-marker\">12</sup><i class=\"footnote\">Das Hauptsächlichste am Opferdienste.</i>an der Nordseite erfolgt ist, wenn aber an der Nordseite geschlachtet und an der Südseite das Blut aufgenommen, unterliege es nicht mehr der Veruntreuung, weil die Blutaufnahme an der Südseite erfolgt ist.", | |
| "Und würde er nur dies gelehrt haben, so könnte man glauben, weil der Tag die Zeit der Darbringung ist, wenn man es aber am Tage geschlachtet und das Blut nachts aufgenommen hat, gelte es, da die Nacht keine Zeit der Darbringung ist, als erdrosselt und es gebe dabei keine Veruntreuung, so lehrt er uns. – Wofür ist es,", | |
| "wenn außerhalb der Frist oder", | |
| "außerhalb des Ortes [geschlachtet], verwendbar? –", | |
| "Es macht hinsichtlich der Verwerflichmachung wohlgefällig<sup class=\"footnote-marker\">13</sup><i class=\"footnote\">Man ist wegen Verwerflichmachung nur dann schuldig, wenn die Opferteile dargebracht worden sind: cf. Zeb. Fol. 28a.</i>." | |
| ], | |
| [ | |
| "Sie fragten: Sind sie, wenn sie hinaufgekommen<sup class=\"footnote-marker\">14</sup><i class=\"footnote\">Die Opferteile auf den Altar, bei einer unvorschriftsmäßigen Schlachtung.</i>sind, herabzunehmen? – Rabba sagt, wenn sie hinaufgekommen sind, seien sie herabzunehmen, und R. Joseph sagt, wenn sie hinaufgekommen sind, seien sie nicht herabzunehmen.", | |
| "Nach R. Jehuda (ist dies nicht fraglich) streiten sie nicht, sondern stimmen überein, daß, wenn sie hinaufgekommen sind, sie herabzunehmen sind, sie streiten nur nach R. Šimo͑n<sup class=\"footnote-marker\">15</sup><i class=\"footnote\">Der Streit zwischen RJ. u. RŠ. über Opfer, deren Blut nicht vorschriftsmäßig gesprengt worden ist u. die auf den Altar gekommen sind, befindet sich Zeb. Fol. 84a; nach RJ. sind sie vom Altar zu entfernen, nach RŠ. nicht.</i>.", | |
| "R.Joseph ist entschieden der Ansicht R. Šimo͑ns, aber auch Rabba kann dir erwidern: R. Šimo͑n sagt dies nur von dem Falle, wenn man das unterhalb<sup class=\"footnote-marker\">16</sup><i class=\"footnote\">Das Blut mancher Opfer ist oberhalb des den Altar teilenden Striches u. mancher unterhalb desselben zu sprengen.</i>zu sprengende [Blut] oberhalb oder das oberhalb zu sprengende unterhalb gesprengt hat,", | |
| "jedoch an der Nordseite [das Opfer] geschlachtet und das Blut aufgenommen hat; hierbei aber, wo man es an der Südseite geschlachtet hat, gilt es als erdrosselt. –", | |
| "Wir haben gelernt: Beim Hochheiligen, das man an der Südseite geschlachtet hat, gibt es eine Veruntreuung. Erklärlich ist dies allerdings nach R. Joseph, gegen Rabba aber ist dies ja ein Einwand!? – Unter Veruntreuung ist eine rabbanitische zu verstehen. –", | |
| "Welchen Unterschied gibt es zwischen einer der Tora und einer rabbanitischen? – Wegen einer der Tora ist das Fünftel<sup class=\"footnote-marker\">17</sup><i class=\"footnote\">Zum erstatteten Betrage; cf. Lev. 5,16.</i>zu zahlen, wegen einer rabbanitischen nicht –", | |
| "Gibt es denn eine rabbanitische Veruntreuung? – Freilich. U͑la sagte im Namen R. Joḥanans, Opfertiere, die verendet sind, unterliegen nach der Tora nicht mehr der Veruntreuung; bei diesen gibt es also keine nach der Tora, wohl aber rabbanitisch, ebenso auch hierbei rabbanitisch. –", | |
| "Demnach lehrt ja bereits unsere Mišna das, was U͑la im Namen R. Joḥanans gesagt hat? – Obgleich dies gelehrt wird, ist auch die Lehre U͑las nötig; man könnte glauben, nur an diesen, weil man solche<sup class=\"footnote-marker\">18</sup><i class=\"footnote\">Nicht vorschriftsmäßig geschlachtete Opfer.</i>nicht meidet,", | |
| "an Opfertieren aber, die verendet sind, die man<sup class=\"footnote-marker\">19</sup><i class=\"footnote\">Weil Aas ekelhaft ist.</i>meidet, begehe man auch rabbanitisch keine Veruntreuung, so lehrt er uns. –", | |
| "Auch vom verendeten haben wir dies ja bereits gelernt: wer von einem Sündopfer<sup class=\"footnote-marker\">20</sup><i class=\"footnote\">Das zur Darbringung untauglich ist, von dem nur der Geldwert heilig ist.</i>nießbraucht, begeht, wenn es ein lebendes ist, eine Veruntreuung, erst wenn er [dessen Wert] gemindert<sup class=\"footnote-marker\">21</sup><i class=\"footnote\">Beispielsweise Wolle ausrupft od. durch Arbeit abmagert.</i>hat, und wenn es ein totes ist, eine Veruntreuung, sobald er einen Nutzen hat!? –", | |
| "Man könnte glauben," | |
| ], | |
| [ | |
| "dies gelte nur von einem Sündopfer, weil es zur Sühne gebracht wird und man es nicht meidet, Opfertiere aber, die nicht zur Sühne gebracht werden, meidet man, und es gebe bei ihnen keine Veruntreuung, so lehrt er uns. –", | |
| "Gibt es denn bei einem verendeten Sündopfer eine Veruntreuung, wir haben ja gelernt, daß man von den verenden zu lassenden Sündopfern<sup class=\"footnote-marker\">22</sup><i class=\"footnote\">Cf. Ar. Fol. 5b.</i>und vom in das Salzmeer zu werfenden Gelde<sup class=\"footnote-marker\">22</sup><i class=\"footnote\">Cf. Ar. Fol. 5b.</i>nichts genießen darf und es dabei keine Veruntreuung gebe<sup class=\"footnote-marker\">23</sup><i class=\"footnote\">Auch nicht rabbanitisch, wie auch die Nutznießung rabbanitisch verboten ist.</i>!? –", | |
| "Ich will dir sagen, verenden zu lassende Sündopfer<sup class=\"footnote-marker\">24</sup><i class=\"footnote\">Die zur Opferung nicht verwendbar sind.</i>meidet man schon lebend, nicht aber solche, die man lebend nicht meidet<sup class=\"footnote-marker\">25</sup><i class=\"footnote\">Weil sie zur Opferung geeignet sind.</i>.", | |
| "R. Joseph wandte gegen Rabba ein: Eine durch eine andere und die andere durch eine andere<sup class=\"footnote-marker\">26</sup><i class=\"footnote\">Er zitiert 3 Lehren, die er eine durch die andere erklärt, woraus er seinen Einwand entnimmt.</i>:", | |
| "Sie alle<sup class=\"footnote-marker\">27</sup><i class=\"footnote\">Die Zeb. Fol. 66a aufgezählten nicht untauglichen Vogelopfer, obgleich sie, weil nicht geschlachtet, als Aas gelten sollten.</i>machen im Schlunde die Kleider<sup class=\"footnote-marker\">28</sup><i class=\"footnote\">Dessen, der sie ißt. Das Aas eines zum Essen erlaubten Vogels ist beim Essen verunreinigend, sobald es in den Schlund kommt, auch wenn ein anderer es einem in den Mund steckt u. er es gar nicht berührt hat; die Unreinheit wird auf die Kleider übertragen.</i>nicht unrein und es gibt bei ihnen eine Veruntreuung,", | |
| "ausgenommen das Vogel-Sündopfer, das man unten<sup class=\"footnote-marker\">29</sup><i class=\"footnote\">Dh. das Blut unterhalb des Striches um den Altar gesprengt.</i>nach Art eines Vogel-Sündopfers auf den Namen eines Sündopfers hergerichtet<sup class=\"footnote-marker\">30</sup><i class=\"footnote\">Ein solches unterliegt nicht der Veruntreuung, weil es vorschriftsmäßig hergerichtet u. Eigentum des Priesters ist.</i>hat.", | |
| "Hierzu wird gelehrt: Ist die Untauglichkeit im Heiligtume erfolgt<sup class=\"footnote-marker\">31</sup><i class=\"footnote\">Bei der Herrichtung.</i>, so macht es im Schlunde die Kleider nicht unrein, und ist die Untauglichkeit nicht im Heiligtume<sup class=\"footnote-marker\">32</sup><i class=\"footnote\">Noch vor der Herrichtung.</i>erfolgt, so macht es im Schlunde die Kleider unrein.", | |
| "Ferner wird hierzu gelehrt: Dessen Untauglichkeit im Heiligtume erfolgt ist, ist, wenn es [auf den Altar] gekommen ist, nicht herabzunehmen. Dies ist eine Widerlegung Rabbas. Eine Widerlegung.", | |
| "Das, worüber Rabba und R. Joseph streiten, war wohl R. Elea͑zar entschieden, denn R. Elea͑zar sagte: Wenn man das Brandopfer eines Privataltars<sup class=\"footnote-marker\">33</sup><i class=\"footnote\">Nach Raschi nach dem Schlachten, nach den Tosaphoth noch lebend, wenn es als solches bestimmt war; cf. Zeb. Fol. 112b.</i>nach Innen<sup class=\"footnote-marker\">34</sup><i class=\"footnote\">In den Tempelhof.</i>gebracht hat," | |
| ], | |
| [ | |
| "so hat die Wand<sup class=\"footnote-marker\">35</sup><i class=\"footnote\">Des Tempelhofes.</i>es aufgenommen in jeder Hinsicht<sup class=\"footnote-marker\">36</sup><i class=\"footnote\">Es unterliegt allen Bestimmungen, die für die im Tempelhofe hergerichteten Opfer gelten.</i>.", | |
| "Aber folgendes fragte R. Elea͑zar: Ist es, wenn es [auf den Altar] gekommen ist, herabzunehmen?", | |
| "Wenn er dies fragte, so war ihm wohl jenes<sup class=\"footnote-marker\">37</sup><i class=\"footnote\">Hinsichtl. eines Tempelopfers.</i>entschieden, entweder wie Rabba oder wie R. Joseph. –", | |
| "Er fragte dies bezugnehmend auf jenes:", | |
| "Rabba ist vielleicht nur da der Ansicht, daß es, wenn es hinaufgekommen ist, herabgenommen werde,", | |
| "weil die richtige Wand<sup class=\"footnote-marker\">35</sup><i class=\"footnote\">Des Tempelhofes.</i>es untauglich<sup class=\"footnote-marker\">38</sup><i class=\"footnote\">Dh. es ist dann den Bestimmungen des Opfers unterworfen, bei deren Übertretung das Opfer untauglich ist u. vom Altar entfernt werden muß.</i>macht, und die nicht richtige es nicht untauglich<sup class=\"footnote-marker\">39</sup><i class=\"footnote\">Cf. Anm. 38 mut. mut.</i>macht;", | |
| "oder aber: auch nach R.Joseph, welcher sagt, wenn es hinaufgekommen ist, sei es nicht herabzunehmen, gilt dies nur da, wo die richtige Wand es aufgenommen hat, nicht aber hierbei, wo die richtige Wand es nicht aufgenommen<sup class=\"footnote-marker\">40</sup><i class=\"footnote\">Es wurde von vornherein nicht als Tempelopfer geheiligt u. hat nicht die Heiligkeit, auf dem Altar verbleiben zu müssen.</i>hat!? – Dies bleibt unentschieden.", | |
| "R. Gidel sagte im Namen Rabhs: Das Sprengen des Verwerflichen<sup class=\"footnote-marker\">41</sup><i class=\"footnote\">Wenn das Opfer geschlachtet worden ist in der Absicht, außerhalb der Frist die Herrichtung zu vollziehen od. das Fleisch zu essen.</i> bringt nicht aus der Veruntreuungsfähigkeit<sup class=\"footnote-marker\">42</sup><i class=\"footnote\">Das taugliche Opfer unterliegt nach dem Sprengen nicht mehr der Veruntreuung, da es dann nicht mehr Eigentum Gottes, sondern Eigentum des Priesters ist.</i>, beim Hochheiligen, und bringt nicht zur Veruntreuungsfähigkeit<sup class=\"footnote-marker\">43</sup><i class=\"footnote\">An den Opferteilen.</i>, beim Minderheiligen.", | |
| "Abajje saß und trug diese Lehre vor; da wandle R. Papa gegen Abajje ein: Wenn jemand das Dankopfer innerhalb der Mauer schlachtet und das Brot dazu sich außerhalb der Mauer befindet, so ist das Brot nicht heilig;", | |
| "hat er es geschlachtet bevor [die Brote] im Ofen eine Kruste bekommen haben. oder wenn sogar alle eine Kruste bekommen haben, mit Ausnahme von einem, so ist das Brot nicht heilig. Hat man es außerhalb der Frist oder außerhalb des Ortes geschlachtet, so ist das Brot heilig.", | |
| "Demnach unterliegt das Verwerfliche der Veruntreuung!? Da schwieg er.", | |
| "Als er zu R. Abba kam, sprach dieser: Beim Sprengen<sup class=\"footnote-marker\">44</sup><i class=\"footnote\">Erfolgt erst die richtige Verwerflichmachung durch die Absicht: von diesem Falle spricht RG., die angezogene Lehre aber spricht von dem Falle, wenn dies nur beim Schlachten u. nicht beim Sprengen erfolgt ist.</i>.", | |
| "R. Asi sprach zu Raba: U͑la sagte ja, wenn man einen verwerflichen Haufen<sup class=\"footnote-marker\">45</sup><i class=\"footnote\">Vom Speisopfer, der, wie die Opferteile des Blutopfers, auf dem Altar zu verbrennen ist. Hier handelt es sich ebenfalls um die Verwerflichmachung durch die Absicht.</i>auf den Altar getan hat, sei ihm die Verwerflichkeit genommen<sup class=\"footnote-marker\">46</sup><i class=\"footnote\">Sobald er vom Feuer erfaßt wird, ist er wieder heilig, u. wenn er vom Altar herabkommt, ist er zurück hinaufzulegen u. zu verbrennen.</i>;", | |
| "die Abhebung des Haufens entspricht ja dem Schlachten!?", | |
| "Dieser erwiderte: Es ist ein Verbot, das zur Verwerflichmachung<sup class=\"footnote-marker\">47</sup><i class=\"footnote\">Die Verwerflichmachung beginnt beim Abheben, erfolgt aber erst bei der Aufräucherung auf dem Altar.</i>bringt. –" | |
| ], | |
| [ | |
| "Er lehrt ja aber: wenn die Verwerflichmachung bei anderem<sup class=\"footnote-marker\">48</sup><i class=\"footnote\">Bei der verwerflichmachenden Absicht hinsichtlich des zurückbleibenden Teiles des Speisopfers, der gegessen wird.</i>erfolgen kann, um wieviel mehr bei diesem selber!? –", | |
| "Dies ist ebenfalls zu verstehen, das Verbot, das zur Verwerflichkeit bringt.", | |
| "Rabina sprach zu R. Asi: Ilpha lehrte ja aber, der Streit<sup class=\"footnote-marker\">49</sup><i class=\"footnote\">Zwischen RJ. u. den Weisen über die verwerflichmachende Absicht; cf. Zeb. Fol. 29b.</i> besiehe nur bei zwei Dienstverrichtungen<sup class=\"footnote-marker\">50</sup><i class=\"footnote\">Wenn dies bei 2 Dienstverrichtungen bei der Herrichtung des Opfers erfolgt ist; vgl. Bd. X S. 102 Anm. 477.</i>,", | |
| "wenn er beispielsweise gesagt hat, er wolle das eine Organ<sup class=\"footnote-marker\">51</sup><i class=\"footnote\">Bei der Schlachtung müssen beide Halsorgane, die Speiseröhre u. die Luftröhre, durchschnitten werden.</i>außerhalb der Frist und das andere Organ außerhalb des Ortes durchschneiden, bei einer Dienstverrichtung aber stimmen alle überein, daß dies eine Vermischung der Absichten<sup class=\"footnote-marker\">52</sup><i class=\"footnote\">Hinsichtl. des Ortes u. hinsichtl. der Frist; das Opfer ist auf jeden Fall untauglich.</i>sei!? –", | |
| "Hierbei ergibt es sich ebenfalls erst beim Sprengen, ob es bei einer Dienstverrichtung oder bei zwei Dienstverrichtungen erfolgt ist. –", | |
| "Demnach sollte es<sup class=\"footnote-marker\">53</sup><i class=\"footnote\">Die Heiligung der Brote, von der es in der angezogenen Lehre heißt, dies erfolge beim Schlachten.</i>auch beim Dankopfer erst beim Blutsprengen erfolgen!? –", | |
| "Unter ‘heilig’ ist zu verstehen, um untauglich zu werden, daß es verbrannt werden<sup class=\"footnote-marker\">54</sup><i class=\"footnote\">Jed. unterliegt es nicht der Veruntreuung, übereinstimmend mit RG.</i>muß.", | |
| "Ihm wäre eine Stütze zu erbringen. Am Verwerflichen kann man immer eine Veruntreuung begehen. Doch wohl, auch nachdem das Blut gesprengt worden ist; somit ist dies eine Stütze für ihn. –", | |
| "Nein, solange das Blut noch nicht gesprengt worden ist. – Wozu braucht dies, wenn das Blut noch nicht gesprengt worden ist, gelehrt zu werden!? –", | |
| "Vielmehr, tatsächlich, wenn es bereits gesprengt ist, nur spricht diese Lehre von einem Brandopfer<sup class=\"footnote-marker\">55</sup><i class=\"footnote\">Von dem die Priester nichts erhalten, sodaß es immer Eigentum Gottes bleibt.</i>. – Von einem Brandopfer ist es ja selbstverständlich, denn es ist ja vollständig Gottes!?" | |
| ], | |
| [ | |
| "Ferner lehrt er im Schlußsatze: hat das Blut über Nacht gestanden, so gibt es dabei eine Veruntreuung, auch wenn man es wieder gesprengt hat.", | |
| "Erklärlich ist dies, wenn du sagst, er spreche von einem Sündopfer, wozu braucht dies aber gelehrt zu werden,", | |
| "wenn du sagst, er spreche von einem Brandopfer<sup class=\"footnote-marker\">55</sup><i class=\"footnote\">Von dem die Priester nichts erhalten, sodaß es immer Eigentum Gottes bleibt.</i>!? –", | |
| "Der Schlußsatz ist entschieden eine Stütze für ihn; ist es auch der Anfangsatz? – Wenn der Schlußsatz eine Stütze für ihn ist, so ist auch der Anfangsatz eine Stütze für ihn<sup class=\"footnote-marker\">56</sup><i class=\"footnote\">Auch dieser spricht von einem Sündopfer.</i>. –", | |
| "Nur der Schlußsatz ist entschieden eine Stütze für ihn, nicht aber der Anfangsatz. – Womit ist es anders? – Beim Übernachtenlassen übt man eine Handlung mit den Händen aus, somit ist das Sprengen<sup class=\"footnote-marker\">57</sup><i class=\"footnote\">Dh. die unzulässige Absicht beim Sprengen.</i>nicht wirksam, es aus der [Eignung zur] Veruntreuung zu bringen,", | |
| "bei der Absicht<sup class=\"footnote-marker\">58</sup><i class=\"footnote\">Die die Verwerflichmachung zur Folge hat.</i>aber, wobei man keine Handlung mit den Händen ausübt, ist das Sprengen wirksam, es aus der [Eignung zur] Veruntreuung zu bringen. –", | |
| "Es wäre anzunehmen, daß folgendes eine Stütze für ihn ist: Beim Verwerflichen vom Hochheiligen<sup class=\"footnote-marker\">55</sup><i class=\"footnote\">Von dem die Priester nichts erhalten, sodaß es immer Eigentum Gottes bleibt.</i>gibt es eine Veruntreuung. Doch wohl, auch nachdem man das Blut gesprengt hat, somit ist dies eine Stütze für ihn. – Nein, solange man es noch nicht gesprengt hat. –", | |
| "Wenn man es aber gesprengt hat, gibt es also dabei keine Veruntreuung; wieso lehrt er demnach im Schlußsatze: beim Minderheiligen aber gebe es dabei keine Veruntreuung, er sollte doch beim ersten.", | |
| "Falle selber einen Unterschied machen und lehren: vor dem Blutsprengen gibt es dabei eine Veruntreuung, nach dem Blutsprengen gibt es dabei keine Veruntreuung!? – Dies ist entschieden eine Stütze für ihn. –", | |
| "Demnach wäre, wenn der Schlußsatz eine Stütze für ihn ist, auch der Anfangsatz eine Stütze für ihn!? – Beim Minderheiligen ist dies ausgemacht, hierbei aber ist es nicht ausgemacht<sup class=\"footnote-marker\">59</sup><i class=\"footnote\">Beim Minderheiligen gibt es bei den Opferteilen keine Veruntreuung, einerlei ob vor od. nach dem Sprengen, beim Hochheiligen dagegen nur vor dem Sprengen, nicht aber nach dem Sprengen.</i>.", | |
| "R. J<small>EHOŠUA͑ SAGTE EINE</small> R<small>EGEL</small>: W<small>AR ES BEREITS DEN</small> P<small>RIESTERN ERLAUBT, SO GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, WAR ES DEN</small> P<small>RIESTERN NOCH NICHT ERLAUBT, SO GIBT ES DABEI EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>,", | |
| "W<small>ELCHES WAR DEN</small> P<small>RIESTERN BEREITS ERLAUBT</small>? D<small>AS ÜBER</small> N<small>ACHT LIEGEN GEBLIEBEN</small>, <small>UNREIN GEWORDEN ODER HINAUSGEKOMMEN IST</small>.", | |
| "W<small>ELCHES AVAR DEN</small> P<small>RIESTERN NOCH NICHT ERLAUBT</small>? D<small>AS AUSSERHALB DER</small> F<small>RIST ODER AUSSERHALB DES</small> O<small>RTES GESCHLACHTET WORDEN IST, ODER DESSEN</small> B<small>LUT</small> U<small>NTAUGLICHE AUFGENOMMEN ODER GESPRENGT HABEN</small>.", | |
| "Bar Qappara sprach zu Bar Pada: Schwesterssohn, sieh zu, was du mich morgen im Lehrhause fragen sollst: spricht unsere Mišna vom Erlaubtsein zum Schlachten," | |
| ], | |
| [ | |
| "spricht unsere Mišna vom Erlaubtsein zum Blutsprengen, oder spricht unsere Mišna vom Erlaubtsein zum Essen? Ḥizqija sagte, unsere Mišna spreche vom Erlaubtsein zum Schlachten: R. Johanan sagte, unsere Mišna spreche vom Erlaubtsein zum Essen.", | |
| "R. Zera sprach: Aus unserer Mišna ist weder die Ansicht Ḥizqijas noch die Ansicht R. Joḥanans zu erweisen. –", | |
| "Wir haben gelernt: Das über Nacht liegen geblichen, unrein geworden oder hinausgekommen ist. Doch wohl, wenn das Blut über Nacht liegen geblieben ist, und er lehrt, daß es dabei keine Veruntreuung gebe.", | |
| "Somit ist hieraus zu entnehmen, daß unsere Mišna vom Erlaubtsein zum Sprengen spricht. –", | |
| "Nein, wenn das Fleisch über Nacht liegen geblieben, das Blut aber gesprengt worden ist; deshalb<sup class=\"footnote-marker\">60</sup><i class=\"footnote\">Weil es Eigentum der Priester ist.</i>lehrt er, daß es dabei keine Veruntreuung gebe. –", | |
| "Wir haben gelernt: Welches war den Priestern noch nicht erlaubt? Das außerhalb der Frist oder außerhalb des Ortes geschlachtet worden ist, oder dessen Blut Untaugliche aufgenommen oder gesprengt haben.", | |
| "In welchem Falle: wollte man sagen, wenn Untaugliche es gesprengt haben und<sup class=\"footnote-marker\">61</sup><i class=\"footnote\">Das Verbindungs-Vav kann sowohl ‘und’ als auch ‘oder’ heißen.</i> Untaugliche es aufgenommen hatten, wozu ist beides nötig!?", | |
| "Doch wohl, wenn Untaugliche es aufgenommen oder Untaugliche es gesprengt haben,", | |
| "und er lehrt, daß es dabei eine Veruntreuung gebe; somit ist hieraus<sup class=\"footnote-marker\">62</sup><i class=\"footnote\">Da es demnach als für die Priester erlaubt gilt, wenn Taugliche es aufgenommen haben.</i>zu entnehmen, daß unsere Mišna vom Erlaubtsein zum Sprengen spricht.", | |
| "R.Joseph wandte ein: Dort haben wir gelernt:", | |
| "Wegen des Blutes eines untauglichen Sündopfers ist das Waschen<sup class=\"footnote-marker\">63</sup><i class=\"footnote\">Ist das Blut von einem tauglichen Sündopfer auf ein Kleidungsstück gekommen, so muß es gewaschen werden; cf. Lev. 6,20.</i>nicht erforderlich, einerlei ob es<sup class=\"footnote-marker\">64</sup><i class=\"footnote\">Das Blut zum Sprengen.</i>tauglich war und untauglich geworden ist, oder ob es überhaupt nicht tauglich war und untauglich geworden ist.", | |
| "Welches war tauglich und ist untauglich geworden? Das über Nacht gestanden hat, unrein geworden ist oder hinausgekommen<sup class=\"footnote-marker\">65</sup><i class=\"footnote\">Aus dem Tempelhofe.</i> war.", | |
| "Welches war überhaupt nicht tauglich? Wenn [das Opfer] außerhalb des Ortes oder außerhalb der Frist geschlachtet worden ist, oder Untaugliche das Blut aufgenommen oder gesprengt haben.", | |
| "In welchem Falle, wenn du sagst, es sei auf diese Weise zu unterscheiden: wollte man sagen, wenn Untaugliche [das Blut] aufgenommen und Untaugliche es gesprengt haben, wonach nur dann wegen des Blutes das Waschen nicht erforderlich ist, wenn aber Taugliche [das Blut] aufgenommen oder gesprengt haben, sei wegen des Blutes das Waschen erforderlich,", | |
| "so heißt es ja diesbezüglich<sup class=\"footnote-marker\">66</sup><i class=\"footnote\">Lev. 6,20.</i><i>der von seinem Blute sprengt,</i> nicht aber, wenn es bereits gesprengt worden<sup class=\"footnote-marker\">67</sup><i class=\"footnote\">Ist mit dem Blute das Gebot des Sprengens ausgeübt worden, so ist wegen des Zurückbleibenden das Waschen der Kleider nicht erforderlich.</i>ist!? Vielmehr ist es nicht genau<sup class=\"footnote-marker\">68</sup><i class=\"footnote\">Es benötigt nach dem Sprengen nicht des Waschens, auch wenn Taugliche das Blut aufgenommen u. gesprengt haben.</i>zu nehmen," | |
| ], | |
| [ | |
| "ebenso ist es auch hierbei<sup class=\"footnote-marker\">69</sup><i class=\"footnote\">Bei der Veruntreuung; auch wenn Taugliche das Blut aufgenommen u. Untaugliche nur gesprengt haben, unterliegt es der Veruntreuung, da es den Priestern zum Essen nicht erlaubt ist.</i>nicht genau zu nehmen. B. Asi sprach: Wozu braucht er es<sup class=\"footnote-marker\">70</sup><i class=\"footnote\">Wenn es nicht genau zu nehmen ist.</i>demnach zweimal zu lehren!?", | |
| "Vielmehr ist es bei der Veruntreuung genau zu nehmen,", | |
| "und dort lehrt er uns folgendes, daß nämlich auch der Untaugliche Zurückbleibendes<sup class=\"footnote-marker\">71</sup><i class=\"footnote\">Nach dem Sprengen ist das zurückbleibende Blut nicht mehr zur Sühne geeignet u. fortzugießen; dies auch dann, wenn ein Untauglicher es aufgenommen hat.</i>macht;", | |
| "auch wenn ein Untauglicher [das Blut] aufgenommen und gesprengt hat, und darauf ein Tauglicher es aufnimmt und sprengt, ist dies nichts, weil es Zurückbleibendes ist. –", | |
| "Aber Reš Laqiš fragte ja R. Joḥanan, ob ein Untauglicher Zurückbleibendes mache,", | |
| "und dieser erwiderte ihm, nichts anderes als [die Absicht<sup class=\"footnote-marker\">72</sup><i class=\"footnote\">Beim Sprengen.</i>], es außerhalb der Frist oder außerhalb des Ortes [zu essen], mache es<sup class=\"footnote-marker\">73</sup><i class=\"footnote\">Obgleich die Sprengung ungültig ist.</i>zu Zurückbleibendem, weil diese es auch zur Verwerflichkeit geeignet macht;", | |
| "doch wohl ein Untauglicher nicht<sup class=\"footnote-marker\">74</sup><i class=\"footnote\">Wenn ein Untauglicher (ohne unzulässige Absicht) das Blut gesprengt hat, so ist dies wirkungslos, u. ein tauglicher Priester kann das noch fließende Blut aufnehmen u. sprengen.</i>!? – Nein, auch ein Untauglicher. –", | |
| "Er sagte ja aber: nichts anderes!? –", | |
| "Er meint es wie folgt: außer [der Absicht], es außerhalb der Frist oder außerhalb des Ortes [zu essen], gibt es nichts, was das Gemeindeopfer nicht wohlgefällig macht, wobei [das Blut aber] Zurückbleibendes ist. Ein Unreiner<sup class=\"footnote-marker\">75</sup><i class=\"footnote\">Der ebenfalls untauglich ist.</i>aber, der für das Gemeindeopfer zulässig ist, macht es zu Zurückbleibendem,", | |
| "und andere Untaugliche, die für das Gemeindeopfer nicht zulässig sind, machen es nicht zu Zurückbleibendem. –", | |
| "Komm und höre: Beim Verwerflichen gibt es immer eine Veruntreuung.", | |
| "Doch wohl, wenn man [das Blut] nicht gesprengt hat, somit ist hieraus zu entnehmen, daß unsere Mišna vom Erlaubtsein zum Sprengen spricht. –", | |
| "Nein, wenn man es gesprengt hat,", | |
| "und mit ‘immer’ lehrt er uns das, was R. Gidel gesagt hat. R. Gidel sagte nämlich im Namen Rabhs: Das Sprengen des Verwerflichen bringt es nicht aus der Veruntreuungsfähigkeit und bringt es nicht zur Veruntreuungsfähigkeit<sup class=\"footnote-marker\">76</sup><i class=\"footnote\">Vgl. ob. Fol. 3b. u. die bezügl. Erklärungen.</i>. –" | |
| ], | |
| [ | |
| "Komm und höre: R.Šimo͑n sagte: Es gibt Übriggebliebenes, wobei es eine Veruntreuung gibt, und es gibt Übriggebliebenes, wobei es keine Veruntreuung gibt,", | |
| "und zwar: hat [das Blut] vor dem Sprengen über Nacht gestanden, so gibt es dabei eine Veruntreuung,", | |
| "wenn nach dem Sprengen, so gibt es dabei keine Veruntreuung. Er lehrt also, daß es dabei eine Veruntreuung gebe; doch wohl, wenn Zeit zum Sprengen vorhanden war, sodaß, wenn er wollte, er sprengen könnte.", | |
| "Somit ist hieraus zu entnehmen, daß unsere Mišna vom Erlaubtsein zum Essen spricht. –", | |
| "Nein, wenn man es kurz vor Sonnenuntergang aufgenommen hat, sodaß keine Zeit zum Sprengen war. –", | |
| "Weshalb lehrt er demnach, wenn es dabei keine Veruntreuung gibt,", | |
| "wenn noch Zeit dazu war: vor dem Sprengen, sollte er doch lehren: vor dem Sonnenuntergange, beziehungsweise nach dem Sonnenuntergange<sup class=\"footnote-marker\">77</sup><i class=\"footnote\">Da es auf die Zeit zum Sprengen ankommt.</i>!? –", | |
| "Dies lehrt er auch: bevor es zum Sprengen geeignet war, und nachdem es zum Sprengen geeignet<sup class=\"footnote-marker\">78</sup><i class=\"footnote\">Nach Sonnenuntergang.</i>war. –", | |
| "Komm und höre: R. Šimo͑n sagte: Es gibt Verwerfliches, wobei es eine Veruntreuung gibt, und es gibt Verwerfliches, wobei es keine Veruntreuung gibt,", | |
| "und zwar: vor dem Sprengen gibt es dabei eine Veruntreuung, nach dem Sprengen gibt es dabei keine Veruntreuung.", | |
| "Er lehrt also, daß es vor dem Sprengen dabei eine Veruntreuung gebe; doch wohl, wenn Zeit zum Sprengen war, sodaß, wenn er wollte, er sprengen könnte, und er lehrt, daß es dabei eine Veruntreuung gebe. Hieraus ist somit zu entnehmen, daß unsere Mišna vom Erlaubtsein zum Essen spricht. –", | |
| "Nein, wenn keine Zeit zum Sprengen war. – Weshalb lehrt er demnach, wenn es dabei keine Veruntreuung gibt,", | |
| "wenn noch Zeit zum Sprengen war: nach dem Sprengen, sollte er doch lehren: nach dem Sonnenuntergang!? –", | |
| "Dies meint er auch: bevor es zum Sprengen geeignet war, und nachdem es zum Sprengen geeignet war. –", | |
| "Komm und höre: Beim Verwerflichen vom Hochheiligen gibt es eine Veruntreuung. Doch wohl, wenn man [das Blut] bereits gesprengt hat, somit ist hieraus zu entnehmen, daß unsere Mišna vom Erlaubtsein zum Essen spricht. – Nein, wenn man es noch nicht gesprengt hat. –", | |
| "Weshalb lehrt er demnach, wenn es dabei keine Veruntreuung gibt, falls man es gesprengt hat, daß es beim Minderheiligen keine Veruntreuung gebe,", | |
| "sollte er doch lehren: eines gilt vor dem Sprengen und eines nach dem Sprengen!? –", | |
| "Folgendes will er lehren: soll es Veruntreuungsfähigkeit erlangen, so macht nur das vorschriftsmäßige Sprengen es veruntreuungsfähig, soll es aus der Veruntreuungsfähigkeit kommen,", | |
| "so bringt auch das unvorschriftsmäßige [Sprengen] es aus der Veruntreuungsfähigkeit." | |
| ], | |
| [ | |
| "<sup>ii</sup><b>B</b><small>EIM</small> F<small>LEISCHE VOM</small> H<small>OCHHEILIGEN, DAS VOR DEM</small> B<small>LUTSPRENGEN</small> <small>HINAUSGEKOMMEN WAR, GIBT ES, WIE</small>", | |
| "R. E<small>LIE͑ZER SAGT, EINE VERUNTREUUNG UND MAN IST WEGEN DESSEN NICHT SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, U<small>EBRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM</small>.", | |
| "R. A͑<small>QIBA SAGT, ES GEBE DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG UND MAN SEI DIESERHALB SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM</small>.", | |
| "R. A͑<small>QIBA SPRACH</small>: E<small>NTHEBT ETWA NICHT, WENN JEMAND SEIN SÜNDOPFER ABGESONDERT HATTE UND ES ABHANDEN GEKOMMEN WAR, UND NACHDEM ER SEINERSTATT EIN ANDERES ABGESONDERT HAT, DAS ERSTE SICH WIEDER EINFINDET UND NUNMEHR BEIDE DASTEHEN</small><sup class=\"footnote-marker\">79</sup><i class=\"footnote\">Und beide geschlachtet worden sind.</i>,", | |
| "<small>DAS BLUT, WIE ES DAS FLEISCH DESSELBEN ENTHEBT</small><sup class=\"footnote-marker\">80</sup><i class=\"footnote\">Vom Verbote der Veruntreuung, da nach dem Blutsprengen das Fleisch den Priestern gehört.</i>, <small>AUCH DAS</small> F<small>LEISCH DES ANDEREN</small>?", | |
| "W<small>ENN NUN DAS</small> B<small>LUT DAS</small> F<small>LEISCH DES ANDEREN DER</small> V<small>ERUNTREUUNG ENTHEBT, SO ENTHEBT ES DAS</small> F<small>LEISCH DESSELBEN ERST RECHT</small>.", | |
| "W<small>ENN DIE</small> O<small>PFERTEILE VON</small> M<small>INDERHEILIGEM VOR DEM</small> <sup>iii</sup>B<small>LUTSPRENGEN HINAUSGEKOMMEN SIND, SO GIBT ES BEI IHNEN, WIE</small>", | |
| "R. E<small>LIE͑ZER SAGT, KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG UND MAN IST IHRETWEGEN NICHT SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM</small>. R. A͑<small>QIBA SAGT, ES GEBE DABEI EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG UND MAN SEI IHRETWEGEN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM</small>.", | |
| "GEMARA. Wozu ist beides<sup class=\"footnote-marker\">81</sup><i class=\"footnote\">Der Streit über Hochheiliges und über Opferglieder von Minderheiligem; aus dem einen ist das andere zu entnehmen.</i>nötig? –", | |
| "Dies ist nötig. Würde er es nur vom Hochheiligen gelehrt haben, so könnte man glauben, R. Elie͑zer sage nur hierbei, daß es dabei eine Veruntreuung gebe, weil das vorschriftsmäßige Sprengen es aus der Veruntreuung bringt und das unvorschriftsmäßige es nicht aus der Veruntreuung bringt,", | |
| "hinsichtlich des Gelangens zur Veruntreuung aber pflichte er R. A͑qiba bei, daß es auch durch das unvorschriftsmäßige zur Veruntreuung gelange.", | |
| "Und würde er es nur vom Minderheiligen gelehrt haben, so könnte man glauben, nur vom Minderheiligen sage R. A͑qiba, daß es dabei eine Veruntreuung gebe, weil es auch durch das unvorschriftsmäßige Sprengen zur Veruntreuung gelangt,", | |
| "beim Hochheiligen aber, wobei es sich um die Enthebung handelt, bringe das unvorschriftsmäßige es nicht aus der Veruntreuung, so lehrt er uns.", | |
| "R. Joḥanan sagte: Das, was R. A͑qiba sagt, wenn es hinausgekommen ist, sei das Sprengen wirksam, gilt nur von dem Falle, wenn ein Teil hinausgekommen ist, nicht aber sagt es R. A͑qiba von dem Falle, wenn alles hinausgekommen ist.", | |
| "R. Asi sprach zu R. Joḥanan: Bereits lehrten mich die Kollegen in der Diaspora," | |
| ], | |
| [ | |
| "die Absicht sei wirksam auch beim Abhandengekommenen<sup class=\"footnote-marker\">82</sup><i class=\"footnote\">Hat man beim Sprengen beabsichtigt, die Opferteile außerhalb der Frist aufzuräuchern, so ist, auch wenn diese abhanden gekommen od. verbrannt worden sind, das Fleisch verwerflich.</i>und beim Verbrannten.", | |
| "Das Abhandengekommene und das Verbrannte sind ja nicht auf der Welt, dennoch lehrt er, die Absicht sei wirksam. –", | |
| "Kann R. Asi dies denn gesagt haben, R. Asi fragte ja R. Joḥanan, wie es denn sei, wenn man beim fortzugießenden [Blute] beabsichtigt hat, es am folgenden Tage<sup class=\"footnote-marker\">83</sup><i class=\"footnote\">Wenn man beim Fortgießen des zurückbleibenden Blutes beabsichtigt hat, das Fleisch am folgenden Tage, außerhalb der Frist, zu essen; ob es auch in diesem Falle Verwerfliches ist. Nach einer anderen Erklärung, wenn man beim Sprengen beabsichtigt hat, das zurückbleibende Blut außerhalb der Frist fortzugießen.</i>zu tun,", | |
| "und R. Zera sprach zu ihm: du hast uns bereits vom Abfall<sup class=\"footnote-marker\">84</sup><i class=\"footnote\">Daß er nämlich, weil unwesentlich, hinsichtl. der Verunreinigung durch Aas das hierbei erforderliche Quantum nicht ergänzt.</i>gelehrt. Abfall ist also für die Unreinheit nicht empfänglich,", | |
| "weil er unwesentlich ist, ebenso ist beim fortzugießenden [Blute], da es der Vernichtung verfällt, die Absicht wirkungslos. –", | |
| "Dem widerspricht ja die Lehre vom Abhandengekommenen und vom Verbrannten<sup class=\"footnote-marker\">85</sup><i class=\"footnote\">Von denen gelehrt wird, daß bei diesen die Absicht von Wirkung ist.</i>!? Raba erwiderte: Lies: über das später Abhandengekommene und Verbrannte<sup class=\"footnote-marker\">86</sup><i class=\"footnote\">Aber bei der Beabsichtigung noch vorhanden waren; hierbei aber handelt es sich um den Fall, wenn das Fleisch vor dem Sprengen aus dem Tempelhofe hinausgekommen, also nicht vorhanden war.</i>.", | |
| "R. Papa sagte: Das, was R. A͑qiba sagt, wenn es hinausgekommen ist, sei das Sprengen wirksam, gilt nur von dem Falle, wenn das Fleisch hinausgekommen ist, wenn aber das Blut, so ist das Sprengen<sup class=\"footnote-marker\">87</sup><i class=\"footnote\">Wenn man es zurück hereingebracht hat.</i>, nachdem es hinausgekommen war, nicht wirksam.", | |
| "Desgleichen wird gelehrt: Wenn er schweigend<sup class=\"footnote-marker\">88</sup><i class=\"footnote\">Dh. ohne verwerflichmachende Absicht.</i>geschlachtet hat und das Blut hinausgekommen ist, so hat er, auch wenn er es später gesprengt hat, nichts ausgerichtet. Bei Hochheiligem gibt es dabei eine Veruntreuung und bei Minderheiligem gibt es dabei keine Veruntreuung.", | |
| "R. A͑<small>QIBA SAGTE</small>: (D<small>IES IST ZU VERGLEICHEN</small>).", | |
| "R. Elea͑zar sagte: R. A͑qiba sagt es nur von dem Falle, wenn mit einem Male<sup class=\"footnote-marker\">89</sup><i class=\"footnote\">Beide Sündopfer geschlachtet.</i>, nicht aber sagt es R. A͑qiba von dem Falle, wenn nacheinander.", | |
| "Es wird gelehrt: R. Šimo͑n sagte: Als ich nach Kephar Phagi ging, begegnete mir ein Greis und er sprach zu mir: Ist R. A͑qiba der Ansicht, daß, wenn es hinausgekommen ist, das Sprengen wirksam ist? Ich erwiderte ihm: Jawohl. Als ich nach Galiläa kam und dies den Kollegen unterbreitete, sprachen sie zu mir: Es ist ja untauglich, wie sollte [das Sprengen] das Untaugliche wohlgefällig machen!?", | |
| "Als ich hierauf fortging und dies R. A͑qiba unterbreitete, sprach er zu mir: Mein Sohn, bist du etwa nicht dieser Ansicht? Wenn jemand sein Sündopfer abgesondert hatte und es abhanden gekommen war, und, nachdem er seinerstatt ein anderes abgesondert hat, das erste sich wieder einfindet und nunmehr beide dastehen, gibt es ja eine Veruntreuung bei beiden;" | |
| ], | |
| [ | |
| "wenn man sie geschlachtet hat und das Blut beider sich in den Bechern befindet, gibt es ja eine Veruntreuung bei beiden. Gibst du etwa nicht zu, daß, wenn das Blut des einen von ihnen gesprengt worden ist, wie das Blut das Fleisch desselben der Veruntreuung enthebt, es auch das Fleisch des anderen der Veruntreuung enthebt?", | |
| "Wenn es nun das Fleisch des anderen vor der Veruntreuung schützt, obgleich es untauglich ist, so schützt es das Fleisch desselben erst recht.", | |
| "Reš Laqiš sagte im Namen R. Oša͑jas: Es ist eine verstohlene Antwort, die R. A͑qiba jenem Schüler gab: nur gleichzeitig<sup class=\"footnote-marker\">90</sup><i class=\"footnote\">‘Sie geschlachtet’, dies heißt beide gleichzeitig.</i>, nicht aber nacheinander;", | |
| "wenn es untauglich ist, ist es ja einerlei, ob gleichzeitig oder nacheinander.", | |
| "Da sprach R. Joḥanan zu Reš Laqiš: Bist du etwa nicht dieser Ansicht? Pflichtest du etwa nicht bei,", | |
| "daß, wenn jemand zur Sicherheit zwei Schuldopfer abgesondert, beide geschlachtet und die Opferteile des einen vor dem Sprengen [auf den Altar] gebracht hat, sie, wenn hinaufgekommen, herabzunehmen sind?", | |
| "Wieso sind sie nun, wenn du sagst, sie gelten als ein Körper, wenn sie hinaufgekommen sind, herabzunehmen, U͑la sagte ja, Opferteile von Minderheiligem, die vor dem Blutsprengen auf den Altar gekommen sind, seien nicht mehr herabzunehmen, weil sie bereits Zehrung des Altars geworden sind!?", | |
| "Da schwieg er. Hierauf sprach R. Joḥanan: Ich habe dem Knaben die Beine abgehauen.", | |
| "<sup>iv</sup><b>D</b><small>AS</small> B<small>LUTZEREMONIELL ERFOLGT BEIM</small> H<small>OCHHEILIGEN ERLEICHTERND UND ERSCHWEREND, BEIM</small> M<small>INDERHEILIGEN ABER IMMER ERSCHWEREND</small>.", | |
| "U<small>ND ZWAR: BEIM</small> H<small>OCHHEILIGEN GIBT ES VOR DEM</small> B<small>LUTSPRENGEN EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG AN DEN</small> O<small>PFERTEILEN UND AM</small> F<small>LEISCHE, NACH DEM</small> B<small>LUTSPRENGEN ABER NUR EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG AN DEN</small> O<small>PFERTEILEN UND NICHT AM</small> F<small>LEISCHE, \n</small>", | |
| "UND WEGEN BEIDER IST MAN SCHULDIG WEGEN V<small>ERWERFLICHEM</small> Üb<small>RIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM</small>. E<small>S ERGIBT SICH ALSO, DASS DAS</small> B<small>LUTZEREMONIELL BEIM</small> H<small>OCHHEILIGEN ERLEICHTERND UND ERSCHWEREND ERFOLGT</small>. B<small>EIM</small> M<small>INDERHEILIGEN IMMER ERSCHWEREND, \n</small>", | |
| "UND ZWAR: BEIM M<small>INDERHEILIGEN GIBT ES VOR DEM</small> B<small>LUTSPRENGEN KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, NICHT AN DEN</small> O<small>PFERTEILEN UND NICHT AM</small> F<small>LEISCHE, NACH DEM</small> B<small>LUTSPRENGEN ABER GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG AN DEN</small> O<small>PFERTEILEN, NICHT ABER AM</small> F<small>LEISCHE, \n</small>", | |
| "UND WEGEN BEIDER IST MAN SCHULDIG WEGEN V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM</small>. E<small>S ERGIBT SICH ALSO, DASS DAS</small> B<small>LUTZEREMONIELL BEIM</small> M<small>INDERHEILIGEN IMMER ERSCHWEREND ERFOLGT</small>.", | |
| "GEMARA. Er lehrt<sup class=\"footnote-marker\">91</sup><i class=\"footnote\">Vom Fleische dos Hochheiligen nach dem Blutsprengen.</i>, daß es beim Fleische keine Veruntreuung gebe,. wonach es dabei nur keine Veruntreuung gibt, wohl aber ein Verbot<sup class=\"footnote-marker\">92</sup><i class=\"footnote\">Es zu essen.</i>; weshalb denn, es ist ja Eigentum des Priesters!? –", | |
| "Das ist kein Einwand; da er im Anfangsatze lehrt, es gebe dabei eine Veruntreuung, lehrt er im Schlußsatze, es gebe dabei keine Veruntreuung<sup class=\"footnote-marker\">93</sup><i class=\"footnote\">Aber auch zum Essen ist es nicht verboten.</i>. –", | |
| "Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: beim Minderheiligen ist es immer erschwerend, und zwar: beim Minderheiligen gibt es vor dem Blutsprengen keine Veruntreuung, nicht daran und nicht an den Opfer teilen, und man ist wegen dieser nicht schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinem; nach dem Blutsprengen aber gibt es eine Verunreinigung an den Opferteilen, nicht aber am Fleische.", | |
| "Nur eine Veruntreuung gibt es nicht, wohl aber ein Verbot; weshalb denn, es ist ja Besitz des Eigentümers<sup class=\"footnote-marker\">94</sup><i class=\"footnote\">Hier kann es nicht als Ggs. zum vorangehenden Falle erklärt werden, da es in beiden Fällen keine Veruntreuung am Fleische gibt.</i>!?", | |
| "R. Ḥanina erwiderte: Wenn [das Fleisch] hinausgekommen<sup class=\"footnote-marker\">65</sup><i class=\"footnote\">Aus dem Tempelhofe.</i> war, und zwar nach R. A͑qiba<sup class=\"footnote-marker\">95</sup><i class=\"footnote\">Nach dem (ob. Fol. 6b) das Blutsprengen in diesem Falle gültig ist.</i>.", | |
| "R. A͑qiba sagt, wenn es hinausgekommen war, sei das Sprengen wirksam, aber nur hinsichtlich der Verbrennung<sup class=\"footnote-marker\">96</sup><i class=\"footnote\">Wie jedes andere untaugliche Opfer, das, wegen der ihm anhaftenden Heiligkeit, später zu verbrennen ist.</i>," | |
| ], | |
| [ | |
| "hinsichtlich des Essens aber macht es<sup class=\"footnote-marker\">97</sup><i class=\"footnote\">Das Blutsprengen ein solches Opfer.</i>nicht wohlgefällig.", | |
| "", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">i</sup><b>B</b><small>EIM</small> V<small>OGEL</small>-S<small>ÜNDOPFER GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD ES GEHEILIGT WORDEN IST; IST IHM</small> [<small>DER</small> K<small>OPF</small>] <small>ABGEKNIFFEN WORDEN, SO IST ES UNTAUGLICH ZU WERDEN GEEIGNET</small> [<small>DURCH</small> B<small>ERÜHRUNG</small>] <small>MIT EINEM, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE UNTERGETAUCHT IST ODER DEM DIE</small> S<small>ÜHNE</small><sup class=\"footnote-marker\">1</sup><i class=\"footnote\">Der Unreine erlangt nach dem Untertauchen völlige Reinheit erst nach Anbruch der Nacht u. nachdem er sein Opfer dargebracht hat.</i> <small>NOCH FEHLT, UND DURCH DAS</small> Ü<small>BERNACHTEN</small><sup class=\"footnote-marker\">2</sup><i class=\"footnote\">Wenn es über Nacht liegen bleibt.</i>;", | |
| "<small>IST DAS</small> B<small>LUT GESPRENGT WORDEN, SO IST MAN WEGEN DESSEN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM, UND ES GIBT DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small><sup class=\"footnote-marker\">3</sup><i class=\"footnote\">Da es dann Eigentum des Priesters ist.</i>.", | |
| "GEMARA. Er lehrt, es sei untauglich zu werden geeignet durch einen, der am selben Tage untergetaucht ist, oder dem die Sühne noch fehlt, und durch Übernachten; nur untauglich, nicht aber unrein zu werden<sup class=\"footnote-marker\">4</sup><i class=\"footnote\">Die Unreinheit auch auf anderes zu übertragen.</i>.", | |
| "Unsere Mišna vertritt somit die Ansicht der Rabbanan, denn es wird gelehrt: Abba Šaúl sagte: Der am selben Tage Untergetauchte ist für" | |
| ], | |
| [ | |
| "das Heilige erstgradig [unrein]<sup class=\"footnote-marker\">5</sup><i class=\"footnote\">Sodaß die Unreinheit dreimal weiter übertragen wird.</i>.", | |
| "R. Meir sagt, er mache Heiliges unrein und die Hebe untauglich. Die Weisen sagen, wie er Getränke von Hebe und Speisen von Hebe untauglich macht, ebenso mache er heilige Getränke und heilige Speisen untauglich<sup class=\"footnote-marker\">6</sup><i class=\"footnote\">Jedoch nicht unrein, übereinstimmend mit unserer Mišna.</i>.", | |
| "Raba sagte: Nach Abba Saul haben die Rabbanan beim Heiligen eine Steigerung getroffen und den am selben Tage Untergetauchten dem erstgradig [Unreinen] gleichgestellt;", | |
| "nach R. Meír gleicht er dem, der zweitgradig [Unreines] gegessen hat; nach den Weisen aber ist, sobald er untergetaucht ist, die Unreinheit geschwächt, sodaß er nur untauglich macht, unrein aber macht er nicht.", | |
| "I<small>ST DAS</small> B<small>LUT GESPRENGT WORDEN, SO IST MAN WEGEN DESSEN SCHULDIG &C</small>. Nur eine Veruntreuung gibt es dabei nicht, wohl aber liegt ein Verbot<sup class=\"footnote-marker\">7</sup><i class=\"footnote\">Des Essens für einen Gemeinen.</i> vor. Weshalb denn, es ist ja Eigentum des Priesters!?", | |
| "R. Ḥanina erwiderte: Wenn es hinausgekommen war, und zwar nach R. A͑qiba, welcher sagt, wenn es hinausgekommen war, sei das Sprengen wirksam<sup class=\"footnote-marker\">8</sup><i class=\"footnote\">Es ist zu verbrennen u. es gibt dabei keine Veruntreuung mehr.</i>, es ist aber zum Essen nicht verwendbar.", | |
| "R. Hona sagte im Namen Rabhs, das Auspressen<sup class=\"footnote-marker\">9</sup><i class=\"footnote\">Des Blutes bei der Darbringung des Vogelopfers; cf. Lev. 5,9.</i> sei beim Vogel-Sündopfer nicht unerläßlich, denn Rabh lehrte: ‘ist das Blut gesprengt worden’.", | |
| "R. Ada b. Ahaba sagte im Namen Rabhs, das Auspressen sei beim Vogel-Sündopfer unerläßlich, denn Rabh lehrte: ‘hat er das Blut ausgepreßt’. –", | |
| "Komm und höre:<sup class=\"footnote-marker\">10</sup><i class=\"footnote\">Lev. 5,9.</i><i>Was vom Blute zurückbleibt, werde auf den Grund des Altars ausgepreßt, es ist ein Sündopfer.</i> Erklärlich ist es nach R. Ada b. Ahaba, daß es heißt: <i>was vom Blute zurückbleibt, werde ausgepreßt, es ist ein Sündopfer,</i> was aber heißt nach R. Hona: <i>was zurückbleibt</i><sup class=\"footnote-marker\">11</sup><i class=\"footnote\">Es ist ja nicht unerläßlich.</i>!? –", | |
| "Wie in der Schule R. Jišma͑éls gelehrt worden ist: wenn zurückbleibt<sup class=\"footnote-marker\">12</sup><i class=\"footnote\">So ist es auszupressen; es muß aber nicht zurückbleiben.</i>. – Was heißt:<sup class=\"footnote-marker\">10</sup><i class=\"footnote\">Lev. 5,9.</i><i>es ist ein Sündopfer</i><sup class=\"footnote-marker\">13</sup><i class=\"footnote\">Es muß ja nicht zurückbleiben.</i>?<i> –</i> Dies bezieht sich auf das Vorangehende<sup class=\"footnote-marker\">14</sup><i class=\"footnote\">Auf das Sprengen, das unerläßlich ist.</i>.", | |
| "R. Aḥa, der Sohn Rabas, sprach zu R. Aši: Demnach ist auch beim Speisopfer, wobei es heißt:<sup class=\"footnote-marker\">15</sup><i class=\"footnote\">Lev. 2,3.</i><i>was zurückbleibt,</i> ebenfalls zu verstehen: wenn es zurückbleibt!? Wolltest du sagen, dem sei auch so," | |
| ], | |
| [ | |
| "so wird ja gelehrt:<sup class=\"footnote-marker\">16</sup><i class=\"footnote\">Ib. V. 2.</i><i>Von seinem Mehl und seinem Öl samt seinem ganzen Weihrauch,</i> ausgenommen der Fall, wenn etwas vom Mehl fehlt, wenn etwas vom Öl fehlt, oder etwas vom Weihrauch fehlt. –", | |
| "Ich will dir sagen, da heißt es überflüssigerweise: <i>was zurückbleibt.</i>", | |
| "Der Vater des Šemuél [b. Abin] wandte gegen R. Hona ein: Einerlei ob ein Geflügel-Sündopfer oder ein Geflügel-Brandopfer, wenn man den Kopf abgekniffen hat oder das Blut ausgedrückt hat außerhalb des Ortes<sup class=\"footnote-marker\">17</sup><i class=\"footnote\">Dh. in der Absicht, es da od. dann herzurichten.</i>, so ist es untauglich und es ist nicht mit der Ausrottung belegt; wenn außerhalb der Frist, so ist es Verwerfliches und man ist dieserhalb der Ausrottung schuldig. Hier lehrt er also: oder das Blut ausgedrückt hat!?", | |
| "Er richtete diesen Einwand und er selber erklärte es: er lehrt es je nachdem<sup class=\"footnote-marker\">18</sup><i class=\"footnote\">Der Fall vom Abkneifen bezieht sich auf beide, der vom Ausdrücken nur auf das Geflügel-Brandopfer, bei dem nur das Ausdrücken u. nicht das Sprengen des Blutes zu erfolgen hat.</i>.", | |
| "Der Text. In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt: Wenn Blut zurückbleibt<sup class=\"footnote-marker\">19</sup><i class=\"footnote\">So ist es auszudrücken.</i>. –", | |
| "Dort<sup class=\"footnote-marker\">20</sup><i class=\"footnote\">Cf. Zeb. Fol. 52a.</i>lehrt ja aber die Schule R. Jišma͑éls, das zurückbleibende [Blut] sei unerläßlich, und hierzu sagte R. Papa, ein Unterschied bestehe zwischen ihnen<sup class=\"footnote-marker\">21</sup><i class=\"footnote\">RJ. u. seinem Gegner, die darüber streiten.</i>hinsichtlich des Ausdrückens beim Geflügel-Sündopfer!? – Zwei Tannaím streiten über die Ansicht der Schule R. Jišma͑éls.", | |
| "<sup>ii</sup><b>B</b><small>EIM</small> V<small>OGEL</small>-B<small>RANDOPFER GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD ES GEHEILIGT WORDEN IST</small>. I<small>ST IHM</small> [<small>DER</small> K<small>OPF</small>] <small>ABGEKNIFFEN WORDEN, SO IST ES UNTAUGLICH ZU WERDEN GEEIGNET</small> [<small>DURCH</small> B<small>ERÜHRUNG</small>] <small>MIT EINEM, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE UNTERGETAUCHT IST, ODER DEM DIE</small> S<small>ÜHNE NOCH FEHLT, UND DURCH DAS</small> Ü<small>BERNACHTEN; IST DAS</small> B<small>LUT AUSGEPRESST WORDEN, SO IST MAN WEGEN DESSEN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM, UND ES GIBT DABEI EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, BIS</small> [<small>DIE</small> A<small>SCHE</small>] <small>IN DEN</small> A<small>SCHENRAUM KOMMT</small>.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">iii</sup>B<small>EI DEN ZU VERBRENNENDEN</small> F<small>ARREN</small><sup class=\"footnote-marker\">22</sup><i class=\"footnote\">Deren Fleisch nicht gegessen u. mit Ausnahme der Opferteile auch nicht auf dem Altar dargebracht wurde; cf. Lev. 4,4ff, ib. V. 14ff. u. ib. 16,27.</i><small>UND DEN ZU VERBRENNENDEN</small> Z<small>IEGENBÖCKEN</small><sup class=\"footnote-marker\">23</sup><i class=\"footnote\">Deren Fleisch ebenfalls außerhalb des Tempels verbrannt wurde; cf. Lev. 16,27 u. Num. 15,24.</i><small>GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD SIE GEHEILIGT WORDEN SIND; SIND SIE GESCHLACHTET WORDEN, SO SIND SIE UNTAUGLICH ZU WERDEN GEEIGNET</small> [<small>DURCH</small> B<small>ERÜHRUNG</small>] <small>MIT EINEM, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE UNTERGETAUCHT IST, ODER DEM DIE</small> S<small>ÜHNE NOCH FEHLT, UND DURCH DAS</small> Ü<small>BERNACHTEN; IST IHR</small> B<small>LUT GESPRENGT WORDEN, SO IST MAN IHRETWEGEN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND UNREINEM, UND ES GIBT BEI IHNEN EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, BIS DAS</small> F<small>LEISCH DURCHGEBRANNT IST</small>.", | |
| "<sup>iv</sup>B<small>EIM</small> B<small>RANDOPFER GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD ES GEHEILIGT WORDEN IST; IST ES GESCHLACHTET WORDEN, SO IST ES UNTAUGLICH ZU WERDEN GEEIGNET</small> [<small>DURCH</small> B<small>ERÜHRUNG</small>] <small>MIT EINEM, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE UNTERGETAUCHT IST, ODER DEM DIE</small> S<small>ÜHNE NOCH FEHLT, UND DURCH DAS</small> Ü<small>BERNACHTEN; IST SEIN</small> B<small>LUT GESPRENGT WORDEN, SO IST MAN WEGEN DESSEN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM; ES GIBT KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG AN DER</small> H<small>AUT, WOHL ABER GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG AM</small> F<small>LEISCHE, BIS ES IN DEN</small> A<small>SCHENRAUM KOMMT</small>.", | |
| "<sup>v</sup>B<small>EIM</small> S<small>ÜNDOPFER, BEIM</small> S<small>CHULDOPFER UND BEI DEN</small> H<small>EILSOPFERN DER</small> G<small>EMEINDE GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD SIE GEHEILIGT WORDEN SIND; SIND SIE GESCHLACHTET WORDEN, SO SIND SIE UNTAUGLICH ZU WERDEN GEEIGNET</small> [<small>DURCH</small> B<small>ERÜHRUNG</small>] <small>MIT EINEM, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE UNTERGETAUCHT IST, ODER DEM DIE</small> S<small>ÜHNE NOCH FEHLT, UND DURCH DAS</small> Ü<small>BERNACHTEN; IST IHR BLUT GESPRENGT WORDEN, SO IST MAN IHRETWEGEN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM; ES GIBT KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG AM</small> F<small>LEISCHE, WOHL ABER GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG AN DEN</small> O<small>PFERTEILEN, BIS SIE IN DEN</small> A<small>SCHENRAUM KOMMEN</small>.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">vi</sup>B<small>EI DEN ZWEI</small> B<small>ROTEN</small><sup class=\"footnote-marker\">24</sup><i class=\"footnote\">Des Wochenfestes; cf. Lev. 23,17.</i><small>GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD SIE GEHEILIGT WORDEN SIND; HABEN SIE IM</small> O<small>FEN EINE</small> K<small>RUSTE BEKOMMEN, SO SIND SIE</small> [<small>DURCH</small> B<small>ERÜHRUNG</small>] <small>MIT EINEM, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE UNTERGETAUCHT IST, ODER DEM DIE</small> S<small>ÜHNE NOCH FEHLT, UND DURCH DAS</small> Ü<small>BERNACHTEN UNTAUGLICH ZU WERDEN, UND MIT IHNEN DAS</small> O<small>PFER</small><sup class=\"footnote-marker\">25</sup><i class=\"footnote\">Die beiden Lämmer, die zu ihnen gehören; cf. ib. V. 20.</i><small>ZU SCHLACHTEN GEEIGNET; IST DAS</small> B<small>LUT DER</small> L<small>ÄMMER GESPRENGT WORDEN, SO IST MAN IHRETWEGEN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM, UND ES GIBT BEI IHNEN KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">vii</sup>B<small>EIM</small> S<small>CHAUBROTE</small><sup class=\"footnote-marker\">26</sup><i class=\"footnote\">Cf. Ex. 25,30.</i> <small>GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD ES GEHEILIGT WORDEN IST; HAT ES IM</small> O<small>FEN EINE</small> K<small>RUSTE BEKOMMEN, SO IST ES</small> [<small>DURCH</small> B<small>ERÜHRUNG</small>] <small>MIT EINEM, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE UNTERGETAUCHT IST, ODER DEM DIE</small> S<small>ÜHNE NOCH FEHLT, UND DURCH DAS</small> Ü<small>BERNACHTEN UNTAUGLICH ZU WERDEN, UND AUF DEN</small> T<small>ISCH AUFGESCHICHTET ZU WERDEN GEEIGNET; \n</small>", | |
| "SIND DIE S<small>CHALEN</small> [W<small>EIHRAUCH</small>] <small>DARGEBRACHT WORDEN, SO IST MAN WEGEN DESSEN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM, UND ES GIBT DABEI KEINE VERUNTREUUNG</small>.", | |
| "<sup>viii</sup>B<small>EI DEN</small> S<small>PEISOPFERN GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD SIE GEHEILIGT WORDEN SIND; SIND SIE IM</small> [D<small>IENST</small>]<small>GEFÄSSE GEHEILIGT WORDEN, SO SIND SIE UNTAUGLICH ZU AVERDEN GEEIGNET</small> [<small>DURCH</small> B<small>ERÜHRUNG</small>] <small>MIT EINEM, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE UNTERGETAUCHT IST, ODER DEM DIE</small> S<small>ÜHNE NOCH FEHLT, UND DURCH DAS</small> Ü<small>BERNACHTEN; \n</small>", | |
| "IST DER H<small>AUFE</small><sup class=\"footnote-marker\">27</sup><i class=\"footnote\">Der vom Speisopfer abzuheben u. auf dem Altar darzubringen ist.</i><small>DARGEBRACHT WORDEN, SO IST MAN IHRETWEGEN SCHULDIG WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM; ES GIBT KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEIM</small> Z<small>URÜCKBLEIBENDEN, WOHL ABER GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEIM</small> H<small>AUFEN, BIS ER IN DEN</small> A<small>SCIIEINRAUM KOMMT</small>.", | |
| "GEMARA. Es wurde gelehrt: Wer von der auf dem Altar<sup class=\"footnote-marker\">28</sup><i class=\"footnote\">Cf. Jom. Fol. 22a.</i>gehäuften Asche nutznießt, begeht, wie Rabh sagt, keine Veruntreuung, und wie R. Joḥanan sagt, eine Veruntreuung.", | |
| "Wenn vor dem Abheben der Asche, stimmen alle überein, daß man daran eine Veruntreuung begehe, sie streiten nur über den Fall, wenn nach dem Abheben der Asche.", | |
| "Rabh sagt, man begehe daran keine Veruntreuung, weil das Gebot<sup class=\"footnote-marker\">29</sup><i class=\"footnote\">Die Asche vom Altar abzuheben; cf. Tarn. Fol. 28b.</i>bereits ausgeübt worden<sup class=\"footnote-marker\">30</sup><i class=\"footnote\">Es ist nicht mehr Eigentum Gottes.</i>ist; R. Joḥanan aber sagt, da es heißt:<sup class=\"footnote-marker\">31</sup><i class=\"footnote\">Lev. 6,3<i>.</i></i><i>und der Priester ziehe sein linnenes Gewand an &c.</i>, dies<sup class=\"footnote-marker\">32</sup><i class=\"footnote\">Das Hinausbringen der Asche.</i>somit der Priestergewänder benötigt, so behält [die Asche] ihre Heiligkeit. –", | |
| "Wir haben gelernt: Es gibt dabei eine Veruntreuung, bis es in den Aschenraum kommt. Dies<sup class=\"footnote-marker\">33</sup><i class=\"footnote\">Nach dem Wortlaute, auch nachdem die Asche abgehoben worden ist.</i>ist ja ein Einwand gegen Rabh!? – Rabh kann dir erwidern: bis es für den Aschenraum geeignet<sup class=\"footnote-marker\">34</sup><i class=\"footnote\">Vor dem Abheben.</i>ist." | |
| ], | |
| [ | |
| "Man wandte ein: Diese alle<sup class=\"footnote-marker\">35</sup><i class=\"footnote\">Die untauglichen Opfer u. Körperteile, die nicht auf den Altar kommen, jed. wenn bereits geschehen, nicht herabzunehmen sind; cf. Zeb. Fol. 84a.</i>sind, wenn sie vom Altar herabgefallen sind, nicht wieder hinaufzulegen. Ebenso lege man eine Kohle, die vom Altar herabgefallen ist, nicht wieder hinauf. Demnach ist sie, solange sie sich auf dem Altar befindet<sup class=\"footnote-marker\">36</sup><i class=\"footnote\">Wenn sie nach der Seite gleiten.</i>, wieder hinaufzulegen.", | |
| "Einleuchtend ist dies nach R. Joḥanan, gegen Rabh aber ist dies ja ein Einwand!? Rabh kann dir erwidern: anders ist es bei einer Kohle, die etwas Wesentliches<sup class=\"footnote-marker\">37</sup><i class=\"footnote\">Was bei der Asche nicht der Fall ist.</i>hat.", | |
| "Manche lehren dies entgegengesetzt: Dies gilt nur von einer Kohle, die etwas Wesentliches hat, bei der Asche aber, die nichts Wesentliches hat, gibt es keine Veruntreuung, auch wenn sie sich auf dem. Altar befindet. Erklärlich ist dies nach Rabh, gegen R. Joḥanan aber ist dies ja ein Einwand!? –", | |
| "R. Joḥanan kann dir erwidern: dasselbe gilt auch von der Asche, und er lehrt dies deshalb von einer Kohle, um zu lehren, daß man sogar eine Kohle, die etwas Wesentliches hat, wenn sie vom Altar herabgefallen ist, nicht wieder hinauflege.", | |
| "Es wurde gelehrt: Wenn jemand Fleisch von Hochheiligem vor dem Blutsprengen oder Opferteile von Minderheiligem nach dem Blutsprengen nutznießt, so fällt, wie Rabh sagt, das, was er genossen<sup class=\"footnote-marker\">38</sup><i class=\"footnote\">Der Ersatz samt dem Fünftel.</i>hat, der freiwilligen Spendenkasse zu; Levi aber sagt, er bringe dafür etwas, was ganz dem Altar zufällt.", | |
| "Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Levi: Wo kommt [dieser Ersatz für] die Veruntreuung hin? – Die vor den Weisen rezitierten<sup class=\"footnote-marker\">39</sup><i class=\"footnote\">Cf. Syn. Fol. 17b.</i>, sagten, er bringe dafür etwas, das ganz dem Altar zufällt. – Was ist dies? – Räucherwerk.", | |
| "Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Rabh: Wer vom Gelde des Sündopfers oder vom Gelde des Schuldopfers<sup class=\"footnote-marker\">40</sup><i class=\"footnote\">Das er für ein solches reserviert hat.</i> nutznießt, muß, wenn bevor sein Sündopfer dargebracht worden ist, [den Betrag] ergänzen und sein Sündopfer darbringen, bevor sein Schuldopfer dargebracht worden ist, [den Betrag] ergänzen und sein Schuldopfer darbringen. Ist sein Sündopfer bereits dargebracht worden, so ist es<sup class=\"footnote-marker\">41</sup><i class=\"footnote\">Das zurückbleibende Geld. Es gleicht einem Sünd-, bezw. Schuldopfertiere, dessen Eigentümer Sühne durch ein anderes erlangt hat, das verenden zu lassen ist; cf. Tem. Fol. 15a.</i>in das Salzmeer zu werfen; ist sein Schuldopfer bereits dargebracht worden, so fällt es der freiwilligen Spendenkasse zu.", | |
| "Wenn jemand Hochheiliges vor dem Blutsprengen oder Opferteile von Minderheiligem nach dem Blutsprengen nutznießt, so fällt das, was er genossen<sup class=\"footnote-marker\">38</sup><i class=\"footnote\">Der Ersatz samt dem Fünftel.</i>hat, der freiwilligen Spendenkasse zu. Alle Opfer für den Altar<sup class=\"footnote-marker\">42</sup><i class=\"footnote\">Dh. der Ersatz für solche.</i>fallen dem Altar zu, Opfer für den Tempelreparaturfonds fallen dem Tempelreparaturfonds zu, und Gemeindeopfer fallen der Gemeinde zu.", | |
| "Dies widerspricht sich ja selbst; [es heißt:] wenn bevor sein Sündopfer dargebracht worden ist, [den Betrag] ergänzen und sein Sündopfer darbringen; ist sein Sündopfer bereits dargebracht worden, so ist es in das Salzmeer zu werfen; darauf aber lehrt er: alle Opfer für den Altar fallen dem Altar zu, einerlei ob der Eigentümer bereits Sühne erlangt hat oder er noch keine Sühne erlangt hat!? –", | |
| "Der Anfangsatz ist nach R. Šimo͑n, welcher sagt, das Sündopfer, dessen Eigentümer Sühne erlangt<sup class=\"footnote-marker\">43</sup><i class=\"footnote\">Durch ein anderes Opfertier, wenn es abhanden gekommen war.</i>hat, sei verenden zu lassen. –" | |
| ], | |
| [ | |
| "Der Anfangsatz nach R. Šimo͑n und der Schlußsatz nach den Rabbanan!? R. Gebiha aus Be-Kethil sprach zu R. Aši: [Freilich,] so sagte Abajje: der Anfangsatz nach R. Šimo͑n und der Schlußsatz nach den Rabbanan.", | |
| "Raba sagte: Alle stimmen überein, daß, wenn jemand Fleisch von unrein gewordenem Hochheiligen vor dem Sprengen, oder Opferteile von [unrein gewordenem] Minderheiligen nach dem Sprengen nießbraucht hat, er frei sei. –", | |
| "Selbstverständlich, er hat ja keinen Schaden angerichtet<sup class=\"footnote-marker\">44</sup><i class=\"footnote\">Da sie zu nichts verwendbar sind.</i>!? –", | |
| "Man könnte glauben, beim unrein gewordenen Fleisch vom Hochheiligen besteht ja ein Gebot für die Priester, es zu verbrennen, bei den Opferteilen vom Minderheiligen besteht ja ein Gebot, sie mit der Gabel umzuwenden<sup class=\"footnote-marker\">45</sup><i class=\"footnote\">Somit haftet ihnen eine Heiligkeit an.</i>, so lehrt er uns, daß dem nicht so ist.", | |
| "Raba sagte: Das, was du sagst, wenn das Sündopfer bereits geschlachtet worden ist, sei [das Geld] in das Salzmeer zu werfen, gilt nur von dem Falle, wenn er sich<sup class=\"footnote-marker\">46</sup><i class=\"footnote\">Der Veruntreuung.</i>vor der Sühne bewußt wird, wenn aber nach der Sühne, fällt es der freiwilligen Spendenkasse zu, denn man sondert es nicht von vornherein zur Vernichtung ab<sup class=\"footnote-marker\">47</sup><i class=\"footnote\">Da er Sühne erlangt hat, so fällt der Ersatz der freiwilligen Spendenkasse zu.</i>.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">ix</sup><b>B</b><small>EIM</small> H<small>ALFEN</small><sup class=\"footnote-marker\">27</sup><i class=\"footnote\">Der vom Speisopfer abzuheben u. auf dem Altar darzubringen ist.</i>, <small>DEM</small> W<small>EIHRAUCH, DEM</small> R<small>ÄUCHERWERK, DEM</small> S<small>PEISOPFER DER</small> P<small>RIESTER, DEM</small> S<small>PEISOPFER DES GESALBTEN</small> P<small>RIESTERS UND DEM</small> S<small>PEISOPFER ZUM</small> G<small>USSOPFER GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD SIE GEHEILIGT WORDEN SIND; \n</small>", | |
| "SIND SIE IM [D<small>IENST]GEFÄSSE GEHEILIGT WORDEN, SO SIND SIE UNTAUGLICH ZU WERDEN GEEIGNET [DURCH</small> B<small>ERÜHRUNG</small>] <small>MIT EINEM, DER AM SELBEN</small> T<small>AGE UNTERGETAUCHT IST ODER DEM DIE</small> S<small>ÜHNE NOCH FEHLT, UND DURCH DAS</small> Ü<small>BERNACHTEN; MAN IST IHRETWEGEN SCHULDIG WEGEN</small> Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM</small>, V<small>ERWERFLICHES ABER GIBT ES BEI IHNEN NICHT</small>.", | |
| "D<small>IE</small> R<small>EGEL HIERBEI IST: BEI ALLEM, WOBEI ES EIN</small> E<small>RLAUBTMACHENDES</small><sup class=\"footnote-marker\">48</sup><i class=\"footnote\">Durch dessen Darbringung sie erlaubt werden, wie das Schlachtopfer durch das Blut od. das Speisopfer durch den Haufen.</i><small>GIBT, IST MAN WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM NICHT EHER SCHULDIG, \n</small>", | |
| "ALS BIS DAS E<small>RLAUBTMACHENDE DARGEBRACHT WORDEN IST, UND BEI ALLEM, WOBEI ES KEIN</small> E<small>RLAUBTMACHENDES</small><sup class=\"footnote-marker\">49</sup><i class=\"footnote\">Die selber durch die Darbringung erlaubt werden, wie die hier aufgezählten Dinge.</i><small>GIBT, IST MAN SCHULDIG WEGEN</small> Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM, SOBALD ES IM</small> [D<small>IENST</small>]<small>GEFÄSSE GEHEILIGT WORDEN IST</small>, V<small>ERWERFLICHES ABER GIBT ES DABEI NICHT</small>." | |
| ], | |
| [ | |
| "GEMARA. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: Man könnte glauben, man sei wegen des Unreinen schuldig nur bei einer Sache, bei der es ein Erlaubtmachendes gibt,", | |
| "und dies wäre auch durch einen Schluß zu folgern: wenn man wegen des Verwerflichen, wobei nur ein einmaliges Bewußtwerden<sup class=\"footnote-marker\">50</sup><i class=\"footnote\">Daß man solches gegessen hat.</i>erforderlich<sup class=\"footnote-marker\">51</sup><i class=\"footnote\">Um schuldig zu sein.</i>, das Opfer festgesetzt<sup class=\"footnote-marker\">52</sup><i class=\"footnote\">Für arm u. reich gleichmäßig.</i>, und das nicht aus der Allgemeinheit heraus erlaubt worden ist, nur dann schuldig ist, wenn es durch anderes erlaubt wird,", | |
| "um wieviel mehr ist man wegen des Unreinen, wobei ein zweimaliges Bewußtwerden<sup class=\"footnote-marker\">53</sup><i class=\"footnote\">Daß man unrein war u. daß man Heiliges gegessen hat; cf. Seb. Fol. 4a.</i>erforderlich, das Opfer ein auf- und absteigendes<sup class=\"footnote-marker\">54</sup><i class=\"footnote\">Nach dem Vermögen des Darbringenden.</i>, und das aus der Allgemeinheit heraus erlaubt worden<sup class=\"footnote-marker\">55</sup><i class=\"footnote\">So ist beispielsweise das Pesaḥopfer in Unreinheit darzubringen; cf. Pes. Fol. 79a.</i>ist, nur dann schuldig, wenn es durch anderes erlaubt wird.", | |
| "Daher heißt es:<sup class=\"footnote-marker\">56</sup><i class=\"footnote\">Lev. 22,3.</i><i>sprich zu ihnen: Für eure Geschlechter: jeder, der von all eurem Samen nahet &c.</i>; die Schrift spricht von allen Opfern. Man könnte glauben, man sei wegen dieser sofort schuldig, so heißt es: <i>der nahet</i><sup class=\"footnote-marker\">57</sup><i class=\"footnote\">Unter ‘nahen’ versteht der T. die Eignung zur Darbringung, wenn es durch anderes erlaubt wird.</i>.", | |
| "R. Elea͑zar erklärte: Ist man denn nur wegen des Berührens<sup class=\"footnote-marker\">58</sup><i class=\"footnote\">Wenn das Opfer schon dargebracht ist.</i>schuldig? Vielmehr, wie folgt: wird es durch anderes erlaubt, so ist man schuldig, erst wenn das Erlaubtmachende dargebracht worden ist, und wird es nicht durch anderes erlaubt, so ist man schuldig, erst wenn es durch das [Dienst]gefäß geheiligt worden ist<sup class=\"footnote-marker\">59</sup><i class=\"footnote\">Ebenso wird dies hinsichtl. des Übriggebliebenen gefolgert; cf. Zeb. Fol. 45b.</i>.", | |
| "", | |
| "<sup>i</sup><b>D</b><small>AS</small> J<small>UNGE EINES</small> S<small>ÜNDOPFERS, DAS</small> E<small>INGETAUSCHTE EINES</small> S<small>ÜNDOPFERS UND DAS</small> S<small>ÜNDOPFER, DESSEN</small> E<small>IGENTÜMER GESTORBEN IST, SIND VERENDEN ZU LASSEN</small>.", | |
| "D<small>AS DAS</small> J<small>AHR</small><sup class=\"footnote-marker\">1</sup><i class=\"footnote\">Seines Alters, innerhalb dessen es darzubringen ist.</i> <small>ÜBERSCHRITTEN HAT, DAS ABHANDEN GEKOMMEN WAR UND GEBRECHENBEHAFTET SICH EINFINDET, IST, WENN DER</small> E<small>IGENTÜMER BEREITS</small> S<small>ÜHNE ERLANGT HAT, VERENDEN ZU LASSEN, AUCH KANN ES NICHT UMGETAUSCHT WERDEN, UND MAN DARF ES NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG; \n</small>" | |
| ], | |
| [ | |
| "HAT DER E<small>IGENTÜMER</small> <small>NOCH KEINE</small> S<small>ÜHNE ERLANGT, SO IST ES WEIDEN ZU LASSEN, BIS ES EIN</small> G<small>EBRECHEN BEKOMMT, SODANN ZU VERKAUFEN UND FÜR DEN</small> E<small>RLÖS EIN ANDERES ZU KAUFEN, AUCH KANN ES UMGETAUSCHT WERDEN, UND ES GIBT DABEI EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "GEMARA. Welchen Unterschied gibt es zwischen dem Anfangsatze, wobei er keinen Unterschied<sup class=\"footnote-marker\">2</sup><i class=\"footnote\">Ob der Eigentümer Sühne erlangt hat od. nicht.</i> macht, und dem Schlußsatze, wobei er einen Unterschied macht? –", | |
| "Im Anfangsatze ist dies<sup class=\"footnote-marker\">3</sup><i class=\"footnote\">Daß es immer verenden zu lassen ist, da es sich um ein Tier handelt, das nicht selber geheiligt worden ist od. keinen Eigentümer hat.</i> ausgemacht, im Schlußsatze ist dies nicht ausgemacht. –", | |
| "Dies lehrte er ja bereits [im Traktate vom] Umtausch<sup class=\"footnote-marker\">4</sup><i class=\"footnote\">Cf. Tem. Fol. 21b.</i>!? – Da lehrt er es wegen des Falles vom Umtausch, hier lehrt er es wegen des Falles von der Veruntreuung.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">ii</sup><b>W</b><small>ENN JEMAND</small> G<small>ELD FÜR SEIN</small> N<small>AZIROPFER ABGESONDERT HAT, SO DARF MAN ES NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, WEIL JEDE</small> [<small>EINZELNE</small> M<small>ÜNZE</small>] <small>FÜR</small> H<small>EILSOPFER</small><sup class=\"footnote-marker\">5</sup><i class=\"footnote\">Das vor dem Blutsprengen der Veruntreuung am Geheiligten nicht unterliegt (cf. supra Fol. 7b); der Naziräer hat auch ein solches darzubringen; cf. Num. 6,14.</i> <small>VERWENDET WERDEN KANN</small>.", | |
| "W<small>ENN ER GESTORBEN IST UND</small> G<small>ELD OHNE</small> B<small>ESTIMMUNG HINTERLASSEN HAT, SO FÄLLT ES DER FREIWILLIGEN</small> S<small>PENDENKASSE ZU; WENN</small> G<small>ELD MIT</small> B<small>ESTIMMUNG, SO IST DAS</small> G<small>ELD FÜR DAS</small> S<small>ÜNDOPFER IN DAS</small> S<small>ALZMEER ZU WERFEN UND MAN DARF ES NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, \n</small>", | |
| "FÜR DAS G<small>ELD FÜR DAS</small> B<small>RANDOPFER IST EIN</small> B<small>RAISDOPFER ZU BRINGEN, UND ES GIBT DABEI EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, UND FÜR DAS</small> G<small>ELD FÜR DAS</small> H<small>EILSOPFER IST EIN</small> H<small>EILSOPFER ZU BRINGEN, DAS EINEN</small> T<small>AG ZU ESSEN IST UND DES</small> B<small>ROTES</small><sup class=\"footnote-marker\">6</sup><i class=\"footnote\">Das zum Heilsopfer gehört; cf. Lev. 7,12ff.</i> <small>NICHT BENÖTIGT</small>.", | |
| "GEMARA. Reš Laqiš wandte ein: Sollte er auch den Fall lehren, wenn jemand Geld für ein Taubenpaar abgesondert hat,", | |
| "das man nicht nutznießen darf, wobei es jedoch keine Veruntreuung gibt, weil man dafür Turteltauben, die das Alter noch nicht erlangt haben, oder junge Tauben, die das Alter überschritten haben, bringen kann<sup class=\"footnote-marker\">7</sup><i class=\"footnote\">Die untauglich u. nicht Eigentum Gottes sind.</i>!?", | |
| "Raba erwiderte: Die Tora sagt, daß man für Geld ohne Bestimmung Heilsopfer bringe, aber sagt etwa die Tora, daß man dafür Turteltauben, die das Alter noch nicht erlangt haben, bringe, die für den Altar ungeeignet sind!?", | |
| "<sup>iii</sup><b>R.</b> Š<small>IMO͑N SAGTE</small>: B<small>EIM</small> B<small>LUTE IST ES ANFANGS LEICHTER UND SPÄTER STRENGER, BEIM</small> G<small>USSOPFER ABER IST ES ANFANGS STRENGER UND SPÄTER LEICHTER</small>.", | |
| "B<small>EIM</small> B<small>LUTE GIBT ES ANFANGS KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, KOMMT ES IN DEN</small> B<small>ACH</small> Q<small>IDRON, SO GIBT ES DABEI EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG; BEIM</small> G<small>USSOPFER GIBT ES ANFANGS EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, KOMMT ES IN DEN</small> A<small>BFLUSSKANAL, SO GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Beim Blute gibt es eine Veruntreuung – so R. Meír und R. Šimo͑n; die Weisen sagen, es gebe dabei keine Veruntreuung.", | |
| "Was ist der Grund desjenigen, welcher sagt, es gebe dabei keine Veruntreuung? U͑la erwiderte: Die Schrift sagt:<sup class=\"footnote-marker\">8</sup><i class=\"footnote\">Lev. 17,11.</i><i>ich habe es euch gegeben,</i> es ist eures. In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt: <sup class=\"footnote-marker\">8</sup><i class=\"footnote\">Lev. 17,11.</i><i>Zu sühnen,</i> ich habe es zur Sühne gegeben, nicht aber zur Veruntreuung.", | |
| "R. Joḥanan erklärte: Die Schrift sagt: <sup class=\"footnote-marker\">8</sup><i class=\"footnote\">Lev. 17,11.</i><i>denn das Blut mit der Seele entsühnt es,</i> vor der Sühne wie nach der Sühne; wie es dabei nach der Sühne keine Veruntreuung gibt, ebenso gibt es dabei vor der Sühne keine Veruntreuung. –", | |
| "Vielleicht aber: wie es dabei vor der Sühne eine Veruntreuung<sup class=\"footnote-marker\">9</sup><i class=\"footnote\">Da das Gebot damit noch nicht ausgeübt worden ist.</i> gibt, ebenso gibt es dabei eine Veruntreuung nach der Sühne!? –", | |
| "Gibt es denn etwas, wobei es eine Veruntreuung gibt, nachdem damit das Gebot ausgeübt worden ist!? – Wieso denn nicht," | |
| ], | |
| [ | |
| "dies ist ja bei der Abhebung der Asche<sup class=\"footnote-marker\">10</sup><i class=\"footnote\">Vom Altar.</i>der Fall: damit ist das Gebot ausgeübt worden, dennoch gibt es dabei eine Veruntreuung!? –", | |
| "Von der Abhebung der Asche und den Gliedern des fortzuschickenden Bockes<sup class=\"footnote-marker\">11</sup><i class=\"footnote\">Des Sündenbockes am Versöhnungstage; cf. Lev. 16,6ff.</i>lehren zwei Schriftverse dasselbe<sup class=\"footnote-marker\">12</sup><i class=\"footnote\">Daß es bei ihnen eine Veruntreuung gebe, obgleich das Gebot ausgeübt worden ist.</i>, und wenn zwei Schriftverse dasselbe lehren, so ist von diesen nicht [auf anderes] zu folgern. –", | |
| "Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, man dürfe von den Gliedern des fortzuschickenden Bockes nicht nutznießen, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, man dürfe von diesen nutznießen!? –", | |
| "Von der Abhebung der Asche und von den Priestergewändern<sup class=\"footnote-marker\">13</sup><i class=\"footnote\">Des Hochpriesters, die er nach dem Gebrauche am Versöhnungstage nicht mehr benutzen darf.</i> lehren zwei Schriftverse dasselbe, und wenn zwei Schriftverse dasselbe lehren, so ist von diesen nicht [auf anderes] zu folgern. –", | |
| "Allerdings nach den Rabbanan, welche erklären:<sup class=\"footnote-marker\">14</sup><i class=\"footnote\">Lev. 16,23.</i><i>er lege sie da nieder,</i> dies lehre, daß sie verwahrt werden müssen,", | |
| "wie ist es aber nach R. Dosa zu erklären, welcher sagt, ein gemeiner Priester dürfe sie benutzen!? –", | |
| "Von der Abhebung der Asche und dem genickbrochenen Kalbe<sup class=\"footnote-marker\">15</sup><i class=\"footnote\">Wegen eines ungesühnten Totschlages; cf. Dt. 21,1ff.</i>lehren zwei Schriftverse dasselbe. –", | |
| "Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, es sei nicht zu folgern, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, es sei wohl zu folgern!? –", | |
| "Es sind zwei Ausschließungen vorhanden; da<sup class=\"footnote-marker\">16</sup><i class=\"footnote\">Dt. 21,6.</i>heißt es: <i>dem das Genick gebrochen wurde,</i>", | |
| "und dort<sup class=\"footnote-marker\">17</sup><i class=\"footnote\">Lev. 6,3.</i>heißt es: <i>er tue sie neben den Altar;</i> nur diese<sup class=\"footnote-marker\">18</sup><i class=\"footnote\">Vgl. Anm. 12.</i>, andere aber nicht.", | |
| "B<small>EIM</small> G<small>USSOPFER GIBT ES ANFANGS EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG &C</small>. Es wäre anzunehmen, daß unsere Mišna nicht die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Çadoq vertritt,", | |
| "denn es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. R. Çadoq sagte: Zwischen der Rampe und dem Altar, an der Westseite der Rampe, war ein kleiner Schacht, und einmal in siebzig Jahren pflegten die Priesterjünglinge da hinabzusteigen, den gleich getrockneten Feigen geronnenen Wein heraufzuholen und ihn in Heiligkeit zu verbrennen, denn es heißt:<sup class=\"footnote-marker\">19</sup><i class=\"footnote\">Num. 28,7.</i><i>in Heiligkeit ist das Rauschtrank-Gußopfer dem Herrn zu gießen</i>; wie das Gießen in Heiligkeit, ebenso das Verbrennen in Heiligkeit. –", | |
| "Wieso geht dies hieraus hervor? Rabina erwiderte: Dies ist durch [das Wort] <i>Heiligkeit</i> zu folgern; hier heißt es <i>in Heiligkeit</i> und dort<sup class=\"footnote-marker\">20</sup><i class=\"footnote\">Ex. 29,34.</i>heißt es: <i>du sollst das übrige im Feuer verbrennen, es darf nicht gegessen werden, denn es ist heilig;</i>", | |
| "wie das Verbrennen des Übriggebliebenen in Heiligkeit zu erfolgen hat, ebenso auch dies in Heiligkeit. –", | |
| "Du kannst auch sagen, die des R. Elea͑zar b. R. Çadoq, wenn man ihn nämlich aufgefangen<sup class=\"footnote-marker\">21</sup><i class=\"footnote\">Beim Abfließen, bevor er den Grund des Schachtes erreicht hat; am Grunde des Schachtes wird er durch diesen heilig.</i>hat.", | |
| "Manche lesen: Es wäre anzunehmen, daß unsere Mišna die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Çadoq vertritt<sup class=\"footnote-marker\">22</sup><i class=\"footnote\">Daß der abfließende Wein im Schacht zurückblieb; nach den Rabbanan floß er in den Kanal, sodaß eine Veruntreuung nachher gar nicht möglich war.</i>. – Auch wenn man ihn aufgefangen<sup class=\"footnote-marker\">23</sup><i class=\"footnote\">Beim Abfließen.</i>hat,", | |
| "sagen sie,. es gebe keine [Veruntreuung], wohl aber rabbanitisch. – Er beruft sich ja aber auf einen Schriftvers!? – Dies ist nur eine Anlehnung.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">iv,1</sup><b>B</b><small>EI DER</small> E<small>NTASCHUNG DES INNEREN</small> A<small>LTARS UND DES</small> L<small>EUCHTERS DARF MAN DAVON NICHT NUTZNIESSEN, AUCH GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>. W<small>ENN JEMAND DIE</small> E<small>NTASCHUNG</small><sup class=\"footnote-marker\">24</sup><i class=\"footnote\">Die Handlung, den Wert derselben.</i><small>GEWEIHT HAT, SO GIBT ES DABEI VORHER</small><sup class=\"footnote-marker\">25</sup><i class=\"footnote\">Bevor das Gebot ausgeübt worden ist. Das W. <span dir=\"rtl\">בתחלה</span> gehört, wie in der vorangehenden Mišna, zum folgenden Satze u. hat die gleiche Bedeutung. Dies der einfache Sinn unserer Mišna; alle anders lautenden Erklärungen sind nicht befriedigend u. nach diesen das W. <span dir=\"rtl\">בתחלה</span> störend.</i> <small>EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>. V<small>ON DEN</small> T<small>URTELTAUBEN, DIE DAS</small> A<small>LTER NOCH NICHT ERREICHT HABEN, UND DEN JUNGEN</small> T<small>AUBEN, DIE DAS</small> A<small>LTER ÜBERSCHRITTEN HABEN, DARF MAN NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES BEI IHNEN KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "GEMARA. Erklärlich" | |
| ], | |
| [ | |
| "ist dies vom äußeren Altar, denn bei diesem heißt es: <i>er tue sie neben den Altar,</i> woher dies aber vom inneren Altar?", | |
| "R. Elea͑zar erwiderte: Die Schrift sagt:<sup class=\"footnote-marker\">26</sup><i class=\"footnote\">Lev. 1,16.</i><i>er entferne den Kropf samt dem Unrat,</i> und da dies<sup class=\"footnote-marker\">27</sup><i class=\"footnote\">Das weiter folgende Gebot, es auf den Aschenhaufen zu werfen.</i>nicht auf den äußeren Altar zu beziehen<sup class=\"footnote-marker\">28</sup><i class=\"footnote\">Weil dies schon an anderer Stelle (Lev. 6,3) geboten ist.</i>ist, so beziehe man es auf den inneren Altar. –", | |
| "Vielleicht ist beides auf den äußeren Altar zu beziehen, und dies gibt nur die Stelle<sup class=\"footnote-marker\">29</sup><i class=\"footnote\">Wohin es zu werfen ist.</i>an!? –", | |
| "Demnach sollte die Schrift nur gesagt haben: <i>neben den Altar,</i> wenn es aber noch<sup class=\"footnote-marker\">17</sup><i class=\"footnote\">Lev. 6,3.</i><i>die Asche</i> heißt, so besagt dies, daß dies auch vom inneren Altar gilt. –", | |
| "Woher dies von der Leuchte? – Aus <i>Asche, die</i><sup class=\"footnote-marker\">30</sup><i class=\"footnote\">Vom Artikel ‘die’.</i><i>Asche.</i>", | |
| "<sup>iv,2</sup> <b>R.</b> Š<small>IMO͑N SAGTE</small>: B<small>EI DEN</small> T<small>URTELTAUBEN, DIE DAS</small> A<small>LTER NOCH NICHT ERREICHT HABEN, GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG; VON DEN JUNGEN</small> T<small>AUBEN, DIE DAS</small> A<small>LTER ÜBERSCHRITTEN HABEN, DARF MAN NICHT NUTZMESSEN, JEDOCH GIBT ES BEI IHNEN KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "GEMARA. Erklärlich ist die Ansicht R. Šimo͑ns, dessen Grund gelehrt wird, denn R. Šimo͑n sagte, wenn es nach einer Zeit geeignet ist und man es innerhalb der Zeit geheiligt hat, so übertrete man das Verbot, jedoch sei es nicht mit der Ausrottung belegt,", | |
| "womit ist es aber nach den Rabbanan bei diesen anders als bei dem, dem das Alter noch fehlt<sup class=\"footnote-marker\">31</sup><i class=\"footnote\">Solches ist trotzdem heilig; cf. Bek. Fol. 56a.</i>!? –", | |
| "Ich will dir sagen, bei dem, dem das Alter noch fehlt, verhält es sich ebenso, wie bei einem Gebrechenbehafteten, das ausgelöst werden kann, beim Geflügel aber, das durch ein Gebrechen nicht untauglich wird, gibt es auch keine Auslösung.", | |
| "U͑la sagte im Namen R. Joḥanans: Sind Opfertiere verendet, so unterliegen sie nach der Tora nicht mehr der Veruntreuung.", | |
| "Als U͑la saß und diese Lehre vortrug, sprach R. Ḥisda zu ihm: Wer wird auf dich und auf deinen Lehrer R. Joḥanan hören: wo sollte denn die ihnen anhaftende Heiligkeit hingekommen sein!?", | |
| "Jener erwiderte: Dieser Einwand ist ja auch gegen unsere Mišna zu richten: von den Turteltauben, die das Alter noch nicht erreicht haben, und von den jungen Tauben, die das Alter überschritten haben, darf man nicht nutznießen, jedoch gibt es bei ihnen keine Veruntreuung; wo sollte denn auch hierbei die ihnen anhaftende Heiligkeit hingekommen sein!?", | |
| "Dieser entgegnete: Ich pflichte dir bei, daß es rabbanitisch dabei eine Veruntreuung gebe, und habe einzuwenden: gibt es denn etwas, wobei es anfangs<sup class=\"footnote-marker\">32</sup><i class=\"footnote\">Dieser Einwand betrifft Turteltauben, die das Aller noch nicht erreicht haben; verendete Opfertiere waren vorher heilig, diese sollten für die Heiligung ungeeignet sein.</i>keine Veruntreuung gibt, später aber eine Veruntreuung gibt!? –", | |
| "Etwa nicht, dies ist ja beim Blute<sup class=\"footnote-marker\">33</sup><i class=\"footnote\">Das ebenfalls zuerst, vor der Sprengung, nicht heilig ist.</i>der Fall: anfangs gibt es dabei keine Veruntreuung, später aber gibt es dabei eine» Veruntreuung!? Wir haben nämlich gelernt: Beim Blute gibt es anfangs keine Veruntreuung, kommt es in den Bach Qidron, so gibt es dabei eine Veruntreuung. –", | |
| "Ich will dir sagen, dabei gibt es auch anfangs eine Veruntreuung," | |
| ], | |
| [ | |
| "denn Rabh sagte, wenn man einem Opfertiere zur Ader läßt, sei [das Blut] zur Nutznießung verboten und es gebe dabei eine Veruntreuung.", | |
| "Der Text. R. Hona sagte im Namen Rabhs: Wenn man einem Opfertiere zur Ader läßt, so ist [das Blut] zur Nutznießung verboten und es gibt dabei eine Veruntreuung. R. Hamnuna wandte ein: Von der Milch der Opfertiere und den Eiern [geheiligter] Turteltauben darf man nicht nutznießen, jedoch gibt es bei ihnen keine Veruntreuung!?", | |
| "Dieser erwiderte: Wir sagen es nur vom Blute, denn ohne Blut kann [das Vieh] nicht bestehen, nicht aber von der Milch, denn es kann auch ohne Milch bestehen.", | |
| "R. Mešaršeja wandte ein: Vom Dünger und vom Kote<sup class=\"footnote-marker\">34</sup><i class=\"footnote\">Von Opfertieren.</i>, die im Hofe, darf man nicht nutznießen, jedoch gibt es dabei keine Veruntreuung.", | |
| "Weshalb denn, es kann ja auch ohne Kot nicht bestehen<sup class=\"footnote-marker\">35</sup><i class=\"footnote\">Etwas Kot muß sich im Darm immer befinden.</i>!? – Ich will dir sagen, der Kot kommt von auswärts<sup class=\"footnote-marker\">36</sup><i class=\"footnote\">Von der Nahrung, die das Vieh zu sich nimmt.</i>, und wenn dieser abgeht, kommt anderer, das Blut aber kommt von seinem Körper. –", | |
| "Er lehrt, man dürfe davon nicht nutznießen, jedoch gebe es dabei keine Veruntreuung. Dies ist eine Stütze für R. Elea͑zar, denn R. Elea͑zar sagte: Überall, wo die Weisen gesagt haben, es sei heilig und nicht [ganz] heilig, fällt der Erlös der Tempelkasse zu<sup class=\"footnote-marker\">37</sup><i class=\"footnote\">Deshalb ist es zur Nutznießung verboten, unterliegt aber nicht der Veruntreuung.</i>.", | |
| "<sup>v</sup> <b>V</b><small>ON DER</small> M<small>ILCH DER</small> O<small>PFERTIERE UND DEN</small> E<small>IERN</small> [<small>GEHEILIGTER</small>] T<small>URTELTAUBEN DARF MAN NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES BEI IHNEN KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "D<small>IES GILT NUR VON</small> H<small>EILIGTÜMERN FÜR DEN</small> A<small>LTAR, BEI</small> H<small>EILIGTÜMERN FÜR DEN</small> T<small>EMPELREPARATURFONDS ABER GIBT ES, WENN MAN EINE</small> H<small>ENNE GEWEIHT HAT, EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEI DIESER UND BEI IHREM</small> E<small>I, WENN EINE</small> E<small>SELIN, EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEI DIESER UND IHRER</small> M<small>ILCH</small>.", | |
| "GEMARA. Demnach<sup class=\"footnote-marker\">38</sup><i class=\"footnote\">Nach dem Wortlaute unserer Mišna.</i>gibt es beim Geheiligten für den Altar, wenn man seinen Geldwert geweiht hat, keine Veruntreuung!?", | |
| "R. Papa erwiderte: Die Mišna ist lückenhaft und muß wie folgt lauten: dies gilt nur von dem Falle, wenn man es körperlich für den Altar geweiht hat, wenn man aber seinen Geldwert für den Altar geweiht hat, so ist es ebenso, als hätte man es für den Tempelreparaturfonds geweiht; hat man eine Henne geweiht, so gibt es eine Veruntreuung bei dieser und bei ihrem Ei, wenn eine Eselin, so gibt es eine Veruntreuung bei dieser und bei ihrer Milch.", | |
| "<sup>vi</sup><b>B</b><small>EI ALLEM, WAS FÜR DEN</small> A<small>LTAR GEEIGNET IST \n</small>" | |
| ], | |
| [ | |
| "UND NICHT FÜR DEN T<small>EMPELREPARATURFONDS, FÜR DEN</small> T<small>EMPELREPARATURFONDS UND NICHT FÜR DEN</small> A<small>LTAR, WEDER FÜR DEN</small> A<small>LTAR NOCH FÜR DEN</small> T<small>EMPELREPARATURFONDS, GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>. Z<small>UM</small> B<small>EISPIEL: \n</small>", | |
| "HAT JEMAND EINE Z<small>ISTERNE VOLL</small> W<small>ASSER, EINEN</small> M<small>ISTHAUFEN VOLL</small> D<small>ÜNGER, EINEN</small> T<small>AUBENSCHLAG VOLL</small> T<small>AUBEN, \n</small>", | |
| "EINEN B<small>AUM VOLL</small> F<small>RÜCHTE, ODER EIN</small> F<small>ELD VOLL</small> G<small>EWÄCHSE GEWEIHT, \n</small>", | |
| "SO GIBT ES EINE V<small>ERUNTREUUNG BEI DIESEN UND BEI DEM, WAS</small> D<small>ARINNEN; \n</small>", | |
| "WENN MAN ABER EINE Z<small>ISTERNE GEWEIHT HAT, UND SIE NACHHER MIT</small> W<small>ASSER GEFÜLLT WURDE, EINEN</small> M<small>ISTHAUFEN, UND ER NACHHER MIT</small> D<small>ÜNGER GEFÜLLT WURDE, EINEN</small> T<small>AUBENSCHLAG, UND ER NACHHER MIT</small> T<small>AUBEN GEFÜLLT WURDE, EINEN</small> B<small>AUM, UND ER NACHHER VOLL</small> F<small>RÜCHTE WURDE, ODER EIN</small> F<small>ELD, UND ES NACHHER VOLL</small> G<small>EWÄCHSE WURDE, SO GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEI IHNEN SELBST, NICHT ABER BEI DEM, WAS IN IHNEN</small><sup class=\"footnote-marker\">39</sup><i class=\"footnote\">Sie sind Zuwachs des Geheiligten.</i>.", | |
| "R. J<small>OSE SAGTE</small>: W<small>ENN JEMAND EIN</small> F<small>ELD ODER EINEN</small> B<small>AUM GEWEIHT HAT, SO GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEI DIESEN SELBST UND BEI IHREN</small> E<small>RZEUGNISSEN, WEIL SIE</small> E<small>RZEUGNISSE DES</small> G<small>EHEILIGTEN</small><sup class=\"footnote-marker\">40</sup><i class=\"footnote\">Er streitet nur hinsichtl. dieser beiden Fälle, weil der Zuwachs von diesen kommt, während er bei dem anderen von anderwärts kommt.</i> <small>SIND</small>.", | |
| "D<small>AS</small> J<small>UNGE VOM</small> [V<small>IEH</small>]<small>ZEHNTEN</small><sup class=\"footnote-marker\">41</sup><i class=\"footnote\">Das profan ist.</i><small>DARF NICHT VOM</small> [V<small>IEH</small>]<small>ZEHNTEN SAUGEN</small>; <small>MANCHE ABER SPENDEN SO</small><sup class=\"footnote-marker\">42</sup><i class=\"footnote\">Nach den Kommentaren: bei der Absonderung des Tieres schließen sie die Milch aus u. behalten sich vor, das Junge säugen zu lassen.</i>. D<small>AS</small> J<small>UNGE VON</small> O<small>PFERTIEREN DARF NICHT VON</small> O<small>PFERTIEREN SAUGEN; MANCHE ABER SPENDEN SO</small>.", | |
| "D<small>IE</small> L<small>OHNARBEITER DÜRFEN VON DEN</small> D<small>ÖRRFEIGEN DES</small> H<small>EILIGTUMS NICHT ESSEN, EBENSO</small> [<small>NICHT</small>] <small>DIE</small> [<small>DRESCHENDE</small>] K<small>UH VON DEN</small> W<small>ICKEN DES</small> H<small>EILIGTUMS</small>.", | |
| "GEMARA. Er lehrt, das Junge vom [Vieh]zehnten dürfe nicht vom [Vieh]zehnten saugen. Woher dies?", | |
| "R. Aḥadboj b. Ami erwiderte: Dies ist durch [den Ausdruck] <i>vorübergehen</i> vom Erstgeborenen<sup class=\"footnote-marker\">43</sup><i class=\"footnote\">Vgl. S. 15 Anm. 95.</i>zu folgern: wie es beim Erstgeborenen eine Veruntreuung gibt, ebenso gibt es eine Veruntreuung bei der Milch des [Vieh]zehnten.", | |
| "Desgleichen ist es hinsichtlich der Milch von den Opfertieren durch [das Wort] <i>Mutter</i><sup class=\"footnote-marker\">44</sup><i class=\"footnote\">Das sowohl beim Erstgeborenen (Ex. 22,29) als auch beim Opfertiere (Lev. 22,27) gebraucht wird.</i>vom Erstgeborenen zu folgern.", | |
| "D<small>IE</small> L<small>OHNARBEITER DÜRFEN &C. NICHT ESSEN</small>. Aus welchem Grunde? R. Aḥadboj b. Ami erwiderte: Die Schrift sagt:<sup class=\"footnote-marker\">45</sup><i class=\"footnote\">Dt. 25,4.</i><i>du sollst einem Ochsen beim Dreschen das Maul nicht schließen,</i> beim Dreschen für dich<sup class=\"footnote-marker\">46</sup><i class=\"footnote\">Das Suffix am W.e <span dir=\"rtl\">בדישו</span> wird auf den Eigentümer bezogen.</i>, nicht aber beim Dreschen für das Heiligtum.", | |
| "Wer Hülsenfrüchte auf einem Felde des Heiligtums drischt, begeht eine Veruntreuung. – Dies gilt ja nur von Gepflücktem<sup class=\"footnote-marker\">47</sup><i class=\"footnote\">Was nicht am Boden haftet, u. um so weniger sollte dies vom Boden selber gelten.</i>!? Rabina erwiderte: Hieraus ist somit zu entnehmen, daß dabei der Staub<sup class=\"footnote-marker\">48</sup><i class=\"footnote\">Der nicht am Boden haftet u. in die Hülsenfrüchte dringt.</i>zuträglich ist." | |
| ], | |
| [ | |
| "<sup>vii</sup><b>W</b><small>ENN DIE</small> W<small>URZELN EINES</small> B<small>AUMES EINES</small> G<small>EMEINEN IN DAS</small> [G<small>EBIET</small>] <small>DES</small> H<small>EILIGTUMS ODER EINES DES</small> H<small>EILIGTUMS IN DAS</small> [G<small>EBIET</small>] <small>EINES</small> G<small>EMEINEN HINEINRAGEN, SO DARF MAN SIE NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES BEI IHNEN KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>. V<small>ON EINER QUELLE, DIE AUS EINEM</small> F<small>ELDE DES</small> H<small>EILIGTUMS AUSGEHT, DARF MAN NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG; GELANGT SIE AUSSERHALB DES</small> F<small>ELDES, SO DARF MAN DAVON NUTZNIESSEN</small>.", | |
| "V<small>OM WASSER IM GOLDENEN</small> K<small>RUGE</small><sup class=\"footnote-marker\">49</sup><i class=\"footnote\">Das für die Wasserprozession am Hüttenfeste reserviert wurde; cf. Suk. Fol. 48a.</i> <small>DARF MAN NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>; <small>HAT MAN ES IN DIE</small> F<small>LASCHE</small><sup class=\"footnote-marker\">50</sup><i class=\"footnote\">Wodurch es geheiligt wird.</i><small>GETAN, SO GIBT ES DABEI EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "V<small>ON DER</small> B<small>ACHWEIDE</small><sup class=\"footnote-marker\">51</sup><i class=\"footnote\">Zur Ausschmückung des Altars am Hüttenfeste; cf. ib. Fol. 45a.</i><small>DARF MAN NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>. R. E<small>LEA͑ZAR B.</small> R. Ç<small>ADOQ SAGTE</small>: B<small>EI DEN</small> A<small>LTEN WAR ES</small> B<small>RAUCH, DAVON IN IHRE</small> F<small>ESTSTRÄUSSE ZU TUN</small>.", | |
| "GEMARA. Reš Laqiš sagte: Es gibt keine Veruntreuung beim ganzen, wohl aber gibt es dabei eine Veruntreuung, wenn es drei Log<sup class=\"footnote-marker\">52</sup><i class=\"footnote\">Das zur Wasserprozession erforderliche Quantum.</i>sind. –", | |
| "Er lehrt ja aber im Schlußsatze, daß, wenn man es in die Flasche getan hat, es dabei eine Veruntreuung gebe, wonach es im Anfangsatze auch bei drei Log keine gibt!? –", | |
| "Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so bezieht es sich auf den Schlußsatz: so gibt es dabei eine Veruntreuung; hierzu sagte Reš Laqiš: Es gibt dabei eine Veruntreuung, nur bei drei Log.", | |
| "R. Joḥanan sagt, es gebe eine Veruntreuung beim ganzen. – Demnach<sup class=\"footnote-marker\">53</sup><i class=\"footnote\">Wenn eine Veruntreuung am Geheiligten nur bei 3 Log erfolgt.</i>ist Reš Laqiš der Ansicht, für das Wasser sei ein Quantum festgesetzt, und [dem wider-sprechend] haben wir gelernt:", | |
| "R. Elea͑zar<sup class=\"footnote-marker\">54</sup><i class=\"footnote\">Manche Texte haben hier als auch in der Parallelstelle (Zeb. Fol. 110a) Elie͑zer.</i>sagt, wer am Hüttenfeste das für das Hüttenfest bestimmte Wasser außerhalb<sup class=\"footnote-marker\">55</sup><i class=\"footnote\">Des Tempels.</i>gießt, sei schuldig<sup class=\"footnote-marker\">56</sup><i class=\"footnote\">Wie bei der Darbringung von Opfern außerhalb des Tempels.</i>. Hierzu sagte R. Joḥanan im Namen des Menaḥem aus Jotapata, R. Elea͑zar habe es nach der Ansicht R. A͑qibas gesagt, der [das Wort] <i>ihre Gußopfer</i><sup class=\"footnote-marker\">57</sup><i class=\"footnote\">Num. Kap. 29, in der Mehrzahl.</i>auslegt: das Wassergießen und das Weingießen.", | |
| "Und hierzu sagte Reš Laqiš: Demnach sollte doch, wie beim Weine<sup class=\"footnote-marker\">58</sup><i class=\"footnote\">Bei der Weinlibation zum täglichen Brandopfer.</i>drei Log erforderlich sind, auch beim Wasser drei Log erforderlich sein!? Reš Laqiš ist somit der Ansicht, für das Wasser sei kein Quantum festgesetzt!? – Er sagte es nach der Ansicht des Menaḥem aus Jotapata.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">viii,1</sup> <b>V</b><small>ON EINEM</small> N<small>ESTE AM</small> W<small>IPFEL EINES</small> B<small>AUMES DES</small> H<small>EILIGTUMS DARF MAN NICHT NUTZNIESSEN, JEDOCH GIBT ES DABEI KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>. D<small>AS AUF EINER</small> A<small>ŠERA DARF MAN MIT EINER</small> S<small>TANGE HERUNTERSCHLAGEN</small><sup class=\"footnote-marker\">59</sup><i class=\"footnote\">Jedoch nicht auf den Baum steigen, um von diesem keinen Nutzen zu haben.</i>. H<small>AT JEMAND EINEN</small> W<small>ALD GEWEIHT, SO GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEI ALLEM</small><sup class=\"footnote-marker\">60</sup><i class=\"footnote\">Was sich in diesem befindet.</i>." | |
| ], | |
| [ | |
| "GEMARA. Es wurde gelehrt: Wenn ein Götze von selber zerbrochen ist, so ist er<sup class=\"footnote-marker\">61</sup><i class=\"footnote\">Zur Nutznießung.</i>, wie R. Joḥanan sagt, verboten, und wie Reš Laqiš sagt, erlaubt.", | |
| "R. Joḥanan sagt, er sei verboten, weil der Nichtjude ihn nicht entheiligt<sup class=\"footnote-marker\">62</sup><i class=\"footnote\">Durch zerbrechen; dies ist von selber erfolgt.</i>hat, und Reš Laqiš sagt, er sei erlaubt, denn dieser denkt: er kann sich selbst nicht schützen, wie sollte er mich schützen.", | |
| "Reš Laqiš wandle gegen R. Joḥanan ein: Von einem Neste am Wipfel eines Baumes des Heiligtums darf man nicht nutznießen, jedoch gibt es dabei keine Veruntreuung. Das auf einer Ašera darf man mit einer Stange herunterschlagen.", | |
| "Doch wohl, wenn er von diesem selber abgebrochen<sup class=\"footnote-marker\">63</sup><i class=\"footnote\">Wenn der Vogel Zweige vom selben Baume abgebrochen u. aus diesen ein Nest gebaut hat.</i>hat, und er lehrt, daß man es mit einer Stange herunterschlagen darf!? – Nein, wenn er Holz von anderwärts geholt hat. –", | |
| "Wieso darf man demnach, wenn von dem des Heiligtums, davon nicht nutznießen (und gibt es dabei keine Veruntreuung)!? –", | |
| "Vielmehr, dies gilt vom Zuwachs nach [der Heiligung], und er ist der Ansicht, beim Zuwachs gebe es keine Veruntreuung. –", | |
| "Dies ist auch einleuchtend, denn wozu braucht man, wenn du sagen wolltest, wenn er es von anderwärts geholt hat, es mit der Stange herunter zu schlagen, man kann es ja<sup class=\"footnote-marker\">64</sup><i class=\"footnote\">Da es sich lose am Baume befindet.</i>herunternehmen!?", | |
| "R. Abahu erwiderte im Namen R. Joḥanans: Talsächlich, wenn er es von anderwärts geholt hat, und unter herunterschlagen ist zu verstehen, die Jungen herunterschlagen.", | |
| "R. Ja͑qob sprach zu R. Jirmeja: Die Jungen sind von diesem und von jenem<sup class=\"footnote-marker\">65</sup><i class=\"footnote\">Von dem des Heiligtums u. von dem der Ašera.</i>erlaubt, die Eier sind von diesem und Von jenem verboten. R. Aši sprach: Benötigen die Jungen noch der Mutter, so gleichen sie Eiern.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">viii,2</sup><b>W</b><small>ENN DIE</small> S<small>CHATZMEISTER</small><sup class=\"footnote-marker\">66</sup><i class=\"footnote\">Des Tempels, zur Verwendung für den Tempel.</i>H<small>OLZ GEKAUFT HABEN, SO GIBT ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEIM</small> H<small>OLZE, NICHT ABER BEI DEN</small> H<small>OBELSPÄNEN UND NICHT BEIM</small> L<small>AUBE</small>.", | |
| "GEMARA. Šemuél sagte: Man baute<sup class=\"footnote-marker\">67</sup><i class=\"footnote\">Bei Arbeiten am Tempel.</i>profan<sup class=\"footnote-marker\">68</sup><i class=\"footnote\">Die Baumaterialien wurden entweder auf Borg gekauft od. zunächst mit profanem Gelde bezahlt.</i>und heiligte es nachher. –", | |
| "Aus welchem Grunde? – Wer Geld spendet, heiligt<sup class=\"footnote-marker\">69</sup><i class=\"footnote\">Wenn man dafür Profanes kauft, begeht der Verkäufer daran eine Veruntreuung.</i>es. Daher spreche er<sup class=\"footnote-marker\">70</sup><i class=\"footnote\">Der Schatzmeister.</i>: die Heiligkeit des Geldes werde auf das Bauwerk übertragen,", | |
| "und er gebe es den Werkmeistern als Lohn." | |
| ], | |
| [ | |
| "Man wandte ein: Wofür verwandte man den Überschuß<sup class=\"footnote-marker\">71</sup><i class=\"footnote\">Vgl. S. 39 Anm. 211.</i>des Räucherwerkes? Man reservierte ihn als Lohn für die Werkmeister.", | |
| "Man weihte ihn aus durch das Geld für die Werkmeister und gab ihn den Werkmeistern, sodann kaufte man ihn von diesen zurück [für Geld] von der neuen Hebe<sup class=\"footnote-marker\">72</sup><i class=\"footnote\">Vom Tempelschatze; cf. Seq. III,1.</i>.", | |
| "Weshalb denn, man sollte ihn ja durch Bauarbeiten ausweihen!? –", | |
| "Wenn keine Bauarbeiten da sind. – Er spricht ja vom Gelde für die Werkmeister!? – Wenn keine Bauarbeiten entsprechend dem Gelde da sind. –", | |
| "Šemuél sagte ja aber, wenn man Heiliges im Werte einer Mine durch den Wert einer Peruta ausgeweiht hat, sei die Ausweihung gültig!? – Dies nur, wenn bereits geschehen, von vornherein aber nicht.", | |
| "R. Papa erklärte: Folgendes ist der Grund, weshalb man profan baute: die Tora ist nicht für die Dienstengel<sup class=\"footnote-marker\">73</sup><i class=\"footnote\">Man kann nicht vorsichtig genug sein, keine Veruntreuung zu begehen.</i>gegeben worden. Es kann nämlich vorkommen, daß jemand sich anlehnen will und sich daran<sup class=\"footnote-marker\">74</sup><i class=\"footnote\">An irgend einen für den Bau bestimmten Gegenstand.</i>lehnt, und wenn man heilig baut, ergibt es sich, daß man dadurch eine Veruntreuung am Geheiligten begeht. –", | |
| "Wir haben gelernt: Wenn die Schatzmeister Holz gekauft haben, so gibt es eine Veruntreuung [beim Holze], nicht aber bei den Hobelspänen und nicht beim Laube.", | |
| "Weshalb gibt es dabei eine Veruntreuung, man sollte doch profan [bauen]!? – Ich will dir sagen, wenn jemand sich daran<sup class=\"footnote-marker\">74</sup><i class=\"footnote\">An irgend einen für den Bau bestimmten Gegenstand.</i>lehnt, ergibt es sich, daß er eine Veruntreuung am Geheiligten begeht.", | |
| "R. Papa erwiderte: Beim Holze für später ist dem auch so, unsere Mišna aber spricht vom Holze für denselben Tag<sup class=\"footnote-marker\">75</sup><i class=\"footnote\">Sodaß eine Benutzung durch Anlehnen nicht zu berücksichtigen ist.</i>." | |
| ], | |
| [ | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">i</sup><b>H</b><small>EILIGTÜMER FÜR DEIN</small> A<small>LTAR WERDEN MITEINANDER VEREINIGT</small><sup class=\"footnote-marker\">1</sup><i class=\"footnote\">Zum erforderlichen Quantum, dem Werte einer Peruta.</i> <small>HINSICHTLICH DER</small> V<small>ERUNTREUUNG UND UM SCHULDIG ZU SEIN WEGEN</small> V<small>ERWERFLICHEM</small>, Ü<small>BRIGGEBLIEBENEM UND</small> U<small>NREINEM</small>; H<small>EILIGTÜMER FÜR DEN</small> T<small>EMPELREPARATURFONDS WERDEN MIT EINANDER VEREINIGT</small>; H<small>EILIGTÜMER FÜR DEN</small> A<small>LTAR UND</small> H<small>EILIGTÜMER FÜR DEN</small> T<small>EMPELREPARATURFONDS WERDEN MIT EINANDER VEREINIGT HINSICHTLICH DER</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "GEMARA. Wenn sogar, wie er lehrt, Heiligtümer für den Altar und Heiligtümer für den Tempelreparaturfonds miteinander vereinigt werden, von denen doch das eine körperlich und das andere nur in seinem Geldwerte heilig ist, um wieviel mehr Heiligtümer für den Altar mit Heiligtümern für den Altar!? –", | |
| "Weil er hierzu lehren will, um schuldig zu sein wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinem, die bei Heiligtümern für den Tempelreparaturfonds nicht vorkommen; daher teilt er es.", | |
| "R. Jannaj sagte: Es ist klar, daß man wegen Veruntreuung schuldig ist nur wegen des Heiligen für den Tempelreparaturfonds und des Brandopfers, denn die Schrift sagt: <sup class=\"footnote-marker\">2</sup><i class=\"footnote\">Lev. 5,14.</i><i>wenn jemand eine Veruntreuung begeht an den Heiligtümern des Herrn,</i>", | |
| "nur bei Heiligtümern, die für den Herrn allein bestimmt sind, gibt es eine Veruntreuung, an den Heiligtümern für den Altar aber sind auch die Priester und auch die Eigentümer beteiligt. –", | |
| "Wir haben gelernt: Heiligtümer für den Altar werden mit einander vereinigt hinsichtlich der Veruntreuung!? – Rabbani tisch. –", | |
| "Bei Hochheiligem, das man an der Südseite geschlachtet hat, gibt es ja eine Veruntreuung!? – Rabbanitisch. –", | |
| "Wir haben gelernt: Wer von einem Sündopfer nießbraucht, begeht, wenn es lebend ist, eine Veruntreuung, erst wenn er [den Wert] mindert, und wenn es tot ist, eine Veruntreuung, sobald er einen Nutzen hat!? – Rabbanitisch. –", | |
| "Etwa nicht nach der Tora, es wird ja gelehrt: Rabbi sagte:<sup class=\"footnote-marker\">3</sup><i class=\"footnote\">Lev. 16.</i><i>Alles Fett für den Herrn,</i> dies schließt die Opferteile der minderheiligen Opfer ein hinsichtlich der Veruntreuung!? –", | |
| "Rabbanitisch. – Er bezieht sich ja auf einen Schriftvers!? – Dies ist nur eine Anlehnung. –", | |
| "U͑la sagte ja aber im Namen R. Joḥanans, daß, wenn Opfertiere verendet sind, sie nach der Tora nicht mehr der Veruntreuung unterliegen. Wovon gilt dies: wollte man sagen, von Heiligem für den Tempelreparaturfonds, so bleiben sie es<sup class=\"footnote-marker\">4</sup><i class=\"footnote\">Dem Gesetze von der Veruntreuung unterworfen.</i> ja, auch wenn sie verenden, denn, auch wenn man dem Heiligtume einen Misthaufen weiht, gibt es dabei eine Veruntreuung;", | |
| "doch wohl Heiliges für den Altar, und bei diesem gibt es ja nach der Tora keine Veruntreuung<sup class=\"footnote-marker\">5</sup><i class=\"footnote\">Nach RJ., während es nach dieser Lehre bei lebenden eine Veruntreuung gibt.</i>!? –", | |
| "Vielmehr, in der Schule R. Jannajs erklärten sie wie folgt: Aus diesem Schriftverse<sup class=\"footnote-marker\">6</sup><i class=\"footnote\">Den HJ. anführt.</i> ist dies nur hinsichtlich des Heiligen für den Tempelreparaturfonds zu entnehmen, hinsichtlich des Heiligen für den Altar aber ist es nicht zu entnehmen." | |
| ], | |
| [ | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">ii,1</sup><b>F</b><small>ÜNF</small> D<small>INGE WERDEN BEIM</small> B<small>RANDOPFER MITEINANDER VEREINIGT</small><sup class=\"footnote-marker\">7</sup><i class=\"footnote\">Zum strafbaren Quantum einer Olive.</i>: <small>DAS</small> F<small>LEISCH, DAS</small> F<small>ETT, DAS</small> M<small>EHL</small><sup class=\"footnote-marker\">8</sup><i class=\"footnote\">Zum Speisopfer, das, wie das folgende, zum Brandopfer gehört.</i>, <small>DER</small> W<small>EIN UND DAS ÖL</small>. S<small>ECHS BEIM</small> D<small>ANKOPFER: DAS</small> F<small>LEISCH, DAS</small> F<small>ETT, DAS</small> M<small>EHL, DER</small> W<small>EIN, DAS</small> Ö<small>L UND DAS</small> B<small>ROT</small>.", | |
| "GEMARA. R. Hona lehrte Raba<sup class=\"footnote-marker\">9</sup><i class=\"footnote\">Richt, in Handschriften: seinen Sohn Rabba.</i>: Fünf Dinge in der Welt<sup class=\"footnote-marker\">10</sup><i class=\"footnote\">Dh. bei allen Opfern, die es in der Welt gibt. Eine Abkürzung od. eine undeutliche Schrift veranlaßte ihn, fälschlich <span dir=\"rtl\">בעולם</span> st. <span dir=\"rtl\">בעולה</span> zu lesen.</i>werden miteinander vereinigt. Da sprach dieser: Du sagst: in der Welt, er lehrt es aber vom Dankopfer, beim Dankopfer seien es sechs Dinge, das Fleisch, das Fett, das Mehl, der Wein, das Öl und die Brote des Dankopfers!? (Jener erwiderte:) Lies vielmehr beim Brandopfer.", | |
| "Wir lernen also das, was die Rabbanan gelehrt haben: Das Brandopfer und seine Opferteile werden miteinander zur Olivengröße vereinigt hinsichtlich der Darbringung außerhalb, und um schuldig zu sein wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinem.", | |
| "Er lehrt dies also nur vom Brandopfer und nicht vom Heilsopfer. Einleuchtend ist dies von der Darbringung außerhalb, denn beim Brandopfer, das ein Ganzopfer<sup class=\"footnote-marker\">11</sup><i class=\"footnote\">Das Fleisch ist ebenfalls auf dem Altar zu verbrennen.</i>ist, werden sie vereinigt, beim Heilsopfer aber werden sie nicht vereinigt, weshalb aber nicht beim Heilsopfer, um wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinem schuldig zu sein,", | |
| "wir haben ja gelernt: alles Verwerfliche wird miteinander vereinigt, alles Übriggebliebene wird miteinander vereinigt!? –", | |
| "Lies vielmehr: das Brandopfer und seine Opferteile werden miteinander zur Olivengröße vereinigt, um daraufhin das Blut zu sprengen,", | |
| "und da man daraufhin das Blut sprenge, ist man schuldig &c. –", | |
| "Wer lehrte dies? – Es ist R. Jehošua͑, denn es wird gelehrt. R. Jehošua͑ sagte: Wenn von einem aller in der Tora genannten Schlachtopfer ein olivengroßes Stück Fleisch oder ein olivengroßes Stück Talg zurückbleibt, so sprenge man das Blut, wenn eine halbe Olive Fleisch und eine halbe Olive Fett, so sprenge man das Blut nicht;", | |
| "beim Brandopfer aber sprenge man das Blut, auch wenn eine halbe Olive Fleisch und eine halbe Olive Fett, weil es ein Ganzopfer<sup class=\"footnote-marker\">11</sup><i class=\"footnote\">Das Fleisch ist ebenfalls auf dem Altar zu verbrennen.</i>ist. Auf das Speisopfer hin sprenge man nicht, auch wenn es vollständig vorhanden ist. –", | |
| "Was hat das Speisopfer damit<sup class=\"footnote-marker\">12</sup><i class=\"footnote\">Mit dem Blutsprengen.</i>zu tun? R. Papa erwiderte: Das Speisopfer zum Gußopfer<sup class=\"footnote-marker\">13</sup><i class=\"footnote\">Das zum Schlachtopfer gehört.</i>.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">ii,2</sup>D<small>IE</small> H<small>EBE, DIE</small> Z<small>EHNTHEBE, DIE</small> Z<small>EHNTHEBE VOM</small> D<small>EMAJ, DIE</small> T<small>EIGHEBE UND DIE</small> E<small>RSTLINGE WERDEN MITEINANDER VEREINIGT, UM ANDERES</small><sup class=\"footnote-marker\">14</sup><i class=\"footnote\">Womit sie vermischt worden sind.</i> VERBOTEN<sup class=\"footnote-marker\">15</sup><i class=\"footnote\">Für einen Gemeinen.</i><small>ZU MACHEN, UND ZUR</small> V<small>ERPFLICHTUNG ZUM</small> F<small>ÜNFTEL</small><sup class=\"footnote-marker\">16</sup><i class=\"footnote\">Das ein Gemeiner, der davon gegessen, hinzuzufügen hat; cf. Lev. 5,16.</i>. <sup>iii,1</sup>A<small>LLES</small> V<small>ERWERFLICHE WIRD MITEINANDER VEREINIGT, ALLES</small> Ü<small>BRIGGEBLIEBENE WIRD MITEINANDER VEREINIGT</small>.", | |
| "GEMARA. Aus welchem Grunde? – Sie alle heißen Hebe. Von der Teighebe heißt es:<sup class=\"footnote-marker\">17</sup><i class=\"footnote\">Num. 15,20.</i><i>als Erstes eurer Backmulden erhebet einen Kuchen als Hebe.</i>", | |
| "Die Erstlinge heißen ebenfalls Hebe, denn es wird gelehrt: <sup class=\"footnote-marker\">18</sup><i class=\"footnote\">Dt. 12,17.</i><i>Und die Hebe deiner Hand,</i> das sind die Erstlinge. Und von den anderen ist weiter nichts nötig<sup class=\"footnote-marker\">19</sup><i class=\"footnote\">Keine Belege; sie heißen Hebe.</i>.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">iii,2</sup><b>A</b><small>LLE</small> Ä<small>SER WERDEN MITEINANDER VEREINIGT</small><sup class=\"footnote-marker\">7</sup><i class=\"footnote\">Zum strafbaren Quantum einer Olive.</i>, <small>ALLE</small> E<small>KELTIERE WERDEN MITEINANDER VEREINIGT</small>.", | |
| "GEMARA. Rabh sagte:" | |
| ], | |
| [ | |
| "Sie lehrten dies<sup class=\"footnote-marker\">20</sup><i class=\"footnote\">Daß alles Aas vereinigt werde.</i>nur hinsichtlich der Unreinheit, hinsichtlich [der Strafbarkeit] wegen des Essens aber reine besonders und unreine besonders. Levi sagte, sie werden auch hinsichtlich des Essens vereinigt.", | |
| "R. Asi sagte, die reinen besonders und die unreinen besonders. Manche sagen, er streite gegen. Rabh, und manche sagen, er streite nicht<sup class=\"footnote-marker\">21</sup><i class=\"footnote\">Denn auch er meint es nur hinsichtl. der Unreinheit.</i> gegen ihn.", | |
| "Man wandte ein: Der Tod einer Kuh und das Leben eines Kamels<sup class=\"footnote-marker\">22</sup><i class=\"footnote\">Dh. eine halbe Olive Fleisch von einer toten Kuh, das als Aas verboten ist, u. eine halbe Olive Fleisch von einem lebenden Kamel, das als unreines Tier (cf. Lev. Kap. 11) überhaupt verboten ist.</i>werden miteinander nicht vereinigt<sup class=\"footnote-marker\">23</sup><i class=\"footnote\">Zum strafbaren Quantum, nicht als Aas u. nicht als Glied vom Lebenden.</i>. Demnach wird der Tod beider<sup class=\"footnote-marker\">24</sup><i class=\"footnote\">Je ein halbes Quantum von den Äsern beider, hinsichtl. der Unreinheit.</i>vereinigt, und dies ist ein Einwand gegen R. Asi!? –", | |
| "Sage: aber das Leben beider<sup class=\"footnote-marker\">25</sup><i class=\"footnote\">Je ein halbes Quantum von beiden, wenn sie leben, hinsichtl. des Verbotes eines Gliedes vom Lebenden.</i>wird vereinigt. Dies nach R. Jehuda, welcher sagt, das Verbot eines Gliedes vom Lebenden habe Geltung auch beim unreinen Vieh<sup class=\"footnote-marker\">26</sup><i class=\"footnote\">Obgleich ein solches an sich verboten ist u. von einem weiteren Verbote nicht erfaßt werden sollte.</i>. –", | |
| "Wozu lehrt er dies, wenn demnach der Tod beider nicht vereinigt wird, vom Tode einer Kuh und dem Leben eines Esels, auch der Tod beider wird ja nicht vereinigt!?", | |
| "Ferner wird gelehrt: eine halbe Olive von einer lebenden Kuh und eine halbe Olive von einem toten Kamel werden nicht vereinigt, aber eine halbe Olive von einer Kuh und eine halbe Olive von einem Kamel, beide lebend oder beide tot, werden vereinigt. Da nun ein Widerspruch zwischen dem Anfangsatze<sup class=\"footnote-marker\">27</sup><i class=\"footnote\">Aus dem gefolgert wird, daß, wenn beide tot, keine Vereinigung erfolge.</i>und dem Schlußsatze besteht, so ist hieraus zu entnehmen, daß, wenn beide tot, sie vereinigt werden!? –", | |
| "R. Asi kann dir erwidern: dieser Autor ist der Ansicht, ein Verbot erstrecke sich auf Verbotenes<sup class=\"footnote-marker\">28</sup><i class=\"footnote\">Das Verbot eines Gliedes vom Lebenden erstreckt sich auch auf das an sich zum Essen verbotene Kamel, daher erfolgt auch eine Vereinigung.</i>." | |
| ], | |
| [ | |
| "R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Die Geißelung wegen Essens von Kriechtieren erfolgt bei Olivengröße<sup class=\"footnote-marker\">29</sup><i class=\"footnote\">Während eine Verunreinigung schon bei Linsengröße erfolgt.</i>, denn bei diesen wird [der Ausdruck] ‘essen’<sup class=\"footnote-marker\">30</sup><i class=\"footnote\">Wobei dieses Quantum als Norm gilt.</i>gebraucht. –", | |
| "R. Jose b. R. Ḥanina lehrte ja aber vor R. Joḥanan:<sup class=\"footnote-marker\">31</sup><i class=\"footnote\">Lev. 20,25.</i><i>Ihr sollt zwischen dem reinen Vieh und dem unreinen unterscheiden, zwischen dem unreinen Vogel und dem reinen, daß ihr eure Seelen nicht beekelt durch Vieh und Geflügel und alles, was auf dem Erdboden sich regt, das ich euch als unrein ausgesondert habe;</i> die Schrift beginnt mit dem Essen<sup class=\"footnote-marker\">32</sup><i class=\"footnote\">Unter ‘beekeln’ ist zu verstehen, wenn man davon ißt.</i>und schließt mit der Unreinheit,", | |
| "[um zu lehren:] wie die Unreinheit bei Linsengröße, ebenso das Essen bei Linsengröße. Und R. Joḥanan lobte ihn. Dies ist ja ein Einwand gegen Rabh!? –", | |
| "Das ist kein Einwand; eines gilt von toten<sup class=\"footnote-marker\">33</sup><i class=\"footnote\">In diesem Falle gelten auch reine Tiere als Aas, u. es erfolgt schon bei Linsengröße.</i>und eines gilt von lebenden.", | |
| "Abajje sprach zu ihm: Er bezieht sich ja auf unsere Mišna, und unsere Mišna spricht ja von allen Kriechtieren, auch von toten, (und<sup class=\"footnote-marker\">34</sup><i class=\"footnote\">Der eingeklammerte Satz ist unverständlich, u. schon Raschi bemerkt, er wisse ihn nicht zu erklären.</i>nicht ein wenig von diesen und ein wenig von jenen)!? R. Joseph erwiderte ihm: Das<sup class=\"footnote-marker\">35</sup><i class=\"footnote\">Die Beziehung auf unsere Mišna.</i>ist deine Bezugnahme.", | |
| "Rabh trug eine unabhängige Lehre vor, und R. Joḥanan lobte ihn. Man wandte ein: Bei [ganzen] Gliedern<sup class=\"footnote-marker\">36</sup><i class=\"footnote\">Von verunreinigenden Tieren.</i>gibt es kein festgesetztes Quantum<sup class=\"footnote-marker\">37</sup><i class=\"footnote\">Zur Verunreinigungsfähigkeit.</i>; auch weniger als eine Olive vom Aase und weniger als eine Linse vom Kriechtiere sind verunreinigend. Hierzu sagte R. Joḥanan, zu geißeln sei dieserhalb nur bei Olivengröße.", | |
| "Raba erwiderte: Die Schrift spricht von den ausgesonderten<sup class=\"footnote-marker\">38</sup><i class=\"footnote\">Von den 8 Kriech- od. Ekeltieren, die die Schrift als verunreinigend besonders hervorgehoben hat (Lev. 11,29,30); bei diesen ist auch hinsichtl. des Essens Linsengröße ausreichend, dagegen spricht RJ. von anderen unreinen Tieren.</i>.", | |
| "R. Ada b. Ahaba sprach zu Raba: Demnach sollte auch beim Vieh<sup class=\"footnote-marker\">39</sup><i class=\"footnote\">Bei den Haustieren.</i>zwischen ausgesondert und nicht ausgesondert<sup class=\"footnote-marker\">40</sup><i class=\"footnote\">Das reine Vieh ist ausgesondert worden; nur das Aas dieses sollte in Olivengröße verunreinigend sein, vom anderen aber erst in Eigröße.</i>unterschieden werden!?" | |
| ], | |
| [ | |
| "Dieser erwiderte: Der Allbarmherzige vergleicht sie<sup class=\"footnote-marker\">41</sup><i class=\"footnote\">Cf. Lev. 11,43 u. ib. 20,25.</i>nur miteinander hinsichtlich des Verbotes, sich durch diese zu beekeln<sup class=\"footnote-marker\">42</sup><i class=\"footnote\">Cf Lev. 11,43; darunter wird das Verbot des Essens verstanden.</i>, nicht aber hinsichtlich des Quantums.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">iii,3</sup> <b>D</b><small>AS</small> B<small>LUT EINES</small> K<small>RIECHTIERES UND SEIN</small> F<small>LEISCH WERDEN MITEINAN DER</small><sup class=\"footnote-marker\">43</sup><i class=\"footnote\">Hinsichtl. der Verunreinigung.</i><small>VEREINIGT</small>. R. J<small>EHOŠUA͑ SAGTE EINE</small> R<small>EGEL: GLEICHEN SIE EINANDER HINSICHTLICH DER</small> U<small>NREINHEIT</small><sup class=\"footnote-marker\">44</sup><i class=\"footnote\">Der Dauer derselben; die Verunreinigung durch Aas u. Kriechtier währt einen Tag, die Unreinheit durch eine Leiche währt 7 Tage.</i><small>UND DES</small> Q<small>UANTUMS</small><sup class=\"footnote-marker\">45</sup><i class=\"footnote\">Leiche u. Aas verunreinigen bei Olivengröße, ein Kriechtier schon bei Linsengröße.</i>, <small>SO WERDEN SIE MITEINANDER VEREINIGT, \n</small>", | |
| "WENN HINSICHTLICH DER U<small>NREINHEIT UND NICHT HINSICHTLICH DES</small> Q<small>UANTUMS, HINSICHTLICH DES</small> Q<small>UANTUMS UND NICHT HINSICHTLICH DER</small> U<small>NREINHEIT, ODER WEDER HINSICHTLICH DER</small> U<small>NREINHEIT NOCH HINSICHTLICH DES</small> Q<small>UANTUMS, SO WERDEN SIE NICHT MITEINANDER VEREINIGT</small>.", | |
| "GEMARA. R. Ḥanin sagte im Namen Rabhs: Mit diesen<sup class=\"footnote-marker\">46</sup><i class=\"footnote\">Blut u. Fleisch werden vereinigt, nur wenn beide vom selben Tiere sind. Der Text ist hier korrumpiert, die W.e <span dir=\"rtl\">זעירא וכן</span> sind aus <span dir=\"rtl\">ועודד בו</span> entstanden, <span dir=\"rtl\">אמר</span> (st. <span dir=\"rtl\">מותיב</span>) in den kursierenden Ausgaben ist eine Verballhornisierung.</i>zusammen.", | |
| "R.Jose b. R. Ḥanina wandte ein:<sup class=\"footnote-marker\">47</sup><i class=\"footnote\">Lev. 11,31.</i> <i>Die unrein sind,</i> dies lehrt, daß sie miteinander vereinigt werden, auch ein Kriechtier mit einem Kriechtiere, ein Kriechtier mit Blut, ob eines Namens oder zweier Namen<sup class=\"footnote-marker\">48</sup><i class=\"footnote\">Von 2 verschiedenen Tieren.</i>!?", | |
| "R.Joseph erwiderte: Das ist kein Einwand; eines gilt vom ganzen und eines gilt von Teilen<sup class=\"footnote-marker\">49</sup><i class=\"footnote\">Hat man die halben Quantitäten ganzen Tieren entnommen, so erfolgt eine Vereinigung, auch wenn es verschiedene Tiere sind, wenn aber von Teilen, so müssen das Fleisch u. das Blut vom selben Tiere sein.</i>. –", | |
| "Woher entnimmst du dies? – Es wird gelehrt: Wenn es<sup class=\"footnote-marker\">50</sup><i class=\"footnote\">Ein Viertellog Blut von einem Leichnam, das durch Bezeltung verunreinigend ist. Eine Bezeltung erfolgt, wenn er sich in einem überdeckten Raume befindet, sodaß alles, was darin, unrein wird; ein Mensch, der sich darüber bückt, bildet eine Bezeltung u. ist unrein.</i>auf den Estrich ausgeschüttet worden und die Stelle abschüssig<sup class=\"footnote-marker\">51</sup><i class=\"footnote\">Sodaß es da nicht zusammen bleibt.</i>ist, so ist er, wenn er einen Teil bezeltet, rein, und wenn alles, unrein.", | |
| "Was heißt nun einen Teil: wollte man sagen, einen Teil des Blutes, so sagte ja R. Ḥanina im Namen Rabbis, wer ein Viertellog Blut umgerührt<sup class=\"footnote-marker\">52</sup><i class=\"footnote\">Ohne es zu berühren, beispielsweise mit einem Spane, obgleich er es bezeltet.</i>hat, sei rein.", | |
| "Vielmehr gilt eines von einer ganzen [Leiche] und eines von einem Teile<sup class=\"footnote-marker\">53</sup><i class=\"footnote\">Kommt das Blut von einem Teile der Leiche, so ist der Bezeltende nicht unrein.</i>. Schließe hieraus.", | |
| "R. Mathja b. Ḥereš fragte R. Šimo͑n b. Joḥaj in Rom: Woher, daß das Blut der Kriechtiere unrein ist? Dieser erwiderte: Die Schrift sagt: <sup class=\"footnote-marker\">54</sup><i class=\"footnote\">Lev. 11,29.</i><i>dies sei euch unrein</i><sup class=\"footnote-marker\">55</sup><i class=\"footnote\">Dies ist wegen des Schriftverses Lev. 11,31 überflüssig u. deutet hierauf.</i>.", | |
| "Seine Schüler sprachen zu ihm: Der Sohn Joḥajs kam ihm klug<sup class=\"footnote-marker\">56</sup><i class=\"footnote\">Wohl mißbilligend: eine ganz eigenartige Erklärung.</i>. Da sprach er zu ihnen: Es ist eine offenkundige Lehre aus dem Munde des R. Elea͑zar b. R. Jose. Einst verhängte nämlich die ruchlose Regierung eine Religionsverfolgung, den Sabbath nicht zu halten, die Söhne nicht zu beschneiden und Menstruierenden beizuwohnen.", | |
| "Da ging (R.) Reuben b. Istrobili und ließ sich das Haar qomi<sup class=\"footnote-marker\">57</sup><i class=\"footnote\">Eine bei den Nichtjuden übliche Frisur u. daher bei den Juden verpönt.</i>schneiden<sup class=\"footnote-marker\">58</sup><i class=\"footnote\">Damit man ihn nicht als Juden erkenne.</i>, sodann setzte er sich zu ihnen und sprach: Wünscht, wer einen Feind hat, daß dieser arm werde, oder daß er reich werde? Sie erwiderten ihm: Daß er arm werde. Da sprach er zu ihnen: So mögen sie am Sabbath keine Arbeit verrichten, damit sie verarmen. Da sprachen sie: Du hast recht. Hierauf sprach er: So möge man [die Verordnung] aufheben. Und sie hoben sie auf.", | |
| "Alsdann sprach er zu ihnen: Wünscht, wer einen Feind hat, daß dieser abmagere, oder daß er kräftig werde? Sie erwiderten ihm: Daß er abmagere. Da sprach er zu ihnen: So mögen sie ihre Kinder mit acht Tagen beschneiden, damit sie abmagern. Da sprachen sie: Du hast recht. Hierauf sprach er [dasselbe], und sie hoben es auf.", | |
| "Alsdann sprach er zu ihnen: Wünscht, wer einen Feind hat, daß dieser sich vermehre, oder daß er sich vermindere? Sie erwiderten ihm: Daß er sich vermindere. – Wenn dem so ist, so lasset sie keiner Menstruierenden beiwohnen<sup class=\"footnote-marker\">59</sup><i class=\"footnote\">Den geschlechtlichen Verkehr einschränken.</i>. Da sprachen sie: Du hast recht. Hierauf sprach er [dasselbe], und sie hoben es auf.", | |
| "Als sie aber später merkten, daß er Jude sei, widerriefen sie es. Hierauf sprachen sie: Wer soll nun gehen und die Verhängnisse vereiteln?" | |
| ], | |
| [ | |
| "Möge R. Šimo͑n b. Joḥaj gehen, der an Wunder gewöhnt<sup class=\"footnote-marker\">60</sup><i class=\"footnote\">Cf. Sab. Fol. 33b.</i>ist. – Wer soll nach ihm<sup class=\"footnote-marker\">61</sup><i class=\"footnote\">Wenn er bei dieser gefährlichen Mission umkommen sollte.</i>gehen? – R. Elea͑zar b. R. Jose.", | |
| "Da sprach R. Jose<sup class=\"footnote-marker\">62</sup><i class=\"footnote\">Der Vater desselben.</i>zu ihnen: Würdet ihr, wenn mein Vater Ḥalaphta gelebt hätte, zu ihm gesagt haben: Gib deinen Sohn zur Hinrichtung hin? Hierauf sprach R. Šimo͑n zu ihnen<sup class=\"footnote-marker\">63</sup><i class=\"footnote\">Wohl als Vorwurf gegen RJ.</i>: Würdet ihr, wenn mein Vater Joḥaj gelebt hätte, zu ihm gesagt haben: Gib deinen Sohn zur Hinrichtung hin?", | |
| "Da sprach R.Jose zu ihnen: Ich will gehen, denn ich fürchte nur, R. Šimo͑n könnte Strafe über ihn bringen<sup class=\"footnote-marker\">64</sup><i class=\"footnote\">Durch Mißbilligung irgend eines Vergehens, aber nicht aus Angst, in die Hände der Regierung zu fallen.</i>. Da nahm er es auf sich, keine Strafe über ihn zu bringen. Aber dennoch brachte er über ihn eine Strafe.", | |
| "Als sie unterwegs waren, wurde ihnen folgende Frage vorgetragen: Woher, daß das Blut eines Kriechtieres unrein ist? Da verzog R. Elea͑zar b. R. Jose den Mund<sup class=\"footnote-marker\">65</sup><i class=\"footnote\">Er sprach leise, damit RŠ. nicht höre; es galt als Keckheit, in Gegenwart eines Bedeutenderen. eine Lehre vorzutragen.</i>und sprach: <i>Dies sei euch unrein</i><sup class=\"footnote-marker\">55</sup><i class=\"footnote\">Dies ist wegen des Schriftverses Lev. 11,31 überflüssig u. deutet hierauf.</i>. Da sprach R. Šimo͑n zu ihm: Aus dem Verziehen deines Mundes ist zu erkennen, daß du ein Gelehrter bist; doch mag der Sohn nicht zu seinem Vater [in Frieden] zurückkehren.", | |
| "Hierauf kam ihnen Ben Tamaljon<sup class=\"footnote-marker\">66</sup><i class=\"footnote\">An manchen Stellen <span dir=\"rtl\">בר תלמיון</span> u. mit Bartholomäus identifiziert; wie aus dem Zusammenhange zu ersehen, böser Geist, nach den Tosaphoth Kobold.</i>entgegen [und sprach zu ihnen:] Wollt ihr, daß ich mit euch<sup class=\"footnote-marker\">67</sup><i class=\"footnote\">Als Wundertäter.</i>gehe? Da weinte R. Šimo͑n und sprach: Einer Magd im Hause meiner Vorfahren<sup class=\"footnote-marker\">68</sup><i class=\"footnote\">Gemeint ist Hagar, die Magd Abrahams, die auf ihrer Wanderung von einem Engel Gottes angeredet wurde; cf. Gen. 16,7ff.</i>gesellte sich ein Engel dreimal, mir aber nicht ein einziges Mal! Mag aber das Wunder geschehen, woher es auch kommt.", | |
| "Jener aber ging voraus und fuhr in die Tochter des Kaisers<sup class=\"footnote-marker\">69</sup><i class=\"footnote\">Sie wurde besessen, damit RŠ. Gelegenheit habe, den bösen Geist auszutreiben.</i>. Als er da hinkam<sup class=\"footnote-marker\">70</sup><i class=\"footnote\">In den kaiserlichen Hof, u. den bösen Geist auszutreiben sich erbot.</i>, sprach er: Hinaus, Ben Tamaljon. hinaus, Ben Tamaljon! Und als er ihm dies zurief, verließ er sie und ging fort. Hierauf sprach [der Kaiser] zu ihnen: Verlanget von mir, was ihr wollt. Alsdann führte man sie in die Schatzkammer, um nach Belieben zu nehmen, und als sie jene Urkunde<sup class=\"footnote-marker\">71</sup><i class=\"footnote\">Das Dekret über jene 3 Verordnungen.</i>fanden, nahmen sie sie und zerrissen sie.", | |
| "Das ist es, was R. Elea͑zar b. R. Jose sagte: Ich sah ihn<sup class=\"footnote-marker\">72</sup><i class=\"footnote\">Den Vorhang der Bundeslade; cf. Jom. Fol. 57a.</i>in Rom und es waren an ihm viele Tropfen Blut<sup class=\"footnote-marker\">73</sup><i class=\"footnote\">Spritzer von Opferblut.</i>.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">iv,1</sup>V<small>ERWERFLICHES UND</small> Ü<small>BRIGGEBLIEBENES WERDEN MITEINANDER NICHT VEREINIGT, WEIL ES VERSCHIEDENE</small> N<small>AMEN SIND</small>. K<small>RIECHTIER UND</small> A<small>AS, EBENSO</small> A<small>AS UND</small> F<small>LEISCH VON EINER</small> L<small>EICHE WERDEN MITEINANDER NICHT ZUM VERUNREINIGUNGSFÄHIGEN</small> [Q<small>UANTUM</small>] <small>VEREINIGT, NICHT EINMAL WIE DAS LEICHTERE UNTER IHNEN</small><sup class=\"footnote-marker\">74</sup><i class=\"footnote\">Das Kriechtier ist schon bei Linsengroße verunreinigend, die anderen erst bei Olivengröße; ferner währt die Leichenunreinheit eine Woche, die der anderen aber nur einen Tag.</i>.", | |
| "GEMARA. R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Dies gilt nur von der Unreinheit der Hände, die rabbanitisch<sup class=\"footnote-marker\">75</sup><i class=\"footnote\">Nach rabb. Bestimmung machen Verwerfliches u. Übriggebliebenes die Hände unrein; cf. Pes. 120b.</i>ist, hinsichtlich des Essens aber werden sie vereinigt. Es wird nämlich gelehrt: R. Elie͑zer sagte:<sup class=\"footnote-marker\">76</sup><i class=\"footnote\">Ex. 29,34.</i><i>Es darf nicht gegessen werden, denn sie sind</i><sup class=\"footnote-marker\">77</sup><i class=\"footnote\">Nach Raschi deutet die Mehrzahl auf die Vereinigung beider. Die Lesart <span dir=\"rtl\">הם</span> st. des masor. <span dir=\"rtl\">הוא</span> haben auch Handschriften bei <i>Kennicott,</i> jed. liegt hier viell. eine Verwechslung mit V. 33 vor.</i><i>heilig</i>; alles, was vom Heiligen untauglich ist, und die Schrift belegt das Essen mit einem Verbote.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">iv,2</sup><b>E</b><small>INE</small> S<small>PEISE, DIE DURCH EINE</small> H<small>AUPTUNREINHEIT</small><sup class=\"footnote-marker\">78</sup><i class=\"footnote\">Cf. Kel. I,1ff.</i><small>UNREIN GEWORDEN IST</small>, <small>UND EINE, DIE DURCH EINE ABSTAMMENDE</small> U<small>NREINHEIT</small><sup class=\"footnote-marker\">78</sup><i class=\"footnote\">Cf. Kel. I,1ff.</i><small>UNREIN GEWORDEN IST, WERDEN MITEINANDER VEREINIGT, UM WIE DIE LEICHTERE VON BEIDEN ZU VERUNREINIGEN</small>. <sup class=\"footnote-marker\">v</sup>A<small>LLE</small> S<small>PEISEN WERDEN MITEINANDER VEREINIGT, UM IM</small> Q<small>UANTUM EINES HALBEN</small> P<small>ERAS DEN</small> K<small>ÖRPER UNTAUGLICH</small><sup class=\"footnote-marker\">79</sup><i class=\"footnote\">Für den Genuß von heiligen Speisen.</i><small>ZU MACHEN, \n</small>", | |
| "ZU EINER S<small>PEISE FÜR ZWEI</small> M<small>AHLZEITEN FÜR EINEN</small> E͑<small>RUB, ZUM</small> Q<small>UANTUM EINES</small> E<small>IES HINSICHTLICH DER</small> V<small>ERUNREINIGUNGSFÄHIGKEIT</small><sup class=\"footnote-marker\">80</sup><i class=\"footnote\">Wobei dieses Quantum erforderlich ist. .</i><small>VON</small> S<small>PEISEN, ZUM</small> Q<small>UANTUM EINER</small> D<small>ÖRRFEIGE HINSICHTLICH DES</small> H<small>INAUSBRINGENS AM</small> S<small>ABBATH</small><sup class=\"footnote-marker\">81</sup><i class=\"footnote\">Aus einem Gebiete in ein anderes, was nur bei diesem Quantum strafbar ist; cf. Sab. Fol. 76b.</i>, <small>UND ZUM</small> Q<small>UANTUM EINER</small> D<small>ATTEL HINSICHTLICH DES</small> V<small>ERSÖHNUNGSTAGES</small><sup class=\"footnote-marker\">82</sup><i class=\"footnote\">An dem das Essen u. das Trinken verboten ist; cf. Jom. Fol. 73b.</i>. A<small>LLE</small> G<small>ETRÄNKE WERDEN MITEINANDER VEREINIGT, UM IM</small> Q<small>UANTUM EINES</small> V<small>IERTEL[LOGS] DEN</small> K<small>ÖRPER UNTAUGLICH</small><sup class=\"footnote-marker\">79</sup><i class=\"footnote\">Für den Genuß von heiligen Speisen.</i><small>ZU MACHEN UND ZU EINEM</small> M<small>UNDVOLL HINSICHTLICH DES</small> V<small>ERSÖHNUNGSTAGES</small><sup class=\"footnote-marker\">82</sup><i class=\"footnote\">An dem das Essen u. das Trinken verboten ist; cf. Jom. Fol. 73b.</i>.", | |
| "GEMARA. Es wird gelehrt: R.Šimo͑n sagte: Aus dem Grunde<sup class=\"footnote-marker\">83</sup><i class=\"footnote\">Erfolgt eine Vereinigung bei verschiedenen Graden von Unreinheit.</i>, weil die zweitgradige [Unreinheit] erstgradig machen kann. – Kann denn die zweitgradige erstgradig machen, dies ist ja nicht möglich<sup class=\"footnote-marker\">84</sup><i class=\"footnote\">Durch die Fortsetzung wird der Grad der Unreinheit geschwächt, sodaß eine zweitgradige nur drittgradig machen kann.</i>!?", | |
| "Raba erwiderte: Er meint es wie folgt: die erstgradige ist es, die zweitgradig gemacht hat. R. Aši erklärte: Die erstgradige und die zweitgradige gehören der drittgradigen gegenüber zur selben Klasse<sup class=\"footnote-marker\">85</sup><i class=\"footnote\">Wörtl. sie kommen aus einer Ebene; beide übertragen die Unreinheit weiter.</i>." | |
| ], | |
| [ | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">vi,1</sup><b>U</b><small>NGEWEIHTES UND</small> M<small>ISCHSAAT (DES</small> W<small>EINBERGES</small>) <small>WERDEN MITEINANDER</small> <small>VEREINIGT</small><sup class=\"footnote-marker\">86</sup><i class=\"footnote\">Zum prozentualen Quantum, in welchem sie andere Früchte, unter die sie gekommen sind, verboten machen; cf. Orl. II,1.</i>. R. Š<small>IMO͑N SAGT, SIE WERDEN NICHT MITEINANDER VEREINIGT</small>.", | |
| "GEMARA. Ist denn nach R. Šimo͑n eine Vereinigung überhaupt erforderlich, es wird ja gelehrt: R.Šimo͑n sagt, jedes Quantum hinsichtlich der Geißelung<sup class=\"footnote-marker\">87</sup><i class=\"footnote\">Auch das kleinste Quantum ist zum Essen verboten.</i>!? – Lies: sie brauchen nicht vereinigt zu werden.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">vi,2</sup><b>K</b><small>LEIDERSTOFF UND</small> S<small>ACKSTOFF</small><sup class=\"footnote-marker\">88</sup><i class=\"footnote\">Ersteres aus Wolle, letzteres aus Haar.</i>, S<small>ACKSTOFF UND</small> L<small>EDER</small>, L<small>EDER UND</small> M<small>ATTE WERDEN ALLE MITEINANDER VEREINIGT</small><sup class=\"footnote-marker\">89</sup><i class=\"footnote\">Zur verunreinigungsfähigen Größe. Da bei diesen verschiedene Größen normiert sind (Kleiderstoff bei 3 Fingerbreiten, Sackstoff bei 4, Leder bei 5 u. Matte bei 6 Handbreiten), so erfolgt die Vereinigung erleichternd.</i>.", | |
| "R. Š<small>IMO͑N SAGTE</small>: A<small>US DEM</small> G<small>RUNDE, WEIL SIE ZUR</small> V<small>ERUNREINIGUNG ALS</small> S<small>ITZ</small><sup class=\"footnote-marker\">90</sup><i class=\"footnote\">Wenn ein Flußbehafteter darauf sitzt; cf. Lev. 15,2ff.</i><small>GEEIGNET SIND</small>.", | |
| "GEMARA. Es wird gelehrt: Wenn man sie alle zusammengesetzt und daraus ein Gewand gemacht hat; als Lager<sup class=\"footnote-marker\">91</sup><i class=\"footnote\">Um damit ein Polster zu flicken; wenn man es dafür verwenden wollte.</i>drei [Handbreiten], als Sitz<sup class=\"footnote-marker\">92</sup><i class=\"footnote\">Wenn es überhaupt nicht verarbeitet werden soll.</i>eine Handbreite, zum Anfassen<sup class=\"footnote-marker\">92</sup><i class=\"footnote\">Wenn es überhaupt nicht verarbeitet werden soll.</i>jede Größe. –", | |
| "Was heißt zum Anfassen? Reš Laqiš erwiderte im Namen Jannajs: Es beim Spinnen zu benutzen<sup class=\"footnote-marker\">93</sup><i class=\"footnote\">Als Schutz um den Finger zu wickeln.</i>. In einer Barajtha wird gelehrt: Es ist für Feigenschneider zu verwenden<sup class=\"footnote-marker\">94</sup><i class=\"footnote\">Damit die Finger sauber bleiben.</i>.", | |
| "", | |
| "sup>i<b>W</b><small>ER VON</small> H<small>EILIGEM IM</small> W<small>ERTE EINER</small> P<small>ERUṬTA NIESSBRAUCHT HAT, HAT EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN, AUCH WENN ER ES</small><sup class=\"footnote-marker\">1</sup><i class=\"footnote\">In seinem Werte.</i> <small>NICHT GEMINDERT HAT</small> – <small>SO</small> R. A͑<small>QIBA</small>. D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGEN, BEI JEDER</small> S<small>ACHE, BEI DER</small><sup class=\"footnote-marker\">2</sup><i class=\"footnote\">Durch die Benutzung.</i> <small>EINE</small> M<small>INDERUNG ZU ERFOLGEN PFLEGT, BEGEHT MAN EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, ERST WENN MAN SIE GEMINDERT HAT, UND BEI DER KEINE</small> M<small>INDERUNG ZU ERFOLGEN PFLEGT, BEGEHT MAN EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD MAN EINEN</small> N<small>UTZEN HAT</small>.", | |
| "Z<small>UM</small> B<small>EISPIEL: LEGT</small> [<small>EINE</small> F<small>RAU</small>] <small>EINE</small> H<small>ALSKETTE UM DEN</small> H<small>ALS, EINEN</small> R<small>ING AN DIE</small> H<small>AND, ODER TRINKT SIE AUS EINEM GOLDENEN BECHER, SO BEGEHT SIE EINE VERUNTREUUNG, SOBALD SIE EINEN</small> N<small>UTZEN HAT; ZIEHT JEMAND EIN</small> H<small>EMD AN, HÜLLT ER SICH IN EIN</small> O<small>BERGEWAND, SPALTET ER MIT EINER AXT, SO BEGEHT ER EINE VERUNTREUUNG ERST WENN ER ES GEMINDERT HAT</small>.", | |
| "W<small>ER VON EINEM</small> S<small>ÜNDOPFER NIESSBRAUCHT, BEGEHT, WENN ES EIN LEBENDES IST, EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, ERST WENN ER ES MINDERT, UND WENN ES EIN TOTES IST, EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD ER EINEN NUTZEN HAT</small>.", | |
| "GEMARA. Es wird gelehrt: R. A͑qiba pflichtet den Weisen bei, bei einer Sache, bei der eine Minderung zu erfolgen pflegt. – Worin besteht demnach ihr Streit?", | |
| "Raba erwiderte: Über ein Zwischengewand<sup class=\"footnote-marker\">3</sup><i class=\"footnote\">Daß man nicht am bloßen Körper u. auch nicht als Überkleid trägt, das nicht leicht abgenutzt wird.</i> und ein Linnengewand<sup class=\"footnote-marker\">4</sup><i class=\"footnote\">Das etymolog. nicht erklärte W. <span dir=\"rtl\">מלמלא</span>, im T. aber v. <span dir=\"rtl\">מלל</span>, <i>zerreiben, zerdrücken, zerknillen,</i> abgeleitet, bezeichnet ein besonders feines u. kostbares Gewand (cf. Git. Fol. 59a); ein solches wird wegen seiner Kostbarkeit nicht stark gebraucht.</i>.", | |
| "Die Rabbanan lehrten: <sup class=\"footnote-marker\">5</sup><i class=\"footnote\">Lev. 15.</i><i>Eine Person,</i> sowohl ein Gemeiner, als auch der Fürst, als auch der gesalbte Priester.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">5</sup><i class=\"footnote\">Lev. 15.</i><i>Die eine Veruntreuung begeht;</i> unter ‘Veruntreuung’ ist eine Änderung<sup class=\"footnote-marker\">6</sup><i class=\"footnote\">Der Sache, durch Minderung</i> zu verstehen, wie es heißt: <sup class=\"footnote-marker\">7</sup><i class=\"footnote\">Num. 5 12.</i><i>wenn irgend jemandes Weib ausschweift und an ihm eine Untreue begeht;</i> und ferner heißt es: <sup class=\"footnote-marker\">8</sup><i class=\"footnote\">iChr. 5,25.</i><i>und sie begingen Untreue an dem Gott</i>" | |
| ], | |
| [ | |
| "<i>ihrer Väter und buhlten den Baa͑len nach</i><sup class=\"footnote-marker\">9</sup><i class=\"footnote\">In beiden Schriftstellen ist unter ‘Untreue’ eine Handlung zu verstehen, was bei der Nutznießung durch eine Änderung an der Sache erfolgt.</i>.", | |
| "Man könnte glauben, auch wenn man [das Geheiligte] mindert und keinen Nutzen<sup class=\"footnote-marker\">10</sup><i class=\"footnote\">Beispielsweise nutzlos beschädigt.</i>hat oder einen Nutzen hat und es nicht mindert,", | |
| "oder auch in dem Falle, wenn es am Boden haftet, oder auch wenn ein Vertreter seinen Auftrag<sup class=\"footnote-marker\">11</sup><i class=\"footnote\">Wenn er die Veruntreuung am Heiligen im Auftrage eines anderen begangen hat.</i>ausgeführt hat,", | |
| "so heißt es:<sup class=\"footnote-marker\">5</sup><i class=\"footnote\">Lev. 15.</i><i>und sündigt.</i> Bei der Hebe<sup class=\"footnote-marker\">12</sup><i class=\"footnote\">Cf. Lev. 22,9.</i>heißt es ‘sündigen’ und bei der Veruntreuung heißt es ‘sündigen’,", | |
| "wie bei der Hebe, bei der es ‘sündigen’ heißt, Minderung und Nutznießung vorliegen, der Mindernde auch der Nutznießer ist, die geminderte Sache nießbraucht wird, Minderung und Nutznießung gleichzeitig erfolgen, [die Sache] vom Boden getrennt ist, und wenn der Vertreter seinen Auftrag<sup class=\"footnote-marker\">13</sup><i class=\"footnote\">Wenn die Absonderung der Hebe im Auftrage des Eigentümers erfolgt, so ist dies gültig; der Beauftragende u. nicht der Vertreter gilt als ausführende Person.</i>ausführt,", | |
| "ebenso bei der Veruntreuung, bei der es ‘sündigen’ heißt, wenn Minderung und Nutznießung vorliegen, der Mindernde auch der Nutznießer ist, die geminderte Sache nießbraucht wird, Minderung und Nutznießung gleichzeitig erfolgen, [die Sache] vom Boden getrennt ist, und wenn der Vertreter seinen Auftrag ausführt.", | |
| "Ich weiß dies<sup class=\"footnote-marker\">14</sup><i class=\"footnote\">Da es von der Hebe gefolgert wird.</i>von dem Falle, wenn man eine Speise genießt, woher dies von einer Sache, bei der keine Minderung erfolgt, woher dies von dem Falle,", | |
| "wenn er und sein Nächster<sup class=\"footnote-marker\">15</sup><i class=\"footnote\">Jeder ein halbes Quantum.</i>davon essen, er und sein Nächster es nießbrauchen<sup class=\"footnote-marker\">16</sup><i class=\"footnote\">Und nicht essen, beispielsweise sich mit heiligem Öl schmieren.</i>, er es nießbraucht und sein Nächster davon ißt, oder er davon ißt und sein Nächster es nießbraucht, daß sie miteinander vereinigt werden, und sogar nach längerer Zeit<sup class=\"footnote-marker\">17</sup><i class=\"footnote\">Beispielsweise einer morgens u. einer abends.</i>?", | |
| "Es heißt: <i>eine Veruntreuung begeht,</i> auf jede Weise.", | |
| "Aber wie bei der Hebe, bei der es <i>Sünde</i> heißt, zwei Essen<sup class=\"footnote-marker\">18</sup><i class=\"footnote\">Zwei halbe Quantitäten.</i>nicht miteinander vereinigt werden, ebenso sollten bei der Veruntreuung, bei der es <i>Sünde</i> heißt, zwei Essen nicht vereinigt werden, woher dies nun von dem Falle, wenn jemand heute gegessen hat und morgen gegessen hat, und sogar nach längerer Zeit? Es heißt: <i>eine Veruntreuung begeht,</i> auf jede Weise.", | |
| "Aber bei der Hebe, bei der es <i>Sünde</i> heißt, erfolgen ja die Minderung und der Genuß gleichzeitig, woher dies von dem Falle, wenn er davon gegessen hat und sein Nächster davon gegessen hat, und sogar nach drei Jahren? Es heißt: <i>eine Veruntreuung begeht,</i> auf jede Weise.", | |
| "Aber bei der Hebe, bei der es <i>Sünde</i> heißt," | |
| ], | |
| [ | |
| "erfolgt dies ja nur dann, wenn es aus dem Heiligtume in Profanbesitz<sup class=\"footnote-marker\">19</sup><i class=\"footnote\">Wenn ein Gemeiner Hebe ißt, so wird sie profan.</i>kommt,", | |
| "woher dies von dem Falle, wenn es aus dem Heiligtume in das Heiligtum kommt, wenn man beispielsweise für [Geld vom] Heiligen die Taubenpaare für männliche oder weibliche Flußbehaftete<sup class=\"footnote-marker\">20</sup><i class=\"footnote\">Cf. Lev. 15,14,29.</i>oder die Taubenpaare für Wöchnerinnen<sup class=\"footnote-marker\">21</sup><i class=\"footnote\">Cf. ib. 12,8.</i>gekauft,", | |
| "seinen Šeqel<sup class=\"footnote-marker\">22</sup><i class=\"footnote\">Die Tempelsteuer; cf. Seq. II,1.</i>entrichtet oder sein Sündopfer oder sein Schuldopfer gebracht hat, wobei man eine Veruntreuung begeht, wie R. Šimo͑n sagt, sobald man [das Geld] ausgegeben hat, und wie R. Jehuda sagt, wenn man das Blut gesprengt hat? Es heißt: <i>eine Veruntreuung begeht,</i> auf jede Weise.", | |
| "Der Meister sagte: <i>Eine Person,</i> sowohl ein Gemeiner, als auch der Fürst, als auch der gesalbte Priester. Wieso könnte man dies<sup class=\"footnote-marker\">23</sup><i class=\"footnote\">Daß der Fürst u. der Hochpriester nicht einbegriffen sind.</i>glauben, es ist ja selbstverständlich, denn hierbei heißt es ja <i>eine Person</i>!? –", | |
| "Man könnte dies glauben, weil der Allbarmherzige sagt:<sup class=\"footnote-marker\">24</sup><i class=\"footnote\">Ex. 30,33.</i><i>und wer davon auf einen Gemeinen tut,</i> und dieser ist kein Gemeiner, denn er ist ja damit<sup class=\"footnote-marker\">25</sup><i class=\"footnote\">Mit dem Salböl, von dem die betreffende Schriftstelle spricht.</i> gesalbt worden, so lehrt er uns.", | |
| "Der Allbarmherzige hat nämlich [die Veruntreuung] mit der Ehebruchsverdächtigten, mit dem Götzendienste und mit der Hebe<sup class=\"footnote-marker\">26</sup><i class=\"footnote\">Wovon die 3 oben angezogenen Schriftverse sprechen.</i>verglichen. Bei der Ehebruchsverdächtigten gilt [das Gesetz] auch dann, wenn keine Minderung erfolgt<sup class=\"footnote-marker\">27</sup><i class=\"footnote\">Durch den Ehebrecher; weil sie bereits durch ihren Mann defloriert worden war (cf. Sot. Fol. 24b). Die Schrift gebraucht das W. ‘Untreue’, obgleich dabei eine Minderung des Körpers nicht erfolgt ist. (Die Defloration heißt in der Sprache des T. <span dir=\"rtl\">פגם</span>, Minderung.)</i>ist. Desgleichen beim Geheiligten, denn [eine Frau] begeht eine Veruntreuung, wenn sie nur einen Ring an ihre Hand gelegt hat.", | |
| "Ferner vergleicht sie der Allbarmherzige mit dem Götzendienste; wie dabei eine Änderung<sup class=\"footnote-marker\">28</sup><i class=\"footnote\">Indem man sich von Gott abgewendet u. den Götzen zu-gewendet hat.</i>erfolgt, ebenso beim Geheiligten, wenn man [beispielsweise] mit einer Axt gespalten und sie gemindert hat.", | |
| "Und ferner vergleicht sie der Allbarmherzige mit der Hebe, wie es bei der Hebe heißt:<sup class=\"footnote-marker\">29</sup><i class=\"footnote\">Lev. 22,14.</i><i>wenn jemand ißt,</i> nicht aber beschädigt, ebenso ist man beim Geheiligten frei, wenn man Eßbares beschädigt.", | |
| "Z<small>UM</small> B<small>EISPIEL</small>: <small>LEGT</small> [<small>EINE</small> F<small>RAU</small>] <small>EINE</small> H<small>ALSKETTE &C</small>. R. Kahana sprach zu R. Zebid: Erfolgt denn beim Golde<sup class=\"footnote-marker\">2</sup><i class=\"footnote\">Durch die Benutzung.</i> keine Minderung, wo ist denn das Gold der Schwiegertochter Nuns<sup class=\"footnote-marker\">30</sup><i class=\"footnote\">Name eines reichen Mannes; der eingebrachte Schmuck seiner Schwiegertochter wurde später gewogen, u. es ergab sich eine Abnahme.</i>hingekommen!?", | |
| "Dieser erwiderte: Vielleicht ist es das Gold, das deine Schwiegertöchter umherwerfen<sup class=\"footnote-marker\">31</sup><i class=\"footnote\">Nicht richtig verwahren, sodaß einzelne Teile verloren gehen; es wurde zwar weniger, jedoch ist keine Minderung durch Verschleiß erfolgt.</i>. Ferner: zugegeben, daß nicht Nutznießung und Minderung sofort erfolgen, aber erfolgt etwa nicht eine Minderung später<sup class=\"footnote-marker\">32</sup><i class=\"footnote\">Bei dauerndem Gebrauche.</i>!?", | |
| "V<small>ON EINEM</small> S<small>ÜNDOPFER NIESSBRAUCHT &C</small>. Merke, ist es ein fehlerfreies Vieh, so ist es ja der Fall vom goldenen Becher<sup class=\"footnote-marker\">33</sup><i class=\"footnote\">Bei dem es ebenfalls keine Minderung gibt u. eine Veruntreuung nur bei einem Nießbrauche im Werte einer Peruta erfolgt; auch bei einem zur Opferung geeigneten Vieh gibt es keine Minderung, da die Abmagerung kein Fehler ist.</i>!? R. Papa erwiderte: Dies gilt von einem fehlerbehafteten<sup class=\"footnote-marker\">34</sup><i class=\"footnote\">Das auszulösen u. durch die Abmagerung weniger wert ist.</i>." | |
| ], | |
| [ | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">ii</sup><b>W</b><small>ER</small><sup class=\"footnote-marker\">35</sup><i class=\"footnote\">Von einer Sache, bei der es eine Wertminderung gibt.</i><small>EINE HALBE</small> P<small>ERUṬA MISSBRAUCHT UND UM EINE HALBE</small> P<small>ERUṬA</small> [<small>DEN</small> W<small>ERT</small>] <small>GEMINDERT HAT, ODER EINE</small> S<small>ACHE</small><sup class=\"footnote-marker\">36</sup><i class=\"footnote\">Bei der es eine Minderung gibt.</i><small>IM</small> W<small>ERTE EINER</small> P<small>ERUṬA NIESSBRAUCHT</small><sup class=\"footnote-marker\">37</sup><i class=\"footnote\">Aber nicht gemindert.</i><small>UND EINE ANDERE UM EINE</small> P<small>ERUṬA GEMINDERT HAT, BEGEHT EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG NUR DANN, WENN ER VON DERSELBEN</small> S<small>ACHE EINE</small> P<small>ERUṬA NIESSBRAUCHT UND SIE UM EINE</small> P<small>ERUṬA GEMINDERT HAT</small>.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">iii</sup>B<small>EIM</small> G<small>EHEILIGTEN GIBT ES KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG NACH EINER</small> V<small>ERUNTREUUNG</small><sup class=\"footnote-marker\">38</sup><i class=\"footnote\">Ist einmal daran eine Veruntreuung begangen worden, so ist es profan.</i>, <small>NUR BEI EINEM</small> V<small>IEH UND EINEM</small> D<small>IENSTGERÄTE</small>. Z<small>UM</small> B<small>EISPIEL</small>: W<small>ENN EINER AUF EINEM</small> V<small>IEH GERITTEN IST, DANN EIN ANDERER DARAUF GERITTEN IST, UND WIEDER EIN ANDERER DARAUF GERITTEN IST, SO HABEN ALLE EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN; WENN EINER AUS EINEM GOLDENEN</small> B<small>ECHER GETRUNKEN HAT, DANN EIN ANDERER DARAUS GETRUNKEN HAT, UND WIEDER EIN ANDERER DARAUS GETRUNKEN HAT, SO HABEN ALLE EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN; WENN EINER VON EINEM</small> S<small>ÜNDOPFER</small> [W<small>OLLE</small>] <small>GERUPFT HAT, DANN EIN ANDERER GERUPFT HAT, UND WIEDER EIN ANDERER GERUPFT HAT, SO HABEN ALLE EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN</small>. R<small>ABBI SAGT, BEI ALLEM, WOBEI ES KEINE</small> A<small>USLÆSUNG GIBT, GEBE ES EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG NACH EINER</small> V<small>ERUNTREUUNG</small>.", | |
| "GEMARA. Wer ist der Autor unserer Mišna? – Es ist R. Neḥemja, denn es wird gelehrt: Eine Veruntreuung nach einer Veruntreuung gibt es nur bei einem Vieh. R. Neḥemja sagt, bei einem Vieh und bei einem Dienstgeräte. –", | |
| "Was ist der Grund des ersten Autors? – Er ist der Ansicht, dies<sup class=\"footnote-marker\">39</sup><i class=\"footnote\">Das Gesetz von der Veruntreuung.</i>steht ja beim Vieh geschrieben, denn es heißt:<sup class=\"footnote-marker\">40</sup><i class=\"footnote\">Lev. 5,16.</i><i>am Widder des Schuldopfers</i>. –", | |
| "Und R. Neḥemja!? – Er kann dir erwidern: es ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn dadurch anderes Heiligkeit<sup class=\"footnote-marker\">41</sup><i class=\"footnote\">Das Dienstgefäß macht das heilig, was darin hineinkommt.</i>erlangt, wie sollte es nicht selber [heilig] bleiben.", | |
| "R<small>ABBI SAGT, BEI ALLEM, WOBEI ES KEINE</small> A<small>USLÖSUNG GIBT &C</small>. Das sagt ja auch der erste Autor!? Raba erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen beim Holze.", | |
| "Die Rabbanan lehrten nämlich: [Sagte jemand] ‘ich spende Holz’, so gebe er nicht weniger als zwei Scheite. Rabbi sagt, die Holz[spende] gelte als Opfer und benötige des Salzes und des Schwingens<sup class=\"footnote-marker\">42</sup><i class=\"footnote\">Wie das Schlachtopfer, wobei es keine Minderung gibt, somit begeht man dabei eine Veruntreuung nach einer Veruntreuung.</i>.", | |
| "Raba sagte: Nach der Ansicht Rabbis benötigt das Holz auch des Holzes. R.Papa sagte: Nach der Ansicht Rabbis benötigt das Holz des Abhebens des Haufens<sup class=\"footnote-marker\">43</sup><i class=\"footnote\">Wie beim Speisopfer; eine Handvoll ist abzuheben u. auf dem Altar zu verbrennen.</i>.", | |
| "R. Papa erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen in dem Falle, wenn fehlerfreie Opfertiere fehlerbehaftet geworden sind, und man [das Verbot] übertreten und sie geschlachtet hat.", | |
| "Es wird nämlich gelehrt: Wenn fehlerfreie Opfertiere fehlerbehaftet geworden sind und man [das Verbot] übertreten und sie geschlachtet hat, so sind sie, wie Rabbi sagt, zu begraben,", | |
| "und wie die Weisen sagen, auszulösen<sup class=\"footnote-marker\">44</sup><i class=\"footnote\">Und da sie auszulösen sind, so gibt es bei ihnen eine Veruntreuung nach einer Veruntreuung.</i>.", | |
| "<sup>iv</sup><b>H</b><small>AT JEMAND EINEN</small> S<small>TEIN ODER EINEN</small> B<small>ALKEN DES</small> H<small>EILIGTUMS GENOMFOL</small>. <small>MEN SO HAT ER KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN; \n</small>" | |
| ], | |
| [ | |
| "GIBT ER IHN EINEM ANDEREN, SO BEGEHT ER EINE V<small>ERUNTREUUNG, DER ANDERE ABER BEGEHT KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG; BAUT ER IHN IN SEIN</small> H<small>AUS EIN, SO BEGEHT ER EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, ERST WENN ER DARUNTER IM</small> W<small>ERTE EINER</small> P<small>ERUṬA GEWOHNT HAT</small>.", | |
| "H<small>AT JEMAND EINE</small> P<small>ERUṬA DES</small> H<small>EILIGTUMS GENOMMEN, SO HAT ER KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN; GIBT ER SIE EINEM ANDEREN, SO BEGEHT ER EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, DER ANDERE ABER BEGEHT KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG; GIBT ER SIE EINEM</small> B<small>ADEMEISTER, SO BEGEHT ER EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG, AUCH WENN ER NICHT BADET, DENN DIESER SAGTE ZU IHM; DAS</small> B<small>ADEHAUS STEHT DIR OFFEN, GEH HINEIN</small><sup class=\"footnote-marker\">45</sup><i class=\"footnote\">Der Nutzen besteht darin, daß das Badehaus ihm freisteht,</i><small>UND BADE</small>.", | |
| "<sup>v</sup>S<small>EIN</small> E<small>SSEN UND DAS</small> E<small>SSEN SEINES</small> N<small>ÄCHSTEN, SEINE</small> N<small>UTZNIESSUNG UND DIE</small> N<small>UTZNIESSUNG SEINES</small> N<small>ÄCHSTEN, SEIN</small> E<small>SSEN UND DIE</small> N<small>UTZNIESSUNG SEINES</small> N<small>ÄCHSTEN, SEINE</small> N<small>UTZNIESSUNG UND DAS</small> E<small>SSEN SEINES</small> N<small>ÄCHSTEN WERDEN MITEINANDER VEREINIGT, SELBST NACH LANGER</small> Z<small>EIT</small>.", | |
| "GEMARA. Welchen Unterschied gibt es zwischen ihm und seinem Nächsten? Šemuél erwiderte: Hier wird von einem Schatzmeister gesprochen, dem sie anvertraut sind<sup class=\"footnote-marker\">46</sup><i class=\"footnote\">Auch bei ihm sind sie noch im Besitze des Heiligtums.</i>.", | |
| "B<small>AUT ER IHN IN SEIN</small> H<small>AUS EIN, SO IST ER SCHULDIG &C</small>. Warum denn, erst wenn er darin gewohnt hat, sobald er daran eine Veränderung vorgenommen hat, hat er ja eine Veruntreuung begangen!? Rabh erwiderte: Wenn er auf ihn eine Luke gelegt<sup class=\"footnote-marker\">47</sup><i class=\"footnote\">Ohne daran irgend welche Änderung vorgenommen zu haben.</i>hat. –", | |
| "Er begeht also eine Veruntreuung, wenn er ihn eingebaut<sup class=\"footnote-marker\">48</sup><i class=\"footnote\">Obgleich er nunmehr am Boden haftet.</i> hat, somit ist dies eine Stütze für Rabh, denn Rabh sagte, wenn jemand ein Haus angebetet hat, habe er es verboten gemacht<sup class=\"footnote-marker\">49</sup><i class=\"footnote\">Obgleich götzendienstlich verehrte Berge u. Hügel nicht verboten sind (cf. Az. Fol. 45a); demnach gilt ein Haus, weil die Bestandteile vorher vom Boden getrennt waren, nicht als am Boden haftend.</i>. –", | |
| "R. Aḥa, Sohn des R. Iqa, erwiderte: Die den Augen sichtbare Nutznießung hat die Tora verboten<sup class=\"footnote-marker\">50</sup><i class=\"footnote\">Dem götzendienstlich verehrten Hause ist dies nicht anzusehen, dagegen aber ist es zu sehen, wenn jemand in einem Hause wohnt.</i>. –", | |
| "Ihm wäre eine Stütze zu erbringen: Wer in einem Hause des Heiligtums wohnt, begeht eine Veruntreuung, sobald er davon einen Nutzen hat. Reš Laqiš erwiderte: Dies in dem Falle, wenn man es geheiligt und nachher gebaut hat<sup class=\"footnote-marker\">51</sup><i class=\"footnote\">War das Material vor dem Bauen des Hauses heilig, so haftete es bei der Heiligung nicht am Boden.</i>. –", | |
| "Wozu lehrt er demnach, wenn man keine Veruntreuung begeht, falls man es zuerst gebaut und nachher geheiligt hat, daß er keine Veruntreuung begehe, wenn er in einem Höhlenraume wohnt, er sollte doch lehren: wer aber in einem (Stein)hause wohnt, das man zuerst gebaut und nachher geheiligt hat, habe keine Veruntreuung begangen!? –", | |
| "Ich will dir sagen: jenes ist ausgemacht, dies ist nicht ausgemacht<sup class=\"footnote-marker\">52</sup><i class=\"footnote\">Bei einem Höhlenraume begeht man niemals eine Veruntreuung, bei einem Hause aber ist zu unterscheiden. ob es vor od. nach der Erbauung geheiligt worden ist.</i>.", | |
| "", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">i,1</sup><b>H</b><small>AT DER</small> B<small>EAUFTRAGTE SEINEM</small> A<small>UFTRAGE</small><sup class=\"footnote-marker\">1</sup><i class=\"footnote\">Heiliges für profane Zwecke zu verwenden; selbstverständlich ohne es zu wissen.</i> <small>GEMÄSS GEHANDELT, SO HAT DER</small> H<small>AUSHERR</small><sup class=\"footnote-marker\">2</sup><i class=\"footnote\">Der Beauftragende.</i> <small>DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN; HAT DER</small> B<small>EAUFTRAGTE NICHT SEINEM</small> A<small>UFTRAGE GEMÄSS GEHANDELT, SO HAT DER</small> B<small>EAUFTRAGTE DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN</small>.", | |
| "Z<small>UM</small> B<small>EISPIEL</small>: W<small>ENN ER ZU IHM GESAGT HAT, DASS ER DEN</small> G<small>ÄSTEN FLEISCH VORSETZE, UND ER IHNEN</small> L<small>EBER VORGESETZT HAT, DASS ER IHNEN</small> L<small>EBER</small> [<small>VORSETZE</small>], <small>UND ER IHNEN</small> F<small>LEISCH VORGESETZT HAT, SO HAT DER</small> B<small>EAUFTRAGTE DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN</small>. W<small>ENN ER ZU IHM GESAGT HAT, DASS ER IHNEN JE EIN</small> S<small>TÜCK VORSETZE, DIESER ABER ZU IHNEN GESAGT HAT, DASS SIE JE ZWEI NEHMEN SOLLEN, UND SIE JE DREI GENOMMEN HABEN, SO HABEN SIE ALLE DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN</small>." | |
| ], | |
| [ | |
| "GEMARA. Wer ist der Autor, welcher lehrt, daß bei allem, wobei der Vertreter sich überlegen<sup class=\"footnote-marker\">3</sup><i class=\"footnote\">Wenn er den Auftrag nicht genau ausführen kann u. sich überlegen od. anfragen muß, ob er ihn auf andere Weise ausführen solle.</i> muß, es zwei Handlungen<sup class=\"footnote-marker\">4</sup><i class=\"footnote\">Da in dem einen Falle der Beauftragende u. im anderen Falle der Beauftragte die Veruntreuung begeht.</i> sind?", | |
| "R. Ḥisda erwiderte: Es ist nicht R. A͑qiba, denn wir haben gelernt: Wer sich Kräuter abgelobt, dem sind Kürbisse erlaubt, nach R. A͑qiba aber verboten<sup class=\"footnote-marker\">5</sup><i class=\"footnote\">Die Ansicht des 1. Autors wird Ned. Fol. 54a wie folgt begründet: wer Kraut zu kaufen beauftragt ist u. nur Kürbisse findet, kauft diese nicht ohne zu fragen.</i>.", | |
| "Abajje erwiderte: Du kannst auch sagen, es sei R. A͑qiba, denn er sollte anfragen<sup class=\"footnote-marker\">6</sup><i class=\"footnote\">Im Falle unserer Mišna, ob er den Gästen Leber vorsetzen solle; er handelte also selbständig.</i>. Als die Jünger dies Raba vortrugen, sprach er zu ihnen: Naḥmani<sup class=\"footnote-marker\">7</sup><i class=\"footnote\">Rufname A.s.</i> hat recht. –", | |
| "Wer ist der Autor, der gegen R. A͑qiba streitet? – Es ist R. Šimo͑n b. Gamliél, denn es wird gelehrt: Wer sich Fleisch abgelobt, dem ist jede Fleischart verboten, auch sind ihm Kopf, Füße, Schlund, Leber, Herz und Geflügelfleisch verboten; erlaubt ist ihm nur das Fleisch von Fischen und Heuschrecken. R. Šimo͑n b. Gamliél erlaubt ihm Kopf, Füße, Schlund und Leber, Geflügel; Fische und Heuschrecken.", | |
| "Ebenso sagte R. Šimo͑n b. Gamliél, das Eingeweide sei kein Fleisch, und wer dieses ißt, sei kein Mensch. –", | |
| "Nach dem ersten Autor ist ihm Geflügelfleisch deshalb [verboten], weil man<sup class=\"footnote-marker\">8</sup><i class=\"footnote\">Wer Fleisch kaufen will.</i>zu sagen pflegt: ich habe kein (Vieh)fleisch gefunden und Geflügelfleisch<sup class=\"footnote-marker\">9</sup><i class=\"footnote\">Es ist ein Ersatz für Fleisch.</i> geholt, und ebenso pflegt man ja zu sagen: ich habe kein (Vieh)fleisch gefunden und Fische geholt!?", | |
| "R. Papa erwiderte: Dies gilt von einem Aderlaßtage, an dem man keine Fische ißt. –", | |
| "An einem solchen ißt man ja auch kein Geflügel, denn Šemuél sagte, wer sich zur Ader gelassen hat und Fleisch von einem Vogel ißt, dem fliegt das Herz fort, wie ein Vogel!? Ferner wird gelehrt, man lasse sich nicht zur Ader nach [dem Genusse von] Fischen, Geflügel und gesalzenem Fleische!?", | |
| "Vielmehr, erwiderte R.Papa, dies gilt von einem Tage, an dem einem die Augen schmerzen, an dem man keine Fische ißt.", | |
| "W<small>ENN ER ZU IHM GESAGT HAT, DASS ER IHNEN JE EIN</small> S<small>TÜCK VORSETZE &C</small>. Hieraus ist zu entnehmen, daß, wer über seinen Auftrag hinaus handelt, noch als Beauftragter gilt?", | |
| "R. Šešeth erwiderte: Wenn der Beauftragte gesagt hat: nimm ein Stück auf Wunsch [des Hausherrn] und ein Stück von mir aus." | |
| ], | |
| [ | |
| "Man könnte glauben, er habe den Auftrag des Hausherrn unterlassen, und dieser habe keine Veruntreuung begangen, so lehrt er uns.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">i,2</sup><b>W</b><small>ENN ER ZU IHM</small><sup class=\"footnote-marker\">10</sup><i class=\"footnote\">Der Hausherr zum Beauftragten.</i><small>GESAGT HAT, DASS ER ES</small><sup class=\"footnote-marker\">11</sup><i class=\"footnote\">Geld des Heiligtums.</i><small>HIM AUS DER</small> F<small>ENSTERNISCHE ODER AUS DER</small> T<small>ASCHE HOLE, UND ER ES IHM GEHOLT HAT, SO HAT DER</small> H<small>AUSHERR DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN, SELBST WENN ER SAGT, ER HABE DIESEN GEMEINT, UND ER ES IHM AUS JENER GEHOLT HAT; WENN ER ABER ZU IHM GESAGT HAT, DASS ER ES IHM AUS DER</small> F<small>ENSTERNISCHE HOLE, UND DIESER ES IHM AUS DER</small> T<small>ASCHE GEHOLT HAT, ODER AUS DER</small> T<small>ASCHE, UND DIESER ES AUS DER</small> F<small>ENSTERNISCHE GEHOLT HAT, SO HAT DER</small> B<small>EAUFTRAGTE DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN</small>.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">ii</sup>H<small>AT ER ES</small><sup class=\"footnote-marker\">12</sup><i class=\"footnote\">Geld des Heiligtums zu einem Kramer. dafür etwas zu kaufen.</i><small>DURCH EINEN</small> T<small>AUBEN</small>, B<small>LÖDEN ODER</small> M<small>INDERJÄHRIGEN GESCHICKT, SO HAT, WENN SIE SEINEN</small> A<small>UFTRAG AUSGEFÜHRT HABEN, DER</small> H<small>AUSHERR DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN, WENN SIE ABER DEN</small> A<small>UFTRAG NICHT AUSGEFÜHRT HABEN, DER</small> K<small>RÄMER DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN</small>.", | |
| "W<small>ENN ER DURCH EINEN</small> V<small>OLLSINNIGEN GESCHICKT, UND BEVOR DIESER ZUM KRÄMER KAM, SICH ERINNERT</small><sup class=\"footnote-marker\">13</sup><i class=\"footnote\">Daß es dem Heiligtume gehört.</i><small>HAT, SO BEGEHT DER</small> K<small>RÄMER DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG, SOBALD ER ES AUSGIBT</small>.", | |
| "W<small>AS MACHE ER</small><sup class=\"footnote-marker\">14</sup><i class=\"footnote\">Der Hausherr, um die Veruntreuung durch den Krämer zu verhüten. Nach anderer Erklärung, der Krämer, wenn das Geld bereits unter anderes gekommen ist.</i><small>NUN</small>? E<small>R NEHME EINE</small> P<small>ERUṬA ODER EIN</small> G<small>ERÄT UND SPRECHE: WO AUCH DIE</small> P<small>ERUṬA DES</small> H<small>EILIGTUMS SICH BEFINDET, SEI SIE DURCH DIESES AUSGEWEIHT</small>. H<small>EILIGES KANN NÄMLICH DURCH</small> G<small>ELD UND</small> G<small>ELDESWERT AUSGELÖST WERDEN</small>.", | |
| "GEMARA. Was lehrt er uns damit? – Im Herzen Gedachtes gilt nicht.", | |
| "H<small>AT ER ES DURCH EINEN</small> T<small>AUBEN</small>, B<small>LÖDEN ODER</small> M<small>INDERJÄHRIGEN GESCHICKT, SO HAT, WENN SIE AUSGEFÜHRT HABEN &C</small>. Sie sind ja nicht auftragsfähig!?", | |
| "R. Elea͑zar erwiderte: Bei diesen ist es ebenso, wie beim Olivenbottich.", | |
| "Wir haben nämlich gelernt: Von wann an sind Oliven für die Unreinheit empfänglich<sup class=\"footnote-marker\">15</sup><i class=\"footnote\">Dies erfolgt durch Befeuchtung; cf. Lev. 11,34ff.</i>? Sobald sie im Olivenbottich schwitzen, nicht aber, wenn sie im Korbe<sup class=\"footnote-marker\">16</sup><i class=\"footnote\">In dem die ausgeschwitzte Flüssigkeit verloren geht, was dem Eigentümer nicht erwünscht ist. Die Befeuchtung macht nur dann verunreinigungsfähig, wenn sie erwünscht ist (cf. Bm. Fol. 22b), u. hierbei erfolgt dies durch den Bottich.</i>schwitzen.", | |
| "R. Joḥanan erwiderte: Wie wir gelernt haben: Wenn man den E͑rub einem Affen auf den Rücken gelegt und er ihn hingebracht hat, oder einem Elefanten auf den Rücken gelegt und er ihn hingebracht hat, und jemand beauftragt hat, ihn in Empfang zu nehmen, so ist er gültig. Weil nämlich sein Auftrag ausgeführt worden ist, ebenso ist auch hierbei sein Auftrag ausgeführt worden.", | |
| "W<small>ENN ER DURCH EINEN</small> V<small>OLLSINNIGEN GESCHICKT &C</small>. Obgleich der Beauftragte sich nicht erinnert hat; ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Hat der Hausherr sich erinnert und nicht der Beauftragte, so hat der Beauftragte die Veruntreuung begangen; haben beide sich erinnert, so hat der Krämer die Veruntreuung begangen!?", | |
| "R. Šešeth erwiderte: Auch unsere Mišna spricht von dem Falle, wenn beide sich erinnert haben.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">iii</sup><b>W</b><small>ENN ER IHM</small><sup class=\"footnote-marker\">17</sup><i class=\"footnote\">Der Hausherr dem Beauftragten.</i><small>EINE PERUṬA</small><sup class=\"footnote-marker\">11</sup><i class=\"footnote\">Geld des Heiligtums.</i><small>GEGEBEN UND ZU IHM GESAGT HAT, DASS ER FÜR DIE</small> H<small>ÄLFTE</small> L<small>AMPEN UND FÜR DIE</small> H<small>ÄLFTE</small> D<small>OCHTE HOLE, UND DIESER HINGEGANGEN IST UND FÜR DIE GANZE</small> D<small>OCHTE ODER FÜR DIE GANZE</small> L<small>AMPEN GEHOLT HAT, ODER ER ZU IHM GESAGT HAT, DASS ER FÜR DIE GANZE</small> L<small>AMPEN ODER FÜR DIE GANZE</small> D<small>OCHTE HOLE, UND ER HINGEGANGEN IST UND FÜR DIE</small> H<small>ÄLFTE</small> L<small>AMPEN UND FÜR DIE</small> H<small>ÄLFTE</small> D<small>OCHTE GEHOLT HAT, SO HABEN BEIDE KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small><sup class=\"footnote-marker\">18</sup><i class=\"footnote\">Der Hausherr nicht, weil sein Auftrag nicht ausgeführt worden ist, u. der Beauftragte ebenfalls nicht, weil auf seine Veruntreuung nur eine halbe Peruta entfällt.</i><small>BEGANGEN</small>.", | |
| "H<small>AT ER ABER ZU IHM GESAGT, DASS ER IHM FÜR DIE</small> H<small>ÄLFTE</small> L<small>AMPEN AUS DIESER</small> S<small>TELLE UND FÜR DIE</small> H<small>ÄLFTE</small> D<small>OCHTE AUS JENER</small> S<small>TELLE HOLE, UND DIESER HINGEGANGEN IST UND IHM</small> L<small>AMPEN AUS DER FÜR</small> D<small>OCHTE</small> [<small>GENANNTEN</small>] S<small>TELLE UND</small> D<small>OCHTE AUS DER FÜR</small> L<small>AMPEN</small> [<small>GENANNTEN</small>] S<small>TELLE GEHOLT HAT, SO HAT DER</small> B<small>EAUFTRAGTE DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG</small><sup class=\"footnote-marker\">19</sup><i class=\"footnote\">Er hat gegen den Auftrag gehandelt u. eigenmächtig die ganze Peruta veruntreut.</i><small>BEGANGEN</small>.", | |
| "<sup>iv</sup>W<small>ENN ER IHM ZWEI</small> P<small>ERUṬAS GEGEBEN UND ZU IHM GESAGT HAT, DASS ER GEHE UND IHM EINEN</small> E<small>TROG HOLE, UND DIESER HINGEGANGEN IST UND IHM FÜR EINE EINEN</small> E<small>TROG UND FÜR EINE EINEN</small> G<small>RANATAPFEL GEHOLT HAT, SO HABEN BEIDE DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN</small>. R. J<small>EHUDA SAGT, DER</small> H<small>AUSHERR HABE KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN, DENN ER KANN ZU IHM SAGEN: ICH WOLLTE EINEN GROSSEN</small> E<small>TROG HABEN, DU ABER HAST MIR EINEN KLEINEN ODER SCHLECHTEN GEHOLT</small>.", | |
| "W<small>ENN ER IHM EINEN</small> G<small>OLDDENAR GEGEBEN UND ZU IHM GESAGT HAT, DASS ER GEHE</small> <small>UND IHM EIN</small> H<small>EMD HOLE,\n</small>" | |
| ], | |
| [ | |
| "UND DIESER HINGEGANGEN IST UND IHM FÜR DREI<sup class=\"footnote-marker\">20</sup><i class=\"footnote\">Wohl Sela͑, von denen 6 auf einen Golddenar gehen.</i> <small>EIN</small> H<small>EMD UND FÜR DREI EIN</small> O<small>BERKLEID GEHOLT HAT, SO HABEN BEIDE DIE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN</small>; R. J<small>EHUDA SAGT, DER</small> H<small>AUSHERR HABE KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN, DENN ER KANN ZU IHM SAGEN: ICH WOLLTE EIN GROSSES</small> H<small>EMD HABEN, DU ABER HAST MIR EIN KLEINES ODER SCHLECHTES GEHOLT</small>.", | |
| "GEMARA. Hieraus wäre also zu entnehmen, daß, wenn jemand zu seinem Vertreter gesagt hat, daß er gehe und für ihn eine Korfläche<sup class=\"footnote-marker\">21</sup><i class=\"footnote\">Getreidemaß; 1 K. = 2 L.</i> Boden kaufe, und er für ihn ein Lethekh<sup class=\"footnote-marker\">21</sup><i class=\"footnote\">Getreidemaß; 1 K. = 2 L.</i>gekauft hat, der Käufer es eigne? –", | |
| "Ich will dir sagen, hier wird von dem Falle gesprochen, wenn er ihm eines im Werte von sechs für drei geholt<sup class=\"footnote-marker\">22</sup><i class=\"footnote\">Er hat den Auftrag des Hausherrn ausgeführt, u. dieser begeht daher die Veruntreuung.</i>hat. –", | |
| "Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: R. Jehuda sagt, der Hausherr habe keine Veruntreuung begangen, denn er kann zu ihm sagen: ich wollte ein großes Hemd haben, du aber hast mir ein kleines oder schlechtes geholt!? –", | |
| "Er kann ihm erwidern: hättest du den ganzen Denar gezahlt, so würdest du mir eines für zwei Denar geholt haben.", | |
| "Dies ist auch einleuchtend, denn er lehrt: R. Jehuda pflichtet bei, daß bei Hülsenfrüchten<sup class=\"footnote-marker\">23</sup><i class=\"footnote\">Wenn der Beauftragte für den erhaltenen Betrag das gewünschte Quantum geholt hat.</i>beide die Veruntreuung begangen haben, denn [man kauft] Hülsenfrüchte für eine Peruta und Hülsenfrüchte für einen Denar<sup class=\"footnote-marker\">24</sup><i class=\"footnote\">Der Preis ist der gleiche bei einem kleinen Quantum u. bei einem großen Quantum: der Hausherr hat daher ebenfalls die Veruntreuung begangen, weil er nicht sagen kann, er würde sonst preiswerter erhalten haben. Demnach ist der Grund RJ.s in unserer Mišna, weil er für den ganzen Betrag billiger gekauft haben würde.</i>. –", | |
| "In welchem Falle: ist es ein Ort, wo man nach Augenmaß verkauft, so kauft man ja auch Hülsenfrüchte, wenn man einen ganzen Sela͑ zahlt, vorteilhafter!? R. Papa erwiderte: In einem Orte, wo man nach Mesten verkauft, eine Meste um eine Peruṭa, wobei der Preis der gleiche bleibt.", | |
| "<sup class=\"footnote-marker\">v</sup><b>W</b><small>ENN JEMAND EINEM</small> G<small>ELDWECHSLER</small> G<small>ELD</small><sup class=\"footnote-marker\">11</sup><i class=\"footnote\">Geld des Heiligtums.</i><small>IN</small> V<small>ERWAHRUNG GEGEBEN HAT, SO DARF DIESER ES, WENN EINGEBUNDEN, NICHT BENUTZEN, DAHER HAT ER, WENN ER ES AUSGEGEBEN HAT, EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN, UND IST ES LOSE, SO DARF ER ES BENUTZEN, DAHER HAT ER, WENN ER ES AUSGEGEBEN HAT, KEINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN; WENN ABER EINEM</small> P<small>RIVATMANN, SO DARF ER ES, OB SO ODER SO, NICHT BENUTZEN, DAHER HAT ER, WENN ER ES AUSGEGEBEN HAT, EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN</small>. E<small>IN KRÄMER GLEICHT EINEM</small> P<small>RIVATMANNE</small> - <small>SO</small> R. M<small>EÍR</small>;. J<small>EHUDA SAGT, EINEM</small> G<small>ELDWECHSLER</small>.", | |
| "<sup>vi</sup>W<small>ENN EINEM EINE</small> P<small>ERUṬA DES</small> H<small>EILIGTUMS IN DEN</small> B<small>EUTEL GEKOMMEN IST, ODER WENN ER GESAGT HAT: EINE</small> P<small>ERUṬA IN DIESEM</small> B<small>EUTEL SEI HEILIG, SO HAT ER, SOBALD ER DIE ERSTE AUSGEGEBEN HAT, EINE</small> V<small>ERUNTREUUNG BEGANGEN – SO</small> R. A͑<small>QIBA; DIE</small> W<small>EISEN SAGEN, ERST WENN ER DEN GANZEN</small> B<small>EUTEL AUSGEGEBEN HAT</small>.", | |
| "J<small>EDOCH PFLICHTET</small> R. A͑<small>QIBA DEN</small> W<small>EISEN BEI, DASS, WENN ER GESAGT HAT: EINE</small> P<small>ERUṬA AUS DIESEM</small> B<small>EUTEL SEI HEILIG, ER [DAS</small> G<small>ELD</small>] <small>NACH UND NACH AUSGEBEN DÜRFE, BIS ER DEN GANZEN</small> B<small>EUTEL AUSGEGEBEN HAT</small><sup class=\"footnote-marker\">25</sup><i class=\"footnote\">Erst dann hat er eine Veruntreuung begangen.</i>.", | |
| "GEMARA. Als R. Dimi kam, erzählte er: Reš Laqiš wies R. Joḥanan auf folgenden Widerspruch hin: welchen Unterschied gibt es denn zwischen dem Anfangsatze und dem Schlußsatze<sup class=\"footnote-marker\">26</sup><i class=\"footnote\">Wenn er aus diesem Beutel’ gesagt hat, worüber RA. nicht streitet.</i>?", | |
| "Und dieser erwiderte ihm: Der Schlußsatz [ist zu verstehen:] dieser Beutel soll vom Heiligtume nicht entbunden<sup class=\"footnote-marker\">27</sup><i class=\"footnote\">Dh. wieviel auch ausgegeben wird, die letzte P. bleibe immer heilig.</i>sein.", | |
| "Als Rabin kam, erzählte er, er habe auf einen Widerspruch zwischen [den Lehren] vom Beutel und von den Rindern hingewiesen. Wir haben nämlich gelernt: Wenn jemand gesagt hat, eines von meinen Rindern sei heilig, und er zwei hat, so ist das größere von ihnen heilig<sup class=\"footnote-marker\">28</sup><i class=\"footnote\">Sind sie aber gleich groß, so ist der erste, der ihm zur Hand kommt, heilig u. nicht der letzte.</i>. Und dieser erwiderte: Der Schlußsatz [ist zu verstehen:] dieser Beutel soll vom Heiligtume nicht entbunden sein." | |
| ], | |
| [ | |
| "R. Papa sagte: Er habe auf einen Widerspruch zwischen [den Lehren] vom Beutel und den Logen hingewiesen. Es wird nämlich gelehrt: Wenn jemand von Samaritanern<sup class=\"footnote-marker\">29</sup><i class=\"footnote\">Die verdächtig sind, die priesterl. Abgaben nicht zu entrichten.</i> Wein gekauft hat,", | |
| "so spreche er: zwei Log, die ich später absondern werde, sollen Hebe, zehn erster Zehnt und neun zweiter Zehnt sein; diesen<sup class=\"footnote-marker\">30</sup><i class=\"footnote\">Den 2. Zehnten, der auszuweihen ist.</i> lasse er durch Geld ausgeweiht sein, und er darf sofort trinken – so R. Meir;", | |
| "R. Jehuda, R.Jose und R.Šimo͑n verbieten<sup class=\"footnote-marker\">31</sup><i class=\"footnote\">Es gibt keine fiktive Sonderung, u. jeder Becher, den man trinkt, kann Hebe sein.</i>es. Und dieser erwiderte ihm: Der Schlußsatz unserer Mišna [ist zu verstehen:] dieser Beutel soll vom Heiligtume nicht entbunden sein." | |
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