{ "language": "en", "title": "Eruvin", "versionSource": "https://www.nli.org.il/he/books/NNL_ALEPH001042448/NLI", "versionTitle": "Talmud Bavli. German trans. by Lazarus Goldschmidt, 1929 [de]", "shortVersionTitle": "Lazarus Goldschmidt, 1929", "actualLanguage": "de", "languageFamilyName": "german", "isBaseText": false, "isSource": false, "direction": "ltr", "heTitle": "עירובין", "categories": [ "Talmud", "Bavli", "Seder Moed" ], "text": [ [], [], [ "i EIN DURCHGANG1In einem an 3 Seiten umzäunten oder von Häusern umgebenen Raume darf am Šabbath nicht umhergetragen werden (cf. Sab. Fol. 6a), es sei denn, daß auch an der 4. Seite eine Art Torwand errichtet wird, wozu schon ein einziger Pfosten od. ein von Wand zu Wand reichender Querbalken ausreicht. Unter ‘Durchgang’ in unserem Traktate ist eine solche Torwand zu verstehen, zuweilen auch der von Privathäusern umgebene Raum, eine Art Sackgasse, die an einer Seite in die öffentliche Straße mündet; in vorliegender Übersetzung mit ‘Durchgangsgasse’ wiedergegeben., DER MEHR ALS ZWANZIG ELLEN HOCH IST, MUSS VERRINGERT WERDEN; R.JEHUDA SAGT, DIES SEI NICHT NÖTIG. \n", "DER MEHR ALS ZEHN ELLEN BREIT IST, MUSS VERRINGERT WERDEN; HAT ER ABER DIE FORM EINES TÜRRAHMENS, SO IST DIES NICHT NÖTIG, AUCH WENN ER MEHR ALS ZEHN ELLEN BREIT IST.", "GEMARA. Dort haben wir gelernt: Eine Festhütte, die mehr als zwanzig Ellen hoch ist, ist unbrauchbar; nach R.Jehuda aber brauchbar. Weshalb lehrt er von der Festhütte, sie sei unbrauchbar, während er beim Durchgang ein Mittel lehrt!? –", "Die Festhütte ist [ein Gebot] der Tora, daher lehrt er, sie sei unbrauchbar, beim Durchgang aber ist es nur eine rabbanitische2Nach der Tora ist das Tragen am Šabbath nur auf einem richtigen öffentlichen Gebiete verboten. Anordnung, daher gibt er ein Mittel an.", "Wenn du aber willst, sage ich: Auch bei [Geboten] der Tora lehrt er sonst ein Mittel; jedoch lehrt er bei der Festhütte, sie sei unbrauchbar, weil deren [Unbrauchbarkeitsfalle3In der angezogenen Mišna werden viele Fälle aufgeführt, die die Festhütte unbrauchbar machen.] viel sind, beim Durchgang dagegen, bei dem sie nicht viel sind, gibt er ein Mittel an.", "R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Die Weisen entnehmen [ihre Ansicht] von der Pforte des Tempels, während R.Jehuda [seine] von der Pforte der Tempelhalle entnimmt.", "Wir haben nämlich gelernt: Die Tür des Tempels hatte eine Höhe von zwanzig Ellen und eine Breite von zehn Ellen; die der Tempelhalle hatte eine Höhe von vierzig Ellen und eine Breite von zwanzig Ellen.", "Beide folgern aus ein und demselben Schriftverse:4Lev. 3,2. Er schlachte es an der Tür der Stiftshütte; die Rabbanan sind der Ansicht, die Heiligkeit des Tempels sei eine andere als die der Tempelhalle, und wenn hier von der Tür die Rede ist, sei damit die Tür des Tempels5Eine größere Tür führt nicht diese Bezeichnung. gemeint;", "und R.Jehuda ist der Ansicht, die Heiligkeit des Tempels und der Tempelhalle sei die gleiche, und wenn hier von der Tür der Stiftshütte die Rede ist, beziehe sich dies auf beide.", "Wenn du aber willst, sage ich, auch nach R.Jehuda gleiche die Heiligkeit der Tempelhalle nicht der des Tempels, und hierbei ist der Grund R.Jehudas, weil es heißt: an der Tür der Halle des Tempels6Ein solcher Vers ist in der Schrift nicht bekannt; nach den Tosaphisten liegt hier eine Verschmelzung von Ez. 40,48 u. ib. 47,1 vor..–", "Und die Rabbanan!? – Hieße es: an der Tür der Halle, so würdest du Recht haben, es heißt aber: an der Tür der Halle des Tempels, somit ist die Tür des Tempels zu verstehen, die nach der Tempelhalle geöffnet ist.–", "Jener Schriftvers spricht ja aber von der Stiftshütte!? –", "Wir finden, daß die Stiftshütte auch Tempel und der Tempel auch Stiftshütte genannt wird. Wieso sagte, wolltest du nicht so erklären, R.Jehuda im Namen Šemuéls, Heilsopfer, die man vor dem Öffnen der Tempeltüren geschlachtet hat, seien unbrauchbar, denn es heißt: er schlachte es an der Tür[öffnung] der Stiftshütte, nur wenn sie geöffnet, nicht aber wenn sie geschlossen ist, die Schrift spricht ja von der Stiftshütte!? Vielmehr, weil wir finden, daß der Tempel auch Stiftshütte und die Stiftshütte auch Tempel genannt wird. –", "Allerdings finden wir, daß der Tempel auch Stiftshütte genannt wird, denn es heißt: 7Lev. 26,11.ich werde meine Wohnhütte unter euch aufschlagen, woher aber, daß die Stiftshütte auch Tempel genannt wird? Wollte man sagen, weil es heißt: 8Num. 10,21.sodann brachen die Qehathiten auf, die Träger des Heiligtums9Heiligtum, Benennung des Tempels.," ], [ "so ist ja damit die Bundeslade gemeint!? – Vielmehr, aus folgendem : 10Ex. 25,8.sie sollen mir ein Heiligtum errichten, daß ich in ihrer Mitte wohne11Im Texte das Verbum, aus dem das Wort Stiftshütte gebildet ist.. –", "Sollten sowohl die Rabbanan als auch R.Jehuda es12Die zulässige Breite der Türöffnung.von der Tür des Vorhof tores entnehmen, denn es heißt :13Ex. 27,18.die Länge des Vorhofes soll hundert Ellen betragen, die Breite fünfzig Ellen und die Höhe fünf Ellen, ferner :14Ib.V. 14.fünfzehn Ellen Umhänge auf der einen Seite, ferner :15Ib. 38,15.und ebenso für die andere Seite, zu beiden Seiten des Vorhofes fünfzehn Ellen Umhänge; wie nun da die Türöffnung [eine Höhe von] fünf und eine Breite von zwanzig Ellen16Die 50 E.n langen Wände hatten an beiden Seiten je 15 E.n Umhänge, mithin blieben für die Toröffnung 20 E.n.hatte, ebenso sollte auch hierbei bei [einer Höhe] von fünf eine Breite von zwanzig Ellen zulässig sein!? –", "Eine solche heißt allerdings Tür des Vorhof tores, nicht aber schlechthin Tür.", "Wenn du aber willst, sage ich: Die Angabe, fünfzehn Ellen an jeder Seite, bezieht sich auf die Höhe17An beiden Seiten des Tores waren die Umhänge 15 E.n hoch.. –", "Wieso auf die Höhe, es heißt ja: und die Höhe fünf Ellen!? – Über dem Altar18Der 10 E.n hoch war.. –", "Wieso kann R.Jehuda es von der Tür der Tempelhalle entnehmen, wir haben ja gelernt, daß, wenn [der Durchgang] mehr als zehn [Ellen] breit ist, er zu verringern sei, und R.Jehuda streitet dagegen nicht!?", "Abajje erwiderte: Er streitet dagegen in einer Barajtha. Es wird nämlich gelehrt: Der mehr als zehn [Ellen] breit ist, muß verringert werden; R.Jehuda sagt, dies sei nicht nötig. –", "Sollte er auch in unserer Mišna dagegen streiten!?–Er streitet bezüglich der Höhe, und dies bezieht sich auch auf die Breite. –", "R.Jehuda entnimmt es also von der Pforte der Vorhalle. Es wird gelehrt: Ein Durchgang, der mehr als zwanzig Ellen hoch ist, muß verringert werden, nach R.Jehuda aber ist er auch bis vierzig und fünfzig Ellen brauchbar. Hierzu lehrte Bar Qappara, auch bis hundert Ellen.", "Allerdings kann dies nach Bar Qappara eine Übertreibung sein, nach R. Jehuda19Der oben Col. a den Grund RJ.s angibt.aber, der nicht übertreibt, ist zwar [die Höhe von] vierzig Ellen von der Tür der Tempelhalle zu entnehmen, wieso aber fünfzig!?", "R.Ḥisda erwiderte: Rabh19Der oben Col. a den Grund RJ.s angibt. wurde durch folgende Lehre irregeführt: Es wird gelehrt: Ein Durchgang, der mehr als zwanzig Ellen hoch ist, höher als die Tür des Tempels, muß verringert werden. Er dachte, daß R.Jehuda, da die Rabbanan es von der Tür des Tempels entnehmen, es ebenfalls von der Tür der Tempelhalle entnimmt; dem ist aber nicht so, R.Jehuda entnimmt es von der Tür der königlichen Schlösser. –", "Wenn die Rabbanan es von der Türöffnung des Tempels entnehmen, so sollten ja auch, wie beim Tempel, Türen erforderlich sein, während wir gelernt haben, der Durchgang müsse, wie die Schule Šammajs sagt, aus Pfosten und Querbalken, und wie die Schule Hillels sagt, aus Pfosten oder Querbalken bestehen!? –", "Die Türen des Tempels dienten nur zum Schutze. –", "Demnach sollte doch die Form eines Türrahmens nicht nützen, da ja [die Tür] des Tempels die Form eines Türrahmens hatte und dennoch nur zehn Ellen breit war, während wir gelernt haben, daß, wenn er die Form eines Türrahmens hat, man ihn nicht zu verringern brauche, auch wenn er mehr als zehn [Ellen] breit ist!? –", "Diese Begründung rührt ja von Rabh her, und dieser sprach auch zu R.Jehuda, der vor ihm Ḥija b. Rabh lehrte, man brauche ihn nicht zu verringern: lehre, man müsse ihn verringern. –", "Demnach" ], [ "sollte kein Sims nützen, da ja [die Tür] des Tempels einen Sims hatte und dennoch nur zwanzig Ellen hoch war!? Wir haben nämlich gelernt: Darüber waren fünf Ebenholzsimse übereinander. –", "Was ist dies für ein Einwand, vielleicht bezieht sich die Lehre von den Simsen auf [die Tür] der Tempelhalle!? –", "Was soll diese Entgegnung: vielleicht glich die Verzierung des Tempels der Verzierung der Tempelhalle!?", "Wie-so sagte demnach R.Ileá im Namen Rabhs, daß, wenn [der Querbalken] vier [Handbreiten] breit ist, er nicht stark zu sein brauche, und wenn er einen Sims hat, man ihn nicht zu verringern brauche, auch wenn er mehr als zwanzig Ellen hoch ist!?", "R.Joseph erwiderte: Die Lehre vom Simse ist eine Barajtha20Sie rührt nicht von Rabh her, somit besteht hier kein Widerspruch.. – Wer lehrte sie!?", "Abajje erwiderte: Ḥama, Sohn des Rabba b.Abuha, lehrte sie. – Auch wenn sie eine Barajtha ist, ist dies ja ein Einwand gegen Rabh!? –", "Rabh kann dir erwidern: auch wenn ich ganz ausscheide, widersprechen ja die Lehren21In der angezogenen Lehre wird ja ausdrücklich hervorgehoben, daß die Rabbanan es von der Tempeltür entnehmen.einander. Vielmehr mußt du erklären, daß hierüber Tannaím streiten, ebenso erkläre ich dies.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Ohne Rabh würden die Lehren einander nicht widersprechen, denn der Grund der Rabbanan ist vielleicht der, damit man dies merke, und [die Hinzufügung] ‘höher als die Tür des Tempels’ ist nur ein Merkzeichen. –", "Einleuchtend ist die Erklärung des R.Naḥman b. Jiçḥaq, wenn er nicht der Ansicht Rabbas ist, wozu aber ist, wenn er der Ansicht Rabbas ist, welcher sagte :22Lev. 23,43.damit euere Geschlechter , daß ich die Jisraéliten habe in Hütten wohnen lassen, bis zwanzig Ellen merke man, daß man sich in einer Hütte befindet, höher als zwanzig Ellen merke man es nicht mehr, da es nicht in die Augen fällt,", "wonach sie auch bei der Festhütte bezüglich der Bemerkbarkeit streiten, dieser Streit in beiden Fällen nötig!? –", "Beides ist nötig. Würde er es nur bei der Festhütte gelehrt haben, so könnte man glauben, R.Jehuda vertrete seine Ansicht nur bei dieser, weil sie als Aufenthaltsort dient, und man es23Daß man in einer Hütte weilt, selbst wenn sie höher als 20 E.n ist.daher merkt, beim Durchgang aber, den man nur passiert, pflichte er den Rabbanan bei. Und würde er es nur [beim Durchgang] gelehrt haben, so könnte man glauben, die Rabbanan vertreten nur bei diesem ihre Ansicht, bei jenem aber pflichten sie R.Jehuda bei. Daher ist beides nötig. –", "Was heißt Sims? R.Ḥama, Sohn des Rabba b. Abuha, erklärte: Nesterartige [Verzierungen], Als R.Dimi kam, sagte er: Im Westen erklären sie: Zedernleisten.", "Nach dem es Zedernleisten waren, gilt dies um so mehr von nesterartigen Verzierungen, und nach dem es nesterartige Verzierungen waren, gilt es nicht von Zedernleisten. –", "Nach dem es Zedernleisten waren, wohl deswegen, weil sie hervorstehen ; – auch bei der Festhütte steht ja [die Bedachung] hervor, dennoch ist sie nach den Rabbanan [über zwanzig Ellen] nicht zulässig!? –", "Vielmehr, da sie wertvoll sind, weiß man es.", "Befindet sich der Querbalken zum Teil innerhalb und zum Teil außerhalb24Wenn der Balken so dick ist, daß er sich innerhalb und außerhalb der 20 E.n befindet.der zwanzig [Ellen], die Bedachung [der Festhütte] zum Teil innerhalb und zum Teil außerhalb der zwanzig Ellen, so ist es, wie Rabba sagte, beim Durchgang zulässig und bei der Festhütte unzulässig. –", "Beim Durchgang ist dies wohl deshalb zulässig, weil [der Querbalken] als dünn25Was über die 20 E.n ragt, gilt als nicht vorhanden.zu betrachten ist, ebenso sollte auch bei der Festhütte [die Bedachung] als dünn betrachtet werden!? –", "Wenn du sie dünn machst, gewährt sie mehr Sonne als Schatten26Die Bedachung der Festhütte muß so dick sein, daß sie mehr Schatten als Sonne gewähre; cf. Suk. Fol. 2a.. –", "Ebenso kann ja der Querbalken, wenn du ihn zu dünn machst, vom Winde fortgetragen27Der Balken muß eine bestimmte, weiter näher bezeichnete Stärke haben. werden!? Du mußt also erklären, er werde dessen ungeachtet als eiserne Stange28Da er in Wirklichkeit haltbar ist.betrachtet, ebenso auch hierbei: dessen ungeachtet gewährt sie ja mehr Schatten als Sonne!?", "Raba aus Parziqa29Oft, wie auch hier פרזקיא, Parzaqja, nach manchen mit Porsica, einer Stadt in Mesopotamien, identisch. erwiderte: Bei der Festhütte, die für einen einzelnen bestimmt ist, bleibt es30Wenn vom Balken bezw. der Hüttenbedachung an einer Stelle innerhalb der 20 E.n etwas fehlt.unbemerkt, beim Durchgang, der für das Publikum bestimmt ist, macht einer den anderen darauf aufmerksam.", "Rabina erwiderte: Bei der Festhütte, die ein Gebot der Tora ist, haben die Rabbanan erschwert, beim Durchgang, der ein rabbanitisches Gebot ist, haben die Rabbanan nicht erschwert.", "R.Ada b. Mathna lehrte es entgegengesetzt: So ist es, wie Rabba sagte, beim Durchgang unzulässig und bei der Festhütte zulässig. –", "Bei der Festhütte ist dies wohl deshalb zulässig, weil [die Bedachung] als dünn zu betrachten ist, ebenso sollte auch beim Durchgang [der Querbalken] als dünn betrachtet werden!? –", "Wenn du den Querbalken zu dünn machst, kann er vom Winde fortgetragen werden. – Ebenso gewährt ja auch [die Bedachung], wenn du sie zu dünn machst, mehr Sonne als Schatten!? Du mußt also erklären, dessen ungeachtet gewährt sie mehr Schatten als Sonne, ebenso auch hierbei: dessen ungeachtet wird er als eiserne Stange betrachtet!?", "Raba aus Parziqa erwiderte: Bei der Festhütte, die für einen einzelnen bestimmt ist, liegt es ihm ob, und er beobachtet es30Wenn vom Balken bezw. der Hüttenbedachung an einer Stelle innerhalb der 20 E.n etwas fehlt., beim Durchgang, der für das Publikum bestimmt ist, verläßt sich einer auf den anderen, und man beobachtet es nicht. Die Leute sagen nämlich: Ein gemeinschaftlicher Topf ist nicht warm und nicht kalt.", "Rabina erwiderte: Bei der Festhütte, die ein Gebot der Tora ist, ist keine Verschärfung nötig, beim Durchgang, der ein rabbanitisches Gebot ist, ist eine Verschärfung nötig. –", "Wie bleibt es damit? – Rabba b. R.U͑la sagte, es sei bei beiden unzulässig, Raba sagte, es sei bei beiden zulässig," ], [ "denn wir haben es vom Hohlraume der Festhütte gelernt, und wir haben es vom Hohlraume des Durchgangs gelernt.", "R.Papa sprach zu Raba: Es gibt eine Lehre als Stütze für dich: Ein Durchgang, der mehr als zwanzig Ellen hoch ist, höher als die Tür des Tempels, muß verringert werden. Beim Tempel maß ja der Hohlraum zwanzig [Ellen],", "R.Šimi b.Aši wandte gegen R.Papa ein: «Wie mache man es31Den Durchgang niedriger, wenn er zu hoch ist.? Man lege den Balken an das Ende von zwanzig Ellen, unterhalb»32Der Balken muß sich demnach innerhalb der 20 E.n befinden.!? –", "Lies: oberhalb. – Es heißt ja aber: unterhalb!? –", "Er lehrt uns folgendes: zu niedrig, wie zu hoch; wie er nur dann zu hoch ist, wenn der Hohlraum mehr als zwanzig Ellen hat, ebenso ist er nur dann zu niedrig, wenn der Hohlraum keine zehn Handbreiten hat.", "Abajje sagte im Namen R.Naḥmans: Die Elle wird bei der Festhütte und dem Durchgang zu fünf und bei der Mischfrucht zu sechs [Handbreiten] gerechnet. –", "In welchem Falle wird die Elle beim Durchgang zu fünf [Handbreiten] gerechnet? – Bei der Höhe und bei der Durchgangslücke33Wenn die Wand eine Lücke von 10 E.n hat, so ist sie unbrauchbar.. –", "Bei der Ausdehnung34Der Vertiefung, wenn er nicht genügend hoch ist; weit. Fol. 5a.am Durchgang, wobei vier Ellen erforderlich sind, ist dies ja aber erleichternd!? –", "Nach demjenigen, welcher sagt, hierfür seien vier Handbreiten ausreichend.", "Wenn du aber willst, sage ich: vier Ellen, nur spricht er von den meisten35In den meisten Fällen wird bezügl. des Durchgangs bezw. der Festhütte die Elle zu 5 Hb.n gerechnet, wo dies aber erleichternd ist, wie im angezogenen Falle, wird sie zu 6 gerechnet.Fällen. –", "In welcher Hinsicht wird die Elle bei der Festhütte zu fünf [Handbreiten] gerechnet? – Hinsichtlich der Höhe und der schiefen Wand36Wenn die Bedachung nicht bis zum äußersten Ende des Bodens reicht; cf. Suk. Fol. 17a.. –", "Aber hinsichtlich der Größe der Festhütte, die vier Ellen haben muß, ist dies ja erleichternd!? Es wird nämlich gelehrt: Rabbi sagte: Ich sage, eine Festhütte, die nicht vier zu vier Ellen hat, ist unbrauchbar. –", "Nach den Rabbanan, welche sagen, sie brauche nur den Kopf, den größeren Teil des Körpers und den Tisch zu fassen.", "Wenn du aber willst, sage ich: Tatsächlich nach Rabbi, nur spricht er von den meisten35In den meisten Fällen wird bezügl. des Durchgangs bezw. der Festhütte die Elle zu 5 Hb.n gerechnet, wo dies aber erleichternd ist, wie im angezogenen Falle, wird sie zu 6 gerechnet.Fällen. –", "In welcher Hinsicht wird die Elle bei der Mischfrucht zu sechs [Handbreiten] gerechnet? – Hinsichtlich der Platte und des Vorlands des Weinberges.", "Wir haben nämlich gelernt: Die Platte des Weinberges muß, wie die Schule Šammajs sagt, vierundzwanzig, und wie die Schule Hillels sagt, sechzehn Ellen37Um darauf andere Saaten säen zu dürfen; zur weiteren Erklärung dieser Mišna vgl. Kil. IV, 1.haben. Das Vorland des Weinberges muß, wie die Schule Šammajs sagt, sechzehn, und wie die Schule Hillels sagt, zwölf Ellen haben.", "Was heißt Platte des Weinberges? Was in der Mitte des Weinberges zerstört worden ist. Sind da keine sechzehn Ellen vorhanden, so darf man darauf keine Saaten säen, sind da sechzehn Ellen vorhanden, so lasse man den Raum zur Bearbeitung frei und besäe den Rest.", "Was heißt Vorland des Weinberges? Der Raum zwischen dem Zaune und dem Weinberge. Sind da keine zwölf Ellen vorhanden, so darf man da keine Saaten säen, sind da zwölf Ellen vorhanden, so lasse man den Raum zur Bearbeitung frei und besäe den Rest. –", "Aber bei der Vereinigung, zu der vier Ellen erforderlich sind, ist dies ja erleichternd!? Wir haben nämlich gelernt: Ein Weinberg, dessen Beete voneinander keine vier Ellen entfernt sind, sei, wie R.Šimo͑n sagt, kein Weinberg; die Weisen sagen, er sei wohl ein Weinberg, denn man betrachte die zwischenliegenden38Die Beete auf dem als Zwischenraum erforderlichen Raume.als nicht vorhanden. –", "Nach den Rabbanan, welche sagen, er sei ein Weinberg. Wenn du aber willst, sage ich: Tatsächlich nach R.Šimo͑n, nur spricht er von den meisten Fällen39Cf. Anm. 35, mut. mut..", "Raba aber sagte im Namen R.Naḥmans: Die Elle hat immer sechs [Handbreiten], nur wird sie bei diesen reichlich und bei jenen knapp gemessen.", "Man wandte ein: Alle Ellen, von denen die Weisen überall sprechen, haben sechs [Handbreiten], nur" ], [ "dürfen sie nicht genau sein. Einleuchtend ist dies nach Raba, denn in dem einen Falle müssen sie reichlich und im anderen knapp sein, gegen Abajje aber ist dies ja ein Einwand!? –", "Abajje kann dir erwidern: Lies: bei der Mischfrucht hat die Elle sechs [Handbreiten]. –", "Wenn es aber im Schlußsatze heißt, R.Šimo͑n b.Gamliél sagt, die Elle, von der die Weisen bei der Mischfrucht sprechen, habe sechs Handbreiten, nur dürfe sie nicht genau sein, so spricht ja der erste Tanna von allen Ellen!?–", "Abajje kann dir erwidern: Da ist ja R.Šimo͑nb.Gamliél, der ebenso sagt, wie ich; ich bin seiner Ansicht. –", "Nach Abajje streiten hierüber Tannaím auf jeden Fall, streiten sie auch nach Raba? –", "Raba kann dir erwidern: R.Šimo͑n b.Gamliél lehrt uns folgendes, daß nämlich bei der Mischfrucht die Elle nicht genau gemessen wird. –", "Sollte er doch sagen, bei der Mischfrucht werde die Elle nicht genau gemessen; wenn er aber sagt, sie habe bei dieser sechs [Handbreiten], so schließt dies wohl die Elle bei der Festhütte und beim Durchgang aus!? –", "Nein, dies schließt die Elle bei [der Messung] des Fundamentes und des Vorsprunges40Um die Mitte des Altars, dessen untere Hälfte breiter war.[des Altars] aus.", "Es heißt nämlich:41Ez. 43,13. Und dies sind die Maße des Altars in Ellen, die Elle zu einer [gewöhnlichen] Elle und einer Handbreite gerechnet. Sein Fuß eine Elle hoch, die Breite eine Elle, und er reicht bis oben hinauf, eine Spanne breit ringsum, das ist die Höhe des Altars. Sein Fuß eine Elle, das ist das Fundament; die Breite eine Elle, das ist der Vorsprung; und er reicht bis oben hinauf, das sind die Hörner; das ist die Höhe des Altars, das ist der goldene Altar.", "R.Ḥija b.Aši sagte im Namen Rabhs: [Die Lehren von den] Quantitäten42Bei Speisen, die entweder an u. für sich od. aus Anlaß des Tages nicht gegessen werden dürfen., den Trennungen43Beim rituellen Untertauchen darf keine Stelle des Körpers vom Wasser unberührt bleiben; jede am Körper bezw. am unterzutauchenden Objekte haftende Sache bildet eine ‘Trennung’ und macht das Untertauchen wirkungslos.und den Umzäunungen44Daß sie eine bestimmte Höhe (10 Handbreiten) haben müssen.sind Moše am Sinaj überlieferte Halakhoth. –", "[Die Lehre] von den Maßen ist ja aus der Tora!? Es heißt nämlich : 45Dt. 8,8.ein Land mit Weizen und Gerste &c., und hierzu sagte R.Ḥanin, dieser ganze Schriftvers stehe nur der Maße wegen.", "Weizen, wegen der folgenden Lehre: Wenn jemand in ein aussätziges Haus tritt und seine Kleider auf der Schulter und seine Sandalen und seine Ringe in den Händen46Als Last u. nicht als Kleidungsstück bezw. Schmuck.trägt, so ist er samt diesen sofort unrein; wenn er aber seine Kleider [am Körper], seine Sandalen an den Füßen und seine Ringe an den Fingern anhat, so ist er sofort unrein, diese aber bleiben rein, bis er solange verweilt hat, als man ein Peras47Durchbrochenes [sc. Brot]; die Hälfte eines 8 Eier großen Brotes.essen kann, Weizenbrot und nicht Gerstenbrot, und zwar angelehnt und mit Zukost.", "Gerste, wegen der folgenden Lehre: Ein gerstengroßer Knochen [von einem Toten] verunreinigt durch Berühren und Tragen, nicht aber durch Bezeltung48Durch das Zusammensein m einem Zelte..", "Weinstöcke, [dies deutet auf] das Quantum eines Viertellog Wein für den Naziräer49Das zu trinken ihm verboten ist; cf. Num. 6,2ff.." ], [ "Feigen, [dies deutet auf] das Quantum einer Dörrfeige hinsichtlich des Hinaustragens50Cf. Sab. Fol. 76b.am Šabbath.", "Granatäpfel, wegen der folgenden Lehre: Für alle Gefäße eines Privatmannes51Wörtl. Hausherr, als Gegs. zum bezügl. Handwerker.gilt die Größe eines Granatapfels52Wenn das Gefäß ein granatapfelgroßes Loch hat, so ist es nicht mehr verunreinigungsfähig..", "Ein Land mit Olivenöl, ein Land, dessen sämtliche Quantitäten Olivengröße haben. – Sämtliche Quantitäten, wie kommst du darauf, da sind ja die ebengenannten!? – Sage vielmehr: die meisten Quantitäten haben Olivengröße.", "Honig, die Größe einer großen getrockneten Dattel hinsichtlich des [Essens am] Versöhnungstage. –", "Glaubst du vielleicht, daß die Maße in der Schrift geschrieben stehen? Sie sind vielmehr eine überlieferte Halakha, die Rabbanan aber stützen sie durch Schriftverse. –", "Die Lehre von den Trennungen ist ja aus der Tora!? Es heißt nämlich:53Lev. 14,9.er soll den Leib baden, es darf keine Trennung zwischen seinem Leibe und dem Wasser sein; im Wasser, in angesammeltem Wasser54Es braucht kein Quellenwasser zu sein.; den Leib im Wasser, worin sein ganzer Leib sich befindet; eine Elle zu einer Elle in einer Höhe von drei Ellen. Die Weisen berechneten das Wasser für das Tauchbad auf vierzig Seá. –", "Die Halakha ist wegen des Haares nötig, und zwar nach einer Lehre des Rabba b.R.Hona. Rabba b.R.Hona sagte nämlich: Ein verknotetes Haar ist eine Trennung, drei sind keine55Bei dreien ist der Knoten nicht so sehr fest, um das Eindringen des Wassers verhindern zu können.Trennung, von zweien weiß ich es nicht. –", "Aber auch hinsichtlich des Haares ist es ja aus der Tora, denn es heißt: er soll seinen ganzen Leib im Wasser baden, auch was zum Leibe gehört, nämlich das Haar!? –", "Die Halakha bezieht sich auf die kleinere Hälfte wegen der größeren, und auf das, worauf man nicht achtet, wegen dessen, worauf man achtet. Dies nach R.Jiçḥaq,", "denn R.Jiçḥaq sagte: Nach der Tora gilt es nur dann als Trennung, wenn die größere Hälfte [des Haares vom Wasser unberührt bleibt] und man darauf achtet, nicht aber, wenn man darauf nicht achtet, jedoch haben sie es auch bei der größeren Hälfte, wo man darauf nicht achtet, wegen der größeren Hälfte, wo man darauf achtet, und bei der kleineren Hälfte, wo man darauf achtet, wegen der größeren Hälfte, wo man darauf achtet, angeordnet. –", "Sollten sie es doch auch bei der kleineren Hälfte, wo man darauf nicht achtet, wegen der kleineren Hälfte, wo man darauf achtet, oder wegen der größeren Hälfte, wo man darauf nicht achtet, angeordnet haben!? –", "Bei dieser selbst ist es nur eine rabbanitische Anordnung, und wir sollten wegen einer Anordnung eine Anordnung verfügen!? –", "Die Lehre von den Umzäunungen ist ja aus der Tora,", "denn der Meister sagte, die Bundeslade habe neun [Handbreiten] und der Sühnedeckel eine Handbreite gehabt, zusammen zehn56Der Luftraum bis zur Höhe von zehn Handbreiten gehört zum Boden; vgl. hierzu Suk. Fol. 4a.!? –", "Dies nach R.Jehuda, welcher sagt, das Gebäude selbst wurde mit einer Elle von sechs und die Geräte mit einer von fünf [Handbreiten] gemessen57Demnach war die Bundeslade niedriger.. –", "Wie ist es aber nach R.Meír zu erklären, welcher sagte, alles wurde mit der gewöhnlichen Elle58Von 6 Hb.n.gemessen!? –", "Nach R.Meír bezieht sich die Halakha auf die Dehnung59In manchen Fällen wird eine Wand od. ein Zaun als nach unten bezw. oben gedehnt (erweitert) gedacht; vgl. zBs. Suk. Fol. 4b u. die bezügl. Erklärung., die Verbindung60Bei einem Abstande von weniger als 3 Hb.n; cf. Sab. Fol. 97a.und die schiefe Wand61In manchen Fällen wird eine gerade Wand als schiefstehend gedacht; vgl. zBs. Suk. Fol. 4a..", "Um wieviel verringere man62Durch Erhöhung der Schwelle. [den Durchgang], wenn er mehr als zwanzig Ellen hoch ist und man ihn verringern will? – Um wieviel man ihn verringere, soviel als nötig!? –", "Vielmehr, in welcher Weite verringere man ihn? R.Joseph sagt, eine Handbreite, Abajje sagt, vier [Handbreiten]. –", "Es wäre anzunehmen, daß ihr Streit in folgendem besteht: derjenige, der eine Handbreite sagt, ist der Ansicht, man dürfe [am Šabbath] unter dem Balken seine Arbeit verrichten63Man richte sich nach der äußeren Kante des Balkens, u. da die untere Erhöhung schmal ist, fällt der Balken in die Augen, wenn man unter ihm steht.," ], [ "und derjenige, der vier [Handbreiten] sagt, ist der Ansicht, man dürfe unter dem Balken keine Arbeit verrichten64Man richte sich nach der inneren Kante des Balkens.. –", "Nein, beide sind der Ansicht, man dürfe seine Arbeit unter dem Balken verrichten, und ihr Streit besteht in folgendem: einer ist der Ansicht, der Querbalken diene nur als Kennzeichen, und einer ist der Ansicht, der Querbalken diene als Wand65Sodaß ein Gebiet von 4 Hb.n erforderlich ist..", "Wenn du aber willst, sage ich: beide sind auch der Ansicht, der Querbalken diene nur als Kennzeichen, und ihr Streit besteht darüber, ob das Kennzeichen unten dem Kennzeichen oben gleicht; einer ist der Ansicht, das untere Kennzeichen gleiche dem oberen Kennzeichen66Für den Querbalken oben genügt eine Handbreite., und einer ist der Ansicht, das untere Kennzeichen gleiche nicht dem oberen Kennzeichen.", "Wenn du aber willst, sage ich: beide sind der Ansicht, das untere Kennzeichen gleiche dem oberen Kennzeichen, und sie streiten darüber, ob eine Reduktion67Der nachträglichen Schwellenerhöhung durch Abtreten; es sind daher 4 Hb.n erforderlich.zu berücksichtigen ist.", "Wie tief grabe man, wenn [der Durchgang] keine zehn Handbreiten [hoch] ist und man ihn zur erforderlichen Höhe ergänzen will? -- Wie tief man grabe, man grabe so tief als nötig!? – Vielmehr, in welcher Ausdehnung? R. Joseph sagt, vier [Handbreiten], und Abajje sagt, vier Ellen. –", "Es ist anzunehmen, daß sie über die Lehre R.Amis und R.Ašis streiten, denn es wurde gelehrt: Wenn die Seitenwand nahe dem Durchgang durchbrochen wird, so ist, wie im Namen R.Amis und R.Ašis gelehrt wurde, falls eine Latte von vier [Handbreiten] zurückbleibt68Am Ende der Seitenwand, direkt am Durchgang., eine Lücke von zehn [Ellen69Bis 10 E.n wird die Lücke als Pforte betrachtet.] zulässig;", "wenn aber nicht, so ist nur eine von weniger als drei [Handbreiten70Die Latte von 4 Hb.n bildet keine Wand für sich, jedoch gilt sie, falls sie von der stehengebliebenen Wand keine 3 Hb.n entfernt ist, als mit dieser vereinigt.] zulässig, nicht aber eine von drei [Handbreiten71Die Lücke wird als Tür benutzt. Der aus Latten und Querbalken bestehende Durchgang verliert seine Bedeutung.]. R. Joseph ist also der Ansicht R.Amis, Abajje ist aber nicht der Ansicht R.Amis72Nach A. müßte auch die Latte 4 E.n breit sein.. –", "Abajje kann dir erwidern: da handelt es sich um die Wiederherstellung des Durchgangs, hierbei aber um die Errichtung des Durchgangs, daher nur dann, wenn vier Ellen vorhanden sind, sonst aber nicht.", "Abajje sprach: Dies entnehme ich aus folgender Lehre: Die Durchgangsgasse wird nur dann durch Pfosten und Balken erlaubt, wenn Häuser und Vorhöfe nach dieser geöffnet sind.", "Wie ist dies denn bei vier [Handbreiten] möglich!?", "Wolltest du sagen, wenn die Türen sich in der [gegenüberliegenden] mittelsten Wand befinden, so sagte ja R.Naḥman, es sei uns überliefert, daß eine Durchgangsgasse nur dann durch Pfosten und Balken erlaubt73Zur Benutzung für die Anwohner.wird, wenn sie länger als breit74Wenn für die Länge 4 Hb.n ausreichen, so muß ja die Breite noch weniger haben, während eine Tür mindestens 4 Hb.n haben muß.ist und Häuser und Vorhöfe nach dieser geöffnet sind!? –", "Und R.Joseph!? – Die Tür kann sich in einem Winkel befinden.", "Abajje sprach [ferner] : Dies entnehme ich aus folgendem: Rami b.Ḥama sagte im Namen R.Honas, daß, wenn ein Pfosten aus der Seitenwand der Durchgangsgasse hervorragt75Nach der Breite., er, falls er vier Ellen breit ist, als Pfosten gelte, und kein Pfosten sei außerdem nötig, und falls er vier Ellen breit ist, er als Durchgangswand gelte, und ein Pfosten sei außerdem nötig. –", "Und R.Joseph!? – Um die Eigenschaft eines Pfostens zu verlieren, müssen es allerdings vier Ellen sein, als Durchgang zu gelten, genügen jedoch auch vier [Handbreiten].", "Der Text. Rami b.Ḥama sagte im Namen R.Honas: Wenn ein Pfosten aus der Seitenwand des Durchgangs hervorragt," ], [ "so gilt er, falls er keine vier Ellen breit ist, als Pfosten, und kein Pfosten ist außerdem nötig; ist er aber vier Ellen breit, so gilt er als Durchgang, und ein Pfosten ist außerdem nötig. –", "Wo stelle man diesen Pfosten hin: stellt man ihn neben jenen, so ist er ja nur eine Erweiterung desselben!?", "R.Papa erwiderte: Man stelle ihn auf die andere Seite. R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, erwiderte: Du kannst auch sagen, daß man ihn neben jenen stelle, nur muß er etwas größer oder kleiner sein.", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagte: Dies gilt nur von einem Durchgang, der acht [Ellen] breit ist, wenn er aber nur sieben breit76Und der Pfosten in der Breite 4E.n einnimmt.ist, so ist [die Durchgangsgasse] schon aus dem Grunde erlaubt, weil das Stehende mehr ist als die Lücke.", "Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere, vom Vorhofe, zu folgern: der Vorhof wird durch Pfosten und Balken nicht erlaubt, dennoch ist er es, wenn [von der Umzäunung] das Stehende mehr ist als die Lücke, um wieviel mehr ist es die Durchgangsgasse, die durch Pfosten und Balken erlaubt wird, wenn das Stehende mehr ist als die Lücke. –", "Wohl der Vorhof, bei dem eine Lücke bis zehn [Ellen] zulässig ist, während beim Durchgang nur eine bis vier [Ellen] zulässig ist !? –", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, ist der Ansicht, daß auch beim Durchgang eine Lücke bis zehn [Ellen] zulässig sei.– Diese Begründung bezieht sich ja auf die Lehre R.Honas77Vom über die Breite vorragenden Pfosten., und dieser sagt ja, daß nur eine Lücke von vier Ellen zulässig sei!? –", "R.Hona, Sohn des R. Jehošua͑, begründet seine eigene Ansicht.", "R.Aši sagte: Auch bei einer Durchgangs wand von acht [Ellen] ist kein Pfosten außerdem nötig. Wie du es nimmst: ist das Stehende mehr, so ist [der Durchgang] aus dem Grunde erlaubt, weil das Stehende mehr ist als die Lücke, und ist die Lücke mehr, so gilt sie als Pfosten.", "Und wenn du auf den Fall hinweisest, falls sie gleichmäßig sind, so besteht hier ein Zweifel bei einem rabbanitischen Gesetze, und wenn ein Zweifel bei einem rabbanitischen Gesetze besteht, so ist erleichternd zu entscheiden.", "R.Ḥanin b. Raba sagte im Namen Rabhs: An der Seite einer Durchgangsgasse ist eine Lücke" ], [ "bis zehn [Ellen] zulässig, an der Vorderseite78Bei einer Breite von 20 E.n, von denen der Durchgang die Hälfte einnimmt. nur bis vier [Ellen]. –", "An der Seite wohl deshalb bis zehn, weil sie als Tür betrachtet wird, somit sollte sie auch an der Vorderseite als Tür betrachtet werden!?", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, erwiderte: Wenn sich die Lücke im Winkel befindet, und in einem Winkel wird keine Tür gemacht.", "R.Hona aber sagte: Sowohl da als auch dort nur vier [Ellen]. R.Hona sprach zu R.Ḥanin b.Raba wie folgt: Streite nicht gegen mich; Rabh kam einst nach Damharja79So in den meisten Stellen; hier דמחריא (das anscheinend für diese Lesart sprechende Wortspiel Rh. 21a dürfte sich nur auf die erste Silbe beziehen), an manchen Stellen variierend.und entschied nach meiner Ansicht. Dieser erwiderte: Rabh fand eine Ebene und umzäunte80Aus besonderer Vorsicht; die Einwohner dieser Stadt beobachteten die gesetzlichen Vorschriften nicht, daher traf er für sie eine besonders erschwerende Entscheidung.sie.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Die Ansicht R.Honas ist einleuchtender, denn es wird gelehrt: Die krumme Durchgangsgasse ist, wie Rabh sagt, als offen, und wie Šemuél sagt, als geschlossen81Gilt sie als offen, so muß auch am Knie eine Art Türrahmen gemacht werden, gilt sie als geschlossen, so ist dies nicht nötig.zu behandeln.", "In welchem Falle: wollte man sagen, wenn [das Knie] mehr als zehn [Ellen] hat, wieso könnte Šemuél sagen, sie sei als geschlossen zu behandeln;", "doch wohl, wenn es nur zehn [Ellen] hat, und da Rabh sagt, sie gelte als offen, so ist er wohl der Ansicht, daß auch an der Seitenwand nur eine Lücke bis vier [Ellen] zulässig sei. –", "Und R.Ḥanin b.Raba!? – Anders ist es da, wo das Publikum da durchgeht. –", "Demnach vertritt R.Hona seine Ansicht auch in einem Falle, wo das Publikum da nicht durchgeht, – womit ist es hierbei anders als bei der Lehre R.Amis und R.Ašis82Bei der eine Lücke bis zehn E.n zulässig ist; cf. supra Fol. 5a.? –", "Jene gilt von dem Falle, wenn eine Schwelle83An der Stelle der Lücke.zurückbleibt, diese aber von dem Falle, wenn keine Schwelle zurückbleibt.", "Die Rabbanan lehrten: Wie errichtet man einen E͑rub84E͑. bezeichnet neben seiner engeren Bedeutung (cf. Ber. Fol. 39b, Anm. 112) die fiktive Verbindung zweier Gebiete oder die fiktive Umzäunung eines öffentlichen Gebietes, wodurch es zum Privatgebiete wird.für die öffentliche Straße? Man mache eine Art Türrahmen an einem Ende und Pfosten und Querbalken am anderen Ende. Ḥananja sagt, nach der Schule Šammajs mache man an beiden Enden auch Türen, die man beim Eintreten und Verlassen schließen muß, und nach der Schule Hillels mache man eine Tür an einem Ende und einen Pfosten und Querbalken am anderen Ende. –", "Kann man denn für eine öffentliche Straße einen E͑rub errichten, es wird ja gelehrt: Noch mehr sagte R.Jehuda:" ], [ "Wer zwei [gegenüberliegende] Häuser auf beiden Seiten der Straße hat, darf an beide Enden je einen Pfosten oder je einen Querbalken setzen und in der Mitte nehmen und geben. Jene sprachen zu ihm: Auf diese Weise kann man für das öffentliche Gebiet keinen E͑rub machen.", "Wolltest du sagen, auf diese Weise nicht, wohl aber durch eine Tür, so sagt ja Rabba b. Bar Ḥana im Namen R.Joḥanans, daß, wenn die Tore Jerušalems nicht nachts geschlossen wären, man da [wegen Tragens] auf öffentlichem Gebiete schuldig85Nur dadurch werde es zum Neutralgebiete.wäre.", "Auch sagte U͑la, daß, wenn die Türen der Stadttore von Maḥoza nachts nicht geschlossen worden wären, es als öffentliches Gebiet betrachtet worden wäre!?", "R.Jehuda erwiderte: Er meint es wie folgt: Wie errichtet man einen E͑rub für Durchgangsgassen, die in öffentliche Straßen münden? Man mache eine Art Türrahmen an der einen Seite und einen Pfosten und Querbalken an der anderen Seite.", "Es wurde gelehrt: Rabh sagte, die Halakha sei wie der erste Tanna, und Šemuél sagte, die Halakha sei wie Ḥananja.", "Sie fragten: Muß man nach Ḥananja gemäß der Ansicht Hillels die Tür auch schließen oder nicht? – Komm und höre: R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls, man brauche sie nicht zu schließen, und ebenso sagte R.Mathna im Namen Šemuéls, man brauche sie nicht zu schließen. Manche lesen: R.Mathna sagte: Ich hatte einen solchen Fall, und Šemuél sagte mir, man brauche sie nicht zu schließen.", "Man fragte R.A͑nan: Muß man sie schließen oder nicht? Dieser erwiderte: Seht doch die Tore von Nehardea͑ an, die bis zur Hälfte in der Erde86Weil sie nie geschlossen wurden.sitzen, dennoch geht da Mar Šemuél ein und aus, ohne ihnen etwas zu sagen.", "R.Kahana entgegnete: Diese waren halbgeschlossen.", "Als R.Nahman kam, sprach er: Schafft die Erde fort! – R.Naḥman wäre demnach der Ansicht, man müsse sie schließen? – Nein, wenn sie nur zum Schließen geeignet sind, auch wenn sie nicht geschlossen werden.", "In Nehardea͑ befand sich eine krumme Durchgangsgasse, und man unterwarf sie der erschwerenden Seite der Ansicht Rabhs und der erschwerenden Seite der Ansicht Šemuéls; man erklärte, sie benötige der Türen. Nach der erschwerenden Ansicht Rabhs, welcher sagt, sie gelte als offen; da aber Rabh sagt, die Halakha sei wie der erste Tanna87Die Form eines Türrahmens genüge.,", "daher wie Šemuél, welcher sagt, die Halakha sei wie Ḥananja88Nach dem eine Tür erforderlich ist.. Da aber Šemuél sagt, sie gelte als geschlossen, daher wie Rabh, welcher sagt, sie gelte als offen. –", "Darf man denn nach, den Erschwerungen zweier Ansichten verfahren, es wird ja gelehrt: Die Halakha ist stets nach der Schule Hillels zu entscheiden, jedoch ist es jedem überlassen, entweder nach der Ansicht der Schule Šammajs oder nach der der Schule Hillels zu verfahren. Wer nach den Erleichterungen der Schule Šammajs und den Erleichterungen der Schule Hillels [verfährt], ist ein Übeltäter, wer nach den Erschwerungen der Schule Šammajs und den Erschwerungen der Schule Hillels, über den spricht die Schrift: 89Ecc. 2,14.der Tor wandelt im Finsteren. Vielmehr, entweder nach der Schule Šammajs in ihren Erleichterungen und ihren Erschwerungen, oder nach der Schule Hillels in ihren Erleichterungen und ihren Erschwerungen. –", "Dies widerspricht sich ja selbst: zuerst sagst du, die Halakha sei stets nach der Schule Hillels zu entscheiden, nachher aber sagst du, es sei jedem überlassen, nach der Schule Šammajs zu verfahren!? –", "Das ist kein Widerspruch; eines vor [der Entscheidung] der Hallstimme90Eine himmlische Stimme entschied, daß die Halakha nach der Schule H.s zu entscheiden sei; weit. Fol. 13b.und eines nach [der Entscheidung] der Hallstimme.", "Wenn du willst, sage ich: beides nach [der Entscheidung] der Hallstimme," ], [ "jedoch nach R.Jehošua͑, der die Hallstimme nicht beachtet.", "Wenn du aber willst, sage ich: Er meint es wie folgt: Wenn du sonstwo zwei Tannaím oder zwei Amoraím findest, die gleich den Schulen Šammajs und Hillels einen Streit führen, so darf man weder nach den Erleichterungen des einen und des anderen verfahren, noch nach den Erschwerungen des einen und des anderen, sondern entweder nach den Erleichterungen und Erschwerungen des einen, oder nach den Erleichterungen und Erschwerungen des anderen. –", "Immerhin besteht ja ein Einwand91Wieso durfte man nach den erschwerenden Ansichten beider verfahren.!?", "R.Naḥman b.Jiçḥaq erwiderte: Sie verfuhren nur nach Rabh; R.Hona sagte nämlich im Namen Rabhs, die Halakha sei [wie der erste Tanna], jedoch sei danach nicht zu entscheiden. –", "Wie ist es aber nach R.Ada b.Ahaba zu erklären, der im Namen Rabhs sagte, die Halakha sei [wie der erste Tanna], und man entscheide auch danach!?", "R.Šezbi erwiderte: Man darf nur dann nicht nach den Erschwerungen zweier Ansichten verfahren, wenn sie einander widersprechen,", "wie beispielsweise bei der Lehre von Rückgrat und Schädel. Wir haben nämlich gelernt: Das Rückgrat92Der Leichnam, auch olivengroße Fleischteile desselben, ist schon durch seine Anwesenheit im Raume verunreinigend, einzelne Knochen dagegen nur dann, wenn man sie berührt oder trägt. Der Schädel und das Rückgrat gleichen dem Leichnam, wenn sie vollständig sind, wenn defekt, werden sie nur als Knochen betrachtet.und der Schädel, wenn an ihnen etwas fehlt. Was heißt fehlen beim Rückgrat? Die Schule Šammajs sagt, zwei Wirbel, die Schule Hillels sagt, ein Wirbel. Beim Schädel? Die Schule Šammajs sagt, [ein Loch] in der Größe eines Bohrers, die Schule Hillels sagt, [ein Stück,] dessen Fehlen den Tod eines Lebenden herbeiführen würde.", "Hierzu sagte Šemuél, dasselbe gelte auch vom Totverletzten93Ein Vieh, bei dem nach dem Schlachten eine den Tod herbeiführende Verletzung entdeckt wird, darf nicht gegessen werden. Hierbei ist nun die Ansicht der Schule S.s erleichternd und die der Schule H.s erschwerend. In einem solchen Falle darf nicht nach den erschwerenden oder erleichternden Seiten beider einander widersprechenden Ansichten verfahren werden..", "Wenn aber die Ansichten einander nicht widersprechen, ist es erlaubt. –", "Wenn sie einander widersprechen, darf man es also nicht; R.Mesarseja wandte ein: Einst sammelte R.A͑qiba am ersten Šebaṭ94Fünfter Monat des jüdischen Kalenders, ungefähr dem Februar entsprechend.Etrogfrüchte und entrichtete von diesen beide Zehnte95Es war an der Wende des 2., an dem der 2. Zehnt (cf. Ms. I,1ff.), zum 3. Jahre, an dem der Armenzehnt (ib. V,6) zu entrichten ist, des 7jährigen Šemiṭazyklus (cf. Ex. 23,10, Dt. 15,1ff). Der 1. Šebaṭ gehört nach der Schule Š.s zum 3. und nach der Schule H.s zum 2. Jahre; cf. Rh. Fol. 2a., einen nach der Ansicht der Schule Šammajs und einen nach der Ansicht der Schule Hillels!? –", "R.A͑qiba war darüber selbst im Unklaren; er wußte nämlich nicht, ob es96Der Beginn des Jahres für die Baumfrüchte.nach der Schule Hillels der erste Šebaṭ oder der fünfzehnte Šebaṭ ist, und verfuhr daher in beiden Fällen erschwerend97Jedoch nur nach der Schule H.s..", "R.Joseph saß vor R.Hona und trug vor: R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Sie streiten nur über den Fall, wenn an beiden Seiten [der Durchgangsgasse] Landstraßen oder offene Plätze sich befinden,", "wenn aber auf der einen Seite eine Landstraße und auf der anderen Seite eine Ebene98Dh. kein richtiges öffentl. Gebiet; in einem solchen Gebiete darf man am Šabbath weniger als 4 E.n tragen; cf. Sab. 6a., oder auf beiden Seiten Ebenen sich befinden, so errichte man an der einen Seite eine Art Türrahmen und an der anderen Seite einen Pfosten und einen Querbalken. –", "Wenn schon, falls auf der einen Seite eine Landstraße und auf der anderen Seite eine Ebene sich befindet, eine Art Türrahmen an der einen Seite und Pfosten und Querbalken an der anderen Seite ausreicht, um wieviel mehr, wenn an beiden Seiten sich Ebenen befinden!? –", "Er meint es wie folgt: Wenn eine Straße auf der einen Seite und eine Ebene auf der anderen Seite sich befindet, so ist es ebenso, als wären es Ebenen auf beiden Seiten.", "Dann setzte er im Namen R.Jehudas hinzu: Wenn aber die Durchgangsgasse in ein Gehöft mündet, so ist überhaupt nichts nötig.", "Abajje sprach zu R.Joseph: Diese Lehre R.Jehudas ist von Šemuél," ], [ "denn wenn sie von Rabh wäre, so würde Rabh sich in einem Widerspruche befinden. R.Jirmeja b.Abba sagte nämlich im Namen Rabhs: Wenn eine Durchgangsgasse in ihrer ganzen [Breite] nach einem Vorhofe zu durchbrochen wird und die gegenüberliegende Vorhofwand ebenfalls durchbrochen99Weniger als zehn E.n.wird, so ist der Vorhof100Zur Benutzung am Šabbath.erlaubt und der Durchgang verboten. Weshalb denn, dies ist ja nicht anders, als wenn ein Durchgang in ein Gehöft mündet!?", "Dieser erwiderte: Ich weiß es nicht. Aber in Dura-Dereu͑tha101Wohl Ortsname; die Übersetzung Hirtendorf (Raschi) ist sprachlich unzulässig.befand sich ein in ein Gehöft mündender Durchgang, und als ich vor R.Jehuda trat und ihn fragte, sagte er, es sei weiter nichts nötig. Wenn nun nach Rabh ein Widerspruch bestehen würde, so wird er es im Namen Šemuéls gesagt haben, und es besteht kein Widerspruch.", "Nachdem aber R.Šešeth zu R.Joseph, und wie manche sagen, zu R.Joseph b. Abba, gesagt hat, er wolle es ihm erklären, das eine gelte von dem Falle, wenn sie durch einen E͑rub verbunden sind, und das andere von dem Falle, wenn sie nicht durch einen E͑rub verbunden sind,", "würde sich auch Rabh nicht in einem Widerspruche befinden, denn das eine gilt von dem Falle, wenn die Leute des Vorhofes mit den Leuten der Durchgangsgasse durch einen E͑rub verbunden sind, und das andere von dem Falle, wenn sie nicht verbunden sind. –" ], [ "Worin besteht ihr Streit in dem Falle, wenn sie durch einen E͑rub verbunden sind, und in dem Falle, wenn sie nicht verbunden sind, nach unserer bisherigen Annahme, daß [Rabh und Šemuél] streiten, einerlei ob sie durch einen E͑rub verbunden sind oder nicht verbunden sind? –", "Im Falle, wenn sie nicht verbunden sind, streiten sie über [einen Durchgang], der von außen102Vom Vorhofe aus, außerhalb der Durchgangsgasse. Wenn der Vorhof breiter ist als die Durchgangsgasse u. die Breitenwand in der ganzen Breite des letzteren durchbrochen ist, so hat die durchbrochene Stelle nur vom Hofe aus das Aussehen einer Tür.zu sehen ist und innen nicht.", "Und im Falle, wenn sie verbunden sind, streiten sie über die Lehre R.Josephs, welcher sagt, es sei nur dann [erlaubt], wenn [die Durchgangsgasse] in die Mitte des Gehöftes103Bei einer Verschmelzung der Gebiete kann ja nur der gegenüberliegende, in der Hofwand befindliche Durchbruch berücksichtigt werden; das Gehöft trennt also zwischen der Durchgangsgasse und dem öffentl. Gebiete, wenn er breiter ist als diese, wenn aber eine Wand desselben in gleicher Linie mit der Wand der Durchgangsgasse läuft, so hat es den Anschein, als münde der Durchgang direkt in das öffentliche Gebiet.mündet, jedoch verboten, wenn sie in eine Seite des Gehöftes mündet.", "Rabba sagte: Das, was du sagst, wenn in die Mitte des Gehöftes, sei es erlaubt, gilt nur dann, wenn sie104Der Durchbruch der Durchgangsgasse u. der des Gehöftes.sich nicht gegenüber liegen, nicht aber, wenn sie sich gegenüber liegen.", "R.Mešaršeja sagte: Das, was du sagst, nicht gegenüber sei es erlaubt, gilt nur dann, wenn es ein öffentliches Gehöft ist; wenn es einem einzelnen gehört, kann es vorkommen, daß er sich überlegt und da105Auf der überragenden Stelle des Gehöftes.Häuser baut, und dies gleicht einer Durchgangsgasse, die in die Seite des Gehöftes mündet und verboten ist. –", "Woher entnimmst du, daß man zwischen einem öffentlichen Gehöfte und einem privaten unterscheide? – Rabin b. Ada erzählte im Namen R.Jiçḥaqs: Einst kam vor Rabbi ein Fall, daß eine Durchgangsgasse [in ihrer Länge] an der einen Seite auf einen See und an der anderen Seite auf einen Schutthaufen stieß, und er entschied weder erlaubend noch verbietend.", "Nicht verbietend, da Wände106Der See an der einen Seite u. der Schutthaufen an der anderen Seite.vorhanden waren, nicht erlaubend, da der Schutthaufen abgetragen werden und der See eine Sandbank hervorbringen kann.", "Ist denn das Abtragen des Schutthaufens zu berücksichtigen, wir haben ja gelernt, daß man auf einem zehn Handbreiten hohen Schutthaufen auf öffentlichem Gebiete am Šabbath durch ein über diesem befindliches Fenster [Gegenstände] werfen107Weil der Schutthaufen Privatgebiet ist; man berücksichtige demnach nicht, er könnte abgetragen werden. dürfe!?", "Demnach ist zwischen einem öffentlichen und einem privaten Schutthaufen zu unterscheiden,", "ebenso unterscheide man hierbei zwischen einem öffentlichen und einem privaten Gehöfte. –", "Welcher Ansicht waren die Rabbanan108Hinsichtlich der Durchgangsgasse, bezügl. welcher man Rabbi fragte.?", "R.Joseph b.Evdämi erwiderte: Es wird gelehrt, die Weisen verbieten es. R.Naḥman sagte: Die Halakha ist wie die Weisen. Manche lesen: R.Joseph b.Evdämi erwiderte: Es wird gelehrt, die Weisen erlauben es. R.Naḥman sagte: Die Halakha ist nicht wie die Weisen.", "Meremar grenzte Sura109Die Stadt S. lag an einem See, in den die Durchgangsgassen mündeten; er betrachtete ihn jedoch nicht als ausreichende Wand.durch ein Flechtwerk ab, indem er sagte, der See kann eine Sandbank hervorbringen.", "In Sura befand sich eine krumme Durchgangsgasse, da legten sie eine Matte zusammen und legten sie an die Stelle der Krümmung. R.Ḥisda sprach: Dies entspricht weder der Ansicht Rabhs noch der Ansicht Šemuéls; nach Rabh, welcher sagt, eine solche gelte als offen, ist eine Art Türrahmen erforderlich, und nach Šemuél, welcher sagt, sie gelte als geschlossen, ist dies nur dann der Fall, wenn da ein richtiger Pfosten vorhanden ist, die [Matte] aber ist ja nichts, da ein Wind sie fortwehen kann.", "Hat man sie aber mit einem Pflocke befestigt, so ist es zulässig.", "Der Text. R.Jirmeja b. Abba sagte im Namen Rabhs: Wenn eine Durchgangsgasse in ihrer ganzen Breite offen in einen Vorhof mündet, dessen gegenüberliegende [Wand] ebenfalls durchbrochen ist, so ist der Vorhof erlaubt100Zur Benutzung am Šabbath.und der Durchgang verboten.", "Rabba b. U͑la sprach zu R.Bebaj b. Abajje: Meister, dies lehrt ja unsere Mišna: Wenn ein kleiner Vorhof nach einem großen durchbrochen ist, so ist der große erlaubt100Zur Benutzung am Šabbath.und der kleine verboten, weil er als Pforte des großen anzusehen ist.", "Dieser erwiderte: Wollte man es hieraus entnehmen, so könnte man glauben, nur wo das Publikum nicht verkehrt, wo aber das Publikum verkehrt, sei auch der Vorhof [verboten ]. –", "Aber auch dies haben wir ja gelernt: Ein Vorhof, dessen eine Seite das Publikum als Eingang und dessen andere Seite es als Ausgang benutzt, gilt als öffentliches Gebiet hinsichtlich der Unreinheit110Bei einem Zweifel hinsichtl. der Unreinheit ist es auf Privatgebiet unrein und auf öffentl. Gebiete rein.und als Privatgebiet hinsichtlich des Šabbaths!? –", "Wollte man es hieraus entnehmen, so könnte man glauben, nur wenn [die Durchgänge] nicht gegenüber liegen," ], [ "nicht aber wenn sie gegenüber liegen. –", "Wozu sind beide Lehren nach Rabba nötig, nach dem es verboten ist, wenn [die Durchgänge] gegenüber liegen, wonach man die Lehre Rabhs auf den Fall beziehen muß, wenn sie sich nicht gegenüber liegen!? –", "Wollte man es hieraus entnehmen, so könnte man glauben, nur hinsichtlich des Werfens111Man dürfe in diesen am Š. nichts aus öffentlichem Gebiete werfen, da er als Privatgebiet betrachtet wird, jed. sei es kein richtiges Privatgebiet, um in diesem auch tragen zu dürfen., nicht aber hinsichtlich des Tragens, so lehrt er uns.", "Es wurde gelehrt: Wenn eine Durchgangsgasse die Form eines Vielfußes112Wenn die Durchgangsgasse an beiden Seiten viele Durchgänge hat.hat, so mache man, wie Abajje sagt, die Form eines Türrahmens beim größten [Durchgang], während für die übrigen Pfosten und Querbalken ausreichend sind.", "Raba sprach zu ihm: Also nach Šemuél, welcher sagt, er gelte als geschlossen, – wozu ist demnach die Form eines Türrahmens nötig!? Ferner wurde ja bei jener krummen Durchgangsgasse in Nehardea͑113Ob. Fol. 6b.die Ansicht Rabhs berücksichtigt!?", "Vielmehr, sagte Raba, man mache auf der einen Seite die Form eines Türrahmens an allen [Durchgängen], während für die der anderen Seite Pfosten und Querbalken ausreichen.", "R.Kahana b.Taḥlipha sagte im Namen des R.Kahana b. Matithja im Namen des R.Kahana b.Malkiju im Namen R.Kahanas, des Meisters Rabhs, und wie manche sagen, ist R.Kahana b.Malkiju [identisch mit] R.Kahana, dem Meister Rabhs: Wenn eine Seitenwand der Durchgangsgasse länger und eine kürzer ist, so lege man, wenn weniger als vier Ellen, den Querbalken schräg, wenn aber vier Ellen, so lege man ihn gegenüber der kürzeren. Raba sagte: In beiden Fällen lege man ihn gegenüber der kürzeren.", "Und ich will sowohl meinen Grund als auch ihren Grund erklären. Mein Grund: der Querbalken soll ja als Kennzeichen dienen, wenn er aber schräg liegt, so ist er kein Kennzeichen114Da die Grenze der Durchgangsgasse nicht mit der kürzeren Wand abschließt.mehr.", "Ihr Grund: der Querbalken soll ja als Wand dienen, und eine solche ist er, auch wenn er schräg liegt.", "R.Kahana sprach: Da es eine Lehre von Kahanas115Der Autor und die Tradenten hießen Kahana.ist, so will auch ich hierzu etwas sagen: Man lege den Querbalken nur dann schräg, wenn die Abschrägung zehn [Ellen] nicht übersteigt, wenn sie aber zehn [Ellen] übersteigt, stimmen alle überein, daß man ihn gegenüber der kürzeren lege.", "Sie fragten: Darf man unter dem Querbalken seine Arbeit verrichten? Rabh, R.Ḥija und R.Joḥanan sagen, man dürfe unter dem Querbalken seine Arbeit verrichten, Šemuél, R.Šimo͑n b. Rabbi und R.Šimo͑n b.Laqiš sagen, man dürfe unter dem Querbalken seine Arbeit nicht verrichten. –", "Es ist anzunehmen, daß sie folgenden Streit führen: die einen sind der Ansicht, der Querbalken diene nur als Kennzeichen, und die anderen sind der Ansicht, der Querbalken diene als Wand116Die erst mit der inneren Kante des Querbalkens abgeschlossen wird.. –", "Nein, alle sind der Ansicht, der Querbalken diene nur als Kennzeichen, und sie führen folgenden Streit: die einen sind der Ansicht, das Kennzeichen sei die innere [Kante], und die anderen sind der Ansicht, das Kennzeichen sei die äußere [Kante].", "Wenn du aber willst, sage ich: alle sind der Ansicht, [der Querbalken] diene als Wand, und sie führen folgenden Streit: die einen sind der Ansicht, die innere Kante schließe sie bis unten ab, und die anderen sind der Ansicht, die äußere Kante schließe sie bis unten ab.", "R.Ḥisda sagte: Alle stimmen überein, daß es zwischen den Pfosten117Wenn der Durchgang aus 2 Pfosten ohne Querbalken besteht.verboten sei.", "Rami b. Ḥama fragte R.Ḥisda: Wie ist es, wenn man in beide Seitenwände der Durchgangsgasse, auswärts118In die Dicke der Wand nach der Straße zu., Pflöcke einschlägt und über diese einen Querbalken legt?", "Dieser erwiderte: Nach dem es erlaubt119Im vorangehenden Falle. Wenn der Raum unter dem Balken zur Durchgangsgasse gehört, so gilt die äußere Kante des Querbalkens als Grenze, und da in diesem Falle diese die Wände nicht berührt, so ist ein solcher Durchgang nicht zulässig.ist, ist [ein solcher Durchgang] verboten, und nach dem es verboten ist, ist er erlaubt.", "Raba sagte: Auch nach dem es verboten ist, ist es verboten, da sich der Querbalken über der Durchgangsgasse befinden muß, was hierbei nicht der Fall ist.", "R.Ada b.Mathna wandte gegen Raba ein: Ist der Querbalken" ], [ "weniger als drei [Handbreiten] entfernt oder schwebend120Wenn der Querbalken nicht von Wand zu Wand reicht u. auf einem in der Mitte befindlichen Pflocke ruht., so ist kein zweiter Querbalken nötig, beträgt die Entfernung drei [Handbreiten], so ist ein zweiter Querbalken nötig. R.Šimo͑n b. Gamliél sagt, beträgt sie keine vier [Handbreiten], so ist kein zweiter Querbalken nötig, beträgt sie vier [Handbreiten], so ist ein zweiter Querbalken nötig.", "Unter ‘entfernt’ ist wohl zu verstehen: außerhalb, und unter ‘schwebend’: innerhalb!? –", "Nein, beides innerhalb, nur ist unter ‘entfernt’ zu verstehen: an einer Seite, und unter ‘schwebend’ an beiden Seiten.", "Man könnte nämlich glauben, nur eine Seite gelte als verbunden, nicht aber beide Seiten, so lehrt er uns.", "R.Aši erklärte: Entfernt und schwebend; wenn man nämlich in beide Seitenwände der Durchgangsgasse zwei Pflöcke schräg eingeschlagen121Oben in die Dicke der Wand, nach innen und nach oben gebogen.hat, die weder in ihrer Steigung noch in ihrer Krümmung122Dh. wenn sie keine 3 Handbreiten lang sind, sodaß der Querbalken als mit der Wand verbunden gilt.drei [Handbreiten] haben. Man könnte glauben, [der Balken] werde nur entweder als verlängert oder als herabgedrückt, nicht aber als verlängert und herabgedrückt betrachtet, so lehrt er uns.", "R.Zakkaj rezitierte vor R.Joḥanan: [Der Raum] zwischen den Pfosten und unter dem Querbalken gilt als Neutralgebiet123Und gehört nicht zur Durchgangsgasse; cf. Sab. Fol. 3b, Anm. 22.. Dieser sprach zu ihm: Geh, lehre dies draußen.", "Abajje sagte: Die Ansicht R. Joḥanans ist einleuchtend bezüglich des Raumes unter dem Querbalken, der Raum zwischen den Pfosten124Ohne Querbalken.aber ist verboten.", "Raba aber sagte, auch der Raum zwischen den Pfosten sei erlaubt. Raba sprach: Dies entnehme ich aus folgendem: Als R.Dimi kam, sagte er im Namen R.Joḥanans, daß auf einem Raume von weniger als vier zu vier [Handbreiten]125Zwischen öffentlichem u. Privatgebiet.sowohl die Leute auf dem öffentlichen Gebiete als auch die Leute auf dem Privatgebiete ihre Last schultern dürfen, jedoch nicht tauschen. –", "Und Abajje!? – Dies, wenn er drei [Handbreiten] hoch ist. –", "Abajje sprach: Ich entnehme dies aus folgendem: R.Ḥama b.Gorja sagte im Namen Rabhs, der Raum der Türhöhlung benötige noch eines Pfostens126Der Raum der Türhöhlung zwischen den Pfeilern ist also verbotenes Gebiet., um erlaubtes Gebiet zu sein.", "Wolltest du einwenden, wenn er vier zu vier [Handbreiten]127Wenn die Pfeiler 4 Hb.n dick sind, sodaß der Raum als besonderes Gebiet gilt.hat, so sagte ja R.Ḥanin b.Raba im Namen Rabhs, der Raum der Türöffnung benötige, auch wenn er keine vier zu vier [Handbreiten] hat, eines Pfostens, um erlaubtes Gebiet zu sein. –", "Und Raba!? – Dies, wenn [die Tür] in Neutralgebiet führt. –", "Wenn aber in öffentliches Gebiet, so ist es erlaubt, – der Bürger auf der Erde und der Fremde in den höchsten Himmeln128Dh. dies ist ja ganz widersinnig.!? –", "Freilich, er findet seines gleichen129Stehende Redensart im T. Der Raum der Türöffnung hat dieselbe Eigenschaft wie das Neutralgebiet; er gilt daher als solches, wenn er sich diesem anschließt.und erwacht.", "R.Hona, Sohn des Jehošua͑, sprach zu Raba: Du bist also nicht der Ansicht, daß [nach R.Joḥanan der Raum] zwischen den Pfosten verboten sei; aber Rabba b. Bar Ḥana sagte ja im Namen R.Joḥanans, daß, wenn [die Seitenwand] der Durchgangsgasse aus Pfosten hergestellt ist, die von einander weniger als vier [Handbreiten] entfernt sind, hierauf der Streit zwischen R.Šimo͑n b.Gamliél und den Rabbanan130Bezügl. des nicht bis zur Wand reichenden Querbalkens.zu beziehen sei.", "Nach R.Šimo͑n b. Gamliél, nach dem sie verbunden werden, darf man seine Arbeit bis zur inneren Kante des inneren131Sämtliche Pfosten werden verbunden, somit beginnt der Pfostenraum schon mit dem ersten.Pfostens verrichten, nach den Rabbanan aber, welche sagen, sie werden nicht verbunden, darf man seine Arbeit bis zur inneren Kante des äußersten verrichten; alle stimmen also überein, daß es zwischen den Pfosten verboten sei!? –", "Und Raba!? – Dies ebenfalls, wenn [die Tür] in Neutralgebiet führt. –", "Wenn aber in öffentliches Gebiet, so ist es erlaubt, – der Bürger auf der Erde und der Fremde in den höchsten Himmeln!? – Freilich, er findet seinesgleichen und erwacht." ], [ "R.Aši erklärte: Wenn die Pfosten weniger als vier [Handbreiten] voneinander entfernt sind und eine Ausdehnung von vier Ellen haben.", "Nach R.Šimo͑n b. Gamliél, welcher sagt, sie werden mit einander verbunden, gehört [dieser Raum] zur Durchgangsgasse, somit ist noch ein Pfosten nötig, um [den Durchgang] erlaubt zu machen, nach den Rabbanan aber, welche sagen, sie werden nicht verbunden, ist kein anderer Pfosten nötig132Während der Raum zwischen den Pfosten nach RJ. erlaubtes Gebiet ist.. –", "Aber auch nach R.Šimo͑n b. Gamliél ist er ja ein Durchgang, der von außen zu merken133Demnach sollte kein anderer Pfosten nötig sein.und von innen nicht zu merken ist!? –", "Diese Erklärung ist ja nur nach R.Joḥanan nötig, und als Rabin kam, sagte er im Namen R.Joḥanans, daß, wenn er von außen zu merken und von innen nicht zu merken ist, er nicht als Pfosten gelte.", "Es wurde gelehrt: Ist er von innen zu merken und von außen nicht, so gilt er als Pfosten, ist er von außen zu merken und von innen nicht, so besteht hierüber ein Streit zwischen R.Ḥija und R.Šimo͑n b.Rabbi: einer sagt, er gelte als Pfosten, und einer sagt, er gelte nicht als Pfosten.", "Es ist zu beweisen, daß R.Ḥija es ist, welcher sagt, er gelte als Pfosten. R.Ḥija lehrte nämlich, daß, wenn die Wand an einer Seite eine Vertiefung hat, einerlei ob dies von außen zu merken ist und von innen nicht, oder von innen zu merken ist und von außen nicht, dies als Pfosten gelte. Schließe hieraus. –", "Sollte denn R.Joḥanan dies nicht gehört haben? Vielmehr hat auch er dies gehört, ist aber nicht dieser Ansicht, ebenso ist es auch möglich, daß auch R.Ḥija nicht dieser Ansicht134Er trug nur eine Lehre vor, die er gehört hatte.ist!? –", "Was soll dies: R.Joḥanan ist nicht dieser Ansicht, und er lehrte es auch nicht, wieso aber würde R.Ḥija es gelehrt haben, wenn er nicht dieser Ansicht wäre!?", "Rabba b. R.Hona sagte: Wenn er von außen zu merken ist und von innen nicht, so gilt er als Pfosten. Rabba sprach: Gegen diese Lehre wenden wir ein: Wenn ein kleiner Vorhof nach einem großen durchbrochen ist, so ist der große erlaubt100Zur Benutzung am Šabbath.und der kleine verboten, weil er als Pforte des großen anzusehen ist. Wenn dem nun so wäre, so sollte auch der kleine erlaubt sein, da [für diesen der Durchgang] von außen zu merken und von innen nicht zu merken ist!?", "R.Zera erwiderte: Wenn die Wände des kleinen in den großen hineinragen. –", "Sollen sie135Die Wände des kleinen und die des großen Vorhofes.als verbunden gelten und dann erlaubt sein!?", "Wolltest du sagen, wenn sie von einander weit entfernt136Wenn der kleine Vorhof um so viel schmäler ist, daß dessen Wände mehr als 3 Hb.n von den Wänden des großen entfernt sind.sind, so lehrte ja R.Ada b.Abimi vor R.Ḥanina, wenn der kleine zehn und der große elf [Ellen]137Demnach kann der große Vorhof nur um 3 Hb.n an jeder Seite breiter sein.hat!?", "Rabina erwiderte: Wenn die Wand der einen Seite zwei und die der anderen Seite vier [Handbreiten] entfernt ist. –", "Sollte die eine Wand als verbunden gelten und dieser erlaubt sein!? –" ], [ "Hier ist die Ansicht Rabbis vertreten, welcher sagt, es seien zwei Pfeiler erforderlich. Es wird nämlich gelehrt: Der Vorhof ist auch durch einen Pfeiler138Wenn die nach öffentl. Gebiete liegende Wand durchbrochen wird und die Lücke keine 10 E.n hat.erlaubt, Rabbi sagt, nur durch zwei Pfeiler. –", "Was soll dies: einleuchtend ist die Erklärung, wenn der kleine [Vorhof] zehn und der große elf [Ellen] hat, wenn du sagst, daß, daß es von außen zu merken ist und von innen nicht, er nicht als Pfosten gelte, daß Rabbi der Ansicht R.Joses139Daß Pfosten und Pfeiler 3 Hb.n haben müssen.ist, und ferner von den Erklärungen R. Zeras und Rabinas abzusehen ist, da doch Rabbi der Ansicht R.Joses140In dieser Lehre wird also hervorgehoben, daß der große Vorhof nur dann erlaubt ist, wenn er an beiden Seiten Pfeiler von je 3 Hb.n hat. ist;", "was aber soll die Erklärung, [dies gelte von dem Falle,] wenn der große [Vorhof] elf [Ellen] hat, wenn du sagst, daß, falls es von außen zu merken ist und von innen nicht, er als Pfosten gelte, daß die Erklärungen R.Zeras und Rabinas anzuerkennen sind, und ferner Rabbi nicht der Ansicht R.Joses ist?", "Wie du es nimmst: will er hervorheben, daß der große erlaubt ist, so genügen ja zehn [Ellen] und zwei Handbreiten, und will er hervorheben, daß der kleine verboten ist, so sollte er es von dem Falle lehren, wenn sie mehr von einander abweichen!?", "Vielmehr ist hieraus zu schließen, daß, wenn es von außen zu merken ist und von innen nicht, er nicht als Pfosten gelte. Schließe hieraus.", "R.Joseph sagte: Ich hörte diese Lehre nicht.", "Abajje sprach zu ihm: Du selbst sagtest141RJ. hatte infolge einer schweren Krankheit sein ganzes Wissen vergessen.sie uns, und zwar sagtest du sie uns in Bezug auf folgende Lehre: Rami b. Abba sagte im Namen R.Honas: Wenn ein Pfosten von der Wand des Durchgangs142Und da die Wand bedeutend stärker ist, so ist dieser zwar von außen zu merken, jedoch nicht von innen.ausläuft, so gilt er, falls er keine vier Ellen [breit] ist, als Pfosten, und man darf da von der inneren Kante ab seine Arbeit verrichten, und falls er vier Ellen breit ist, als Durchgang, und man darf da keine Arbeit verrichten.", "Hierzu sagtest du, daß hieraus dreierlei zu entnehmen sei: es sei zu entnehmen, daß [der Raum] zwischen den Pfosten verboten sei, es sei zu entnehmen, daß die Ausdehnung des Durchgangs vier [Ellen] betragen könne, und es sei zu entnehmen, daß, wenn es von außen zu merken ist und von innen nicht, er als Pfosten gelte.", "Die Halakha ist: wenn es von außen zu merken ist und von innen nicht, so gilt er als Pfosten.–So die Halakha, wo dieses widerlegt143Ob. Fol. 9b. wurde!? –", "Weil R.Ḥija übereinstimmend143Ob. Fol. 9b.lehrte.", "DER MEHR ALS ZEHN [ELLEN] BREIT IST, MUSS VERRINGERT WERDEN. Abajje sagte: Es wird gelehrt: Der mehr als zehn [Ellen] breit ist, muß verringert werden; R.Jehuda sagt, man brauche ihn nicht zu verringern. – Wie breit144Darf er nach RJ. sein.? –", "R.Aḥi wollte vor R.Joseph sagen, dreizehn Ellen und ein Drittel, und zwar ist dies [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere, von den Brunnenpfeilern,145Weiler Fol. 17b.zu folgern:", "bei den Brunnenpfeilern ist es ja erlaubt, wenn die Lücke mehr als das Stehende146Eine aus Eckpfeilern bestehende fiktive Umzäunung ist ausreichend.ist, dennoch ist nur eine Breite von dreizehn Ellen und einem Drittel zulässig, um wieviel mehr ist beim Durchgang, bei dem es nicht erlaubt ist, wenn die Lücke mehr als das Stehende ist, nur eine Breite von dreizehn Ellen und einem Drittel zulässig.", "Aber dies eben gibt [den Ausschlag]: bei den Brunnenpfeilern, bei denen es erlaubt ist, wenn die Lücke mehr als das Stehende ist, ist nur eine Breite von dreizehn Ellen und einem Drittel zulässig, beim Durchgang aber, bei dem es nicht erlaubt ist, wenn die Lücke mehr als das Stehende ist, ist auch mehr als dreizehn Ellen und ein Drittel zulässig.", "Oder wie folgt: bei den Brunnenpfeilern, bei denen eine Erleichterung zugelassen wurde, ist auch eine zweite Erleichterung zulässig, beim Durchgang aber ist gar keine zulässig.", "Levi lehrte: Wenn ein Durchgang zwanzig [Ellen] breit ist, so stecke man in die Mitte eine Stange, und dies genügt. Er lehrte dies, und er selbst sagte auch, die Halakha sei nicht wie diese Lehre. Manche sagen, Šemuél habe im Namen Levis gesagt, die Halakha sei nicht wie diese Lehre. –", "Wie mache man es nun? Šemuél erwiderte im Namen Levis:" ], [ "Man setze in die Mitte einen zehn [Handbreiten] hohen Pfeiler, der vier Ellen in die Länge des Durchgangs147Es sind dann 2 Durchgänge.hineinragt.", "Oder man verfahre nach R.Jehuda. R.Jehuda sagte nämlich, daß man, wenn ein Durchgang fünfzehn Ellen breit ist, da einen Pfeiler von drei Ellen in einer Entfernung von zwei Ellen148Von der Wand; die 2 E.n gelten als ausgefüllt, da der Pfeiler breiter ist, sodaß der Durchgang nur 10 E.n hat.setze. –", "Wozu denn, man könnte ja ebenso einen Pfeiler von anderthalb Ellen setzen, und zwei Ellen weiter einen [zweiten] Pfeiler von anderthalb149Auch in diesem Falle ist die Pfeilerwand am Eingang mehr bebaut als frei, jedoch besteht sie aus 2 Teilen.Ellen!? Hieraus ist somit zu entnehmen, daß, wenn das Stehende mehr ist als die Lücke, jedoch nach zwei Seiten geteilt, es nichts sei!? –", "Tatsächlich, kann ich dir erwidern, ist dies wohl gültig, nur ist es hierbei anders, da der freie Raum an der einen Seite und der freie Raum an der anderen Seite150An beiden Seiten des von der Wand abstehenden Pfeilers ist der freie Raum bedeutend breiter als dieser selbst.die Bedeutung [des Mittelpfeilers] aufheben. –", "Man könnte ja ebenso einen eine Elle breiten Pfeiler setzen, eine Elle weiter einen [zweiten] eine Elle breiten Pfeiler und eine Elle weiter einen [dritten] eine Elle breiten Pfeiler!? Hieraus ist somit zu entnehmen, daß, wenn das Stehende der Lücke gleicht, dies nichts sei!? –", "Tatsächlich, kann ich dir erwidern, ist dies sonst erlaubt, hierbei aber ist es anders, da der freie Raum an der einen Seite und an der anderen Seite die Bedeutung [des letzten Pfeilers] aufheben. –", "Man könnte ja ebenso in einer Entfernung von einer Elle einen anderthalb Ellen breiten Pfeiler setzen, und eine Elle weiter, einen [zweiten] anderthalb Ellen breiten Pfeiler!? –", "Dem ist auch so, nur haben die Rabbanan ihn nicht so sehr belästigt. –", "Es ist ja aber zu berücksichtigen, man könnte die große Öffnung lassen und durch die kleine151Wodurch die große Öffnung ihre Bedeutung als Durchgang verliert u. als Lücke zu betrachten ist.gehen!? R.Ada b.Mathna erwiderte: Es ist feststehend, daß niemand die große Öffnung läßt und durch die kleine geht. –", "Womit ist es hierbei anders als bei der Lehre von R.Ami152Bezüglich der durchbrochenen Seitenwand; ob. Fol. 5a.und R.Asi!? –", "Da153Wenn die kleine Öffnung sich an einer Seitenwand befindet.hat man weniger zu gehen, hier aber nicht.", "Dort haben wir gelernt: Das Leder des Sitzes und das Loch desselben werden zur Handbreite154Bezügl. der Verunreinigung durch einen unter diesem liegenden Teil eines Leichnams, was nur dann der Fall ist, wenn das Leder mindestens eine Handbreite hat.vereinigt. –", "Was ist das für ein Leder des Sitzes? Rabba b. Bar Ḥana erwiderte im Namen R. Joḥanans: Das Leder des Klosettsitzes. –", "Wieviel155Wie groß darf das Loch im Leder sein.? – Als R.Dimi kam, sagte er: Zwei Finger an der einen Seite, zwei Finger an der anderen Seite und zwei Finger frei in der Mitte. Als Rabin kam, sagte er: Anderthalb Finger an der einen Seite, anderthalb Finger an der anderen Seite und ein Finger156Nach der ersten Ansicht hat es zusammen 6, nach der zweiten 4 Finger.frei in der Mitte.", "Abajje fragte R.Dimi: Streitet ihr? Dieser erwiderte: Nein; einer spricht vom Daumen, einer spricht vom kleinen Finger, und wir streiten nicht.", "Jener sprach: Doch, ihr streitet wohl, und zwar in dem Falle, wenn das Stehende an beiden Seiten zusammen mehr ist als die Lücke: nach deiner Ansicht gilt es als stehend, auch wenn an beiden Seiten, nach Rabin aber nur dann, wenn an einer Seite, nicht aber, wenn an beiden Seiten zusammen.", "Wollte man sagen, ihr streitet nicht, so müßte ja Rabin sagen :ein und ein Drittel Finger an der einen Seite, ein und ein Drittel Finger an der anderen Seite und ein und ein Drittel Finger frei in der Mitte. –", "Wenn wir aber streiten, so müßte ich ja sagen: ein und zwei Drittel Finger an der einen Seite, ein und zwei Drittel Finger an der anderen Seite und zwei und zwei Drittel Finger frei in der Mitte!?", "Sollten wir streiten, so würde der Streit in dem Falle bestehen, wenn die Lücke dem Stehenden gleicht.", "HAT ER DIE FORM EINES TÜRRAHMENS, SO IST DIES NIGHT NÖTIG, AUCH WENN ER MEHR ALS ZEHN ELLEN BREIT IST. Wir sehen also, daß die Form eines Türrahmens bei der Breite und der Sims bei der Höhe wirksam ist;" ], [ "wie ist es, wenn umgekehrt? –", "Komm und höre: Es wird gelehrt: Ein Durchgang, der mehr als zwanzig Ellen hoch ist, muß verringert werden; hat er die Form eines Türrahmens, so ist dies nicht nötig. –", "Wie verhält es sich mit dem Simse bei der Breite? – Komm und höre: Es wird gelehrt: Ein Durchgang, der mehr als zwanzig Ellen hoch ist, muß verringert werden, der breiter als zehn [Ellen] ist, muß verringert werden. Hat er die Form eines Türrahmens, so ist dies nicht nötig; hat er einen Sims, so ist dies nicht nötig.", "Dies bezieht sich wohl auch auf den Schlußsatz. – Nein, nur auf den Anfangssatz.", "R.Jehuda lehrte Ḥija b.Rabh vor Rabh: Man braucht ihn nicht zu verringern. Da sprach dieser: Lehre ihn, man müsse ihn wohl verringern.", "R. Joseph sagte: Aus den Worten unseres Meisters lernen wir, daß ein Vorhof, [dessen Wände] größtenteils aus Türen und Fenstern bestehen, durch eine Art Türrahmen nicht erlaubt wird. –", "Wieso? – Der Durchgang ist verboten, wenn er mehr als zehn [Ellen] breit ist, und der Vorhof ist verboten, wenn die Lücke mehr ist als das Stehende; wie nun der mehr als zehn Ellen breite Durchgang nicht durch die Form eines Türrahmens erlaubt wird, ebenso wird der Vorhof, wenn die Lücke mehr ist als das Stehende, nicht durch die Form eines Türrahmens erlaubt. –", "Allerdings nicht der Durchgang, wenn er mehr als zehn [Ellen] breit ist, weil es nach R.Meír auch bei den Brunnenpfeilern157Weiter Fol. 17b.nicht erlaubt ist, während es nach aller Ansicht bei den Brunnenpfeilern erlaubt ist, wenn die Lücke mehr ist als das Stehende, wo dies beim Vorhofe verboten ist.", "Jenem wäre eine Stütze zu erbringen: Diese Wände können auch größtenteils aus Türen und Fenstern bestehen, nur muß das Stehende mehr sein als die Lücke.", "Wie ist dies158Wenn das Bestehende mehr sein soll.größtenteils möglich!? Wahrscheinlich ist zu lesen: großenteils aus Türöffnungen und Fenstern bestehen, nur muß das Stehende mehr sein als die Lücke.", "R.Kahana entgegnete: Diese Lehre spricht von lückenhaften Türöffnungen. –", "Welche heißen lückenhafte Türöffnungen? – Hierüber streiten R.Reḥumi und R.Joseph: einer sagt, die keine [richtigen] Pfosten159Wenn Steine fehlen und hervorragen; so nicht, gegen anderslautende Erklärung; vgl. auch Tosaphath zu Men. 33b sv. דלית.haben, und einer sagt, die keine Oberschwelle haben.", "Auch R.Joḥanan ist der Ansicht Rabhs, denn Rabin b.R.Ada erzählte im Namen R.Jiçḥaqs: Einst steckte jemand aus Beth-Ḥivarthan vier Stangen in die vier Ecken seines Feldes und spannte über diese Ranken aus; und als die Sache vor die Weisen kam, erlaubten sie es ihm bezüglich der Mischfrucht160Das Baumfeld muß vom Gemüsefelde 4 Ellen entfernt sein, was, wenn sie durch einen Zaun getrennt sind, nicht nötig ist; auch die Ranken wurden diesbezüglich als Zaun betrachtet..", "Hierzu sagte Reš Laqiš, wie sie es ihm bezüglich der Mischfrucht erlaubt haben, so haben sie es ihm bezüglich des Šabbaths erlaubt; R.Joḥanan aber sagte, bezüglich der Mischfrucht haben sie es ihm erlaubt, bezüglich des Šabbaths haben sie es ihm nicht erlaubt.", "In welchem Falle: wollte man sagen, an der Seite161Wenn er die Ranken nicht über die Stangen, sondern um diese gezogen hat., so sagte ja R.Ḥisda, daß, wenn man die Form eines Türrahmens an der Seite macht, dies ungültig sei,", "doch wohl oben, und zwar waren sie mehr als zehn [Ellen von einander entfernt], denn wenn nur zehn, so würde ja R.Joḥanan nicht gesagt haben, bezüglich des Šabbaths nicht. –", "[[Also, mehr als zehn]]", "Nein, tatsächlich nur zehn, und an der Seite, und sie streiten auch über die Lehre R. Ḥisdas162Von der R.L. nichts hält, während sie nach RJ. beim Šabbathgesetze Geltung hat.. –", "Ich will auf einen Widerspruch hinweisen, in dem sowohl R. Joḥan an als auch Reš Laqiš sich befinden. Reš Laqiš sagte im Namen des R.Jehuda b. R.Ḥanina," ], [ "das Rutengeflecht mache erlaubt163Von Pfeiler zu Pfeiler gezogen, gilt es als Zaun.bei der Mischfrucht, nicht aber beim Šabbathgesetze, und R.Joḥanan sagte, wie es beim Šabbathgesetze nicht als Zaun gilt, ebenso gelte es nicht als Zaun bezüglich der Mischfrucht.", "Allerdings braucht Reš Laqiš sich nicht in einem Widerspruche zu befinden, denn das eine ist seine eigene Ansicht und das andere die seines Lehrers, R.Joḥanan aber befindet sich ja in einem Widerspruche!?", "Richtig wäre es allerdings, wenn du sagen würdest, jene Lehre handle von dem Falle, wenn man sie164Die Ranken, bezw. die Guirlanden.oben, und diese von dem Falle, wenn man sie an der Seite [gelegt hat], wie ist es aber zu erklären, wenn du sagst, beide von dem Falle, wenn an der Seite!? –", "Tatsächlich beide von dem Falle, wenn an der Seite, jedoch jene, wenn [die Stangen] nur zehn [Ellen von einander entfernt sind], diese aber, wenn mehr als zehn. –", "Woher entnimmst du, daß [bei der Mischfrucht] zwischen zehn und mehr als zehn unterschieden wird? – R.Joḥanan sprach zu Reš Laqiš: Hat sich etwa nicht folgendes zugetragen? Einst kam R.Jehošua͑ zu R.Joḥanan b. Nuri, um bei ihm die Tora zu studieren, obgleich er selber im Gesetze von der Mischfrucht kundig war, und er traf ihn zwischen den Bäumen sitzen. Da spannte er eine Ranke von einem Baume zum anderen aus und sprach zu ihm: Meister, dürfte man da [Saaten] säen, wenn hier Weinstöcke wären? Dieser erwiderte: Bei zehn [Ellen]165Wenn die Bäume nicht mehr als 10 E.n voneinander entfernt sind.ist es erlaubt, wenn mehr als zehn, so ist es verboten.", "In welchem Falle: wollte man sagen, wenn man sie oben [spannt], wieso ist es, wenn mehr als zehn, verboten, es wird ja gelehrt, daß, wenn da Spitzpflöcke sind und man sie oben durch ein Rutengeflecht verbindet, es erlaubt sei, auch wenn sie mehr als zehn [Ellen von einander entfernt] sind!?", "Wahrscheinlich an der Seite, dennoch sagte er ihm, daß es bei zehn erlaubt sei, und wenn mehr als zehn, verboten. Schließe hieraus.", "Der Text. R.Ḥisda sagte: Wenn man die Form des Türrahmens an der Seite macht, so ist dies nichts.", "Ferner sagte R.Ḥisda: Der Türrahmen, von dem sie sprechen, muß fest sein, daß er eine Tür halten kann, wenn auch eine Tür aus Stroh.", "Reš Laqiš sagte im Namen R.Jannajs: Der Türrahmen muß auch ein Kennzeichen für die Türangel haben. – Was ist dies für ein Kennzeichen? R.Ivja erwiderte: Eine Angelpfanne.", "R.Aḥa, Sohn R.Ivjas, traf die Schüler R.Ašis und fragte sie: Sagte der Meister etwas über die Form des Türrahmens? Diese erwiderten: Er sagte nichts.", "Es wird gelehrt: Die Form des Türrahmens, von dem sie sprechen, besteht aus einer Stange an der einen Seite, einer Stange an der anderen Seite und einer Stange über diesen. – Müssen sie einander berühren oder brauchen sie es nicht? R.Naḥman sagte, sie brauchen einander nicht zu berühren; R.Šešeth sagte, sie müssen einander berühren.", "Einst traf R. Naḥman beim Exilarchen eine Entscheidung nach seiner Ansicht; da sprach R.Šešeth zu seinem Diener R.Gada: Geh, ziehe [die Pfähle] heraus und wirf sie fort. Dieser ging hin, zog sie heraus und warf sie fort; als aber die Leute des Exilarchen ihn bemerkten, sperrten sie ihn ein. Hierauf ging R.Šešeth zur Tür und sprach: Gada, komm heraus. Da kam er heraus.", "R.Šešeth traf Rabba b.Šemuél und fragte ihn: Hat der Meister etwas über die Form des Türrahmens gelernt? Dieser erwiderte: Jawohl, ich habe folgendes gelernt: Die Bogentür ist nach R.Meír zur Mezuza pflichtig und nach den Weisen frei; sie stimmen jedoch überein, daß, wenn die Schenkel166Die Pfosten unter dem Bogen.zehn [Handbreiten] haben, sie pflichtig sei.", "Abajje sagte: Alle stimmen überein, daß, wenn [die ganze Tür] zehn [Handbreiten] hoch ist, die Schenkel aber keine drei [Handbreiten hoch] sind, oder die Schenkel drei [hoch] sind, [die ganze Tür aber] keine zehn [Handbreiten] hoch ist, dies nichts sei;", "sie streiten vielmehr über den Fall, wenn die Schenkel drei und [die ganze Tür] zehn [Handbreiten] hoch sind, [die Bogenspitze] aber keine vier [Handbreiten] breit ist, jedoch Raum vorhanden ist, sie auf vier zu erweitern;", "R.Meír ist der Ansicht, man erweitere167Fiktiv; dh. es wird als bereits erweitert betrachtet.sie zur Ergänzung, und die Rabbanan sind der Ansicht, man erweitere sie nicht zur Ergänzung.", "-", "iiDER VORSCHRIFTSMÄSSIGE DURCHGANG BESTEHT, WIE DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, AUS EINEM PFOSTEN UND EINEM QUERBALKEN, UND WIE DIE SCHULE HILLELS SAGT, AUS EINEM PFOSTEN ODER EINEM QUERBALKEN; R.ELIEZER SAGT, AUS ZWEI PFOSTEN.", "EIN SCHÜLER SPRACH VOR R.A͑QIBA IM NAMEN R.JIŠMA͑ÉLS: DIE SCHULE ŠAMMAJS UND DIE SCHULE HILLELS STREITEN NICHT ÜBER EINEN DURCHGANG, DER WENIGER ALS VIER ELLEN [BREIT] IST, OB ER DURCH EINEN PFOSTEN ODER EINEN QUERBALKEN ERLAUBT WIRD; SIE STREITEN NUR ÜBER EINEN VON VIER BIS ZEHN ELLEN BREITEN: DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, PFOSTEN UND QUERBALKEN, UND DIE SCHULE HILLELS SAGT, PFOSTEN ODER QUERBALKEN. R.A͑QIBA ENTGEGNETE: SIE STREITEN ÜBER DEN EINEN UND DEN ANDEREN.", "GEMARA. Also weder nach Ḥananja noch nach dem ersten Tanna168Der Fragende glaubte, es handle sich hier um eine nach beiden Seiten offene Durchgangsgasse, worüber diese streiten; ob. Fol. 6a.!?", "R.Jehuda erwiderte: Er meint es wie folgt: wie ist der geschlossene Durchgang169Der Durchgang einer an 3 Seiten geschlossenen Durchgangsgasse.vorschriftsmäßig? Die Schule Šammajs sagt, Pfosten und Querbalken, die Schule Hillels sagt, Pfosten oder Querbalken. –", "«Die Schule Šammajs sagt, Pfosten und Querbalken.» Demnach wäre die Schule Šammajs der Ansicht, nach der Tora seien vier Wände erforderlich? –", "Nein, wegen des Werfens170Aus öffentlichem Gebiete in einen mit 3 bezw. 2 Wänden umgebenen Raum; ein richtiges Privatgebiet, um in diesem am Šabbath auch tragen zu dürfen, ist er jedoch nicht.ist man schon bei drei [Wänden] schuldig, das Tragen ist aber nur [dann erlaubt], wenn vier vorhanden sind. –", "«Die Schule Hillels sagt, Pfosten oder Querbalken.» Demnach wäre die Schule Hillels der Ansicht, nach der Tora seien drei Wände erforderlich? –", "Nein, wegen des Werfens170Aus öffentlichem Gebiete in einen mit 3 bezw. 2 Wänden umgebenen Raum; ein richtiges Privatgebiet, um in diesem am Šabbath auch tragen zu dürfen, ist er jedoch nicht.ist man schon bei zwei [Wänden] schuldig, das Tragen ist aber nur [dann erlaubt], wenn drei vorhanden sind.", "R.ELIE͑ZER SAGT, AUS ZWEI PFOSTEN. Sie fragten: Meint R.Elie͑zer zwei Pfosten und einen Querbalken, oder meint er zwei Pfosten ohne Querbalken? –", "Komm und höre: Einst besuchte R.Elie͑zer seinen Schüler R.Jose b.Perida" ], [ "in Oblin und traf ihn in einem Durchgang sitzen, der nur einen Pfosten hatte. Da sprach er zu ihm: Mein Sohn, mache noch einen zweiten Pfosten. Dieser fragte: Brauche ich ihn denn zu schließen? Jener erwiderte: Schließe ihn, was ist denn dabei.", "R.Šimo͑n b.Gamliél sagte: Die Schule Hillels und die Schule Šammajs streiten nicht über einen Durchgang, der weniger als vier Ellen [breit] ist, für einen solchen ist überhaupt nichts nötig; sie streiten nur über einen von vier bis zehn Ellen breiten: die Schule Šammajs sagt, Pfosten und Querbalken, und die Schule Hillels sagt, Pfosten oder Querbalken.", "Hier heißt es also: brauche ich ihn denn zu schließen. Erklärlich ist die Entgegnung: brauche ich ihn denn zu schließen, wenn du sagst, zwei Pfosten und ein Querbalken, was aber heißt ‘zu schließen’, wenn du sagst, zwei Pfosten ohne Querbalken!? –", "Er meinte es wie folgt: brauche ich ihn denn mit Pfosten zu schließen.", "Der Meister sagte: R.Šimo͑n b.Gamliél sagte: Die Schule Hillels und die Schule Šammajs streiten nicht über einen Durchgang, der weniger als vier Ellen [breit] ist, für einen solchen ist überhaupt nichts nötig. Wir haben ja aber gelernt: Ein Schüler sprach vor R.A͑qiba im Namen R. Jišma͑éls: Die Schule Hillels und die Schule Šammajs streiten nicht über einen Durchgang, der weniger als vier Ellen breit ist, ob er durch einen Pfosten oder einen Querbalken erlaubt wird!?", "R.Aši erwiderte: Er meinte es wie folgt: für einen solchen ist weder Querbalken und Pfosten, nach der Schule Šammajs, noch zwei Pfosten, nach R.Elie͑zer, nötig, vielmehr ist für ihn ein Querbalken oder ein Pfosten ausreichend, nach der Schule Hillels. –", "Wieviel171Von welcher Breite ab ist ein Pfosten erforderlich.!? R.Aḥlaj, manche sagen, R.Jeḥiél, erwiderte: Bei vier [Handbreiten].", "R.Šešeth sagte im Namen des R.Jirmeja b.Abba im Namen Rabhs: Die Weisen pflichten R.Elie͑zer bei bezüglich der Pfeiler172Wenn eine Wand nach einem öffentl. Gebiete durchbrochen ist, müssen Pfeiler an beiden Seiten der Lücke zurückbleiben.des Vorhofes.", "R.Naḥman sagte: Die Halakha ist wie R.Elie͑zer bezüglich der Pfeiler des Vorhofes. R.Naḥman b. Jiçḥaq sprach: Rabbi ist es, der ihm beipflichtet. – Wenn die Halakha wie er ist, so streiten ja andere gegen ihn? – Es sind die Rabbanan. Es wird nämlich gelehrt: Der Vorhof ist durch einen Pfeiler erlaubt, Rabbi sagt, durch zwei Pfeiler.", "R.Asi sagte im Namen R.Joḥanans: Der [Durchgang] des Vorhofes muß zwei Pfeiler haben. R.Zera sprach zu R.Asi: Kann R.Joḥanan dies denn gesagt haben, du selbst sagtest ja im Namen R.Joḥanans, die Pfeiler des Vorhofes müssen vier [Handbreiten] haben!? Wolltest du sagen, vier an der einen und vier an der anderen Seite,", "so lehrte ja R.Ada b. Abimi vor R.Ḥananja, wie manche sagen, vor R.Ḥanina b.Papi, in dem Falle, wenn der kleine [Vorhof] zehn und der große elf [Ellen]173Demnach können die Pfeiler des großen nur je 3 Hb.n haben.hat!? –", "Als R.Zera von seinen Seereisen zurückkehrte, erklärte er es: Wenn an nur einer Seite, vier [Handbreiten], wenn an beiden Seiten, irgend wieviel an der einen Seite und irgend wieviel an der anderen Seite.", "Die Lehre des Ada b. Abimi ist nach Rabbi, und zwar ist er der Ansicht R.Joses174Nach welchem der Pfosten od. Pfeiler 3 Hb.n haben muß..", "R.Joseph sagte im Namen R.Jehudas im Namen Šemuéls: Für [den Durchgang] des Vorhofes genügt ein Pfeiler. Abajje sprach zu R.Joseph: Kann denn Šemuél dies gesagt haben, er sagte ja zu R.Ḥananja b. Šila, daß er bei einer Entscheidung darauf achte, daß entweder [ein Pfeiler] die größere Hälfte der Wand einnehme oder zwei Pfeiler vorhanden seien!?", "Dieser erwiderte: Ich aber kenne folgendes Ereignis: Einst wurde in Dura-Dereu͑tha [die Wand] eines Vorhofes durch eine Meereszunge zerstört, und als die Sache vor R.Jehuda kam, entschied er, daß nur ein Pfeiler nötig sei.", "Jener entgegnete: Anders ist es bei einer Meereszunge, da die Weisen beim Wasser erleichtert haben.", "So fragte R.Ṭabla den Rabh, ob die schwebende Wand eine Ruine zu erlaubtem Gebiete mache, und dieser erwiderte, die schwebende Wand sei nur beim Wasser175Cf. infra Fol. 87b.zulässig, weil die Weisen beim Wasser erleichtert haben. –", "Aber immerhin befindet sich ja Šemuél in einem Widerspruche!? –", "Als R.Papa und R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, aus dem Lehrhause kamen, erklärten sie, wenn an nur einer Seite, vier [Handbreiten], wenn an beiden Seiten, irgend wieviel an der einen Seite und irgend wieviel an der anderen Seite.", "R.Papa sprach: Ich würde folgenden Einwand erhoben haben: Šemuél sagte zu R.Ḥananja b.Šila, daß er bei einer Entscheidung darauf achte, daß entweder [ein Pfeiler] die größere Hälfte der Wand einnehme oder zwei Pfeiler vorhanden seien.", "Wozu braucht der Pfeiler die größere Hälfte der Wand einzunehmen, ein Pfeiler von vier [Handbreiten] ist ja ebenfalls ausreichend!? Wolltest du sagen, er spreche von der größeren Hälfte einer sieben [Handbreiten] breiten Wand, bei der vier die größere Hälfte bilden, so sind ja auch keine vier nötig, für eine solche genügen ja drei und etwas darüber, denn R.Aḥlaj, und wie manche sagen, R.Jeḥiél, sagte, es sei bis vier176Für einen Durchgang unter 4 Hb.n sei kein Pfeiler erforderlich; wenn die Wand nur 7 Hb.n hat, so braucht der Pfeiler demnach nur etwas über 3 Hb.n zu haben.zulässig!? –", "Wenn du willst, sage ich, das eine gilt von einem Vorhofe und das andere von einem Durchgang, und wenn du willst, sage ich, über die Lehre R.Aḥlajs selbst streiten Tannaím.", "Die Rabbanan lehrten: Wenn eine Meereszunge in einen Vorhof dringt, so darf man am Šabbath aus diesem kein Wasser schöpfen, es sei denn, daß man eine zehn Handbreiten hohe Umzäunung macht. Dies nur dann, wenn die Lücke mehr als zehn [Ellen breit] ist, wenn aber weniger, so ist dies nicht nötig. –", "Nur schöpfen darf man nicht, wohl aber darf man da tragen – der Vorhof hat ja eine Lücke177Im Texte: in seiner ganzen Ausdehnung; dh. mehr als 10 E.n., die nach verbotenem Gebiete führt!? –" ], [ "Dies gilt nur von dem Falle, wenn eine Schwelle178Dh. Erhöhung, ein Rest von der Wand in Höhe von 10 Hb.n, der jed. durch das Wasser nicht zu sehen ist.noch zurückbleibt.", "R.Jehuda sagte: Wirft jemand etwas179Am Šabbath aus öffentlichem Gebiete.in eine mit einem Pfosten versehene Durchgangsgasse, [deren Anwohner] sich nicht vereinigt180Wenn mehrere Vorhöfe durch eine gemeinsame Durchgangsgasse verbunden sind, so dürfen die Anwohner am Šabbath nichts aus ihrem Privatgebiete nach dem gemeinsamen, der Durchgangsgasse, tragen. Um eine diesbezügliche Erlaubnis zu erzielen, müssen sie gemeinschaftlich eine Speise zusammenbringen, einen E͑rub, der in einen der Höfe niedergelegt wird.haben, so ist er schuldig; ist sie mit einem Querbalken versehen, so ist er frei.", "R.Šešeth wandte ein: Nur dann, wenn [die Anwohner] sich nicht vereinigt haben, wenn sie sich aber vereinigt haben, so ist er schuldig, auch wenn sie mit einem Querbalken versehen ist, – kann dieser Laib181Durch den die Vereinigung erfolgt ist.sie denn zum Privat- oder öffentlichen Gebiete machen,", "es wird ja gelehrt, daß, wenn jemand etwas in einen gemeinsamen Vorhof oder in eine Durchgangsgasse, die nicht offen ist, wirft, er schuldig sei, einerlei ob sie sich durch einen E͑rub vereinigt haben oder nicht!? –", "Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: R.Jehuda sagte: Wirft jemand etwas179Am Šabbath aus öffentlichem Gebiete.in eine mit einem Pfosten versehene Durchgangsgasse, die zur Vereinigung nicht geeignet182Wenn sie an beiden Seiten offen ist.ist, so ist er schuldig; ist sie mit einem Querbalken versehen, so ist er frei.", "Demnach ist er der Ansicht, der Pfosten gelte als Wand und der Querbalken als Kennzeichen. Ebenso sagte auch Rabba, der Pfosten gelte als Wand und der Querbalken als Kennzeichen. Raba aber sagte, sowohl der eine als auch der andere gelte als Kennzeichen.", "R.Ja͑qob b.Abba wandte gegen Raba ein: Wirft jemand etwas179Am Šabbath aus öffentlichem Gebiete.in eine Durchgangsgasse, so ist er schuldig, wenn sie einen Pfosten hat, wenn aber nicht, so ist er frei!? –", "Er meint es wie folgt: wenn sie nur eines Pfostens183Wenn eine Seite geschlossen ist.benötigt, so ist der Werfende schuldig, wenn aber eines Pfostens und noch etwas184Wenn beide Seiten offen sind, in welchem Falle an der anderen Seite die Form eines Türrahmens erforderlich ist.dazu, so ist der Werfende frei.", "Jener wandte ferner gegen ihn ein: Noch mehr sagte R.Jeliuda: Wer zwei [gegenüberliegende] Häuser auf beiden Seiten der Straße hat, darf an beiden Enden je einen Pfosten oder je einen Querbalken setzen und in der Mitte nehmen und geben.", "Jene sprachen zu ihm: Auf diese Weise kann man für das öffentliche Gebiet185Demnach ist dies bei einer Durchgangsgasse selbst nach den Rabbanan zulässig, weil der Pfosten als Wand gilt.keinen E͑rub machen!? –", "R.Jehuda ist (da) der Ansicht, daß nach der Tora zwei Wände genügen186Als welche die beiden gegenüberliegenden Häuser gelten; die beiden Pfosten sind nur ein Kennzeichen..", "R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Ist die Durchgangsgasse ebenso lang wie breit, so ist [für den Durchgang] ein Pfosten von irgend welcher Breite nicht ausreichend. R.Ḥija b.Aši sagte im Namen Rabhs: Ist die Durchgangsgasse ebenso lang wie breit, so ist [für den Durchgang] ein eine Handbreite breiter Querbalken nicht ausreichend.", "R.Zera sprach: Wie genau sind doch die Lehren der Greise; da die Länge und die Breite gleichmäßig sind, so gleicht er einem Vorhofe, und für den Vorhof ist Querbalken oder Pfosten nicht ausreichend, sondern ein Pfeiler von vier [Handbreiten].", "R.Zera sprach: Ich würde folgenden Einwand erhoben haben: soll doch dieser Pfosten als Pfeiler von irgend welcher Breite betrachtet werden und zulässig sein!? –", "Ihm entging das, was R.Asi im Namen R.Joḥanans gesagt hat, daß nämlich der Pfeiler des Vorhofes vier [Handbreiten] haben müsse.", "R.Naḥman sagte: Es ist uns überliefert, daß eine Durchgangsgasse, für die Pfosten und Querbalken ausreichend sind, länger als breit sein muß und Häuser und Vorhöfe in diese münden müssen, und daß ein Vorhof, für den nicht Querbalken und Pfosten ausreichen, sondern ein vier [Handbreiten] breiter Pfeiler, viereckig sein muß. –", "Nur viereckig und nicht rund!? – Nein, er meint es wie folgt: ist er länger als breit, so ist er eine Durchgangsgasse, und für eine Durchgangsgasse sind auch Pfosten und Querbalken ausreichend, wenn aber nicht, so ist er ein Vorhof. –", "Um wieviel [muß er länger sein]? – Šemuél dachte zu sagen, er müsse zweimal so lang als breit sein, da sprach Rabh zu ihm: Mein Freund187Sein Oheim R.Ḥija.sagte, auch irgend wieviel.", "EIN SCHÜLER SPRACH IM NAMEN R.JIŠMA͑ÉLS &C." ], [ "R.A͑QIBA ENTGEGNETE: SIE STREITEN ÜBER DEN EINEN UND DEN ANDEREN.", "R.A͑qiba sagt ja dasselbe, was der erste Tanna!? – sie streiten bezüglich der lehre188Bezügl. eines Durchgangs unter 4 Hb.n; ob. Fol. 12a. R. Aḥlajs, beziehungsweise R.JeḥIéls; es ist aber nicht bekannt189Wer seiner Ansicht ist..", "Es wird gelehrt: R. A͑qiba erwiderte: Nicht R.Jišma͑él sagte dies, sondern dieser Schüler selbst, und die Halakha ist wie dieser Schüler. –", "Dies widerspricht sich ja selbst: zuerst sagst du, nicht R.Jišma͑él habe dies gesagt, demnach ist die Halakha nicht wie jener, und darauf sagst du, die Halakha sei wie jener Schüler!?", "R.Jehuda erwiderte im Namen Šemuéls: R.A͑qiba sagte dies nur, um dadurch den Scharfsinn der Schüler anzuregen.", "R.Naḥman b.Jiçḥaq erwiderte: Er sagte nur, dies leuchte ein190Jedoch nicht, daß die Halakha so sei..", "R.Jehošua͑ b. Levi sagte: Wenn da irgendwo findest, ein Schüler habe etwas im Namen R.Jišma͑éls vor R.A͑qiba gesagt, so ist es R.Meír, der zuerst bei R.Jišma͑él und dann bei R.A͑qiba famulierte.", "Es wird nämlich gelehrt: R.Meír erzählte: Als ich bei R.Jišma͑él war, pflegte ich Vitriol191Nach Raschi: atramentum, Schreiberschwärze.in die Tinte zu tun, und er sagte mir nichts; als ich aber [später] zu R.A͑qiba kam, verbot er es mir. –", "Dem ist ja aber nicht so, R.Jehuda erzählte im Namen Šemuéls im Namen R.Meírs: Als ich bei R.A͑qiba lernte, pflegte ich Vitriol in die Tinte zu tun, und er sagte mir nichts; als ich aber [später] zu R.Jišma͑él kam, fragte er mich: Mein Sohn, was ist deine Beschäftigung? Ich erwiderte ihm: Ich bin [Tora]Schreiber. Da sprach er zu mir: Mein Sohn, sei vorsichtig bei deiner Arbeit, denn sie ist eine Gottesarbeit; wenn du nur einen Buchstaben auslassest oder einen Buchstaben zuviel [schreibst], zerstörst192Da dadurch Blasphemien entstehen können.du die ganze Welt.", "Ich erwiderte ihm: Ich habe etwas, das ich in die Tinte tue, es ist Vitriol. Darauf entgegnete er mir: Darf man denn Vitriol in die Tinte tun, die Tora sagt ja: 193Num. 5,23.er schreibe, und er verwische, eine Schrift, die sich verwischen läßt!? –", "Was sagte ihm jener, und was erwiderte ihm dieser? –", "Er sprach zu ihm wie folgt: selbstverständlich bin ich im Schreiben der defekten und vollen [Worte] kundig, aber ich brauche auch nicht zu befürchten, eine Fliege könnte sich auf das Häkchen des Daleth setzen, es verwischen und aus diesem ein Reš194Es würde zBs. Dt. 6,4 heißen: Gott sei אחר, ein anderer, statt אחד, einzig.machen, denn ich habe etwas, das ich in die Tinte tue, nämlich Vitriol.", "Es besteht also ein Widerspruch sowohl bezüglich des Famulierens195Nach der anderen Lehre famulierte er zuerst bei RA͑.als auch bezüglich des Verbotes!?", "Allerdings kann man den Widerspruch bezüglich des Famulierens erklären: er kam zuerst zu R. A͑qiba, und da er ihn nicht verstand196Er hatte zu wenig Wissen, um die scharfsinnigen Erläuterungen RA͑.s zu verstehen., ging er zu R.Jišma͑él, bei dem er das Gesetz lernte, und kehrte dann zu R.A͑qiba zurück, dessen Erläuterungen er dann verstand;", "aber bezüglich des Verbotes besteht ja ein Widerspruch!? – Dem ist auch so.", "Es wird gelehrt: R.Jehuda sagte: R.Meír sagt, man dürfe in jede Tinte Vitriol tun, außer [zum Schreiben] des Abschnittes von der Ehebruchverdächtigten197Den Abschnitt Num. 5,11ff.;R.Ja͑qob sagte in seinem Namen, außer [zum Schreiben] des Abschnittes von der Ehebruchverdächtigten im Tempel198Für eine Ehebruchverdächtigte.. –", "Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? R.Jirmeja erwiderte: Ob man [diesen Abschnitt ] 199Der wegen der Ehebruchverdächtigten zu verwischen ist.aus der Tora ausradieren darf.", "Diese Tannaim führen denselben Streit, wie die Tannaím der folgenden Lehre: Die Rolle, die für eine Ehebruchverdächtigte geschrieben wurde, ist für eine andere unbrauchbar; R.Aḥi b.Jošija sagt, sie sei auch für eine andere brauchbar.", "R.Papa entgegnete: Vielleicht ist dem nicht so; der erste Tanna ist dieser Ansicht nur da, denn da [die Rolle] einmal für Rahel bestimmt war, kann sie nicht mehr für Lea bestimmt werden, einen Abschnitt der Tora aber, der ohne Bestimmung geschrieben wurde, darf man wohl ausradieren.", "R.Naḥmanb.Jiçḥaq entgegnete: Vielleicht ist dem nicht so; R.Aḥi b. Jošija ist dieser Ansicht nur da, wo [die Rolle] immerhin für eine Ehebruchverdächtigte geschrieben wurde, einen Abschnitt der Tora aber, der ja zum Studium geschrieben wurde, darf man nicht ausradieren. –", "Aber hält denn R.Aḥi b.Jošija nichts von dem, was wir gelernt haben: Wenn jemand einen Scheidebrief für seine Frau geschrieben" ], [ "und [von der Scheidung] abgekommen ist, und darauf ein Mitbürger ihn trifft und zu ihm spricht: du heißest ebenso wie ich, und deine Frau heißt ebenso wie meine Frau, so ist der Scheidebrief für diese unbrauchbar!? –", "Es ist ja nicht gleich; [bei der Scheidung] heißt es: 200Dt. 24,1.er schreibe für sie, wonach das Schreiben für sie erfolgen muß, [bei der Ehebruchverdächtigten] aber heißt es :201Num. 5,30.er verfahre mit ihr, wonach das Verfahren für sie erfolgen muß, und das Verfahren besteht im Verwischen.", "R.Aḥa b.Ḥanina sagte: Offenbar und bekannt ist es dem, durch dessen Wort die Welt erschaffen wurde, daß im Zeitalter R.Meírs niemand war, der ihm gleichkäme; nur deshalb setzten sie die Halakha nicht wie er fest, weil seine Genossen nicht in die Tiefe seiner Gedanken zu dringen vermochten. Er erklärte nämlich das Unreine als rein und begründete es, und ebenso das Reine als unrein und begründete es.", "Es wird gelehrt: Er hieß nicht R.Meír, sondern R.Nehoraj, und nur deshalb wird er R.Meír genannt, weil er die Augen der Weisen in der Halakha aufleuchten [meír] machte. Eigentlich hieß er auch nicht R.Nehoraj, sondern R.Neḥemja, und manche sagen, R.Elea͑zar b.A͑rakh, und nur deshalb wird er R.Nehoraj genannt, weil er die Augen der Weisen in der Halakha auf leuchten [manhir] machte.", "Rabbi sagte: Daß ich scharfsinniger bin als meine Genossen, kommt daher, weil ich R.Meír von hinten202Er saß beim Vortrage RM.s unmittelbar hinter diesem.sah; hätte ich ihn aber von vorn gesehen, so wäre ich noch scharfsinniger, denn es heißt:203Jes. 30,20.deine Augen sollen deinen Meister sehen.", "R.Abahu sagte im Namen R. Joḥan ans: R.Meír hatte einen Schüler Namens Symmachos, der über jeden unreinen Gegenstand achtundvierzig Gründe der Unreinheit und über jeden reinen Gegenstand achtundvierzig Gründe der Reinheit sagte.", "Es wird gelehrt: In Jabne war ein talentvoller Jünger, der hundertundfünfzig Gründe aufzuführen vermochte, daß das Kriechtier rein sei.", "Rabina sprach: Auch ich kann deduzieren, daß es rein ist: Wenn eine Schlange, die [Menschen] tötet und dadurch Unreinheit verbreitet, rein ist, um wieviel mehr ist es das Kriechtier, das nicht tötet und keine Unreinheit verbreitet!?", "Dies ist aber nichts, sie tut dies nur wie der Dorn204Der ebenfalls durch einen Stich töten kann, ohne unrein zu sein..", "R.Abba sagte im Namen Šemuéls: Drei Jahre stritten die Schule Šammajs und die Schule Hillels: eine sagte, die Halakha sei nach ihr zu entscheiden, und eine sagte, die Halakha sei nach ihr zu entscheiden. Da ertönte eine Hallstimme und sprach: [Die Worte] der einen und der anderen sind Worte des lebendigen Gottes; jedoch ist die Halakha nach der Schule Hillels zu entscheiden. –", "Wenn aber [die Worte] der einen und der anderen Worte des lebendigen Gottes sind, weshalb war es der Schule Hillels beschieden, daß die Halakha nach ihr entschieden wurde? – Weil sie verträglich und bescheiden war, und sowohl ihre eigene Ansicht als auch die der Schule Šammajs studierte; noch mehr, sie setzte sogar die Worte der Schule Šammajs vor ihre eigenen.", "So zum Beispiel in folgender Lehre: Wenn jemand sich mit dem Kopfe und dem größeren Teile des Körpers in der Festhütte befindet, den Tisch aber in der Stube205Weil sie zu klein ist; cf. Suk. Fol. 3a. hat, so ist sie nach der Schule Šammajs unbrauchbar und nach der Schule Hillels brauchbar. Die Schule Hillels sprach zu der Schule Šammajs: Einst besuchten ja die Ältesten der Schule Šammajs und die Ältesten der Schule Hillels den R.Joḥanan b. Heḥoranith und trafen ihn nur mit dem Kopfe und mit dem größeren Teile des Körpers in der Festhütte, während der Tisch sich in der Stube befand. Die Schule Šammajs erwiderte: Soll dies ein Beweis sein!? Sie sprachen ja auch zu ihm: Wenn du stets so verfahren bist, so hast du in deinem Leben nie das Gebot von der Festhütte ausgeübt.", "Dies lehrt dich, daß, wenn jemand sich erniedrigt, der Heilige, gepriesen sei er, ihn erhöht, und wenn jemand sich erhöht, der Heilige, gepriesen sei er, ihn erniedrigt. Wer nach Größe jagt, vor dem flieht sie; wer vor der Größe flieht, dem jagt sie nach. Wer das Schicksal drängt, den drängt das Schicksal, wer sich von seinem Schicksal verdrängen läßt, dem steht das Schicksal bei.", "Die Rabbanan lehrten: Zwei und ein halbes Jahr stritten die Schule Šammajs und die Schule Hillels: eine sagte, es wäre für den Menschen besser, nicht erschaffen worden zu sein, als daß er erschaffen worden ist, und eine sagte, es sei für den Menschen besser, daß er erschaffen worden ist, als daß er nicht erschaffen worden wäre. Darauf stimmten sie ab und kamen überein, daß es für den Menschen zwar besser wäre, nicht erschaffen worden zu sein, nachdem er aber erschaffen worden ist, untersuche er seine Handlungen; manche lesen: erwäge er seine Handlungen206Nach der 1. Lesart, die bereits begangenen, nach der 2. Lesart, die zu begehenden..", "iiiDER QUERBALKEN, VON DEM SIE SPRECHEN, MUSS SO BREIT SEIN, UM EINEN HALBZIEGEL AUFNEHMEN ZU KÖNNEN. DER HALBZIEGEL HAT DIE HÄLFTE EINES DREI HANDBREITEN LANGEN ZIEGELS, JEDOCH GENÜGT FÜR DEN QUERBALKEN DIE BREITE EINER HANDBREITE, UM EINEN HALBZIEGEL SEINER ivLÄNGE NACH AUFNEHMEN ZU KÖNNEN.", "ER MUSS BREIT GENUG SEIN, UM EINEN HALBZIEGEL AUFNEHMEN, UND STARK GENUG, UM EINEN HALBZIEGEL TRAGEN ZU KÖNNEN; R.JEHUDA SAGT, WENN NUR BREIT GENUG, AUCH WENN NICHT vSTARK GENUG. IST ER AUS STROH207Ergänzung der Worte RJ.s.ODER ROHR, SO IST ER ALS AUS METALL BESTEHEND ZU BETRACHTEN; \n", "IST ER KRÜMM, SO IST ER ALS GERADE ZU BETRACHTEN; IST ER RUND, SO IST ER ALS VIERECKIG ZU BETRACHTEN. WAS DREI HANDBREITEN IM KREISE HAT, HAT EINE HANDBREITE IM DURCHMESSER208Wie schon die Kommentare bemerken, mathematisch ungenau.." ], [ "GEMARA. Wieso eine Handbreite, er müßte ja anderthalb breit sein!? –", "Wenn er so breit ist, um eine Handbreite aufzunehmen, so kann man die überragende halbe Handbreite mit Lehm bestreichen, etwas an der einen Seite und etwas an der anderen Seite.", "Rabba b. R.Hona sagte, der Querbalken, von dem sie sprechen, müsse so stark sein, um einen Halbziegel tragen zu können, die Träger des Balkens brauchen jedoch nicht so stark zu sein, um Querbalken und Halbziegel tragen zu können. R. Ḥisda sagte, diese und jener müssen auch209Im Texte: Querbalken und Halbziegel.den Halbziegel tragen können.", "R.Šešeth sagte: Wenn man einen Querbalken über den Durchgang legt und über diesen eine Matte ausbreitet, die bis drei [Handbreiten] vom Boden herabhängt, so ist hier weder Querbalken noch Zaun vorhanden: kein Querbalken, da er bedeckt ist, kein Zaun, da es ein Zaun ist, durch den Ziegen durchschlüpfen können.", "Die Rabbanan lehrten: Wenn ein Querbalken aus einer Wand herausragt und die gegenüberliegende Wand nicht berührt, ebenso wenn zwei Querbalken aus zwei gegenüberliegenden Wänden herausragen und einander nicht berühren, so ist, wenn die [Entfernung] keine drei [Handbreiten] beträgt, kein anderer Querbalken nötig; beträgt sie aber drei [Handbreiten], so ist ein anderer Querbalken nötig.", "R.Šimo͑n b.Gamliél sagt, beträgt [die Entfernung] keine vier [Handbreiten], sei kein anderer Querbalken nötig, beträgt sie vier [Handbreiten], sei ein anderer Querbalken nötig.", "Ebenso ist, wenn zwei Querbalken, von denen weder der eine noch der andere allein einen Halbziegel aufnehmen kann, neben einander liegen, wenn sie zusammen einen Halbziegel von anderthalb Handbreiten der Breite nach aufnehmen können, kein anderer Querbalken nötig, wenn aber nicht, ein anderer Querbalken nötig.", "R.Šimo͑n b. Gamliél sagt, wenn sie [auseinander gerückt] einen (Halb-)Ziegel von drei [Handbreiten] der Länge nach aufnehmen können, sei kein anderer Querbalken nötig, wenn aber nicht, sei noch ein anderer Querbalken nötig.", "Befindet sich einer oben und einer unten, so betrachte man, wie R.Jose b. R.Jehuda sagt, den oberen, als läge er ebenfalls unten, oder den unteren, als läge er ebenfalls oben, nur darf der obere nicht höher als zwanzig [Ellen] und der untere nicht niedriger als zehn [Handbreiten] sein.", "Abajje sagte: R. Jose b. R.Jehuda ist in einem Falle der Ansicht seines Vaters, und in einem Falle streitet er gegen ihn. In einem Falle ist er der Ansicht seines Vaters, indem er ebenfalls der Ansicht ist, daß zu betrachten210Als wäre seine Beschaffenheit, bezw. Lage vorschriftsmäßig.sei,", "und in einem Falle streitet er gegen ihn, indem R.Jehuda der Ansicht ist, [der Querbalken] dürfe sich oberhalb zwanzig [Ellen] befinden, während R.Jose b. R.Jehuda der Ansicht ist, nur innerhalb zwanzig [Ellen] und nicht oberhalb zwanzig.", "R.JEHUDA SAGT, WENN NUR BREIT GENUG, AUCH &C. R.Jehuda lehrte Ḥija b.Rabh vor Rabh: Wenn nur breit genug, auch wenn nicht stark genug. Da sprach dieser: Lehre ihn: breit und stark genug. –", "R.Ilea͑j sagte ja aber im Namen Rabhs, wenn nur breit genug, brauche er nicht stark genug zu sein!? – Anders ist es, wenn er vier [Handbreiten] breit ist.", "IST ER AUS STROH &C. Er lehrt uns damit, daß zu betrachten210Als wäre seine Beschaffenheit, bezw. Lage vorschriftsmäßig.sei, und das ist ja dasselbe!? –", "Man könnte glauben, nur wenn er aus dem gleichen Material besteht, nicht aber, wenn aus einem anderen, so lehrt er uns.", "IST ER KRUMM, SO IST ER ALS GERADE ZU BETRACHTEN. Selbstverständlich211Auch dieser Fall gleicht dem vorangehenden.!? – Er lehrt uns damit das, was R.Zera gesagt hat. R.Zera sagte nämlich: Befindet sich [der Querbalken] innerhalb und die Krümmung außerhalb des Durchgangs, oder dieser innerhalb der zwanzig [Ellen] und die Krümmung oberhalb der zwanzig, oder dieser oberhalb der zehn [Handbreiten] und die Krümmung unterhalb, so ist, wenn man die Krümmung abziehen würde und dazwischen keine drei [Handbreiten] sein würden, kein anderer Querbalken nötig, wenn aber wohl, so ist ein anderer Querbalken nötig. –", "Aber auch dies ist ja selbstverständlich?! – Nötig ist es wegen des Falles, wenn sich dieser innerhalb und die Krümmung außerhalb des Durchgangs befindet; man könnte glauben, es sei zu berücksichtigen, man könnte veranlaßt werden, sich nach dieser zu richten, so lehrt er uns.", "IST EH RUND, SO IST ER ALS VIERECKIG ZU BETRACHTEN. Wozu ist dies weiter nötig!? – Dies ist wegen des Schlußsatzes nötig: Was drei Handbreiten im Kreise hat, hat eine Handbreite im Durchmesser. –", "Woher dies? R.Joḥanan erwiderte: Die Schrift sagt:212iReg. 7,23. 26. Er fertigte das Meer, gegossen, von einem Rande bis zum anderen zehn Ellen weit, ringsum rund und fünf Ellen hoch; und eine Schnur von dreißig Ellen umspannte dasselbe ringsum. –", "Die Dicke des Randes213Der Wandung, die beim Durchmesser des Innenraumes nicht mitgerechnet wird.kommt ja noch hinzu!?", "R.Papa erwiderte: Vom Rande heißt es, daß er einem Lilienblatt glich, denn es heißt: 212iReg. 7,23. 26.und seine Dicke betrug eine Handbreite, und sein Rand war wie der Rand eines Bechers gestaltet, nach der Art einer Lilienblüte; zweitausend Bath faßte es. –", "Aber immerhin kommt ja irgend eine Dicke hinzu!? – Er spricht vom inneren [Umfang].", "R.Ḥija lehrte: Das Meer, das Šelomo gemacht hatte, faßte einhundertundfünfzig Tauchbäder der Reinigung. – Aber das Tauchbad hat ja vierzig Seá!? Es wird nämlich gelehrt: 214Lev. 14,9.Er soll seinen Leib im Wasser baden:" ], [ "in angesammeltem Wasser; den ganzen Leib im Wasser baden: worin sein ganzer Leib sich befindet; eine Elle zu einer Elle in einer Höhe von drei Ellen. Danach berechneten die Weisen das Wasser für das Tauchbad auf vierzig Seá.", "Auf dreihundert Quadratellen kommen mithin hundert, und auf einhundertundfünfzig fünfzig [Tauchbäder]. Demnach sind ja [für einhundertundfünfzig Tauchbäder] vierhundertundfünfzig Quadratellen ausreichend, während [das Meer] fünfhundert21510×10×5=500.Quadratellen faßte!? –", "Dies nur bei einem Viereck, während das von Šelomo gefertigte Meer rund war. –", "Merke, das Quadrat ist ja um ein Viertel grösser als der Kreis, wonach von vierhundert hundert und von hundert fünfundzwanzig fehlen, somit fehlen ja einhundertfünfundzwanzig!? –", "Rami b. Jeḥezqel lehrte, daß das von Šelomo gefertigte Meer in seinen unteren drei Ellen viereckig und in seinen oberen zwei Ellen rund war2163×100=300 u. 2×100=200—50=150; 300+150=450..", "Allerdings kann es nicht umgekehrt gewesen sein, da es heißt, der Rand war rund, vielleicht aber nur eine [Elle] !? –", "Dies ist nicht einleuchtend, denn es heißt: zweitausend Bath faßte es; das Bath hat drei Seá, denn es heißt:217Ez. 45,14.das Bath ist ein Zehntel218Das Kor hat 30 Seá.des Kor, somit hatte [das Meer] sechstausend Seá219Das sind also 150 Tauchbäder zu 40 Seá.. –", "Es heißt ja aber:220iiChr. 4,5.es faßte dreitausend Bath!? – Für die Häufung221Bei der Messung von Trockenem..", "Abajje sagte: Hieraus ist zu entnehmen, daß die Häufung ein Drittel beträgt. Ebenso haben wir gelernt: Ein Kasten, eine Truhe, ein Schrank, ein Bienenkorb aus Stroh oder Rohr und ein Wasserbehälter eines alexandrinischen Schiffes, die einen flachen Boden haben und vierzig Seá Flüssiges, gleich zwei Kor218Das Kor hat 30 Seá.Trockenes fassen, sind rein222Für die Unreinheit nicht empfänglich, da sie wegen ihrer Größe nicht unter den Begriff Gefäß fallen..", "viDIE PFOSTEN, VON DENEN SIE SPRECHEN, MÜSSEN EINE HÖHE VON ZEHNHANDBREITEN UND KÖNNEN EINE BELIEBIGE BREITE UND DICKE HABEN. R.JOSE SAGT, EINE BREITE VON DREI HANDBREITEN.", "GEMARA. DIE PFOSTEN, VON DENEN SIE SPRECHEN &C. Es wäre anzunehmen, daß eine anonyme Mišna223Die von Pfeilern in der Mehrzahl spricht.die Ansicht R.Elie͑zers vertritt, welcher sagt, es seien zwei Pfosten erforderlich. –", "Nein, die Pfosten allgemein. – Demnach sollte er auch vom Querbalken224Oben Fol. 13b.lehren: die Querbalken, nämlich die Querbalken allgemein!? –", "Er meint es wie folgt: die Pfosten, über die R.Elie͑zer und die Weisen streiten, müssen eine Höhe von zehn Handbreiten und können eine beliebige Breite und Dicke haben. – Was heißt beliebig? – R.Ḥija lehrte: Selbst wie eine Mantelschnur.", "Es wird gelehrt: Hat jemand den Pfosten in die Mitte der Durchgangsgasse225Ihrer Länge.gesetzt, so steht ihm nur eine halbe Durchgangsgasse frei. – Selbstverständlich!? – Lies: so steht ihm eine halbe Durchgangsgasse frei. – Aber auch dies ist ja selbstverständlich? – Man könnte glauben, man befürchte, er könnte verleitet werden, sich der ganzen zu bedienen, so lehrt er uns.", "Raba sagte: Hat jemand den Pfosten des Durchgangs drei [Handbreiten] vom Boden oder von der Wand entfernt gesetzt, so ist dies nichts. Und selbst R.Šimo͑n b. Gamliél, welcher sagt, man betrachte es als verbunden, ist dieser Ansicht nur in dem Falle, wenn [die Entfernung] sich oben befindet, nicht aber in dem Falle, wenn sie sich unten befindet, da es ein Zaun ist, durch den Ziegen durchschlüpfen können.", "R.JOSE SAGT, EINE BREITE VON DREI HANDBREITEN. R.Joseph sagte im Namen R.Jehudas im Namen Šemuéls: Die Halakha ist nicht wie R.Jose, weder bei der Salztunke226Cf. Sab. Fol. 108aff.noch bei den Pfosten.", "R.Hona b. Ḥenana sprach zu ihm: Du sagtest uns dies nur bezüglich der Salztunke und nicht bezüglich der Pfosten; bei der Salztunke wohl deshalb nicht, weil die Rabbanan gegen ihn streiten, und ebenso streiten ja die Rabbanan gegen ihn auch bei den Pfosten!? Dieser erwiderte: Anders ist es bei den Pfosten, da auch Rabbi seiner Ansicht227Ob. Fol. 10a.ist.", "R.Reḥumi lehrte es wie folgt: R.Jehuda, Sohn des R.Šemuél b. Šilath, sagte im Namen Rabhs: Die Halakha ist nicht wie R.Jose, weder bei der Salztunke noch bei den Pfosten. Man fragte ihn: Hast du es gesagt? Dieser erwiderte: Nein. Raba sprach: Bei Gott, er hat dies gesagt, und ich lernte es von ihm. – Weshalb ist er davon zurückgetreten? – Weil R.Jose [stets] seinen Grund228Od. Gesetzeskunde. Das ו in נימוקו ist Suffix. Die Lesart עמו (seines Volkes, sc. der Gelehrte, νομικóς) beruht auf Unkenntnis der talmud. Sprache.hat.", "Raba b. R. Ḥanan fragte Abajje: Wie ist die Halakha? Dieser erwiderte: Geh, sieh, wie das Volk verfährt.", "Manche beziehen dies auf folgende Lehre: Wer des Durstes wegen Wasser trinkt, spreche [den Segen] ‘Alles entsteht durch sein Wort’. R.Tryphon sagt: ‘Der viele Seelen und ihre Bedürfnisse erschafft’. Diesbezüglich fragte R.Ḥanan den Abajje, wie die Halakha sei, und dieser erwiderte: Geh, sieh, wie das Volk verfährt." ], [ "Es wurde gelehrt: Ein Pfosten, der bereits229Wenn er nicht zu dem Zwecke aufgestellt wurde, um einen rituell vorschriftsmäßigen Durchgang herzustellen.steht, ist, wie Abajje sagt, ein [rituell brauchbarer] Pfosten, und wie Raba sagt, kein Pfosten.", "Wenn man am Tage vorher mit ihm überhaupt nicht gerechnet230Wenn ein anderer vorhanden war, der am Šabbath fortgekommen ist.hat, stimmen alle überein, daß er kein Pfosten ist, sie streiten nur über den Fall, wenn man am Tage vorher mit ihm gerechnet hat: Abajje sagt, er sei ein Pfosten, da man am Tage vorher mit ihm gerechnet hat, und Raba sagt, er sei keiner, da er von vornherein nicht zu diesem Zwecke aufgestellt wurde, (so gilt er nicht als Pfosten).", "Man glaubte [im Lehrhause], daß sie, wie sie bezüglich eines Pfostens streiten, auch bezüglich einer Wand streiten.", "Komm und höre: Wenn jemand seine Festhütte zwischen Bäumen errichtet, sodaß die Bäume die Wände bilden, so ist sie brauchbar!? – Hier handelt es sich um den Fall, wenn er sie von vornherein zu diesem Zwecke gepflanzt hat. – Demnach ist dies ja selbstverständlich!? – Man könnte glauben, es sei zu berücksichtigen, er könnte sich des Baumes231Am Feste von den Früchten pflücken.bedienen, so lehrt er uns. –", "Komm und höre: Befindet sich da232An einen Brunnen; cf. infra Fol. 17b. ein Baum, eine Steinwand oder eine Strauchhecke, so wird er als Doppelpfeiler betrachtet!? –", "Hier handelt es sich um den Fall, wenn man sie von vornherein zu diesem Zwecke errichtet hat. – Was lehrt er uns demnach damit!? – Er lehrt uns, daß die Strauchhecke aus Stäben bestehen kann, die weniger als drei Handbreiten von einander entfernt sind, worüber Abajje den Rabba befragte. –", "Komm und höre: Wenn das Geäst eines Baumes zur Erde herabhängt, so darf man, falls es keine drei Handbreiten von der Erde absteht, darunter [am Šabbath] tragen!? – Hier handelt es sich ebenfalls um den Fall, wenn er von vornherein zu diesem Zwecke gepflanzt wurde. –", "Demnach sollte man doch unter dem ganzen umhertragen dürfen, wieso sagte nun R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, man dürfe darunter nur auf dem Raume von zwei Seáflächen233Eine Fläche für 2 Seá Aussaat. So nach dem Wortlaute des Textes; jedoch zu verstehen: der Raum darunter hat nur dann den Charakter eines Wohnraumes, wenn er nicht mehr als 2 Seáflächen hat. umhertragen!? –", "Weil dieser ein Wohnraum ist, der wegen des Luftraumes [außerhalb] benutzt234Ein solcher Raum wird nicht wegen seines Innenraumes benutzt, zum Wohnen od. zur Aufbewahrung, sondern wegen des Außenraumes, zur Bewachung der Umgebung od. zum Schutze gegen die Sonne. Ausführl. weiter Fol. 22a.wird, und in einem Wohnraume, der wegen des Luftraumes [außerhalb] benutzt wird, darf man am Šabbath umhertragen, nur wenn er nicht mehr als zwei Seáflächen hat. –", "Komm und höre: Wenn jemand den Šabbath auf einem zehn [Handbreiten] hohen Hügel feiert, der von vier Ellen bis zwei Seáflächen groß ist, oder in einer Vertiefung von zehn [Handbreiten], die von vier Ellen bis zwei Seáflächen groß ist, oder auf einem Stoppelfelde, das von Halmen umgeben ist, so darf er innerhalb dieses Raumes und zweitausend Ellen235Diese Entfernung darf am Šabbath nicht überschritten werden; cf. Ber. Fol. 39b, Anm. 112.außerhalb desselben gehen.", "Wolltest du erwidern, hier handle es sich ebenfalls um den Fall, wenn sie von vornherein zu diesem Zwecke errichtet worden sind, so kann dies allerdings vom Stoppelfelde gelten, wie ist es aber hinsichtlich des Hügels und der Vertiefung zu erklären!? –", "Vielmehr, hinsichtlich einer solchen Wand stimmen alle überein, daß sie als Wand gilt, sie streiten nur über den Pfosten. Abajje vertritt seine Ansicht, daß nämlich der Pfosten als Wand dient, und die bereits bestehende Wand gilt als Wand, und Raba vertritt seine Ansicht, daß nämlich der Pfosten nur als Kennzeichen dient, und ein Kennzeichen ist er nur dann, wenn er von vornherein zu diesem Zwecke aufgestellt wird, sonst aber nicht. –", "Komm und höre: Wenn Steine aus einer Steinwand herausragen und von einander weniger als drei [Handbreiten] entfernt sind, so ist kein anderer Pfosten nötig, sind sie aber von einander drei [Handbreiten] entfernt, so ist ein anderer Pfosten nötig!? –", "Hier handelt es sich ebenfalls um den Fall, wenn man sie von vornherein zu diesem Zwecke eingebaut hat. – Demnach ist dies ja selbstverständlich!? – Man könnte glauben, diese dienen nur als Verbindung mit einem neuen Bauwerke, so lehrt er uns. –", "Komm und höre: R.Ḥija lehrte: Wenn eine Wand an einer Seite eine Vertiefung hat, einerlei, ob dies von außen zu merken ist und von innen nicht, oder von innen zu merken ist und von außen nicht, so gilt dies als Pfosten!? –", "Hier handelt es sich ebenfalls um den Fall, wenn sie von vornherein zu diesem Zwecke gemacht worden ist. – Was lehrt er uns demnach damit!? – Er lehrt uns, daß, wenn es von außen zu merken ist und von innen nicht, es als Pfosten gelte! –", "Komm und höre: Rabh saß einst in einer Durchgangsgasse, und R.Hona saß vor ihm und sprach zu seinem Diener: Geh, hole mir einen Krug Wasser. Während er zurückkam, stürzte der Pfosten ein. Da winkte er ihm mit der Hand, und dieser blieb auf seinem Platze stehen. R.Hona sprach zu ihm: Will der Meister nicht mit der Dattelpalme236Die am Durchgang stand, u. die als Pfosten dienen könnte.rechnen? Dieser erwiderte: Dieser Jünger glaubt, die Leute hätten keine Halakha gelernt; haben wir denn gestern mit dieser gerechnet!?", "Nur deshalb, weil sie mit dieser nicht gerechnet hatten, wenn aber wohl, so würde sie als Pfosten gegolten haben!? –", "Man könnte glauben, daß Abajje und Raba über den Fall streiten, wenn man damit nicht gerechnet hat, wenn man aber damit gerechnet hat, gelte er als Pfosten. Dies kann aber nicht sein. Am Hause des Bar Habo befand sich ein Balkonträger, und Abajje und Raba stritten über ihn237Dieser diente zugleich als Pfosten an einem Durchgang.während ihres ganzen Lebens.", "viiALLES KANN ALS PFOSTEN VERWENDET WERDEN, SELBST EIN LEBENDES WESEN; R.MEÍR VERBIETET DIES. EIN SOLCHES IST FERNER, WENN ES ALS ROLLSTEIN238Zum Verschlüsse eines Grabes; vgl. Sab. Fol. 152b, Anm. 101.VERWENDET WIRD, VERUNREINIGEND; \n" ], [ "NACH R.MEÍR IST ES REIN. FERNER KANN MAN AUF EIN SOLCHES SCHEIDEBRIEFE SCHREIBEN; NACH R.JOSE DEM GALILÄER IST ES DAZU UNBRAUCHBAR.", "GEMARA. Es wird gelehrt: R.Meír sagte: Ein lebendes Wesen darf weder als Wand für eine Festhütte, noch als Pfosten für einen Durchgang, noch als Pfeiler für einen Brunnen, noch als Rollstein für ein Grab verwendet werden. Im Namen R.Jose des Galiläers sagten sie, man dürfe auf ein solches auch keine Scheidebriefe schreiben. –", "Was ist der Grund R.Jose des Galiläers? – Es wird gelehrt : 239Dt. 24,2.Brief; ich weiß dies nur von einem Briefe, woher, daß auch jede andere Sache einbegriffen ist? Es heißt: 239Dt. 24,2.er schreibe ihr, auch auf alles andere. Weshalb heißt es demnach Brief? Um dir zu sagen: wie ein Brief eine leblose Sache ist und nicht ißt, ebenso alles andere, was leblos ist und nicht ißt. –", "Und die Rabbanan!? – Heißt es denn auf einen Brief, es heißt ja nur Brief, und dies bedeutet nur, daß die Worte zu schreiben sind. –", "Was folgern die Rabbanan aus [den Worten:] so schreibe er? – Hieraus folgern sie, daß sie nur durch ein Schriftstück geschieden wird und nicht durch Geld. Man könnte nämlich glauben, da die Scheidung der Antrauung240Wörtl. Fortgehen und Sein [sc. Weib], im Anschlüsse an Dt. 24,2.gleicht, könne auch die Scheidung durch Geld erfolgen, wie die Antrauung durch Geld erfolgt, so lehrt er uns. –", "Woher entnimmt dies R.Jose der Galiläer? – Er folgert dies aus [dem Worte] Trennungsbrief; nur der Brief und nichts anderes trennt sie. –", "Und die Rabbanan!? – Aus [dem Worte] Trennungsbrief folgere man, daß es eine Sache sein muß, die zwischen ihm und ihr vollständig241Die Gültigkeit des Scheidebriefes darf nicht von irgendwelchen Bedingungen abhängig sein.trennt. Es wird nämlich gelehrt: Sagte er: da hast du einen Scheidebrief mit der Bedingung, daß du nie Wein trinkest, oder: mit der Bedingung, daß du nie in das Haus deines Vaters gehest, so ist dies keine Trennung; wenn aber bis nach dreißig Tagen, so ist dies eine Trennung. –", "Und R.Jose der Galiläer!? – Er folgert dies aus dem [Worte] Trennung242Statt der längeren Form כריתות sollte die Schrift die kürzere Form כרת gebrauchen.. –", "Und die Rabbanan!? – Sie deuten [das Wort] Trennung nicht.", "viiiWENN EINE KARAWANE IN EINEM TALE LAGERT, DAS SIE MIT DEM SPANNZEUG DER TIERE UMGEBEN HAT, SO DARF MAN IN DIESEM UMIIERTRAGEN, NUR MUSS DIE UMZÄUNUNG ZEHN HANDBREITEN HOCH SEIN UND DÜRFEN DIE LÜCKEN NICHT MEHR BETRAGEN ALS DAS UMBAUTE.", "EINE LÜCKE VON UNGEFÄHR ZEHN ELLEN IST ZULÄSSIG, WEIL SIE ALS TÜRÖFFNUNG ANZUSEHEN IST; EINE GRÖSSERE IST VERBOTEN.", "GEMARA. Es wurde gelehrt: Gleicht die Lücke dem Stehenden, so ist es, wie R.Papa sagt, erlaubt, und wie R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagt, verboten.", "R.Papa sagt, es sei erlaubt, denn der Allbarmherzige lehrte Moše243Die Vorschriften über die Umzäunungen sind Moše am Sinaj überliefert worden; ob. Fol. 4a.wie folgt: mehr als die Hälfte darf nicht offen sein. R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagt, es sei verboten, denn der Allbarmherzige lehrte Moše wie folgt: mehr als die Hälfte muß umzäunt sein. –", "Wir haben gelernt: Und dürfen die Lücken nicht mehr betragen als das Umbaute. Demnach ist ebensoviel erlaubt!? –", "Folgere nicht, ebensoviel sei erlaubt, sondern, wenn das Umbaute mehr ist als die Lücken, sei es erlaubt. –", "Demnach sollte er ja, wenn es gleichmäßig verboten ist, lehren: die Lücken dürfen nicht ebensoviel sein wie das Umbaute!? – Das ist ein Einwand. –", "Komm und höre: Wenn jemand seine Festhütte mit Spießen oder Seitenbrettern von einem Bette bälkt, so ist sie, wenn der Abstand zwischen ihnen244Der mit brauchbarer Hüttenbedachung angefüllt werden kann.ihnen gleicht, brauchbar!? –", "Hier handelt es sich um den Fall, wenn sie hin- und hergeschoben245Durch die Zwischenräume, demnach müssen diese etwas größer sein.werden. –", "Man kann ja [den Abstand] genau bemessen!?", "R.Ami erwiderte: Wenn man einen Überschuß läßt.", "Raba erwiderte: Liegen diese der Breite nach, so lege man [die Hüttenbedachung] der Länge nach, liegen diese der Länge nach, so lege man jene der Breite246Die taugliche Bedachung muß dann etwas größer als der Abstand sein.nach. –", "Komm und höre: Wenn eine Karawane in einem Tale lagert, das sie mit Kamelen, Sätteln," ], [ "Sattelkissen, Lastsäcken, Rohr und Sträuchern umgeben hat, so darf man in diesem umhertragen, nur darf ein Kamel vom anderen nicht um ein Kamel, ein Sattel vom anderen nicht um einen Sattel, ein Sattelkissen vom anderen nicht um ein Sattelkissen entfernt sein!? –", "Hier ebenfalls, daß man sie hin- und herschieben245Durch die Zwischenräume, demnach müssen diese etwas größer sein.kann. –", "Komm und höre: Somit gibt es bei der Umzäunung247Vgl. hierzu Kil.IV,4.drei Grade: sind [die Latten] weniger als drei [Handbreiten breit], so dürfen sie von einander keine drei [Handbreiten] abstehen, sodaß eine Ziege nicht mit einem Satze hindurch kann.", "Sind sie drei oder von drei bis vier [Handbreiten breit], so darf [der Abstand] von einander nicht so groß sein, wie ihre Breite, sodaß die Lücke nicht dem Stehenden gleichkommt; wenn aber die Lücke mehr ist als das Stehende, so ist es248Sämereien zu säen, falls sich auf der anderen Seite des Zaunes Weinstöcke befinden.auch längs dem Stehenden verboten.", "Sind sie vier [Handbreiten] bis zehn Ellen [breit], so darf [der Abstand] von einander nicht so groß sein, wie ihre Breite, sodaß die Lücke nicht dem Stehenden gleichkommt; wenn aber die Lücke dem Stehenden gleichkommt, so ist es längs dem Stehenden erlaubt und längs der Lücke verboten; ist aber das Stehende mehr als die Lücke, so ist es auch längs der Lücke erlaubt.", "Hat [der Zaun] eine Lücke von mehr als zehn [Ellen], so ist es verboten. Wenn da Spitzpfähle sind und man sie oben durch ein Rutengeflecht verbindet, so ist es erlaubt, auch wenn sie von einander mehr als zehn [Ellen entfernt] sind.", "Der Anfangssatz lehrt also, daß, wenn sie von drei bis vier [Handbreiten breit] sind, [der Abstand] von einander nicht so groß wie die Breite sein dürfe. Dies ist eine Widerlegung R.Papas!? –", "R.Papa kann dir erwidern: unter ‘wie die Breite’ ist zu verstehen, daß man sie hin- und herschieben kann.", "Dies ist auch einleuchtend, denn er lehrt, daß, wenn die Lücke mehr ist als das Stehende, es auch längs dem Stehenden verboten sei; demnach ist es erlaubt, wenn gleich dem Stehenden. Schließe hieraus. –", "Demnach wäre dies ja eine Widerlegung R. Honas, des Sohnes R.Jehošua͑s!? – Er kann dir erwidern: wie ist nach deiner Ansicht der Schlußsatz zu erklären: ist aber das Stehende mehr als die Lücke, so ist es auch längs der Lücke erlaubt; demnach ist es verboten, wenn gleich der Lücke!? –", "Der Schlußsatz widerspricht also der Ansicht R.Papas und der Anfangssatz widerspricht der Ansicht R. Honas, des Sohnes R.Jehošua͑s!? –", "Der Schlußsatz widerspricht nicht der Ansicht R.Papas, denn im Schlußsatze heißt es deshalb: das Stehende mehr als die Lücke, weil es im Anfangssatze heißt: die Lücke mehr als das Stehende.", "Und der Anfangssatz widerspricht nicht der Ansicht R.Honas, des Sohnes R.Jehošua͑s, denn im Anfangssatze heißt es deshalb: die Lücke mehr als das Stehende, weil er im Schlußsatze lehren will: das Stehende mehr als die Lücke. –", "Einleuchtend ist es nach R.Papa, daß er sie249Die Fälle von 3 Hb.n Breite u. mehr als 3 Hb.n.nicht zusammen lehrt,", "nach R.Hona, dem Sohne des R.Jehošua͑, aber sollte er sie doch zusammen lehren: sind sie weniger als drei oder drei [Handbreiten breit], so dürfen sie von einander keine drei [Handbreiten] abstehen!? –", "Die Unbrauchbarkeit im Anfangssatze gleicht nicht der Unbrauchbarkeit im Schlußsatze: im Anfangssatze deshalb nicht, damit nicht eine Ziege mit einem Satze hindurch könne, im Schlußsatze deshalb nicht, damit nicht die Lücke dem Stehenden gleichkomme. –", "‘Weniger als drei [Handbreiten]’. Dies nach den Rabbanan, welche sagen, bei weniger als drei [Handbreiten Abstand] gelte es als verbunden250Cf. supra Fol. 9a., nicht aber bei drei [Handbreiten],", "dagegen heißt es im Schlußsatze: von drei bis vier [Handbreiten]," ], [ "also nach R.Šimo͑n b. Gamliél, welcher sagt, bei weniger als vier [Handbreiten Abstand] gelte es als verbunden, denn nach den Rabbanan sind ja drei und vier dasselbe, wieso könnte es heißen: von drei bis vier, [ausschließlich]!?", "Abajje erwiderte: Da der Anfangssatz die Ansicht der Rabbanan vertritt, so vertritt auch der Schlußsatz die Ansicht der Rabbanan, denn die Rabbanan pflichten bei, daß, wenn der entsprechende [Abstand] erlaubt werden soll, vier [Handbreiten] von Bedeutung sind, weniger aber nicht.", "Raba erwiderte: Da der Schlußsatz die Ansicht des R.Šimo͑n b. Gamliél vertritt, so vertritt auch der Anfangssatz die Ansicht des R.Šimo͑n b. Gamliél, denn nur oben gilt es nach R.Šimo͑n b. Gamliél251Bei einem Abstande bis zu 4 Hb.n.als verbunden, unten aber gilt es nicht als verbunden, da es einem Zaune gleicht, durch den Ziegen durchschlüpfen können. –", "Komm und höre: Diese Wände können auch größtenteils aus Türen und Fenstern bestehen, nur muß das Stehende mehr sein als die Lücke.", "Wie ist dies größtenteils möglich!? Vielmehr wenn sie großenteils aus Türen und Fenstern bestehen, sind sie erlaubt, nur muß das Stehende mehr sein als Lücke.", "Wenn es aber der Lücke gleicht, ist es also verboten. Dies ist ja eine Widerlegung R.Papas!? – Eine Widerlegung. Die Halakha ist aber wie R.Papa. –", "Widerlegt und so die Halakha!? – Allerdings, denn unsere Mišna stimmt mit ihm überein. Diese lehrt, daß die Lücken nicht mehr als das Umbaute sein dürfen, wonach es gleich diesem erlaubt ist.", "ixSIE DÜRFEN ES252Das Tal, von dem in der vorangehenden Mišna gesprochen wird.AUCH MIT DREI STRICKEN ÜBEREINANDER UMSPANNEN, NUR DARF EIN STRICK VOM ANDEREN KEINE DREI HANDBREITEN ENTFERNT SEIN.", "DIE STÄRKE DER STRICKE, IHRE DICKE MUSS MEHR ALS EINE HANDBREITE HABEN, SODASS DIE GANZE [HÖHE] ZEHN HANDBREITEN BETRAGE.", "x,1SIE DÜRFEN ES AUCH MIT ROHRSTÄBEN UMZÄUNEN, NUR DARF [DER ABSTAND] ZWISCHEN EINEM ROHRE UND DEM ANDEREN KEINE DREI HANDBREITEN BETRAGEN.", "SIE SAGTEN ES NUR VON EINER KARAWANE – SO R.JEHUDA; DIE WEISEN SAGEN, SIE SPRECHEN NUR DESHALB VON EINER KARAWANE, WEIL DIES DAS GEWÖHNLICHE IST.", "EINE WAND, DIE NICHT AUS KREUZ UND QUER LAUFENDEN STÄBEN BESTEHT, GILT NICHT ALS WAND – SO R.JOSE B. R.JEHUDA; DIE WEISEN SAGEN, EINES VON BEIDEM.", "GEMARA. R.Hamnuna sagte: Sie sagten, daß, wenn beim Senkrechten das Stehende mehr ist als die Lücke, es gültig sei; wie ist es aber, fragte R.Hamnuna, beim Wagerechten?", "Abajje erwiderte: Komm und höre: Die Stärke der Stricke, ihre Dicke muß mehr als eine Handbreite haben, sodaß die ganze [Höhe] zehn Handbreiten betrage. Wozu brauchen sie, wenn dem so253Daß es auch wagerecht zulässig sei, wenn das Stehende mehr ist als die Lücke.wäre, mehr als eine Handbreite [dick] zu sein,", "man könnte ja [einen Abstand] von weniger als drei [Handbreiten] lassen und einen Strick von irgend welcher Dicke ziehen, [einen Abstand] von weniger als drei [Handbreiten] lassen und einen Strick von irgend welcher Dicke ziehen und [einen Abstand] von weniger als vier [Handbreiten] lassen und einen Strick von irgend welcher Dicke ziehen254Der Abstand von weniger als 3 Hb.n gilt als nicht vorhanden, somit bilden diese drei Stricke mit den 3 Abständen einen Zaun von 6 u. eine Lücke von 4 Hb.n.!? –", "Glaubst du? Wo lasse man [den Abstand] von weniger als vier [Handbreiten]: läßt man ihn unten, so gleicht es ja einem Zaune, durch den Ziegen durchschlüpfen können;", "läßt man ihn oben, so wird ja die Bedeutung [des obersten Strickes] durch den freien Raum über und unter diesem255Da der Abstand unter diesem mehr als 3 Hb.n beträgt u. der freie Raum über diesem überhaupt keine Abgrenzung hat.aufgehoben;", "und läßt man ihn in der Mitte, so ist zwar das Stehende mehr als die Lücke, jedoch nach beiden Seiten verteilt, somit wäre hieraus zu entnehmen, daß, wenn das Stehende mehr ist als die Lücke, auch nach zwei Seiten verteilt, dies zulässig sei!? –", "Vielmehr, R.Hamnuna fragte bezüglich einer etwas mehr als sieben [Handbreiten breiten] Matte, von der man drei [Handbreiten] ausschneidet und etwas mehr als vier256Unten einen ganz schmalen Streifen.zurückläßt und sie etwas weniger als drei [Handbreiten über der Erde] ausspannt.", "R.Aši sagte: Er fragte bezüglich einer schwebenden Wand. So fragte R.Ṭabla den Rabh, ob die schwebende Wand eine Ruine zu erlaubtem Gebiete mache, und dieser erwiderte, die schwebende Wand sei nur beim Wasser257Cf. infra Fol. 87b.zulässig, weil die Weisen beim Wasser erleichtert haben.", "[SIE DÜRFEN ES AUCH MIT ROHRSTÄBEN UMZÄUNEN &C.] Nur eine Karawane, ein einzelner aber nicht, dagegen wird ja aber gelehrt, R.Jehuda sagt, sie haben all diese [lückenhaften] Wände beim Šabbathgesetze für den einzelnen nicht mehr als bis zwei Seáflächen erlaubt!? –", "Wie R.Naḥman, und wie manche sagen, R.Bebaj b. Abajje, erklärt hat, dies beziehe sich auf den ganzen erforderlichen Raum, ebenso spricht [R. Jehuda]258In unsrer Mišna.vom ganzen erforderlichen Raume259Während bis zu 2 Seáflächen dies auch für den einzelnen gilt.. –", "Worauf bezieht sich das, was R.Naḥman, beziehungsweise R.Bebaj b. Abajje, gesagt hat? – Auf folgende Lehre: Eine Wand, die nicht aus kreuz und quer laufenden Stäben besteht, gilt nicht als Wand – so R.Jose b. R.Jehuda.", "Aber kann R.Jose b. R.Jehuda dies denn gesagt haben, es wird ja gelehrt: Das Gesetz von der Strickwand gilt sowohl vom einzelnen als auch von einer Karawane. Welchen Unterschied gibt es zwischen einem einzelnen und einer Karawane? Für den einzelnen ist es bis zwei Seáflächen zulässig, für zwei ist es bis zwei Seáflächen zulässig, drei dagegen gelten als Karawane, und für sie ist es bis sechs [Seáflächen] zulässig – so R.Jose b.R.Jehuda;", "die Weisen sagen, sowohl für den einzelnen als auch für eine Karawane sei es nach Bedarf zulässig, nur dürfen keine zwei Seáflächen unbenutzt260Nicht soviel mehr als sie brauchen.bleiben!?", "Hierzu sagte R.Naḥman, und wie manche sagen, R.Bebaj b.Abajje, [in unserer Mišna] spreche er261R. Jose, nach dem eine nicht aus kreuz und quer laufenden Stäben bestehende Wand unbrauchbar ist; für 2 Seáflächen bezw. für 6 ist auch eine solche brauchbar.vom ganzen Bedarf.", "R.Naḥman trug vor im Namen unseres Meisters Šemuél: Für den einzelnen ist es bis zwei Seáflächen zulässig, für zwei ist es bis zwei Seáflächen zulässig, drei gelten als Karawane, und für sie ist es bis sechs [Seáflächen] zulässig. –", "Du lässest die Rabbanan und entscheidest nach R.Jose b.R.Jehuda!?", "Hierauf ließ R.Naḥman seinen Dolmetsch vortreten und vortragen: Was ich euch vorgetragen habe, war ein Irrtum von mir, vielmehr sagten sie wie folgt: Für den einzelnen ist es bis zwei Seáflächen zulässig, für zwei ist es bis zwei Seáflächen zulässig, drei gelten als Karawane, und für sie ist es nach Bedarf zulässig. –" ], [ "Der Anfangssatz nach R.Jose b. R.Jehuda und der Schlußsatz nach den Rabbanan!? –", "Allerdings, weil auch sein Vater [R.Jehuda] seiner Ansicht ist.", "R.Gidel sagte im Namen Rabhs: [Zuweilen] ist es für drei sogar bis fünf [Seáflächen] verboten, und zuweilen sogar bis sieben zulässig. Sie sprachen zu ihm: Sagte Rabh dies? Er erwiderte: Bei der Tora, den Propheten und den Hagiographen, daß Rabh dies sagte.", "R.Aši sprach: Was ist denn dabei auffallend, vielleicht meint er es wie folgt: wenn sie sechs [Seáflächen] brauchen und sieben umzäunen, so ist es sogar bis sieben erlaubt; wenn sie aber fünf brauchen und sieben umzäunen, so ist es auch bis fünf verboten262Weil 2 Seá unbenutzt bleiben; die Umzäunung ist dann unbrauchbar.. –", "Aber das, was gelehrt wird, daß keine zwei Seáflächen unbenutzt bleiben dürfen, bezieht sich ja wahrscheinlich auf die Personen263Dh. für jede Person sind 2 Seáflächen zulässig, somit dürfen es für drei Personen keine 8 sein, wohl aber 7 S.!? – Nein, unbenutzt von Geräten264Wenn beispielsweise 3 Personen nur 2 Seáflächen brauchen, dürfen sie auf diese Weise keine 4 umzäunen..", "Es wurde gelehrt: Über den Fall, wenn sie drei waren und einer gestorben, oder wenn sie zwei waren265Aber einen für 3 zulässigen Raum umzäunt haben.und einer hinzugekommen ist, [streiten] R.Hona und R.Jiçḥaq; einer sagt, der Šabbath sei ausschlaggebend, und einer sagt, die Bewohner266Nach der ersten Ansicht richte man sich in beiden Fällen nur danach, ob es bei Beginn des Š.s zulässig war, ohne Rücksicht auf die späteren Ereignisse, somit ist es im 1. Falle erlaubt u. im 2. verboten; nach der anderen Ansicht richte man sich nach der Zahl der Insassen, demnach ist es im 1. Falle verboten u. im 2. erlaubt.seien ausschlaggebend.", "Es ist zu beweisen, daß R.Hona es ist, welcher sagt, der Šabbath sei ausschlaggebend; Rabba erzählte nämlich, er habe R.Hona gefragt und R.Jehuda gefragt, wie es denn sei, wenn jemand einen E͑rub gemacht hat mit einer Tür267Durch diese am Š. aus einem Hofe in einen anderen zu gelangen.rechnend und die Tür geschlossen wurde, mit einem Fenster267Durch diese am Š. aus einem Hofe in einen anderen zu gelangen.rechnend und das Fenster geschlossen268Am Š.; ob man sich dann einer anderen Tür, bezw. eines anderen Fensters bedienen darf.wurde, und dieser habe erwidert, es sei erlaubt, da es [beim Eintritt] des Šabbaths erlaubt war. Schließe hieraus. –", "Es ist anzunehmen, daß R.Hona und R.Jiçḥaq denselben Streit führen wie R.Jose und R.Jehuda. Wir haben nämlich gelernt: Wenn ein Hof [am Šabbath] nach beiden Seiten hin durchbrochen wurde, ebenso wenn ein Haus nach beiden Seiten hin durchbrochen wurde, und ebenso wenn von einem Durchgang die Querbalken oder Pfosten entfernt wurden, so sind sie an diesem Šabbath erlaubt und für die Zukunft verboten – so R.Jehuda.", "R.Jose sagt, sind sie an diesem Šabbath erlaubt, seien sie auch für die Zukunft erlaubt, und sind sie für die Zukunft verboten, seien sie auch an diesem Šabbath verboten.", "Demnach wäre R.Hona der Ansicht R.Jehudas und R.Jiçḥaq der Ansicht R.Joses. –", "R.Hona kann dir erwidern: meine Ansicht gilt auch nach R.Jose, denn R.Jose vertritt seine Ansicht nur da, wo die Wände nicht vorhanden sind, nicht aber hierbei, wo die Wände vorhanden sind.", "Ebenso kann dir R.Jiçḥaq erwidern: meine Ansicht gilt auch nach R.Jehuda, denn R.Jehuda vertritt seine Ansicht nur da, wo die Insassen vorhanden sind, nicht aber hierbei, wo die Insassen nicht vorhanden sind.", "DIE WEISEN SAGEN, EINES VON BEIDEM. Dasselbe sagt ja auch der erste Tanna!? –", "Ein Unterschied besteht zwischen ihnen bezüglich eines einzelnen in einer bewohnten Gegend269Nach dem ersten Tanna ist es bei einem einzelnen nur in der Wüste (gleich der Karawane) erlaubt, nach den Weisen auch in einer bewohnten Ortschaft..", "x,2VIER DINGE HAT MAN IM KRIEGSLAGER GESTATTET: MAN DARF HOLZ AUS JEDEM ORTE HOLEN, UND MAN IST DA VOM HÄNDEWASCHEN, VON [DER VERZEHNTUNG DES] DEMAJ270Cf. Ber. Fol. 40b,Anm. 131.UND VOMRUB BEFREIT.", "GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Wenn das Heer in einen freiwilligen Krieg271Als Ggs. zu den in der Schrift gebotenen Kriegen gegen die Urbewohner Palästinas.zieht, so steht ihnen der Raub von getrocknetem Holze frei; R.Jehuda b. Thema sagt, sie dürfen auch überall lagern. Ferner sind sie da zu bestatten, wo sie gefallen sind.", "«So steht ihnen der Raub von getrocknetem Holze frei.» Dies gehört ja zu den Verordnungen Jehošua͑s, denn der Meister sagte, Jehošua͑ habe zehn Verordnungen getroffen, daß man nämlich Tiere in [fremden] Gebüschen weiden und daß man in [fremden] Feldern Holz sammeln dürfe!? –", "Dies bezog sich auf Dornen und Disteln, hier aber handelt es sich um anderes Gehölz.", "Oder aber: dies bezog sich auf [am Boden] haftendes, hier aber handelt es sich um gefälltes272Das der Eigentümer bereits für den eigenen Gebrauch bestimmt hat..", "Oder aber: dies bezog sich auf feuchtes, hier aber handelt es sich um trockenes.", "«R. Jehuda b. Thema sagt, sie dürfen auch überall lagern. Ferner sind sie da zu bestatten, wo sie gefallen sind.» Selbstverständlich, diese sind ja Pflichttote, und der Pflichttote erwirbt seinen Platz!? –", "Dies ist wegen des Falles nötig," ], [ "wenn [der Gefallene Angehörige] hat, die ihn bestatten. Es wird nämlich gelehrt: Pflichttoter ist derjenige, der niemand hat, der ihn bestattet. Wenn er273Der den Toten auffindet.aber ruft und jemand ihm antwortet, so ist er kein Pflichttoter. –", "Erwirbt denn der Pflichttote seinen Platz, es wird ja gelehrt: Wenn jemand einen Toten auf der Landstraße liegen findet, so lege er ihn rechts oder links der Landstraße;", "[ist auf der einen Seite] ein Brachfeld und [auf der anderen] ein Ackerfeld, so lege er ihn auf das Brachfeld; wenn ein Ackerfeld und ein Saatfeld, so lege er ihn auf das Ackerfeld; sind beide Acker-, beide Saat- oder beide Brachfelder, so lege er ihn auf die Seite, die ihm beliebt!?", "R.Bebaj erwiderte: Dies gilt von einem Toten, der auf der ganzen Straßenbreite liegt, und da er zu entfernen ist, so lege er ihn auf die Seite, die ihm beliebt.", "VOM HÄNDEWASCHEN. Abajje sagte: Dies lehrten sie nur vom Waschen vor [der Mahlzeit, das Waschen] nachher aber ist Pflicht.", "R.Ḥija b. Aši sagte: Weshalb sagten sie, das Waschen nach [der Mahlzeit] sei Pflicht? Weil es ein feines Salz274Cf. Jt. Fol. 39a, Anm.gibt, das die Augen blendet.", "Abajje sagte: Davon befindet sich ein Teilchen in einem Kor. R.Aḥa, der Sohn Rabas, fragte R.Aši: Wie ist es, wenn man Salz275Ob auch dann die Hände zu waschen sind.mißt? Dieser erwiderte: Dann erst recht.", "VON [DER VERZEHNTUNG DES] DEMAJ. Wir haben nämlich gelernt: Man darf den Armen und den einquartierten Truppen Demaj zu essen geben. R.Hona sagte: Es wird gelehrt: Die Schule Šammajs sagt, man dürfe den Armen und den einquartierten Truppen kein Demaj zu essen geben, die Schule Hillels sagt, man dürfe den Armen und den einquartierten Truppen Demaj zu essen geben.", "UND VOMRUB. In der Schule R.Jannajs sagten sie: Dies lehrten sie nur vom Hof-E͑rub276Zur Vereinigung zweier Höfe., zum Gebiet-E͑rub277Das Šabbathgebiet verlassen zu dürfen; cf. Ber. 39b, Anm. 112.aber sind sie verpflichtet,", "denn R.Ḥija lehrte, wegen [der Übertretung des Gebotes vom] Gebiet-E͑rub sei nach der Tora zu geißeln.", "R.Jonathan wandte ein: Ist denn auf ein Verbot, bei dem [die Verneinung] al [nicht] gebraucht278Die Verbote in der Schrift werden mit der verneinenden Partikel לא, nicht, eingeleitet, dagegen aber wird hierbei (Ex. 16,29) die gleichbedeutende Partikel אל gebraucht, die aber weniger das Verbot als den Wunsch ausdrückt: nicht doch.wird, die Geißelung gesetzt!? R.Aha b.Ja͑qob entgegnete: Es heißt ja auch:279Lev. 19,31.wendet euch nicht [al] an die Totenbeschwörer und die Wahrsager; ist etwa auch dieserhalb nicht zu geißeln!? –", "Der Einwand R.Jonathans ist wie folgt zu verstehen: dies ist ja ein Verbot, worauf die Verwarnung auf Todesstrafe durch das Gericht gesetzt280Eine Bestrafung erfolgt nur dann, wenn der Übertreter oder Verbrecher gewarnt worden ist, und zwar muß bei der Warnung die auf die Tat gesetzte Strafe genannt werden; in diesem Falle kann nur die Todesstrafe und nicht die Geißelung genannt werden.ist, und wegen eines Verbotes, worauf die Verwarnung der Todesstrafe durch das Gericht gesetzt ist, ist nicht zu geißeln!?", "R. Aši erwiderte: Heißt es etwa: nichts hinaustragen, es heißt ja:281Ex. 16,29.nicht hinausgehen282Nur auf das Hinaustragen von Sachen ist die Todesstrafe gesetzt.!?", "", "iMAN MACHE PFEILER UM DIE BRUNNEN1Der 10 Hb.n tiefe u. 4 Hb.n breite Brunnen auf öffentlichem Gebiete ist Privatgebiet; um aus diesem am Šabbath schöpfen zu dürfen, muß der Raum ringsum durch Umzäunung in Privatgebiet verwandelt werden.,", "VIER DOPPELPFEILER, DIE WIE ACHT2In jeder Ecke einen aus 2 winkelartig zusammengesetzten Brettern. AUSSEHEN – SO R.JEHUDA; R.MEÍR SAGT, ACHT, DIE WIE ZWÖLF AUSSEHEN, VIER DOPPELPFEILER UND VIER EINFACHE3In der Mitte die 4 fiktiven Wände..", "ZEHN HANDBREITEN IHRE HÖHE, SECHS IHRE BREITE UND IRGENDWELCHE DICKE, UND ZWISCHEN IHNEN [EIN FREIER RAUM] WIE FÜR ZWEI GESPANNE VON JE DREI RINDERNSO R.MEÍR;", "R.JEHUDA SAGT, VON JE VIER. ANEINANDER GEBUNDEN UND NICHT LOSE; WÄHREND DAS EINE HINEINGEHT, MUSS DAS ANDERE HERAUSKOMMEN KÖNNEN.", "iiMAN DARF SIE NAHE AM BRUNNEN MACHEN, NUR MUSS EINE KUH MIT DEM KOPFE UND DEM GRÖSSEREN TEILE DES KÖRPERS SICH INNERHALB DERSELBEN BEFINDEN UND TRINKEN KÖNNEN.", "MAN DARF \n" ], [ "SIE AUCH WEITER MACHEN, NUR MACHE MAN DANN MEHR PFEILER. iiiR.JEHUDA SAGT, NUR BIS ZWEI SEÁFLÄCHEN.", "JENE SPRACHEN ZU IHM: DEN RAUM VON ZWEI SEÁFLÄCHEN HABEN SIE NUR BEZÜGLICH EINES GARTENS ODER EINES GEHEGES4Die keine Aufenthaltsräume sind. FESTGESETZT, BEI EINEM PFERCHE, EINER HÜRDE, EINEM GEHÖFTE ODER EINEM VORHOFE ABER IST ES AUCH BIS ZU EINEM FLÄCHENRAUME VON FÜNF KOR, SOGAR ZEHN KOR ERLAUBT.", "GEMARA. Es wäre anzunehmen, daß unsere Mišna nicht die Ansicht Ḥananjas vertritt, denn es wird gelehrt: Man darf [eine Umzäunung aus] Pfeilern für eine Zisterne und eine aus Stricken für eine Karawane machen; Ḥananja sagt, auch für eine Zisterne mache man sie aus Stricken und nicht aus Pfeilern. –", "Du kannst auch sagen, sie vertrete die Ansicht Ḥananjas, denn bei der Zisterne5Die angesammeltes Wasser enthält und oft leer ist. ist es anders als beim Brunnen.", "Manche lesen: Da er nicht lehrt: Ḥananja sagt, man mache [eine Umzäunung aus] Stricken für die Zisterne und aus Pfeilern für den Brunnen, so ist ja nach Ḥananja sowohl für die Zisterne als auch für den Brunnen nur [eine Umzäunung] aus Stricken und nicht aus Pfeilern zulässig, demnach vertritt unsere Mišna nicht die Ansicht Ḥananjas. –", "Du kannst auch sagen, sie vertrete die Ansicht Ḥananjas, denn er widerspricht dem ersten Tanna nur bezüglich dessen, von dem dieser spricht. –", "Es wäre anzunehmen, daß unsre Mišna nicht die Ansicht R.A͑qibas vertritt, denn wir haben gelernt: Sowohl um einen öffentlichen Brunnen und um eine öffentliche Zisterne als auch um einen Privatbrunnen mache man Pfeiler, um eine private Zisterne aber muß man einen zehn Handbreiten hohen Zaun machen – so R.A͑qiba.", "Hier aber lehrt er es nur von Brunnen, nur um Brunnen und nicht um Zisternen. –", "Du kannst auch sagen, sie vertrete die Ansicht R.A͑qibas, denn er lehrt hier deshalb nur von einem Brunnen (mit Quellwasser), weil er von diesem schlechthin lehren kann, ohne Unterschied zwischen einem öffentlichen und einem privaten, nicht aber von der Zisterne (mit angesammeltem Wasser), weil er von dieser nicht schlechthin lehren kann6Bei einer privaten ist es nicht zulässig.. –", "Es wäre anzunehmen, daß unsre Mišna nicht die Ansicht des R.Jehuda b.Baba vertritt, denn wir haben gelernt: R.Jehuda b. Baba sagt, man dürfe Pfeiler nur um einen öffentlichen Brunnen machen. Hier aber lehrt er: um die Brunnen, sowohl um einen öffentlichen als auch um einen privaten. –", "Du kannst auch sagen, sie vertrete die Ansicht des R.Jehuda b.Baba, denn unter ‘die Brunnen’ sind Brunnen allgemein7Die Mehrzahl von Brunnen, und zwar öffentlichen. zu verstehen. –", "Was heißt ‘Diomad’ [Doppelpfeiler]? R.Jirmeja b.Elea͑zar erwiderte: Dyo a͑mud [Doppelpfeiler].", "---", "Dort haben wir gelernt: R.Jehuda sagt, alle wilden Feigen seien [zehnt] - frei, ausgenommen die Diopra [Remontanten]. – Was heißt Diopra? U͑la erwiderte: Ein Baum, der zweimal Früchte [dyo peri] im Jahre trägt.", "R.Jirmeja b.Elea͑zar sagte: Adam der Urmensch hatte zwei [dyo] Gesichter, denn es heißt: 8Ps. 139,5.hinten und vorn hast du mich gebildet. Es heißt: 9Gen. 2,22.Und Gott der Herr baute die Rippe &c. Rabh und Šemuél [streiten hierüber] : einer sagt, es10Das, woraus Gott das Weib erschuf.war ein Gesicht, und einer sagt, es war ein Schwanz. –", "Erklärlich ist es nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Gesicht, daß es heißt: hinten und vorn hast du mich gebildet, wieso aber heißt es nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Schwanz: hinten und vorn hast du mich gebildet!? –", "Dies nach R.Ami, denn R.Ami sagte: Als letzten11Im Texte: als hintersten, bezw. vorderstenbeim Schöpfungswerke und als ersten11Im Texte: als hintersten, bezw. vorderstenbei der Vergeltung. –", "Allerdings als letzten beim Schöpfungswerke, indem er erst am Vorabend des Šabbaths erschaffen wurde, wieso aber als ersten bei der Vergeltung: wollte man sagen bei der Verfluchung, so wurde ja zuerst die Schlange, nachher Ḥava und nachher erst Adam verflucht!? –", "Vielmehr bei der Sintflut, denn es heißt:12Gen. 7,23.und er vernichtete alles Bestehende, das auf der Erde war, von Mensch bis Vieh &c. –", "Erklärlich ist es nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Gesicht, daß es vajjiçer13Ib. 2,7.[er schuf] mit doppeltem14Als Vokalzeichen ist das Jod nicht nötig, wie es tatsächlich weiter Vers 19 fehlt (im Cod. Sam. auch an dieser Stelle); es deutet also auf ein Doppeltes.Jod, heißt, weshalb aber heißt es vajjiçer nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Schwanz!? –", "Dies nach R.Šimo͑n b.Pazi, denn R.Šimo͑n b.Pazi sagte: Wehe mir vor meinem bösen Trieb [jiçri], wehe mir vor meinem Schöpfer [joçri15Was jener wünscht, verbietet dieser.]. –", "Erklärlich ist es nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Gesicht, daß es heißt:16Gen. 2,5. Mann und Weib schuf er sie, wieso aber heißt es nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Schwanz, Mann und Weib schuf er sie!? –", "Dies nach R.Abahu, denn R.Abahu wies auf einen Widerspruch hin. Es heißt: Mann und Weib schuf er sie, dagegen heißt es:17Gen. 1,27.im Ebenbilde Gottes schuf er ihn!? Anfangs dachte er, zwei zu erschaffen, schließlich aber wurde nur einer erschaffen. –", "Erklärlich ist es, nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Gesicht, daß es heißt:18Ib. 2,21. er schloß Fleisch an ihre Stelle, wieso aber heißt es: er schloß Fleisch an ihre Stelle nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Schwanz!?", "R.Zebid, manche sagen, R.Jirmeja, und manche sagen, R.Naḥman b.Jiçḥaq, erwiderte: Dies bezieht sich auf die Schnittstelle. –", "Erklärlich ist es nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Schwanz, daß es baute heißt, wieso aber heißt es baute nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Gesicht!? –", "Dies nach R.Šimo͑n b.Menasja, denn R.Šimo͑n b.Menasja trug vor: Und Gott der Herr baute die Rippe, dies lehrt, daß der Heilige, gepriesen sei er, die Ḥava flocht19Das W. עלצ wird wohl wie קלע gelesen. Die Mutation von צ und ק ist im Semitischen fremd u. wohl mit dem Sprachgebrauch in den כרכי הים zu erklären.und sie zu Adam dem Urmenschen brachte, denn in den überseeischen Städten nennt man das Geflecht ‘Bauwerk’.", "Eine andere Erklärung: Und Gott der Herr baute, hierüber sagte R.Ḥisda, und wie manche sagen, wurde es in einer Barajtha gelehrt: Dies lehrt, daß der Heilige, gepriesen sei er, Ḥava speicherförmig baute;" ], [ "wie der Speicher unten breit und oben schmal ist, um die Früchte aufzunehmen, ebenso ist das Weib unten breit20Das Weib hat ein breiteres Becken.und oben schmal, um das Kind aufzunehmen.", "Und brachte sie zum Menschen. Dies lehrt, daß der Heilige, gepriesen sei er, bei Adam dem Urmenschen die Brautführung übernommen hat. Hieraus, daß der Vornehme beim Geringen die Brautführung übernehme und dies ihm nicht leid sei. –", "Wer ging vorwärts nach demjenigen, welcher sagt, es war ein Gesicht? R.Naḥman b.Jiçḥaq erwiderte: Es ist anzunehmen, daß das männliche [Gesicht] vorwärts ging, denn es wird gelehrt: Man gehe nicht auf dem Wege hinter einem Weibe, selbst wenn es seine Frau ist. Trifft man sie auf einer Brücke, so [überhole] man sie seitwärts. Wer hinter einem Weibe über einen Fluß21Wahrscheinlich, weil sich der Körper im Wasser abspiegelt, oder weil sie das Gewand hochheben muß.geht, hat keinen Anteil an der zukünftigen Welt.", "Die Rabbanan lehrten: Wer Geld aus seiner Hand in die Hand eines Weibes zählt, oder aus ihrer Hand in seine, um sie zu betrachten, bleibt vor dem Gerichte des Fegefeuers nicht verschont, selbst wenn er unserem Meister Moše gleicht, der die Tora am Berge Sinaj empfing. Über ihn spricht die Schrift:22Pr. 11,21.Hand zu Hand, er bleibt vor Bösem nicht verschont; er bleibt vor dem Gerichte des Fegefeuers nicht verschont.", "R.Naḥman sagte: Manoaḥ war ein Mann aus dem gemeinen Volke, denn es heißt:23Jud. 18,11. und Manoaḥ ging hinter seiner Frau.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq wandte ein: Auch von Elqana heißt es ja:24Ein solcher Vers befindet sich in der Schrift nicht.und Elqana ging hinter seiner Frau; war er es ebenfalls!? Ebenso heißt es von Eliša͑:25iiReg. 4,30. er machte sich auf und ging hinter ihr; war er es ebenfalls!?", "Vielmehr, nach ihren Worten und nach ihrem Rate, ebenso da, nach ihren Worten und nach ihrem Rate.", "R.Aši sagte: Nach dem, was R.Naḥman gesagt hat, daß Manoaḥ ein Mann aus dem gemeinen Volke war, hat er sogar in der Schule nichts gelernt. Denn es heißt:26Gen. 24,61.und Ribqa machte sich auf mit ihren Mägden, und sie ritten auf den Kamelen, und sie zogen hinter dem Manne; hinter dem Manne, aber nicht vor dem Manne.", "R.Joḥanan sagte: Hinter einem Löwen, aber nicht hinter einem Weibe; hinter einem Weibe, aber nicht hinter einem Götzen; hinter einem Götzen, aber nicht hinter einem Bethause während des Betens27Dh. man gehe am Bethause nicht vorüber, ohne in dasselbe einzutreten..", "Ferner sagte R.Jirmeja b.Elea͑zar: All die Jahre, während welcher Adam der Urmensch im Banne28Von seiner Austreibung aus dem Paradiese bis zur Geburt Šeths.war, zeugte er Geister, Dämonen und Nachtgespenster, denn es heißt:29Gen. 5,3.als Adam hundertunddreißig Jahre alt war, zeugte er in Ähnlichkeit und im Ebenbilde, demnach zeugte er bis dahin nicht im Ebenbilde.", "Man wandte ein: R.Meír sagte : Adam der Urmensch war sehr fromm; als er gesehen hatte, daß durch ihn der Tod verhängt wurde, verbrachte er hundertunddreißig Jahre in Fasten, trennte sich hundertunddreißig Jahre von seiner Frau und trug hundertunddreissig Jahre Feigengurte auf seinem Leibe!? –", "Wir sprechen, [von den Geistern,] die er durch unverschuldeten Samenerguß zeugte.", "Ferner sagte R.Jirmeja b.Elea͑zar: Einen Teil seines Lobes sage man einem ins Gesicht, das ganze aber nur in seiner Abwesenheit. Einen Teil ins Gesicht, denn es heißt:30Ib. 7,1.denn dich habe ich rechtschaffen vor mir gefunden in diesem Geschleckte;", "das ganze in seiner Abwesenheit, denn es heißt :31Ib. 6,9.Noaḥ war ein vollständig frommer Mann unter seinen Zeitgenossen.", "Ferner sagte R.Jirmeja b.Elea͑zar: Es heißt:32Ib. 8,11.und siehe, ein Ölblatt war als Nahrung in ihrem Schnabel. Die Taube sprach vor dem Heiligen, gepriesen sei er: Herr der Welt, lieber sei meine Nahrung bitter wie ein Oliven [blatt], aber aus deiner Hand, als süß wie Honig, aber von der eines [Menschen aus] Fleisch und Blut abhängig. Hier heißt es nämlich Nahrung und dort33Pr. 30,8.heißt es: laß mich meine tägliche Nahrung dahinnehmen.", "Ferner sagte R.Jirmeja b.Elea͑zar: Ein Haus, in dem nachts Worte der Tora zu hören sind, wird nicht zerstört, denn es heißt:34Ij. 35,10.und er sagt nicht: Wo ist Gott, mein Schöpfer35Das Haus braucht nicht nach seinem Schöpfer zu suchen, dh. es wird nicht zerstört., der nachts Lobgesänge anstimmt.", "Ferner sagte R.Jirmeja b.Elea͑zar: Seitdem der Tempel zerstört worden ist, genügt es der Welt, sich des aus zwei Buchstaben [bestehenden Gottesnamens36Des abgekürzten Gottesnamens. יה, statt des vollständigen יהוה.] zu bedienen, denn es heißt:37Ps. 150,6.alles, was Odem hat, rühme Jah. Rühmet Jah.", "Ferner sagte R.Jirmeja b. Elea͑zar: Als Babel verflucht wurde, wurden auch seine Nachbarn verflucht, als aber Šomron verflucht wurde, wurden seine Nachbarn gesegnet. Als Babel verflucht wurde, wurden auch seine Nachbarn verflucht, denn es heißt:38Jes. 14,23. ich mache sie zum Besitztum des Stachelschweines und zu wäßrigen Sümpfen. Als Šomron verflucht wurde, wurden seine Nachbarn gesegnet, denn es heißt:39Mich. 1,6. ich mache Šomron zu Trümmerhaufen des Feldes" ], [ "und zu Weinbergspflanzungen.", "Ferner sagte R.Jirmeja b.Elea͑zar: Komm und sieh, wie die Handlungsweise des [Menschen aus] Fleisch und Blut nicht der Handlungsweise des Heiligen, gepriesen sei er, gleicht. Die Handlungsweise eines [Menschen aus] Fleisch und Blut: wenn ein Mensch bei der Regierung der Hinrichtung schuldig ist, so legt man ihm einen Knebel in den Mund, damit er dem König nicht fluche.", "Die Handlungsweise des Heiligen, gepriesen sei er: wenn ein Mensch bei Gott der Hinrichtung schuldig ist, schweigt er, denn es heißt:40Ps. 65,2.dir gegenüber ist das Schweigen Lob. Und noch mehr, er preist sogar, denn es heißt: Lob. Und noch mehr, es kommt ihm auch vor, als bringe er ein Opfer dar, denn es heißt:40Ps. 65,2.und dir bezahle man Gelübde.", "Das ist es, was R.Jehošua͑ b.Levi sagte :Es heißt: 41Ib. 84,7.die vorübergehen das Tal des Weinens, machen es zum Quellorte; ja, der Frühregen bedeckt es mit Segen.", "Die vorübergehen, das sind die Leute, die den Willen des Heiligen, gepriesen sei er, übertreten. Tal, denen man das Fegefeuer tieft. Des Weinens, die da weinen und Tränen vergießen, gleich dem Quell der Abflußkanäle42Des Altars (cf. Suk. Fol. 49a); die Anlehnung an die Schriftworte läßt sich nicht wiedergeben.. Ja, der Frühregen bedeckt es mit Segen, sie erkennen das Urteil an und sprechen vor ihm: Herr der Welt, recht hast du geurteilt; recht hast du freigesprochen, und recht hast du verurteilt, und recht hast du das Fegefeuer für die Frevler und das Paradies für die Frommen hergerichtet. –", "Dem ist ja aber nicht so, R.Šimo͑n b. Laqiš sagt ja, daß die Frevler sogar an der Tür des Fegefeuers keine Buße tun, denn es heißt:43Jes. 66,24.sie werden hinausgehen und die Leichname der Männer ansehen, die gegen mich freveln &c., es heißt nicht gefrevelt haben, sondern: freveln, die ewig fortgesetzt freveln!? –", "Das ist kein Widerspruch; eines gilt von den Frevlern Jisraéls, und eines gilt von den Frevlern der weltlichen Völker. –", "Dies ist auch einleuchtend, denn sonst würde sich ja Reš Laqiš mit sich selbst in einem Widerspruche befinden. Reš Laqiš sagte nämlich: Das Feuer des Fegefeuers hat keine Gewalt über die Frevler Jisraéls, und dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere, vom goldenen Altar, zu entnehmen:", "wenn der goldene Altar, der nur [mit Gold] in der Dicke eines Golddenars überzogen war, so viele Jahre bestanden hat, ohne daß das Feuer über ihn Gewalt hatte, um wieviel weniger hat es Gewalt über die Frevler Jisraéls, die voll sind mit guten Handlungen, wie der Granatapfel [mit Körnern], Es heißt nämlich:44Cant. 6,7.wie eine Granatapfelscheibe ist deine Schläfe, und hierzu sagte R.Šimo͑n b.Laqiš, man lese nicht raqatekh [deine Schläfe], sondern reqanekha [deine Leeren], selbst die Leeren unter dir sind wie ein Granatapfel mit guten Handlungen voll.", "Es heißt ja aber: die vorüberziehen am Tale des Weinens!? – Dies bezieht sich auf diejenigen, die eine Zeit lang im Fegefeuer verbringen müssen. Alsdann kommt unser Vater Abraham und holt sie heraus und nimmt sie auf, ausgenommen einen Jisraéliten, der einer Nichtjüdin beigewohnt hat, dessen Vorhaut [über die Eichel] gezogen ist, den er nicht erkennt.", "R.Kahana wandte ein: Du sagst also, die freveln, die fortgesetzt freveln; es heißt ja auch: 45Lev. 22,33.der herausführt,46Lev. 11,45.der heraufbringt, ist dies etwa zu verstehen: der fortgesetzt heraufbringt oder herausführt!? Vielmehr ist zu verstehen: der heraufgebracht hat, der herausgeführt hat, ebenso auch hierbei: die gefrevelt haben.", "Ferner sagte R.Jirmeja b.Elea͑zar: Das Fegefeuer hat drei Türen: eine in der Wüste, eine im Meere und eine in Jerusalem. In der Wüste, denn es heißt:47Num. 16,33. so fuhren sie mit allem, was ihnen gehörte, lebendig hinab in die Unterwelt.", "Im Meere, denn es heißt:48Jon. 2,3. aus dem Schoße des Abgrundes schrie ich um Hilfe, und du hörtest mein Rufen.", "In Jerušalem, denn es heißt:49Jes. 31,9. Sprach des Herrn, der sein Feuer in Çijon und seinen Ofen in Jerušalem hat, und hierzu lehrten sie in der Schule R.Jišma͑éls: der sein Feuer in Çijon hat, das ist das Fegefeuer, seinen Ofen in Jerušalem, das ist die Tür des Fegefeuers. –", "Gibt es denn keine anderen mehr, R.Marjon sagte ja im Namen des R.Jehošua͑ b. Levi, und wie manche sagen, lehrte es Rabba b. Marjon im Namen der Schule des R.Joḥanan b. Zakkaj, daß zwei Dattelpalmen im Tale Ben-Hinnom vorhanden seien, zwischen denen ein Rauch aufsteigt, daß diese es seien, von denen gelehrt wird, die Steinpalmen des Eisenberges seien tauglich50Für den Feststrauß; cf. Suk. Fol. 29b., und daß da sich die Tür des Fegefeuers befinde!? – Vielleicht ist sie dieselbe, die sich in Jerušalem befindet.", "R.Jehošua͑ b. Levi sagte: Das Fegefeuer hat sieben Namen, und zwar: Abgrund, Verderben, Brunnen der Vernichtung, Grube des Untergangs, Kotiger Schlamm, Umnachtung und Unterwelt.", "Abgrund, denn es heißt:51Jon. 2,3. aus dem Schoße des Abgrundes schrie ich um Hilfe, und du hörtest mein Rufen. Verderben, denn es heißt:52Ps. 88,12.wird denn deine Gnade im Grabe verkündigt, deine Treue im Verderben? Brunnen der Vernichtung, denn es heißt:53Ib. 16,10.du aber lässest meine Seele nicht dem Abgründe, gibst deinen Frommen nicht der Grube54So in der Erstausgabe (wie aus den Kommentaren zu ersehen, nur lapsus calami); im masoret. Texte: die Grube [Vernichtung] zu schauen.der Vernichtung. Grube des Untergangs und Kotiger Schlamm, denn es heißt:55Ps. 40,3.er zog mich heraus aus der Grube des Untergangs, aus dem kotigen Schlamme. Umnachtung, denn es heißt: 56Ib. 107,10.die in Finsternis und Umnachtung sassen. [Der Name] Unterwelt ist eine Überlieferung. –", "Gibt es denn keine anderen mehr, es heißt ja auch Gehinnom !? – [Dies bedeutet:] Ge, das tief ist wie das Tal [ge], Hinnom, in das jeder hinabfährt wegen des Unentgeltlichen [ḥinam]57Nach den Kommentaren: Unzucht.. –", "Es heißt ja auch Brandstätte, denn es heißt:58Jes. 30,33.seit gestern ist eine Brandstätte her gerichtet!? – Dies bedeutet: da fällt hinein, wer sich durch seinen Trieb verleiten59תפתה, Brandstätte, von פתה überreden, verleiten.läßt.", "Vom Edengarten sagte Reš Laqiš: Befindet er sich im Jisraélland, so ist Beth-Šean dessen Tür; befindet er sich in Arabien, so ist Beth-Gerem dessen Tür; und befindet er sich zwischen den Flüssen, so ist Dumasqanin60Wahrscheinl. Damaskus, das durch seine Flüsse bekannt war; cf. iiReg. 2,12. Auch Pethachja (Reisen, Kap. 9) zitiert einen arabischen Ausspruch, Damaskus sei das irdische Paradies.dessen Tür. In Babylonien pries Abajje die Früchte von E͑ber-Jammina61Eigentl. rechte Seite, südliche Seite des Euphrat; nach Raschi Ber. 54a Ortsname.; Raba pries die Früchte von Harpanja.", "ZWISCHEN IHNEN [EIN FREIER RAUM] FÜR ZWEI &C. Wenn er lehrt, daß sie aneinander gebunden sein müssen, so sind sie ja selbstverständlich nicht lose!? –", "Man könnte glauben, aneinander gebunden heiße: als wären sie aneinander gebunden, so heißt es: und nicht lose.", "WÄHREND DAS EINE HINEINGEHT, MUSS DAS ANDERE HERAUSKOMMEN KÖNNEN. Es wird gelehrt: Während ein Gespann hineingeht, muß das andere Gespann herauskommen können. Die Rabbanan lehrten: Wieviel beträgt der Kopf und der größere Teil einer Kuh? Zwei Ellen. Wieviel beträgt die Breite einer Kuh? Eine und zwei drittel Elle." ], [ "Das sind nahezu zehn62Zwei Gespanne je 3 Rinder; 6×1+12/<sub>3</sub>=10.Ellen – so R.Meír; R.Jehuda sagt, nahezu dreizehn oder vierzehn63Zwei Gespanne je 4 Rinder; 8×1+16/<sub>3</sub>=13⅓.Ellen. –", "Wieso nahezu zehn, es sind ja genau zehn!? – Weil er im Schlußsatze lehren will: nahezu dreizehn. –", "Wieso nahezu dreizehn, es sind ja mehr!? – Weil er lehren will: (nahezu) vierzehn, und es keine vierzehn sind. R.Papa erklärte: Mehr als dreizehn und keine vierzehn.", "R.Papa sagte: Bezüglich eines acht [Ellen breiten] Brunnens stimmen alle überein, daß keine einfachen [Pfeiler]64Außer den 4 Doppelpfeilern.nötig seien,", "bezüglich eines zwölf [Ellen breiten] Brunnens stimmen alle überein, daß einfache [Pfeiler] nötig seien,", "sie streiten nur bezüglich eines zwischen acht und zwölf [Ellen breiten] : nach R.Meír sind auch einfache nötig, nach R.Jehuda sind keine einfachen nötig. –", "Was lehrt uns da R.Papa, dies haben wir ja gelernt65Dies geht aus der Maßangabe in der vorher angezogenen Barajtha hervor.!? –", "R.Papa kannte die Barajtha nicht, und er lehrt uns dasselbe, was die Barajtha.", "Abajje fragte Rabba: Wie ist es nach R.Meír, wenn man die Doppelpfeiler um die Breite der einfachen breiter gemacht hat?", "Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: nur mache man dann mehr Pfeiler; doch wohl die Doppelpfeiler verbreitern66Das Verbum רבה mehren (größer, breiter machen) wird nach der Konstruktion בפםין auf die Pfeiler selber bezogen.. – Nein, er muß sie durch einfache vermehren. –", "Wieso heißt es demnach ‘an den66Das Verbum רבה mehren (größer, breiter machen) wird nach der Konstruktion בפםין auf die Pfeiler selber bezogen.Pfeilern mehren’, es müßte ja heißen ‘man mache mehr Pfeiler’!? – Lies: man mache mehr Pfeiler.", "Manche lesen: Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: nur mache man mehr Pfeiler; doch wohl durch einfache vermehren. – Nein, die Doppelpfeiler verbreitern.", "Dies ist auch einleuchtend, denn es heißt ‘an den Pfeilern mehren’. Schließe hieraus.", "Abajje fragte Rabba: Wie ist es nach R.Jehuda67Der von einer Vermehrung der Pfeiler nicht spricht., wenn es mehr als dreizehn und ein drittel Ellen sind: füge man einfache hinzu, oder verbreitere man die Doppelpfeiler?", "Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: Wie nahe dürfen sie sein? Wie Kopf und größerer Teil des Körpers einer Kuh. Wie weit dürfen sie entfernt sein? Auch ein Flächenraum von einem Kor und sogar zwei Kor.", "R.Jehuda sagt, zwei Seáflächen seien erlaubt, mehr als zwei Seáflächen seien verboten. Sie sprachen zu R.Jehuda: Pflichtest du etwa nicht bei, daß es bei einem Pferche, einer Hürde, einem Gehöfte oder einem Vorhofe auch bis zu einem Flächenraume von fünf und sogar zehn Kor erlaubt sei!?", "Dieser erwiderte: Da ist es ein Zaun, hierbei sind es Pfeiler.", "Wenn dem nun so68Daß man ganz breite Doppelpfeiler mache.wäre, so wäre es ja da ein Zaun und hierbei ein Zaun!? –", "Er meint es wie folgt: da gelten die Vorschriften eines Zaunes, bei dem Lücken bis zehn [Ellen] zulässig sind, hierbei gelten die Vorschriften über Pfeiler, bei denen Lücken bis dreizehn und einem drittel [Ellen] zulässig sind.", "Abajje fragte Rabba: Wie ist es, wenn ein Hügel bei einer Steigung unter vier [Ellen] zehn [Handbreiten] hoch ist: wird er als Doppelpfeiler angesehen oder nicht?", "Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: R.Šimo͑n b.Elea͑zar sagte: Befindet sich da ein viereckiger Stein69Dessen 2 nach außen gewendete Seiten wie ein Doppelpfeiler erscheinen., so ist er, falls er geglättet70Dh. wenn sich aus diesem 2 flache Teile, die nach jeder Seite je eine E. breit sind, aushauen lassen. Viell. ist תחקק (st. תחלק) zu lesen u. mit aushöhlen, austiefen zu übersetzen.eine Elle nach jeder Seite haben würde, als Doppelpfeiler anzusehen, wenn aber nicht, so ist er nicht als Doppelpfeiler anzusehen.", "R.Jišma͑él, Sohn des R.Joḥanan b. Beroqa, sagte: Befindet sich da ein runder Stein, so ist er, falls er [viereckig] geglättet und ausgetieft eine Elle nach jeder Seite haben würde, als Doppelpfeiler anzusehen, wenn aber nicht, so ist er nicht als Doppelpfeiler anzusehen. –", "Worin besteht ihr Streit? – Einer ist der Ansicht, eine Voraussetzung lasse man gelten, zwei aber nicht, und einer ist der Ansicht, auch zwei Voraussetzungen71Daß aus dem runden Steine ein viereckiger geglättet werden kann, u. daß ferner aus diesem zwei eine Elle breite Pfeiler nach jeder Seite abgeteilt werden können. Auch beim ansteigenden Hügel sind zwei Voraussetzungen zu berücksichtigen: viereckig u. eine Elle nach jeder Seite.lasse man gelten.", "Abajje fragte Rabba: Wie ist es, wenn man [einen Doppelpfeiler] aus weniger als drei [Handbreiten] voneinander abstehenden Rohrstäben gemacht hat: ist er als Doppelpfeiler anzusehen oder nicht?", "Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt :Befindet sich da ein Baum, eine Steinwand oder eine Strauchhecke, so werden sie als Doppelpfeiler angesehen. Doch wohl, wenn die Stäbe weniger als drei [Handbreiten] von einander abstehen. –", "Nein, dies gilt von einem Rohrbüschel. – Demnach ist es ja dasselbe, was Baum!? –", "Wenn etwa einzelne Stäbe, so sind ja Stäbe [in Abständen] unter drei [Handbreiten] dasselbe, was Wand!? Du mußt also sagen, es gebe zwei Arten72Massive u. durchbrochene, bezw. dickstämmige u. Rohrbüschel.von Wänden, ebenso gibt es zwei Arten72Massive u. durchbrochene, bezw. dickstämmige u. Rohrbüschel.von Bäumen.", "Manche sagen, er habe bezüglich eines Rohrbüschels gefragt, wie es denn bei einem solchen sei, und dieser habe erwidert: Ihr habt es gelernt: Befindet sich da eine Steinwand, ein Baum oder eine Strauchhecke, so werden sie als Doppelpfeiler angesehen. Doch wohl ein Rohrbüschel. –", "Nein, Rohrstäbe, die weniger als drei [Handbreiten] von einander abstehen. – Demnach ist dies ja dasselbe, was Wand!? –", "Wenn etwa Rohrbüschel, so ist dies ja dasselbe, was Baum!?" ], [ "Du mußt also sagen, es gebe zwei Arten von Bäumen, ebenso gibt es zwei Arten von Wänden.", "Abajje fragte Rabba: Wie ist es, wenn ein Vorhof mit dem einen Ende in den Raum zwischen den Pfeilern mündet: darf man aus dem Vorhofe in diesen oder aus diesem in den Vorhof tragen? Dieser erwiderte: Es ist erlaubt73Der Raum zwischen den Pfeilern dient nicht zum Aufenthalte und gilt nicht als anderes Gebiet.. –", "Wie ist es, wenn zwei74Von einander durch einen Zaun getrennte Höfe.? Dieser erwiderte : Es ist verboten.", "R.Hona sagte: Wenn zwei, ist es verboten, auch wenn beide durch einen E͑rub vereinigt sind, mit Rücksicht darauf, man würde sagen, der Raum zwischen den Pfeilern könne durch einen E͑rub vereinigt werden. Raba aber sagt, sind diese durch einen E͑rub vereinigt, sei es erlaubt.", "Abajje sprach zu Raba: Es gibt eine Lehre als Stütze für dich: Wenn ein Vorhof mit dem einen Ende in den Raum zwischen den Pfeilern mündet, so darf man aus dem Vorhofe in diesen und aus diesem in den Vorhof tragen; sind es aber zwei [Vorhöfe], so ist es verboten. Dies jedoch nur, wenn sie nicht durch einen E͑rub vereinigt sind, sind sie aber durch einen E͑rub vereinigt, so ist es erlaubt. –", "Dies wäre ja eine Widerlegung R.Honas!? – R.Hona kann dir erwidern: hier handelt es sich um den Fall, wenn sie [durch eine Lücke] vereinigt75Unter ערב ist hier nicht die fiktive Vereinigung durch einen E͑rub zu verstehen, sondern die wirkliche Vereinigung durch eine große Lücke im Zwischenzaune.sind.", "Abajje fragte Rabba: Wie ist es, wenn das Wasser am Šabbath ausgetrocknet ist? Dieser erwiderte: die Wand ist nur wegen des Wassers errichtet worden; ist das Wasser fort, so ist auch die Wand fort.", "Rabin fragte: Wie ist es, wenn das Wasser am Šabbath ausgetrocknet und am Šabbath anderes hineingekommen ist? Abajje sprach zu ihm: Bezüglich des Falles, wenn es am Šabbath austrocknet, ist es dir nicht fraglich, weil ich diesbezüglich den Meister fragte und er mir entschieden hat, daß es verboten sei;", "und auch wenn anderes hineingekommen ist, braucht es dir nicht fraglich zu sein, denn es ist eine am Šabbath entstandene76Sie erhält ihre Bedeutung erst durch das Wasser.Wand, und es wird gelehrt, jede am Šabbath entstandene Wand, einerlei ob versehentlich oder vorsätzlich, (ob durch Zwang oder mit Willen,) gelte als Wand. –", "Aber hierzu wurde ja gelehrt, R.Naḥman sagte, dies wurde nur vom Werfen gelehrt, nicht vom Tragen77Man darf da am Šabbath aus öffentlichem Gebiete nichts werfen, jedoch ist eine solche keine richtige Wand, um da auch tragen zu dürfen.!? –", "Die Lehre R.Naḥmans bezieht sich auf den Fall der Vorsätzlichkeit.", "R.Elea͑zar sagte: Wenn jemand [etwas aus öffentlichem Gebiete] in den Raum zwischen den Brunnenpfeilern wirft, so ist er schuldig. – Selbstverständlich, wieso dürfte man denn, wenn sie keine richtige Wand wären, [aus dem Brunnen] schöpfen!? –", "In dem Falle, wenn man auf öffentlichem Gebiete78Wo gar kein Brunnen ist.eine Art Brunnenpfeiler gemacht und da etwas hineingeworfen hat. –", "Aber auch dies ist ja selbstverständlich, denn wieso dürfte man, wenn dies sonst keine Wand wäre, wegen des Brunnens da umhertragen!? – Dies ist wegen des Falles nötig, wenn sogar das Publikum da verkehrt. –", "Er lehrt uns somit, daß das Publikum die Wirkung der Wand nicht auf hebe, und dies sagte ja R.Elea͑zar bereits einmal!?", "Wir haben nämlich gelernt: R.Jehuda sagt, wenn ein öffentlicher Weg sie79Die Pfeiler um den Brunnen.trennt, so verlege man ihn nach der Seite; die Weisen sagen, dies sei nicht nötig. Hierzu sagten R.Joḥanan und R.Elea͑zar: Hiermit zeigte er dir die Wirkung der Wände80Daß sie durch den öffentlichen Weg nicht aufgehoben wird.!? –", "Da weist er nur darauf hin, man würde aber nicht gewußt haben, daß er auch dieser Ansicht ist, so lehrt er uns, daß er auch dieser Ansicht ist81Etwas frei; wörtlich: wenn aus jener, so würde man geglaubt haben, ‘hiermit’, ohne daß er dieser Ansicht ist, so läßt er uns hören, ‘hiermit’, und er ist auch dieser Ansicht.. –", "Sollte er nur jenes lehren, und nicht dieses!? – Eines wurde aus dem anderen gefolgert.", "MAN DARF SIE NAHE AM BRUNNEN &C. Dort haben wir gelernt: Man darf nicht auf öffentlichem Gebiete stehen und aus Privatgebiet trinken, oder auf Privatgebiet stehen und aus öffentlichem Gebiete trinken, es sei denn, daß man den Kopf und den größeren Teil des Körpers da hinübergebeugt hat, wo man trinkt." ], [ "Ebenso bei einer Kelter82Man darf in der Kelter unverzehnteten Wein trinken; auch hierbei gilt mut. mut. diese Vorschrift..", "Bei einem Menschen, sagen wir, ist der Kopf und der größere Teil des Körpers erforderlich, ist auch bei einer Kuh83Die auf öffentlichem Gebiete steht u. aus Privatgebiet getränkt wird.der Kopf und der größere Teil des Körpers erforderlich oder nicht?", "Wenn man das Gefäß hält und nicht [das Vieh], so ist es selbstverständlich erforderlich, daß der Kopf und der größere Teil des Körpers sich innerhalb84Da sie den Kopf wegwenden und das Gefäß mitreißen kann.befinden müssen; fraglich ist es nur bezüglich des Falles, wenn man das Gefäß und das [Vieh] hält.", "Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: Nur muß eine Kuh mit dem Kopfe und dem größeren Teile des Körpers sich innerhalb derselben befinden und trinken können. Doch wohl, wenn man sie und das Gefäß hält. – Nein, wenn man nur das Gefäß und nicht [die Kuh] hält. –", "Ist es denn, wenn man nur das Gefäß und nicht [das Vieh] hält, erlaubt, es wird ja gelehrt, daß man nicht am Šabbath Wasser schöpfen und seinem Vieh reichen dürfe, sondern es schöpfen und vor ihm hingießen, und es trinkt von selbst!? –", "Hierzu wurde ja gelehrt, Abajje sagte, hier handle es sich um eine zehn Handbreiten hohe und vier [Handbreiten] breite Krippe, die sich auf öffentlichem Gebiete befindet, von der eine Ecke zwischen die Pfeiler85Während das Tier sich im Privatgebiete befindet; die 10 Hb.n hohe und 4 breite Krippe ist ebenfalls Privatgebiet.hineinragt.", "Hierbei wird berücksichtigt, man könnte, wenn man an der Krippe einen Schaden bemerkt und ihn ausbessern will, den Eimer hinausbringen86Und ihn auf öffentlichem Gebiete stehen lassen.und so aus Privatgebiet in öffentliches Gebiet tragen. –", "Ist man denn in einem solchen Falle87Wenn man etwas aus Privatgebiet nach Privatgebiet tragen will und es auf öffentl. legt.schuldig, R.Saphra sagte ja im Namen R.Amis im Namen R.Joḥanans, daß, wenn jemand Sachen von Winkel zu Winkel trägt, sich aber überlegt und sie hinausträgt, er frei sei, weil ursprünglich die Fortnahme nicht dazu erfolgt war!? –", "Vielmehr, es kann vorkommen, daß man [die Krippe] herrichtet und [den Eimer] wieder hereinbringt, sodann bringt man aus öffentlichem Gebiete in Privatgebiet.", "Manche lesen: Bei einem Menschen, sagen wir, genügt der Kopf und der größere Teil des Körpers, genügt auch bei einer Kuh der Kopf und der größere Teil des Körpers oder nicht?", "Wenn man das Gefäß und [das Vieh] hält, so ist selbstverständlich der Kopf und der größere Teil des Körpers ausreichend; fraglich ist es nur bezüglich des Falles, wenn man das Gefäß hält und nicht [das Vieh],", "Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: Nur muß eine Kuh mit dem Kopfe und dem größeren Teile des Körpers sich, innerhalb derselben befinden und trinken können. Doch wohl, wenn man nur das Gefäß und nicht [die Kuh] hält. –", "Nein, wenn man das Gefäß und [die Kuh] hält. Dies ist auch einleuchtend, denn wieso wäre es in dem Falle, wenn man nur das Gefäß und nicht [das Vieh] hält, erlaubt, es wird ja gelehrt, daß man nicht am Šabbath Wasser schöpfen und seinem Vieh reichen dürfe, sondern es schöpfen und vor ihm hingießen, und es trinkt von selbst. –", "Hierzu wurde ja gelehrt, Abajje sagte, hier handle es sich um eine zehn Handbreiten hohe und vier [Handbreiten] breite Krippe, die sich auf öffentlichem Gebiete befindet, von der eine Ecke zwischen die Pfeiler hineinragt. Es könnte vorkommen, daß man, wenn man an der Krippe einen Schaden bemerkt und sie ausbessern will, den Eimer hinausbringt und so aus Privatgebiet in öffentliches Gebiet trägt. –", "Ist man denn in einem solchen Falle schuldig, R.Saphra sagte ja im Namen R.Amis im Namen R.Joḥanans, daß, wenn jemand Sachen von Winkel zu Winkel trägt, sich aber überlegt und sie hinausträgt, er frei sei, weil ursprünglich die Fortnahme nicht dazu erfolgt war!? –", "Vielmehr, es kann vorkommen, daß man [die Krippe] herrichtet und da [den Eimer] wieder hereinbringt, sodann bringt man aus öffentlichem Gebiete in Privatgebiet. –", "Komm88Entscheidung der Frage nach der ersten Fassung.und höre: Wenn das Kamel sich mit dem Kopfe und dem größeren Teile des Körpers innerhalb befindet, so darf man ihm innerhalb Futter [ins Maul] stopfen. Das Stopfen ist ja ebenso, als hielte man das Gefäß und [das Vieh], dennoch ist der Kopf und der größere Teil des Körpers erforderlich.", "R.Aḥa b. R.Hona entgegnete im Namen des R.Šešeth: Anders ist es bei einem Kamel, dessen Hals lang ist. –", "Komm und höre: Wenn ein Vieh sich mit dem Kopfe und dem größeren Teile des Körpers innerhalb befindet, so darf man ihm innerhalb Futter [ins Maul] stopfen. Das Stopfen ist ja ebenso, als hielte man das Gefäß und [das Vieh], dennoch ist der Kopf und der größere Teil des Körpers erforderlich. – Unter Vieh, von dem hier gelehrt wird, ist eben das Kamel zu verstehen. –", "Dies wird ja aber von einem Vieh besonders und von einem Kamel besonders gelehrt!? –", "Werden sie denn nebeneinander89Der eine Autor wußte nicht vom anderen.gelehrt!? Es wird auch gelehrt: R. Elie͑zer verbietet es bei einem Kamel, weil dessen Hals lang ist.", "R.Jiçḥaqb.Ada sagte: Die Brunnenpfeiler sind nur für die Wallfahrer90Die zu den Festen nach Jerusalem ziehen; cf. Dt. 16,16.erlaubt worden. – Es wird ja aber gelehrt, daß die Brunnenpfeiler nur für das Vieh erlaubt worden sind!? – Unter Vieh ist eben das Vieh der Wallfahrer zu verstehen, während ein Mensch" ], [ "klettern91Um zu trinken; er braucht das Wasser nicht zu holen.und hinaufsteigen, klettern und herabsteigen kann. –", "Dem ist ja aber nicht so, R.Jiçḥaq sagte ja im Namen R.Jehudas im Namen Šemuéls, daß die Brunnenpfeiler nur bei einem Brunnen mit Quellwasser erlaubt worden sind; welchen Unterschied gibt es bei einem Vieh zwischen Quellwasser und angesammeltem Wasser!? – Es muß etwas sein, was auch für Menschen brauchbar ist92Gutes Wasser, da die Pfeiler nur durch dieses ihre Bedeutung als Zaun erhalten..", "Der Text: Die Brunnenpfeiler sind nur für das Vieh erlaubt worden, ein Mensch aber kann klettern und hinaufsteigen, klettern und herabsteigen; wenn sie93Die Brunnen; wenn man kletternd zum Wasser nicht gelangen kann.aber breit sind, so sind sie auch für Menschen erlaubt. Man darf kein Wasser schöpfen und seinem Vieh reichen, sondern es schöpfen und vor ihm hingießen, und es trinkt von selbst.", "R.A͑nan wandte ein: Was nützen demnach die Brunnenpfeiler!? – Was sie nützen, daß man aus (dem Brunnen) schöpfen darf!? –", "Vielmehr, was nützt es, daß die Kuh sich darin mit dem Kopfe und dem größeren Teile des Körpers befinden kann!?", "Abajje erwiderte: Hier handelt es sich um eine zehn Handbreiten hohe und vier [Handbreiten] breite Krippe, die sich auf öffentlichem Gebiete befindet, von der eine Ecke zwischen die Pfeiler hineinragt &c.", "R.Jirmejab. Abba sagte im Namen Rabhs: In Babylonien gibt es keine Wächterhütten94Etwas mehr als 70 Ellen um die Stadt gehören bezüglich des Gebiet-E͑rubs zum Weichbilde derselben; befindet sich da eine Wächterhütte, so wird das Weichbild der Stadt bis zu dieser ausgedehnt; cf. infra Fol. 55 b.und außerhalb des [jisraélitischen] Landes gibt es keine Brunnenpfeiler.", "Keine Wächterhütten in Babylonien, weil da oft Überschwemmungen95Die sie fortreißen, bezw. stehlen, somit kann man sich auf diese nicht verlassen.vorkommen. Keine Brunnenpfeiler außerhalb des Landes, weil da keine Lehrhäuser96Die Brunnenpfeiler sind nicht nur wegen der Wallfahrer, sondern auch wegen der nach den Lehrhäusern wandernden Jünger, erlaubt worden.sind. Entgegengesetzt ist es erlaubt.", "Manche lesen: R.Jirmeja b. Abba sagte im Namen Rabhs: In Babylonien und ausserhalb des [jisraélitischen] Landes gibt es weder Wächterhütten noch Brunnenpfeiler. Keine Wächterhütten in Babylonien, weil da oft Überschwemmungen vorkommen; außerhalb des Landes ebenfalls nicht, weil da viele Diebe95Die sie fortreißen, bezw. stehlen, somit kann man sich auf diese nicht verlassen.sind.", "Keine Brunnenpfeiler in Babylonien, weil da genügend Wasser zu haben ist; außerhalb des Landes ebenfalls nicht, weil da keine Lehrhäuser sind.", "R.Ḥisda sprach zu Mari, dem Sohne R.Honas, des Sohnes des R.Jirmeja b.Abba: Man sagt, daß ihr am Šabbath aus Barnaš nach dem Daniél-Bethause kommt, das sind drei Parasangen; ihr stützt euch also auf die Wächterhütten, während dein Großvater im Namen Rabhs gesagt hat, in Babylonien gebe es keine Wächterhütten!?", "Da ging er hinaus und zeigte ihm jene Ruinen97Eigentl. Orte, sc. zerstörte., die durch die siebzig Ellen und darüber98Cf. Anm. 94.einverleibt wurden.", "R.Ḥisda sagte: Mari b. Mar trug vor: Es beißt:99Ps. 119,96.von allem Umfang habe ich ein Ende gesehen, überaus weitreichend ist dein Gebot. David sagte es und erklärte es nicht, Ijob sagte es und erklärte es nicht, und Jehezqel sagte es und erklärte es nicht; erst Zekharja, der Sohn Idos, kam und erklärte es.", "David sagte es und erklärte es nicht, denn es heißt: von allem Umfang habe ich ein Ende gesehen, überaus weitreichend ist dein Gebot. Ijob sagte es und erklärte es nicht, denn es heißt:100Ij. 11,9.weiter als die Erde ist ihr Umfang, sie ist breiter als das Meer.", "Jeḥezqel sagte es und erklärte es nicht, denn es heißt :101Ez. 2,10.er breitete sie vor mir aus, und sie war vorn und hinten beschrieben ; sie war beschrieben mit Klageliedern und Spiel und Wehklage.", "Klagelieder, das ist die Strafe der Frommen auf dieser Welt, denn es heißt:102Ib. 32,16.ein Klagelied ist dies, das soll man singen. Spiel [hege], das ist die Belohnung der Frommen in der zukünftigen Welt, denn es heißt :103Ps. 92,4.Spiel [higajon] der Zither. Wehklage, das ist die Strafe der Frevler in der Zukunft, denn es heißt:104Ez. 7,26.Weh über Weh kommt.", "Erst Zekharja, der Sohn U͑dos, erklärte es, denn es heißt: 105Zach. 5,2.und er fragte mich: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe eine zusammengeschlagene Schriftrolle, zwanzig Ellen ihre Länge und zehn Ellen ihre Breite. Wenn du sie aufschlägst, ist sie zwanzig zu zwanzig, und da es heißt:101Ez. 2,10.sie war vorn und hinten beschrieben, so ist sie, wenn da sie106Daß beide Schriftseiten gleichzeitig zu sehen sind.spaltest, vierzig zu zwanzig.", "Nun heißt es:107Jes. 40,12.wer hat mit seiner hohlen Hand das Wasser gemessen und dem Himmel mit der Spanne sein Maß bestimmt &c., somit ergibt es sich, daß die ganze Welt den dreitausendzweihundertsten Teil der Tora misst108Die Schriftrolle (dh. die Tora) mißt 20×40=800 E.n, die E. zu 4 Spannen im Quadrat, 4×800=3200, während das ganze Firmament eine Spanne mißt..", "Ferner sagte R.Ḥisda: Mari b. Mar trug vor: Es heißt:109Jer. 24,1. 2.da waren zwei Körbe mit Feigen auf gestellt vor dem. Tempel des Herrn. Der eine Korb enthielt sehr gute Feigen," ], [ "den Frühfeigen gleich, der andere Korb aber enthielt sehr schlechte Feigen, die vor Schlechtigkeit nicht zu genießen waren.", "Die guten Feigen, das sind die vollkommenen Frommen, die schlechten Feigen, das sind die vollkommenen Frevler. Vielleicht glaubst du, ihre Hoffnung sei verloren, ihre Aussicht geschwunden, so heißt es:110Cant. 7,14.die Liebesäpfel111דודאים wird als Plur. von דוד, Korb, aufgefaßt. verbreiten Duft; diese und jene werden dereinst Duft verbreiten.", "Raba trug vor: Es heißt: die Liebesäpfel verbreiten Duft &c. Damit sind die Jünglinge Jisraéls gemeint, die den Geschmack der Sünde nicht gekostet haben.", "110Cant. 7,14.Und an unseren Türen allerlei köstliche Früchte; damit sind die Töchter Jisraéls gemeint, die über ihre Türen112Ostium, die weibl. Scham.ihren Männern erzählen113Ob sie rein sind..", "Eine andere Erklärung: Die ihre Türen für ihre Männer geschlossen114Unter Türen wird die Jungfernschaft verstanden, u. מגדים (Köstliches) wird von אנד binden, verschließen, abgeleitet.halten. 110Cant. 7,14.Frische, auch alte, mein Geliebter, habe ich dir aufbewahrt; die Gemeinde Jisraéls sprach vor dem Heiligen, gepriesen sei er: Herr der Welt, ich habe mir mehr Verordnungen auf erlegt, als du mir auferlegt hast, und ich habe sie gehalten.", "R.Ḥisda fragte einen Jünger, der vor ihm Agada vorzutragen pflegte: Hast du vielleicht gehört, was mit ‘frische und alte’ gemeint sei? Dieser erwiderte: Die einen sind die leichten Gebote, und die anderen sind die strengen Gebote.", "Jener entgegnete: Wurde denn die Tora zu wiederholten Malen verliehen!? Vielmehr bezeichnet das eine die Worte der Tora und das andere die Worte der Schriftkundigen115Wörtl. Schreiber, entspricht dem griech. γϱαμματϵ?ς, Schriftgelehrter..", "Raba trug vor: Es heißt:116Ecc. 12,12.und ferner, mein Sohn, sei behutsam; des vielen Büchermachens &c. Mein Sohn, sei mit den Worten der Schriftkundigen behutsamer als mit den Worten der Tora; in der Tora gibt es Gebote und Verbote, wer aber die Worte der Schriftkundigen übertritt, verdient den Tod.", "Wenn du ein wendest: Weshalb wurden sie, wenn sie von solcher Bedeutung sind, nicht niedergeschrieben? [so heißt es:] des vielen Büchermachens ist kein Ende.", "116Ecc. 12,12.Und vieles Studieren ermüdet den Leib. Hierzu sagte R.Papa, Sohn des R.Aḥa b.Ada, im Namen des R.Aḥa b.U͑la: Dies lehrt, daß, wer die Weisen verspottet117להג Studieren, gleichklingend wie לעג Spott., mit kochendem Kot gerichtet wird.", "Raba wandte ein: Heißt es denn Spott, es heißt ja Studieren!? Vielmehr, wer [die Tora] studiert, fühlt dabei einen Fleischgeschmack.", "Die Rabbanan lehrten: Einst war R.A͑qiba im Gefängnis eingesperrt, und R.Jehošua͑ der Gräupner118Nach anderer Erklärung Ortsname.bediente ihn. An jedem Tage brachte man ihm ein bestimmtes Maß Wasser. Als ihn eines Tages der Gefängniswärter traf, sprach er zu ihm: Du hast heute so sehr viel Wasser, du willst wohl das Gefängnis untergraben? Da schüttete er die Hälfte aus und gab ihm die Hälfte wieder.", "Als er zu R.A͑qiba kam, sprach dieser zu ihm: Jehošua͑, weißt du denn nicht, daß ich ein Greis bin, und daß mein Leben von deinem Leben abhängt!?", "Darauf erzählte er ihm das ganze Ereignis. Da sprach er zu ihm: Gib mir Wasser, die Hände zu waschen. Jener erwiderte: Es reicht nicht einmal zum Trinken, wie sollte es denn zum Händewaschen reichen!? Dieser sprach: Was soll ich nun machen, man verdient ja dieserhalb119Wegen der Unterlassung des Händewaschens, einer Anordnung der Schriftgelehrten.den Tod; lieber will ich freiwillig sterben, als die Worte meiner Kollegen übertreten.", "Man erzählt, daß er nichts kostete, bis er ihm Wasser gebracht und er die Hände gewaschen hatte. Als die Weisen davon hörten, sprachen sie: Wenn er im Alter dies tat, um wieviel mehr würde er es in seiner Jugend getan haben; wenn er dies im Gefängnis tat, um wieviel mehr würde er es außerhalb desselben getan haben.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Als Šelomo den E͑rub und das Händewaschen angeordnet hatte, ertönte eine Hallstimme und sprach: 120Pr. 23,15.Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, bin auch ich in meinem Herzen fröhlich. Ferner:121Ib. 27,11.Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem, der mich schmäht, Rede stehen kann.", "Raba trug vor: Es heißt:122Cant. 7,12. 13.Komm, mein Geliebter, laß uns hinausgehen aufs Feld, unter Cyprusblumen übernachten und früh zu den Weinbergen aufbrechen; sehen, ob der Weinstock sproßt, die Blüte sich geöffnet hat, ob die Granaten blühen; dort will ich dir meine Liebe schenken.", "Komm, mein Geliebter, laß uns hinausgehen ins Feld. Die Gemeinde Jisraél sprach vor dem Heiligen, gepriesen sei er: Herr der Welt, beurteile mich nicht, wie man Großstädter beurteilt, unter denen Raub, Ehebruch, Meineid und Falscheid zu finden ist. Laß uns hinausgehen aufs Feld. Komm, ich will dir Schriftgelehrte zeigen, die sich in Not mit der Tora befassen.", "Unter Cyprusblumen übernachten. Lies nicht kepharim [Cyprusblumen], sondern kophrim [Gottesleugner]; komm, ich will dir die Kinder E͑savs zeigen, die du mit Güte überschüttet hast, und die dich verleugnen.", "Früh zu den Weinbergen aufbrechen, das sind die Bet- und Lehrhäuser; sehen, ob der Weinstock sproßt, das sind die Schriftkundigen; ob die Blüte sich geöffnet hat, das sind die Mišnakundigen; ob die Granaten blühen, das sind die Talmudkundigen. Dort will ich dir meine Liebe schenken; ich will dir meine Herrlichkeit und meine Größe zeigen, die Pracht meiner Söhne und meiner Töchter.", "R.Hamnuna sagte: Es heißt:123iReg. 5,12.Und er redete dreitausend Sprüche, und seiner Lieder waren tausendundfünf. Dies lehrt, daß Šelomo über jede Vorschrift der Tora dreitausend Sprüche sagte, und über jede Vorschrift der Schriftkundigen tausendundfünf Gründe.", "Raba trug vor: Es heißt:124Ecc. 12,9. Und außerdem, daß der Prediger ein Weiser war, lehrte er auch das Volk Erkenntnis und erwog und forschte und formte viele Sprüche. Lehrte er das Volk Erkenntnis; er lehrte sie durch Merkzeichen und erklärte sie durch Vergleichungen.", "Und erwog und forschte und formte viele Sprüche. U͑la erklärte im Namen R.Elie͑zers: Anfangs war die Tora wie ein Korb ohne Henkel, bis Šelomo kam und ihr Henkel125אזן als denom. v. אוזן Ohr.machte.", "126Cant. 4,11.Seine Locken wie die Weinranken. R.Ḥisda erklärte im Namen Mar U͑qabas: Dies lehrt, daß über jedes Häkchen127Auf den Buchstaben der Tora; קוצות Plur. v. קוץ Haken, תלתלים Plur. v. תל Hügel, Haufen.Haufen über Haufen von Halaklioth zu erforschen sind.", "126Cant. 4,11.Schwarz wie der Rabe. Dies ist bei dem zu finden, der" ], [ "ihretwegen frühmorgens128שחורות gl. שחרית morgens, עורב gl. ערבית abends.und spätabends128שחורות gl. שחרית morgens, עורב gl. ערבית abends.im Lehrhause verweilt. Rabba erklärte: Bei dem, der ihretwegen sein Gesicht gleich einem Raben schwärzt.", "Raba erklärte: Bei dem, der ihretwegen gegen seine Kinder und gegen seine Familie herzlos wie ein Rabe ist. So sprach einst die Frau des R.Ada b.Mathna, als er ins Lehrhaus ging, zu ihm: Was soll ich mit den Kindern tun!? Da erwiderte er ihr: Gibt es keine Kräuter mehr auf den Wiesen!?", "129Dt. 7,10.Er vergilt denen, die ihn hassen, ins Angesicht, indem er sie vertilgt. R.Jehošua͑ b.Levi sagte: Wäre es nicht ein geschriebener Schriftvers, so dürfte man es nicht sagen: als wäre es möglich, wie wenn ein Mensch eine Last vor sich trägt und sie abzuwerfen wünscht.", "129Dt. 7,10.Er läßt seine Feinde nicht warten. Rabbi sagte: Seine Feinde läßt er nicht warten, wohl aber die vollkommen Frommen.", "Das ist es, was R.Jehošua͑ b. Levi sagte: Es heißt:130Ib.V. 11.die zu tun ich dir heute befehle, sie heute zu tun, nicht morgen zu tun; sie heute zu tun und morgen erst die Belohnung zu erhalten.", "R.Ḥaggaj, nach anderen, R.Šemuél b.Naḥmani, sagte: Es heißt: 131Ex. 34,6.langsam im Zorn; es sollte ja aph132Die Dualform אפים deutet auf zwei Gesichter: ein freundliches und ein grimmiges.heißen!?", "Vielmehr langsam im Zorn gegen die Frommen, langsam im Zorn gegen die Frevler.", "R.JEHUDA SAGT, NUR BIS ZWEI SEÁFLÄCHEN &C. Sie fragten: Meint er den Brunnen mit den Pfeilern oder meint er den Brunnen ohne Pfeiler?", "Richtet man seine Augen auf den Brunnen, somit ist nicht zu berücksichtigen, man könnte verleitet werden, auch in einem Gehege mehr als zwei Seáflächen zu tragen,", "oder richtet man seine Augen auf die Umzäunung, somit ist zu berücksichtigen, man könnte auch in einem Gehege mehr als zwei Seáflächen tragen? –", "Komm und höre: Wie nahe dürfen sie sein? Wie Kopf und größerer Teil des Körpers einer Kuh; wie weit dürfen sie entfernt sein? Auch ein Flächenraum von einem Kor und sogar zwei Kor. R.Jehuda sagt, zwei Seáflächen seien erlaubt, mehr als zwei Seáflächen seien verboten.", "Sie sprachen zu R.Jehuda: Pflichtest du etwa nicht bei, daß es bei einem Pferche, einer Hürde, einem Gehöfte oder einem Vorhofe auch bis zu einem Flächenraume von fünf und sogar zehn Kor erlaubt sei!?", "Dieser erwiderte: Da ist es ein Zaun, hierbei sind es Pfeiler.", "R.Šimo͑n b.Elea͑zar sagte: Beim Brunnen ist es bis zwei Seàflächen zu zwei Seáflächen erlaubt, und sie sagten nur, daß [die Pfeiler] im Umfang des Kopfes und des größeren Teiles des Körpers einer Kuh zu entfernen sind.", "Wenn nun R.Šimo͑n b.Elea͑zar vom Brunnen ohne Pfeiler spricht, so meint ja R.Jehuda den Brunnen mit den Pfeilern. – Dies ist aber nichts; R.Jehuda meint ebenfalls den Brunnen ohne Pfeiler. –", "Demnach sagt er ja dasselbe, was R.Šimo͑n b.Elea͑zar!? – Ein Unterschied besteht zwischen ihnen in dem Falle, wenn er lang und schmal133Nach RŠ. muß er quadratisch sein.ist.", "R.Šimo͑n b.Elea͑zar sagte eine Regel: Jeder Luftraum134Der kein Dach hat., den man zum Aufenthalte benutzt, beispielsweise ein Pferch, eine Hürde, ein Gehöft oder ein Vorhof, ist auch bis zu einem Flächenraume von fünf Kor und sogar zehn Kor erlaubt;", "jeder Aufenthaltsort aber, der nur wegen der Luft135Zur Bewachung der Umgebung od. zum Schutze gegen die Sonne.benutzt wird, beispielsweise eine Wächterhütte auf dem Felde, ist nur bis zwei Seáflächen erlaubt, mehr als zwei Seáflächen aber verboten.", "iv,1R. JEHUDA SAGT, WENN EIN ÖFFENTLICHER WEG SIE TEILT, SO VERLEGE MAN IHN SEITWÄRTS; DIE WEISEN SAGEN, DIES SEI NICHT NÖTIG.", "GEMARA. R.Joḥanan und R.Elea͑zar sagten beide: Hier bekundet er dir die Wirkung der Wände. –", "Wenn ‘hier’, so ist er wohl dieser Ansicht, dagegen aber sagte ja Rabba b. Bar Ḥana im Nam en R. Joḥanans, daß, wenn die Tore Jerušalems nicht nachts geschlossen wären, man da [wegen Tragens] auf öffentlichem Gebiete schuldig sein würde!? –", "Vielmehr, ‘hier’, er aber ist nicht dieser Ansicht. –", "Ich will auf einen Widerspruch hinweisen, in dem R.Jehuda sich befindet, und auf einen Widerspruch, in dem die Rabbanan sich befinden.", "Es wird gelehrt: Noch mehr sagte R.Jehuda: Wer zwei [gegenüberliegende] Häuser auf beiden Seiten der Straße hat, darf an beiden Enden je einen Pfosten oder je einen Querbalken setzen und in der Mitte nehmen und geben. Jene sprachen zu ihm: Auf diese Weise kann man für das öffentliche Gebiet keinen E͑rub machen.", "Somit befinden sich ja sowohl R.Jehuda als auch die Rabbanan mit sich selbst in einem Widerspruche!? –", "R.Jehuda befindet sich nicht in einem Widerspruche, denn da sind ja zwei wirkliche Wände vorhanden, hierbei aber nicht.", "Die Rabbanan befinden sich ebenfalls nicht in einem Widerspruche, denn hierbei sind vier Wände dem Namen nach vorhanden, dort aber sind keine vier Wände dem Namen nach vorhanden.", "R.Jiçḥaq b. Joseph sagte im Namen R.Joḥanans: Im Jisraélland ist man [wegen Tragens] auf öffentlichem Gebiete nicht schuldig. R.Dimi saß und trug diese Lehre vor, da sprach Abajje zu ihm: Aus welchem Grunde:" ], [ "wollte man sagen, weil es an der einen Seite von der Çoranhöhe und an der anderen Seite vom Gaderabhang umgeben ist, so ist ja auch Babylonien an der einen Seite vom Euphrat und an der anderen Seite vom Tigris umgeben, und ebenso die ganze Erde vom Ozean!? Du meinst wahrscheinlich die Anhöhen136Die, wie weiter erklärt, nicht betreten werden sollen u. daher nicht als öffentliches Gebiet gelten.und Niederungen, die sich da befinden.", "Dieser erwiderte: Kopfmensch, ich sah dein Haupt137Nach den Tosaphoth ist mit ‘Haupt’ sein Lehrer Rabba gemeint, da Abajje später als RJ. lebte u. seine Schule nicht besucht haben kann.zwischen den Säulen [des Lehrhauses], als R.Joḥanan diese Lehre vortrug.", "Ebenso wurde gelehrt: Als Rabin kam, sagte er im Namen R.Joḥanans, wie manche sagen, sagte es R.Abahu im Namen R.Joḥanans, man sei auf den Anhöhen und Niederungen im Jisraélland [wegen Tragens] auf öffentlichem Gebiete nicht schuldig, weil diese der Lagerstätte in der Wüste138Sämtliche Arbeiten am Š. werden von den Arbeiten bei der Errichtung der Stiftshütte gefolgert; was da zur Anwendung kam, gilt als Hauptarbeit (cf. Sab. Fol. 73a); auch die Lagerstätte hatte Unebenheiten.nicht gleichen.", "Reḥaba fragte Raba: Ist man bei einem bei einer Steigung von vier [Ellen] zehn [Handbreiten] hohen Hügel, auf dem das Publikum umhergeht, [wegen Tragens] auf öffentlichem Gebiete schuldig oder nicht?", "Nach den Rabbanan ist es nicht fraglich, denn wenn sie da, wo der Verkehr nicht beschwerlich139Bei den Brunnenpfeilern.ist, sagen, der Verkehr des Publikums hebe die Wirkung der Wände nicht auf, umso weniger hierbei, wo der Verkehr beschwerlich ist;", "fraglich ist es nur nach R.Jehuda: gilt dies nur da, weil da der Verkehr nicht beschwerlich ist, hierbei aber, wo der Verkehr beschwerlich ist, hebt das Publikum nicht die Wirkung der Wände auf, oder gibt es keinen Unterschied? Dieser erwiderte: Man ist schuldig. – Auch wenn man mittelst eines Strickes hinauf steigen muß? Dieser erwiderte: Jawohl. –", "Auch wenn er dem Stufengang von Beth-Maron140Wahrscheinl. Ortsname. Var. Beth-Ḥoron; nach anderer Erklärung breitstufige Treppe für vornehme Herren.gleicht? Dieser erwiderte: Jawohl.", "Er wandte gegen ihn ein: Ein Vorhof, dessen eine Seite das Publikum als Eingang und dessen andere Seite es als Ausgang benutzt, gilt als öffentliches Gebiet hinsichtlich der Unreinheit141Cf. supra Fol. 8a, Anm. 110. und als Privatgebiet hinsichtlich des Šabbaths.", "Wer [ist der Autor]: wollte man sagen, die Rabbanan, so ist es ja, wenn die Rabbanan da139Bei den Brunnenpfeilern., wo der Verkehr nicht beschwerlich ist, sagen, der Verkehr des Publikums hebe die Wirkung der Wände nicht auf, hierbei, wo der Verkehr beschwerlich ist, selbstverständlich.", "Doch wohl R.Jehuda!? –", "Nein, tatsächlich die Rabbanan, nur lehrt er uns, daß er hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet gelte. –", "Komm und höre: Durchgangsgassen, die in Gruben, Gräben und Höhlen münden, gelten hinsichtlich des Šabbaths als Privatgebiet und hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet. –", "‘In Gruben’, wie kommst du darauf!? – Sage vielmehr: nach142לבורות, im Accusativ, statt בבורות, im Dat.Gruben. Hinsichtlich des Šabbaths als Privatgebiet und hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet. –", "Wer [ist der Autor] : wollte man sagen, die Rabbanan, so ist es ja, wenn sie da139Bei den Brunnenpfeilern., wo der Verkehr nicht beschwerlich ist, sagen, der Verkehr des Publikums hebe die Wirkung der Wände nicht auf, hierbei, wo der Verkehr beschwerlich ist, selbstverständlich. Doch wohl R. Jehuda!? –", "Nein, tatsächlich die Rabbanan, nur lehrt er uns, daß sie hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet gelten. –", "Komm und höre: Die Stege von Beth-Gilgul143Var. נרנר; nach andrer Erkl. ist נלגול kein Ortsname, sondern (v. גלל) mit Kreissteg, Wendelsteg zu übersetzen.und ähnliche gelten hinsichtlich des Šabbaths als Privatgebiet und hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet.", "Welche sind Stege von Beth-Gilgul? In der Schule R.Jannajs erklärten sie: Wenn da ein Sklave, der eine Seá Weizen trägt, nicht vor einem Krieger laufen kann.", "Wer [ist der Autor]: wollte man sagen die Rabbanan, so ist es ja, wenn die Rabbanan da, wo der Verkehr nicht beschwerlich ist, sagen, der Verkehr des Publikums hebe dir Wirkung der Wände nicht auf, hierbei, wo der Verkehr beschwerlich ist, selbstverständlich. Doch wohl R.Jehuda!?", "Dieser erwiderte: Du sprichst von den Stegen von Beth-Gilgul!? Jehošua͑144Der das Land an die Stämme Jisraéls verteilte.war ein Freund Jisraéls und legte ihnen Wege und Landstraßen an; alles, was für den Verkehr nicht beschwerlich war, übergab er dem Publikum, was aber für den Verkehr beschwerlich war, übergab er einzelnen.", "iv,2SOWOHL UM EINE ÖFFENTLICHE ZISTERNE UND EINEN ÖFFENTLICHEN BRUNNEN, ALS AUCH UM EINEN PRIVATBRUNNEN MACHE MAN PFEILER.", "UM EINE PRIVATE ZISTERNE ABER MUSS MAN EINE ZEHN HANDBREITEN HOHE WAND MACHENSO R.A͑QIBA;", "R. JEHUDA B. BABA SAGT, MAN MACHE PFEILER NUR UM EINEN ÖFFENTLICHEN BRUNNEN, UM DIE ÜBRIGEN MUSS MAN EINEN ZEHN HANDBREITEN HOHEN GÜRTEL145Aus Stricken; cf. Fol. 16b.MACHEN." ], [ "GEMARA. R.Joseph sagte im Namen R.Jehudas im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie R.Jehuda b.Baba. Ferner sagte R.Joseph im Namen R.Jehudas im Namen Šemuéls: Die Brunnenpfeiler sind nur bei Brunnen mit Quellwasser erlaubt worden.", "Und beides ist nötig. Würde er nur gelehrt haben, die Halakha sei wie R.Jehuda b.Baba, so könnte man glauben, [dieser erlaube] bei einem öffentlichen [Brunnen], auch wenn es angesammeltes Wasser ist,", "und nur deshalb lehre er es von einem ‘öffentlichen Brunnen’, um der Ansicht R.A͑qibas entgegenzutreten, so lehrt er uns, daß die Brunnenpfeiler nur bei einem Brunnen mit Quellwasser erlaubt worden seien.", "Und würde er nur gelehrt haben, daß es nur bei einem Brunnen mit Quellwasser erlaubt sei, so könnte man glauben, einerlei ob ein öffentlicher oder ein privater, so lehrt er uns, daß die Halakha wie R.Jehuda b.Baba sei.", "vFERNER SAGTE R.JEHUDA B. BABA: IN EINEM GARTEN ODER IN EINEM GEHEGE [BIS] SIEBZIG ELLEN MIT EINEM ÜBERSCHUSSE ZU SIEBZIG ELLEN MIT EINEM ÜBERSCHUSSE, DIE MIT EINEM ZEHN HANDBREITEN HOHEN ZAUNE UMGEBEN SIND, DARF MAN UMHERTRAGEN, NUR MUSS DA EINE WÄCHTERHÜTTE ODER EIN WOHNHAUS VORHANDEN SEIN, ODER SIE MÜSSEN SICH IN DER NÄHE DER STADT146In der der Eigentümer wohnt.BEFINDEN.", "R.JEHUDA SAGT, AUCH WENN SICH DA NUR EINE GRUBE, EIN GRABEN ODER EINE HÖHLE BEFINDET, DÜRFE MAN DA UMHERTRAGEN. R.A͑QIBA SAGT, AUCH WENN SICH DA NICHTS VON ALLDEM BEFINDET, DÜRFE MAN DA UMHERTRAGEN, NUR DÜRFEN SIE [NICHT MEHR ALS] SIEBZIG ELLEN MIT EINEM ÜBERSCHÜSSE ZU SIEBZIG ELLEN MIT EINEM ÜBERSCHUSSE HABEN.", "R.ELIE͑ZER SAGT, WENN IHRE LÄNGE GRÖSSER IST ALS IHRE BREITE, AUCH NUR EINE ELLE, DÜRFE MAN DA NICHTS UMHERTRAGEN. R.JOSE SAGT, AUCH WENN IHRE LÄNGE DAS DOPPELTE IHRER BREITE HAT, DÜRFE MAN DA UMHERTRAGEN.", "viR.ELEA͑J SAGTE: ICH HÖRTE VON R.ELIE͑ZER: SELBST WENN SIE EINEN FLÄCHENRAUM VON EINEM KOR [AUSSAAT] HABEN.", "FERNER HÖRTE ICH VON IHM, DASS, WENN VON DEN ANWOHNERN DES VORHOFES EINER VERGESSEN HAT, SICH AMRUB147Cf. Fol. 12, Anm. 180, mut. mut.ZU BETEILIGEN, ES IHM VERBOTEN SEI, ETWAS IN SEIN HAUS ODER AUS DEMSELBEN ZU TRAGEN, DEN ÜBRIGEN ABER ERLAUBT.", "FERNER HÖHTE ICH VON IHM, DASS MAN AM PESAḤFESTE SEINER PFLICHT MIT SKORPIONKRAUT148So nach Maimonides («bei uns bekannte skorpionartige Blätter»). Diese Blätter, von bitterem Geschmack, wurden am Pesaḥfeste als Bitterkraut (cf. Ex. 12,8) verwendet.GENÜGE. ICH SUCHTE UNTER ALL SEINEN SCHÜLERN EINEN GENOSSEN149Der es viell. ebenfalls von ihm gehört hätte., FAND ABER KEINEN.", "GEMARA. Was lehrte er bereits [diesbezüglich], daß er ‘ferner’ lehrt?", "Wollte man sagen, es heiße deshalb ‘ferner’, weil er bereits einmal erschwerend gelehrt hat150In der vorangehenden Mišna.und hier wiederum [erschwerend] lehrt, so lehrt ja auch R.Jehuda einmal erschwerend151Oben Fol. 18a.und hier wiederum152Ob. Fol. 22a.[erschwerend], dennoch heißt es da nicht ‘ferner’!? –", "Dieser wurde durch die Worte der Rabbanan unterbrochen153Die seiner Ansicht widersprechen; ob. Fol. 18a., hier aber nicht. –", "Aber wird denn, wenn einer unterbrochen wird, nicht [das Wort] ‘ferner’ gebraucht, auch R.Elie͑zer wurde ja bei seiner Lehre bezüglich der Festhütte154Cf. Suk. Fol. 27a.von den Rabbanan unterbrochen, dennoch lehrt er ‘ferner’!? –", "Dieser wurde zur Sache unterbrochen, jener aber durch eine andere Sache155Ob. Fol. 18a spricht RJ. von den Brunnenpfeilern, die Rabbanan aber von anderen Plätzen..", "R.A͑QIBA SAGT, AUCH WENN SICH DA NICHTS VON ALLDEM BEFINDET, DÜRFE MAN DA UMHERTTRAGEN." ], [ "R.A͑qiba sagt ja dasselbe, was der erste Tanna156Der ob. Fol. 18a gegen RJ. streitet; 2 Seáflächen haben 70×70 Ellen u. einen Überschuß.!? –", "Sie differieren in einer Kleinigkeit. Es wird nämlich gelehrt: Es ist eine Kleinigkeit mehr als siebzig Ellen und ein Überschuß, die Rabbanan haben das genaue Maß nicht angegeben. –", "Wieviel beträgt der Raum von zwei Seáflächen? – Soviel wie der Vorhof der Stiftshütte. –", "Woher dies?", "R.Jehuda erwiderte: Die Schrift sagt:157Ex. 27,18.die Länge des Vorhofes hundert Ellen und die Breite fünfzig mit fünfzig; die Tora sagt damit, daß man fünfzig mit fünfzig quadriere158Dh. man mache daraus ein Viereck. Eine Fläche von 70 E.n mit einem Überschüsse (2/<sub>3</sub> E. = 4 Hb.n, 1 E. = 6 Hb.n) hat 179 776 Quadrathandbreiten, während der Hof der Stiftshütte (100×50 E.n) 180000 Quadrathb.n hatte.. –", "Wie ist die einfache Erklärung des Verses? Abajje erwiderte: Stelle die Stiftshütte am Rande von fünfzig [Ellen] auf, damit [vom Vorhofe] fünfzig Ellen vorn und je zwanzig Ellen an allen Seiten Zurückbleiben159Der Hof hatte 100×50 und die Stiftshütte 30×10 E.n..", "R.ELIE͑ZER SAGT, WENN IHRE LÄNGE &C. Es wird ja aber gelehrt, R. Elie͑zer sagt, wenn ihre Länge mehr als das Doppelte ihrer Breite hat, auch nur eine Elle, dürfe man da nicht umhertragen!?", "R.Bebaj b. Abajje erwiderte: In unserer Mišna ist ebenfalls das Doppelte der Breite gemeint. – Demnach ist dies ja dasselbe, was R.Jose sagt!? –", "Sie streiten bezüglich der viereckigen Form, von der die Rabbanan sprechen160Weiter Fol. 49b. Nach RE. sollen sie eigentl. doppelt so lang wie breit sein, gleich dem Vorhofe der Stiftshütte, jedoch dürfen sie auch 4eckig sein, umgekehrt nach RJ..", "R.JOSE SAGT &C. Es wurde gelehrt: R.Joseph sagte im Namen R.Jehudas im Namen Šemuéls, die Halakha sei wie R.Jose, und R.Bebaj sagte im Namen R.Jehudas im Namen Šemuéls, die Halakha sei wie R.A͑qiba;", "beide erleichternd. Und beides ist nötig. Würde er nur gelehrt haben, die Halakha sei wie R.Jose, so könnte man glauben, nur wenn sich da eine Wächterhütte oder ein Wohnhaus befindet, daher lehrt er uns, die Halakha sei wie R.A͑qiba.", "Und würde er nur gelehrt haben, die Halakha sei wie R.A͑qiba, so könnte man glauben, nicht wenn er lang und schmal ist, daher lehrt er uns, die Halakha sei wie R.Jose.", "Wenn ein Gehege von mehr als zwei Seáflächen, das der Wohnung angeschlossen wurde, in seiner größeren Hälfte besäet wird, so gleicht es einem Garten, und [das Umhertragen] ist in diesem verboten,", "und wenn es in seiner größeren Hälfte mit Bäumen bepflanzt wird, so gleicht es einem Vorhofe, und [das Umhertragen] ist in diesem erlaubt.", "«Wenn es in seiner größeren Hälfte besäet wird.» R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagte : Dies nur, wenn mehr als zwei Seáflächen, wenn aber nur zwei Seáflächen, so ist es erlaubt. –", "Also nach R.Šimo͑n, denn wir haben gelernt, R.Šimo͑n sagt, sowohl Dächer, als auch Höfe und Gehege seien ein Gebiet hinsichtlich der Geräte, die sich am Šabbath da befinden, nicht aber hinsichtlich der Geräte, die sich am Šabbath im Hause befinden.", "Aber auch nach R.Šimo͑n verliert ja die kleinere Hälfte ihre Bedeutung" ], [ "gegenüber der größeren Hälfte, die besäet ist, somit hat ja das Gehege mehr als zwei Seáflächen und [das Umhertragen] sollte da verboten sein!? –", "Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: Wenn aber die kleinere Hälfte [besäet wird], so ist es erlaubt. R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagte: Dies nur, wenn keine zwei Seáflächen, wenn aber zwei Seáflächen, so ist es verboten.", "Also nach den Rabbanan161Daß die verschiedenen Gebiete eines Eigentümers nicht vereinigt werden..", "R.Jirmeja aus Diphte lehrte es erleichternd: Wenn aber die kleinere Hälfte [besäet wird], so ist es erlaubt. R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagte: Dies nur, wenn zwei Seáflächen, wenn aber mehr als zwei Seáflächen, so ist es verboten. Also nach R.Šimo͑n.", "«Und wenn es in seiner größeren Hälfte mit Bäumen bepflanzt wird, so gleicht es einem Vorhofe, und [das Umhertragen] ist in diesem erlaubt.» R.Jehuda sagte im Namen Abimis, nur wenn sie laubenartig162אצטבלא Stabulum, Stall, Hütte, auch Laube.gepflanzt sind; R.Naḥman sagt, auch wenn sie nicht laubenartig gepflanzt sind.", "Einst kam Mar Jehuda zu R.Hona b. Jehuda und sah da [auf einem solchen Platze] umhertragen, auf dem [die Bäume] nicht laubenartig gepflanzt waren. Da sprach er zu ihm: Hält denn der Meister nichts von der Lehre Abimis? Dieser erwiderte: Ich bin der Ansicht R.Naḥmans.", "R.Naḥman sagte im Namen Šemuéls: Was mache man, wenn ein mehr als zwei Seáflächen großes Gehege der Wohnung nicht angeschlossen163Wenn das Gehege vorher isoliert errichtet worden ist und nachher daneben ein Haus erbaut wird. war? Man reiße [von der Umzäunung] mehr als zehn [Ellen] nieder164Die Umzäunung verliert dann ihre Bedeutung und erhält sie erst durch die spätere Wiederherstellung. und stelle sie bis auf zehn [Ellen] wieder her; sodann ist da [das Umhertragen] erlaubt.", "Sie fragten: Wie ist es, wenn man eine Elle niederreißt und wiederherstellt, eine Elle niederreißt und wiederherstellt, bis es zusammen mehr als zehn [Ellen] sind?", "(Man erwiderte:) Das ist ja dasselbe, was wir gelernt haben: Für alle Gefäße eines Privatmannes gilt die Größe165Cf. supra Fol. 4b, Anm. 52.eines Granatapfels.", "Hierzu fragte Hizqija, wie es denn sei, wenn es ein eine Olive durchlassendes Loch bekommen und man es verstopft hat, und es wiederum ein eine Olive durchlassendes Loch bekommen und man es verstopft hat, bis sie zusammen ein einen Granatapfel durchlassendes Loch ergeben,", "und R.Joḥanan sprach zu ihm: Meister, du hast uns gelehrt: Wenn an einer Sandale ein Öhr abgeplatzt war und man es ausgebessert hat, so ist sie durch Auftreten166Eines Flußunreinen; cf. Sab. Fol. 59a, Anm. 26.verunreinigungsfähig;", "wenn auch das andere abgeplatzt ist und man es ausgebessert hat, so ist sie durch [des Flußbehafteten] Auftreten nicht167Dh. rückwirkend, wenn sie zuerst unrein und nachher das Öhr angeheftet wurde. Die Sandale kann nur mittelst der Öhre an den Fuß befestigt werden; fehlen diese, so ist sie kein ‘Gerät’ mehr u. durch Auftreten nicht verunreinigungsfähig.verunreinigungsfähig, wohl aber durch dessen Berührung.", "Wir sprachen zu dir: Wenn das erste [abgeplatzt ist], wohl deshalb, weil das zweite noch da ist, ebenso ist ja beim Abplatzen des zweiten das erste vorhanden?", "Darauf erwidertest du uns: Da haben wir es mit einer neuen Sache168Es wurde erst nach der Verunreinigung angeheftet.zu tun. Und auch hierbei haben wir es mit einer neuen Sache zu tun.", "Da rief jener über ihn: Dieser ist gar kein Mensch! Manche sagen: Dieser da, der ist ein Mann!", "R.Kahana sagte: Im Gehöfte169Das keine Tür zur Wohnung hat.hinter den Häusern darf man nicht mehr als vier Ellen umhertragen.", "R.Naḥman sagte: Wenn man eine Tür nach diesem geöffnet hat, so darf man im ganzen umhertragen, denn die Tür macht es erlaubt. Dies nur dann, wenn vorher die Tür und nachher das Gehöft errichtet wurde, nicht aber, wenn vorher das Gehöft und nachher die Tür. –", "Wenn vorher die Tür und nachher das Gehöft errichtet wurde, ist es ja selbstverständlich!? – Dies ist für den Fall nötig, wenn sich da eine Scheuer befindet; man könnte glauben, sie sei wegen der Scheuer errichtet worden, so lehrt er uns.", "Wenn ein der Wohnung angeschlossenes Gehege von mehr als zwei Seáflächen mit Wasser gefüllt wird, wollten die Rabbanan sagen, dies gleiche dem Besäen, und [das Umhertragen] sei da verboten;", "da sprach R.Abba, der Bruder Rabhs, des Sohnes R.Mešaršejas, zu ihm: So sagten wir im Namen Rabas: Wasser gleicht der Bepflanzung, und [das Umhertragen] ist da erlaubt." ], [ "Amemar sagte: Jedoch nur dann, wenn [das Wasser] brauchbar ist, nicht aber wenn es nicht brauchbar ist.", "R.Aši sagte: Auch wenn es brauchbar ist, nur dann, wenn das Wasserbett nicht mehr als zwei Seáflächen hat, wenn es aber mehr als zwei Seáflächen hat, ist es verboten.", "Dies ist aber nichts; dies ist nicht anders als eine Fruchtgrube.", "In Pum-Nahara war ein Gehöft, dessen eine Seite in die [Durchgangsgasse zur] Stadt und dessen andere Seite in einen Zugang zu einem Weinberge mündete, und dieser Zugang zum Weinberge reichte bis zum Ufer eines Flusses.", "Da sprach Abajje: Was machen wir da? Macht man eine Wand am Ufer des Flusses, so kann man ja keine Wand für eine Wand machen;", "und macht man die Form einer Tür am Zugang zum Weinberge, so kommen die Kamele170Die zum Flusse trinken gehen.und werfen sie ein.", "Vielmehr, sagte Abajje, setze man einen Pfosten am Zugang zum Weinberge, und da dieser wirksam ist für den Zugang zum Weinberge, so ist er wirksam auch für das Gehöft.", "Raba sprach zu ihm: Man würde sagen, ein Pfosten sei wirksam für den Zugang zum Weinberge171Auch sonst, wenn er an beiden Seiten offen ist.!?", "Vielmehr, sagte Raba, setze man einen Pfosten an den Eingang der [Durchgangsgasse zur] Stadt, und da er für die [Durchgangsgasse zur] Stadt wirksam ist, so ist er wirksam auch für das Gehöft.", "Man darf somit in der [Durchgangsgasse zur] Stadt umhertragen, ebenso auch im Gehöfte; ob man aber auch aus der [Durchgangsgasse zur] Stadt in das Gehöft und aus dem Gehöfte in die [Durchgangsgasse zur] Stadt tragen darf, streiten R.Aḥa und Rabina: einer verbietet es, und einer erlaubt es." ], [ "Einer erlaubt es, weil da niemand172Es ist kein fremdes Gebiet.wohnt, und einer verbietet es, weil es zuweilen als Aufenthalt dient und man veranlaßt werden könnte, [in einem solchen auch sonst] umherzutragen.", "Wenn man ein Gehege von mehr als zwei Seáflächen, das einer Wohnung nicht angeschlossen wurde, kleiner machen will und man dies durch [Anpflanzung von] Bäumen tut, so ist dies keine Verkleinerung;", "baut man da eine zehn [Handbreiten] hohe und vier breite Säule, so ist dies eine Verkleinerung; hat sie keine drei [Handbreiten], so ist dies keine Verkleinerung. Hat sie zwischen drei und vier [Handbreiten], so ist dies, wie Rabba sagt, eine Verkleinerung, und wie Raba sagt, keine Verkleinerung.", "Rabba sagt, dies sei eine Verkleinerung, weil [bei einer solchen Breite] keine Verbindung173Bei einem Abstand (cf. Sab. Fol. 97a).erfolgt; Raba sagt, dies sei keine Verkleinerung, weil [eine Breite] unter vier [Handbreiten] unbedeutend ist.", "Hat man vier [Handbreiten] von der Wand einen Zaun174Zum Anschluß an ein Haus.gern acht, so ist dies175Falls man vorher eine Tür gemacht hat, cf. Fol. 24a, Anm. 163.wirksam, wenn weniger als drei, so ist dies nicht176Der Zaun gehört zur alten Wand.wirksam. Wenn von drei bis vier [Handbreiten], so ist dies nach Rabba wirksam und nach Raba nicht wirksam.", "Rabba sagt, es sei wirksam, weil [bei einer solchen Breite] keine Verbindung erfolgt; Raba sagt, es sei nicht wirksam, weil [eine Breite] unter vier [Handbreiten] unbedeutend ist.", "R.Šimi lehrte dies erleichternd177Daß bei 3 Hb.n alle übereinstimmen, es gelte als Verkleinerung u. der Streit sich auf weniger als 3 Hb.n bezieht.. Überstreicht man die Wände mit Mörtel [so dick], daß er auch allein stehen würde, so ist dies eine Verkleinerung; wenn er aber allein nicht stehen würde, so ist dies, wie Rabba sagt, eine Verkleinerung, und wie Raba sagt, keine Verkleinerung.", "Rabba sagt, dies sei eine Verkleinerung, da er ja gegenwärtig steht; Raba sagt, dies sei keine Verkleinerung, denn da er allein nicht stehen würde, so ist dies nichts.", "Wenn man vier [Handbreiten] von einem Hügel178Der sich auf einem umzäunten Platze von mehr als 2 Seáflächen befindet.eine Wand174Zum Anschluß an ein Haus.macht, so ist dies wirksam,", "wenn aber weniger als drei [Handbreiten] oder am Rande des Hügels, so besteht hierüber ein Streit zwischen R.Ḥisda und R.Hamnuna: einer sagt, es sei wirksam, und einer sagt, es sei nicht wirksam.", "Es ist zu beweisen, daß R.Ḥisda es ist, welcher sagt, es sei wirksam. Es wurde nämlich gelehrt: Wenn man eine Wand auf einer Wand macht, so ist dies, wie R.Ḥisda sagt, hinsichtlich des Šabbaths wirksam,", "jedoch eignet man sich dadurch das Vermögen eines Proselyten179Wenn ein Proselyt stirbt u. keine Erben hinterläßt, so ist sein Vermögen Freigut; durch eine vorschriftsmäßige Umzäunung erfolgt eine Besitznahme.nicht an.", "R.Šešeth sagt, dies sei auch hinsichtlich des Šabbaths nicht wirksam. Schließe hieraus.", "R.Ḥisda sagte: R.Sešeth pflichtet mir jedoch bei, daß es, wenn man eine Wand auf einem Hügel macht, wirksam sei.–", "Aus welchem Grunde? – Weil man sich oben im Luftraume der Wand befindet180Wenn man auf dem Hügel steht..", "Rabba b.Bar Ḥana fragte: Wie ist es, wenn die untere Wand versinkt und die obere stehen bleibt? –", "In welcher Hinsicht : wenn hinsichtlich des Vermögens eines Proselyten, so ist dies ja das, was Jirmeja Biraá181Wahrscheinl. Ortsname: aus Bira. [lehrte]. Jirmeja Biraá sagte nämlich im Namen R.Jehudas: Wenn jemand Rübensaat in die Furchen des Grundstückes eines [verstorbenen] Proselyten gestreut hat, und darauf ein anderer Jisraélit da ein wenig gräbt182Durch das Graben erfolgt eine Besitznahme., so erwirbt es der zweite und nicht der erste,", "weil er durch das Hineinstreuen [den Boden] nicht verbessert hat, vielmehr erfolgt die Verbesserung183Ebenso hierbei die Gültigkeit der Wand durch das Versinken der alten.von selbst.", "Wenn aber hinsichtlich des Šabbaths, so ist diese ja eine am Šabbath entstandene Wand,", "und es wird gelehrt, daß jede am Šabbath entstehende Wand, ob versehentlich oder absichtlich, als Wand gelte!? –", "Hierzu wurde gelehrt, R.Naḥman sagte, dies gelte nur vom Werfen184Aus einem anderen Gebiete; dies ist verboten., das Tragen aber ist da verboten. –", "Die Lehre R.Naḥmans bezieht sich nur auf den Fall, wenn es vorsätzlich erfolgt ist.", "Einst machte eine Frau eine Wand auf einer Wand, um sich das Vermögen eines [verstorbenen] Proselyten [anzueignen]; da kam ein anderer und grub da ein wenig. Als er vor R.Naḥman kam, sprach er es ihm zu, und als hierauf jene kam und vor ihm schrie, sprach er zu ihr: Was kann ich dir helfen, wenn du die Besitznahme nicht auf die Weise vollzogen hast, wie andere Leute es tun.", "Wenn ein Gehege drei Seáflächen hat und man eine Seáflâche überdacht, so vergrößert185Dh. die Seáfläche unter dem Dache wird zu den 2 übrigen mitgerechnet, somit ist es ein Gehege von mehr als 2 Seáflächen.es, wie Rabba sagt, der Luftraum unter der Bedachung; R.Zera sagt, der Luftraum unter der Bedachung vergrößere es nicht.", "Es ist anzunehmen, daß Rabba und R.Zera den Streit von Rabh und Šemuél führen, denn es wird gelehrt: In einer Säulenhalle auf einer Ebene186Die Säulenhalle hat nur ein Dach und keine Wände, ebenso ist auch die Ebene nicht umzäunt.darf man, wie Rabh sagt, unbeschränkt umhertragen, und wie Šemuél sagt, nur vier Ellen.", "Rabh sagt, man dürfe da unbeschränkt umhertragen, denn wir sagen, der Deckenrand reiche [fiktiv] bis unten und schließe sie187Dadurch werden fiktive Wände gebildet.ab. Šemuél sagt, man dürfe da nur vier Ellen tragen, denn wir sagen nicht, der Deckenrand reiche bis unten und schließe sie ab. –" ], [ "Ist es wie bei einer Säulenhalle gemacht, so ist dem auch so, hier aber handelt es sich um den Fall, wenn sie wie ein Mattenzelt188Schräg gespannt, sodaß keine fiktive Wand gebildet wird.gemacht ist.", "R.Zera sprach: Ich gebe zu, daß, wenn ein Gehege189Das 2 Seáflächen hat.in seiner ganzen Breite nach einem Vorhofe durchbrochen wird, [da umherzutragen] verboten sei, weil ihn der Luftraum des Vorhofes größer macht.", "R.Joseph wandte ein: Sollte ihn denn der Luftraum, der an sich erlaubt ist, verboten machen!?", "Abajje erwiderte: Wohl nach R.Šimo͑n190Nach dem man vom Vorhofe nach dem Gehege tragen darf; ob. Fol. 23b., aber auch nach R.Šimo͑n [ist es hierbei verboten], da der Raum der [durchbrochenen] Wand hinzukommt.", "R.Ḥisda sagte nämlich: Wenn ein Gehege in seiner ganzen Breite nach einem Vorhofe durchbrochen wird, so ist [das Umhertragen] im Vorhofe erlaubt und im Gehege verboten. –", "Im Vorhofe wohl deshalb, weil noch eine Bordschwelle zurückbleibt, und es kann ja auch umgekehrt191Wenn das Gehege breiter ist als der Vorhof.vorkommen!? –", "Vielmehr, jenes macht der Raum der Wand größer, diesen192Das Gehege wird verboten, sobald es mehr als 2 Seáflächen hat, nicht aber der Vorhof.aber nicht.", "Einst stürzte die äußere Mauerwand eines Landhauses ein, in dessen Nähe sich ein Obstgarten193Die eingestürzte Wand diente zugleich als Wand für den Garten, der über 2 S. groß war.befand. Da wollte R.Bebaj sagen, man stütze sich auf die inneren Wände.", "R.Papi aber sprach zu ihm: Weil ihr von Gekürzten194Den Nachkommen des Priesters E͑li, die in ihrer Jugend starben (cf. iSam. 2,33; so nach Raschi). R.Bebaj war ein Sohn Abajjes, über den Rh. 18a berichtet wird, daß er aus der Familie E͑lis stammte.stammt, redet ihr auch gekürzte Worte. Diese Wände sind nur für den Innenraum und nicht für den Außenraum.", "Einst sprach der Exilarch, der einen Schattenbaum in seinem Obstgarten hatte, zu R.Hona b.Ḥenana: Möge der Meister eine Maßnahme treffen, daß wir da morgen speisen dürfen.", "Da machte er da [eine Laube] aus Rohrstäben [in Abständen von] weniger als drei Handbreiten. Da ging Raba und zog sie heraus," ], [ "und hierauf kamen R.Papa und R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, und nahmen sie fort.", "Am nächsten Tage wies Rabina Raba auf folgenden Einwand hin: [ Das Weichbild ] einer neuen Stadt wird nach den Wohnhäusern, und einer alten nach der Stadtmauer195Um da innerhalb des Weichbildes am Šabbath tragen zu dürfen.gemessen.", "Welche heißt neu, und welche heißt alt? Neu, wenn sie zuerst ummauert und nachher bewohnt wurde, alt, wenn sie zuerst bewohnt und nachher ummauert wurde. Hierbei ist es ja ebenso, wie zuerst ummauert und nachher bewohnt.", "R.Papa sprach zu Raba: R.Asi sagte, der Schutzzaun der Baumeister gelte nicht als Wand. Ein solcher gilt nicht als Wand, weil er nur [provisorisch] zur Aufbewahrung dient, ebenso gilt auch diese nicht als Wand, da sie nur [provisorisch] zur Aufbewahrung dient.", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sprach zu Raba: R. Hona sagte, ein Zaun, der nur zum Ablegen dient, gelte nicht als Zaun.", "So machte auch Rabba b.Abuha in ganz Maḥoza den E͑rub für jede Häuserreihe besonders, wegen der Ochsengräben196Gräben, in denen man Dattelkerne als Futter für die Ochsen aufzubewahren pflegte. An beiden Seiten der offenen Durchgangsgasse befanden sich Zäune zum Schutze derselben, die ihm hinsichtl. des Š.s nicht ausreichend waren., und die Ochsengräben gleichen einem Zaune zum Ablegen.", "Da las der Exilarch über sie:197Jer. 4,22.Weise sind sie, Böses zu tun, aber Gutes zu tun verstehen sie nicht.", "R.ELEA͑J SAGTE: ICH HÖRTE VON R.ELIE͑ZER: SELBST WENN ER EINEN FLÄCHENRAUM VON EINEN KOR [AUSSAAT] HAT. Unsere Mišna vertritt also nicht die Ansicht Ḥananjas, denn es wird gelehrt: Ḥananja sagt, auch wenn er einen Flächenraum von vierzig Seá hat, wie ein königlicher Freiplatz.", "R. Joḥanan sagte: Beide entnehmen es aus ein und demselben Schriftverse. Es heißt:198iiReg. 20,4.Ješa͑ja hatte den mittleren Hof [des Palastes] noch nicht verlassen; geschrieben steht Stadt und gelesen wird Hof. Hieraus, daß die königlichen Freiplätze groß sind wie eine Mittelstadt.", "Ihr Streit besteht in folgendem: einer ist der Ansicht, die Mittelstadt habe einen Flächenraum von einem Kor, und einer ist der Ansicht, die Mittelstadt habe einen Flächenraum von vierzig Seá. –", "Was suchte da Ješa͑ja? Rabba b. Bar Ḥana erwiderte im Namen R. Joḥanans: Dies lehrt, daß Ḥizqija krank war und Ješa͑ja ein Kollegium an seine Tür gesetzt hatte.", "Hieraus, daß, wenn ein Schriftgelehrter krank ist, man ein Kollegium an seine Tür setze. Dies ist aber keine Art, denn dadurch könnte man den Satan reizen.", "FERNER HÖRTE ICH VON IHM, DASS, WENN VON DEN BEWOHNERN DES VORHOFES EINER VERGESSEN HAT, SICH AMRUB ZU BETEILIGEN, ES IHM VERBOTEN SEI.", "Wir haben ja aber gelernt, es sei ihm und ihnen verboten, etwas in sein Haus oder aus diesem zu bringen!?", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, erwiderte im Namen des R.Šešeth: Das ist kein Widerspruch;" ], [ "eines nach R.Elie͑zer und eines nach den Rabbanan.", "[R.Šešeth sagte:] Wenn du darüber nachdenkst, gibt nach R.Elie͑zer derjenige, der das Besitzrecht seines Hofes aufgibt, auch das Besitzrecht seines Hauses auf; nach den Rabbanan aber gibt derjenige, der das Besitzrecht seines Hofes aufgibt, das Besitzrecht seines Hauses nicht auf. –", "Selbstverständlich!?", "Reḥaba erwiderte: Ich und R.Hona b. Ḥenana erklärten es: Dies ist wegen des Falles nötig, wenn fünf [Personen] gemeinsam einen Vorhof haben und einer vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen.", "Nach R.Elie͑zer braucht er, wenn er sein Besitzrecht aufgibt, es nicht zu Gunsten eines jeden besonders aufzugeben,", "nach den Rabbanan muß er, wenn er sein Besitzrecht aufgibt, es zu Gunsten eines jeden besonders aufgeben199Damit am Šabbath der Verkehr mit seinem Hause erlaubt bleibe; cf. infra Fol. 69b.. –", "Wessen Ansicht vertritt die Lehre, daß, wenn fünf [Personen] gemeinsam einen Vorhof haben und einer vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen, er, wenn er sein Besitzrecht aufgibt, es nicht zu Gunsten eines jeden besonders aufzugeben brauche? Die des R.Elie͑zer.", "So lehrte es R.Kahana; R.Ṭabjomi lehrte es wie folgt: Wessen Ansicht vertritt die Lehre, daß, wenn fünf [Personen] gemeinsam einen Vorhof haben und einer vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen, er, wenn er sein Besitzrecht aufgibt, es nicht zu Gunsten eines jeden besonders aufzugeben brauche? R.Hona b.Jehuda erwiderte im Namen des R.Šešeth: Die des R.Elie͑zer.", "R.Papa sprach zu Abajje: [Wie ist es] nach R.Elie͑zer, wenn er sagt, er gebe sein Besitzrecht nicht auf, und nach den Rabbanan, wenn er sagt, er gebe es auf?", "Ist der Grund R.Elie͑zers, weil er der Ansicht ist, wer das Besitzreckt seines Hofes aufgibt, gebe auch das Besitzreckt seines Hauses auf, und dieser sagt ja, daß er es nickt auf gebe;", "oder ist der Grund R.Elie͑zers, weil niemand in einem Hause ohne Vorhof zu wohnen pflegt, und auch wenn er ausdrücklich sagt, er gebe das Besitzrecht seines Hauses nicht auf, nütze es nicht.", "Und wie ist es nach den Rabbanan, wenn er sagt, er gebe sein Besitzrecht auf? Ist der Grund der Rabbanan, weil sie der Ansicht sind, wer das Besitzrecht seines Hofes aufgibt, gebe das Besitzrecht seines Hauses nicht auf, und dieser sagt ja, daß er es aufgebe;", "oder ist der Grund der Rabbanan, weil niemand Haus und Hof vollständig aufgibt und sich da als Fremder betrachtet, und wenn er auch sagt, er gebe es auf, nütze es nicht.", "Dieser erwiderte: Sowohl nach den Rabbanan als auch nach R.Elie͑zer: wenn einer seinen Willen bekundet hat, so hat er ihn bekundet.", "FERNER HÖRTE ICH VON IHM, DASS MAN AM PESAḤFESTE SEINER PFLICHT MIT SKORPIONKRAUT GENÜGE. Was ist Skorpionkraut? Reš Laqiš erwiderte: Die Schlingpflanze200Etymologisch unsicher; nach den Kommentatoren eine Art Bast (od. bastartige Pflanze), die sich um die Palme schlingt..", "", "iMIT ALLEM1Was als Nahrungsmittel dient. KANN MAN EINENRUB2Cf. Er. Fol. 6a, Anm. 84. MACHEN ZUR VEREINIGUNG UND ZUR VERBINDUNG3Zur gemeinsamen Benutzung der Höfe und Durchgangsgassen durch einen E͑rub., AUSSER MIT WASSER ODER SALZ.", "ALLES DARF MIT DEM GELDE VOM [ZWEITEN] ZEHNTEN4Cf. Dt. 122. GEKAUFT WERDEN, AUSSER WASSER UND SALZ. WER SICH SPEISEN ABGELOBT, DEM SIND WASSER UND SALZ ERLAUBT.", "MAN DARF EINENRUB BEREITEN FÜR EINEN NAZIRÄER5Dem der Weingenuß verboten ist; Num. 6,12. AUS WEIN UND FÜR EINEN JISRAÉLITEN AUS HEBE6Die nur einem Priester erlaubt ist.; SYMMACHOS SAGT, NUR AUS PROFANEM.", "MAN DARF FÜR EINEN PRIESTER DENRUB AUF EINEM GRÄBERPFLUGE7Den er nicht betreten darf; cf.Ber. 19b, Anm. 50. NIEDERLEGEN; R.JEHUDA SAGT, SOGAR ZWISCHEN GRÄBERN, \n" ], [ "WEIL ER DA DURCH EINE SCHEIDEWAND GEDECKT HINGEHEN UND ESSEN KANN.", "GEMARA. R. Joḥanan sagte: Aus allgemeinen Regeln ist nichts zu entnehmen, auch wenn es ‘außer’ heißt. –", "Wenn er sagt: auch wenn es ‘außer’ heißt, so bezieht er sich nicht auf unsere [Lehre]; auf welche nun? –", "Auf folgende: Zu allen Geboten, die von einer bestimmten Zeit abhängig sind, sind Männer verpflichtet, Frauen aber befreit, zu solchen, die nicht von einer bestimmten Zeit abhängig sind, sind sowohl Frauen als auch Männer verpflichtet.", "Ist denn die Regel, Frauen seien von allen Geboten frei, die von einer bestimmten Zeit abhängig sind, stichhaltig, das Ungesäuerte [am Pesaḥfeste], die Festfreude und die Versammlung8In Jerušalem am Hüttenfeste des Erlaßjahres; cf. Dt. 31,10ff. sind ja Gebote, die von einer bestimmten Zeit abhängig sind, dennoch sind Frauen zu diesen verpflichtet!?", "Und sind ferner Frauen zu allen Geboten, die von einer bestimmten Zeit nicht abhängig sind, verpflichtet, auch das Studium der Tora, die Fortpflanzung, die Auslösung des [erstgeborenen] Sohnes9Cf. Ex. 13,12ff. sind ja Gebote, die von einer bestimmten Zeit nicht abhängig sind, dennoch sind Frauen von diesen frei!? Vielmehr, sagte R.Joḥanan, ist aus allgemeinen Regeln nichts zu entnehmen, selbst wenn es ‘außer’ heißt.", "Abajje, nach anderen, R.Jirmeja, sagte: Auch wir haben gelernt: Sie sagten noch eine weitere Regel: Alles, was vom Flußbehafteten getragen wird, ist unrein10Auch wenn keine Berührung erfolgt.,wovon aber der Flußbehaftete getragen wird, ist rein, mit Ausnahme dessen, was als Lager und Sitz verwendbar ist, und des Menschen. Gibt es denn weiter nichts mehr, dazu [gehört ja auch], was zum Reiten verwendbar. –", "Was heißt zum Reiten: sitzt er darauf, so ist es ja ein Sitz!? – Wir meinen es wie folgt: dazu [gehört ja auch] der Sattelbogen, denn es wird gelehrt, der Sattel sei als Sitzgerät und der Sattelbogen11Zum Festhalten beim Reiten.als Reitgerät unrein. Vielmehr ist hieraus zu schließen, daß aus allgemeinen Regeln nichts zu entnehmen sei, auch wenn es ‘außer’ heißt.", "Rabina, manche sagen, R.Naḥman, sagte: Auch wir haben gelernt: Mit allem kann man einen E͑rub machen zur Vereinigung und zur Verbindung, außer mit Wasser oder Salz. Gibt es denn nichts mehr, dazu [gehören ja auch] Schwämme und Morcheln!? Vielmehr ist hieraus zu schließen, daß von allgemeinen Regeln nichts zu entnehmen sei, auch wenn es ‘außer’ heißt.", "ALLES DARF MIT DEM GELDE VOM [ZWEITEN] ZEHNTEN &C. R.Elie͑zer und R.Jose b.Ḥanina [streiten] : einer bezieht [folgendes] auf den E͑rub, und einer bezieht es auf den [zweiten] Zehnten.", "Einer bezieht es auf den E͑rub: nur mit Wasser besonders und Salz besonders darf man keinen E͑rub bereiten, wohl aber mit Wasser und Salz12Salzwasser wird als Speise betrachtet.zusammen.", "Und einer bezieht dies auf den [zweiten] Zehnten: nur Wasser besonders und Salz besonders darf für Geld vom [zweiten Zehnten] nicht gekauft werden, wohl aber Wasser und Salz zusammen.", "Nach dem, der dies auf den [zweiten] Zehnten bezieht, gilt es um so eher vom E͑rub; nach dem aber, der dies auf den E͑rub bezieht, gilt dies vom [zweiten] Zehnten nicht, weil dafür nur Früchte [gekauft werden] dürfen.", "Als R.Jiçḥaq kam, bezog er es auf den [zweiten] Zehnten. Man wandte ein: R.Jehuda b.Gadiš bekundete vor R.Elie͑zer, daß man in seinem väterlichen Hause Fischtunke für Geld vom [zweiten] Zehnten kaufte. Dieser sprach zu ihm: Du hast dies vielleicht nur von dem Falle gehört, wenn sie mit Eingeweiden von Fischen verrührt ist. Und auch R.Jehuda b.Gadiš sagt dies ja nur von der Fischtunke, die, da Fett darin ist, Früchten gleicht, nicht aber von Wasser und Salz!?", "R.Joseph erwiderte:" ], [ "Dies gilt von dem Falle, wenn man Öl hineingetan hat.", "Abajje sprach zu ihm: Dann sollte es ja wegen des Öls [erlaubt] sein!? – In dem Falle, wenn er ihm das Wasser und das Salz mitbezahlt13Wenn man das Wasser u. das Salz nicht direkt, sondern um soviel mehr für das Öl bezahlt.hat. –", "Ist es denn, wenn mitbezahlt, erlaubt? – Freilich, es wird auch gelehrt: Ben-Bag-Bag sagte:14Dt. 26.Rinder, dies15Die Aufzählung der einzelnen Dinge, wo es doch heißt: alles, was beliebt; wahrscheinl. folgert er dies aus dem Präfix ב, das hebr. mit heißt.lehrt, daß Rinder samt der Haut16An dieser haftet nicht mehr die Heiligkeit des zweiten Zehnten.gekauft werden dürfen;14Dt. 26.Schafe, dies lehrt, daß Schafe samt der Wolle gekauft werden dürfen; 14Dt. 26.Wein, dies lehrt, daß Wein samt dem Kruge gekauft werden dürfe; 14Dt. 26.und Rauschtrank, dies lehrt, daß gesäuerter Lauerwein gekauft werden dürfe.", "R.Joḥanan sprach: Wer mir [das Wort] Rinder nach Ben-Bag-Bag erklärt, dem trage ich die Kleider ins Badehaus nach. –", "Weshalb? – Die übrigen sind alle nötig, nur nicht [das Wort] Rinder. – Wieso sind sie nötig? – Würde der Allbarmherzige nur Rinder geschrieben haben, so könnte man glauben, nur Rinder dürfen samt der Haut gekauft werden, weil sie zum Körper gehört, nicht aber Schafe samt der Wolle, die nicht zum Körper gehört.", "Würde der Allbarmherzige Schafe geschrieben haben, so könnte man glauben, weil [die Wolle] am Körper haftet, nicht aber Wein samt dem Kruge.", "Würde der Allbarmherzige nur Wein geschrieben haben, so könnte man glauben, weil er in diesem gewahrt wird, nicht aber gesäuerten Lauerwein, der nur eine Gärung ist17Man braucht dazu den Krug nicht..", "Würde der Allbarmherzige nur Rauschtrank geschrieben haben, so könnte man glauben, darunter sei die [berauschende] qeilische Feige zu verstehen, die eine Frucht ist, nicht aber Wein samt dem Kruge.", "Und würde der Allbarmherzige Wein samt dem Kruge geschrieben haben, so könnte man glauben, weil er in diesem gewahrt wird, nicht aber Schafe samt der Wolle; daher schrieb der Allbarmherzige Schafe, auch samt der Wolle.", "Wozu aber heißt es Rinder!? Wolltest du sagen, hätte der Allbarmherzige Rinder nicht geschrieben, so würde man gesagt haben, Schafe nur samt der Haut, nicht aber samt der Wolle, daher schrieb der Allbarmherzige Rinder zur Einschließung der Haut, um aus dem überflüssigen Schafe auch Wolle einzuschließen,", "so würde man aber bei Fortlassung von Rinder nicht gesagt haben, Schafe nur samt der Haut und nicht samt der Wolle, denn wenn dem so wäre, so sollte der Allbarmherzige Rinder schreiben und Schafe fortlassen18Rinder haben keine Wolle..", "Wozu ist nun, wo der Allbarmherzige Schafe schreibt, auch samt der Wolle, [das Wort] Rinder nötig: wenn Schafe samt der Wolle gekauft werden dürfen, um wieviel mehr Rinder samt der Haut!? Das ist es, was R.Joḥanan sagte, daß, wenn ihm jemand [das Wort] Rinder nach Bem-Bag-Bag erklärte, er ihm die Kleider ins Badehaus nachtragen würde.", "Worin streiten R.Jehuda b. Gadiš und R.Elie͑zer und die weiter folgenden Tannaím? – R.Jehuda b. Gadiš und R.Elie͑zer wenden hierbei [die hermeneutische Regel] von der ‘Einschließung und Ausschließung’ an, während die folgenden Tannaím [die hermeneutische Regel] von der ‘Generalisierung und Spezialisierung’ anwenden.", "R.Jehuda b. Gadiš und R. Elie͑zer wenden [die hermeneutische Regel] von der ‘Einschließung und Ausschließung’ an: [Es heißt :]14Dt. 26.und gib das Geld hin um was du begehrst, einschließend; Rinder, Schafe, Wein und Rauschtrank, ausschließend; und alles, wonach du Verlangen hast, wiederum einschliessend, und wenn auf eine Einschließung eine Ausschließung und wiederum eine Einschließung folgt, so ist auch alles andere eingeschlossen, (Was ist eingeschlossen?) eingeschlossen ist alles andere; (was ist ausgeschlossen?) ausgeschlossen ist nach R.Elie͑zer Fischtunke und nach R. Jehuda b. Gadiš Wasser und Salz.", "Die folgenden Tannaím wenden [die hermeneutische Regel] von der ‘Generalisierung und Spezialisierung an, denn es wird gelehrt: Und gib Geld hin für alles, was du begehrst, generell; Rinder, Schafe, Wein und Rauschtrank, speziell; und alles, wonach du Verlangen hast, wiederum generell, und wenn auf eine Generalisierung eine Spezialisierung und wiederum eine Generalisierung folgt, so richte man sich nach dem Speziellen; wie das Spezielle Frucht aus Frucht ist19Animalien und Vegetabilien, die durch Befruchtung entstehen und Früchte hervorbringen.und seine Nahrung aus dem Boden zieht, ebenso alles andere, was Frucht aus Frucht ist und seine Nahrung aus dem Boden zieht.", "Ein Anderes lehrt: Wie das Spezielle Erdgeborenes ist, ebenso alles andere, was Erdgeborenes ist20Bei der Weltschöpfung; cf. Gen. l,24ff.. –", "Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? Abajje erwiderte: Einen Unterschied zwischen ihnen gibt es bei Fischen: nach dem, der Frucht aus Frucht, was seine Nahrung aus dem Boden zieht, sagt, auch Fische, da ihre Nahrung vom Boden kommt, und nach dem, der Erdgeborenes sagt, Fische [nicht], da diese aus dem Wasser erschaffen sind. –", "Kann denn Abajje gesagt haben, die Nahrung der Fische komme aus dem Boden, er sagte ja," ], [ "daß, wer eine Putitha21Nach Raschi ein kleines Wasserreptil.gegessen hat, viermal, wer eine Ameise, fünfmal, wer eine Hornis, sechsmal Geißelhiebe erhalte, wenn dem so22Daß auch Fische [Wassertiere] ihre Nahrung aus dem Boden ziehen.wäre, so sollte er wegen einer Puṭitha auch wegen [Essens] eines (auf der Erde kriechenden) Kriechtieres Geißelhiebe erhalten!?", "Vielmehr, sagte Rabina, besteht ein Unterschied zwischen ihnen beim Geflügel; nach dem, der Frucht aus Frucht, was seine Nahrung aus dem Boden zieht, sagt, auch dieses, da seine Nahrung vom Boden kommt, und nach dem, der Erdgeborenes sagt, Geflügel [nicht], da es aus dem Schlamme erschaffen wurde. –", "Was ist der Grund dessen, der Geflügel einschließt, und was ist der Grund dessen, der Geflügel ausschließt? –", "Wer Geflügel einschließt, ist der Ansicht, die zweite Generalisierung sei die Hauptsache, und wenn auf die Spezialisierung eine Generalisierung folgt, so ist die Generalisierung eine Hinzufügung zur Spezialisierung, somit ist alles einbegriffen, und die erste Generalisierung dient dazu, das auszuschließen, was nicht in zwei Hinsichten23Somit sind nur Fische ausgeschlossen, die allerdings ‘Frucht aus Frucht’ sind, aber ihre Nahrung nicht aus dem Boden ziehen.gleich ist.", "Und wer Geflügel ausschließt, ist der Ansicht, die erste Generalisierung sei die Hauptsache, und wenn auf die Generalisierung eine Spezialisierung folgt, so enthält die Generalisierung nur das, was die Spezialisierung nennt, nur dieses, anderes aber nicht, und die zweite Generalisierung dient dazu, das einzuschließen, was in allen drei Hinsichten gleich ist24In diesem Falle sind es : Frucht aus Frucht, Nahrung vom Boden, Erdgeborenes..", "R.Jehuda sagte im Namen des R.Šemuél b. Šilath im Namen Rabhs: Man darf einen E͑rub bereiten aus Kardamom25So nach jer. T., der mit קקולי erklärt; nach Årukh ein salziges Kraut., Portulak und Melilotenklee, nicht aber aus Getreidegras und schlechten Datteln. –", "Darf man denn einen E͑rub aus Melilotenklee bereiten, es wird ja gelehrt, Melilotenklee mögen nur diejenigen essen, die viele Kinder haben, nicht aber diejenigen, die keine haben, und wenn er hart zur Saat ist, auch diejenigen nicht, die viele Kinder haben!? –", "Dies ist auf den zu beziehen, der nicht hart zur Saat ist, für solche, die viele Kinder haben.", "Wenn du willst, sage ich: tatsächlich auch für solche, die keine Kinder haben, da er verwendbar ist für solche, die viele Kinder haben. Wir haben ja auch gelernt, daß man einen E͑rub für einen Naziräer aus Wein und für einen Jisraéliten aus Hebe bereiten dürfe; also deshalb, weil er, wenn auch nicht für diesen, für einen anderen verwendbar ist, ebenso ist er hierbei wenn auch nicht für diesen, für einen anderen verwendbar.", "Wenn da aber willst, sage ich: Rabh spricht vom medischen Melilotenklee26Der unschädlich ist.. –", "Darf man es denn nicht aus Getreidegras, R.Jehuda sagte ja im Namen Rabhs, man dürfe aus Hopfen und Getreidegras einen E͑rub bereiten, und man spreche über sie den Segen ‘Der die Bodenfrucht erschafft’!? –", "Das ist kein Einwand; eines sagte Rabh, bevor er nach Babylonien kam, und eines sagte er, nachdem er nach Babylonien27Wo sie Getreidegras aßen u. es somit eine Speise ist. gekommen war. –", "Ist Babylonien denn Mehrheit der Welt!? Es wird ja gelehrt: Wenn jemand Bohnen, Gerste und Bockshornklee als Grünkraut gesäet hat, so ist seine Absicht gegenüber dem Verfahren der ganzen Welt bedeutungslos; daher ist die Saat zehntpflichtig und das Kraut zehntfrei. Wenn jemand Kresse und Rauke als Grünkraut gesäet hat, so sind sie als Kraut und als Saat zu verzehnten; wenn jemand sie wegen der Saat gesäet hat, so sind sie als Saat und als Kraut zu verzehnten. –", "Rabh spricht von solchen," ], [ "die im Garten wachsen. –", "Wofür sind Raukenkörner verwendbar? R.Joḥanan erwiderte: Die Früheren, die keinen Pfeffer hatten, zerstießen es und tunkten darin den Braten.", "Wenn R.Zera von seinem Studium müde war, pflegte er hinzugehen und sich an die Tür des R.Jehuda b. Ami zu setzen; er sagte nämlich, wenn die Rabbanan herauskommen und hineingehen, werde ich vor ihnen aufstehen und dafür Belohnung erhalten.", "Einst kam ein Schulknabe heraus, und er fragte ihn: Was lehrte dich dein Meister? Dieser erwiderte: Daß man über Hopfen [den Segen] ‘Der die Bodenfrucht erschafft’ und über Getreidegras [den Segen] ‘Alles entsteht durch sein Wort’ spreche. Da sprach er: Im Gegenteil, das Umgekehrte leuchtet ein; dieses hat ja seine Nahrung vom Boden, jener28Hopfen, der an Rispen wächst.aber von der Luft!?", "Die Halakha ist, wie der Schulknabe [gesagt hat], denn jener ist eine fertige Frucht, dieses aber nicht. Und das, was du sagst, dieses habe seine Nahrung vom Boden und jener von der Luft, ist nichts; auch der Hopfen hat seine Nahrung vom Boden, denn wir sehen ja, daß, wenn man die Rispen abschneidet, der Hopfen abstirbt.", "Darf man denn aus schlechten Datteln keinen E͑rub bereiten, es wird ja gelehrt: Palmkohl29Junge Triebe der Palme, die anfangs weich und eßbar sind.darf für Geld vom [zweiten] Zehnten gekauft werden und ist als Speise nicht verunreinigungsfähig; schlechte Datteln dürfen für Geld vom [zweiten] Zehnten gekauft werden und sind auch als Speise verunreinigungsfähig.", "R.Jehuda sagt, Palmkohl gelte in jeder Hinsicht als Holz, nur dürfe er für Geld vom [zweiten] Zehnten gekauft werden; schlechte Datteln gelten in jeder Hinsicht als Frucht, nur brauchen sie nicht verzehntet zu werden. –", "Hier handelt es sich um Frühlingsdatteln29Die überhaupt nicht besser werden u. somit eine reife Frucht sind. Statt בדניסחני ist mit A͑rukh בדניסני zu lesen, dh. solche, die schon im Monate Nisan reif sind.. –", "Wieso sagt R. Jehuda von solchen, sie seien zehntfrei, es wird ja gelehrt: R. Jehuda sagte: Die bethjonischen30Eine Parallelstelle hat בית היני cf.Bm. 88a, Anm.Feigen werden nur hinsichtlich der Verzehntung genannt; die bethjonischen Feigen und die tobinischen Datteln sind zehntpflichtig!? –", "Vielmehr, tatsächlich handelt es sich nicht um Frühlingsdatteln, nur ist es bei der Unreinheit (von Speisen)31Von der die angezogene Lehre spricht.anders; wie R.Joḥanan erklärt hat, man könne sie mittelst des Feuers süß machen, ebenso ist auch hierbei zu erklären, weil man sie mittelst des Feuers süß machen32Beim E͑rub dagegen muß die Speise beim Niederlegen eßbar sein.kann. –", "Worauf bezieht sich die Erklärung R.Joḥanans? – Auf folgende Lehre: Bittere Mandeln sind klein zehntpflichtig, groß zehntfrei; süße sind groß zehntpflichtig, klein zehntfrei. R.Šimo͑n b.R.Jose sagt im Namen seines Vaters, [die bitteren seien] ob so oder so zehntfrei, manche lesen: ob so oder so zehntpflichtig. R.Ilea͑ erzählte: R.Ḥanina entschied in Sepphoris nach dem, welcher sagt, ob so oder so zehntfrei.", "Wozu sind sie brauchbar nach dem, welcher sagt, ob so oder so zehntpflichtig? Hierzu sagte R.Joḥanan, man könne sie durch das Feuer süß machen.", "Der Meister sagte: R.Jehuda sagt, Palmkohl gilt in jeder Hinsicht als Holz, nur darf er für Geld vom [zweiten] Zehnten gekauft werden. Dies sagt ja auch der erste Tanna!?", "Abajje erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen, wenn man ihn kocht oder schmort33Nach dem ersten Tanna gilt er in diesem Falle hinsichtl. der Unreinheit als Speise..", "Raba wandte ein: Gibt es denn jemand, welcher sagt, er sei auch gekocht oder geschmort keine [Speise], es wird ja gelehrt: Die Haut und die Eihaut sind nicht als Speise verunreinigungsfähig; hat man die Haut gesotten oder die Eihaut [zu essen] gedacht, so sind sie als Speisen verunreinigungsfähig!?", "Vielmehr, erklärte Raba, besteht ein Unterschied zwischen ihnen hinsichtlich des Segensspruches. Es wird nämlich gelehrt: Über Palmkohl [spreche man], wie R.Jehuda sagt, ‘Der die Bodenfrucht erschafft’, und wie Šemuél sagt, ‘Alles entsteht durch sein Wort’.", "R.Jehuda sagt, ‘Der die Bodenfrucht erschafft’, denn er ist eine Speise; Šemuél sagt, ‘Alles entsteht durch sein Wort’, denn da er später hart wird, spreche man über ihn nicht den Segen ‘Der die Bodenfrucht erschafft’.", "Šemuél sprach zu R.Jehuda: Scharfsinniger, deine Ansicht ist einleuchtend, denn der Rettich wird ja später ebenfalls hart, dennoch sprechen wir über ihn [den Segen] ‘Der die Bodenfrucht erschafft’.", "Das ist aber nichts; wohl pflanzt man den Rettich wegen des jungen Rettichs; man pflanzt aber nicht die Palme wegen des Palmkohls. Und obgleich Šemuél R.Jehuda lobte, ist die Halakha dennoch wie Šemuél.", "Der Text. R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Aus Hopfen und Getreidegras darf man einen E͑rub bereiten und man spricht über sie ‘Der die Bodenfrucht erschafft’. Mit welchem Quantum Hopfen? – Wie R. Jeḥiél gesagt hat, eine Hand voll, ebenso hierbei, eine Hand voll. —", "Mit welchem Quantum Getreidegras? Rabba b. Ṭobija b. Jiçḥaq erwiderte im Namen Rabhs: Mit einem Bauernbündel.", "R.Ḥilqija b. Ṭobija sagte: Man darf einen E͑rub aus Laugenwurzel34קליא entweder vom aram. קלי verbrennen, da diese verbrannt u. die Asche als Lauge gebraucht wurde, oder aus dem arab.kali.bereiten. – Aus Laugenwurzel, wie kommst du darauf!? – Sage vielmehr: aus dem Kraut der Laugenwurzel. – Mit welchem Quantum? R.Jeḥiel erwiderte: Eine Hand voll.", "R.Jirmeja ging in die Dörfer, und man fragte ihn, ob man einen E͑rub aus frischen Bohnen bereiten dürfe. Er wußte es nicht. Als er ins Lehrhaus kam, sprachen sie zu ihm: So sagte R.Jannaj: man darf einen E͑rub aus frischen Bohnen bereiten. – Mit welchem Quantum? R.Jeḥiél erwiderte: Eine Hand voll.", "R.Hamnuna sagte: Man darf einen E͑rub aus rohem Mangold bereiten. – Dem ist aber nicht so, R.Ḥisda sagte ja, roher Mangold töte einen gesunden Menschen!? –" ], [ "Er spricht von halb gekochtem. –", "Manche lesen: R.Hamnuna sagte: Man darf keinen E͑rub aus rohem Mangold bereiten, denn R.Ḥisda sagte, roher Mangold töte einen gesunden Menschen. – Wir sehen ja aber, daß manche ihn essen und nicht sterben!? – Er spricht von halbgekochtem.", "R.Ḥisda sagte: Die Mangoldspeise ist zuträglich für das Herz und gut für die Augen und noch mehr für die Gedärme. Abajje sagte: Dies nur, wenn sie auf dem Herde steht und ‘tuch, tuch’35Nachahmung des Schalles beim Kochen.macht.", "Einst sprach Raba: Ich fühle mich36Dh. gut gestimmt; Ben A͑zaj, der in den Straßen von Ṭiberjas Lehrvorträge zu halten pflegte, war der bedeutendste Gelehrte seiner Zeit; cf. Bek. 58a.wie Ben A͑zaj in den Straßen von Ṭiberjas. Da fragte ihn ein Jünger: Mit welchem Quantum von Äpfeln [darf mein einen E͑rub bereiten]? Dieser erwiderte: Darf man denn überhaupt einen E͑rub aus Äpfeln bereiten!? –", "Etwa nicht, wir haben ja gelernt: Sämtliche Speisen werden zu einem halben Peras vereinigt, um den Leib untauglich37Hebe zu essen, wenn sie unrein sind.zu machen, zum Quantum von zwei Mahlzeiten zu einem E͑rub und zur Eigröße hinsichtlich der Verunreinigung von Speisen. –", "Was ist dies für ein Einwand: wollte man sagen, weil es sämtliche Speisen heißt, zu welchen auch diese gehören, so sagte ja R.Joḥanan, aus allgemeinen Regeln sei nichts zu entnehmen, auch wenn es ‘außer’ heißt!? –", "Vielmehr, weil es heißt: zum Quantum von zwei Mahlzeiten zu einem E͑rub und zur Eigröße bezüglich der Verunreinigung von Speisen, und auch diese sind als Speisen verunreinigungsfähig. –", "Wieviel? R.Naḥman erwiderte: Bei Äpfeln ein Kab.", "Man wandte ein: R. Šimo͑n b.Elea͑zar sagt, ein U͑kla38Hohlmaß, 1/20 Kab; cf. Bm. Fol. 90a.Gewürze, eine Litra Kräuter, zehn Nüsse, fünf Pfirsiche, zwei Granatäpfel und einen Etrog39Beträgt das Minimum des Armenzehnten.. Hierzu sagte Gursaq b. Dari im Namen des R.Menasja b.Segobli im Namen Rabhs, daß dieses Maß auch für den E͑rub gelte. Diese sollten ja Pfirsichen gleichen40Mithin sollten 5 reichen.!? —", "Jene sind geschätzt, diese aber nicht.", "R.Joseph sprach: Möge der Herr es R.Menasja b.Segobli verzeihen; ich sagte es ihm bezüglich einer Mišna, und er bezieht es auf die Barajtha. Wir haben nämlich gelernt: In der Tenne gebe man dem Armen nicht weniger als einen halben Kab Weizen, einen Kab Gerste, wie R.Meír sagt, einen halben Kab Gerste, anderthalb Kab Dinkel, einen Kab Trockenfeigen, eine Mine Preßfeigen, wie R.A͑qiba sagt, eine halbe, ein halbes Log Wein, wie R.A͑qiba sagt, ein Viertellog, und ein Viertellog Öl, wie R.A͑qiba sagt, ein Achtellog. Von allen anderen Früchten, sagt Abba Šaúl, gebe man soviel, daß er es verkaufen und dafür Speise für zwei Mahlzeiten erhalten kann. Hierzu sagte Rabh, dies gelte auch für den E͑rub. –", "Womit ist diese [Lehre] bevorzugter als jene: wollte man sagen, weil in jener auch Gewürze genannt werden, die nicht zum Essen sind, so werden ja auch hier Weizen und Gerste genannt, die nicht zum Essen sind!? –", "Vielmehr, hier wird ein halbes Log Wein genannt, und Rabh sagte, daß man aus zwei Viertellog Wein einen E͑rub bereiten könne. Da hier dieses Quantum erforderlich ist, so ist zu schließen, daß das, was Rabh gesagt hat, dasselbe Maß gelte auch für den E͑rub, sich auf diese Mišna beziehe. Schließe hieraus.", "Der Meister sagte: Zum Quantum von zwei Mahlzeiten zu einem E͑rub. R.Joseph wollte sagen, nur wenn die eine für eine Mahlzeit reicht und die andere für eine Mahlzeit reicht, da sprach Rabba zu ihm: Auch wenn [von einer] nur die Hälfte, ein Drittel oder ein Viertel vorhanden ist.", "Der Text. Rabh sagte: Man kann einen E͑rub aus zwei Viertellog Wein bereiten. Ist denn soviel nötig, es wird ja gelehrt: R.Šimo͑n b.Elea͑zar sagte: Wein, als zum Essen nötig, Essig, als zum Eintunken nötig, Oliven und Zwiebeln, als zum Essen41Als Zuspeise zum Brot.nötig, [sämtlich] zu zwei Mahlzeiten!? –", "Dies gilt von gekochtem Wein.", "Der Meister sagte: Essig, als zum Eintunken nötig. R.Gidel sagte im Namen Rabhs: Als zum Eintunken von zwei Kräutermahlzeiten nötig ist. Manche lesen: R.Gidel sagte im Namen Rabhs: Als zum Eintunken von Kräutern, die zu zwei Mahlzeiten41Als Zuspeise zum Brot.gegessen werden, nötig ist.", "Der Meister sagte: Oliven und Zwiebeln, als zum Essen nötig, zu zwei Mahlzeiten. Darf man denn einen E͑rub aus Zwiebeln bereiten, es wird ja gelehrt: R.Šimo͑n b. Elea͑zar erzählte: Einst verbrachte R.Meír den Šabbath in Árdisqa42Varr. Adraskus, Ardigas., und jemand kam zu ihm und sprach: Meister, ich habe einen E͑rub aus Zwiebeln bereitet, um nach Ṭibı͑n zu gehen. Da ließ ihn R.Meír in seinen vier Ellen43Er erklärte den E͑. als ungültig, u. da der Tragende sich auf dem Wege befand, so durfte er weder hin noch zurück.sitzen!? –", "Das ist kein Einwand; hier waren es Blätter, während dort von den Zwiebelköpfen gesprochen wird. Es wird nämlich gelehrt: Wenn jemand eine Zwiebel gegessen hat und am folgenden Morgen tot ist, so frage man nicht nach der Ursache seines Todes. Hierzu sagte Šemuél, dies gelte nur von den Blättern, Zwiebelköpfe schaden nicht, und auch von Blättern gelte dies nur dann," ], [ "wenn sie keine Spanne groß sind, sind sie aber eine Spanne groß, sei nichts dabei.", "R.Papa sagt: Dies nur, wenn man darauf keinen Met trinkt, wenn man aber darauf Met trinkt, ist nichts dabei.", "Die Rabbanan lehrten: man esse keine Zwiebeln, wegen des darin enthaltenen Giftes44Wörtl. Schlange, wahrscheinl. wegen der Giftigkeit dieses Tieres so benannt; so Raschi. Nach and. Erklärung heißt נחש der längliche Samenstengel der Zwiebel.. Einst aß R.Ḥanina eine halbe Zwiebel und die Hälfte des darin befindlichen Giftes; da erkrankte er und war dem Tode nahe. Seine Genossen aber flehten für ihn um Erbarmen, und er blieb am Leben, weil die Zeit seiner benötigte.", "R.Zera sagte im Namen Šemuéls: Man darf einen E͑rub aus Met bereiten, auch macht er bei einem Quantum von drei Log das Tauchbad45Das Tauchbad muß aus Quellwasser bestehen, 3 Log geschöpftes Wasser machen es unbrauchbar.untauglich. R.Kahana wandte ein: Selbstverständlich, wodurch unterscheidet sich dieser denn von farbigem Wasser, denn wir haben gelernt, R.Jose sagt, drei Log farbiges Wasser machen das Tauchbad untauglich!? – Ich will dir sagen, jenes heißt farbiges Wasser, dieser aber heißt Met. –", "Welches Quantum ist zu einem E͑rub nötig? R.Aḥa, Sohn des R.Joseph, wollte vor R.Joseph sagen, Met [im Quantum] von zwei Vierteln46Eines Kab; 1 Kab = 4 Log., denn wir haben gelernt: Wer [am Šabbath] Wein hinausträgt, als zur Mischung des Bechers47Zur Verdünnung mit Wasser. Wer ein solches Quantum aus Privatgebiet in ein öffentliches hinausträgt, ist schuldig.nötig ist. Hierzu wird gelehrt, als zur Mischung eines schönen Bechers nötig ist, und unter ‘schöner Becher’ ist der Becher des Tischsegens48Cf. Ber. Fol. 51a.zu verstehen. Hierzu sagte R. Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha, der Becher des Tischsegens müsse den vierten Teil eines Viertellogs enthalten, so daß er gemischt auf ein Viertellog komme. Dies nach Raba, denn Raba sagte, ein Wein, dem man auf einen Teil nicht drei Teile Wasser heimischen kann, sei kein Wein.", "Und im Schlußsätze [jener Lehre] heißt es: alle anderen Flüssigkeiten bei einem Viertellog, und ebenso beim Ausgußwasser ein Viertellog. Wie da vierfach, ebenso hierbei vierfach49Hinsichtl. des Hinaustragens am Šabbath ist für den Wein das Quantum eines Viertels eines Viertellogs festgesetzt, für andere Flüssigkeiten, auch Met, das Vierfache, ebenso ist beim E͑rub aus Met das Vierfache des Weines erforderlich..", "Dies ist aber nichts; da [ist ein solches Quantum erforderlich], weil weniger ohne Bedeutung ist, hierbei aber rechnet man damit, da man morgens und abends einen Becher50Von einem Viertellog.zu trinken pflegt.", "Welches Quantum Datteln? R.Joseph erwiderte: Ein Kab Datteln. R. Joseph sprach: Dies entnehme ich aus folgender Lehre: Wenn jemand Dörrfeigen [von Hebe] gegessen und Datteln bezahlt hat, so komme Segen über ihn.", "In welchem Falle: wollte man sagen, im Werte, wenn er für einen Zuz gegessen und für einen Zuz bezahlt hat, wieso komme Segen über ihn, er hat ja für einen Zuz gegessen und für einen Zuz bezahlt!? Doch wohl quantitativ, wenn er ein Maß51Im Texte Griva, ursprüngl. Name eines Trockenmaßes, sprachl. greko-pers. Ursprunges (Lagarde, Abhandlungen p. 29).Dörrfeigen im Werte von einem Zuz gegessen und ein Maß Datteln im Wert von vier bezahlt hat, und da er lehrt, Segen komme über ihn, so sind ja Datteln wertvoller.", "Abajje sprach zu ihm: Tatsächlich, wenn er für einen Zuz gegessen und für einen Zuz bezahlt hat, und Segen komme über ihn deshalb, weil er Schwerverkäufliches gegessen und Leichtverkäufliches bezahlt hat.", "Von Šetita52Speise aus gerösteten Ähren u. Honig.sind, wie R.Aḥa b. Pinḥas sagte, zwei Löffel erforderlich. Von gerösteten Ähren sind, wie Abajje sagte, zwei pumbedithische Maße53Eigentl. Handvoll, Maß in diesem Umfange. erforderlich.", "Abajje sagte: Mutter sagte mir, geröstete Ähren seien zuträglich für das Herz und verscheuchen [schlechte] Gedanken.", "Ferner sagte Abajje: Mutter sagte mir, daß, wenn jemand an Herzschwäche leidet, man für ihn Fleisch von der rechten Flanke eines Widders auf Rinderkot vom Monat Nisan brate, und wenn kein Rinderkot vorhanden ist, man statt dessen Späne einer Bachweide nehme; er esse dies und trinke darauf verschnittenen54So rieht, nach Raschi trotz der Etymologie der Lexikographen (מרקא meracum klar, rein, lauter, unvermischt).Wein.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Alles, was Zukost ist, soviel man damit55Brot zu zwei Mahlzeiten.ißt; alles, was keine Zukost ist, soviel man davon ißt. Rohes Fleisch, soviel man davon ißt; gebratenes Fleisch, wie Rabba sagt, soviel man damit ißt, und wie R.Joseph sagt, soviel man davon ißt.", "R.Joseph sprach: Dies entnehme ich daraus, daß die Perser gebratenes Fleisch ohne Brot essen. Abajje sprach zu ihm: Sind denn die Perser die Mehrheit der Welt!? Es wird ja gelehrt, für Arme ein Gewand der Armen56Ein Stück Kleiderstoff von 3 zu 3 Fingerbreiten wird für Arme als ‘Gewand’ betrachtet und ist verunreinigungsfähig; für Reiche ist es erst mit 3 zu 3 Handbreiten.und für Reiche ein Gewand der Reichen ;" ], [ "es braucht aber für Arme kein Gewand der Reichen zu sein.", "Wolltest du sagen, da erschwerend und dort erschwerend, so wird ja gelehrt, R.Šimo͑n b. Elea͑zar sagt, man bereite den E͑rub für einen Kranken oder einen Greis aus [zwei] für ihn ausreichenden Mahlzeiten, und für einen Gefräßigen aus [zwei] für einen Durchschnittsmenschen ausreichenden Mahlzeiten!? – Das ist ein Einwand. –", "Kann R.Šimo͑n b. Elea͑zar dies denn gesagt haben, es wird ja gelehrt, R.Šimo͑n b.Elea͑zar sagt, für O͑g, den König von Basan, sei eine seinem Umfange entsprechende Tür57Wenn ein Raum, in dem sich ein Leichnam befindet, mehrere Türen hat u. man eine Tür bestimmt hat, ihn durch diese hinauszubringen, so sind die übrigen rein; cf. Er. Fol. 68a. O͑g, König von Bašan, soll von riesenhafter Größe gewesen sein; cf. Ber. Fol. 54b.erforderlich!? –", "Und Abajje!? – Wie sollte man es denn da anders machen, etwa ihn zerstückeln und hinausbringen!?", "Sie fragten: Streiten die Rabbanan gegen R.Šimo͑n b. Elea͑zar oder nicht!? – Komm und höre: Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R.Joḥanans, für O͑g, den König von Basan sei eine Tür von vier [Handbreiten] erforderlich. –", "Dies in dem Falle, wenn viele kleinere Öffnungen vorhanden sind und darunter eine von vier [Handbreiten], da man bei einer Erweiterung bestimmt diese er weitern58Da man mit den übrigen nicht rechnet, bleiben sie rein; wenn aber gleichmäßig große vorhanden sind, sind alle unrein. würde.", "R.Ḥija b.R.Aši sagte im Namen Rabhs: Man darf einen E͑rub aus rohem Fleische bereiten. R.Šimi b.Ḥija sagte: Man darf einen E͑rub aus rohen Eiern bereiten. – Wieviel? – R.Naḥman b. Jiçḥaq sagte: eines; Sinaj59Viell. Sioni (vom lat. sciens) der Wissende; Benennung R. Josephs; cf. Ber. Fol. 64a. sagte, zwei.", "WER SICH SPEISEN ABGELOBT, DEM SIND WASSER &C. ERLAUBT. Demnach heißen nur Wasser und Salz nicht ‘Speise’, wohl aber heißt alles andere ‘Speise’, somit wäre dies eine Widerlegung Rabhs und Šemuéls, denn Rabh und Šemuél sagen beide, daß man den Segen ‘Der allerlei Speisen erschafft’ nur über die fünf Getreidearten60Cf. Ber. Fol. 35b, Anm. 33.spreche!? –", "Sind sie denn nicht bereits widerlegt worden!? Mag auch dies eine Widerlegung sein.", "R.Hona erwiderte: Wenn er sich alles, was nährt, abgelobt hat. – Nur Wasser und Salz nähren nicht, wohl aber nährt alles andere,", "dagegen erzählte ja Rabba b.Bar Ḥana: Als wir R.Joḥanan folgten, um genezaretische Früchte zu essen, pflegten wir jeder, wenn wir hundert waren, je zehn zu nehmen, und wenn wir zehn waren, je hundert zu nehmen; und obgleich ein Korb von drei Seá keine hundert von diesen fassen konnte, aß er sie alle und schwor, daß er noch keine Nahrung gekostet habe!? – Sage: Speise.", "R.Hona sagte im Namen Rabhs: [Sagt jemand:] ‘ich schwöre, diesen Laib nicht zu essen’, so darf er für ihn als E͑rub verwendet werden, [wenn aber:] ‘dieser Laib sei mir [verboten]’, so darf er für ihn nicht61Nach der letzteren Fassung ist jede Art von Nutznießung ausgeschlossen.als E͑rub verwendet werden.", "Man wandte ein: Wenn jemand sich den Genuß eines Laibes abgelobt hat, so darf er für ihn als E͑rub verwendet werden. Doch wohl, wenn er gesagt hat: ‘sei mir [verboten]’!? – Nein, wenn er gesagt hat: ‘diesen [nicht zu essen]’.", "Dies ist auch einleuchtend, denn es heißt im Schlußsätze: Nur dann, wenn er gesagt hat: ‘ich schwöre von diesem nichts zu kosten’. –", "Wenn er demnach nicht als E͑rub verwendet werden darf, falls er gesagt hat: ‘sei mir [verboten]’, wozu heißt es weiter, daß er für ihn nicht als E͑rub verwendet werden dürfe, falls er gesagt hat: ‘dieser Laib sei heilig’, weil Geheiligtes nicht als E͑rub verwendet werden darf, er sollte ja beim [Profanen] unterscheiden: dies nur wenn er gesagt hat: ‘diesen [nicht zu essen]’, wenn er aber gesagt hat: ‘sei mir [verboten]’, so darf er für ihn nicht als E͑rub verwendet werden!? –", "R.Hona kann dir erwidern: wenn er für ihn als E͑rub verwendet werden darf, falls er gesagt hat: ‘sei mir [verboten]’, ist ja dagegen vom Anfangssatze62Nach dem es nur dann erlaubt ist, wenn er sich das Essen abgeschworen hat.ein Einwand zu erheben. –", "[Die Lehre] ist lückenhaft und muß wie folgt lauten: Wenn jemand sich den Genuß eines Laibes abgelobt hat, so darf er für ihn als E͑rub verwendet werden, und selbst wenn er gesagt hat: ‘sei mir [verboten]’, ist es ebenso, als würde er gesagt haben: ‘ich schwöre, von diesem nichts zu kosten’. –", "Immerhin ist dies ein Einwand gegen R.Hona!? – Er ist der Ansicht R.Elie͑zers, denn es wird gelehrt: R.Elie͑zer sagte: [Sagt jemand:] ‘ich schwöre, diesen Laib nicht zu essen’, so darf er für ihn als E͑rub verwendet werden; [wenn aber:] ‘dieser Laib sei mir [verboten]’, so darf er für ihn nicht als E͑rub verwendet werden. –", "Kann R.Elie͑zer denn dies gesagt haben, es wird ja gelehrt: Die Regel hierbei ist: bezieht er das Verbot des Genießens von der Speise auf seine Person, so darf sie für ihn als E͑rub verwendet63Da nur die Handlung nicht von ihm ausgehen darf.werden, ist ihm aber die Speise an sich verboten, so darf sie für ihn nicht als E͑rub verwendet werden. R. Elie͑zer sagte: [Sagt jemand:] ‘dieser Laib sei mir [verboten]’, so darf er für ihn als E͑rub verwendet werden; [wenn aber:] ‘dieser Laib sei heilig’, so darf er für ihn nicht als E͑rub verwendet werden, weil Geheiligtes nicht als E͑rub verwendet werden darf!? –", "Zwei Tannaím streiten über die Ansicht R.Elie͑zers.", "MAN DARF EINENRUB BEREITEN FÜR EINEN NAZIRÄER AUS WEIN &C. Unsere Mišna vertritt somit nicht die Ansicht der Schule Šammajs, denn es wird gelehrt: Die Schule Šammajs sagt, man dürfe keinen E͑rub bereiten für einen Naziräer aus Wein und für einen Jisraéliten aus Hebe; die Schule Hillels sagt, man dürfe einen E͑rub bereiten für einen Naziräer aus Wein und für einen Jisraéliten aus Hebe. Die Schule Hillels sprach zur Schule Šammajs: Pflichtet ihr etwa nicht bei," ], [ "daß man zum Versöhnungstage64An dem einem Erwachsenen der Genuß jeglicher Speise verboten ist; demnach ist für den E͑. auch eine Speise brauchbar, von der die betreffende Person nicht genießen darf, wohl aber eine andere.für einen Erwachsenen einen E͑rub bereiten dürfe?", "Diese erwiderte: Freilich. Jene sprach: Wie man für einen Erwachsenen zum Versöhnungstage einen E͑rub bereiten darf, ebenso darf man einen E͑rub bereiten für einen Naziräer aus Wein und für einen Jisraéliten aus Hebe. –", "Und die Schule Šammajs!? – Da ist es ja am Tage [der Bereitung] eine geeignete Mahlzeit, hier aber ist sie auch am Tage [der Bereitung] ungeeignet. –", "Also nicht nach Ḥananja, denn es wird gelehrt: Ḥananja sagt, die Schule Šammajs habe bezüglich des E͑rubs nichts zugegeben; vielmehr müsse er sein Lager und all seine Gebrauchsgeräte dahin65Wo er diesen Tag zu verbringen gedenkt.bringen. –", "Wessen Ansicht vertritt folgende Lehre: Hat jemand seinen E͑rub in schwarzen [Gewändern] niedergelegt, so darf er da nicht in weißen hingehen: hat er ihn in weißen niedergelegt, so darf er da nicht in schwarzen hingehen. Wessen nun? R.Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Die des Ḥananja, nach der Schule Šammajs. –", "Nach Ḥananja darf er also nur in schwarzen nicht hingehen, wohl aber in weißen, und dieser sagt ja, er müsse sein Lager und seine Gebrauchsgeräte dahinbringen!? – Er meint es wie folgt: hat jemand seinen E͑rub in weißen [Gewändern] niedergelegt und muß schwarze anlegen, so darf er da auch in weißen nicht hingehen. Nach wessen Ansicht? R.Naḥman b.Jiçḥaq erwiderte: Nach Ḥananja, nach der Schule Šammajs.", "SYMMACHOS SAGT, NUR AUS PROFANEM. Bezüglich des Weines für einen Naziräer streitet er also nicht: weshalb? – Dieser kann um die Auflösung nachsuchen. –", "Auch bei der Hebe kann man ja um Auflösung nachsuchen66Daß dies keine Hebe sei.!? – Wenn man es auf löst, so ist es ja Unverzehntetes67Dessen Genuß ebenfalls verboten ist.. –", "Man kann ja die Hebe68Für diese, die nun Unverzehntetes ist.von anderem absondern!? – Genossen stehen nicht im Verdachte, die Hebe von Nichtzusammenliegendem abzusondern. –", "Man kann ja die Hebe davon selbst absondern!? – Wenn dann das [für den E͑rub] erforderliche Quantum fehlen würde. –", "Wieso ist dies ausgemacht69Nur von dem Falle zu sprechen, wenn der E͑rub das genaue Quantum hat.? – Vielmehr, Symmachos ist der Ansicht der Rabbanan, welche sagen, alles, was des Feierns70Cf. Sab. Fol. 8b, Anm. 89.wegen verboten ist, sei auch bei Dämmerung71Vor Eintritt des Šabbaths, zu welcher Zeit der E͑rub niedergelegt wird; die Absonderung der Hebe ist am Š. des Feierns wegen verboten.verboten. –", "Wessen Ansicht vertritt das, was wir gelernt haben: In manchen Fällen richte man sich nach der Person: bei der Handvoll72Sc. Mehl; cf. Lev. 2,2.zum Speisopfer, bei der hohlen Hand73Cf. ib. 16,12.Räucherwerk, beim Trinken eines Schluckes am Versöhnungstage74Das strafbare Quantum.und bei der Speise zu zwei Mahlzeiten für den E͑rub. Wessen nun? R.Zera erwiderte: Die des Symmachos, welcher sagt, [die Speise] müsse für die betreffende Person brauchbar sein. –", "Er streitet also gegen R.Šimo͑n b.Elea͑zar, denn es wird gelehrt: R.Šimo͑n b.Elea͑zar sagt, man bereite einen E͑rub für einen Kranken oder einen Greis aus [zwei] für ihn ausreichenden Mahlzeiten und für einen Gefräßigen aus [zwei] für einen Durchschnittsmenschen ausreichenden Mahlzeiten. –", "Beziehe dies75Die Regel in der angezogenen Lehre, daß man sich beim E͑rub nach dem Bedarf der betreffenden Person richte.auf einen Kranken und einen Greis, nicht aber auf einen Gefräßigen, da seine Eigenart gegenüber der aller anderen Menschen bedeutungslos ist.", "FÜR EINEN PRIESTER AUF EINEM GRÄBERPFLUGE. Denn R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls, man dürfe auf einem Gräberpfluge [die Erde] wegblasen76Um zu sehen, ob sich da Gebeine von einem Leichnam befinden.und weitergehen. Auch sagte R.Jehuda b. Ami im Namen R.Jehudas, ein ausgetretener Gräberpflug sei rein.", "R.JEHUDA SAGT, SOGAR ZWISCHEN GRÄBERN. Es wird gelehrt: Weil er da in einer Truhe, einer Kiste oder in einem Schrank geschützt hinkommen kann. Er ist also der Ansicht, das bewegliche Zelt heiße Zelt77Es schützt, wenn es groß u. nicht selber verunreinigungsfähig ist, vor der Unreinheit der Umgebung.,", "somit führen sie denselben Streit wie die Tannaím der folgenden Lehre: Wer in einer Truhe, einer Kiste oder in einem Schrank in das Land der weltlichen Völker kommt, ist nach Rabbi unrein78Nichtjüdische Länder sind levitisch unrein; cf. Sab. Fol. 15a.und nach R.Jose b. R.Jehuda rein.", "Worin besteht ihr Streit? – Einer ist der Ansicht, das bewegliche Zelt heiße kein Zelt, und einer ist der Ansicht, das bewegliche Zelt heiße Zelt. –", "Es wird gelehrt, R.Jehuda sagt," ], [ "man dürfe für einen reinen Priester einen E͑rub aus reiner Hebe auf ein Grab niederlegen; allerdings kann er selbst da in einer Truhe, einer Kiste oder in einem Schrank hinkommen,", "wenn man aber [die Speise] da niederlegt, wird sie ja unrein!? – Wenn sie für die Unreinheit nicht empfänglich79Speisen u. Früchte werden verunreinigungsfähig, erst wenn sie befeuchtet worden sind.ist, oder wenn sie mit Fruchtsaft80Dieser macht für die Unreinheit nicht empfänglich.geknetet ist. –", "Wie bringt man da [die Speise] hin81Das Gefäß wird ja unrein.? – Auf einem flachen Holzgeräte, das keine Unreinheit annimmt82Zur Empfänglichkeit für die Unreinheit müssen die Geräte eine Vertiefung haben.. –", "Es bezeltet83Wenn man es wagerecht trägt; cf. Sab. Fol. 17a. ja!? – Man trage es senkrecht. –", "Was ist demnach der Grund der Rabbanan!? — Sie sind der Ansicht, man dürfe für zur Nutznießung verbotene Dinge kein Haus84Man darf also vom Grabe keinen Nutzen haben.kaufen. –", "Demnach ist R.Jehuda der Ansicht, dies sei erlaubt!? – Er ist der Ansicht, die Gebote seien nicht zur Nutznießung verliehen worden. –", "Über die Lehre Rabas, daß nämlich die Gebote nicht zur Nutznießung verliehen worden sind, streiten somit Tannaím? – Raba kann dir entgegnen: dies allerdings, wenn alle der Ansicht wären, man dürfe einen E͑rub nur zu Gebotszwecken bereiten; alle aber sind der Ansicht, die Gebote seien nicht zur Nutznießung verliehen worden, und ihr Streit besteht in folgendem : einer ist der Ansicht, man dürfe einen E͑rub nur zu Gebotszwecken bereiten, und einer ist der Ansicht, man dürfe einen E͑rub bereiten auch zu Freigestelltem. –", "Über die Lehre R.Josephs, daß man nämlich einen E͑rub nur zu Gebotszwecken bereiten dürfe, streiten somit Tannaím? –", "R.Joseph kann dir erwidern: alle sind der Ansicht, man dürfe einen E͑rub nur zu Gebotszwecken bereiten, auch sind alle der Ansicht, die Gebote seien nicht zur Nutznießung verlichen worden, und ihr Streit besteht vielmehr in folgendem: einer ist der Ansicht, sobald der E͑rub für einen die Eignung [des Platzes] erwirkt hat, habe er an der Aufbewahrung85Des Èrubs auf dem Grabe.kein Interesse mehr, und einer ist der Ansicht, er habe an der Aufbewahrung Interesse, da er ihn nötigenfalls essen kann.", "ii,1MAN DARF EINENRUB BEREITEN AUS DEMAJ, AUS ERSTEM ZEHNTEN, VON DEM DIE HEBE ABGESONDERT WORDEN IST, AUS ZWEITEM ZEHNTEN UND GEHEILIGTEM, DIE AUSGELÖST WORDEN SIND, \n", "NICHT ABER AUS UNVERZEHNTETEM, AUS ERSTEM ZEHNTEN, VON DEM DIE HEBE NICHT ABGESONDERT WORDEN IST, UND AUS ZWEITEM ZEHNTEN UND GEHEILIGTEM, DIE NICHT AUSGELÖST WORDEN SIND.", "GEMARA. Demaj ist ja für ihn nicht verwendbar!? – Da es, wenn er sein Vermögen preisgeben und ein Armer sein wollte, für ihn verwendbar sein würde, so ist es auch jetzt für ihn verwendbar. Wir haben nämlich gelernt: Man darf den Armen" ], [ "und den einquartierten Truppen Demaj zu essen geben.", "Auch sagte R.Hona: Es wird gelehrt: Die Schule Šammajs sagt, man dürfe den Armen kein Demaj zu essen geben; die Schule Hillels sagt, man dürfe den Armen Demaj zu essen geben.", "AUS ERSTEM ZEHNTEN &C. Selbstverständlich!? – Dies ist wegen des Falles nötig, wenn er bereits von den Halmen abgehoben und davon nur die Zehnthebe86Die der Levite an den Priester zu entrichten hat.und nicht die große Hebe abgesondert worden ist.", "Dies nach R.Abahu im Namen des Reš Laqiš, denn R.Abahu sagte im Namen des Reš Laqiš: Der erste Zehnt, den man vorher von den Halmen abgesondert hat, ist von der großen Hebe frei, denn es heißt:87Num. 18,26.ihr sollt davon eine Hebe für den Herrn abheben, einen Zehnten vom Zehnten; einen Zehnten vom Zehnten habe ich dir geboten, nicht aber die große Hebe und die Zehnthebe vom Zehnten.", "R.Papa sprach zu Abajje: Demnach [sollte er davon frei sein], auch wenn er ihm88Der Levite, an den der Zehnt zu entrichten ist, dem Priester, der vorher die große Hebe zu erhalten hat.beim Getreidehaufen zuvorgekommen ist!? Dieser erwiderte: Deinetwegen sagt die Schrift:89Num. 18,28.von all eueren Zehnten sollt ihr eine Hebe für den Herrn", "Was veranlaßt dich dazu90Diesbezüglich zwischen dem Getreide am Halm und dem Getreide im Haufen zu unterscheiden.? – Dieses ist bereits Getreide, jenes aber ist kein Getreide.", "AUS ZWEITEM ZEHNTEN UND GEHEILIGTEM, DIE AUSGELÖST WORDEN SIND. Selbstverständlich!? – Dies ist wegen des Falles nötig, wenn man den Grundwert, aber nicht das Fünftel91Gf. Lev. 27,31.entrichtet hat; er lehrt uns, daß es vom Fünftel nicht abhängig sei.", "NICHT ABER AUS UNVERZEHNTETEM. Selbstverständlich!? – Dies ist wegen des rabbanitisch Unverzehnteten nötig, zum Beispiel in einem undurchlochten Pflanzentopfe92Der Ertrag ist nur rabbanitisch zu verzehnten.gezogen.", "AUS ERSTEM ZEHNTEN, VON DEM DIE HEBE NICHT ABGESONDERT WORDEN IST. Selbstverständlich!? – Dies ist wegen des Falles nötig, wenn er ihm88Der Levite, an den der Zehnt zu entrichten ist, dem Priester, der vorher die große Hebe zu erhalten hat. beim Getreidehaufen zuvorgekommen ist; wenn davon die Zehnthebe, aber nicht die große Hebe entrichtet worden ist.", "Man könnte glauben, es verhalte sich so, wie R.Papa zu Abajje gesagt hat, so lehrt er uns, daß es sich so verhalte, wie dieser ihm erwidert hat.", "AUS ZWEITEM ZEHNTEN UND GEHEILIGTEM, DIE NICHT AUSGELÖST WORDEN SIND. Selbstverständlich!? –", "Dies ist wegen des Falles nötig, wenn man sie zwar ausgelöst hat, jedoch nicht nach Vorschrift; wenn man den Zehnten durch ein ungemünztes Silberstück ausgelöst hat, während der Allbarmherzige sagt:93Dt. 14,25.du sollst das Geld binden, eine Sache, worauf eine Figur94צורה Figur, aus dem W. וצרת abgeleitet.sich befindet.", "Oder wenn man Geheiligtes durch ein Grundstück ausgeweiht hat, während der Allbarmherzige sagt:95Lev. 27,19; anders der Wortlaut des mas. Textes.er gebe das Geld und erstehe es.", "ii,2WENN JEMAND SEINENRUB SCHICKT96Daß er ihn für ihn niederlege.DURCH EINEN TAUBEN, BLÖDEN, MINDERJÄHRIGEN ODER EINEN, DER [DAS GESETZ VOM] E͑RUB NICHT ANERKENNT, SO IST DERRUB UNGÜLTIG; WENN ER ABER JEMAND IHN IN EMPFANG ZU NEHMEN96Daß er ihn für ihn niederlege.BEAUFTRAGT HAT, SO IST ER GÜLTIG.", "GEMARA. Der Minderjährige nicht, dagegen sagte ja R.Hona, der Minderjährige dürfe [die Speisen zum] E͑rub einfordern!? – Das ist kein Widerspruch; das eine gilt vom Gebiet-E͑rub und das andere gilt vom Hof-E͑rub97Beide Höfe sind an sich erlaubt, wobei nur eine Kundgebung der Vereinigung erforderlich ist..", "ODER EINEN, DER [DAS GESETZ VOM] E͑RUB NICHT ANERKENNT. Wer ist es? R.Ḥisda erwiderte: Samaritaner.", "WENN ER ABER JEMAND IHN IN EMPFANG ZU NEHMEN BEAUFTRAGT HAT, SO IST ER GÜLTIG. Es ist ja zu befürchten, er bringt ihn vielleicht nicht hin!? – Wie R.Ḥisda erklärt hat, wenn man dabei steht und ihn beobachtet, ebenso auch hier indem Falle, wenn man dabeisteht und ihn beobachtet.–", "Es ist ja zu befürchten, jener nimmt ihn vielleicht nicht in Empfang!? – Wie R.Jeḥiél erklärt hat, es gilt als feststehend, ein Bote führe seinen Auftrag aus, ebenso auch hierbei, es gilt als feststehend, ein Bote führe seinen Auftrag aus. –", "Worauf bezieht sich das, was R.Ḥisda und R. Jeḥiél gesagt haben? – Auf folgende Lehre: Wenn man den E͑rub einem Elefanten gegeben hat, und er ihn hingebracht hat, einem Affen, und er ihn hingebracht hat, so ist er ungültig; wenn er aber jemand ihn in Empfang zu nehmen beauftragt hat, so ist er gültig. – Vielleichtbringt er ihn nicht hin!? R.Ḥisda erwiderte: Wenn man dabei steht und ihn beobachtet. – Vielleicht nimmt ihn jener nicht in Empfang!? R.Jeḥiél erwiderte: Es gilt als feststehend, ein Bote führe seinen Auftrag aus.", "R. Naḥman sagt, bei [einem Gebote der] Tora gilt es nicht98Dh. man verlasse sich nicht darauf.als feststehend, daß ein Bote seinen Auftrag ausführe," ], [ "bei [einem Gebote der] Schriftkundigen gilt es als feststehend, daß ein Bote seinen Auftrag ausführe. R.Šešeth sagt, bei beiden gilt es als feststehend, daß ein Bote seinen Auftrag ausführe.", "R.Šešeth sprach: Woher entnehme ich dies? Aus dem, was wir gelernt haben: Sofort nachdem die Schwingegarbe99Cf. Lev. 23,10ff.dargebracht wurde, wurde das neue [Getreide] erlaubt;", "den Fern wohnenden100Von Jerusalem, die nicht wußten, ob die Schwingegarbe bereits dargebracht wurde. war es von Mittag ab erlaubt. Das Verbot des neuen [Getreides] ist ja aus der Tora, dennoch lehrt er, daß es den Fernwohnenden von Mittag ab erlaubt war; doch wohl, weil es als feststehend gilt, daß ein Bote seinen Auftrag ausführe. –", "Und R.Naḥman!? – Da wird auch der Grund angegeben: weil man wußte, daß das Gericht bei [der Darbringung] nicht lässig ist.", "Manche lesen: R.Naḥman sagte: Woher entnehme ich dies? Er gibt den Grund an, weil man wußte, daß das Gericht bei [der Darbringung] nicht lässig ist; nur das Gericht ist nicht lässig, wohl aber ist ein Bote lässig. –", "Und R.Šešeth!? – Er kann dir erwidern: das Gericht bis zur Hälfte des Tages, sonst ein Bote den ganzen Tag.", "R.Šešeth sprach: Woher entnehme ich dies? Es wird gelehrt: Wenn eine Frau ein Wöchnerinnen- oder ein Flußbehafteten-Opfer101Cf. Lev. 12,6 u. 15,28.darzubringen hat, so bringe sie das Geld dazu, lege es in die Sammelbüchse102Cf. Seq. VI,1.und tauche unter, und abends darf sie Geheiligtes essen. Doch wohl, weil wir sagen, ein Bote führe seinen Auftrag aus103Daß nämlich die Priester das Opfer rechtzeitig darbringen.. –", "Und R.Naḥman!? – Da ist es nach R.Šema͑ja zu erklären, denn R.Šema͑ja sagte: Es gilt als feststehend, daß das Priestergericht von da nicht eher fortgeht, als bis das ganze Geld in der Sammelbüchse verbraucht ist.", "R.Šešeth sprach: Woher entnehme ich dies? Es wird gelehrt: Wenn jemand zu seinem Nächsten sagt: ‘geh, sammle dir Feigen von meinem Feigenbäume’, so darf dieser davon gelegentlich [unverzehntet] essen oder den zweifellosen Zehnten104Falls er davon eine richtige Mahlzeit essen will; der Eigentümer kann aus anderem Vorräte für diese den Zehnten nicht entrichtet haben, weil er nicht wissen konnte, wieviel dieser sammeln wird.entrichten; wenn aber: ‘fülle dir diesen Korb mit Feigen von meinem Feigenbaume’, so darf dieser davon gelegentlich [unverzehntet] essen oder sie als Demaj105Weil der Eigentümer sie verzehntet haben kann.verzehnten.", "Dies gilt nur von einem Manne aus dem gemeinen Volke, wenn aber [der Eigentümer] ein Genosse ist, so darf dieser davon essen, ohne es zu verzehnten – so Rabbi. R.Šimo͑n b.Gamliél sagte: Dies gilt nur von einem Manne aus dem gemeinen Volke, wenn aber [der Eigentümer] ein Genosse ist, so darf dieser davon nicht eher essen, als bis er sie verzehntet hat, weil Genossen nicht verdächtig sind, die Hebe von Nichtzusammenliegendem zu entrichten.", "Rabbi sprach: Meine Worte sind einleuchtender als die Worte meines Vaters: lieber mögen Genossen verdächtig sein, die Hebe von Nichtzusammenliegendem zu entrichten, als daß Leute aus dem gemeinen Volke Unverzehntetes essen sollten.", "Sie streiten nur darüber, ob er verdächtig ist oder nicht, alle stimmen aber überein, daß der Bote seinen Auftrag ausführe106Der Eigentümer hat den Auftrag, den Zehnten zu entrichten.. –", "Und R.Naḥman!? – Da ist es nach R. Hanina aus Ḥozäa zu erklären, denn R.Ḥanina aus Ḥozäa sagte: Es ist feststehend, daß ein Genosse nichts Unfertiges107Hinsichtl. der priesterl. Abgaben.aus der Hand läßt.", "Der Meister sagte: Dies gilt nur von einem Manne aus dem gemeinen Volke, wenn aber [der Eigentümer] ein Genosse ist, so darf dieser davon essen, ohne es zu verzehnten – so Rabbi.", "Wem soll der Mann aus dem ge- meinen Volke es gesagt haben: wollte man sagen, einem Manne aus dem gemeinen Volke seinesgleichen, wieso verzehnte er sie als Demaj, dieser würde ja nicht108Da er an nimmt, der Eigentümer habe sie bereits verzehntet.gehorchen. Und wolltest du sagen, wenn ein Mann aus dem gemeinen Volke es einem Genossen sagt, wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: Meine Worte sind einleuchtender als die Worte meines Vaters: lieber mögen Genossen verdächtig sein, die Hebe von Nichtzusammenliegendem zu entrichten, als daß Leute aus dem gemeinen Volke Unverzehntetes essen sollten; wieso Leute aus dem gemeinen Volke!?", "Rabina erwiderte: Der Anfangssatz in dem Falle, wenn ein Mann aus dem gemeinen Volke es zu einem Genossen sagt, und der Schlußsatz in dem Falle, wenn ein Genosse es zu einem Manne aus dem gemeinen Volke sagt und ein Genosse es hört. Rabbi" ], [ "ist der Ansicht, dieser Genosse dürfe davon essen und brauche sie nicht zu verzehnten, da der erste Genosse für diese den Zehnten sicher entrichtet109Von anderen Früchten.hat; R.Šimo͑n b.Gamliél aber ist der Ansicht, er dürfe davon nicht eher essen, als bis er sie verzehntet hat, da Genossen nicht verdächtig sind, die Hebe von Nichtzusammenliegendem zu entrichten. Hierzu sagte Rabbi: Lieber mögen Genossen verdächtig sein, die Hebe von Nichtzusammenliegendem zu entrichten, als daß Leute aus dem gemeinen Volke Unverzehntetes essen sollten. –", "Worin besteht ihr Streit? – Rabbi ist der Ansicht, ein Genosse übertrete lieber ein geringfügiges Verbot, als einen Mann aus dem gemeinen Volke ein schweres Verbot übertreten zu lassen, und R.Šimo͑n b.Gamliél ist der Ansicht, ein Genosse lasse lieber einen Mann aus dem gemeinen Volke ein schweres Verbot übertreten, als selber ein geringfügiges Verbot zu übertreten.", "iii,1HAT JEMAND DENRUB AUF EINEN BAUM OBERHALB ZEHN HANDBREITEN NIEDERGELEGT, SO IST ER KEINRUB, WENN UNTERHALB ZEHN HANDBREITEN, SO IST DERRUB GÜLTIG. HAT ER IHN IN EINE GRUBE GELEGT, SELBST HUNDERT ELLEN TIEF, SO IST DERRUB GÜLTIG.", "GEMARA. R.Ḥijab. Abba, R.Asi und Raba b. Nathan saßen beisammen, R.Naḥman saß neben ihnen, und sie warfen folgende Frage auf: Wo soll der Baum sich befinden: wenn auf einem Privatgebiete, so ist es ja einerlei ob oberhalb oder unterhalb, das Privatgebiet steigt ja bis zum Himmel,", "und wenn auf öffentlichem Gebiete, wo beabsichtigte er den Šabbath zu verbringen, wenn oberhalb, so befindet er sich ja mit dem E͑rub auf ein und derselben Stelle!? – Vielmehr, wenn er den Šabbath unterhalb zu verbringen110Oberhalb 10 Hb.n gilt der Baum (wenn 4 breit) als Privatgebiet, u. da jener sich in einem öffentl. Gebiete befindet, darf er am Š. den E͑. nicht herabholen.beabsichtigte. – Man bedient sich ja aber des Baumes [am Šabbath]111Wenn man den E͑. herabholt; dies ist wegen des Feierns verboten (cf. Jt. Fol. 36b), u. der E͑. sollte auch unterhalb 10 Hb.n ungültig sein.!? –", "Tatsächlich, wenn [der Baum] sich auf öffentlichem Gebiete befindet und er den Šabbath unterhalb [zehn Handbreiten] zu verbringen beabsichtigte, jedoch nach Rabbi, welcher sagt, bei dem, was nur des Feierns wegen [verboten] ist, haben sie bei Dämmerung kein Verbot angeordnet.", "Da sprach R.Naḥman zu ihnen: Recht so! Ebenso sagte Šemuél: Recht so! Sie sprachen zu ihm: Habt ihr es so gelöst? – Auch sie lösten es ja so!? – Vielmehr, sie sprachen zu ihm wie folgt: Habt ihr es in die Gemara gesetzt? Dieser erwiderte: Jawohl. Es wurde auch gelehrt: R.Naḥman sagte im Namen Šemuéls: Hier handelt es sich um einen Baum auf öffentlichem Gebiete, der zehn [Handbreiten] hoch und vier breit ist, und wenn er den Šabbath unten zu verbringen beabsichtigte, und zwar nach Rabbi, welcher sagt, bei dem, was nur des Feierns wegen verboten ist, haben sie bei Dämmerung kein Verbot angeordnet.", "Raba sagte: Dies lehrten sie nur von einem Baume außerhalb des Weichbildes der Stadt, wenn er sich aber innerhalb des Weichbildes der Stadt befindet, so ist der E͑rub auch oberhalb zehn [Handbreiten] gültig, weil die Stadt als ausgefüllt112Dh. als wäre der Raum zwischen den Häusern mit Erde ausgefüllt; somit befindet sich fiktiv der Boden selber oberhalb 10 Hb.n.anzusehen ist. –", "Demnach sollte dies auch außerhalb des Weichbildes der Stadt gelten, denn Raba sagte, wer einen E͑rub niederlegt, habe vier Ellen, somit sind diese Privatgebiet, und das Privatgebiet steigt ja bis zum Himmel!?", "R.Jiçḥaq, Sohn des R.Mešaršeja, erwiderte: Hier handelt es sich um einen Baum, der außerhalb vier Ellen114Wo er auch den E͑rub niederlegt. hinausragt," ], [ "und wenn er den Šabbath am Stamme zu verweilen beabsichtigte. – Wieso heißt es demnach ‘oberhalb’ und ‘unterhalb’115Wenn ein Ast wagerecht hinausragt, so kommt es nur darauf an, ob sich dieser in einer Höhe von 10 Hb.n befindet.!? – Wenn [der Ast] senkrecht ausläuft. –", "Er kann ihn ja aber von oben her116Er kann auf den Baum oberhalb 10 Hb.n hinaufsteigen u. den E͑. holen.holen !? –", "Wenn die Leute da [ihre Last] schultern. U͑la sagte nämlich: Wenn jemand etwas wirft und es auf einem neun [Handbreiten] hohen Pfahle liegen bleibt, auf dem die Leute [ihre Last] schultern, so ist er schuldig.", "Was ist das [für ein Streit zwischen] Rabbi und den Rabbanan? –", "Es wird gelehrt: Hat man den E͑rub auf einen Baum oberhalb zehn Handbreiten niedergelegt, so ist er kein E͑rub, wenn unterhalb zehn Handbreiten, so ist der E͑rub gültig, jedoch darf man ihn nicht fortnehmen ; wenn innerhalb drei [Handbreiten], darf man ihn auch fortnehmen. Hat man ihn in einen Fruchtkorb gelegt und diesen an den Baum gehängt, selbst höher als zehn Handbreiten, so ist der E͑rub gültig – so Rabbi. Die Weisen sagen, wenn der E͑rub sich auf einer Stelle befindet, aus der man ihn nicht fortnehmen darf, sei er kein E͑rub. –", "Worauf bezieht sich das, was die Weisen sagen: wenn auf den Schlußsatz, so wären sie demnach der Ansicht, daß es auch seitlich117Wenn man die Sache nicht auf den Baum selbst legt, sondern auf die Seite; in diesem Falle ist es sonst erlaubt; cf. Sab. Fol. 154b.verboten sei; und wenn auf den Anfangssatz, [so ist einzuwenden:]", "von welchem Baume gilt dies: ist er keine vier [Handbreiten stark], so ist er ja Freigebiet118Der Raum unter 4 Hb.n bildet kein Gebiet für sich, vielmehr wird er mit dem angrenzenden verschmolzen., und ist er vier [Handbreiten119Er gilt dann als Privatgebiet.stark], so nützt es ja nicht, daß man [den E͑rub] in einen Fruchtkorb legt!?", "Rabina erwiderte: Der Anfangssatz gilt von dem Falle, wenn er vier [Handbreiten] stark ist, und der Schlußsatz, wenn er keine vier [Handbreiten] stark ist, der Fruchtkorb ihn aber auf vier [Handbreiten] ergänzt." ], [ "Rabbi ist der Ansicht R.Meírs und der Ansicht R.Jehudas.", "Er ist der Ansicht R.Meírs, welcher sagt, man erweitere120Wörtl. man tiefe aus; falls die Öffnung nicht groß genug aber in der Dicke der Wand Raum zur Erweiterung vorhanden ist, so wird sie fiktiv als erweitert betrachtet. Ebenso wird hierbei der Korb mit dem Baume vereinigt, somit befindet sich der È. auf einem 4 Hb.n breiten Platze.zur Ergänzung,", "und er ist der Ansicht R.Jehudas, welcher sagt, der E͑rub müsse sich auf einem vier [Handbreiten] breiten Raume befinden, was aber der Baum [ohne den Korb] nicht ist. —", "Wo [lehrt dies] R.Jehuda? — Es wird gelehrt: R.Jehuda sagte: Wenn jemand auf öffentlichem Gebiete einen Balken [in die Erde] steckt und darauf seinen E͑rub niederlegt, so ist, wenn er zehn [Handbreiten] hoch und vier breit ist, der E͑rub gültig, und wenn er keine zehn [Handbreiten] hoch und vier breit ist, der E͑rub nicht gültig. —", "Im Gegenteil, erst recht, er befindet sich ja mit seinem E͑rub auf ein und demselben121Unter 10 Hb.n ist er öffentliches Gebiet, auf dem der Niederlegende sich befindet.Gebiete!? — Er meint es vielmehr wie folgt: ist er zehn [Handbreiten] hoch, so muß er oben vier breit sein, ist er keine zehn [Handbreiten] hoch, so braucht er oben keine vier breit zu sein. —", "Also nicht wie R.Jose b. R.Jehuda, denn es wird gelehrt: R.Jose b. R.Jehuda sagte: Wenn jemand auf öffentlichem Gebiete eine Stange [in die Erde] gesteckt, worauf er einen Korb gestellt hat, und [einer] etwas wirft und es darin liegen bleibt, so ist er schuldig. —", "Du kannst auch sagen, wie R.Jose b. R.Jehuda, denn da ist die Stange von den Wänden122Des Korbes; diese reichen fiktiv bis zum Erdboden, somit sind 4 Hb.n vorhanden.umgeben, hierbei aber nicht.", "R.Jirmeja erwiderte: Anders ist es bei einem Fruchtkorbe, den man neigen und nach innerhalb zehn [Handbreiten] bringen kann123Ohne ihn von seinem Platze fortzunehmen, da er groß ist..", "R.Papa saß und trug diese Lehre vor; da wandte Rabh b. Šaba gegen R.Papa ein. Wie mache er124Wer für beide Tage des Festes vor einem Šabbath einen E͑rub bereiten will; ausführl. weit. Fol. 38a.es? Am ersten [Tage] bringe er [den E͑rub] hin und bleibe bei ihm, bis es dunkel wird, sodann nehme er ihn mit und gehe seines Weges, und am zweiten bleibe er bei ihm, bis es dunkel wird, und er darf ihn essen und seines Weges gehen." ], [ "Weshalb denn, man sollte ja sagen: da er, wenn er will, ihn hinbringen kann, sei es, auch wenn er ihn nicht hinbringt, als hätte er ihn hingebracht!?", "R.Zera erwiderte: Mit Rücksicht auf den Fall, wenn ein Fest unmittelbar auf den Šabbath125An dem man ihn nicht hinbringen darf.folgt.", "Er wandte gegen ihn ein: Wenn jemand, in der Absicht seinen Aufenthalt am Šabbath auf öffentlichem Gebiete zu nehmen, seinen E͑rub auf eine Wand unterhalb zehn Handbreiten legt, so ist sein E͑rub gültig, wenn aber oberhalb zehn Handbreiten, so ist er ungültig. Wenn in der Absicht seinen Aufenthalt am Šabbath auf der Spitze eines Taubenschlages oder eines Schrankes126Und da seinen E͑. niederlegt.zu nehmen, so ist er, wenn oberhalb zehn Handbreiten, gültig, und wenn unterhalb zehn Handbreiten, ungültig.", "Weshalb denn, auch hierbei sollte man ja sagen: man kann ihn neigen123Ohne ihn von seinem Platze fortzunehmen, da er groß ist.und nach innerhalb der zehn Handbreiten bringen!? R.Jirmeja erwiderte: Hier handelt es sich um einen befestigten Schrank.", "Raba erwiderte: Du kannst auch sagen, um einen nichtbefestigten Schrank, wenn er aber sehr hoch ist, sodaß er, wenn man ihn neigen127Bis 10 Hb.n vom Erdboden.würde, außerhalb der vier Ellen hinausragen würde. —", "In welchem Falle: hat er Fenster und Stricke, so kann man ihn ja durch die Fenster an den Stricken heranholen!? — Wenn er keine Fenster und Stricke hat.", "HAT ER IHN IN EINE GRUBE GELEGT, SELBST HUNDERT ELLEN TIEF &C. Wo soll sich diese Grube befinden: wollte man sagen, in einem Privatgebiete," ], [ "so ist es ja selbstverständlich, das Privatgebiet steigt ja bis zum Himmel, und wie es nach oben steigt, ebenso dringt es nach unten, und wenn sie sich auf öffentlichem Gebiete befindet,", "[so ist einzuwenden:] wo beabsichtigte er den Aufenthalt am Šabbath zu nehmen: wenn oben, so befindet er sich ja auf einem anderen Gebiete als sein E͑rub, und wenn unten, so ist es ja selbstverständlich, er befindet sich ja mit seinem E͑rub auf ein und demselben Gebiete!? —", "In dem Falle, wenn er sich in einem Neutralgebiete befindet und den Aufenthalt am Šabbath oben zu nehmen beabsichtigt hat, und zwar nach Rabbi, welcher sagt, bei dem, was nur des Feierns wegen verboten ist, haben sie bei Dämmerung nicht verboten.", "iii,2 HAT ER DEN E͑RUB AUF DIE SPITZE EINER STANGE ODER EINES STUMPENS GELEGT, DIE [VOM STAMME] GETRENNT SIND UND IN DER ERDE STECKEN, SO IST ER GÜLTIG, AUCH WENN SIE HUNDERT ELLEN HOCH SIND.", "GEMARA. R.Ada b. Mathna wies Raba auf einen Widerspruch hin: Nur wenn sie [vom Stamme] getrennt sind und in der Erde stecken, nicht aber, wenn sie nicht [vom Stamme] getrennt sind (und in der Erde stecken), also nach den Rabbanan, welche sagen, auch bei dem, was nur des Feierns wegen verboten ist, haben sie bei Dämmerung verboten, während du vom Anfangssatze sagst, er sei nach Rabbi; der Anfangssatz nach Rabbi und der Schlußsatz nach den Rabbanan!?", "Dieser erwiderte: Rami b.Ḥama wies bereits R.Ḥisda auf diesen Widerspruch hin, und dieser erwiderte ihm: Allerdings der Anfangssatz nach Rabbi und der Schlußsatz nach den Rabbanan.", "Rabina erwiderte: Die ganze Lehre ist nach Rabbi, im Schlußsatze aber wird berücksichtigt, man könnte etwas abbrechen128Von der Stange od. vom Stumpen, was beim Baume nicht zu berücksichtigen ist..", "Einst kamen Truppen nach Nehardea͑; da sprach R.Naḥman zu [den Jüngern]: Geht aufs Feld hinaus und drücket [das Rohr als Sitze] ein, damit wir da morgen hingehen und darauf sitzen können.", "Rami b.Ḥama wandte gegen R.Naḥman ein, und wie manche sagen, wandte es R.U͑qaba b.Abba gegen R.Naḥman ein: Nur wenn sie [vom Stamme] getrennt sind und in der Erde stecken, nicht aber wenn sie nicht [vom Stamme] getrennt sind (und in der Erde stecken)!?", "Dieser erwiderte: Da handelt es sich um hartes Rohr129Im Texte: Speierling; da handelt es sich wohl um Gezweige dieses Baumes.. — Woher entnimmst du, daß zwischen hartem Rohr und nicht hartem zu unterscheiden sei? — Es wird gelehrt, Rohr, Dornen und Disteln gehören zur Baumart und sind keine Mischsaat130Cf. Kil. I,1ff. in einem Weinberge, dagegen lehrt ein Anderes, Rohr, Kassia und Weiden gehören zur Krautart und sind Mischsaat in einem Weinberge. Diese Lehren widersprechen ja einander!?", "Wahrscheinlich gilt das eine von hartem Rohr und das andere von nicht hartem. Schließe hieraus. —", "Gehört denn Kassia zur Krautart, wir haben ja gelernt, daß man keine Raute auf weiße Kassia pfropfen dürfe, weil dies Krautpflanze auf Baumpflanze ist!? R.Papa erwiderte: Kassia und weiße Kassia sind voneinander verschieden.", "iii,3 WENN JEMAND [DENRUB] IN EINEN SCHRANK GELEGT UND DEN SCHLÜSSEL VERLOREN HAT, SO IST ER GÜLTIG; R.ELIE͑ZER SAGT, WENN ER NICHT WEISS, DASS DER SCHLÜSSEL AUF SEINEM PLATZE LIEGT, SEI DERRUB UNGÜLTIG.", "GEMARA. Weshalb denn, er befindet sich ja auf einem anderen Gebiete als sein E͑rub131Da er ohne Schlüssel zum E͑. nicht gelangen kann.!?", "Rabh und Šemuél erklärten beide, hier handle es sich um einen Schrank aus Ziegelsteinen, und zwar nach R.Meír, welcher sagt, man dürfe von vornherein ein Loch machen und [Früchte] hervorholen. Wir haben nämlich gelernt: Wenn ein mit Früchten gefüllter Raum schadhaft wird, so darf man durch die schadhafte Stelle [Früchte] hervorholen; R.Meír sagt, man dürfe von vornherein ein Loch machen und sie hervorholen. —", "Aber R.Naḥman b. Ada sagte ja im Namen Šemuéls, dies gelte von einer Schicht132Wenn die Ziegelsteine lose auf einander liegen.von Ziegelsteinen!? — Auch hier handelt es sich um eine Schicht von Ziegelsteinen. —", "Aber R.Zera sagte ja, daß sie dies nur vom Feste und nicht vom Šabbath gesagt haben!? — Auch hier wird vom Feste gesprochen. —", "Wieso wird demnach hierzu gelehrt, R. Elie͑zer sagt, wenn er [den Schlüssel] in der Stadt verloren hat, sei der E͑rub gültig, und wenn er ihn auf dem Felde verloren hat, sei er ungültig; welchen Unterschied gibt es denn am Feste zwischen Stadt und Feld!?—" ], [ "[Diese Lehre] ist lückenhaft und muß wie folgt lauten: Wenn jemand den E͑rub in einen Schrank gelegt, ihn abgeschlossen und den Schlüssel verloren hat, so ist er gültig; dies nur am Feste, wenn aber am Šabbath, so ist er ungültig; findet sich der Schlüssel, ob in der Stadt oder auf dem Felde, so ist der E͑rub ungültig. R.Elie͑zer sagt, wenn in der Stadt, sei er gültig, wenn auf dem Felde, sei er ungültig.", "Wenn in der Stadt, so ist er gültig, nach R.Šimo͑n, welcher sagt, sowohl Dächer, als auch Höfe und Gehege seien ein Gebiet hinsichtlich der Geräte, die sich am Šabbath da befinden. Wenn auf dem Felde, so ist er kein E͑rub, nach den Rabbanan133Daß man am Š. gefundene Gegenstände einander nicht zureichen dürfe; cf. infra Fol. 95b..", "Rabba und R.Joseph erklärten beide, hier handle es sich um einen Schrank aus Holz; einer ist der Ansicht, ein solcher sei ein Gerät, und bei Geräten gibt es kein Bauen und Niederreißen, und einer ist der Ansicht, ein solcher sei ein Zelt.", "Sie führen denselben Streit, wie die Tannaím der folgenden Lehre: Wenn [ein Flußbehafteter] auf eine Kiste, eine Truhe oder einen Schrank [mit der Faust] klopft, so sind sie unrein, und nach R.Neḥemja und R.Šimo͑n rein.", "Ihr Streit besteht wahrscheinlich in folgendem: nach der einen Ansicht gelten sie als Gerät, und nach der anderen Ansicht gelten sie als Zelt.", "Abajje erwiderte: Meinst du? Es wird ja gelehrt, auch ein Zelt sei, wenn es134Durch das Aufschlagen des Flußbehafteten.geschüttelt wird, unrein, und auch ein Gerät sei, wenn es nicht geschüttelt wird, rein. Und im Schlußsatze lehrt er: Werden sie geschüttelt, so sind sie unrein. Die Regel ist: Wird es durch seine Kraft geschüttelt, so ist es unrein, wenn aber durch eine Erschütterung135Die der Flußbehaftete verursacht., so ist es rein!?", "Vielmehr, erklärte Abajje, alle stimmen überein, daß es unrein sei, wenn es durch seine Kraft geschüttelt wird, und daß es rein sei, wenn durch Erschütterung, hier aber handelt es sich um die Erschütterung durch seine Kraft, und ihr Streit besteht in folgendem: nach der einen Ansicht heißt dies ein Schütteln, imd nach der anderen Ansicht heißt dies kein Schütteln. —", "Von welchem Falle handelt unsere Mišna? Abajje und Raba erklärten beide, sie handle von dem Falle, wenn das Schloß mit einem Stricke festgebunden ist und man ein Messer zum Durchschneiden braucht;", "der erste Tanna ist der Ansicht R.Joses, welcher sagt, jedes Gerät dürfe am Šabbath fortbewegt werden, ausgenommen die große Säge und das Pflugeisen,", "und R.Elie͑zer ist der Ansicht R.Neḥemjas, welcher sagt, sogar ein Gewand und sogar ein Löffel dürfen nur zu ihrem eigentlichen Gebrauche fortbewegt werden.", "iv WENN [DER E͑RUB] AUS DEM ŠabbathGEBIETE HINAUSGEROLLT IST, EIN STEINHAUFEN AUF IHN GEFALLEN IST, VERBRANNT WORDEN IST ODER ALS HEBE UNREIN GEWORDEN IST, SO IST ER, WENN NOCH AM TAGE, KEINRUB, UND WENN ES SCHON DUNKEL WAR, GÜLTIG.", "IST ES ZWEIFELHAFT, SO IST ES, WIE R.MEÍR UND R.JEHUDA SAGEN, WIE BEI EINEM ESEL- UND KAMELTREIBER136Sprichwörtl. Bezeichnung für einen, der nicht weiß, wohin er sich wenden soll; (ähnl. arare bove et asino;) der Eseltreiber muß hinterher gehen, der Führer des Kamels muß voran gehen, wer beide zusammen antreiben will, weiß nicht, wie er dies machen soll. Ist der E͑. gültig, so verliert er die 2000 E.n jenseits seiner Wohnung, ist er ungültig, so verliert er sie jenseits des E͑., mithin darf er nur die 2000 E.n zwischen seiner Wohnung u. dem E͑. gehen.;", "R.JOSE UND R.Šimo͑n SAGEN, DER ZWEIFELHAFTERUB SEI GÜLTIG. R.JOSE SAGTE: EUTOLMIOS137Im Texte אבטולמום, wohl nicht Ptolemäus, der im T. תלמי heißt.BEKUNDETE IM NAMEN VON FÜNF ÄLTESTEN, DASS DER ZWEIFELHAFTERUB GÜLTIG SEI.", "GEMARA. WENN DERRUB AUS DEM ŠabbathGEBIETE HINAUSGEROLLT IST. Raba sagte: Dies nur, wenn er außerhalb vier Ellen hinausgerollt ist, nicht aber, wenn innerhalb vier Ellen, da, wer einen E͑rub niederlegt, vier Ellen hat.", "EIN STEINHAUFEN AUF IHN GEFALLEN IST &C. Sie glaubten, wenn man ihn, falls man es wünscht, forträumen kann;", "demnach vertritt also unsere Mišna nicht die Ansicht Rabbis, denn Rabbi sagt ja, bei dem, was nur des Feierns wegen verboten ist, haben sie bei Dämmerung nicht verboten!? —", "Du kannst auch sagen, nach Rabbi, denn dies gilt von dem Falle, wenn man [zum Forträumen] Hacke und Axt braucht.", "Und beides ist nötig. Würde er es nur vom Hinausrollen gelehrt haben, so könnte man glauben, weil er nicht in seiner Nähe ist, wenn aber ein Steinhaufen darauf gefallen ist, wo er ja in seiner Nähe ist, sei er gültig.", "Und würde er es nur vom Steinhaufen gelehrt haben, so könnte man glauben, weil er verdeckt138Nicht zu erreichen.ist, wenn aber fortgerollt, sodaß oft ein Wind ihn zurückbringen kann, sei er gültig. Daher ist beides nötig.", "VERBRANNT WORDEN IST ODER ALS HEBE UNREIN GEWORDEN IST. Wozu [beides]? — Er lehrt es vom Verbranntwerden," ], [ "um dir die Ansicht R.Joses139Daß der E͑. gültig ist, obgleich er womöglich nicht mehr vorhanden ist.hervorzuheben, und er lehrt es vom Unreinwerden als Hebe, um dir die Ansicht R.Meírs140Daß der E͑. ungültig ist, obgleich man ihn beim bisherigen Zustande der Reinheit belassen sollte.hervorzuheben. —", "Ist R.Meír denn der Ansicht, bei einem Zweifel sei erschwerend zu entscheiden, wir haben ja gelernt: Wenn ein Unreiner zum Untertauchen hinabgestiegen ist und es zweifelhaft ist, ob er untergetaucht ist oder nicht untergetaucht ist, oder sogar entschieden untergetaucht ist und es zweifelhaft ist, ob er in vierzig Seá141Dieses Quantum Wasser muß das Tauchbad haben.untergetaucht ist oder nicht in vierzig Seá untergetaucht ist, oder in einem von zwei Tauchbädern untergetaucht ist, von denen eines vierzig Seá und eines keine vierzig Seá hat, und nicht weiß, in welchem er untergetaucht ist, so ist er im Zweifel unrein.", "Dies gilt nur von einer schweren Unreinheit, ist es", "aber eine leichte Unreinheit, wenn beispielsweise jemand unreine Speisen gegessen oder unreine Getränke getrunken hat, mit dem Kopfe und dem größeren Teile des Körpers in geschöpftem Wasser untergetaucht142Cf. Ms. III, Anm. 7.ist, oder einem auf den Kopf und den größeren Teil des Körpers drei Log geschöpftes Wasser gekommen143Nachdem er das Tauchbad genommen hat; cf. Sab. Fol. 14a.ist und er zum Untertauchen herabgestiegen ist, und es zweifelhaft ist, ob er untergetaucht ist oder nicht untergetaucht ist, oder sogar entschieden untergetaucht ist und es zweifelhaft ist, ob er in vierzig Seá untergetaucht ist oder nicht in vierzig Seá untergetaucht ist, oder in einem von zwei Tauchbädern untergetaucht ist, von denen eines vierzig Seá und eines keine vierzig Seá hat, und er nicht weiß, in welchem er untergetaucht ist, so ist er im Zweifel rein — so R.Meír;", "nach R.Jose ist er unrein!? —", "R.Meír ist der Ansicht, das Gesetz von den Šabbathsgebieten sei aus der Tora. —", "Ist denn R.Meír der Ansicht, das Gesetz von den Šabbathsgebieten sei aus der Tora, wir haben ja gelernt: Kann man144Beim Messen des Šabbathgebietes; cf. infra Fol. 58a.[das Hindernis] nicht aufgehen lassen? Diesbezüglich sagte R.Dostaj b. Jannaj im Namen R.Meírs: Ich habe gehört, daß man Berge145Dh. man messe nicht die Böschungen des Berges, sondern den Durchmesser.durchsteche.", "Wieso darf man, wenn du sagst, das Gesetz von den Šabbathgebieten sei aus der Tora, Berge durchstechen, R.Naḥman sagte ja im Namen des Rabba b. Abuha, man dürfe weder bei [der Messung] der Asylstädte146Cf. Num. 35,11ff.noch beim genickbrochenen Kalbe147Cf. Dt. 21,1ff.Berge durchstechen, weil sie aus der Tora sind!? —", "Das ist kein Einwand; das eine ist seine eigne Ansicht, das andere ist die Ansicht seines Lehrers. Dies ist auch zu beweisen, denn es heißt: Diesbezüglich sagte R.Dostaj b. Jannaj im Namen R.Meírs: Ich habe gehört, daß man Berge durchsteche. Schließe hieraus. —", "Ich will auf einen Widerspruch hinweisen, in dem R.Meír sich mit sich selbst bei [Geboten] der Tora befindet.", "Wir haben gelernt: Wenn jemand nachts einen berührt hat und nicht weiß, ob er lebendig oder tot war, und ihn am folgenden Morgen tot findet, so ist er nach R.Meír rein, nach den Weisen aber unrein, weil man sich bei allen Unreinheiten nach dem Zustande bei ihrer Auffindung richte!?", "R.Jirmeja erwiderte: Unsere Mišna spricht von dem Falle, wenn das Kriechtier während der ganzen Dämmerzeit da gelegen hat. — Sollte denn R.Jose von einem solchen Falle gesagt haben, der E͑rub sei in einem Zweifel brauchbar!?", "Rabba und R.Joseph erklärten beide, hier handle es sich um zwei Gruppen von Zeugen, von denen eine bekundet, er sei schon während des Tages unrein geworden, und eine bekundet, er sei erst bei Dunkelheit148In diesem Falle wird der Tatbestand von Zeugen bekundet.unrein geworden." ], [ "Raba erklärte: Da gibt es zwei Belassungen149Die Belassung einer Person od. einer Sache beim bisherigen Zustande, falls es zweifelhaft ist, wann die Änderung eingetreten ist. In unserem Falle nehme man also an, daß die als Leichnam aufgefundene Person bis zur Wahrnehmung noch gelebt hat, u. ferner nehme man an, daß der Betreffende bis dahin rein war.zur Erleichterung, hierbei aber gibt es nur eine Belassung zur Erleichterung. —", "Aber auch R.Jose befindet sich ja in einem Widersprüche mit sich selbst!?", "R.Hona b.Ḥenana erwiderte: Anders ist es bei der Unreinheit, die ihren Ursprung in der Tora hat. — Das Šabbathgesetz ist ja ebenfalls aus der Tora!? — R.Jose ist der Ansicht, das Gesetz von den Šabbathgebieten sei rabbanitisch.", "Wenn du aber willst, sage ich: das eine ist seine eigne Ansicht, das andere ist die Ansicht seines Lehrers. Dies ist auch zu beweisen, denn es heißt: R.Jose sagte: Eutolmios bekundete im Namen von fünf Ältesten, daß der zweifelhafte E͑rub gültig sei. Schließe hieraus.", "Raba erklärte: Da ist der Grund R.Joses der, weil man den Unreinen in seinem bisherigen Zustande belasse und annehme, er sei nicht untergetaucht. —", "Im Gegenteil, man belasse doch das Tauchbad in seinem bisherigen Zustande und nehme an, daß nichts gefehlt habe!? — Wenn das Tauchbad vorher nicht nachgemessen wurde150Es befand sich überhaupt nicht im Zustande der Tauglichkeit..", "Es wird gelehrt: Von welchem Falle sagt R.Jose, der zweifelhafte E͑rub sei gültig? Wenn man einen E͑rub aus Hebe bereitet hat und es zweifelhaft ist, ob sie bereits am Tage unrein war oder es erst nach der Dunkelheit geworden ist, desgleichen auch, wenn es von den Früchten151Die man als E͑. niedergelegt hat.zweifelhaft ist, ob sie bereits am Tage verzehntet waren oder erst nach der Dunkelheit verzehntet worden sind. In einem solchen Falle ist der zweifelhafte E͑rub gültig.", "Wenn man aber einen E͑rub aus Hebe bereitet hat und es zweifelhaft ist, ob sie rein oder unrein152Schon vor dem Niederlegen.war, desgleichen auch, wenn es von den Früchten zweifelhaft152Schon vor dem Niederlegen.ist, ob sie verzehntet worden sind, so ist dies kein zweifelhafter E͑rub, der gültig ist. —", "Bei der Hebe153Ist im 1. Falle der E͑. gültig.wohl deshalb, weil man sage, die Hebe sei bei ihrem bisherigen Zustande zu belassen, und sie war dann rein, somit sollte man ja auch von den Früchten sagen, sie seien bei ihrem bisherigen Zustande zu belassen154Der E͑. sollte auch im 1. Falle ungültig sein., und sie waren dann un verzehntet!? —", "Lies nicht: es zweifelhaft ist, ob sie bereits am Tage verzehntet waren, sondern: es zweifelhaft ist, ob sie bereits am Tage bemischt worden sind oder erst nach der Dunkelheit bemischt worden sind.", "R.Šemuél b. R.Jiçḥaq fragte R.Hona: Wie ist es, wenn jemand zwei Brote155Von Hebe, da profane auch unrein gegessen werden dürfen.vor sich hat, eines unrein und eines rein, und sagt: bereitet mir einen E͑rub mit dem reinen, wo es sich auch befindet156Und man beide als E͑. niedergelegt hat.?", "Dies ist fraglich sowohl nach R.Meír als auch nach R.Jose. Dies ist fraglich nach R.Meír, denn R.Meír ist vielleicht seiner Ansicht nur da, wo Reines garnicht vorhanden ist, während hierbei [auch] Reines vorhanden ist. Oder aber: auch R.Jose ist dieser Ansicht nur da, wo dieser [den E͑rub], wenn er rein ist, kennt, während er ihn hierbei überhaupt nicht kennt.", "Dieser erwiderte: Sowohl nach R.Jose als auch nach R.Meír muß es noch am Tage eine brauchbare Mahlzeit sein, was hierbei nicht der Fall ist.", "Raba fragte R.Naḥman: Wie ist es, wenn jemand von einem Laib [gesagt hat:] ‘er sei heute profan und morgen heilig’, und man für ihn mit diesem einen E͑rub bereitet157Der folgende Tag beginnt schon mit Anbruch der Nacht. Aus Geheiligtem darf kein E͑rub bereitet werden.hat? Dieser erwiderte: Der E͑rub ist gültig. —", "Wie ist es, [wenn er gesagt hat:] ‘er sei heute heilig und morgen profan’, und man für ihn mit diesem einen E͑rub bereitet hat? Dieser erwiderte: Der E͑rub ist ungültig. — Was ist der Unterschied?", "Dieser erwiderte: Wenn du ein Kor Salz gemessen haben158Cf. Sab. Fol. 4a, Anm. 29.wirst. [Sagte er:] ‘heute profan und morgen heilig’, so ist im Zweifel die Heiligkeit darauf nicht gekommen; [sagte er:] ‘heute heilig und morgen profan’, so ist im Zweifel die Heiligkeit davon nicht fort159In beiden Fällen ist es für die Zeit des Zweifels beim bisherigen Zustande zu belassen..", "Dort haben wir gelernt: Wenn jemand mit einer am selben Tage untergetauchten Kanne160Die untergetauchte Sache wird erst mit Anbruch der Dunkelheit rein. In unserem Falle darf der Inhalt der Kanne, so lange diese unrein ist, nicht als Zehnthebe erklärt werden, da sie durch Berührung mit der unreinen Kanne unbrauchbar werden würde.[Wein] von einem Fasse mit unverzehntetem Zehnten161Der Levite muß vom Zehnten, den er vom Jisraéliten erhält, noch eine Hebe an den Priester entrichten.abschöpft und sagt: ‘dies sei, sobald es dunkel ist, Zehnthebe’, so sind seine Worte gültig;", "sagt er: ‘bereitet mir damit einen E͑rub’, so hat er nichts162Weil der Wein bei Dämmerung noch Unverzehntetes war.gesagt. Raba sagte: Dies besagt, daß der E͑rub mit dem Schlüsse des [scheidenden] Tages163Dh. beim Beginn der Dämmerung.Gültigkeit erlange," ], [ "denn wieso hat er nichts gesagt, wenn man sagen wollte, der E͑rub erlange Gültigkeit mit dem Beginn des [kommenden] Tages, falls er sagt: ‘bereitet mir damit einen E͑rub’164Dann gilt ja schon der Inhalt der Kanne als Zehnthebe.!?", "R.Papa entgegnete: Du kannst sogar sagen, der E͑rub erlange Gültigkeit mit dem Beginn des Tages, denn es muß schon am Tage eine verwendbare Mahlzeit sein, was hierbei nicht der Fall ist.", "v MAN DARF EINENRUB BEDINGUNGSWEISE NIEDERLEGEN165Je einen E͑rub an beiden Seiten seines Šabbathgebietes u. sich die Entscheidung für den nächsten Tag vorbehalten, welcher rückwirkend gültig sein soll.UND SPRECHEN: ‘KOMMEN DIE NICHTJUDEN166Vor denen man fliehen will.AUS DER OSTSEITE, SO SEI MEINRUB NACH WESTEN GÜLTIG, [KOMMEN SIE] AUS DER WESTSEITE, SO SEI MEINRUB NACH OSTEN GÜLTIG, KOMMEN SIE VON DA UND VON DORT, SO SEI ES MIR VORBEHALTEN, NACH DER MIR BELIEBIGEN RICHTUNG ZU GEHEN, UND KOMMEN SIE WEDER VON DA NOCH VON DORT, SO SEI MIR [DAS RECHT] DER LEUTE1672000 E.n nach jeder Richtung.MEINER STADT’.", "‘KOMMT EIN GELEHRTER168Den man hören will.AUS DER OSTSEITE, SO SEI MEIN E͑RUB NACH OSTEN GÜLTIG, [KOMMT EINER] AUS DER WESTSEITE, SO SEI MEINRUB NACH WESTEN GÜLTIG, KOMMEN WELCHE VON DA UND VON DORT, SO SEI ES MIR VORBEHALTEN, NACH DER MIR BELIEBIGEN RICHTUNG ZU GEHEN, UND KOMMT KEINER, WEDER DA NOCH DORT, SO SEI MIR [DAS RECHT] DER LEUTE MEINER STADT’. R.JEHUDA SAGT, IST EINER VON IHNEN SEIN LEHRER, SO GEHE ER ZU SEINEM LEHRER, SIND BEIDE SEINE LEHRER, SO GEHE ER NACH DER IHM BELIEBIGEN RICHTUNG.", "GEMARA. Als R.Jiçḥaq kam, lehrte er unsere ganze Mišna umgekehrt169Wenn man vor dem Gelehrten nach der entgegengesetzten Richtung fliehen, und mit den NichtJuden zusammentreffen will.. Es besteht ein Widerspruch sowohl bezüglich der Nichtjuden als auch bezüglich des Gelehrten!? —", "Bezüglich der Nichtjuden besteht kein Widerspruch, denn eine [Lesart] spricht von einem Exekutivbeamten170So sinngemäß, nach Raschi Steuereinnehmer; Etymologie ungeklärt.und eine von einem Ortsvorsteher171Dem man ein Anliegen unterbreiten will..", "Und bezüglich des Gelehrten besteht ebenfalls kein Widerspruch, denn eine spricht von einem Gelehrten, der Vorträge hält, und eine von einem Kinderlehrer172Wörtl. ‘Šema͑’lehrer; die Lesart RJ.s spricht von dem Falle, wenn beide aus entgegengesetzter Richtung kommen..", "R.JEHUDA SAGT, IST EINER VON IHNEN SEIN LEHRER &C. Und die Rabbanan!? — Oft ist einem ein Kollege lieber als ein Lehrer.", "Rabh sagte: Aus einer Lehre Ajos ist zu entnehmen, daß nach unserer Mišna nicht zu entscheiden sei; Ajo lehrte nämlich: R.Jehuda sagt, niemand könne sich bedingungsweise zwei Eventualitäten gleichzeitig vorbehalten; vielmehr, kommt der Gelehrte aus der Ostseite, so ist sein E͑rub nach Osten gültig, und kommt der Gelehrte aus der Westseite, so ist sein E͑rub nach Westen gültig, jedoch nicht da und dort. —", "Da und dort wohl deswegen nicht, weil es keine fiktive Feststellung173Die Handlung gilt fiktiv als entschieden, noch bevor die Entscheidung in Wirklichkeit eingetreten ist. Hierbei soll der E͑. für die Seite gültig sein, noch bevor festgestellt ist, daß der Gelehrte da eintreffen wird.gibt, ebenso sollte es keine fiktive Feststellung geben, auch wenn nach Osten oder Westen!?", "R.Joḥanan erwiderte: Wenn der Gelehrte bereits eingetroffen174Er aber nicht weiß, in welcher Seite.var. —", "Im Gegenteil, aus der Mišna ist ja zu entnehmen, daß nicht nach der Lehre Ajos zu entscheiden sei!? —", "Dies ist nicht einleuchtend, denn wir wissen von R.Jehuda, daß er von der fiktiven Feststellung nichts hält. Wir haben nämlich gelernt: Wenn jemand175Am Vorabend des Šabbaths u. keine Zeit mehr hatte, die priesterl. Abgaben abzusondern.Wein bei Samaritanern kauft," ], [ "so spreche er: ‘zwei Log, die ich absondern werde, sollen Hebe, zehn erster Zehnt, und neun zweiter Zehnt sein’; diesen lasse er [durch Geld] ausgeweiht sein, und er darf sofort trinken — so R.Meír; R.Jehuda, R.Jose und R.Šimo͑n verbieten176Wohl deswegen, weil es keine fiktive Feststellung gibt, welche Teile als priesterl. Abgaben abgehen werden.dies.", "U͑la sagte: Aus unserer Mišna ist zu entnehmen, daß nicht nach der Lehre Ajos zu entscheiden sei. — Es wird ja aber gelehrt, R.Jehuda, R.Jose und R.Šimo͑n verbieten es!? —", "U͑la teilt sie in zwei Paare: so R.Meír und R.Jehuda; R.Jose und R.Šimo͑n verbieten es. —", "Ist R.Jose denn der Ansicht, es gebe keine fiktive Feststellung, wir haben ja gelernt: R.Jose sagte: Wenn zwei Frauen ihre Vogelpaare177Wörtl. Vogelnester; als Wöchnerinnen-Opfer (cf. Lev. 12,1ff.).gemeinschaftlich gekauft oder [das Geld für] ihre Vogelpaare dem Priester gegeben haben, so darf er nach Belieben als Brandopfer und als Sündopfer178Schon vorher ist es fiktiv festgestellt, welches für die eine und welches für die andere bestimmt ist.darbringen!?", "Rabba erwiderte: Dies in dem Falle, wenn [die Frauen] es179Daß sie mit dem Belieben des Priesters einverstanden sind.vereinbart haben. —", "Was lehrt er uns demnach damit!? — Er lehrt uns das, was R.Ḥisda gesagt hat; R.Ḥisda sagte nämlich, die Vogelpaare" ], [ "werden nur beim Kaufen durch den Eigentümer und bei der Darbringung durch den Priester bezeichnet180Welches als Brandopfer und welches als Sündopfer dargebracht werden soll; sonst kann der Priester beliebig wählen.. —", "Aber ist denn R.Jose der Ansicht, es gebe keine fiktive Feststellung, es wird ja gelehrt: Wenn ein Mann aus dem gemeinen Volke zu einem Genossen spricht: kaufe mir ein Bündel Kräuter, kaufe mir eine Semmel, so braucht er sie nicht zu verzehnten — so R.Jose;", "die Weisen sagen, er müsse181Wenn er welche auch für sich gekauft hat; weil es keine fiktive Feststellung gibt, sodaß ihm alles gehört u. er jenem nichts Unverzehntetes geben darf.sie verzehnten!? — Wende es um. —", "Komm und höre: Wenn jemand sagt: ‘der Zehnt, den ich zuhause habe, sei durch den Sela͑ ausgeweiht, der mir aus dem Beutel in die Hand kommen wird’, so ist er, wie R.Jose sagt, ausgeweiht!? —", "Wende es um und lies: R.Jose sagt, er sei nicht ausgeweiht. — Was veranlaßt dich, zwei Lehren wegen einer umzuwenden, wende die eine wegen zweier um!? —", "Diese ist entschieden verkehrt, denn im Schlußsatze heißt es: R.Jose pflichtet jedoch bei, daß, wenn er gesagt hat: ‘der Zehnt, den ich zuhause habe, sei durch den neuen Sela͑ ausgeweiht, der mir aus dem Beutel in die Hand kommen wird’, er ausgeweiht sei. Wenn es nun hier heißt, er sei ausgeweiht, so muß es ja dort heißen, er sei nicht ausgeweiht. —", "Von welchem neuen Sela͑ gilt dies: sind solche zwei oder drei vorhanden, sodaß eine fiktive Feststellung erfolgt, so ist dies ja der erste Fall, ist nur einer vorhanden, wieso heißt es: der kommen182Das im Text gebrauchte Wort hat den Begriff: zufällig in die Hand geraten.wird!? —", "Da er im Anfangssatze lehrt: kommen wird, so lehrt er auch im Schlußsatze: kommen wird.", "Raba fragte R.Naḥman: Wer ist der Tanna, welcher lehrte, daß es auch beim Rabbani tischen keine fiktive Feststellung gebe? Es wird nämlich gelehrt: Wenn jemand zu fünf [Personen] spricht: ‘ich bereite den E͑rub für einen von euch, der mir belieben wird, wenn es mir belieben sollte, soll er gehen dürfen, und wenn es mir nicht belieben sollte, soll er nicht gehen dürfen’, so ist, wenn er noch am Tage gewählt hat, der E͑rub gültig, wenn aber nach Anbruch der Dunkelheit, der E͑rub ungültig.", "Da schwieg er und erwiderte nichts. — Sollte er ihm doch erwidert haben, es sei Ajo!? — Er hatte es nicht gehört.", "R.Joseph erwiderte: Willst du [den Streit zwischen] Tannaím aus der Welt schaffen? [Hierüber streiten] Tannaím, denn es wird gelehrt: [Sagte jemand:] ‘ich bereite einen E͑rub für die Šabbathe des ganzen Jahres, wenn es mir belieben sollte, will ich gehen, und wenn es mir nicht belieben sollte, will ich nicht gehen’, so ist sein E͑rub, wenn er noch am Tage beschlossen hat, gültig, wenn aber nach Anbruch der Dunkelheit, wie R.Šimo͑n sagt, gültig, und wie die Weisen sagen, ungültig.", "Wir wissen ja aber von R.Šimo͑n, daß er von der fiktiven Feststellung183Bei der oben angezogenen Lehre vom Weine der Samaritaner.nichts hält, somit befindet sich ja R.Šimo͑n mit sich selbst im Widersprüche!? — Vielmehr, man wende [diese Lehre] um. —", "Wieso ein Widerspruch, vielleicht gibt es nach R.Šimo͑n nur bei Geboten der Tora keine fiktive Feststellung, wohl aber bei rabbanitischen!? —", "R.Joseph ist der Ansicht, wer von der fiktiven Feststellung hält, nach dem gelte sie bei Gesetzen der Tora und bei rabbanitischen, und wer von der fiktiven Feststellung nichts hält, nach dem gilt sie weder bei Gesetzen der Tora noch bei rabbanitischen.", "Raba erwiderte: Hierbei183Bei der oben angezogenen Lehre vom Weine der Samaritaner.ist es anders, weil durch die Erstlinge184Dh. die priesterl. Abgaben; cf. Dt. 18,4.der Rest kenntlich sein185Die Hebe muß so abgesondert werden, daß das Zurückbleibende als Profanes kenntlich ist; hierbei kommt die fiktive Feststellung überhaupt nicht in Betracht.muß.", "Abajje sprach zu ihm: Demnach sollten, wenn jemand zwei unverzehntete Granatäpfel vor sich liegen hat und sagt: ‘falls es heute regnet, sei dieser Hebe für jenen, und falls es heute nicht regnet, sei jener Hebe für diesen’, seine Worte ungültig sein, einerlei ob es regnet oder nicht regnet!?", "Wolltest du sagen, dem sei auch so, so haben wir ja gelernt: [Wenn jemand sagt:] ‘die Hebe dieses Haufens und seine Zehnte seien in der Mitte enthalten’, oder: ‘die Zehnthebe sei in der Mitte enthalten’, so hat er, wie R.Šimo͑n sagt, einen Namen186Dh. die genannten Abgaben müssen von diesem Haufen abgesondert werden.genannt!? —", "Hierbei ist es anders, weil [das Übrige] sich ringsum187Während die Abgaben sich in der Mitte befinden u. sich somit unterscheiden lassen.befindet.", "Wenn du aber willst, sage ich: wie er auch den Grund lehrt: Sie sprachen zu R.Meír: Pflichtest du etwa nicht bei, daß, wenn der Schlauch platzt, er rückwirkend Unverzehntes getrunken haben wird!? Er erwiderte ihnen: Wenn er platzt188Erst dann denke man darüber nach; dh. dies kommt kaum vor.. —", "Wie sind ihre Worte nach unserer vorherigen Auffassung zu verstehen, daß durch die Erstlinge der Rest kenntlich sein müsse? —", "Sie meinten es wie folgt: Nach unserer Ansicht muß durch die Erstlinge der Rest kenntlich sein, aber auch du" ], [ "solltest ja beipflichten, daß, wenn der Schlauch platzt, er rückwirkend Unverzehntes getrunken haben wird!? Darauf erwiderte dieser: Wenn er platzt.", "vi R. ELIE͑ZER SAGT, WENN EIN FESTTAG NÄCHST EINEM ŠABBATH189Es sind von einander verschiedene Feiertage, u. der E͑. des einen gilt nicht für den anderen.FÄLLT, OB VOR- ODER NACHHER, DÜRFE MAN ZWEIRUBIN BEREITEN UND SPRECHEN: ‘MEINRUB FÜR DEN ERSTEN [TAG] NACH OSTEN UND FÜR DEN ZWEITEN NACH WESTEN’, ‘[MEINRUB] FÜR DEN ERSTEN NACH WESTEN UND FÜR DEN ZWEITEN NACH OSTEN’, ‘MEINRUB GELTE FÜR DEN ERSTEN [TAG], WÄHREND AM ZWEITEN MIR [DAS RECHT] DER LEUTE MEINER STADT SEI’, ‘MEIN E͑RUB GELTE FÜR DEN ZWEITEN, WÄHREND AM ERSTEN MIR [DAS RECHT] DER LEUTE MEINER STADT SEI’.", "DIE WEISEN SAGEN, ENTWEDER IST DERRUB NACH EINER RICHTUNG GÜLTIG ODER NACH GAR KEINER, ENTWEDER IST ER AN BEIDEN TAGEN GÜLTIG ODER AN GAR KEINEM.", "WIE MACHE MAN ES? AM ERSTEN BRINGE MAN [DEN E͑RUB] HIN UND BLEIBE BEI IHM, BIS ES DUNKEL WIRD, SODANN NEHME MAN IHN MIT UND GEHE SEINES WEGES, UND AM ZWEITEN BLEIBE MAN BEI IHM, BIS ES DUNKEL WIRD, SODANN DARF MAN IHN ESSEN UND SEINES WEGES GEHEN; MAN GEWINNT SOWOHL DEN WEG ALS AUCH DEN E͑RUB190Den man essen darf..", "WIRD [DERRUB] AM ERSTEN [TAGE] GEGESSEN, SO IST ER FÜR DEN ERSTEN GÜLTIG UND FÜR DEN ZWEITEN NICHT.", "R.ELIE͑ZER SPRACH ZU IHNEN: IHR PFLICHTET MIR BEI, DASS ES ZWEI VERSCHIEDENE HEILIGKEITEN191Die des Šabbaths und die des Festes.SIND.", "GEMARA. Nach einer Richtung, nämlich für beide Tage, für beide Tage, nämlich nach einer Richtung; dies ist ja also eins und dasselbe!? —", "Die Rabbanan sprachen zu R.Elie͑zer wie folgt: Pflichtest du etwa nicht bei, daß man keinen E͑rub für einen halben Tag nach Norden und für einen halben Tag nach Süden bereiten könne!? Dieser erwiderte: Allerdings. — Wie man keinen für einen halben Tag nach Norden und für einen halben Tag nach Süden bereiten kann, ebensowenig kann man dies, wenn es zwei Tage sind, für einen Tag nach Osten und für einen Tag nach Westen. —", "Und R.Elie͑zer!? — Da ist es eine Heiligkeit, hierbei sind es zwei von einander verschiedene Heiligkeiten.", "Und R.Elie͑zer sprach zu ihnen: Pflichtet ihr etwa nicht bei, daß, wenn jemand einen E͑rub für den ersten Tag mit den Füßen192Dh. wenn man an der gewünschten Stelle keinen aus einer Speise bestehenden E͑rub niederlegen läßt, sondern hingeht und den Eintritt des Šabbaths da abwartet.bereitet hat, er für den zweiten Tag abermals den E͑rub mit den Füßen bereiten müsse, oder wenn sein E͑rub am ersten Tage verzehrt wurde, er für den zweiten nicht mehr gelte!?", "Diese erwiderten: Allerdings. — Es sind somit zwei von einander verschiedene Heiligkeiten. — Und die Rabbanan!? — Dies ist ihnen zweifelhaft, und sie entscheiden da erschwerend und dort erschwerend.", "Jene sprachen ferner zu R.Elie͑zer: Pflichtest du etwa nicht bei, daß man (von vornherein) keinen E͑rub am Feste für den Šabbath bereiten darf!? Dieser erwiderte: Allerdings. — Demnach ist es also eine Heiligkeit193Es ist ebenso, als würde man den E͑. in der Mitte des Tages niederlegen.. —", "Und R.Elie͑zer!?— Dies ist wegen der Vorbereitung194Man darf nichts am Feste für den Šabbath vorbereiten.[verboten].", "Die Rabbanan lehrten: Wer für den ersten Tag den E͑rub mit den Füssen bereitet hat, muß für den zweiten Tag abermals den E͑rub mit den Füßen bereiten; ist sein E͑rub am ersten Tage verzehrt worden, so gilt er nicht mehr für den zweiten Tag — so Rabbi;", "R.Jehuda sagt," ], [ "dieser sei [wie ein] Esel- und Kameltreiber195Ist der E͑. gültig, so verliert er die entgegengesetzte Richtung..", "R.Šimo͑n b.Gamliél und R.Jišma͑él, Sohn des R.Joḥanan b. Beroqa, sagen, wer für den ersten Tag einen E͑rub mit seinen Füßen bereitet hat, brauche nicht abermals den E͑rub für den zweiten mit den Füßen zu bereiten, wenn sein E͑rub am ersten Tage verzehrt worden ist, gelte er auch für den zweiten.", "Rabh sagte: Die Halakha ist wie die vier Ältesten, und zwar nach R.Elie͑zer, welcher sagt, es seien zwei voneinander verschiedene Heiligkeiten. Folgende sind die vier Ältesten: R.Šimo͑n b. Gamliél, R.Jišma͑él, Sohn des R.Joḥanan b. Beroqa, R.Elea͑zar b. R.Šimo͑n und der Anonymus196Dessen Ansicht anonym gelehrt wird; cf. Sab. Fol. 46a, Anm. 105.R.Jose b. Jehuda. Manche sagen, einer von ihnen sei R.Elie͑zer, und der Anonymus R.Jose b. Jehuda sei fortzulassen. —", "Aber wir wissen ja von R. Šimo͑n b. Gamliél und R.Jišma͑él, dem Sohne des R.Joḥanan b. Beroqa, daß sie entgegengesetzter Ansicht sind!? — Wende [jene Lehre] um. —", "Demnach sind sie ja derselben Ansicht wie Rabbi!? — Lies: ebenso sagen R. Šimo͑n b. Gamliél &c. —", "Sollte er auch Rabbi mitrechnen!? — Rabbi lehrte dies zwar, ist aber nicht dieser Ansicht. —", "Vielleicht lehren es auch jene Rabbanan, ohne dieser Ansicht zu sein!? — Rabh ist es so überliefert worden.", "Als die Seele R.Honas zur Ruhe eingekehrt war, trat R.Ḥisda ein und wies auf einen Widerspruch hin, in welchem Rabh sich mit sich selbst befindet: Kann Rabh denn gesagt haben, die Halakha sei wie die vier Ältesten, und zwar nach R.Elie͑zer, welcher sagt, es seien zwei voneinander verschiedene Heiligkeiten,", "es wurde ja gelehrt, daß, wenn ein Šabbath und ein Fest [auf einander folgen, das Ei], das an einem [dieser Tage] gelegt wurde, wie Rabh sagt, am anderen verboten sei!?", "Rabba erwiderte: Dies ist wegen der Vorbereitung verboten.", "Es wird nämlich gelehrt:196Ex. 16,5.Und am sechsten Tage sollen sie vorbereiten; der Wochentag bereitet für den Šabbath vor, der Wochentag bereitet für das Fest vor, nicht aber bereitet das Fest für den Šabbath vor, noch bereitet der Šabbath für das Fest vor.", "Abajje sprach zu ihm: Wir haben gelernt: Wie mache man es? Man bringe [den E͑rub] hin und bleibe bei ihm, bis es dunkel wird, sodann nehme man ihn mit und gehe seines Weges, und am zweiten Tage bleibe man bei ihm, bis es dunkel wird, sodann darf man ihn essen und seines Weges gehen. Das Fest bereitet ja für den Šabbath vor!?", "Dieser197So nach manchen Texten; die kursierenden Ausgaben haben Rabba, die Erstausgabe Abajje, Vocativ.erwiderte: Du glaubst wohl, der E͑rub erlange Gültigkeit mit dem Schlusse des [scheidenden] Tages, der E͑rub erlangt Gültigkeit mit dem Beginn des [kommenden] Tages, sodaß der Šabbath für sich selbst vorbereitet. —", "Demnach sollte man ja einen E͑rub mit einer Kanne198Mit unverzehntetem Weine, worüber ob. Fol. 36a.bereiten dürfen!? —", "Es muß schon am Tage eine verwendbare Mahlzeit sein, was hierbei nicht der Fall ist. —", "Wir haben ja aber gelernt, R.Elie͑zer sagt, wenn ein Festtag nächst einem Šabbath fällt, ob vor- oder nachher, dürfe man zwei E͑rubin bereiten; es muß ja schon am Tage eine verwendbare Mahlzeit sein, was hierbei nicht der Fall199Der Fragende glaubte, dies gelte von dem Falle, wenn er die E͑rubin an beiden Seiten am Ende der 2000 Ellen niedergelegt hat, soweit er auch ohne E͑rub gehen darf; wenn der E͑. auf der einen Seite Gültigkeit erlangt, wodurch er die betreffende Stelle als Šabbathaufenthalt wählt, verliert er die 2000 E.n auf der entgegengesetzten Seite u. der E͑. ist für ihn unerreichbar.ist!? —", "Du glaubst wohl, man lege sie da am Ende der zweitausend Ellen nieder und dort am Ende der zweitausend Ellen nieder, nein, man lege sie da am Ende von tausend Ellen nieder und dort am Ende von tausend Ellen nieder. —", "Wieso sagte nun R. Jehuda, wer für den ersten Tag einen E͑rub mit den Füßen bereitet hat, bereite auch für den zweiten Tag einen E͑rub mit den Füßen, und wer für den ersten Tag einen E͑rub mit Brot bereitet hat, bereite auch für den zweiten Tag einen E͑rub mit Brot, das Fest bereitet ja für den Šabbath200Da er die Wende beider Tage nicht genau abpassen kann, so muß er schon vor Eintritt derselben seinen Willen aussprechen, also am ersten Tage den E͑. für den zweiten Tag vorbereiten.vor!?", "Dieser erwiderte: Du glaubst wohl, man gehe hin und spreche etwas; nein, man gehe hin und setze sich schweigend201Bei Dunkelheit erfolgt die Wirkung des E͑. von selber.nieder. —", "Also nach R.Joḥanan b.Nuri, welcher sagt, herrenlose Sachen erwerben ihren Platz für den Šabbath202Wer sie findet, darf sie 2000 E.n nach jeder Richtung tragen; ebenso kann auch der Schlafende bewußtlos seinen Platz erwerben.. —", "Du kannst auch sagen, nach den Rabbanan, denn die Rabbanan streiten gegen R.Joḥanan b.Nuri nur bezüglich eines Schlafenden, der es203Daß er da am Š. Aufenthalt nehmen wolle.nicht sprechen kann, bei einem Wachenden aber, der, wenn er will, es sprechen kann, gilt es, auch wenn er es nicht gesprochen hat, als gesprochen.", "Rabba b. R.Ḥanin sprach zu Abajje: Der Meister wäre von seiner Ansicht abgekommen, wenn er folgende Lehre gehört hätte: Man darf am Šabbath nicht bis zum Ende seines Feldes gehen, um zu sehen, was da nötig204Verrichtungen für nach dem Š. sei; desgleichen" ], [ "darf man nicht bis zum Stadttore gehen, um sofort205Nach Ausgang des Š.s; auch hierbei müßte, wäre das Sprechen verboten, auch hinzugehen und zu verweilen verboten sein.ins Badehaus eintreten zu können. —", "Das ist aber nichts; er hörte dies, ist aber von seiner Ansicht nicht abgekommen. Da ist es206Daß man sofort nach dem Š. eine verbotene Arbeit verrichten will.ersichtlich, hierbei aber nicht;", "ist es ein Gelehrter, so kann man glauben, er habe sich im Nachsinnen über eine Halakha verlaufen, und ist es ein Mann aus dem gemeinen Volke, so kann man glauben, ein Esel sei ihm fortgekommen207Den er holen geht..", "Der Text. R.Jehuda sagte: Hat er für den ersten Tag einen E͑rub mit den Füßen bereitet, so bereite er für den zweiten einen E͑rub mit den Füßen; hat er am ersten einen E͑rub mit Brot bereitet, so bereite er für den zweiten Tag einen E͑rub mit Brot", "Hat er für den ersten einen E͑rub mit Brot bereitet, so kann er208Falls der E͑. fortgekommen ist.für den zweiten einen mit den Füßen bereiten; hat er für den ersten einen E͑rub mit den Füßen bereitet, so kann er für den zweiten keinen Erub mit Brot bereiten, weil man nicht von vornherein [am Feste für den Šabbath] einen E͑rub mit Brot bereiten darf.", "«Hat er für den ersten Tag einen E͑rub mit Brot bereitet, so bereite er für den zweiten Tag einen E͑rub mit Brot.» Šemuél sagte: Nur mit demselben Brote. R.Aši sagte: Dies ist auch aus unserer Mišna zu entnehmen; denn sie lehrt: Wie mache man es? Am ersten bringe man [den E͑rub] hin und bleibe bei ihm, bis es dunkel ist, sodann nehme man ihn mit und gehe seines Weges, und am zweiten bleibe man bei ihm, bis es dunkel ist, sodann darf man ihn essen und seines Weges gehen. —", "Und jene Rabbanan209Die oben gegen die Lehre Rabbas polemisieren.!? — Vielleicht lehrt er nur einen guten Rat210Man nehme den E͑. mit, damit er nicht fortkomme, jedoch darf für den zweiten Tag auch ein anderes Brot verwendet werden..", "vii R. JEHUDA SAGTE: MAN KANN FÜR DAS NEUJAHR, WENN MAN EINEN SCHALTTAG211Wenn der Elul, der letzte Monat des Kalenderjahres, Schaltmonat ist, dh. 30 Tage hat, so wird das Neujahrsfest 2 Tage gefeiert.BEFÜRCHTET, ZWEIRUBIN BEREITEN UND SPRECHEN: ‘MEINRUB FÜR DEN ERSTEN [TAG] NACH OSTEN UND FÜR DEN ZWEITEN NACH WESTEN’, ‘FÜR DEN ERSTEN NACH WESTEN UND FÜR DEN ZWEITEN NACH OSTEN’, ‘MEINRUB GELTE FÜR DEN ERSTEN [TAG], WÄHREND AM ZWEITEN MIR [DAS RECHT] DER LEUTE MEINER STADT SEI’, ‘MEINRUB GELTE FÜR DEN ZWEITEN, WÄHREND AM ERSTEN MIR [DAS RECHT] DER LEUTE MEINER STADT SEI’. viii DIE WEISEN STIMMTEN IHM ABER NICHT BEI.", "FERNER SAGTE R.JEHUDA: MAN DARF AM ERSTEN FESTTAGE ÜBER EINEN KORB FRÜCHTE BEDINGUNGSWEISE BESTIMMEN212Da von beiden Feiertagen nur einer heilig u. an diesen die Absonderung der priesterl. Abgaben verboten ist, so treffe man am ersten Tage folgende Bestimmung: ist heute Alltag, so sei die Absonderung gültig, ist heute Feiertag, so sei sie ungültig, und ebenso auch am 2. Feiertage; sodann darf man am 2. Tage auf jeden Fall von den Früchten essen.UND SIE AM ZWEITEN ESSEN; \n", "EBENSO DARF MAN EIN AM ERSTEN [TAGE] GELEGTES EI AM ZWEITEN ESSEN. DIE WEISEN STIMMTEN IHM ABER, NICHT BEI.", "ix R.DOSA B. ARCHINOS SAGTE: WER AM ERSTEN TAGE DES NEUJAHRSFESTES VOR DAS VORBETERPULT TRITT, SAGE: ‘SPORNE UNS AN, O HERR, UNSER GOTT, AN DIESEM NEUMONDSTAGE, OB HEUTE ODER MORGEN’. AM FOLGENDEN TAGE SAGE ER: ‘OB HEUTE ODER GESTERN’. DIE WEISEN STIMMTEN IHM ABER NICHT BEI.", "GEMARA. Wer ist es, der ihm nicht beigestimmt hat? Rabh erwiderte: Es ist R.Jose, denn es wird gelehrt: Die Weisen pflichten R.Elie͑zer bei, daß man für das Neujahr, wenn man einen Schalttag befürchtet, zwei E͑rubin bereiten könne und sprechen: ‘mein E͑rub für den ersten [Tag] nach Osten und für den zweiten nach Westen’, ‘für den ersten Tag nach Westen und für den zweiten nach Osten’, ‘mein E͑rub gelte für den ersten [Tag], während am zweiten mir [das Recht] der Leute meiner Stadt sei’, ‘mein E͑rub gelte für den zweiten, während am ersten mir [das Recht] der Leute meiner Stadt sei’. R.Jose verbietet dies.", "R.Jose sprach zu ihnen: Pflichtet ihr mir etwa nicht bei, daß, wenn Zeugen213Die dann den Neumond gesehen.nach der Zeit des Vespergebetes kommen, man sowohl diesen Tag als auch den folgenden als heilig214Demnach sind beide Tage an sich heilig.behandle? —" ], [ "Und die Rabbanan!? — Dies nur deshalb, damit man ihn nicht geringschätze.", "FERNER SAGTE R.JEHUDA &C.", "Und [alle Fälle] sind nötig; würde er es nur vom Neujahr gelehrt haben, [so könnte man glauben,] daß R.Jehuda nur hierbei dieser Ansicht ist, weil man dabei nichts tut, während er bezüglich eines Fruchtkorbes, wobei es den Anschein hat, als bereite man das Unverzehntete zu, den Rabbanan beipflichte.", "Und würde er nur diese beiden Fälle gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil hierbei nichts zu berücksichtigen ist, während er bezüglich des Eies, wobei [am Šabbath] abgefallene Früchte und ausfließender Saft215Die ebenfalls am Feiertage gewonnen werden; man könnte zu pflücken bezw. auszupressen verleitet werden; cf. Sab. 143b.zu berücksichtigen sind, den Rabbanan beipflichte. Daher sind alle nötig.", "Es wird gelehrt: Von welchem Falle sagte R.Jehuda, man dürfe über einen Korb mit Früchten am ersten Festtage bedingungsweise bestimmen und sie am zweiten essen? Wenn jemand zwei Körbe mit unverzehnteten Früchten vor sich hat, so spreche er: ‘ist der heutige Tag profan und der morgige heilig, so sei der eine [Korb] Hebe für den anderen, und ist der heutige Tag heilig und der morgige profan, so seien meine Worte nichtig’. Sodann bezeichne er ihn und stelle ihn fort.", "Am folgenden Tage spreche er: ‘ist der heutige Tag profan, so sei der eine [Korb] Hebe für den anderen, und ist der heutige Tag heilig, so seien meine Worte nichtig’. Sodann bezeichne er ihn, und er darf [vom zweiten] essen. R.Jose verbietet dies. Ebenso verbietet dies R.Jose an beiden Festtagen der Diaspora216Außerhalb Palästinas, wo sämtliche Feste 2 Tage gefeiert werden..", "Einst wurde beim Exilarchen ein Reh aufgetragen, das am ersten Festtage gefangen und am zweiten Festtage geschlachtet wurde.", "R.Naḥman und R.Ḥisda aßen davon, R.Šešeth aß davon nicht. Da sprach R.Naḥman: Was ist mit R.Šešeth zu machen, wenn er kein Rehfleisch ißt. R.Šešeth entgegnete: Wie sollte ich davon essen, Isi lehrte ja, (manche lesen: hat doch Isi gelehrt:) R.Jose habe dies ebenso an beiden Festtagen der Diaspora verboten!?", "Raba sprach: Was ist dies für eine Entgegnung, vielleicht meinte er es wie folgt: ebenso verbietet dies R.Jose an beiden Tagen des Neujahrsfestes der Diaspora!? — Wieso heißt es demnach ‘der Diaspora’, es müßte ja heißen in217Die erstere Fassung bedeutet: die [nur] in der Diaspora gefeiert werden.der Diaspora!?", "R.Asi sprach: Was ist dies für eine Entgegnung, vielleicht meint er es wie folgt: ebenso vergleicht R.Jose das Verbot an beiden Festtagen der Diaspora mit dem der beiden Tage des Neujahrsfestes, daß es nämlich, wie die Rabbanan [lehren], erlaubt ist!?", "Hierauf traf R.Šešeth Rabba b.Šemuél und fragte ihn: Hat der Meister etwas über die Heiligkeiten218Ob die beiden Tage sich voneinander unterscheiden.[der Festtage] gelernt? Dieser erwiderte: Ich habe folgendes gelernt: R.Jose pflichtet bei bezüglich der beiden Tage der Diaspora. Da sprach jener: Wenn du sie triffst, sage ihnen nichts davon.", "R.Aši sagte: Mir erzählte Amemar, jenes Reh war nicht [am ersten Festtage] gefangen worden," ], [ "sondern [am selben Tage] von außerhalb des Šabbathgebietes gekommen; wer davon aß, war der Ansicht, was für den einen Jisraéliten gebracht wird, sei für einen anderen Jisraéliten erlaubt,", "und wer davon nicht aß, war der Ansicht, bei allem, was in das Haus des Exilarchen kommt, werde mit allen Rabbanan gerechnet. —", "Aber R.Šešeth traf ja Rabba b. Šemuél und fragte218Ob die beiden Tage sich voneinander unterscheiden.ihn!? — Dies ist nie geschehen.", "Einst wurden Rüben nach Maḥoza gebracht, und Raba erlaubte, als er sah, daß sie welk waren, davon zu kaufen, indem er sagte, sie seien gewiß am vorherigen Tage gepflückt worden.", "Wollte man einwenden, sie sind ja von außerhalb des Šabbathgebietes eingeführt worden, so ist, was für einen Jisraéliten eingeführt wurde, einem anderen Jisraéliten erlaubt, und umsomehr diese, die für die Nichtjuden eingeführt worden sind.", "Als er aber bemerkte, daß man noch mehr brachte, verbot er dies219Die große Menge war entschieden für Jisraéliten bestimmt..", "Einst erlaubte Rabina, an Myrten, die die Gärtner am zweiten Festtage geschnitten hatten, abends sofort [nach Ausgang des Festes] zu riechen. Da sprach Raba b. Taḥlipha zu Rabina: Möge der Meister es ihnen verbieten, weil sie in der Tora nicht kundig sind.", "R. Šema͑ja wandte ein: Also nur aus dem Grunde, weil sie in der Tora nicht kundig sind, wenn sie aber in der Tora kundig wären, wäre es ihnen erlaubt; man muß ja so lange warten, wie [das Abschneiden] dauert!? Hierauf gingen sie zu Raba und fragten ihn, und er erwiderte ihnen: Man muß so lange warten, wie [das Abschneiden] dauert.", "R.DOSA SAGTE: WER &C. VOR DAS VORBETERPULT TRITT &C.", "Rabba erzählte: Als wir bei R.Hona waren, fragten wir, ob am Neujahrsfeste [im Gebete] des Neumonds zu erwähnen sei: erwähne man dessen, da sie auch durch die Zusatzopfer getrennt220Am Neujahrsfeste werden Zusatzopfer für das Neujahrsfest u. für den Neumond besonders dargebracht.sind, oder genügt eine Erwähnung für beide?", "Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: R.Dosa sagte: Wer &c. vor das Vorbeterpult tritt &c. Dies221Daß die Weisen ihm nicht zustimmten.bezieht sich wohl auf die Erwähnung. —", "Nein, auf die bedingungsweise Bestimmung.", "Dies ist auch einleuchtend, denn in einer Barajtha wird gelehrt: Ebenso verfuhr R.Dosa an allen Neumonden des ganzen Jahres. Erklärlich ist es, daß sie ihm nicht zugestimmt haben,", "wenn du sagst, es beziehe sich auf die bedingungsweise Bestimmung, weshalb aber stimmten sie ihm nicht zu, wenn du sagst, es beziehe sich auf die Erwähnung222Weshalb sollte man denn am Neumond des Neumonds nicht erwähnen.selbst!? —", "Wozu ist, wenn du sagst, es beziehe sich auf die bedingungsweise Bestimmung, der Streit über beides nötig!? — Dies ist nötig: Würde er es nur vom Neujahrsfeste gelehrt haben, so könnte man glauben, die Rabbanan seien dieser Ansicht nur in diesem Falle, weil man sie geringzuschätzen223Durch die bedingungsweise Bestimmung bekundet man, daß nur ein Tag heilig ist.veranlaßt werden könnte, während sie bezüglich der Neumonde des ganzen Jahres R.Jose zustimmen.", "Und würde er es nur [von den Neumonden] gelehrt haben, [so könnte man glauben,] R.Dosa sei dieser Ansicht nur bei diesen, während er bei jenem den Rabbanan zustimme. Daher ist beides nötig.", "Man wandte ein: Wenn das Neujahr auf einen Šabbath fällt, so spreche man, wie die Schule Šammajs sagt, zehn, und wie die Schule Hillels sagt, neun Segenssprüche. Wenn dem nun so224Daß man wegen des Neumonds einen besonderen Segensspruch spreche.wäre, so müßte man ja nach der Schule Šammajs225Nach der die Segenssprüche über die Bedeutung des Tages besonders zu sprechen sind.elf [sprechen]!?" ], [ "R.Zera erwiderte: Anders ist [der Segen des] Neumonds; da man ihn beim Morgengebete und beim Abendgebete226An einem Wochentage.einschaltet, schaltet man ihn auch beim Zusatzgebete ein. —", "Aber ist denn die Schule Šammajs der Ansicht, daß man ihn einschalte, es wird ja gelehrt, daß, wenn der Neumond auf einen Šabbath fällt, man, wie die Schule Šammajs sagt, acht, und wie die Schule Hillels sagt, sieben Segenssprüche spreche!? — Ein Einwand.", "Über die Einschaltung selbst streiten Tannaím, denn es wird gelehrt: Wenn ein Šabbath auf einen Neumond oder auf ein Halbfest fällt, so spreche man im Abend-, im Morgen- und im Vespergebete wie gewöhnlich sieben Segenssprüche, und der Bedeutung [des Tages] erwähne man im Tempeldienstsegen; R.Elie͑zer sagt im Danksegen. Hat jemand deren nicht erwähnt, so lasse man ihn [das Gebet] wiederholen.", "Das Zusatzgebet beginne man mit der Šabbathformel und schließe man mit der Šabbathformel, und der Heiligkeit des Tages erwähne man in der Mitte.", "R.Šimo͑n b.Gamliél und R.Jišma͑él, Sohn des R.Joḥanan b.Beroqa, sagen, sobald man sieben Segenssprüche spricht, beginne man mit der Šabbathformel und schließe man mit der Šabbathformel, und der Heiligkeit des Tages erwähne man in der Mitte. —", "Wie bleibt es damit227Ob man des Neumonds im Gebete des Neujahrsfestes erwähne.!? R.Ḥisda erwiderte: Eine Erwähnung genügt für beide. Ebenso sagte auch Rabba, eine Erwähnung genüge für beide.", "Ferner erzählte Rabba: Als wir bei R.Hona waren, fragten wir [ihn], ob man den Zeitsegen228Der Segen, der bei besonderen Ereignissen u. an den Festen zu sprechen ist; cf. Suk. Fol. 46a.am Neujahr und am Versöhnungstage spreche: spreche man ihn, da sie von Zeit zu Zeit eintreffen, oder spreche man ihn nicht, da sie nicht ‘Feste’229Eigentl. Wallfahrts- od. Pilgerfeste; cf. Ex. 23,14.heißen. Er wußte es nicht.", "Als ich zu R.Jehuda kam, sagte er: Ich spreche den Zeitsegen auch über einen neuen Kürbis230Erstmalig im Jahre.. Da sprach ich zu ihm: Ich frage nicht, ob es erlaubt sei, ich frage, ob dies Pflicht sei. Dieser erwiderte: Rabh und Šemuél sagen beide, man spreche den Zeitsegen nur an den drei Festen.", "Man wandte ein:231Ecc. 11,2.Gib einen Anteil an sieben, auch an acht. R.Elie͑zer sagte: Sieben, das sind die sieben Tage der Schöpfung; acht, das sind die acht Tage bis zur Beschneidung. R.Jehošua͑ sagte: Sieben, das sind die sieben Tage des Pesaḥfestes; acht, das sind die acht Tage des Hüttenfestes; und wenn es noch auch heißt, so schließt dies auch das Wochenfest, das Neujahr und den Versöhnungstag ein.", "Doch wohl hinsichtlich des Zeitsegens!? — Nein, hinsichtlich des [Fest]segens.", "Dies ist auch einleuchtend; wieso könnte damit der Zeitsegen gemeint sein, dieser wird ja nicht an allen sieben Tagen gesprochen!? — Das ist kein Einwand; wenn er an einem Tage nicht gesprochen wurde, wird er am nächsten oder am übernächsten Tage gesprochen. —", "Immerhin ist dazu ein Becher232Mit Wein, zur Einweihung des Festes, bei welcher Gelegenheit der Zeitsegen gesprochen wird, den die meisten nur am ersten Tage haben.erforderlich. — Dies wäre also eine Stütze für R.Naḥman, denn R.Naḥman sagte, man spreche den Zeitsegen sogar auf der Straße? — Dies ist kein Beweis; vielleicht nur dann, wenn sich ihm ein Becher trifft. —", "Allerdings am Wochenfeste und am Neujahr, wie mache man es aber am Versöhnungstage: wenn man darüber den Segen spricht und darauf trinkt, so hat man ja, sobald man den Zeitsegen spricht, [den Versöhnungstag] auf sich genommen, und [das Trinken] ist dann verboten!?", "So fragte einst R.Jirmeja b. Abba den Rabh, ob er [die Arbeit] schon eingestellt233Am Vorabend des Šabbaths; sobald jemand am Vorabend des Šabbaths oder des Festes durch Einstellung der Arbeit oder Sprechen des Segens kundtut, daß für ihn die Feier des Tages beginne, so ist er allen Gesetzen des Tages unterworfen, auch wenn gesetzlich die Feier erst viel später beginnt.habe, und dieser erwiderte, jawohl, er habe sie eingestellt.", "Wollte man darüber den Segen sprechen, und [den Becher] stehen lassen, so muß ja, wer den Segen [über Genußmittel] spricht, davon auch kosten. Und wollte man ihn einem Kinde [zu kosten] geben, so ist ja die Halakha nicht wie R.Aḥa [b. Ja͑qob]234Der dies erlaubt., weil [das Kind] sich daran235Am Versöhnungstage zu trinken.gewöhnen könnte. —", "Wie bleibt es damit? Die Rabbanan sandten R.Jeba den Greis am Vorabend des Neujahrs zu R.Ḥisda, indem sie zu ihm sprachen: Beobachte, wie er verfährt, dann komm und erzähle es uns. Als dieser ihn bemerkte, sprach er zu ihm: Hebt jemand ein feuchtes [Holzstück] auf, so braucht236Wörtl. betritt; dieses selbst ist kaum verwendbar. Dh. Du bist wohl nicht umsonst zu mir gekommen.erden Platz. Darauf holte man ihm einen Becher Wein, und er sprach den Weihesegen und den Zeitsegen.", "Die Halakha ist, man spreche den Zeitsegen auch am Neujahr und am Versöhnungstage. Und die Halakha ist, man spreche den Zeitsegen sogar auf der Straße.", "Ferner erzählte Rabba: Als wir bei R.Hona waren, fragten wir [ihn], ob ein Jünger, der am Vorabend des Šabbaths im Fasten weilt, dasselbe beenden dürfe. Er wußte es nicht. Darauf kam ich vor R.Jehuda, und er wußte es ebenfalls nicht.", "Da sprach Raba: Wollen wir es untersuchen. Es wird gelehrt: Wenn der Neunte Ab auf einen Šabbath fällt," ], [ "oder wenn der Vorabend des Neunten Ab237An dem Fleisch verboten und die Mahlzeit einzuschränken ist.auf einen Šabbath fällt, so esse und trinke man nach Bedarf, und man darf sogar eine Mahlzeit bereiten gleich der des Šelomo zu seiner Zeit. Fällt der Neunte Ab auf einen Vorabend des Šabbaths, so lasse man sich [Speise im Quantum eines] Eies holen und esse, damit man nicht gekasteiet in den Šabbath trete.", "Ferner wird gelehrt: R.Jehuda erzählte: Einst saßen wir am Neunten Ab, der auf einen Vorabend des Šabbaths fiel, vor R.A͑qiba, und man brachte ihm ein weiches Ei, das er ohne Salz schlürfte, und nicht etwa, weil er Appetit darauf hatte, sondern, um den Schülern die Halakha238Daß man am Vorabend des Šabbaths das Fasten nicht beende.zu demonstrieren.", "R.Jose aber sagt, man müsse das Fasten beenden. R.Jose sprach zu ihnen: Pflichtet ihr mir etwa nicht bei, daß, wenn der Neunte Ab auf einen Sonntag fällt, man [mit dem Essen] noch am Tage aufhöre. Diese erwiderten: Allerdings. Jener sprach: Welchen Unterschied gibt es denn, ob man in [den Šabbath] gekasteiet tritt, oder diesen gekasteiet beschließt!?", "Diese erwiderten: Wenn du dies vom Beschlüsse sagst, wo man den ganzen Tag gegessen und getrunken hat, willst du es auch vom Eintritte in Kasteiung sagen, wo man den ganzen Tag weder gegessen noch getrunken hat!?", "Hierzu sagte U͑la, die Halakha sei wie R.Jose. — Ist denn nach R.Jose zu verfahren, ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Man verfüge kein allgemeines Fasten an Neumonden, am Ḥanukafeste und Purimfeste; hat man mit dem Fasten begonnen, so unterbreche man es nicht — so R.Gamliél. R.Meír sprach: Obgleich R.Gamliél gesagt hat, man unterbreche es nicht, so pflichtet er dennoch bei, daß man [an diesen das Fasten] nicht beende. Desgleichen auch, wenn der Neunte Ab auf einen Vorabend des Šabbaths fällt.", "Ferner wird gelehrt: Nach dem Hinscheiden R.Gamliéls trat R.Jehošua͑ ein, um dessen Worte aufzuheben. Da stand R.Joḥanan b. Nuri (auf seine Füße) auf und sprach: Ich sehe ein, daß der Rumpf dem Kopfe folgen muß. Während aller [Lebens]-tage R.Gamliéls setzten wir die Halakha nach ihm fest, und nun willst du seine Worte aufheben! Jehošua͑, man wird auf dich nicht hören, denn die Halakha wurde bereits nach R.Gamliél festgesetzt. Und niemand war da, der dem widersprach. —", "Im Zeitalter R.Gamliéls verfuhr man nach R.Gamliél, im Zeitalter R.Joses verfuhr man nach R.Jose. —", "Verfuhr man denn im Zeitalter R.Gamliéls nach R.Gamliél, es wird ja gelehrt: R.Elea͑zar b. Çadoq239Der zur Zeit RG.s lebte; cf. Jt. Fol. 22b.erzählte: Ich gehöre zu den Nachkommen Senábs240Die Mišna separata (Tan. IV,5) hat סנאה (Var. שנאב); für diese war der 10. Ab ein Familienfest; cf. Tan. Fol. 26a., aus dem Stamme Binjamin; als einst der Neunte Ab auf einen Šabbath fiel, verlegten wir [das Fasten] auf den Sonntag und beendeten es nicht, weil wir dann unser Fest hatten. Nur am Feste selbst, am Vorabend des Festes muß man es also beenden!?", "Rabina erwiderte: Anders ist ein solches angeordnetes Fest; da man an diesem einzelne Stunden fasten darf, darf man auch an den Vorabenden [das Fasten] beenden, am Šabbath aber darf man einzelne Stunden nicht fasten, daher darf man an Vorabenden [das Fasten] nicht beenden.", "R.Joseph sagte: Ich hörte diese Lehre nicht. Abajje sprach zu ihm: Du selbst sagtest sie uns, und zwar sagtest du sie uns in Bezug auf folgende Lehre: Man verfüge kein allgemeines Fasten an Neumonden &c. Hierzu sagtest du: R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Dies ist die Ansicht R.Meírs, die er im Namen R.Gamliéls lehrte; die Weisen aber sagen, man faste dann und beende auch [das Fasten].", "Dies bezieht sich wohl auf alle [genannten Tage]. — Nein, nur auf das Ḥanukafest und das Purimfest.", "Dies ist auch einleuchtend;" ], [ "wollte man sagen, auf alle, so fragte ja bezüglich dieser Rabba den R.Jehuda, und er entschied es ihm nicht. —", "Nach deiner Ansicht [ist ja einzuwenden]: Mar Zuṭra trug im Namen R.Honas vor, die Halakha sei, man faste dann und beende auch [das Fasten], und diesbezüglich fragte Rabba den R.Hona, und er entschied es ihm nicht!?", "Vielmehr ist zu erklären: dies bevor er es gehört hat, jenes nachdem er es gehört hat, ebenso auch hierbei: dies bevor er es gehört hat, jenes nachdem er es gehört hat.", "Mar Zuṭra trug im Namen R.Honas vor: Die Halakha ist, man faste dann und beende auch [das Fasten].", "", "i WENN NICHTJUDEN ODER EIN BÖSER GEIST EINEN HINAUSGEBRACHT1Außerhalb seines Šabbathgebietes. HABEN, SO STEHEN IHM NUR VIER ELLEN FREI; \n", "HABEN SIE IHN ZURÜCKGEBRACHT, SO IST ES EBENSO, ALS WÄRE ER NICHT HINAUSGEKOMMEN.", "HABEN SIE IHN NACH EINER ANDEREN STADT, IN EINEN PFERCH ODER EINE HÜRDE GEBRACHT, SO DARF ER SIE, WIE R.GAMLIÉL UND R.ELEA͑ZAR B. A͑ZARJA SAGEN, GANZ DURCHWANDERN; R.JEHOŠUA͑ UND R.AQIBA SAGEN, IHM STEHEN NUR VIER ELLEN FREI.", "EINST KAMEN SIE AUS BRUNDISIUM, UND IHR SCHIFF STACH IN DIE SEE; R.GAMLIÉL UND R.ELEA͑ZAR B. A͑ZARJA DURCHWANDERTEN ES GANZ, R.JEHOŠUA͑ UND R.A͑QIBA ABER VERLIESSEN NICHT IHRE VIER ELLEN, WEIL SIE ES FÜR SICH STRENGER NEHMEN WOLLTEN.", "EINST LIEFEN SIE ii ERST NACH DER DUNKELHEIT IN DEN HAFEN EIN, UND SIE FRAGTEN R.GAMLIÉL: DÜRFEN WIR AUSSTEIGEN?", "DIESER ERWIDERTE: IHR DÜRFT ES, DENN ICH HABE SCHON VORHER BEOBACHTET, UND WIR WAREN BEREITS VOR DUNKELHEIT INNERHALB DES ŠABBATHGEBIETES.", "GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Drei Dinge bringen den Menschen um seinen Verstand und um die Kenntnis seines Schöpfers, und zwar: Nichtjuden, ein böser Geist und drückende Armut. —", "In welcher Hinsicht ist dies von Bedeutung? — Daß man derentwegen um Erbarmen flehe.", "Drei Dinge schützen2Wörtl. sehen nicht das Gesicht des Fegefeuers.vor dem Fegefeuer, und zwar: drückende Armut, Unterleibsschmerzen und die Obrigkeit; manche sagen: auch (wer) ein böses Weib (hat). —", "Und jener!? — Es ist Gebot, sich von einer bösen Frau scheiden zu lassen. —", "Und dieser!? — Oft hat sie eine große Morgengabe, oder man hat von ihr Kinder, und man kann sich von ihr nicht scheiden lassen. —", "In welcher Hinsicht ist dies von Bedeutung? — Daß man [diese Leiden] in Ergebung3Wörtl. in Liebe, sc. zu Gott. auf sich nehme.", "Drei können bei der Unterhaltung sterben: und zwar: der Unterleibskranke, die Wöchnerin und der Wassersüchtige. —", "In welcher Hinsicht ist dies von Bedeutung? — Daß man für sie Reisevorrat4Dh. Sterbekleider. bereit halte.", "R.Naḥman sagte im Namen Šemuéls: Ist jemand freiwillig hinausgegangen, so stehen ihm nur vier Ellen frei. — Selbstverständlich, wenn einem, den Nichtjuden hinausgebracht haben, nur vier Ellen freistehen, um wieviel mehr einem, der freiwillig hinausgegangen ist!? —", "Sage vielmehr: ist er freiwillig zurückgekehrt, so stehen ihm nur vier Ellen frei. —", "Aber auch dies haben wir ja gelernt: haben ihn die Nichtjuden zurückgebracht, so ist es ebenso, als wäre er nicht hinausgekommen; nur wenn diese ihn zurückgebracht haben, ist es ebenso, als wäre er nicht hinausgekommen, wenn aber Nichtjuden ihn hinausgebracht haben und er freiwillig zurückgekehrt ist, so stehen ihm nur vier Ellen frei!? —", "Sage vielmehr: wenn er freiwillig hinausgegangen war und Nichtjuden ihn zurückgebracht haben, so stehen ihm nur vier Ellen frei. —", "Aber auch dies haben wir ja gelernt: wenn [Nichtjuden] jemand hinausgebracht und zurückgebracht haben, so ist es ebenso, als wäre er nicht hinausgekommen; nur wenn sie ihn hinausgebracht und zurückgebracht haben, ist es ebenso, als wäre er nicht hinausgekommen, nicht aber, wenn er freiwillig hinausgegangen war!? —", "Man könnte glauben, [die Mišna] lehre getrennte Fälle: wenn Nichtjuden jemand hinausgebracht haben und er freiwillig zurückgekehrt ist, so stehen ihm nur vier Ellen frei, wenn er aber freiwillig hinausgegangen war und Nichtjuden ihn zurückgebracht haben, so ist es ebenso, als wäre er nicht hinausgekommen, so lehrt er uns.", "Man fragte Rabba: Wie ist es, wenn man seine Notdurft verrichten5Ob man dann seine 4 E.n verlassen u. in das Šabbathgebiet zurückkehren darf. muß? Dieser erwiderte: Die Ehre der Menschen ist so bedeutend, daß sie auch ein Verbot der Tora verdrängt.", "Die Nehardee͑nser sagten: Wenn er klug ist, gehe er in das Šabbathgebiet, und wenn er schon darin ist, bleibe er da6Nach der Verrichtung der Notdurft; es ist ebenso, als hätten ihn andere hineingebracht..", "R.Papa sagte: Wenn Früchte aus dem Šabbathgebiete hinauskommen und zurückgebracht worden sind, selbst mit Absicht, so haben sie ihren Platz nicht verloren, weil sie gezwungen7Die Früchte werden getragen. waren.", "R.Joseph b. Šema͑ja wandte gegen R.Papa ein: R.Neḥemja und R.Elie͑zer b. Ja͑qob sagen, sie seien so lange verboten, bis sie ohne Absicht auf ihren Platz zurückgebracht werden. Nur ohne Absicht, nicht aber mit Absicht!? —", "Hierüber streiten Tannaím, denn es wird gelehrt: Wenn Früchte ohne Absicht aus dem Šabbathgebiete hinausgekommen sind, so dürfen sie gegessen werden, wenn mit Absicht, so dürfen sie nicht gegessen werden;" ], [ "R.Neḥemja sagt, auf ihrem früheren Platze dürfen sie gegessen werden, nicht auf ihrem [früheren] Platze dürfen sie nicht gegessen werden.", "In welchem [Falle] auf ihrem Platze: wollte man sagen, mit Absicht, so wird ja ausdrücklich gelehrt, R.Neḥemja und R.Elie͑zer b. Ja͑qob sagen, sie seien so lange verboten, bis sie ohne Absicht auf ihren Platz zurückgebracht werden; nur ohne Absicht, nicht aber mit Absicht!?", "Doch wohl auf ihrem Platze ohne Absieht, und zwar ist diese Lehre lückenhaft und muß wie folgt lauten: Wenn Früchte ohne Absicht aus dem Šabbathgebiete hinausgekommen sind, so dürfen sie gegessen werden, wenn aber mit Absicht, so dürfen sie nicht gegessen werden;", "dies nur außerhalb ihres [früheren] Platzes, auf ihrem [früheren] Platze aber dürfen sie gegessen werden, auch wenn mit Absicht. Hierzu sagt R.Neḥemja, auch auf ihrem früheren Platze nur dann, wenn ohne Absicht, nicht aber, wenn mit Absicht. —", "Nein, wenn mit Absicht, stimmen alle überein, daß sie [auch] auf ihrem [früheren] Platze verboten sind, sie streiten nur, wenn ohne Absicht, außerhalb ihres [früheren] Platzes; der erste Tanna ist der Ansicht, wenn ohne Absicht, seien sie außerhalb ihres [früheren] Platzes erlaubt, und R.Neḥemja ist der Ansicht, auch ohne Absicht nur auf ihrem [früheren] Platze, nicht aber außerhalb ihres [früheren] Platzes. —", "Wenn er im Schlußsatze lehrt, R.Neḥemja und R.Elie͑zer b. Ja͑qob sagen, sie seien so lange verboten, bis sie ohne Absicht auf ihren Platz zurückgebracht werden, nur ohne Absicht und nicht mit Absicht, so ist ja demnach der erste Tanna der Ansicht, daß sie auch mit Absicht erlaubt seien. Schließe hieraus.", "R.Naḥman sagte im Namen Šemuéls: Wenn jemand [auf einer Ebene] geht und [die Reichweite] des Šabbathgebietes nicht kennt, so gehe er zweitausend mittelmäßige Schritte; dies ist das Šabbathgebiet.", "Ferner sagte R.Naḥman im Namen Šemuéls: Wenn jemand auf einer Ebene den Šabbath verweilt und Nichtjuden sie am Šabbath mit einem Zaune umgeben, so darf er da [nur] zweitausend Ellen gehen und auf der ganzen Gegenstände werfend fortbewegen.", "R.Hona sagt, er dürfe da [nur] zweitausend Ellen gehen und Gegenstände [nur] vier Ellen fortbewegen. — Sollte er doch auf der ganzen werfend fortbewegen dürfen!? —", "Er könnte sich von seinem Gegenstande hinleiten8Außerhalb der 2000 E.n. lassen. —", "Aber innerhalb der zweitausend [Ellen] sollte er doch auf gewöhnliche Weise fortbewegen dürfen!? —", "Dies gleicht einem Zaune, der in seiner ganzen Breite nach einem Raume durchbrochen9Da die 2000 Ellen nicht abgegrenzt sind. ist, wo [das Tragen] verboten ist.", "Ḥija b. Rabh sagte, er dürfe da zweitausend Ellen gehen und zweitausend Ellen fortbewegen. — Weder nach R.Naḥman noch nach H.Hona!? —", "Sage: er dürfe vier [Ellen] tragen. — Demnach ist es ja dasselbe, was R.Hona sagt!? — Sage: ebenso sagte auch R.Ḥija b. Rabh.", "R.Naḥman sprach zu R.Hona: Streite nicht gegen Šemuél, denn übereinstimmend mit ihm wird gelehrt:" ], [ "Wenn jemand nachmißt10Wo die 2000 E.n von seinem E͑rub aus ablaufen.und es bis in die Mitte einer [anderen] Stadt reicht, so darf er [Gegenstände] in der ganzen Stadt fortbewegen, nur darf er über das Šabbathgebiet8Außerhalb der 2000 E.n. hinaus nicht gehen. Wahrscheinlich darf er sie werfend11Da er das Š.gebiet nicht verlassen darf. Demnach berücksichtige man nicht, er könnte den Gegenständen folgen.fortbewegen.", "R.Hona erwiderte: Nein, durch Hereinziehen12Von außerhalb des Šabbathgebietes nach innerhalb..", "R.Hona sagte, Wenn jemand nachmißt10Wo die 2000 E.n von seinem E͑rub aus ablaufen.und es bis zur Hälfte eines Vorhofes reicht, so steht ihm nur die Hälfte des Vorhofes frei. —", "Selbstverständlich!? — Sage: so steht ihm die Hälfte des Vorhofes frei. —", "Auch dies ist ja selbstverständlich!? — Man könnte glauben, es sei zu berücksichtigen, er würde verleitet werden, im ganzen umherzutragen, so lehrt er uns.", "R.Naḥman sagte: Hona pflichtet mir jedoch bei, daß, wenn jemand nachmißt und es bis zum Rande der Decke reicht, er im ganzen Hause fortbewegen13Obgleich man das Haus nicht betreten darf.dürfe,", "weil die Decke des Hauses herunterdrückt14Die Abgrenzung bis zum Boden, wenn da keine Wand ist; man sieht, wo das Šabbathgebiet abschließt..", "R.Hona, Sohn des R.Nathan, sagte [Hierüber streiten] Tannaím: Haben [Nichtjuden] einen nach einer anderen Stadt, in einen Pferch oder eine Hürde gebracht, so darf er sie, wie R.Gamliél und R.Elea͑zar b. A͑zarja sagen, ganz durchwandern; R.Jehošua͑ und R.A͑qiba sagen, ihm stehen nur vier Ellen frei.", "R.Gamliél und R.Elea͑zar b.A͑zarja, welche sagen, er dürfe sie ganz durchwandern, berücksichtigen wahrscheinlich nicht beim Gehen in dem Pferche und in der Hürde das Gehen in der Ebene15Daß man event. verleitet werden könnte, noch in dieser umherzugehen.,", "und wenn sie beim Gehen das Gehen nicht berücksichtigen, so berücksichtigen sie auch nicht das Gehen beim Fortbewegen;", "R.Jehošua͑ und R.A͑qiba aber, welche sagen, ihm stehen nur vier Ellen frei, berücksichtigen beim Gehen in dem Pferche und in der Hürde das Gehen in der Ebene, und wenn sie beim Gehen das Gehen berücksichtigen, so berücksichtigen sie auch das Gehen beim Fortbewegen16Somit ist in der anderen Hälfte des Vorhofes auch das Fortbewegen verboten.. —", "Wieso, vielleicht berücksichtigen R.Gamliél und R.Elea͑zar b. A͑zarja nur nicht das Gehen in der Ebene beim Gehen in dem Pferche und in der Hürde, weil es zwei von einander verschiedene Plätze sind,", "wohl aber das Gehen beim Fortbewegen, weil es ein und derselbe Platz ist und zu berücksichtigen ist, er könnte sich von seinem Gegenstande hinleiten lassen.", "Oder auch: woher, daß R.Jehošua͑ und R.A͑qiba hierbei etwas berücksichtigen, vielleicht nur deshalb, weil sie der Ansicht sind, das ganze Haus gelte als vier Ellen nur in dem Falle, wenn er zwischen seinen Wänden den Platz für den Šabbath noch am Tage erworben hat,", "nicht aber, wenn er zwischen seinen Wänden den Platz für den Šabbath am Tage nicht erworben hat!?", "Rabh sagte, die Halakha sei wie R.Gamliél bei [den Lehren von] dem Pferche und der Hürde und vom Schiffe. Šemuél sagte, die Halakha sei wie R.Gamliél bei [der Lehre] vom Schiffe, nicht aber bei [der Lehre] von dem Pferche und der Hürde. —", "Alle stimmen überein, die Halakha sei wie R.Gamliél bei [der Lehre] vom Schiffe; aus welchem Grunde!?", "Rabba erwiderte: Weil man noch am Tage zwischen den Wänden einen Platz für den Šabbath erworben hat.", "R.Zera erwiderte: Weil das Schiff ihn vom Beginn der vier [Ellen] fortbringt und an das Ende der vier [Ellen] setzt17Es befindet sich in fortwährender Bewegung, sodaß der Reisende keine 4 Ellen festen Fuß faßt.. —", "Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? — Ein Unterschied besteht zwischen ihnen, wenn die Wände des Schiffes niedergerissen wurden; oder auch, wenn man von einem Schiffe auf ein anderes springt. —", "Weshalb erklärt R.Zera nicht wie Rabba? — Er kann entgegnen: die Wände" ], [ "sind nur dazu da, um das Wasser zurückzuhalten. —", "Weshalb erklärt Rabba nicht wie R.Zera? — Wenn [das Schiff] in Bewegung war, streiten sie überhaupt nicht, sie streiten nur über den Fall, wenn es gestanden18In diesem Falle ist die Erklärung RZ.s hinfällig.hat.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Auch aus unserer Mišna ist zu entnehmen, daß sie über den Fall, wenn das Schiff in Bewegung war, nicht streiten. — Wieso? — Er lehrt: Einst kamen sie aus Brundisium, und ihr Schiff stach in die See; R.Gamliél und R.Elea͑zar b. A͑zarja durchwanderten es ganz, R.Jehošua͑ und R.A͑qiba aber verließen nicht ihre vier Ellen, weil sie es für sich strenger nehmen wollten.", "Allerdings hatten sie es für sich strenger genommen, wenn du sagst, daß sie über den Fall, wenn das Schiff in Bewegung war, überhaupt nicht streiten, weil nämlich [das Schiff] stehen geblieben sein kann;", "wieso aber hatten sie es für sich strenger genommen, wenn du sagst, daß sie auch über diesen Fall streiten, nach [ihrer Ansicht] ist es ja verboten!?", "R.Aši sagte: Dies ist auch aus der Mišna zu entnehmen, denn diese lehrt vom Schiffe gleichlautend wie von dem Pferche und der Hürde, und wie Pferch und Hürde stehen, ebenso ein Schiff, wenn es steht.", "R.Aḥa, der Sohn Rabas, sprach zu R.Aši: Die Halakha ist bei der Lehre vom Schiffe wie R.Gamliél. — So die Halakha, streiten sie denn19In der Mišna heißt es nur, daß jene es für sich selber strenger nahmen, nicht aber, daß es ihrer Ansicht nach verboten sei.!? —", "Freilich, es wird gelehrt: Ḥanina, Bruderssohn des R.Jehošua͑, erzählte: Jenen ganzen Tag saßen sie und verhandelten über die Halakha, und gestern gab mein Oheim Jehošua͑ den Ausschlag, daß bei [der Lehre] vom Schiffe die Halakha wie R.Gamliél, und bei [der Lehre] von dem Pferche und der Hürde die Halakha wie R. A͑qiba sei.", "R.Ḥananja fragte: Gilt [das Gesetz] vom Šabbathgebiete oberhalb zehn [Handbreiten]20Vom Erdboden.oder nicht?", "Hinsichtlich eines zehn [Handbreiten] hohen und vier breiten Pfahles ist es nicht fraglich, denn dieser gilt als fester Boden,", "fraglich ist es nur hinsichtlich eines zehn [Handbreiten] hohen Pfahles, der keine vier [Handbreiten] breit ist. Oder auch, wenn man schwebend21In der Luft ohne den Boden zu berühren.geht;", "manche lesen: wenn man auf einem Schiffe reist.", "Wie ist es nun? R.Hoša͑ja erwiderte: Komm und höre: Einst kamen sie aus Brundisium, und ihr Schiff stach in die See &c. Allerdings nahmen sie es mit sich strenger, wenn du sagst, [das Gesetz] vom Šabbathgebiete gelte [oberhalb zehn Handbreiten], weshalb aber taten sie dies, wenn du sagst, [oberhalb zehn Handbreiten gelte das Gesetz] vom Šabbathgebiete überhaupt nicht22Ein Schiff ist gewöhnlich höher als 10 Handbreiten.!? —", "Wie Raba erklärt hat, es ging auf Grund, ebenso ging es auch da auf Grund. —", "Komm und höre: Einst liefen sie erst nach der Dunkelheit in den Hafen ein &c. Erklärlich ist dies, wenn du sagst, [das Gesetz] vom Šabbathgebiete gelte [oberhalb zehn Handbreiten], was aber ist dabei, daß sie nicht innerhalb des Gebietes waren, wenn du sagst, [das Gesetz] vom Šabbathgebiete gelte [oberhalb zehn Handbreiten] überhaupt nicht!?", "Raba erwiderte: Es ging auf Grund. —", "Komm und höre: Jene sieben Lehren, die Šabbathmorgens vor R.Ḥisda in Sura und Šabbathabends vor Rabina in Pumbeditha vorgetragen wurden,", "hat ja wohl Elijahu23Der Prophet Elijahu und der Dämon Joseph leisteten den Talmudisten verschiedene Dienste; ersterer wird wohl den Š. nicht entweiht haben.berichtet; demnach gilt [das Gesetz] vom Šabbathgebiete nicht oberhalb zehn [Handbreiten]. — Nein, vielleicht berichtete sie der Dämon Joseph23Der Prophet Elijahu und der Dämon Joseph leisteten den Talmudisten verschiedene Dienste; ersterer wird wohl den Š. nicht entweiht haben.. —", "Komm und höre: [Sagt jemand:] ‘ich will Naziräer sein am Tage, an dem der Sohn Davids kommt’, so darf er an Šabbathen und an Festtagen24Da der Sohn Davids (der Messias) an diesen Tagen das Šabbathgebiet nicht verlassen darf.Wein trinken," ], [ "und an allen anderen Wochentagen keinen Wein trinken.", "Erklärlich ist es, daß er es an Šabbathen und an Festtagen darf, wenn du sagst, [das Gesetz] vom Šabbathgebiete gelte [oberhalb zehn Handbreiten], wieso ist es aber an Šabbathen und an Festtagen erlaubt, wenn du sagst, [das Gesetz] vom Šabbathgebiete gelte nicht [oberhalb zehn Handbreiten]25Er kann ja in der Luft schwebend kommen.!? —", "Anders ist es da, denn es heißt:26Mal. 3,23.Siehe, ich schicke euch [vorher] Elijahu, den Propheten &c., und Elijahu ist ja am Tage vorher nicht gekommen. —", "Demnach sollte es ihm auch an jedem anderen Tage der Woche erlaubt sein, da Elijahu am Tage vorher nicht gekommen ist!? Vielmehr nehmen wir an, er sei beim großen Gerichtskollegium eingetroffen, eben so sollte man ja auch [am Šabbath] annehmen, er sei beim großen Gerichtskollegium eingetroffen. —", "Es ist bereits Jisraél zugesichert worden, daß Elijahu weder an einem Vorabend des Šabbaths noch an einem Vorabend eines Festtages kommen werde, wegen der Belästigung27Da man an diesen Tagen Vorbereitungen zum Šabbath bzw. zum Feste zu treffen hat.. —", "Er glaubte anfangs, daß [an solchen Tagen] gleich Elijahu auch der Messias selbst nicht kommen werde, somit sollte es ihm auch am Vorabend des Šabbaths erlaubt sein!? — Elijahu kommt dann nicht, der Messias aber wohl, denn wenn der Messias kommt, sind alle Sklaven der Jisraéliten28Sie brauchen dann die Vorbereitungen nicht selber zu treffen.. —", "Am Sonntag sollte es ihm erlaubt sein!? Hieraus ist somit zu entnehmen, daß [oberhalb zehn Handbreiten das Gesetz] vom Šabbathgebiete nicht gilt, denn wenn es wohl gilt, müßte es ihm ja am Sonntag erlaubt sein, da Elijahu am Šabbath nicht kommen darf. —", "Diesem Tanna ist es zweifelhaft, ob [oberhalb zehn Handbreiten das Gesetz] vom Šabbathgebiete gilt oder nicht, und [er lehrt] erschwerend. —", "Wann soll er dies gelobt haben: wenn am Wochentage, wieso kann der Šabbath das Nazirat aufheben, nachdem es Gültigkeit erlangt hat!? —", "Vielmehr, wenn er es am Šabbath selbst, beziehungsweise am Feste selbst gelobt hat; an diesem Tage ist es ihm noch erlaubt, von dann ab ist es ihm aber verboten.", "EINST LIEFEN SIE &C. IN DEN HAFEN EIN.", "Es wird gelehrt: R.Gamliél hatte ein Fernrohr, mittelst dessen er zweitausend Ellen auf dem Festlande und entsprechend zweitausend Ellen auf dem Meere schauen konnte.", "Wer die Tiefe einer Schlucht untersuchen will, hole ein Fernrohr und schaue durch dieses, sodann weiß er, wie tief29Man entferne sich soweit, als man deren Boden durch das Rohr, dessen Sichtweite man kennt, sehen kann, alsdann ziehe man die Entfernung bis zum Rande der Schlucht ab.sie ist.", "Wer die Höhe einer Dattelpalme untersuchen will, messe seine eigene Höhe, seinen Schatten und den Schatten [der Dattelpalme], sodann weiß30Er kennt das Größenverhältnis des Schattens zum Gegenstande.er, wie hoch die Dattelpalme ist.", "Wenn jemand wünscht, daß sich kein böses Tier im Schatten eines Grabes aufhalte, so schlage er da in der vierten Stunde des Tages eine Stange ein und beobachte, nach welcher Seite sie ihren Schatten wirft, alsdann bösche er [diese Seite des Grabes] ab.", "Neḥemja, Sohn des R.Ḥanilaj, ging in eine Lehre vertieft außerhalb des Šabbathgebietes hinaus. Da sprach R.Ḥisda zu R.Naḥman: Dein Schüler Neḥemja befindet sich in einer Notlage.", "Dieser erwiderte: Bilde für ihn eine Wand von Menschen, sodann kann er zurück hereinkommen.", "R. Naḥman b. Jiçḥaq saß hinter Raba, während Raba vor R.Naḥman saß; da sprach R.Naḥman b. Jiçḥaq zu Raba: Was fragte R.Ḥisda:", "waren da viele Menschen vorhanden, und er fragte, ob die Halakha wie R.Gamliél sei31Bei Wänden, zwischen denen man am Vorabend des Š.s nicht geweilt hat." ], [ "oder nicht, oder waren da keine Menschen vorhanden, und er fragte, ob die Halakha wie R.Elie͑zer sei32Daß, wenn man sich 2 Ellen aus dem Š.gebiete entfernt hat, man in dieses zurückkehren dürfe; cf. infra Fol. 52b.oder nicht? —", "Selbstverständlich, wenn da keine Menschen vorhanden sind, denn wolltest du sagen, wenn da Menschen vorhanden sind, so brauchte er ja diesbezüglich nicht zu fragen, da Rabh bereits gesagt hat, bei [den Lehren] von dem Pferche und der Hürde und vom Schiffe sei die Halakha wie R.Gamliél. Vielmehr waren da keine Menschen vorhanden, und er fragte, ob die Halakha wie R.Elie͑zer sei.", "Dies ist auch zu beweisen: [R.Naḥman] sagte, daß er zurück hereinkomme, doch wohl auch ohne33Das von ihm empfohlene Bilden einer Wand sollte bis 2 Ellen außerhalb des Š.gebietes reichen.Wand.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq wandte gegen Raba ein: Wenn die Wand [einer Festhütte] einstürzt, so darf man da nicht einen Menschen, ein Tier oder ein Gerät hinstellen, oder das Lager aufstellen und ein Laken ausbreiten, weil man am Feste kein vorübergehendes Zelt von vornherein errichten darf, und um so weniger am Šabbath!?", "Dieser erwiderte: Du hältst mir diese Lehre entgegen, ich halte dir folgende entgegen: Man darf seinen Nächsten als Wand hinstellen, um [in der Festhütte] essen, trinken und schlafen zu können; man darf das Lager hinstellen und darauf ein Laken ausbreiten, um einen Toten oder Speisen vor der Sonne zu schützen. —", "Die Lehren widersprechen ja einander!? — Das ist kein Einwand; eine nach R.Elie͑zer und eine nach den Rabbanan, denn wir haben gelernt: Die Klappe einer Luke darf man [am Šabbath] schließen, wie R.Elie͑zer sagt, wenn sie angebunden ist und hängt, sonst aber nicht34Weil dies als Bauen gilt.; die Weisen sagen, ob so oder so, dürfe man sie schließen. —", "Hierzu wird ja aber gelehrt: Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R.Joḥanans: Alle stimmen überein, daß man am Feste kein provisorisches Zelt machen dürfe, und um so weniger am Šabbath, sie streiten nur über die Erweiterung; R.Elie͑zer sagt, man dürfe es am Feste nicht erweitern und um so weniger am Šabbath, und die Weisen sagen, man dürfe es am Šabbath erweitern und um so mehr am Feste!? —", "Vielmehr, das ist kein Einwand; eines nach R.Meír und eines nach R.Jehuda, denn es wird gelehrt: Verwendet man ein Tier als Wand für eine Festhütte, so ist sie, wie R.Meír sagt, unbrauchbar, und wie R.Jehuda sagt, brauchbar.", "Nach R.Meír, nach dem sie unbrauchbar ist, dient es nicht als Wand, somit ist es hierbei erlaubt, da man ja nichts macht;", "nach R.Jehuda aber, nach dem sie brauchbar ist, dient es als Wand, somit ist es hierbei verboten. —", "Glaubst du: allerdings ist R.Meír dieser Ansicht bei einem Tiere35Weil es fortlaufen kann., ist er es auch bei Menschen und Geräten!?", "Und nach wem ferner sagt dies36Daß, wie hier gefolgert wird, die Errichtung einer solchen provisorischen Wand am Feste erlaubt sei.R.Meír: wenn nach R.Elie͑zer, so ist ja sogar die Erweiterung verboten,", "und wenn nach den Rabbanan, so [erlauben] die Rabbanan allerdings die Erweiterung, [erlauben] sie etwa auch, [eine Wand] von vornherein zu errichten!? —", "Vielmehr vertreten beide Lehren die Ansicht der Rabbanan, dennoch besteht bezüglich der Geräte kein Widerspruch, denn eine spricht von der dritten Wand37Zwei Wände haben überhaupt keine Bedeutung, somit wird mit der dritten die Festhütte errichtet, dagegen ist die vierte nur eine verbessernde Hinzufügung.und eine von der vierten Wand.", "Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt: wenn die Wand38Die dritte, von der die Brauchbarkeit der Festhütte abhängt.einstürzt. Schließe hieraus. —" ], [ "Aber bezüglich eines Menschen besteht ja ein Widerspruch39In der 2. Lehre heißt es: um darin essen, trinken und schlafen zu können, somit spricht auch sie von der 3. Wand.!? —", "Auch bezüglich eines Menschen besteht kein Widerspruch; das eine, wenn er es weiß, und das andere, wenn er es nicht weiß40Im letzteren Falle ist es erlaubt..", "Im Falle des R.Neḥemja, Sohnes des R.Ḥanilaj, wußten sie es ja!? — Sie wußten es nicht. —", "Aber R.Ḥisda wußte es ja!? — R.Ḥisda war nicht mitbeteiligt.", "Einst holten41Aus einem öffentlichen in ihr Privatgebiet, am Š.Gärtner Wasser, indem sie eine Wand aus Menschen machten, und Šemuél ließ sie prügeln, indem er sagte: Wenn sie es ohne Wissen [erlaubt] haben, sollte es auch wissentlich erlaubt sein!?", "Einst brachte man bei Raba, als er vom Vortrage42Das Publikum, das ihm gefolgt war, bildete eine Wand.kam, Schläuche herein, die auf dem Stadtplatze von Maḥoza umherlagen. Als man sie am nächsten Šabbath wiederum hereinbringen wollte, verbot er es ihnen, weil es wie wissentlich ist und verboten.", "Für Levi holte man [auf diese Weise] Stroh, für Zee͑ri Futter, und für R.Šimi b. Ḥija Wasser.", "iii WENN JEMAND ERLAUBTERWEISE43Beispielsweise zur Ausübung eines Gebotes, wozu er das Š.gebiet verlassen darf.[AUS DEM ŠABBATHGEBIETE] HINAUSGEGANGEN IST UND MAN IHM MITTEILT, DIE ANGELEGENHEIT SEI ERLEDIGT, SO STEHEN IHM ZWEITAUSEND ELLEN NACH JEDER RICHTUNG FREI; \n", "BEFINDET ER SICH NOCH INNERHALB DES ŠABBATHGEBIETES, SO IST ES EBENSO, ALS WÄRE ER NICHT HINAUSGEGANGEN. ALLE, DIE ZUR RETTUNG HINAUSGEGANGEN SIND, DÜRFEN NACH IHREM ORTE ZURÜCKKEHREN.", "GEMARA. Was heißt: befindet er sich noch innerhalb des Šabbathgebietes, so ist es ebenso, als wäre er nicht hinausgegangen? Rabba erwiderte: Er meint es wie folgt: befindet er sich noch in seinem Šabbathgebiete, so ist es ebenso, als hätte er sein Haus nicht verlassen44Er hat von dieser Stelle aus keine 2000 Ellen nach jeder Richtung.. —", "Selbstverständlich!? — Man könnte glauben, sobald er [seinen Platz] verlassen hat, habe er ihn verlassen45Und habe somit den neuen Platz als Š.station erworben., so lehrt er uns.", "R.Šimi b. Ḥija erklärte: Er meint es wie folgt: wenn das Gebiet, das die Weisen ihm gewährt46Dh. dahin er nach Verordnung der Weisen gehen darf.haben, in das seinige hineinragt, so ist es ebenso, als wäre er aus seinem Gebiete nicht hinausgegangen. —", "Worin besteht ihr Streit? — Einer ist der Ansicht, die Zusammenschmelzung der Gebiete sei von Bedeutung, und einer ist der Ansicht, sie sei ohne Bedeutung. —", "Abajje sprach zu Rabba: Du bist also nicht der Ansicht, die Zusammenschmelzung der Gebiete sei von Bedeutung; würde man denn, wenn man eine Šabbathstation in einer Höhle erwirbt, deren Boden viertausend Ellen und deren Decke keine viertausend Ellen47Wenn die Wände schräg sind.hat, nicht in dieser unbeschränkt und zweitausend Ellen nach jeder Richtung gehen dürfen48Wenn die Höhle Eingänge an beiden Seiten hat; wären die Eingänge volle 4000 E.n von einander entfernt, so dürfte man oben nicht von einem Eingange zum anderen gehen; wenn sie aber keine 4000 E.n entfernt sind, dh. die 2000 E.n des einen Eingangs mit denen des anderen zusammenschmelzen, so werden sie vereinigt.!?", "Dieser erwiderte: Unterscheidest du denn nicht zwischen dem Falle, wenn man den Platz zwischen den Wänden noch am Tage erworben hat, und dem Falle, wenn man den Platz zwischen den Wänden nicht am Tage erworben hat!? —", "Ist es denn nicht erlaubt in dem Falle, wenn man den Platz für den Šabbath nicht dann erworben hat," ], [ "wir haben ja gelernt, R.Elie͑zer sagt, wenn zwei49Wer sich 2 Ellen aus dem S.gebiete entfernt hat., dürfe er zurückkehren, wenn drei, dürfe er nicht zurückkehren, wobei R.Elie͑zer wohl seine Ansicht vertritt, er50Wer sich am Š. auf einem fremden Gebiete befindet, in dem ihm nur 4 Ellen zustehen; nicht nach Belieben, sondern 2 nach jeder Seite.in der Mitte,", "sodaß die vier Ellen, die die Rabbanan ihm gegeben haben [mit seinem Šabbathgebiete] zusammenschmelzen; und da er in dieses zurückkehren darf, so ist ja die Zusammenschmelzung der Gebiete wohl von Bedeutung!?", "Rabba b. Bar Ḥana sprach zu Abajje: Aus der Ansicht R.Elie͑zers erhebst du einen Einwand gegen den Meister51Die Weisen streiten ja gegen ihn.!? Dieser erwiderte: Freilich, ich hörte vom Meister, daß die Rabbanan gegen R.Elie͑zer nur über den Fall streiten, wenn man zu Freigestelltem [hinausgegangen ist], wenn aber zu Gebotszwecken, pflichten sie ihm bei.", "ALLE, DIE ZUR RETTUNG HINAUSGEGANGEN SIND, DÜRFEN NACH IHREM ORTE ZURÜCKKEHREN. Auch weit, während es im Anfangssatze heißt, nur zweitausend Ellen und nicht mehr!?", "R.Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Sie dürfen nach ihrem Orte mit ihren Waffen zurückkehren52Dies will die letztere Lehre hervorheben, jedoch nicht, daß auch mehr als 2000 Ellen.. — Was ist dies überhaupt für ein Einwand, vielleicht ist es anders, wenn zur Rettung53In diesem Falle ist tatsächlich auch eine größere Strecke erlaubt.!? —", "Vielmehr, will man einen Einwand erheben, ist folgendes einzuwenden. Wir haben gelernt: Vormals durften sie54Die Zeugen, die am Š. von auswärts kamen, um das Erscheinen des Neumonds zu bekunden.sich von dort55Vom Zeugenhof; cf. Rh. Fol. 23b ff.den ganzen Tag nicht entfernen,", "später aber ordnete R.Gamliél der Ältere an, daß sie zweitausend Ellen nach jeder Richtung [gehen] dürfen. Und sie sagten dies nicht nur von diesen allein, sondern auch die weise Frau, die Geburtshilfe leisten kommt, oder wer bei einem räuberischen Überfalle, einer [Überschwemmung] des Flusses, einem Einstürze oder einer Feuersbrunst Hilfe leisten kommt, sie alle haben gleich den übrigen Bewohnern des Ortes zweitausend Ellen nach jeder Richtung.", "Mehr nicht, du sagtest ja, all diejenigen, die zur Rettung hinausgegangen sind, dürfen nach ihrem Orte zurückkehren, auch weiter!?", "R.Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Sie dürfen nach ihrem Orte mit ihren Waffen zurückkehren. Es wird auch gelehrt: Vormals ließen sie [in einem solchen Falle] die Waffen in einem der Stadtmauer am nächsten liegenden Hause zurück.", "Einst merkten dies die Feinde und setzten ihnen nach, und als sie vom Feinde verfolgt in das Haus stürzten, um ihre Waffen zu holen, drängten sie einander und töteten unter einander mehr, als der Feind unter ihnen getötet hatte. Da ordnete man an, daß sie mit ihren Waffen heimkehren dürfen.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Das ist kein Einwand; das eine spricht von der Zeit, als die Jisraéliten die weltlichen Völker besiegten, und das eine spricht von der Zeit, als die weltliehen Völker sich selbst56Euphemistisch; im 2. Falle sind mehr als 2000 E.n erlaubt.besiegten.", "R.Jehud a sagte im Namen Rabhs: Wenn Nichtjuden jisraélitische Städte belagern, so darf man ihnen nicht mit Waffen entgegentreten und derentwegen den Šabbath nicht entweihen.", "Ebenso wird gelehrt: Wenn Nichtjuden belagern &c. Dies nur, wenn sie des Geldes wegen kommen, wenn aber des Lebens wegen, so darf man ihnen mit Waffen entgegentreten und derentwegen den Šabbath entweihen.", "Befindet sich die Stadt nahe der Grenze, so darf man, selbst wenn sie nicht des Lebens wegen, sondern nur wegen Stroh und Stoppeln kommen, ihnen mit Waffen entgegentreten und derentwegen den Šabbath entweihen.", "R.Joseph b. Minjomi sagte im Namen R.Naḥmans: Babylonien gleicht einer Stadt nahe der Grenze. Sie beziehen dies auf Neharde͑a.", "R.Dostaj aus Biri trug vor: Es heißt:57iSam. 23,1. 2.da erzählte man David, die Pelištim kämpfen in Qei͑la, und sie plündern die Tennen;", "es wird gelehrt, Qei͑la war eine Stadt nahe der Grenze, und jene kamen nur wegen Stroh und Stoppeln, denn es heißt: und sie plündern die Tennen, und darauf folgt:57iSam. 23,1. 2.da fragte David den Herrn: Soll ich hinziehen und jene Pelištim schlagen? Da sprach der Herr zu David: Ziehe hin und schlage die Pelištim und befreie Qei͑la. —", "Was hatte er gefragt, wollte man sagen, ob es [am Šabbath] erlaubt oder verboten sei, so bestand ja das Gericht des Šemuél aus Rama58An das er diese Frage richten konnte.!? —", "Vielmehr, ob er Erfolg haben werde oder nicht. Dies ist auch zu beweisen, es heißt: ziehe hin und schlage die Pelištim und befreie Qei͑la. Schließe hieraus.", "iv WENN JEMAND SICH AUF DEM WEGE NIEDERGESETZT HAT UND BEIM AUFSTEHEN59Wenn er sich vor Beginn des Š.s niedergesetzt u. nachher aufgestanden ist.BEMERKT, DASS ER SICH IN DER NÄHE EINER ORTSCHAFT BEFINDE, SO DARF ER, DA ER DIES NICHT BEABSICHTIGT HATTE, NICHT HINEINGEHEN — SO R.MEÍR;", "R.JEHUDA SAGT, ER DÜRFE HINEINGEHEN. R.JEHUDA ERZÄHLTE, DASS R.TRYPHON EINST HINEINGING, OHNE ES VORHER BEABSICHTIGT ZU HABEN.", "GEMARA. Es wird gelehrt: R.Jehuda erzählte: Einst befand sich R.Tryphon auf dem Wege, und da es dunkel geworden war, übernachtete er außerhalb der Stadt. Am folgenden Morgen fanden ihn Rinderhirten und sprachen zu ihm: Meister, die Stadt liegt vor dir, geh doch hinein. Da ging er hinein, trat in das Lehrhaus und trug den ganzen Tag vor.", "Man entgegnete: Soll dies ein Beweis sein? Vielleicht dachte60In die Stadt hineinzugehen.er daran, oder vielleicht befand sich das Lehrhaus innerhalb des Šabbathgebietes.", "v WENN JEMAND AUF DEM WEGE EINGESCHLAFEN IST UND NICHT BEMERKT HAT, DASS ES FINSTER GEWORDEN IST, SO HAT ER ZWEITAUSEND ELLEN NACH JEDER RICHTUNG — SO R.JOḤANAN B. NURI; \n", "DIE WEISEN SAGEN, ER HABE NUR VIER ELLEN. R.Elie͑zer SAGT, ER IN DER MITTE612 E.n nach jeder Richtung.;", "R.JEHUDA SAGT, NACH JEDER IHM BELIEBIGEN RICHTUNG. R.JEHUDA PFLICHTET JEDOCH BEI, DASS SOBALD ER EINE RICHTUNG GEWÄHLT HAT, ER NICHT MEHR ZURÜCKTRETEN KÖNNE.", "vi WENN ES ZWEI SIND UND EIN TEIL DER ELLEN DES EINEN IN DIE DES ANDEREN HINEINRAGT, SO DÜRFEN SIE [SPEISEN] IN DIE MITTE BRINGEN UND ESSEN, \n" ], [ "NUR DARF DER EINE NICHTS AUS SEINEM GEBIETE IN DAS GEBIET DES ANDEREN HINÜBERSCHAFFEN.", "WENN ES DREI SIND UND DAS GEBIET DES MITTELSTEN SICH VOLLSTÄNDIG IN DEM DER BEIDEN ANDEREN BEFINDET, SO DARF ER MIT DIESEN UND DIESE DÜRFEN MIT IHM [ESSEN], NICHT ABER DIE BEIDEN ÄUSSEREN MITEINANDER.", "R.ŠIMO͑N SAGTE: DIES IST EBENSO, ALS WENN DREI HÖFE AUSGÄNGE ZU EINANDER UND AUSGÄNGE NACH ÖFFENTLICHEM GEBIETE HABEN; SIND DIE ZWEI [ÄUSSEREN] MIT DEM MITTELSTEN DURCH EINEN E͑RUB VERBUNDEN, SO IST DIESEM MIT JENEN UND JENEN MIT DIESEM [ZU VERKEHREN] ERLAUBT, BEIDEN ÄUSSEREN MIT EINANDER ABER VERBOTEN.", "GEMARA. Raba fragte: Welcher Ansicht ist R.Joḥanan b. Nuri: ist er der Ansicht, herrenlose Sachen erwerben ihren Platz für den Šabbath,", "somit sollten sie eigentlich über Geräte streiten, und nur deshalb streiten sie über einen Menschen, um dir die weitergehende Ansicht der Rabbanan hervorzuheben, daß sogar ein Schlafender [den Platz] nicht erwerbe, obgleich man sagen sollte, wenn ein Wachender ihn erwirbt, erwerbe ihn auch dieser;", "oder aber ist R.Joḥanan b. Nuri der Ansicht, herrenlose Sachen erwerben sonst nicht ihren Platz für den Šabbath, hierbei aber erwerbe ihn ein Schlafender aus dem Grunde, weil ein Wachender ihn erwirbt?", "R.Joseph erwiderte: Komm und höre: Wenn Regen am Vorabend des Festes herniedergefallen ist, so hat er zweitausend Ellen nach jeder Richtung; wenn aber am Feste, so gleicht er den Füßen62Jeder darf das Regenwasser nach seinem durch den E͑rub erworbenen Platze bringen.jedermanns.", "Allerdings ist hier, wenn du sagst, R.Joḥanan b. Nuri sei der Ansicht, herrenlose Sachen erwerben ihren Platz für den Šabbath, die Ansicht R.Joḥanans vertreten;", "wessen Ansicht aber ist hier vertreten, wenn du sagst, herrenlose Sachen erwerben nicht ihren Platz für den Šabbath, weder die des R.Joḥanan noch die der Rabbanan!?", "Abajje saß und trug diese Lehre vor, da sprach R.Saphra zu ihm: Vielleicht handelt es sich hier um einen Regen nahe der Stadt, auf den die Einwohner dieser Stadt gerechnet haben!?", "Dieser entgegnete: Dies ist nicht einleuchtend. Wir haben gelernt, der Brunnen eines einzelnen gleiche den Füßen63Dh. es hat dasselbe Š.gebiet.des Einzelnen, der der Stadtleute den Füßen der Stadtleute, und der der Auswanderer aus Babylonien den Füßen des Schöpfenden62Jeder darf das Regenwasser nach seinem durch den E͑rub erworbenen Platze bringen.,", "und [dem widersprechend] wird gelehrt, der Brunnen der Stämme64Für die Auswanderer aus Babylonien angelegt.habe zweitausend Ellen nach jeder Richtung. Da nun [diese Lehren] einander widersprechen,", "so lehrt wohl die eine nach R.Joḥanan b. Nuri und die andere nach den Rabbanan.", "Als [Abajje] zu R.Joseph kam, erzählte er ihm: Dies sagte R.Saphra, und dies erwiderte ich ihm. Da sprach dieser: Weshalb hast du ihm nicht aus derselben Lehre erwidert: wieso heißt es, wenn man sagen wollte, es handle sich um einen Regen nahe der Stadt, er habe zweitausend Ellen nach jeder Richtung,", "es sollte ja heißen, er gleiche den Füßen der Stadtbewohner!?", "Der Meister sagte: Wenn aber am Feste, so gleicht er den Füßen jedermanns. Weshalb denn, [der Regen] sollte ja den Platz für den Šabbath im Ocean65Wenn das Wasser von den Wolken aufgenommen wird, verläßt es den für den Š. erworbenen Platz, somit stehen ihm nur 4 E.n frei.erwerben!?", "Also nicht nach R.Elie͑zer, denn R.Elie͑zer sagte ja, die ganze Welt trinke aus dem Wasser des Oceans.", "R.Jiçḥaq erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn die Wolken sich bereits am Vorabend des Festes zusammengezogen haben. —", "Vielleicht sind jene fort und diese sind andere!? — Wenn man sie an einem Zeichen erkennt.", "Wenn du willst, sage ich: dies ist ein Zweifel bei einem rabbanitischen Gesetze, und bei einem rabbanitischen Gesetze ist in einem Zweifel erleichternd zu entscheiden. —", "[Der Regen] sollte doch den Platz für den Šabbath in den Wolken erwerben, somit ist hieraus zu entnehmen, daß oberhalb zehn [Handbreiten66Worüber ob. Fol. 43a eine Frage besteht.das Gesetz] vom Šabbathgebiete nicht gelte, denn wenn man sagen wollte, es gelte wohl, sollte er doch den Platz für den Šabbath in den Wolken erwerben!? —", "Tatsächlich, kann ich dir erwidern, gilt [das Gesetz] vom Šabbathgebiete wohl, das Wasser aber ist in den Wolken eingesogen.—" ], [ "So sollte es erst recht verboten sein, da [das Wasser erst am Šabbath] entstanden ist? —", "Vielmehr, das Wasser bewegt sich67Was sich bewegt, kann den Platz nicht erwerben.in den Wolken fort. — Jetzt nun, wo du darauf gekommen bist, ist auch vom Ocean nichts einzuwenden, weil das Wasser im Ocean sich fortbewegt, und es wird gelehrt, fließende Ströme und sprudelnde Quellen gleichen den Füssen jedermanns68Cf. Anm. 62, mut. mut..", "R.Ja͑qob b. Idi sagte im Namen des R.Jehošua͑ b. Levi: Die Halakha ist wie R.Joḥanan b. Nuri. R.Zera fragte R.Ja͑qob b.Idi: Hast du dies ausdrücklich gehört oder aus einem Schlüsse gefolgert? Dieser erwiderte: Ich habe dies ausdrücklich gehört. —", "Was ist dies für ein Schluß? — R.Jehošua͑ b.Levi sagte, beim E͑rub sei die Halakha nach dem Erleichternden zu entscheiden. —", "Wozu beides?", "R.Zera erwiderte: Dies ist nötig. Würde er nur gesagt haben, die Halakha sei wie R.Joḥanan b. Nuri, so könnte man glauben, sowohl erleichternd als auch erschwerend, daher lehrte er uns, daß beim E͑rub die Halakha nach dem Erleichternden zu entscheiden sei. —", "Sollte er nur sagen, die Halakha sei beim E͑rub nach dem Erleichternden zu entscheiden, wozu sagte er auch, die Halakha sei wie R.Joḥanan b.Nuri? —", "Dies ist nötig; man könnte glauben, nur wenn ein einzelner gegen einen einzelnen oder mehrere gegen mehrere streiten, nicht aber, wenn ein einzelner gegen mehrere streitet.", "Raba sprach zu Abajje: Merke, das [Gesetz] vom E͑rub ist ja rabbanitisch, somit ist es ja einerlei, ob ein einzelner gegen einen einzelnen oder ein einzelner gegen mehrere!?", "R.Papa entgegnete Raba: Unterscheidest du denn bei einem rabbanitischen [Gesetze] nicht zwischen einem einzelnen gegen einen einzelnen und einem einzelnen gegen mehrere,", "wir haben ja gelernt, R.Elie͑zer sagt, wenn einer Frau drei Perioden verstrichen sind, habe sie an ihrer Zeit69Wenn sie erst nach 90 Tagen Menstruation bemerkt, so ist sie von jetzt ab und nicht rückwirkend unrein.genug,", "und hierzu wird gelehrt, daß Rabbi einst nach R.Elie͑zer entschieden hatte, und nachdem er sich erinnerte, gesagt habe, R.Elie͑zer verdiene es, daß man sich in einem Notfalle auf ihn stütze.", "Woran erinnerte er sich: wollte man sagen, er erinnerte sich, daß die Halakha nicht wie R.Elie͑zer, sondern wie die Rabbanan sei, wieso durfte er im Notfalle nach seiner Ansicht entscheiden!?", "Vielmehr, die Halakha war weder nach R.Elie͑zer noch nach den Rabbanan entschieden worden, und er erinnerte sich, daß nicht ein einzelner, sondern mehrere gegen ihn streiten; er sagte dann, R.Elie͑zer verdiene es, daß man sich in einem Notfalle70Nur in einem Notfalle; somit ist auch bei einem rabb. Gesetze nicht nach einem einzelnen zu entscheiden, wenn mehrere gegen ihn streiten.auf ihn stütze.", "R.Mešaršeja sprach zu Raba, und wie manche sagen, R. Naḥman b.Jiçḥaq zu Raba: Unterscheidet man denn bei einem rabbanitischen [Gesetze] nicht zwischen einem einzelnen gegen einen einzelnen und einem einzelnen gegen mehrere,", "es wird ja gelehrt: Wegen einer unverspäteten Todesnachricht ist die siebentägige und die dreißigtägige71Für die ersten 7 Tage der einen Monat währenden Trauer bestehen strengere Vorschriften.Trauer abzuhalten, wegen einer verspäteten ist nur eine eintägige Trauer abzuhalten.", "Welche heißt unverspätete und welche heißt verspätete? Innerhalb dreißig Tagen heißt sie unverspätet, nach dreißig Tagen heißt sie verspätet — so R.A͑qiba. Die Weisen sagen, sowohl wegen der unverspäteten Todesnachricht als auch wegen der verspäteten sei die siebentägige und die dreißigtägige Trauer abzuhalten.", "Hierzu sagte Rabba b. Bar Ḥana im Namen R.Joḥanans: Wenn sonst ein einzelner erleichternd ist und mehrere erschwerend sind, ist die Halakha wie die mehreren Erschwerenden, ausgenommen ist es hierbei: obgleich R.A͑qiba erleichternd ist und die Weisen erschwerend sind, ist die Halakha wie R.A͑qiba.", "Er ist nämlich der Ansicht Šemuéls, welcher sagt, bei der Trauer sei die Halakha nach dem Erleichternden zu entscheiden.", "Die Rabbanan haben es nur bei der Trauer erleichtert, sonst aber ist auch bei einem rabbanitischen [Gesetze] zwischen einem einzelnen gegen einen einzelnen und einem einzelnen gegen mehrere zu unterscheiden!?" ], [ "R.Papa erwiderte: Dies72Die Lehre R.Jehošua͑s, daß die Halakha nach R.Joḥanan zu entscheiden sei, obgleich er bereits gelehrt hat, daß beim E͑. nach der erleichternden Ansicht entschieden werde.ist nötig. Man könnte glauben, dies gelte nur vom Hof-E͑rub und nicht vom Gebiet-E͑rub, daher ist beides nötig. —", "Woher weißt du, daß man zwischen einem Hof-E͑rub und einem Gebiet-E͑rub unterscheide? — Wir haben gelernt: R.Jehuda sagte: Diese Worte gelten nur vom Gebiet-E͑rub, beim Hof-E͑rub aber kann dies sowohl mit seinem Wissen als auch ohne sein Wissen erfolgen, weil man einen in seiner Abwesenheit bevorteilen und nicht benachteiligen73Ohne E͑. stehen jedem 2000 Ellen außerhalb der Stadt nach jeder Richtung frei, während man durch den E͑. die 2000 E.n auf der entgegengesetzten Seite verliert.kann.", "R.Aši erwiderte: Dies72Die Lehre R.Jehošua͑s, daß die Halakha nach R.Joḥanan zu entscheiden sei, obgleich er bereits gelehrt hat, daß beim E͑. nach der erleichternden Ansicht entschieden werde.ist nötig. Man könnte glauben, dies gelte nur hinsichtlich des Überrestes vom E͑rub, nicht aber hinsichtlich des neu niedergelegten. —", "Woher weißt du, daß man zwischen dem Überreste vom E͑rub und dem neu niedergelegten unterscheide? — Wir haben gelernt: R.Jose sagte: Diese Worte74Daß der E͑. aus einer für 2 Mahlzeiten ausreichenden Speise bestehen müsse.gelten nur vom ursprünglich [niedergelegten] E͑rub, für den Überrest aber reicht auch jedes [Quantum].", "Die Vereinigung der Höfe durch einen E͑rub haben sie überhaupt nur deshalb angeordnet, damit bei den Kindern das Gesetz vom E͑rub nicht in Vergessenheit gerate.", "R.Ja͑qob und R.Zeriqa sagten, die Halakha sei wie R.A͑qiba gegen seinen Genossen, wie R.Jose gegen seine Genossen, und wie Rabbi gegen seinen Genossen. —", "Welche Bedeutung hat dies für die Halakha? — R.Asi sagte, so entscheide man die Halakha; R.Ḥija b. Abba sagte, man neige74Bei einer Entscheidung, jedoch wird dies nicht als Norm im Lehrhause vorgetragen. dazu; R.Jose b.R.Ḥanina sagte, so scheine75Nicht einmal direkt entschieden wird demgemäß, jedoch wird die bereits geschehene Handlung nicht als ungültig erklärt.es.", "In folgendem Wortlaute sagte es R.Ja͑qob b. Idi im Namen R.Joḥanans: [Streiten] R.Meír und R.Jehuda, so ist die Halakha wie R.Jehuda; wenn R.Jehuda und R.Jose, so ist die Halakha wie R.Jose; und selbstverständlich ist, wenn R.Meír und R.Jose, die Halakha wie R.Jose, denn wenn er gegen R.Jehuda nicht gilt, um wieviel weniger gegen R.Jose.", "R.Asi sagte: Auch ich lerne, daß, wenn R.Jose und R.Šimo͑n [streiten], die Halakha wie R.Jose ist. R.Abba sagte nämlich im Namen R.Joḥanans, daß wenn R.Jehuda und R.Šimo͑n [streiten], die Halakha wie R.Jehuda sei, und wenn er gegen R.Jehuda nicht gilt, um wieviel weniger gegen R.Jose.", "Sie fragten: Wie ist es, wenn R.Meír und R.Šimo͑n streiten? — Dies bleibt unentschieden.", "R.Mešaršeja sagte: All diese Regeln haben keine Geltung. — Woher entnimmt dies R.Mešaršeja?", "Wollte man sagen, aus dem, was wir gelernt haben: R.Šimo͑n sagte: Dies ist ebenso, als wenn drei Höfe Ausgänge zu einander und Ausgänge nach öffentlichem Gebiete haben; sind die zwei äußeren mit dem mittelsten durch einen E͑rub verbunden, so ist diesem mit jenen und jenen mit diesem [zu verkehren] erlaubt, beiden äußeren mit einander aber verboten.", "Hierzu sagte R.Ḥama b.Gorja im Namen Rabhs, die Halakha sei wie R.Šimo͑n. Der gegen ihn streitet, ist ja R.Jehuda, und [in jener Regel] sagtest du, daß, wenn R.Jehuda und R.Šimo͑n [streiten], die Halakha wie R.Jehuda sei. Hieraus wäre somit zu entnehmen, daß sie keine Geltung haben.", "Das ist aber kein Einwand, vielleicht nur da76Ist von der Regel abzuweichen., wo [entgegengesetzt] gelehrt wird, nicht aber da, wo dies nicht gelehrt wird!?", "Und wollte man sagen, aus dem, was wir gelernt haben: Wenn eine private Ortschaft zu einer öffentlichen geworden ist, so darf man sie ganz durch einen E͑rub vereinigen; wenn eine öffentliche Ortschaft zu einer privaten geworden ist, so darf man sie nicht ganz durch einen E͑rub vereinigen, es sei denn, daß man einen Teil ausschließt, der so groß ist wie Neustadt77Die Bezeichnung עיר vor dem Namen der Stadt ist im T. sonst nicht bekannt, עיר חדשה (Neustadt) ist demnach der Name der Stadt; vgl. jedoch weiter Fol. 60a.in Judäa, die fünfzig Einwohner hat — so R.Jehuda;", "R.Šimo͑n sagt," ], [ "drei Höfe mit je zwei Häusern. Hierzu sagte R.Ḥama b. Gorja im Namen Rabhs, die Halakha sei wie R.Šimo͑n. Der gegen ihn streitet, ist ja R.Jehuda, und [in jener Regel] sagtest du, daß, wenn R.Jehuda und R. Šimo͑n [streiten], die Halakha wie R.Jehuda sei.", "Aber auch das ist ja kein Einwand, vielleicht [hier ebenfalls] nur da, wo [entgegengesetzt] gelehrt wird, nicht aber da, wo dies nicht gelehrt wird!?", "Und wollte man sagen, aus dem, was wir gelernt haben: Wenn jemand sein Haus verläßt und den Šabbath in einer anderen Stadt verbringen geht, ob ein Nichtjude oder ein Jisraélit, so macht er ihn verboten78Den gemeinsamen Hof; es ist dann verboten, Gegenstände nach dem Hofe zu bringen, da auch er einen Anteil an diesem hat u. am E͑rub sich nicht beteiligt.für die übrigen Mitbewohner des Hofes — so R.Meír;", "R.Jehuda sagt, er mache ihn nicht verboten. R.Jose sagt, ein Nichtjude mache verboten, ein Jisraélit mache nicht verboten, weil ein Jisraélit nicht am Šabbath heimzukehren79Seine Wohnung gilt als herrenlos.pflegt. R.Šimo͑n sagt, selbst wenn einer sein Haus verläßt und den Šabbath bei seiner Tochter in derselben Stadt verbringen geht, mache er ihn nicht verboten, weil er es sich bereits aus dem Sinne geschlagen hat.", "Hierzu sagte R.Ḥama b. Gorja im Namen Rabhs, die Halakha sei wie R.Šimo͑n. Der gegen ihn streitet, ist ja R.Jehuda, und [in jener Regel] sagtest du, daß, wenn R.Jehuda und R.Šimo͑n [streiten], die Halakha wie R.Jehuda sei.", "Aber auch dies ist ja kein Einwand, vielleicht [hier ebenfalls] nur da, wo [entgegengesetzt] gelehrt wird, nicht aber da, wo dies nicht gelehrt wird!?", "Und wollte man sagen, aus dem was wir gelernt haben: Das ist es, was sie gelehrt haben, der Arme mache einen E͑rub mit den Füßen80Wer unterwegs keine Speise zur Bereitung eines E͑. hat, erklärt seinen Standort als Š.gebiet; ausführl. weiter Fol. 49b.. R.Meír sagt, wir wissen es nur vom Armen;", "R.Jehuda sagt, sowohl der Arme als auch der Reiche, und nur als Erleichterung für den Reichen, damit er nicht hinzugehen und mit den Füßen seinen E͑rub zu machen brauche, hat man einen E͑rub aus Brot zu bereiten erlaubt.", "Und als R.Ḥija b. Aši den Ḥija b. Rabh vor Rabh lehrte: sowohl der Arme als auch der Reiche, sprach Rabh zu ihm: Sage ausdrücklich: die Halakha ist wie R.Jehuda.", "Wozu war dies nötig, du sagst ja [in jener Regel], wenn R.Meír und R.Jehuda [streiten], sei die Halakha wie R.Jehuda81Wahrscheinlich hat diese Regel keine Geltung.!?", "Aber auch dies ist ja kein Einwand, vielleicht hält Rabh nichts von jenen Regeln82Jene Regeln rühren von R.Joḥanan her, u. bei einem Streite zwischen Rabh u. R.Joḥanan wird nach R.Joḥanan entschieden.!? —", "Vielmehr, aus dem, was wir gelernt haben: An der Schwägerin83Der Kinderlosen, an der ihr Schwager die Schwagerehe zu vollziehen hat; cf. Dt. 25,5ff.ist die Ḥaliça oder die Schwagerehe nicht vor Ablauf von drei Monaten84Nach dem Tode des Mannes.zu vollziehen.", "Desgleichen dürfen alle anderen Frauen erst nach Ablauf von drei Monaten sich verheiraten oder verloben, einerlei ob Jungfrauen oder Deflorierte, ob Witwen oder Geschiedene, ob Verlobte oder Verheiratete.", "R.Jehuda sagt, Verheiratete dürfen sich [sofort] verloben", "und Verlobte [auch] verheiraten, ausgenommen Verlobte in Judäa, weil er mit ihr vertraut85Wörtl. weil sein Herz [im Verkehr] mit ihr unkeusch ist. In J. herrschte zwischen den Verlobten ein freier Verkehr.ist.", "R.Jose sagt, jede Frau dürfe sich [sofort] verloben, ausgenommen die Witwe, wegen der Trauer.", "Hierzu wird erzählt: Einst kam R.Elea͑zar nicht ins Lehrhaus, und als er darauf R.Asi (stehen) traf, fragte er ihn, was im Lehrhause vorgetragen worden sei. Dieser erwiderte: R.Joḥanan sagte folgendes: die Halakha ist wie R.Jose. — Demnach streitet ein einzelner gegen ihn? —", "Allerdings, denn es wird gelehrt: Wenn es86Vor dem Tode ihres Mannes; in den hier aufgezählten Fällen ist eine Schwangerschaft unwahrscheinlich.sie ins Haus ihres Vaters zu gehen drängte, oder sie mit ihrem Manne zankte, oder ihr Mann alt oder krank war, oder sie krank, unfruchtbar, alt, minderjährig, steril oder sonst geburtsunfähig87עקרה kinderlose Frau mit normalen Geschlechtsorganen; איילונית eine Frau mit anormalen Geschlechtsorganen; לילד אינה ראויה die durch künstliche Mittel nicht konzipieren kann.war, oder ihr Mann im Gefängnis eingesperrt war, oder sie nach dem Tode ihres Mannes abortiert hat, so muß sie dennoch drei Monate warten — so R.Meír; R.Jose erlaubt solchen, sich sofort zu verloben oder zu verheiraten.", "Wozu brauchte er dies [zu sagen], er sagte ja bereits, daß, wenn R.Meír und R.Jose [streiten], die Halakha wie R. Jose sei81Wahrscheinlich hat diese Regel keine Geltung.!? —", "Das ist kein Einwand, vielleicht wollte er damit die Lehre R.Naḥmans zurückweisen, der im Namen Šemuéls sagte, die Halakha sei wie R.Meír bei seinen erschwerenden Verordnungen!? —", "Vielmehr, aus folgender Lehre: Man darf zur Messe der Nichtjuden gehen und Vieh, Sklaven, Mägde, Häuser, Felder und Weinberge ankaufen, dies schriftlich bescheinigen lassen und [das Schriftstück] aufs Amt bringen, weil dies ebenso ist, als rette man es aus ihrer Hand.", "Ist er Priester, so darf er sich in außerjisraélitischen Ländern88Cf. Sab. Fol. 15a.verunreinigen, um mit ihnen Prozesse und Streitigkeiten zu führen; und wie er sich durch außerjisraélitisches Land verunreinigen darf, so darf er es auch auf einem Begräbnisplatze. —", "‘Auf einem Begräbnisplatze’, wie kommst du darauf, dies ist ja eine Unreinheit nach der Tora!? —", "Sage vielmehr, auf einem Gräberpfluge, der nur rabbanitisch [unrein] ist.", "Ferner darf er sich da verunreinigen, um eine Frau zu nehmen, und um die Tora zu lernen. R.Jehuda sagt, nur dann, wenn er sie [daheim] nicht lernen kann, wenn er sie aber [daheim] lernen kann, dürfe er sich nicht verunreinigen.", "R.Jose sagt, auch wenn er sie [daheim] lernen kann, dürfe er sich da verunreinigen, weil es" ], [ "einem Menschen nicht beschieden ist, von jedem zu lernen. R.Jose erzählte: Einst ging der Priester Joseph zu seinem Lehrer nach Çajdan89Einer nichtjisraélitischen Stadt., um die Tora zu lernen.", "Hierzu sagte R.Joḥanan, die Halakha sei wie R.Jose. Wozu brauchte er dies [zu sagen], er sagte ja bereits, daß, wenn R.Meír und R.Jose [streiten], die Halakha wie R.Jose sei81Wahrscheinlich hat diese Regel keine Geltung.!?", "Abajje erwiderte: Dies war ja nötig; man könnte glauben, nur wenn in einer Mišna, nicht aber wenn in einer Barajtha, so lehrt er uns!? —", "Vielmehr, [R.Mešaršeja] meint es wie folgt: diese Regeln gelten nicht nach aller Ansicht, denn nach Rabh haben sie keine Geltung.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Sachen eines Nichtjuden erwerben kein Šabbathgebiet. —", "Nach wem: wollte man sagen, nach den Rabbanan, so ist es ja selbstverständlich, wenn herrenlose Sachen, die gar keinen Besitzer haben, kein Šabbathgebiet erwerben, um wieviel weniger Sachen eines Nichtjuden, die einen Besitzer90Der dafür gänzlich ungeeignet ist.haben!? —", "Vielmehr, nach R.Joḥanan b. Nuri, und er lehrt uns, daß nach R.Joḥanan b. Nuri nur herrenlose Sachen, die keinen Besitzer haben, das Šabbathgebiet erwerben, nicht aber Sachen eines Nichtjuden, die einen Besitzer haben.", "Man wandte ein: R.Šimo͑n b. Elea͑zar sagte: Ein Gerät, das jemand von einem Nichtjuden am Feste borgt, ebenso ein Gerät, das jemand einem Nichtjuden am Vorabend des Festes geborgt und dieser ihm am Feste zurückgibt, auch Geräte und Vorräte, die sich am Šabbath innerhalb des Šabbathgebietes befinden, haben zweitausend Ellen nach jeder Richtung. Wenn ein Nichtjude einem Früchte von außerhalb des Šabbathgebietes bringt, so darf er sie von ihrem Platze nicht91Sie haben ihren Platz erworben.fortbringen.", "Allerdings ist hier, wenn du sagst, nach R.Joḥanan b. Nuri erwerben Sachen eines Nichtjuden ein Šabbathgebiet, die Ansicht des R.Joḥanan b. Nuri vertreten,", "wessen Ansicht aber ist hier vertreten, wenn du sagst, nach R.Joḥanan b. Nuri erwerben Sachen eines Nichtjuden kein Šabbathgebiet, weder die des R.Joḥanan b. Nuri, noch die der Rabbanan!? —", "Tatsächlich ist R.Joḥanan b. Nuri der Ansicht, Sachen eines Nichtjuden erwerben ein Šabbathgebiet, Šemuél aber sagte es nach den Rabbanan. Wenn du aber einwendest, nach den Rabbanan sei dies ja selbstverständlich, [so ist zu erwidern:] man könnte glauben, dies92Daß sie ihren Platz für den Šabbath erwerben.sei auch bei einem nichtjüdisehen Besitzer anzuordnen mit Rücksicht auf einen jüdischen Besitzer, so lehrt er uns.", "R.Ḥija b. Abin aber sagte im Namen R.Joḥanans, Sachen eines Nichtjuden erwerben ein Šabbathgebiet; dies wurde bei einem nichtjüdischen Besitzer mit Rücksicht auf einen jüdischen Besitzer angeordnet.", "Einst wurden Widder nach Mabrakhta93Name eines Dorfes in der Nähe von Maḥoza; nach einigen Lexikographen Karawane.gebracht, und Raba erlaubte den Einwohnern von Maḥoza, von diesen zu kaufen.", "Da sprach Rabina zu Raba: Du stützest dich wohl darauf, daß R.Jehuda im Namen Šemuéls sagte, Sachen eines Nichtjuden erwerben kein94Wenn die Widder ihren Platz nicht erwerben, sind sie auch nicht von außerhalb eingeführt.Šabbathgebiet,", "aber [bei einem Streite zwischen] Šemuél und R.Joḥanan wird die Halakha nach R.Joḥanan entschieden, und R.Ḥija b. Abin sagte im Namen R.Joḥanans, Sachen eines Nichtjuden erwerben ein Šabbathgebiet, weil dies bei nichtjüdischen Eigentümern mit Rücksicht auf jüdische Eigentümer angeordnet worden ist!?", "Darauf befahl Raba, sie an die Leute von Mabrakhta zu verkaufen, denn für diese galt ganz Mabrakhta als vier Ellen.", "R.Ḥija lehrte: Eine Fischgrube, die sich zwischen zwei Šabbathgebieten befindet, benötigt" ], [ "einer eisernen Wand zur Trennung95Wenn sie sich zwischen 2 Š.gebieten befindet, damit nicht das Wasser aus einem Gebiete in das andere fließe.. Da lachte R.Jose b. R.Ḥanina darüber. —", "Weshalb lachte er: wollte man sagen, weil jener nach R.Joḥanan b. Nuri lehrte, erschwerend, während er der Ansicht der Rabbanan war, erleichternd, — sollte er denn, weil er erleichternder Ansicht war, über jeden gelacht haben, der erschwerend lehrte!? —", "Vielmehr, weil gelehrt wird, fließende Ströme und sprudelnde Quellen gleichen den Füßen jedermanns68Cf. Anm. 62, mut. mut.. —", "Vielleicht spricht er von angesammeltem [Wasser]!? —", "Vielmehr, weil er lehrt, sie benötige einer eisernen Wand zur Trennung. Eine aus Rohrstäben ist wohl deshalb nicht [ausreichend], weil das Wasser durchdringt, und auch durch eine eiserne dringt ja das Wasser durch!? —", "Vielleicht meinte er, sie benötige, und es gebe dafür kein Mittel96Weil eben das Wasser durchdringt.!? —", "Vielmehr, weil die Weisen beim Wasser erleichtert haben.", "So fragte R.Ṭabla den Rabh, ob die schwebende Wand eine Ruine zu erlaubtem Gebiete mache,", "und dieser erwiderte, die schwebende Wand sei nur beim Wasser zulässig, weil die Weisen beim Wasser erleichtert haben.", "DIE WEISEN SAGEN, ER HABE NUR VIER &C. R.Jehuda sagt ja dasselbe was der erste Tanna!?", "Raba erwiderte: Sie streiten über acht zu acht97Nach dem ersten Tanna hat er 4 E.n nach jeder Richtung, also 8 zu 8. [Ellen]. Ebenso wird auch gelehrt: Es stehen ihm acht zu acht [Ellen] frei — so R.Meír.", "Ferner sagte Raba: Sie streiten nur über das Gehen, tragen aber darf man nach aller Ansicht nur vier Ellen und nicht mehr. —", "Wo kommen diese vier Ellen in der Schrift vor? —", "Wie gelehrt wird:98Ex. 16,29.Jeder verbleibe auf seinem Platze; auf dem Platze unter ihm. — Wieviel beträgt der Platz unter ihm? — Drei Ellen für den Körper und eine Elle, um Hände und Füße ausstrecken zu können — so R.Meír; R.Jehuda sagt, drei Ellen für den Körper und eine Elle, um eine Sache von der Fußseite fortnehmen und an die Kopfseite legen zu können. —", "Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? — Ob genau vier Ellen99Zum Ausbreiten von Händen und Füßen ist etwas mehr als 1 E. erforderlich..", "R.Mešaršeja sprach zu seinem Sohne: Wenn du zu R.Papa kommst, frage ihn, ob man ihm die vier Ellen, von denen sie sprechen, seiner Person entsprechend100Unter Elle ist eigentl. der Arm zu verstehen, dessen Größe u. Namen (אמה) sie hat; die gewöhnliche, im Heiligtum gebräuchliche E. hatte 6 u. die kleinere 5 Handbreiten., oder mit der Elle des Heiligtums gemessen gebe.", "Wenn er dir sagt, man gebe ihm [vier] Ellen wie im Heiligtum gebräuchlich, wie verhält es sich mit [einem wie] O͑g, König101Der eine riesenhafte Körpergröße hatte; cf. Ber. Fol. 54b.von Bašan; und wenn er dir sagt, man gebe sie ihm seiner Person entsprechend, so frage ihn, weshalb dies nicht bei den Dingen mitgezählt wird, bei denen man sich nach der betreffenden Person102Cf. supra Fol. 30b.richte!?", "Als er zu R.Papa kam, sprach dieser zu ihm: Wollten wir alles so genau nehmen, so würden wir nie etwas lernen;", "tatsächlich gebe man ihm [vier] Ellen seiner Person entsprechend, wenn du aber einwendest, weshalb dies nicht bei den Dingen mitgezählt wird, [bei denen man sich nach der betreffenden Person] richte, — weil dies nicht ausgemacht ist, denn es gibt [normale Menschen] mit zwerghaften Gliedern.", "WENN ES ZWEI PERSONEN SIND UND EIN TEIL DER ELLEN DES EINEN &C. Wozu heißt es, dies ist ebenso? —", "R.Šimo͑n sprach zu den Rabbanan wie folgt: merket, dies ist ja ebenso, als wenn drei Höfe Durchgänge zu einander und Durchgänge nach der Straße haben; weshalb streitet ihr da103Cf. infra Fol. 49a.und nicht hierbei!? —", "Und die Rabbanan!? — Da sind es viele Bewohner, hierbei sind es nicht viele Bewohner104Sie wissen es alle und sind vorsichtig..", "ZWISCHEN BEIDEN ÄUSSEREN &C. Weshalb denn, wenn die äußeren mit dem mittelsten durch einen E͑rub verbunden sind, gehören sie ja zusammen!?", "R.Jehuda erwiderte: Wenn der mittelste einen E͑rub in diesem und einen E͑rub in jenem niedergelegt hat.", "R.Šešeth erwiderte: Du kannst sogar sagen, wenn [beide] ihre E͑rubin im mittelsten niedergelegt haben," ], [ "jedoch in zwei verschiedenen Häusern105Die äußeren Höfe werden mit einander nicht vereinigt.. —", "Also nach der Schule Šammajs!? Es wird nämlich gelehrt: Wenn fünf [Mitbewohner die Beiträge zum] E͑rub eingefordert und ihn in zwei Gefäße gelegt haben, so ist er, wie die Schule Šammajs sagt, kein E͑rub, und wie die Schule Hillels sagt, ein [gültiger] E͑rub. —", "Du kannst auch sagen, nach der Schule Hillels, denn die Schule Hillels ist dieser Ansicht nur in dem Falle, wenn man ihn in zwei Gefäße in einem Hause legt, nicht aber, wenn in zwei verschiedenen Häusern.", "R.Aḥa, Sohn des R.Ivja, sprach zu R.Aši: Sowohl gegen R.Jehuda als auch gegen R.Šešeth ist ein Einwand zu erheben. Gegen R.Jehuda ist folgender Einwand zu erheben: er erklärt, wenn der mittelste einen E͑rub in diesem und einen E͑rub in jenem niedergelegt hat; sobald der mittelste mit einem der äußeren durch einen E͑rub verbunden ist, gehören sie ja zusammen, somit geschieht ja die spätere Verbindung mit dem zweiten in Vertretung [des ersten]!?", "Gegen R.Šešeth ist folgender Einwand zu erheben: dies106Der Fall, wenn sie ihn in zwei Häusern niedergelegt haben.sollte doch dem Falle gleichen, wenn von fünf Personen, die zusammen einen Hof haben, einer sich am E͑rub zu beteiligen vergessen hat, wobei [der Verkehr in diesem] auch allen übrigen verboten ist!?", "R.Aši erwiderte: Weder gegen R.Jehuda noch gegen R.Šešeth ist ein Einwand zu erheben. Gegen R.Jehuda ist kein Einwand zu erheben; da der mittelste sich mit dem äußeren durch einen E͑rub verbunden hat, nicht aber die beiden äußeren miteinander, so ist damit bekundet, daß das eine erwünscht war und das andere nicht.", "Gegen R.Šešeth ist ebenfalls kein Einwand zu erheben; sollte denn, weil sie gesagt haben, das Beisammenwohnen107Durch die Verbindung mit einem E͑rub.wirke erleichternd, dies auch erschwerend wirken108In Wirklichkeit wohnen sie nicht im Hofe u. können auch nicht für einander Verbot erwirken.!?", "R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Dies ist die Ansicht R.Šimo͑ns; die Weisen aber sagen, ein Gebiet dürfe sich zweier Gebiete bedienen, nicht aber dürfen sich zwei Gebiete eines Gebietes bedienen109Der mittelste Hof darf mit den äußeren verkehren, nicht aber umgekehrt, einerlei ob die äußeren beim mittelsten oder der mittelste bei den äußeren den E͑rub niedergelegt haben..", "Als ich dies vor Šemuél sagte, sprach er zu mir:" ], [ "auch dies ist die Ansicht R.Šimo͑ns; die Weisen aber sagen, allen dreien sei es verboten.", "Übereinstimmend mit R.Jehuda nach Šemuél wird auch gelehrt: R.Šimo͑n sagte: Dies ist ebenso, als wenn drei Höfe Durchgänge zu einander und Durchgänge nach der Straße haben; sind die zwei äußeren mit dem mittelsten durch einen E͑rub verbunden, so darf man aus dem einen Speisen aus dem Hause bringen und da essen, und aus dem anderen Speisen aus dem Hause bringen und da essen, ebenso den Rest in dem einen nach Hause bringen und in dem anderen nach Hause bringen.", "Die Weisen aber sagen, dies sei allen dreien verboten.", "Šemuél vertritt hiermit seine Ansicht, denn Šemuél sagte: Wenn ein Vorhof zwischen zwei Durchgangsgassen mit beiden durch einen E͑rub verbunden ist, so ist [der Verkehr] mit beiden verboten;", "ist er mit beiden nicht durch einen E͑rub verbunden, so macht er [den Verkehr] in beiden verboten.", "Wenn er mit der einen Verkehr110An Wochentagen.pflegt und mit der anderen nicht, so ist es111Der Verkehr mit den anliegenden Höfen.in der, mit der er Verkehr pflegt, verboten, und mit der er keinen Verkehr pflegt, erlaubt112Da zwischen beiden keine Verbindung besteht, so kann einer den anderen auch nicht verboten machen..", "Rabba b. R.Ḥona sagte [im Namen Šemuéls]: Ist er durch einen E͑rub mit der verbunden, mit der er keinen Verkehr pflegt, so ist es in der erlaubt, mit der er Verkehr pflegt.", "Ferner sagte Rabba b. R.Hona im Namen Šemuéls: Wenn die, mit der er Verkehr pflegt, für sich allein einen E͑rub bereitet hat, und die, mit der er keinen Verkehr pflegt, keinen bereitet hat, und ebenso [der Hof] selber keinen E͑rub bereitet hat, so schiebe man [den Hof] zu der [Durchgangsgasse], mit der er keinen Verkehr113Sonst wäre der E͑. der anderen ganz zwecklos, da sich das Verbot im Hofe auf diese ausdehnen würde.pflegt.", "In einem solchen Falle übe man Zwang gegen sedomitische Art114Die Weigerung, einem anderen einen Vorteil zukommen zu lassen, ohne dadurch einen Schaden zu erleiden, gilt als sedomitische Art (cf. Ab. V,10), gegen die man zwangsweise einschreiten kann..", "R.Jehuda sagte im Namen Šamuéls: Wenn es jemand mit seinem E͑rub genau115Daß die übrigen Beteiligten seinen Anteil nicht aufessen.nimmt, so ist er kein E͑rub, denn dafür heißt er ja E͑rub [Vereinigung].", "R.Ḥanina sagte, der E͑rub sei ein [gültiger] E͑rub, nur gehöre [der Eigentümer] zu den Vardinäern116Die Einwohner von Vardina waren als geizig verrufen..", "R.Jehuda sagte [ferner] im Namen Šemuéls: Wenn jemand den E͑rub117Wenn jeder der Beteiligten ein besonderes Gefäß benutzt.teilt, so ist er kein E͑rub.", "Nach wessen Ansicht? Nach der Schule Šammajs, denn es wird gelehrt, daß, wenn fünf [Mitbewohner die Beiträge zum] E͑rub eingefordert und ihn in zwei Gefäße gelegt haben, er, wie die Schule Šammajs sagt, kein E͑rub, und wie die Schule Hillels sagt, ein [gültiger] E͑rub sei!? —", "Du kannst auch sagen, nach der Schule Hillels, denn die Schule Hillels ist ihrer Ansicht nur in dem Falle, wenn das Gefäß voll ist, und wenn [von den Speisen] zurückbleibt, nicht aber, wenn er [absichtlich] geteilt wird. —", "Wozu ist beides118Beide Lehren besagen, daß man es mit seinem Anteile nicht genau nehmen dürfe.nötig? — Dies ist nötig. Würde er nur jenes gelehrt haben, so könnte man glauben, weil er es genau nimmt, nicht aber hierbei;", "und würde er nur dieses gelehrt haben, so könnte man glauben, weil er ihn geteilt hat, nicht aber in jenem Falle. Daher [ist beides] nötig.", "R.Abba sprach zu R.Jehuda in der Kelter des Bar R.Zakkaj: Kann Šemuél denn gesagt haben, daß, wenn jemand einen E͑rub teilt, er kein E͑rub sei, Šemuél sagte ja, daß [der Besitzer des] Hauses, in dem der E͑rub niedergelegt wird, kein Brot zum E͑rub beizutragen brauche; wohl deshalb, weil wir sagen, wenn er nur das Brot im Korbe liegen hat, gelte es als niedergelegt, ebenso sollte es auch hierbei, da er es im Korbe hat, als niedergelegt gelten!?", "Dieser erwiderte: Dieser braucht überhaupt kein Brot [beizutragen], wo doch alle da wohnen119Durch den E͑. sollen alle Beteiligten als Bewohner des Hauses gelten, u. der Besitzer wohnt da in Wirklichkeit..", "Šemuél sagte: Der E͑rub dient als Kaufmittel120Als Zahlung für die Überlassung der Wohnung.;", "wenn du aber einwendest, weshalb dies nicht mit einer Münze121Im Texte Maa͑, kleinste Silbermünze, übertragen für Geld allgemein.geschehen könne, — weil eine solche an Vorabenden des Šabbaths nicht zur Hand ist. —", "Sollte doch, wenn man mit einer solchen den E͑rub bereitet hat, dies gültig sein!? —", "Mit Rücksicht darauf, man würde glauben, durchaus aus Geld, und man würde, wenn man gerade kein Geld hat, keinen E͑rub aus Brot bereiten, sodaß der E͑rub in Vergessenheit geraten könnte.", "Raba aber sagt, der E͑rub erfolge zum Aufenthalt122Man legt da sein Brot nieder, um sich da aufhalten und essen zu können.. —", "Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? — Ein Unterschied besteht zwischen ihnen, wenn er mit einem Kleidungsstücke123Käufe werden auch durch den sog. Mantelgriff (קניין סודר) abgeschlossen; cf. Rut. 4,7.", "oder [Speisen], die keine Peruṭa124Ein Kauf kann nur durch den Wert einer Peruṭa (kleinste Scheidemünze) erfolgen.wert sind," ], [ "oder durch einen Minderjährigen125Der keinen Kauf abschließen kann.bereitet wurde.", "Abajje sprach zu Raba: Sowohl gegen dich, als auch gegen Šemuél ist ein Einwand zu erheben. Es wird ja gelehrt, daß, wenn fünf126Bewohner eines Hofes.zum E͑rub beigetragen haben und ihn anderswo hinbringen wollen127Um auch mit diesen verbunden zu sein., dies einer für alle tue; dieser allein erwirbt ihn, dieser allein wohnt da!?", "Dieser erwiderte: Weder ist gegen mich ein Einwand zu erheben, noch ist gegen Šemuél ein Einwand zu erheben; dieser handelt in Vertretung aller übrigen. Weiter nichts mehr.", "Rabba sagte im Namen des R.Ḥama b. Gorja im Namen Rabhs: Die Halakha ist wie R. Šimo͑n.", "vii WENN JEMAND128Am Vorabend des Š.s.SIGH UNTERWEGS BEFINDET UND ES DUNKEL WIRD, ER ABER EINEN BAUM ODER EINE STEINWAND KENNT UND SAGT: UNTER DIESEM SEI MEIN AUFENTHALT AM ŠABBATH, SO HAT ER NICHTS GESAGT; \n", "WENN ABER: AN SEINEM STAMME SEI MEIN AUFENTHALT AM ŠABBATH, SO DARF ER VON SEINEM STANDORTE BIS zu DESSEN STAMME ZWEITAUSEND ELLEN GEHEN UND EBENSO ZWEITAUSEND ELLEN VON DESSEN STAMME BIS ZU SEINER WOHNUNG; SOMIT DARF ER NACH ANBRUCH DER DUNKELHEIT VIERTAUSEND ELLEN GEHEN.", "viii WENN ER SOLCHE NIGHT KENNT ODER IHM DIESE HALAKHA UNBEKANNT IST UND ER SAGT: MEIN AUFENTHALT AM ŠABBATH SEI AN ORT UND STELLE, SO ERWIRBT SEIN STANDORT FÜR IHN ZWEITAUSEND ELLEN NACH JEDER RICHTUNG.", "IM KREISE — SO R.ḤaninA B. ANTIGONOS; DIE WEISEN SAGEN, IM QUADRATE, GLEICH EINER VIERECKIGEN TAFEL, DAMIT ER DIE WLNKEL GEWINNE.", "ix DAS IST ES, WAS SIE GESAGT HABEN, DER ARME129Wer bei sich keine Speise zum Niederlegen hat.MACHE EINENRUB MIT SEINEN FÜSSEN. R.MEÍR ERKLÄRTE: DIES GILT UNS NUR VOM ARMEN. R.JEHUDA ERKLÄRTE: SOWOHL VOM ARMEN ALS AUCH VOM REICHEN; DENN NUR ZUR ERLEICHTERUNG FÜR DEN REICHEN, DAMIT ER NICHT HINZUGEHEN UND EINEN E͑RUB MIT DEN FÜSSEN ZU MACHEN BRAUCHE, SAGTEN SIE, DASS MAN DENRUB AUS BROT BEREITE.", "GEMARA. Was heißt: so hat er nichts gesagt?", "Rabh erklärte: Überhaupt nichts, er darf nicht einmal bis unter den Baum gehen.", "Šemuél erklärte: So hat er nichts gesagt, er darf nicht nach Hause gehen, wohl aber darf er bis unter den Baum gehen.", "[Beim Messen] unter dem Baume ist es wie beim Esel- und Kameltreiber130Cf. supra Fol. 35a, Anm. 136.:", "will er nördlich messen, so mißt man ihm südlich, will er südlich messen, so mißt man ihm131Wenn sich der Baum am Ende der 2000 E.n, jedoch innerhalb derselben befindet, u. dessen Gezweige beispielsweise 10 E.n einnimmt, so werden diese 10 E.n mitgezählt, dh. er hat auf jeder Seite das Baumes nur 1990 E.n; ist seine Wohnung 2000 E.n entfernt, so kann er sie nicht erreichen.nördlich." ], [ "Rabba sagte: Was ist der Grund Rabhs? Weil er den Platz nicht bezeichnet132‘Der Platz unter dem Baume’ ist zu ungenau, seinen Standort erwirbt er ebenfalls nicht, weil er durch seinen Wunsch bekundet, daß er diesen nicht erwerben wolle.hat.", "Manche lesen: Rabba sagte: Was ist der Grund Rabhs? Er ist der Ansicht, was nacheinander nicht gültig ist, sei auch gleichzeitig133Wenn jemand zuerst 4 E.n auf der einen Seite seines Standortes als Aufenthalt für den Šabbath bestimmt hat u. nachher die 4 E.n auf der anderen Seite erwerben will, so ist dies nicht mehr zulässig, ebenso erwirbt er nichts, wenn er gleichzeitig beide Seiten, in unserem Falle ‘den Raum unter dem Baume’, bezeichnet.nicht gültig. —", "Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? — Ein Unterschied besteht zwischen ihnen in dem Falle, wenn einer gesagt hat, er wolle vier von den acht Ellen [unter dem Baume] erwerben.", "Nach der Erklärung, er habe den Platz nicht bezeichnet, hat auch dieser den Platz nicht bezeichnet,", "und nach der Erklärung, was nacheinander nicht gültig ist, sei auch gleichzeitig nicht gültig, gleicht es hierbei den vier Ellen, denn er sagte ja: vier Ellen.", "Der Text: Rabba sagte: Was nacheinander nicht gültig ist, ist auch gleichzeitig nicht gültig. Abajje wandte gegen Rabba ein: Wenn jemand den Zehnten zu hoch absondert, so sind seine Früchte zubereitet und der Zehnt134Als Zehnt ist nur ein Zehntel zu entrichten; der Überschuß ist Unverzehntetes, somit sind dem Zehnten unverzehntete Früchte beigemischt u. zum Essen verboten.unbrauchbar.", "Weshalb denn, man sollte doch sagen, was nacheinander nicht gilt, gelte auch gleichzeitig135Wenn man den Zehnten richtig abgesondert hat, so kann er nicht wiederum entrichtet werden, ebenso sollte der gleichzeitig doppelt entrichtete Zehnt ungültig sein.nicht!? —", "Anders ist es beim Zehnten, wobei eine Teilung möglich ist, denn, wenn er sagt, die Hälfte eines jeden Weizenkorns sei heilig, ist sie heilig. —", "Aber beim Viehzehnten ist ja eine Teilung nicht möglich,", "dennoch sagte Raba, daß, wenn beim zehnten136Beim Absondern des Viehzehnten; cf. Lev. 27,32.zwei zusammen herauskommen und er ‘zehn’ ausruft, das zehnte und das elfte mit einander vermischt seien!? —", "Anders ist es beim Viehzehnten, wobei es bei einem Irrtum in der Reihenfolge gültig ist,", "denn wir haben gelernt, daß, wenn man das neunte als zehntes, das zehnte als neuntes und das elfte als zehntes bezeichnet hat, alle drei heilig seien. —", "Das Dankopfer ist ja bei einem Irrtum ungültig, auch nacheinander137Sind die zum Dankopfer erforderlichen 40 Brote (cf. Lev. 7,11 u. hierzu Men. Fol. 76a ff.) bereits bestimmt, so können hierzu keine anderen mehr bestimmt werden., dennoch wird gelehrt, daß, wenn das Dankopfer bei achtzig Broten geschlachtet worden ist, vierzig von den achtzig, wie Ḥizqija sagt, heilig, und wie R.Joḥanan sagt, nicht heilig seien!? —", "Hierzu wurde ja gelehrt: R.Zera sagte: Alle stimmen überein, daß, wenn er gesagt hat: vierzig von den achtzig mögen heilig sein, sie heilig136Die übrigen gelten als nicht vorhanden.seien, und wenn: die vierzig mögen nur dann heilig sein, wenn alle achtzig heilig sind, sie nicht heilig seien;", "sie streiten nur über den Fall, wenn er nichts gesagt hat: Einer ist der Ansicht, er habe dies zur Sicherheit getan und sie bedingungsweise137Wenn die eine Hälfte verloren geht od. unbrauchbar wird, diene die zweite Hälfte als Ersatz.dargebracht," ], [ "und einer ist der Ansicht, er habe ein großes Opfer darbringen wollen138Ein solches ist ungültig..", "Abajje sagte: Dies139Daß nach Rabh seine Worte ungültig sind.lehrten sie nur von dem Falle, wenn der Baum zwölf Ellen einnimmt, wenn er aber keine zwölf Ellen einnimmt, so ist ein Teil seines Hauses140Des von ihm bestimmten Platzes unter dem Baume; die mittelsten E.n sind an u. für sich bezeichnet, u. von den 4 E.n an jeder Seite gehört ein Teil zu diesen.bezeichnet.", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, wandte ein: Woher, daß er die vier mittelsten bezeichnet hat, vielleicht bezeichnete er vier Ellen auf der einen Seite oder vier Ellen auf der anderen141Die 4 E.n an der einen Seite ragen nicht in die anderen; cf. Anm. 132.Seite!?", "Vielmehr, sagte R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn der Baum acht Ellen einnimmt, wenn er aber nur sieben Ellen einnimmt, so ist ein Teil seines Hauses bezeichnet.", "Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Rabh, und es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Šemuél.", "Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Rabh: Wenn jemand sich unterwegs befindet und es dunkel wird, er aber einen Baum oder eine Steinwand kennt und sagt: unter diesem sei mein Aufenthalt am Šabbath, so hat er nichts gesagt; sagt er aber: an jener Stelle sei mein Aufenthalt am Šabbath, so darf er bis an jene Stelle gehen, und wenn er jene Stelle erreicht, darf er sie ganz durchwandern und zweitausend Ellen ringsum.", "Dies nur in dem Falle, wenn die Stelle gekennzeichnet ist, zum Beispiel ein zehn Handbreiten hoher Hügel, von vier Ellen bis zu zwei Seáflächen groß,", "oder ein zehn [Handbreiten] tiefes Tal, von vier Ellen bis zu zwei Seáflächen groß, ist die Stelle aber nicht gekennzeichnet, so hat er nur vier Ellen.", "Wenn es zwei sind und einer [die Stelle] kennt und der andere nicht, so übertrage der, der die Stelle nicht kennt, seinen Aufenthalt am Šabbath dem, der [die Stelle] kennt, und dieser spreche: an jener Stelle sei [unser] Aufenthalt142Dh. eine Besitznahme desselben.am Šabbath.", "Dies nur in dem Falle, wenn er die von ihm bestimmten vier Ellen bezeichnet, hat, wenn er aber die von ihm bestimmten vier Ellen nicht bezeichnet hat, so darf er seinen Platz nicht verlassen. —", "Dies ist ja eine Widerlegung Šemuéls!? — Šemuél kann dir erwidern: hier handelt es sich um den Fall, wenn von seinem Standorte bis zum Stamme zweitausendundvier Ellen vorhanden sind, sodaß er, wenn du ihn auf die Seite des Baumes setzest, sich außerhalb des Šabbathgebietes befindet;", "hat er die vier Ellen bezeichnet, so kann er hingehen, hat er die vier Ellen nicht bezeichnet, so kann er nicht hingehen.", "Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Šemuél: Wenn jemand sich geirrt und nach zwei [entgegengesetzten] Richtungen einen E͑rub niedergelegt hat, indem er glaubte, man dürfe nach zwei [entgegengesetzten] Richtungen einen E͑rub niederlegen, oder wenn jemand seine Sklaven beauftragt hatte, für ihn einen E͑rub niederzulegen, und einer ihn nördlich und der andere südlich niedergelegt hat, so darf er nördlich so weit gehen, wie der südliche E͑rub es zuläßt, und südlich so weit, wie der nördliche E͑rub es zuläßt143Wenn sie den E͑. nicht am äußersten Ende der 2000 E.n niedergelegt haben.;", "haben sie für ihn das Gebiet geteilt144Dh. wenn jeder den E͑. an das äußerste Ende gelegt hat., so darf er seinen Platz nicht verlassen. —", "Dies ist ja eine Widerlegung Rabhs!? — Rabh ist Tanna und streitet dagegen.", "SAGT ER: AN SEINEM STAMME SEI MEIN AUFENTHALT AM ŠABBATH, so DARF ER VON SEINEM STANDORTE BIS zu DESSEN STAMME ZWEITAUSEND ELLEN GEHEN, UND EBENSO ZWEITAUSEND ELLEN VON DESSEN STAMME BIS zu SEINER WOHNUNG, SOMIT DARF ER NACH ANBRUCH DER DUNKELHEIT VIERTAUSEND ELLEN GEHEN." ], [ "Raba sagte: Dies nur, wenn er laufend den Stamm noch erreichen145Vor Eintritt des Šabbaths.kann. Abajje sprach zu ihm: Es heißt ja aber: und es dunkel wird!? —", "Wenn es dunkel wird, um nach Hause zu gehen, er den Stamm des Baumes aber erreichen kann. Manche lesen: Raba sagte: Dunkel wird, wenn er langsam geht, laufend aber hinkommen kann.", "Rabba und R.Joseph befanden sich einst auf dem Wege, und Rabba sprach zu R.Joseph: Unser Aufenthalt am Šabbath sei unter der Palme, die ihre Schwester trägt. Manche sagen: Unter der Palme, die ihren Herrn von der Kopfsteuer146Durch ihren reichen Ertrag.befreit.", "Kennt sie der Meister? Dieser erwiderte: Ich kenne sie nicht. Da sprach er zu ihm: So verlasse dich auf mich. Es wird nämlich gelehrt: R.Jose sagte: Wenn es zwei sind und einer [die Stelle] kennt und der andere nicht, so übertrage der, der [die Stelle] nicht kennt, seinen Aufenthalt142Dh. eine Besitznahme desselben.am Šabbath dem, der [die Stelle] kennt, und dieser spreche: an jener Stelle sei unser Aufenthalt am Šabbath.", "Dies147Daß RJ. der Autor dieser Lehre ist.stimmt aber nicht; er lehrte es nur deshalb im Namen R.Joses, damit er dies anerkenne, weil R.Jose [stets] seinen Grund148Gf. supra Fol. 14b, Anm. 228.hat.", "WENN ER SOLCHE NICHT KENNT ODER IHM DIESE HALAKHA UNBEKANNT IST &C.", "Wo kommen diese zweitausend Ellen in der Schrift vor? — Es wird gelehrt:149Ex. 16,29. Jeder verbleibe auf seinem Platze, das sind150Cf. supra Fol. 48a.die vier Ellen?149Ex. 16,29.niemand verlasse seinen Ort, das sind die zweitausend Ellen. —", "Wieso [geht dies hieraus hervor]? R.Ḥisda erwiderte: Wir folgern Ort von Ort, Ort von laufen, laufen von laufen, laufen von Grenze, Grenze von Grenze, Grenze von außerhalb und außerhalb151Dh. man vergleiche den vom Š.gesetze handelnden Vers, in dem das Wort Ort vorkommt (Ex. 16,29) mit einem anderen, in dem die Worte Ort und laufen vorkommen (Ex. 21,13), diesen mit einem anderen, in dem die Worte laufen und Grenze vorkommen (Num. 35,26) und diesen mit einem anderen, in dem die Worte Grenze und außerhalb vorkommen (Num. 35,27); das Wort außerhalb, das auch im angezogenen Schriftverse gebraucht wird, dient nun als Wortanalogie.von außerhalb, denn es heißt:152Num. 35,5.ihr sollt außerhalb der Stadt auf der Ostseite zweitausend Ellen abmessen &c. —", "Sollte man doch folgern aus [dem Verse]:153Ib. V. 4.von der Stadtmauer auswärts tausend Ellen!? — Man folgere hinsichtlich [des Wortes] außerhalb von außerhalb, nicht aber hinsichtlich [des Wortes] außerhalb von auswärts. —", "Welchen Unterschied gibt es denn dabei, in der Schule R.Jišma͑éls folgerten sie ja aus:154Lev. 14,39.wenn der Priester wiederkommt, und:155Ib. V. 44.wenn der Priester hineingeht, denn ‘kommen’ und ‘gehen’156Die beiden Worte sind nur sinnverwandt, dennoch werden sie zur Schlußfolgerung durch Wortanalogie verwendet.sei dasselbe!? —", "Dies nur, wenn kein gleiches [Wort] vorhanden ist, wenn aber ein gleiches vorhanden ist, folgere man vom gleichen.", "ZWEITAUSEND ELLEN. IM KREISE. Welcher Ansicht ist R.Ḥanina b. Antigonos: hält er von der Wortanalogie, so heißt es ja Winkel157Eigentl. Seiten (פיאות); im oben angezogenen Verse (Num. 35,5), also im Quadrat., und hält er nichts von der Wortanalogie, woher entnimmt er die zweitausend Ellen158Die durch Wortanalogie gefolgert werden.!? —", "Tatsächlich hält er von der Wortanalogie, nur ist es hierbei anders, denn die Schrift sagt:152Num. 35,5.dieses soll ihnen als Weidetrift bei den Städten zufallen; bei diesen sind Winkel erforderlich, nicht aber beim Aufenthalt am Šabbath. —", "Und die Rabbanan!? — R.Ḥananja lehrte: Wie dieses auch für den Aufenthalt am Šabbath.", "R.Aḥa b. Ja͑qob sagte: Wer [am Šabbath] vier Ellen auf öffentlichem Gebiete trägt, ist nur dann schuldig, wenn er diese samt dem [Überschusse der] Diagonale159Des 4 E.n großen Vierecks, ungef. 5⅗.trägt.", "R.Papa sagte: Raba prüfte uns [durch folgende Frage]: Sind bei einer zehn [Handbreiten] hohen und vier breiten [runden] Säule auf öffentlichem Gebiete vier [Handbreiten samt dem Überschusse] des Querschnitts erforderlich oder nicht? Wir erwiderten ihm: Das ist ja, was R.Ḥananja lehrte, denn es wird gelehrt: R.Ḥananja sagte: Wie dieses auch für den Aufenthalt am Šabbath.", "DAS IST ES, WAS SIE GESAGT HABEN, DER ARME MACHE EINEN E͑RUB MIT SEINEN FÜSSEN. R.MEÍR ERKLÄRTE: DIES GILT NUR VOM ARMEN &C.", "R.Naḥman sagte: Der Streit bestellt nur über den Fall, wenn er: ‘auf meinem Platze’ [gesagt hat], denn R.Meír ist der Ansicht, der E͑rub erfolge hauptsächlich mit einer Speise," ], [ "und nur bei einem Armen haben es die Rabbanan erleichtert und nicht bei einem Reichen,", "und R.Jehuda ist der Ansicht, der E͑rub erfolge hauptsächlich mit den Füßen, sowohl für den Armen als auch für den Reichen. Wenn er aber, ‘an jener Stelle’ [gesagt hat], stimmen alle überein, nur ein Armer und nicht ein Reicher.", "[Den Satz:] das ist es, was sie gesagt haben, lehrte R.Meír, und er bezieht sich auf den, der keinen [Baum] kennt oder diese Halakha nicht kennt. Und [den Satz:] nur zur Erleichterung [für den Reichen] sagten sie, man dürfe einen E͑rub aus Brot bereiten, lehrte R.Jehuda.", "R.Ḥisda aber sagte: Der Streit besteht nur über den Fall, wenn er ‘an jener Stelle’ [gesagt hat], denn R.Meír ist der Ansicht, nur ein Armer und nicht ein Reicher, und R.Jehuda ist der Ansicht, sowohl ein Armer als auch ein Reicher; wenn er aber ‘auf meinem Platze’ [gesagt hat], stimmen alle überein, sowohl ein Armer als auch ein Reicher, denn der E͑rub hat hauptsächlich mit den Füßen zu erfolgen.", "[Den Satz:] das ist es, was sie gesagt haben, lehrte R.Meír, und er bezieht sich auf den, der sich unterwegs befindet, während es dunkel wird. Und [der Satz:] nur zur Erleichterung [für den Reichen] sagten sie, man dürfe einen E͑rub aus Brot bereiten, gilt nach aller Ansicht.", "Übereinstimmend mit R.Naḥman wird gelehrt: Sowohl ein Armer als auch ein Reicher haben den E͑rub mit einer Speise zu bereiten; ein Reicher darf nicht außerhalb des Gebietes hinausgehen und sagen, er wolle auf seinem Standorte Aufenthalt am Šabbath nehmen, denn nur von dem, der sich unterwegs befindet, während es dunkel wird, sagten sie, er bereite einen E͑rub mit den Füßen — so R.Meír.", "R.Jehuda sagt, sowohl ein Armer als auch ein Reicher dürfe einen E͑rub mit den Füßen bereiten; ein Reicher dürfe außerhalb des Gebietes hinausgehen und sagen, er wolle an seinem Standorte Aufenthalt am Šabbath nehmen. Dies ist der eigentliche E͑rub, nur haben die Weisen dem Hausherrn zur Erleichterung erlaubt, seinen E͑rub durch einen Sklaven, einen Sohn oder einen Boten niederlegen zu lassen.", "R.Jehuda erzählte: Einst verteilten die Leute von Beth-Mamal und Beth-Gorjon in Aroma in einem Jahre der Dürre Dörrfeigen und Rosinen an die Armen; da kamen die Armen160Die bezügl. des É.s ‘reich’ waren; arm heißt derjenige, der sich unterwegs befindet u. keine Speisen zum E͑. hat, reich heißt derjenige, der sich zu Hause befindet u. eine Speise zum E͑. hat.aus Kephar Šiḥin und Kephar Ḥananja und warteten [am Vorabend des Šabbaths] bis zur Dunkelheit an der Grenze, und am folgenden Tage kamen sie dahin.", "R.Aši sagte: Dies ist auch aus einer Mišna zu entnehmen, denn sie lehrt: Wenn jemand [am Vorabend des Šabbaths] hinausgeht, um sich nach einer Stadt zu begeben, in der sie161Die Einwohner seiner Stadt, in deren Auftrag er den É, niederlegen soll.einen E͑rub niederlegen wollen, und ein Bekannter ihn umzukehren veranlaßt, so darf er da hingehen, allen anderen Leuten der Stadt aber ist es verboten — so R.Jehuda.", "Dagegen wandten wir ein: Welchen Unterschied gibt es denn zwischen ihm und ihnen? Und R.Hona erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn er [in beiden Städten] zwei Häuser hat, die zwei Šabbathgebiete1622mal 2000 E.n.von einander entfernt sind;", "er, der sich auf dem Wege befindet, ist ein Armer,", "jene aber sind Reiche. Hieraus, daß, wenn er ‘an jener Stelle’ [gesagt hat], dies nur für einen Armen und nicht für einen Reichen gelte. Schließe hieraus.", "R.Ḥija b. Aši lehrte Ḥija b. Rabh vor Rabh: Sowohl ein Armer als auch ein Reicher. Da sprach Rabh zu ihm: Sage ausdrücklich, die Halakha sei wie R.Jehuda.", "Rabba b. R.Ḥanan pflegte [am Šabbath] von Artebana nach Pumbeditha zu gehen," ], [ "indem er [am Vorabend] zu sagen pflegte, er wolle in Çinta Aufenthalt am Šabbath haben. Abajje sprach zu ihm: Du stützest dich wohl darauf, daß [bei einem Streite zwischen] R.Meír und R.Jehuda die Halakha wie R.Jehuda sei, und R.Ḥisda gesagt hat, sie streiten über den Fall, wenn er ‘an jener Stelle’ [gesagt hat];", "aber R.Naḥman [sagte entgegengesetzt], und es gibt eine Lehre übereinstimmend mit ihm!? Dieser erwiderte: Ich trete zurück.", "Rami b. Ḥama fragte: Sie sagten, wer von dem Platze für den Šabbath persönlich Besitz nimmt, habe vier Ellen; hat sie auch derjenige, der einen E͑rub niederlegen läßt oder nicht?", "Raba erwiderte: Komm und höre: Nur als Erleichterung für den Reichen, damit er nicht hinzugehen und seinen E͑rub mit den Füßen zu machen brauche, sagten sie, daß man den E͑rub aus Brot bereite. Wieso ist dies, wenn du sagst, er habe sie nicht, eine Erleichterung, dies ist ja eine Erschwerung. —", "Dennoch ist es einem lieber, sich nicht bemühen und hingehen zu müssen.", "x WENN JEMAND [AM VORABEND DES ŠABBATHS] HINAUSGEHT, UM SICH NACH EINER STADT ZU BEGEBEN, IN DER SIE161Die Einwohner seiner Stadt, in deren Auftrag er den É, niederlegen soll.EINEN E͑RUB NIEDERLEGEN WOLLEN, UND EIN BEKANNTER IHN UMZUKEHREN VERANLASST, SO DARF ER DA HINGEHEN, ALLEN ANDEREN LEUTEN DER STADT ABER IST ES VERBOTEN — so R.JEHUDA.", "R.MEÍR SAGT, WER EINEN E͑RUB MACHEN KONNTE UND ES UNTERLASSEN HAT, SEI [WIE EIN] ESEL- UND KAMELTREIBER163Cf. supra Fol. 35a, Anm. 136. Des Zweifels wegen darf er weder von seinem Platze in der Richtung nach der gewünschten Ortschaft gehen noch von seiner Wohnung in entgegengesetzter Richtung..", "GEMARA. Welchen Unterschied gibt es zwischen ihm und ihnen? R.Hona erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn er [in beiden Städten] zwei Häuser hat, die zwei Šabbathgebiete1622mal 2000 E.n.von einander entfernt sind;", "er, der sich auf dem Wege befindet, ist ein Armer, jene aber sind Reiche.", "Ebenso wird gelehrt: Wenn jemand [in zwei Städten] zwei Häuser hat, die von einander zwei Šabbathgebiete entfernt sind, so hat er, sobald er vom Wege Besitz genommen hat, den E͑rub erworben — so R.Jehuda.", "Noch mehr sagte R.Jose b. R.Jehuda: Selbst wenn ein Bekannter ihn trifft164Noch während er im Begriffe ist, den Weg anzutreten.und zu ihm sagt: übernachte hier, da es jetzt heiß ist, da es jetzt kalt ist, darf er da am folgenden Morgen hingehen.", "Rabba sagte: Alle stimmen überein, daß er es sagen165Ein Bekannter muß ihn zum Daheimbleiben veranlassen; sonst könnte angenommen werden, er sei von seinem Vorhaben zurückgetreten.muß, sie streiten nur, ob er sich [auf den Weg] begeben haben muß.", "R.Joseph sagte: Alle stimmen überein, daß er sich [auf den Weg] begeben haben muß, sie streiten nur, ob er es auch sagen muß. —", "Wessen Ansicht vertritt das, was Ola gesagt hat: Wenn jemand sich auf den Weg begeben hat und ein Bekannter ihn umzukehren veranlaßt, so ist er umgekehrt und hat von dem Wege Besitz genommen. —", "Wenn umgekehrt, wieso Besitz genommen, wenn Besitz genommen, wieso ist er umgekehrt!? —", "Er meint es wie folgt: obgleich er umgekehrt ist, hat er von ihm Besitz genommen. Wessen? — Die des R. Joseph, nach R.Jose b. R.Jehuda.", "Einst brachte R.Jehuda b. Ištatha dem R.Nathan b.Oša͑ja einen Korb Früchte, und als er fortgehen wollte, ließ dieser ihn die Treppe hinabsteigen und sprach zu ihm: Übernachte hier und gehe morgen früh." ], [ "Also nach R.Joseph, nach der Ansicht des R.Jose b. R.Jehuda? —", "Nein, nach Rabba, nach der Ansicht R.Jehudas.", "R.MEÍR SAGT, WER EINENRUB MACHEN KONNTE &C. Dies wurde ja bereits einmal gelehrt: ist es zweifelhaft, so ist er, wie R.Meír und R.Jehuda sagen, [wie ein] Esel- und Kameltreiber!?", "R.Šešeth erwiderte: Sage nicht, nach R.Meír sei er, nur wenn es zweifelhaft ist, ob er einen E͑rub niedergelegt hat, [wie ein] Esel- und Kameltreiber, wenn er aber bestimmt keinen E͑rub niedergelegt hat, sei er nicht [wie ein] Esel- und Kameltreiber,", "vielmehr ist er auch dann [wie ein] Esel- und Kameltreiber, wenn er bestimmt keinen E͑rub niedergelegt hat; hierbei hat er ja bestimmt keinen E͑rub niedergelegt, dennoch ist er [wie ein] Esel- und Kameltreiber.", "xi,1 WER AUS DEM ŠABBATHGEBIETE HINAUSGEGANGEN IST, AUCH NUR EINE ELLE, DARF NICHT MEHR HINEINGEHEN; R.ELIE͑ZER SAGT, WENN ZWEI, DÜRFE ER HINEINGEHEN, WENN DREI, DÜRFE ER NICHT HINEINGEHEN.", "GEMARA. R.Ḥanina sagte: Hat jemand einen Fuß innerhalb des Šabbathgebietes und den anderen Fuß außerhalb des Šabbathgebietes, so darf er nicht hineingehen, denn es heißt:166Jes. 58,13.wenn du [vom Entheiligen] des Šabbaths deinen Fuß fernhältst; es heißt deinen Fuß. —", "Es wird ja aber gelehrt, daß, wenn einen Fuß innerhalb des Šabbathgebietes und den anderen Fuß außerhalb des Šabbathgebietes, er hineingehen dürfe!? — Dies nach den Anderen. Es wird nämlich gelehrt: Andere sagen, er gehe167Wörtl. hüpfe, springe (passiv): er werde hineingestoßen.da, wo sich der größere Teil seines Körpers befindet.", "Manche lesen: R.Ḥanina sagte: Hat jemand einen Fuß innerhalb des Šabbathgebietes und den anderen Fuß außerhalb des Šabbathgebietes, so gehe er hinein, denn es heißt: wenn du [vom Entheiligen] des Šabbaths deinen Fuß fernhältst, und wir lesen: deine Füße168Die Masora kennt hier keine Abweichung vom Texte, vielmehr haben manche Handschriften רגליך, piene.. —", "Es wird ja aber gelehrt, er dürfe nicht hineingehen!? — Er ist der Ansicht der Anderen. Es wird nämlich gelehrt: [Andere sagen, er gehe da,] wo sich der größere Teil seines Körpers befindet.", "R.ELIE͑ZER SAGT, WENN ZWEI, DÜRFE ER HINEINGEHEN, WENN DREI, DÜRFE ER NICHT HINEINGEHEN. Es wird ja aber gelehrt: R.Elie͑zer sagt, wenn eine, dürfe er hineingehen, wenn zwei, dürfe er nicht hineingehen!? — Das ist kein Einwand; jenes, wenn er außerhalb der ersten [Elle] sich in der zweiten befindet, dies, wenn er außerhalb der zweiten sich in der dritten befindet. —", "Es wird ja aber gelehrt, R.Elie͑zer sagt, selbst wenn nur eine Elle, dürfe er nicht hineingehen!? — Dies gilt vom Messenden. Wir haben nämlich gelernt: Dem Messenden169Der auf dem Wege von einer Šabbathstation Besitz nimmt u. 2000 E.n nach jeder Richtung hat.aber, von dem sie sprechen, gebe man nur zweitausend Ellen, auch wenn das Maß in einer Höhle endet170Er darf in der Höhle nur bis zum Ablauf der 2000 E.n gehen..", "xi,2 WER BEI ANBRUCH DER DUNKELHEIT AUCH NUR EINE ELLE AUSSERHALB SEINES ŠABBATHGEBIETES171Seines Wohnortes.SICH BEFINDET, DARF NICHT MEHR HINEINGEHEN; R.ŠIMO͑N SAGT, AUCH WENN FÜNFZEHN ELLEN, DÜRFE ER NOCH HINEINGEHEN, WEIL DIE FELDMESSER DIE MESS [STRICKE] NICHT FEST172Wörtl. pressen, drücken (wohl übertragen vom Gebrauche bei Flüssigkeitsmaßen: die Neige gut abtropfen lassen), dh. nicht bis zum äußersten Ende.ANZIEHEN, WEGEN DER SICH IRRENDEN.", "GEMARA. Es wird gelehrt: Wegen der beim Messen sich Irrenden173Bei der Messung des Š.gebietes. Nach anderer Erklärung: die das Grenzzeichen übersehen..", "", "i WIE WIRD DAS WEICHBILD DER STÄDTE FESTGESETZT? WENN EIN HAUS HINAUSRAGT UND EIN HAUS HINEINRAGT, EIN MAUERVORSPRUNG HINAUSRAGT UND EIN MAUERVORSPRUNG HINEINRAGT, ODER WENN DA ZEHN HANDBREITEN HOHE MAUERRESTE," ], [ "BRÜCKEN ODER GRÜFTE, DIE WOHNRÄUME HABEN, SICH BEFINDEN, SO WIRD DIE MESSUNG [DES WEICHBILDES] DIESEN ENTSPRECHEND ARRONDIERT. MAN BILDET DABEI EINE ART VIERECKIGE TAFEL, UM DIE WINKEL1Um die das Quadrat den darin geschriebenen Kreis überragt. ZU GEWINNEN.", "GEMARA. Rabh und Šemuél [streiten]: einer liest mea͑brin2Das in der Mišna gebrauchte Wort für Weichbild errichten., und einer liest meábrin.", "Wer meábrin liest, leitet es von éber [Glied]3Dh. die Vorsprünge werden der Stadt angegliedert, bzw. in diese einverleibt. ab, und wer mea͑brin liest, leitet es von u͑bara [schwangere] Frau3Dh. die Vorsprünge werden der Stadt angegliedert, bzw. in diese einverleibt. ab.", "Die Doppelhöhle4Cf. Gen. 23,9.. [Hierüber streiten] Rabh und Šemuél; einer sagt, es waren zwei Häuser, eines hinter dem anderen, und einer sagt, ein Haus und ein Söller darüber. —", "Erklärlich ist [die Bezeichnung] Doppelhöhle nach demjenigen, welcher sagt, ein Haus und ein Söller darüber, weshalb aber heißt es Doppelhöhle nach demjenigen, welcher sagt, zwei Häuser, eines hinter dem anderen!? —", "Weil es mit Paaren gedoppelt war. 5Gen. 327.Mamre die Stadt der vier, erklärte R.Jiçḥaq, die Stadt der vier Paare: Adam und Ḥava, Abraham und Sara, Jiçḥaq und Ribqa, Ja͑qob und Leá.", "6Ib. 14,1.Und es geschah in den Tagen Amraphels. [Hierüber streiten] Rabh und Šemuél; einer sagt, sein eigentlicher Name war Nimrod, und Amraphel werde er deshalb genannt, weil er befahl, unseren Vater Abraham in den Schmelzofen zu werfen [amar vehippil], und einer sagt, sein eigentlicher Name war Amraphel, und Nimrod werde er deshalb genannt, weil er die ganze Welt widerspenstig gegen ihn7Euphem. für Gott. machte [himrid].", "8Ex. 1,8.Da stand ein neuer König in Miçrajim auf. [Hierüber streiten] Rabh und Šemuèl; einer sagt, ein wirklich neuer, und einer sagt, dessen Verordnungen neu waren.", "Einer sagt, ein wirklich neuer, denn es heißt: ein neuer; einer sagt, dessen Verordnungen neu waren, da es nicht heißt: und es starb, und es regierte. —", "Wieso sagt der eine, dessen Verordnungen neu waren, es heißt ja: 8Ex. 1,8.der Joseph nicht kannte!? — ‘Der Joseph nicht kannte’ ist zu verstehen, der so tat, als hätte er Joseph nicht gekannt.", "--", "R.Joḥanan sagte: Achtzehn Tage verkehrte ich bei R.Oša͑ja Berabbi und lernte von ihm nur eine Sache in unserer Mišna, daß man (wie wird das Weichbild der Städte festgesetzt) meábrin, mit Aleph, lese. —", "Dem ist ja aber nicht so, R.Joḥanan sagte ja, R.Oša͑ja Berabbi habe zwölf Schüler gehabt, mit denen er achtzehn Tage Verkehr gepflegt und das Herz eines jeden und die Weisheit eines jeden studiert habe!? —", "Das Herz eines jeden und die Weisheit eines jeden hat er studiert, Gesetzeskunde aber nicht. Wenn du willst, sage ich: von ihnen hat er gelernt, von ihm aber nicht. Wenn du aber willst, sage ich: er spricht von einer Sache in unserer Mišna.", "Ferner erzählte R.Joḥanan: Als wir bei R.Oša͑ja die Tora studierten, pflegten wir je vier auf einer Elle zu sitzen. Rabbi erzählte: Als wir bei R.Elea͑zer b. Šamua͑ die Tora studierten, pflegten wir je sechs auf einer Elle zu sitzen.", "R.Joḥanan sagte [ferner]: R.Oša͑ja Berabbi in seinem Zeitalter war wie R.Meír in seinem Zeitalter; wie die Genossen R.Meírs (in seinem Zeitalter) in die Tiefe seiner Kunde nicht zu dringen vermochten, so vermochten die Genossen R.Oša͑jas (in seinem Zeitalter) in die Tiefe seiner Kunde nicht zu dringen.", "R.Joḥanan sagte [ferner]: Das Herz der Ersteren war wie die Pforte der Tempelhalle, das der Späteren wie die Pforte des Tempels, und unseres ist wie das Öhr einer Nähnadel.", "Die Ersteren, das ist R.A͑qiba; die Späteren, das ist R.Elea͑zar b. Šamua͑. Manche sagen, die Ersteren, das ist R.Elea͑zar b. Šamua͑; die Späteren, das ist R.Oša͑ja Berabbi. Und unseres ist wie das Öhr einer Nähnadel.", "Abajje sagte: Wir aber, wie ein Pflock in der Wand für das Studium. Raba sagte: Wir aber, wie ein Finger in Wachs9Das nur Spuren zurückläßt. für das Verständnis. R.Aši sagte: Wir für die Vergeßlichkeit, wie ein Finger in eine Grube10Nach einer anderen Lesart: in Samenkörner; der Finger stößt auf gar keinen Widerstand..", "R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Den Judäern, die auf ihre Sprache achteten, blieb ihr Studium erhalten, den Galiläern, die auf ihre Sprache nicht achteten, blieb ihr Studium nicht erhalten. —", "Hängt es denn von der Achtung [auf die Sprache] ab!? — Vielmehr, den Judäern, die die Redewendung [ihrer Lehrer] genau beachteten und sich dafür Zeichen machten, blieb ihr Studium erhalten; den Galiläern, die die Redewendung [ihrer Lehrer] nicht genau beachteten und sich dafür keine Zeichen machten, blieb ihr Studium nicht erhalten.", "Die Judäer lernten von einem Lehrer, daher blieb ihnen ihr Studium erhalten; die Galiläer lernten nicht von einem Lehrer, daher blieb ihnen ihr Studium nicht erhalten.", "Rabina sagte: Den Judäern, die die Lehre freigelegt haben, blieb ihr Studium erhalten, den Galiläern, die die Lehre nicht freigelegt haben, blieb ihr Studium nicht erhalten.", "David hat die Lehre freigelegt, Šaúl hat die Lehre nicht freigelegt. Von David, der die Lehre freigelegt hat, heißt es:11Ps. 119,74.die dich fürchten, werden mich sehen und sich freuen; von Šaúl, der die Lehre nicht freigelegt hat, heißt es:12iSam. 14,47.und wohin er sich wandte," ], [ "verdammte er.", "R.Joḥanan sagte: Woher, daß der Heilige, gepriesen sei er, ihm jene Sünde13Die Hinmordung der Priesterstadt Nob; cf. iSam. 22,18ff.vergeben hat? Es heißt:14iSam. 28,19.morgen bist du samt deinen Söhnen bei mir; bei mir, in meinem Abteil.", "R.Abba sprach: Gibt es vielleicht jemand, der die Judäer, die die Redewendung [ihrer Lehrer] genau beachten, fragen könnte, ob es meábrin oder mea͑brin, ob ákuzo oder a͑kuzo15After, Schamteil; cf. Bek. 40a.heiße; sie wissen es.", "Als man sie fragte, erwiderten sie: Manche lesen meábrin und manche lesen mea͑brin, manche lesen ákuzo und manche lesen a͑kuzo.", "In welcher Weise achten die Judäer auf ihre Sprache? — Einst sagte ein Judäer, er habe einen Mantel zu verkaufen, und als man ihn fragte, welche Farbe sein Mantel habe, erwiderte er: Wie Mangold auf dem Erdboden. —", "In welcher Weise achten die Galiläer nicht auf ihre Sprache? — Einst fragte ein Galiläer: Wer hat ein amar [zu verkaufen]? Da sprachen sie zu ihm: Dummer Galiläer, [verlangst du] ein ḥamar [Esel] zum Reiten, ein ḥamar [Wein] zum Trinken, ein a͑mar [Wolle] zu einem Kleidungsstücke, oder ein immar [Lamm] zum schlachten?", "Einst wollte eine Frau zu ihrer Genossin sagen: [Freundin,] komm, ich will dir Fett zu essen geben, und sagte, Verworfene, eine Löwin möge dich16Die Undeutlichkeit der Aussprache gab ihren Worten einen ganz anderen Sinn; nur im Texte zu erkennen.fressen.", "Einst kam eine Frau vor einen Richter und sprach zu ihm: Herr Knecht, ich hatte einen Balken, und man hat dich mir gestohlen; er war so [groß], daß, wenn man dich an diesen gehängt hätte, deine Füße nicht bis zur Erde gereicht haben würden17Sie wollte nämlich sagen: Herr, (ϰύϱιε, wofür sie χείϱιε Untertan, Diener, sagte) ich hatte eine Tafel, (טבלא, wofür sie תפלא Brett, od. Kind, sagte) und man hat sie mir gestohlen; sie war so groß, daß, wenn man sie dir angehängt hätte, sie bis zur Erde gereicht haben würde..", "Wenn die Magd Rabbis sich einer geheimen18Wörtl. weisen.Sprache bedienen wollte, sagte sie: Der Heber schlägt an den Weinkrug, sollen die Adler nach ihren Nestern19Wenn die Schüler bei R. zu Tisch waren u. der Wein zu Ende war, fragte sie ihn in einer Art Geheimsprache, damit diese nichts merkten, ob die Tafel aufgehoben oder neuer Wein geholt werden solle, u. er antwortete in gleicher Weise. Der Text ist hier corrupt u. variiert.fliegen?", "Wenn er wollte, daß man noch reiche, erwiderte er ihr: Man entferne die Kröne20Dh. den Pfropfen.des Nächsten, sodann wird der Heber im Krug schwimmen, wie ein Nachen auf dem Meere.", "Wenn R.Jose b. Asjan sich einer geheimen Sprache bedienen wollte, sagte er: Bereitet mir Ochsenrecht mit Armenberg21Soll heißen Mangold mit Senf (Ochs תור, Recht תרדין=דין; Berg הר Armer חרדל = דל)..", "Wenn er sich über eine Gaststätte erkundigen wollte, fragte er: Wie ist der Mann-Mund-dieser-roh22Mann [אוש] איש, Mund פה, dieser זה, roh [אושפיזנא] = נא אושפיזכגא Gastwirt.?", "Wenn R.Abahu sich einer geheimen Sprache bedienen wollte, sagte er: Macht die Kohlen orangenfarbig, breitet die Goldigen aus23Dh. die Kohlen anbrennen.und macht mir zwei Verkünder24Hähne; wahrsch. ebenfalls Bezeichnung des Feuers.im Dunklen. Manche lesen: Macht mir daraus zwei Verkünder im Dunklen.", "Die Rabbanan sprachen zu R.Abahu: Laß25Wortspielerei, in der die Sätze aus einander ähnlichen Wörtern bestehen.uns schauen, wo R.Elea͑j sich aufhält. Dieser erwiderte: Er amüsiert25Wortspielerei, in der die Sätze aus einander ähnlichen Wörtern bestehen.sich mit einem zweiten geweckten ahronitischen Mädchen, mit dem er [die Nacht] durchwachte.", "Manche erklären, mit einem Weibe,", "und manche erklären, mit einer Lehre.", "Sie sprachen zu R.Elea͑j: Laß uns schauen, wo R.Abahu sich aufhält. Dieser erwiderte: Er beriet sich mit dem Krönenden und begab sich südwärts zu Mephibošeth26Der Krönende ist der Vorsteher des Lehrhauses, der die Erlaubnis zur Promotion erteilte, u. mit M. sind wahrscheinl. die Gelehrten gemeint, da dieser als ausgezeichneter Gelehrter bekannt war; cf. Ber. Fol. 4a..", "R.Jehošua͑ b. Ḥananja sagte: Lebtags besiegte mich niemand als eine Frau, ein Knabe und ein Mädchen. Wieso eine Frau? Einst kehrte ich in ein Gasthaus ein, wo mir [die Wirtin täglich] Bohnen vorsetzte. Am ersten Tage aß ich alles auf und ließ nichts zurück, am zweiten Tage ließ ich ebenfalls nichts zurück; am dritten Tage aber versalzte sie sie, und als ich davon kostete, ließ ich die Hand davon.", "Da sprach sie zu mir: Meister, weshalb issest du nicht? Ich erwiderte ihr: Ich habe heute bereits gegessen. Darauf sprach sie: Da solltest du auch vom Brote deine Hände lassen.", "Alsdann sprach sie: Meister, vielleicht deshalb, weil du in den ersten [Tagen] nichts zurückgelassen hast? Sagten doch die Weisen, man brauche nichts im Topfe zurückzulassen, wohl aber im Teller.", "Wieso ein Mädchen? Einst befand ich mich auf der Reise und passierte einen Steg, der durch ein Feld führte. Da rief mir ein Mädchen zu: Meister, ist es nicht ein Feld? Ich erwiderte: Ist es nicht ein ausgetretener Weg? Da entgegnete sie mir: Plünderer deinesgleichen haben ihn ausgetreten.", "Wieso ein Knabe? Einst befand ich mich auf der Reise, und als ich einen Knaben an einem Scheidewege sitzen sah, fragte ich ihn, welcher Weg nach der Stadt führe. Dieser erwiderte: Der eine Weg ist kurz, aber länger, der andere ist lang, aber kürzer. Ich ging den kurzen, der länger war. Als ich aber die Stadt erreichte, sah ich, daß sie von Gemüse- und Obstgärten umgeben war.", "Hierauf kehrte ich um und sprach zu ihm: Mein Sohn, du sagtest mir ja, dieser sei kurz! Da erwiderte er: Sagte ich dir nicht: aber länger? Da küßte ich ihn aufs Haupt, indem ich sprach: Heil dir, Jisraél, die ihr alle sehr weise seid, von Groß bis Klein.", "R.Jose der Galiläer ging einst auf dem Wege, und als er Berurja27Frau R.Meírs, durch ihre Gelehrsamkeit bekannt.traf, fragte er sie: Über welchen Weg geht man nach Lud? Da erwiderte sie ihm: Dummer Galiläer, die Weisen sagten ja, daß man nicht viel mit einem Weibe rede; du solltest sagen: welcher nach Lud?", "Einst bemerkte Berurja einen Schüler, wie er leise studierte;" ], [ "da versetzte sie ihm einen Fußtritt und sprach zu ihm: Es heißt ja:28iiSam. 23,5.sie ist in allen Stücken festgestellt und gesichert; wenn [die Lehre] in deinen zweihundertachtundvierzig Gliedern festgestellt ist, so ist sie dir gesichert, wenn aber nicht, so ist sie dir nicht gesichert. Es wird gelehrt: R.Elie͑zer hatte einen Schüler, der leise zu studieren pflegte, und nach drei Jahren vergaß er sein Studium.", "Es wird gelehrt: R.Elie͑zer hatte einen Schüler, der sich des Todes durch Verbrennen schuldig gemacht hat; da sprachen sie: Lasset ihn, er famulierte bei einem bedeutenden Manne.", "Šemuél sprach zu R.Jehuda: Scharfsinniger, öffne deinen Mund und lies, öffne deinen Mund und lerne, damit [dein Studium] dir erhalten bleibe und du lange lebest, denn es heißt:29Pr. 4,22.denn sie sind Leben denen, die sie finden, und Gesundung für seinen ganzen Leib, und man lese nicht moçéhem [die sie finden], sondern: moçiéhem [die sie aussprechen] mit dem Munde,", "Šemuél sprach zu R.Jehuda: Scharfsinniger, raffe und esse, raffe und trinke, denn die Welt, die wir verlassen werden, ist wie eine Hochzeit.", "Rabh sprach zu R.Hamnuna:30Sirach 14,11. 12. 19.Mein Sohn, hast du was, so lasse es dir gut bekommen, denn in der Unterwelt gibt es kein Vergnügen mehr, und auch der Tod verspätet sich nicht; wenn du aber sagst: ich will meinen Kindern eine Rente zurücklassen, wer sagt dir dies in der Unterwelt? Die Menschenkinder gleichen den Gräsern auf dem Felde, diese sprossen hervor, jene verwelken.", "R.Jehošua͑ b. Levi sagte: Wenn jemand sich auf der Reise befindet und keine Begleitung hat, so befasse er sich mit der Tora, denn es heißt:31Pr. l,9.denn eine angenehme Begleitung32So nach seiner Auslegung.sind sie &c.", "Hat jemand Kopfschmerzen, so befasse er sich mit der Tora, denn es heißt: denn ein lieblicher Kranz sind sie für dein Haupt. Hat jemand Halssehmerzen, so befasse er sich mit der Tora, denn es heißt:31Pr. l,9.und ein Kettenschmuck an deinem Halse. Hat jemand Leibschmerzen, so befasse er sich mit der Tora, denn es heißt:33Pr. 3,8.sie wird deinem Leibe zur Genesung sein. Hat jemand Knochenschmerzen, so befasse er sich mit der Tora, denn es heißt:33Pr. 3,8.und dein Gebein erquicken. Hat jemand sonst Schmerzen am Körper, so befasse er sich mit der Tora, denn es heißt:29Pr. 4,22.und Gesundung für seinen ganzen Leib.", "R.Jehuda b. Ḥija sagte: Komm und sieh, wie die Handlungsweise des Heiligen, gepriesen sei er, nicht der Handlungsweise eines [Menschen aus] Fleisch und Blut gleicht. Wenn ein [Mensch aus] Fleisch und Blut jemandem eine Mixtur gibt, so ist sie zuträglich für das eine [Organ] und abträglich für das andere; nicht so ist aber die Handlungsweise des Heiligen, gepriesen sei er; er gab Jisraél die Tora, die eine Mixtur des Lebens ist für seinen ganzen Körper, denn es heißt: und Gesundung für seinen ganzen Leib.", "R.Ami sagte: Es heißt:34Ib. 22,18.denn lieblich sind sie, wenn du sie in deinem Inneren bewahrst, sie werden allzumal auf deinen Lippen bereit sein. Wann sind die Worte der Tora lieblich? Wenn du sie in deinem Inneren bewahrst. Wann bewahrst du sie in deinem Inneren? Wenn sie auf deinen Lippen bereit sind.", "R.Zera entnimmt dies aus folgendem:35Ib. 15,23.Freude erwächst einem Manne durch die Antwort seines Mundes, und wie schön, ist ein Wort zu seiner Zeit. Wann erwächst einem Manne Freude? Wenn er die Antwort in seinem Munde hat. Eine andere Lesart: Wann freut sich der Mann der Antwort seines Mundes? Wenn das Wort schön zu seiner Zeit ist.", "R.Jiçḥaq entnimmt dies aus folgendem:36Dt. 30,14.Denn überaus nahe ist dir das Wort, in deinem Munde und in deinem Herzen ist es, du kannst darnach tun. Wann ist es dir nahe? Wenn es in deinem Munde und in deinem Herzen ist, darnach zu tun.", "Raba entnimmt dies aus folgendem:37Ps. 21,3.Du gabst ihm, was sein Herz begehrte, und was seine Lippen flüsterten, weigertest du nicht. Selah. Wann gabst du ihm, was sein Herz begehrte? Wenn du das Flüstern seiner Lippen nicht verweigert hast.", "Raba wies auf einen Widerspruch hin: es heißt: du gabst ihm, was sein Herz begehrte, dagegen heißt es: und was seine Lippen flüsterten, weigertest du nicht!? Ist es ihm beschieden, so gabst du ihm, was sein Herz begehrte; ist es ihm nicht beschieden, so weigertest du nicht, was seine Lippen flüsterten. Selah.", "In der Schule des R.Elie͑zer b. Ja͑qob wurde gelehrt: Alles, wobei [die Worte] neçaḥ, selah und vae͑d gebraucht werden, hat ewig keinen Auf hör. Neçaḥ, denn es heißt:38Jes. 57,16.denn nicht auf immer will ich hadern, noch ewig [neçaḥ] zürnen.", "Selah, denn es heißt:39Ps. 48,9.wie wir es gehört haben, so haben wir es gesehen in der Stadt des Herrn der Heerscharen, in der Stadt unseres Gottes; Gott lasse sie ewig feststehen, Selah. Vae͑d, denn es heißt:40Ex. 15,18.der Herr ist König auf immer und ewig [vae͑d].", "R.Elie͑zer sagte: Es heißt:31Pr. l,9.und ein Kettenschmuck an deinem Halse; wenn ein Mensch sich wie ein Kettenschmuck macht, der lose am Halse sitzt, der zuweilen zum Vorschein kommt und zuweilen nicht, so bleibt ihm sein Studium erhalten, sonst aber bleibt ihm sein Studium nicht erhalten.", "Ferner sagte R.Elie͑zer: Es heißt:41Cant. 5,13.seine Wangen wie die Balsambeete; wenn ein Mensch sich wie ein Beet macht, das von jedem getreten wird, und wie Balsam, mit dem sich jeder parfümiert, so bleibt ihm sein Studium erhalten, sonst aber bleibt ihm sein Studium nicht erhalten.", "Ferner sagte R.Elie͑zer: Es heißt:42Ex. 31,18.steinerne Tafeln; wenn ein Mensch seine Wangen43לוחות Tafeln, gleich לחיים Wangen; dh. wenn seine Wangen von vielem Lernen und Lehren nicht ermüden.wie Stein macht, der sich nicht auflöst, so bleibt ihm sein Studium erhalten, sonst aber bleibt ihm sein Studium nicht erhalten.", "Ferner sagte R.Elie͑zer: Es heißt:44Ex. 32,16.eingegraben auf die Tafeln; wären die ersten Tafeln nicht zerbrochen worden, so würde die Tora bei Jisraél nicht in Vergessenheit geraten sein.", "R.Aḥa b. Ja͑qob sagte: Keine Nation und kein Sprachstamm würde über sie Gewalt gehabt haben, denn es heißt: ḥaruth [eingegraben], und man lese nicht ḥaruth, sondern ḥeruth [Freiheit].", "R.Mathna sagte: Es heißt:45Num. 21,18.und aus der Wüste nach Matana; wenn ein Mensch sich wie eine Wüste macht, auf der jeder herumtritt, so bleibt ihm sein Studium erhalten, sonst aber bleibt ihm sein Studium nicht erhalten.", "R.Joseph hatte etwas gegen Raba, den Sohn des R.Joseph b. Ḥama. Als der Vorabend des Versöhnungstages herankam, sprach dieser: Ich will gehen und ihm Abbitte tun. Als er zu ihm kam, traf er seinen Diener für ihn einen Becher [Wein] mischen46Ihr Wein war nur vermischt genießbar; cf. supra Fol. 29 b.. Da sprach er zu ihm: Gib ihn mir, ich will ihn mischen. Dieser gab ihn ihm, und er mischte ihn. Als jener ihn kostete, sprach er: Diese47RJ. war blind und konnte ihn nicht sehen.Mischung gleicht der Mischung Rabas, des Sohnes des R.Joseph b. Ḥama. Da sprach dieser: Ich bin es.", "Darauf sprach jener: Du setzest dich nicht nieder48Im Texte: auf deine Schenkel, wohl nach orientalischer Sitte, mit untergeschlagenen Beinen., bis du mir folgende Schriftverse erklärt hast. Es heißt: von der Wüste nach Matana, von Matana nach Naḥliél, von Naḥliél nach Bamoth und von Bamoth nach dem Tale.", "Dieser erwiderte: Wenn sich ein Mensch wie eine Wüste macht, auf der jeder herumtritt, so wird ihm die Tora zum Geschenke [matana] gegeben; sobald sie ihm zum Geschenke gegeben wird, ist er ein Erbe Gottes [naḥlo él], denn es heißt: von Matana nach Naḥliél; und sobald er ein Erbe Gottes ist, steigt er zur Würde, denn es heißt: und von Naḥliél nach Bamoth [Höhen].", "Wenn er aber stolz wird, erniedrigt ihn der Heilige, gepriesen sei er, denn es heißt: und von Bamoth nach dem Tale. Kehrt er um, so erhöht ihn der Heilige, gepriesen sei er, denn es heißt:49Jes. 40,4.jedes Tal wird erhoben werden.", "R.Hona sagte: Es heißt:50Ps. 68,11.deine Tiere ließen sich darin nieder, du bereitest es nach deiner Güte, Gott, für die Armen; wenn ein Mensch sich wie ein Tier macht, das [die Beute] erdrosselt51Ohne irgendwelche Vorbereitungen zu treffen; ebenso darf das Studium der Tora nicht aufgeschoben werden.und ißt, (manche lesen: das [die Beute] heranschleppt51Ohne irgendwelche Vorbereitungen zu treffen; ebenso darf das Studium der Tora nicht aufgeschoben werden.und ißt,) so bleibt ihm sein Studium erhalten, sonst aber bleibt ihm sein Studium nicht erhalten. Verfährt er so, so bereitet ihm der Heilige, gepriesen sei er, persönlich ein Festmahl, denn es heißt: du bereitest es nach deiner Güte, Gott, für die Armen.", "R.Ḥija b. Abba sagte im Namen R.Joḥanans: Es heißt:52Pr. 27,18.wer den Feigenbaum hütet, wird seine Frucht genießen; weshalb werden die Worte der Tora mit einem Feigenbaume verglichen? Wie man am Feigenbaume," ], [ "sooft man ihn auch durchsucht, immer noch Feigen findet, ebenso findet man an den Worten der Tora, sooft man sie auch studiert, immer noch einen Geschmack.", "R.Šemuél b. Naḥmani sagte: Es heißt:53Pr. 5,19.die liebliche Hinde und die anmutige Gazelle &c. Weshalb werden die Worte der Tora mit einer Hinde verglichen? Wie die Hinde einen engen Muttermund hat54Cf. Bb. Fol. 16 b.und daher ihrem Männchen jederzeit lieb ist wie in der ersten Stunde, ebenso sind die Worte der Tora den sie Studierenden jederzeit lieb, wie in der ersten Stunde.", "Die anmutige Gazelle; sie verleiht55יעלה von עלה im Hiph. hinaufbringen, verleihen.Anmut den sie Studierenden. 53Pr. 5,19.Ihre Brüste sättigen dich zu jeder Zeit; weshalb werden die Worte der Tora mit der Brust verglichen? Wie der Säugling in der Brust, sooft er sie auch betastet, immer noch Milch findet, ebenso findet man an den Worten der Tora, sooft man sie auch studiert, immer noch einen Geschmack.", "53Pr. 5,19.Durch ihre Liebe mögest du immer im Taumel sein; wie beispielsweise R.Elea͑zar b. Pedath. Man erzählt von R.Elea͑zar, daß er auf dem Untermarkt von Sepphoris saß und sich mit der Tora befaßte, seinen Mantel aber [aus Zerstreuung] auf dem Obermarkt von Sepphoris zurückließ. R.Jiçḥaq b. Elea͑zar erzählte: Einst wollte ihn jemand fortnehmen, da fand er darin eine Schlange.", "In der Schule R.A͑nans wurde gelehrt: Es heißt:56Jud. 5,10.die auf rötlichen Eselinnen reiten, die auf Decken sitzen, [die auf dem Wege wandeln und sprechen]. Die auf Eselinnen reiten, das sind die Schriftgelehrten, die von Stadt zu Stadt und von Provinz zu Provinz wandern, um die Tora zu studieren; rötlichen [çeḥoroth], die sie wie das Mittaglicht [çaharajim] klarlegen; die auf Decken [midin] sitzen, die ein gerechtes Urteil [din] der Wahrheit wegen fällen. Die wandeln, die in der Schrift kundig sind; auf dem Wege, die in der Mišna kundig sind; und sprechen, die im Talmud kundig sind, deren ganzes Gespräch nur Worte der Tora sind.", "R.Šezbi sagte im Namen des R.Elea͑zar b.A͑zarja: Es heißt:57Pr. 12,27.nicht brät Betrug seinen Fang; nicht leben wird der trügerische Jäger58Dh. wer nach vielem, aber oberflächlichem Wissen jagt, ohne es genau zu studieren., und nicht lange59Das im Schriftverse gebrauchte W. יחרך enthält die Hauptsilben der W.e יחיה und יאריך.sind seine Tage.", "R.Šešeth erklärte: Der trügerische Jäger brät60Der angezogene Schriftvers ist als Frage aufzufassen: sollte nicht &c. braten..", "Als R.Dimi kam, sagte er: Dies ist mit einem Jäger zu vergleichen, der Vögel fängt; bricht er einem nach dem anderen sofort die Flügel, so bleiben sie ihm erhalten, sonst aber nicht.", "Raba sagte im Namen R. Sehoras im Namen R. Honas: Es heißt:61Pr. 13,11.erhastetes Vermögen mindert sich, wer aber händeweise sammelt, vermehrt; wenn jemand seine Tora bündelweise zusammenträgt, so nimmt sie bei ihm ab, wenn er aber händeweise sammelt, so nimmt sie bei ihm zu.", "Raba sagte: Die Jünger wissen es und handeln nicht danach. R. Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Ich tat so, und sie blieb mir erhalten.", "Die Rabbanan lehrten: Auf welche Weise wurde die Lehre überliefert? Moše lernte aus dem Munde der Allmacht; darauf trat Ahron ein, und Moše lehrte ihn seinen Abschnitt. Hierauf trat Ahron ab und setzte sich zur Linken Mošes, dann traten seine Söhne ein, und Moše lehrte sie ihren Abschnitt. Hierauf traten seine Söhne ab, Elea͑zar setzte sich zur Rechten Mošes und Itamar zur Linken Ahrons. R.Jehuda sagte, Ahron blieb stets zur Rechten Mošes. Hierauf traten die Ältesten ein, und Moše lehrte sie ihren Abschnitt, alsdann traten die Ältesten ab, und das ganze Volk trat ein, und Moše lehrte sie ihren Abschnitt. So [hörte ihn] Ahron viermal, seine Söhne dreimal, die Ältesten zweimal und das ganze Volk einmal.", "Hierauf entfernte sich Moše, und Ahron wiederholte ihnen ihren Abschnitt, dann entfernte sich Ahron, und seine Söhne wiederholten ihnen ihren Abschnitt, dann entfernten sich seine Söhne, und die Ältesten wiederholten ihnen ihren Abschnitt; so hörten ihn alle viermal.", "Hieraus folgerte R. Elie͑zer, daß man seinem Schüler62Nach einer anderen Lesart: sein Studium.[die Lehre] viermal wiederholen müsse. Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere, von Ahron, zu folgern: wenn dies hei Ahron nötig war, der von Moše lernte, und dieser von der Allmacht, um wieviel mehr, wenn ein gewöhnlicher Mensch von einem gewöhnlichen Menschen.", "R. A͑qiba sagte: Woher, daß man seinen Schüler so lange lehren muß, bis er es versteht? Es heißt:63Dt. 31,19.und lehre die Kinder Jisraél. Und woher, daß [so lange], bis es ihm geläufig im Munde ist? Es heißt:63Dt. 31,19.lege es in ihren Mund.", "Und woher, daß man ihm die Deutungen erklären muß? Es heißt:64Ex. 21,1.das sind die Rechtssatzungen, die du ihnen65פניב (in לפניהם angedeutet) heißt rabbinisch: Deutung, Auslegung.vorlegen sollst. —", "Sollten sie doch alle von Moše selbst gelernt66Viermal hintereinander.haben!? — Um dadurch Ahron, seinen Söhnen und den Ältesten eine Ehre zu erweisen. —", "Sollte doch Ahron eintreten und66Viermal hintereinander.von Moše lernen, dann seine Söhne eintreten und66Viermal hintereinander.von Ahron lernen, dann die Ältesten eintreten und66Viermal hintereinander.von seinen Söhnen lernen, und diese dann ganz Jisraél66Viermal hintereinander.lehren!? — Da Moše aus dem Munde der Allmacht lernte, war es so besser. —", "Der Meister sagte: R. Jehuda sagte, Ahron blieb stets zur Rechten Mošes. Wessen Ansicht vertritt folgende Lehre: Wenn sich drei auf dem Wege befinden, so gehe der Lehrer in der Mitte, der größere zur Rechten und der kleinere zur Linken. Sie vertritt also die Ansicht R. Jehudas und nicht die der Rabbanan!? —", "Du kannst auch sagen, die der Rabbanan, denn da geschah dies nur wegen der Belästigung67Er saß vorher zur Linken Mošes u. müßte seinen Platz wechseln.Ahrons.", "R. Perida hatte einen Schüler, dem er jede Lehre vierhundertmal wiederholte, und erst dann begriff er. Eines Tages wurde er zu einer gottgefälligen Handlung aufgefordert, und an diesem lehrte er ihn [wie sonst], jedoch begriff er nicht.", "Da fragte er ihn, was mit ihm heute los sei. Dieser erwiderte: Seit der Stunde, da der Meister zur gottgefälligen Handlung aufgefordert wurde, wandte ich meine Aufmerksamkeit ab, indem ich immerwährend dachte: nun steht der Meister auf, nun steht der Meister auf. Da sprach jener: Fasse nun deine Aufmerksamkeit, ich werde es dir wiederholen. Hierauf wiederholte er es ihm wiederum vierhundertmal.", "Da ertönte eine Hallstimme und sprach: Ist es dir lieber, daß man dir vierhundert Jahre hinzufüge, oder daß dir und deinem Zeitalter die zukünftige Welt beschieden sei? Er erwiderte: Daß mir und meinem Zeitalter die zukünftige Welt beschieden sei. Da sprach der Heilige, gepriesen sei er, zu ihnen: Gebt ihm dies und jenes.", "R. Ḥisda sagte: Die Tora wird nur durch Merkzeichen68Mnemotechnische Kennworte, wie noch heute im Talmudtexte gebräuchlich.erworben, denn es heißt: lege es in ihren Mund, und man lese nicht simah [lege], sondem simana [ihr Merkzeichen].", "Als R. Taḥlipha aus dem Westen69Aus Palästina; als Ggs. zu einem anderen Lehrer dieses Namens in Babylonien.es hörte, ging er zu R. Abahu und sagte es ihm. Da sprach er: Ihr entnehmet dies hieraus, wir entnehmen es aus folgendem:70Jer. 31,20.Stelle dir Zeichen, errichte dir &c.; machet Zeichen für die Tora. — Woher ist es erwiesen, daß unter ‘Zeichen’ ein Merkzeichen zu verstehen sei? Es heißt:71Ez. 39,15.wenn er ein Menschengebein erblickt, so soll er ein Zeichen daneben setzen.", "R. Elie͑zer entnimmt dies hieraus:72Pr. 7,4.Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Einsicht Vertraute [Moda͑]; mache Merkmale [moda͑] für die Tora. Raba erklärte: Setze Zeiten [moe͑d] fest für die Tora." ], [ "Das ist es, was Evdämi b. Ḥama b. Dosa gesagt hat: Es heißt:73Dt. 30,12,13.sie ist nicht im Himmel, auch nicht jenseits des Meeres; sie ist nicht im Himmel, denn wäre sie im Himmel, so müßtest du zu ihr hinaufsteigen, und wäre sie jenseits des Meeres, so müßtest du zu ihr hinübergehen.", "Raba erklärte: Sie ist nicht im Himmel, sie ist nicht bei dem anzutreffen, der sich himmelhoch erhebt, auch nicht bei dem, der sich wie das Meer breit macht.", "R. Joḥanan erklärte: Sie ist nicht im Himmel, sie ist nicht bei Hochmütigen anzutreffen; auch nicht jenseits des Meeres, sie ist nicht bei Händlern und nicht bei Kaufleuten zu finden.", "Die Rabbanan lehrten: Wie wird das Weichbild der Stadt festgesetzt? Ist sie länglich, so lasse man sie, wie sie ist, ist sie rund, so werden ihr Winkel hinzugefügt, und ist sie viereckig, so werden ihr keine Winkel hinzugefügt. Ist sie an der einen Seite breit und an der anderen schmal, so wird sie als rechteckig betrachtet.", "Ragt ein Haus wie ein Vorsprung hervor, oder ragen zwei Häuser wie Vorsprünge hervor, so denke man sich eine Linie vor diesen gezogen und messe die zweitausend Ellen von dieser ab. Hat sie die Form eines Bogens oder eines Gamma, so denke man sich [das Innere] mit Häusern und Höfen ausgefüllt und messe die zweitausend Ellen von da ab.", "Der Meister sagte: Ist sie länglich, so lasse man sie, wie sie ist. Selbstverständlich!? — Dies ist für den Fall nötig, wenn sie lang und schmal ist; man könnte glauben, man gebe ihr eine ihrer Länge entsprechende Breite, so lehrt er uns.", "«Ist sie viereckig, so werden ihr keine Winkel hinzugefügt.» Selbstverständlich!? — Dies ist für den Fall nötig, wenn sie zwar viereckig ist, jedoch kein mit den Himmelsrichtungen übereinstimmendes Viereck74Wörtl. mit dem Weltquadrate nicht übereinstimmt; dh. wenn sie quer liegt (nach NO, SO, SW, NW).bildet; man könnte glauben, man bilde ein mit den Himmelsrichtungen übereinstimmendes Viereck, so lehrt er uns.", "«Ragt ein Haus wie ein Vorsprung hervor, oder ragen zwei Häuser wie Vorsprünge hervor.» Wenn dies schon bei einem Hause der Fall ist, um wieviel mehr bei zweien!? —", "Dies ist für den Fall nötig, wenn an zwei Seiten; man könnte glauben, dies nur, wenn an einer Seite, nicht aber, wenn an zwei Seiten, so lehrt er uns.", "«Hat sie die Form eines Bogens oder eines Gamma, so denke man sich [das Innere] mit Häusern und Höfen ausgefüllt und messe die zweitausend Ellen von da ab. » R. Hona sagte: Wenn eine Stadt die Form eines Bogens hat, so messe man, wenn beide Enden keine viertausend Ellen75Da zu jeder Seite 2000 E.n gehören, so werden sie vereinigt.voneinander entfernt sind, vom Überschusse76Der leeren Fläche innerhalb des Bogens., wenn aber nicht77Wenn es mehr als 4000 E.n sind., so messe man vom Bogen78Von den Häusern innerhalb des Bogens.. —", "Kann R. Hona dies denn gesagt haben, R. Hona sagte ja, wenn von der Mauer einer Stadt hunderteinundvierzig Ellen und ein Drittel durchbrochen werden79Sc. wird sie als geteilt betrachtet. Wenn die Stadtmauer an beiden Seiten je 141⅓ E.n (Raum für 2 Vorplätze; der Vorplatz hat 70⅔ E.n) durchbrochen ist u. der ganze Raum von einem Risse bis zum anderen unbebaut ist, so werden beide Hälften als 2 voneinander getrennte Städte betrachtet.!?", "Rabba b. U͑la erwiderte: Das ist kein Einwand; jenes von einer Seite, dies von beiden Seiten. —", "Er lehrt uns damit, daß ein Vorplatz zu der einen und ein Vorplatz zur anderen gehöre, und dies sagte ja R. Hona bereits einmal!? Wir haben nämlich gelernt:" ], [ "Man gebe zur Stadt einen Vorplatz — so R.Meír; die Weisen sagen, vom Vorplatze sagten sie es nur zwischen zwei Städten.", "Hierzu wurde gelehrt: R.Hona sagte, einen Vorplatz für die eine und einen Vorplatz für die andere, und Ḥija b. Rabh sagte, man gebe einen Vorplatz nur für beide zusammen. —", "Beides ist nötig, würde er nur jenes gelehrt haben, so könnte man glauben, nur da, weil es ja zuerst80Solange die Mauer ganz war.erlaubt war, nicht aber hierbei.", "Und würde er nur dieses gelehrt haben, so könnte man glauben, weil für diese81Da es zwei Städte sind.[ein Vorplatz] nicht ausreicht, nicht aber da, wo [auch ein Vorplatz] ausreicht; daher ist beides nötig. —", "Wie groß darf die Differenz zwischen Bogen und Überschuß82Bis zur von Ende zu Ende gezogenen Linie, wenn bei einer Entfernung von weniger als 4000 E.n der Überschuß als bebaut betrachtet wird.sein — [Rabba b.]R.Hona sagt, zweitausend Ellen, Raba, Sohn des Rabba b. R.Hona, sagt, auch mehr als zweitausend Ellen.", "Abajje sagte: Die Ansicht Rabas, Sohnes des Rabba b. R.Hona, ist einleuchtender, denn man kann ja durch die Häuser gehen83Wenn die Stadt die Form eines Bogens hat, so kann man, um zur arrondierenden Linie zu gelangen, einen Umweg durch die Stadt machen, somit gehört der Raum zwischen beiden Enden zur Stadt..", "WENN DA ZEHN HANDBREITEN HOHE MAUERRESTE SICH BEFINDEN &C. Was heißt Mauerreste? R.Jehuda erwiderte: Drei Wände ohne Decke.", "Sie fragten: Wie ist es bei zwei Wänden mit Decke? — Komm und höre; Folgendes wird mit [der Stadt] arrondiert: eine Gruft von vier zu vier Ellen, eine Brücke und ein Begräbnisplatz, die einen Wohnraum haben, ein Bethaus, das einen Wohnraum für den Kastellan hat, ein Götzenhaus, das einen Wohnraum für die Götzenpriester hat, Pferdeställe und Speicher auf dem Felde, die einen Wohnraum haben, Wächterhütten, die sich da befinden, und ein Haus auf einer See[insel]; dies alles wird mitarrondiert.", "Folgendes wird nicht mitarrondiert: eine an zwei gegenüberliegenden Seiten durchbrochene Gruft, eine Brücke und ein Begräbnisplatz, die keinen Wohnraum haben, ein Bethaus, das keinen Wohnraum für den Kastellan hat, ein Götzenhaus, das keinen Wohnraum für die Götzenpriester hat, Pferdeställe und Speicher auf dem Felde, die keinen Wohnraum haben, eine Grube, ein Graben, eine Höhle, eine Steinwand und ein Taubenschlag, die sich da befinden, und eine Kajütte auf einem Schiffe; dies alles wird nicht mitarrondiert.", "Hier wird also von einer an zwei gegenüberliegenden Seiten durchbrochenen Gruft gelehrt, doch wohl, wenn sie oben eine Decke hat. — Nein, wenn sie keine Decke hat. —", "Welche Verwendung hat ein Haus auf einer See[insel]? R. Papa erwiderte: Ein Haus, in dem Schiffsgeräte untergebracht werden. —", "Wird denn eine Höhle nicht mitarrondiert, R. Ḥija lehrte ja, eine Höhle werde mitarrondiert!? Abajje erwiderte: Wenn sich am Eingang ein Bauwerk befindet. —", "Dann erfolgt es ja schon wegen des Bauwerkes!? — In dem Falle, wenn sie es ergänzt84Falls das Bauwerk die erforderliche Größe (4×4 E.n) nicht hat..", "R.Hona sagte: Hüttenbewohnern wird [das Weichbild] von der Tür ihrer Hütte85Mehrere Hütten nebeneinander werden nicht zu einer Ortschaft vereinigt, um den Zwischenraum zu gewinnen; jeder darf also nur 2000 E.n um seine Hütte gehen.gemessen.", "R.Ḥisda wandte ein: [Es heißt]:86Num. 33,49.und sie lagerten am Jarden von Beth-Haješimoth &c., und hierzu erzählte Rabba b. Bar Ḥana im Namen R.Joḥanans, er habe diesen Ort gesehen, und er habe drei Parasangen zu drei Parasangen;", "ferner wird gelehrt, wer seine Notdurft zu verrichten hatte, durfte dies weder vor dem Lager noch an den Seiten tun, sondern hinter87Somit ging mancher drei Parasangen; demnach wurde das ganze Lager zu einer Ortschaft vereinigt, obgleich sie in Hütten wohnten.diesem!?", "Raba erwiderte ihm: Du wendest vom Lager in der Wüste ein!? Da es bei diesem heißt:88Num. 9,18.nach dem Befehle des Herrn lagerten sie, und nach dem Befehle des Herrn brachen sie auf, so ist es ebenso, als hätten sie da einen festen Wohnsitz.", "R.Ḥenana b. R.Kahana sagte im Namen R.Ašis: Sind da drei Höfe mit je zwei Häusern vorhanden, so werden sie zu einer Ortschaft [vereinigt].", "R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Das Leben der Hüttenbewohner und der Wüstenwanderer ist kein Leben, und ihre Frauen und Kinder sind nicht die ihrigen.", "Ebenso wird gelehrt: Elie͑zer aus Birja sagte: Die Hüttenbewohner gleichen den Gräberbewohnern89Den Toten.; von ihren Töchtern heißt es:90Dt. 27,21.verflucht sei, wer irgend einem Tiere beiwohnt. —", "Aus welchem Grunde? — U͑la erklärte, weil sie keine Badeanstalten91Die Männer entfernen sich, um zu baden, u. die Frauen sind lasterhaften Leuten ausgesetzt.haben; R.Joḥanan erklärte, weil [die Frauen] beim Reinigungsbade beobachtet werden. —", "Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? — Ein Unterschied besteht zwischen ihnen, wenn sich ein Fluß92Der den Frauen als rit. Reinigungsbad dient, nicht aber den Männern zum Baden.in der Nähe des Hauses befindet.", "R. Hona sagte: In einer Stadt, in der kein Grünkraut zu haben ist, darf kein Schriftgelehrter wohnen. — Demnach ist Grünkraut zuträglich, und [dem widersprechend] wird gelehrt, drei Dinge mehren den Kot, beugen die Statur und rauben ein Fünfhundertstel vom Augenlichte des Menschen, und zwar:" ], [ "Kleienbrot, frischer Met und Grünkraut!? — Das ist kein Widerspruch; eines gilt von Knoblauch und Lauch93Aus dem T. geht nicht hervor, welches zuträglich u. welches abträglich; die Erklärungen variieren., und eines gilt von anderem Grünkraut. Es wird nämlich gelehrt: Knoblauch ist ein Kraut, Lauch ist ein Halbkraut; erscheint Rettich, so erscheint eine Lebensmixtur. —", "Es wird ja aber gelehrt, wenn Rettich erscheint, erscheine eine Todesmixtur!? — Das ist kein Einwand; eines gilt von den Blättern94Diese sind schädlich., und eines gilt von den Köpfen. [Oder aber:] dies im Sommer95Sie führen dem Körper Kühlung zu.und jenes in der Regenzeit.", "R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: In einer Stadt, in der sich Anhöhen und Abhänge befinden, sterben Menschen und Tiere in der Hälfte ihrer Tage. — Sie sterben, wie kommst du darauf!? — Sage vielmehr: sie altern in der Hälfte ihrer Tage. — R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, sagte: Die Anhöhen zwischen Be-Biri und Be-Nereš haben mich alt gemacht.", "Die Rabbanan lehrten: Beim quadratischen Messen mache man das Quadrat entsprechend den Himmelsrichtungen: die nördliche Seite nach Norden (des Weltalls) und die südliche Seite nach Süden (des Weltalls). Als Merkzeichen diene dir der Wagen96Die rabb, Literatur kennt nur die 12 Sternbilder, der Wagen (od. der große Bär) ist sonst unbekannt; Ber. 58b wird mit עגלה der Stier bezeichnet.im Norden und der Skorpion im Süden.", "R. Jose sagte: Wer das Quadrat den Himmelsrichtungen entsprechend zu bilden nicht versteht, richte sich nach dem Sonnenlauf. Und zwar: wo die Sonne an einem langen Tage aufgeht und untergeht, ist die Nordseite, und wo die Sonne an einem kurzen Tage aufgeht und untergeht, ist die Südseite; in den Jahreszeiten des Nisan und des Tišri steigt die Sonne in der Mitte der Ostseite auf und geht in der Mitte der Westseite unter.", "So heißt es:96Ecc. 1,6.geht gegen Süden and kreist gegen Norden; tags geht sie gegen Süden, und nachts kreist sie gegen Norden.96Ecc. 1,6.Immerfort kreisend geht der Wind; das sind die Ostseite und die Westseite, zuweilen geht sie [die Sonne] entlang und zuweilen umgeht sie sie.", "R. Mešaršeja sagte: All diese Regeln sind unrichtig, denn es wird gelehrt: Nie ist die Sonne im Nordosten aufgegangen und im Nordwesten untergegangen, nie ist die Sonne im Südosten aufgegangen und im Südwesten untergegangen.", "Šemuél sagte: Der Wendepunkt des Frühlings97Das Wort תקופה Umkreisung, Wende (sc. der Jahreszeit) heißt sowohl Jahreszeit (die 4 Jahreszeiten werden nach den ersten Monaten derselben benannt: תקופת ניסן der Frühling, תקופת תמוז der Sommer, תקופת תשרי der Herbst, תקופת טבת der Winter) als auch Wende der Jahreszeit (Solstitium bezw. Äquinoktium).tritt ein nur entweder nach dreiviertel Tag, am Beginne des Tages, am Beginne der Nacht, in der Mitte des Tages oder in der Mitte der Nacht.", "Der Wendepunkt des Sommers tritt ein nur entweder nach anderthalb Stunden oder nach siebeneinhalb Stunden, sowohl am Tage als auch in der Nacht. Der Wendepunkt des Herbstes tritt ein nur entweder nach drei Stunden oder nach neun Stunden, sowohl am Tage als auch in der Nacht. Der Wendepunkt des Winters tritt ein nur entweder nach viereinhalb Stunden oder nach zehneinhalb Stunden, sowohl am Tage als auch in der Nacht.", "Von einem Wendepunkte bis zum anderen sind es einundneunzig Tage und siebeneinhalb Stunden, und eine Jahreszeit98Der auf 91 Tage u. 7½ Stunden beschränkte Zyklus derselben.kann in die nächste nur eine halbe Stunde hineinragen.", "Ferner sagte Šemuél: Nie fällt die Frühlingswende in den Jupiter, ohne Bäume zu brechen, und nie fällt die Winterwende in den Jupiter, ohne die Saaten zu dörren; dies jedoch nur dann, wenn die Konjunktion des Mondes mit dem Monde oder dem Jupiter erfolgt." ], [ "Die Rabbanan lehrten: Wer eine [runde] Stadt quadriert, forme sie nach der Art einer viereckigen Tafel, dann forme er das [Šabbath] gebiet99Die 2000 Ellen auf jeder Seite.ringsum ebenfalls nach der Art einer viereckigen Tafel.", "Er messe aber die zweitausend Ellen nicht von Winkel100Des inneren (der Stadt) u. des äußeren (des Šabbathgebietes ringsum) Vierecks.zu Winkel, weil man durch die Messung der Winkel101Wörtl. man würde an den Winkeln (durch die schräge Linie) verlieren. Die Sprache ist hier überhaupt mathematisch sehr unbeholfen: ‘eine viereckige Tafel heranholen’ heißt nichts anderes, als ein Rechteck bilden.verlieren würde; vielmehr hole man eine viereckige Tafel von zweitausend zu zweitausend Ellen und lege sie schräg, den Winkeln entlang;", "mithin gewinnt die Stadt102Durch die Quadratur um den Kreis.vierhundert Ellen da und vierhundert Ellen dort, und das [Šabbath] gebiet ringsum gewinnt achthundert Ellen da und achthundert Ellen103Wenn das Stadtgebiet eine Kathete von 2000 E.n hat, so hat die Hypotenuse ungefähr 2800 E.n.dort; die ganze Stadt gewinnt mithin tausendundzweihundert Ellen da und tausendundzweihundert Ellen dort.", "Abajje sagte: Dies ist der Fall bei einer Stadt, die zweitausend zu zweitausend Ellen mißt.", "Es wird gelehrt: R.Elie͑zer b. Jose sagte: Die levitischen Städte104Cf. Num. Kap. 4. hatten ringsum ein Gebiet von zweitausend Ellen, und wenn du davon tausend Ellen Triftland abziehst, so ergibt es sich, daß das Triftland ein Viertel einnahm, während das Übrige aus Feldern und Weinbergen bestand. —", "Woher dies? Raba erwiderte: Die Schrift sagt:105Num. 35,4.außerhalb der Stadtmauer tausend Ellen ringsum; die Tora sagt damit, daß man die Stadt mit tausend Ellen umgebe. — «So ergibt es sich, daß das Triftland ein Viertel einnahm.»", "Wieso ein Viertel, das ist ja die Hälfte!? Raba erwiderte: Der Landmesser Bar Ada erklärte es mir: Dies ist bei einer Stadt der Fall, die zweitausend zu zweitausend Ellen hat. Das Gebiet [an den Seiten] hat somit sechzehn und die Winkel haben ebenfalls sechzehn106Der Einfachheit wegen wird hier nach Tausenden gerechnet. Wenn die Stadt 2 × 2 hat, so hat das 2 breite u. ebenso lange Gebiet an jeder Seite 4, u. ebenso jeder Winkel, zusammen also 32, wovon auf das 1 breite u. 2 lange Triftland in jeder Seite 2 u. in jedem Winkel 1, zusammen also 12, entfallen., und wenn du acht vom Gebiete [an den Seiten] und vier von den Winkeln [als Triftland ] nimmst, so sind es zwölf. —", "«So ergibt es sich, daß das Triftland ein Viertel einnahm», es ist ja mehr als ein Drittel107Das Triftland hatte 12, während vom Gebiete ringsum 20 zurückblieben.!? —", "Zähle die vier der Stadt selbst noch hinzu. — Aber immerhin ist es ja ein Drittel!? —", "Du glaubst wohl, er spreche von einer viereckigen [Stadt], er spricht von einer runden,", "und da das Quadrat um ein Viertel größer ist als der Kreis, so ist ein Viertel abzuziehen, so daß es neun bleiben: neun ist ein Viertel von sechsunddreißig.", "Abajje erklärte: Dies kann auch bei einer Stadt der Fall sein, die tausend zu tausend [Ellen] hat. Das Gebiet [an den Seiten] hat demnach acht und die Winkel sechzehn," ], [ "und wenn du vier vom Gebiete [an den Seiten] und vier von den Winkeln nimmst, so sind es zusammen108Cf. Anm. 106, mut. mut.acht. —", "Das ist ja ein Drittel!? — Du glaubst wohl, er spreche von einer viereckigen [Stadt], er spricht von einer runden, und da das Quadrat um ein Viertel größer ist als der Kreis, so ist ein Viertel abzuziehen, so daß es sechs bleiben: sechs ist ein Viertel von vierundzwanzig.", "Rabina erklärte: Unter ‘Viertel’ ist ein Viertel des Gebietes [rings um ] 109Tatsächlich wird hier von einer viereckigen, 2 × 2 messenden Stadt gesprochen; das gesamte Gebiet ringsum hat demnach 32 u. das bis zur Mitte reichende Triftland ohne Winkel 8, also ein Viertel.zu verstehen.", "R.Aši erklärte: Unter ‘Viertel’ ist ein Viertel der Winkel110Wenn das Triftland bis zur Hälfte reicht, so nimmt es am Winkelquadrat ein Viertel des ganzen Winkels ein. zu verstehen.", "Die Rabbanan sprachen zu R.Aši: Es heißt ja aber ‘ringsum’. —", "Das ‘ringsum’ bezieht sich nur auf die Winkel111Die um die Stadt verteilt sind.. Wie willst du, wenn du nicht so erklärst, den beim Brandopfer gebrauchten Schriftvers erklären:112Lev. 1,5.sie sollen das Blut ringsum an den Altar sprengen; ist etwa hierbei zu verstehen, um den ganzen Altar!? Vielmehr ist das ‘ringsum’ auf die Winkel zu beziehen, ebenso beziehe man es auch hierbei nur auf die Winkel.", "R.Ḥabibi aus Maḥoza sprach zu R.Aši: Die Winkel sind ja eckig113Und ragen in den die Stadt umgebenden Vorplatz hinein.!? —", "Wenn die Stadt rund ist. — Sie wird ja aber quadriert!? — Sie wird nur als quadratisch angesehen, nicht aber wirklich quadriert.", "R.Ḥinaj aus Maḥoza sprach zu R.Aši: Merke, das Quadrat ist ja um ein Viertel größer als der Kreis, wieso sind es achthundert114Oben heißt es, daß bei einer Fläche von 2000 × 2000 E.n durch die Diagonalmessung 800 E.n gewonnen werden. [Ellen], es sind ja nur sechshundertsiebenundsechzig abzüglich eines Drittels!?", "Dieser erwiderte: Dies nur bei einem Kreise in einem Quadrate, die Diagonallinie [eines Quadrates] aber beträgt mehr. Der Meister sagte nämlich, eine Elle im Quadrat hat eine Elle und zwei Fünftel in der Diagonale.", "ii MAN GEBE ZUR STADT EINEN VORPLATZ — SO R.MEÍR; DIE WEISEN SAGEN, VOM VORPLATZE SAGTEN SIE ES NUR ZWISCHEN ZWEI STÄDTEN: WENN DIE EINE SIEBZIG ELLEN UND EINEN ÜBERSCHUSS HAT, UND DIE ANDERE SIEBZIG ELLEN UND EINEN ÜBERSCHUSS HAT, SO BEWIRKT DER VORPLATZ, DASS BEIDE ALS EINE GELTEN.", "EBENSO AUCH, WENN DREI DÖRFER EIN DREIECK iii BILDEN: IST ZWISCHEN DEN ZWEI ÄUSSEREN [EIN ABSTAND VON] HUNDERTEINUNDVIERZIG [ELLEN] UND EIN DRITTEL VORHANDEN, SO BEWIRKT DAS MITTLERE, DASS DIE DREI ALS EINES GELTEN.", "GEMARA. Woher dies? Raba erwiderte: Die Schrift sagt:115Num. 35,4.außerhalb der Stadtmauer; die Tora sagt damit, daß man etwas außerhalb lasse und dann messe.", "DIE WEISEN SAGEN &C. Es wurde gelehrt: R.Hona sagte, man gebe einen Vorplatz zu der einen und einen Vorplatz zu der anderen. Ḥija b. Rabh sagte, einen Vorplatz für beide. —", "Wir haben gelernt: Die Weisen sagen, vom Vorplatze sagten sie es nur zwischen zwei Städten. Dies ist eine Widerlegung R.Honas!? —", "R.Hona kann dir erwidern: unter ‘Vorplatz’ ist das Gesetz vom Vorplatze zu verstehen, und zwar einen Vorplatz zu der einen und einen Vorplatz zu der anderen.", "Dies ist auch einleuchtend, denn im Schlußsatze lehrt er: wenn die eine [einen Vorplatz von] siebzig Ellen und einem Überschusse hat und die andere [einen Vorplatz von] siebzig Ellen und einem Überschusse hat, so bewirkt der Vorplatz, daß beide als eine gelten. Schließe hieraus. —", "Dies wäre also eine Widerlegung des Ḥija b. Rabh!? — Ḥija b. Rabh kann dir erwidern:" ], [ "dies ist die Ansicht R.Meírs. —", "Die Ansicht R.Meírs wird ja schon im Anfangssatze gelehrt: man gebe zur Stadt einen Vorplatz — so R.Meír!? —", "Beides ist nötig. Aus der einen [Lehre] könnte man entnehmen, einen für eine [Stadt] und einen für zwei, so lehrt er uns, daß man zu zweien zwei gebe.", "Und würde er nur die andere gelehrt haben, so könnte man glauben, weil es ihnen an Raum mangeln würde, nicht aber da116Bei einer Stadt., wo es nicht an Raum mangelt. Daher ist beides nötig. —", "Wir haben gelernt: Ebenso auch, wenn drei Dörfer ein Dreieck bilden: ist zwischen den zwei äußeren [ein Abstand von] hunderteinundvierzig Ellen und einem Drittel vorhanden, so bewirkt das mittlere, daß die drei als eines gelten. Nur, wenn eines in der Mitte ist, nicht aber, wenn keines in der Mitte ist!? Dies ist also eine Widerlegung R.Honas. —", "R.Hona kann dir erwidern: hierzu wurde ja gelehrt, Raba sagte im Namen R.Idis im Namen R.Ḥaninas: Sie brauchen nicht gerade ein Dreieck zu bilden, sondern daß sie, wenn man das mittlere zwischen beide setzt, sodaß sie ein Dreieck bilden, von einander nur hunderteinundvierzig Ellen und ein Drittel entfernt sind, dann bewirkt das mittlere, daß sie als eines gelten.", "Raba fragte Abajje: Wieviel darf das mittlere von den äußeren entfernt sein? Dieser erwiderte: Zweitausend Ellen. —", "Du selbst sagtest ja aber, die Ansicht Rabas, Sohnes des Rabba b. R.Hona, der mehr als zweitausend Ellen117Cf. supra Fol. 55 b.sagt, sei einleuchtender!? —", "Es ist ja nicht gleich; da sind Häuser118In jenem Falle, auf den er Bezug nimmt, handelt es sich um eine bogenartig gebaute Stadt, so daß man einen Umweg machen u. den unbebauten Platz ganz meiden kann.vorhanden, hierbei sind keine Häuser vorhanden.", "Ferner fragte Raba den Abajje: Wie weit dürfen die äußeren von einander entfernt sein? — «Wie weit», was geht dich dies an, wenn nur, falls man das mittlere zwischen beide setzt, sie von einander nur hunderteinundvierzig Ellen und ein Drittel entfernt sind!? —", "Auch viertausend Ellen? Dieser erwiderte: Jawohl. — R.Hona sagte ja aber, daß, wenn eine Stadt die Form eines Bogens hat, man vom Überschusse an messe, wenn beide Enden keine viertausend Ellen von einander entfernt sind, sonst aber119Gf. supra Fol. 55a, Anm. 75—78.vom Bogen ab!?", "Dieser erwiderte: Da kann man sich die Ausfüllung [des Zwischenraumes] nicht denken, hierbei aber kann man sich die Ausfüllung120Mit den Häusern des dritten Dorfes.denken.", "R.Saphra sprach zu Raba: Wieso messen wir das Gebiet für die Leute von Ktesiphon von der anderen Seite von Ardašir, und das Gebiet für die Leute von Ardašir121Persischer Name des Artaxerxes I., dessen Name diese Stadt trug.von der anderen Seite von Ktesiphon, sie sind ja durch den Tigris getrennt, der breiter ist als hunderteinundvierzig [Ellen] und ein Drittel!?", "Da ging er hinaus und zeigte ihm jene Mauervorsprünge, die siebzig Ellen nebst Überschuß in den Tigris hineinragen.", "iv MAN MESSE NUR MIT EINER SCHNUR VON FÜNFZIG ELLEN, WEDER WENIGER NOCH MEHR, UND DEHNE SIE NUR GEGEN DAS HERZ122Beim Messen durch 2 Personen, muß sie jeder in gleicher Höhe halten, um die Entfernung nicht zu kürzen..", "STÖSST MAN BEIM MESSEN AUF EINE TIEFUNG ODER EINE MAUERWAND123Wohl eine zusammengestürzte, über die man gehen kann., SO ÜBERSPRINGE MAN SIE124Man messe nicht die Böschungen, sondern die Luftlinie.UND MESSE WEITER; STÖSST MAN AUF EINEN BERG, SO ÜBERSPRINGE MAN IHN UND MESSE WEITER, \n" ], [ "NUR DARF MAN125Wenn man eine schmälere Stelle sucht, um an den Fuß des Berges zu gelangen.NICHT ÜBER DAS ŠABBATHGEBIET HINAUS GEHEN.", "KANN MAN IHN NICHT ÜBERSPRINGEN? DIESBEZÜGLICH SAGTE R.DOSTAJ B. JANNAJ IM NAMEN R.MEÍRS: ICH HÖRTE, DASS MAN BERGE DURCHSTECHE126Nach einer andern Lesart: durchschneide, man messe stückweise die diametrische Weite des Berges in der Weise, wie weiter in der Gemara erklärt wird..", "GEMARA. Woher dies? R.Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Die Schrift sagt:127Ex. 27,18.die Länge des Vorhofes hundert Ellen und die Breite fünfzig mit fünfzig; die Tora sagt damit, daß man mit einer Schnur von fünfzig Ellen messe. —", "Dieser [Vers] deutet ja darauf, daß man fünfzig mit fünfzig quadriere128Cf. supra Fol. 23b, Anm. 158.!? —", "Der Schriftvers könnte ja lauten: fünfzig, fünfzig, wenn es aber heißt: fünfzig mit fünfzig, so ist beides zu entnehmen.", "WEDER WENIGER NOCH MEHR. Es wird gelehrt: Nicht weniger, weil [das Maß] erhöht werden129Kurze Stricke werden zu straff angezogen, während allzulange wegen der Schwere nicht straff genug angezogen werden können.würde; nicht mehr, weil das Maß vermindert werden129Kurze Stricke werden zu straff angezogen, während allzulange wegen der Schwere nicht straff genug angezogen werden können.würde.", "R.Asi sagte: Man messe nur mit einem Stricke aus Apesqima. — Was ist Apesqima? R.Abba erwiderte: Die Nargila130Arabische Benennung der Kokospalme.. — Was ist Nargila? R.Ja͑qob erwiderte: Eine Palme mit nur einer Bastschicht. Manche lesen: Was ist Apesqima? R.Abba erwiderte: Nargila. R.Ja͑qob erwiderte: Eine Palme mit nur einer Bastschicht.", "Es wird gelehrt: R.Jehošua͑ b. Ḥananja sagte: Du hast zum Messen nichts Geeigneteres als eiserne Ketten; was aber können wir machen, wenn die Tora sagt:131Zach. 2,5.eme Meßschnur in seiner Hand. —", "Es heißt ja aber:132Ez. 40,5.ein Meßstab in seiner Hand!? — Für die Pforten.", "R.Joseph lehrte: Es gibt dreierlei Stricke: aus Binsen, aus Bast und aus Flachs.", "Aus Binsen für die [rote] Kuh, wie wir gelernt haben: man band sie mit einem Binsenstrick und legte sie auf den Holzstoß; aus Bast für die Ehebruchsverdächtigte, wie wir gelernt haben: darauf holt er einen Baststrick und bindet ihn oberhalb ihrer Brüste; aus Flachs zum Messen.", "STÖSST MAN BEIM MESSEN. Wenn er lehrt, daß man weiter messe, so gehe man wohl, wenn man sie nicht überspringen kann, nach einer Stelle, wo man sie überspringen kann, und beobachte die Reichweite des Maßes und messe weiter,", "somit lernen wir hier dasselbe, was die Rabbanan gelehrt haben: Wenn beim Messen das Maß auf eine Tiefung stößt, so überspringe man sie, wenn man sie mit der fünfzig Ellen [langen] Schnur überspringen kann, wenn aber nicht, so gehe man zu einer Stelle, wo man sie überspringen kann, und überspringe sie; sodann beobachte man [die Reichweite] und messe weiter.", "Ist die Tiefung gekrümmt132Kann auch heißen: abgeschrägt., so durchsteche126Nach einer andern Lesart: durchschneide, man messe stückweise die diametrische Weite des Berges in der Weise, wie weiter in der Gemara erklärt wird.man nach oben und durchsteche133Man bilde fiktiv einen Stufengang u. messe nun die wagerechten Stufen.nach unten. Wenn man an eine Wand heranreicht, so sage man nicht, man durchbohre die Wand, vielmehr schätze134Man braucht nicht auf die Wand zu steigen, um die genaue Dicke festzustellen.man sie und gehe weiter. —", "Wir haben ja aber gelernt, man überspringe und messe weiter!? — Da in dem Falle, wenn die Benutzung bequem135Wenn sie nicht steil ist.ist, hier aber ist die Benutzung nicht bequem.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Dies nur, wenn das Senkblei gegenüber nicht herabhängt," ], [ "wenn aber das Senkblei gegenüber herabhängt136Wenn sie sehr steil ist., so messe man sie genau. —", "Wie tief darf die Tiefung sein? R.Joseph erwiderte: Zweitausend [Ellen].", "Abajje wandte gegen ihn ein: Ist sie hundert [Ellen] tief und fünfzig breit, so überspringe man sie, sonst aber überspringe man sie nicht!? — Er ist der Ansicht der Anderen, denn es wird gelehrt: Andere sagen, man überspringe, auch wenn sie zweitausend [Ellen] tief und fünfzig Ellen breit ist.", "Manche lesen: R.Joseph erwiderte: Auch mehr als zweitausend [Ellen]. — Also weder nach dem ersten Tanna noch nach den Anderen!? —", "Da in dem Falle, wenn das Senkblei gegenüber nicht herabhängt, hier in dem Falle, wenn gegenüber das Senkblei herabhängt. —", "Bei welcher [Entfernung] muß das Senkblei herabhängen können? Abimi erwiderte: Bei vier [Ellen]. Ebenso lehrt Rami b. Jeḥezqel, bei vier [Ellen].", "STÖSST MAN AUF EINEN BERG, SO ÜBERSPRINGE MAN IHN UND MESSE WEITER. Raba sagte: Dies nur, wenn der Berg in vier [Ellen] zehn [Handbreiten] ansteigt, wenn aber der Berg in fünf [Ellen] zehn [Handbreiten] ansteigt, so messe man ihn genau137Dh. man messe die Böschung u. nicht den Durchmesser..", "R.Hona, Sohn des R.Nathan, lehrte es erleichternd. Raba sagte: Dies nur, wenn der Berg in fünf [Ellen] zehn [Handbreiten] ansteigt, wenn aber der Berg in vier [Ellen] zehn [Handbreiten] ansteigt, so schätze man ihn und messe weiter.", "NUR DARF MAN NICHT ÜBER DAS ŠABBATHGEBIET HINAUS GEHEN. AUS welchem Grunde? R.Kahana erwiderte: Mit Rücksicht darauf, man könnte glauben, das Šabbathgebiet reiche bis dahin.", "KANN MAN IHN NICHT ÜBERSPRINGEN. Die Rabbanan lehrten: Wie geschieht das Durchstechen? Der Untere [hält die Schnur] am Herzen und der obere an den Füßen. Abajje sagte: Es ist uns überliefert, daß man nur mit einer Schnur von vier Ellen durchsteche.", "R.Naḥman sagte im Namen des Rabba b. Abuha: Man durchsteche weder beim genickbrochenen Kalbe138Wobei Entfernungen zu messen sind; cf. Dt. 21,1ff.noch beim [Messen] der Asylstädte139Cf. Num. 35,11ff., weil sie Gebote der Tora sind140Das Messen hat bei diesen nach der Tora zu erfolgen, daher genau u. nicht nach Schätzung..", "v DAS MESSEN DARF NUR DURCH EINEN KUNDIGEN141Wörtl. Bewährten, Erprobten.ERFOLGEN. HAT ER EINE STELLE ERWEITERT UND EINE ANDERE STELLE GEKÜRZT, SO RICHTE MAN SICH NACH DER ERWEITERTEN STELLE; HAT ER FÜR EINEN ERWEITERT UND FÜR EINEN ANDEREN GEKÜRZT, SO RICHTE MAN SICH NACH DER ERWEITERUNG.", "SELBST EIN KNECHT UND EINE MAGD SIND BEGLAUBT, WENN SIE SAGEN: BIS HIER REICHT DAS ŠABBATHGEBIET. DIE WEISEN HABEN NÄMLICH DIESE ANORDNUNG NICHT ZUR ERSCHWERUNG, SONDERN ZUR ERLEICHTERUNG GETROFFEN." ], [ "GEMARA. Nur nach der erweiterten Stelle und nicht nach der gekürzten!? — Sage: auch nach der erweiterten.", "FÜR EINEN ERWEITERT UND &C. GEKÜRZT. Wozu ist dies nötig, es ist ja dasselbe!? — Er meint es wie folgt: hat einer erweitert und ein anderer gekürzt, so richte man sich nach dem, der erweitert hat.", "Abajje sagte: Nur darf es die Diagonallänge der Stadt nicht übersteigen142Wenn zwischen beiden Messungen eine Differenz besteht, so nehme man an, einer habe statt der Diagonallänge die Seitenlänge gemessen..", "DIE WEISEN HABEN NÄMLICH DIESE ANORDNUNG NICHT ZUR ERSCHWERUNG, SONDERN ZUR ERLEICHTERUNG GETROFFEN. Es wird ja aber gelehrt, die Weisen haben diese Anordnung nicht zur Erleichterung, sondern zur Erschwerung getroffen!?", "Rabina erwiderte: Nicht bei Geboten der Tora zu erleichtern, sondern bei Geboten der Tora zu erschweren; das Gesetz vom Šabbathgebiete aber ist rabbanitisch.", "vi WENN EINE PRIVATE STADT ZU EINER ÖFFENTLICHEN GEWORDEN IST, SO DARF MAN SIE GANZ143Wie vorher; sie gilt noch als einziges Gebiet.DURCH EINENRUB VEREINIGEN; \n", "WENN EINE ÖFFENTLICHE ZU EINER PRIVATEN GEWORDEN IST, SO DARF MAN SIE NICHT GANZ DURCH EINEN E͑RUB VEREINIGEN, ES SEI DENN, MAN SCHLIESSE EINEN TEIL AUS, DER SO [GROSS] WIE NEUSTADT IN JUDÄA IST, DIE FÜNFZIG EINWOHNER HAT — SO R.JEHUDA; R.ŠIMO͑N SAGT, DREI HÖFE MIT JE ZWEI HÄUSERN.", "GEMARA. Welche ist beispielsweise eine private Stadt, die eine öffentliche geworden ist? R.Jehuda erwiderte: Beispielsweise die Exilarchen-Stadt.", "R.Naḥman sprach zu ihm: Weshalb [gerade diese]: wollte man sagen, weil alle zum Herrscher144Dem Exilarchen.kommen und einander erinnern, so ist ja auch ganz Jisraél am Šabbathmorgen versammelt!? Vielmehr, erklärte R.Naḥman, beispielsweise die Nithzäerstadt.", "Die Rabbanan lehrten: Wie wird eine private Stadt, die zu einer öffentlichen geworden ist, durch die eine öffentliche Straße145Die öffentliche Straße muß eine Breite von mindestens 16 Ellen haben.führt, durch einen E͑rub vereinigt? Man setze einen Pfosten da und einen Pfosten dort146An beiden Enden der Straße., oder einen Balken da und einen Balken dort, sodann darf man in der Mitte nehmen und geben. Man kann da keinen E͑rub für eine Hälfte bereiten, sondern nur entweder für die ganze Stadt, oder für jede Durchgangsgasse besonders.", "Eine jetzt wie zuvor öffentliche Stadt," ], [ "die nur ein Tor hat, darf man ganz durch einen E͑rub vereinigen. —", "Wer lehrte, daß eine öffentliche Straße durch einen E͑rub vereinigt werden könne? R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, erwiderte: Es ist R.Jehuda. Es wird nämlich gelehrt: Noch mehr sagte R.Jehuda: Wer zwei [gegenüberliegende] Häuser auf beiden Seiten der Straße hat, darf an beiden Enden je einen Pfosten oder je einen Querbalken setzen und in der Mitte nehmen und geben. Jene sprachen zu ihm: Auf diese Weise kann man für das öffentliche Gebiet keinen E͑rub bereiten.", "Der Meister sagte: Man kann da keinen E͑rub für eine Hälfte bereiten. R.Papa sagte: Dies sagten sie nur von der Länge, in der Breite147Der öffentlichen Straße; man kann eine Hälfte der Stadt an der einen Seite der Straße durch einen E͑. vereinigen.aber ist es zulässig.", "Also nicht nach R.A͑qiba, denn R.A͑qiba sagt ja, der Fuß, dem sein Platz erlaubt ist, mache einen anderen Platz verboten148Wenn in 2 Höfen, von denen der eine sich hinter dem anderen befindet, besondere E͑rubin bereitet wurden, so sind die Bewohner des äußeren Hofes in der Benutzung desselben beschränkt, weil die des inneren einen Zutritt zu diesem haben, um auf die Straße zu gelangen.. —", "Du kannst auch sagen nach R.A͑qiba, denn R.A͑qiba sagt dies nur von zwei Höfen, einer hinter dem anderen, wo der hintere kein anderes Tor149Nach der öffentlichen Straße.hat, hierbei aber können die einen durch das eine Tor und die anderen durch ein anderes Tor durchgehen.", "Manche lesen: R.Papa sagte: Sage nicht, man könne nur der Länge nach keinen E͑rub bereiten, wohl aber der Breite nach, vielmehr kann man auch der Breite nach keinen E͑rub bereiten. —", "Also nach R.A͑qiba? — Du kannst auch sagen, nach den Rabbanan, denn die Rabbanan sagen dies nur von zwei Höfen, einer hinter dem anderen, wo das Tor des inneren abgeschlossen und die Benutzung auf diesen beschränkt werden kann, hierbei aber ist ja die öffentliche Straße nicht fortzuschaffen.", "Der Meister sagte: Entweder für die ganze Stadt, oder für jede Durchgangsgasse besonders. Für eine Hälfte wohl deshalb nicht, weil die eine der andern es verboten macht, ebenso machen es ja auch die einzelnen Durchgangsgassen eine der anderen verboten150Da vorher der Anwohner der einen Zutritt zur anderen hatte.!? —", "Hier handelt es sich um den Fall, wenn sie eine Höhung gemacht haben, wie R.Idi b. Abin im Namen R.Ḥisdas gelehrt hat: Wenn ein Anwohner der Durchgangsgasse eine Höhung an der Tür [seines Vorhofes] gemacht hat, so kann er den übrigen Anwohnern der Durchgangsgasse diese nicht mehr verboten machen151Wenn er sich am E͑rub nicht beteiligt hat, da er dadurch bekundet, daß er sich von der Durchgangsgasse losgesagt hat..", "«Eine jetzt wie zuvor öffentliche Stadt &c.» R.Zera vereinigte den Wohnort R.Ḥijas durch einen E͑rub, ohne einen Teil zurückzulassen. Da sprach Abajje zu ihm: Wieso tat dies der Meister?", "Dieser erwiderte: Di Greise dieses [Ortes] erzählten mir, daß R.Ḥija b. Aši die ganze Stadt durch einen E͑rub zu vereinigen pflegte, und ich nahm an, sie sei früher eine private Stadt gewesen und eine öffentliche geworden.", "Jener entgegnete: Mir erzählten jene Greise, daß einst auf der einen Seite der Stadt sich ein Misthaufen befunden hatte; jetzt aber, wo der Misthaufen fortgeräumt ist, ist es ebenso, als hätte sie zwei Ausgänge, und es ist verboten. Dieser erwiderte: Ich wußte es nicht.", "R.Ami b.Ada aus Harpanja fragte Rabba: Wie ist es, wenn an der einen Seite eine Leiter sich befindet und an der anderen Seite eine Leiter sich152Mittelst deren man über die Stadtmauer gelangen kann.befindet?", "Dieser erwiderte: So sagte Rabh: eine Leiter wird als Tor betrachtet. R.Naḥman sprach zu ihnen: Hört nicht auf ihn; so sagte R. Ada im Namen Rabhs: eine Leiter wird als Tor und als Zaun betrachtet. Sie wird als Zaun betrachtet, wie wir gesagt haben, und sie wird als Tor betrachtet, wenn nämlich eine Leiter sich zwischen zwei Höfen befindet: wenn sie wollen, bereiten sie einen E͑rub, und wenn sie wollen, bereiten sie zwei E͑rubin. —", "Kann R.Naḥman dies denn gesagt haben, er sagte ja im Namen Šemuéls, daß, wenn die Bewohner des Vorhofes und die Bewohner des Balkons153Mehrere Oberwohnungen hatten zusammen einen Balkon, der mit dem Hofe durch eine Leiter verbunden war.vergessen haben," ], [ "sich durch einen E͑rub zu vereinigen, sie einander [die Benutzung], wenn sich dazwischen eine Höhung von vier [Handbreiten] befindet, nicht verboten machen, wenn aber nicht, wohl verboten machen154Demnach dient die Leiter als Tor.!? —", "Dies gilt von dem Falle, wenn der Balkon keine zehn [Handbreiten] hoch ist. —", "Was nützt denn bei einem Balkon, der keine zehn [Handbreiten] hoch ist, eine Höhung155Der Verkehr zwischen beiden ist nicht behindert, u. es gleicht zwei von einander nicht getrennten Höfen.!? — Wenn er bis zehn Ellen ein Geländer hat; haben sie da eine Höhung gemacht, so haben sie sich davon156Die Bewohner des einen von der Benutzung des anderen; sonst aber gilt die Stelle ohne Geländer als Tür.losgesagt.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Eine mit Leitern ausgefüllte Wand, selbst mehr als zehn [Ellen], gilt als Zaun.", "R.Beruna wandte gegen R.Jehuda in der Kelter des R.Senina ein: Kann denn Šemuél gesagt haben, eine solche gelte als Zaun, R.Naḥman sagte ja im Namen Šemuéls, daß, wenn die Bewohner des Balkons und die Bewohner des Vorhofes vergessen haben, sich durch einen E͑rub zu vereinigen, sie einander [die Benutzung], wenn sich zwischen ihnen eine Höhung von vier [Handbreiten] befindet, nicht verboten machen, wenn aber nicht, wohl verboten machen!? —", "Dies gilt von dem Falle, wenn der Balkon keine zehn [Handbreiten] hoch ist. — Was nützt bei einem Balkon, der keine zehn [Handbreiten] hoch ist, eine Höhung!? — Wenn er bis auf zehn Ellen ein Geländer hat; haben sie da eine Höhung gemacht, so haben sie sich davon losgesagt.", "Einst kamen die Leute von Qaqonja zu R.Joseph und ersuchten ihn, ihnen einen Mann zu senden, der ihnen ihre Ortschaft157Die vorher eine öffentliche, später aber eine private war.durch einen E͑rub vereinige. Da sprach er zu Abajje: Geh, bereite ihnen einen E͑rub; achte aber darauf, daß sie nicht zu mir ins Lehrhaus klagen kommen. Als er da hinkam und Häuser sah, die ihre Türen nach dem Flusse hatten, sprach er: Diese sollen von der Stadt zurückbleiben.", "Darauf sprach er: Wir haben gelernt, daß man sie nicht vollständig vereinigen dürfe, demnach muß man sie, wenn man es wünscht, vereinigen158Und wenn die Häuser keine Türen u. Fenster nach der Stadt haben, können sie ja überhaupt nicht mitvereinigt werden.können; ich will ihnen Fenster nach der Stadt machen, damit eine Vereinigung durch die Fenster möglich sei.", "Darauf sprach er: Dies ist nicht nötig; Rabba b. Abuha machte ja in ganz Maḥoza einen E͑rub für jede Straßenreihe besonders, wegen der Ochsengräben159Gräben, wo man Futterkörner für die Ochsen aufzubewahren pflegte; diese Gräben trennten die Straßenreihen von einander.; da wurde die eine als zurückbleibende für die anderen betrachtet, obgleich sie, auch wenn sie es wollten, nicht vereinigt werden konnten.", "Darauf sprach er: Es ist doch nicht gleich; dort konnten sie sich durch die Dächer160Die Dächer waren durch Balkons verbunden.vereinigen, hierbei aber nicht; daher müssen Fenster gemacht werden.", "Darauf sprach er: Es sind keine Fenster nötig; Mar b. Pupidatha aus Pumbeditha hatte einen Strohschuppen, der als Zurückbleibendes für ganz Pumbeditha galt.", "Hierauf sprach er: Das ist es, was der Meister zu mir sagte: achte aber darauf, daß sie nicht zu mir ins Lehrhaus klagen kommen.", "ES SEI DENN, MAN SCHLIESSE EINEN TEIL AUS, DER SO [GROSS] IST, WIE NEUSTADT IN JUDÄA. Es wird gelehrt: R.Jehuda sagte: Es gab eine Stadt in Judäa, die Ḥadaša [Neustadt] hieß, die fünfzig Einwohner hatte, Männer, Frauen und Kinder; diese war Zurückgebliebenes161Einer anderen, in der Nähe befindlichen Stadt., und nach dieser schätzten es die Weisen.", "Sie fragten: Wie verhält es sich mit Ḥadaša selbst? — Wie Ḥadaša Zurückbleibendes der großen Stadt ist, so ist auch die große Stadt Zurückbleibendes der kleinen. —", "Vielmehr, wie verhält es sich mit einer Stadt, die so klein wie Ḥadaša ist? — [Hierüber streiten] R.Hona und R.Jehuda: einer sagt, es sei ein Zurückbleibendes nötig, und einer sagt, es sei nicht nötig.", "R.ŠIMO͑N SAGT, DREI HÖFE &C. R.Ḥama b. Gorja sagte im Namen Rabhs: Die Halakha ist wie R.Šimo͑n. R.Jiçḥaq sagte: Selbst ein Haus und ein Hof. — «Ein Haus und ein Hof,» wie kommst du162Ein Hof ist ja keine Wohnung.darauf !? — Sage vielmehr: ein Haus in einem Hofe.", "Abajje fragte R.Joseph: Ist das, was R.Jiçḥaq [gesagt hat], eine [überlieferte] Lehre oder eine eigene Ansicht? Dieser erwiderte: Was kommt es darauf an? Jener entgegnete: Eine Lehre vortragen nur als Singsang!?", "vii WENN JEMAND SICH IN DER OSTSEITE BEFINDET UND SEINEN SOHN BEAUFTRAGT, FÜR IHN EINENRUB IN DER WESTSEITE ZU MACHEN, ODER IN DER WESTSEITE UND SEINEN SOHN BEAUFTRAGT, FÜR IHN EINENRUB IN DER OSTSEITE zu MACHEN, SO IST ES IHM, WENN ER VON SEINEM HAUSE ZWEITAUSEND ELLEN UND VON SEINEMRUB WEITER ENTFERNT IST, NACH SEINEM HAUSE163Der E͑. ist ungültig, u. sein Haus bleibt seine Š.station.ERLAUBT UND NACH SEINEMRUB VERBOTEN, \n", "UND WENN VON SEINEM E͑RUB ZWEITAUSEND ELLEN UND VON SEINEM HAUSE WEITER, NACH SEINEM HAUSE VERBOTEN UND NACH SEINEMRUB ERLAUBT.", "WER SEINENRUB IM WEICHBILDE DER STADT NIEDERLEGT, HAT NICHTS164Da 2000 E.n um die ganze Stadt zum Š.gebiete gehören.GETAN;", "WER IHN AUSSERHALB DES GEBIETES NIEDERLEGT, AUCH NUR EINE ELLE," ], [ "VERLIERT [ENTSPRECHEND DEM], WAS ER GEWINNT165Den Raum, den er von der Grenze des Weichbildes bis zum E͑. gewinnt, verliert er von den zum Stadtgebiete gehörenden 2000 E.n auf der entgegengesetzten Seite..", "GEMARA. Sie glaubten, unter ‘Ostseite’ sei östlich von seinem Hause und unter ‘Westseite’ sei westlich von seinem Hause zu verstehen.", "Allerdings kann es vorkommen, daß er von seinem Hause zweitausend Ellen und von seinem E͑rub weiter entfernt ist, wenn er nämlich sein Haus erreichen und seinen E͑rub nicht erreichen kann, wieso aber kann es vorkommen, daß er von seinem E͑rub zweitausend Ellen und von seinem Hause weiter entfernt ist!?", "R.Jiçḥaq erwiderte: Du glaubst unter ‘Ostseite’ sei östlich von seinem Hause und unter ‘Westseite’ sei westlich von seinem Hause zu verstehen; nein, unter ‘Ostseite’ ist östlich von seinem Sohne und unter ‘Westseite’ ist westlich von seinem Sohne zu verstehen.", "Raba b. R.Šila erwiderte: Du kannst auch sagen, unter ‘Ostseite’ sei östlich von seinem Hause und unter ‘Westseite’ westlich von seinem Hause zu verstehen, wenn nämlich sein Haus sich in Winkelstellung166Dh. wenn er, sein Haus u. der E͑rub ein Dreieck bilden; in diesem Falle kann er von seinem Hause mehr entfernt sein, als von seinem E͑rub.befindet.", "WER SEINENRUB IM WEICHBILDE DER STADT NIEDERLEGT &C. Wie ist dies außerhalb des [Šabbath]gebietes möglich!? — Sage vielmehr: außerhalb des Weichbildes.", "VERLIERT [ENTSPRECHEND DEM], WAS ER GEWINNT. Nur was er gewinnt und nicht mehr, und [dem widersprechend] wird ja gelehrt, wer seinen E͑rub im Weichbilde der Stadt niederlegt, habe nichts getan, und wer ihn außerhalb des Weichbildes der Stadt niederlegt, selbst wenn nur eine Elle, gewinne diese Elle und verliere die ganze Stadt167Die 2000 E.n auf der entgegengesetzten Seite werden vom E͑. ab gemessen., weil ihm dann die Stadt zum Šabbathgebiete mitgerechnet wird!? —", "Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn das Maß168Die 2000 E.n.in der Mitte der Stadt endet, und das andere, wenn es am Ende der Stadt169Dh. über die Stadt hinaus; in diesem Falle wird das Weichbild der Stadt übersprungen.endet.", "Dies nach R.Idi, denn R.Idi sagte im Namen des R.Jehošua͑ b. Levi: Wenn jemand [das Šabbathgebiet] mißt und das Maß in der Mitte der Stadt endet, so steht ihm nur die halbe Stadt frei, wenn aber das Maß am Ende der Stadt endet, so gilt die ganze Stadt als vier Ellen, und man ergänzt ihm das übrige.", "Hierzu sagt R.Idi: Das sind nur Worte der Prophetie170Eine überlieferte Lehre ohne Begründung.; was ist denn der Unterschied, ob es in der Mitte der Stadt oder am Ende der Stadt endet.", "Raba erwiderte: Beides haben wir gelernt: Die Einwohner einer großen Stadt dürfen durch die ganze kleine Stadt171Die sich innerhalb ihrer 2000 E.n befindet.gehen," ], [ "nicht aber dürfen die Einwohner einer kleinen Stadt durch die ganze große Stadt gehen.", "Doch wohl aus dem Grunde, weil für diese das Maß in der Mitte der Stadt und für jene das Maß am Ende der Stadt abläuft. —", "Und R.Idi!? — In beiden Fällen heißt es: die Einwohner; dies wird auf den Fall bezogen, wenn man da den E͑rub niederlegt, während wir vom Messen nichts gelernt haben. —", "Etwa nicht, wir haben ja gelernt, dem Messenden, von dem sie sprechen, gebe man zweitausend Ellen, auch wenn das Maß in einer Höhle endet. —", "Er meint den Fall, wenn es168Die 2000 E.n.am Ende der Stadt endet, von dem wir es nicht gelernt haben.", "R.Naḥman sagte: Wer172In der bezüglichen Mišna, im Falle von den Einwohnern der kleinen Stadt.‘die Einwohner [dürfen]’ liest, liest nicht falsch, und wer ‘die Einwohner [dürfen] nicht’ liest, liest nicht falsch.", "Wer ‘die Einwohner [dürfen]’ liest, liest nicht falsch, denn er bezieht es auf den Fall, wenn man [einen E͑rub] niederlegt; und wer ‘die Einwohner [dürfen] nicht’ liest, liest nicht falsch, denn er bezieht es auf den Fall, wenn man [das Šabbathgebiet] mißt.", "[Die Mišna] ist lückenhaft und muß wie folgt lauten: Die Einwohner einer großen Stadt dürfen durch die ganze kleine Stadt gehen, nicht aber dürfen die Einwohner einer kleinen Stadt durch die ganze große Stadt gehen; diese Worte gelten nur vom Messen, wenn aber jemand in einer großen Stadt sich befindet und seinen E͑rub in einer kleinen Stadt niederlegt, oder in einer kleinen Stadt sich befindet und seinen E͑rub in einer großen Stadt niederlegt, darf er durch die ganze [Stadt] und zweitausend Ellen außerhalb derselben gehen.", "R.Joseph sagte im Namen des Rami b. Abba im Namen R.Honas: Wenn eine Stadt am Ufer eines Tales liegt, so mißt man, falls davor eine vier [breite] Höhung vorhanden ist, vom [anderen] Ufer des Tales, wenn aber nicht, so mißt man jedem von der Tür seines Hauses.", "Abajje sprach zu ihm: Du sagtest uns: eine Höhung von vier Ellen; womit ist diese nun anders als jede andere Höhung, für die vier [Handbreiten] ausreichen!?", "Dieser erwiderte: Wo die Benutzung nicht unbequem ist, hierbei aber ist die Benutzung unbequem.", "R.Joseph sprach: Dies entnehme ich aus folgender Lehre: Rabbi erlaubte den Einwohnern von Gader nach Ḥamthan hinabzugehen, nicht aber den Einwohnern von Ḥamthan nach Gader hinaufzugehen. Doch wohl aus dem Grunde, weil die einen eine Höhung hatten und die anderen keine Höhung hatten.", "Als R.Dimi kam, sagte er: Die Einwohner von Gader schlugen die Einwohner von Ḥamthan, und unter ‘erlaubte’ ist zu verstehen, er ordnete an. —", "Weshalb gerade am Šabbath? — Weil dann oft Trunkenheit vorkommt. —", "Aber wenn diese da hinkommen, können sie ja ebenfalls jene schlagen!? — Ein Hund ohne Wohnort bellt sieben Jahre nicht. —", "Aber die Leute von Ḥamthan könnten ja dann die Leute von Gader schlagen!? — So weit fürchten sie sie nicht.", "R.Saphra erklärte: Sie173Ḥamthan war bogenartig, und beide Enden der Stadt waren von einander mehr als 4000 E.n entfernt, wonach ihr Weichbild mit den Häusern abschloß (cf. supra Fol. 55a), während G. sie in ihrem Šabbathgebiete hatte.war eine bogenartige Stadt.", "R.Dimi b. Ḥenana erklärte: Die einen waren Einwohner einer großen Stadt, und die anderen waren Einwohner einer kleinen174Die kleine befindet sich innerhalb des Šabbathgebietes der großen.Stadt.", "So lehrte es R.Kahana; R.Ṭabjomi lehrte es wie folgt: R.Saphra und R.Dimi b. Heiiana [erklärten es]; einer erklärte, sie war eine bogenartige Stadt, und einer erklärte, die einen waren Einwohner einer kleinen Stadt, und die anderen waren Einwohner einer großen Stadt.", "viii DIE EINWOHNER EINER GROSSEN STADT DÜRFEN DURCH DIE GANZE KLEINE STADT171Die sich innerhalb ihrer 2000 E.n befindet.GEHEN, UND EBENSO DÜRFEN175Var, dürfen nicht, wie vorangehend erklärt.DIE EINWOHNER EINER KLEINEN STADT DURCH DIE GANZE GROSSE STADT GEHEN. ZUM BEISPIEL: WENN JEMAND IN EINER GROSSEN STADT SICH BEFINDET UND SEINENRUB IN EINER KLEINEN STADT NIEDERLEGT, ODER IN EINER KLEINEN STADT SICH BEFINDET UND SEINENRUB IN EINER GROSSEN STADT NIEDERLEGT, SO DARF ER DURCH DIE GANZE [STADT] UND ZWEITAUSEND ELLEN AUSSERHALB DERSELBEN GEHEN.", "R.A͑QIBA SAGT, ER HABE NUR ZWEITAUSEND ELLEN VOM ORTE SEINESRUBS AUS. ix R.A͑QIBA SPRACH ZU IHNEN: PFLICHTET IHR MIR ETWA NICHT BEI, DASS, WENN JEMAND SEINENRUB IN EINER HÖHLE NIEDERLEGT, ER VOM ORTE SEINESRUBS AUS NUR ZWEITAUSEND ELLEN HAT!?", "DIESE ERWIDERTEN: NUR DANN, WENN DA KEINE BEWOHNER SIND, WENN ABER DA BEWOHNER SIND, DARF ER DURCH DIE GANZE UND ZWEITAUSEND ELLEN AUSSERHALB DERSELBEN GEHEN; SOMIT IST ES, WENN IN DIESER, LEICHTER, ALS WENN AUF176Legt man den E͑. in dieser nieder, so hat man außer den 2000 E.n die ganze Höhle frei.DIESER.", "DEM MESSENDEN177Der Streit bezieht sich nur auf den Fall, wenn man den E͑rub in der betreffenden Stadt niederlegt; wenn da aber die 2000 E.n ablaufen, so darf man nicht weitergehen.ABER, VON DEM SIE SPRECHEN, GEBE MAN NUR ZWEITAUSEND ELLEN, AUCH WENN DAS MASS IN EINER HÖHLE ENDET." ], [ "GEMARA. R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Wenn jemand in einer wüsten Stadt Aufenthalt am Šabbath nimmt, so darf er nach den Rabbanan durch die ganze Stadt und zweitausend Ellen außerhalb derselben gehen; wenn aber jemand in einer wüsten Stadt seinen E͑rub niederlegt, so darf er vom Orte seines E͑rubs aus nur zweitausend Ellen gehen. R. Elea͑zar sagt, er dürfe, einerlei ob er da Aufenthalt am Šabbath nimmt oder da [einen E͑rub] niederlegt, durch die ganze Stadt und zweitausend Ellen außerhalb derselben gehen.", "Man wandte ein: R.A͑qiba sprach zu ihnen: Pflichtet ihr mir etwa nicht bei, daß, wenn jemand seinen E͑rub in einer Höhle niederlegt, er vom Orte seines E͑rubs aus nur zweitausend Ellen hat!? Diese erwiderten: Nur dann, wenn da keine Bewohner sind. Wenn da keine Bewohner sind, pflichten sie ihm also bei!? —", "Unter ‘keine Bewohner’ ist zu verstehen: zur Wohnung ungeeignet. —", "Komm und höre: Wer Aufenthalt am Šabbath nimmt in einer Stadt, selbst groß wie Antiochia, oder in einer Höhle, selbst wie die Höhle Çidqijahus, Königs von Judäa, darf durch die ganze und zweitausend Ellen außerhalb derselben gehen. Hier wird also von der Stadt ebenso wie von der Höhle gelehrt: wie eine Höhle wüst ist, ebenso eine Stadt, die wüst ist, und nur, wenn er Aufenthalt am Šabbath nimmt, nicht aber, wenn er [einen E͑rub] niederlegt.", "Nach wessen Ansicht: nach R.A͑qiba ist es ja einerlei, ob wüst oder bewohnt, doch wohl nach den Rabbanan, und nur dann, wenn er Aufenthalt am Šabbath nimmt, nicht aber, wenn er [einen E͑rub] niederlegt!? —", "Sage nicht, von einer Stadt gleich einer Höhle, sondern von einer Höhle gleich einer Stadt: wie eine Stadt bewohnt ist, ebenso eine Höhle, die bewohnt ist. Dies nach R.A͑qiba, welcher sagt, er habe nur zweitausend Ellen vom Orte seines E͑rubs aus, und er pflichtet bei in dem Falle, wenn er da Aufenthalt am Šabbath nimmt. —", "Er lehrt ja aber: wie die Höhle Çidqijahus178Diese war unbewohnt.!? — Wie die Höhle Çidqijahus und nicht wie die Höhle Çidqijahus. Wie die Höhle Çidqijahus, so groß; nicht wie die Höhle Çidqijahus, denn diese war wüst, während es sich hier um eine bewohnte handelt.", "Mar Jehuda beobachtete einst, wie die Leute von Mabrakhta ihren E͑rub im Bethause des Be-Agobar niederlegten, und sprach zu ihnen: Legt ihn etwas weiter nieder, damit euch eine weitere [Strecke] erlaubt sei.", "Da sprach Raba zu ihm: Streitsüchtiger, niemand beachtet beim E͑rub die Ansicht R.A͑qibas179Hierbei ist erleichternd zu entscheiden, u. der ganze Raum wird nicht mitgerechnet..", "", "i WENN JEMAND EINEN HOF BEWOHNT MIT EINEM NICHTJUDEN ODER MIT EINEM, DER [DAS GESETZ VOM] E͑RUB NICHT ANERKENNT, SO MACHT DIESER IHN FÜR IHN VERBOTEN1Ihm ist die Benutzung am Š. verboten, da auch dieser Verfügungsrecht hat u. am E͑. sich nicht beteiligt.;", "R.ELIE͑ZER B. JA͑QOB SAGT, ER MACHE IHN NUR DANN VERBOTEN, WENN ZWEI JISRAE͑LITEN IHN EINANDER VERBOTEN2Wer mit ihnen wohnt; sie können dann keinen E͑. bereiten. MACHEN.", "ii R.GAMLIE͑L ERZÄHLTE: EINST WOHNTE EIN SADUZÄER IN JERUŠALEM MIT UNS IN EINER DURCHGANGSGASSE, UND UNSER VATER SPRACH ZU UNS: EILET UND BRINGET DIE GERÄTE NACH DER DURCHGANGSGASSE, BEVOR ER [SEINE] HINAUSBRINGT3Und dadurch von der Durchgangsgasse Besitz ergreift.UND SIE EUCH VERBOTEN MACHT.", "R.JEHUDA ERZÄHLTE ES IN EINER ANDEREN FASSUNG: EILET UND VERRICHTET EUERE GESCHÄFTE IN DER DURCHGANGSGASSE, BEVOR ER [SEINE GERÄTE] HINAUSBRINGT UND SIE EUCH VERBOTEN MACHT." ], [ "GEMARA. Abajje b. Abin und R. Ḥenana b. Abin saßen beisammen, neben ihnen saß Abajje, und sie sprachen: Allerdings ist R. Meír4Der in der Mišna nicht genannte Autor dieser Ansicht; jed. in manchen Ausgaben der Mišna separata genannt. der Ansicht, die Wohnung eines Nichtjuden gelte als Wohnung5Er ist Mitbesitzer des Hofes, u. das dem Jisraéliten allein gehörende Haus ist ein anderes Gebiet., somit ist es einerlei, ob einer da wohnt oder zwei;", "welcher Ansicht ist aber R. Elie͑zer b. Ja͑qob: ist er der Ansicht, die Wohnung eines Nichtjuden gelte als Wohnung, so sollte er auch einem verboten machen, und gilt sie nicht als Wohnung, so sollte er auch zweien nicht verboten machen!?", "Da sprach Abajje zu ihnen: Kann R. Meír denn der Ansicht sein, die Wohnung eines Nichtjuden gelte als Wohnung, es wird ja gelehrt, der Hof eines Nichtjuden gleiche einem Viehstalle6RM. wird weiter als Autor dieser Lehre genannt.!? —", "Vielmehr sind alle der Ansicht, die Wohnung eines Nichtjuden gelte nicht als Wohnung, und sie streiten über eine Maßregel7Man macht einem, der zusammen mit einem Nichtjuden wohnt, Schwierigkeiten, damit er die Wohnung verlasse., damit man von seinen Taten nichts lerne.", "R.Elie͑zer b. Ja͑qob ist der Ansicht, da ein Nichtjude des Blutvergießens verdächtig8Und einer schon aus diesem Grunde nicht mit ihm allein in einem Hofe wohnt.ist, so haben die Rabbanan diese Maßregel nur bei zweien getroffen, weil es oft vorkommt, daß [zwei mit ihm] wohnen, bei einem aber haben sie, weil es selten ist, keine Maßregel getroffen.", "R. Meír aber ist der Ansicht, da es vorkommt, daß [auch einer] mit ihm wohnt, sagten die Rabbanan, wo ein Nichtjude [wohnt], sei der E͑rub wirkungslos, und wo ein Nichtjude [wohnt], sei das Aufgeben seines Gebietes wirkungslos, es sei denn, er vermiete es, und ein Nichtjude vermietet nicht. —", "Aus welchem Grunde: wollte man sagen, weil er befürchtet, [der Jisraélit] könnte es ersitzen, so gilt dies allerdings nach demjenigen, welcher sagt, es sei eine feste Vermietung erforderlich;", "wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, es sei nur eine lose Vermietung erforderlich!? Es wird nämlich gelehrt: R.Ḥisda sagte, es müsse eine feste Vermietung sein; R.Šešeth sagte, eine lose Vermietung. —", "Was heißt lose und was heißt feste: wollte man sagen, fest heiße sie, wenn [der Mietspreis] eine Peruṭa9Mindestbetrag bei jedem Rechtsgeschäfte.beträgt, und lose heiße sie, wenn er keine Peruṭa beträgt, so gibt es ja niemand, welcher sagt, daß dies bei einem Nichtjuden nicht um weniger als eine Peruṭa erfolgen könne, denn R. Jiçḥaq b. R. Ja͑qob b. Gijori ließ im Namen R.Joḥanans sagen: Wisset, daß man von einem Nichtjuden auch um weniger als eine Peruṭa mieten kann.", "Ferner sagte R. Ḥija b. Abba im Namen R.Joḥanans: Ein Noaḥide10Häufige Bezeichnung für ‘Nichtjude’ (da Noaḥ als Stammvater des Menschengeschlechtes angesehen wird), der aber kein Götzendiener ist. ist wegen [eines Betrages von] weniger als einer Peruṭa hinzurichten, ohne daß er zurück zu erstatten11Er wird trotzdem hingerichtet. Der Raub gehört zu den 7 den Noaḥiden auferlegten Verboten (cf. Syn. Fol. 56a), auf deren Übertretung die Todesstrafe gesetzt ist.ist. —", "Vielmehr, fest heißt sie, wenn sie durch Dokumente und Beamte erfolgt, lose, wenn ohne Dokumente und Beamte. Einleuchtend ist es nun nach demjenigen, welcher sagt, es sei eine feste Vermietung erforderlich,", "wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, es sei nur eine lose Vermietung erforderlich!? — Dennoch vermietet ein Nichtjude nicht, weil er Zauberei fürchtet.", "Der Text. Der Hof eines Nichtjuden gleicht einem Viehstalle, und man darf Gegenstände aus dem Hofe nach den Häusern und aus den Häusern nach dem Hofe bringen;", "wohnt da aber ein Jisraélit, so macht er ihn verboten — so R.Meír;", "R.Elie͑zer b. Ja͑qob sagt, er mache ihn nur dann verboten, wenn zwei Jisraéliten ihn einander verboten machen." ], [ "Der Meister sagte: Der Hof eines Nichtjuden gleicht einem Viehstalle. Wir haben ja aber gelernt, daß, wenn jemand mit einem Nichtjuden in einem Hofe wohnt, dieser ihn für ihn verboten mache!? —", "Das ist kein Einwand; das eine, wenn er sich da befindet, das andere, wenn er sich da nicht befindet. —", "Welcher Ansicht ist er: ist er der Ansicht, eine Wohnung ohne Eigentümer gelte als Wohnung, so sollte auch ein Nichtjude verboten machen, und ist er der Ansicht, eine Wohnung ohne Eigentümer gelte nicht als Wohnung, so sollte auch ein Jisraélit nicht verboten machen!? —", "Tatsächlich ist er der Ansicht, eine Wohnung ohne Eigentümer gelte nicht als Wohnung; bei einem Jisraéliten, der, wenn er sich da befindet, verboten macht, haben die Rabbanan, auch wenn er sich da nicht befindet, Verbot angeordnet,", "ein Nichtjude aber, bei dem es, auch wenn er sich da befindet, nur eine Maßregel ist, damit man von seinen Taten nichts lerne, macht verboten, wenn er sich da befindet, nicht aber (macht er verboten), wenn er sich da nicht befindet. —", "Macht er denn nicht verboten, wenn er sich da nicht befindet, wir haben ja gelernt, daß, wenn jemand sein Haus verläßt und den Šabbath in einer anderen Stadt verbringen geht, ob ein Nichtjude oder ein Jisraélit, ér, wie R.Meír sagt, [den gemeinsamen Hof] verboten mache!? —", "Dies, wenn er am selben Tage zurückkommt.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie R.Elie͑zer b. Ja͑qob. R.Hona sagte: der Brauch ist wie R.Elie͑zer b. Ja͑qob. R.Joḥanan sagte: das Volk pflegt nach R.Elie͑zer b.Ja͑qob zu verfahren12Cf. Tan. Fol. 26b..", "Abajje fragte R.Joseph: Es steht bei uns fest, daß die Lehre des R. Elie͑zer b. Ja͑qob nur einen Kab fasse, aber geläutert ist; ferner sagte auch R.Jehuda im Namen Šemuéls, die Halakha sei wie R.Elie͑zer b. Ja͑qob;", "darf dies nun ein Schüler in der Ortschaft seines Lehrers13Da dies unbestritten und klar ist.entscheiden?", "Dieser erwiderte: R.Ḥisda entschied nicht bei Lebzeiten R.Honas sogar über ein Ei14Obgleich jeder Laie wissen dürfte, daß der Genuß desselben erlaubt ist.mit Molkenbrei, bezüglich dessen man ihn gefragt hat.", "R.Ja͑qob b.Abba fragte Abajje: Darf man in der Ortschaft seines Lehrers nach der Fastenrolle15Bekannte Schrift aus vortalmudischer Zeit, in der die jüd. Nationalfeste aufgezählt sind, an denen Fasten und Trauer verboten sind.entscheiden, die ja niedergeschrieben und festgelegt ist? Dieser erwiderte: Folgendes sagte R.Joseph: R.Ḥisda entschied nicht bei Lebzeiten R.Honas über ein Ei mit Molkenbrei, bezüglich dessen man ihn gefragt hat.", "R.Ḥisda traf in Kaphri Entscheidungen bei Lebzeiten R.Honas16Der nicht in K., aber ebenfalls in Babylonien wohnte.." ], [ "R.Hamnuna traf in Ḥarta zu Argez17Nach anderer Erkl. ist Argez Name des Erbauers.Entscheidungen bei Lebzeiten R. Ḥisdas.", "Rabina untersuchte in Babylonien das Schächtmesser18Das Schächtmesser muß vor der Benutzung dem Ortsgelehrten zur Untersuchung vorgelegt werden., da sprach R.Aši zu ihm: Wieso tut dies der Meister!?", "Dieser erwiderte: R.Hamnuna traf ja auch in Ḥarta zu Argez Entscheidungen bei Lebzeiten R.Ḥisdas. Jener entgegnete: Es wurde gelehrt: er traf keine Entscheidungen.", "Dieser erwiderte: Es wurde gelehrt: er traf Entscheidungen, und es wurde gelehrt: er traf keine Entscheidungen; bei Lebzeiten seines Lehrers R.Hona traf er keine Entscheidungen, bei Lebzeiten R.Ḥisdas traf er Entscheidungen, weil er Schüler und Kollege desselben war, und auch ich bin Schüler und Kollege des Meisters.", "Raba sagte: Ein Jünger darf [das Messer] für sich selbst untersuchen. Einst kam Rabina nach Maḥoza, und als sein Gastwirt ihm das Messer [zur Untersuchung] zeigte, sprach er zu ihm: Geh, bringe es zu Raba.", "Jener entgegnete: Hält denn der Meister nichts von dem, was Raba gesagt hat, daß nämlich ein Jünger [das Messer] für sich selbst untersuchen dürfe? Dieser erwiderte: Ich kaufe ja davon19Es ist nicht mehr für mich selber..", "--", "R.Elea͑zar aus Hagron ja und R.Aḥa b.Taḥlipha besuchten R.Aḥa, den Sohn R.Iqas, in der Ortschaft des R.Aḥa b. Ja͑qob. R.Aḥa, der Sohn R. Iqas, wollte für sie ein Drittlingskalb20Das W. תילתא wird verschieden erklärt: dreijährig, ein Drittel des Lebensalters entwickelt, bezw. das dritte in der Geburtsfolge.bereiten, und er brachte ihnen das Schächtmesser und zeigte es ihnen.", "Da sprach R.Aḥa b.Taḥlipha: Nimmt er gar keine Rücksicht auf den Alten21R.Aḥa b. Ja͑qob, der Ortsgelehrter war.!? R.Elea͑zar aus Hagronja erwiderte: So sagte Raba: ein Jünger darf [das Messer] für sich untersuchen. Hierauf untersuchte er es, und es passierte22Wörtl. er wurde gestraft.ihm ein Unfall. —", "Raba sagte ja aber, ein Jünger dürfe es für sich selbst untersuchen!? — Anders war es da, wo sie schon begonnen hatten, auf seine Ehre [Rücksicht zu nehmen].", "Wenn du aber willst, sage ich: anders war es bei R.Aḥa b. Ja͑qob, der sehr bedeutend war.", "Raba sagte: Jemand von einem Verbote zurückhalten darf man sogar in Gegenwart [seines Lehrers].Einst saß Rabina vor R.Aši und sah jemand seinen Esel am Šabbath an eine Dattelpalme binden; da schrie er ihn an, jener aber beachtete ihn nicht. Darauf rief er: Dieser Mann sei im Banne.", "Hierauf fragte er [R.Aši]: Ist diese [meine] Handlungsweise als Ehrverletzung zu betrachten? Dieser erwiderte:23Pr. 21,30.Keine Weisheit, keine Einsicht und kein Ausweg wider den Herrn; wenn der Name Gottes entweiht wird, erweise man auch einem Lehrer keine Ehre.", "Raba sagte: In seiner Anwesenheit ist es verboten, und man verdient dieserhalb den Tod; in seiner Abwesenheit ist es zwar verboten, jedoch verdient man dieserhalb nicht den Tod. —", "In seiner Abwesenheit etwa nicht, es wird ja gelehrt: R.Elie͑zer sagte: Die Söhne Ahrons24Cf. Lev. 10,1ff.sind nur deshalb gestorben, weil sie eine Halakha in Anwesenheit ihres Lehrers Moše entschieden haben!? — Was legten sie aus? — 25Lev. 1,7.Die Söhne Ahrons, des Priesters, sollen Feuer auf den Altar legen. Sie sagten: Obgleich das Feuer vom Himmel herabkommt, so ist es dennoch Gebot, Profanes zu holen.", "Auch hatte R.Elie͑zer einen Schüler, der in seiner Gegenwart die Halakha entschied; da sprach er zu seiner Frau Imma Salom: Es würde mich wundern, wenn dieser das Jahr überleben sollte. Und er überlebte das Jahr nicht.", "Da sprach sie zu ihm: Bist du etwa ein Prophet? Er erwiderte: Ich bin nicht Prophet noch Prophetensohn; es ist mir aber [aus meinem väterlichen Hause] überliefert, wer eine Halakha in Gegenwart seines Lehrers entscheidet, verdiene den Tod.", "Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R.Joḥanans: Jener Schüler hieß Jehuda b. Gorja und war drei Parasangen von ihm entfernt. —", "Da geschah es in seiner Gegenwart. — Er sagte ja aber, daß er drei Parasangen von ihm entfernt26Diese Angabe hat doch wohl eine halakhische Bedeutung, da sonst der Wohnort jenes Schülers belanglos wäre.war!? — Wozu nannte er, nach deiner Auffassung, seinen Namen und den Namen seines Vaters? Nur damit man nicht sage, dies sei eine Fabel.", "R.Ḥija b.Abba sagte im Namen R.Joḥanans: Wer eine Halakha in Gegenwart seines Lehrers entscheidet, verdient, daß eine Schlange ihn beiße, denn es heißt:27Ij. 32,6.und Elihu, der Sohn Barakhéls, aus Buz, hub also an: Ich bin noch jung an Jahren &c., darum war ich furchtsam [zaḥalti], und ferner heißt es:30Dt. 32,24.mit dem Gifte der [Schlangen, die] im Staube schleichen [zoḥle].", "Zee͑ri sagte im Namen R.Ḥaninas: Er heißt ein Sünder, denn es heißt:31Ps. 119,11.in meinem Herzen berge ich dein Wort, damit ich mich nicht vor dir versündige,", "R.Hamnuna wies auf einen Widerspruch hin: Es heißt: in meinem Herzen berge ich dein Wort, und [dem widersprechend] heißt es:32Ib. 40,10.ich verkündete Gerechtigkeit in großer Versammlung!? — Das ist kein Widerspruch; das eine, als I͑ra der Jaírite33Er war ein Priester Davids (cf. iiSam. 20,26), nach dem T. sein Lehrer.noch lebte, das andere, als Ira der Jaírite nicht mehr lebte.", "R.Abba b.Zabhda sagte: Wer die [Priester]geschenke einem Priester gibt, bringt eine Hungersnot über die Welt, denn es heißt:34iiSam. 20,26.I͑ra der Jaírite war Priester bei David; war er denn Priester nur für David und nicht auch für die ganze Welt? Vielmehr pflegte er die [Priester]geschenke [nur] ihm zu geben, und darauf folgt:35Ib. 21,1.und in den Tagen Davids war eine Hungersnot.", "R.Elie͑zer sagte: Man enthebt ihn36Einen, der in Anwesenheit seines Lehrers Entscheidungen trifft.seiner Würde, denn es heißt:37Num. 31,21.da sprach Elea͑zar, der Priester, zu den Kriegsleuten &c.; obgleich er ihnen gesagt hatte, [Gott] habe dem Bruder seines Vaters und nicht ihm befohlen, wurde er dennoch bestraft,", "denn es heißt [von Jehošua͑]:38Ib. 27,21.er soll vor Elea͑zar den Priester treten, doch finden wir nicht, daß Jehošua͑ seiner nötig hätte39Ihm wurde keine Gelegenheit geboten, von seiner Priesterwürde Gebrauch zu machen..", "R.Levi sagte: Wer etwas vor seinem Lehrer antwortet, steigt kinderlos in die Unterwelt. Es heißt:40Num. 11,28.da antwortete Jehošua͑, Sohn Nuns, der von seiner Jünglingszeit an Mošes Diener gewesen war, und sprach: O Herr, Moše, wehre es ihnen!" ], [ "Und ferner heißt es:41iChr. 7,27.dessen Sohn Nun, dessen Sohn Jehošua͑42Die Genealogie bricht also mit Jehošua͑ ab, da er keine Kinder hatte..", "Es streitet somit gegen R.Abba b.Papa, denn R.Abba b.Papa sagte, Jehošua͑ sei nur deshalb bestraft worden, weil er Jisraél eine Nacht von der Fortpflanzung zurückgehalten hatte.", "Es heißt:43Jos. 5,13.während aber Jehošua͑ sich in Jeriḥo befand, schaute er einst auf und sah &c. Und ferner heißt es:44Ib. V. 14.da erwiderte er: Ich bin ein Heeresfürst des Herrn; ich bin nun gekommen &c.", "Dieser sprach nämlich zu ihm: Gestern habt ihr das beständige Abendopfer ausfallen lassen, und jetzt habt ihr das Studium der Tora vernachlässigt. — Wegen welcher [Sünde] bist du gekommen? Dieser erwiderte: Ich bin nun45Dh. wegen der letzteren.gekommen.", "Hierauf: 46Jos. 8,13.Da ging Jehošua͑ jene Nacht in die Vertiefung. Hierzu sagte R.Joḥanan: Dies lehrt, daß er sich jene Nacht in die Halakha vertieft hatte,", "und es ist überliefert, daß, so lange die Bundeslade und die Göttlichkeit nicht auf ihrem Platze weilten, ihnen der Beischlaf verboten war.", "R.Šemuél b. Inja sagte im Namen Rabhs: Das Studium der Tora ist bedeutender als die Darbringung des beständigen Opfers, denn er sagte zu ihm: ich bin nun45Dh. wegen der letzteren.gekommen.", "R.Beruna sagte im Namen Rabhs: Wer in einem Raume schläft, in dem Mann und Frau wohnen, über den heißt es:47Mich. 2,9.die Frauen meines Volkes vertreibt ihr aus ihrem behaglichen Hause.", "R.Joseph sagte: Selbst wenn die Frau Menstruierende ist.", "Raba sagte: Ist die Frau Menstruierende, so komme Segen über ihn. Dies ist aber nichts; wer hat sie denn bisher bewacht?", "Einst sprachen die Anwohner der Durchgangsgasse, in der Laḥman, der Sohn Ristaqs, wohnte, zu ihm: Vermiete48Um da einen E͑. machen zu dürfen.uns dein Gebiet. Er vermietete es ihnen aber nicht.", "Als sie zu Abajje kamen und es ihm erzählten, sprach er zu ihnen: Tretet eure Gebiete an einen ab, sodann wird ein einzelner dem Nichtjuden gegenüberstehen, und einem einzelnen kann ein Nichtjude sie nicht verboten machen.", "Jene entgegneten: Dies aus dem Grunde, weil [ein einzelner mit einem Nichtjuden] nicht zu wohnen pflegt, und diese wohnen ja.", "Dieser erwiderte: Die Abtretung der Gebiete an einen ist selten, und bei Seltenem haben die Rabbanan keine Maßnahme49Diese Bestimmung ist nur eine Maßnahme, damit man nicht mit ihm wohne; cf. supra Fol. 62a.getroffen.", "Als hierauf R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, diese Lehre Raba vortrug, sprach dieser zu ihm:" ], [ "Dadurch50Wenn alle ihre Gebiete an einen abtreten.hebst du ja für diese Durchgangsgasse das Gesetz vom E͑rub auf!? —", "Sie bereiten einen E͑rub51Untereinander, obgleich er wirkungslos ist.. — Man würde ja aber sagen, der E͑rub sei wirksam, auch wenn da ein Nichtjude wohnt!? — Man macht es bekannt. —", "Eine Bekanntmachung für kleine Kinder52Dh. die Bekanntmachung gilt ja den späteren Generationen.!?", "Vielmehr, sagte Raba, gehe jemand von ihnen und freunde sich mit ihm an, sodann borge er von ihm einen Platz und lege da etwas nieder; er gleicht dann seinem Mietling und seinem Erntesammler, und R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls, auch ein Mietling oder Erntesammler [des Nichtjuden] könne zum E͑rub beitragen, und dies genüge.", "Abajje fragte R.Joseph: Wie ist es, wenn sich da fünf Mietlinge oder fünf Erntesammler53Und einer vergessen hat, sich am E͑. zu beteiligen.befinden? Dieser erwiderte: Sollten sie, weil sie es vom Mietling und vom Erntesammler erleichternd sagten, es auch erschwerend gesagt haben!?", "Der Text. R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Auch ein Mietling oder Erntesammler kann zum E͑rub beitragen, und das genügt. R.Naḥman sprach: Wie vortrefflich ist diese Lehre.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Wer ein Viertellog Wein getrunken hat, darf keine Entscheidung treffen. R.Naḥman sprach: Diese Lehre ist nicht zutreffend; so lange ich nicht ein Viertellog Wein getrunken habe, sind meine Gedanken nicht klar.", "Raba sprach zu ihm: Wieso sagt dies der Meister, R. Aḥa b.Ḥanina sagte ja: Es heißt:54Pr. 29,3.wer sich Huren gesellt, bringt sein Vermögen durch; wenn jemand sagt, diese Lehre sei gut55Das Wort זונות wird in זו נאה aufgelöst.und jene sei nicht gut, so bringt er das Vermögen der Tora durch!? Dieser erwiderte: Ich trete davon zurück.", "Rabba b. R.Hona sagte: Der Trunkene darf das Gebet nicht verrichten, hat er dies getan, so ist sein Gebet gültig; der Berauschte darf das Gebet nicht verrichten, hat er es getan, so ist sein Gebet ein Greuel. —", "Was heißt trunken und was heißt berauscht? — Wie folgt. R.Abba b. Šumani und R.Menasja b.Jirmeja aus Diphte verabschiedeten sich voneinander an der Fähre des Flusses Jopati, und sie sprachen: Jeder von uns sage etwas, was der andere nicht gehört hat; Mari b.R.Hona sagte nämlich, man verabschiede sich von seinem Nächsten nur bei einer Lehre, denn dadurch erinnert er sich seiner.", "Da begann der eine und sprach: Was heißt trunken und was heißt berauscht? Trunken heißt, wenn man noch vor dem König sprechen kann; berauscht heißt, wenn man vor dem König nicht mehr sprechen kann.", "Hierauf begann der andere und sprach: Was mache derjenige, der das Vermögen eines Proselyten56Die Hinterlassenschaft eines Proselyten ohne absteigende Erben ist Freigut.in Besitz genommen hat, daß es ihm erhalten57Das leicht erworbene Vermögen schwindet auch leicht.bleibe? Er kaufe dafür58Wohl mit einem Teile desselben.eine Torarolle. R.Šešeth sagte: Auch" ], [ "der Ehemann für das Vermögen seiner Frau.", "Raba sagte: Auch wenn man ein Geschäft gemacht und einen Gewinn erzielt hat. R.Papa sagte: Auch wenn man einen Fund gemacht hat. R.Naḥman b.Jiçḥaq sagte: Auch wenn man dafür nur Tephillin schreiben läßt.", "Hierzu sagte R.Ḥanin, nach anderen, R.Ḥanina: Hierauf deutet folgender Schriftvers:59Num. 21,2.da tat Jisraél ein Gelübde60Etwas Gott zu weihen.&c.", "Rami b. Abba sagte: Ein Mil des Weges oder ein wenig Schlaf verscheuchen den Wein. R.Naḥman sagte im Namen des Rabba b.Abuha: Dies nur, wenn man ein Viertellog getrunken hat, wenn aber mehr als ein Viertellog, so steigert der Weg um so mehr die Müdigkeit und der Schlaf den Rausch. —", "Aber verscheucht denn ein Mil des Weges den Wein, es wird ja gelehrt: Einst befand sich R.Gamliél, auf einem Esel reitend, auf der Reise von A͑kko nach Kezib, und R.Ilea͑j ging hinter ihm einher. Da fand er eine Semmel auf dem Wege und sprach zu ihm: Ilea͑j, hebe die Semmel vom Wege auf. Hierauf begegnete er einem Nichtjuden und sprach zu ihm: Mabgaj61Wahrscheinl. nom. appell. Dörfling, Bauer, was RI. nicht gewußt zu haben scheint., nimm die Semmel von Ilea͑j.", "Später schloß sich ihm R.Ilea͑j an und fragte ihn: Woher bist du? Dieser erwiderte: Aus den Hüttendörfern. — Wie heißt du? — Ich heiße Mabgaj. — Kannte dich R.Gamliél jemals? Dieser erwiderte: Nein.", "Da erkannten wir, daß R.Gamliél es durch heilige Inspiration getroffen hatte. Auch lernten wir dann dreierlei: wir lernten, daß man nicht an Speisen vorübergehen dürfe;", "wir lernten, daß man sich nach der Mehrheit der Reisenden62Er erlaubte RI. nicht, diese zu essen, weil die meisten Reisenden Nichtjuden waren.richte; und wir lernten, daß die Nutznießung vom Gesäuerten eines Nichtjuden nach dem Pesaḥfeste erlaubt63Die Dankesbezeugung des Nichtjuden gilt als Nutznießung. Das Ereignis geschah nach dem Pesaḥfeste.sei.", "Als er in Kezib angelangt war, kam jemand und bat um die Auflösung seines Gelübdes. Da fragte er seinen Begleiter: Haben wir ein Viertellog italischen Wein getrunken? Dieser erwiderte: Jawohl. — Wenn dem so ist, so mag er uns folgen, bis unser Wein geschwunden ist.", "Hierauf folgte er ihnen drei Mil, bis zum Stufengange von Çor. Als R.Gamliél am Stufengange von Çor angelangt war, stieg er vom Esel ab, hüllte sich ein, setzte sich nieder und löste ihm sein Gelübde auf.", "Wir lernten dann vielerlei: wir lernten, daß ein Viertellog italischer Wein berausche; wir lernten, daß der Berauschte keine Entscheidung treffen dürfe; wir lernten, daß der Weg den Wein verscheuche; und wir lernten, daß man Gelübde weder reitend noch gehend noch stehend, sondern nur sitzend auflösen könne.", "Hier wird also gelehrt: drei Mil!? — Anders ist der italische Wein, der berauschender ist. —", "Aber R.Naḥman sagte ja im Namen des Rabba b. Abuha, daß dies nur von dem Falle gelehrt worden sei, wenn man ein Viertellog getrunken hat, wenn aber mehr64Ein Viertellog des kräftigen italischen Weins gleicht einem größeren Quantum des gewöhnlichen.als ein Viertellog, der Weg um so mehr die Müdigkeit und der Schlaf den Rausch steigere!? —", "Anders ist es, wenn man reitet. Jetzt nun, wo du darauf gekommen bist, ist auch gegen Rami b. Abba nichts einzuwenden, denn anders ist es, wenn man reitet. —", "Dem ist ja aber nicht so, R.Naḥman sagte ja, daß man Gelübde ob gehend ob stehend ob reitend auflösen könne!? —", "[Hierüber streiten] Tannaím: es gibt einen, welcher sagt, man gebe eine Anleitung65Eine Eventualität, die zur Unterlassung des Gelübdes geführt haben würde; RG. ist dieser Ansicht, und zu diesem Zwecke war eine reife Überlegung nötig.zum Bereuen,", "und es gibt einen, welcher sagt, man gebe keine Anleitung zum Bereuen.", "Rabba b. Bar Ḥana sagte nämlich im Namen R. Joḥanans: Welche Anleitung gab R.Gamliél jenem Manne? 66Pr. 12,18.Mancher spricht [Worte] wie Schwertstiche, aber die Zunge der Weisen ist Heilung; wer [ein Gelübde] ausspricht, verdient, daß man ihn mit einem Schwerte durchsteche, nur sind die Worte der Weisen67Die Auflösung.eine Heilung.", "Der Meister sagte: Man darf an Speisen nicht vorübergehen. R.Joḥanan sagte im Namen des R.Šimo͑n b. Joḥaj: Dies wurde nur von den früheren Generationen gelehrt, wo die Töchter Jisraéls nicht der Zauberei ergeben waren, in den späteren Generationen aber, wo die Töchter Jisraéls der Zauberei ergeben sind, gehe man wohl vorüber.", "Es wird gelehrt: An ganzen [Broten] gehe man vorüber, an Brocken aber nicht. R.Asi sprach zu R.Aši: Üben sie denn mit Brocken keine [Zauberei], es heißt ja: 68Ez. 13,19.und sie entweihten mich bei meinem Volke mit Haufen Gerste und Brocken Brotes!? — Sie pflegten es als Belohnung zu nehmen69Die Schrift meint nicht, daß sie damit, sondern daß sie dafür den Namen Gottes durch Zauberei entweihten..", "R.Šešeth sagte im Namen des R.Elea͑zar b. A͑zarja:" ], [ "Ich kann die ganze Welt von dem Tage an, an dem der Tempel zerstört wurde, bis jetzt vom Strafgerichte befreien, denn es heißt:70Jes. 51,21.darum höre dieses, du Elende, die du trunken71Der Trunkene ist für seine Sünden nicht verantwortlich.bist, doch nicht vom Weine.", "Man wandte ein: Kauf und Verkauf eines Berauschten ist gültig; hat er eine Sünde begangen, auf die die Todesstrafe gesetzt ist, so ist er hinzurichten, auf die Geißelhiebe gesetzt sind, so erhält er Geißelhiebe. Die Regel ist: Er gilt in jeder Beziehung als vollsinnig, nur ist er vom Gebete befreit!? —", "Das, was er sagte, er könne befreien, bezieht sich auch nur auf [die Vernachlässigung] des Gebetes.", "R.Ḥanina sagte: Dies jedoch nur, wenn er den Rausch Loṭs72Dh. völlige Sinnlosigkeit; cf. Gen. 19,30ff.nicht erlangt hat, hat er aber den Rausch Loṭs erlangt, so ist er von allem frei.", "R.Ḥanina sagte: Wer aus Übermut das Schild73Unter ‘Schild’ ist nach Raschi das Achtzehngebet zu verstehen, von dem der 2. Segen die Schlußformel ‘Schild Abrahams’ hat, dh. aus Trunkenheit das Gebet vernachlässigt.vorübergehen läßt, dem werden Leiden verschlossen und besiegelt, denn es heißt:74Ij. 41,7.ein Stolz sind die Rinnen [aphiqe] der Schilder, mit festem Siegel verschlossen. —", "Wieso ist es erwiesen, daß aphiq die Bedeutung vorübergehen hat? — Es heißt:75Ib. 6,15.meine Brüder haben sich treulos gezeigt wie ein Bach, wie die Wasserströme [aphiq] gehen sie vorüber.", "R.Joḥanan sagt, die Lehre laute: wer nicht hervorbringt76Dh. das Gebet nicht verrichtet.. —", "Wieso ist es erwiesen, daß mapiq die Bedeutung bioslegen hat!? — Es heißt:77iiSam. 22,16.es wurden sichtbar die Betten [aphiqe] des Meeres, und blosgelegt wurden die Grundfesten des Weltalls. —", "Merke, die Schriftverse sind ja nach dem einen und nach dem anderen [auszulegen], welchen Unterschied gibt es nun zwischen ihnen!? — Ein Unterschied besteht zwischen ihnen, ob man wie R.Šešeth verfahren dürfe, der seinen Schlaf seinem Diener anzuvertrauen78Er beauftragte ihn, ihn zum Gebete zu wecken. Nach RḤ. muß man zum Beten von selbst erwachen, damit man ganz klare Gedanken habe.pflegte; einer ist der Ansicht des R.Šešeth, und einer ist nicht der Ansicht des R.Šešeth.", "R.Ḥija b. Aši sagte im Namen Rabhs: Wer keine ruhigen Gedanken hat, verrichte das Gebet nicht, denn es heißt:79Ein solcher Vers befindet sich in der Schrift nicht.wer in Bedrängnis, lehre nicht. R.Ḥanina pflegte an einem Tage, an dem er im Zorn war, das Gebet nicht zu verrichten, indem er sagte, es heißt: wer in Bedrängnis, lehre nicht. Mar-U͑qaba pflegte an einem Tage des Südwindes80Nach anderer Erklärung: an einem wolkigen Tage, jed. etymol. unbegründet.zu Gericht nicht zu gehen.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Die Lehre bedarf der Klarheit wie an einem Tage des Nordwindes. Abajje sagte: Würde Mutter zu mir gesagt haben: reiche81Dh. die kleinste Arbeit u. die kleinste Störung beeinträchtigen das Studium.mir den Molkenbrei, so würde ich nicht gelernt haben.", "Raba sagte: Beißt81Dh. die kleinste Arbeit u. die kleinste Störung beeinträchtigen das Studium.mich eine Laus, so lerne ich nichts. Für Mar, den Sohn Rabinas, fertigte seine Mutter sieben Gewänder an für die sieben Tage82Um vom Ungeziefer verschont zu bleiben..", "R.Jehuda sagte: Die Nacht ist nur zum Schlafen erschaffen worden. R.Šimo͑n b. Laqiš sagte: Der Mond ist nur zum Studium erschaffen worden. Man sagte zu R.Zera: Deine Lehren sind scharfsinnig. Dieser erwiderte: Sie sind vom Tage.", "Die Tochter R.Ḥisdas fragte R.Ḥisda: Will der Meister nicht ein wenig schlafen? Dieser erwiderte ihr: Bald kommen die Tage, die lang und kurz83Die Tage nach dem Tode; diese sind quantitativ lang, qualitativ kurz, da man dann nichts mehr verrichten kann.sind; dann werden wir viel schlafen.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Wir sind Tagesarbeiter. R.Aḥa b. Ja͑qob pflegte zu borgen und zu bezahlen84Wenn er am Tage verhindert war, sein Pensum zu absolvieren, holte er es nachts ein..", "R.Elie͑zer sagte: Wer von der Reise kommt, bete drei Tage nicht, denn es heißt:85Ezr. 8,15.und ich versammelte sie am Flusse, der nach Aḥava hinfließt, und wir lagerten dort drei Tage; alsdann86Erst dann war er im Vollbesitze seiner geistigen Kräfte.nahm ich das Volk in Augenschein &c.", "Der Vater Šemuéls pflegte, wenn er von der Reise kam, drei Tage das Gebet nicht zu verrichten. Šemuél pflegte in einem Raume, in dem Met sich befand, das Gebet nicht zu verrichten. R.Papa pflegte in einem Raume, in dem Fischsalat sich befand, das Gebet nicht zu verrichten.", "R.Ḥanina sagte: Wer sich in seiner [Wein]stimmung besänftigen läßt, hat etwas von der Eigenschaft seines Schöpfers, denn es heißt:87Gen. 8,21.und als der Herr den lieblichen Duft roch &c.", "R.Ḥija sagte: Wer beim Weine seine Gedanken behält, besitzt die Eigenschaft der siebzig Ältesten. [Das Wort] jajin [Wein] beträgt siebzig, und [das Wort] sod [Geheimnis] beträgt siebzig; wenn Wein hineingeht, kommt das Geheimnis heraus.", "R.Ḥanin sagte: Der Wein ist nur zur Tröstung der Trauernden und zur Abfindung für die Frevler erschaffen worden, denn es heißt:88Pr. 31,6.gebt Rauschtrank dem Untergehenden &c.", "R.Ḥanin b. Papa sagte: Derjenige, in dessen Haus der Wein nicht wie Wasser gegossen wird, hat den Segen noch nicht erreicht; denn es heißt: 89Ex. 23,25.er wird dein Brot und dein Wasser segnen; wie man Brot für Geld vom zweiten Zehnten kaufen darf, ebenso Wasser, das man für Geld vom zweiten Zehnten kaufen darf, das ist nämlich Wein. Er nennt ihn also Wasser:" ], [ "wird er in seinem Hause wie Wasser gegossen, so hat er den Segen erreicht, sonst aber nicht.", "R.Ilea͑j sagte: An drei Dingen erkennt man einen Menschen: an seinem Becher, an seinem Beutel und an seinem Zorn. Manche sagen, auch an seinem Lachen.", "R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Einst kam vor Rabbi ein Fall, daß ein Jisraélit und ein Nichtjude im hinteren [Hofe wohnten] und ein Jisraélit im vorderen90Durch den die Bewohner des hinteren gehen mußten, um zur Straße zu gelangen., und er verbot es; ebenso vor R.Ḥija, und er verbot es.", "Rabba und R.Joseph saßen vor R.Šešeth bei Beendigung seines Vortrages, und R.Šešeth saß und sprach: Rabh faßte also seine Lehre nach R.Meír. Da nickte Rabba mit dem Kopfe.", "Darauf sprach R.Joseph: Wie können nur zwei bedeutende Männer, wie ihr es seid, sich in einer solchen Sache irren!? Wozu braucht, wenn nach R.Meír, ein Jisraélit im vorderen Hofe [zu wohnen]!?", "Wolltest du sagen, es habe sich so zugetragen, so fragte man ja Rabh bezüglich des hinteren in seinem Gebiete91Ob er Gegenstände aus seinem Hause nach seinem Hofe bringen dürfe., und er erwiderte, es sei erlaubt. —", "Wenn etwa nach R.Elie͑zer b. Ja͑qob, so sagt er ja, nur dann, wenn zwei Jisraéliten ihn einander verboten machen!?", "Und wenn nach R.A͑qiba, welcher sagt, der Fuß, dem sein Platz erlaubt ist, mache einen anderen92Gf. supra Fol. 59b, Anm. 148.verboten,", "so braucht es ja nicht ein Nichtjude zu sein, dies gilt ja auch von einem Jisraéliten!?", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, erwiderte: Tatsächlich nach R.Elie͑zer b. Ja͑qob und nach R.A͑qiba, und zwar in dem Falle, wenn sie sich durch einen E͑rub vereinigt haben; nur wenn sich da ein Nichtjude befindet, ist es verboten, wenn sich da aber kein Nichtjude befindet, ist es nicht verboten.", "R.Elie͑zer fragte Rabh: Wie ist es, wenn ein Jisraélit und ein Nichtjude im vorderen [Hofe wohnen] und ein Jisraélit im hinteren Hofe: ist es nur in jenem Falle [verboten], weil ein [gemeinsames] Wohnen nicht selten ist, denn der Nichtjude fürchtet93Den Jisraéliten zu ermorden; wohnen beide im hinteren Hofe, so kann er nicht behaupten, sein Nachbar sei fortgegangen, denn der Jisraélit vom vorderen Hofe müßte ihn fortgehen gesehen haben., indem er glaubt, der Jisraélit könnte kommen und ihn fragen, wo denn der mit ihm wohnende Jisraélit geblieben sei,", "während er in diesem Falle94Wenn beide im vorderen Hofe wohnen.sagen kann, er sei fortgegangen;", "oder aber, er fürchtet auch in diesem Falle, indem er glaubt, der Jisraélit könnte ihn überraschen und es sehen?", "Dieser erwiderte:95Pr. 9,9.Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden96Dh. es ist in beiden Fällen verboten..", "Reš Laqiš und die Schüler R.Ḥaninas kehrten einst in einer Herberge ein, wo der Mieter97Mieter u. Vermieter waren Nichtjuden.nicht anwesend war, wohl aber der Vermieter,", "und sie warfen die Frage auf, ob man [das Gebiet] von ihm mieten98Um für den gemeinsamen Hof einen E͑. zu errichten.dürfe. Kann er [den Mieter] nicht abfinden, so ist es fraglos, daß man von ihm nicht mieten kann, fraglich ist es nur in dem Falle, wenn er jenen abfinden kann:", "kann man von ihm mieten, da er jenen abfinden kann, oder aber, er hat ihn ja nicht abgefunden?", "Da sprach Reš Laqiš zu ihnen: Zunächst wollen wir mieten, und wenn wir zu unseren Lehrern im Süden kommen, werden wir diesbezüglich fragen. Als sie dahin kamen und R.Aphes fragten, erwiderte er: Ihr habt recht getan, daß ihr gemietet habt.", "R.Ḥanina b. Joseph, R.Ḥija b. Abba und R.Asi kehrten einst in einer Herberge ein, und der Nichtjude, der Eigentümer der Herberge, kam am Šabbath99Am Vorabend hatten sie einen E͑. bereitet, da der abwesende Nichtjude den gemeinsamen Hof nicht verboten macht.an; da warfen sie die Frage auf, ob man von ihm das Gebiet mieten dürfe. Gleicht das Mieten der Bereitung des E͑rub, und wie die Bereitung des E͑rub noch am Tage100Am Vorabend des Š.s.erfolgen muß, ebenso das Mieten noch am Tage,", "oder gleicht das Mieten der Aufgabe des Besitzrechtes, und wie die Aufgabe des Besitzrechtes auch am Šabbath erfolgen kann, ebenso das Mieten auch am Šabbath?", "Da sprach R.Ḥanina b. Joseph: Wir wollen mieten. R.Asi aber sagte: Wir wollen nicht mieten. Hierauf sprach R. Ḥija b. Abba zu ihnen: Wir wollen uns auf die Worte des Greises stützen und wohl mieten. Als sie hierauf zu R.Joḥanan kamen und ihn fragten, erwiderte er ihnen:" ], [ "Ihr habt recht getan, daß ihr gemietet habt. Die Nehardee͑nser staunten darüber: kann R.Joḥanan dies denn gesagt haben, R.Joḥanan sagte ja, das Mieten gleiche der Bereitung des E͑rub, doch wohl: wie die Bereitung des E͑rub noch am Tage erfolgen muß, ebenso das Mieten noch am Tage!? —", "Nein, wie der E͑rub keine Peruṭa101Gf. supra Fol. 62a, Anm. 9.zu betragen braucht, ebenso braucht der Mietspreis keine Peruṭa zu betragen, wie ferner die Beteiligung am E͑rub durch einen Mietling und einen Erntesammler [des Nichtjuden] erfolgen kann, ebenso das Mieten durch einen Mietling und einen Erntesammler,", "und wie endlich, wenn fünf Personen in einem Hofe wohnen, einer den E͑rub für alle niederlegt, ebenso erfolgt, wenn fünf Personen in einem Hofe wohnen, das Mieten durch einen für alle.", "R.Elea͑zar staunte102Wieso sie es vom Nichtjuden gemietet haben.darüber. Da sprach R.Zera: Weshalb staunte R.Elea͑zar? Darauf sprach R.Šešeth: Ein so bedeutender Mann wie R.Zera weiß nicht, weshalb R.Elea͑zar staunte! Dem widerspricht die Ansicht seines Lehrers Šemuél,", "denn Šemuél sagte: In allen Fällen, wo sie einander [den Hof] verboten machen, aber einen E͑rub bereiten können, kann man das Besitzrecht103Hat man einen E͑rub zu bereiten vergessen, so können die Beteiligten am Š. ihr Gebiet an einen von ihnen abtreten.aufgeben, wo sie einen E͑rub bereiten können und einander [den Hof] nicht verboten machen, oder ihn einander verboten machen und keinen E͑rub bereiten können, kann man das Besitzrecht nicht aufgeben.", "Wenn sie einander [den Hof] verboten machen, aber einen E͑rub bereiten können, kann man das Besitzrecht aufgeben: beispielsweise zwei Höfe, einer hinter dem anderen.", "Wenn sie einen E͑rub bereiten können und [den Hof] einander nicht verboten machen, kann man das Besitzrecht nicht aufgeben: beispielsweise zwei Höfe mit einer Tür dazwischen.", "Wenn sie ihn einander verboten machen und keinen E͑rub bereiten können, kann man das Besitzrecht nicht aufgeben, dies schließt wohl den Fall ein, wenn da ein Nichtjude mitwohnt.", "Und da man, wenn er am vorangehenden Tage anwesend ist, von ihm am vorangehenden Tage mieten kann," ], [ "so gilt dies wohl von dem Falle, wenn er am Šabbath kommt, und er lehrt, daß, wenn sie ihn einander verboten machen und keinen E͑rub bereiten können, man das Besitzrecht nicht aufgeben könne. Schließe hieraus.", "R.Joseph sagte: Ich hörte diese Lehre nicht. Abajje sprach zu ihm: Du selbst sagtest sie uns, und zwar sagtest du sie uns in Bezug auf folgende Lehre: Šemuél sagte: Es gibt keine Aufgabe des Besitzrechtes [zum Verkehr] zwischen zwei Höfen,", "und es gibt keine Aufgabe des Besitzrechtes bei einer Ruine104Zwischen 2 Häusern..", "Hierzu sagtest du uns, die Lehre Šemuéls, es gebe keine Aufgabe des Besitzrechtes [zum Verkehr] zwischen zwei Höfen, beziehe sich nur auf zwei Höfe mit einer Tür dazwischen, wenn sich aber einer hinter dem anderen befindet, kann man, da sie einander verboten105Der Besitzer des hinteren hat Durchgangsrecht, da er nicht anders zur Straße gelangen kann.machen, das Besitzrecht wohl aufgeben.", "Dieser erwiderte: Sollte ich dies im Namen Šemuéls gesagt haben? Šemuél sagte ja, daß wir uns beim [Gesetze vom] E͑rub an den Wortlaut unserer Mišna zu halten haben: die Bewohner eines106Sc. können ihr Besitzrecht aufgeben; dies der Wortlaut der weiter Fol. 69b folgenden Mišna.Hofes, nicht aber: die Bewohner von Höfen!?", "Jener entgegnete: Daß wir uns beim [Gesetze vom] E͑rub an den Wortlaut unserer Mišna zu halten haben, sagtest du uns in Bezug auf folgende Lehre: Denn die Durchgangsgasse ist für die Höfe das, was der Hof für die Häuser.", "Der Text: Šemuél sagte: Es gibt keine Aufgabe des Besitzrechtes [zum Verkehr] zwischen zwei Höfen, und es gibt keine Aufgabe des Besitzrechtes bei einer Ruine. R.Joḥanan aber sagte: Es gibt eine Aufgabe des Besitzrechtes [zum Verkehr] zwischen zwei Höfen, und es gibt eine Aufgabe des Besitzrechtes bei einer Ruine.", "Und beides ist nötig. Würde er es nur von zwei Höfen gelehrt haben, so könnte man glauben, Šemuél vertrete seine Ansicht nur bei diesen, weil jeder für sich allein benutzt wird, bei einer Ruine aber, die von beiden benutzt wird, pflichte er R.Joḥanan bei.", "Und würde er es nur von dieser gelehrt haben, so könnte man glauben, R.Joḥanan vertrete seine Ansicht nur bei dieser, während er bei jenen Šemuél beipflichte. Daher ist beides nötig.", "Abajje sagte: Das, was Šemuél gesagt hat, es gebe keine Aufgabe des Besitzrechtes [zum Verkehr] zwischen zwei Höfen, bezieht sich nur auf zwei Höfe mit einer Tür dazwischen, wenn aber von zwei Höfen einer sich hinter dem anderen befindet, kann man, da sie einander verboten machen, das Besitzrecht wohl aufgeben.", "Raba sagte: Wenn von zwei Höfen einer sich hinter dem anderen befindet, kann man das Besitzrecht zuweilen aufgeben und zuweilen nicht aufgeben. Und zwar: wenn sie den E͑rub im vorderen niedergelegt haben und einer, einerlei ob vom hinteren oder vom vorderen, vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen, so ist [der Verkehr] in beiden verboten;", "wenn sie den E͑rub im hinteren niedergelegt haben und einer vom hinteren vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen, so ist [der Verkehr] in beiden verboten;", "wenn aber einer vom vorderen vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen, so ist [der Verkehr] im hinteren erlaubt107Wenn die vorderen ihr Besitzrecht aufgeben.und im vorderen verboten.", "Wenn sie den E͑rub im vorderen niedergelegt haben und einer, einerlei ob vom hinteren oder vom vorderen, vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen, so ist [der Verkehr] in beiden verboten. An wen sollte denn der Bewohner108Der vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen.des hinteren sein Besitzrecht abtreten: wenn an die Bewohner des hinteren, so haben sie ja ihren E͑rub nicht bei sich, und wenn an die Bewohner des vorderen, so kann ja jemand aus dem einen Hofe nicht sein Besitzrecht an die Bewohner des anderen Hofes abtreten.", "An wen sollte ferner der Bewohner108Der vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen.des vorderen sein Besitzrecht abtreten: wenn an die Bewohner des vorderen, so macht ja der hintere105Der Besitzer des hinteren hat Durchgangsrecht, da er nicht anders zur Straße gelangen kann.[den Hof] verboten, und wenn an die Bewohner des hinteren, so kann ja jemand aus einem Hofe nicht sein Besitzrecht an die Bewohner des anderen Hofes abtreten.", "Wenn sie den E͑rub im hinteren niedergelegt haben und einer vom hinteren vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen, so ist [der Verkehr] in beiden verboten. An wen sollte denn der Bewohner des hinteren sein Besitzrecht abtreten: wenn an die Bewohner des hinteren, so macht ja der vordere [den Hof] verboten, und wenn an die Bewohner des vorderen, so kann ja jemand aus einem Hofe nicht sein Besitzrecht an die Bewohner des anderen Hofes abtreten." ], [ "Hat einer vom vorderen vergessen, sich am E͑rub zu beteiligen, so ist [der Verkehr] im hinteren entschieden erlaubt; dieser ist nämlich abgeschlossen, und der Verkehr ist da erlaubt, während es im vorderen verboten ist.", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sprach zu Raba: Weshalb ist, wenn ein Bewohner des hinteren vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen, [der Verkehr] in beiden verboten, dieser Bewohner des hinteren kann ja sein Besitzrecht an die Bewohner des hinteren abtreten, sodann ist dem vorderen [der Verkehr] mit diesem erlaubt!? —", "Dies nach R. Elie͑zer, welcher sagt, er brauche sein Besitzrecht nicht jedem besonders abzutreten, ich aber sagte es nach den Rabbanan, welche sagen, er müsse sein Besitzrecht jedem besonders abtreten.", "Wenn R.Ḥisda und R.Šešeth einander begegneten, erbebten die Lippen R.Ḥisdas vor dem vielen Wissen R.Šešeths, und R.Šešeth erbebte am ganzen Körper vor dem Scharfsinn R.Ḥisdas.", "Einst fragte R.Ḥisda den R.Šešeth: Wie ist es, wenn sich an beiden Seiten der Straße zwei Häuser befinden und Nichtjuden sie am Šabbath mit einem Zaune versehen109An beiden Seiten der Häuser, sodaß die zwischen beiden liegende Straße einen abgeschlossenen Hof bildet.haben?", "Nach demjenigen, welcher sagt, ein Bewohner des einen Hofes könne sein Besitzrecht an einen Bewohner des anderen Hofes nicht abtreten, ist es nicht fraglich, denn wenn in dem Falle, wo man, falls man es wollte, am vorangehenden Tage einen E͑rub bereiten könnte, ein Bewohner des einen Hofes nicht sein Besitzrecht an einen Bewohner des anderen Hofes abtreten kann, um wieviel weniger hierbei, wo sie, falls sie es wollten, am vorangehenden Tage keinen E͑rub bereiten könnten;", "fraglich ist es nur nach demjenigen, welcher sagt, ein Bewohner des einen Hofes könne sein Besitzrecht an einen Bewohner des anderen Hofes abtreten: kann man das Besitzrecht nur dann aufgeben, wenn man, falls man es wollte, am vorangehenden Tage einen E͑rub bereiten könnte, hierbei aber, wo sie, falls sie es wollten, am vorangehenden Tage keinen E͑rub bereiten könnten, kann man auch das Besitzrecht nicht aufgeben,", "oder gibt es hierbei keinen Unterschied? Dieser erwiderte: Sie können ihr Besitzrecht nicht aufgeben. —", "Wie ist es, wenn der Nichtjude am Šabbath110Wenn 2 Jisraéliten mit einem Nichtjuden gemeinsam einen Hof haben u. sie von ihm sein Gebiet nicht gemietet haben; ob einer dem anderen am Šabbath sein Besitzrecht abtreten könne.stirbt?", "Nach demjenigen, welcher sagt, man dürfe von ihm mieten, ist es nicht fraglich, denn wenn zweierlei111Mieten von einem Nichtjuden und das Besitzrecht abtreten.erlaubt ist, um wieviel mehr eines;", "fraglich ist es nur nach demjenigen, welcher sagt, man dürfe nicht mieten: ist nur zweierlei verboten, eines aber erlaubt, oder gibt es hierbei keinen Unterschied? Dieser erwiderte: Ich sage, sie können ihr Besitzrecht aufgeben, Hamnuna sagt, sie können ihr Besitzrecht nicht aufgeben.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Wenn [der Hof] eines Nichtjuden112Der in eine von Jisraéliten bewohnte Durchgangsgasse mündet.eine vier zu vier [Handbreiten] große nach einer Ebene führende Öffnung hat, so macht er den übrigen Bewohnern der Durchgangsgasse sie nicht verboten,", "selbst wenn er den ganzen Tag durch die Durchgangsgasse Kamele und Wagen führt, weil er die ihm allein [zugängliche] Öffnung bevorzugt.", "Sie fragten: Wie ist es, wenn die Öffnung nach einem Gehege führt? R.Ḥanan b.Ami erwiderte unter Berufung auf eine Überlieferung:" ], [ "Auch wenn die Öffnung nach einem Gehege führt.", "Rabba und R.Joseph sagten beide: Ein Nichtjude mache verboten, wenn [sein Hof nach einem Gehege führt], das zwei Seáflächen113Eine Fläche, auf der man zwei Seá Aussaat säen kann. Ist das Gehege klein, so hat er den Verkehr durch die Durchgangsgasse nicht aufgegeben.hat, wenn aber mehr als zwei Seáflächen, mache er nicht verboten,", "und ein Jisraélit mache nicht verboten, wenn es zwei Seáflächen hat,", "und verboten, wenn mehr114Weil ihm der Verkehr in einem solchen am Š. verboten ist, während eines von 2 Seá ihm für den Š.verkehr ausreicht.als zwei Seáflächen.", "Raba b. Ḥaqlaj fragte R.Hona: Wie ist es, wenn [ein Hof] eine Öffnung nach einem Gehege hat? Dieser erwiderte: Sie sagten, bei zwei Seáflächen mache es verboten, wenn aber mehr als zwei Seáflächen, mache es nicht verboten.", "U͑la sagte im Namen R.Joḥanans: Wer115Am Šabbath aus öffentlichem Gebiete.etwas in ein nicht mit der Wohnung verbundenes Gehege, das größer ist als eine Zweiseáfläche, oder gar in ein solches von einem Kor oder zwei Kor wirft, ist schuldig, weil es ein geschlossener Raum ist, dem nur die Bewohner fehlen.", "R.Hona b. Ḥenana wandte ein: Von einem zehn [Handbreiten] hohen und vier breiten Felsen auf dem Meere darf man nichts ins Meer, noch aus dem Meere auf diesen bringen; ist er niedriger116Der unter 10 Handbreiten hohe Felsen ist Neutralgebiet (cf. Sab. Fol. 3b, Anm. 22) gleich dem Meere., so darf man dies. Wie weit? Bis zwei Seáflächen.", "Worauf bezieht sich dies: wollte man sagen, auf den Schlußsatz, wieso nur bis zwei Seáflächen und nicht mehr, man bringt ja aus einem Neutralgebiete117Bei dieser Größe gilt er nicht mehr als Privatgebiet.nach einem Neutralgebiete!?", "Doch wohl auf den Anfangssatz, und [die Lehre] ist wie folgt zu verstehen: von einem zehn [Handbreiten] hohen und vier breiten Felsen auf dem Meere darf man nichts ins Meer, noch aus dem Meere auf diesen bringen. Wie weit? Bis zwei Seáflächen. Ist er aber größer als zwei Seáflächen, so darf man117Bei dieser Größe gilt er nicht mehr als Privatgebiet. umhertragen. Er gilt somit als Neutralgebiet. Dies ist also eine Widerlegung R.Joḥanans?", "Raba erwiderte: Nur wer eine Barajtha zu erklären nicht imstande ist, entnimmt hieraus eine Widerlegung R.Joḥanans. Tatsächlich bezieht es sich auf den Anfangssatz, und [die Lehre] ist wie folgt zu verstehen: Auf [dem Felsen] selbst darf man wohl umhertragen. Wie weit? Bis zwei Seáflächen.", "R.Aši erklärte: Tatsächlich bezieht es sich auf den Anfangssatz, denn sie sagten dies, und sie selbst sagten jenes.", "Sie sagten, in einem nicht mit der Wohnung verbundenen Gehege von mehr als zwei Seáflächen dürfe man nicht mehr als vier Ellen tragen, und sie sagten auch, man dürfe nichts aus einem Privatgebiete nach einem Neutralgebiete bringen.", "Bei [einem Felsen] von zwei Seáflächen, auf dem man in seiner ganzen Ausdehnung umhertragen darf, haben die Rabbanan das Umhertragen aus dem Meere nach diesem oder aus diesem nach dem Meere verboten, weil er dann ein richtiges Privatgebiet ist;", "hat er aber mehr als zwei Seáflächen, sodaß man auf diesem in seiner ganzen Ausdehnung nichts umhertragen darf, so haben die Rabbanan das Umhertragen aus diesem nach dem Meere und aus dem Meere nach diesem erlaubt, weil man sonst glauben könnte, er sei richtiges Privatgebiet, und man würde verleitet werden, auf diesem in seiner ganzen Ausdehnung umherzutragen. —", "Womit ist dies118Aus Rücksicht, man könnte ein Verbot übertreten, hat man also ein anderes Verbot erlaubt, aus einem Neutralgebiete nach einem Privatgebiete, bezw. umgekehrt zu tragen.anders!? — [Das Umhertragen] auf diesem ist nicht selten, aus diesem nach dem Meere oder aus dem Meere nach diesem ist es selten.", "Einst wurde das für ein Kind119Das am Šabbath beschnitten werden sollte.vorbereitete warme Wasser ausgeschüttet. Da sprach Rabba zu ihnen: Holt warmes Wasser aus meiner Wohnung120Die sich im selben Hofe befand.. Abajje sprach: Wir haben ja keinen E͑rub bereitet!", "Jener erwiderte: So stützen wir uns auf die Verbindung121Der Zusammenschluß der einzelnen Höfe einer gemeinsamen Durchgangsgasse hinsichtl. des Verkehrs am Š. heißt שיתוף, Verbindung (Societät), worüber weiter Fol. 79b.. Dieser entgegnete: Wir haben ja auch keine Verbindung gemacht!? Jener erwiderte: So sage man einem Nichtjuden, daß er es hole.", "Hierauf sprach Abajje: Ich wollte gegen den Meister einen Einwand erheben, R.Joseph aber ließ mich nicht, denn R.Joseph erzählte im Namen R.Kahanas: Als wir bei R.Jehuda waren, sagte er, bei einem [Verbote] der Tora erhebe man zuerst einen [etwaigen] Einwand und entscheide nachher122Wenn sich herausstellt, daß der Einwand nicht stichhaltig u. das Verbot im betreffenden Falle nicht anwendbar ist., bei einem rabbanitischen aber entscheide man zuerst und nachher erst erhebe man einen [etwaigen] Einwand.", "Hierauf fragte er: Welchen Einwand wolltest du gegen den Meister erheben!? Dieser erwiderte: Das Besprengen122Eines rituell Unreinen mit dem Entsündigungswasser.ist nur des Feierns wegen verboten, und ebenso ist der Auftrag an einen Nichtjuden123Am Š. eine einem Jisraéliten verbotene Arbeit zu verrichten.nur des Feierns wegen verboten;" ], [ "wie nun das des Feierns wegen verbotene Besprengen den Šabbath nicht124Auch wenn es sich um die Ausübung eines Gebotes handelt.verdrängt, ebenso sollte der des Feierns wegen verbotene Auftrag an einen Nichtjuden den Šabbath nicht124Auch wenn es sich um die Ausübung eines Gebotes handelt.verdrängen!?", "Jener entgegnete: Unterscheidest du denn nicht zwischen einem mit einer Handlung verbundenen Verbote des Feierns wegen und einem mit einer Handlung nicht verbundenen Verbote des Feierns wegen!? (Der Meister sagte ja auch nicht zum Nichtjuden, daß er es aufwärme.)", "Hierauf sprach Rabba b.R.Ḥanan zu Abajje: In einer Durchgangsgasse, in der zwei bedeutende Männer, wie ihr es seid, wohnen, ist weder ein E͑rub da, noch eine Verbindung!? Dieser erwiderte: Was sollen wir machen; für den Meister ist es125Die Beiträge zum E͑rub einzufordern.nicht passend, ich bin mit meinem Studium beschäftigt, und die anderen [Bewohner] achten darauf nicht.", "Auch würde es nicht nützen, wenn ich ihnen vom Brote aus meinem Brotkorbe zueignen126Als Beitrag zum E͑rub.würde, denn ich könnte es ihnen nicht [immer] geben, falls sie es von mir verlangen würden, somit wäre ja die Verbindung ungültig.", "Es wird nämlich gelehrt: Wenn einer von den Bewohnern der Durchgangsgasse etwas vom Wein und vom Öl127Die als E͑. niedergelegt werden.verlangt und man ihm nicht gibt, so ist die Verbindung ungültig. –", "Sollte ihnen der Meister ein Viertellog vom Essig im Fasse126Als Beitrag zum E͑rub.zueignen!? – Es wird gelehrt, [Dinge aus dem] Speicher können nicht zur Verbindung verwendet werden. –", "Es wird ja aber gelehrt, daß sie wohl zur Verbindung verwendet werden können!? R. Oša͑ja erwiderte: Das ist kein Widerspruch; das eine nach der Schule Šammajs und das andere nach der Schule Hillels.", "Wir haben nämlich gelernt: Befindet sich der Leichnam128Cf. Num. 19,14ff.in einem Hause, das mehrere Türen hat, so ist der [Hohlraum] aller Türen unrein;", "wird eine derselben geöffnet, so ist diese unrein, und alle übrigen sind rein; hat man beschlossen, ihn durch eine derselben, oder durch ein vier zu vier [Handbreiten] großes Fenster hinauszubringen, so schützen diese alle übrigen Türen.", "Die Schule Šammajs sagt, dies nur, wenn man es noch vor seinem Tode beschlossen hatte; die Schule Hillels sagt, auch wenn nach seinem Tode129Die Schule Š.s ist der Ansicht, es gebe keine fiktive Feststellung, wohl aber gibt es eine solche nach der Schule H.s; der später erfolgte Beschluß hat fiktiv schon vorher bestanden, ebenso besteht ihr Streit auch hierbei, ob die fiktive Sonderung eines Teiles vom Inhalte des Fasses als E͑rub gültig ist..", "Einst wurde das für ein Kind vorbereitete warme Wasser ausgeschüttet. Da sprach Raba zu ihnen: Wir wollen die Mutter fragen; braucht sie es ebenfalls, so wärme ein Nichtjude der Mutter wegen130Für die dies erlaubt ist; cf. Sab. Fol. 129a.welches an.", "R. Mešaršeja sprach zu Raba: Die Mutter ißt ja Datteln131Dh. auch kalte Speisen.. – Vielleicht nur aus Abstumpfung, die sie befallen hat.", "Einst wurde das für ein Kind vorbereitete warme Wasser ausgeschüttet. Da sprach Raba zu ihnen: Räumet meine Sachen aus der Männerstube nach der Frauenstube, so will ich mich da aufhalten und ihnen meinen Hof132Damit man das in seinem Hofe befindliche Wasser nach dem anderen, in dem das Kind sich befand, tragen dürfe; er wollte nicht in der nach dem Hofe gelegenen Männerstube verbleiben, damit er nichts vergessentlich nach diesem bringe.abtreten.", "Rabina sprach zu Raba: Šemuél sagte ja, Bewohner des einen Hofes können ihr Besitzrecht nicht an Bewohner eines anderen Hofes abtreten!? Dieser erwiderte: Ich bin der Ansicht R.Joḥanans, welcher sagt, Bewohner des einen Hofes können ihr Besitzrecht an Bewohner eines anderen Hofes abtreten. –", "Der Meister kann ja, wenn er nicht der Ansicht Šemuéls ist," ], [ "auf seinem Platze verbleiben und ihnen seinen Hof abtreten, worauf jene ihn dem Meister zurück abtreten können, denn Rabh sagte, man könne [seinen Besitz] abtreten und ihn zurück [an sich] abtreten lassen!? –", "In dieser Hinsicht bin ich der Ansicht Šemuéls, welcher sagt, man könne nicht [seinen Besitz] abtreten und ihn zurück [an sich] abtreten lassen. –", "Ist es denn nicht bei beiden derselbe Grund: [den Besitz] abtreten und ihn zurück [an sich] abtreten lassen wohl deshalb nicht, weil man, sobald man [seinen Besitz] abgetreten hat, da nichts mehr zu schaffen hat und als Bewohner eines anderen Hofes gilt, und Bewohner des einen Hofs nicht [ihr Besitzrecht] an Bewohner eines anderen Hofes abtreten können, somit kann es ja auch der Meister133Der sich ebenfalls in einem anderen Hofe befindet.nicht abtreten!? –", "Da ist es ein anderer Grund: damit nicht die Worte der Rabbanan als Scherz und Spott134Ein Gebiet am Š. ohne weiteres von einem Besitzer auf einen anderen und von diesem zurück an sich übergehen zu lassen.erscheinen.", "Der Text. Rabh sagt, man könne [seinen Besitz] abtreten und ihn zurück [an sich] abtreten lassen; Šemuél sagt, man könne nicht [seinen Besitz] abtreten und ihn zurück an sich abtreten lassen.", "Es ist anzunehmen, daß Rabh und Šemuél denselben Streit führen wie die Rabbanan135Nach den ersteren gibt man seinen Besitz nicht vollständig auf, nach dem letzteren wohl; cf. supra Fol. 26b.und R.Elie͑zer:", "Rabh ist der Ansicht der Rabbanan, und Šemuél ist der Ansicht R.Elie͑zers. –", "Rabh kann dir erwidern: meine Ansicht gilt auch nach R.Elie͑zer, denn R.Elie͑zer sagt nur deshalb, wer den Besitz seines Hofes aufgibt, gebe auch den Besitz seines Hauses auf, weil niemand in einem Hause ohne Hof wohnt, sagt er dies etwa auch hinsichtlich der vollständigen Lossagung!?", "Und auch Šemuél kann dir erwidern: meine Ansicht gilt sogar nach den Rabbanan, denn die Rabbanan sagen nur, aufgegeben sei nur das, was man aufgibt, nicht aber das, was man nicht aufgibt; von dem aber, was man aufgibt, sagt man sich vollständig los.", "R.Aḥa b. Ḥana sagte im Namen R.Šešeths: [Hierüber streiten] Tannaím: Wenn jemand136Der vergessen hat, sich am E͑. zu beteiligen.sein Besitzrecht [am Hofe] aufgibt und dahin etwas [aus seinem Hause] bringt, ob versehentlich oder absichtlich, so macht er ihn137Für die übrigen Anwohner, da er dadurch die Aufgabe des Besitzrechtes zurückzieht.verboten – so R.Meír; R.Jehuda sagt, wenn absichtlich, mache er ihn verboten, wenn versehentlich, mache er ihn nicht verboten.", "Ihr Streit besteht wohl in folgendem: einer ist der Ansicht, man könne ihn abtreten und zurück [an sich] abtreten lassen, und einer ist der Ansicht, man könne ihn nicht abtreten und zurück [an sich] abtreten lassen.", "R.Aḥa b. Taḥlipha erwiderte im Namen Rabas: Nein, alle sind der Ansicht, man könne ihn nicht abtreten und zurück [an sich] abtreten lassen, und ihr Streit besteht darin, ob man einen bei Versehen mit Rücksicht auf die Absicht maßregle; einer ist der Ansicht, man maßregle bei Versehen mit Rücksicht auf die Absicht, und einer ist der Ansicht, man maßregle nicht bei Versehen mit Rücksicht auf die Absicht.", "R.Aši aber sagte, Rabh und Šemuél führen denselben Streit wie R.Elie͑zer und die Rabbanan.", "R.GAMLIÉL ERZÄHLTE: EINST WOHNTE EIN SADUZÄER MIT UNS. Wer spricht hier von einem Saduzäer? –", "[Die Mišna] ist lückenhaft und muß wie folgt lauten: Ein Saduzäer gleicht einem Nichtjuden; R.Gamliél138Die Erstausgabe hat auf der ganzen Seite ר׳ שמעזן בן גמליאל, manche Texte haben diese Lesart auch in der Mišna; in der weiter angezog. ‘Barajtha muß es רשב ״ג heißen, in der Mišna dagegen erzählt dies sein Sohn ר״נ.sagt, ein Saduzäer gleiche nicht einem Nichtjuden. Hierzu erzählte R.Gamliél: Einst wohnte ein Saduzäer in Jerušalem mit uns in einer Durchgangsgasse, und unser Vater sprach zu uns: Eilet und bringet die Geräte nach der Durchgangsgasse, bevor er [seine] hinausgeschafft und sie euch verboten macht.", "Es wird auch gelehrt: Wenn jemand mit einem Nichtjuden, einem Saduzäer oder einen Boethosäer [in einem Hofe] wohnt, so machen sie ihn ihm verboten; R.Gamliél sagt, ein Saduzäer und ein Boethosäer machen nicht verboten. Einst wohnte in Jerušalem ein Saduzäer mit R.Gamliél in einer Durchgangsgasse, und R.Gamliél sprach zu seinen Söhnen: Kinder, eilet und bringet hinaus, was ihr hinauszubringen habt, und bringet herein, was ihr hereinzubringen habt, bevor dieses Scheusal [seines] hinausbringt und sie euch verboten macht, denn noch hat er euch sein Besitzrecht abgetreten. So R.Meír.", "R.Jehuda erzählte dies in einer anderen Fassung: Eilet und verrichtet euere Geschäfte in der Durchgangsgasse, bevor es dunkel wird und er sie euch verboten macht.", "Der Meister sagte: Bringet hinaus, was ihr hinauszubringen habt, und bringet herein, was ihr hereinzubringen habt, bevor dieses Scheusal [seines] hinausbringt und sie euch verboten macht. Demnach macht er nicht verboten, wenn zuerst sie hinausbringen und nachher er hinausbringt," ], [ "und [dem widersprechend] haben wir gelernt, daß, wenn jemand sein Besitzrecht abgetreten hat und da etwas hinausbringt, ob versehentlich oder absichtlich, er nach R.Meír verboten mache!?", "R.Joseph erwiderte: Lies: er nicht verboten mache. Abajje erwiderte: Das ist kein Widerspruch; das eine in dem Falle, wenn die Anwohner der Durchgangsgasse sie in Besitz genommen haben, und das eine in dem Falle, wenn die Anwohner der Durchgangsgasse sie nicht in Besitz genommen haben.", "Es wird auch gelehrt: Hat er139Ein Jisraélit, der sich am E͑. nicht beteiligt hat, seine Sachen nach dem gemeinsamen Hofe.hinausgebracht, bevor er sein Besitzrecht abgetreten hat, ob versehentlich oder absichtlich, so kann er [sein Besitzrecht] aufgeben – so R.Meír; R.Jehuda sagt, wenn versehentlich, könne er es aufgeben, wenn absichtlich, könne er es nicht aufgeben.", "Hat er sein Besitzrecht abgetreten, und darauf da etwas hinausgebracht, ob versehentlich oder absichtlich, so macht er140Da er sich sein Gebiet zurück angeeignet hat.verboten – so R.Meír; R.Jehuda sagt, wenn absichtlich, mache er verboten, wenn versehentlich, mache er nicht verboten. Diese Worte gelten nur, wenn die Anwohner der Durchgangsgasse sie nicht in Besitz genommen haben, wenn aber die Anwohner der Durchgangsgasse sie in Besitz genommen haben, macht er sie, ob versehentlich oder absichtlich, nicht verboten.", "Der Meister sagte: R.Jehuda erzählte dies in einer anderen Fassung: Eilet und verrichtet euere Geschäfte in der Durchgangsgasse, bevor es dunkel wird und er sie euch verboten macht. Demnach gilt er als Nichtjude, während wir ja gelernt haben: bevor er [seine] hinausbringt141Demnach kann er sein Besitzrecht aufgeben.!? –", "Lies: bevor der Tag zuende142Das in der Mišna gebrauchte יצא fortgehen (Hiph. hinausbringen) bezieht sich auf den Vorabend des Š.s.ist. Wenn du aber willst, sage ich: das ist kein Einwand; eines gilt von einem Abtrünnigen, der heimlich den Šabbath entweiht, und eines gilt von einem Abtrünnigen, der den Šabbath öffentlich143Im letzteren Falle gilt er als Nichtjude.entweiht. –", "Wessen Ansicht vertritt demnach folgende Lehre: Der Abtrünnige und der Frechling kann sein Besitzrecht nicht aufgeben. Ist denn der Frechling ein Abtrünniger?", "Vielmehr lese man: der freche Abtrünnige144Der den Š. öffentlich entweiht.kann sein Besitzrecht nicht aufgeben. Also nach R.Jehuda.", "Einst ging jemand [am Šabbath] mit einem Siegelringe145Wahrscheinl. mit eingesetztem Steine, den man am Šabbath nicht tragen darf; cf. Sab. 59b.aus, und als R.Jehuda der Fürst ihn bemerkte, verbarg er ihn. Da sprach er: Dieser beispielsweise kann nach R.Jehuda das Besitzrecht aufgeben.", "R.Hona sagte: Ein abtrünniger Jisraélit ist derjenige, der den Šabbath öffentlich entweiht. R.Naḥman sprach zu ihm: Nach wem: wenn nach R.Meír, welcher sagt, wer einer Sache verdächtig ist, sei auch bezüglich der ganzen Tora verdächtig, so gilt es ja auch von jedem aller anderen Verbote der Tora,", "und wenn nach den Rabbanan, so sagen sie ja, wer [der Übertretung] einer Sache der Tora verdächtig ist, sei nicht bezüglich der ganzen Tora verdächtig," ], [ "es sei denn, daß er durch Götzendienst abtrünnig ist!?", "R.Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Bezüglich der Abtretung und der Aufgabe seines Besitzrechtes. Wie gelehrt wird: Ein abtrünniger Jisraélit, der auf der Straße den Šabbath beobachtet, kann sein Besitzrecht aufgeben, der auf der Straße den Šabbath nicht beobachtet, kann sein Besitzrecht nicht aufgeben.", "Sie sagten nämlich, ein Jisraélit könne [am Šabbath] das Besitzrecht empfangen und das Besitzrecht abtreten, ein Nichtjude aber nur, wenn er vermietet. – Auf welche Weise? – Er spreche zu ihm: Mein Gebiet sei dir abgetreten; mein Gebiet sei zu deinen Gunsten aufgegeben. Dieser erwirbt es, ohne einer Übereignung146Durch Mantelgriff od. dergl. zu benötigen.", "R.Aši erwiderte: Nach dem folgenden Tanna, der es mit dem Šabbath ebenso streng nimmt, wie mit dem Götzendienste.", "Es wird nämlich gelehrt:147Lev. 1,2.Von euch, nicht aber von euch allen, ausgenommen der Abtrünnige; von euch, bei euch habe ich diesen Unterschied gemacht, nicht aber bei den weltlichen148Von diesen werden unterschiedslos Opfer angenommen; cf. Hul. Fol. 13b.Völkern;", "147Lev. 1,2.vom Vieh, dies schließt Leute ein, die dem Vieh gleichen. Hieraus folgerten sie, daß man Opfer von jisraélitischen Frevlern annehme, damit sie Buße tun, nicht aber von einem Abtrünnigen, einem, der [den Götzen] Wein libiert, und einem, der den Šabbath öffentlich entweiht.", "Dies widerspricht sich ja selbst; zuerst heißt es: von euch, nicht aber von euch allen, ausgenommen der Abtrünnige, und darauf heißt es, daß man von jisraélitischen Frevlern Opfer annehme!? Dies ist jedoch kein Widerspruch, wenn man den Anfangssatz auf einen Abtrünnigen bezüglich der ganzen Tora und den Mittelsatz auf einen Abtrünnigen bezüglich einer Sache bezieht.", "Wie ist aber demnach der Schlußsatz zu erklären: nicht aber von einem Abtrünnigen und einem, der [den Götzen] Wein libiert. Was heißt Abtrünniger: wenn ein Abtrünniger bezüglich der ganzen Tora, so lehrt dies ja der Anfangssatz, und wenn bezüglich einer Sache, so widerspricht dies ja dem Mittelsatze!?", "Wahrscheinlich meint er es wie folgt: nicht aber von einem Abtrünnigen bezüglich des Libierens [für die Götzen] und bezüglich der öffentlichen Entweihung des Šabbaths. Der Götzendienst und die [Entweihung des] Šabbaths gleichen somit einander. Schließe hieraus.", "iii WENN VON DEN ANWOHNERN DES HOFES EINER VERGESSEN HAT, SICH AMRUB ZU BETEILIGEN, SO IST ES IHM UND IHNEN VERBOTEN, ETWAS IN SEIN HAUS ODER AUS DIESEM ZU BRINGEN, IHRE ABER SIND IHM UND IHNEN ERLAUBT; HABEN SIE IHM IHR BESITZRECHT ABGETRETEN, SO IST ES IHM ERLAUBT UND IHNEN VERBOTEN; \n", "SIND ES149Die sich am E͑. nicht beteiligt u. denen die übrigen Bewohner des Hofs ihren Besitz abgetreten haben.ZWEI, SO MACHEN SIE ES EINANDER VERBOTEN; EINER KANN NÄMLICH DAS BESITZRECHT SOWOHL ABTRETEN ALS AUCH EMPFANGEN, ZWEI ABER KÖNNEN DAS BESITZRECHT ABTRETEN, NICHT ABER EMPFANGEN.", "iv WANN KANN MAN DAS BESITZRECHT ABTRETEN? DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, SOLANGE ES NOCH TAG150Am Vorabend vor Eintritt des Šabbaths.IST, UND DIE SCHULE HILLELS SAGT, AUCH NACH EINBRUCH DER DUNKELHEIT. WER SEIN BESITZRECHT ABGETRETEN HAT UND DA ETWAS HINAUSBRINGT, OB VERSEHENTLICH ODER ABSICHTLICH, MACHT ES VERBOTEN – SO R.MEÍR; R.JEHUDA SAGT, WENN ABSICHTLICH, MACHE ER VERBOTEN, WENN VERSEHENTLICH, MACHE ER NICHT VERBOTEN.", "GEMARA. Nur sein Haus ist verboten, sein [Anteil am] Hofe ist erlaubt.", "In welchem Falle: hat er sein Besitzrecht aufgegeben, wieso ist sein Haus verboten, und hat er sein Besitzrecht nicht aufgegeben, wieso ist sein Hof erlaubt!? – Hier handelt es sich um den Fall, wenn er das Besitzrecht seines Hofes aufgegeben hat und das Besitzrecht seines Hauses nicht aufgegeben hat; die Rabbanan sind der Ansicht, wer das Besitzrecht seines Hofes aufgibt, gebe das Besitzrecht seines Hauses nicht auf, weil man auch in einem Hause ohne Hof zu wohnen pflegt.", "IHRE ABER SIND IHM UND IHNEN ERLAUBT. Aus welchem Grunde? – Weil er ihr Gast ist.", "HABEN SIE IHM IHR BESITZRECHT ABGETRETEN, SO IST ES IHM ERLAUBT UND IHNEN VERBOTEN. Sollten auch sie als seine Gäste betrachtet werden!? – Einer bei fünf gilt als Gast, fünf bei einem gelten nicht als Gäste. –", "Hieraus wäre also zu entnehmen, man könne sein Besitzrecht abtreten und zurück [an sich] abtreten lassen!? –", "Er meint es wie folgt: wenn sie ihm von vornherein151Dieser Satz ist ein Fall für sich u. keine Fortsetzung des ersten Falles.ihr Besitzrecht abgetreten haben, so ist es ihm erlaubt und ihnen verboten.", "SIND ES ZWEI, SO MACHEN SIE ES EINANDER VERBOTEN. Selbstverständlich!? – Dies ist für den Fall nötig, wenn darauf einer sein Besitzrecht seinem Nächsten abtritt; man könnte glauben, es sei ihm dann erlaubt, so lehrt er uns, [daß es ihm verboten sei,] weil der Hof zur Zeit, da jener das Besitzrecht aufgab, ihm nicht erlaubt war.", "EINER KANN NÄMLICH DAS BESITZRECHT ABTRETEN. Wozu dies wiederum, es wurde ja bereits sowohl von der Abtretung als auch vom Empfange gelehrt!? –", "Nötig ist der Schlußsatz: zwei können ihr Besitzrecht abtreten. – Auch dies ist ja selbstverständlich!? – Man könnte glauben," ], [ "es sei zu berücksichtigen, auch er könnte ihnen [das Besitzrecht] abtreten, so lehrt er uns.", "NICHT ABER DAS BESITZRECHT EMPFANGEN. Wozu dies? – Dies ist für den Fall nötig, auch wenn sie zu ihm gesagt haben: Erwirb, um abzutreten152Der zweite erwirbt den Besitz nicht..", "Abajje fragte Rabba: Wie ist es, wenn fünf Personen in einem Hofe wohnen und einer vergessen hat, sich am E͑rub zu beteiligen: muß er sein Besitzrecht jedem einzeln abtreten oder nicht? Dieser erwiderte: Er muß es jedem einzeln abtreten.", "Er wandte gegen ihn ein: Einer, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat, kann sein Besitzrecht abtreten an einen, der sich am E͑rub beteiligt hat; zwei, die sich am E͑rub beteiligt haben, können ihr Besitzrecht abtreten an einen, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat; zwei, die sich am E͑rub nicht beteiligt haben, können ihr Besitzrecht abtreten an zwei, die sich am E͑rub beteiligt haben, oder an einen, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat.", "Nicht aber kann einer, der sich am E͑rub beteiligt hat, sein Besitzrecht abtreten an einen, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat, noch können zwei, die sich am E͑rub beteiligt haben, ihr Besitzrecht abtreten an zwei, die sich am E͑rub nicht beteiligt haben, noch können zwei, die sich am E͑rub nicht beteiligt haben, ihr Besitzrecht abtreten an zwei, die sich ebenfalls am E͑rub nicht beteiligt haben.", "Der Anfangssatz lehrt also, einer, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat, könne sein Besitzrecht an einen abtreten, der sich am E͑rub beteiligt hat. In welchem Falle: ist weiter keiner vorhanden, mit wem sollte er sich denn am E͑rub beteiligt haben?", "Doch wohl, wenn noch jemand vorhanden ist, und er lehrt: an einen, der sich am E͑rub beteiligt hat!? –", "Und Rabba!? – Hier handelt es sich um den Fall, wenn noch jemand vorhanden war und gestorben ist. –", "Wie ist, wenn noch jemand vorhanden war und gestorben ist, der Schlußsatz zu erklären: nicht aber kann einer, der sich am E͑rub beteiligt hat, sein Besitzrecht abtreten an einen, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat. Wenn noch jemand vorhanden war und gestorben ist, weshalb denn nicht!?", "Doch wohl, wenn noch jemand vorhanden ist, und wenn der Schlußsatz [von einem Falle handelt], wenn noch jemand vorhanden ist, ebenso auch der Anfangssatz, wenn noch jemand vorhanden ist!? –", "Wieso denn, der eine so und der andere anders.", "Dies ist auch zu beweisen, denn im Schlüsse des Anfangssatzes heißt es: zwei, die sich am E͑rub nicht beteiligt haben, können ihr Besitzrecht abtreten an zwei, die sich am E͑rub beteiligt haben; nur an zwei, nicht aber an einen.", "Abajje aber erklärte: Unter ‘an zwei’ ist zu verstehen: an einen von den zweien. – Demnach sollte es ja heißen: an einen, der sich am E͑rub beteiligt hat, beziehungsweise an einen, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat!? – Dies ist ein Einwand.", "«Einer, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat, kann sein Besitzrecht abtreten an einen, der sich am E͑rub beteiligt hat.» Nach Abajje, wenn [noch jemand] vorhanden ist, und er lehrt uns, daß er das Besitzrecht nicht an jeden abzutreten brauchte; und nach Rabba, wenn noch jemand vorhanden war und gestorben ist, und man berücksichtige nicht den Fall, wenn noch jemand vorhanden ist. –", "«Zwei, die sich am E͑rub beteiligt haben, können ihr Besitzrecht abtreten an einen, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat.» Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, man maßregle ihn, weil er sich am E͑rub nicht beteiligt hat, so lehrt er uns. –", "«Zwei, die sich am E͑rub nicht beteiligt haben, können ihr Besitzrecht abtreten an zwei, die sich am E͑rub beteiligt haben.» Nach Rabba lehrt er den Schlußsatz zur Erklärung153Daß er von dem Falle spreche, wenn einer gestorben ist, sonst muß das Besitzrecht an beide abgetreten werden.des Anfangssatzes, und nach Abajje ist er nötig wegen des Falles, wenn zwei sich am E͑rub nicht beteiligt haben. Man könnte glauben, es sei zu berücksichtigen, auch er154A. versteht unter ‘zwei’: einer von zweien.könnte [das Besitzrecht] ihnen abtreten, so lehrt er uns. –", "«Oder an einen, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat.» Wozu dies!? – Man könnte glauben, nur dann, wenn manche sich am E͑rub beteiligt haben und manche sich am E͑rub nicht beteiligt haben, wenn aber alle sich am E͑rub nicht beteiligt haben, maßregle man sie, damit das Gesetz vom E͑rub nicht in Vergessenheit gerate, so lehrt er uns. –", "«Nicht aber kann einer, der sich am E͑rub beteiligt hat, sein Besitzrecht abtreten an einen, der sich am E͑rub nicht beteiligt hat.» Nach Abajje lehrt er den Schlußsatz zur Erklärung155Daß er von dem Falle spreche, wenn beide vorhanden sind.des Anfangssatzes, und nach Rabba lehrt er diesen Fall auch im Schlußsatze, weil er entsprechend im Anfangssatze lehrt. –", "«Noch können zwei, die sich am E͑rub beteiligt haben, ihr Besitzrecht abtreten an zwei, die sich am E͑rub nicht beteiligt haben.» Wozu ist dies weiter nötig!? – Dies ist für den Fall nötig, wenn einer von den beiden sein Besitzrecht an seinen Nächsten abgetreten hat; man könnte glauben, es sei dann erlaubt, so lehrt er uns, daß es verboten ist, weil der Hof zur Zeit, da jener das Besitzrecht aufgab, ihm nicht erlaubt war. –", "«Noch können zwei, die sich am E͑rub nicht beteiligt haben, ihr Besitzrecht abtreten an zwei, die sich ebenfalls am E͑rub nicht beteiligt haben.» Wozu ist dies weiter nötig!? – Dies ist für den Fall nötig, wenn sie [zu einem] gesagt haben: Erwirb, um abzutreten152Der zweite erwirbt den Besitz nicht..", "Raba fragte R.Naḥman: Kann ein Erbe das Besitzrecht156Wenn der Vater sich am E͑. nicht beteiligt hat.aufgeben:" ], [ "kann man nur dann das Besitzrecht aufgeben, falls man, wenn man es wollte, am vorangehenden Tage sich am E͑rub beteiligen konnte, dieser aber, der, auch wenn er es wollte, sich am E͑rub nicht beteiligen konnte, kann auch das Besitzrecht nicht aufgeben,", "oder aber, der Sohn ist ja der Fuß seines Vaters?", "Dieser erwiderte: Ich sage, er könne das Besitzrecht aufgeben, die aus der Schule Šemuéls aber lehrten, er könne das Besitzrecht nicht aufgeben. Er wandte gegen ihn ein: Die Regel ist: Was für einen Teil des Šabbaths erlaubt ist, ist für den ganzen Šabbath erlaubt, und was für einen Teil des Šabbaths verboten ist, ist für den ganzen Šabbath verboten; ausgenommen der Fall, wenn jemand das Besitzrecht aufgibt.", "Was für einen Teil des Šabbaths erlaubt ist, ist für den ganzen Šabbath erlaubt: wenn man beispielsweise einen E͑rub durch eine Tür157Um durch diese eine Verbindung zwischen zwei Höfen herzustellen.oder ein Fenster bereitet hat und diese [am Šabbath] geschlossen158Durch Einsturz u. dgl. Man darf dann andere Öffnungen benutzen, od. Gegenstände über den Zaun werfen.wurden.", "Die Regel schließt noch den Fall ein, wenn von einem Durchgang der Balken oder der Pfosten entfernt worden159Wodurch er wirkungslos wird.ist.", "Was für einen Teil des Šabbaths verboten ist, ist für den ganzen Šabbath verboten: wenn beispielsweise Nichtjuden zwei Häuser auf beiden Seiten der Straße am Šabbath durch einen Zaun verbunden160Wenn an beiden Seiten der Häuser Zäune errichtet werden, sodaß der Raum zwischen beiden einen gemeinsamen Hof bildet, u. einer der Besitzer sein Besitzrecht an den anderen abtritt.haben.", "Die Regel schließt noch den Fall ein, wenn ein Nichtjude161Der mit Jisraéliten auf einem Hofe wohnt u. ihn ihnen verboten macht; cf. supra Fol. 61b.am Šabbath stirbt.", "Hierzu lehrt er: ausgenommen der Fall, wenn jemand das Besitzrecht aufgibt162Vor der Aufgabe ist der Verkehr verboten, nachher aber erlaubt.. Nur er selbst, nicht aber sein Erbe!? –", "Sage: ausgenommen die Bestimmung von der Aufgabe des Besitzrechtes.", "Er wandte ferner gegen ihn ein: Wenn einer von den Anwohnern des Hofes stirbt und sein Besitzrecht einem Fremden hinterläßt, so macht er ihn verboten, wenn noch150Am Vorabend vor Eintritt des Šabbaths.am Tage, wenn aber nach Einbruch der Dunkelheit, so macht er ihn nicht verboten.", "Wenn der Fremde163Der ein Haus im betreffenden Hofe hat.stirbt und sein Besitzrecht einem der Anwohner des Hofes hinterläßt, so macht er ihn nicht verboten, wenn noch am Tage, wenn aber nach Einbruch der Dunkelheit, so macht er ihn164Im ersten Falle kann er sich noch am E͑. beteiligen, im zweiten aber nicht. verboten.", "Wieso macht er ihn nun verboten, er kann ja [sein Besitzrecht] aufgeben!? – Unter ‘verboten’, von dem er spricht, [ist auch zu verstehen,] so lange er [sein Besitzrecht] nicht auf gibt. –", "Komm und höre: Wenn ein Jisraélit und ein Proselyt sich zusammen in einem Speicher aufhalten und der Proselyt165Der keine absteigenden Erben hat.noch am Tage stirbt," ], [ "selbst wenn ein anderer Jisraélit sein Vermögen in Besitz nimmt, macht er ihn verboten; wenn aber nach Einbruch der Dunkelheit, selbst wenn ein anderer Jisraélit sein Vermögen nicht in Besitz nimmt, macht er ihn nicht verboten.", "Dies widerspricht sich ja selbst; zuerst heißt es: wenn noch am Tage, selbst wenn [ein Jisraélit sein Vermögen] in Besitz nimmt, demnach um so eher, wenn niemand es in Besitz nimmt; im Gegenteil, wenn niemand es in Besitz nimmt, macht ihn ja niemand verboten!?", "R.Papa erwiderte: Lies: selbst wenn er es nicht in Besitz nimmt. – Es heißt ja aber: selbst wenn er es in Besitz nimmt!? –", "Er meint es wie folgt: selbst wenn er es nicht noch am Tage, sondern erst nach Einbrach der Dunkelheit in Besitz genommen hat; da er es schon am Tage in Besitz nehmen konnte, macht er ihn verboten. – «Wenn aber nach Einbruch der Dunkelheit, selbst wenn ein anderer Jisraélit sein Vermögen nicht in Besitz nimmt, macht er ihn nicht verboten.»", "Selbst wenn ein anderer Jisraélit es nicht in Besitz nimmt, demnach um so eher, wenn er es in Besitz nimmt; im Gegenteil, wenn er es in Besitz nimmt, macht er ihn ja verboten!?", "R.Papa erwiderte: Lies: selbst wenn er es in Besitz nimmt. – Es heißt ja aber: selbst wenn er es nicht in Besitz nimmt!? – Er meint es wie folgt: selbst wenn er es nach Einbruch der Dunkelheit in Besitz nimmt; da er es noch am Tage nicht in Besitz nehmen konnte, macht er ihn nicht verboten.", "Im Anfangssatze heißt es also, er mache verboten; weshalb macht er verboten, er kann ja das Besitzrecht aufgeben!? –", "Unter ‘verboten’, von dem er spricht, [ist auch zu verstehen,] so lange er [sein Besitzrecht] nicht aufgibt.", "R.Joḥanan erklärte: Jene Lehren166Oben Fol. 70b.sind nach der Schule Šammajs, welche sagt, man könne am Šabbath das Besitzrecht nicht aufgeben. Wir haben nämlich gelernt: Wann kann man das Besitzrecht abtreten? Die Schule Šammajs sagt, solange es noch Tag ist, und die Schule Hillels sagt, auch nach Einbruch der Dunkelheit.", "U͑la sagte: Folgendes ist der Grund der Schule Hillels. Es ist ebenso, als würde jemand sagen: wende167Wenn jemand einen Fremden die Hebe von seinen Früchten absondern antrifft und ihm von den besseren zu nehmen zuruft, so ist die Absonderung gültig, falls bessere wirklich vorhanden sind, da er dadurch sein Einverständnis kundgibt. Ebenso bekundet derjenige, der sein Besitzrecht am Š. aufgibt, daß er sich am E͑. zu beteiligen nur vergessen hat.dich zu den besseren.", "Abajje entgegnete: Wieso ist der Fall, wenn der Nichtjude168Der im Hofe mitwohnt; cf. Anm. 161.am Šabbath stirbt, [zu vergleichen mit der Aufforderung:] wende dich zu den besseren!?", "Ihr Streit besteht vielmehr in folgendem: Die Schule Šammajs ist der Ansicht, die Aufgabe des Besitzrechtes gelte als Verkauf des Besitzrechtes, und der Verkauf des Besitzrechtes ist am Šabbath verboten, und die Schule Hillels ist der Ansicht, dies sei nichts weiter als eine Lossagung von seinem Besitzrechte, und die Lossagung von seinem Besitzrechte ist am Šabbath erlaubt.", "v WENN EIN HAUSHERR GESELLSCHAFTER SEINER NACHBARN169Die mit ihm in derselben Durchgangsgasse wohnen; wenn die genannten Genußmittel tatsächlich ihr gemeinsamer Besitz sind u. nicht Beiträge zum E͑.IST, SO BRAUCHEN SIE, WENN MIT DIESEM AM WEIN UND MIT JENEM AM WEIN, WEITER KEINENRUB ZU BEREITEN, \n", "WENN ABER MIT DIESEM AM WEIN UND MIT JENEM AM ÖL, SO BENÖTIGEN SIE EINESRUBS; R.ŠIMO͑N SAGT, OB SO ODER SO BENÖTIGEN SIE KEINESRUBS.", "GEMARA. Rabh sagte: Nur, wenn in einem Gefäße. Raba sagte: Dies ist auch zu beweisen, denn es heißt: wenn aber mit diesen am Wein und mit jenen am Öl, so benötigen sie eines E͑rubs. Einleuchtend ist es, wenn du sagst, der Anfangssatz, wenn in einem Gefäße, und der Schlußsatz, wenn in zwei Gefäßen; welchen Unterschied aber gibt es zwischen Wein und Wein, und Wein und Öl, wenn du sagst, der Anfangssatz, wenn in zwei Gefäßen, und der Schlußsatz, wenn in zwei Gefäßen!?", "Abajje erwiderte: Wein und Wein sind als E͑rub verwendbar, Wein und Öl sind als E͑rub nicht verwendbar.", "R.ŠIMO͑N SAGT, OB SO ODER SO BENÖTIGEN SIE KEINESRUBS. Auch wenn mit diesem am Wein und mit jenem am Öl!? Rabba erwiderte: Hier handelt es sich um einen Hof zwischen zwei Durchgangsgassen, und R.Šimo͑n vertritt hierbei seine Ansicht.", "Wir haben nämlich gelernt: R.Šimo͑n sagte: Dies ist170Cf. supra Fol. 45b.ebenso, als wenn drei Höfe Ausgänge zu einander und Ausgänge nach öffentlichem Gebiete haben; sind die zwei äußeren mit dem mittelsten durch einen E͑rub verbunden, so ist diesem mit jenen171Einer kann sich mit 2 von einander getrennten durch einen E͑. verbinden.und jenen mit diesem [zu verkehren] erlaubt, beiden äußeren aber miteinander verboten.", "Abajje sprach zu ihm: Es ist ja nicht gleich; da lehrt er, den beiden äußeren [miteinander] verboten, während er hierbei lehrt, ein E͑rub sei überhaupt nicht nötig!? –", "Nicht nötig ist der E͑rub nur für die Nachbarn mit dem Hausherrn, die Nachbarn unter einander benötigen wohl eines E͑rubs." ], [ "R.Joseph erklärte: R.Šimo͑n und die Rabbanan führen denselben Streit, wie R. Joḥanan b. Nuri und die Rabbanan. Wir haben nämlich gelernt: Wenn jemand, der am selben Tage untergetaucht172Ein Unreiner, der das Tauchbad genommen hat, erlangt völlige Reinheit erst nach Sonnenuntergang.ist, auf Wein schwimmendes Öl berührt, so macht er nur das Öl unbrauchbar; R.Joḥanan b. Nuri sagt, beide seien mit einander verbunden.", "Die Rabbanan sind der Ansicht jener Rabbanan, und R.Šimo͑n ist der Ansicht des R.Joḥanan b.Nuri.", "Es wird gelehrt: R.Elea͑zar b.Tadaj sagt, sie benötigen in beiden Fällen eines E͑rubs. – Auch wenn mit diesem am Wein und mit jenem am Wein!?", "Rabba erwiderte: Über den Fall, wenn dieser mit seiner Flasche kommt und hineingießt und jener mit seiner Flasche kommt und hineingießt, stimmen alle überein, daß dies als E͑rub gilt,", "sie streiten vielmehr über den Fall, wenn sie gemeinschaftlich ein Faß Wein gekauft haben. R.Elea͑zar b.Tadaj ist der Ansicht, es gebe keine fiktive Feststellung173Welche Hälfte dem einen u. welche dem anderen gehört., und die Rabbanan sind der Ansicht, es gebe eine fiktive Feststellung.", "R. Joseph erklärte: R.Elea͑zar b.Tadaj und die Rabbanan streiten darüber, ob man sich auf die Verbindung174Zwischen den Höfen in der Durchgangsgasse; der Streit besteht nun darin, ob außerdem in jedem Hofe besonders ein E͑. nötig sei.stütze, wo ein E͑rub erforderlich ist:", "nach der einen Ansicht stütze man sich auf diese, nach der anderen Ansicht stütze man sich auf diese nicht.", "R.Joseph sprach: Woher entnehme ich dies? R.Jehuda sagte im Namen Rabhs, die Halakha sei wie R.Meír175Daß die Verbindung an der Durchgangsgasse den Hof vom E͑. nicht befreit., und R.Beruna sagte im Namen Rabhs, die Halakha sei wie R.Elea͑zar b. Tadaj; doch wohl deshalb, weil [beides] aus ein und demselben Grunde,", "Abajje sprach zu ihm: Wozu zwei Halakhoth, wenn [beides] aus ein und demselben Grunde!? – Er lehrt uns damit, daß man beim E͑rub nicht nach zwei Erschwerungen176RM. ist in 2 Hinsichten (hierüber weiter) erschwerender Ansicht, daher stützt sich Rabh bei der Festsetzung der Halakha in einer Hinsicht auf RE., der dasselbe lehrt.verfahre.", "Was ist das [für ein Streit zwischen] R.Meír und den Rabbanan? – Es wird gelehrt: Der E͑rub zur Vereinigung der Höfe ist aus Brot zu bereiten; will man dazu Wein verwenden, so ist dies unzulässig. Zur Verbindung an der Durchgangsgasse ist er aus Wein zu bereiten, und wenn man will, kann man dazu auch Brot verwenden.", "Man mache einen E͑rub zur Vereinigung der Höfe und eine Verbindung für die Durchgangsgasse, damit nicht das Gesetz vom E͑rub177Außer dem E͑. zur Vereinigung der Höfe ist auch die Verbindung für die Durchgangsgasse erforderlich.bei den Kindern in Vergessenheit gerate, denn sie könnten glauben, ihre Vorfahren hätten keinen E͑rub bereitet – so R.Meír; die Weisen sagen, entweder ein E͑rub oder eine Verbindung.", "Hierüber streiten R.Niḥumi und Rabba; einer sagt, alle stimmen überein, daß, wenn Brot verwendet wird, eines genüge, und sie streiten nur, wenn Wein verwendet wird," ], [ "und einer sagt, alle stimmen überein, daß, wenn Wein verwendet wird, beides erforderlich sei, und sie streiten nur, wenn Brot verwendet wird.", "Man wandte ein: Die Weisen sagen, entweder ein E͑rub oder eine Verbindung. Doch wohl: entweder ein E͑rub für die Höfe, mit Brot, oder eine Verbindung für die Durchgangsgasse, mit Wein!?", "R.Gidel erwiderte im Namen Rabhs: Er meint es wie folgt: entweder ein E͑rub für die Höfe, aus Brot, und beide sind erlaubt, oder eine Verbindung für die Durchgangsgasse, aus Brot, und beide sind erlaubt.", "R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Die Halakha ist wie R.Meír. R.Hona sagte: Der Brauch ist wie R.Meír. R.Joḥanan sagte: Das Volk pflegt nach R.Meír zu verfahren177Cf. Tan. Fol. 26b..", "vi WENN FÜNF PARTEIEN DEN ŠABBATH IN EINEM SAALE178Der durch Scheidewände in 5 Räume geteilt ist, von denen jeder eine Tür nach dem Hofe hat.VERBRINGEN, SO IST, WIE DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, EINRUB FÜR JEDE PARTEI BESONDERS, UND WIE DIE SCHULE HILLELS SAGT, EINRUB FÜR ALLE ZUSAMMEN NÖTIG; \n", "DIESE PFLICHTET JEDOCH BEI, DASS, WENN MANCHE IN KAMMERN ODER SÖLLERN WEILEN, EINRUB FÜR JEDE PARTEI BESONDERS NÖTIG SEI.", "GEMARA. R.Naḥman sagte: Der Streit besteht nur bei einem Gitterwerke, bei einer zehn [Handbreiten] hohen Wand aber stimmen alle überein, daß ein E͑rub für jede Partei besonders nötig sei. Manche lesen: R.Naḥman sagte: Der Streit besteht auch bei einem Gitterwerke.", "Hierüber streiten R.Ḥija und R.Šimo͑n b. Rabbi: einer sagt, der Streit bestehe bei bis zur Decke reichenden Wänden, bei nicht bis zur Decke reichenden Wänden stimmen alle überein, daß ein E͑rub für alle zusammen reiche; und einer sagt, der Streit bestehe bei nicht bis zur Decke reichenden Wänden, bei bis zur Decke reichenden Wänden stimmen alle überein, daß für jede Partei besonders ein E͑rub nötig sei." ], [ "Man wandte ein: R.Jehuda der Interpretator179Nach einer andern Lesart הסבך, das als Professionsname, Gitterflechter, od. als Ortsname erklärt wird.sagte: Die Schule Šammajs und die Schule Hillels stimmen überein, daß bei bis zur Decke reichenden Wänden ein E͑rub für jede Partei besonders nötig sei, sie streiten nur bei nicht bis zur Decke reichenden Wänden: die Schule Šammajs sagt, ein E͑rub für jede Partei besonders, und die Schule Hillels sagt, ein E͑rub für alle zusammen.", "Dies ist eine Widerlegung dessen, welcher sagt, sie streiten bei bis zur Decke reichenden Wänden, und eine Stütze für den, welcher sagt, sie streiten bei nicht bis zur Decke reichenden Wänden. Dies ist eine Widerlegung der Fassung, nach der R.Naḥman sagte, der Streit bestehe nur bei einem Gitterwerke;", "aber ist dies auch eine Widerlegung der Fassung, nach der R.Naḥman sagte, der Streit bestehe auch bei einem Gitterwerke!? –", "R. Naḥman kann dir erwidern: sie streiten bei einer Wand, und dies gilt auch von einem Gitterwerke; sie streiten nur deshalb bei einer Wand, um dir die weitestgehende Ansicht der Schule Hillels hervorzuheben. –", "Sollten sie doch bei einem Gitterwerke streiten, um dir die weitestgehende Ansicht der Schule Šammajs hervorzuheben!? – Die erleichternde Ansieht ist bevorzugter.", "R.Naḥman sagte im Namen Rabhs: Die Halakha ist wie R.Jehuda der Interpretator.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq sprach: Dies ist auch aus unserer Mišna zu entnehmen, denn er lehrt: diese pflichtet jedoch bei, daß, wenn sie in Kammern oder Söllern weilen, ein E͑rub für jede Partei besonders nötig sei. Was heißt Kammer und was heißt Söller: wollte man sagen, wirkliche Kammern und wirkliche Söller, so ist es ja selbstverständlich!? Doch wohl solche, die Kammern und Söllern gleichen, wenn nämlich die Wände bis zur Decke reichen. Schließe hieraus.", "Es wird gelehrt: Dies nur, wenn sie den E͑rub anderswo hinbringen, wenn aber [die anderen] den E͑rub zu ihnen bringen, so stimmen alle überein, daß ein E͑rub für alle zusammen reiche. –", "Wessen Ansicht vertritt die Lehre, daß, wenn fünf180Anwohner eines Hofes.zum E͑rub beigetragen haben und ihn anderswo hinbringen wollen, dies einer für alle tue, (wessen)? Die der Schule Hillels.", "Manche lesen: Dies nur, wenn [die anderen] den E͑rub zu ihnen bringen, wenn sie aber den E͑rub anderswo hinbringen, stimmen alle überein, daß ein E͑rub für jede Partei besonders nötig sei.", "Wessen Ansicht vertritt die Lehre, daß, wenn fünf zum E͑rub beigetragen haben und ihren E͑rub anderswo hinbringen wollen, dies einer für alle tue, (wessen)? Keines von ihnen.", "vii WENN BRÜDER AM TISCHE IHRES VATERS SPEISEN UND IN IHREN EIGENEN HÄUSERN181Alle in einem Hofe.SCHLAFEN, SO IST EINRUB FÜR JEDEN BESONDERS NÖTIG; DAHER MUSS, WER SICH AMRUB ZU BETEILIGEN VERGESSEN HAT, SEIN BESITZRECHT AUFGEBEN.", "NUR DANN, WENN SIE IHRENRUB ANDERSWO HINBRINGEN, WENN ABER DERRUB ZU IHNEN GEBRACHT WIRD ODER SIE KEINE ANDEREN MITBEWOHNER IM HOFE HABEN, BRAUCHEN SIE KEINENRUB.", "GEMARA. Hieraus wäre also zu entnehmen, daß der Raum des Übernachtens ausschlaggebend sei!? R.Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Dies lehrten sie von solchen, die ihren Unterhalt [vom Vater] beziehen182Nicht solche, die wirklich an seinem Tische speisen..", "Die Rabbanan lehrten: Wenn jemand im Hofe seines Nächsten ein Torhäuschen, eine Veranda oder einen Balkon hat, so macht er ihn für ihn nicht verboten, wenn aber einen Strohschuppen, einen Rinderstall, einen Holzschuppen oder einen Speicher, so macht er ihn für ihn verboten; R. Jehuda sagt, nur ein Wohnraum mache verboten.", "R.Jehuda erzählte: Bar Nappaḥa hatte in Uša fünf Höfe, und als man diesbezüglich die Weisen fragte, sagten sie, nur ein Wohnhaus mache verboten. –", "‘Ein Wohnhaus’, wie kommst du darauf!? – Sage vielmehr: ein Wohnraum. –", "Was heißt Wohnraum? Rabh sagte," ], [ "ein Raum zum Speisen; Šemuél sagte, ein Raum zum Übernachten.", "Man wandte ein: Hirten, Feigentrockner, Hüttenbewohner und Obstwächter gelten als Leute der Stadt, wenn sie in der Stadt zu übernachten pflegen, wenn sie aber auf dem Felde zu übernachten183Obgleich sie in der Stadt zu essen pflegen. pflegen, so haben sie zweitausend [Ellen] nach jeder Richtung!? –", "Bei diesen sind wir Zeugen, daß es ihnen lieber wäre, wenn man ihnen auch ihr Brot da hinbringen würde.", "R.Joseph sagte: Ich hörte diese Lehre nicht. Abajje sprach zu ihm: Du selbst sagtest sie uns, und zwar sagtest du sie uns in Bezug auf folgende Lehre: Wenn Brüder am Tische ihres Vaters speisen und in ihren eigenen Häusern schlafen, so ist ein E͑rub für jeden besonders nötig. Wir sprachen zu dir: Hieraus wäre also zu entnehmen, daß der Raum des Übernachtens ausschlaggebend sei? Und du erwidertest uns: R.Jehuda sagte im Namen Rabhs, dies lehrten sie von solchen, die ihren Unterhalt [vom Vater] beziehen.", "Die Rabbanan lehrten: Wenn jemand fünf Frauen184Von denen jede eine eigene Wohnung im selben Hofe hat.hat, die Unterhalt von ihrem Manne beziehen, oder fünf Diener, die Unterhalt von ihrem Herrn beziehen, so ist es185Sich ihrer E͑rub-Pflicht durch den E͑. des Ehemanns, bezw. des Herrn zu entledigen.nach R.Jehuda b. Bethera für Frauen erlaubt und für Diener verboten,", "und nach R.Jehuda b. Baba für Diener erlaubt und für Frauen verboten.", "Rabh sagte: Was ist der Grund des R.Jehuda b. Baba? Es heißt:186Dan. 2,49.Daniél blieb am Hofe des Königs187Der Diener gehört also zum Hause seines Herrn..", "Entschieden ist es von einem Sohne bei seinem Vater, wie wir gesagt haben; bezüglich einer Frau bei ihrem Manne und eines Dieners bei seinem Herrn besteht ein Streit zwischen R.Jehuda b. Bethera und R.Jehuda b.Baba; wie verhält es sich aber mit einem Schüler bei seinem Lehrer? –", "Komm und höre: Als Rabh bei R.Ḥija weilte, sagte er: Wir brauchen keinen E͑rub, denn wir verlassen uns auf den Tisch R.Ḥijas. Als R.Ḥija bei Rabbi weilte, sagte er: Wir brauchen keinen E͑rub, denn wir verlassen uns auf den Tisch Rabbis.", "Abajje fragte Rabba: Kann, wenn fünf180Anwohner eines Hofes.zum E͑rub beigetragen haben und sie ihn anderswo hinbringen wollen, dies einer für alle tun, oder ist für jeden besonders ein E͑rub nötig? Dieser erwiderte: Ein E͑rub für alle. –", "Aber von den Brüdern, die Beitragenden gleichen, lehrt er ja, es sei ein E͑rub für jeden besonders nötig!? – Hier handelt es sich um den Fall, wenn sie noch Mitbewohner haben; da jene verboten machen, machen auch diese verboten.", "Dies ist auch einleuchtend, denn er lehrt: nur dann, wenn sie ihren E͑rub anderswo hinbringen, wenn aber der E͑rub zu ihnen gebracht wird oder sie keine anderen Mitbewohner im Hofe haben, brauchen sie keinen E͑rub. Schließe hieraus.", "R.Ḥija b.Abin fragte R.Šešeth: Messen wir das Šabbathgebiet für die Jünger des Lehrhauses, die ihr Brot auf dem Lande essen und im Lehrhause übernachten, vom Lehrhause aus oder vom Lande aus? Dieser erwiderte: Wir messen es vom Lehrhause aus. –", "Aber für den, der seinen E͑rub innerhalb der zweitausend Ellen niederlegt und nach Hause zurückkehrt und da übernachtet, messen wir ja das Šabbathgebiet von seinem E͑rub aus!? –", "Bei diesem sind wir Zeugen, und bei jenem sind wir Zeugen; bei diesem sind wir Zeugen, daß es ihm lieber wäre, wenn er da auch schlafen könnte, bei jenen sind wir Zeugen, daß es ihnen lieber wäre, wenn man ihnen auch das Brot ins Lehrhaus bringen würde.", "Rami b. Ḥama fragte R.Ḥisda: Gelten Vater und Sohn oder Lehrer und Schüler als Mehrheit oder als einzelne188Zwischen welchen weiter Fol. 75a unterschieden wird.? Bedürfen sie [für einander] eines E͑rubs, oder brauchen sie keinen E͑rub? Wird ihre Durchgangsgasse durch Balken und Pfosten189Was nur dann der Fall ist, wenn mehrere Höfe in diese münden; die Frage ist, ob 2 Höfe eines Vaters und eines Sohnes zusammengehören oder nicht.erlaubt oder nicht?", "Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: Vater und Sohn, Lehrer und Schüler gelten, wenn sie keine Mitbewohner haben, als einzelne und brauchen keinen E͑rub, und ihre Durchgangsgasse wird durch Balken und Pfosten erlaubt.", "viii WENN FÜNF HÖFE, DIE EINGÄNGE ZU EINANDER UND EINGÄNGE ZUR DURCHGANGSGASSE HABEN, ZUSAMMEN EINENRUB ZUR VEREINIGUNG DER HÖFE, JEDOCH KEINE VERBINDUNG FÜR DIE DURCHGANGSGASSE GEMACHT HABEN, SO IST IHNEN [DER VERKEHR] IN DEN HÖFEN ERLAUBT UND IN DER DURCHGANGSGASSE VERBOTEN; \n" ], [ "HABEN SIE EINE VERBINDUNG FÜR DIE DURCHGANGSGASSSE GEMACHT, SO IST IHNEN [DER VERKEHR] DA UND DORT ERLAUBT.", "WENN SIE EINENRUB ZUR VEREINIGUNG DER HÖFE UND EINE VERBINDUNG FÜR DIE DURCHGANGSGASSE GEMACHT HABEN UND EINER VON DEN BEWOHNERN EINES HOFES SICH AMRUB [ZU BETEILIGEN] VERGESSEN HAT, SO IST IHNEN [DER VERKEHR] DA UND DORT ERLAUBT; \n", "WENN ABER EINER VON DEN ANWOHNERN DER DURCHGANGSGASSSE SICH AN DER VERBINDUNG [ZU BETEILIGEN] VERGESSEN HAT, SO IST IHNEN [DER VERKEHR] IN DEN HÖFEN ERLAUBT UND IN DER DURCHGANGSGASSSE VERBOTEN. DIE DURCHGANGSGASSE IST FÜR DIE HÖFE DAS, WAS DER HOF FÜR DIE HÄUSER.", "GEMARA. Also nach R.Meír, welcher sagt, es sei ein E͑rub und eine Verbindung erforderlich;", "wie ist nun der Mittelsatz zu erklären: haben sie eine Verbindung für die Durchgangsgasse gemacht, so ist ihnen [der Verkehr] da und dort erlaubt; dies nach den Rabbanan, welche sagen, eines genüge!? –", "Das ist kein Einwand, denn er meint: haben sie auch eine Verbindung gemacht. –", "Wie ist der Schlußsatz zu erklären: wenn sie einen E͑rub zur Vereinigung der Höfe bereitet und eine Verbindung für die Durchgangsgasse gemacht haben und einer von den Bewohnern eines Hofes sich am E͑rub [zu beteiligen] vergessen hat, so ist ihnen [der Verkehr] da und dort erlaubt. In welchem Falle: hat er sein Besitzrecht nicht aufgegeben, wieso ist es ihnen erlaubt!? Doch wohl, wenn er es aufgegeben hat; wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: wenn aber einer von den Anwohnern der Durchgangsgasse sich an der Verbindung [zu beteiligen] vergessen hat, so ist [der Verkehr] in den Höfen erlaubt und in der Durchgangsgasse verboten. Weshalb in der Durchgangsgasse verboten, wenn er es aufgegeben hat!?", "Wolltest du sagen, R.Meír sei der Ansicht, bei der Durchgangsgasse gebe es keine Abtretung des Besitzrechtes, so wird ja gelehrt: denn nocla hat er190Der Saduzäer; cf. supra Fol. 68b.euch sein Besitzrecht abgetreten – so R.Meír.", "Vielmehr in dem Falle, wenn er es nicht abgetreten hat, und wenn der Schlußsatz von einem Falle spricht, wenn er es nicht abgetreten hat, so spricht auch der Anfangssatz von einem Falle, wenn er es nicht abgetreten hat. Der Anfangssatz und Schlußsatz nach R. Meír und der Mittelsatz nach den Rabbanan!? –", "Die ganze [Mišna] nach R.Meír, denn R.Meír sagt nur deshalb, es seien E͑rub und Verbindung erforderlich, damit nicht das Gesetz vom E͑rub bei den Kindern in Vergessenheit gerate, hierbei aber, wo die meisten [Anwohner] den E͑rub bereiten, vergessen sie es nicht.", "R.Jehuda sagte: Rabh liest nicht [den Passus]: «Eingänge zu einander haben». Ebenso sagte R.Kahana, Rabh lese nicht [den Passus]: «Eingänge zu einander haben». Manche sagen, R.Kahana selbst lese nicht [den Passus]: «Eingänge zu einander haben».", "Abajje fragte R.Joseph: Was ist der Grund desjenigen, der nicht liest [den Passus]: «Eingänge zu einander haben»? – Er ist der Ansicht, eine Verbindung, bei der [die Gegenstände] nicht durch den Eingang zur Durchgangsgasse herein- und herausgebracht191Wenn die Höfe durch Türen verbunden sind, so kann die Tür zur Durchgangsgasse übergangen werden.werden, sei keine Verbindung.", "Er wandte gegen ihn ein: Wenn ein Hausherr Gesellschafter seiner Nachbarn ist, so brauchen sie, wenn mit diesem am Wein und mit jenem am Wein, weiter keinen E͑rub192Obgleich das Faß sich in einem Vorhofe befindet.zu bereiten!? – In dem Falle, wenn sie ihn193Den Wein durch die Höfe und die Durchgangsgasse.heraus- und hereingebracht haben.", "Er wandte gegen ihn ein: Wie geschieht die Verbindung für die Durchgangsgasse194In der angezogenen Mišna heißt es, daß einer den übrigen den Mitbesitz der Speise in seinem Hofe übereigne.&c.!? – Dies ebenfalls, wenn sie es heraus- und hereingebracht haben.", "Rabba b.Ḥanan wandte ein: Demnach ist die Verbindung ungültig, wenn jemand einem Brot in seinem Korbe übereignet!? Wolltest du sagen, dem sei auch so, so sagte ja R.Jehuda im Namen Rabhs, daß, wenn eine Gesellschaft bei Tisch sitzt und die Heiligkeit des Tages eintritt, sie das Brot auf dem Tische als E͑rub bestimmen können, und wie manche sagen, als Verbindung,", "und hierzu sagte Rabba, sie streiten nicht, vielmehr gilt das eine, wenn sie in der Wohnung speisen, und das andere, wenn sie im Hofe speisen!? –", "Der Grund Rabhs ist vielmehr folgender: er ist der Ansicht, die Durchgangsgasse wird nur dann durch Pfosten und Balken erlaubt, wenn Häuser und Höfe nach dieser geöffnet sind.", "Der Text. Rabh sagt, eine Durchgangsgasse werde durch Pfosten und Balken nur dann erlaubt," ], [ "wenn Häuser und Höfe nach dieser geöffnet sind; Šemuél sagt, auch ein Haus und ein Hof; R.Joḥanan sagt, selbst eine Ruine.", "Abajje fragte R.Joseph: Sagt es R.Joḥanan auch von einem Weinbergstege? Dieser erwiderte: R.Joḥanan sagt es nur von einer Ruine, die als Wohnung brauchbar ist, nicht aber von einem Weinbergstege, der nicht als Wohnung brauchbar ist.", "R.Hona b. Ḥenana sprach: R.Joḥanan vertritt hierbei seine Ansicht. Wir haben nämlich gelernt: R.Šimo͑n sagte, sowohl Dächer, als auch Gehege und Höfe seien ein Gebiet hinsichtlich der Geräte, die sich am Šabbath da befinden, nicht aber hinsichtlich der Geräte, die sich am Šabbath im Hause befinden.", "Hierzu sagte Rabh, die Halakha sei wie R.Šimo͑n, jedoch nur dann, wenn sie da keinen E͑rub bereitet haben, wenn sie aber einen E͑rub bereitet haben, berücksichtigen wir, man könnte verleitet werden, Sachen aus den Häusern nach dem Hofe zu bringen.", "Šemuél aber sagte, ob sie da einen E͑rub bereitet haben oder nicht. Ebenso sagte R.Joḥanan, die Halakha sei wie R.Šimo͑n, ob sie da einen E͑rub bereitet haben oder nicht. Demnach berücksichtigen wir nicht, man könnte verleitet werden, Sachen aus den Häusern nach dem Hofe zu bringen, ebenso berücksichtigen wir hierbei nicht, man könnte verleitet werden, Sachen aus dem Hofe nach der Ruine zu bringen.", "R.Beruna saß und trug diese Lehre vor; da sprach R.Elea͑zar zu ihm: Jünger des195So nach dem Sprachgebrauche; RB. war ein Schüler Rabhs (cf. Pes. Fol. 103a), somit kann es auch heißen: Schüler Rabhs.Lehrhauses, sagte Šemuél dies? Dieser erwiderte: Freilich. Da sprach jener: So zeige mir seine Wohnung. Dieser zeigte sie ihm. Hierauf kam er zu Šemuél und sprach zu ihm: Sagte der Meister dies? Dieser erwiderte: Jawohl. –", "Der Meister selbst sagte ja aber, daß wir uns beim [Gesetze vom] E͑rub an den Wortlaut unserer Mišna zu halten haben: die Durchgangsgasse ist für die Höfe196In der Mehrzahl.das, was der Hof für die Häuser!? Dieser schwieg. –", "Hat er [diese Erwiderung] anerkannt oder nicht? – Komm und höre: Abuha b.Ihi setzte an der Durchgangsgasse, in der er wohnte, einen Pfosten, und Šemuél erlaubte es." ], [ "Als später R.A͑nan kam und ihn197Weil in dieser nur ein Haus und ein Hof waren.umstürzte, sprach jener: Ich wohne in dieser Durchgangsgasse seit jeher auf Veranlassung des Meisters Šemuél, und nun kommt R.A͑nan b.Rabh und stürzt ihn um! Hieraus ist zu entnehmen, daß er sie nicht anerkannt hat. –", "Tatsächlich, kann ich dir erwidern, hat er sie wohl anerkannt, und da [erlaubte er es deshalb], weil ein Kastellan in seinem Hause zu speisen und im Bethause zu übernachten198Das Bethaus hatte ebenfalls eine Tür nach der Durchgangsgasse; als RA͑. den Pfosten umstürzte, übernachtete der Kastellan nicht mehr im Bethause.pflegte.", "Abuha b.Ihi war der Ansicht, der Raum des Speisens sei ausschlaggebend, Šemuél aber vertrat hierbei seine Ansicht, daß der Raum des Übernachtens ausschlaggebend sei.", "R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Wenn auf der einen Seite der Durchgangsgasse ein Nichtjude und auf der anderen Seite ein Jisraélit wohnt, so können [seine Nachbarn] mit diesem keinen E͑rub machen, um [Sachen] durch ihre Fenster und seine Tür nach der Durchgangsgasse zu bringen.", "Abajje fragte R.Joseph: Sagte dies Rabh auch von einem Hofe? Dieser erwiderte: Jawohl. Wenn er es von diesem nicht gesagt hätte,", "so könnte man annehmen, Rabh [sage es] aus dem Grunde, weil er der Ansicht ist, die Durchgangsgasse werde durch Pfosten und Balken nur dann erlaubt, wenn Häuser und Höfe199Mehrere; da aber der Hof des Nichtjuden nicht mitgerechnet wird, so bleibt nur einer zurück.nach dieser geöffnet sind. –", "Wozu beides200Dies lehrte er bereits ob. Fol. 74a.? – Dies ist nötig. Würde er nur jenes gelehrt haben," ], [ "so könnte man glauben, die Wohnung eines Nichtjuden gelte als Wohnung, so lehrt er uns [hier], daß die Wohnung eines Nichtjuden nicht als Wohnung gelte. Und würde er nur dies gelehrt haben, so würde man nicht gewußt haben, wieviel Häuser [erforderlich seien], so lehrt er uns [dort]: Häuser, zwei.", "Da aber Rabh dies auch von einem Hofe gesagt hat, so ist folgendes der Grund Rabhs: er ist der Ansicht, man dürfe nicht allein mit einem Nichtjuden [wohnen].", "R.Joseph sprach: Deshalb hörte ich auch, R.Ṭabla [hierbei das Wort] Nichtjude zweimal201Von der Durchgangsgasse u. vom Hofe.sprechen, was ich nicht verstanden hatte.", "ix WENN VON ZWEI HÖFEN, EINER HINTER DEM ANDEREN, DER HINTERE202Von dem aus man über den vorderen zur Straße gelangen kann. EINENRUB UND DER VORDERE KEINENRUB GEMACHT HAT, SO IST [DER VERKEHR IM] HINTEREN ERLAUBT UND IM VORDEREN VERBOTEN; \n", "WENN DER VORDERE UND NICHT DER HINTERE, SO IST ER IN BEIDEN VERBOTEN. WENN DIESER FÜR SICH UND JENER FÜR SICH EINENRUB GEMACHT HAT, SO IST ER IN DIESEM FÜR SICH UND IN JENEM FÜR SICH ERLAUBT.", "NACH R.A͑QIBA IST ER IM VORDEREN VERBOTEN, WEIL DAS BETRETUNGSRECHT [DES HINTEREN]202Von dem aus man über den vorderen zur Straße gelangen kann. IHN VERBOTEN MACHT; DIE WEISEN SAGEN, DAS BETRETUNGSRECHT [DES HINTEREN] MACHE IHN NICHT VERBOTEN.", "x WENN EINER AUS DEM VORDEREN VERGESSEN UND SICH AMRUB NIGHT BETEILIGT HAT, SO IST ER IM HINTEREN ERLAUBT UND IM VORDEREN VERBOTEN; WENN EINER AUS DEM HINTEREN VERGESSEN UND SICH AMRUB NIGHT BETEILIGT HAT, SO IST ER IN BEIDEN VERBOTEN.", "WENN SIE IHRENRUB AN EINEM ORTE NIEDERGELEGT HABEN UND EINER, OB AUS DEM HINTEREN ODER AUS DEM VORDEREN, VERGESSEN UND SICH AMRUB NIGHT BETEILIGT HAT, SO IST ER IN BEIDEN VERBOTEN. GEHÖREN SIE EINZELNEN, SO BRAUCHEN SIE KEINENRUB ZU MACHEN.", "GEMARA. Als R.Dimi kam, sagte er im Namen R.Jannajs: Dies ist die Ansicht R.A͑qibas, welcher sagt, auch der Fuß, dem sein Platz erlaubt ist, mache außerhalb seines Platzes verboten; die Weisen aber sagen, wie der Fuß, dem [sein Platz] erlaubt ist, nicht verboten macht, ebenso mache auch der Fuß, dem [sein Platz] verboten ist, nicht verboten. –", "Wir haben gelernt: Wenn der vordere und nicht der hintere, so ist er in beiden verboten. Nach wem: wenn nach R.A͑qiba, so braucht es ja nicht ein Fuß zu sein, dem [sein Platz] verboten ist, dies gilt ja auch von dem, dem er erlaubt ist; doch wohl nach den Rabbanan!? –", "Tatsächlich nach R.A͑qiba, nur lehrt er das eine und sogar das andere203Wörtl. nicht nur dies, sondern auch dies, eine unnötige Steigerung; im 1. Falle lehrt er, daß nach RA͑. der Fuß, dem sein Platz verboten ist, verboten mache, und im 2. lehrt er es auch von einem, dem sein Platz erlaubt ist.. –", "Wir haben gelernt: Wenn dieser für sich und jener für sich einen E͑rub gemacht hat, so ist er in diesem für sich und in jenem für sich erlaubt. Nur wenn [der hintere] einen E͑rub gemacht hat, wenn aber nicht, ist er in beiden verboten.", "Dieser Autor lehrt also, der Fuß, dem [sein Platz] erlaubt ist, mache nicht verboten, dem er verboten ist, mache verboten. Wer ist es: wollte man sagen R.A͑qiba, so gilt dies ja auch von einem Fuße, dem er erlaubt ist; doch wohl die Rabbanan. Ferner ist ja, wenn der Schlußsatz nach R.A͑qiba ist, der Anfangssatz nicht nach R.A͑qiba!? –", "Die ganze [Mišna] ist nach R.A͑qiba, nur ist sie lückenhaft und muß wie folgt lauten: Wenn dieser für sich und jener für sich einen E͑rub gemacht hat, so ist er für diesen für sich und für jenen für sich erlaubt; dies jedoch nur, wenn er204Der Besitzer des inneren Hofes am Durchgang zum äußeren.eine Höhung gemacht hat, wenn er aber keine Höhung gemacht hat, so ist er im vorderen verboten – so R.A͑qiba; nach R.A͑qiba ist er nämlich im vorderen verboten, weil das Betretungsrecht [des hinteren] ihn verboten macht. Die Weisen sagen, das Betretungsrecht [des hinteren] mache ihn nicht verboten.", "R.Bebaj b.Abajje wandte ein: Gehören sie einzelnen, so brauchen sie keinen E͑rub zu machen. Wenn aber mehreren, müssen sie einen E͑rub machen; hieraus, daß der Fuß, dem sein Platz erlaubt ist, nicht verboten mache, und dem er verboten ist, verboten mache!?", "Ferner wandte Rabina ein: Wenn einer aus dem vorderen vergessen und sich am E͑rub nicht beteiligt hat, so ist er im hinteren erlaubt und im vorderen verboten; wenn einer aus dem hinteren vergessen und sich am E͑rub nicht beteiligt hat, so ist er in beiden verboten. Nur wenn er es vergessen hat, wenn er aber nicht vergessen hat, ist er in beiden erlaubt. Hieraus, daß der Fuß, dem [sein Platz] erlaubt ist, nicht verboten mache, und dem er verboten ist, wohl verboten mache!? –", "Als Rabin kam, sagte er vielmehr im Namen R.Jannajs: Hierbei gibt es drei verschiedene Ansichten. Der erste Tanna ist der Ansicht, der Fuß, dem [sein Platz] erlaubt ist, mache nicht verboten, und der Fuß, dem er verboten ist, mache verboten; R. A͑qiba ist der Ansicht, auch der Fuß, dem er erlaubt ist, mache verboten; und die anderen Rabbanan sind der Ansicht, wie der Fuß, dem er erlaubt ist, nicht verboten macht, so mache auch der Fuß, dem er verboten ist, nicht verboten.", "WENN SIE UIRENRUB AN EINEM ORTE NIEDERGELEGT HABEN UND EINER, OB AUS DEM HINTEREN &C. Was heißt ‘an einem Orte’?", "--", "R. Jehuda erklärte im Namen Rabhs: Der vordere [Hof], und er nennt ihn deshalb ‘ein Ort’, weil er ein bestimmter Ort205Auch die Bewohner des hinteren Hofes müssen den vorderen benutzen, um zur Straße zu gelangen; zur Erklärung ob. Fol. 66.für beide ist." ], [ "Ebenso wird gelehrt: Wenn sie ihren E͑rub im vorderen niedergelegt haben und einer, ob aus dem vorderen oder aus dem hinteren, vergessen und sich am E͑rub nicht beteiligt hat, so sind beide verboten. Wenn sie ihren E͑rub im hinteren niedergelegt haben und einer aus dem hinteren vergessen und sich am E͑rub nicht beteiligt hat, so sind beide verboten; wenn einer aus dem vorderen vergessen und sich am E͑rub nicht beteiligt hat, so sind beide verboten – so R.A͑qiba. Die Weisen sagen, in diesem Falle sei der hintere erlaubt und der vordere verboten.", "Rabba b.Ḥanan sprach zu Abajje: Die Rabbanan sind wohl deshalb der Ansicht, der hintere sei erlaubt, weil die Pforte geschlossen ist und er nur für sich benutzt wird, ebenso ist ja auch nach R.A͑qiba die Pforte geschlossen, und er wird nur für sich benutzt!? Dieser erwiderte: Der E͑rub veranlaßt [den Verkehr]. –", "Und die Rabbanan, der E͑rub veranlaßt ja [den Verkehr]!? – Dieser kann sagen: Ich habe mich zu meinem Nutzen mit dir verbunden und nicht zu meinem Schaden. –", "Und R.A͑qiba, dieser kann ja sagen: Ich habe mich zu meinem Nutzen mit dir verbunden und nicht zu meinem Schaden!? – Der andere kann sagen: Ich trete dir mein Besitzrecht ab. – Und die Rabbanan!? – [Bewohner des] einen Hofes können ihr Besitzrecht nicht an [Bewohner] eines anderen Hofes abtreten. –", "Šemuél und R.Joḥanan206Die oben Fol. 68a über die Aufgabe des Besitzrechtes an die Bewohner eines anderen Hofes streiten.führen somit denselben Streit, wie die Rabbanan und R.A͑qiba; Šemuél wäre also der Ansicht der Rabbanan und R. Joḥanan der Ansicht R.A͑qibas. –", "Šemuél kann dir erwidern: meine Ansicht gilt auch nach R.A͑qiba, denn R.A͑qiba sagt dies nur von zwei Höfen einer hinter dem anderen, die einander [den Verkehr] verboten machen, nicht aber da, wo sie ihn einander nicht verboten machen.", "Auch R.Joḥanan kann dir erwidern: meine Ansicht gilt auch nach den Rabbanan, denn die Rabbanan sagen dies nur hierbei, weil [der hintere Hof] sagen kann: Solange du mir [dein Besitzrecht] nicht abgetreten hast, machst du mich verboten, aber macht er ihn etwa da207Bei 2 Höfen nebeneinander.verboten!?", "GEHÖREN SIE EINZELNEN &C. R.Joseph sagte: Rabbi lehrte, wenn es drei208In einem Hofe zwei; sie müssen einen E͑rub machen.sind, seien sie verboten.", "R.Bebaj sprach zu ihnen: Hört nicht auf ihn. Ich selbst sagte es ihm, ich sagte es im Namen des R.Ada b.Ahaba, und zwar sagte ich: wenn rabim [mehrere] im vorderen sind. Da rief R.Joseph: Herr Abrahams, ich verwechselte209RJ. vergaß infolge einer Krankheit sein ganzes Studium; sein Schüler Abajje erinnerte ihn oft seiner eigenen Lehren, die er nie gehört zu haben glaubte: cf. supra Foll. 10b,41a,66b,73a.rabim mit Rabbi!", "Šemuél aber sagt, solange nicht zwei im hinteren und einer im vorderen sind, seien sie erlaubt.", "R.Elea͑zar sagte: Ein Nichtjude gleicht mehreren210Wenn er im hinteren Hofe wohnt, macht er ebenfalls verboten.. – Ein [einzelner] Jisraélit macht wohl deshalb nicht verboten, weil mancher es211Daß er da allein wohnt.weiß, und mancher, der es nicht weiß, annimmt, sie hätten einen E͑rub bereitet, und dies sollte ja auch bei einem Nichtjuden berücksichtigt werden; mancher weiß es, und mancher, der es nicht weiß, nimmt an, er habe [sein Gebiet] vermietet!? –", "Wenn ein Nichtjude vermietet, schreit er es aus.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Wenn von zehn Häusern eines hinter dem anderen sich befindet, so braucht nur das innerste212Das vom Hofe am meisten entfernt ist; die übrigen gelten als Torhäuschen, da der Bewohner des innersten sie passieren muß, um nach dem Hofe zu gelangen.einen E͑rub zu bereiten, und dies genügt.", "R.Joḥanan sagt, sogar das äußerste müsse es. – Das äußerste gilt ja nur als Torhäuschen!? – Das äußerste des innersten213Das dem innersten Hause nächst gelegene, das 9. vom Hofe aus. Dieses Haus wird nur von einem als Durchgang benutzt u. benötigt eines E͑rub, die übrigen dagegen gelten als öffentlicher Durchgang.. –", "Worin besteht ihr Streit? – Einer ist der Ansicht, was einem einzelnen als Torhäuschen dient, gelte als Torhäuschen, und einer ist der Ansicht, es gelte nicht als Torhäuschen.", "R.Naḥman sagte im Namen des Rabba b.Abuha im Namen Rabhs: Wenn zwischen zwei Höfen drei Häuser sich befinden, so gehe der eine durch das eine214Der Bewohner des einen Hofes durch das nächstliegende Haus.und lege seinen E͑rub im [mittelsten Hause] nieder, und der andere durch das andere und lege seinen E͑rub im [mittelsten Hause] nieder." ], [ "Das eine gilt als Torhäuschen nach dem einen [Hofe], das andere gilt als Torhäuschen nach dem anderen, und das mittelste ist das Haus, in dem der E͑rub niedergelegt wurde, und braucht zum [E͑rub]brote nichts beizutragen.", "Reḥaba prüfte die Jünger215Durch folgende Frage.: Ist, wenn zwischen zwei Höfen zwei Häuser sich befinden und einer durch das eine214Der Bewohner des einen Hofes durch das nächstliegende Haus.geht und seinen E͑rub im anderen niederlegt, und der andere durch das andere geht und seinen E͑rub in jenem216Wenn die beiden Höfe nicht miteinander, sondern mit dem anstoßenden Hause durch einen e͑. verbunden sein wollten, er ihn aber im anderen, es als Torhäuschen benutzend, niederlegt.niederlegt, der E͑rub eines jeden gültig oder nicht? Kann [das eine] für diesen als Haus und für jenen als Torhäuschen, und [das andere] für jenen als Haus und für diesen als Torhäuschen gelten?", "Diese erwiderten: Beide haben keinen gültigen E͑rub. Wie du es nimmst: betrachtest du es als Torhäuschen, so wird ja gelehrt, daß, wenn jemand seinen E͑rub in einem Torhäuschen, einer Veranda oder einer Galerie niederlegt, er kein E͑rub sei, und betrachtest du es als Haus, so trägt er ja217Wenn er da etwas am Š. bringt.in ein Haus, mit dem er nicht durch einen E͑rub verbunden ist. –", "Womit ist es hierbei anders als bei der Lehre Rabas!? Raba sagte nämlich: Wenn zwei Personen jemand beauftragt haben, für sie einen E͑rub niederzulegen, und er ihn für einen noch am Tage und für den anderen bei Dämmerung niedergelegt hat, und der E͑rub desjenigen, für den er am Tage niedergelegt wurde, bei Dämmerung, und der E͑rub desjenigen, für den er bei Dämmerung niedergelegt wurde, bei Dunkelheit verzehrt wurde, so ist der E͑rub eines jeden gültig218Bezüglich der Dämmerung besteht ein Zweifel, und beim E͑. ist bei einem solchen erleichternd zu entscheiden.. –", "Es ist ja nicht gleich; da ist es zweifelhaft, ob [die Dämmerung] zum Tage oder zur Nacht gehört, was auch nicht festzustellen ist; hierbei aber muß es ja, wenn es für den einen als Haus gilt, auch für den anderen als Haus gelten, und wenn es für den einen als Torhäuschen gilt, auch für den anderen als Torhäuschen gelten.", "", "i WENN ZWISCHEN ZWEI HÖFEN EIN VIER ZU VIER [HANDBREITEN] GROSSES FENSTER INNERHALB ZEHN [HANDBREITEN VOM BODEN] SICH BEFINDET, SO KÖNNEN SIE NACH BELIEBEN ENTWEDER ZWEI ODER [ZUSAMMEN] EINENRUB MACHEN; \n", "HAT ES WENIGER ALS VIER ZU VIER, ODER BEFINDET ES SICH OBERHALB ZEHN, SO MÜSSEN SIE JEDER BESONDERS EINEN E͑RUB UND NICHT [ZUSAMMEN] EINENRUB MACHEN.", "GEMARA. Unsere Mišna lehrt anonym nach R.Šimo͑n b.Gamliél, welcher sagt, [ein Abstand] unter vier [Handbreiten] gelte als vereinigt1Die Lücke unter 4 Hb.n gilt als nicht vorhanden.? –", "Du kannst auch sagen, nach den Rabbanan, denn die Rabbanan streiten gegen R.Šimo͑n b.Gamliél nur bezüglich der Vereinigung2Wenn der Abstand sich über die ganze Breite erstreckt, beispielsweise einer schwebenden Wand vom Fußboden., während sie bei einer Öffnung beipflichten, daß sie nur dann von Bedeutung ist, wenn sie vier zu vier [Handbreiten] hat, sonst aber nicht.", "HAT ES WENIGER ALS VIER &C. Selbstverständlich; wenn er vier zu vier innerhalb zehn sagt, so weiß ich ja, daß es nicht kleiner als vier und nicht oberhalb zehn sein darf!? –", "Folgendes lehrt er uns: nur dann, wenn es sich vollständig oberhalb zehn [Handbreiten] befindet, wenn es sich aber zum Teile innerhalb befindet, so können sie nach Belieben entweder zwei oder [zusammen] einen E͑rub machen.", "Wir lernen also das, was die Rabbanan gelehrt haben: Befindet es sich [fast] vollständig oberhalb zehn [Handbreiten] und etwas innerhalb zehn, oder [fast] vollständig innerhalb zehn und etwas oberhalb zehn, so können sie nach Belieben entweder zwei oder [zusammen] einen E͑rub machen. –", "Wenn sie schon, falls [fast] vollständig oberhalb zehn und etwas innerhalb zehn, nach Belieben zwei oder [zusammen] einen E͑rub machen können, um wieviel mehr, wenn [fast] ganz innerhalb zehn und etwas oberhalb zehn!? –", "Er lehrt: das eine und um so mehr das andere.", "R.Joḥanan sagte: Ein rundes Fenster muß vierundzwanzig Handbreiten im Umfange haben, von denen etwas über zwei innerhalb zehn [Handbreiten vom Boden] sich befinden müssen, damit, wenn man ihn quadriert3Soll heißen: darin ein Quadrat (von 4×4 Hb.n) setzt., etwas innerhalb zehn [Handbreiten] sich befinde. –", "Merke, was drei Handbreiten im Umfange hat, hat ja eine Handbreite im Durchmesser, somit genügen ja zwölf4Wenn das Fenster einen Kreis von 12 Hb.n hat, so hat es einen Durchmesser von ca. 4 Hb.n.!? –" ], [ "Dies nur bei einem Kreise, bei einem Quadrate aber ist mehr erforderlich5Dh. der Durchmesser eines Kreises von 12 Hb.n Umfang beträgt allerdings 4 Hb.n, hier aber handelt es sich darum, ein eingeschriebenes Quadrat zu gewinnen.. –", "Merke, das Quadrat ist ja um ein Viertel größer als der Kreis, somit genügen ja sechzehn!? –", "Dies nur bei einem Kreise in einem Quadrate, bei einem Quadrate in einem Kreise aber ist mehr erforderlich, wegen der Winkelvorsprünge. –", "Merke, eine Elle des Quadrates hat ja eine Elle und zwei Fünftel in der Diagonale, somit genügen ja siebzehn abzüglich eines Fünftels6Die Diagonale eines 4 Hb.n großen Quadrates beträgt 5⅗ Hb.n (4+8/<sub>5</sub> = 5⅗); der Kreis eines solchen Durchmessers hat also 3×5⅗ = 16⅘.!? –", "R.Joḥanan ist der Ansicht der Richter zu Cäsarea. Die Rabbanan zu Cäsarea, wie manche sagen, die Richter zu Cäsarea, sagten nämlich: Der Kreis im Quadrate ist um ein Viertel [kleiner], das Quadrat im Kreise ist um die Hälfte [kleiner]7Des ursprünglichen Quadrates; es handelt sich also um ein Quadrat innerhalb eines in einem Quadrate eingeschriebenen Kreises..", "HAT ES WENIGER ALS VIER ZU VIER &C. R.Naḥman sagte: Dies lehrten sie nur von einem Fenster zwischen zwei Höfen, bei einem Fenster zwischen zwei Häusern aber können sie, wenn sie wollen, auch wenn oberhalb zehn [Handbreiten, zusammen] einen E͑rub machen, weil das Haus als gefüllt8Mit der Luft, somit befindet sich das Fenster nicht oberhalb 10 H.bn. gilt.", "Raba wandte gegen R.Naḥman ein: Einerlei ob ein Fenster zwischen zwei Höfen, ein Fenster zwischen zwei Häusern, ein Fenster zwischen zwei Söllern, ein Fenster zwischen zwei Dächern oder ein Fenster zwischen zwei Zimmern, sie müssen alle vier zu vier [Handbreiten] haben und sich oberhalb zehn [Handbreiten] befinden!? –", "Dies ist auf die Höfe zu beziehen. – Es heißt ja aber ‘einerlei’!? — Dies ist auf die [Größe von] vier zu vier zu beziehen.", "R.Abba fragte R.Naḥman: Wie ist es, wenn eine Luke vom Hause nach dem Söller9Der 2 Eigentümern gehört. führt: ist da eine für diese bestimmte Stiege nötig, um [den Verkehr] zu erlauben, oder nicht?", "Sagen wir nur dann, wenn [die Öffnung] sich an der Seite befindet, das Haus gelte als gefüllt, nicht aber, wenn in der Mitte, oder gibt es hierbei keinen Unterschied?", "Dieser erwiderte: Sie ist nicht nötig. Er glaubte daraus zu entnehmen, nur eine für diese bestimmte Stiege sei nicht nötig, wohl aber eine nicht bestimmte, aber es wurde gelehrt, R.Joseph b. Minjomi sagte im Namen R.Naḥmans, es sei weder eine für diese bestimmte noch eine nicht bestimmte Stiege nötig.", "ii WENN ZWISCHEN ZWEI HÖFEN EINE ZEHN [HANDBREITEN] HOHE UND VIER BREITE WAND SICH BEFINDET, SO MÜSSEN SIE ZWEI UND NICHT [ZUSAMMEN] EINENRUB MACHEN.", "BEFINDEN SICH AUF DIESER FRÜCHTE, SO DÜRFEN DIE EINEN VON DER EINEN SEITE HINAUFSTEIGEN UND ESSEN UND DIE ANDEREN VON DER ANDEREN SEITE HINAUFSTEIGEN UND ESSEN, NUR DÜRFEN SIE NICHTS NACH UNTEN BRINGEN.", "WIRD DIE WAND10Zwischen 2 Höfen.BIS ZEHN ELLEN DURCHBROCHEN, SO KÖNNEN SIE NACH BELIEBEN ENTWEDER ZWEI ODER [ZUSAMMEN] EINENRUB MACHEN, WEIL DIES ALS TÜR GILT; WENN ABER MEHR, SO MACHEN SIE [ZUSAMMEN] EINENRUB UND NICHT ZWEI.", "GEMARA. Wie ist es, wenn sie keine vier [Handbreiten] hat? Rabh sagte: Sie befindet sich im Luftraume zweier Gebiete, und man darf auf dieser nichts um ein Haar weit fortbewegen." ], [ "R.Joḥanan sagte: Die einen dürfen von der einen Seite [Früchte] hinaufbringen und essen und die anderen von der anderen Seite hinaufbringen und essen. –", "Wir haben gelernt: So dürfen die einen von der einen Seite hinaufsteigen und essen und die anderen von der anderen Seite hinaufsteigen und essen. Nur hinaufsteigen, nicht aber hinaufbringen!? –", "Er meint es wie folgt: Hat sie vier (zu vier) [Handbreiten], so dürfen sie hinaufsteigen, jedoch nichts hinaufbringen, hat sie keine vier [Handbreiten], so darf man da auch [Früchte] hinaufbringen.", "R.Joḥanan vertritt hierbei seine Ansicht. Als R.Dimi kam, sagte er nämlich im Namen R.Joḥanans, daß auf einem Räume von weniger als vier zu vier [Handbreiten]11Zwischen Privatgebiet und öffentlichem Gebiete.sowohl die Leute auf dem öffentlichen Gebiete als auch die Leute auf dem Privatgebiete ihre Last schultern dürfen, jedoch nicht tauschen. –", "Hält denn Rabh nichts von dem, was R.Dimi gesagt hat!? – Bei Gebieten der Tora12Bei denen die Translozierung aus einem Privatgebiete nach einem öffentlichen Gebiete nach der Tora verboten ist.ist dem auch so,", "hier aber handelt es sich um rabbanitische Gebiete13Wobei die Translozierung aus Privatgebiet nach Privatgebiet nur rabbanitisch verboten ist., und die Weisen haben für ihre Worte eine größere Festigung getroffen, als für die der Tora14Damit man sie nicht vernachlässige..", "Rabba sagte im Namen R.Honas im Namen R.Naḥmans: Wenn eine Wand zwischen zwei Höfen an der einen Seite zehn Handbreiten hoch und an der anderen Seite [ungefähr] gleich [hoch] mit dem Erdboden15Keine 10 Hb.n hoch; wenn der Erdboden auf der einen Seite hoch u. auf der anderen niedrig ist. ist,", "so gehört sie zu der Seite, mit der sie gleich hoch ist, weil sie auf dieser Seite bequem und auf jener Seite unbequem benutzt werden kann, und alles, was auf der einen Seite bequem und auf der anderen Seite unbequem benutzt werden kann, gehört zu der Seite, auf der es bequem benutzt werden kann.", "R.Šezbi sagte im Namen R.Naḥmans: Wenn ein Graben zwischen zwei Höfen an der einen Seite zehn [Handbreiten] tief und an der anderen Seite [ungefähr] gleich [tief] mit dem Fußboden16Cf. Anm. 15 mut. mut.ist, so gehört er zu der Seite, mit der er gleich tief ist, weil er auf dieser Seite bequem und auf jener Seite unbequem benutzt werden kann &c.", "Und beides ist nötig. Würde er es nur von der Wand gelehrt haben, [so könnte man glauben], weil sich die Leute einer Erhöhung bedienen, nicht aber gilt dies vom Graben, weil sich die Leute keiner Vertiefung bedienen.", "Und würde er es nur vom Graben gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil dessen Benutzung nicht beschwerlich ist, nicht aber gilt dies von der Wand, deren Benutzung beschwerlich ist. Daher ist beides nötig.", "Wenn man sie17Die Höhe der Wand, durch Erhöhung des Fußbodens.vermindert, so darf man die ganze Wand benutzen, falls die Verminderung sich über vier [Handbreiten] erstreckt, wenn aber nicht, sie nur gegenüber der Verminderung benutzen. –", "Wie du es nimmst: nützt die Verminderung, so sollte man die ganze Wand benutzen dürfen, nützt sie nicht, so sollte man es auch gegenüber der Verminderung nicht dürfen!? Rabina erwiderte: Wenn man oben ein Stück [von der Wand selbst] abgerissen hat.", "R.Jeḥiél sagte: Wenn man ein Becken umstülpt18Und es an die Wand stellt., so ist dies eine Verminderung. –", "Weshalb denn, dies ist ja eine Sache, die man am Šabbath fortnehmen darf, und eine Sache, die man am Šabbath fortnehmen darf, kann ja [die Höhe] nicht vermindern!? –", "In dem Falle, wenn man es an den Erdboden befestigt hat. – Was nützt es denn, daß man es an den Erdboden befestigt hat, es wird ja gelehrt, daß, wenn man eine unreife Feige in Stroh oder einen Fladen auf Kohle gelegt hat, man sie, wenn ein Teil unbedeckt geblieben ist, [am Šabbath] hervorholen dürfe!? –", "Hier handelt es sich um den Fall, wenn es Henkel hat19Reim Fortnehmen würde man die Erde auflockern.. –", "Was ist denn dabei, auch wenn es Henkel hat, wir haben ja gelernt, daß, wenn jemand Rüben oder Rettich unter einem Weinstocke versteckt20Damit sie in der Erde frisch bleiben.hat" ], [ "und ein Teil der Blätter unbedeckt bleibt, er kein Bedenken zu tragen brauche wegen Mischsaat, wegen der Zehnte und wegen des Siebentjahres21Dies gilt nicht als Pflanzung.und sie am Šabbath herausziehen dürfe22Obgleich er dadurch die Erde auflockert.!? –", "In dem Falle, wenn dazu Axt und Schaufel nötig sind.", "Die ägyptische Leiter23So traditionell, wahrscheinlicher aber Weidenleiter (v. נצר); vgl. חבל המצרי Bast, כפיפה מצרית Weidenkorb.bildet keine Verminderung, die tyrische bildet wohl eine Verminderung. – Welche heißt ägyptische Leiter? In der Schule R.Jannajs erklärten sie: Die keine vier Sprossen hat.", "R.Aḥa, Sohn Rabas, fragte R.Aši: Weshalb bildet die ägyptische Leiter keine Verminderung? Dieser erwiderte: Hast du denn nicht das gehört, was R.Aḥa b.Ada im Namen R.Hamnunas im Namen Rabhs gesagt hat, weil sie eine Sache ist, die man am Šabbath fortnehmen darf, und eine Sache, die man am Šabbath fortnehmen darf, nicht als Verminderung gelte? –", "Demnach sollte dies ja auch von der tyrischen gelten!? – Diese befestigt ihre Schwere.", "Abajje sagte: Wenn zwischen zwei Höfen eine zehn Handbreiten hohe Wand sich befindet und man an die eine Seite eine vier [Handbreiten] breite Leiter und an die andere Seite eine vier [Handbreiten] breite Leiter setzt und sie keine drei Handbreiten von einander entfernt24Dh. sie brauchen sich nicht genau gegenüberzustehen.sind, so ist dies eine Verminderung; wenn aber drei, so ist dies keine Verminderung.", "Aber nur dann, wenn die Wand keine vier [Handbreiten dick] ist, wenn sie aber vier [Handbreiten dick] ist, so ist dies eine Verminderung, selbst wenn sie noch mehr von einander entfernt sind25Da man auf dieser gehen u. von einer Leiter zur anderen gelangen kann..", "R.Bebaj b. Abajje sagte: Wenn man ein Podium auf ein Podium26Neben einer Wand, um ihre Höhe zu vermindern.setzt, so ist dies, wenn das untere vier [Handbreiten] hat, eine Verminderung; ebenso auch, wenn das untere keine vier hat, wohl aber das obere, und beide keine drei [Handbreiten] von einander entfernt sind.", "R.Naḥman sagte im Namen des Rabba b.Abuha: Eine Sprossenleiter27Wörtl. Leiter mit schwebenden Stufen; die keine auf einander ruhenden Stufen hat, wie bei einer Treppe. bildet eine Verminderung, wenn die unterste Stufe vier [Handbreiten] hat; ebenso auch, wenn sie keine vier hat, wohl aber die oberste, und sie keine drei [Handbreiten] von einander entfernt sind.", "Ferner sagte R.Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha:" ], [ "Wenn man an einen aus der Wand ragenden Vorsprung von vier zu vier [Handbreiten] eine irgendwie [breite] Leiter setzt, so ist dies eine Verminderung;", "aber nur dann, wenn man sie auf diesen stützt, wenn aber neben diesem, so hat man ihn nur verbreitert.", "Ferner sagte R.Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha: Eine neunzehn [Handbreiten hohe] Wand bedarf eines Vorsprunges28In der Mitte, damit weder die untere Hälfte noch die obere zehn Hb.n hoch sei., damit es erlaubt29Über diese Wand Gegenstände aus einem Hofe nach dem anderen zu tragen, wenn eine kleine Leiter angesetzt wird.sei;", "eine zwanzig [hohe] Wand bedarf zweier Vorsprünge, damit es erlaubt sei. R.Ḥisda sagte: Aber nur dann, wenn sie nicht übereinander vorstehen30Um beide Vorsprünge durch eine zweite Leiter verbinden zu können..", "R.Hona sagte: Wenn man auf einen zehn [Handbreiten] hohen und vier breiten Pfahl31Ein solcher gilt als Privatgebiet.auf öffentlichem Gebiete einen Pflock irgendwie [stark] hineinsteckt32In die obere Fläche, sodaß sie keine 4 Hb.n mehr hat., so ist dies eine Verminderung.", "R.Ada b.Ahaba sagte: Wenn er drei [Handbreiten] hoch ist. Abajje und Raba sagten beide: Auch wenn er keine drei [Handbreiten] hoch ist,", "weil er nicht mehr zu benutzen ist.", "R.Aši sagte: Auch wenn er drei [Handbreiten] hoch ist33Ist dies keine Verminderung., weil man daran etwas anhängen kann.", "R.Aḥa, Sohn Rabas, fragte R.Aši: Wie ist34Sc. nach deiner Ansicht, ein Pflock sei verwendbar.es, wenn man ihn ganz mit Pflöcken beschlagen hat?", "Dieser erwiderte: Hast du denn nicht das gehört, was R.Joḥanan gesagt hat, daß nämlich die Grube und der Schuttwall [zur Tiefe von] zehn [Handbreiten]35Bei dieser Tiefe gilt sie als Privatgebiet (cf. Sab. Fol. 99a); ebenso wird die obere Fläche des Schuttwalles mit dem Lufträume der Grube zur Breite von 4 Hb.n vereinigt.vereinigt werden?", "Weshalb denn, sie36Die obere Fläche des Schuttwalles, wenn die erforderliche Breite nur durch den Luftraum der Grube ergänzt wird.ist ja nicht zu benutzen!? Du mußt also sagen, man kann etwas darauflegen und sie benutzen, ebenso kann man auch hierbei etwas darauflegen und ihn benutzen.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Eine zehn [Handbreiten] hohe Wand bedarf einer vierzehn [langen]37Weil sie schräg stehen muß.Leiter, damit es erlaubt29Über diese Wand Gegenstände aus einem Hofe nach dem anderen zu tragen, wenn eine kleine Leiter angesetzt wird.sei. R. Joseph sagte: Auch etwas über dreizehn.", "Abajje sagte: Auch etwas über elf. R.Hona, Sohn des", "R.Jehošua͑, sagte: Auch etwas über sieben38Sodaß senkrecht stehend (nach der weiter folgenden Ansicht R.s) keine 3 Hb.n fehlen..", "Rabh sagte: Es ist mir überliefert, daß die senkrecht stehende Leiter eine Verminderung bilde, ich kenne aber nicht den Grund39Die Benutzung einer solchen ist sehr schwer..", "Šemuél sprach: Wieso kennt Abba den Grund nicht, bei dieser verhält es sich ja ebenso, wie bei einem Podium auf einem Podium40Auch bei diesem ist das Hinaufsteigen schwierig, dennoch wird oben gelehrt, daß es eine Minderung bilde..", "Rabba sagte im Namen R.Ḥijas: Die babylonischen Dattelpalmen brauchen nicht befestigt zu werden, weil sie es schon durch ihre Schwere41Wenn man einen Klotz von einer solchen an die Wand stellt, so gilt dies als Verminderung. sind.", "R.Joseph sagte im Namen R.Oša͑jas: Die babylonischen Leitern brauchen nicht befestigt zu werden, weil sie es schon durch ihre Schwere sind.", "Nach demjenigen, der dies von einer Leiter lehrt, gilt dies um so eher von der Dattelpalme, und nach demjenigen, der dies von einer Dattelpalme lehrt, gilt dies nicht von der Leiter.", "R.Joseph fragte Rabba: Wie ist es, wenn zwei Leitern durch Stroh verbunden42Wenn sie zusammen keine 4 Hb.n haben u. diese Breite durch Strohsprossen erreicht wird.werden?", "Dieser erwiderte: Der Fuß kann auf diese nicht treten. –", "Wie ist es, wenn die Strohsprossen an beiden Seiten sich befinden und die Leiter in der Mitte? Dieser erwiderte: Auf diese kann der Fuß treten. –" ], [ "Wie [hoch] müssen diese sein, wenn man zur Ergänzung [der Leiterbreite] Vertiefungen in die Wand macht? Dieser erwiderte: Zehn [Handbreiten].", "Jener fragte: Wie [hoch] muß sie sein, wenn man sie ganz aus Vertiefungen in der Wand macht? Dieser erwiderte: Die ganze Höhe, – Welchen Unterschied gibt es hierbei? Dieser erwiderte: Jene ist leicht besteigbar, diese aber ist nicht leicht besteigbar.", "R.Joseph fragte Rabba: Wie ist es, wenn man einen Baum als Leiter verwendet?", "Dies ist sowohl nach Rabbi als auch nach den Rabbanan43Die ob. Fol. 32b über einen E͑. auf einem Baume streiten. fraglich.", "Nach Rabbi ist es fraglich, denn Rabbi ist der Ansicht, was nur des Feierns wegen verboten ist, haben sie [bei Dämmerung] nicht verboten, vielleicht nur da, wo es für die [Zeit der] Dämmerung bestimmt44Wie dies beim Niederlegen des E͑. der Fall ist. ist, nicht aber hierbei, wo es für den ganzen Tag bestimmt ist.", "Oder gilt er vielleicht auch nach den Rabbanan als Tür, nur lagert ein Löwe45Dh. der Baum gilt tatsächlich als Verbindung der beiden Höfe, sodaß sie zusammen einen E͑rub machen und durch Spalten und Löcher verkehren können, nur ist es verboten, auf diesen am Šabbath zu steigen.davor?", "Wie ist es, wenn man eine Ašera46Deren Nutznießung verboten ist; cf. Dt. 12,2.als Leiter bestimmt? Dies ist sowohl nach R.Jehuda als auch nach den Rabbanan fraglich.", "Nach R.Jehuda ist es fraglich, denn R.Jehuda ist der Ansicht, man dürfe für zur Nutznießung verbotene Dinge ein Haus kaufen, vielleicht nur da47Wenn man einen É. auf einem Grabe niederlegt; cf. supra Fol. 26b., weil man, sobald sein E͑rub für ihn die Eignung [des Platzes] erwirkt hat, an dessen Aufbewahrung kein Interesse mehr hat.", "Oder gilt sie vielleicht auch nach den Rabbanan als Tür, nur lagert ein Löwe48Cf. Anm. 45, mut. mut.davor?", "Dieser erwiderte: Bei einem Baume ist es erlaubt, bei einer Ašera ist es verboten. R.Ḥisda wandte ein: Im Gegenteil, bei einem Baume, wobei der Šabbath das Verbot bewirkt, sollte es verboten sein,", "bei einer Ašera aber, wobei etwas anderes das Verbot bewirkt, sollte es nicht verboten sein!?", "Ebenso wurde gelehrt: Als Rabin kam, sagte er im Namen R.Elea͑zars, und wie manche sagen, sagte es R.Abahu im Namen R.Joḥanans: Wobei der Šabbath das Verbot bewirkt, ist es verboten, wobei etwas anderes das Verbot bewirkt, ist es erlaubt.", "R.Naḥman b. Jiçḥaq lehrte es wie folgt: Über einen Baum besteht ein Streit zwischen Rabbi und den Rabbanan; über eine Ašera besteht ein Streit zwischen R.Jehuda und den Rabbanan.", "iii WENN ZWISCHEN ZWEI HÖFEN EIN ZEHN [HANDBREITEN] TIEFER UND VIER BREITER GRABEN SICH BEFINDET, SO MACHEN SIE ZWEI UND NICHT [ZUSAMMEN] EINENRUB, SELBST WENN ER VOLL STOPPELN UND STROH IST; IST ER VOLL ERDE ODER GERÖLL, SO MACHEN SIE [ZUSAMMEN] EINENRUB UND NICHT ZWEI.", "iv LEGT MAN ÜBER DIESEN EIN VIER HANDBREITEN BREITES BRETT, ODER [ÜBER] ZWEI EINANDER GEGENÜBERLIEGENDE ALTANE49Aus zwei Söllern., SO KÖNNEN SIE NACH BELIEBEN ZWEI ODER [ZUSAMMEN] EINENRUB MACHEN; IST ES SCHMÄLER, SO MÜSSEN SIE ZWEI UND NICHT [ZUSAMMEN] EINENRUB MACHEN.", "GEMARA. Gilt denn Stroh nicht als Füllung, wir haben ja gelernt, daß, wenn zwischen zwei Höfen eine zehn Handbreiten hohe Strohtenne sich befindet, sie zwei und nicht [zusammen] einen E͑rub machen müssen!?", "Abajje erwiderte: Niemand streitet, ob es als Wand gilt, als Füllung aber gilt es nur dann, wenn man es aufgegeben50Wenn man beschlossen hat, es für immer darin zu lassen.hat, hat man es nicht aufgegeben, so gilt es nicht als Füllung.", "IST ER VOLL ERDE. Auch ohne jede Beschlußfassung, und [dem widersprechend] haben wir gelernt, daß, wenn man ein Haus mit Stroh oder Geröll gefüllt und es aufgegeben hat, es als nicht vorhanden betrachtet51Hinsichtl. der Verunreinigung durch Bezeltung, wenn ein Leichnam sich darin befindet.werde;", "nur wenn man es aufgegeben hat," ], [ "nicht aber, wenn man es nicht aufgegeben hat!? R.Hona erwiderte: Der Autor der Lehre von der Bezeltung ist R.Jose. –", "Wenn R.Jose, so wissen wir ja von ihm, daß er entgegengesetzter Ansicht ist!? Es wird nämlich gelehrt: R.Jose sagt, Stroh, das man später nicht fortnimmt52Wenn man es nicht braucht, obgleich man es nicht ausdrücklich aufgegeben hat., gleiche Erde ohne Beschlußfassung, und es gelte als aufgegeben, Erde, die man später fortnimmt, gleiche Stroh ohne Beschlußfassung, und es gelte nicht als aufgegeben.", "Vielmehr, erklärte R.Asi, der Autor der Lehre vom E͑rub ist R.Jose.", "R. Hona, Sohn des R.Jehošua͑, erwiderte: Du weisest auf einen Widerspruch zwischen Unreinheit und Šabbath hin!? Man lasse die Verbote beim Šabbathgesetze, denn an diesem gibt man auch einen Geldbeutel53Daher gilt Erde als Füllung; Stroh und Stoppeln aber sind als Viehfutter verwendbar. auf.", "R.Aši erwiderte: Du weisest auf einen Widerspruch zwischen einem Hause und einem Graben hin!? Allerdings ist ein Graben zum Verschütten bestimmt, ist aber ein Haus zum Verschütten bestimmt!?", "LEGT MAN ÜBER DIESEN EIN VIER [HANDBREITEN] BREITES BRETT. Raba sagte: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn man es über die Breite gelegt hat, wenn aber über die Länge54Des Grabens, auf Querstäben., auch irgendwie [breit], da [der Graben] dann weniger als vier [Handbreiten] hat.", "ODE [ÜBER] ZWEI EINANDER GEGENÜBERLIEGENDE ALTANE. Raba sagte: Das, was du sagst, nur gegenüberliegende, nicht aber nicht gegenüberliegende55Wenn sie sich an einer Seite befinden u. einer weiter vorragt als der andere., oder auch einer höher als der andere, gilt nur von dem Falle, wenn sie drei Handbreiten von einander entfernt sind, wenn sie aber keine drei von einander entfernt sind, gelten sie [zusammen] als schief er Altan56Sie brauchen nur einen E͑..", "v WENN ZWISCHEN ZWEI HÖFEN EINE ZEHN HANDBREITEN HOHE STROHTENNE SICH BEFINDET, SO MÜSSEN SIE ZWEI UND NICHT [ZUSAMMEN] EINENRUB MACHEN. DIE EINEN DÜRFEN [IHR VIEH] DA FRESSEN LASSEN UND DIE ANDEREN DORT FRESSEN LASSEN. IST DIE STROHTENNE AUF WENIGER ALS ZEHN HANDBREITEN VERMINDERT WORDEN, SO MACHEN SIE [ZUSAMMEN] EINENRUB UND NICHT ZWEI.", "GEMARA. R.Hona sagte: Nur darf man nichts in seinen Korb tun und [seinem Vieh] zu fressen geben. –", "Ist es denn erlaubt, da [das Vieh] hinzustellen, R.Hona sagte ja im Namen R.Ḥaninas, daß man wohl das Vieh auf den Grasplatz bringen dürfe, nicht aber auf Abgesondertes57Was am S͑abbath nicht benutzt oder verwendet werden darf; in diesem Falle das zur Grenze bestimmte Stroh od. am Š. gemähtes Gras.!? –", "Wenn man nur davor steht und das Vieh selber herangeht und frißt. –", "Darf man denn vom Stroh nicht in einen Korb tun, es wird ja gelehrt: Wenn zwischen zwei Höfen ein mit Stroh gefülltes Haus sich befindet, so müssen sie zwei und nicht [zusammen] einen E͑rub machen. Der eine darf davon in seinen Korb tun und [seinem Vieh] zu fressen geben, und der andere darf davon in seinen Korb tun und [seinem Vieh] zu fressen geben. Ist das Stroh auf weniger als zehn Handbreiten vermindert worden, so ist es58Der Verkehr zwischen Wohnung und Hof.beiden verboten.", "Was mache man59Daß wenigstens der Verkehr in einem Hofe erlaubt sei.nun? Einer schließe sein Haus ab und gebe sein Besitzrecht auf, sodann ist es ihm verboten und dem anderen erlaubt.", "Dasselbe gilt auch von einer Grube Stroh60Nach einer andern Lesart: Strohbündel, -haufen.zwischen zwei Šabbathgebieten. Hier lehrt er also, der eine dürfe davon in seinen Korb tun und [seinem Vieh] zu fressen geben, und der andere dürfe davon in seinen Korb tun und [seinem Vieh] zu fressen geben!? –", "Ich will dir sagen, bei einem Hause, das Wände und eine Decke hat, ist es, wenn [das Stroh] vermindert wird, zu merken, hierbei aber ist es nicht zu merken.", "«Ist das Stroh auf weniger als zehn Handbreiten vermindert worden, so ist es beiden verboten.» Wenn aber nur auf zehn, so ist es erlaubt, auch wenn die Decke viel höher ist, somit wäre ja hieraus zu entnehmen, daß bis zur Decke nicht reichende Wände als Wände gelten!?", "Abajje erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn das Haus etwas weniger als dreizehn und das Stroh zehn [Handbreiten hoch] ist.", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, erwiderte: Du kannst auch sagen, wenn das Haus zehn" ], [ "und das Stroh etwas über sieben [Handbreiten hoch] ist, denn [bei einem Abstand] unter drei [Handbreiten] gilt es als verbunden. –", "Allerdings heißt es nach Abajje ‘zehn’, wieso heißt es aber nach R.Hona, dem Sohne R.Jehošua͑s, ‘zehn’!? –", "Unter ‘zehn’ ist die Norm von zehn [Handbreiten] zu verstehen61Als welche auch etwas über 7 gelten..", "«Beiden verboten.» Hieraus wäre also zu entnehmen, daß am Šabbath hinzukommende Bewohner62Die durch die ungültig gewordene Scheidewand hinzugekommen sind; hierüber besteht ob. Fol. 17a ein Streit.verboten machen!? –", "Vielleicht in dem Falle, wenn es bereits am vorangehenden Tage vermindert worden ist.", "«Was mache man nun? Einer schließe sein Haus ab und gebe sein Besitzrecht auf.» Beides!? – Er meint es wie folgt: entweder er schließe sein Haus ab, oder er gebe sein Besitzrecht auf.", "Wenn du aber willst, sage ich: tatsächlich beides, denn da [der andere] daran gewöhnt ist, könnte er [Sachen] umherzutragen verleitet werden.", "«Sodann ist es ihm verboten und dem anderen erlaubt.» Selbstverständlich!? – Dies ist für den Fall nötig, wenn der andere es darauf ihm abtritt; er lehrt uns, daß man nicht abtreten und zurück [an sich] abtreten lassen könne.", "«Dasselbe gilt auch von einer Grube Stroh.» Selbstverständlich!? – Dies ist nach R.A͑qiba nötig, welcher sagt, das Gesetz von den Šabbathgebieten sei aus der Tora; man könnte glauben, es sei zu berücksichtigen, man könnte zu einer Verwechslung63Das Stroh auch aus fremdem Gebiete zu holen.verleitet werden, so lehrt er uns.", "vi WIE GESCHIEHT DIE VERBINDUNG FÜR DIE DÜRCHGANGSGASSE? ELNER LEGE DAS FASS [WEIN]64Od. andere Nahrungsmittel, die als E͑rub verwendet werden.NIEDER UND SPRECHE: ‘DIES SEI FÜR ALLE BEWOHNER DIESER DURCHGANGSGASSE’, UND EIGNE ES IHNEN ZU DURCH65Indem diese es für jene in Empfang nehmen.SEINEN ERWACHSENEN SOHN, SEINE ERWACHSENE TOCHTER, SEINEN HEBRÄISCHEN KNECHT, SEINE HEBRÄISCHE MAGD ODER SEINE FRAU, \n", "NICHT ABER DURCH SEINEN KENAA͑NITISCHEN KNECHT ODER SEINE KENAA͑NITISCHE MAGD, WEIL IHRE HAND SEINER HAND GLEICHT66Sie sind sein Eigentum, ebenso auch alles, was sie besitzen..", "GEMARA. R.Jehuda sagte: Das Faß zur Verbindung für die Durchgangsgasse muß67Zur Übereignung.eine Handbreite vom Fußboden hochgehoben werden.", "Raba sagte: Diese beiden Dinge lehrten die Greise68R.Jehuda u. R.E͑na; cf. Syn. 17b.von Pumbeditha; das eine ist das [eben gesagte], und das andere ist folgendes: Wer den Weihsegen spricht, genügt seiner Pflicht nur dann, wenn er einen Mundvoll kostet, sonst aber nicht.", "R.Ḥabiba sagte: Auch folgendes lehrten die Greise von Pumbeditha: R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls, man dürfe für eine Wöchnerin eine Wärmflamme am Šabbath machen.", "Hieraus wäre zu entnehmen, nur für eine Wöchnerin, nicht aber für einen [anderen] Kranken, nur in der Regenzeit, nicht aber im Sommer,", "aber es wurde gelehrt: R.Ḥija b.Abin sagte im Namen Šemuéls: Wenn jemand sich zur Ader gelassen und erkältet hat, so darf man für ihn auch in der Jahreszeit des Tamuz eine Wärmflamme am Šabbath machen.", "Amemar sagte: Auch folgendes lehrten die Greise von Pumbeditha: Es wurde gelehrt: Welcher [Baum] gilt ohne Bestimmung als Ašera?", "Rabh sagt, wenn ihn die Götzenpriester bewachen" ], [ "und von seinen Früchten nicht genießen;", "Šemuél sagt, von dem man sagt, dessen Datteln sind zum Met für die Niçrepheleute68Wie allgemein angenommen die Nazarener; cf. Sab. Fol. 116a, Anm. 28.bestimmt, den sie an ihrem Festtage69Wahrscheinl. ed (Unglückstag) zu lesen, kakophonisch von עיד Fest, viell. aber id.trinken. (Amemar sagte:) Hierzu sagten mir die Greise von Pumbeditha, die Halakha sei wie Šamuél.", "Man wandte ein: Wie geschieht die Verbindung für die Durchgangsgasse? Einer hole das Faß Wein, Öl, Datteln, Dörrfeigen oder andere Früchte,", "wenn von seinem, so eigne er es ihnen zu, und wenn von ihrem, so teile er es ihnen mit, sodann hebe er es ein wenig vom Boden hoch!? – Unter ‘ein wenig’ ist eben eine Handbreite zu verstehen.", "Es wurde gelehrt: [Die Speisen] zur Verbindung für die Durchgangsgasse braucht man, wie Rabh sagt, nicht zuzueignen, und wie Šemuél sagt, muß man sie wohl zueignen; [die Speisen] zur Vereinigung der Gebiete muß man, wie Rabh sagt, zueignen, und wie Šemuél sagt, braucht man sie nicht zuzueignen. –", "Einleuchtend ist die Ansicht Šemuéls, denn von dem einen70Vom E͑rub zur Verbindung der Höfe.haben wir es gelernt und von anderen haben wir es nicht gelernt; was ist aber der Grund Rabhs? –", "Hierüber streiten Tannaím. R.Jehuda erzählte nämlich im Namen Rabhs: Einst ging die Schwiegertochter R.Oša͑jas ins Bad71Am Vorabend des Šabbaths; das Bad befand sich außerhalb des Šabbathgebietes.und wurde von der Dunkelheit überrascht; da machte ihre Schwiegermutter für sie einen E͑rub.", "Als die Sache vor R.Ḥija kam, verbot er dies. Darauf sprach R.Jišma͑él b. R.Jose zu ihm: Babylonier, so streng nimmst du es beim E͑rub! Mein Vater sagte wie folgt: soweit du beim E͑rub erleichtern kannst, erleichtere es.", "Hierzu fragten sie: Machte die Schwiegermutter den E͑rub von ihrem Eigentum, und72Erklärte RḤ. den E͑rub als ungültig.weil sie ihn jener nicht zugeeignet hatte, oder machte sie ihn vom Eigentum jener, und weil sie es ohne ihr Wissen getan72Erklärte RḤ. den E͑rub als ungültig.hatte?", "Einer von den Jüngern, Namens R.Ja͑qob, erwiderte ihnen: Mir wurde es von R.Joḥanan erklärt: Die Schwiegermutter hatte den E͑rub von ihrem Eigentum gemacht, und weil sie ihn jener nicht zugeeignet hatte.", "R.Zera sprach zu R.Ja͑qob, dem Sohne der Tochter Ja͑qobs: Wenn du nach dort73Nach Palästina. gehst, mache einen Umweg und gehe nach der Anhöhe von Cor und frage es R.Ja͑qob b.Idi.", "Hierauf fragte er ihn: Hatte die Schwiegermutter den E͑rub von ihrem Eigentum gemacht, und weil sie ihn jener nicht zugeeignet hatte, oder hatte sie ihn vom Eigentum jener gemacht, und weil sie es ohne ihr Wissen getan hatte?", "Dieser erwiderte: Die Schwiegermutter hatte ihn von ihrem Eigentum gemacht, und weil sie ihn jener nicht zugeeignet hatte.", "R.Naḥman sagte: Es ist uns überliefert, daß man sowohl bei der Vereinigung von Gebieten und Höfen als auch bei der Verbindung für die Durchgangsgasse den E͑rub zueignen müsse. Folgendes aber fragte R. Naḥman: Muß man auch den Speisen-E͑rub74Man darf zum Feste Speisen zubereiten, jedoch nicht für den diesem folgenden Šabbath, an dem dies verboten ist; folgt nun ein Šabbath unmittelbar auf das Fest, so wird am Vorabend eine Speise als E͑rub (Vereinigung, sc. der darauf folgenden Tage) bestimmt.zueignen oder nicht?", "R. Joseph sprach: Was ist ihm da fraglich, hat er denn nicht das gehört, was R.Naḥman, Sohn des R.Ada, im Namen Šemuéls gesagt hat, daß man nämlich auch den Speisen-E͑rub zueignen müsse!? Abajje erwiderte: Selbstverständlich hat er dies nicht gehört; hätte er es gehört, so würde er ja nicht gefragt haben.", "Jener entgegnete: Auch vom Gebiet-E͑rub sagte ja Šemuél, man brauche ihn nicht zuzueignen, dennoch sagte er, man müsse ihn zueignen. –", "Ist es denn gleich: über jenen streiten Rabh und Šemuél, und er lehrt uns nach der Erschwerung des einen und nach der Erschwerung des anderen, aber gibt es denn jemand, wenn er es gehört hätte, der über diesen streitet?", "Einst sprachen sie zum Waffenhüter75Einem nichtjüd. städtischen Beamten., der in der Nachbarschaft R. Zeras wohnte: Vermiete uns dein Gebiet. Dieser vermietete es ihnen nicht. Da kamen sie zu R.Zera und fragten ihn, ob man es von seiner Frau mieten dürfe.", "Dieser erwiderte: Folgendes sagte Reš Laqiš im Namen eines bedeutenden Mannes, das ist R.Ḥanina: die Ehefrau darf für einen ohne sein Wissen einen E͑rub machen.", "Einst sprachen sie zum Waffenhüter, der in der Nachbarschaft des R.Jehuda b.Oša͑ja wohnte: Vermiete uns dein Gebiet. Dieser vermietete es ihnen nicht. Da kamen sie zu R.Jehuda b.Oša͑ja und fragten ihn, ob man es von seiner Frau mieten dürfe. Er wußte es nicht. Hierauf kamen sie zu R.Mathna, und er wußte es ebenfalls nicht. Alsdann kamen sie zu R.Jehuda, und er sprach zu ihnen: Folgendes sagte Šemuél: die Ehefrau darf für einen ohne sein Wissen den E͑rub machen.", "Man wandte ein: Wenn Frauen ohne Wissen ihrer Männer sich durch einen E͑rub vereinigt oder verbunden haben, so ist ihre Vereinigung und ihre Verbindung ungültig!? –", "Das ist kein Einwand; das eine, wenn [der Ehemann] verboten macht, das andere, wenn er nicht verboten76Wenn beispielsweise der Hof sich zwischen 2 Durchgangsgassen befindet u. der Besitzer mit dem einen überhaupt nie verbunden war; in diesem Falle ist seine Zustimmung erforderlich.macht.", "Dies ist auch einleuchtend, denn sonst würde sich ja Šemuél mit sich selbst in Widerspruch befinden. Šemuél sagte nämlich, daß, wenn ein Anwohner der Durchgangsgasse, der sonst bei der Verbindung für die Durchgangsgasse sich mit den übrigen Anwohnern zu beteiligen pflegte, sich bei der Verbindung nicht beteiligen will, die übrigen Anwohner der Durchgangsgasse in sein Haus gehen und seine Beteiligung erzwingen dürfen.", "Nur, wenn er dies sonst zu tun pflegte, nicht aber, wenn er es sonst nicht zu tun pflegte. Schließe hieraus.", "Ihm wäre eine Stütze zu erbringen: Man zwinge ihn, an den Durchgang einen Pfosten oder einen Balken zu setzen. –" ], [ "Anders ist es da, wo keine Wände vorhanden77Die Durchgangsgasse liegt frei, und man darf da überhaupt nichts tragen; wenn es sich aber nur darum handelt, einen freien Verkehr zwischen Haus und Hof zu gewinnen, kann man niemand zwingen, sich an der Vereinigung zu beteiligen.sind.", "(Eine andere Lesart: An der Seite78Das W. מצר gibt keinen Sinn; manche identifizieren es mit מצודה Festung, dh. wenn ringsum Wände vorhanden sind; andere dagegen emendieren מצר Grenze, Platz. Am wahrscheinlichsten ist die Emendation [ככית דין =] ככ״ד, dh. nur das Gericht könne es erzwingen. Übrigens scheint der ganze Satz eine spätere Glosse zu sein; in Handschriften fehlt er ganz, u. in den älteren Kommentaren fehlt jede Hindeutung.ist es anders.)", "Es wurde gelehrt: R.Ḥija b. Aši sagte, man dürfe aus einer Ašera einen Pfosten machen; R.Šimo͑n b.Laqiš sagte, man dürfe aus einer Ašera einen Balken machen.", "Nach dem, der dies vom Balken lehrt, gilt dies um so mehr vom Pfosten; nach dem aber, der dies vom Pfosten lehrt, gilt dies nicht vom Balken, weil das Maß zertrümmert79Wörtl. zerstoßen; da die Ašera vernichtet werden muß, gilt sie fiktiv als vernichtet, und dem Balken fehlt die erforderliche Stärke; cf. supra Fol. 13b.ist.", "vii IST DIE SPEISE VERMINDERT WORDEN, SO FÜGE MAN [DAS FEHLENDE] HINZU UND EIGNE ES IHNEN ZU, UND MAN BRAUCHT ES IHNEN NIGHT MITZUTEILEN. SIND [BETEILIGTE] HINZUGEKOMMEN, SO FÜGE MAN HINZU UND EIGNE ES IHNEN ZU, UND MAN MUSS ES IHNEN MITTEILEN.", "viii WELCHES QUANTUM [IST DAZU ERFORDERLICH]? SIND ES VIELE, SPEISE FÜR ZWEI MAHLZEITEN FÜR ALLE ZUSAMMEN, SIND ES WENIGE, [DAS QUANTUM EINER] DÖRRFEIGE FÜR JEDEN BESONDERS.", "ix R.JOSE SAGTE: DIESE WORTE GELTEN NUR VOM URSPRÜNGLICH [NIEDERGELEGTEN] E͑RUB, FÜR DEN ÜBERREST ABER REICHT AUCH JEDES [QUANTUM].", "ÜBERHAUPT HABEN SIE DIE VEREINIGUNG DER HÖFE DURCH EINENRUB NUR DESHALB ANGEORDNET, DAMIT ES BEI DEN KINDERN NICHT IN VERGESSENHEIT GERATE.", "GEMARA. Worum handelt es sich: wollte man sagen, wenn man von derselben Art [hinzufügt], wieso ‘vermindert’, auch wenn nichts mehr da war, ist ja [keine Mitteilung nötig],", "und wollte man sagen, von einer anderen Art, so ist es ja nötig, auch wenn nur vermindert!? Es wird nämlich gelehrt: Wenn von der Speise nichts mehr da war, so braucht man, falls man von derselben Art [hinzufügt], es nicht mitzuteilen, wenn aber von einer anderen Art, so muß man es mitteilen!? –", "Wenn du willst, sage ich: von derselben Art, und wenn du willst, sage ich: von einer anderen Art. Wenn du willst, sage ich: von derselben Art, denn unter ‘vermindert’ ist zu verstehen, wenn er ganz fort ist;", "wenn du aber willst, sage ich: von einer anderen Art, denn anders ist es, wenn er ganz fort80Nur auf diesen Fall bezieht sich die angezogene Lehre, daß man es mitteilen muß.ist.", "SIND [BETEILIGTE] HINZUGEKOMMEN, SO FÜGE MAN HINZU UND EIGNE ES IHNEN ZU &C. R.Šezbi sagte im Namen R.Ḥisdas: Dies besagt, daß die Genossen R.Jehudas gegen ihn streiten.", "Wir haben nämlich gelernt: R.Jehuda sagte, diese Worte gelten nur vom Gebiet-E͑rub, beim Hof-E͑rub aber kann dies sowohl mit seinem Wissen als auch ohne sein Wissen erfolgen. – Selbstverständlich streiten sie!? –", "Man könnte glauben, [unsere Mišna spreche] von einem Hofe zwischen zwei81Weil man nicht weiß, mit welchem er sich vereinigen will.Durchgangsgassen, nicht aber von einem Hofe in einer Durchgangsgasse, so lehrt er uns.", "WELCHES QUANTUM [IST DAZU ERFORDERLICH] &C. Was heißt ‘viele’? R.Jehuda erwiderte im Namen Šemuéls: Achtzehn Personen. – Achtzehn und nicht mehr!? – Sage: von achtzehn an. –", "Weshalb gerade achtzehn? R. Jiçḥaq, Sohn des R.Jehuda, erwiderte: Mir wurde es von meinem Vater erklärt: wenn man es für zwei Mahlzeiten einteilen und auf jeden einzelnen nicht [das Quantum] einer Dörrfeige kommen würde, so heißt dies ‘viele’, und Speise für zwei Mahlzeiten ist ausreichend, sonst aber sind es wenige.", "Nebenbei lehrt er uns, daß zwei Mahlzeiten [ein Quantum] von achtzehn Dörrfeigen haben.", "x MIT ALLEM DARF MAN EINENRUB MACHEN ZUR VEREINIGUNG UND ZUR VERBINDUNG, AUSSER MIT WASSER ODER SALZ – SO R.ELIE͑ZER. R.JEHOŠUA͑ SAGT, NUR EIN [GANZER] LAIB DIENE ALSRUB; MIT EINEM STÜCKE, SELBST VON EINEM SEÁGEBÄCK, KANN MAN KEINENRUB MACHEN, MIT EINEM GANZEN, SELBST WIE EIN ASSAR, KANN MAN EINENRUB MACHEN." ], [ "GEMARA. Dies haben wir ja bereits einmal82Oben Fol. 26b.gelernt: mit allem darf man einen E͑rub machen zur Vereinigung und zur Verbindung, außer mit Wasser oder Salz!?", "Rabba erwiderte: Dies schließt die Ansicht R. Jehošua͑s aus; dieser sagt, nur mit einem Laib und nicht mit anderem, so lehrt er uns: mit allem.", "Abajje wandte gegen ihn ein: Mit allem darf man einen E͑rub zur Vereinigung von Höfen und zur Verbindung für Durchgangsgassen machen, und nur vom E͑rub zur Vereinigung von Höfen sagten sie, daß es mit Brot erfolgen müsse. Derjenige, welcher sagt, nur mit Brot und nicht mit etwas anderem, ist ja R.Jehošua͑, und er lehrt: mit allem!?", "Vielmehr, erklärte Rabba b.Bar Ḥana, dies schließt die Ansicht R.Jehošua͑s aus; dieser sagt, nur mit einem ganzen, nicht aber mit einem Stücke, so lehrt er uns: mit allem. –", "Weshalb nicht mit einem Stücke? R.Jose b.Šaúl erwiderte im Namen Rabbis: Wegen etwaiger Unverträglichkeit83Wenn der eine ein ganzes u. der andere ein Stück beiträgt..", "R.Aḥa, der Sohn Rabas, fragte R.Aši: Wie ist es, wenn alle zum E͑rub Stücke beitragen? Dieser erwiderte: Dadurch könnte ein Mißbrauch wieder eingeführt werden.", "R.Joḥanan b.Šaúl sagte: Fehlt daran das Quantum der Teighebe84Ein Achtundvierzigstel; cf. Hal. I,1.oder der Bemischung85Wenn profanem Getreide Hebe beigemischt worden ist, so ist davon eine Hebe von 1% abzusondern., so ist es zum E͑rub brauchbar. —", "Es wird ja aber gelehrt, wenn [vom Brote] das Quantum der Bemischung fehlt, es zum E͑rub brauchbar sei, und wenn das Quantum der Teighebe, es zum E͑rub nicht brauchbar sei!? –", "Das ist kein Einwand; das eine gilt von der Teighebe eines Bäckers, und das andere von der Teighebe eines Hausherrn.", "Wir haben nämlich gelernt: Das Quantum der Teighebe ist ein Vierundzwanzigstel; ob man den Teig für sich selbst oder für das Hochzeitsmahl seines Sohnes bereitet, immer ein Vierundzwanzigstel. Der Bäcker, der für den Marktverkauf, oder eine Frau, die für den Marktverkauf bereitet, gebe nur ein Achtundvierzigstel.", "R.Ḥisda sagte: Hat man [ein zerstückeltes Brot] mit einem Spane zusammengesteckt, so ist es zum E͑rub brauchbar. – Es wird ja aber gelehrt, es sei zum E͑rub nicht brauchbar!? – Das ist kein Einwand; das eine, wenn die Naht zu merken ist, das andere, wenn die Naht nicht zu merken ist.", "R.Zera sagte im Namen Šemuéls: Man darf einen E͑rub aus Reis- und Hirsebrot machen. Mar U͑qaba sagte: Mir wurde von Meister Šemuél erklärt, man dürfe einen E͑rub aus Reisbrot machen, nicht aber dürfe man einen E͑rub aus Hirsebrot machen.", "R.Ḥija b.Abin sagte im Namen Rabhs: Man darf einen E͑rub aus Linsenbrot machen. – Dem ist ja aber nicht so; als man einst zur Zeit des Meisters Šemuél ein solches machte, warf er es vor seinen Hund und aß es nicht!? –", "Jenes war aus verschiedenen Arten gemacht worden. So heißt es auch:86Ez. 4,9.du aber hole dir Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen und Hirse87Solches wurde nicht als Brot angesehen; cf. Ez. 24,17.&c.", "R.Papa erklärte: Jenes war mit Menschenkot gebacken worden. So heißt es auch:88Ez.4,12.dieses sollst du vor ihren Augen auf Ballen von Menschenkot backen. –", "Was heißt:88Ez.4,12.du sollst es als Gerstenkuchen essen? R.Ḥama erwiderte: In Rationen89שעזריס Plur. von שיעזר Maß, Quantum.. R.Papa erklärte: Es sollte wie Gerstenbrot und nicht wie Weizenbrot zubereitet werden.", "xi MAN DARF BEI EINEM KRÄMER ODER EINEM BÄCKER90Der mit ihm zusammen in derselben Durchgangsgasse wohnt.EINE MAA͑ HINTERLEGEN, DAMIT ER IHM [DEN BEITRAG ZUM] E͑RUB ZUEIGNESO R.ELIE͑ZER; \n", "DIE WEISEN SAGEN, ER WERDE IHM DURCH DAS GELD NICHT ZUGEEIGNET91Dies ist ein richtiger Kauf, wobei man die Sache nur durch das Ansichziehen erwirbt.." ], [ "SIE PFLICHTEN JEDOCH BEI, DASS BEI JEDEM ANDEREN ES IHM DURCH GELD ZUGEEIGNET WERDE. MANN KANN NÄMLICH FÜR NIEMAND EINENRUB OHNE SEIN WISSEN92Wenn Bäcker u. Krämer für einen den Beitrag zum E͑. entrichten, so geschieht dies ohne sein Wissen, da sie für ihn nur Verkäufer sind u. er sich auf sie nicht verläßt.MACHEN.", "R.JEHUDA SAGTE: DIESE WORTE GELTEN NUR VOM GEBIET-E͑RUB, BEIM HOF-E͑RUB ABER KANN DIES SOWOHL MIT DESSEN WISSEN ALS AUCH OHNE DESSEN WISSEN ERFOLGEN, WEIL MAN JEMAND IN SEINER ABWESENHEIT BEVORTEILEN UND NICHT BENACHTEILIGEN KANN93Cf. supra Fol. 46b, Anm. 73..", "GEMARA. Was ist der Grund R.Elie͑zers, man hat es ja nicht an sich gezogen!?", "R.Naḥman erwiderte im Namen des Rabba b. Abuha: Nach R. Elie͑zer ist es hierbei ebenso wie bei den vier Zeiten im Jahre. Wir haben nämlich gelernt: An vier Zeiten im Jahre kann man den Schlächter94An den man eine Anzahlung auf Fleisch geleistet hat. anhalten, gegen seinen Willen zu schlachten; selbst wenn das Rind tausend Denare wert ist und der Käufer daran mit nur einem Denar beteiligt ist, kann er ihn zum Schlachten zwingen;", "daher ist es, wenn es verendet, dem Käufer verendet95Er verliert seine Anzahlung.. – Weshalb dem Käufer, er hat es ja nicht an sich gezogen!? R.Hona erwiderte: Wenn er es an sich gezogen hat. –", "Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: anders ist es an den übrigen Tagen des Jahres; daher ist es, wenn es verendet, dem Verkäufer verendet. Weshalb denn, jener hat es ja an sich gezogen!?", "R.Šemuél b.Jiçḥaq erwiderte: Tatsächlich, wenn er es nicht an sich gezogen hat, nur handelt es sich um den Fall, wenn [der Schlächter] es ihm durch einen anderen zugeeignet hat;", "an diesen vier Zeiten ist es für ihn ein Vorteil, und bevorteilen kann man einen auch in seiner Abwesenheit, an den übrigen Tagen des Jahres96Wo ihm das Geld lieber ist.ist es für ihn ein Nachteil, und benachteiligen kann man einen nur in seiner Anwesenheit.", "R.Ila erklärte im Namen R.Joḥanans: Für diese vier Zeiten haben die Weisen ihre Worte auf die Bestimmung der Tora gestützt. R.Joḥanan sagte nämlich: Nach der Tora wird [die Sache] auch durch das Geld erworben,", "nur deshalb sagten sie, daß sie nur durch das Ansichziehen erworben werde, weil zu berücksichtigen ist, [der Verkäufer] könnte zu ihm sagen: dein Weizen ist auf dem Söller verbrannt.", "SIE PFLICHTEN JEDOCH BEI, DASS BEI JEDEM ANDEREN &C. Wer ist ‘jeder andere’? Rabh erklärte, ein Privatmann,", "ebenso erklärte Šemuél, ein Privatmann. Šemuél sagte nämlich: Sie lehrten dies nur von einem Bäcker, ein Privatmann aber kann ihn zueignen. Ferner sagte Šemuél: Sie lehrten dies nur von einer Maa͑, durch ein Gewand97Durch Mantelgriff.aber kann er ihn zueignen.", "Ferner sagte Šemuél: Sie lehrten dies nur von dem Falle, wenn er zu ihm gesagt hat: eigne mir zu, wenn er ihm aber gesagt hat: mache für mich den E͑rub, so hat er ihn zum Vertreter gemacht, und er eignet ihn ihm zu.", "R.JEHUDA SAGTE: DIESE WORTE GELTEN NUR &C. R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie R.Jehuda. Noch mehr: überall, wo R.Jehuda etwas über den E͑rub lehrt, ist die Halakha wie er.", "R.Ḥana aus Bagdad fragte R.Jehuda: Sagte Šemuél dies auch vom Durchgang, von dem die Balken oder die Pfosten entfernt worden98Weiter Fol. 97a, wobei er besonders erleichternd ist.sind?", "Dieser erwiderte: Ich sagte dir dies nur vom E͑rub und nicht von den Wänden99Als welche Balken und Pfosten gelten..", "R.Aḥa, der Sohn Rabas, sprach zu R.Aši: So die Halakha, demnach streiten sie, dagegen sagte ja R.Jehošua͑ b.Levi, daß überall, wo R.Jehuda in unserer Mišna ‘nur dann’ oder ‘dies nur’ sagt, er nur die Worte der Weisen erkläre!? –", "Streiten sie etwa nicht, wir haben ja gelernt, daß, wenn [Beteiligte] hinzugekommen sind, man [zum E͑rub] hinzufüge und es ihnen zueigne, und man ihnen dies mitteilen100Gegen die Ansicht RJ.s.müsse!? –", "Dies gilt von einem Hofe zwischen zwei Durchgängen101Wo man nicht weiß, mit welchem sie sich vereinigen wollen.. –", "R.Šezbi sagte ja aber im Namen R.Ḥisdas, hieraus sei zu entnehmen, daß die Genossen R.Jehudas gegen ihn streiten!? –", "Du weisest" ], [ "auf einen Widerspruch zwischen zwei Personen hin!? Einer ist der Ansicht, sie streiten, und einer ist der Ansicht, sie streiten nicht.", "Der Text. R.Jehošua͑ b.Levi sagte: Überall, wo R.Jehuda in unserer Mišna ‘nur dann’ oder ‘dies nur’ sagt, erklärt er nur die Worte der Weisen. R.Joḥanan sagte: Mit ‘nur dann’ erklärt er [die Worte jener], mit ‘dies nur’ streitet er gegen sie. –", "Ist denn ‘nur dann‘ erklärend, wir haben ja gelernt: Folgende sind102Als Richter und Zeugen.unzulässig: Würfelspieler, Wucherer, die Tauben fliegen103Wohl eine Art Wettspiel.lassen, und die mit [Erzeugnissen] des Siebentjahrs handeln.", "R.Jehuda sagte: Nur dann, wenn sie weiter keinen anderen Beruf haben, wenn sie aber noch einen anderen Beruf haben, so sind sie zulässig.", "Hierzu wurde in einer Barajtha gelehrt: Die Weisen sagen, diese seien unzulässig, einerlei ob sie weiter keinen anderen Beruf haben oder noch einen anderen Beruf haben!? –", "Diese Lehre ist von R.Jehuda im Namen R.Tryphons.", "Es wird nämlich gelehrt: R.Jehuda sagte im Namen R.Tryphons: Keiner von beiden104Wenn zwei eine Wette eingehen, und der Verlierende Naziräer sein soll.ist Naziräer, weil das Nazirat bestimmt ausgesprochen werden muß.", "Wir sehen also, daß man sich, weil es ihm zweifelhaft ist, ob er Naziräer wird oder nicht, [seinem Versprechen] nicht unterwirft, ebenso auch hierbei: da man nicht weiß, ob man gewinnen oder verlieren wird, tritt man [den Verlust] nicht ab105An den Gewinnenden; dieser eignet sich somit widerrechtlich fremdes Eigentum an, was rabb. als Raub gilt. RJ. selber aber ist nicht dieser Ansicht, sondern erklärt die Worte der Weisen..", "", "i AUF WELCHE WEISE ERFOLGT DIE VERBINDUNG FÜR DAS ŠABBATHGEBIET1Das man sich außerhalb des Weichbildes seines Wohnortes durch Niederlegen eines E͑. für den Š. reservieren kann.? MAN LEGE DAS FASS [WEIN]2Od. andere Genußmittel, die als E͑. bestimmt werden.NIEDER UND SPRECHE: DIES SEI FÜR ALLE EINWOHNER MEINER STADT, FÜR JEDEN, DER DAS HAUS EINES LEIDTRAGENDEN ODER EIN GASTMAHL BESUCHEN WILL. WER NOCH AM TAGE3Am Vorabend des Šabbaths. DAMIT GERECHNET HAT, DEM IST ES ERLAUBT, WER NACH ANBRUCH DER DUNKELHEIT, DEM IST ES VERBOTEN, WEIL MAN NACH ANBRUCH DER DUNKELHEIT KEINENRUB MACHEN KANN.", "GEMARA. R.Joseph sagte: Man darf einen E͑rub nur zu einer gottgefälligen Handlung machen. – Was lehrt er uns da, wir haben ja gelernt: für jeden, der das Haus eines Leidtragenden oder ein Gastmahl besuchen will!? –", "Man könnte glauben, [die Mišna] lehre das Gewöhnliche, so lehrt er uns.", "WER NOCH AM TAGE DAMIT GERECHNET HAT. Hieraus wäre also zu entnehmen, daß es keine fiktive Feststellung gebe, denn wenn es eine fiktive Feststellung geben würde, müßte ja rückwirkend festgestellt sein, daß dies bereits am Tage4Da er sich später dafür entschieden hat; fiktiv besteht die Entscheidung schon beim Niederlegen des E.s.sein Wille war!?", "R.Aši erwiderte: Er meint: ihm dies mitgeteilt, beziehungsweise nicht mitgeteilt worden ist5Unter ‘gerechnet’ ist zu verstehen, wenn ihm dies bekannt war; hat er vom e͑. überhaupt nichts gewußt, so ist die rückwirkende Kundgebung wirkungslos..", "R.Aši sagte: Ein sechsjähriges Kind genügt seiner Pflicht mit dem E͑rub seiner Mutter. Man wandte ein: Ein Kind, das noch seiner Mutter bedarf, genügt seiner Pflicht mit dem E͑rub seiner Mutter, das seiner Mutter nicht mehr bedarf, genügt seiner Pflicht nicht mehr mit dem E͑rub seiner Mutter.", "Ähnlich haben wir auch von der Festhütte gelernt: Ein Kind, das seiner Mutter nicht mehr bedarf, ist zur Festhütte verpflichtet.", "Hierzu fragten wir: Welches heißt ein Kind, das seiner Mutter nicht mehr bedarf? In der Schule R.Jannajs erklärten sie: Das seine Notdurft verrichtet, und das seine Mutter nicht abzuwischen braucht.", "R.Šimo͑n b.Laqiš erklärte: Das beim Erwachen nicht ‘Mutter’ ruft. – ‘Mutter’ wie kommst du darauf, auch Erwachsene rufen ja so!? – Sage vielmehr: das vom Schlafe erwacht und nicht ruft: ‘Mutter6Solange ruft, bis die Mutter wirklich kommt., Mutter’!", "Bei welchem [Alter]? Ungefähr im Alter von vier oder fünf Jahren7Während RA. das 6. Lebensjahr als Grenze angibt.!?" ], [ "R.Jehošua͑, Sohn des R.Idi, erwiderte: R.Asi spricht von dem Falle, wenn der Vater in der Nordseite und die Mutter in der Südseite für ihn den E͑rub niedergelegt haben; auch ein sechsjähriges ist lieber zusammen mit seiner Mutter.", "Man wandte ein: Ein Kind, das noch seiner Mutter bedarf, genügt seiner Pflicht mit dem E͑rub seiner Mutter bis zum sechsten Lebensjahre. Dies ist eine Widerlegung R.Jehošua͑s, des Sohnes R.Idis. Eine Widerlegung.", "Ist dies auch eine Widerlegung R.Asis8Nach dem Wortlaute dieser Lehre ist das 6. Jahr nicht einbegriffen.? – R.Asi kann dir erwidern: bis, (und bis) einschließlich.", "Dies wäre also eine Widerlegung des R.Jannaj und des Reš Laqic? – Dies ist keine Widerlegung; das eine, wenn sein Vater in der Stadt ist, das andere, wenn sein Vater nicht in der Stadt ist9In diesem Falle gehört es bis zum 6. Lebensjahre zur Mutter..", "Die Rabbanan lehrten: Man darf einen E͑rub machen für seinen minderjährigen Sohn, seine minderjährige Tochter, seinen kenaa͑nitischen Knecht und seine kenaa͑nitische Magd, sowohl mit ihrem Wissen als auch ohne ihr Wissen, für seinen jüdischen Knecht, seine jüdische Magd, seinen erwachsenen Sohn, seine erwachsene Tochter und seine Frau darf man es nur mit ihrem Wissen.", "Ein anderes lehrt: Man darf einen E͑rub machen für seinen erwachsenen Sohn, seine erwachsene Tochter, seinen jüdischen Knecht, seine jüdische Magd und seine Frau nur mit ihrem Wissen; für seinen nichtjüdischen Knecht, seine nichtjüdische Magd, seinen minderjährigen Sohn und seine minderjährige Tochter darf man es sowohl mit ihrem Wissen als auch ohne ihr Wissen, weil ihre Hand seiner gleicht.", "Wenn diese einen E͑rub für sich gemacht haben und ihr Herr dies für sie ebenfalls10An einer anderen Stelle.getan hat, so ist der des Herrn gültig, ausgenommen bei der Frau, weil sie es ablehnen kann.", "Womit ist die Frau anders? Rabba erwiderte: Die Frau und die ihr gleichen11Die selbstständig handeln können..", "Der Meister sagte: Ausgenommen bei der Frau, weil sie es ablehnen kann. Nur wenn sie es ablehnt, wenn sie aber nichts sagt, genügt sie der Pflicht mit dem [E͑rub] ihres Mannes, und im Anfangssatze lehrt er, daß dies nur mit ihrem Wissen erfolgen könne, doch wohl, wenn sie zustimmen!?", "Nein, ‘mit ihrem Wissen’ heißt, wenn sie schweigen; wenn sie nicht ausdrücklich ‘nein’ sagen.", "Es heißt ja aber, daß, wenn diese einen E͑rub gemacht haben und ihr Herr dies für sie ebenfalls getan hat, der des Herrn gültig sei; dies in dem Falle, wenn sie nichts gesagt haben, und er lehrt: ausgenommen bei der Frau, die ihrer Pflicht nicht genügt!?", "Raba erwiderte: Wenn man selber einen E͑rub macht, so gibt es ja keine größere Ablehnung als dies.", "ii WELCHES QUANTUM MUSS ER HABEN? DAS QUANTUM VON ZWEI MAHLZEITEN FÜR JEDEN. MAHLZEITEN FÜR DEN ALLTAG UND NICHT FÜR DEN ŠABBATHSO R.MEÍR; R.JEHUDA SAGT: FÜR DEN ŠABBATH UND NICHT FÜR DEN ALLTAG. BEIDE WOLLEN DAMIT ERLEICHTERN12Nach dem einen ist die Mahlzeit am Š. reichhaltiger, nach dem anderen ißt man weniger, da man dann 3 (bezw. 4) Mahlzeiten u. am Alltag nur 2 Mahlzeiten abhält..", "R.JOḤANAN B. BEROQA SAGT, EIN PONDIONBROT BEI [EINEM PREISE VON] EINEM SELA͑ FÜR VIER SEA͑ [MEHL]. R.ŠIMO͑N SAGT: ZWEI [DRITT]TEILE EINES EIN DRITTEL KAB GROSSEN BROTES.", "DIE HÄLFTE [GILT ALS MASS] BEIM AUSSÄTZIGEN13Wenn jemand in einem aussätzigen Hause so lange verweilt, als man die Hälfte eines solchen Brotes aufessen kann, so sind seine Kleider unrein; cf. supra Fol. 4a.HAUSE; DIE HÄLFTE DER HÄLFTE MACHT DEN KÖRPER UNTAUGLICH14Hat man ein solches Quantum unreiner Speisen gegessen, so darf man nichts Geheiligtes essen..", "GEMARA. Wieviel beträgt die Speise für zwei Mahlzeiten? R.Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Zwei Bauernbrote. R.Ada b.Ahaba erwiderte: Zwei Nehar-Papa-Brote.", "R.Joseph fragte R.Joseph, den Sohn Rabas: Wessen Ansicht ist dein Vater? – Er ist der Ansicht R.Meírs. – Auch ich bin der Ansicht R.Meírs, denn gegen R.Jehuda ist einzuwenden: man pflegt ja zu sagen: für Leckereien ist Platz da15Die Š.mahlzeit ist reichhaltiger, trotzdem man an diesem Tage 3mal ißt..", "R.JOḤANAN B.BEROQA SAGT. Es wird gelehrt: Ihre Ansichten stimmen annähernd überein. – Wieso stimmen sie überein, nach R.Joḥanan kommen ja vier Mahlzeiten auf einen Kab161 Sela͑ hat 48 Pondion (= Dupondion) u. 1 Seá hat 6 Kab; bei einem Preise von ¼ Sela͑ (12 Pondion) für die Seá hat das für 2 Mahlzeiten reichende Pondionbrot ½ Kab., während nach R.Šimo͑n neun Mahlzeiten auf einen Kab172 Teile (= ⅔) eines ⅓ Kab großen Brotes reichen nach ihm für 2 Mahlzeiten.kommen!?", "R.Ḥisda erwiderte: Ziehe ein Drittel [als Verdienst] des Krämers ab.", "Dann sind es ja nach dem einen neun und nach dem anderen18Nach RJ., der vom Ladenpreise spricht.sechs!?", "Nach einer anderen Erklärung: R.Ḥisdas, denn R.Ḥisda sagte, man ziehe die Hälfte [als Verdienst] des Krämers ab.", "Dann sind es ja nach dem einen neun und nach dem anderen18Nach RJ., der vom Ladenpreise spricht.acht!? – Deshalb sagt er ja auch, ihre Ansichten stimmen annähernd überein.", "R.Ḥisda befindet sich ja mit sich selbst in Widerspruch!? – Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn der Hausherr Holz gibt, das andere, wenn der Hausherr kein Holz gibt.", "DIE HÄLFTE [GILT ALS MASS] BEIM AUSSÄTZIGEN HAUSE; DIE HÄLFTE DERHÄLFTE MACHT DEN KÖRPER UNTAUGLICH." ], [ "Es wird gelehrt: Die Hälfte der Hälfte der Hälfte [gilt als Maß] bei der Verunreinigung von Speisen. – Weshalb lehrt es unser Tanna nicht von der Verunreinigung von Speisen? – Weil ihre Maße nicht übereinstimmen19Es ist nicht genau die Hälfte..", "Es wird nämlich gelehrt: Welches Quantum hat die Hälfte eines Peras? Etwas weniger als zwei Eier – so R.Jehuda; R.Jose sagt, reichlich zwei Eier. Rabbi berechnete: zwei Eier und etwas darüber. Wieviel beträgt das etwas? Ein Zwanzigstel Ei.", "Bezüglich der Unreinheit von Speisen wird aber gelehrt: R.Nathan und R.Dosa sagen, unter Ei, von dem sie da sprechen, ist eines mit der Schale zu verstehen; die Weisen sagen, eines ohne Schale20Auf jeden Fall stimmt dies mit dem Quantum eines halben Peras weder nach R.Jehuda noch nach R.Jose überein..", "Raphram b. Papa sagte im Namen R.Ḥisdas: Dies ist die Ansicht R.Jehudas und R.Joses, die Weisen aber sagen, reichlich anderthalb Eier. – Mit Weisen ist ja R.Joḥanan b.Beroqa gemeint,", "somit ist dies ja selbstverständlich21½ Kab hat 12 Eier, u. da nach R.Ḥisda die Hälfte als Verdienst des Krämers abzuziehen ist, so hat das Pondionbrot 6 Eier.!? – Er lehrt uns, daß sie reichlich sein müssen.", "Als R.Dimi kam, erzählte er: Bonius sandte einst Rabbi einen Scheffel22Modius, hier mit Seá identisch.Artischoken23In den Ausgaben verstümmelt u. von Raschi als ‘Name der Seá’ erklärt. Weiter wird zwar von einer Teighebe gesprochen, was aber durchaus nicht beweist, daß es sich in diesem Falle um Getreide handelte.aus Naúsa, und Rabbi schätzte ihn auf zweihundertsiebzehn Eier Inhalt.", "Was für eine Seá war diese: wenn eine solche, wie sie in der Wüste gebräuchlich war, so faßt sie ja hundertvierundvierzig [Eier],", "wenn eine jerušalemische, so faßt sie ja hundertdreiundsiebzig [Eier],", "und wenn eine sepphoritische, so faßt sie ja zweihundertundsieben [Eier]!?", "Tatsächlich eine sepphoritische, nur ist dazu noch die Teighebe hinzuzufügen.", "Die Teighebe beträgt ja neun24So nach den Tosaphoth (die Ausgaben haben: acht); die Teighebe beträgt ein Vierundzwanzigstel, demnach hat die Seá ohne Teighebe 207 u. mit dieser 216 Eier. [Eier], somit sollte es ja weniger sein!?", "Vielmehr, man füge noch die nach Rabbi hinzukommenden Überschüsse25Nach R. hat die Hälfte eines Peras 2 Eier u. etwas darüber.hinzu.", "Demnach sollten es mehr sein!? – Da diese kein ganzes Ei betragen, so nimmt er es nicht genau.", "Die Rabbanan lehrten: Die jerušalemische Seá ist um ein Sechstel größer als die der Wüste, die sepphoritische ist um ein Sechstel größer als die jerušalemische, mithin ist die sepphoritische um ein Drittel größer als die der Wüste.", "Ein Drittel welcher: wollte man sagen, ein Drittel der der Wüste, so beträgt ja das Drittel achtundvierzig, während das Mehr dreiundsechzig beträgt!?", "Wenn ein Drittel der jerušalemischen, so beträgt ja das Drittel achtundfünfzig abzüglich eines Drittels, während das Mehr dreiundsechzig beträgt!? Wenn [ein Drittel] der sepphoritischen, so beträgt ja das Drittel neunundsechzig, während das Mehr dreiundsechzig beträgt!?", "Vielmehr, erklärte R.Jirmeja, meint er es wie folgt: mithin ist die sepphoritische Seá um nahezu ein Drittel derselben größer als die der Wüste; dieses Drittel hat nahezu die Hälfte der der Wüste.", "Rabina wandte ein: Heißt es denn ‘nahezu’!? Vielmehr, erklärte Rabina, meint er es wie folgt: mithin ist ein Drittel der sepphoritischen einschließlich der Überschüsse Rabbis um ein Drittel Ei größer als die Hälfte [der Seá] der Wüste26Die Seá Rabbis hatte 217 Eier, von der ein Drittel 72⅓ beträgt, während ½ Seá der Wüste 72 Eier hat..", "Die Rabbanan lehrten:27Num. 15,20.Das Erste eueres Teigs," ], [ "im Quantum eueres Teigs. Wieviel ist dieses? Wie der Teig in der Wüste. Welches Quantum hat der Teig der Wüste?", "Wie es heißt:28Ex. 16,36.ein O͑mer ist ein Zehntel des Epha. Hieraus folgerten sie sieben Viertellog Mehl und etwas darüber sei zur Teighebe pflichtig. Diese sind gleich sechs jerušalemischen und fünf sepphoritischen.", "Hieraus folgerten sie: wer dieses Quantum ißt, ist gesund und gesegnet, wer mehr, ist ein Fresser, wer weniger, ist darmkrank.", "iii WENN DIE BEWOHNER DES HOFES UND DIE BEWOHNER DER GALERIE29Der oberen Stockwerke, die eine gemeinsame Treppe zum Hofe hat. VERGESSEN UND KEINEN [GEMEINSAMEN] E͑RUB GEMACHT HABEN, SO GEHÖRT ALLES, WAS30Innerhalb 10 Hb.n von der Galerie.ZEHN HANDBREITEN HOCH IST, ZUR GALERIE, UND WAS NIEDRIGER IST, ZUM HOFE.", "DER SCHUTTWALL EINER GRUBE ODER EIN FELSEN GEHÖRT, WENN ER ZEHN HANDBREITEN HOCH IST, ZUR GALERIE, WENN NIEDRIGER, ZUM HOFE.", "DIES GILT NUR VON DEM, WAS NAHE IST, WAS ABER ENTFERNT IST, GEHÖRT AUCH ZEHN HANDBREITEN HOCH ZUM HOFE. WAS HEISST NAHE? WENN KEINE VIER HANDBREITEN ENTFERNT.", "GEMARA. Selbstverständlich ist es, daß, wenn [der Verkehr]31Zwischen 2 Höfen, die durch einen Raum getrennt u. nicht durch einen E͑. verbunden sind.mit diesem durch eine Tür und mit jenem durch eine Tür möglich ist, dies dem Falle von einem Fenster zwischen zwei Höfen32Cf. supra Fol. 76a.gleiche,", "wenn mit diesem durch Werfen33Wenn die Sache 10 Hb.n hoch geworfen werden muß.und mit jenem durch Werfen, dies dem Falle von einer Wand zwischen zwei Höfen34Cf. supra Fol. 76b.gleiche, wenn mit diesem durch Hinableiten35In eine Tiefe von 10 Hb.n; unter ‘Werfen’ und ‘Hinableilen’ ist das Hantieren von unten nach oben, bezw. von oben nach unten zu verstehen.und mit jenem durch Hinableiten dies dem Falle von einem Graben zwischen zwei Höfen36Cf. supra Fol. 78b.gleiche,", "wenn mit diesem durch eine Tür und mit jenem durch Werfen, dies [der Lehre] des Rabba b.R.Hona im Namen R.Naḥmans37Cf. supra Fol. 77a.gleiche, und wenn mit diesem durch eine Tür und mit jenem durch Hinableiten, dies [der Lehre] des R.Šezbi im Namen R.Naḥmans38Cf. supra Fol. 77a.gleiche;", "wie ist es aber, wenn mit diesem durch Hinableiten und mit jenem durch Werfen?", "Rabh sagte, er sei beiden verboten; Šemuél sagte, [der Raum] gehöre zu dem [Hofe], mit dem es durch Hinableiten möglich ist, weil die Benutzung für diesen bequemer und für jenen beschwerlicher ist, und was für den einen bequemer und für den anderen beschwerlicher zu benutzen ist, gehört zu dem, für den die Benutzung bequemer ist.", "Wir haben gelernt: Wenn die Bewohner des Hofes und die Bewohner der Galerie vergessen und keinen [gemeinsamen] E͑rub gemacht haben, so gehört alles, was zehn Handbreiten hoch ist, zur Galerie, und was niedriger ist, zum Hofe.", "Er glaubte, unter" ], [ "‘Bewohner der Galerie’ seien die Bewohner des Söllers zu verstehen, und er nenne sie deshalb ‘Bewohner der Galerie’, weil sie über die Galerie hinaufsteigen. Hieraus, daß das, womit der eine durch Hinableiten und der andere durch Werfen [verkehrt], zu dem gehöre, mit dem es durch Hinableiten erfolgt!?", "Wie R.Hona erklärt hat, darunter seien die Bewohner der Galerie zu verstehen, ebenso sind auch hierbei die Bewohner der Galerie zu verstehen.", "Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: und was niedriger ist, zum Hofe. Weshalb denn, dies [gleicht ja dem Falle], wenn mit diesem durch eine Tür und mit jenem durch eine Tür!?", "Unter ‘zum Hofe’ ist zu verstehen: auch zum Hofe, und zwar ist beiden39Weil sie sie einander verboten machen.[der Verkehr] verboten.", "Dies ist auch einleuchtend, denn im Schlußsatze lehrt er: Dies nur von dem, was nahe ist, was aber entfernt ist, gehört auch zehn Handbreiten hoch zum Hofe. Was heißt ‘zum Hofe’: wollte man sagen, zum Hofe und erlaubt40Zum Verkehr mit diesem., – weshalb denn, das Gebiet gehört ja beiden!?", "Vielmehr, ‘zum Hofe’: auch zum Hofe, und mit beiden verboten39Weil sie sie einander verboten machen.. Ebenso heißt ‘zum Hofe’ auch hierbei: auch zum Hofe, und mit beiden verboten. Schließe hieraus.", "Wir haben gelernt: Der Schuttwall einer Grube oder ein Felsen gehört, wenn er zehn Handbreiten hoch ist, zur Galerie41Nach der ersten Auffassung: zu den Söllern., wenn niedriger, zum Hofe!? R.Hona erwiderte: Zu den Bewohnern der Galerie.", "Einleuchtend ist dies vom Felsen, wie ist es aber bezüglich der Grube42Der Inhalt der Grube od. das Wasser liegt ja tiefer als das Niveau des Bodens und ist für die Bewohner der Galerie nur durch Hinableiten zu erreichen, nach der Ansicht Šemuéls.zu erklären!?", "R.Jiçḥaq, Sohn des R.Jehuda, erwiderte: Hier handelt es sich um einen Brunnen voll Wasser. – [Beim Schöpfen] wird es ja vermindert!?", "Da es erlaubt ist, wenn er voll ist, so ist es erlaubt, auch wenn er nicht voll ist. – Im Gegenteil: da es verboten ist, wenn er nicht voll ist, so sollte es verboten sein, auch wenn er voll ist!?", "Vielmehr, erklärte Abajje, hier handelt es sich um eine Grube voll Früchte. – Es werden ja welche fortgenommen!?", "Wenn sie unverzehntet sind.", "Dies ist auch zu beweisen: er lehrt von dieser, wie vom Felsen43Der nicht vermindert wird.. Schließe hieraus.", "Wozu lehrt er es demnach sowohl von einer Grube als auch von einem Felsen!? – Dies ist nötig. Würde er nur vom Felsen gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil bei diesem nichts zu berücksichtigen ist, bei einer Grube aber ist zu berücksichtigen, sie könnte zuweilen mit verzehnteten Früchten gefüllt sein. Daher ist beides44Vom Felsen muß dies gelehrt werden, damit man wisse, daß es sich um eine gleich diesem nicht zu reduzierende Grube handle.nötig.", "Komm und höre: Wenn die Bewohner des Hofes und die Bewohner des Söllers vergessen und keinen [gemeinsamen] E͑rub bereitet haben, so benutzen die Bewohner des Hofes die unteren zehn [Handbreiten] und die Bewohner des Söllers die oberen45Vom Söller aus nach unten gemessen.zehn. Zum Beispiel. Wenn ein Vorsprung aus einer Wand unterhalb zehn [Handbreiten] hervorragt, so gehört er zum Hofe, wenn oberhalb45Vom Söller aus nach unten gemessen.zehn, so gehört er zum Söller.", "Was dazwischen, ist also [für beide] verboten!?", "R.Naḥman erwiderte: Hier handelt es sich um eine neunzehn [Handbreiten hohe] Wand; wenn der Vorsprung unterhalb zehn hervorragt, so ist es ebenso, als würde [der Verkehr] mit jenem durch eine Tür und mit diesem durch Hinableiten, wenn oberhalb zehn, als würde er mit diesem durch eine Tür und mit jenem durch Werfen erfolgen." ], [ "Komm und höre: Desgleichen ist es, wenn es zwei Altane sind, einer über dem anderen, und man es46Das Loch umzäunt, durch welches Wasser aus dem darunter befindlichen See geschöpft wird; ausführl. weiter Fol. 87b.am oberen und nicht am unteren gemacht hat, beiden verboten, es sei denn, sie haben einen E͑rub gemacht!?", "R.Ada b.Ahaba erwiderte: Wenn die unteren nach oben schöpfen kommen47Der Verkehr erfolgt bei beiden durch Hinableiten..", "Abajje erwiderte: Wenn beide sich innerhalb derselben zehn [Handbreiten]48Dh. keine 10 Hb.n von einander entfernt sind.befinden, und er lehrt [diesen Fall], und dies gilt selbstverständlich [von einem anderen Falle]: selbstverständlich ist es ihnen verboten, wenn sie es am unteren und nicht am oberen gemacht haben, denn sie machen einander verboten, weil sie sich innerhalb derselben zehn [Handbreiten] befinden, aber er lehrt uns,", "daß dies auch von dem Falle gilt, wenn sie es am oberen und nicht am unteren gemacht haben, obgleich man sagen könnte, [das Wasser] gehöre, da es von dem einen bequem und vom anderen unbequem erreicht werden kann, zu dem, von dem es bequem erreicht werden kann, denn sie befinden sich innerhalb derselben zehn [Handbreiten] und machen es einander verboten.", "So lehrte auch R.Naḥman im Namen Šemuéls: Wenn sich ein Dach nahe der öffentlichen Straße befindet, so ist eine feste Leiter erforderlich, um [den Verkehr] mit diesem erlaubt zu machen. Nur eine feste Leiter, nicht aber eine provisorische. Wohl deshalb, weil sie, da sie sich49Dies gilt von dem Falle, wenn der Balkon, wo sich die Leiter befindet, keine 10 Hb.n vom Boden entfernt ist, u. obgleich dieser von der Straße aus nicht benutzt werden darf, ist es verboten.innerhalb derselben zehn [Handbreiten] befinden, es einander verboten machen.", "R.Papa wandte ein: Vielleicht in dem Falle, wenn die Leute da Kopfbedeckung und Sudarium ablegen50Wofür er auch bei 10 Hb.n verwendbar ist, somit steht er mit der Straße in Verbindung..", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls:" ], [ "Wenn ein Brunnen sich zwischen zwei Höfen befindet und von der einen Wand vier [Handbreiten] entfernt ist und von der anderen Wand vier entfernt ist, so darf der eine einen Vorsprung [aus der Wand] hervorragen lassen und [aus dem Brunnen] schöpfen und der andere einen Vorsprung hervorragen lassen und schöpfen. Als eigene Ansicht sagte R.Jehuda, auch ein Stück Rohr genüge.", "Abajje sprach zu R.Joseph: Die Lehre R.Jehudas ist von Šemuél, denn Rabh51RJ. war ein Schüler R.s u. Š.s; von einem dieser beiden wird er es wohl gehört haben.sagte ja, niemand könne einem anderen etwas durch die Luft verboten machen52Der Brunnen befindet sich innerhalb 4 Hb.n, u. man braucht überhaupt keine Vorrichtung, um aus diesem schöpfen zu dürfen..", "Aus welcher Lehre Šemuéls [sollte er dies entnommen haben]: wollte man sagen, aus dem, was R.Naḥman im Namen Šemuéls gesagt hat, daß, wenn ein Dach sich nahe einer öffentlichen Straße befindet, eine feste Leiter nötig sei, um den Verkehr mit diesem erlaubt zu machen, so kann es ja nach R.Papa erklärt53Wenn die Vorübergehenden es tatsächlich benutzen; cf. Anm. 50.werden!?", "Vielmehr, hieraus: so darf der eine einen Vorsprung [aus der Wand] hervorragen lassen und [aus dem Brunnen] schöpfen und der andere einen Vorsprung hervorragen lassen und schöpfen. Nur wenn er einen solchen hervorragen läßt, wenn aber nicht, sagen wir, man könne einem anderen durch die Luft etwas verboten machen.", "Aus welcher Lehre Rabhs [ist dies zu entnehmen]: wollte man sagen, hieraus: Wenn es zwei Altane sind, einer über dem anderen, und man dies46Das Loch umzäunt, durch welches Wasser aus dem darunter befindlichen See geschöpft wird; ausführl. weiter Fol. 87b.nur am oberen und nicht am unteren gemacht hat, so ist [das Schöpfen] beiden verboten, es sei denn, sie haben [gemeinsam] einen E͑rub gemacht.", "Hierzu sagte R.Hona im Namen Rabhs: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn sie nahe [übereinander] liegen, wenn aber vier [Handbreiten von einander] entfernt, so ist es vom oberen aus erlaubt und vom unteren aus verboten.", "Aber vielleicht ist es hierbei anders; da [der Verkehr] diesem durch Werfen und durch Hinableiten, jenem aber nur durch Hinableiten möglich ist, so ist es ebenso, als wenn jenem durch Werfen und diesem durch eine Tür54In unserem Falle vom Brunnen dagegen gleichen sie einander..", "Vielmehr, aus dem, was R.Naḥman im Namen des Rabba b.Abuha im Namen Rabhs gesagt hat: Wenn zwischen zwei Häusern drei Ruinen sich befinden, so darf [der Bewohner des] einen die in seiner Nähe befindliche durch Werfen benutzen und der des anderen die in seiner Nähe befindliche durch Werfen benutzen," ], [ "und die mittelste ist verboten.", "R.Beruna saß und trug diese Lehre vor, da sprach R.Elea͑zar zu ihm: Jünger des Lehrhauses, sagte Rabh dies? Dieser erwiderte: Freilich. – So zeige mir seine Wohnung. Dieser zeigte sie ihm. Hierauf kam er zu Rabh und sprach zu ihm: Sagte der Meister dies? Dieser erwiderte: Jawohl.", "Jener sprach: Der Meister selbst sagte ja aber, daß, wenn mit dem einen durch Hinableiten und mit dem anderen durch Werfen, es beiden verboten55Nur eine Tür kann den Verkehr verbinden; beiden sollte der Verkehr mit den Ruinen verboten sein, da sie, von welchem Falle es hier handelt, mit keinem durch eine Tür verbunden sind.sei!?", "Dieser erwiderte: Du glaubst wohl, [dies gelte von dem Falle,] wenn sie in einer Reihe stehen; nein, wenn sie im Dreieck56Die Ruinen sind von einander getrennt, während der Verkehr mit der mittelsten beiden verboten ist.stehen.", "R.Papa sprach zu Raba: Es wäre anzunehmen, daß Šemuél nichts von dem hält, was R.Dimi gesagt hat. Als R.Dimi kam, sagte er nämlich im Namen R.Joḥanans: Auf einem Raume von weniger als vier zu vier [Handbreiten ]57Zwischen öffentlichem u. Privatgebiete.dürfen sowohl die Leute auf dem öffentlichen Gebiete ab auch die Leute auf dem Privatgebiete ihre Last schultern, jedoch nicht tauschen.", "Da handelt es sich um Gebiete der Tora58Cf. supra Fol. 77a, Anm. 12., hier aber um rabbanitische Gebiete, und die Rabbanan haben für ihre Worte eine größere Festigung getroffen, als für die der Tora.", "Rabina sprach zu Raba: Kann Rabh dies59Daß man durch die Luft für einen andern nicht verboten machen könne.denn gesagt haben, es wurde ja gelehrt: [Wenn jemand] zwei Häuser auf beiden Seiten des öffentlichen Gebietes hat, so darf er, wie Rabba b. R.Hona im Namen Rabhs sagt, nichts aus einem in das andere60Obgleich der Gegenstand in der Luft, oberhalb 10 Hb.n, die nicht mehr zum öffentlichen Gebiete gehört, bewegt wird.werfen, und wie Šemuél sagt, wohl aus einem in das andere werfen!?", "Dieser erwiderte: Wir haben es ja erklärt, wenn das eine höher und das andere niedriger ist, weil [der Gegenstand] fortrollen und man ihn zu holen verleitet werden könnte.", "iv WENN JEMAND SEINEN ÉRUB IN EINEM TORHÄUSCHEN, IN EINER VERANDA ODER IN EINER GALERIE NIEDERLEGT, SO IST ER KEINRUB; WOHNT DA JEMAND, SO MACHT ER NICHT61Den Verkehr im Hofe.VERBOTEN.", "WENN IN EINEM STROHSCIIUPPEN, IN EINEM RINDERSTALL, IN EINEM HOLZSTALL ODER IN EINEM SPEICHER, SO IST DERRUB GÜLTIG; WOHNT DA JEMAND, SO MACHT ER VERBOTEN. R. JEHUDA SAGT, WENN DER HAUSHERR DA ZÜTRITT62Wörtl. Handfassung; ähnl. deutsch: Fuß fassen.HAT, MACHE [DER BEWOHNER] NICHT VERBOTEN.", "GEMARA. R.Jehuda, Sohn des R.Šemuél b.Šilath, sagte: Wenn man seinen E͑rub auf eine Stelle niederlegt, von der [die Weisen] gesagt haben, daß, wenn jemand da wohnt, er verboten mache, so ist er kein E͑rub, ausgenommen das einem einzelnen gehörende Torhäuschen. Auf eine Stelle, von der die Weisen gesagt haben, man dürfe da keinen E͑rub niederlegen, darf man den [E͑rub zur] Verbindung63Für die Durchgangsgasse; cf. supra Fol. 67b, Anm. 121.niederlegen, ausgenommen der Luftraum der Durchgangsgasse.", "Was lehrt er uns da, wir haben ja gelernt, daß, wenn jemand seinen E͑rub in einem Torhäuschen, in einer Veranda oder in einer Galerie niederlegt, er kein E͑rub sei; nur kein E͑rub, wohl aber zur Verbindung!?", "Dies ist wegen des einem einzelnen gehörenden Torhäuschens und wegen des Luftraumes einer Durchgangsgasse nötig, von denen nichts gelehrt wird. Desgleichen wird gelehrt: Wenn jemand den E͑rub in einem Torhäuschen, in einer Veranda, in einer Galerie, in einem Hofe oder in einer Durchgangsgasse niederlegt, so ist er gültig. Wir haben ja aber gelernt, er sei kein E͑rub!? Vielmehr lese man: gültig als [E͑rub zur] Verbindung.", "Er ist ja in der Durchgangsgasse nicht verwahrt!? – Sage: in einem Hofe der Durchgangsgasse.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Wenn eine Gesellschaft bei Tisch sitzt und die Heiligkeit des Tages eintritt, so können sie das Brot auf dem Tische als E͑rub bestimmen. Manche sagen, als Verbindung.", "Rabba sagte: Sie streiten nicht; das eine, wenn sie in der Wohnung speisen, und das andere, wenn sie im Hofe speisen.", "Abajje sprach zu Rabba: Es gibt eine Lehre als Stütze für dich: Der E͑rub zur Vereinigung des Hofes wird im Hofe und zur Verbindung für die Durchgangsgasse wird in der Durchgangsgasse [niedergelegt]. Dagegen wandten wir ein: Wieso der Hof-E͑rub im Hofe, wir haben ja gelernt, daß, wenn man den E͑rub in einem Torhäuschen, in einer Veranda oder in einer Galerie niederlegt, er kein E͑rub sei!? Vielmehr lese man: der E͑rub zur Vereinigung des Hofes in einem Hause des Hofes und zur Verbindung für die Durchgangsgasse in einem Hofe der Durchgangsgasse.", "R.JEHUDA SAGT, WENN [DER HAUSHERR] DA ZUTRITT HAT &C. Was heißt Zutritt? – Wie zum Beispiel bei den Höfen des Bonius64Der sehr vermögend war u. in allen seinen fremden Personen zur Verfügung gestellten Häusern Wertgegenstände liegen hatte.b. Bonius.", "Einst kam er zu Rabbi, und dieser sprach: Macht Platz für den Mann von hundert Minen. Darauf kam ein anderer, und er sprach:" ], [ "Macht Platz für den Mann von zweihundert Mienen. Da sprach R.Jišma͑él b. R.Jose zu ihm: Meister, der Vater von jenem besitzt tausend Schiffe auf dem Meere und ebenso tausend Städte auf dem Festlande. Dieser erwiderte: Wenn du zu seinem Vater kommst, sage ihm, daß er ihn zu mir nicht in solchen Kleidern schicke.", "Rabbi ehrte die Reichen, ebenso ehrte R.A͑qiba die Reichen. Dies nach einem Vortrage des Raba b.Mari:65Ps. 61,8.Möge er immerdar vor dem Angesichte Gottes sitzen, bestelle Gnade und Treue, ihn zu behüten; in welchem Falle wird er immerdar vor dem Angesichte Gottes sitzen? Wenn Gnade und Wahrheit ihn behüten66Der Reiche ist imstande, Gnade u. Wohltat auszuüben..", "Rabba b.Bar Ḥana erklärte: Beispielsweise ein Pflugpflock67Gewährt dem Hauseigentümer Zutritt..", "R.Naḥman sagte: In der Schule Šemuéls wurde gelehrt: Ist es ein Gegenstand, den man am Šabbath fortnehmen darf,", "so macht er ihn68Der Bewohner den Hof, weil er den Gegenstand entfernen kann.verboten; ist es ein Gegenstand, den man am Šabbath nicht fortnehmen darf, so macht er ihn nicht verboten. Ebenso wird gelehrt: Hat [der Hausherr] da unverzehntete Früchte liegen, hat er da Metallklumpen oder andere Sachen liegen, die man am Šabbath nicht fortnehmen darf, so macht er ihn nicht verboten69Cf. Anm. 68, mut. mut..", "v WENN JEMAND SEIN HAUS VERLÄSST UND DEN ŠABBATH IN EINER ANDEREN STADT VERBRINGEN GEHT, OB EIN NICHTJUDE ODER EIN JISRAÉLIT, SO MACHT ER [DEN HOF] VERBOTEN – SO R.MEÍR; R.JEHUDA SAGT, ER MACHE IHN NICHT VERBOTEN;", "R.JOSE SAGT, EIN NICHTJUDE MACHE IHN VERBOTEN, EIN JISRAÉLIT MACHE IHN NICHT VERBOTEN, WEIL EIN JISRAÉLIT NICHT AM ŠABBATH HEIMZUKEHREN PFLEGT.", "R.ŠIMO͑N SAGT, SELBST AVER SEIN HAUS VERLASSEN HAT UND DEN ŠABBATH BEI SEINER TOCHTER IN DERSELBEN STADT VERBRINGEN GEHT, MACHE IHN NICHT VERBOTEN, WEIL ER ES SICH BEREITS AUS DEM SINN GESCHLAGEN HAT.", "GEMARA. Rabh sagte: Die Halakha ist wie R.Šimo͑n. Dies gilt nur von einer Tochter, nicht aber von einem Sohne, denn die Leute sagen: Bellt dich ein Hund an, geh hinein, bellt dich eine Hündin an, geh hinaus70Der zankende Schwiegersohn, bezw. die zankende Schwiegertochter..", "vi AUS EINEM BRÜNNEN ZWISCHEN ZWEI HÖFEN DARF MAN AM ŠABBATH NICHT SCHÖPFEN, ES SEI DENN, SIE HABEN IN DER MITTE EINE ZEHN HANDBREITEN HOHE SCHEIDEWAND GEMACHT, OB UNTEN ODER AM RANDE.", "R.ŠIMO͑N B. GAMLIÉL SAGTE: DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, UNTEN, DIE SCHULE HILLELS SAGT, OBEN. R.JEHUDA SPRACH: DIE SCHEIDEWAND KANN JA NICHT MEHR SEIN ALS DIE WAND ZWISCHEN IHNEN71Den beiden Höfen..", "GEMARA. R.Hona erklärte: Unten72Bezieht sich auf den Streit zwischen Š. u. H.heißt wirklich unten, oben72Bezieht sich auf den Streit zwischen Š. u. H. heißt wirklich oben; beides gilt vom Brunnen[becken], R.Jehuda erklärte: Unten heißt unterhalb des Wassers, oben heißt oberhalb des Wassers.", "Rabba b. R.Ḥanan sprach zu Abajje: R.Jehuda erklärt, unten heiße unterhalb des Wassers73Am Brunnenboden., nicht wirklich unten [am Brunnenbecken], wohl deshalb, weil das Wasser sich vermischt; aber wenn unterhalb des Wassers vermischt es sich ja74Wenn das Wasser höher ist als die Scheidewand.ebenfalls!?", "Dieser erwiderte: Du hast das nicht gehört, was R.Jehuda im Namen Rabhs, und wie manche hinneigen, im Namen R.Ḥijas, gesagt hat, daß nämlich die Spitzen der Stäbe eine Handbreite aus dem Wasser hervorragen müssen.", "Ferner: R.Jehuda erklärt, oben heiße oberhalb des Wassers, nicht wirklich oben [am Brunnenbecken], wohl deshalb, weil das Wasser sich vermischt; aber wenn oberhalb des Wassers vermischt es sich ja ebenfalls!? Dieser erwiderte: Du hast das nicht gehört, was Ja͑qob Qorḥa gesagt hat, daß nämlich die Spitzen der Stäbe eine Handbreite in das Wasser hineinragen müssen75Nach Š. ist eine vollständige Scheidewand erforderlich, nach H. nur oben eine Teilung..", "Wieso sagt nun R.Jehuda, ein vier [Handbreiten breiter] Balken bewirke Erlaubnis76Wenn ein Balken aus der Wand einer Ruine bis zur anderen hinüberragt, so darf man am Š. unter diesem umhertragen.bei einer Ruine, und desgleichen sagte R.Naḥman im Namen des Rabba b.Abuha," ], [ "ein vier [Handbreiten breiter] Balken bewirke Erlaubnis beim Wasser77Wenn er einen Brunnen zwischen zwei Höfen teilt.,", "der Eimer gelangt ja zur anderen Seite und holt [von dort]!? Dieser erwiderte: Den Rabbanan ist es bekannt, daß der Eimer nicht mehr als vier Handbreiten auslenke.", "Aber das Wasser vermischt sich ja unter dem Balken!? – Vielmehr, beim Wasser haben die Weisen erleichtert. So fragte R.Ṭabla den Rabh, ob die schwebende Wand eine Ruine zu erlaubtem Gebiete mache, und dieser erwiderte, die schwebende Wand sei nur beim Wasser zulässig, weil die Weisen beim Wasser erleichtert haben.", "R.JEHUDA SPRACH: DIE SCHEIDEWAND KANN JA NICHT MEHR SEIN &C. Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R.Joḥanans: R.Jehuda sagte dies nach der Ansicht R.Joses, welcher sagt, die schwebende Wand mache erlaubt sogar auf dem Festlande.", "Wir haben nämlich gelernt: Läßt man die Wände [der Festhütte] von oben nach unten herabhängen, so ist sie, wenn sie drei Handbreiten vom Boden abstehen, unbrauchbar; ragen sie von unten nach oben, so ist sie, wenn sie zehn Handbreiten hoch sind, brauchbar.", "R.Jose sagt, wie von unten nach oben zehn, ebenso [genügen] von oben nach unten zehn78Sie brauchen überhaupt nicht bis zur Erde zu reichen..", "Dies ist aber nichts; weder ist R.Jehuda der Ansicht R.Joses, noch ist R.Jose der Ansicht R.Jehudas.", "R.Jehuda ist nicht der Ansicht R.Joses, denn R.Jehuda sagt es nur vom Hof-E͑rub, der ein rabbanitisches Gebot ist, nicht aber von der Festhütte, die ein Gebot der Tora ist.", "R.Jose ist nicht der Ansicht R.Jehudas, denn R.Jose sagt es nur von der Festhütte, wobei es sich um ein auszuübendes Gebot handelt, nicht aber vom Šabbath, wobei es sich um ein mit der Steinigung belegtes Verbot handelt.", "Wenn du aber einwendest: durch wen geschah es denn bei jenem Ereignis in Sepphoris79Wo die schwebende Wand am Š. erlaubt wurde; RJ. war da Ortsgelehrter.? Da geschah es nicht durch R.Jose, sondern durch R.Jišma͑él b. Jose.", "Als nämlich R.Dimi kam, erzählte er: Einst vergaßen sie die Torarolle noch am Tage80Am Vorabend des Š.s.[ins Bethaus] zu bringen; da breiteten sie am folgenden Tage ein Laken über die Säulen81Um zwischen dem Hause, in dem die Torarolle sich befunden hatte, u. dem Bethause einen abgegrenzten Durchgang zu bilden.aus, holten die Torarolle und lasen aus ihr.", "‘Sie breiteten aus’; ist es denn von vornherein erlaubt, alle pflichten ja bei, daß man am Šabbath kein provisorisches Zelt machen dürfe!?", "Vielmehr, sie fanden auf den Säulen ausgebreitete Laken vor, da holten sie die Torarolle und lasen aus ihr.", "Rabba sagte: R.Jehuda und R.Ḥanina b. A͑qiba lehrten das gleiche. R. Jehuda lehrte das, was wir eben gesagt haben, und R.Ḥanina b. A͑qiba, wie wir gelernt haben: R.Ḥanina b.A͑qiba sagte: Wenn ein Altan [über dem Wasser] vier zu vier Ellen hat," ], [ "so darf man [in der Mitte] ein vier zu vier [Handbreiten großes Loch82Vier E.n haben 24 Hb.n, somit ist das Loch von einer als stehend gedachten Wand von 10 Hb.n umgeben.] bohren und [Wasser] schöpfen.", "Abajje sprach zu ihm: Vielleicht ist dem nicht so; R.Jehuda ist zwar der Ansicht, daß man die Wand [fiktiv] nach unten dehne, nicht aber, daß man sie biege83In unserem Falle hat das Loch ringsum keine Wände, sondern einen flachen Boden, der als stehende Wand gedacht werden muß.und dehne.", "Oder R.Ḥanina b. A͑qiba ist vielleicht dieser Ansicht nur beim See von Ṭiberias, weil er einen Damm hat und von Dörfern und Gehegen umgeben ist, nicht aber bei anderen Gewässern84Wie weiter folgt, galt die Erlaubnis RḤ.s nur für die Einwohner von Ṭiberias..", "Abajje sagte: Nach der Lehre des R.Ḥanina b. A͑qiba darf [der Altan], wenn er knapp drei Handbreiten von der Wand entfernt ist, vier Ellen lang und etwas über elf [Handbreiten] breit85Die Entfernung unter 3 Hb.n gilt nicht als Lücke, somit ist der Altan mit der Wand vereinigt; wenn man in der Mitte den Abstand in der Länge von 4 Hb.n um 1 Hb. erweitert, wird dadurch ein 4 Hb.n großes Loch mit einer 10 Hb.n hohen Umzäunung gebildet.sein.", "Ist er stehend [angebracht]; so darf er zehn Handbreiten hoch und sechs Handbreiten nebst zwei Überschüssen breit86Wenn er 4 Hb.n von der Wand entfernt ist u. eine Hb. nebst Überschuß an jeder Seite als nach der Wand gebogen gedacht wird, so wird dadurch ebenfalls ein 4 Hb.n großes Loch mit einer 10 Hb.n hohen Umzäunung gebildet.sein.", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagte: Befindet er sich in einem Winkel, so darf er zehn Handbreiten hoch und zwei Handbreiten nebst zwei Überschüssen breit87Wenn man ihn stehend stellt; cf. Anm. 86 mut. mut.sein.", "Es wird ja aber gelehrt: R.Ḥanina b.A͑qiba sagte, daß, wenn ein Altan [über dem Wasser] vier zu vier Ellen hat, man [in der. Mitte] ein Loch von vier zu vier [Handbreiten] bohre und [Wasser] schöpfe; in welchem Falle kann dies nun vorkommen!?", "Wenn er mörserartig88Sollte nicht אסיתא eine Nebenbedeutung haben, so ist der Vergleich etwas dunkel; gemeint ist, der Altan müsse ein flaches Gerüst bilden, das mit einer Wand in gar keiner Berührung steht.ist.", "vii AUS EINEM ÜBER DEN HOF SICH HINZIEHENDEN WASSERLAUF89Der im Privatgebiete als Neutralgebiet gilt.DARF MAN AM ŠABBATH NICHT SCHÖPFEN, ES SEI DENN, MAN HAT AN SEINEM ZUFLUSS UND AN SEINEM AUSFLUSS EINE ZEHN HANDBREITEN HOHE SCHEIDEWAND GEMACHT. (R.JEHUDA SAGT, DIE [HOF]WAND ÜBER DIESEN GELTE ALS SCHEIDEWAND.)", "R.JEHUDA ERZÄHLTE: BEIM WASSERLAUF ZU ABEL GESCHAH ES, DASS MAN AUF BESTIMMUNG DER WEISEN AUS DIESEM AM ŠABBATH SCHÖPFTE. JENE ERWIDERTEN: WEIL ER DAS MASS90Um als besonderes Gebiet zu gelten, 10 Hb.n tief u. 4 Hb.n breit.NICHT HATTE.", "GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Hat man [eine Scheidewand] am Zufluß und nicht am Ausfluß oder am Ausfluß und nicht am Zufluß gemacht, so darf man daraus am Šabbath nicht schöpfen; nur wenn man eine zehn Handbreiten hohe Scheidewand am Ausfluß und am Zufluß gemacht hat. R.Jehuda sagt, die [Hof] wand über diesen gelte als Scheidewand.", "R.Jehuda erzählte: Beim Wasserlauf zu Abel geschah es, daß man auf Bestimmung der Weisen aus diesem am Šabbath schöpfte.", "Jene erwiderten: Soll dies ein Beweis sein? Weil er weder zehn Handbreiten tief noch vier breit war.", "Ein Anderes lehrt: Wenn ein Wasserlauf sich den Fenstern entlang hinzieht, so darf man, wenn er weniger als drei [Handbreiten] hat, einen Eimer herunterlassen und schöpfen; hat er drei, so darf man keinen Eimer herunterlassen und schöpfen. R.Šimo͑n b. Gamliél sagt, hat er weniger als vier [Handbreiten], dürfe man einen Eimer herunterlassen und schöpfen; hat er vier, dürfe man keinen Eimer herunterlassen und schöpfen.", "Wovon wird hier gesprochen: wollte man sagen, vom Wasserlaufe seihst, so dürfte ja R.Dimi, der, als er kam, im Namen R.Joḥanans sagte, es gehe kein Neutralgebiet unter vier [Handbreiten],", "diese Lehre [auf Grund eines Streites] von Tannaím gesagt haben!?", "Vielmehr, von den Ufern, und zwar bezüglich des Umtausches91Dh. den Eimer ans Ufer hinstellen u. von da aus in den Wasserlauf herablassen; falls das Ufer 3 bezw. 4 Hb.n hat, gilt es als besonderes Gebiet, u. es ist verboten..", "Als R. Dimi kam, sagte er ja aber im Namen R.Joḥanans, auf einem Räume von weniger als vier zu vier [Handbreiten]92Zwischen öffentlichem u. Privatgebiet.dürfen sowohl die Leute auf dem Privatgebiete als auch die Leute auf dem öffentlichen Gebiete ihre Last schultern, jedoch nicht tauschen!?", "Da handelt es sich um Gebiete der Tora," ], [ "hier aber um rabbanitische Gebiete93Cf. supra Fol. 77a, Anm. 13..", "R.Joḥanan sagte es ja aber auch von rabbanitischen Gebieten!? Wir haben nämlich gelernt: Wenn zwischen zwei Höfen eine zehn Handbreiten hohe und vier breite Wand sich befindet, so müssen sie zwei und nicht [zusammen] einen E͑rub machen.", "Befinden sich auf dieser Früchte, so dürfen die einen von der einen Seite hinaufsteigen und essen und die anderen von der anderen Seite hinaufsteigen und essen.", "Wird die Wand94Zwischen 2 Höfen.bis zehn Ellen durchbrochen, so können sie nach Belieben entweder zwei oder [zusammen] einen E͑rub machen, weil dies als Tür gilt; wenn aber mehr, so machen sie [zusammen] einen E͑rub und nicht zwei.", "Hierzu fragten wir, wie es denn sei, wenn sie keine vier [Handbreiten] hat, und Rabh erwiderte, sie befinde sich im Lufträume zweier Gebiete, und man dürfe auf dieser nichts um ein Haar weit fortbewegen,", "und R. Joḥanan erwiderte, die einen dürfen von der einen Seite [Früchte] hinaufbringen und essen, und die anderen dürfen von der anderen Seite hinaufbringen und essen.", "R.Joḥanan vertritt hierbei seine Ansicht, denn als R.Dimi kam, sagte er im Namen R.Joḥanans, auf einem Räume von weniger als vier zu vier [ Handbreiten ]92Zwischen öffentlichem u. Privatgebiet.dürfen sowohl die Leute auf dem öffentlichen Gebiete als auch die Leute auf dem Privatgebiete ihre Last schultern, jedoch nicht tauschen95Im Falle von der Hand zwischen 2 Höfen, handelt es sich um 2 Privatgebiete, wobei die Translozierung nur rabbanitisch verboten ist..", "Diese Lehre96Wonach auch bei rabbanitischen Gebieten das Austauschen verboten ist.sagte Zee͑ri97Im Namen RJ.s, während RD. gegen ihn streitet.. — Gegen Zee͑ri ist ja aus jener Lehre98Vom Wasserlauf, aus der zu entnehmen ist, daß es auf rabbanit. Gebiete erlaubt ist.ein Einwand zu entnehmen!?", "Er bezieht es99Den Streit zwischen RŠ. u. den Weisen.auf das Wasser selbst. Nach R.Dimi aber streiten hierüber Tannaím.", "Sollte doch [der Wasserlauf] als Nische eines Neutralgebietes100Eine Nische in einer Wand auf öffentl. Gebiete gehört zum öffentl. Gebiete (cf. Sab. Fol. 7b); ebenso sollte auch der Wasserlauf, auch wenn er im Hofe die für ein besonderes Gebiet (Neutralgebiet) erforderliche Breite nicht hat, als solches gelten, da er sie außerhalb der Stadt hat.gelten!?", "Abajje b.Abin und R.Ḥanina b.Abin erklärten beide: Beim Neutralgebiete gibt es keine101Es ist kein nach der Tora geltendes Sondergebiet, u. die Vertiefung bezw. die Verlängerung gleicht nicht diesem selber.Nischen.", "R.Aši erklärte: Du kannst sogar sagen, beim Neutralgebiete gebe es Nischen, aber nur anschließend, hierbei102Beim Wasser laufe, der die erforderliche Breite erst in einer Entfernung hat.aber ist es entfernt.", "Rabina erklärte: Wenn man an den Enden Schützen103Die in der Mitte 3 bezw. 4 Hb.n durchbrochen sind; auf die Breite dieser Unterbrechung bezieht sich der obige Streit zwischen RŠ. u. den Rabbanan.gemacht hat.", "Die Rabbanan vertreten hierbei ihre Ansicht, und R.Šimo͑n b.Gamliél vertritt seine Ansicht104Bei welchem Abstande eine Verbindung erfolgt; cf. supra Fol. 9a..", "viii VON EINEM ALTAN ÜBER EINEM GEWÄSSER DARF MAN AM ŠABBATH NICHT SCHÖPFEN, ES SEI DENN, MAN HAT IHN105Oder das in diesem befindliche 4×4 Handbreiten große Loch.MIT EINER ZEHN HANDBREITEN HOHEN UMZÄUNUNG VERSEHEN, OB OBEN ODER UNTEN.", "DESGLEICHEN IST ES, WENN ES ZWEI ALTANE SIND, EINER ÜBER DEM ANDEREN, UND MAN ES AM OBEREN UND NICHT AM UNTEREN GEMACHT HAT, BEIDEN VERBOTEN, ES SEI DENN, SIE HABEN EINENRUB GEMACHT.", "GEMARA. Unsere Mišna vertritt also nicht die Ansicht des Ḥananja b.A͑qabja, denn es wird gelehrt: Ḥananja b.A͑qabja sagte: Wenn ein Altan vier zu vier [Ellen] hat, so bohre man darin ein Loch106Eine Umzäunung ist nicht nötig, weil die Wandung des Loches fiktiv 10 Hb.n nach unten gezogen wird.von vier zu vier [Handbreiten] und schöpfe.", "R.Joḥanan erwiderte im Namen des R.Jose b.Zimra: R.Ḥananja b.A͑qabja erlaubte es nur beim See von Ṭiberias, weil er einen Damm hat und von Dörfern und Gehegen umgeben ist, nicht aber bei anderen Gewässern.", "Die Rabbanan lehrten: Dreierlei erlaubte R.Ḥananj a b.A͑qabja den Leuten von Ṭiberias: Wasser vom Altan aus am Šabbath zu schöpfen, [Früchte] im Strauche zu verwahren und sich mit einem Handtuche abzutrocknen.", "Am Šabbath Wasser vom Altan aus zu schöpfen, wie wir eben gesagt haben. Welches Bewenden hat es mit der Verwahrung [von Früchten] im Strauche? – Es wird gelehrt: Wenn jemand sich frühmorgens aufmacht, um Abfall107Von Getreide u. Früchten, zBs. Stroh, Stoppeln, Strauch udgl., um darin Früchte aufzubewahren.zu sammeln, so macht er, wenn er ihn [frühmorgens sammelt], damit der Tau haften108Damit er feucht bleibe. Früchte werden nur dann verunreinigungsfähig, wenn sie auf Wunsch des Eigentümers befeuchtet worden sind; cf .Lev. 11,38.bleibe, verunreinigungsfähig,", "wenn aber, um [am Tage] von seiner Arbeit nicht gestört zu werden, nicht verunreinigungsfällig." ], [ "Bei den Leuten von Ṭiberias geschieht es gewöhnlich, um von der Arbeit nicht gestört zu werden.", "Welches Bewenden hat es mit dem Abtrocknen mit einem Handtuche? – Es wird gelehrt: Man darf sich [am Šabbath] mit einem Handtuche abtrocknen und es aufs Fenster legen, nur darf man es nicht den Badedienern geben, weil sie im Verdachte stehen, [es auszudrücken]; R.Šimo͑n sagt, man dürfe es auch in der Hand nach Hause bringen.", "Rabba b. R.Hona sagte: Dies lehrten sie nur vom Schöpfen, das Fortgießen109Durch das im Altan befindliche Loch, weil das Wasser vom Strome fortgetragen wird.ist jedoch verboten.", "R.Šezbi wandte ein: Womit ist es hierbei anders als bei der [Abfluß]grube110In die man Wasser gießen darf, obgleich es fortgetragen wird.!?", "Da sickert [das Wasser in die Erde] ein, hierbei aber nicht.", "Manche lesen: Rabba b.R.Hona sagte: Man glaube nicht, nur das Schöpfen sei erlaubt, nicht aber das Fortgießen, vielmehr ist auch das Fortgießen erlaubt. R.Šezbi sprach: Selbstverständlich, dies ist ja [ebenso wie bei] der [Abfluß] grube!? – Man könnte glauben, weil da [das Wasser] einsickert, hierbei aber nicht, so lehrt er uns.", "DESGLEICHEN IST ES, WENN ES ZWEI ALTANE SIND, EINER &C. R.Hona sagte im Namen Rabhs: Dies nur, wenn sie nebeneinander sind, wenn aber [in der Breite] von einander entfernt, so ist es von dem oberen aus erlaubt.", "Rabh vertritt hiermit seine Ansicht, denn Rabh sagte, niemand könne etwas einem anderen durch die Luft verboten machen111Cf. supra Fol. 85a, Anm. 52 mut. mut..", "Rabba sagte im Namen R.Ḥijas und R.Joseph im Namen R.Oša͑jas: Beim Šabbathgebiete hat [das Gesetz vom] Raube112Die geraubte Sache geht in den Besitz des Räubers über; auch die Benutzung einer fremden Ruine am Š. ist Raub.Geltung, und die [benutzte] Ruine kehrt zum Eigentümer zurück.", "Dies widerspricht sich ja selbst: du sagst, beim Šabbathgebiete habe [das Gesetz vom] Raube Geltung, wonach [der Besitzer die Ruine] erwirbt, dann aber: die Ruine kehrt zum Eigentümer zurück, wonach er sie nicht erwirbt!?", "Er meint es wie folgt: beim Šabbathgebiete hat [das Gesetz vom] Raube Geltung, insofern als die Ruine zum Eigentümer zurückkehrt.", "Rabba sprach: Gegen diese Lehre wandten wir ein: Desgleichen ist es, wenn es zwei Altane sind, einer über dem anderen &c. Weshalb ist es beiden verboten, wenn du sagst, beim Šabbathgebiet habe [das Gesetz vom] Raube Geltung113Durch die Umzäunung des oberen Altans gehört der ganze Raum unter diesem bis zum Wasser zu diesem; wenn durch den unteren das Schöpfen verboten wird, so wird von ihm das fremde, also geraubte Gebiet, wohl erworben.!?", "R.Šešeth erwiderte: In dem Falle, wenn sie die Umzäunung [des oberen] gemeinsam gemacht haben.", "Demnach114Wenn die unteren am oberen beteiligt sind. sollte es [verboten sein], auch wenn sie [eine Umzäunung] am unteren gemacht haben!?", "Wenn sie eine solche am unteren machen, so bekunden sie: ich will mit dir nichts gemein haben.", "ix IN EINEM HOFE, DER WENIGER ALS VIER ELLEN HAT, DARF MAN AM ŠABBATH KEIN WASSER AUSGIESSEN, ES SEI DENN, MAN HAT DARIN EINE [ABFLUSS]-GRUBE GEMACHT, DIE VOM GRUBENRAND BIS UNTEN ZWEI SEÁ FASST, \n", "OB INNERHALB ODER AUSSERHALB [DES HOFES]; NUR MUSS MAN SIE, WENN AUSSERHALB, BEDECKEN, INNERHALB BRAUCHT MAN SIE NICHT ZU BEDECKEN.", "x R.ELIE͑ZER B. JA͑QOB SAGTE: IE͑N EINER VIER ELLEN BEDECKTEN GOSSE AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE DARF MAN AM ŠABBATH WASSER AUSGIESSEN; DIE WEISEN SAGEN, SELBST WENN DAS DACH ODER DER HOF HUNDERT ELLEN GROSS IST, DÜRFE MAN NICHT [DIREKT] IN DIE GOSSE GIESSEN, VIELMEHR GIESSE MAN AUFS DACH, VON DEM DAS WASSER IN DIE GOSSE ABFLIESST.", "DER HOF UND DIE VERANDA WERDEN MITEINANDER ZU DEN VIER ELLEN VEREINIGT. xi DESGLEICHEN AUCH, WENN VON ZWEI EINANDER GEGENÜBERLIEGENDEN BAUWERKEN115Und der dazwischenliegende Hof keine 4 E.n groß ist.[DIE BEWOHNER] DES EINEN EINE [ABFLUSS]GRUBE GEMACHT HABEN UND DIE DES ANDEREN KEINE [ABFLUSS]GRUBE GEMACHT HABEN: DIE EINE [ABFLUSS]GRUBE GEMACHT HABEN, DÜRFEN ES, DIE KEINE GEMACHT HABEN, DÜRFEN ES NICHT116Das Wasser auf den Hof gießen..", "GEMARA. Aus welchem Grunde? Rabh erwiderte: Weil ein Mensch täglich zwei Seá Wasser zu verbrauchen pflegt." ], [ "Ist [der Hof] vier Ellen groß, so will man ihn sprengen, ist er kleiner, so will man es fortgießen; daher ist es, wenn man eine [Abfluß] grube gemacht hat, erlaubt, wenn aber nicht, verboten117Man will das Wasser nur fortgießen, und man kann veranlaßt werden, es direkt auf das öffentl. Gebiet zu gießen..", "R.Zera erklärte: Bei vier Ellen sickert [das Wasser in die Erde] ein, wenn weniger als vier Ellen, sickert es nicht ein.", "Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? Abajje erwiderte: Einen Unterschied gibt es zwischen ihnen, wenn er lang und schmal118Ein solcher wird nicht gesprengt.ist.", "Wir haben gelernt: Der Hof und die Veranda werden miteinander zu den vier Ellen vereinigt.", "Erklärlich ist dies nach R.Zera, gegen Rabh ist dies ja aber ein Einwand119Wenn meiner Ecke die Veranda sich befindet, ist der Hof nicht mehr 4eckig.!? R.Zera erklärte es nach Rabh: Wenn die Veranda über den ganzen Hof geht.", "Komm und höre: In einem Hofe, der keine vier zu vier Ellen hat, darf man am Šabbath kein Wasser ausgießen. Erklärlich ist dies nach Rabh, gegen R.Zera ist dies ja aber ein Einwand120Er muß demnach viereckig sein.!?", "R.Zera kann dir erwidern: dies nach den Rabbanan, während unsere Mišna die Ansicht des R.Elie͑zer b. Ja͑qob vertritt.", "Was veranlaßt R.Zera, unsere Mišna nach R.Elie͑zer b. Ja͑qob zu erklären!? Raba erwiderte: Unsere Mišna ist ihm auffallend; weshalb lehrt er: in einem Hofe, der weniger hat, er sollte doch lehren: in einem Hofe, der nicht vier zu vier Ellen hat!?", "Vielmehr ist hieraus zu entnehmen, daß sie die Ansicht des R.Elie͑zer b. Ja͑qob120Nach dem nicht die Form, sondern der Umfang maßgebend ist.vertritt. Schließe hieraus.", "Wenn aber der Schlußsatz die Ansicht des R.Elie͑zer b. Ja͑qob lehrt, so ist ja der Anfangssatz nicht nach R.Elie͑zer b. Ja͑qob!?", "Die ganze [Mišna] ist nach R.Elie͑zer b. Ja͑qob, nur ist sie lückenhaft und muß wie folgt lauten: In einem Hofe, der weniger als vier Ellen hat, darf man am Šabbath kein Wasser ausgießen; hat er aber vier Ellen, so darf man ausgießen, denn R.Elie͑zer b. Ja͑qob sagt, man dürfe in eine vier Ellen bedeckte Gosse auf öffentlichem Gebiete am Šabbath Wasser ausgießen.", "R.ELIE͑ZER B.JÂQOB SAGTE:IN EINER BEDECKTENGOSSE.", "Unsere Mišna vertritt also nicht die Ansicht Ḥananjas, denn es wird gelehrt: Ḥananja sagt, auch wenn das Dach hundert Ellen groß ist, dürfe man auf dieses nicht gießen, weil das Dach [das Wasser] nicht aufsaugt, sondern es abfließen läßt.", "Es wird gelehrt: Diese Worte gelten nur vom Sommer, in der Regenzeit aber darf man unbeschränkt [Wasser] ausgießen und es wiederholen. – Aus welchem Grunde? Raba erwiderte: Man hat dann nichts dagegen, wenn das Wasser auf der Stelle121Da der Hof ohnehin schmutzig ist.aufgesogen wird.", "Abajje sprach zu ihm: Auch beim Ausgußwasser122Das man in die Gosse gießt; das Gießen in diese ist verboten, auch wenn deren Boden groß genug ist, um das Wasser an Ort und Stelle aufzusaugen.hat man ja nichts dagegen, wenn es auf der Stelle aufgesogen wird, dennoch lehrt er, daß man es nicht [in die Gosse] gießen dürfe!?", "Dieser erwiderte: Was sollte da berücksichtigt werden: wenn etwa die Beschmutzung seines Hofes, so ist er ja dann ohnehin schmutzig, und wenn etwa, man würde sagen, aus seiner Rinne fließe Wasser, so fließen ja dann alle Rinnen.", "R.Naḥman sagte: In der Regenzeit darf man, wenn die [Abfluß]-grube zwei Seá faßt, zwei Seá, und wenn sie eine Seá faßt, eine Seá gießen; im Sommer darf man, wenn sie zwei Seá faßt, zwei Seá, und wenn sie eine Seá faßt, überhaupt nichts gießen.", "Sollte man doch auch im Sommer, wenn sie eine Seá faßt, eine Seá gießen dürfen!? – Es ist zu berücksichtigen, man könnte zwei Seá zu gießen verleitet werden. – Dies sollte ja auch in der Regenzeit berücksichtigt werden!?", "Was sollte dann berücksichtigt werden: wenn etwa die Beschmutzung [seinesHofes], so ist er ja dann ohnehin schmutzig, und wenn etwa, man würde sagen, aus seiner Rinne fließe Wasser, so fließen ja dann alle Rinnen.", "Abaj je sagte: Daher sogar auch ein Kor und zwei Kor.", "DESGLEICHEN AUCH, WENN VON ZWEI EINANDER GEGENÜBERLIEGENDEN BAUWERKEN. Raba sagte: Selbst wenn sie [zusammen] einen E͑rub gemacht haben.", "Abajje sprach (zu ihm): Aus welchem Grunde: wollte man sagen, weil [zwei] mehr Wasser verbrauchen, so wird ja gelehrt, man dürfe, ob in eine [Abfluß]grube, ein Brackgefäß, einen Teich oder ein Boot, selbst wenn sie am Vorabend des Šabbaths mit Wasser gefüllt worden sind, am Šabbath Wasser gießen!?", "Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: Raba sagte:" ], [ "Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn sie [zusammen] keinen E͑rub gemacht haben, haben sie aber einen E͑rub gemacht, so ist es ihnen erlaubt.", "Weshalb nicht, wenn sie keinen E͑rub gemacht haben? R.Aši erwiderte: Mit Rücksicht darauf, sie könnten verleitet werden, [das Wasser] in Gefäßen aus ihrer Wohnung [nach der Grube] zu bringen.", "", "i SÄMTLICHE DÄCHER DER STADT SIND EIN GEBIET, NUR DARF NICHT EIN DACH ZEHN [HANDBREITEN] HÖHER ODER ZEHN NIEDRIGER SEIN – SO R.MEíR; DIE WEISEN SAGEN, JEDES IST EIN GEBIET FÜR SICH.", "R. ŠIMO͑N SAGT, SOWOHL DÄCHER ALS AUCH HÖFE UND GEHEGE SEIEN EIN GEBIET HINSICHTLICH DER GERÄTE, DIE SICH AM ŠABBATH DA BEFINDEN, NICHT ABER HINSICHTLICH DER GERÄTE, DIE SICH AM ŠABBATH IM HAUSE BEFINDEN.", "GEMARA. Abajje b. Abin und R.Ḥanina b. Abin saßen beisammen, neben ihnen saß Abajje, und sie sagten: Allerdings sind die Rabbanan der Ansicht, wie die Wohnungen unten geteilt sind, ebenso sind sie oben geteilt,", "welcher Ansicht aber ist R.Meír: ist er der Ansicht, die Wohnungen seien auch oben geteilt, wie unten, weshalb sind [die Dächer] ein Gebiet, und ist er der Ansicht, sie seien nicht geteilt, weil oberhalb zehn [Handbreiten] alles ein Gebiet ist, so sollte dies auch dann gelten, wenn ein Dach zehn [Handbreiten] höher oder zehn niedriger ist!?", "Da sprach Abajje zu ihnen: Ihr habt das nicht gehört, was R.Jiçḥaq b.Evdämi gesagt hat: R.Meír sagte: Überall, wo du zwei Gebiete findest, die aber ein Gebiet1Dh. gleichartig, wie beispielsweise im folgendem Falle: auch eine solche Säule ist Privatgebiet, jed. ein gesondertes Gebiet in einem anderen. sind, beispielsweise eine zehn [Handbreiten] hohe und vier breite Säule in einem Privatgebiete, ist es verboten, darauf [seine Last] zu schultern, mit Rücksicht auf eine Anhöhe auf öffentlichem Gebiete2Die Privatgebiet auf öffentlichem Gebiete ist.. Ebenso auch hierbei, mit Rücksicht auf eine Anhöhe auf öffentlichem Gebiete.", "Sie glaubten daraus zu entnehmen, dies gelte auch von einem Mörser oder einem Kübel,", "da sprach Abajje zu ihnen: So sagte der Meister: R.Meír sagte es nur von einer Säule und einem Mühlensockel, weil man für diese einen festen Platz hat. –", "Aber auch die Wand zwischen zwei Höfen hat ja einen festen Platz, dennoch sagte R.Jehuda, aus den Worten R.Meírs sei zu eruieren, daß Dächer ein Gebiet für sich sind, Höfe ein Gebiet für sich sind und Gehege ein Gebiet für sich sind;", "demnach darf man [Gegenstände] über die Wand tragen!?", "R.Hona b. Jehuda erwiderte im Namen R.Šešeths: Nein, nur durch die Türen herein- und hinausbringen.", "DIE WEISEN SAGEN, JEDES IST EIN GEBIET FÜR SICH. ES WURDE GELEHRT: Rabh sagte, man dürfe [auf einem Dache] nur vier Ellen3Die Dächer sind nicht voneinander getrennt u. machen einander verboten. tragen; Šemuél sagte, man dürfe auf dem ganzen tragen4Die Wände der Häuser werden fiktiv nach oben ausgedehnt..", "Wenn die Wände kenntlich5Wenn die Häuser von einander etwas entfernt sind; in diesem Falle gilt jedes Dach als abgeschlossenes Gebiet. sind, streitet niemand, sie streiten nur über den Fall, wenn die Wände nicht kenntlich sind.", "Rabh sagt, man dürfe nur vier Ellen tragen, da wir nicht sagen, die Wände werden nach oben gedehnt, und Šemuél sagt, man dürfe auf dem ganzen tragen, da wir sagen, die Wände werden nach oben gedehnt. –", "Wir haben gelernt: Die Weisen sagen, jedes ist ein" ], [ "Gebiet für sich6Demnach darf man auf dem ganzen tragen.. Richtig ist dies nach Šemuél, gegen Rabh ist dies ja aber ein Einwand!? –", "In der Schule Rabhs erklärten sie es im Namen Rabhs, daß man nicht zwei Ellen auf einem und zwei Ellen auf einem anderen Dache tragen darf. –", "R.Elea͑zar erzählte ja aber: Als wir in Babylonien waren, [war uns folgendes bekannt:] In der Schule Rabhs sagten sie im Namen Rabhs, man dürfe da nur vier Ellen umhertragen; aber die aus der Schule Šemuéls hatten eine Lehre: sie7Die Bewohner der betreffenden Häuser. haben nur ihr Dach [zur Verfügung].", "Unter ‘ihr Dach’ ist wohl zu verstehen, man dürfe auf dem ganzen umhertragen!? – Ist [diese Lehre] etwa bedeutender als eine Mišna? Diese erklärten wir, daß man nicht zwei Ellen auf einem und zwei Ellen auf einem anderen Dache tragen darf, ebenso ist auch jene: zwei Ellen auf einem und zwei Ellen auf einem anderen Dache.", "R.Joseph sagte: Ich hörte diese Lehre nicht. Abajje sprach zu ihm: Du selbst sagtest sie uns, und zwar sagtest du sie uns in Bezug auf folgende Lehre: Wenn ein großes Dach neben einem kleinen sich befindet, so ist [das Tragen] auf dem großen erlaubt und auf dem kleinen8Das kleine Dach mündet in seiner ganzen Breite in das große, u. die Abgrenzung ist von diesem aus nicht bemerkbar. verboten.", "Hierzu sagtest du zu uns: R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls, dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn [die Bewohner] des einen [Hauses] Zutritt zum anderen und die des anderen Zutritt zu jenem haben, weil auf der Wand des kleinen9Dh. die von der unteren nach oben fiktiv gezogen wird; die Bewohner der beiden Häuser haben Zutritt zueinander. getreten wird,", "wenn sie aber keinen Zutritt zu einander haben, sei es auf beiden10Weil nach Š. die Wände fiktiv nach oben verlängert werden.erlaubt.", "Dieser erwiderte: Ich sagte euch folgendes: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn das eine eine Umzäunung hat und das andere eine Umzäunung11Jedoch ohne Zwischenwand zwischen beiden. hat, sodaß es auf dem großen wegen der Seitenteile12An beiden Seiten, die das kleinere überragen.erlaubt ist, während das kleine in seiner ganzen Breite offen liegt; wenn aber weder das eine noch das andere eine Umzäunung hat, so ist es auf beiden verboten. –", "Du sprachst ja aber zu uns von Bewohnern!? – Habe ich zu euch von Bewohnern gesprochen, so werde ich folgendes gesagt haben: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn das eine eine zum Wohnen geeignete Umzäunung hat und das andere eine zum Wohnen geeignete Umzäunung hat, sodaß es auf dem großen wegen der Seitenteile erlaubt ist, während das kleine in seiner ganzen Breite offen liegt;", "wenn aber nur das große eine zum Wohnen geeignete Umzäunung hat, das kleine aber keine zum Wohnen geeignete Umzäunung hat, so ist es für die Bewohner des großen auch auf dem kleinen erlaubt. – Weshalb? – Da sie keine Umzäunung gemacht haben, so haben sie darauf verzichtet.", "So sagte auch R.Naḥman: Wenn jemand eine feste Leiter für sein Dach gemacht hat, so ist ihm das Tragen auf allen Dächern13Da die anderen es nicht getan haben, so haben sie auf die Benutzung verzichtet.erlaubt.", "Abajje sagte: Wenn jemand einen Söller auf seinem Dache baut und davor eine kleine Höhung14Gemeint ist wohl eine kleine Pforte zu den übrigen Dächern; sonst in diesem Sinne nicht gebräuchlich, worauf schon die Tosaphoth hinweisen.on vier [Handbreiten] macht, so ist ihm [das Tragen] auf allen Dächern erlaubt.", "Raba sagte: Zuweilen ist es wegen einer kleinen Höhung verboten, wenn man sie nämlich vor dem Garten seines Hauses macht, sodaß man annimmt," ], [ "er habe sie zur Bewachung seines Gartens gemacht15Und auf die Benutzung der Dächer verzichtet..", "Rami b. Ḥama fragte: Wie ist es bei zwei Ellen auf einem Dache und zwei Ellen auf einer [danebenstehenden] Säule16Ob sie nach Rabh einander hinsichtlich der 4 Ellen ergänzen.? Rabba entgegnete: Was fragt er da: ist es ihm denn hinsichtlich eines Neutralgebietes und eines Privatgebietes fraglich17Ob man von einem nach dem andern tragen dürfe; dies ist selbstverständlich verboten, da die Säule als Privatgebiet u. das Dach als Neutralgebiet gilt.!? –", "Und Rami b.Hama!? – In seinem Scharfsinn dachte er darüber nicht nach. Seine Frage muß vielmehr wie folgt lauten: Wie ist es bei zwei Ellen auf einem Dache und zwei Ellen auf einer Säulenhalle18Die ebenfalls als Neutralgebiet gilt, jedoch einem anderen Eigentümer gehört.:", "sagen wir, sie seien, da weder dieses noch jenes zur Wohnung geeignet ist, ein Gebiet, oder aber ist es, da es von einem Dache nach einem anderen Dache verboten19Da einem anderen Eigentümer gehörig.ist, auch von einem Dache nach einer Säulenhalle verboten?", "R.Bebaj b.Abajje fragte: Wie ist es bei zwei Ellen auf einem Dache und zwei Ellen in einer Ruine18Die ebenfalls als Neutralgebiet gilt, jedoch einem anderen Eigentümer gehört.?", "R.Kahana entgegnete: Ist dies denn nicht das gleiche, bezüglich dessen Rami b. Ḥama [gefragt hat]!? R.Bebaj b. Abajje erwiderte: Komme ich etwa mit Fremdem, um zu zanken!? Eine Säulenhalle ist zur Wohnung nicht verwendbar, eine Ruine aber ist zur Wohnung verwendbar. –", "Wieso ist dies ihm, wenn sie zur Wohnung verwendbar ist, überhaupt fraglich!? – Er meint es nur eventuell: wenn du entscheidest, weil die Säulenhalle nicht zur Wohnung verwendbar ist, so ist die Ruine wohl zur Wohnung verwendbar, oder aber: zur Zeit wird sie nicht als Wohnung verwendet? – Dies bleibt unentschieden.", "Auf gleichmäßigen Dächern nach R.Meír, oder auf einem einzelnen Dache nach den Rabbanan darf man, wie Rabh sagt, unbeschränkt, und wie Šemuél sagt, nur vier Ellen tragen. –", "Rabh, welcher sagt, man dürfe unbeschränkt tragen, befindet sich ja mit sich selbst im Widerspruche20Ob. Fol. 89a ist er entgegengesetzter Ansicht.!? – Da ist die Umzäunung nicht kenntlich, hierbei aber ist die Umzäunung21Fiktiv, um die Dächer.kenntlich. –", "Šemuél, welcher sagt, man dürfe nur vier Ellen tragen, befindet sich ja mit sich selbst im Widerspruche20Ob. Fol. 89a ist er entgegengesetzter Ansicht.!? – Da haben sie nicht mehr22Da nach Š. die Wände der Häuser fiktiv nach oben gedehnt werden.als zwei Seáflächen, hierbei aber haben sie mehr als zwei Seáflächen, denn da die Wände für unten bestimmt sind und nicht für oben, so gleicht es einem Gehege von mehr als zwei Seáflächen, das nicht einer Wohnung angeschlossen ist, und in einem Gehege von mehr als zwei Seáflächen, das nicht einer Wohnung angeschlossen ist, darf man nicht mehr als vier Ellen tragen.", "Es wurde gelehrt: Auf einem Schiffe darf man, wie Rabh sagt, unbeschränkt, und wie Šemuél sagt, nur vier Ellen tragen. Rabh sagt, man dürfe auf diesem unbeschränkt tragen," ], [ "da es Wände hat; Šemuél sagt, man dürfe auf diesem nur vier Ellen tragen, weil die Wände nur dazu bestimmt sind, das Wasser zurückzudrängen.", "R.Ḥija b. Joseph fragte Šemuél: Ist die Halakha wie du, oder ist die Halakha wie Rabh? Dieser erwiderte: Die Halakha ist wie Rabh.", "R.Gidel sagte im Namen des R.Ḥija b. Joseph: Rabh pflichtet jedoch bei, daß, wenn man es umgestülpt hat, man auf diesem nur vier Ellen tragen dürfe. – Wozu umgestülpt: wollte man sagen, um darunter zu wohnen, so ist es ja nicht anders, als bei einem einzelnen Dache!? –", "Vielmehr, wenn man es umgestülpt hat, um es zu pichen23Die Wände haben keinerlei Wirkung, u. das Schiff gleicht diesbezüglich einer Säule..", "R.Aši bezieht dies auf [die Lehre vom] Schiffe; R.Aḥa, Sohn Rabas, bezieht dies auf [die Lehre von der] Säulenhalle. Es wurde nämlich gelehrt: In einer Säulenhalle auf einer Ebene darf man, wie Rabh sagt, unbeschränkt, und wie Šemuél sagt, nur vier [Ellen] tragen.", "Rabh sagt, man dürfe da unbeschränkt tragen, denn wir sagen, der Deckenrand reiche [fiktiv] bis unten und schließe sie ab; Šemuél sagt, man dürfe da nicht mehr als vier [Ellen] tragen, denn wir sagen nicht, der Deckenrand reiche bis unten und schließe sie ab. –", "Sollte man doch nach Rabh, nach der Ansicht R.Meírs, vom Dache nach dem Hofe tragen dürfen!? – Hierbei wird [die Lehre des] R. Jiçḥaq b. Evdämi24Ob. Fol. 89a, hinsichtl. einer Anhöhe auf öffentl. Gebiete.berücksichtigt. –", "Sollte man doch nach Šemuél, nach der Ansicht der Rabbanan, vom Dache nach dem Gehege tragen dürfen? Rabba b. U͑la erwiderte: Hierbei wird berücksichtigt, das Dach könnte vermindert25Wenn es keine 2 Seáflächen hat, ist es Privatgebiet, während das Gehege als Neutralgebiet gilt.werden. –", "Demnach sollte man auch aus einem Gehege nach einem Gehege nicht tragen dürfen, da man verleitet werden könnte, auch dann zu tragen, wenn es vermindert26Cf. Anm. 25, mut. mut.wird!? – Hierbei ist es, wenn es vermindert wird, kenntlich, da27Bei einem Dache, das keine Umzäunung hat.aber ist es, wenn es vermindert wird, nicht kenntlich.", "R.Jehuda sagte: Wenn du darüber nachdenkst, sind nach R.Meír Dächer ein Gebiet für sich, Höfe ein Gebiet für sich" ], [ "und Gehege ein Gebiet für sich, nach den Weisen Dächer und Höfe ein Gebiet und Gehege ein Gebiet für sich, und nach R.Šimo͑n alle zusammen ein Gebiet.", "Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Rabh, und es gibt eine Lehre übereinstimmend mit R.Jehuda. Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit Rabh: Sämtliche Dächer der Stadt sind ein Gebiet, man darf nichts vom Dache nach dem Hofe oder vom Hofe nach dem Dache bringen; Geräte, die sich am Šabbath im Hofe befinden, darf man im Hofe umhertragen, die sich auf den Dächern befinden, darf man auf den Dächern umhertragen, nur dürfen sie nicht zehn [Handbreiten] höher oder zehn niedriger sein – so R.Meír; die Weisen sagen, jedes gelte als besonderes Gebiet, und man dürfe da nur vier [Ellen] tragen.", "Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit R.Jehuda: Rabbi erzählte: Als wir die Tora bei R.Šimo͑n in Teqoa͑ studierten, pflegten wir das Öl und das Tuch vom Hofe nach dem Dache, vom Dache nach dem Hofe, vom Hofe nach einem anderen Hofe, vom Hofe nach einem Gehege und vom Gehege nach einem anderen Gehege zu tragen, bis wir zur Quelle kamen, wo wir zu baden pflegten.", "R. Jehuda erzählte: Zur Zeit der Gefahr28Der Religionsverfolgung.pflegten wir die Torarolle vom Hofe nach dem Dache, vom Dache nach dem Hofe und vom Hofe nach einem Gehege zu tragen, um da aus dieser zu lesen.", "Man erwiderte ihm: Von der Zeit der Gefahr ist nichts zu beweisen.", "R.ŠIMO͑N SAGT, SOWOHL DÄCHER &C.", "Rabh sagte: Die Halakha ist wie R.Šimo͑n, aber nur, wenn sie [besonders] keinen E͑rub gemacht haben, nicht aber, wenn sie [besonders] einen E͑rub gemacht haben, weil zu berücksichtigen ist, man könnte verleitet werden, Geräte aus der Wohnung nach einem [anderen] Hofe zu bringen.", "Šemuél sagte: Ob sie einen E͑rub gemacht haben oder keinen E͑rub gemacht haben. Ebenso sprach R.Joḥanan: (Wer hat es dir zugeraunt?) Ob sie einen E͑rub gemacht haben oder nicht.", "R.Ḥisda wandte ein: Nach Šemuél und R.Joḥanan könnte man ja von zwei in einem Hofe sich befindenden Geräten sagen, das eine sei [zu tragen] erlaubt und das andere verboten29Wenn eines sich bei Beginn des Š.s in der Wohnung befunden hatte.!? –", "R.Šimo͑n vertritt hierbei seine Ansicht, daß dies nicht zu berücksichtigen sei. Wir haben nämlich gelernt: R.Šimo͑n sagte: Dies ist ebenso, als wenn drei Höfe Ausgänge zu einander und Ausgänge nach öffentlichem Gebiete haben; sind die zwei äußeren mit dem mittelsten durch einen E͑rub verbunden, so ist diesem mit jenen und jenen mit diesem [zu verkehren] erlaubt, beiden äußeren aber miteinander verboten.", "Er berücksichtigt also nicht, man könnte Geräte aus dem einen Hofe nach dem anderen zu bringen verleitet werden, ebenso berücksichtigt er hierbei nicht, man könnte Geräte aus der Wohnung nach dem Hofe zu bringen verleitet werden.", "R. Šešeth wandte ein: R.Šimo͑n sagt, sowohl Dächer als auch Höfe und Gehege seien ein Gebiet hinsichtlich der Geräte, die sich am Šabbath da befinden, nicht aber hinsichtlich der Geräte, die sich am Šabbath im Hause befinden. Allerdings können, wenn sie einen E͑rub gemacht haben, Geräte des Hauses sich im Hofe befinden,", "wieso aber können Geräte des Hauses sich im Hofe befinden, wenn sie keinen E͑rub gemacht haben!? Er fragte dies, und er selbst erklärte es: Kopfbedeckung und Sudarium30Die man am Š. am Körper in den Hof gebracht hat.. –" ], [ "Komm und höre: Wenn die Bewohner des Hofes und die Bewohner der Galerie vergessen und keinen [gemeinsamen] E͑rub gemacht haben, so gehört alles, was zehn Handbreiten31Gf. supra Fol. 83b, Anm. 30.hoch ist, zur Galerie, und was niedriger ist, zum Hofe. Dies nur, wenn diese mehrere sind und jene mehrere sind, und diese einen E͑rub für sich gemacht haben und jene einen E͑rub für sich gemacht haben, oder wenn es einzelne sind, die keinen E͑rub zu machen brauchen;", "wenn es aber mehrere sind und sie vergessen und [besonders] keinen E͑rub gemacht haben, so sind Dach, Hof, Säulenhalle und Galerie ein Gebiet.", "Nur, wenn sie [besonders] keinen E͑rub gemacht haben, nicht aber, wenn sie [besonders] einen E͑rub gemacht haben!? – Dies nach den Rabbanan.", "Dies ist auch zu beweisen, denn vom Gehege und von der Durchgangsgasse wird es nicht gelehrt. Schließe hieraus. –", "Komm und höre: Wenn fünf Höfe Eingange zu einander und Eingänge zur Durchgangsgasse haben und sie alle vergessen und keinen E͑rub gemacht haben, so dürfen sie nichts aus dem Hofe nach der Durchgangsgasse oder aus der Durchgangsgasse nach dem Hofe bringen; Geräte, die sich am Šabbath im Hofe befinden, sind im Hofe zu tragen erlaubt und in der Durchgangsgasse verboten;", "R.Šimo͑n erlaubt dies. R.Šimo͑n sagte nämlich, wenn es mehrere sind und sie vergessen und keinen E͑rub gemacht haben, seien Dach, Hof, Säulenhalle, Galerie, Gehege und Durchgangsgasse zusammen ein Gebiet.", "Nur wenn sie keinen E͑rub gemacht haben, nicht aber, wenn sie einen E͑rub gemacht haben!? – Unter ‘keinen E͑rub gemacht’ ist zu verstehen, wenn die Höfe zusammen keinen E͑rub gemacht haben, wohl aber die Höfe mit den Häusern.–", "Es heißt ja aber: keinen E͑rub gemacht!? – Unter ‘keinen E͑rub gemacht’ ist zu verstehen: keine Verbindung32Der Höfe zur gemeinsamen Benutzung der Durchgangsgasse..", "Wenn du aber willst, sage ich: R.Šimo͑n sagte es nach der Ansicht der Rabbanan: nach meiner Ansicht ist es einerlei, ob sie einen E͑rub gemacht haben oder keinen E͑rub gemacht haben, aber auch ihr solltet mir beipflichten, daß, wenn sie keinen E͑rub gemacht haben, sie ein Gebiet seien.", "Die Rabbanan aber erwiderten ihm: Nein, sie sind zwei Gebiete.", "Der Meister sagte: Und in der Durchgangsgasse verboten. Dies wäre eine Stütze der Lehre R.Zeras im Namen Rabhs: R.Zera sagte nämlich im Namen Rabhs: In einer Durchgangsgasse, für die keine Verbindung getroffen worden ist, darf man nur vier Ellen tragen. – Lies: nach der Durchgangsgasse verboten. –", "Das lehrt ja bereits der Anfangssatz!? – Er braucht eine unnötige Lehre; man könnte nämlich glauben, die Rabbanan streiten gegen R.Šimo͑n nur über den Fall, wenn sie einen E͑rub gemacht haben, pflichten ihm aber bei, wenn sie keinen E͑rub gemacht haben, so lehrt er uns.", "Rabina sprach zu R.Aši:" ], [ "Kann R.Joḥanan dies33Daß alle Höfe ein Gebiet seien.denn gesagt haben, er sagte doch, die Halakha sei wie die anonyme Mišna, und wir haben gelernt: Wenn zwischen zwei Höfen eine zehn [Handbreiten] hohe und vier breite Wand sich befindet, so müssen sie zwei und nicht [zusammen] einen E͑rub machen. Befinden sich auf dieser Früchte, so dürfen die einen von der einen Seite hinaufsteigen und essen, und die anderen von der anderen Seite hinaufsteigen und essen, nur dürfen sie nichts nach unten bringen!? –", "Unter ‘unten’ ist zu verstehen, unten in die Wohnung. – R.Ḥija lehrte ja aber, nur dürfe nicht der eine auf seinem Platze stehen und essen und der andere auf seinem Platze stehen und essen!?", "Dieser erwiderte: Woher weiß es R.Ḥija, wenn Rabbi es nicht gelehrt hat34RḤ. war ein Schüler R.s, der die Mišna lehrte.!?", "Es wurde gelehrt: Wenn von zwei Höfen, zwischen denen eine Ruine sich befindet, einer einen E͑rub gemacht hat und der andere keinen E͑rub gemacht hat, so gehört sie, wie R.Hona sagt, zu dem, der keinen E͑rub gemacht hat, und nicht zu dem, der einen E͑rub gemacht hat, weil man verleitet werden könnte, Geräte aus der Wohnung nach der Ruine zu bringen.", "Ḥija b.Rabh aber sagte, auch zu dem, der einen E͑rub gemacht hat. [Der Verkehr] ist in beiden verboten. Wolltest du sagen, in beiden erlaubt, [so ist zu entgegnen:] weshalb darf man nicht aus einem Hofe, der keinen E͑rub gemacht hat, nach einem Hofe bringen, der einen E͑rub gemacht hat35Bei der Lehre Rabhs, ob. Fol. 91a.!? –", "Da35Bei der Lehre Rabhs, ob. Fol. 91a.sind die Geräte des Hauses im Hofe aufgehoben, und man könnte verleitet werden, sie hinauszubringen, hierbei, in der Ruine, aber sind die Geräte des Hofes in der Ruine nicht aufgehoben, und man wird nicht verleitet, sie hinauszubringen.", "Manche lesen: Ḥija b. Rabh aber sagte, auch zu dem, der einen E͑rub gemacht hat. [Der Verkehr] ist in beiden erlaubt. Wolltest du sagen, beiden verboten, weil man auch aus einem Hofe, der keinen E͑rub gemacht hat, nach einem Hofe, der einen E͑rub gemacht hat, nichts bringen darf, [so ist zu entgegnen:] da haben es die Rabbanan deshalb nicht erlaubt, weil Geräte des Hauses im Hofe aufgehoben sind und man sie hinauszubringen verleitet werden könnte, in einer Ruine aber sind sie nicht aufgehoben.", "ii,1 BEFINDET SICH EIN GROSSES DACH NEBEN EINEM KLEINEN DACHE, SO IST [DER VERKEHR] AUF DEM GROSSEN ERLAUBT36Die ganze Front des kleinen ist frei, während sie für das große nur eine Art Tür bildet.UND AUF DEM KLEINEN VERBOTEN. IST EIN GROSSER HOF NACH EINEM KLEINEN DURCHBROCHEN, SO IST [DER VERKEHR] IM GROSSEN ERLAUBT UND IM KLEINEN VERBOTEN, WEIL DIES ALS TÜR DES GROSSEN GILT.", "GEMARA. Wozu braucht er beides zu lehren? –", "Nach Rabh lehrt er, das Dach müsse dem Hofe gleichen: wie beim Hofe die Wände kenntlich sind, ebenso müssen auch beim Dache die Wände kenntlich37Das Dach gilt nur dann als Privatgebiet, wenn es die Wände des Hauses nicht überragt, sodaß diese fiktiv nach oben verlängert werden u. es umzäunen, sonst aber ist es Neutralgebiet.sein.", "Nach Šemuél, daß das Dach dem Hofe gleichen muß: wie bei einem Hofe die Menge da38Von einem zum anderen.herumtritt, ebenso ein Dach, wenn die Menge da38Von einem zum anderen. herumtritt39Sodaß die Wand zwischen beiden nicht fiktiv verlängert wird, sonst ist der Verkehr auch auf dem kleinen erlaubt..", "Raba, R.Zera und Rabba b. R.Ḥanan saßen beisammen, Abajje saß neben ihnen, und sie sprachen: Aus unserer Mišna ist zu entnehmen, daß die Bewohner des großen über das kleine verfügen können, nicht aber die Bewohner des kleinen über das große.", "Zum Beispiel: Sind Weinstöcke im großen, so darf man im kleinen keine Saaten40Gf. Dt. 22,9.säen; hat man gesäet so sind die Saaten verboten" ], [ "und die Weinstöcke erlaubt. Sind Weinstöcke im kleinen, so darf man im großen Saaten säen.", "Befindet sich die Frau im großen und der Scheidebrief41Der Mann kann der Frau den Scheidebrief zuwerfen.im kleinen, so ist sie geschieden; befindet sich die Frau im kleinen und der Scheidebrief im großen, so ist sie nicht geschieden.", "Befindet sich das Publikum im großen und der Vorbeter42Der das Gebet u. andere Liturgien vorliest.im kleinen, so entledigt es sich seiner Pflicht; befindet sich das Publikum im kleinen und der Vorbeter im großen, so entledigt es sich seiner Pflicht nicht.", "Befinden sich neun43Zu jedem heiligen Akte sind mindestens 10 Männer erforderlich.im großen und einer im kleinen, so werden sie vereinigt; befinden sich neun im kleinen und eine im großen, so werden sie nicht vereinigt.", "Befindet sich Kot im großen, so darf man im kleinen das Šema͑ nicht lesen; befindet sich Kot im kleinen, so darf man im großen das Šema͑ lesen.", "Da sprach Abajje zu ihnen: Demnach finden wir also, daß die Scheidewand44Die dadurch entsteht, daß der große den kleinen an beiden Seiten überragt.Verbot erwirkt: wäre da keine Scheidewand, so dürfte man vier Ellen entfernt Saaten säen, während es jetzt verboten ist!?", "R.Zera entgegnete Abajje: Finden wir etwa nicht, daß eine Scheidewand Verbot erwirkt, wir haben ja gelernt, daß, wenn ein großer Hof nach einem kleinen durchbrochen ist, [der Verkehr] im großen erlaubt und im kleinen verboten sei, weil dies als Tür des großen gilt;", "wenn man aber die Überragungen des großen abzäunt45Des großen über den kleinen, an beiden Seiten, sodaß der große ebenso breit ist wie der kleine; in diesem Falle hat auch der große nur 3 Wände., ist er auch in diesem verboten!?", "Dieser erwiderte: Dies heißt eine Entfernung der Scheidewand.", "Rabba entgegnete Abajje: Finden wir etwa nicht, daß eine Scheidewand Verbot erwirkt, es wurde ja gelehrt," ], [ "daß, wenn man auf eine Säulenhalle, die [an zwei Seiten] Latten46Wenn die Festhütte 2 vorschriftsmäßige Wände hat u. 2 Wände nur durch Latten von einer Handbreite an den Winkeln markiert sind.hat, Hüttenbedachung47Das Laubwerk zur Bedeckung der Festhütte; cf. Suk. Fol. 11aff.legt, sie [als Festhütte] brauchbar sei; wenn man aber vor den Latten eine Wand48Längs der richtigen Wände, sodaß die Latten nicht mehr zu sehen sind.zieht, so ist sie unbrauchbar!?", "Abajje erwiderte ihm: Nach meiner Ansicht ist sie brauchbar, nach deiner Ansicht aber ist dies ja eine Entfernung der Wände.", "Rabba b. R.Ḥanan entgegnete Abajje: Finden wir etwa nicht, daß eine Scheidewand Verbot erwirkt, es wird ja gelehrt, daß, wenn ein Haus zur Hälfte eine Decke hat und zur Hälfte keine Decke hat, man, wenn sich da Weinstöcke befinden, dort49In der anderen Hälfte, da der Rand der Decke in der Mitte des Hauses fiktiv nach unten gezogen wird u. als Scheidewand gilt.säen dürfe.", "Wenn man aber die Decke über das ganze erweitert, ist es verboten!? Dieser erwiderte: Dies ist eine Entfernung der Wand50Die fiktive Wand in der Mitte kann nicht mehr gezogen werden..", "Hierauf ließ Raba durch R. Šema͑ja b. Zee͑ra Abajje entgegnen: Finden wir etwa nicht, daß eine Scheidewand Verbot erwirkt, es wird ja gelehrt: Die Scheidewand ist beim Weinberge zuweilen erleichternd und zuweilen erschwerend. Zum Beispiel. Wenn ein Weinberg bis zur Basis der Scheidewand bebaut ist, so darf man von der Basis der Scheidewand ab Saaten säen; ist da aber keine Scheidewand, so darf man nur vier Ellen entfernt säen. Hierbei ist die Scheidewand beim Weinberge erleichternd.", "Wieso erschwerend? Ist er es elf Ellen von der Scheidewand, so darf man dazwischen keine Saaten51Aus einem weiter folgenden Grunde.säen; ist da aber keine Scheidewand, so darf man vier Ellen entfernt säen. Hierbei ist die Scheidewand erschwerend!?", "Dieser erwiderte: Nach deiner Ansicht könntest du ja gegen mich einen Einwand aus einer Mišna erheben, denn wir haben gelernt: Die Platte des Weinberges muß, wie die Schule Šammajs sagt, vierundzwanzig Ellen, und wie die Schule Hillels sagt, sechzehn Ellen haben52Um da Saaten säen zu dürfen: cf. Kil.IV,1ff.. Das Vorland des Weinberges muß, wie die Schule Šammajs sagt, sechzehn Ellen, und wie die Schule Hillels sagt, zwölf Ellen haben.", "Was heißt Platte des Weinberges? Was in der Mitte des Weinberges einging. Sind da keine sechzehn Ellen vorhanden, so darf man darauf keine Saaten säen; sind da sechzehn Ellen vorhanden, so lasse man einen Raum zur Bearbeitung534 Ellen.frei und besäe den Rest.", "Was heißt Vorland des Weinberges? Was zwischen dem Zaune und dem Weinberge liegt. Sind da keine zwölf Ellen vorhanden, so darf man darauf keine Saaten säen; sind da zwölf Ellen vorhanden, so lasse man einen Raum zur Bearbeitung frei und besäe den Rest.", "Hierbei ist vielmehr folgender Grund zu berücksichtigen: vier Ellen am Weinberge sind ein Raum zur Bearbeitung, vier Ellen an der Wand gibt man preis, weil sie nicht besäet54Um beim Pflügen die Wand nicht zu beschädigen.werden, und was dazwischen sich befindet, ist nur dann von Bedeutung, wenn es vier Ellen sind, sonst aber nicht.", "R.Jehuda sagte: Wenn es drei Gehege neben einander sind, die zwei äußeren an den Seiten überragend und das mittelste nicht überragend55Die beiden äußeren breiter als das mittelste, sodaß dieses an beiden Seiten in seiner ganzen Breite in jene mündet., ein einzelner in diesem und ein einzelner in jenem, so gelten sie als Karawane56Die einen größeren Raum als Š.gebiet belegen können; cf. supra Fol. 16b ff., und man gebe ihnen den ganzen Raum, den sie benötigen. (Dies ist entschieden.)", "Wenn das mittelste überragend und die beiden äusseren nicht überragend57Cf. Anm. 55 mut. mut., ein einzelner in diesem, ein einzelner in jenem und ein einzelner im anderen, so gebe man ihnen nur sechs58Zwei Seáflächen für jeden. Der mittelste kann sich nur mit dem einen od. dem anderen verbinden, sodaß es nur 2 Bewohner sind.[Seá].", "Sie fragten: Wie ist es, wenn einer in dem einen, einer im anderen und zwei im mittelsten: wenden sie sich da, so sind es drei, wenden sie sich dort, so sind es drei;", "oder aber gehört einer da und einer dort?", "Wie ist es, falls du entscheidest, einer gehöre da und einer dort, wenn zwei in diesem, zwei in jenem und einer im mittelsten: in diesem Falle sind es drei, wenn er sich da wendet, und drei, wenn er sich dort wendet, oder aber: vielleicht nach der einen Seite, vielleicht nach der anderen59Wegen des obwaltenden Zweifels gehören sie überhaupt nicht zusammen. Seite?", "Die Halakha ist, bei beiden Fragen erleichternd.", "R.Ḥisda sagte:" ], [ "Ein Absturz von fünf und eine Wand von fünf [Handbreiten ]60Am Rande desselben, sodaß es zusammen 10 Hb.n sind.werden nicht vereinigt; der Absturz allein oder die Wand allein muß die ganze [Höhe] haben.", "Man wandte ein: Zwei Höfe übereinander, der obere zehn Handbreiten höher als der untere, oder wenn sie einen Absturz von fünf und eine Wand von fünf haben, müssen zwei und nicht zusammen einen E͑rub machen; wenn weniger, so machen sie einen E͑rub und nicht zwei!?", "Raba erwiderte: R.Ḥisda pflichtet hinsichtlich des unteren bei, weil von diesem aus zehn [Handbreiten] zu sehen sind. – Demnach sollte der untere beide61Dh. für sich allein.und nicht einen E͑rub machen, und der obere weder einen noch zwei62Der untere ist durch einen Zaun abgeschlossen, während der obere offen liegt; diesem sollte ein E͑. überhaupt nichts nützen, da ihn der untere verboten macht.!?", "Rabba b.U͑la erwiderte: Wenn der obere an beiden Seiten eine Wand hat, bis auf zehn Ellen [in der Mitte]. –", "Wie erklärst du demnach den Schlußsatz: wenn weniger, so machen sie einen E͑rub und nicht zwei; sie sollten doch nach Belieben einen E͑rub oder zwei machen63Die 10 E͑.n in der Mitte gelten für beide als Tür.dürfen!?", "Rabba, der Sohn Rabas, erwiderte: Wenn der untere in seiner ganzen Breite nach dem oberen durchbrochen ist. –", "Demnach sollte ja der untere nur einen E͑rub61Dh. für sich allein.und nicht zwei machen, der obere aber nach Belieben entweder zwei oder einen!? –", "Freilich, dem ist auch so, und was gelehrt wird, daß sie, wenn weniger, einen E͑rub und nicht zwei machen, bezieht sich auf den unteren.", "Meremar trug vor: Ein Absturz von fünf und eine Wand von fünf [Handbreiten] werden vereinigt. Rabina traf R.Aḥa, den Sohn Rabas, und fragte ihn: Lehrte der Meister etwas über die Wand? Dieser erwiderte: Nein. Die Halakha ist, ein Absturz von fünf und eine Wand von fünf [Handbreiten] werden vereinigt.", "R.Hoša͑ja fragte: Machen am Šabbath hinzukommende Bewohner64Wenn zBs. eine Wand zwischen zwei Höfen am Š. einstürzt. [den Raum] verboten?", "R.Ḥisda erwiderte: Komm und höre: Wenn ein großer Hof nach einem kleinen durchbrochen wird, so ist [der Verkehr] im großen erlaubt und im kleinen verboten, weil dies als Tür des großen gilt. Rabba entgegnete: Vielleicht, wenn es bereits am Tage65Vor Eintritt des Š.s.geschehen ist,", "Abajje sprach zu ihm: Der Meister sage nicht: vielleicht, wenn es bereits am Tage geschehen ist, sondern: wenn es tatsächlich bereits am Tage geschehen ist. Der Meister selber erzählte ja, er habe R.Hona gefragt und R.Jehuda gefragt, wie es denn sei, wenn jemand einen E͑rub gemacht hat, mit einer Tür rechnend66Sie am Š. zu benutzen., und die Tür geschlossen wurde, mit einem Fenster rechnend, und das Fenster geschlossen67Ob man sich einer anderen Öffnung bedienen dürfe.wurde, und dieser habe erwidert, es sei erlaubt, da es [beim Eintritt] des Šabbaths erlaubt war.", "Es wurde gelehrt: Wenn die Wand zwischen zwei Höfen [am Šabbath] einstürzt, so darf man da, wie Rabh sagt, nur vier Ellen tragen;", "Šemuél sagt," ], [ "der eine dürfe bis zur Basis der Wand tragen, und der andere dürfe bis zur Basis der Wand tragen.", "Die Ansicht Rabhs wurde nicht ausdrücklich gelehrt, sondern aus einem Schlüsse gefolgert. Rabh und Šemuél saßen nämlich in einem Hofe, und die Wand dazwischen stürzte ein. Da rief ihnen Šemuél zu: Holet ein Gewand und spannt es68Als Ersatz für die eingestürzte Wand.aus.", "Da wandte Rabh das Gesicht69Weil man nach ihm im Hofe nichts mehr tragen durfte.ab. Hierauf sprach Šemuél: Wenn Abba es so genau nimmt, so holet seinen Gürtel und bindet es damit fest. –", "Wozu war dies nach Šemuél nötig, er ist ja der Ansicht, der eine dürfe bis zur Basis der Wand tragen, und der andere dürfe bis zur Basis der Wand tragen!? –", "Šemuél tat dies nur, um ungeniert zu sein. –", "Sollte Rabh, wenn er der Ansicht war, es sei verboten, es ihm doch gesagt haben!? – Es war die Ortschaft Šemuéls. –", "Weshalb wandte er demnach das Gesicht ab!? – Damit man nicht glaube, er sei von seiner Ansicht abgekommen und [jetzt] der Ansicht Šemuéls.", "ii,2 WENN EIN HOF NACH ÖFFENTLICHEM GEBIETE DURCHBROCHEN IST UND MAN ETWAS [AM ŠABBATH] AUS DIESEM IN EIN PRIVATGEBIET ODER AUS EINEM PRIVATGEBIETE IN DIESEN TRÄGT, SO IST MAN SCHULDIG70Weil er als öffentliches Gebiet gilt; cf. Sab. Fol. 2a, Anm. 2.SO R. ELIE͑ZER; \n", "DIE WEISEN SAGEN, WENN AUS DIESEM IN ÖFFENTLICHES GEBIET ODER AUS ÖFFENTLICHEM GEBIETE IN DIESEN, SEI MAN FREI71Wenn bereits geschehen, jed. nicht von vornherein., WEIL ER ALS NEUTRALGEBIET GILT.", "GEMARA. Ist er denn nach R.Elie͑zer, weil er nach öffentlichem Gebiete durchbrochen ist, öffentliches Gebiet!? – Freilich, denn R.Elie͑zer vertritt hierbei seine Ansicht.", "Es wird nämlich gelehrt: R.Jehuda sagte im Namen R.Elie͑zers: Wenn das Publikum sich einen Weg72Durch ein privates Feld.ausgesucht hat, so ist er ausgesucht. –", "Dem ist ja aber nicht so, R.Gidel sagte ja im Namen Rabhs, dies nur dann, wenn ihm auf diesem Felde ein Weg verloren73Wenn einer früher da war.ging!?", "Wolltest du sagen, auch hierbei, wenn ihm ein Weg auf diesem Hofe verloren74Wenn die öffentliche Straße bis über den Zaun ging, und nur von dieser Stelle sagte RE., es sei öffentliches Gebiet.ging, so sagte ja R.Ḥanina, der Streit beziehe sich nur auf die Stelle bis zur Wand75Nach RE. gilt also der ganze Hof als öffentl. Gebiet.!? –", "Sage: der Streit bezieht sich auf die Stelle der Wand.", "Wenn du aber willst, sage ich: sie streiten über den Straßenrand: R.Elie͑zer ist der Ansicht, der Straßenrand gleiche der Straße, und die Rabbanan sind der Ansicht, der Straßenrand gleiche nicht der Straße. –", "Sollten sie doch über den Straßenrand allgemein streiten!? – Würden sie über den Straßenrand allgemein streiten, so könnte man glauben, die Rabbanan streiten gegen R.Elie͑zer nur über den Fall, wenn Prellsteine vorhanden sind, pflichten ihm aber bei, wenn keine Prellsteine vorhanden sind, so lehrt er uns. –", "Er sagt ja aber ‘aus76Dies gilt also vom ganzen Hofe.diesem’!? –", "Da die Rabbanan ‘aus diesem’ sagen, sagt er ebenfalls ‘aus diesem’. –", "Wieso sagen die Rabbanan, wenn R.Elie͑zer vom Straßenrande spricht, ‘aus diesem’77Dem ganzen Hofe, während er doch zugibt, daß dieser Neutralgebiet sei, u. nur bezüglich des Zaunplatzes streitet.!? –", "Die Rabbanan sprachen zu R.Elie͑zer wie folgt: Du pflichtest uns ja bei, daß man frei ist, wenn man aus diesem nach öffentlichem Gebiete oder aus öffentlichem Gebiete nach diesem trägt, wohl deshalb, weil er Neutralgebiet ist, und beim Straßenrande ist es ja dasselbe. –", "Und R.Elie͑zer!? – Auf jenem tritt das Publikum nicht herum, auf diesem tritt das Publikum herum.", "iii WENN [AM ŠABBATH] EIN HOF AN ZWEI SEITEN NACH ÖFFENTLICHEM GEBIETE DURCHBROCHEN WIRD ODER EIN HAUS AN ZWEI SEITEN DURCHBROCHEN WIRD ODER VON EINEM DURCHGANG BALKEN ODER PFOSTEN ENTFERNT WERDEN, SO IST DA [DER VERKEHR] AN DIESEM ŠABBATH ERLAUBT UND FÜR DIE ZUKUNFT VERBOTEN – SO R.JEHUDA.", "R.JOSE SAGTE: IST ES AN DIESEM ŠABBATH ERLAUBT, SO IST ES AUCH FÜR DIE ZUKUNFT ERLAUBT, UND IST ES FÜR DIE ZUKUNFT VERBOTEN, SO IST ES AUCH AN DIESEM ŠABBATH VERBOTEN.", "GEMARA. Um welchen Fall handelt es sich: wollte man sagen, wenn [die Lücke] zehn [Ellen] hat, so sollte sie doch, wenn sie an einer Seite als Tür gilt, auch an zwei Seiten als Tür gelten, und wenn mehr als zehn, so sollte dies auch dann gelten, wenn an einer Seite!?", "Rabh erwiderte: Tatsächlich, wenn sie zehn [Ellen] hat," ], [ "jedoch in dem Falle, wenn sie sich in einem Winkel befindet, weil man in einem Winkel keine Tür zu machen pflegt.", "ODER EIN HAUS AN ZWEI SEITEN DURCHBROCHEN WIRD. Wenn an einer Seite wohl deshalb nicht, weil wir sagen, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab, somit sollten wir, auch wenn an zwei Seiten, sagen, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab!?", "In der Schule Rabhs erklärten sie im Namen Rabhs: Wenn der Riß sich in einem Winkel befindet und die Decke abgeschrägt ist, wobei man nicht sagen kann, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab.", "Šemuél erklärte: Auch wenn mehr als zehn78Bezieht sich auf den ersten, von einem Hofe handelnden Fall.. – Demnach sollte es ja auch von dem Falle gelten, wenn an einer Seite!? –", "Wegen des Hauses79Von dem dies nur in dem Falle gilt, wenn an zwei Seiten.. –", "Aber hinsichtlich eines Hauses selbst ist ja einzuwenden: wenn an einer Seite wohl deshalb nicht, weil wir sagen, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab, somit sollten wir, auch wenn an zwei Seiten, sagen, der Rand der Decke reiche bis unten und schließe es ab!?", "Ferner: ist Šemuél denn der Ansicht, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab, es wurde ja gelehrt, daß man in einer Säulenhalle auf einer Ebene, wie Rabh sagt, unbeschränkt, und wie Šemuél sagt, nur vier Ellen tragen dürfe!? –", "Das ist kein Einwand; nur bei vier [Wänden]80Der Säulenhalle fehlen alle 4 Wände.ist er nicht dieser Ansicht, wohl aber bei drei. –", "Aber immerhin besteht ja [der erste] Einwand!? –", "Wie sie in der Schule Rabhs im Namen Rabhs erklärt haben, wenn die Lücke sich in einem Winkel befindet und die Decke abgeschrägt ist, ebenso hierbei, wenn die Lücke sich in einem Winkel befindet und der Decken[winkel] vier [Seiten]81Wenn der Deckenwinkel mit einem Doppelwinkel abbricht.hat.", "Šemuél erklärt nicht wie Rabh, denn es wird nicht von einer abgeschrägten [Decke] gelehrt, und Rabh erklärt nicht wie Šemuél, denn demnach gleicht es ja einer Säulenhalle, und Rabh vertritt seine Ansicht, daß man in einer Säulenhalle unbeschränkt tragen dürfe.", "Es wird nämlich gelehrt: In einer Säulenhalle auf einer Ebene darf man, wie Rabh sagt, unbeschränkt und, wie Šemuél sagt, nur vier Ellen tragen.", "Rabh sagt, man dürfe unbeschränkt tragen, denn wir sagen, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab; Šemuél sagt, man dürfe nur vier Ellen tragen, denn wir sagen nicht, der Rand der Decke reiche bis unten und schließe es ab.", "Bei zehn [Ellen] streiten sie nicht, sie streiten nur bei mehr als zehn.", "Manche sagen: Bei mehr als zehn streiten sie nicht, sie streiten nur bei zehn. –", "Nach wem sagte R.Jehuda," ], [ "ein vier [Handbreiten breiter] Balken bewirke Erlaubnis bei einer Ruine82Cf. supra Fol. 86a, Anmm.76u. 77., und nach wem sagte R.Naḥman im Namen des Rabba b.Abuha, ein vier [Handbreiten breiter] Balken bewirke Erlaubnis beim Wasser? –", "Nach der Lesart, nach der sie bei zehn nicht streiten, gilt dies von einem zehn [Ellen langen Balken] nach aller Ansicht, und nach der Lesart, nach der sie bei zehn streiten, nach Rabh.", "Es wäre anzunehmen, daß Abajje und Raba denselben Streit wie Rabh und Šemuél führen. Es wurde nämlich gelehrt: Wenn man auf eine Säulenhalle, die [an zwei Seiten] Latten83Cf. supra Fol. 93a, Anm. 46—48. hat, Hüttenbedachung legt, so ist sie [als Festhütte] brauchbar; hat sie keine Latten, so ist sie, wie Abajje sagt, brauchbar, und wie Raba sagt, unbrauchbar.", "Abajje sagt, sie sei brauchbar, denn wir sagen, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab; Raba sagt, sie sei unbrauchbar, denn wir sagen nicht, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab. Abajje wäre also der Ansicht Rabhs und Raba der Ansicht Šemuéls. –", "Über die Ansicht Šemuéls84Auch A. pflichtet bei, daß sie nach Š. als Festhütte untauglich sei.streiten sie nicht, sie streiten nur über die Ansicht Rabhs. Abajje ist entschieden der Ansicht Rabhs, nach Raba aber ist Rabh dieser Ansicht nur da, weil die Wände für die Säulenhalle gemacht worden sind, nicht aber hierbei, wo die Wände nicht für die Festhütte gemacht worden sind.", "R.JOSE SAGTE: IST ES &C. ERLAUBT. Sie fragten: Meint R.Jose, daß es erlaubt sei, oder daß es verboten sei?", "R.Šešeth erwiderte: Daß es verboten sei. Ebenso sagte R.Joḥanan: Daß es verboten sei. Ebenso wird gelehrt: R.Jose sagte: Wie es für die Zukunft verboten ist, so ist es auch an diesem Šabbath verboten.", "Es wurde gelehrt: R.Ḥija b. Joseph sagte, die Halakha sei wie R.Jose; Šemuél sagte, die Halakha sei wie R.Jehuda. –", "Kann Šemuél dies denn gesagt haben, wir haben ja gelernt: R.Jehuda sagte, diese Worte gelten nur vom Gebiet-E͑rub, beim Hof-E͑rub aber kann dies sowohl mit seinem Wissen als auch ohne sein Wissen erfolgen, weil man jemand in seiner Abwesenheit bevorteilen und nicht benachteiligen85Cf. supra Fol. 46b, Anm. 73.kann.", "Hierzu sagte R.Jehuda im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie R.Jehuda. Noch mehr: überall, wo R.Jehuda etwas über den E͑rub lehrt, ist die Halakha wie er.", "Hierzu fragte R.Ḥana aus Bagdad R.Jehuda, ob Šemuél dies auch vom Durchgang, von dem der Balken oder der Pfosten entfernt wurde, gesagt habe, und dieser erwiderte, er habe es ihm nur vom E͑rub und nicht von den Wänden86Cf. supra Fol. 81b, Anm. 99.gesagt!?", "R.A͑nan erwiderte: Mir wurde dies von Šemuél erklärt: eines sagte er von einem [Hofe], der nach einem Neutralgebiete durchbrochen ist, und eines von einem, der nach öffentlichem Gebiete durchbrochen ist87Beim ersteren ist es erlaubt, da die Translozierung nur rabbanitisch verboten ist..", "iv UNTER EINEM ÜBER ZWEI HÄUSERN88Auf beiden Seiten des öffentl. Gebietes.ERBAUTEN SÖLLER, EBENSO UNTER SCHWIBBOGEN89Od. Straßenüberführung; wörtl. offene Brücke.DARF MAN AM ŠABBATH TRAGEN – SO R.JEHUDA; DIE WEISEN VERBIETEN DIES.", "FERNER SAGTE R.JEHUDA, MAN KÖNNE IN EINER OFFENEN DURCHGANGSGASSE EINENRUB MACHEN; DIE WEISEN VERBIETEN DIES.", "GEMARA. Rabba sagte: Man glaube nicht, R.Jehuda sage dies deshalb, weil er der Ansicht ist, nach der Tora seien zwei Wände [ausreichend], vielmehr deshalb, weil er der Ansicht ist, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab.", "Abajje wandte gegen ihn ein: Noch mehr sagte R.Jehuda: Wer zwei [gegenüberliegende] Häuser auf beiden Seiten der Straße hat, darf an beide Enden je einen Pfosten oder je einen Querbalken setzen und in der Mitte nehmen und geben. Jene sprachen zu ihm: Auf diese Weise kann man für das öffentliche Gebiet keinen E͑rub machen!?", "Dieser erwiderte: Hieraus ist dies90Daß nach der Tora für das Privatgebiet 2 Wände genügen.wohl zu entnehmen, aus jener Lehre aber nicht.", "R.Aši sprach: Dies ist auch aus unserer Mišna zu entnehmen. Er lehrt: ferner sagte R.Jehuda, man könne in einer offenen Durchgangsgasse einen E͑rub machen; die Weisen verbieten dies.", "Erklärlich ist es, wenn du sagst, [im ersten Falle] aus dem Grunde, weil er der Ansicht ist, der Rand der Decke reiche [fiktiv] bis unten und schließe es ab, daß er ‘ferner’ lehrt91Da dies in der 2. Lehre nicht berücksichtigt wird.,", "was aber bedeutet das ‘ferner’, wenn du sagst, [auch im ersten Falle,] weil er der Ansicht ist, nach der Tora seien zwei Wände [ausreichend]!? Schließe hieraus.", "", "i WER [AM ŠABBATH] TEPHILLIN FINDET, BRINGE SIE PAARWEISE1An Haupt und Arm, wie man sie wochentags anzulegen pflegt. HEIM; R.GAMLIÉL SAGT, JE ZWEI [PAARE]. DIESE WORTE GELTEN NUR VON GEBRAUCHTEN, BEI NEUEN2Die keine Gebrauchsspuren haben u. viell. gar keine richtigen Tephillin sind.BRAUCHT MAN ES NICHT.", "FINDET MAN SIE IN $$PAKETEN ODER BÜNDELN, SO WARTE MAN, BIS ES DUNKEL WIRD, UND BRINGE SIE HEIM;\n" ], [ "BEI GEFAHR BEDECKE MAN SIE UND GEHE SEINES WEGES.", "ii R.ŠIMO͑N SAGT, MAN REICHE SIE SEINEM NÄCHSTEN UND DER NÄCHSTE SEINEM NÄCHSTEN, BIS SIE SO ZUM ÄUSSERSTEN HOFE GELANGEN.", "DESGLEICHEN REICHE MAN SEIN KIND3Wenn seine Frau auf freiem Felde gebiert. SEINEM NÄCHSTEN UND DER NÄCHSTE SEINEM NÄCHSTEN, AUCH BIS HUNDERT. R.JEHUDA SAGTE: MAN DARF SEINEM NÄCHSTEN EIN FASS REICHEN UND DER NÄCHSTE SEINEM NÄCHSTEN, AUCH AUSSERHALB DES ŠABBATHGEBIETES. JENE SPRACHEN ZU IHM: DIESES DARF NICHT WEITER GELANGEN ALS DIE FÜSSE SEINES EIGENTÜMERS.", "GEMARA. Nur ein Paar und nicht mehr, somit vertritt unsere anonyme Mišna nicht die Ansicht R.Meírs,", "denn R.Meír sagt ja, man dürfe soviel als möglich anziehen und sich in soviel als möglich hüllen. Wir haben nämlich gelernt: Dahin darf man4Bei einer Feuersbrunst; cf. Sab. Fol. 120a. sein ganzes Essgeschirr bringen; ebenso darf man alles anziehen, was man nur anziehen kann, und sich in alles hüllen, worin man sich hüllen kann. –", "Woher, daß diese anonyme [Lehre] von R.Meír ist? – Weil hierzu gelehrt wird: Man darf [Kleider] anziehen, hinausbringen und ausziehen, und wiederum anziehen, hinausbringen und ausziehen, selbst den ganzen Tag – so R.Meír.", "Raba erwiderte: Du kannst auch sagen, die des R.Meír, denn da haben es die Rabbanan so [erlaubt], wie es am Wochentage erfolgt, und ebenso hierbei, wie es am Wochentage erfolgt.", "Kleider legt man am Wochentage soviel an, als beliebt, daher haben die Rabbanan dies auch bei einer Rettung erlaubt; Tephillin legt man auch am Wochentage nur ein Paar an, daher auch bei einer Rettung nur ein Paar und nicht mehr.", "R.GAMLIÉL SAGT, JE ZWEI. Welcher Ansicht ist er: ist er der Ansicht, der Šabbath sei eine Zeit für die Tephillin, so sollte man nur ein Paar und nicht mehr [retten],", "und ist er der Ansicht, der Šabbath sei keine Zeit für die Tephillin, und nur zur Rettung haben die Rabbanan es in der Weise erlaubt, wie man sie anzulegen pflegt, so sollte man auch mehr [retten] dürfen!? –", "Tatsächlich ist er der Ansicht, der Šabbath sei keine Zeit für die Tephillin, und wenn die Rabbanan das Retten in der Weise des Anlegens erlaubt haben, dann nur an der Stelle, da man die Tephillin [anlegt]. –", "Demnach nur ein Paar und nicht mehr!? R. Šemuél b.R.Jiçḥaq erwiderte: Am Kopfe ist Raum da, zwei Tephillin anzulegen. –", "Einleuchtend ist dies hinsichtlich der [Tephilla] des Kopfes, wie ist es aber hinsichtlich der der Hand zu erklären!? –", "Nach R.Hona, denn R.Hona sagte: Oft kommt mancher vom Felde mit seinem Bündel auf dem Kopfe, sodann nimmt er [die Tephilla] vom Kopfe und befestigt sie an den Arm. –", "Allerdings sagte es R.Hona, damit man sie nicht verächtlich behandle, sagte er etwa, daß dies5Tephillin am Š. am Arm zu tragen. sonst gebührlich sei!? –", "Vielmehr, wie R.Šemuél b.R.Jiçḥaq erklärt hat, am Kopfe sei Raum da, zwei Tephillin anzulegen, ebenso ist auch an der Hand Raum da, zwei Tephillin anzulegen.", "In der Schule Menašes wurde gelehrt:6An deine Hand: der Armmuskel;6Dt. 8.zwischen deinen Augen: der Scheitel. – Wo? – Wo das Hirn7Wohl die Hirnschale, die Fontanelle. eines Kindes weich ist.", "Es ist anzunehmen, daß sie über das, was R.Šemuél b. R.Jiçḥaq gesagt hat, streiten: der erste Tanna hält nichts von dem, was R.Šemuél b. R.Jiçḥaq gesagt hat, und R.Gamliél hält wohl von dem, was R.Šemuél b. R.Jiçḥaq gesagt hat. –", "Nein, alle halten von dem, was R.Šemuél b. R.Jiçḥaq gesagt hat, und sie streiten vielmehr, ob der Šabbath eine Zeit für die Tephillin ist; der erste Tanna ist der Ansicht, der Šabbath sei eine Zeit für die Tephillin,", "und R.Gamliél ist der Ansicht, der Šabbath sei keine Zeit für die Tephillin.", "Wenn du willst, sage ich: alle sind der Ansicht, der Šabbath sei eine Zeit für die Tephillin, und sie streiten vielmehr, ob die [Ausübung der] Gebote der Beabsichtigung benötige; der erste Tanna ist der Ansicht, um seiner Pflicht zu genügen, benötige man der Beabsichtigung8Somit darf man nur ein Paar anlegen, da die Hinzufügung verboten ist.,", "und R.Gamliél ist der Ansicht, man benötige nicht der Beabsichtigung9Ohne Beabsichtigung hat man das Gebot ausgeübt, jedoch nicht das Verbot der Hinzufügung.." ], [ "Wenn du willst, sage ich: alle sind der Ansicht, man benötige, um seiner Pflicht zu genügen, der Beabsichtigung nicht, und sie streiten vielmehr über das Verbot der Hinzufügung; der erste Tanna ist der Ansicht, zur Übertretung des Verbotes der Hinzufügung sei die Beabsichtigung nicht erforderlich, und R.Gamliél ist der Ansicht, zur Übertretung des Verbotes der Hinzufügung sei die Beabsichtigung erforderlich.", "Wenn du aber willst, sage ich: wenn wir der Ansicht sind, der Šabbath sei eine Zeit für die Tephillin, stimmen alle überein, die Beabsichtigung sei weder zur Übertretung des Verbotes noch um der Pflicht zu genügen erforderlich,", "und sie streiten10Indem wir annehmen, daß am Š. keine Tephillin anzulegen sind. vielmehr über die Übertretung eines Verbotes außerhalb der Pflichtzeit; der erste Tanna ist der Ansicht, hierzu sei die Beabsichtigung nicht erforderlich, und R.Gamliél ist der Ansicht, zur Übertretung eines Verbotes außerhalb der Pflichtzeit sei die Beabsichtigung erforderlich. –", "Demnach sollte ja nach R.Meír auch ein Paar [verboten sein11Das Anlegen der Tephillin am Š. ist ebenfalls eine Hinzufügung.]!?", "Ferner müßte demnach, wer am achten [Tage des Hüttenfestes] in der Festhütte schläft, Geißelhiebe erhalten12Da man nur 7 Tage in der Festhütte zu verweilen hat.!? – Am richtigsten ist es vielmehr, wie wir zuerst erklärt haben.", "Wer ist es, welcher sagt, der Šabbath sei eine Zeit für die Tephillin? – Das ist R.A͑qiba, denn es wird gelehrt: 13Ex. 10; dieser Schriftvers befindet sich in einem der Tephillinabschnitte.Du sollst diese Satzung zur festgesetzten Zeit beobachten, von Jahrestag zu Jahrestag; Tag, nicht aber nachts; von Tag, nicht aber jeden Tag, ausgenommen sind Šabbathe und Festtage – so R.Jose der Galiläer.", "R.A͑qiba sagt, diese Satzung beziehe sich nur auf das Pesaḥfest14Wovon vorangehend gesprochen wird.. –", "Demnach vertritt das, was wir gelernt haben, das Pesaḥfest und die Beschneidung seien auszuübende Gebote15Sodaß bei Unvorsätzlichkeit kein Opfer darzubringen ist, wie dies bei einem Verbote der Fall ist., nicht die Ansicht R.A͑qibas, denn nach R.A͑qiba, der sie auf das Pesaḥfest bezieht, gibt es ja bei diesem auch ein Verbot!? Dies nach R.Abin im Namen R.Ilea͑js, denn R.Abin sagte im Namen R.Ilea͑js: Überall, wo es achte, daß nicht und nicht heißt, wird ein Verbot ausgedrückt!? –", "Du kannst auch sagen, sie vertrete die Ansicht R.A͑qibas, denn bei einem Verbote ist das achte ein Verbot, und bei einem Gebote ist das achte ein Gebot. –", "Ist denn R.A͑qiba der Ansicht, der Šabbath sei eine Zeit für die Tephillin, es wird ja gelehrt: R.A͑qiba sagte: Man könnte glauben, die Tephillin seien an Šabbathen und Festen anzulegen, so heißt es:16Ex. 13,9.sie sollen zum Wahrzeichen an deiner Hand sein; [an Tagen,] an denen ein Zeichen nötig ist, ausgenommen diese, die an sich ein Zeichen sind!? –", "Vielmehr, es ist der Tanna der folgenden Lehre: Wer die Nacht wachend verbringt, darf, wenn er will, [die Tephillin] ablegen, und wenn er will, anlegen – so R. Nathan; Jonathan Qitoni sagt, nachts lege man die Tephillin nicht an. Wenn nun nach dem ersten Tanna die Nacht eine Zeit für die Tephillin ist, so ist auch der Šabbath eine Zeit für die Tephillin. –", "Vielleicht aber ist er der Ansicht, die Nacht sei eine Zeit für die Tephillin, der Šabbath sei keine Zeit für die Tephillin, denn wir wissen auch von R.A͑qiba, daß er der Ansicht ist, die Nacht sei eine Zeit für die Tephillin, der Šabbath aber sei keine Zeit für die Tephillin!? –", "Vielmehr, es ist der Tanna der folgenden Lehre: Mikhal, die Tochter des Kušiten17Benennung des Königs Šaúl; cf. Mq. Fol. 16b., legte die Tephillin an, und die Weisen wehrten es ihr nicht; die Frau [des Propheten] Jona ging auf die Wallfahrt18Zur heiligen Stätte an den Festen; cf. Ex. 23,17., und die Weisen wehrten es ihr nicht. Wenn die Weisen es ihr nicht wehrten, so waren sie wohl der Ansicht, dies sei kein von einer bestimmten Zeit abhängiges Gebot19Den von einer bestimmten Zeit abhängenden Geboten ist die Frau nicht unterworfen.. –", "Vielleicht waren sie" ], [ "der Ansicht R.Joses, welcher sagt, das Stützen20Der Hand auf den Kopf des Opfertieres; cf. Lev. 1,4 uö. sei den Frauen freigestellt21Obgleich sie dazu nicht verpflichtet sind.!?", "Wieso haben sie, wolltest du nicht so sagen, der Frau Jonas, die auf die Wallfahrt ging, es nicht gewehrt, gibt es denn jemand, welcher sagt, die Wallfahrt sei kein von einer bestimmten Zeit abhängiges Gebot!? Sie waren also der Ansicht, es sei [den Frauen] freigestellt, ebenso ist es ihnen auch hierbei freigestellt. –", "Vielmehr, es ist der Tanna der folgenden Lehre: Wer [am Šabbath] Tephîllin findet, bringe sie paarweise heim, ob Mann oder Frau, ob neue oder gebrauchte – so R.Meír; R. Jehuda verbietet es bei neuen und erlaubt es bei gebrauchten.", "Sie streiten also nur, über neue und gebrauchte, nicht aber über eine Frau. Hieraus ist somit zu entnehmen, daß dies kein von einer bestimmten Zeit abhängiges Gebot ist, und zu allen von einer bestimmten Zeit nicht abhängigen Geboten sind Frauen verpflichtet. –", "Vielleicht ist er der Ansicht R.Joses, welcher sagt, das Stützen sei den Frauen freigestellt!? – Dies ist nicht anzunehmen, denn nicht R.Meír ist der Ansicht R.Joses, und nicht R.Jehuda ist der Ansicht R.Joses.", "R.Meír ist nicht der Ansicht R.Joses, denn wir haben gelernt, daß man Kinder vom Posaunenblasen22Am Neujahrsfeste; cf. Lev. 23,24. nicht zurückhalte, wonach man Frauen wohl zurückhalte, und eine anonyme Mišna ist nach R.Meír.", "R.Jehuda ist nicht der Ansicht R.Joses, denn es wird gelehrt:23Lev. 1,2.Sprich zu den Söhnen Jisraéls; und er soll stützen; nur die Söhne Jisraéls stützen, nicht aber stützen die Töchter Jisraéls; R.Jose und R.Šimo͑n sagen, den Frauen sei es zu stützen freigestellt;", "eine anonyme [Lehre im] Siphra ist nach R.Jehuda.", "R.Elie͑zer sagte: Wenn jemand purpurblaue Wolle auf der Straße findet, so ist sie, wenn in Streckstreifen, unbrauchbar24Als Çiçith verwendet zu werden, da sie für diesen Zweck gefärbt werden muß., und wenn in Fäden, brauchbar. –", "Wenn in Streckstreifen wohl deshalb nicht, weil man annehme, sie sei zu einem Gewände gefärbt worden, und ebenso können ja auch Fäden zu einem Gewände gesponnen worden sein!? – Wenn sie gezwirnt25Solche werden gewöhnlich zum Weben nicht verwendet. sind. –", "Aber auch gezwirnte können ja zu einer Kleiderborte gedreht worden sein!? – Wenn sie geschnitten sind, und so sehr bemüht26Die Fäden wieder zusammenzuknüpfen, um sie zu einer Borte zu verwenden. man sich damit sicher nicht.", "Raba wandte ein: Bemüht sich denn jemand, ein Amulett in der Form von Tephillin zu fertigen, dennoch haben wir gelernt, dies gelte nur von gebrauchten [Tephillin], bei neuen aber brauche man es nicht27Weil sie vielleicht keine Tephillin, sondern Amulette in ähnlicher Form sind.!? –", "R.Zera sprach zu seinem Sohne Ahaba: Geh und lehre vor ihnen: Wenn jemand purpurblaue Wolle auf der Straße findet, so ist sie, wenn in Streckstreifen, unbrauchbar, und wenn in geschnittenen Fäden, brauchbar, weil man sich damit nicht so sehr bemüht26Die Fäden wieder zusammenzuknüpfen, um sie zu einer Borte zu verwenden..", "Raba entgegnete: Ist dies denn, weil Ahaba, der Sohn R.Zeras, es gelehrt hat, mit Edelsteinen behängt worden, wir haben ja gelernt, dies gelte nur von gebrauchten [Tephillin], bei neuen aber brauche man es nicht!?", "Vielmehr, sagte Raba, besteht darüber, ob man sich bemüht oder nicht bemüht, [ein Streit von] Tannaím.", "Es wird nämlich gelehrt; Wer [am Šabbath] Tephillin findet, bringe sie paarweise heim, ob ein Mann oder eine Frau," ], [ "ob neue oder gebrauchte – so R.Meír; R.Jehuda verbietet es bei neuen und erlaubt es bei gebrauchten. Demnach ist einer der Ansicht, man bemühe28Amulette in der Form von Tephillin zu fertigen.sich, und einer ist der Ansicht, man bemühe sich nicht.", "Nach dem aber, was der Vater des Šemuél b. R. Jiçḥaq gelehrt hat, gebraucht heißen solche, die Riemen29Mit denen die Tephillin an den Kopf und den Arm befestigt werden.mit Knoten haben, und neu heißen solche, die Riemen ohne Knoten haben, sind alle der Ansicht, man bemühe sich nicht30Man bringe ‘neue’ Tephillin deshalb nicht heim, weil man sie ohne Knoten nicht anlegen kann u. das Fertigen eines solchen am Š. verboten ist.. –", "Man kann ja eine Schleife machen!? R.Ḥisda erwiderte: Dies besagt eben, daß eine Schleife bei den Tephillin unzulässig sei.", "Abajje erwiderte: R.Jehuda vertritt hierbei seine Ansicht, daß eine Schleife als Knoten31Man darf am Š. auch keine Schleife machen.gelte. –", "Nur darum, weil eine Schleife als Konten gilt, sonst wäre dies zulässig; aber R.Jehuda, Sohn des R.Šemuel b. Šilath, sagte ja im Namen Rabhs, der Knoten der Tephillin sei eine Moše am Sinaj überlieferte Halakha, und hierzu sagte R.Naḥman, der Schmuck32Der Knoten, der in der Form eines Buchstaben gemacht wird. müsse sich auswärts befinden!? –", "Man kann eine dem Knoten ähnliche Schleife machen.", "R.Ḥisda sagte im Namen Rabhs: Wer Tephillin von einem Unbewährten kauft33In größeren Mengen, zum Wiederverkauf., untersuche zwei Tephillin der Hand und eine des Kopfes, oder zwei des Kopfes und eine der Hand. –", "Wie du es nimmst: kauft er von einem, so sollte er entweder drei der Hand oder drei des Kopfes untersuchen,", "kauft er von zwei oder drei Personen, so sollte er jede untersuchen!? – Tatsächlich, wenn er sie von einem kauft, nur muß er sowohl bezüglich der der Hand als auch bezüglich der des Kopfes bewährt sein. –", "Dem ist ja aber nicht so, Rabba b. Šemuél lehrte ja, bei [einem Einkauf von] Tephillin untersuche man drei der Hand und des Kopfes; doch wohl entweder drei der Hand oder drei des Kopfes!? – Nein, drei, unter denen sich der Hand und des Kopfes befinden müssen. –", "Aber R.Kahana lehrte ja, bei [einem Einkauf von] Tephillin untersuche man zwei, der Hand und des Kopfes!? – Hierbei ist die Ansicht Rabbis vertreten, welcher sagt, zwei Male gelten als Feststellung. –", "Wie erklärst du nach Rabbi den Schlußsatz: ebenso beim zweiten Paket und ebenso beim dritten Paket; sind denn nach Rabbi drei erforderlich!? –", "Rabbi pflichtet bei mehreren Packeten bei, die man von zwei, drei Personen kauft. – Demnach sollte auch das vierte und das fünfte untersucht werden!? –", "Freilich, dem ist auch so, und nur deshalb lehrt er es von dreien, [um anzudeuten,] daß er hierbei aus seiner Feststellung tritt; in Wirklichkeit aber gilt dies auch vom vierten und fünften.", "FINDET MAN SIE IN PACKETEN ODER BÜNDELN &C. Was heißt Packete und was heißt Bündel? R.Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Packete und Bündel sind dasselbe, nur sind Packete in Paaren, und Bündel viele zusammengebunden.", "SO WARTE MAN, BIS ES DUNKEL WIRD, UND BRINGE SIE HEIM. Weshalb denn, man sollte sie doch paarweise heimbringen!? R.Jiçḥaq, Sohn des R.Jehuda, erwiderte: Mir wurde dies von meinem Vater erklärt: Kann man sie alle paarweise vor Sonnenuntergang heimbringen, so bringe man sie paarweise heim, wenn aber nicht, so warte man, bis es dunkel wird, und bringe sie heim.", "BEI GEFAHR BEDECKE MAN SIE UND GEHE SEINES WEGES. Es wird ja aber gelehrt, daß man sie bei Gefahr [in Abständen von] weniger als vier Ellen trage!? Rabh erwiderte: Das ist kein Einwand; dies bei Gefahr vor Nichtjuden34Dh. Religionsverfolgung; in diesem Falle lasse man sie liegen., jenes bei Gefahr vor Räubern." ], [ "Abajje sprach zu ihm: Du hast unsere Mišna auf den Fall bezogen, wenn Gefahr vor Nichtjuden, wie erklärst du nun den Schlußsatz: R.Šimón sagt, man reiche sie seinem Nächsten und der Nächste seinem Nächsten; dadurch wird es ja um so mehr bekannt!? –", "[Die Mišna] ist lückenhaft und muß wie folgt lauten: dies nur bei Gefahr vor Nichtjuden, wenn aber Gefahr vor Räubern besteht, trage man sie [in Abständen von] weniger als vier Ellen.", "R.ŠIMO͑N SAGT, MAN REICHE SIE SEINEM NÄCHSTEN &C. Worin besteht ihr Streit? – Einer ist der Ansicht, man trage sie lieber [in Abständen von] weniger als vier Ellen, denn wenn man sie seinem Nächsten und der Nächste seinem Nächsten reicht, erfolgt die [Entweihung] des Šabbaths noch öffentlicher,", "und einer ist der Ansicht, man reiche sie lieber seinem Nächsten, denn wenn man sie [in Abständen von] weniger als vier Handbreiten trägt, könnte man, wenn man daran nicht denkt, vier Ellen auf öffentlichem Gebiete zu tragen verleitet werden.", "DESGLEICHEN EIN KIND. Wie kommt da sein Kind hin!? – In der Schule Menašes wurde gelehrt: Wenn die Mutter es auf dem Felde gebar. –", "Was heißt: auch bis hundert? – Obgleich ihm das Anfassen nachteilig ist, dennoch ist dies zu bevorzugen.", "R.JEHUDA SAGTE: MAN DARF SEINEM NÄCHSTEN EIN FASS REICHEN. Hält R.Jehuda denn nichts von dem, was wir gelernt haben, daß nämlich Tiere und Sachen den Füßen des Eigentümers35Dh. sie dürfen nur da hingebracht werden, wohin der Eigentümer selbst gehen darf. gleichen?", "Reš Laqiš erwiderte im Namen Levi des Greisen: Hier handelt es sich um den Fall, wenn man [den Inhalt] aus einem Fasse in das andere gießt, und R.Jehuda vertritt hierbei seine Ansicht, daß nämlich das Wasser unwesentlich ist.", "Wir haben nämlich gelernt, R.Jehuda befreit davon35Von der Rücksichtnahme auf das Šabbathgebiet; ausführl. Jt. Fol. 37a., soweit es das Wasser betrifft, weil es unwesentlich ist. –", "Was heißt demnach: dieses36Nach der obigen Erklärung spricht ja auch RJ. nicht vom Fasse selber, sondern vom Inhalte. darf nicht gelangen!? – Dessen Inhalt darf nicht weiter gelangen, als die Füße seines Eigentümers. –", "Aber R.Jehuda sagte es ja nur von dem Falle, wenn das Wasser im Teig enthalten ist, sagt er es etwa auch von dem Falle, wenn es gesondert37Wörtl. sein Wesen behalten hat. ist: wenn es nach R.Jehuda in einer gekochten Speise seine Eigenheit nicht verliert, wie gelehrt wird, R.Jehuda sagt, Wasser und Salz verlieren sich im Teig, nicht aber in der gekochten Speise, weil diese dünn ist, wie sollte es seine Eigenheit verlieren, wenn es gesondert ist!?", "Vielmehr, erklärte Raba, hier handelt es sich um den Fall, wenn das Faß und nicht das Wasser38Wenn das Wasser erst am Š. aus einem Fluß in das Faß gekommen ist (cf. supra Fol. 46a), in welchem Falle es jeder nach seinem Platze bringen darf. seinen Platz für den Šabbath erworben hat, und das Faß verliert seine Bedeutung gegenüber dem Wasser.", "Wir haben nämlich gelernt: Wer [am Šabbath] einen Lebenden in einem Bette hinausbringt, ist auch wegen des Bettes frei, weil das Bett nur Nebensächliches ist;", "wer Speisen unter dem festgesetzten Quantum39Cf. Sab. Fol. 76b.in einem Gefäße hinausbringt, ist auch wegen des Gefäßes frei, weil das Gefäß nur Nebensächliches ist.", "R.Joseph wandte ein: R.Jehuda sagt, bei einer Karawane40Die kein Wasser zum Trinken hat. reiche einer das Faß seinem Nächsten und der Nächste seinem Nächsten. Nur bei einer Karawane, sonst aber nicht!? Vielmehr, erklärte R.Joseph, auch unsere Mišna lehrt dies von einer Karawane.", "Abajje erklärte: Ist es eine Karawane, [so ist es erlaubt,] auch wenn das Faß und das Wasser ihren Platz für den Šabbath erworben haben, ist es keine Karawane, nur wenn das Faß und nicht das Wasser seinen Platz für den Šabbath erworben hat.", "R.Aši erklärte: Hier handelt es sich um ein herrenloses Faß und herrenloses Wasser. – Wer ist es, der zu ihm sprach? – Es ist R.Joḥanan b.Nuri, welcher sagt, herrenlose Gegenstände erwerben ihren Platz für den Šabbath. – Wieso heißt es aber: dieses darf nicht weiter gelangen als die Füße seines Eigentümers!? – Dieses darf nicht weiter gelangen als Geräte, die Eigentümer haben.", "iii WENN JEMAND AUF EINER SCHWELLE EINE SCHRIFTROLLE41Ein Buch der hl. Schrift enthaltend.LIEST UND SIE AUS SEINER HAND ROLLT42Und das eine Ende in seiner Hand zurückbleibt., SO ROLLE ER SIE ZU SICH HERAN.", "WENN JEMAND EINE SCHRIFTROLLE AUF DEM DACHE LIEST UND SIE AUS SEINER HAND ROLLT, SO DARF ER SIE, FALLS SIE DIE ZEHN HANDBREITEN [VON DER ERDE] NICHT ERREICHT HAT, ZU SICH HER ANROLLEN, HAT SIE DIE ZEHN HANDBREITEN ERREICHT, SO WENDE ER SIE AUF DIE SCHRIFTSEITE43Mit der Schrift gegen die Wand, um sie zu schützen.UM.", "R.JEHUDA SAGT, AUCH WENN SIE NUR EINE NADELBREITE VON der ERDE ABSTEHT, ROLLE ER SIE ZU SICH HERAN. R.ŠIMO͑N SAGT, SELBST WENN SIE DIE ERDE [BERÜHRT], ROLLE ER SIE ZU SICH HERAN, DENN DU HAST KEIN [VERBOT] DES FEIERNS WEGEN, DAS VOR DEN HEILIGEN SCHRIFTEN STAND HIELTE.", "Von welcher Schwelle gilt dies: wollte man sagen, wenn die Schwelle Privatgebiet und [der Raum] vor ihr öffentliches Gebiet ist, und man berücksichtige nicht, sie könnte [ganz aus seiner Hand] fallen und er sie zu holen veranlaßt werden," ], [ "also nach R.Šimo͑n, welcher sagt, [ein Verbot] des Feierns wegen halte nicht Stand vor den heiligen Schriften, wie erklärst du nun den Schlußsatz: R.Jehuda sagt, auch wenn sie nur eine Fadenbreite von der Erde absteht, rolle er sie zu sich heran. R.Šimo͑n sagt, selbst wenn sie den Boden [berührt], rolle er sie zu sich heran.", "Der Anfangssatz und der Schlußsatz nach R.Šimo͑n und der Mittelsatz nach R.Jehuda!? R.Jehuda erwiderte: Allerdings, der Anfangssatz und der Schlußsatz nach R.Šimo͑n und der Mittelsatz nach R. Jehuda.", "Rabba erwiderte: Hier handelt es sich um eine Schwelle, auf der [das Publikum] herumtritt, und wegen der Schändung der heiligen Schriften haben die Rabbanan es erlaubt.", "Abajje wandte gegen ihn ein: Wenn innerhalb vier Ellen, so rolle er sie zu sich heran, wenn außerhalb vier Ellen, so wende er sie auf die Schriftseite um. Wenn du sagst, es handle sich um eine Schwelle, auf der [das Publikum] herumtritt, so ist es ja einerlei, ob innerhalb vier Ellen oder außerhalb vier Ellen!?", "Vielmehr, erklärte Abajje, handelt es sich um eine Schwelle, die Neutralgebiet ist, und vor der öffentliches Gebiet liegt;", "innerhalb vier Ellen, wo er, selbst wenn sie herabfällt und er sie holt, sich nicht eines Sündopfers schuldig macht, haben die Rabbanan es erlaubt,", "außerhalb vier Ellen, wo er, wenn er sie holt, sich eines Sündopfers schuldig macht, haben die Rabbanan es nicht erlaubt. –", "Demnach sollte ja aber auch innerhalb vier Ellen berücksichtigt werden, er könnte verleitet werden, sie aus öffentlichem Gebiete nach Privatgebiet zu bringen!? Wolltest du sagen, da sie durch ein Neutralgebiet getrennt sind, sei nichts dabei, so sagte ja Raba, wer etwas auf öffentlichem Gebiete vier Ellen in der Höhe44Wörth über sich, dh. oberhalb 10 Hb.n, wo der Luftraum gar nicht mehr zum öffentlichen Gebiete gehört.trägt, sei schuldig!? –", "Hier handelt es sich um eine breite Schwelle, sodaß er sich währenddessen erinnern45Er bleibt auf der Schwelle stehen, u. erst dann bringt er die Rolle in die Wohnung, sodaß er nicht mehr direkt aus öffentlichem Gebiete nach Privatgebiet, sondern nach, bezw. aus einem Neutralgebiete. kann.", "Wenn du willst, sage ich: tatsächlich handelt es sich um eine Schwelle, die nicht breit ist, denn heilige Schriften pflegt man zu besehen und erst dann hinzulegen46Reim Besehen bleibt er auf der Schwelle stehen.. – Es ist ja aber zu berücksichtigen, er könnte sie auf öffentlichem Gebiete besehen und sie direkt nach dem Privatgebiete bringen!? –", "Hier ist Ben A͑zaj vertreten, welcher sagt, das Gehen gleiche dem Stehen47Wenn er die Schwelle passiert, ist es ebenso, als bliebe er da stehen.. – Er könnte sie ja aber werfen, und R.Joḥanan sagte, Ben A͑zaj pflichte hinsichtlich des Werfens bei!?", "R.Ada b.Ahaba erwiderte: Dies besagt eben, daß man heilige Schriften nicht werfen dürfe.", "WENN JEMAND AUF DEM DACHE LIEST &C. Ist dies denn erlaubt, es wird ja gelehrt, man habe den Schreibern von heiligen Büchern, Tephillin und Mezuzoth nicht erlaubt, einen Bogen auf die Schriftseite zu wenden, vielmehr breite man über sie48Wenn man sie vor Schmutz und Staub schützen will. ein Gewand!? –", "Da ist dies möglich, hierbei aber nicht, und wenn man sie nicht umwendet, ist dies eine noch größere Schändung der heiligen Schriften. –", "«Wende er sie auf die Schriftseite um», sie liegt ja nicht49Auf der Wand, somit sollte es überhaupt erlaubt sein, die Rolle an sich zu ziehen.!? – Wenn die Wand schief ist. –", "Wie erklärst du, wenn [die Mišna] auf den Fall bezogen wird, wenn die Wand schief ist, den Schlußsatz: R.Jehuda sagt, auch wenn sie nur eine Fadenbreite absteht, rolle er sie zu sich heran; sie liegt50Auf der Wand, somit sollte dies verboten sein. ja!? –", "[Die Mišna] ist lückenhaft und muß wie folgt lauten: Diese Worte gelten nur von einer schiefen Wand," ], [ "wenn aber die Wand nicht schief ist, rolle man sie zu sich heran, falls sie über drei [Handbreiten] vom Boden absteht, falls aber unter drei [Handbreiten], wende man sie auf die Schriftseite um.", "R.JEHUDA SAGT, AUCH WENN SIE NUR &C. VON DER ERDE ABSTEHT &C. [Die Sache] muß also auf etwas liegen; somit besteht über das,", "was Raba gesagt hat, daß nämlich nach den Rabbanan [die Sache] auch innerhalb drei [Handbreiten] auf etwas liegen51Nur dann ist man, wenn man sie fortnimmt, ein Sündopfer schuldig; cf. Sab. Fol. 4a ff.müsse, ein Streit von Tannaím!? –", "Vielmehr, die ganze [Mišna] ist nach R.Jehuda, nur ist sie lückenhaft und muß wie folgt lauten: Diese Worte gelten nur von einer schiefen Wand, wenn aber die Wand nicht schief ist, rolle man sie zu sich heran, auch wenn sie weniger als drei Handbreiten [von der Erde absteht], denn R.Jehuda ist der Ansicht, auch wenn sie nur eine Fadenbreite von der Erde absteht, rolle man sie zu sich heran,", "weil [die Sache] auf etwas ruhen muß.", "iv,1 AUF EINEN VORSPRUNG VOR DEM FENSTER DARF MAN AM ŠABBATH [SACHEN] LEGEN UND VON DIESEM NEHMEN.", "GEMARA. Wohin ragt dieser Vorsprung: wollte man sagen, in öffentliches Gebiet, so ist ja zu berücksichtigen, wenn [die Sache] herunterfällt, könnte man sie zu holen verleitet werden, und wenn in Privatgebiet, ist dies ja selbstverständlich!?", "Abajje erwiderte: Tatsächlich, wenn er in öffentliches Gebiet ragt, und das Legen, von dem er lehrt, bezieht sich auf zerbrechliche52Die, wenn sie in das öffentliche Gebiet fallen, zerbrechen.Sachen.", "Ebenso wird gelehrt: Auf einen in öffentliches Gebiet ragenden Vorsprung vor dem Fenster darf man Teller, Becher, Krüge und Flaschen stellen und sich [seiner53Diese Einschiebung nach Raschi, gegen den einfachen Sinn des Textes.]", "längs der ganzen Wand bis zu den untersten zehn [Handbreiten] bedienen. Befindet sich unter diesem noch ein Vorsprung, so darf man diesen [vollständig] benutzen, den oberen aber nur in [der Breite] des Fensters54Hier werden nur zerbrechliche Sachen aufgezählt.. –", "Von welchem Vorsprung gilt dies: hat er keine vier [Handbreiten], so ist er ja ein Freigebiet55Das man vom Hause u. von der Straße aus nur provisorisch u. nicht permanent benutzen darf., und man darf ihn ja auch gegenüber dem Fenster nicht benutzen, und hat er vier, so darf man ihn ja längs der ganzen Wand benutzen56Er ist Privatgebiet.!?", "Abajje erwiderte: Wenn der untere vier [Handbreiten] und der obere keine vier hat, das Fenster aber ihn auf vier ergänzt; gegenüber dem Fenster darf man ihn benutzen, weil er als Erweiterung57Wörtl. Löcher; stehender Ausdruck für Wandnischen nach öffentl. oder Privatgebiet.des Fensters gilt, nicht aber das Überragende an der einen und an der anderen Seite.", "iv,2 MAN DARF AUF PRIVATGEBIET STEHEN UND [EINE SACHE] AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE BEWEGEN, AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE STEHEN UND [EINE SACHE] AUF PRIVATGEBIET BEWEGEN, JEDOCH NIGHT AUSSERHALB DER VIER ELLEN58In öffentl. Gebiete.BRINGEN.", "v MAN DARF NIGHT AUF PRIVATGEBIET STEHEN UND IN ÖFFENTLICHES GEBIET URINIEREN ODER AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE STEHEN UND IN PRIVATGEBIET URINIEREN, DESGLEICHEN NIGHT SPUCKEN.", "R.JEHUDA SAGT, AUCH WENN DER SPEICHEL IM MUNDE AUFGESAMMELT IST, DÜRFE MAN KEINE VIER ELLEN GEHEN, OHNE IHN AUSGESPUCKT ZU HABEN.", "GEMARA. R.Ḥenana b. Šelemja lehrte Ḥija b. Rabh vor Rabh: Man darf nicht auf Privatgebiet stehen und [eine Sache] auf öffentlichem Gebiete bewegen. Da sprach dieser: Du läßt die Rabbanan und entscheidest nach R.Meír!?" ], [ "Dieser glaubte, da der Schlußsatz die Ansicht R.Meírs vertritt, lehre auch der Anfangssatz nach R.Meír, dem ist aber nicht so; der Schlußsatz nach R.Meír und der Anfangssatz nach den Rabbanan.", "JEDOCH NICHT AUSSERHALB DER VIER ELLEN BRINGEN. Wenn man aber hinausgebracht hat, ist man ein Sündopfer schuldig; somit wäre dies eine Stütze für Raba, denn Raba sagte, wer etwas vier [Ellen] in der Höhe44Wörth über sich, dh. oberhalb 10 Hb.n, wo der Luftraum gar nicht mehr zum öffentlichen Gebiete gehört.trägt, sei schuldig. –", "Lehrt er etwa, man sei, wenn man hinausgebracht hat, ein Sündopfer schuldig, vielleicht ist man, wenn man hinausgebracht hat, frei, und nur von vornherein ist es verboten.", "Manche lesen: Wenn man hinausgebracht hat, ist man frei, und nur von vornherein ist es verboten; dies wäre eine Widerlegung Rabas, denn Raba sagte, wer etwas vier [Ellen] in der Höhe trägt, sei schuldig. – Lehrt er etwa, man sei frei, wenn man hinausgebracht hat, und nur von vornherein sei es verboten, vielleicht ist man, wenn man hinausgebracht hat, ein Sündopfer schuldig.", "MAN DARF NICHT AUF PRIVATGEBIET STEHEN &C. R.Joseph sagte: Hat man uriniert oder gespuckt, so ist man ein Sündopfer schuldig. –", "Die Fortnahme (und das Niederlegen) muß ja aber von einem Räume von vier [Handbreiten]59Bei der Translozierung am Š.erfolgen,", "was hierbei nicht der Fall ist!? – Seine Absicht macht es zu einem solchen Räume. Wieso sagte Raba, wolltest du nicht so sagen, daß, wenn jemand etwas wirft und es im Maule eines Hundes oder in der Öffnung eines Schmelzofens60Wo es verbrannt wird; es wird also fortgenommen, nicht aber niedergelegt.liegen bleibt, er ein Sündopfer schuldig sei, das Niederlegen muß ja auf einen Raum von vier [Handbreiten] erfolgen, was hierbei nicht der Fall ist!?", "Seine Absicht macht es also zu einem solchen Räume, ebenso macht auch hierbei seine Absicht es zu einem solchen Raume.", "Raba fragte: Wie ist es, wenn er auf Privatgebiet steht und die Spitze seines Gliedes sich auf öffentlichem Gebiete befindet: richten wir uns nach der Herkunft61Der Urin kommt aus dem Körper, der sich auf Privatgebiet befindet., oder richten wir uns nach dem Hervorkommen? – Dies bleibt unentschieden.", "DESGLEICHEN NICHT SPUCKEN. R.JEHUDA SAGT &C. Auch wenn man ihn62Den Speichel im Munde, zum Ausspucken.nicht umgedreht hat?", "Wir haben ja aber gelernt: Wenn jemand mit ungereinigten Händen einen Feigenkuchen63Von Hebe, die man nur unter Beobachtung der rituellen Reinheitsgesetze essen darf.ißt und die Hand in den Mund steckt, um einen Span zu entfernen, so ist er nach R.Meír unrein, und nach R.Jose rein.", "R.Jehuda sagt, hat er ihn62Den Speichel im Munde, zum Ausspucken.umgedreht, sei er unrein, hat er ihn nicht umgedreht, sei er rein64Speisen werden nur dann verunreinigungsfähig, wenn sie durch eine Flüssigkeit befeuchtet worden sind; der Speichel wird nach RJ. nur dann als solcher betrachtet, wenn er bereits im Munde zum Aus spucken hervorgestoßen wurde.!?", "R.Joḥanan erwiderte: Die Ansichten sind zu vertauschen.", "Reš Laqiš erwiderte: Tatsächlich brauchst du sie nicht zu vertauschen, denn hier handelt es sich um Schleim65Den man auf jeden Fall ausspuckt.. –", "Es wird ja aber gelehrt: R.Jehuda sagt, wenn der Schleim sich aufgesammelt hat. Doch wohl auch Speichel, wenn er sich aufgesammelt hat. – Nein, nur Schleim, wenn er sich aufgesammelt hat. – Es wird ja aber gelehrt: R.Jehuda sagt, auch wenn der Schleim oder der Speichel sich aufgesammelt bat, dürfe man keine vier Ellen gehen, ohne ihn ausgespuckt zu haben!? – Am richtigsten ist es vielmehr, wie wir zuerst erklärt haben.", "Reš Laqiš sagte: Wer in Gegenwart seines Lehrers schleimt, verdient den Tod, denn es heißt: 66Pr. 8,36.die mich hassen, wollen den tod, und man lese nicht: die mich hassen, sondern: die mich verhaßt machen. –", "Man ist ja aber gezwungen!? – Wir sprechen vom Schleimen und Ausspucken.", "vi,1 MAN DARF NICHT AUF PRIVATGEBIET STEHEN UND AUS ÖFFENTLICHEM GEBIETE TRINKEN ODER AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE STEHEN UND AUS PRIVATGEBIET TRINKEN, ES SEI DENN, DASS MAN DEN KOPF UND DEN GRÖSSEREN TEIL DES KÖRPERS DA HINÜBERGEBEUGT HAT, WO MAN TRINKT. EBENSO BEI EINER KELTER67In der Kelter darf man unverzehnteten Wein trinken..", "GEMARA. Der Anfangssatz68Die vorangehende Mišna.nach den Rabbanan und der Schlußsatz nach R.Meír!?", "R.Joseph erwiderte: [Der Schlußsatz spricht] von Dingen, die man braucht69Zu denen auch Getränke gehören; bei solchen ist es auch nach den Rabbanan verboten, weil man verleitet werden könnte, sie nach dem Gebiete zu bringen, in dem man sich befindet., nach aller Ansicht.", "Sie fragten: Wie ist es bei einem Neutralgebiete? Abajje erwiderte: Es ist ja dasselbe70Man bringt aus einem Gebiete nach einem anderen.. Raba erwiderte: Dieses71Das Verbot des Tragens nach od. aus einem Neutralgebiete; nach der Tora ist es nicht verboten.ist ja an sich nur eine Maßregel, und wir sollten eine Maßregel für eine Maßregel treffen!?", "Abajje sprach: Dies entnehme ich aus folgendem:" ], [ "ebenso bei einer Kelter72Da von öffentlichem und Privatgebiet im ersten Falle gelehrt wird, so spricht wohl dieser Fall von einer Kelter, die Neutralgebiet (keine 10 Hb.n hoch) ist..", "Raba erklärt, [dieser Fall spreche] vom Zehnten73Hierbei handelt es sich überhaupt nicht um das. Šabbathgesetz.. Ebenso erklärte R.Šešeth, der Fall von der Kelter spreche vom Zehnten.", "Wir haben nämlich gelernt: Man darf [vom Weine] über der Kelter74Cf. Mas. IV, Anm. 3.zehntfrei trinken, ob mit heißem oder kaltem – so R.Meír; R.Elie͑zer b. Çadoq verpflichtet [zu verzehnten];", "die Weisen sagen, mit heißem sei er zehntpflichtig, mit kaltem frei, weil man den Rest zurückgießt.", "vi,2 MAN DARF UNTERHALB ZEHN HANDBREITEN [WASSER] VON DER RINNE AUFFANGEN; AUS DER RINNE75Die in das öffentliche Gebiet ragt.DARF MAN IN JEDEM FALLE TRINKEN.", "GEMARA. Nur auffangen und nicht ansetzen76Den Mund oder ein Gefäß an die Traufe, als ob man aus dieser schöpfe., aus welchem Grunde? R.Naḥman erwiderte: Dies gilt von einer Traufe weniger als drei [Handbreiten] vom Dache, und was weniger als drei vom Dache absteht, gleicht dem Dache77Und gehört zum Privatgebiete..", "Ebenso wird gelehrt: Man darf auf einem Privatgebiete stehen, die Hand oberhalb zehn Handbreiten halten und [Wasser] aus einer weniger als drei [Handbreiten] vom Dache78Eines fremden Gebietes.abstehenden [Traufe] auffangen, nur darf man nicht ansetzen.", "Ein Anderes lehrt: Man darf nicht auf einem Privatgebiete stehen, die Hand oberhalb zehn Handbreiten erheben und sie an eine weniger als drei [Handbreiten] vom Dache abstehende [Traufe] ansetzen, wohl aber darf man [Wasser] auffangen und trinken.", "AUS DER RINNE DARF MAN IN JEDEM FALLE TRINKEN. ES WIRD GELEHRT: Hat die Rinne vier zu vier [Handbreiten], so ist es verboten, weil es ebenso ist, als bringe man aus einem Gebiete nach einem anderen.", "vii ISTEIN BRUNNEN AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE MIT EINEM ZEHN HANDBREITEN HOHEN SCHUTTWALL UMGEBEN, SO DARF MAN AUS DIESEM DURCH EIN ÜBER DIESEM BEFINDLICHES FENSTER SCHÖPFEN.", "AUF EINEN ZEHN HANDBREITEN HOHEN MISTHAUFEN AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE DARF MAN DURCH EIN ÜBER DIESEM BEFINDLICHES FENSTER AM ŠABBATH WASSER GIESSEN.", "GEMARA. Um welchen Fall handelt es sich: wollte man sagen, nahe [der Wand], so braucht ja der Schuttwall keine zehn [Handbreiten] hoch zu sein79Der Brunnen allein ist 10 Hb.n tief, also Privatgebiet.!?", "R.Hona erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn er vier [Handbreiten] von der Wand absteht; nur wenn er einen zehn [Handbreiten hohen] Schuttwall hat,", "wenn er aber keinen zehn [hohen] Schuttwall hat, trägt man aus einem Privatgebiete nach einem Privatgebiete über ein öffentliches Gebiet.", "R.Joḥanan erwiderte: Du kannst auch sagen, nahe [der Wand], denn er lehrt uns folgendes: Brunnen und Schuttwall werden zu den zehn [Handbreiten] vereinigt.", "MISTHAUFEN AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE &C. [Berücksichtigen wir denn nicht, der Misthaufen könnte abgetragen werden,", "Rabin b. R.Ada erzählte ja im Namen R.Jiçḥaqs, daß einst vor Rabbi ein Fall kam, daß eine Durchgangsgasse [in ihrer Länge] auf der einen Seite auf einen Misthaufen und auf der anderen Seite auf einen See stieß und er weder erlaubend noch verbietend entschied.", "Nicht erlaubend, da der Misthaufen abgetragen werden und die See eine Sandbank hervorbringen könnte;", "nicht verbietend, da Wände80Der See u. der Misthaufen gelten als Wände.vorhanden waren!? –", "Das ist kein Einwand; das eine gilt von einem privaten, das andere gilt von einem öffentlichen81Einen solchen trägt man nicht ab..", "viii,1 WENN DAS GEÄST EINES BAUMES ZUR ERDE HERABHÄNGT, SO DARF MAN, FALLS ES KEINE DREI HANDBREITEN VON DER ERDE ABSTEHT, DARUNTER [AM ŠABBATH] TRAGEN.", "SIND DIE WURZELN DREI HANDBREITEN HOCH ÜBER DER ERDE, SO DARF MAN DARAUF NICHT SITZEN.", "GEMARA. R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagte: Man darf unter diesem nicht tragen, [wenn er] mehr als zwei Seáflächen [einnimmt]. – Aus welchem Grunde? –" ], [ "Weil er eine Wohnung ist, die nur wegen des Luftraumes82Cf. supra Fol. 15 a, Anm. 234.benutzt wird, und wenn die Wohnung nur wegen des Luftraumes benutzt wird, darf man da nicht mehr als zwei Seáflächen tragen.", "SIND DIE WURZELN &C. ÜBER DER ERDE &C. Es wurde gelehrt: Wenn die Wurzeln eines Baumes oberhalb drei [Handbreiten] und wieder unterhalb drei ragen, so darf man, wie Rabba sagt, sich ihrer bedienen, und wie R.Šešeth sagt, sich ihrer nicht bedienen.", "Rabba sagt, man dürfe sich ihrer bedienen, denn was weniger als drei [Handbreiten] vom Boden absteht, gleicht dem Boden; R.Šešeth sagt, man dürfe sich ihrer nicht bedienen, denn da sie von Verbotenem83Der Mitte der Wurzeln, die höher als 3 Hb.n ist.kommen, sind sie ebenfalls verboten.", "Wenn sie einer Klippe84Wenn die Wurzeln in ihrer Verzweigung eine Klippe oder einen Hügel bilden.gleichen, so sind die oben85Oberhalb 3 Hb.n.hervorkommenden [zur Benutzung] verboten und die unten hervorkommenden erlaubt; über die seitwärts hervorkommenden streiten Rabba und R.Šešeth.", "Ebenso über [einen Baum] in einem Wassergraben86Wenn der Baum in einem Graben steht u. die Wurzeln vom Boden des Grabens gemessen 3 Hb.n hoch sind, nicht aber von den Ufern aus.und über einen in einem Winkel87Wenn der Baum in einem Winkel von 2 Wänden steht u. das Gezweige weniger als 3 Hb.n von den Wänden absteht..", "Abajje hatte eine Dattelpalme, die durch eine Luke hinausragte88Weniger als 3 Hb.n über dem Dache, während der Abstand von der Erde bedeutend größer war; die Palme befand sich im Hause., und als er vor R.Joseph kam, erlaubte ihm dieser [die Benutzung].", "Da sprach R.Aḥa b.Taḥlipha: Er hat es dir nach Rabba erlaubt. –", "Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, man dürfe ihn, wenn er nicht mehr als drei [Handbreiten] über das Dach ragt, auch nach R.Šešeth benutzen, da das Haus als gefüllt89Der Luftraum des Hauses gilt als fester Boden.gilt, so lehrt er uns. –", "Wir haben gelernt: Sind die Wurzeln drei Handbreiten hoch über der Erde, so darf man darauf nicht sitzen. In welchem Falle: sind sie nicht [nach unten] gebogen, so ist es ja selbstverständlich; doch wohl, wenn sie [nach unten] gebogen sind!? –", "Nein, tatsächlich, wenn sie nicht [nach unten] gebogen sind, und er lehrt uns folgendes: obgleich sie auf einer Seite gleich hoch mit dem Erdboden sind.", "Die Rabbanan lehrten: Wenn die Wurzeln eines Baumes drei Handbreiten über der Erde hoch sind, oder wenn unter ihnen ein Hohlraum von drei Handbreiten ist, obgleich eine Seite gleich hoch ist mit dem Erdboden, so darf man darauf nicht sitzen, weil man nicht auf einen Baum steigen darf, sich nicht auf einen Baum stützen darf und sich nicht auf einen Baum lehnen darf.", "Ferner darf man nicht am Vorabend auf einen Baum steigen und da den ganzen Tag sitzen, ob auf einen Baum oder auf ein Tier. Wohl aber darf man in einer Grube, einem Graben, einer Höhle und an einem Zaune klettern und hinaufsteigen, klettern und herabsteigen, selbst wenn sie hundert Ellen haben.", "Eines lehrt, wenn man hinaufgestiegen ist, dürfe man herabsteigen, und ein Anderes lehrt, man dürfe nicht herabsteigen!? – Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn noch am Tage, das andere, wenn nachdem es dunkel geworden90Er darf dann nicht herabsteigen, als Maßregelung.war.", "Wenn du willst, sage ich: beide, wenn nachdem es dunkel geworden war, dennoch besteht hier kein Widerspruch; das eine, wenn versehentlich, das andere, wenn vorsätzlich.", "Wenn du aber willst, sage ich: beide, wenn versehentlich, und hierbei streiten sie, ob man bei Versehen wegen Vorsätzlichkeit maßregle; einer ist der Ansicht, man maßregle wohl, und einer ist der Ansicht, man maßregle nicht.", "R.Hona, Sohn des R.Jehošua͑, sagte: [Hierüber streiten] Tannaím: Wenn einmal zu sprengendes [Blut]91Von Opfertieren; über die Art u. Anzahl der Sprengungen des Opferblutes an den Altar ausführl. Zeb. Abschnitt V.mit einmal zu sprengendem vermischt worden ist, so ist es einmal zu sprengen; wenn viermal zu sprengendes mit viermal zu sprengendem, so ist es viermal zu sprengen;", "wenn viermal zu sprengendes mit einmal zu sprengendem, so ist es, wie R.Elie͑zer sagt, viermal, und wie R.Jehošua͑ sagt, einmal zu sprengen.", "R.Elie͑zer sprach zu ihm: Man übertritt ja92Wenn man zu wenig sprengt.das Verbot des Verminderns!? R.Jehošua͑ entgegnete ihm: Man übertritt ja93Wenn man zuviel sprengt.das Verbot des Hinzufügens!?", "R. Elie͑zer erwiderte: Sie sagten es nur von dem Falle, wenn es gesondert94In diesem Falle aber wird das einmal zu sprengende Blut als Wasser betrachtet.ist. R.Jehošua͑ entgegnete: Auch das Verbot des Verminderns bezieht sich nur auf den Fall, wenn es gesondert94In diesem Falle aber wird das einmal zu sprengende Blut als Wasser betrachtet.ist.", "Ferner sprach R.Jehošua͑: Wenn du [mehr] sprengst, übertrittst du das Verbot des Hinzufügens und übst eine Handlung mit den Händen aus, wenn du aber nicht [genügend] sprengst, übertrittst du zwar das Verbot des Verminderns, übst aber keine Handlung mit den Händen aus.", "Nach R.Elie͑zer, der da sagt, die Ausübung95Des Gebotes, das mit einem Verbote verbunden ist.sei zu bevorzugen, steige man hierbei96Damit wird ein Gebot ausgeübt, da das Verweilen auf dem Baume verboten ist.herunter, nach R.Jehošua͑, der da sagt, die Unterlassung97Des Verbotes, das mit einem Gebote verbunden ist.sei zu bevorzugen, steige man hierbei nicht herunter. –", "Vielleicht ist dem nicht so; R.Elie͑zer ist nur da der Ansicht, die Ausübung sei zu bevorzugen, wo man ein wirkliches Gebot ausübt, hierbei aber, wo man kein wirkliches Gebot ausübt, steige man nicht herunter.", "Oder aber: R.Jehošua͑ ist nur da der Ansicht, die Unterlassung sei zu bevorzugen, wo man kein direktes Verbot übertritt, hierbei aber," ], [ "wo man ein direktes Verbot98Durch das Verweilen auf dem Baume.übertritt, steige man herunter. —", "Eines lehrt, dies gelte sowohl von einem feuchten als auch von einem verdorrten Baume, und ein Anderes lehrt, dies gelte nur von einem feuchten und nicht von einem verdorrten99Ein solcher gilt nicht mehr als am Erdboden haftend.Baume!?", "R.Jehuda erwiderte: Das ist kein Widerspruch; eines gilt von [einem Baume], der seine Zweige noch wechselt, und eines von [einem Baume], der seine Zweige nicht mehr wechselt. –", "Einen, der seine Zweige noch wechselt, nennst du verdorrt!? – Vielmehr, das ist kein Widerspruch; eines gilt vom Sommer und eines gilt von der Regenzeit100In der Regenzeit ist es verboten, weil andere nicht erkennen, daß der Baum verdorrt ist.. –", "Im Sommer fallen ja Früchte101Die vom Vorjahre zurückgeblieben sind.ab!? – Wenn er keine Früchte hat. – Es fallen ja aber Sträucher ab!? – Wenn er beschnitten ist. –", "Dem ist ja aber nicht so, als Rabh nach Aphsaṭia kam, verbot er es ja bei einem beschnittenen!? – Rabh fand eine Ebene und umzäunte sie102Cf. supra Fol. 6a, Anm. 80..", "Rami b. Abba sagte im Namen R.Asis: Man darf am Šabbath nicht auf Gras gehen, denn es heißt:103Pr. 19,2.wer mit den Füßen drängt, ist ein Sünder.", "Eines lehrt, man dürfe am Šabbath auf Gras gehen, und ein Anderes lehrt, dies sei verboten!? – Das ist kein Widerspruch; eines gilt von feuchtem, und eines gilt von trockenem104Cf. Anm. 99 mut. mut..", "Wenn du willst, sage ich: beide von feuchtem, nur gilt eines vom Sommer105Da in manchen Gräsern Körner sind, die man abschütteln könnte, ist es verboten.und eines von der Regenzeit.", "Wenn du willst, sage ich: beide vom Sommer, dennoch ist dies kein Widerspruch; eines in dem Falle, wenn man Schuhe anhat, und eines in dem Falle, wenn man keine Schuhe106Weil man barfuß mit den Zehen Gräser ausreißt.anhat.", "Wenn du willst, sage ich: beide in dem Falle, wenn man Schuhe anhat, dennoch ist dies kein Widerspruch; eines in dem Falle, wenn [die Schuhe] Spitzen haben, und eines in dem Falle, wenn sie keine Spitzen haben.", "Wenn du aber willst, sage ich: beide in dem Falle, wenn sie Spitzen haben, nur gilt eines von dem Falle, wenn [das Gras] verschlungen107Man zertritt es, u. es ist verboten.ist, und eines von dem Falle, wenn es nicht verschlungen ist.", "Da wir jetzt aber nach R.Šime͑n108Daß die unbeabsichtigte Tätigkeit am Š. erlaubt ist.entscheiden, ist es in allen Fällen erlaubt.", "Ferner sagte Rami b.Ḥama im Namen R.Asis: Es ist verboten, seine Frau zur [ehelichen] Pflicht zu zwingen, denn es heißt: wer mit Füßen drängt, ist ein Sünder.", "Auch sagte R.Jehošua͑ b.Levi: Wer seine Frau zur [ehelichen] Pflicht zwingt, bekommt ungeratene Kinder. R.Iqa b. Ḥenana sagte: Hierauf deutet folgender Schriftvers: 103Pr. 19,2.wo keine Einsicht, da kein Gutes.", "Ebenso wird gelehrt: Wo keine Einsicht, da kein Gutes, wer seine Frau zur [ehelichen] Pflicht zwingt; wer mit den Füßen drängt, ist ein Sünder, wer den Beischlaf ausübt und ihn wiederholt. –", "Dem ist ja aber nicht so, Raba sagte ja, wer männliche Kinder109Wörtl. wer all seine Kinder männlich machen will.zeugen will, übe den Beischlaf aus und wiederhole ihn!? – Das ist kein Einwand; dies, wenn [sie es] wünscht, jenes, wenn [sie es] nicht wünscht.", "R.Šemuél b.Naḥmani sagte im Namen R.Joḥanans: Eine Frau, die ihren Mann zur [ehelichen] Pflicht auffordert, bekommt Kinder, wie es solche sogar im Zeitalter Mošes nicht gegeben hat. Beim Zeitalter Mošes heißt es:110Dt. 1,13.schafft euch Männer weise, einsichtig und wohlbekannt nach eueren Stämmen, und darauf folgt:111Ib. V. 15.da nahm ich euere Stammhäupter, weise und wohlbekannte Männer; einsichtige fand er aber nicht.", "Bei Lea aber heißt es:112Gen. 30,16.Lea ging ihm entgegen und sprach: Zu mir mußt du kommen, denn ich habe dich gemietet, und [von ihren Kindern] heißt es: 113iChr. 12,33.von den Nachkommen Jissakhars, die Einsicht in den Zeiten hatten, so daß sie wußten, was Jisraél tun sollte, zweihundert Hauptleute, und all ihre Brüder unter ihrem Befehle. –", "Dem ist ja aber nicht so, R.Jiçḥaq b.Evdämi sagte ja: Mit zehn Flüchen wurde Ḥava belegt: Es heißt:", "114Gen. 3,16.zum Weibe aber sprach er: Vermehren will ich, das sind die zwei Blutungen, die Menstruationsblutung und die Jungfernschaftsblutung; dein Mühsal, das ist die Qual der Kindererziehung; deine Schwangerschaft, das ist die Qual der Schwangerschaft; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären, dem Wortlaute gemäß;", "nach deinem Manne sollst du verlangen, dies lehrt, daß die Frau nach ihrem Manne verlangt, wenn er sich auf die Reise begibt; er aber soll über dich herrschen, dies lehrt, daß die Frau mit dem Herzen verlangt, der Mann aber mit dem Munde. Dies ist nur eine schöne Sittlichkeit der Frau. –", "Wir meinen damit, daß sie sich bei ihm einschmeicheln muß. –", "Es sind ja nur sieben!? – Als R.Dimi kam, sagte er: Sie geht eingehüllt, wie ein Leidtragender; sie ist von jedem Manne getrennt, und sie ist [wie] in einem Gefängnis eingesperrt. —", "Wieso von jedem Manne getrennt: wollte man sagen, indem ihr das Alleinsein115Mit einem fremden Manne. verboten ist, so ist ja auch ihm das Alleinsein verboten!?– Vielmehr, indem sie zweien verboten116Während dem Manne die Polygamie erlaubt ist.ist.", "In einer Barajtha wird gelehrt: Sie läßt das Haar wachsen, wie die Lilith, sie hockt nieder und uriniert, wie ein Vieh, und sie dient dem Manne als Polster. –", "Und jener!? – Dies117Daß sie zurückgezogen lebt u. nicht für den Erwerb zu sorgen hat, u. daß sie bei der Beiwohnung eine bequemere Lage hat; die 3. Eigenheit wird als Züchtigkeit erklärt.ist zu ihrem Vorteile.", "R.Ḥija sagte nämlich: Es heißt:118Ij. 35,11.er belehrt uns durch die Tiere des Feldes, und durch die Vögel des Himmels gibt er uns Weisheit; er belehrt uns durch die Tiere, das ist das Maultier, das niederkauert und uriniert; er gibt uns Weisheit durch die Vögel des Himmels, das ist der Hahn, der vorher [die Henne] karessiert und sie erst nachher begattet.", "R.Joḥanan sagte: Würde die Tora nicht verliehen worden sein, so könnten wir Keuschheit von der Katze, [das Verbot] des Raubens von der Ameise, [das Verbot] des Ehebruches von der Taube und Anstand vom Hahne lernen, der vorher [die Henne] karessiert und sie erst nachher begattet. —", "Wodurch überredet er sie? R.Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Er sagt zu ihr: Ich werde dir ein Kleid kaufen, das dir bis zu den Füßen119Der Hahn läßt vorher die Flügel hängen, nachher schüttelt er den Kamm.reicht. Nachher aber sagt er zu ihr: Mag [die Katze] den Kamm119Der Hahn läßt vorher die Flügel hängen, nachher schüttelt er den Kamm.des Hahnes holen, wenn er hat und es dir nicht kauft." ], [ "viii,2 MIT DER TÜR DES HINTERHOFES120Diese wird nur selten benutzt u. daher nicht richtig eingehängt, sondern entweder mit einer Schnur befestigt od. überhaupt nur angelehnt. Beim Rücken und Aufstellen wird der Boden aufgewühlt u. zerschrammt; dasselbe gilt auch von den folgenden Verschlüssen., DER DORNENSPERRE VOR EINER MAUERLÜCKE UND WEIDENGEFLECHTEN DARF MAN [AM ŠABBATH] NUR DANN SCHLIESSEN, WENN SIE VOM BODEN ABSTEHEN.", "GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Mit der schleifenden Tür, dem schleifenden Weidengeflechte und der schleifenden Gittertür121So richtig nach der Lesart des jeruš. T. Das in unseren Texten gebrauchte Wort bedeutet sonst Pflugsterze, die nach Raschi oft als Türverschluß verwendet wurde.darf man, wenn sie angebunden sind und hängen, am Šabbath schließen, und selbstverständlich am Feste122Sie brauchen vom Boden nicht abzustehen.!?", "Abajje erwiderte: Wenn sie Angelhaken haben. Raba erwiderte: Wenn sie Angelhaken hatten.", "Man wandte ein: Mit der schleifenden Tür, dem schleifenden Weidengeflechte und der schleifenden Gittertür darf man, wenn sie angebunden sind und hängen und vom Boden abstehen, auch nur eine Haarbreite, [am Šabbath] schließen, sonst aber darf man mit ihnen nicht schließen!?", "Abajje erklärt es nach seiner Ansicht, und Raba erklärt es nach seiner Ansicht. Abajje erklärt es nach seiner Ansicht: entweder sie haben einen Angelhaken, oder sie stehen vom Boden ab. Raba erklärt es nach seiner Ansicht: entweder sie hatten einen Angelhaken, oder sie stehen vom Boden ab.", "Die Rabbanan lehrten: Mit Dornenpflöcken und Dornengebunden, die man [als Verschluß] für eine Lücke in der Hofmauer gefertigt hat, darf man, wenn sie angebunden sind und hängen, am Šabbath schließen, und selbstverständlich am Feste.", "R.Ḥija lehrte: Mit einer verwaisten schleifenden Tür darf man [am Šabbath] nicht schließen. – Welche heißt eine verwaiste Tür? Manche sagen, die aus einem Brette besteht, und manche sagen, die keine Angel hat.", "R.Jehuda sagte: Man darf [am Fenster] einen Brandhaufen von oben nach unten [schichten], nicht aber von unten nach123Nicht zuerst zwei Scheite nebeneinander u. nachher ein drittes darüber legen, weil dies dem Bauen gleicht, vielmehr halte man eines und lege zwei darunter; ebenso bei den weiter genannten Gegenständen.oben.", "Dasselbe gilt auch von einem Ei, einem Topfe, einem Bette und einem Fasse.", "Einst sprach ein Minäer zu R.Jehošua͑ b.Ḥananja: Dorniger, von euch heißt es:124Mich. 7,4.der beste unter ihnen wie ein Dorn. Dieser erwiderte: Tor, hinunter zum Schlüsse des Verses: 124Mich. 7,4.ihre Rechtschaffenen wie eine Schutzhütte . – Wieso heißt es demnach: der beste unter ihnen wie ein Dorn? – Wie die Dornen die Mauerlücke schützen, so schützen uns unsere Besten. Eine andere Erklärung: Die Besten unter ihnen wie ein Dorn, die die weltlichen Völker für das Fegefeuer zermalmen125חדק gl. הדק, von דוק zermalmen., wie es heißt: 126Mich. 4,13.auf und drisch, Tochter Çijon, denn ich will dein Horn eisern und deine Klauen ehern machen, damit du viele Völker zermalmst.", "ix MAN DARF NICHT AUF PRIVATGEBIET STEHEN UND [EINE TÜR] AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE127Mit einem Schlüssel, damit man nicht ihn zu tragen verleitet werde.ÖFFNEN ODER AUF ÖFFENTLICHEM GEBIETE STEHEN UND EINE TÜR AUF PRIVATGEBIET ÖFFNEN, ES SEI DENN, MAN HAT EINEN ZEHN HANDBREITEN HOHEN ZAUN128Der ihn vom öffentl. Gebiete trennt; dies bezieht sich auf den zweiten Fall.GEMACHT – SO R.MEÍR.", "SIE SPRACHEN ZU IHM: AUF DEM ZÜCHTERMARKTE ZU JERUŠALEM PFLEGTEN SIE [DIE TÜREN] ZU SCHLIESSEN UND DEN SCHLÜSSEL AUFS FENSTER ÜBER DER TÜR ZU LEGEN. R.JOSE SAGTE, ES WAR AUF DEM WOLLHÄNDLERMARKTE.", "GEMARA. Und die Rabbanan, R.Meír spricht vom öffentlichen Gebiete, und sie erwidern ihm [mit einem Falle vom] Neutralgebiete!? Raba b. Bar Ḥana sagte nämlich im Namen R.Joḥanans: Wären die Tore Jerušalems nachts nicht geschlossen, so würde man da [wegen Tragens] auf öffentlichem Gebiete schuldig129Jerušalem gilt also als Neutralgebiet.sein!?", "R.Papa erwiderte: Dies bevor [die Stadtmauer] Lücken hatte, jenes nachdem sie Lücken hatte.", "Raba erklärte: Der Schlußsatz spricht von Gartenpforten130Die kein öffentliches Gebiet sind, sondern als Neutralgebiet gelten., und er meint es wie folgt: Man darf nicht auf einem Privatgebiete stehen und [die Tür] in einem Neutralgebiete öffnen oder auf einem Neutralgebiete stehen und die Tür in einem Privatgebiete öffnen," ], [ "es sei denn, man hat einen zehn Handbreiten hohen Zaun gemacht – so R.Meír. Sie sprachen zu ihm: Auf dem Züchtermarkte zu Jerušalem pflegten sie [die Türen] zuschliessen und den Schlüssel aufs Fenster über der Tür zu legen. R.Jose sagte, es war auf dem Wollhändlermarkte.", "Die Rabbanan lehrten: Die Türen von Gartenpforten darf man, wenn sie innen ein Torhäuschen haben, von innen, wenn außen, von außen, wenn da und dort, da und dort, und wenn weder da noch dort, weder da noch dort öffnen und schließen.", "Ebenso Läden, die nach öffentlichem Gebiete geöffnet sind: befindet sich das Schloß unterhalb zehn [Handbreiten], so hole man am Vorabend den Schlüssel und lege ihn auf die Schwelle, und am folgenden Tage darf man [die Tür] öffnen und schliessen, worauf man ihn zurück auf die Schwelle lege;", "befindet sich das Schloß oberhalb zehn [Handbreiten], so hole man am Vorabend den Schlüssel und lege ihn aufs Schloß, und am folgenden Tage darf man [die Tür] öffnen und schließen, worauf man ihn zurück auf seinen Platz131Aufs Schloß. Gemeint sind wohl einfache Holzriegel.lege – so R.Meír.", "Die Weisen sagen, auch wenn das Schloß sieb oberhalb zehn Handbreiten befindet, hole man am Vorabend den Schlüssel und lege ihn auf die Schwelle, und am folgenden Tage darf man [die Tür] öffnen und schließen, worauf man ihn zurück auf seinen Platz oder aufs Fenster über der Tür lege.", "Hat das Fenster vier zu vier [Handbreiten], so ist es verboten, weil es ebenso ist, als würde man [den Schlüssel] aus einem Gebiete nach einem anderen tragen.", "Wenn er ‘ebenso Läden’ sagt, so ist ja zu entnehmen, daß es sich um eine Schwelle handelt, die Neutralgebiet ist; von welchem Schlosse gilt dies: hat es keine vier [Handbreiten], so ist es ja Freigebiet132Von dem aus man nach einem anderen Gebiete tragen darf, während es nach RM., falls es sich oberhalb 10 Hb.n befindet, Privatgebiet ist.,", "und hat es vier, wieso sagen die Rabbanan, auch wenn sich das Schloß oberhalb zehn [Handbreiten] befindet, dürfe man am Vorabend den Schlüssel holen, ihn auf die Schwelle legen und am folgenden Tage [die Tür] öffnen und schließen und ihn zurück auf die Schwelle oder aufs Fenster über der Tür legen, man trägt ja aus einem Neutralgebiete nach einem Privatgebiete!?", "Abajje erwiderte: Tatsächlich, wenn es keine vier [Handbreiten] hat, aber Platz vorhanden ist, es zu erweitern und auf vier [Handbreiten] zu ergänzen.", "Ihr Streit besteht in folgendem: R.Meír ist der Ansicht, man erweitere133Cf. supra Fol. 33b, Anm. 120 mut. mut. [fiktiv] zur Ergänzung, und die Rabbanan sind der Ansicht, man erweitere nicht zur Ergänzung.", "R.Bebaj b.Abajje sagte: Aus dieser Lehre ist dreierlei zu entnehmen: es ist zu entnehmen, daß man zur Ergänzung [fiktiv] erweitere, es ist zu entnehmen, daß R.Meír von [seiner Lehre bezüglich der] Gartenpforten134Ob. col. a.abgekommen sei,", "und aus der Ansicht der Rabbanan ist zu entnehmen, daß nach R.Dimi zu entscheiden sei. Als R.Dimi kam, sagte er nämlich im Namen R.Joḥanans: Auf einem Räume von weniger als vier zu vier [Handbreiten]135Zwischen öffentlichem und Privatgebiet.dürfen sowohl die Leute auf dem öffentlichen Gebiete als auch die Leute auf dem Privatgebiete ihre Last schultern, jedoch nicht tauschen.", "x EINEN SCHIEBERIEGEL, DER AM ENDE EINEN KNAUF136Sodaß er auch als Keule verwendet werden kann.HAT, IST NACH R.ELIE͑ZER ANZUFASSEN VERBOTEN; R.JOSE ERLAUBT DIES.", "R.ELIÊZER SPRACH; IM BETHAUSE ZUIBERIAS PFLEGTE MAN HIERBEI ERLAUBEND ZU VERFAHREN, BIS R.GAMLIÉL UND DIE ÄLTESTEN KAMEN UND ES IHNEN VERBOTEN. R.JOSE ERWIDERTE: MAN VERFUHR HIERBEI VERBIETEND, UND R.GAMLIÉL UND DIE ÄLTESTEN KAMEN UND ERLAUBTEN ES IHNEN.", "GEMARA. Über einen, der an der Schnur getragen werden137Ist die Schnur, mit der er an der Tür befestigt ist, stark genug, so ist es ersichtlich, daß er zur Tür gehört.kann, streitet niemand, sie streiten nur über einen," ], [ "der an der Schnur nicht getragen werden kann; einer ist der Ansicht, da er einen Knauf hat, gelte er als Gerät, und einer ist der Ansicht, da er an der Schnur nicht getragen werden kann, gelte er nicht als solches.", "xi MAN DARF IM TEMPEL MIT EINEM SCHLEIFENDEN SCHIEBERIEGEL VERSCHLIESSEN, NICHT ABER IN DER PROVINZ; \n", "MIT EINEM [DANEBEN] LIEGENDEN IST ES DA UND DORT VERBOTEN. R.JEHUDA SAGT, MIT EINEM [DANEBEN] LIEGENDEN138Der überhaupt nicht angebunden ist; die Benutzung hat den Anschein des Bauens.SEI ES IM TEMPEL ERLAUBT, MIT EINEXM SCHLEIFENDEN AUCH IN DER PROVINZ.", "GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Welcher heißt ein schleifender Schieberiegel, mit dem man im Tempel schließen darf und nicht in der Provinz? Der [an einem Ende] angebunden ist und mit dem anderen Ende zur Erde reicht. R.Jehuda sagt, mit einem solchen sei es auch in der Provinz erlaubt, und ein schleifender Schieberiegel, mit dem es im Tempel erlaubt und in der Provinz verboten ist, sei einer, der nicht befestigt ist und nicht hängt, sondern den man herauszieht und in einen Winkel legt.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie R.Jehuda beim schleifenden [Schieberiegel].", "Raba sagte: Dies nur, wenn er an die Tür gebunden ist. – Dem ist ja aber nicht so, als R.Ṭabla einst nach Maḥoza kam und einen an der Türleiste hängen sah, sagte er dazu nichts!? – Dieser konnte an der Schnur getragen werden.", "Einst kam R.Ivja nach Nehardea͑ und sah jemand [den Schieberiegel] mit Bast befestigen; da sprach er: Mit diesem darf man nicht verschließen.", "R.Zera fragte: Wie ist es, wenn er sich gesenkt139Wenn der Riegel durch das Loch der Unterschwelle in die Erde dringt. So Raschi u. Tosaphoth; anders, jed. ebenso verworren und etymologisch dunkel, ist die Erkl. des Arukh.hat? R.Joseph erwiderte: Was ist ihm da fraglich, hat er denn nicht das gehört, was gelehrt wird, daß es nämlich, wenn er sich [von der Schnur] gelöst hat, verboten, und wenn gesenkt, erlaubt sei, und wie R.Jehuda sagt, auch dann verboten, wenn er sich nur gesenkt und nicht gelöst hat,", "wozu R. Jehuda im Namen Šemuéls sagte, die Halakha sei bezüglich des gesenkten wie R.Jehuda!? – Aus welchem Grunde? Abajje erwiderte: Weil es den Anschein des Bauens hat.", "R.Niḥumi b. Zekharja fragte Abajje: Wie ist es, wenn man daran einen Stiel gemacht140Und überhaupt nicht angebunden; er hat dann die Form eines Gebrauchsgerätes.hat? Dieser erwiderte: Du sprichst von einer Klopfkeule!? Es wurde gelehrt: R.Niḥumi b.Ada sagte: Hat man daran einen Stiel gemacht, so ist es erlaubt.", "Bei R.Pedath hatten sie einen Balken, den zehn [Personen] tragen mußten, um damit die Tür abzusperren, dennoch hatte er nichts dagegen, indem er sagte: es hat den Charakter eines Gerätes.", "Bei Meister Šemuél befand sich ein Mörser, der eine Artabe141In manchen Texten richtig ארדיב; (ἀϱτάβη) persisches Hohlmaß (55,81 Liter); nach Rashi ein Lethekh, nach A͑rukh ½ Lethekh.faßte, und Meister Šemuél erlaubte, ihn vor die Tür zu stellen, indem er sagte: es hat den Charakter eines Gerätes.", "Rami b. Jeḥezqel sandte an R.A͑mram: Möge uns doch der Meister etwas von jenen schönen Dingen sagen, die du uns im Namen R.Asis über die Zeltspreizen auf den Schiffen gesagt hast. Dieser ließ ihm erwidern: So sagte R.Asi: wenn die Zeltspreizen auf den Schiffen eine Handbreite haben oder auch keine Handbreite haben, jedoch keine drei [Handbreiten] von einander abstehen, so darf man am folgenden Tage142Dh. am Šabbath.eine Matte holen und über diese ausbreiten,", "weil dies nur eine Hinzufügung zu einem provisorischen Zelte ist, und dies ist erlaubt.", "R.Hona hatte Widder, die am Tage Schatten und nachts Luft143Wochentags wurden daher tagsüber über sie Matten od. Decken gebreitet.brauchten. Als er diesbezüglich zu Rabh kam,", "sprach dieser zu ihm: Rolle die Matte [am Vorabend] zusammen und lasse eine Handbreite zurück, und am folgenden Tage142Dh. am Šabbath.schlage sie ganz auf; dies ist dann nur eine Hinzufügung zu einem provisorischen Zelte und erlaubt.", "Rabh sagte im Namen R.Ḥijas: Einen Vorhang darf man am Šabbath aufspannen und zusammenfalten.", "Einen Brautbaldachin darf man am Šabbath aufspannen und abnehmen. R.Šešeth, Sohn des R.Idi, sagte: Dies jedoch nur, wenn das Dach keine Handbreite hat, wenn aber das Dach eine Handbreite hat, ist es verboten.", "Und auch wenn das Dach keine Handbreite hat, nur dann, wenn es weniger als drei [Handbreiten] von der Spitze keine Handbreite hat, wenn es aber weniger als drei [Handbreiten] von der Spitze eine Handbreite hat, ist es verboten.", "Und auch wenn es weniger als drei [Handbreiten] von der Spitze keine Handbreite hat, nur dann," ], [ "wenn die Schräge144Vom Mittelpunkte aus.keine Handbreite beträgt, beträgt aber die Schräge eine Handbreite, so wird auch die Schräge des Zeltes als Zelt betrachtet.", "Ferner sagte R.Šešeth, Sohn des R.Idi: Der [breite] Filzhut ist erlaubt145Am Š. zu tragen, obgleich die Krämpe ein Zeltdach bildet.. – Es wird ja aber gelehrt, er sei verboten!? – Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn [die Krämpe] eine Handbreite hat, das andere, wenn sie keine Handbreite hat. –", "Demnach ist es verboten, das Gewand eine Handbreite [über den Kopf] hängen zu lassen!? –", "Vielmehr, das ist kein Widerspruch; das eine, wenn er fest sitzt, das andere, wenn er lose sitzt146Das Tragen eines solchen Hutes ist nicht wegen Zeltmachens verboten, sondern weil der Wind ihn forttragen u. man ihn zu holen verleitet werden könnte..", "xii MAN DARF IM TEMPEL DIE UNTERE ANGEL [IN DIE PFANNE] EINHEBEN, NICHT ABER IN DER PROVINZ; DIE OBERE IST DA UND DORT VERBOTEN. R.JEHUDA SAGT, DIE OBERE IM TEMPEL UND DIE UNTERE AUCH IN DER PROVINZ.", "GEMARA. Die Rabbanan lehrten; Man darf im Tempel die Türangel eines Schreines, einer Truhe und eines Schrankes einheben, in der Provinz darf man sie147Wenn sie nicht ganz herausgesprungen sind.nur hineinstoßen; die obere [Angel] darf man weder da noch dort einheben, mit Rücksicht darauf, man könnte sie148Mit Handwerksgeräten.befestigen; hat man sie befestigt, so ist man ein Sündopfer schuldig.", "[Die Türangel] eines Brunnens, einer Zisterne und eines Anbaues darf man nicht einheben; hat man sie eingehoben, so ist man ein Sündopfer schuldig.", "xiii,1 MAN DARF IM TEMPEL EIN PFLASTER WIEDER149Wenn ein Priester es bei der Verrichtung des Tempeldienstes abgenommen hat.AUFLEGEN, NICHT ABER IN DER PROVINZ; ERSTMALIG IST ES DA UND DORT VERBOTEN.", "GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Wenn ein Pflaster sich von einer Wunde loslöst, so darf man es am Šabbath wieder auflegen; R.Jehuda sagt, hat es sich nach unten verschoben, dürfe man es nach oben schieben, wenn nach oben, dürfe man es nach unten schieben. Ferner darf man einen Teil des Pflasters lösen und die Öffnung der Wunde abwischen, dann einen anderen Teil des Pflasters lösen und die Öffnung der Wunde abwischen;", "das Pflaster selbst aber darf man nicht abwischen, weil man dabei zerreibt; hat man zerrieben, so ist man ein Sündopfer schuldig.", "R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie R.Jehuda. R.Ḥisda sagte: Dies150Daß man ein abgelöstes Pflaster wieder auflegen darf.nur, wenn es auf einem Geräte liegen bleibt, wenn aber auf der Erde, so stimmen alle überein, daß es verboten sei.", "Mar b.R.Aši erzählte: Einst stand ich vor meinem Vater, als ihm [ein Pflaster] auf das Polster fiel, und er heftete es wieder an. Da sprach ich zu ihm: Hält denn der Meister nichts von dem, was R. Ḥisda gesagt hat, daß der Streit nur über den Fall besteht, wenn es auf einem Geräte liegen bleibt, wenn aber auf der Erde, sei es verboten, und Šemuél sagte, die Halakha sei wie R.Jehuda!?", "Er erwiderte: Ich halte nichts davon.", "xiii,2 MAN DARF IM TEMPEL EINESAITE ZUSAMMENKNOTEN, JEDOCH NICHT IN DER PROVINZ; ANFÄNGLICH [EINE SPANNEN] IST DA UND DORT VERBOTEN.", "GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Wenn die Saite einer Zither platzte, knotete er sie nicht zusammen, sondern machte eine Schleife!? – Das ist kein Widerspruch; eines nach den Rabbanan, und eines nach R.Elie͑zer.", "Nach R.Elie͑zer, welcher sagt, die Zubereitungen eines Gebotes151Die an sich verbotenen Handlungen, die zur Ausübung desselben nötig sind; cf. Sab. Fol. 130aff.verdrängen den Šabbath, darf man sie knoten, und nach den Rabbanan, welche sagen, sie verdrängen ihn nicht, darf man nur eine Schleife machen. –", "Wenn nach R.Elie͑zer, so sollte es auch anfänglich [erlaubt] sein!? –", "Vielmehr, das ist kein Widerspruch; eines nach R.Jehuda152Nach dem die Schleife dem Knoten gleicht; cf. Sab. Fol. 113a.und eines nach den Rabbanan. –", "R.Jehuda vertritt wohl hierbei die Ansicht" ], [ "R.Elie͑zers, und nach diesem darf man sie ja auch von vornherein spannen!? –", "Vielmehr, das ist kein Widerspruch; eines nach R.Šimo͑n und eines nach den Rabbanan. Es wird nämlich gelehrt: Wenn einem Leviten eine Saite seiner Zither platzt, so knote er sie zusammen;", "R.Šimo͑n sagt, er mache eine Schleife. R.Šimo͑n b.Elea͑zar sprach: (Auch) eine solche gibt ja keinen Ton; vielmehr wickle man den unteren [Teil ab, dessen Ende] man oben befestige, oder den oberen [Teil, dessen Ende] man unten befestige.", "Wenn du willst, sage ich: beides nach den Rabbanan, dennoch besteht hier kein Widerspruch; eines, wenn sie in der Mitte [platzt], und eines, wenn an einem Ende152Eine Schleife reicht dann aus..", "Wenn du aber willst, sage ich: beides, wenn in der Mitte, nur ist nach der einen Ansicht zu berücksichtigen153Man könnte verleitet werden, auch am Ende einen Knoten zu machen.und nach der anderen Ansicht nicht zu berücksichtigen.", "xiii,3 MAN DARF IM TEMPEL EINE BLATTER ABLÖSEN, NICHT ABER IN DER PROVINZ; MIT EINEM GERÄTE IST ES DA UND DORT VERBOTEN.", "GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Das Hintragen154Des Pesaḥopfers in den Tempel., die Herbeischaffung von außerhalb des Šabbathgebietes und die Ablösung einer ihm anhaftenden Blatter verdrängen [den Šabbath] nicht;", "R.Elie͑zer sagt, sie verdrängen ihn wohl!? R.Elea͑zar und R.Jose b.Ḥanina [erklärten es]. Einer erklärte, beide handeln von feuchten [Blattern], dennoch bestehe hier kein Widerspruch, denn eines spreche [von der Ablösung] mit der Hand und eines von der Ablösung mit einem Geräte;", "und einer erklärte, beide handeln [von der Ablösung] mit der Hand, dennoch bestehe hier kein Widerspruch, denn eines spreche von einer feuchten [ Blatter ]155Deren Entfernung am Š. auch mit der Hand verboten ist.und eines von einer trockenen. –", "Weshalb erklärt derjenige, nach dem eines von [der Ablösung] mit der Hand und eines von [der Ablösung] mit einem Geräte spricht, nicht, daß eines von einer feuchten und eines von einer trockenen spreche? – Er kann dir erwidern: eine trockene darf man sogar mit einem Geräte ablösen, denn eine solche bröckelt ab. –", "Weshalb erklärt derjenige, nach dem eines von einer feuchten und eines von einer trockenen spricht, nicht, daß eines von [der Ablösung] mit der Hand und eines von [der Ablösung] mit einem Geräte spreche? – Er kann dir erwidern: von [der Ablösung] mit einem Geräte haben wir ja ausdrücklich gelernt, mit einem Geräte sei es überall verboten. –", "Und der andere!? – Dort lehrt er es abermals, weil er den Streit zwischen R.Elie͑zer und den Rabbanan lehren will. –", "Und jener!? – In jener Lehre gleicht es156Die Ablösung einer Blatter; die Ablösung einer feuchten mit einem Geräte ist auch nach der Tora verboten.dem Hintragen und der Herbeischaffung von außerhalb des Šabbathgebietes, die nur rabbanitisch verboten sind. –", "Und der andere!? – Hinsichtlich des Hintragens ist er nicht der Ansicht R.Nathans, welcher sagt, das Lebende trage sich selbst, und hinsichtlich der Herbeischaffung von außerhalb des Šabbathgebietes ist er der Ansicht R.A͑qibas, welcher sagt, das Gesetz von den Šabbathgebieten sei aus der Tora157Demnach sind beide Verrichtungen nach der Tora verboten..", "R.Joseph wandte ein: R.Elie͑zer sprach: Es ist ja [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn das Schlachten, das als wirkliche Arbeit [verboten sein sollte], den Šabbath verdrängt, wie sollten diese [Verrichtungen], die nur des Feierns158Demnach sind die genannten Verrichtungen nur des Feierns wegen und nicht nach der Tora verboten.wegen [verboten] sind, den Šabbath nicht verdrängen!?", "Vielmehr, erklärte R.Joseph, handeln beide von [der Ablösung] mit der Hand, nur haben sie, was beim Tempeldienst des Feierns wegen [verboten] ist, im Tempel erlaubt, nicht aber haben sie in der Provinz erlaubt, was im Tempel des Feierns wegen verboten ist159Das Pesaḥopfer wird daheim untersucht u. erst nachher nach dem Tempel gebracht..", "Abajje saß und trug diese Lehre vor; da wandte R.Saphra gegen Abajje ein: Wenn jemand auf einer Schwelle eine Schriftrolle liest und sie aus seiner Hand160Und das eine Ende in seiner Hand zurückbleibt.rollt, so rolle er sie zu sich heran. Dies ist ja eine des Feierns wegen [verbotene] Tempelarbeit161Eigentl. heilige Verrichtung, da hier von einer Rolle der hl. Schrift gesprochen wird.in der Provinz, dennoch wird nicht berücksichtigt, sie könnte [aus seiner Hand] fallen und er sie zu holen verleitet werden!? –", "Wir haben dies ja auf den Fall bezogen, wenn die Schwelle Neutralgebiet ist und öffentliches Gebiet vor ihr liegt, da er ein Ende in der Hand hält, ist es nicht einmal ein Verbot des Feierns wegen.", "Er wandte ferner gegen ihn ein: Man darf beim Dunkelwerden das Pesaḥlamm in den Ofen hängen. Dies ist ja eine des Feierns wegen [verbotene] Tempelarbeit in der Provinz, dennoch wurde nicht berücksichtigt, man könnte Kohlen schüren!?", "Da schwieg er. Als jener zu R.Joseph kam, erzählte er ihm vom Einwand, den R.Saphra gegen ihn erhob. Da sprach dieser: Weshalb erwidertest du ihm nicht, die Teilnehmer162Am Pesaḥopfer; cf. Ex. 12,4.seien achtsam!? –", "Und Abajje!? –Wir sagen wohl, die Priester seien achtsam, nicht aber, die Teilnehmer seien achtsam.", "Raba erklärte: [Unsere Mišna] vertritt die Ansicht R.Elie͑zers, welcher sagt, die Zubereitungen eines Gebotes151Die an sich verbotenen Handlungen, die zur Ausübung desselben nötig sind; cf. Sab. Fol. 130aff.verdrängen den Šabbath, jedoch pflichtet R.Elie͑zer bei, daß, soweit möglich, dies auf ungewöhnliche Weise erfolgen müsse. –" ], [ "Woher dies? – Es wird gelehrt: Wenn ein Priester eine Blatter bekommt, so beiße sie ihm sein Genosse mit den Zähnen ab. Nur mit den Zähnen, nicht aber mit einem Geräte; nur sein Genosse, nicht aber er selber.", "Wer [lehrt dies]: wollte man sagen, die Rabbanan, so sollte es doch, wenn es nach ihnen auch sonst nur des Feierns wegen [verboten] ist, im Tempel einerlei sein, ob er selber oder sein Genosse!?", "Doch wohl R.Elie͑zer, nach dem man dieserhalb sonst ein Sündopfer schuldig ist, und hierbei muß dies, obgleich die Zubereitungen eines Gebotes den Šabbath verdrängen, soweit möglich auf ungewöhnliche Weise erfolgen. –", "Nein, tatsächlich die Rabbanan; wenn er sie auf dem Bauche bekommt, ist dem auch so,", "hier aber handelt es sich um den Fall, wenn er sie auf dem Rücken oder den Schultergelenken bekommen hat, sodaß er selber sie nicht abnehmen kann. –", "Wenn die Rabbanan, so darf er sie ihm ja auch mit der Hand abnehmen!? Ferner wäre hieraus das zu entnehmen, was R.Elea͑zar163So richtig trotz aller alten Ausgaben (Elie͑zer); cf. Sab. Fol. 94b.gesagt hat, denn R. Elea͑zar sagte, sie streiten nur über [die Verrichtung] mit der Hand, mit einem Geräte aber sei es nach aller Ansicht verboten. –", "Auch nach deiner Meinung, daß es R.Elie͑zer ist, darf er es ihm ja mit der Hand abnehmen164Da es durch einen anderen erfolgt.!? – Was soll dies? Allerdings ist es, wenn du sagst, R.Elie͑zer, mit der Hand [verboten] mit Rücksicht auf ein Gerät; wenn du aber sagst, die Rabbanan, so sollte er sie ihm ja mit der Hand abnehmen. Und nichts weiter [darüber].", "xiv,1 WENN EIN PRIESTER SICH DEN FINGER VERLETZT, SO UMWICKLE ER IHN IM TEMPEL MIT BAST, NICHT ABER IN DER PROVINZ; UM BLUT ABZUZIEHEN IST ES DA UND DORT VERBOTEN.", "GEMARA. R.Jehuda, Sohn des R.Ḥija, sagte: Dies lehrten sie nur vom Bast, ein Gürtelchen aber ist eine Hinzufügung165Dies ist verboten u. event, der Tempeldienst ungültig; cf. Zeb. Fol. 18a.zu den [priesterlichen] Gewändern.", "R.Joḥanan aber sagte, eine Hinzufügung zu den Gewändern heiße nur das, was da angelegt wird, wo die Gewänder getragen werden, was aber da angelegt wird, wo die Gewänder nicht getragen werden, heiße nicht Hinzufügung zu den Gewändern. –", "Es sollte ja aber als Trennung166Beim Tempeldienst muß alles mit blosser Hand angefaßt werden.gelten!? – An der linken Hand.", "Oder auch an der rechten, jedoch an einer Stelle, die beim Tempeldienst unberührt bleibt", "Er streitet somit gegen Raba, denn Raba sagte im Namen R.Ḥisdas: An einer Stelle, wo die Gewänder getragen werden, gilt auch ein Fäserchen als Trennung, an einer Stelle, wo die Gewänder nicht getragen werden, gilt nur [ein Streifen] von drei zu drei [Fingerbreiten] als Trennung, nicht aber einer weniger als drei zu drei.", "Gegen R.Joḥanan streitet er entschieden, streitet er aber auch gegen R.Jehuda, den Sohn R.Ḥijas? –", "Anders ist es bei einem Gürtelchen, da es wesentlich167Während RḤ. nur von einem unwesentlichen Streifen spricht.ist.", "Eine andere Lesart: R.Jehuda, Sohn des R.Ḥija, sagte: Dies lehrten sie nur vom Bast, ein Gürtelchen aber168Das nicht zu den priesterl. Gewändern gehört.ist eine Trennung.", "R.Joḥanan aber sagte, [ein Streifen] weniger als drei zu drei [Fingerbreiten] gelte als Trennung nur da, wo die Gewänder getragen werden, wo aber die Gewänder nicht getragen werden, gelte nur [ein Streifen]" ], [ "von drei zu drei [Fingerbreiten] als Trennung, nicht aber einer weniger als drei. Übereinstimmend mit Raba im Namen R.Ḥisdas. –", "Streitet er gegen R.Jehuda, den Sohn des R.Ḥija? – Anders ist es bei einem Gürtelchen, da es wesentlich ist. –", "Weswegen lehrt er es nach R.Joḥanan vom Bast, er sollte es doch von einem Gürtelchen lehren!? –", "Nebenbei lehrt er uns, daß Bast heilsam sei.", "xiv,2 MAN DARF SALZ AUF DIE ALTARRAMPE STREUEN, DAMIT MAN NICHT AUSGLEITE; FERNER DARF MAN AM ŠABBATH MITTELST DES RADES AUS DEM WLNDEBRUNNEN169Viell. Exulantenbrunnen.UND DEM GROSSEN BRUNNEN SCHÖPFEN, AM FESTE AUCH AUS DEM QUELLBRUNNEN170Etymolog, zulässig: kalter Brunnen..", "GEMARA. R.Iqa aus Paršunja171Nach anderen Lesarten und Stellen: Pašrunja, bezw. Pešrenja.wies Raba auf einen Widerspruch hin: Wir haben gelernt, man dürfe Salz auf die Altarrampe streuen, damit man nicht ausgleite; nur im Tempel, nicht aber in der Provinz, und dem widersprechend wird gelehrt, daß, wenn ein Hof durch Regenwasser verschlammt worden ist, man Stroh hole und da streue!? –", "Anders das Stroh, weil man es nicht aufgibt.", "R.Aḥa, der Sohn Rabas, sprach zu R.Aši: In welchem Falle Salz [streuen]: gibt man es auf, so fügt man ja zum Bauwerke hinzu, während es heißt:172iChr. 28,19.das alles durch die Hand des Herrn verzeichnet, er hat mich173Der Bau des Tempels wurde vorgeschrieben, auch zur Rampe darf nichts hinzugefügt werden.unterwiesen,", "und gibt man es nicht auf, so ist es ja eine Trennung174Die Priester gingen beim Tempeldienste barfuß, und ihre Fußsohlen mußten den Boden berühren.!? –", "Beim Hinbringen der Opferglieder zur Rampe, das nicht zum Tempeldienste gehört. –", "Etwa nicht, es heißt ja:175Lev. 1,13.der Priester soll alles hinbringen, und auf dem Altar aufräuchern, und der Meister sagte, dies sei das Hinbringen der Opferteile zur Altarrampe!? – Vielmehr, beim Hinbringen des Holzes zum Holzstoße, das nicht zum Tempeldienste gehört.", "Raba trug vor: Wenn ein Hof durch Regenwasser verschlammt worden ist, so hole man Stroh und streue da. R.Papa sprach zu Raba: Es wird ja aber gelehrt, daß man, wenn man streut, weder mit einem Korbe noch mit einer Kiepe, sondern nur mit einem Bruchstücke einer Kiepe streuen dürfe!?", "Hierauf ließ Raba seinen Dolmetsch vortreten und vortragen: Was ich euch vorgetragen habe, ist ein Irrtum von mir, vielmehr sagten sie folgendes im Namen R.Elie͑zers: Man streue weder mit einem Korbe noch mit einer Kiepe, sondern mit einem Bruchstücke einer Kiepe.", "DARF MAN &C. AUS DEM WINDEBRUNNEN SCHÖPFEN. Als einst U͑la bei R. Menaše eingekehrt war, kam ein Mann und klopfte an die Tür; da sprach er: Wer da? Mag der Körper dessen entweiht werden, der den Šabbath176Jede Herbeiführung eines Geräusches oder Tones ist am S. verboten.entweiht.", "Da sprach Rabba zu ihm: Sie haben nur musikalische Geräusche verboten. Abajje wandte gegen ihn ein: Man darf am Šabbath für einen Kranken [Wein] mit einem Saugheber abziehen und Wasser aus einem Brausegefäße177Od. Tropfgefäße, aus dem das Wasser beim Öffnen des oben befindlichen Loches rauschend bezw. Tropfend in ein darunter befindliches Metallgefäß lief u. ein Geräusch verursachte; wahrscheinl. zum Einschläfern bezw. Wecken eines Kranken benutzt.laufen lassen.", "Nur für einen Kranken und nicht für einen Gesunden, doch wohl, wenn [der Kranke] schläft und man ihn wecken178Dies erfolgt durch jede Art von Geräusch.will; demnach ist die Hervorbringung eines Geräusches verboten!? –", "Nein, wenn er wach ist und man ihn einschläfern will, weil es sich wie der Ton eines Schallinstrumentes anhört.", "Er wandte gegen ihn ein: Wer seine Früchte vor den Vögeln und seine Kürbisse vor den Tieren bewacht, bewache sie auf gewöhnliche Weise auch am Šabbath, nur darf er nicht klopfen, in die Hände klatschen oder mit dem Fuße stampfen, wie er dies am Wochentage zu tun pflegt.", "Doch wohl, weil man dabei ein Geräusch hervorbringt und die Hervorbringung eines Geräusches verboten ist!? R.Aḥa b.Ja͑gob erwiderte: Aus Rücksicht darauf, er könnte eine Scholle ergreif en. –", "Aber R.Jehuda sagte ja im Namen Rabhs, Frauen dürfen nicht mit Nüssen spielen, doch wohl, weil man dabei ein Geräusch hervorbringt und die Hervorbringung eines Geräusches verboten ist!? –", "Nein, weil sie Ritzen ebnen könnten.", "Wieso sagte R.Jehuda, wolltest du nicht so erklären, Frauen dürfen nicht mit Äpfeln spielen, dadurch wird ja kein Geräusch hervorgebracht; vielmehr, deshalb, weil sie Ritzen ebnen könnten. –", "Wir haben gelernt: Ferner darf man am Šabbath mittelst des Rades aus dem Windebrunnen und aus dem großen Brunnen schöpfen. Also nur im Tempel und nicht in der Provinz; doch wohl, weil man dabei ein Geräusch hervorbringt und dies verboten ist!? –", "Nein, weil man auch für seinen Garten und seine Ruine schöpfen könnte.", "Amemar erlaubte in Maḥoza mittelst einer Winde zu schöpfen, indem er sagte: Die Rabbanan haben berücksichtigt, man könnte für seinen Garten und seine Ruine schöpfen, und hier gibt es weder Gärten noch Ruinen.", "Als er aber sah," ], [ "daß sie Flachs179In das am Š. geschöpfte Wasser.einweichten, verbot er es ihnen.", "AUS DEM QUELLBRUNNEN. Was heißt Quellbrunnen? Šemuél erwiderte: Ein Brunnen, über den sie Worte hervorsprudeln180Wörtl. hervorquellen; nach Raschi ist הקרו Hiph. von קרא rufen: über den man eine Kundmachung ausgerufen hatte.ließen, und man erlaubte ihn.", "Man wandte ein: Sie erlaubten nicht alle Quellbrunnen, sondern nur diesen. Was heißt ‘nur diesen’, wenn du erklärst, über den sie Worte hervorsprudeln181Danach handelt es sich um einen bestimmten Brunnen.ließen!?", "Vielmehr, erklärte R.Naḥman b. Jiçḥaq, ein Brunnen quellenden Wassers, wie es heißt:182Jer. 6,7.wie ein Brunnen sein Wasser hervorquellen läßt &c.", "Der Text. Sie erlaubten nicht alle Quellbrunnen, sondern nur diesen. Als die Exulanten heimzogen, lagerten sie an diesem, und die Propheten unter ihnen erlaubten ihn ihnen. Aber nicht die Propheten unter ihnen, vielmehr war es ein von ihren Vorfahren überlieferter Brauch.", "xv WENN [AM ŠABBATH] EIN KRIECHTIER IM TEMPEL GEFUNDEN WIRD, SO BRINGE ES EIN PRIESTER MIT SEINEM GÜRTEL183Obgleich dadurch der Gürtel unrein wird, da das Suchen nach einem geeigneten Gegenstande Zeit beanspruchen würde.HINAUS, UM NICHT DIE UNREINHEIT IM TEMPEL WEILEN ZU LASSEN – SO R.JOḤANAN B. BEROQA; R.JEHUDA SAGT, MIT EINER HÖLZERNEN ZANGE, UM NIGHT DIE UNREINHEIT ZU VERMEHREN.", "AUS WELCHER STELLE BRINGE MAN ES [AM ŠABBATH] FORT? AUS DEM INNENRAUME DES TEMPELS, AUS DER VORHALLE UND ZWISCHEN DER VORHALLE UND DEM ALTAR – SO R.ŠIMO͑N B.NANNOS.", "R.A͑QIBA SAGT, MAN BRINGE ES AUS JEDER STELLE FORT, DERENTWEGEN MAN SICH184Wenn man sie unrein betritt; also auch aus dem Vorhofe.BEI VORSATZ DER AUSROTTUNG UND BEI VERSEHEN EINES SÜNDOPFERS SCHULDIG MACHT. AN JEDER ANDEREN STELLE STÜLPE MAN DARÜBER EINEN KÜBEL185Od. Kessel, der im Tempel verschiedenen Zwecken diente; cf. Tan.V,5..", "R.ŠIMO͑N SAGTE: WO DIE WEISEN DIR ETWAS ERLAUBT HABEN, HABEN SIE DIR NUR DEINES186Was nach der Tora erlaubt ist.GEGEBEN; [IM TEMPEL] HABEN SIE DIR NUR DAS ERLAUBT, WAS SONST NUR DES FEIERNS WEGEN [VERBOTEN] IST.", "GEMARA. R.Ṭobi b. Qisana sagte im Namen Šemuéls: Wer etwas, das durch ein Kriechtier unrein geworden ist, in den Tempel bringt, ist schuldig, wenn aber ein Kriechtier selbst, so ist er frei. – Weshalb? – Die Schrift sagt:187Num. 5,3.Männer und Frauen sollt ihr hinausschaffen; nur das, was im Tauchbade Reinheit erlangt, nicht aber das Kriechtier, das keine Reinheit erlangt.", "Ihm wäre eine Stütze zu erbringen: Männer und Frauen sollt ihr hinausschaffen; ausgenommen Tongefäße – so R.Jose der Galiläer. Doch wohl deshalb, weil sie durch das Tauchbad keine Reinheit erlangen. –", "Nein, nur das, was eine Urunreinheit188Cf. Ms. III, Anm. 7.werden kann, ausgenommen das Tongefäß, das nicht eine Urunreinheit werden kann.", "Es wäre anzunehmen, daß hierüber Tannaím streiten. Wenn ein Kriechtier im Tempel gefunden wird, so bringe es ein Priester mit seinem Gürtel hinaus, um nicht die Unreinheit im Tempel weilen zu lassen – so R. Joḥanan b.Beroqa; R.Jehuda sagt, mit einer hölzernen Zange, um nicht die Unreinheit zu vermehren.", "Ihr Streit besteht wahrscheinlich in folgendem: derjenige, welcher sagt, um nicht weilen zu lassen, ist der Ansicht, wer ein Kriechtier in den Tempel bringt, sei schuldig189Die Fortschaffung ist eine Pflicht der Tora., und derjenige, welcher sagt, um nicht zu vermehren, ist der Ansicht, wer ein Kriechtier in den Tempel bringt, sei frei. –", "Nein, alle sind der Ansicht, er sei schuldig, und ihr Streit besteht in folgendem: einer ist der Ansicht, man lasse lieber die Unreinheit weilen, und einer ist der Ansicht, man vermehre lieber die Unreinheit. –", "Vielmehr, wie die folgenden Tannaím. Wir haben gelernt: Aus welcher Stelle bringe man es fort &c.", "Ihr Streit besteht wahrscheinlich in folgendem: derjenige, welcher sagt, aus dem Vorhofe nicht, ist der Ansicht, wer ein Kriechtier in den Tempel bringt, sei frei, und derjenige, welcher sagt, aus dem ganzen Vorhofe, ist der Ansicht, er sei schuldig." ], [ "R.Joḥanan entgegnete: Beide folgerten sie es190Während beide der Ansicht sind, man sei dieserhalb schuldig. aus ein und demselben Schriftverse:191iiChr. 29,16.Die Priester aber begaben sich ins Innere des Tempels des Herrn, um ihn zu reinigen, und schafften alle Unreinheit, die sie im Tempel des Herrn vorfanden, in den Vorhof des Tempels des Herrn hinaus, und die Leviten nahmen es in Empfang, um es in den Qidronbach hinauszuschaffen.", "Einer ist der Ansicht: da dies durch Leviten im Vorhofe verrichtet wurde, so gibt es da keine Unreinheit192Dh. mit der Unreinheit werde es da nicht so streng genommen.,", "und einer ist der Ansicht: wo dies durch die Leviten nicht möglich193Da sie das Innere des Tempels nicht betreten durften.war, wurde es durch die Priester verrichtet, und wo dies durch die Leviten möglich war, brauchten die Priester sich nicht zu verunreinigen.", "Die Rabbanan lehrten: Jeder darf in den Tempel eintreten, um Bau und Reparaturarbeit zu verrichten und Unreinheit hinauszubringen, jedoch ist es durch Priester vorzuziehen; sind da keine Priester vorhanden, so treten Leviten ein, und sind da keine Leviten vorhanden, so treten Jisraéliten ein. Diese und jene nur reine, aber keine unreinen.", "R.Hona sagte: R.Kahana tritt für die Priester [Kahane] ein; denn R.Kahana lehrte: Da es heißt:194Lev. 21,23.nur zum [inneren] Vorhang darf er nicht hineingehen, so könnte man glauben, gebrechenbehaftete Priester dürfen nicht zwischen Vorhalle und Altar eintreten, um [bei den] Blechplatten195Zur Verkleidung im Tempel; cf. Num. 17,3.zu arbeiten,", "daher heißt es nur, teilend. Vorzuziehen sind gebrechenfreie, sind aber keine gebrechenfreien vorhanden, so treten gebrechenbehaftete ein; vorzuziehen sind reine, sind aber keine reinen vorhanden, so treten unreine ein; von diesen und jenen nur Priester und nicht Jisraéliten.", "Sie fragten: Wer trete von Unreinem und Gebrechenbehaftetem ein? R. Ḥija b. Aši sagte, der Unreine trete ein, denn ihm ist auch der Gemeindedienst196Das beständige Opfer, das nicht ausfallen darf.erlaubt; R.Elea͑zar sagte, der Gebrechenbehaftete trete ein, denn er darf auch Geheiligtes essen.", "R.ŠIMO͑N SAGTE &C. Worauf bezieht sich R.Šimo͑n? – Auf das, was wir gelernt haben: Wer bei Einbruch der Dunkelheit auch nur eine Elle außerhalb seines Šabbathgebietes sich befindet, darf nicht mehr hineingehen; R.Šimo͑n sagt, auch wenn fünfzehn Ellen dürfe er noch hineingehen, weil die Feldmesser die Meß[stricke] nicht fest anziehen, wegen der sich Irrenden197Cf. supra Fol. 52b, Anm. 171—173..", "Der erste Tanna lehrt, man dürfe nicht mehr hineingehen, und hierzu sagt R.Šimo͑n, man dürfe wohl hineingehen.", "[IM TEMPEL] HABEN SIE DIR NUR DAS ERLAUBT, WAS SONST NUR DES FEIERNS WEGEN [VERBOTEN] IST. Worauf bezieht sich dies? – Auf jene Lehre: der erste Tanna sagt, er knote sie198Ein Levite, dem eine Saite geplatzt ist, ob. Fol. 102b; RŠ. erklärt hier, weshalb er in jenem Falle erleichternder u. in diesem erschwerender Ansicht ist.zusammen, und hierzu sagt R.Šimo͑n, er dürfe nur eine Schleife machen.", "Eine Schleife, derentwegen man sich keines Sündopfers schuldig machen199Außerhalb des Tempels.kann, haben die Rabbanan [im Tempel] erlaubt, einen Knoten, dessentwegen man sich eines Sündopfers schuldig machen199Außerhalb des Tempels.kann, haben die Rabbanan nicht erlaubt." ] ], "sectionNames": [ "Daf", "Line" ] }