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"language": "en",
"title": "Zevachim",
"versionSource": "https://www.nli.org.il/he/books/NNL_ALEPH001042448/NLI",
"versionTitle": "Talmud Bavli. German trans. by Lazarus Goldschmidt, 1929 [de]",
"shortVersionTitle": "Lazarus Goldschmidt, 1929",
"actualLanguage": "de",
"languageFamilyName": "german",
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"direction": "ltr",
"heTitle": "זבחים",
"categories": [
"Talmud",
"Bavli",
"Seder Kodashim"
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"text": [
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" JEDES OPFER, DAS AUF EINEN ANDEREN NAMEN GESCHLACHTET WORDEN IST, IST TAUGLICH, NUR HAT DER EIGENTÜMER SICH DAMIT SEINER PFLICHT NICHT ENTLEDIGT, AUSGENOMMEN SIND DAS PESAḤOPFER UND DAS SÜNDOPFER; DAS PESAḤOPFER ZU SEINER ZEIT UND DAS SÜNDOPFER ZU JEDER ZEIT.",
"R. ELIE͑ZER SAGT, AUCH DAS SCHULDOPFER; DAS PESAḤOPFER ZU SEINER ZEIT UND DAS SÜND- UND DAS SCHULDOPFER ZU JEDER ZEIT. R. ELIE͑ZER SPRACH: DAS SÜNDOPFER WIRD WEGEN EINER SÜNDE DARGEBRACHT UND DAS SCHULDOPFER WIRD WEGEN EINER SÜNDE DARGEBRACHT, WIE NUN DAS AUF EINEN ANDEREN NAMEN DARGEBRACHTE SÜNDOPFER UNTAUGLICH IST, EBENSO IST AUCH DAS AUF EINEN ANDEREN NAMEN DARGEBRACHTE SCHULDOPFER UNTAUGLICH.",
" JOSE B. ḤONI SAGT, WAS AUF DEN NAMEN EINES PESAḤOPFERS UND AUF DEN NAMEN EINES SÜNDOPFERS GESCHLACHTET WORDEN IST, IST UNTAUGLICH.",
"ŠIMO͑N, DER BRUDER DES A͑ZARJA, SAGT, WAS AUF DEN NAMEN EINES HÖHER[HEILIGEN OPFERS] GESCHLACHTET WORDEN IST, IST TAUGLICH, UND WAS AUF DEN NAMEN EINES MINDER[HEILIGEN] GESCHLACHTET WORDEN IST, IST UNTAUGLICH.",
"ZUM BEISPIEL : HAT MAN HOCHHEILIGES AUF DEN NAMEN VON MINDERHEILIGEMGESCHLACHTET, SO IST ES UNTAUGLICH, HAT MAN ABER MINDERHEILIGES AUF DEN NAMEN VON HOCHHEILIGEM GESCHLACHTET, SO IST ES TAUGLICH. HAT MAN DAS ERSTGEBORENE ODER DAS ZEHNTEAUF DEN NAMEN EINES HEILSOPFERS GESCHLACHTET, SO IST ES TAUGLICH; HAT MAN EIN HEILSOPFER AUF DEN NAMEN DES ERSTGEBORENEN ODER DES ZEHNTENGESCHLACHTET, SO IST ES UNTAUGLICH.",
"GEMARA. Weshalb heißt es : nur hat der Eigentümer sich damit seiner Pflicht nicht entledigt, es sollte doch heißen : und hat der Eigentümer sich damit seiner Pflicht nicht entledigt!? –",
"Folgendes lehrt er uns: allerdings hat der Eigentümer sich damit seiner Pflicht nicht entledigt, wohl aber behalten sie ihre Heiligkeit, und man darf an ihnen nichts ändern.",
"Dies nach Raba, denn Raba sagte: Hat man ein Brandopfer auf einen anderen Namen geschlachtet, so darf man das Blut nicht auf einen anderen Namen sprengen.",
"Wenn du willst, ist dies zu begründen, und wenn du willst, ist dies aus einem Schriftverse zu entnehmen. Wenn du willst, ist dies zu begründen : sollte man denn, weil man dabei abgeändert hat, fortfahren und auch weiterhin abändern!?",
"Wenn du willst, ist dies aus einem Schriftverse zu entnehmen :den Ausspruch deiner Lippen sollst du halten und entsprechend handeln, wie du dem Herrn, deinemGott, gelobt hast, die freiwillige Gabe &c."
],
[
"Wieso eine freiwillige Gabe, es ist ja ein Gelübde? Vielmehr, bist du so verfahren, wie du gelobt hast, so ist es ein Gelübde, wenn aber nicht, sei es eine freiwillige Gabe,",
"und auch bei einer freiwilligen Gabe darf nicht abgeändert werden.",
"Rabina sprach zu R. Papa : Schade, daß du gestern nicht im Lehrhause zu Be-Ḥermakh anwesend warst, denn Raba trug schöne Sachen vor, Widersprüche, die er auch erklärte. –",
"Was sind es für schöne Sachen? – Wir haben gelernt: jedes Opfer, das auf einen anderen Namen geschlachtet worden ist &c. ; also nur wenn auf einen anderen Namen, wenn aber ohne Nennung, so hat der Eigentümer sich damit auch seiner Pflicht entledigt, wonach es ohne Nennung der Nennung des richtigen Namens gleicht,",
"und dem widersprechend wird gelehrt: jeder Scheidebrief, der auf den Namen einer anderen Fraugeschrieben ist, ist ungültig, und ohne Nennungist er ebenfalls ungültig!?",
"Er erklärte es auch: Opfer sind, wenn nichts genannt wird, dafür bestimmt, wofür sie zu nennen sind, während eine Frau, solange sie nicht ausdrücklich genannt ist, nicht zur Scheidung bestimmt ist. –",
"Woher, daß Opfer ohne Nennung tauglich sind; wollte man sagen, weil gelehrt wird: jedes Opfer, das auf einen anderen Namen geschlachtet worden ist &c. und nicht : das nicht auf seinen Namen geschlachtet worden ist, so wird ja auch vom Scheidebriefe gelehrt: jeder Scheidebrief, der auf den Namen einer anderen Frau geschrieben worden ist, ist ungültig, und nicht: der nicht auf den Namen der Frau geschrieben worden ist, ist ungültig!?",
"Wollte man sagen, aus folgender Lehre: auf seinen Namen und einen anderen Namen, zum Beispiel als Pesaḥopfer und als Heilsopfer; also nur dann, wenn er gesagt hat: als Pesaḥopfer und als Friedensopfer, wenn aber als Pesaḥopfer und als eines ohne Nennung, so ist es tauglich, wonach es ohne Nennung der Nennung des richtigen Namens gleicht,",
"so ist es vielleicht hierbei anders, denn wir sagen, wenn jemand etwas tut, tue er dies auf Grund der ersten Beschlußfassung!?",
"Wollte man sagen, dies sei aus dem Schlußsatz zu entnehmen: auf einen anderen Namen und seinen Namen: als Heilsopfer und als Pesaḥopfer; also nur dann, wenn er gesagt hat: als Heilsopfer und als Pesaḥopfer, wonach es tauglich ist, wenn eines ohne Nennung und als Pesaḥopfer,",
"so ist es vielleicht hierbei anders, weil wir sagen, der Schluß zeuge für den Anfang!?",
"Oder auch: da er den Fall lehrt, wenn eines auf seinen Namen und ohne Namen, so lehrt er auch den Fall, wenn eines ohne Namen und auf seinen Namen.",
"Vielmehr, dies ist aus folgendem zu entnehmen. Unter sechs Nennungen wird das Opfer dargebracht: auf den Namen des Opfers, auf den Namen des Opfernden, auf den Namen Gottes, als Feueropfer, als duftendund als angenehm; das Sündopfer und das Schuldopfer auch unter Nennung der Sünde.",
"R. Jose sagt, auch wenn jemand an eine dieser Nennungen im Herzen nicht gedacht hat, sei es tauglich, denn dies ist eine gerichtliche Bestimmung. Das Gericht hat bestimmt, daß man den Namen nicht nenne, damit man nicht veranlaßt werde, einen anderen Namen zu nennen.",
"Wieso könnte nun, wenn man sagen wollte, ohne Nennung sei es untauglich, das Gericht eine Bestimmung treffen, die es untauglich macht!? –",
"Woher, daß ein Scheidebrief ohne Nennungungültig ist:",
"wollte man sagen, aus der Lehre, daß, wenn jemand über die Straße geht und Schreiber vorlesen hört: N. aus der Ortschaft N. ließ sich von der Frau N. scheiden, und spricht: dies ist mein Name und der Name meiner Frau, dieser Scheidebrief für ihn ungültigsei,",
"so ist dies vielleicht nach R. Papa zu erklären, denn R. Papa sagte, hier werde von dem Fall gesprochen, wenn es zur Übung der Schreiber erfolgt, und er somit überhaupt nicht zum Zweck der Scheidung geschrieben worden ist.",
"Wollte man sagen, aus folgendem;"
],
[
"noch mehr : wenn jemand [einen Scheidebrief] geschrieben hat, um sich von seiner Frau scheiden zu lassen, und davon abgekommen ist, und jemand aus derselben Stadt ihn trifft und zu ihm spricht: dein Name gleicht meinem und der Name deiner Frau gleicht dem meiner Frau, so ist dieser für ihnzur Scheidung ungültig,",
"so ist es vielleicht auch da anders, weil er für diesen die Scheidung ausschließt.",
"Wollte man sagen, aus folgendem; noch mehr: wenn jemand zwei Frauen gleichen Namens hat, und er einen [Scheidebrief] geschrieben hat, um sich von der größeren scheiden zu lassen, so darf er sich damit nicht von der kleineren scheiden lassen,",
"so ist es vielleicht auch da anders, weil er für diese die Scheidung ausschließt.",
"Wollte man sagen, aus folgendem; noch mehr: wenn jemand zu einem Schreiber gesagt hat, daß er ihm [einen Scheidebrief] schreibe, er wolle sich von einernach Belieben scheiden lassen, so ist er zur Scheidung ungültig,",
"so ist es vielleicht auch da anders, weil es keine fiktive Feststellunggibt. –",
"Vielmehr, dies ist aus folgendem zu entnehmen: wenn jemand Formulare von Scheidebriefen schreibt, so muß er Raum für [die Namen] des Mannes, der Frau und der Zeugen und für das Datum freilassen, und hierzu sagte R. Jehuda im Namen Šemuéls, er müsse auch Raum lassen für [die Formel] : du bist von nun ab jedermann erlaubt.",
"Ferner wies er noch auf einen Widerspruch hin : Kann denn R. Jehuda im Namen Rabhs gesagt haben, ein Sündopfer, das man auf den Namen eines Brandopfers geschlachtet hat, sei untauglich, und das man als Profanes geschlachtet hat, seitauglich, wonach nur das untauglich macht, was zur selben Klassegehört, nicht aber das, was nicht zur selben Klasse gehört,",
"ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Jeder Scheidebrief, der auf den Namen einer anderen Frau geschrieben ist, ist ungültig, und sogar wenn er auf den Namen einer Nichtjüdingeschrieben ist, ist er ungültig!?",
"Er erklärte es auch: läßt man bei einem Scheidebrief [den Namen der] Nichtjüdin fort, so ist er ohne Nennung, und einer ohne Nennung ist ungültig, läßt man beim Opfer [die Nennung] des Profanen fort, so ist es ohne Nennung, und eines ohne Nennung ist tauglich.",
"Ferner wies er auf folgenden Widerspruch hin : Kann denn R. Jehuda im Namen Rabhs gesagt haben, ein Sündopfer, das man auf den Namen eines Brandopfers geschlachtet hat, sei untauglich, und das man als Profanes geschlachtet hat, sei tauglich, wonach nur das untauglich macht, was zur selben Klasse gehört, nicht aber das, was nicht zur selben Klasse gehört,",
"es wird ja gelehrt:In seinem Innern, nicht aber im Innern seines Innern, und sogar ein Abspülgefäßschützt!?",
"Er erklärte es auch: sie stellten das Profane bei Opfern der Scheidewand bei einem Ofengleich; wie die Scheidewand bei einem Ofen keine Wirkung hat, ebenso hat auch [die Nennung] des Profanen bei Opfern keine Wirkung.",
"Es wird nämlich gelehrt : Wenn ein Ofen durch Bretter oder durch Gehänge geteilt ist und ein Kriechtier an einer Stelle gefunden wird, so ist alles unrein.",
"Wenn ein durchbrochener, mit Stroh verstopfter Bienenkorb, in dem ein Kriechtier sich befindet, über dem Luftraum eines Ofens hängt, so ist der Ofen unrein; befindet sich das Kriechtier im Ofen, so sind die in jenem sich befindlichen Speisen und Getränke unrein, nach R. Elie͑zer aber rein.",
"R. Elie͑zer sprach: Es ist [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern : wenn diesbei der schwereren [Unreinheit] einer LeicheSchutzgewährt, wieso sollte es nicht bei der leichteren eines Tongefäßes Schutz gewähren!?",
"Jene erwiderten ihm: Nein,"
],
[
"sollte denn, wenn dies als Schutz bei der schwereren [Unreinheit] einer Leiche gilt, wobei die Teilung von Zeltenüblich ist, dies auch bei der leichteren eines Tongefäßes gelten, wobei die Teilung von Zelten nicht üblich ist!? –",
"Richtig ist esallerdings nach den Rabbanan, wie ist es aber nach R. Elie͑zer zu erklären!? –",
"R. Elie͑zer folgert dies [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere. –",
"Demnach sollte man es auch dort [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere folgern : wenn Heiliges durch Heiliges entweihtwird, um wieviel mehr durch Profanes!? –",
"Vielmehr, der Grund Rabhs ist nach R. Elea͑ zu erklären, denn R. Elea͑ sagte : Folgendes ist der Grund Rabhs :Sie sollen die heiligen Gaben der Kinder Jisraéls nicht entweihen, was sie für den Herrn abheben; Heiliges kann Heiliges entweihen, Profanes aber kann Heiliges nicht entweihen. –",
"Demnach hebt der Schriftvers [den Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere auf, somit sollte auch hierbei [das Wort] Innern[den Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere aufheben!? –",
"[Das Wort] Innern ist wegen des Falles nötig, wenn man Speisen mit Lehm überklebt und sie in den Luftraum des Ofens gebracht hat, denn man könnte glauben, da sie durch Berührung nicht unrein werden, werden sie auch durch den Luftraum nicht unrein. –",
"Und die Rabbanan!? – Dieserhalb ist kein Schriftvers nötig.",
"R. Joseph b. Ami wies auf einen zwischen der Verwechselung des Opfers und der Verwechselung des Eigentümers bestehenden Widerspruch hin und erklärte es auch.",
"Kann Rabh denn gesagt haben, ein Sündopfer, das man auf den Namen eines Sündopfersgeschlachtet hat, sei tauglich, und wenn auf den Namen eines Brandopfers, sei es untauglich, wonach es durch eine andere Art untauglich und durch dieselbe Art nicht untauglich wird,",
"Rabh sagte ja, wenn man ein Sündopfer auf den Namen eines [anderen], der ein Sündopfer darzubringen hat, geschlachtet hat, sei es untauglich, und wenn auf einen, der ein Brandopfer darzubringen hat, sei es tauglich, wonach es durch dieselbe Art untauglich und durch eine andere Art nicht untauglich wird!?",
"Er erklärte es auch: von jenem Fall sagt der Allbarmherzige :er soll es als Sündopfer schlachten, und das Sündopfer ist ja auf den Namen eines Sündopfersgeschlachtet worden,",
"von diesem aber heißt es:er soll ihm Sühne schaffen, ihm, nicht aber seinem Nächsten, wenn der Nächste ihm gleicht, wenn er derselben Sühne wie er bedarf.",
"R. Ḥabiba wies auf einen zwischen der Verwechselung des Eigentümers und [dem Gesetz] vom Innern des Innernbesteilenden Widerspruch hin und erklärte es auch.",
"Kann Rabh denn gesagt haben, ein Sündopfer, das man auf den Namen eines [anderen, der ein Sündopfer darzubringen hat, geschlachtet hat, sei untauglich, und wenn auf einen,] der ein Brandopfer darzubringen hat, sei es untauglich, wonach es nur durch dieselbe Art untauglich wird, durch eine andere Art aber nicht untauglich wird,",
"dem widersprechend wird ja gelehrt: In seinem Innern, nicht aber im Innern seines Innern, und sogar ein Abspülgefäß schütze!?",
"Er erklärte es auch: [das Wort] Innern wird viermal genannt: Innern, seinemInnern, Innern, seinem Innern ;",
"einmal ist es an sich nötig, einmal wegen der Wortanalogie,",
"einmal, daß dies nur von seinemInnern gilt, nicht aber vom Innern eines anderen, und einmal, daß dies nur von seinem Innern gilt, nicht aber vom Innern seines Innern, und daß sogar ein Abspülgefäß schütze."
],
[
"Woher, daß das Schlachten auf den Namenerfolgen müsse? – Die Schrift sagt:wenn seine Schlachtung ein Heilsopfer ist, das Schlachten muß auf den richtigen Namen erfolgen. –",
"Vielleicht ist dies nur der Name!? –",
"Es heißt:der das Blut des Heilsopfers darbringt, und:der das Blut des Heilsopfers sprengt, und es heißt nicht Schlachtung, hierbei aber heißt es Schlachtung, somit ist hieraus zu entnehmen, daß das Schlachten auf den Namen des Heilsopfers erfolgen muß. –",
"Wir wissen dies vom Schlachten, woher dies von den übrigen Verrichtungen?",
"Wollte man sagen, man entnehme es vom Schlachten, so gilt dies vielleicht nur vom Schlachten, weil auch das Pesaḥopfer untauglich ist, wenn dies auf den Namen solcher, die davon nicht essen, erfolgt!? –",
"Vielmehr, die Schrift sagt: der das Blut des Heilsopfers darbringt, die [Blut]aufnahmemuß auf den Namen des Heilsopfers erfolgen. –",
"Sollte es doch der Allbarmherzige nur von der [Blut]aufnahme geschrieben haben, und man würde es hiervon auch hinsichtlich des Schlachtens gefolgert haben!? –",
"Man könnte entgegnen: wohl gilt dies von der [Blut]aufnahme, weil es durch einen Gemeinen oder durch ein Weib ungültig ist. –",
"Wir wissen dies also vom Schlachten und von der [Blut]aufnahme, woher dies vom Sprengen?",
"Wollte man sagen, man entnehme es von jenen, so gilt dies vielleicht nur von jenen, weil sie in der Nordseiteerfolgen müssen und bei den inneren Sündopfernstattfinden!? –",
"Vielmehr, die Schrift sagt: der das Blut des Heilsopfers sprengt, das Sprengen muß auf den Namen des Heilsopfers erfolgen. –",
"Sollte es der Allbarmherzige nur vom Sprengen geschrieben haben, und man würde es hiervon auch hinsichtlich jener gefolgert haben!? –",
"Man könnte entgegnen: wohl gilt dies vom Sprengen, weil dieserhalb ein Gemeiner sich des Todes schuldig macht. –",
"Wir wissen dies von diesen allen, woher dies vom Hinbringen?",
"Wollte man sagen, man entnehme es von diesen, so gilt dies vielleicht nur von diesen, weil es Verrichtungen sind, die nicht umgangen werden können, während das Hinbringen umgangen werden kann!? –",
"Vielmehr, die Schrift sagt:der Priester soll alles auf den Altar bringen und auf räuchern, und der Meister sagte, darunter sei das Hinbringen der Opferstücke zur Altarrampe zu verstehen. Ferner wird gelehrt :Sie sollen darbringen, das ist die Blutaufnahme, und der Allbarmherzige gebraucht hierbei deshalb den Ausdruck bringen, um zu sagen, daß das Hinbringen nicht von der [Blut]aufnahme auszuschließen sei. –",
"Wir wissen dies von der Verwechselung des Opfers, woher dies von der Verwechselung des Eigentümers!?",
"R. Pinḥas, Sohn des R. Ami, erwiderte: Die Schrift sagt:und das Fleisch der Schlachtung des Heils-Dankopfers, das Schlachten muß auf den Namen des Dankopfers erfolgen, und da dies auf die Verwechselung des Opfers nicht zu beziehen ist, denn dies wird bereits aus jenemgefolgert, so beziehe man es auf die Verwechselung des Eigentümers. –",
"Ist diesdenn hierfür zu verwenden, dies ist ja für folgende Lehre nötig: Und das Fleisch der Schlachtung des Heils-Dank-opfers ; Abba-Ḥanin sagte im Namen R. Elie͑zers : Dies lehrt, daß, wenn man ein Dankopfer auf den Namen eines Heilsopfers geschlachtet hat, es tauglich, und wenn man ein Heilsopfer auf den Namen eines Dankopfers geschlachtet hat, es untauglichsei. Welchen Unterschied gibt es zwischen beiden? Das Dankopfer heißt auch Heilsopfer, das Heilsopfer aber heißt nicht Dankopfer!? –",
"Wir entnehmen dies aus [dem Wort] Schlachtung. –",
"Aber auch dieses ist ja für folgende Lehre nötig: Woher diesvom Sünd- und vom Schuldopfer? – es heißt: Schlachtung!? –",
"Der Schriftvers könnte ja gelautet haben: das Fleisch des Heils-Dankopfers, wenn es aber der Schlachtungheißt, so ist beides zu entnehmen. –",
"Wir wissen dies alsohinsichtlich des Schlachtens, woher dies hinsichtlich der übrigen Verrichtungen?",
"Wollte man sagen, man entnehme diese vom Schlachten, so gilt dies vielleicht nur vom Schlachten, weil auch das Pesaḥopfer untauglich ist, wenn dies auf den Namen solcher erfolgt, die davon nicht essen!? –",
"Bei der Verwechselung des Opfers heißt es Schlachtung und bei der Verwechselung des Eigentümers heißt es Schlachtung, wie nun bei der Verwechselung des Opfers zwischen dem Schlachten und den übrigen Verrichtungen nicht unterschieden wird, ebenso ist auch bei der Verwechselung des Eigentümers zwischen dem Schlachten und den übrigen Verrichtungen nicht zu unterscheiden. –",
"Dies ist ja zu widerlegen : wohl gilt dies von der Verwechselung des Opfers, denn die Untauglichkeit haftet an diesemselbst, ferner erstreckt es sich auf alle vierVerrichtungen,",
"ferner bleibt es auch nach dem Tod[des Eigentümers] bestehen, und ferner gilt dies bei einer Gemeinde wie bei einem einzelnen!?"
],
[
"Und obgleich zwei [der Widerlegungen] nicht stichhaltig sind, so sind zwei wohl stichhaltig.",
"Bei der Verwechselung des Eigentümers haftet die Untauglichkeit wohl deshalb nicht am Opfer, weil sie nur durch das Denkenerfolgt, ebenso erfolgt auch die Verwechselung des Opfers nur durch das Denken; in diesem Fall wird es also durch das Denken untauglich, und ebenso wird es in jenem Fall durch das Denken untauglich.",
"Ferner sagte R. Pinḥas, Sohn des R. Marí, daß die Verwechselung auch nach dem Tod des Eigentümers erfolge. Zwei der Widerlegungen sind also stichhaltig. Vielmehr, erklärte",
"R. Aši, die Schrift sagt: es wird ihn wohlgefällig machen, ihm Sühne zu schaffen; ihm, nicht aber seinem Nächsten. –",
"Deutet dies denn darauf, dies ist ja für folgende Lehre nötig: Es wird ihn wohlgefällig machen, ihm Sühne zu schaffen. R. Šimo͑n sagte, für das, was ihm obliegt, sei er haftbar, und für das, was ihm nicht obliegt, sei er nichthaftbar.",
"R. Jiçḥaq b. Evdämi begründete es: Sobald er ‘aufmich’ gesagt hat, ist es ebenso, als würde er es auf seine Schulter genommenhaben. –",
"R. Aši entnimmt es aus: es wird ihnwohlgefällig machen. ",
"Wir wissen dies also vom Schlachten und vom Sprengen, woher dies von der [Blut]aufnahme?",
"Wollte man sagen, man entnehme es vom Schlachten und vom Sprengen, so gilt dies vielleicht nur vom Schlachten und vom Sprengen, weil es Verrichtungen sind, derentwegen man strafbar ist, wenn man sie außerhalbverrichtet!?",
"Vielmehr, erklärte R. Aši, dies ist vom Widder des Nazirs zu entnehmen; es heißt :den Widder richte er her als Schlachtung eines Heilsopfers, die ganze Herrichtung muß auf den Namen des Heilsopfers erfolgen, und da dies nicht auf die Verwechselung des Opfers zu beziehen ist, denn dies wird bereits aus jenemgefolgert, so beziehe man es auf die Verwechselung des Eigentümers.",
"R. Aḥa b. Abba sprach zu Raba: Vielleicht [erkläre man]: richte er her, generell, Schlachtung, speziell, und wenn auf eine Generalisierung eine Spezialisierung folgt, so umfaßt die Generalisierung nur das, was die Spezialisierung nennt: nur das Schlachten, anderes aber nicht!? –",
"Hieße es: richte er her als Heilsopfer, Schlachtung, so wäre dem auch so, da es aber heißt: richte er her als Schlachtung eines Heilsopfers, so ist dies eine unvollständigeGeneralisierung, und bei einer unvollständigen Generalisierung ist die Regel von der Generalisierung und Spezialisierung nicht anwendbar.",
"Rabina erklärte : Tatsächlich ist sie wohl anwendbar, nur gelten [die Worte] für den Herrnwiederum als Generalisierung.",
"R. Aḥa aus Diphte sprach zu Rabina: Die erste Generalisierung gleicht ja nicht der zweiten Generalisierung: die erste Generalisierungumfaßt nur die [vier] Verrichtungenund nichts weiter, während die zweite Generalisierung alles, was für Gott geschieht, umfaßt, auch das Fortschütten der Überresteund die Aufräucherung der Opferteile!? – In der Schule R. Jišma͑éls wenden sie [die Regel] von der Generalisierung und Spezialisierung wie folgt an:",
"wenn auf eine Generalisierung eine Spezialisierung und dann wieder eine Generalisierung folgt, so richte man sich nur nach der Spezialisierung; wie das Speziellgenannte eine Dienstverrichtungist und auf den Namen erfolgen muß, ebenso muß auch jede andere Dienstverrichtung auf den Namen erfolgen. –",
"Vielleicht aber: wie das Speziell genannte eine Dienstverrichtung ist und man strafbar ist, wenn man sie außerhalbverrichtet, ebenso auch jede andere Dienstverrichtung, derentwegen man strafbar ist, wenn man sie außerhalb verrichtet, also nur das Schlachten und das Sprengen, nicht aber die [Blut]aufnahme und das Hinbringen!?",
"Oder auch: wie das Speziellgenannte eine Verrichtung ist, die in der Nordseite erfolgen muß und auch bei den inneren Sünd-opfernvorkommt, ebenso auch jede andere, die in der Nordseite erfolgen muß und auch bei den inneren Sündopfern vorkommt, also nur das Schlachten und die [Blut]aufnahme, nicht aber das Sprengen und das Hinbringen!? –",
"Man kann so auslegen und man kann so auslegen, somit ist beides zulässig. Eine andere Lesart: und jedes ist zulässig.",
"Wenn du aber willst, sage ich: hinsichtlich des Sprengens ist dies aus der Lehre R. Ašiszu entnehmen.",
"Wir wissen dies vom Widder des Nazirs, woher dies von anderen Heilsopfern?",
"Wolltest du sagen, man entnehme es vom Widder des Nazirs, so gilt dies vielleicht nur vom Widder des Nazirs, weil bei diesem noch anderes Blut hinzukommt!? –",
"Demnach sollte es doch heißen: sein Heilsopfer, wenn es aber Heilsopferheißt, so schließt dies alle Heilsopfer ein. –",
"Wir wissen dies nun vom Heilsopfer, woher dies von anderen Opfern?",
"Wolltest du sagen, man entnehme es vom Heilsopfer, so gilt dies vielleicht nur von diesem, weil bei diesem Stützen, Libation und Schwingen von Brust und Schenkelerforderlich sind. –",
"Vielmehr, die Schrift sagt:das ist das Gesetz für das Brandopfer, das Speisopfer, das Sündopfer, das Schuldopfer, das Einsetzungsopfer und die Schlachtung des Heilsopfers; die Schrift hat sie alle mit dem Heilsopfer verglichen: wie das Heilsopfer sowohl inbetreff des Opfers als auch inbetreff des Eigentümers auf den Namen hergerichtet werden muß, ebenso müssen auch alle anderen sowohl inbetreff des Opfers als auch inbetreff des Eigentümers auf den Namen hergerichtet werden. –",
"Vielleicht werden sie untauglich, wenn man sie auf einen anderen Namen geschlachtethat !? –",
"Die Schrift sagt:den Ausspruch deiner Lippen sollst du halten und entsprechend handeln, wie du gelobt hast &c. Wieso eine freiwilligeGabe, es ist ja Gelobtes? Vielmehr, bist du so verfahren, wie du gelobt hast, so ist es Gelobtes, wenn aber nicht, so ist es eine freiwillige Gabe.",
"Und sowohl [der Schriftvers] den Ausspruch deiner Lippenals auch [der Schriftvers] das ist das Gesetz ist nötig. Würde der Allbarmherzige nur geschrieben haben: den Ausspruch,"
],
[
"so würde man nicht gewußt haben, woraufdies sich beziehe, daher schrieb der Allbarmherzige: das ist das Gesetz; und würde der Allbarmherzige nur geschrieben haben: das ist das Gesetz, so könnte man glauben, sie seienuntauglich, daher schrieb der Allbarmherzige: den Ausspruch deiner Lippen.",
"Reš Laqiš lag im Lehrhaus auf dem Bauch und erhob folgenden Einwand: Siesollen ja wohlgefällig machen, und wenn sie nicht wohlgefälligmachen, wozu werden sie dargebracht!?",
"R. Elie͑zer erwiderte ihm : Wir finden, daß auch [Opfer], die nach dem Toddargebracht werden, tauglich sind und nicht wohlgefällig machen. Es wird nämlich gelehrt: Wenn eine Frauihr Sündopfer dargebracht hat und gestorben ist, so müssen die Erben ihr Brandopfer darbringen; wenn aber ihr Brandopfer und gestorben ist, so bringen die Erben ihr Sündopfer nicht dar.",
"Jener entgegnete: Ich pflichte dir hinsichtlich eines Brandopfersbei, da es auch nach dem Tod dargebracht wird, woher dies aber von einem Schuldopfer, das nach dem Tod nicht dargebrachtwird!?",
"Dieser erwiderte: Du hast den Streit daneben: R. Elie͑zer sagt: auch das Schuldopfer.",
"Jener entgegnete: Das ist der, von dem es heißt, er sei ein bedeutender Mann!? Ich spreche von einer anonymen Mišna, und du kommst mir mit R. Elie͑zer!",
"Vielmehr, sprach Reš Laqiš, will ich selber eine Tür für mich öffnen: den Ausspruch deiner Lippen &c. Wieso eine freiwillige Gabe, es ist ja Gelobtes &c. Wie oben.",
"R. Zera und R. Jiçḥaq b. Abba saßen beisammen und Abajje saß neben ihnen; da sprachen sie: Reš Laqiš erhob einen Einwand hinsichtlich des Schuldopfers, weil es nach dem Tod nicht dargebracht wird, und zur Antwort wird [der Schriftvers] angeführt: den Ausspruch deiner Lippen; vielleicht ist nur das, was als Gelobtes und als freiwillige Gabe dargebracht wird, darzubringen, auch wenn es nicht wohlgefällig macht, ein Schuldopferaber werde nicht dargebracht!?",
"Abajje erwiderte ihnen: Reš Laqiš entnimmt es aus folgendem :er soll es als Sündopfer schlachten, nur dieses ist nur auf seinen Namen tauglich, sonst aber untauglich, andere Opfer dagegen sind auch auf einen anderen Namen tauglich; man könnte nun glauben, daß sie auch wohlgefällig machen, so heißt es : den Ausspruch deiner Lippen. –",
"Vielleicht ist das, was als Gelobtes und freiwillige Gabe dargebracht wird, darzubringen, ohne daß es wohlgefällig macht, das Schuldopfer aber macht auch wohlgefällig!?",
"Abajje erwiderte : Du kannst nicht sagen, daß das Schuldopfer wohlgefällig mache, denn vom Brandopfer ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn ein Brandopfer, das keine Sühne zu schaffen hat, nicht wohlgefälligmacht, um wieviel weniger macht ein Schuldopfer wohlgefällig, das Sühne zu schaffen hat.",
"[Entgegnet man:] wohl das Brandopfer, weil es vollständig verbrannt wird,",
"so ist vom Heilsopfer[das Entgegengesetzte] zu beweisen.",
"[Entgegnet man:] wohl das Heilsopfer, weil bei diesem Libation und Schwingen von Brust und Schenkel erforderlich ist,",
"so ist vom Brandopfer [das Entgegengesetzte] zu beweisen. Die Replikation wiederholt sich nun : die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie heilige Opfer sind, und wenn man sie auf einen anderen Namen geschlachtet hat, sind sie tauglich und machen nicht wohlgefällig, somit schließe man auch das Schuldopfer ein: es ist ebenfalls ein heiliges Opfer, und wenn man es auf einen anderen Namen geschlachtet hat, ist es tauglich und macht nicht wohlgefällig. –",
"Aber das Gemeinsame bei ihnen ist ja auch, daß sie von einer Gemeinde dargebracht werden!? –",
"Vom Dankopfer ist [das Entgegengesetzte] zu beweisen."
],
[
"[Entgegnet man :] wohl das Dankopfer, weil dazu die Brote erforderlich sind,",
"so ist vom Brand und vom Heilsopfer [das Entgegengesetzte] zu beweisen. Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie heilige Opfer sind, und wenn man sie auf einen anderen Namen geschlachtet hat, sind sie tauglich und machen nicht wohlgefällig, somit schließe man auch das Schuldopfer ein: es ist ebenfalls ein heiliges Opfer, und wenn man es auf einen anderen Namen geschlachtet hat, ist es tauglich und macht nicht wohlgefällig. –",
"Aber das Gemeinsame bei ihnen ist ja, daß sie als Gelobtes und als freiwillige Gabe dargebracht werden!?",
"Vielmehr, erklärte Raba, [es heißt:] das ist das Gesetz &c. Die Schrift vergleicht diesesmit dem Heilsopfer: wie das Heilsopfer ein heiliges Opfer ist, und wenn man es auf einen anderen Namen geschlachtet hat, ist es tauglich und macht nicht wohlgefällig, ebenso schließe man auch das Schuldopfer ein, es ist ein heiliges Opfer &c. –",
"Was veranlaßt dich, es mit dem Heilsopfer zu vergleichen, vergleiche es doch mit dem Sündopfer!? –",
"Dieses hat der Allbarmherzige durch das eseingeschränkt.",
"",
"R. Hona und R. Naḥman saßen beisammen und R. Šešeth saß neben ihnen; da sprachen sie: Reš Laqiš erhob einen Einwand hinsichtlich des Schuldopfers, weil es nach dem Tod nicht dargebracht wird. R. Elie͑zer sollte ihm ja erwidert haben, auch ein Schuldopfer werde nach dem Tod dargebracht!?",
"R. Šešeth erwiderte ihnen: Vom Schuldopfer wird ja nur der zurückbleibende [Erlös] dargebracht, und das Zurückbleibende wird auch vom Sündopfer dargebracht. –",
"Das Zurückbleibende des Sündopfers hat der Allbarmherzige, wenn es auch dargebracht wird, durch [das Wort] esausgeschlossen. –",
"Auch beim Schuldopfer heißt es ja es!? –",
"Dieses steht erst nach [der Vorschrift von] der Aufräucherung der Opferteile. Wie gelehrt wird: Beim Schuldopfer heißt es es erst nach [der Vorschrift von] der Aufräucherung der Opferteile, und dieses ist tauglich, auch wenn die Opferteile überhaupt nicht aufgeräuchert worden sind. –",
"Worauf deutet demnach das es!? – Auf eine Lehre des R. Hona im Namen Rabhs, denn R. Hona sagte im Namen Rabhs: Wenn ein Schuldopfer zur Weide ausgeschieden wordenist, und man es ohne nähere Bestimmung geschlachtet hat, so ist es tauglich.",
"Nur wenn es ausgeschieden wordenist, sonst aber nicht, denn die Schrift sagt es, es verbleibe bei seinem Wesen.",
"R. Naḥman und R. Šešeth saßen beisammen und R. Ada b. Mathna saß neben ihnen; da sprachen sie: R. Elie͑zer sagte, wir finden, daß [Opfer], die nach dem Tod dargebracht werden, tauglich sind und nicht wohlgefällig machen; Reš-Laqiš sollte ihm ja erwidert haben, diese werden dargebracht und machen auch wohlgefällig!?",
"R. Ada b. Mathna erwiderte ihnen: Haben denn, wenn eine Wöchnerin geborenhat, auch ihre Söhne geboren!?",
"R. Asi wandte ein: Wer sagt uns, daß sie dadurch nicht Sühne auch wegen anderer Gebote erlange!? Und da sie dadurch auch wegen anderer Gebote Sühne erlangt, so erlangen sie auch ihre Erben. –",
"Demnacheignen sie es, und dem widersprechend sagte ja R. Joḥanan, wenn jemand seinen zwei Söhnen ein Speisopferhinterlassen hat und gestorben ist, sei es darzubringenund dabei gebe es keine Teilhaberschaft, und wenn man sagen wollte, sie eignen es, so sagte ja der Allbarmherzige :eine Seele!? –",
"Eignen sie es etwa nicht, R. Joḥanan sagte ja, wenn jemand seinen zwei Söhnen ein Vieh hinterlassen hat und gestorben ist, sei es darzubringen und sie können es nicht umtauschen. Einleuchtend ist es nun, daß sie es nicht umtauschen können, wenn du sagst, daß sie es eignen, denn sie gelten als Teilhaber,"
],
[
"und Teilhaber können nichtumtauschen, wenn du aber sagst, daß sie es nicht eignen, so sollten sie es doch umtauschenkönnen!? –",
"Anders ist es hierbei; die Schrift sagt :wenn aber umtauschen wird er umtauschen, diesschließt den Erben ein, daß nur einer umtauschen kann, zwei aber nicht.",
"R. Ja͑qob aus Nehar-Peqod wandte ein: Beim Zehnten heißt es ja ebenfalls:wenn auslösen wird er auslösen, und dies schließt den Erben ein; demnach kann nur einer auslösen, nicht aber zwei!? –",
"Anders verhält es sich beim Zehnten, an dem der Vater selber einen Teilhaber haben könnte.",
"R. Asi sprach zu R. Aši: Hieraus: einleuchtend ist es, daß einer umtauschen kann, wenn du sagst, daß er es eigne, wieso aber kann er es umtauschen, wenn du sagst, er eigne es nicht,",
"R. Abahu sagte ja im Namen R. Joḥanans: Der Weihende füge das Fünftelhinzu und der Sühnebedürftigedarf es umtauschen; und wenn jemand von seinem [Getreide] die Hebe für einen anderen entrichtet, so gehört der Dankihm!? –",
"Die Sühne wird nicht mit der Absonderungerlangt, sondern die Personerlangt sie.",
"Sie fragten : Schaffen siedie Sühne, derentwegen sie dargebracht worden sind, oder nicht?",
"R. Šiša, Sohn des R. Idi, erwiderte: Es ist einleuchtend, daß sie keine Sühne schaffen, denn wozu ist, wenn du sagen wolltest, sie schaffen Sühne, ein anderes [Opfer] nötig? –",
"Wozu wird es, wenn du sagst, es schaffe keine Sühne, dargebracht!?",
"R. Aši erwiderte : R. Šiša, Sohn des R. Idi, wandte folgendes ein : einleuchtend ist es, wenn du sagst, sie schaffen keine Sühne, denn das Opfer auf den anderen Namen wird wegen des richtigen Namensund das andere zur Sühneschaffung dargebracht, wozu aber wird das andere dargebracht, wenn du sagst, jenes schaffe Sühne!?",
"Sie fragten: Sühnt es[die Übertretung] eines Gebotes nach der Absonderung oder nicht?",
"Sagen wir, es verhalte sich bei diesem wie beim Sündopfer, wie das Sündopfer nur [eine Sünde] vor der Absonderung, nicht aber eine nach der Absonderung sühnt, ebenso sühne auch dieses nur eine [Übertretung] vor der Absonderung, nicht aber eine nach der Absonderung,",
"oder gleicht es nicht dem Sündopfer, denn ein Sündopfer wird wegen jeder Sünde besonders dargebracht, dieses hingegen sühnt auch [die Übertretung] vieler Gebote, somit sühnt es auch [die Übertretung] eines Gebotes nach der Absonderung. –",
"Komm und höre :Er soll stützen, und es wird ihn wohlgefällig machen; sühnt denn das Stützen, die Sühne erfolgt ja nur durch das Blut, wie es heißt:denn das Blut sühnt mit dem Leben!? [Die Worte:] er soll stützen, und es wird ihn wohlgefällig machen, ihm Sühne zu schaffen, lehren vielmehr, daß, wenn er das Stützen nur als Bleibsel des Gebotesbehandelt hat, die Schrift es ihm anrechnet, als hätte er keine Sühne erlangt und Sühne erlangt.",
"Es sühnt wohl [die Übertretung] eines Gebotes vor der Absonderung, sühnt aber nicht die [Unterlassung] des Stützens, weil es ein Gebot nach der Absonderung ist.",
"Raba erwiderte: Das Gebot des Stützens beweist nichts, denn bei diesem verhält es sich anders; solange [das Opfer] nicht geschlachtet wird, besteht die Pflicht des Stützens und wird erst nach dem Schlachten unterlassen, und hinsichtlich solcher nach dem Schlachten ist es uns nicht fraglich.",
"R. Hona, Sohn des R. Jehuda, sprach zu Raba: Vielleicht: Sühne erlangt, der Person gegenüber,"
],
[
"keine Sühne erlangt, dem Himmelgegenüber?",
"Es wird nämlich gelehrt:Was zurückbleibt vom Öl auf der Hand &c. Sühne zu schaffen; hat er eshinaufgetan, so erlangt [der Aussätzige] Sühne, hat er es nicht hinauf getan, so erlangt er keine Sühne – Worte R. A͑qibas ; R. Joḥanan sagt, dies sei nur ein Bleibsel des Gebotes, und er erlange Sühne, einerlei ob jener es aufgetragen hat oder nicht, nur werde es ihm angerechnet, als hätte er keine Sühne erlangt.",
"Was heißt: als hätte er keine Sühne erlangt; wollte man sagen, er müsse ein anderes Opfer darbringen, so sagst du ja, er habe Sühne erlangt, einerlei ob er es aufgetragen hat oder nicht. Vielmehr hat er Sühne erlangt der Person gegenüber und keine Sühne erlangt dem Himmel gegenüber; ebenso ist auch hierbei zu erklären: Sühne erlangt &c. –",
"Da ist ebenfalls zu erklären: Sühne erlangt, hinsichtlich des Auftragens auf die Daumen, keine Sühne erlangt, hinsichtlich des Auftragens auf das Haupt. –",
"Komm und höre: R. Šimo͑n sagte: Wozu werden die Lämmer des Wochenfestesdargebracht? –",
"Die Lämmer des Wochenfestes sind ja Heilsopfer!? – Vielmehr, wozu werden die Böcke des Wochenfestesdargebracht?",
"Wegen Verunreinigung des Heiligtumsund seiner heiligen Opfer.",
"Wozu wird, wenn das Blut des ersten gesprengt wordenist, der zweite dargebracht? Wegen der zwischen dem einen und dem andereneintretenden Unreinheit. Demnach sollten die Jisraéliten eigentlich Opfer zu jeder Zeit und jeder Stundedarbringen, nur hat die Schrift sie geschont.",
"Hierbei handelt es sich ja um ein Gebotnach der Absonderung, und dennoch schafft es Sühne. –",
"Wenn beide gleichzeitig abgesondert werden, ist dem auch so, hier aber wird von dem Fall gesprochen, wenn man sie nacheinander abgesonderthat. –",
"Sollte denn die Schrift durchaus von dem Fall sprechen, wenn sie nacheinander abgesondert wordensind!?",
"R. Papa erwiderte: Von Gemeindeopfern ist nichts zu beweisen; anders verhält es sich bei Gemeindeopfern, da das Gericht diesbestimmt hat. Dies nach R. Jehuda im Namen Šemuéls, denn R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls : Gemeindeopfer werden durch das Messerdas, was sie sein sollen.",
"R. Joseph, Sohn des R. Šemuél, sprach zu R. Papa: Ist R. Šimo͑n denn der Ansicht, das Gericht habe dies bestimmt, R. Idi b. Abin sagte ja im Namen R. A͑mrams im Namen R. Jiçḥaqs im Namen R. Joḥanans, daß [Tiere, die für] das beständige Opferbestimmt waren und nicht verwandt wordensind,"
],
[
"fehlerfrei nach R. Šimo͑n nicht ausgelöst und nach den Weisen wohl ausgelöst werdendürfen!?",
"Fernerfragte R. Jirmeja den R. Zera, wozu denn, wenn das Blut der Ziegenböcke des Wochenfestes in zwei Gefäßeaufgenommen und das Blut des ersten gesprengt worden ist, das zweite dargebrachtwird, [und dieser erwiderte,] wegen der zwischen dem einen und dem anderen [Sprengen] eintretenden Unreinheit.",
"Er fragte also nur hinsichtlich eines Gebotes nach dem Schlachten, nicht aber hinsichtlich eines solchen nach dem Absondern!? –",
"Vielleicht meinte er es angenommenen falls.",
"Es wurde gelehrt: Ein Dankopfer, das man auf den Namen des Dankopfers eines anderengeschlachtet hat, ist, wie Raba sagt, tauglich, und wie R. Ḥisda sagt, untauglich.",
"Raba sagt, es sei tauglich, denn das Dankopfer ist auf den Namen eines Dankopfers geschlachtet worden; R. Ḥisda sagt, es sei untauglich, denn das Heilsopfermuß als seines geschlachtet sein.",
"Raba sagte: Dies entnehme ich aus folgender Lehre:Und das Fleisch der Schlachtung des Heils-Dankopfers &c. am Tage, an dem das Opfer dargebracht wird &c. Abba-Ḥanin sagte im Namen R. Elie͑zers : Dies lehrt, daß, wenn man ein Dankopfer auf den Namen eines Heilsopfers geschlachtet hat, es tauglich, und wenn man ein Heilsopfer auf den Namen eines Dankopfers geschlachtet hat, es untauglich sei. Welchen Unterschied gibt es zwischen diesem und jenem? Das Dankopfer heißt auch Heilsopfer, das Heilsopfer aber heißt nicht Dankopfer.",
"Also nur ein Heilsopfer auf den Namen eines Dankopfers ist untauglich, ein Dankopfer aber auf den Namen eines Dankopfers ist tauglich; doch wohl das eines anderen!? –",
"Nein, sein eigenes. –",
"Wozu lehrt er, wenn das eines anderen untauglich ist, daß ein Heilsopfer auf den Namen eines Dankopfers untauglich sei, sollte er es doch von einem Dankopfer auf den Namen eines Dankopfersgelehrt haben, und um so mehr ein Heilsopfer auf den Namen eines Dankopfers !? –",
"Von einem Heilsopfer auf den Namen eines Dankopfers [desselben Eigentümers] muß dies besonders gelehrt werden; man könnte glauben, daß, da das Dankopfer Heilsopfer heißt, auch das Heilsopfer Dankopfer heiße, und es sei tauglich, wenn man es auf den Namen eines Dankopfers geschlachtet hat, so lehrt er uns.",
"Raba sagte: Hat man ein Sündopfer auf den Namen eines Sündopfersgeschlachtet, so ist es tauglich, wenn aber auf den Namen eines Brandopfers, so ist es untauglich. –",
"Aus welchem Grund? – Der Allbarmherzige sagt:er soll es als Sündopfer schlachten, und es ist ja als Sündopfer geschlachtet worden. Wenn aber auf den Namen eines Brandopfers, so ist es untauglich.",
"Ferner sagte Raba: Hat man ein Sündopfer geschlachtet auf den Namen eines anderen, der ein Sündopfer darzubringen hat, so ist es untauglich, und der ein Brandopfer darzubringen hat, so ist es tauglich. –",
"Aus welchem Grund? –Er soll ihm Sühne schaffen, ihm, nicht aber seinem Nächsten, jedoch nur dann, wenn der Nächste ihm gleicht, wenn er nämlich der gleichen Sühne bedarf.",
"Ferner sagte Raba: Hat man ein Sündopfer geschlachtet auf den Namen eines anderen, der nichts darzubringen verpflichtet ist, so ist es untauglich, denn du hast niemand in Jisraél, der nicht [ein Opfer wegen Übertretung] eines Gebotes schuldig wäre.",
"Ferner sagte Raba: Das Sündopfer sühntdie Übertretung eines Gebotes. Dies ist [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn es den der Ausrottungsstrafe Schuldigen Sühne schafft, um wieviel mehr den wegen [Übertretung] eines Gebotes Schuldigen. –",
"Demnach gehören siezur selben Art, und dem widersprechend sagte ja Raba, wenn man ein Sündopfer auf den Namen eines anderen, der ein Sündopfer darzubringen hat, geschlachtet hat, sei es untauglich, und der ein Brandopfer darzubringen hat, sei es tauglich!? –"
],
[
"Mit der Absonderung wird die Sühnenicht erlangt, wohl aber erlangt sie die Person.",
"Ferner sagte Raba : Hat man ein Brandopfer auf einen anderen Namen geschlachtet, so darf man nicht auch das Blut auf einen anderen Namen sprengen.",
"Wenn du willst, ist dies aus einem Schriftverse zu entnehmen, und wenn du willst, ist dies zu begründen. Wenn du willst, ist dies aus einem Schriftverse zu entnehmen :den Ausspruch deiner Lippen sollst du halten &c. Wenn du willst, ist dies zu begründen: sollte man denn, weil man dabei einmal falsch verfahren &c. Wie am Anfang des Abschnittes.",
"Ferner sagte Raba: Hat man ein nach dem Todedarzubringendes Brandopfer auf einen anderen Namen des Opfers geschlachtet, so ist es untauglich, wenn aber auf einen anderen Namen des Eigentümers, so ist es tauglich, denn es gibt keinen Eigentümer nach dem Tode.",
"R. Pinḥas, Sohn des R. Ami, aber sagt, auch nach dem Tode gebe es einen Eigentümer. R. Aši sprach zu R. Pinḥas, dem Sohn R. Amis : Meint der Meister, es gebe unbedingt einen Eigentümer auch nach dem Tode, sodaß er ein anderes Brandopfer bringen muß, oder nicht, denn eines sühnt ja viele [Übertretungenvon] Geboten!?",
"Dieser erwiderte: Ich meine es unbedingt.",
"Ferner sagte Raba: Das Brandopfer ist ein Geschenk. In jedem Fall: fehlt die Bußfertigkeit, [so heißt es ja:]das Schlachtopfer der Gottlosen ist ein Greuel, ist Bußfertigkeit vorhanden, so wird ja gelehrt, wer ein Gebot übertreten und Buße getan hat, verlasse seinen Platz nicht, ohne daß man ihm vergebenhat. Es ist also nur ein Geschenk.",
"",
"Ebenso wird auch gelehrt : R. Šimo͑n sagte : Weshalb wird das Sündopfer dargebracht? – ‘Weshalb’, um Sühne zu schaffen!? – Vielmehr, weshalb wird es vor dem Brandopferdargebracht? Dem Fürbitter folgt das Geschenk.",
"AUSGENOMMEN SIND DAS PESAḤOPFER UND DAS SÜNDOPFER &C. Woher diesvom Pesaḥopfer? –",
"Es heißt:achte auf den Reifemonat, und du sollst das Pesaḥopfer herrichten, alle Verrichtungen sollen auf den Namen des Pesaḥopfers erfolgen. –",
"Wir wissen dies also von der Verwechselung des Opfers, woher dies von der Verwechselung des Eigentümers?",
"Es heißt:so sollt ihr antworten: ein Pesaḥ-Schlachtopfer ist es, das Schlachten soll auf den Namen des Pesaḥs erfolgen, und da dies nicht auf die Verwechselung des Opfers zu beziehenist, so beziehe man es auf die Verwechselung des Eigentümers. –",
"Wir wissen nun, daß diesGebot ist, woher, daß es unerläßlichist? –",
"Die Schrift sagt:du sollst das Pesaḥopfer schlachten dem Herrn, deinem Gott &c.",
"R. Saphra wandte ein: Deutet denn [der Schriftvers:] du sollst schlachten, hierauf, dieser ist ja wegen einer Lehre R. Naḥmans nötig!? R. Naḥman sagte nämlich im Namen des Raba b. Abuha: Woher, daß das Zurückbleibende des Pesaḥopfersals Heilsopfer darzubringen ist? Es heißt: da sollst das Pesaḥopfer schlachten dem Herrn, deinem Gott, Schafe und Rinder; und da das Pesaḥopfer nur von Lämmern und Ziegen dargebracht wird, so ist hieraus zu entnehmen, daß das Zurückbleibende des Pesaḥopfers als das darzubringen ist, wofür Schafe und Rinder verwandt werden, nämlich als Heilsopfer.",
"Vielmehr, erklärte R. Saphra: du sollst das Pesaḥopfer schlachten, dies deutet auf die Lehre R. Naḥmans; achte auf den Reifemonat, dies deutet auf das Gebot hinsichtlich der Verwechselung des Opfers; so sollt ihr antworten: ein Pesaḥ-Schlachtopfer, dies deutet auf das Gebot hinsichtlich der Verwechselung des Eigentümers; ist es, daß dieses und jenes unerläßlich ist. –",
"Wir wissen dies vom Schlachten, woher dies von den übrigen Verrichtungen? – Da dies [von jenem] gesagt ist, so gilt es auch [von diesen].",
"R. Aši sagte: Wir sagen nicht, daß es, da es [von jenem] gilt, auch [von diesen] gelte, vielmehr ist dies aus folgendem zu entnehmen. Es heißt :dies ist das Gesetz für das Brandopfer, das Speisopfer &c.,",
"und es heißt:am Tage, an dem er den Kindern Jisraél befohlen hat, ihre Opfer darzubringen, das sind Erstgeborenes, Zehnt und Pesaḥopfer.",
"Die Schrift vergleicht sie mit dem Heilsopfer: wie dies beim Heilsopfer Gebot ist sowohl hinsichtlich der Verwechselung des Opfers als auch hinsichtlich der Verwechselung des Eigentümers, ebenso ist es Gebot auch bei allen anderen sowohl hinsichtlich der Verwechselung des Opfers als auch hinsichtlich der Verwechselung des Eigentümers.",
"Und wie ferner beim Heilsopfer zwischen dem Schlachten und den übrigen Verrichtungen hinsichtlich des Gebotes nicht unterschieden wird, ebenso ist auch beim Pesaḥopfer zwischen dem Schlachten und den übrigen Verrichtungen hinsichtlich der Unerläßlichkeitnicht zu unterscheiden. –",
"Wozu heißt es es (wo doch beim Schlachten das es auf die Unerläßlichkeit deutet)? –",
"Wegen der folgenden Lehre: Beim Schlachten des Pesaḥopfers heißt es es, daß es nämlich unerläßlich ist; beim Schuldopfer aber heißt es es erst nach [der Vorschrift von] der Aufräucherung der Opferteile, und dieses ist tauglich, auch wenn die Opferteile überhaupt nicht aufgeräuchert worden sind.",
"Woher dies vom Sündopfer? – Es heißt :er soll es als Sündopfer schlachten, das Schlachten muß auf den Namen des Sündopfers erfolgen. –",
"Wir wissen dies vom Schlachten, woher dies von der [Blut]aufnahme? – Es heißt:"
],
[
"der Priester soll vom Blut des Sündopfers nehmen, die Aufnähme muß auf den Namen des Sündopfers erfolgen. –",
"Wir wissen dies vom Schlachten und von der [Blut]aufnahme, woher dies vom Sprengen? – Die Schrift sagt:der Priester soll ihm Sühne wegen seiner Sünde schaffen, die Sühnemuß auf den Namen des Sündopfers erfolgen. –",
"Wir wissen dies von der Verwechselung des Opfers, woher dies von der Verwechselung des Eigentümers? – Die Schrift sagt ihm; ihm, nicht aber seinem Nächsten, –",
"Wir wissen dies hinsichtlich des Gebotes, woher dies von der Unerläßlichkeit? – Wie R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, er klärt hat: Sündopfer ; seinSündopfer, ebenso ist auch hierbei zu erklären: Sünde, seiner Sünde. –",
"Wir wissen dies vom Gebote bei Verwechselung des Opfers und vom Sprengen [auch] bei Verwechselung des Eigentümerssowohl hinsichtlich des Gebotes als auch hinsichtlich der Unerläßlichkeit, woher diesbei Verwechselung des Opfers hinsichtlich der übrigen Verrichtungenund bei Verwechselung des Eigentümers sowohl hinsichtlich des Gebotes als auch hinsichtlich der Unerläßlichkeit?",
"R. Jona erwiderte: Dies ist vom Sündopfer des Nazirs zu folgern; es heißt: und der Priester bringe sie vor den Herrn und richte sein Sündopfer und sein Brandopfer her, all seine Verrichtungen müssen auf den Namen des Sündopfers erfolgen. –",
"Wir wissen dies von der Verwechselung des Opfers, woher dies von der Verwechselung des Eigentümers? – Da dies auf die Verwechselung des Opfers nicht zu beziehenist, so beziehe man es auf die Verwechselung des Eigentümers. – Wir wissen dies hinsichtlich des Gebotes, woher dies hinsichtlich der Unerläßlichkeit?",
"R. Hona erwiderte: Sündopfer, seinSündopfer.",
"Rabina wandte ein: Worauf deutet demnach [das Wort] Brandopfer, seinBrandopfer!? –",
"Worauf deuten demnach auch nach Rabina[die Worte] Speisopfer, sein Speisopfer, Gußopfer, sein Gußopfer. –",
"Diese deuten auf folgende Auslegungen: ihre Speisopfer und ihre Gußopfer, auch nachts; ihre Speisopfer und ihre Gußopfer, auch am folgendenTag; worauf aber deutet [das Wort] Brandopfer, sein Brandopfer !?",
"Ferner ist ja von einem auf das anderenicht zu folgern; vom Sündopfer des Nazirs ist auf das Talg-Sündopfernicht zu folgern, denn bei jenem kommt noch anderes Bluthinzu, und vom Talg-Sündopfer ist auf das Sündopfer des Nazirs ebenfalls nicht zu folgern, denn jenes sühnt die Ausrottungsstrafe.",
"Vielmehr, erklärte Raba, dies ist vom Sündopfer des Aussätzigen zu folgern; es heißt:der Priester soll das Sündopfer herrichten, alle seine Verrichtungen müssen auf den Namen des Sündopfers erfolgen. –",
"Wir wissen dies von der Verwechselung des Opfers, woher dies von der Verwechselung des Eigentümers!? – Die Schrift sagt:er soll Sühne schaffen dem, der sich reinigen läßt &c., diesem Sichreinigenden, nicht aber einem anderen. –",
"Aber immerhin ist ja von einem auf das andere nicht zu folgern; vom Sündopfer des Aussätzigen ist auf das Talg-Sündopfer nicht zu folgern, denn bei jenem kommt noch anderes Bluthinzu, und vom Talg-Sündopfer ist auf das Sündopfer des Aussätzigen ebenfalls nicht zu folgern, denn jenes sühnt die Ausrottungsstrafe!? –",
"Wenn esauch von einem nicht zu folgern ist, so ist es von zweien zu folgern. –",
"Bei welchem? – Sollte der Allbarmherzige es beim Talg-Sündopfer nicht geschrieben haben, und man würde es von jenen gefolgert haben. – Wohl gilt dies von jenen, weil bei ihnen noch anderes Bluthinzukommt. –",
"Sollte der Allbarmherzige es beim Sündopfer des Nazirs nicht geschrieben haben, und man würde es von jenen gefolgert haben.–Wohl gilt dies von jenen, weil es bei ihnen keinen Rücktritt gibt. –",
"Sollte der Allbarmherzige es beim Sündopfer des Aussätzigen nicht geschrieben haben, und man würde es von jenen gefolgert haben. – Wohl gilt dies von jenen, weil es bei ihnen kein Armenopfergibt. –",
"Vielmehr, die Schrift sagt :Dies ist das Gesetz für das Brandopfer, das Speisopfer&c., somit vergleicht es die Schrift mit dem Heilsopfer ; wie es beim Heilsopfer hinsichtlich des Gebotes auf den Namen erfolgen muß, sowohl in Bezug auf das Opfer als auch in Bezug auf den Eigentümer, ebenso muß es auch beim Sündopfer hinsichtlich des Gebotes auf den Namen erfolgen, sowohl in Bezug auf das Opfer als auch in Bezug auf den Eigentümer.",
"Hinsichtlich des Gebotes folgere man also vom Heilsopfer, und von jenen Schriftversen hinsichtlich der Unerläßlichkeit. –",
"Wir wissen dies vom Talg-Sündopfer, bei demes zum Sündopfer"
],
[
"heißt, woher dies vom Sündopfer wegen Götzendienstes, wegen des Zeugniseides, wegen des Bekräftigungseidesund wegen der Verunreinigung des Tempels und seiner Heiligtümer, bei denendies nicht geschrieben ist? –",
"Hinsichtlich des Sündopfers wegen des Götzendienstes ist dies vom Talg-Sündopfer zu folgern, das ebenso wie dieses die Ausrottungsstrafe [sühnt], und hinsichtlich der übrigen ist dies durch Analogie zu folgern.",
"Die Rabbanan lehrten: Das Pesaḥopfer zur richtigen Zeitist auf seinen Namen tauglich, auf anderen Namen aber untauglich; an den übrigen Tagen des Jahres ist es auf seinen Namen untauglich, auf anderen Namen aber tauglich.",
"",
"Woher dies? Der Vater Šemuéls erwiderte: Die Schrift sagt :wenn aber sein Opfer vom Kleinvieh ist, zur Schlachtung eines Heilsopfers für den Herrn; was vom Kleinvieh kommt, soll als Schlachtung eines Heilsopfersgelten. –",
"Vielleicht nur dann, wenn als Heilsopfer, sonst aber nicht!? R. Ila erwiderte im Namen R. Joḥanans: Zur Schlachtung, dies schließt jede Schlachtung ein. –",
"Vielleicht aber, daß es als das gelte, auf dessen Namen es geschlachtetwird!? –",
"Hieße es: zur Schlachtung und zum Heilsopfer, so wäre dem auch so, da es aber heißt: zur Schlachtung eines Heilsopfers, so heißt dies, als was es auch geschlachtet wird, gelte es als Heilsopfer. –",
"Vielleicht aber: zur Schlachtung, generell, Heilsopfer, speziell, und wenn auf eine Generalisierung eine Spezialisierung folgt, so umfaßt die Generalisierung nur das Speziellgenannte, also nur dann, wenn als Heilsopfer, sonst aber nicht!? –",
"[Das Wort] für den Herrn ist eine weitere Generalisierung.",
"R. Ja͑qob aus Nehar Peqod wandte ein: Die zweite Generalisierung gleicht ja nicht der ersten; die erste Generalisierung umfaßt nur Schlachtopfer und nichts weiter, die zweite Generalisierung, für den Herrn, umfaßt aber alles, was dem Herrn dargebracht wird, auch Geflügel und Speisopfer!? –",
"In der Schule R. Jišma͑éls wenden sie [die Regel] von der Generalisierung und Spezialisierung wie folgt an:",
"wenn auf eine Generalisierung eine Spezialisierung und dann wieder eine Generalisierung folgt, so richte man sich nur nach der Spezialisierung; wie das Speziellgenanntenicht auf seinen Namen dargebracht wird, und esist tauglich, ebenso alles andere, was nicht auf seinen Namen dargebracht wird, es ist dann tauglich. –",
"Vielleicht aber: wie das Speziellgenannte eine Sache ist, die als Gelobtes und als freiwillige Gabe dargebracht wird, ebenso alles andere, was als Gelobtes und als freiwillige Gabe dargebracht wird, also nur Brandopfer und Heilsopfer, nicht aber Sündopferund Schuldopfer!? –",
"Vielmehr [das Wort] Schlachtung ist einschließend. –",
"Vielleicht gilt es als das, auf dessen Namen es geschlachtet worden ist!?",
"R. Abin erwiderte:"
],
[
"Man schiebe Opfer, die gegessen werden, zu Opfern, die gegessen werden, nicht aber schiebe man Opfer, die gegessen werden, zu Opfern, die nicht gegessen werden. –",
"Werden etwa Sündopfer und Schuldopfer nicht gegessen!? –",
"Vielmehr, man schiebe Opfer, die von jedem Menschen gegessen werden, zu Opfern, die von jedem Menschen gegessen werden, nicht aber schiebe man Opfer, die von jedem Menschen gegessen werden, zu Opfern, die nicht von jedem Menschen gegessenwerden.",
"R. Jose b. Abin erwiderte: Man schiebe minderheilige Opfer zu minderheiligen Opfern, nicht aber schiebe man minderheilige Opfer zu hochheiligen Opfern.",
"R. Jiçḥaq b. R. Sabrin wandte ein: Vielleicht gilt es, wenn es als Zehnt geschlachtet worden ist, als Zehnt!? Dies ist insofern von Bedeutung, als nämlich dazu kein Gußopfer erforderlich ist, und daß wegen [Verkaufs und] Auslösenszu geißelnist. –",
"Die Schrift sagt:das zehnte soll heilig sein, nur dieses gilt als Zehnt, nicht aber gilt ein anderes als Zehnt. –",
"Vielleicht gilt es, wenn es als Erstgeborenes geschlachtet worden ist, als Erstgeborenes!? Dies ist insofern von Bedeutung, als nämlich dazu kein Gußopfer erforderlich ist, oder auch, daß man es einem Priester gebe. –",
"Auch hinsichtlich des Erstgeborenen wird diesvom Zehnten gefolgert, durch den bei beiden gebrauchten [Ausdruck] vorübergehen. –",
"Vielleicht gilt es, wenn es als Umgetauschtesgeschlachtet worden ist, als Umgetauschtes!? Dies ist insofern von Bedeutung, als dieserhalb zu geißelnist.",
"Mar-Zuṭra, Sohn des R. Naḥman, erwiderte: Die Schrift sagt: so soll dieses und das Umgetauschte [heilig] sein, dieses kann Umgetauschtes sein, nicht aber kann ein anderes Umgetauschtes sein. –",
"Vielleicht gilt es, wenn es als Dankopfer geschlachtet worden ist, als Dankopfer!? Dies ist insofern von Bedeutung, als nämlich dazu die Broteerforderlich sind!? –",
"Sollten denn, während zum Pesaḥopfer selbst die Brote nicht erforderlich sind, zum Zurückbleibenden desselben die Brote erforderlich sein!? –",
"Demnach ist ja auch jetzt einzuwenden: sollte denn, während zum Pesaḥopfer selbst das Gußopfer nicht erforderlich ist, zum Zurückbleibenden desselbendas Gußopfer erforderlich sein!? –",
"Wir meinen es wie folgt: sollten denn, während zum Zurückbleibenden des Dankopfersselbst die Brote nicht erforderlich sind, zu dem, das nur als solches dargebracht wird, die Brote erforderlich sein!?",
"Raba, Sohn des R. Hillel, wandte ein: Woher, daß jener Schriftversvom Zurückbleibenden des Pesaḥopfers spricht, vielleicht spricht er vom Zurückbleibenden des Schuldopfers!?",
"Raba erwiderte: Die Schrift sagt:ist sein Opfer vom Kleinvieh, zur Schlachtung eines Heilsopfers, das von jeder Art Kleinviehdargebracht wird.",
"R. Abin b. Ḥija, nach anderen R. Abin b. Kahana, wandte ein: Überallsagst du, [das Wort] von sei ausschließend, hier aber soll es einschließendsein!?",
"R. Mani erwiderte: Hier ist das von ebenfalls ausschließend, denn als solcheswird kein zweijähriges und kein weibliches Vieh dargebracht.",
"R. Ḥana aus Bagdad wandte ein : Wieso kannst du sagen, jener Schriftversspreche vom Zurückbleibenden des Pesaḥopfers, es heißt ja:wenn ein Lamm, wenn eine Ziege, somit spricht er ja nicht vom Zurückbleibenden des Pesaḥopfers!? –",
"Diesist wegen der folgenden Lehre nötig : Lamm, dies schließt das Pesaḥopfer hinsichtlich des Fettschwanzesein;",
"und da es heißt: wenn ein Lamm, so schließt dies auch das über ein Jahr alt gewordenePesaḥ[lamm] und das neben dem Pesaḥopfer dargebrachte Heilsopfer ein hinsichtlich aller für das Heilsopfer geltenden Vorschriften, daß nämlich diese des Stützens, des Gußopfers und des Schwingens von Brust und Schenkel benötigen. Wenn es nun weiter heißt: wenn ein Zicklein, so ist das Thema unterbrochen; dies lehrt, daß der Fettschwanz des Zickleins nicht dargebracht werde. –",
"Ist dies denn hieraus zu folgern, dies wird ja aus einer Lehre des Vaters Šemuéls gefolgert!? Der Vater Šemuéls sagte nämlich: Ist sein Opfer vom Kleinvieh, zur Schlachtung eines Heilsopfers, was vom Kleinvieh kommt, diene zur Schlachtung eines Heilsopfers!? –",
"Dies ist ja auch aus einer Lehre R. Naḥmans im Namen des Rabba b. Abuha zu folgern!? R. Naḥman sagte nämlich im Namen des Rabba b. Abuha: Woher, daß das Zurückbleibende des Pesaḥopfers als Heilsopfer dargebracht wird? Es heißt:du sollst das Pesaḥopfer für den Herrn, deinen Gott, schlachten, Schafe und Rinder, und da das Pesaḥopfer nur von Lämmern und Ziegen dargebracht wird, so ist hieraus zu entnehmen, daß das Zurückbleibende des Pesaḥopfersals das zu verwendenist, was von Schafen und Rindern dargebracht wird, nämlich als Heilsopfer.",
"Vielmehr sind diesbezüglich drei Schriftverse vorhanden;"
],
[
"einer wegen des Falls, wenn die Zeitund das Jahrvorüber sind, einer wegen des Falls, wenn die Zeit und nicht das Jahr vorüber ist, und einer wegen des Falls, wenn weder die Zeit noch das Jahrvorüber ist.",
"Und alle sind nötig. Würde der Allbarmherzige nur einen geschrieben haben, so könnte man glauben, nur wenn das Jahr und die Zeit vorüber sind, es also als Pesaḥopfer vollständig verdrängt worden ist, nicht aber, wenn nur die Zeit und nicht das Jahr, sodaß es für das zweite Pesaḥfestverwendbar ist.",
"Und würde der Allbarmherzige nur zweigeschrieben haben, so könnte man glauben, weil sie von ihrem eigentlichen Zweckverdrängt worden sind, nicht aber, wenn weder die Zeit noch das Jahr vorüber ist, sodaß es noch als Pesaḥopfer verwendbar ist. Daher sind alle nötig.",
"Rabh sagte im Namen des Mabog : Hat man ein Sündopfer auf den Namen des Sündopfers Naḥšonsgeschlachtet, so ist estauglich, denn die Schrift sagt :dies ist das Gesetz des Sündopfers, ein Gesetz für alle Sündopfer.",
"Raba saß und trug diese Lehre vor, da wandte R. Mešaršeja gegen Raba ein: R. Šimo͑n sagte: Alle Speisopfer sind, wenn der Haufeauf einen anderen Namen abgehoben worden ist, tauglich und der Eigentümer entledigt sich mit ihnen seiner Pflicht,",
"weil Speisopfer nicht Schlachtopfern gleichen: wenn man ein Pfannopferauf den Namen eines Tiegelopfersabhäuft, so beweist die Zubereitung, daß es ein Pfannopferist, wenn ein trockenesauf den Namen eines umgerührten, so beweist die Zubereitung, daß es ein trockenes ist;",
"anders aber verhält es sich bei den Schlachtopfern: bei allen erfolgt das Schlachten gleichmäßig, bei allen erfolgt die [Blut]aufnahme gleichmäßig und bei allen erfolgt das Sprengen gleichmäßig.",
"Also nur aus dem Grunde, weil die Zubereitung es beweist, nicht aber, wenn die Zubereitung es nicht beweisen würde; weshalb denn, man sollte doch sagen :das ist das Gesetz des Speisopfers, ein Gesetz für alle Speisopfer !? –",
"Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten : Rabh sagte im Namen des Mabog : Hat man ein Sündopfer geschlachtet mit der Absicht, daß Naḥšon dadurch Sühne erlange, so ist es tauglich, weil es für Tote keine Sühne gibt. –",
"Sollte er es doch von irgend einem Toten lehren!? –",
"Folgendes lehrt er uns: nur wenn auf den Namen eines Toten, wenn aber auf den Namen eines Lebenden, [dessen Opfer] dem des Naḥšon gleicht, nämlich das Opfer eines Nazirs oder das Opfer eines Aussätzigen, so ist es untauglich. –",
"Diese sind ja Brandopfer!? –",
"Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: Rabh sagte im Namen des Mabog: Hat man ein Sündopfer geschlachtet auf den Namen eines anderen, der ein Sündopfer gleich dem des Naḥšon darzubringen hat, so ist es tauglich, denn das Sündopfer des Naḥšon ist ein Brandopfer.",
"Manche lesen: Rabh sagte im Namen des Mabog Hat man ein Sündopfer auf den Namen des Sündopfers Naḥšons geschlachtet, so ist es untauglich, denn das Sündopfer Naḥšons ist ein Brandopfer. –",
"Sollte er doch sagen : als Sündopfer eines Nazirs oder als Sündopfer eines Aussätzigen!? – Er nennt das Ur-Sündopfer.",
"Rabh sagte: Hat man ein Talg-Sündopferauf den Namen eines Blut-Sündopfers oder eines Götzendienst-Sündopfers geschlachtet, so ist es tauglich,",
"wenn aber auf den Namen eines Nazir-Sündopfers oder eines Aussätzigen-Sündopfers, so ist es untauglich, denn diese sind Brandopfer.",
"Raba fragte: Wie ist es, wenn man ein Talg-Sündopfer auf den Namen eines Sündopfers wegen Verunreinigung des Tempels und seiner Heiligtümer geschlachtet hat : sagen wir, das eine sühne gleich dem anderen die Ausrottungsstrafe,",
"oder aber, dieses ist nicht so feststehendwie jenes? – [Dies bleibt unentschieden.]",
"R. Aḥa, der Sohn Rabas, lehrte, daß es in all jenen Fällen untauglich sei, [denn es heißt:]er soll es als Sündopfer schlachten, als solches Sündopfer.",
"R. Aši sprach zu R. Aḥa, dem Sohne Rabas: Wie lehrt ihr sie?",
"Dieser erwiderte: Wir beziehen diese auf die Verwechselung des Eigentümers: Raba sagte: Hat man ein Talg-Sündopfer auf den Namen eines anderen, der ein Blut-Sündopfer oder ein Götzendienst-Sündopfer darzubringen hat, geschlachtet, so ist es untauglich, wenn aber auf den Namen eines anderen, der ein Nazir-Sündopfer oder ein Aussätzigen-Sündopfer darzubringen hat, so ist es tauglich.",
"Und die Frage lautet wie folgt: Raba fragte: Wie ist es, wenn man ein Talg-Sündopfer auf den Namen eines anderen, der ein Sündopfer wegen Verunreinigung des Tempels und seiner Heiligtümer darzubringen hat, geschlachtet hat: sagen wir, das eine sühne gleich dem anderen die Ausrottungsstrafe, oder aber, dieses ist nicht so feststehend wie jenes? –",
"Dies bleibt unentschieden.",
"Es wurde gelehrt : Hat man es auf den richtigen Namen geschlachtet [in der Absicht,] das Blut auf einen anderen Namenzu sprengen, so ist es, wie R. Joḥanan sagt, untauglich, und wie Reš Laqiš sagt, tauglich.",
"R. Joḥanan sagt, es sei untauglich, weil man während der einen Verrichtung hinsichtlich einer anderen Verrichtung bestimmen kann, denn man folgere diesvon der Bestimmung bei der Verwerflichmachung.",
"Reš Laqiš sagt, es sei tauglich, weil man während der einen Verrichtung keine Bestimmung hinsichtlich einer anderen Verrichtung treffen kann, denn man folgere es nicht von der Bestimmung bei der Verwerflichmachung.",
"Sie vertreten hierbei ihre Ansichten, denn es wird gelehrt:"
],
[
"Wenn jemand ein Viehschlachtet in der Absicht, das Blut für einen Götzen zu sprengen oder das Fett für einen Götzen aufzuräuchern, so ist es, wie R. Joḥanan sagt, verboten, weil man während der einen Verrichtung eine Bestimmung hinsichtlich einer anderen Verrichtung treffenkann, denn man folgere hinsichtlich der [Schlachtung] außerhalbvon der [Schlachtung] innerhalb.",
"Reš Laqiš aber sagt, es sei erlaubt, weil man während der einen Verrichtung keine Bestimmung hinsichtlich einer anderen Verrichtung treffen kann, denn man folgere nicht hinsichtlich der [Schlachtung] außerhalb von der [Schlachtung] innerhalb.",
"Würde nur das einegelehrt worden sein, so könnte man glauben, Reš Laqiš vertrete seine Ansicht nur hierbei, während er R. Joḥanan beipflichtet, daß von der [Schlachtung] innerhalb auf die [Schlachtung] innerhalb zu folgernsei.",
"Und würde nur das andere gelehrt worden sein, so könnte man glauben, R. Joḥanan vertrete seine Ansicht nur hierbei, während er in jenem Fall Reš Laqiš beipflichte. Daher ist beides nötig.",
"Als R. Dimi kam, erzählte er, R. Jirmeja habe einen Einwand erhoben, als Stütze für R. Joḥanan, und R. Ila einen als Stütze für Reš Laqiš.",
"R. Jirmeja als Stütze für R. Joḥanan: Wenn es, obgleich es tauglich ist, falls man beabsichtigt hat, es außerhalb der Fristzu schlachten, dennoch untauglich ist, wenn man es geschlachtet hat in der Absicht, das Blut außerhalb der Fristzu sprengen, um wieviel mehr sollte es, wo es untauglich ist, falls man beabsichtigt hat, es auf einen anderen Namen zu schlachten, untauglich sein, wenn man es geschlachtet hat in der Absicht, das Blut auf einen anderen Namen zu sprengen!?",
"Raba b. Ahilaj wandte dagegen ein: Wohlaußerhalb der Frist, weil daraufdie Ausrottungsstrafe gesetzt ist!?",
"Vielmehr, sagte Raba b. Ahilaj, lautet [der Einwand] wie folgt: wenn es, obgleich es tauglich ist, falls man beabsichtigt hat, es außerhalb des hierfür bestimmten Raumeszu schlachten, dennoch untauglich ist, wenn man es geschlachtet hat in der Absicht, das Blut außerhalb des Raumes zu sprengen, um wieviel mehr sollte es, wo es untauglich ist, falls man beabsichtigt hat, es auf einen anderen Namen zu schlachten, untauglich sein, wenn das Blut auf einen anderen Namen zu sprengen!?",
"R. Aši wandte dagegen ein: Wohlaußerhalb des Raumes, weil diese Bestimmungbei allen Schlachtopfern gilt, während die Bestimmung hinsichtlich eines anderen Namens nur beim Pesaḥopfer und beim Sündopfer gilt!?",
"Vielmehr, sagte R. Aši, lautet [der Einwand] wie folgt: wenn es, obgleich es tauglich ist, falls man auf den Nameneines anderen schlachtet, dennoch untauglich ist, wenn das Blut auf den Namen eines anderen zu sprengenbeabsichtigt, um wieviel mehr sollte es, wo es untauglich ist, falls man es auf einen anderen Namenzu schlachten beabsichtigt hat, untauglich sein, wenn das Blut auf einen anderen Namen zu sprengen.",
"R. Ila als Stütze für Reš Laqiš: Sollte diesnicht vom Sprengen gelehrt worden sein, und man würde es von den beiden, vom Schlachten und der [Blut]aufnahme, gefolgerthaben ; wenn der Allbarmherzige es dennoch geschrieben hat, so lehrt dies, daß man während der einen Verrichtung keine Bestimmung hinsichtlich der anderen treffen kann.",
"R. Papa wandte ein: Vielleicht, daß man während der einen Verrichtung eine Bestimmung hinsichtlich der anderen treffen könne!? –",
"Wenn dem so wäre, so sollte die Schrift darüber schweigen, und man würde es [durch die Schlußfolgerung] vom Leichteren auf das Schwerere des R. Ašigefolgert haben. –",
"Und jener!? – Man könnte erwidern: wohl gilt dies von jenen, die in der Nordseite erfolgen müssen und bei den innerhalb herzurichtenden Sündopfern stattfinden. –",
"Und der andere!? – Vorläufig befassen wir uns mit dem Heilsopfer.",
"Es wurde gelehrt: Ist es auf den richtigen Namen geschlachtet worden [in der Absicht,] das Blut auf einen anderen Namen zu sprengen, so ist es, wie R. Naḥman sagt, untauglich, und wie Rabba sagt, tauglich. Rabba aber trat zurück und bekannte sich zur Ansicht R. Naḥmans, wegen [der Schlußfolgerung] vom Leichteren auf das Schwerere des R. Aši.",
"R. ELIE͑ZER SAGT, AUCH DAS SCHULDOPFER. Es wird gelehrt : R. Elie͑zer sprach: Das Sündopfer wird wegen einer Sünde dargebracht und das Schuldopfer wird wegen einer Sünde dargebracht, wie nun das Sündopfer auf einen anderen Namen untauglich ist, ebenso ist auch das Schuldopfer auf einen anderen Namen untauglich.",
"R. Jehošua͑ erwiderte ihm: Nein, dies gilt nur vom Sündopfer, dessen Blut oberhalbgesprengt wird.",
"R. Elie͑zer entgegnete : Vom Pesaḥopfer ist [das Entgegengesetzte] zu beweisen: dessen Blut wird unterhalb gesprengt, und wenn man es auf einen anderen Namen geschlachtet hat, ist es untauglich.",
"R. Jehošua͑ erwiderte: Wohl das Pesaḥopfer, weil dafür eine Zeitfestgesetzt ist.",
"R. Elie͑zer entgegnete: Vom Sündopfer ist [das Entgegengesetzte] zu beweisen.",
"R. Jehošua͑ erwiderte:"
],
[
"So beginne ich dasselbewiederum!",
"Da trat R. Elie͑zer zurück und deduzierte anders: vom Sündopfer heißt es beim Schlachten es, es ist nur dann tauglich, wenn dies auf den richtigen Namen erfolgt ist, nicht aber wenn auf einen anderen Namen; vom Pesaḥopfer heißt es beim Opfern es, es ist nur dann tauglich, wenn dies auf den richtigen Namen erfolgt ist, nicht aber, wenn auf einen anderen Namen;",
"ebenso heißt es auch beim Schuldopfer es, es ist nur dann tauglich, wenn es auf den richtigen Namen hergerichtet worden ist, nicht aber, wenn auf einen anderen Namen.",
"R. Jehošua͑ erwiderte: Vom Sündopfer heißt es es beim Schlachten, es ist nur dann tauglich, wenn dies auf den richtigen Namen erfolgt ist, nicht aber, wenn auf einen anderen Namen; vom Pesaḥopfer heißt es es beim Opfern, es ist nur dann tauglich, wenn dies auf den richtigen Namen erfolgt ist, nicht aber, wenn auf einen anderen Namen; beim Schuldopfer aber heißt es es erst nach der [Vorschrift von der] Aufräucherung der Opferteile, und dieses ist tauglich, auch wenn die Opferteile überhaupt nicht auf geräuchert wordensind!?",
"R. Elie͑zer entgegnete: Es heißt:gleich dem Sündopfer und dem Schuldopfer, wie das Sündopfer auf einen anderen Namen untauglich ist, ebenso ist auch das Schuldopfer auf einen anderen Namen untauglich.",
"Der Meister sagte : R. Jehošua͑ erwiderte : So beginne ich dasselbe wiederum. Sollte er es doch wiederholt und durch Analogiededuziert haben!? –",
"Man könnte entgegnen: das Gemeinsame bei ihnenist, daß bei ihnen die Ausrottungsstrafe zu berücksichtigen ist.",
"«R. Jehošua͑ erwiderte ihm: Nein, dies gilt nur vom Sündopfer, dessen Blut oberhalb gesprengt wird.» Sollte er ihm erwidert haben: Nein, dies gilt nur vom Sündopfer, dessen Blut in das Allerinnerstegebracht wird!? –",
"Wir sprechen von den außerhalb herzurichtenden Sündopfern. –",
"Weiles untauglich ist, wenn das Blut in das Allerinnerste gebracht wird!? –",
"R. Elie͑zer ist der Ansicht, dies gelte auch vom Schuldopfer. –",
"Weiles die Ausrottungsstrafe sühnt!? –",
"Vom Sündopfer wegen des Zeugeneides. –",
"Weiles vier Sprengungenbedarf !? –",
"Nach R. Jišma͑él, welcher sagt, bei jedem [Opfer]blut seien vier Sprengungen erforderlich. –",
"Aufalle vier Ecken!? –",
"Auch nach deiner Auffassung [ist ja einzuwenden:] esmuß ja mit dem Finger, auf das Horn, auf die Kante erfolgen!? Vielmehr führt er nur eine von zwei oder drei Entgegnungen an.",
"Der Meister sagte : R. Jehošua͑ erwiderte : Nein, dies gilt nur &c. Sollte R. Elie͑zer ihm doch erwidert haben, auch das Blut des Schuldopfers sei oberhalbzu sprengen!?",
"Abajje erwiderte: Du kannst nicht sagen, das Blut des Schuldopfers sei oberhalb zu sprengen, denn es ist [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere vom Brandopfer zu folgern: wenn das Blut des Brandopfers, das vollständig [verbrannt wird], unterhalb gesprengt wird, um wieviel mehr gilt dies vom Schuldopfer, das nicht vollständig [verbrannt wird.",
"Entgegnet man:] wohl gilt dies vom Brandopfer, weil es keine Sühne schafft,",
"so ist vom Geflügel-Sündopfer[das Entgegengesetzte] zu beweisen.",
"[Entgegnet man:] wohl gilt dies vom Geflügel-Sündopfer, weil es kein Schlachtopferist,",
"so ist vom Brandopfer [das Entgegengesetzte] zu beweisen. Die Eigenheit des einen gleicht also nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie Hochheiliges sind, und ihr Blut wird unterhalb gesprengt, somit schließe man auch das Schuldopfer ein, es ist ebenfalls Hochheiliges, und sein Blut ist unterhalb zu sprengen.",
"Raba aus Parziqa sprach zu R. Aši: Es ist ja zu entgegnen: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß für sie keine Geldsumme festgesetzt ist, während für das Schuldopfer eine Geldsumme festgesetztist!? –",
"Vielmehr, folgendes ist der Grund R. Elie͑zers: Die Schrift sagt:der Priester, der es herrichtet; das Blut von diesemist oberhalb zu sprengen, nicht aber ist das Blut von einem anderen oberhalb zu sprengen. –",
"Demnach ist ja auch hinsichtlich des Sündopfers auszulegen: nur dieses ist auf den richtigen Namen tauglich und auf einen anderen Namen untauglich, andere Opfer aber sind sowohl auf den richtigen Namen als auch auf einen anderen Namen tauglich!?",
"Diesbezüglich ist das es nicht genau zu nehmen, denn es bleibt ja noch das Pesaḥopfer zurück. –",
"Auch in jener Beziehung ist es ja nicht genau zu nehmen, denn es bleibt ja noch das Geflügel-Brandopferzurück!? –",
"Von Schlachtopfern aber bleibt nichts zurück.",
"Wenn du aber willst, sage ich: hier ist die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n vertreten, welcher sagt, für das einewar ein Platz besonders und für das anderewar ein Platz besonders bestimmt.",
"Es wird nämlich gelehrt: Das unterhalb zu sprengende Blut wird unterhalb des roten Striches und das oberhalb zu sprengende oberhalb des roten Striches gesprengt. R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagte : Dies gilt nur vom Geflügel-Brandopfer, das des Vieh-Sündopfers aber wird direkt auf das Horngesprengt.",
"Dort haben wir gelernt: R. A͑qiba sagt, jedes Blut, das zum Sühnen in den Tempel gebracht worden ist, ist untauglich; die Weisen sagen, nur das des Sündopfers; R. Elie͑zer sagt, auch das des Schuldopfers, denn es heißt: gleich dem Sündopfer und dem Schuldopfer.",
"Erklärlich ist die Ansicht R. Elie͑zers, die er auch begründet, was aber ist der Grundder Rabbanan?",
"Raba erwiderte: Du kannst nicht sagen, daß das Schuldopfer, dessen Blut innerhalb gebracht worden ist, untauglich sei, denn es ist [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere vom Brandopfer zu folgern:"
],
[
"wenn das Brandopfer, das vollständig [verbrannt wird], tauglichist, wenn dessen Blut innerhalb gebracht worden ist, um wieviel mehr gilt dies vom Schuldopfer, das nicht vollständig [verbrannt wird.",
"Entgegnet man:] wohl das Brandopfer, weil es keine Sühne schafft,",
"so ist vom Speisopfer wegen einer Sünde [das Entgegengesetzte] zu beweisen. –",
"Sollte er doch sagen, vom Geflügel-Sündopfer sei [das Entgegengesetzte] zu beweisen!? – Hinsichtlich des Geflügel-Sündopfers besteht eine FrageR. Abins. –",
"[Entgegnet man :] wohl das Speisopfer wegen einer Sünde, weil es kein Schlachtopfer ist,",
"so ist vom Brandopfer [das Entgegengesetzte]zu beweisen. Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie Hochheiliges sind, und wenn sieinnerhalb gebracht werden, sind sie tauglich, somit schließe man auch das Schuldopfer ein, es ist ebenfalls Hochheiliges, und wenn sein Blut innerhalb gebracht worden ist, ist es tauglich.",
"Raba aus Barneš sprach zu R. Aši: Es ist ja zu entgegnen: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß für sie keine Geldsumme festgesetzt ist, während für das Schuldopfer eine Geldsumme festgesetzt ist!? –",
"Vielmehr, folgendes ist der Grund der Rabbanan, die Schrift sagt:sein Blut, das Blut von diesem, nicht aber das Blut von einem anderen. –",
"Und jener!? – Sein Blut, nicht aber sein Fleisch. –",
"Und dieser!? – Blut, sein Blut. ",
"Und jener!? – Er hält nichts von [der Auslegung] Blut, sein Blut. –",
"Erklärlich ist es nach den Rabbanan, welche sagen, wenn ein Schuldopfer auf einen anderen Namen geschlachtet worden ist, sei es tauglich, daß manches Speisopfer mit dem Sündopfer und manches Speisopfer mit dem Schuldopfer verglichen wird,",
"denn es wird gelehrt: R. Šimo͑n sagt:es ist hochheilig, gleich dem Sündopfer und dem Schuldopfer, das Speisopfer wegen einer Sünde gleicht dem Sündopfer, daher ist es, wenn der Haufe auf einen anderen Namen abgehoben worden ist, untauglich, und das freiwillige Speisopfer gleicht dem Schuldopfer, daher ist es, wenn der Haufe auf einen anderen Namen abgehoben worden ist, tauglich.",
"In welcher Hinsicht aber wird nach R. Elie͑zer manches Speisopfer mit dem Sündopfer und manches Speisopfer mit dem Schuldopfer verglichen!? –",
"Hinsichtlich einer anderen Lehre R. Šimo͑ns, denn wir haben gelernt: Wenn nicht in einem Dienstgefäß, so ist es untauglich, und nach R. Šimo͑n tauglich.",
"Hierzu sagte R. Jehuda, Sohn des R. Ḥija: Folgendes ist der Grund R. Šimo͑ns; die Schrift sagt: es ist hochheilig, gleich dem Sündopfer und dem Schuldopfer; erfolgt der Dienstmit der Hand, so muß es mit der rechten erfolgen, wie beim Sündopfer, und wenn mit einem Gefäß, so kann es auch mit der linken erfolgen, wie beim Schuldopfer. –",
"R. Šimo͑n verwendet also diesen Schriftvers sowohl für das eine als auch für das andere!? –",
"Hauptsächlich deutet der Schriftvers auf die Lehre R. Jehudas, Sohnes des R. Ḥija, und das auf einen anderen Namen hergerichtete Speisopfer wegen einer Sünde ist aus folgendem Grund untauglich: das Sündopfer ist es wohl deshalb, weil es bei diesem es heißt, und auch beim Speissündopfer heißt es es. –",
"In welcher Hinsicht ist nach den Rabbanandas Schuldopfer mit dem Sündopfer zu vergleichen!? – Dies lehrt dich, wie beim Sündopfer das Stützenerforderlich ist, ebenso ist auch beim Schuldopfer das Stützen erforderlich.",
"JOSEPHB. ḤONI SAGT, WAS &C. GESCHLACHTET WORDEN IST &C. R. Joḥanan sagte: Joseph b. Ḥoni und R. Elie͑zer lehren dasselbe.",
"Rabba aber sagt, sie streiten über den Fall, wenn andere [Opfer] als Sündopfer hergerichtet wordensind.",
"Es wird nämlich gelehrt: Wenn das Pesaḥlammüber ein Jahr alt geworden ist und man es zu seiner Zeitauf seinen Namen schlachtet, oder wenn man ein anderes [Opfer] als Pesaḥopfer zu seiner Zeit schlachtet, so ist es nach R. Elie͑zer untauglich und nach R. Jehošua͑ tauglich.",
"R. Jehošua͑ sprach : Wenn andere [Opfer] auf seinen Namen an den übrigen Tagen des Jahres, wo es auf seinen eigenen Namen nicht tauglich ist, tauglich sind, um wieviel mehr sind andere auf seinen Namen zur richtigen Zeit, wo es auf seinen Namen tauglich ist, tauglich.",
"R. Elie͑zer erwiderte ihm : Oderentgegengesetzt : wenn es an den übrigen Tagen des Jahres, wo es auf den eigenen Namen untauglich ist, auf den Namen eines anderen tauglich ist, um wieviel mehr ist es zur richtigen Zeit, wo es auf den eigenen Namen tauglich ist, auf den Namen eines anderen tauglich!?",
"Somit wäre das Pesaḥopfer auf einen anderen Namen am vierzehnten [Nisan] tauglich; willst du dies etwa behaupten!? Andere [Opfer] auf seinen Namen an den übrigen Tagen des Jahres sindtauglich, weil dann auch es auf den Namen anderer tauglich ist, sollten aber andere auf seinen Namen zur richtigen Zeit tauglich sein, wo es auf den Namen anderer untauglichist!?",
"R. Jehošua͑ entgegnete: Demnachhast du die Kraft des Pesaḥopfers vermindert und die Kraft des Heilsopfersgesteigert.",
"Da trat R. Elie͑zer zurück und deduzierte wie folgt: wir finden, daß das Zurückbleibende des Pesaḥopfers als Heilsopfer dargebracht wird, nicht aber wird das Zurückbleibende des Heilsopfers als Pesaḥopfer dargebracht;",
"wenn nun das Pesaḥopfer, dessen Zurückbleibendes als Heilsopfer darzubringen ist, untauglich ist, falls esals Heilsopfer geschlachtet wird, um wieviel mehr ist das Heilsopfer, dessen Zurückbleibendes nicht als Pesaḥopfer darzubringen ist, untauglich, falls esals Pesaḥopfer geschlachtet wird."
],
[
"R. Jehošua͑ entgegnete : Wir finden, daß das Zurückbleibende des Sündopfers als Brandopfer dargebracht wird, nicht aber wird das Zurückbleibende eines Brandopfers als Sündopfer dargebracht:",
"wenn nun das Sündopfer, dessen Zurückbleibendes als Brandopfer darzubringen ist, untauglich ist, falls es als Brandopfer dargebracht wird, um wieviel mehr müßte das Brandopfer, dessen Zurückbleibendes nicht als Sündopfer darzubringen ist, untauglich sein, falls es als Sündopfer dargebrachtwird !?",
"R. Elie͑zer erwiderte : Nein, sollte dies, wenn dies vom Sündopfer gilt, das auf seinen Namen während des ganzen Jahres tauglich ist, auch vom Pesaḥopfer gelten, das auf seinen Namen nur zu seiner Zeit tauglich ist!? Da es auf seinen Namenuntauglich ist, so ist es richtig, daß auch andere auf seinen Namen untauglich sind.",
"ŠIMO͑N, DER BRUDER DES A͑ZARJA, SAGT &C.",
"R. Aši lehrte im Namen R. Joḥanans, und R. Aḥa, der Sohn Rabas, im Namen R. Jannajs: Was ist der Grund Šimo͑ns, des Bruders des A͑zarja? Die Schrift sagt:sie sollen die heiligen Gaben der Kinder Jisraél nicht entweihen, was sie für den Herrn abheben; durch das, was höherals sie ist, werden sie nicht entweiht, durch das, was niedriger als sie ist, werden sie entweiht. –",
"Deutet dies denn hierauf, dies ist ja wegen einer Lehre Šemuéls nötig, denn Šemuél sagte: Woher, daß auf das Essen von Unverzehntetem die Todesstrafe gesetzt ist? Es heißt: sie sollen die heiligen Gaben der Kinder Jisraél nicht entweihen, was sie für den Herrn abheben; die Schrift spricht von dem, was abgehoben werdensoll !? –",
"Der Schriftvers könnte ja lauten: was abgehoben worden ist, wenn es aber abheben [werden]heißt, so ist beides zu entnehmen.",
"R. Zera fragte: Sind sietauglich und machen nichtwohlgefällig, und sie streiten über einenFall, oder aber sind sie tauglich und machen auch wohlgefällig, und sie streiten über beideFälle.",
"Abajje, nach anderen R. Zeriqa, erwiderte: Komm und höre: Hat man das Erstgeborene oder das Zehnte auf den Namen eines Heilsopfers geschlachtet, so ist es tauglich, hat man aber ein Heilsopfer auf den Namen des Erstgeborenen oder des Zehnten geschlachtet, so ist es untauglich. Macht denn, wenn man nun sagen wollte, es sei tauglich und mache wohlgefällig, das Erstgeborene wohlgefällig!?",
"Vielmehr sind sie tauglich und machen nicht wohlgefällig, und wie im Schlußsatz tauglich und nicht wohlgefällig machend, so auch im Anfangssatz tauglich und nicht wohlgefällig machend. –",
"Wieso denn, der eine so und der andere anders. –",
"Was lehrt er uns demnach damit: wenn etwa von höher und niedriger [heiligen], so haben wir ja bereits gelernt: zum Beispiel, hat man Hochheiliges auf den Namen von Minderheiligem geschlachtet &c.!? –",
"Man könnte glauben, höheres und niedrigeres gebe es nur bei Hochheiligem und Minderheiligem, nicht aber bei Minderheiligem und Minderheiligem. –",
"Aber auch dies haben wir ja gelernt: Heilsopfer gehenErstgeborenen vor, weil sie des Sprengens an den vier [Ecken], des Stützens, des Gußopfers und des Schwingens von Brust und Schenkel benötigen!? –",
"Diese ist die Hauptlehre, und dort wird es nur nebenbei gelehrt.",
" DAS AM VIERZEHNTEN MORGENS AUF EINEN ANDEREN NAMEN GESCHLACHTETE PESAḤOPFERIST NACH R. JEHOŠUA͑ TAUGLICH, ALS WÜRDE ES AM DREIZEHNTEN GESCHLACHTET WORDEN SEIN, UND NACH BEN BETHERA UNTAUGLICH, ALS WÜRDE ES ABENDS GESCHLACHTET WORDEN SEIN.",
"ŠIMO͑N B. A͑ZAJ SPRACH: MIR IST ES AM TAGE, AN DEM R. ELEA͑ZAR ZUM SCHULOBERHAUPT EINGESETZT WORDEN IST, VON DEN ZWEIUNDSIEBZIG ÄLTESTEN ÜBERLIEFERT WORDEN, DASS ALLE ESSBARENOPFER, DIE AUF EINEN ANDEREN NAMEN GESCHLACHTET WORDEN SIND, TAUGLICH SIND, NUR HABEN DIE EIGENTÜMER SICH IHRER PFLICHT NICHT ENTLEDIGT; AUSGENOMMEN SIND DAS PESAḤOPFER UND DAS SÜNDOPFER. BEN A͑ZAJ FÜGTE NUR DAS BRANDOPFERHINZU; DIE WEISEN PFLICHTETEN IHM ABER NICHT BEI.",
"GEMARA. R. Elea͑zar sagte im Namen R. Oša͑jas: Nach Ben Bethera ist das am vierzehnten morgens auf seinen Namen geschlachtete Pesaḥopfer tauglich, denn der ganze Tag ist dafürbestimmt,",
"",
"und nur weil R. Jehošua͑ ‘als’sagt, sagt er ebenfalls ‘als’. –",
"Weshalb streiten sie demnach über den Fall, wenn es auf einen anderen Namen erfolgt ist, sollten sie doch über den Fall streiten, wenn es auf seinen Namen erfolgtist!? –",
"Würden sie über den Fall streiten, wenn es auf seinen Namen erfolgt ist, so könnte man glauben, wenn auf einen anderen Namen, pflichte R. Jehošua͑ Ben Bethera bei, da erzum Teil geeignet ist, so lehrt er uns. –",
"Es heißt ja aber:gegen Abend!?",
"U͑la, Sohn des R. Ilea͑j, erwiderte: Zwischen beiden Dämmerungen. –",
"Demnach ist auch [die Darbringung] des beständigen [Abend]opfers, wobei es ebenfallsgegen Abend heißt, den ganzen Tag zulässig!? –",
"Da heißt es:das eine Lamm sollst du morgens herrichten, wonach unter Abend der wirkliche Abend zu verstehen ist. –",
"Vielleicht ist das eine morgens und das andere den ganzen Tag herzurichten!? –",
"Nur eines ist morgens herzurichten, nicht aber zwei. –",
"Bei den Lampenheißt es ja ebenfallsgegen Abend, ist esetwa auch da den ganzen Tag zulässig!? –",
"Anders ist es da; es heißt: vom Abend bis zum Morgen, und hierzu wird gelehrt: Vom Abend bis zum Morgen, man gieße das Quantum hinein, daß sie vom Abend bis zum Morgen brennen. Eine andere Erklärung: Du hast außer diesem keinen anderen Dienst, der vom Abend bis zum Morgen zulässig wäre. –",
"Beim Räucherwerke heißt es ja ebenfallsgegen Abend, ist es etwa auch da den ganzen Tag zulässig!? –",
"Anders verhält es sich beim Räucherwerke,"
],
[
"das mit den Lampen verglichen wird. –",
"Dortheißt es ja auch:da sollst du das Pesaḥopfer abendsschlachten!? –",
"Dies deutet auf die spätere Herrichtung. Es wird nämlich gelehrt: Das, wobei es abends und gegen Abend heißt, ist später herzurichten als das, wobei es nur gegen Abend heißt. –",
"Gibt es denn etwas, das, wie du sagst, wenn man es morgens schlachtet, dies die richtige Zeit ist, wenn aber der Abend herangereicht ist, zu allerletzt herzurichten ist!? –",
"Freilich, R. Joḥanan sagte auch, die Halakha sei, man verrichte zuerst das Vespergebet und nachher das Zusatzgebet. –",
"Wozu heißt es demnachbeim Räucherwerke und bei den Lampen gegen Abend!?",
"Ferner [ist einzuwenden:] Rabbi erwiderte anstelle des Ben Bethera gegen die Worte R. Jehošua͑s : Nein, wohl gilt dies vom dreizehnten, der nicht zum Teil geeignetist, während doch der vierzehnte zum Teil geeignet ist.",
"Wenn dem nun soist, so ist ja der ganze [Tag] geeignet!?",
"Vielmehr, erklärte R. Joḥanan, ist nach Ben Bethera das am vierzehnten morgens sowohl auf seinen Namen als auch auf einen anderen Namen geschlachtete Pesaḥopfer untauglich, weil ein Teil desselben geeignet ist.",
"R. Abahu fluchte hierüber : demnach gibt es ja nach Ben Bethera kein taugliches Pesaḥopfer! Hat man es dannabgesondert, so ist es ja von vornherein zurückgesetzt, und hat man es am Tage vorher abgesondert, so war es geeignet und ist zurückgesetztworden!?",
"Vielmehr, erklärte R. Abahu, in dem Fall, wenn es nachmittags [abgesondert worden] ist.",
"Abajje erklärte : Du kannst auch sagen, am Morgen, denn am selben Tage gibt es kein Fehlenvon der Frist.",
"R. Papa erklärte: Du kannst auch sagen, am Abend [vorher], denn die Nacht gilt nicht als Fehlenvon der Frist. R. Jišma͑él lehrte nämlich: In der Nacht zum achtenwird es mit in die Hürde zur Verzehntung hineingebracht.",
"Dies nach R. Apṭoriqi, denn R. Apṭoriqi wies auf einen Widerspruch hin. Es heißt:es soll sieben Tage bei seiner Mutter bleiben, demnach ist esschon nachts tauglich, und dem widersprechend heißt es: und vom achten Tage ab ist es wohlgefällig, wonach es nachts noch ungeeignet ist; wie ist dies nun zu erklären?",
"Nachts zur Heiligung und am folgenden Tage zur Tauglichkeit.",
"R. Zera sprach zu R. Abahu: Es wäre anzunehmen, daß R. Joḥanan der Ansicht ist, auch Lebendeswerde verdrängt.",
"Dieser erwiderte: Jawohl, denn R. Joḥanan sagte, wenn ein Vieh zwei Teilhabern gehört und einer seine Hälfte geweiht hat, und darauf auch die andere Hälfte kauft und sie weiht, sei es heilig, werde aber nicht dargebracht,",
"auch könne es umgetauschtwerden, und das Umgetauschte gleicht diesem selbst.",
"Hieraus ist dreierlei zu entnehmen; es ist zu entnehmen, daß Lebendes verdrängt werde; es ist zu entnehmen, daß, was von vornherein verdrängt war, verdrängt bleibe; und es ist zu entnehmen,"
],
[
"daß es auch beim Geldwerteeine Verdrängung gebe.",
"U͑la sagte im Namen R. Joḥanans : Wenn jemand Talg gegessen und dieserhalb ein Opfer abgesondert hat, dann abtrünnig geworden ist und sich darauf bekehrt hat, so bleibt [das Opfer], da es einmal verdrängtwar, verdrängt.",
"Desgleichen wurde auch gelehrt: R. Jirmeja sagte im Namen R. Abahus im Namen R. Joḥanans: Wenn jemand Talg gegessen und dieserhalb ein Opfer abgesondert hat, dann irrsinnig geworden und darauf gesund geworden ist, so bleibt [das Opfer], da es einmal verdrängt war, verdrängt.",
"Und beides ist nötig. Würde nur das erste gelehrt worden sein, so könnte man glauben, weil er sich absichtlich entzogen hat, nicht aber im anderen Falle, wo es von selber gekommen war und er somit einem Schlafenden glich.",
"Und würde nur das andere gelehrt worden sein, so könnte man glauben, weil die Rückkehr nicht in seiner Hand lag, nicht aber in dem Falle, wo die Rückkehr in seiner Hand lag. Daher ist beides nötig.",
"R. Jirmeja fragte: Wie ist es, wenn jemand Talg gegessen und dieserhalb ein Opfer abgesondert, und das Gericht darauf entschieden hat, Talg sei erlaubt, und später zurückgetreten ist: heißt dies eine Verdrängung oder heißt dies keine Verdrängung?",
"Da sprach ein Greis zu ihm: Wenn R. Joḥanan über [Fälle von] Verdrängung sprach, begann er damit. – Weshalb? – In jenen Fällen ist nur die Person verdrängtworden, das Opfer aber nicht, in diesem aber ist das Opfer selbst verdrängt worden.",
"ŠIMO͑N B. A͑ZAJ SPRACH: MIR IST ES VON DEN ZWEIUNDSIEBZIG ÄLTESTEN ÜBERLIEFERT &C. Weshalb heißt es zweiundsiebzig ‘Ältesten’? – Weil sie alle darin einig waren.",
"BEN A͑ZAJ FÜGTE NUR DAS BRANDOPFER HINZU.",
"R. Hona sagte: Was ist der Grund des Ben A͑zaj?Ein Brandopfer ist es, ein Feueropfer lieblichen Geruches für den Herrn; es ist nur auf den eigenen Namen tauglich, auf einen anderen Namen aber untauglich.",
"Beim Schuldopfer heißt es ja ebenfalls es!? –",
"Bei diesem steht dies nach [der Vorschrift von] der Aufräucherung der Opferteile. –",
"Bei jenem steht ja das es ebenfalls nach [der Vorschrift von] der Aufräucherung der Opferteile!? –",
"Bei jenem heißt es zweimal es. –",
"Beim Schuldopfer heißt es ja ebenfalls zweimal es!? –",
"Vielmehr, Ben A͑zaj folgert dies [durch einen Schluß] vom Geringeren auf das Schwerere: wenn das Sündopfer, das nicht vollständig verzehrt wird, untauglich ist, wenn es auf einen anderen Namen geschlachtet worden ist, um wieviel mehr ist es das Brandopfer, das vollständig verzehrt wird.",
"[Entgegnet man:] wohl das Sündopfer, weil es Sühne schafft,",
"so ist vom Pesaḥopfer [das Entgegengesetzte] zu beweisen.",
"[Entgegnet man:] wohl das Pesaḥopfer, weil dafür eine Zeit festgesetzt ist,",
"so ist vom Sündopfer [das Entgegengesetzte] zu beweisen. Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie heilige Opfer sind, und wenn man sie auf einen anderen Namen geschlachtet hat, sind sie untauglich, somit schließe man auch das Brandopfer ein, es ist ebenfalls ein heiliges Opfer, und wenn man es auf einen anderen Namen geschlachtet hat, ist es untauglich. –",
"Das Gemeinsame bei ihnen ist ja aber, daß bei beiden die Ausrottungsstrafezu berücksichtigen ist!? –",
"Ben A͑zaj"
],
[
"hält nichts [vom Einwand] hinsichtlich der Ausrottungsstrafe. –",
"Demnach ist ja auch das Schuldopfer einzubegreifen!? –",
"Hinsichtlich des Schuldopfers ist zu erwidern: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie von einer Gemeinschaft wie von einem einzelnen dargebrachtwerden.",
"Wenn du aber willst, sage ich: er hält auch [vom Einwand] hinsichtlich der Ausrottungsstrafe, nur ist dies Ben A͑zaj überliefertworden. R. Hona aber trug [den Schluß] vom Geringeren auf das Schwerere nur deshalb vor, um [den Sinn seiner] Schüler zu schärfen.",
"iv HAT MAN DAS PESAḤOPFER UND DAS SÜNDOPFER AUF EINEN ANDEREN NAMEN GESCHLACHTET ODER AUF EINEN ANDEREN NAMEN [DAS BLUT] AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT ODER GESPRENGT, ODER AUF IHREN NAMEN UND AUF EINEN ANDEREN NAMEN, ODER AUF EINEN ANDEREN NAMEN UND AUF IHREN NAMEN, SO SIND SIE UNTAUGLICH.",
"AUF IHREN NAMEN UND AUF EINEN ANDEREN NAMEN, ZUM BEISPIEL: AUF DEN NAMEN EINES PESAḤOPFERS UND EINES HEILSOPFERS; AUF EINEN ANDEREN NAMEN UND AUF IHREN NAMEN: AUF DEN NAMEN EINES HEILSOPFERS UND EINES PESAḤOPFERS.",
"DAS SCHLACHTOPFER KANN BEI VIER VERRICHTUNGEN UNTAUGLICHWERDEN: BEIM SCHLACHTEN, BEI DER [BLUT]AUFNAHME, BEIM HINBRINGEN UND BEIM SPRENGEN.",
"NACH R. ŠIMO͑N WIRD ES BEIM HINBRINGEN NICHT UNTAUGLICH. R. ŠIMO͑N SAGTE NÄMLICH : ES IST NICHT MÖGLICH OHNE SCHLACHTEN, AUCH NICHT OHNE [BLUT]AUFNAHME UND AUCH NICHT OHNE SPRENGEN, WOHL ABER ISTES OHNE HINBRINGEN MÖGLICH, DENN MAN KANN NEBEN DEM ALTAR SCHLACHTENUND SPRENGEN.",
"R. ELIE͑ZER SAGT, IST DAS HINBRINGEN NÖTIG, MACHE DIE ABSICHTBEIM HINBRINGEN UNTAUGLICH, UND IST DAS HINBRINGEN NICHT NÖTIG, MACHE DIE ABSICHT BEIM HINBRINGEN NICHT UNTAUGLICH.",
"GEMARA. Wird es denn bei der [Blut]aufnahme untauglich,",
"es wird ja gelehrt :Sie sollen darbringen, das ist die Blutaufnahme. Vielleicht ist dem nicht so, sondern das Sprengen? Wenn es heißt: sie sollen sprengen, so ist ja schon vom Sprengen die Rede, somit ist unter darbringen die Blutaufnahme zu verstehen. Die Söhne Ahrons, die Priester, es muß durch einen tauglichen Priestermit den Dienstgewändern erfolgen.",
"R. A͑qiba sagte: Woher, daß die [Blut]aufnahme durch einen tauglichen Priester mit den Dienstgewändern erfolgen muß? Hierbei heißt es: die Söhne Ahrons, und dortheißt es: das sind die Namen der Söhne Ahrons, der gesalbten Priester, wie dort von tauglichen Priestern mit ihren Dienstgewänderngesprochen wird, ebenso sind auch hierbei taugliche Priester mit den Dienstgewändern zu verstehen.",
"R. Tryphon sprach : Ich will meine Söhne niederschlagen, wenn ich nicht gehört habe, daß zwischen der [Blut]aufnahme und dem Sprengen zu unterscheidensei ; ich weiß es aber nicht zu erklären.",
"Da sprach R. A͑qiba: Ich will es erklären: bei der [Blut]aufnahme gleicht die Absichtnicht der Handlung, beim Sprengen aber gleicht die Absicht der Handlung. Hat man [das Blut] außerhalbaufgenommen, so verfällt man dieserhalb nicht der Ausrottungsstrafe, hat man es außerhalb gesprengt, so verfällt man dieserhalb der Ausrottungsstrafe. Haben Unzulässigeres aufgenommen, so sind sie dieserhalb nicht schuldig, haben Unzulässige es gesprengt, so sind sie dieserhalb schuldig.",
"Hierauf sprach R. Tryphon zu ihm: Beim Kult, du bist weder rechts noch links abgewichen; ich habe es gehört und wußte es nicht zu erklären, du aber trägst selbständig vor und es trifft dem Gehörten zu. Er sprach dann zu ihm wie folgt: A͑qiba, wer sich von dir trennt, trennt sich gleichsam von seinemLeben!",
"Raba erwiderte: Das ist kein Einwand, eines gilt von der Absicht, die es verwerflichmacht, und eines gilt von der Absicht, daß es auf anderen Namen erfolge.",
"Diesist auch zu beweisen, denn er lehrt, das Schlachtopfer werde untauglich, er lehrt aber nicht verwerflich; schließe hieraus.",
"Wird es denn durch verwerflichmachende Absicht bei der [Blut]aufnahme nicht untauglich,",
"es wird ja gelehrt: Man könnte glauben, die Absicht sei nur beim Sprengen allein von Wirkung, woher dies auch vom Schlachten und der [Blut]aufnahme? Es heißt:sollte aber von dem Heilsopfer-Fleisch gegessen werden, so ist dies verwerflich, es wird nicht wohlgefällig machen, die Schrift spricht von Verrichtungen, die es zum Essen geeignetmachen.",
"Man könnte glauben, auch das Fortschütten der Resteund die Aufräucherung der Opferteile seieneinbegriffen,",
"so heißt es: es macht den, der es darbringt, nicht wohlgefällig, und da das Sprengenschon einbegriffen war, so wurde es deshalb besonders hervorgehoben, um [die übrigen Verrichtungen] damit zu vergleichen und dich zu lehren : wie das Sprengen eine [unerläßliche] Verrichtung ist, von der die Sühne abhängt, ebenso auch jede andere [unerläßliche] Verrichtung, von der die Sühne abhängt; ausgenommen ist das Fortschütten der Reste und die Aufräucherung der Opferteile, von denen die Sühne nicht abhängt!? –"
],
[
"Das ist kein Einwand; eines, wenn ergesagt hat, er wolle das Blut morgen aufnehmen, und eines, wenn er gesagt hat, er nehme das Blut auf in der Absicht, den Rest morgen fortzuschütten.",
"Einer von den Jüngern sprach zu Raba: Wird es denn durch die Absicht hinsichtlich des Fortschüttens der Reste und der Aufräucherung der Opferteile nicht untauglich,",
"es wird ja gelehrt: Man könnte glauben, nur die Absicht hinsichtlich des Essens des Fleischessei von Wirkung, woher daß auch das Fortschütten der Reste und die Aufräucherung der Opferteile einbegriffen sind? Es heißt:wenn essen gegessen; die Schrift spricht von zwei Verzehrungen, von der Verzehrung durch Menschen und der Verzehrung durch den Altar!? –",
"Dies ist kein Einwand; eines, wenn er gesagt hat, er sprenge in der Absicht, die Reste morgen fortzuschütten, und eines, wenn er gesagt hat, er schütte den Rest fort in der Absicht, die Opferteile morgen aufzuräuchern.",
"R. Jehuda, Sohn des R. Ḥija, sagte: Ich hörte, daß das innerhalb herzurichtende Sündopfer beim Eintauchen des Fingersverwerflich werdenkönne.",
"Ilpha hörte dies und trug es R. Pada vor. Da sprach dieser : Die Verwerflichmachung wird ja vom Heilsopferentnommen, wie nun das Heilsopfer beim Eintauchen des Fingers nicht verwerflich werdenkann, ebenso kann auch das Sündopfer beim Eintauchen des Fingers nicht verwerflich werden. –",
"Ist denn alles vom Heilsopfer zu entnehmen!? Demnachmüßte doch, wie beim Heilsopfer [die Herrichtung] auf einen anderen Namen es nicht aus dem Zustande der Verwerflichkeitbringt, auch beim Sündopfer [die Herrichtung] auf einen anderen Namen es nicht aus dem Zustande der Verwerflichkeitbringen!?",
"Vielmehr mußt du sagen, daß diesaus der Einschließungder Schrift entnommen wird.",
"R. Jehošua͑ b. Levi sagte: In diesem Söller hörte ich, daß esbeim Eintauchen des Fingers verwerflich werden könne. R. Šimo͑n b. Laqiš staunte hierüber: dies wird ja vom Heilsopfer entnommen, wie nun das Heilsopfer nicht beim Eintauchen des Fingers verwerflich werden kann, ebenso kann auch das Sündopfer nicht beim Eintauchen des Fingers verwerflich werden. –",
"Ist denn alles vom Heilsopfer zu entnehmen!? Demnach müßte doch, wie beim Heilsopfer [die Herrichtung] auf einen anderen Namen es nicht aus dem Zustande der Verwerflichkeit bringt, auch beim Sündopfer [die Herrichtung] auf einen anderen Namen es nicht aus dem Zustande der Verwerflichkeit bringen!?",
"R. Jose b. Ḥanina erwiderte: Freilich haben sie es hinsichtlich aller anderen vom Heilsopfer entnommen; das Heilsopfer wird außerhalb des Raumesuntauglich und das Sündopfer wird auf einen anderen Namen untauglich, wie nun das Heilsopfer durch [das Essen] außerhalb des Raumes aus dem Zustande der Verwerflichkeit gebrachtwird, ebenso wird auch das Sündopfer durch [die Herrichtung] auf einen anderen Namen aus dem Zustande der Verwerflichkeit gebracht.",
"R. Jirmeja sprach: Die Widerlegung befindet sich daneben: wohl gilt dies von der Untauglichkeit durch [das Essen] außerhalb des Raumes beim Heilsopfer, weil diesvon allen Opfern gilt, während auf einen anderen Namen nur das Pesaḥopfer und das Sündopfer [untauglich sind].",
"Vielmehr hast du es wie folgt zu erklären: was diesesuntauglichmacht, bringt es aus dem Zustande der Verwerflichkeit, und was bei ihm unerläßlichist, bringt eszur Verwerflichkeit,",
"ebenso auch bei jenem: was es untauglichmacht, bringt es aus dem Zustande der Verwerflichkeit, und was bei ihm unerläßlich ist, bringt es zur Verwerflichkeit.",
"R. Mari sagte: Auch wir haben esgelernt: Die Regel hierbei ist: wenn jemand den Haufenabhebt, ihn in das Gefäß legt, hinbringt oder aufräuchert.",
"Allerdings entspricht das Abheben des Haufens dem Schlachten, das Hinbringen dem Hinbringen, das Aufräuchern dem Sprengen; welcher Verrichtung aber entspricht das Legen in das Gefäß :",
"wenn etwa der [Blut]aufnahme, so gleicht es ja dieser nicht, dieserfolgt von selbst, hierbei aber muß er nehmenund hineinlegen!?",
"Du mußt also erklären, dies sei eine wichtige Verrichtungund daher unerläßlich, ebenso ist auch jenesunerläßlich und gleicht dem Hinbringen. –",
"Nein, tatsächlich entspricht es der [Blut]aufnahme, wenn du aber einwendest, dies erfolge von selbst, während er [den Haufen] nehmen und hineinlegen muß, [so ist zu erwidern:] da es sich in beiden Fällen um ein Hineintun in das Gefäß handelt, so ist es einerlei, ob von selbst oder er es nimmt und hineintut.",
"Es wäre anzunehmen, daß hierüber Tannaím [streiten]. Eines lehrt, das Sündopfer könne beim Eintauchen des Fingers verwerflich werden, und ein Anderes lehrt, es könne weder dabeinoch dadurchverwerflich werden; wahrscheinlich [streiten hierüber] Tannaím. –",
"Nein, eines nach den Rabbanan und eines nach R. Šimo͑n. –",
"Wieso wird dies, wenn da die Ansicht R. Šimo͑ns vertreten ist, vom Eintauchen des Fingers gelehrt, dieser sagt ja,"
],
[
"bei allem, was nicht gleich dem Heilsopfer auf dem äußeren Altar hergerichtet wird, habe das Gesetz von der Verwerflichmachung keineGeltung!?",
"Beide [Lehren] vertreten vielmehr die Ansicht der Rabbanan, dennoch besteht zwischen ihnen kein Widerspruch; eine spricht von den außerhalb herzurichtenden Sündopfernund eine spricht von den innerhalb herzurichtenden Sündopfern. –",
"Von den außerhalb herzurichtenden Sündopfern ist dies ja selbstverständlich, von diesen heißt es ja nicht, daß man eintauche!? –",
"Dies ist nötig; da aus [dem Worte] er soll nehmen [gefolgert wird], daß, wenn ein Affe ihm [das Blut] auf die Hand gegossen hat, er es wiederum aufnehmenmuß, so konnte man glauben, es sei ebenso, als würde es ‘eintauchen’ geheißen haben.",
"Aber es heißt nicht ‘eintauchen’, damit sowohl das eine als auch das anderezu deuten sei.",
"NACH R. ŠIMO͑N WIRD ES BEIM HINBRINGEN NICHT UNTAUGLICH. R. Šimo͑n b. Laqiš sagte : R. Šimo͑n pflichtet bei, daß die innerhalb herzurichtenden Sündopfer beim Hinbringen durch die Absicht untauglich werden können, weil dies eine unerläßliche Verrichtung ist. –",
"R. Šimo͑n sagt ja aber, daß man bei einem Opfer, das nicht gleich dem Heilsopfer auf dem äußeren Altar hergerichtet wird, nicht wegen Verwerflichmachung schuldigsei!?",
"R. Jose b. R. Ḥanina erwiderte: Er pflichtet bei, daß es untauglichwerde. Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn [die Verrichtung] auf einen anderen Namen, die das Heilsopfer nicht untauglich macht, das Sündopfer untauglich macht, um wieviel mehr macht [das Essen] außerhalb der Frist, daß das Heilsopfer untauglich macht, das Sündopfer untauglich. –",
"Wir wissen dies [vom Essen] außerhalb der Frist, woher dies [vom Essen] außerhalb des Raumes?",
"Wollte man dies [vom Essen] außerhalb der Frist folgern, [so ist zu erwidern:] wohl außerhalb der Frist, weil darauf die Ausrottungsstrafe gesetzt ist;",
"und wenn etwa von [der Herrichtung] auf einen anderen Namen, so gilt dies auch bei Privataltären. –",
"Das Schlachten auf einen anderen Namen ist ja nur beim Pesaḥopfer und beim Sündopfer zu berücksichtigen, und das Pesaḥopfer und das Sündopfer werden auf Privataltären nichtdargebracht.",
"Wenn du aber willst, sage ich: durch Vergleichung; am dritten, außerhalb der Zeit, verwerflich, außerhalb des Raumes.",
"Raba sagte : Wenn du sagst, R. Šimo͑n sei der Ansicht seines Sohnes, welcher sagt, der Raum zwischen der Vorhalle und dem Altargelte als Nordseite, so ist beim innerhalb herzurichtenden Sündopfer die Absicht von Wirkung nur beim Hinbringen von der Tür der Vorhalle nach dem Innenraum.",
"Wenn du sagst, er sei der Ansicht R. Jehudas, welcher sagt, die Innenseite des Vorhofsgelte als Heiligtum, so ist bei der Fortnahme der Schalendie Absicht von Wirkungnur von der Tür des Tempels bis nach außen.",
"Wenn du sagst, er sei der Ansicht, die Heiligkeit des Tempels und der Vorhalle sei die gleiche, so ist die Absicht von Wirkung erst von der Tür der Vorhalle bis nach außen.",
"Wenn du sagst, der Türrahmen gleiche dem Innenraum, so ist die Absicht nur einen Schrittvon Wirkung.",
"Und wenn du sagst, er sei der Ansicht, das Hinbringen ohne [Tätigkeit der] Füßegelte nicht als Hinbringen, ist die Absicht überhaupt nicht von Wirkung.",
"Abajje sprach zum Dolmetsch R. Ḥisdas: Frage R. Ḥisda, wie es sich mit dem Hinbringen durch einen Gemeinen verhalte.",
"Dieser erwiderte: Es ist tauglich, und ein Schriftvers unterstützt mich.Sodann schlachteten sie das Pesaḥopfer, und die Priester sprengten das Blut aus ihrerHand, während die Leviten die [Haut] abzogen.",
"R. Šešeth wandte ein: Ein Gemeiner, ein Trauernder,"
],
[
"ein Trunkener oder ein Gebrechenbehafteter ist zur Aufnahme, zum Hinbringen und zum Sprengen [des Blutes] unzulässig; ebenso ist es auch sitzend und mit der linken Hand [unzulässig]!? – Dies ist eine Widerlegung. –",
"R. Ḥisda stützt sich ja aber auf einen Schriftvers!? –",
"Sie dienten nur als Gestell.",
"Rabba und R. Joseph sagten beide: Über das Hinbringen durch einen Gemeinen besteht ein Streit zwischen R. Šimo͑n und den Rabbanan; nach R. Šimo͑n, welcher sagt, die Verrichtung, die vermeidlich ist, gelte nicht als Verrichtung, ist es durch einen Gemeinen zulässig, nach den Rabbanan hingegen ist es unzulässig.",
"Abajje sprach zu ihm: Das Schlachten ist ja eine unvermeidliche Verrichtung, dennoch ist es durch einen Gemeinen zulässig!? Jener erwiderte: Das Schlachten gilt nicht als Dienst. –",
"Etwa nicht, R. Zera sagte ja im Namen Rabhs, das Schlachten der [roten] Kuhdurch einen Gemeinen sei unzulässig, und Rabh erklärte, weil bei dieser Elea͑zar und [das Wort] Satzung genanntwerden !? –",
"Anders verhält es sich bei der [roten] Kuh, sie gehört zu den Heiligtümern des Tempelreparaturfonds.",
"Dies ist ja widersinnig: bei den Heiligtümern des Tempelreparaturfonds heißt dies ein Dienst, und bei den Heiligtümern des Altars heißt dies kein Dienst!?",
"R. Šiša, Sohn des R. Idi, erwiderte: Ebenso verhält es sich auch bei der Besichtigung des Aussatzes: es ist kein Dienst, dennoch muß es durch einen Priester erfolgen. –",
"Das Hinbringen der Stücke zur Altarrampe ist ja eine Verrichtung, die vermeidlichist, dennoch ist es durch einen Gemeinen unzulässig, denn es heißt :der Priester soll alles heranbringen und auf dem Altar auf räuchern, und der Meister sagte: darunter sei das Hinbringen der Opferstücke zur Altarrampe zu verstehen!? –",
"Wo [die Schrift] dies ausdrücklich sagt, gilt dies, wo sie es nicht ausdrücklich sagt, gilt dies nicht. –",
"Dies ist ja widersinnig: wenn das Hinbringen der Stücke zur Altarrampe, wovon die Sühne nicht abhängt, durch einen Priester erfolgen muß, um wieviel mehr gilt dies vom Hinbringen des Blutes, wovon die Sühne abhängt!?",
"Es wurde auch gelehrt: U͑la sagte im Namen R. Elea͑zars: Das Hinbringen durch einen Gemeinen ist unzulässig selbst nach R. Šimo͑n.",
"Sie fragten: Gilt das Hinbringen ohne [Tätigkeit der] Füßeals Hinbringenoder nicht!? –",
"Komm und höre: Ebenso ist es auch sitzend und mit der linken Hand unzulässig; demnach ist das dem Sitzen gleichende Stehenzulässig. –",
"Vielleicht sitzend, wenn es rutschend erfolgt, ebenso Sitzen gleich dem Stehen, wenn er sich ein wenig bewegt. –",
"Komm und höre: Der Jisraélit schlachteteund der Priester nahm [das Blut] auf; dieser reichte es seinem Nächsten und der Nächste seinem Nächsten!? –",
"Hierbei bewegten sie sich ebenfalls ein wenig. – Wozu war diesdemnach nötig? – In der Menge des Volkes besteht des Königs Herrlichkeit. –",
"Komm und höre: Hat der Taugliche [das Blut] aufgenommen und es einem Untauglichen gegeben, so gebe er es dem Tauglichen zurück!? –",
"Lies: so nehme es der Taugliche zurück.",
"Es wurde gelehrt: U͑la sagte im Namen R. Joḥanans: Das Hinbringen ohne [Tätigkeit der] Füße gilt nicht als Hinbringen. – I"
],
[
"st dies gut zu machen oder ist dies nicht gutzu machen? –",
"Komm und höre: Wenn der Untaugliche [das Blut] aufgenommen und es einem Untauglichen gegeben hat, so gebe er es dem Tauglichen zurück.",
"Und wenn auch [erklärt wird], der Taugliche nehme es zurück, müßte es immerhin, wenn es nicht gut zu machen ginge, untauglich sein. –",
"Du glaubst wohl, wenn der Gemeine innen gestanden hat, nein, wenn der Gemeine außen gestanden hat.",
"Es wurde gelehrt: U͑la sagte im Namen R. Joḥanans: Das Hinbringen ohne [Tätigkeit der] Füße ist ungültig. Demnach ist es nicht mehr gutzu machen.",
"R. Naḥman wandte gegen U͑la ein : Ist [das Blut] aus dem Gefäße auf den Estrich ausgeschüttet und aufgenommen worden, so ist es tauglich!? –",
"Hier wird von dem Falle gesprochen, wenn es auswärtsabgeflossen war. –",
"Fließt es denn nur auswärts und nicht einwärts!? – An einer abschüssigen Stelle. Wenn du willst, sage ich : in eine Vertiefung. Wenn du aber willst, sage ich: geronnenes[Blut].",
"Hat denn der Autor ausgerechnet, es gerade von einem solchen Falle zu lehren!? Und wozu braucht er ferner im folgenden Abschnitt zu lehren, wenn es auf den Estrich ausgeschüttetund aufgenommen worden ist, sei es untauglich, sollte er doch hinsichtlich desselben Falleseinen Unterschied machen: dies gilt nur von dem Falle, wenn es auswärts geflossen ist, wenn aber einwärts, so ist es untauglich!? – Dies ist eine Widerlegung.",
"Es wurde gelehrt: Über das Hinbringen ohne [Tätigkeit der] Füße besteht ein Streit zwischen R. Šimo͑nund den Rabbanan. Über eine große Entfernung streiten sie nicht, ob es untauglich werden könne, sie streiten nur über eine kleine Entfernung.",
"Im Westen lachten sie darüber: die Absichtmacht ja das Geflügel-Sündopferuntauglich, wie kann dies demnach nach R. Šimo͑n vorkommen : hat man es beabsichtigt, bevor das Blut hervorgekommen ist, so ist dies ja bedeutungslos, und wenn nachdem das Blut hervorgekommen ist, so ist ja das Gebot bereits ausgeübtworden!? –",
"Was ist dies denn für ein Einwand, vielleicht zwischen dem Hervorspritzen und dem Heranreichen zum Altar.",
"So fragte auch R. Jirmeja den R. Zera, wie es denn sei, wenn er das Blut sprengt, und bevor es das Luftgebiet des Altars erreicht, ihm die Hand abgehauen wird, und dieser erwiderte, es sei sprengen und auftragen erforderlich.",
"Als R. Papa und R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, kamen, sagten sie, sie hätten deshalb gelacht: streiten sie etwa nicht über eine große Entfernung, der Streit besteht ja nur über eine großeEntfernung.",
"Vielmehr, über eine kleine Entfernung streiten sie nicht, ob es nichtuntauglich werden könne, sie streiten nur über eine große Entfernung.",
"Über den Fall, wenn ein Gemeiner [das Blut] hingebracht und ein Priester es fortgebracht und wiederum hingebracht hat, streiten die Söhne R. Ḥijas und R. Jannaj ; nach der einen Ansicht ist es tauglich, und nach der anderen Ansicht ist es untauglich. Nach der einen Ansicht ist esgut zu machen, und nach der anderen Ansicht ist es nicht gut zu machen.",
"Über den Fall, wenn ein Priester es hingebracht und fortgebracht und ein Gemeiner es zurück hingebracht hat, sagt R. Šimi b. Aši, daß es nach demjenigen, nach dem es in jenem Falle tauglich ist, untauglich, und nach dem es in jenem Falle untauglich, tauglichsei ;",
"Raba aber sagt, auch nach dem es in jenem Falle untauglich ist, sei es in diesem Falle untauglich, denn es muß ja"
],
[
"hingebracht werden.",
"R. Jirmeja sprach zu R. Aši: Folgendes sagte R. Jirmeja aus Diphte: über den Fall, wenn es wieder hingebracht werden muß, besteht ein Streit zwischen R. Elie͑zer und den Rabbanan,",
"denn wir haben gelernt: R. Elie͑zer sagt, ist das Hinbringen nötig, mache die Absicht beim Hinbringen untauglich, und ist das Hinbringen nicht nötig, mache die Absicht beim Hinbringen nicht untauglich.",
"Hierzu sagte Raba: Alle stimmen überein, daß, wenn er es außerhalb aufgenommen und nach innen gebrachthat, dies ein Fall sei, wo das Hinbringen nötig ist, und wenn er es innerhalb aufgenommen und nach außen gebracht hat, dies ein Fall sei, wo das Hinbringen nicht nötig ist,",
"sie streiten nur über den Fall, wenn er es hineingebracht und zurück herausgebrachthat, einer ist der Ansicht, es muß ja wieder hineingebrachtwerden, und einer ist der Ansicht, es gleicht ja nicht dem beim Dienste erforderlichenHinbringen.",
"Abajje wandte gegen ihn ein : R. Elie͑zer sagt, ist das Hinbringen nötig, mache die Absicht beim Hinbringen untauglich. Zum Beispiel: hat er es außen aufgenommen und nach innen gebracht, so war das Hinbringen nötig; hat er es innen aufgenommen und nach außen gebracht, so war das Hinbringen nicht nötig; hat er es wiederum hineingebracht, so war das Hinbringen nötig.",
"Dieser erwiderte: Ist dies gelehrt worden, so ist es gelehrt worden.",
"",
" JEDES OPFER, DESSEN BLUT EIN GEMEINER, EIN TRAUERNDER, EINER, DER AM SELBEN TAGE UNTERGETAUCHT IST, DEM DIE SÜHNE NOCH FEHLT, DER DIE AMTSKLEIDER NICHT ANHAT, DER HÄNDE UND FÜSSE NICHT GEWASCHEN HAT, EIN UNBESCHNITTENER, EIN UNREINER, EIN SITZENDER, EIN AUF EINEM GERÄTE, EINEM TIERE ODER DEN FÜSSEN SEINES NÄCHSTEN STEHENDER AUFGENOMMEN HAT, IST UNTAUGLICH.",
"HAT MAN ES MIT DER LINKEN [HAND] AUFGENOMMEN, SO IST ES UNTAUGLICH, NACH R. ŠIMO͑N ABER TAUGLICH. IST [DAS BLUT] AUF DEN ESTRICH AUSGESCHÜTTET UND AUFGENOMMEN WORDEN, SO IST ES UNTAUGLICH.",
"GEMARA. Woher dies von einem Gemeinen? – Levi lehrte : Sprich zu Ahron und seinen Söhnen also: sie sollen sich fern halten von den Heiligtümern der Kinder Jisraél &c. Was schließen [die Worte] Kinder Jisraél aus: wollte man sagen: sie schließen Frauen aus, – dürfen denn Opfer von Frauen in Unreinheit dargebracht werden!?",
"Wollte man sagen, sie schließen Nichtjuden aus, – wieso sollten [deren Opfer], wenn nicht einmal das Stirnblatt sie wohlgefällig macht, denn der Meister sagte, es mache das eines Nichtjuden, ob versehentlich oder vorsätzlich, nicht wohlgefällig, in Unreinheit dargebracht werden!?",
"Vielmehr ist dies wie folgt zu verstehen: sie sollen sich fern halten von den Heiligtümern, und die Kinder Jisraél sollen nicht entweihen.",
"In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt: Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere vom Gebrechenbehafteten zu folgern: wenn ein Gebrechenbehafteter, der davonessen darf, es durch die Dienstverrichtung entweiht,"
],
[
"um wieviel mehr entweiht es ein Gemeiner, der davon nicht essen darf, durch die Dienstverrichtung.",
"[Entgegnet man:] wohl der Gebrechenbehaftete, weil hierbei das Opfer dem Opfernden gleicht, so ist vom Unreinen [das Entgegengesetzte] zu beweisen.",
"[Entgegnet man:] wohl der Unreine, weil er verunreinigend ist,",
"so ist vom Gebrechenbehafteten [das Entgegengesetzte] zu beweisen. Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß ihnen die Dienstverrichtungverboten ist, und wenn sie es getan haben, haben sie es entweiht, somit ist auch ein Gemeiner einbegriffen, ihm ist die Dienstverrichtung ebenfalls verboten, und wenn er den Dienst verrichtet hat, hat er es entweiht. –",
"Woher, daß ihm dies verboten ist? – Aus: sie sollen sich fern halten. – Dies steht ja in diesem selber!? – Vielmehr, aus:ein Gemeiner darf nicht zu euch herantreten. –",
"Es ist ja zu entgegnen: das Gemeinsame bei ihnenist, daß sie bei einem Privataltar unzulässig sind!? –",
"Sage nicht, vom Unreinen sei [das Entgegengesetzte] zu beweisen, sondern, vom Trauernden sei [das Entgegengesetzte] zu beweisen. [Entgegnet man:] wohl der Trauernde, weil ihm der Zehntverboten ist, so ist von jenem [das Entgegengesetzte] zu beweisen.",
"Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen; das Gemeinsame bei ihnen ist, daß es ihnen verboten ist &c. –",
"Auch hierbei ist ja zu entgegnen: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß sie bei einem Privataltar unzulässig sind!? R. Sama, der Sohn Rabas, entgegnete: Wer sagt uns, daß ein Trauernder bei einem Privataltar unzulässig ist, vielleicht ist er bei einem Privataltar zulässig!?",
"R. Mešaršeja erwiderte: Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere vom Sitzenden zu folgern: wenn ein Sitzender, der davon essen darf, es durch die Dienstverrichtung entweiht, um wieviel mehr entweiht es ein Gemeiner, der davon nicht essen darf, durch die Dienstverrichtung. –",
"Wohl ein Sitzender, weil er auch als Zeuge unzulässigist!? – Von einem Sitzenden, der Gelehrterist. –",
"Wohl der als Sitzender bezeichnete, weil er auch als Zeuge unzulässigist!? – Von der Bezeichnung ist nichtseinzuwenden. Wenn du aber sagst, es sei wohl einzuwenden, so ist es vom Sitzenden und einem von jenenzu entnehmen. –",
"Woher, daß bei einem Privataltar ein Sitzender zulässigist!? – Die Schrift sagt:daß er vor dem Herrn stehe und ihn bediene; vor dem Herrn, nicht aber vor einem Privataltar.",
"EIN TRAUERNDER. Woher dies? – Es heißt :aus dem Heiligtume soll er nicht hinausgehen, damit er nicht entweihe; wenn aber ein anderernicht hinausgeht, so entweiht er.",
"R. Elea͑zar entnimmt dies hieraus :haben sie es denn dargebracht, ich habe es dargebracht; demnach würde es, wenn sie es dargebracht hätten, mit Recht verbrannt wordensein. –",
"Weshalb entnimmt R. Elea͑zar es nicht aus [den Worten:] aus dem Heiligtume soll er nicht hinausgehen? – Er kann dir erwidern: heißt es denn, wenn ein anderer nicht hinausgeht, entweihe er es!? –",
"Weshalb entnimmt jener es nicht aus [den Worten:] haben sie es denn dargebracht? – Er ist der Ansicht, es war wegen Unreinheit verbranntworden.",
"In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt: Dies sei [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere vom Gebrechenbehafteten zu folgern : wenn ein"
],
[
"Gebrechenbehafteter, der davon essen darf, es durch die Dienstverrichtung entweiht, um wieviel mehr entweiht es ein Trauernder, der davon nicht essen darf, durch die Dienstverrichtung.",
"[Entgegnet man:] wohl der Gebrechenbehaftete, weil hierbei das Opfer dem Opfernden gleicht, so ist vom Gemeinen [das Entgegengesetzte] zu entnehmen.",
"[Entgegnet man:] wohl der Gemeine, für den es kein Mittelgibt,",
"so ist vom Gebrechenbehafteten [das Entgegengesetzte]zu beweisen. Die Replikation wiederholt sich nun: die Eigenheit des einen gleicht nicht der Eigenheit des anderen und die Eigenheit des anderen gleicht nicht der Eigenheit des einen: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß ihnen die Dienstverrichtung verboten ist, und wenn sie es getan haben, haben sie es entweiht, somit ist auch der Trauernde einbegriffen, ihm ist die Dienstverrichtung ebenfalls verboten, und wenn er es getan hat, hat er es entweiht. –",
"Wo ist ihm dies verboten worden: wollte man sagen, [im Schriftverse:] aus dem Heiligtum soll er nicht hinausgehen, so wird ja die Entweihung in diesem selbergenannt!? – Vielmehr [im Schriftverse:] haben sie es denn dargebracht, und er ist der Ansicht, es war wegen der Trauer verbrannt worden.",
"Entgegnet man: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß es bei ihnen in keinem Falle erlaubtist, so ist vom Unreinen [das Entgegengesetzte]zu entnehmen.",
"",
"[Entgegnet man:] wohl der Unreine, weil er verunreinigend ist, so ist von jenen [das Entgegengesetzte] zu beweisen. Die Replikation wiederholt sich nun &c. das Gemeinsame bei ihnen ist &c. –",
"Es ist ja aber zu entgegnen : das Gemeinsame bei ihnen ist, daß es bei ihnen, wenn es ein Privatopfer ist, auch dem Hochpriester verbotenist!? – Immerhin ist das als unrein Bezeichneteerlaubt.",
"R. Mešaršeja erklärte: Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere vom Sitzenden zu folgern: wenn ein Sitzender, der davon essen darf, es durch die Dienstverrichtung entweiht, um wieviel mehr entweiht es ein Trauernder, der davon nicht essen darf, durch die Dienstverrichtung. –",
"Wohl ein Sitzender, weil er auch als Zeuge unzulässig ist!? – Von einem Sitzenden, der Gelehrter ist.",
"Wohl der als Sitzender bezeichnete, weil er auch als Zeuge unzulässig ist!? – Von der Bezeichnung ist nichts einzuwenden. Wenn du aber sagst, es sei wohl einzuwenden, so ist es vom Sitzenden und einem von jenenzu entnehmen.",
"Der Trauernde ist unzulässig. Raba sagte: Dies gilt nur von einem Privatopfer, das Gemeindeopfer aber macht er wohlgefällig. Dies ist [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere von der Unreinheit zu folgern :",
"wenn esin Unreinheit, wo es bei einem Privatopfer auch nicht dem Hochpriesteraus der Allgemeinheit heraus erlaubt ist, bei einem Gemeindeopfer auch einem gemeinen Priester erlaubtist, um wieviel mehr ist es während der Trauer, wo es dem Hochpriester aus der Allgemeinheit heraus sogar bei einem Privatopfer erlaubt ist, einem gemeinen Priester bei einem Gemeindeopfer erlaubt.",
"Raba b. Ahilaj wandte ein: Sollte doch [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden, daß es während der Trauer bei einem Privatopfer dem Hochpriester nicht erlaubt ist: wenn es während der Unreinheit, wo es bei einem Gemeindeopfer sogar einem gemeinen Priester erlaubt ist, bei einem Privatopfer auch dem Hochpriester nicht erlaubt ist, um wieviel weniger ist es während der Trauer, wo es einem gemeinen Priester sogar bei einem Gemeindeopfer nicht erlaubt ist, dem Hochpriester bei einem Privatopfer erlaubt!?",
"Ferner sollte [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere gefolgert werden, daß es dem Hochpriester bei einem Privatopfer in Unreinheit erlaubt ist: wenn es während der Trauer, wo es einem gemeinen Priester sogar bei einem Gemeindeopfer nicht erlaubt ist, dem Hochpriester auch bei einem Privatopfer erlaubt ist, um wieviel mehr ist es in Unreinheit, wo es bei einem Gemeindeopfer auch einem gemeinen Priester erlaubt ist, dem Hochpriester bei einem Privatopfer erlaubt!?",
"Ferner sollte [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden, daß es einem gemeinen Priester bei einem Gemeindeopfer in Unreinheit nicht erlaubt ist: wenn es während der Trauer, wo es dem Hochpriester sogar bei einem Privatopfer erlaubt ist, einem gemeinen Priester auch bei einem Gemeindeopfer nicht erlaubt ist, um wieviel weniger ist es in Unreinheit, wo es bei einem Privatopfer auch dem Hochpriester nicht erlaubt ist, einem gemeinen Priester beim Gemeindeopfererlaubt!?"
],
[
"Man kann also so deduzieren und so deduzieren, daher lasse man jedes bei seiner Bestimmung.",
"DER AM SELBEN TAGE UNTERGETAUCHT IST. Woher dies? – Es wird gelehrt: R. Simaj sagte: Wo ist eine Andeutung dafür zu finden, daß, wenn jemand am selben Tage untergetaucht ist und Dienst getan hat, er ihn entweiht hat? Es heißt:heilig sollen sie sein, sie sollen nicht entweihen,",
"und da dies nicht auf einen Unreinen zu beziehen ist, denn bezüglich dessen ist es zu entnehmen aus [den Worten :] sie sollen sich fern halten, so beziehe man es auf den am selben Tage Untergetauchten. –",
"Vielleicht ist es auf den zu beziehen, der sich eine Glatze schert oder den Rand des Bartes schneidet!? –",
"Daß, wenn der am selben Tage Untergetauchte Dienst getan hat, er dem Tode verfalle, wird von der Hebedurch das bei beiden [gebrauchte Wort] entweihengefolgert, somit entweiht, wer hinsichtlich der Hebe untauglich ist, den Dienst, und wer hinsichtlich der Hebe nicht untauglich ist, entweiht den Dienst nicht.",
"Rabba sagte: Wozu lehrt dies der Allbarmherzige vom Unreinen, vom am selben Tage Untergetauchten und von dem, dem die Sühne noch fehlt?",
"Dies ist nötig. Würde der Allbarmherzige es nur vom Unreinen geschrieben haben, [so könnte man glauben,] weil er verunreinigend ist. Wenn nur vom am selben Tage Untergetauchten, so würde man von diesem hinsichtlich dessen, dem die Sühne noch fehlt, nicht folgern können, denn jener ist für die Hebe untauglich. Und wenn nur von dem, dem die Sühne noch fehlt, so würde man von diesem hinsichtlich des am selben Tage Untergetauchten nicht folgern können, denn jenem fehlt noch eine Handlung. –",
"Wenn auch eines von einem nicht zu folgern ist, sollte man doch eines von zweien folgern!? –",
"Von welchem sollte der Allbarmherzige es nicht geschrieben haben: wenn er es von dem, dem die Sühne noch fehlt, nicht geschrieben hätte, und man hinsichtlich dessen von jenen folgern wollte, [so könnte man erwidern,] dies gelte nur von jenen, die für die Hebe untauglich sind. –",
"Vielmehr, sollte der Allbarmherzige es vom am selben Tage Untergetauchten nicht geschrieben haben, und man würde hinsichtlich dessen von jenen gefolgert haben, denn wenn man erwidern wollte, dies gelte nur von jenen, denen noch eine Handlung fehlt, so ist ja immerhin seineUnreinheit geschwächt worden!? –"
],
[
"Er ist der Ansicht, wem wegen des Flusses die Sühne noch fehlt, gleiche einem Flußbehafteten.",
"Darüber, ob der, dem wegen Flusses die Sühne noch fehlt, einem Flußbehafteten gleiche, [streiten] Tannaím, denn es wird gelehrt: Wenn ein Trauernder oder einer, dem die Sühne noch fehlt, sieverbrannt hat, so ist sie tauglich; Joseph der Babylonier sagt, wenn ein Trauernder, sei sie tauglich, und wenn einer, dem die Sühne noch fehlt, sei sie untauglich. Ihr Streit besteht wahrscheinlich in folgendem: einer ist der Ansicht, wem wegen Flusses die Sühne noch fehlt, gleiche einem Flußbehafteten, und einer ist der Ansicht, er gleiche nicht einem Flußbehafteten. –",
"Nein, alle sind der Ansicht, er gleiche einem Flußbehafteten, und ihr Streit besteht in folgendem. Es heißt :der Reine soll sprengen, demnachwar er bisher unrein; dies lehrt, daß der am selben Tage Untergetauchte bei [der Herrichtung] der [roten] Kuh zulässig ist.",
"Einer ist der Ansicht, dies gelte von den Unreinheitender ganzen Tora, und einer ist der Ansicht, dies gelte nur von der in diesem Abschnitt genanntenUnreinheit.",
"Daher ist dieshinsichtlich des Trauernden und deswegen Unreinheit durch ein Kriechtier am selben Tage Untergetauchten, bei denen es leichterist, [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere vom am selben Tage Untergetauchtenzu folgern, nicht aber hinsichtlich eines solchen, dem wegen des Flusses noch die Sühne fehlt, bei dem es strenger ist, weil seine Unreinheit aus seinem Körper kommt.",
"DER DIE AMTSKLEIDER NICHT ANHAT. Woher dies? R. Abahu erwiderte im Namen R. Joḥanans, und wie manche meinen, im Namen des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n: Die Schrift sagt:umgürte sie mit einem Gürtel, Ahron und seine Söhne, und setze ihnen Mützen auf, damit ihnen das Priesteramt zustehe, eine Satzung für die Ewigkeit. Haben sie ihre Kleider an, so haben sie das Priesteramt, haben sie ihre Kleider nicht an, so haben sie das Priesteramt nicht. –",
"Ist dies denn hieraus zu entnehmen, dies wird ja aus einer anderen Stelle entnommen!? Es wird nämlich gelehrt: Woher, daß wenn ein Trunkener Dienst getan hat, er ihn entweiht hat? Es heißt:Wein und Rauschtrank sollst du nicht trinken &c. und zwischen Heiligem und Profanem zu unterscheiden. Woher dies von dem, der die Amtskleider nicht anhat und der Hände und Füße nicht gewaschen hat?"
],
[
"Es heißt Satzung, und [dieses Wort]dient als Wortanalogie. –",
"Wenn nur aus dieser, so könnte man glauben, dies gelte nur von einem Dienste, dessentwegen ein Gemeiner dem Tode verfällt, nicht aber von einem Dienste, dessentwegen ein Gemeiner nicht dem Tode verfällt, so lehrt er uns. –",
"Wir wissen diesvon dem, der die Amtskleider nicht anhat, woher dies von einem Trunkenen? – Dies ist durch [das Wort] Satzung von dem, der die Amtskleider nicht anhat, zu folgern. –",
"Jener Autor folgert es ja aber aus [den Worten:] und &c. zu unterscheiden!? – Bevor er die Wortanalogie kannte. –",
"Jener Autor folgert es ja aber hinsichtlich dessen, der die Amtskleider nicht anhat, vom Trunkenen!? – Er meint es wie folgt: woher, daß zwischen dem, der die Amtskleider nicht anhat, dem Trunkenen und dem, der Hände und Füße nicht gewaschen hat, nicht zu unterscheiden ist? Es heißt Satzung, und [dieses Wort] dient als Wortanalogie. –",
"Wozu heißt es zu unterscheiden!? – Wegen einer Lehre Rabhs. Rabh bestellte nämlich keinen Dolmetsch an einem Festtagefür den folgenden, wegen Trunkenheit. –",
"Ist dies denn hieraus zu entnehmen, dies wird ja aus folgendem entnommen!?Die Söhne Ahrons, die Priester, sollen tun, der Priester in seiner Amtstracht; wenn der Hochpriester nur die Amtskleider eines gemeinen Priesters anhat und Dienst tut, so ist der Dienst ungültig. –",
"Wenn nur aus diesem, so könnte man glauben, dies gelte nur von einem Dienste, von dem die Sühne abhängt, nicht aber von einem Dienste, von dem die Sühne nicht abhängt. –",
"Ist dies denn hieraus zu entnehmen, dies wird ja aus folgendem entnommen!?Die Priester, die Söhne Ahrons, sollen die Stücke &c, zurechtlegen, die Priester in ihrer Amtstracht; hieraus, daß, wenn ein gemeiner Priester die Amtskleider des Hochpriesters anhat und Dienst tut, der Dienst ungültig sei. –",
"Wenn nur aus jenem, so könnte man glauben, dies gelte nur vom Fehlen, nicht aber, wenn er zuvielanhat, so lehrt er uns.",
"Die Rabbanan lehrten : Wenn sienachschleifen, zu kurz oder zerschlissen sind und er Dienst getan hat, so ist er gültig; wenn er aber zwei Hosen oder zwei Gürtel anhat, ein Kleidungsstück zu wenig oder eines zuvielanhat, unter dem Gewand ein Pflaster am Leibe hat,"
],
[
"oder [die Kleider] schmutzig oder zerrissen sind, und er Dienst getan hat, so ist er ungültig.",
"R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls : Nachschleifend sind tauglich, zu kurz sind untauglich. – Es wird ja aber gelehrt, zu kurz seien sie tauglich!? Rami b. Ḥama erwiderte: Das ist kein Einwand; eines, wenn er sie mit dem Gürtel hochgeschürzt hat, und eines, wenn sie an sich zu kurzsind.",
"Rabh sagt, sie seien ob so oder sountauglich.",
"Einst kam R. Hona nach Argiza; da richtete sein Hauswirt an ihn folgenden Einwand: Kann Šemuél denn gesagt haben, nachschleifende seien tauglich und kurze seien untauglich, es wird ja gelehrt, kurze seien tauglich!? Dieser erwiderte: Abgesehen von der Erklärung des Rami b. Ḥama;",
"gegen Rabh aber ist dies ein Einwand. Wollte man erklären, unter nachschleifend sei zu verstehen, wenn sie mit dem Gürtel hochgeschürzt sind, und der Gürtel schneidesie ab, so bleibt ja immerhin ein Einwand bestehen hinsichtlich des Falles, wenn sie zu kurz sind.",
"R. Zera erwiderte : Rabh lehrte es als einen Fall : wenn sie nachschleifen und man sie mit dem Gürtel kürzt, so sind sie tauglich.",
"R. Jirmeja aus Diphte sagte: Über den Fall, wenn sie nachschleifen und man sie nicht hochschürzt, [streiten] Tannaím, denn es wird gelehrt :An den vier Zipfeln deines Gewandes, vier und nicht drei. Vielleicht ist dem nicht so, sondern: vier und nicht fünf? Wenn es heißt: mit dem du dich umhüllst, so wird ja auch von einem fünfzipfligen gesprochen, somit ist [das Wort] vier zu erklären: vier und nicht drei. Was veranlaßt dich, das fünfzipflige ein zuschließen und das dreizipflige auszuschließen? Ich schließe das fünf zipflige ein, weil in fünf vier enthalten sind, und ich schließe das dreizipflige aus, weil in drei nicht vier enthalten sind.",
"Dem widersprechend lehrt ein Anderes: An den vier Zipfeln deines Gewandes, vier und nicht drei, vier und nicht fünf. Ihr Streit besteht wahrscheinlich in folgendem: einer ist der Ansicht, das Überflüssige gelte als vorhanden, und einer ist der Ansicht, es gelte als nicht vorhanden. –",
"Nein, alle sind der Ansicht, es gelte als vorhanden, nur verhält es sich hierbei anders, denn der Allbarmherzige hat es durch [die Worte] mit dem du dich umhüllst einbegriffen. –",
"Wofür verwendet der andere [die Worte] mit dem du dich umhüllst? – Diese verwendet er für folgende Lehre :Ihr sollt es sehen, ausgenommen ist das Nachtgewand. Vielleicht ist dem nicht so, sondern: ausgenommen ist das Gewand eines Blinden? Wenn es heißt: mit dem du dich umhüllst, so wird ja auch vom Gewand eines Blinden gesprochen, somit schließen [die Worte] ihr sollt es sehen das Nachtgewand aus.",
"Was veranlaßt dich, das Gewand eines Blinden einzuschließen und das Nachtgewand auszuschließen? Ich schließe das Gewand eines Blinden ein, weil es von anderen gesehen wird, und ich schließe das Nachtgewand aus, weil es auch von anderen nicht gesehen wird.",
"",
"Die Rabbanan lehrten: Leinen, siemüssen aus Byssussein ; Leinen, sie müssen neu sein; Leinen, sie müssen gezwirnt sein; Leinen, sie müssen aus sechsfachem Faden sein ; Leinen, er darf mit diesem kein profanes [Gewand] anhaben.",
"Abajje sprach zu R. Joseph: Erklärlich ist die Auslegung, sie müssen aus Byssus sein, er lehrt uns damit, daß nur Byssus tauglich sei, anderes aber nicht; wieso aber: Leinen, sie müssen neu sein, wonach nur neue tauglich sind, zerschlissene aber nicht, dem widersprechend wird ja gelehrt, zerschlissene seien tauglich!?",
"Dieser erwiderte: Auch nach deiner Auffassung [ist ja einzuwenden: wieso]: Leinen, sie müssen aus sechsfachem Faden sein, ‘bad’ [Leinen] heißt ja einzeln!? Vielmehr meint er es wie folgt: die Kleider, bei denen es Leinen heißt, müssen aus Byssus, neu, gezwirnt und aus sechsfachem Faden sein; manches davon ist nur Gebotund manches ist unerläßlich. –",
"Woher ist es erwiesen, daß unter ‘bad’ Flachs zu verstehen sei? R. Jose b. R. Ḥanina erwiderte : Etwas, das in einzelnen [Fasern] aus dem Boden hervorkommt. –",
"Vielleicht Wolle!? – Wollfasern spalten sich. – Auch Flachsfasern spalten sich ja!? – Flachsfasern spalten sich nur durch das Klopfen.",
"Rabina entnimmt dies aus folgendem :Leinene Kopfbunde sollen auf ihrem Haupte sein.",
"R. Aši sprach zu Rabina: Woher wußte man es bevor Jeḥezqel kam? – Wie willst du nach deiner Auffassung das erklären, was R. Ḥisda gesagt hat, daß wir diesnämlich nicht aus der Tora Mošes lernen, sondern aus den Worten des Jeḥezqel, des Sohnes Buzis :kein Fremdling, der unbeschnittenen Herzens und unbeschnittenen Fleisches ist, soll in mein Heiligtum kommen, um mich zu bedienen; woher wußte man dies bevor Jeḥezqel kam!? Vielmehr war es eine überlieferte Lehre, und Jeḥezqel kam und brachte sie zu Schrift, ebenso war auch jenes eine überlieferte Lehre &c. –",
"Was heißt :sie sollen sich nicht mit Schweiß gürten? Abajje erwiderte: Sie sollen sich nicht da umgürten, wo man zu schwitzenpflegt. So wird auch gelehrt: Wenn sie sich umgürten, so umgürten sie sich nicht unter den Lenden, auch nicht über den Ellenbogen,"
],
[
"sondern gegenüber den Ellenbogen.",
"R. Aši sagte: Hona b. Nathan erzählte mir folgendes: Einst stand ich vor dem König Jezdegerd, und mein Gürtel saß mir zu hoch, da zog er ihn mir zurecht, indem er zu mir sprach : Von euch heißt es :ein Königreich von Priestern und ein heiligesVolk. Als ich vor Amemar kam, sprach er zu mir: An dir ging in Erfüllung:Es sollen Könige deine Wärter sein.",
"Dort haben wir gelernt: Wenn ein Priester sich den Fingerverletzt, so umwickle er ihn mit Bast, im Tempel, nicht aber sonst in der Provinz; um Blutabzuziehen, ist es da und dort verboten.",
"R. Jehuda, Sohn des R. Ḥija, sagte: Dies wurde nur vom Bast gelehrt, ein Gürtelchen aber ist eine Vermehrungder Amtskleider. R. Joḥanan aber sagte: Als Vermehrung der Amtskleider gilt ein solches nur an einer Stelle, wo Kleider getragen werden, nicht aber da, wo keine Kleider getragenwerden. –",
"Es sollte ja als Trennunggelten!? – An der linken Hand, oder an einer Stelle, die beim Dienste unberührt bleibt.",
"Er streitet somit gegen Raba, denn Raba sagte im Namen R. Ḥisdas: An einer Stelle, wo man Kleider trägt, gilt sogar eine Faserals Trennung, und wo man keine Kleider trägt, gilt nurdas als Trennung, was drei zu drei, nicht aber, was weniger als drei zu drei [Fingerbreiten] hat.",
"Gegen R. Joḥanan streitet er entschieden, streitet er aber auch gegen R. Jehuda, den Sohn R. Ḥijas? –",
"Anders verhält es sich bei einem Gürtelchen, da es von Bedeutungist.",
"Eine andere Lesart: R. Jehuda, Sohn des R. Ḥija, sagte: Dies gilt nur vom Bast, ein Gürtelchen aber gilt als Trennung. R. Joḥanan aber sagte: Was weniger als drei zu drei [Fingerbreiten] hat, gilt als Trennung nur an einer Stelle, wo Kleider getragen werden, wo aber keine Kleider getragen werden, gilt nur das als Trennung, was drei zu drei [Fingerbreiten] hat. Also übereinstimmend mit Raba im Namen R. Ḥisdas. –",
"Es wäre also anzunehmen, daß er gegen R. Jehuda, den Sohn R. Ḥijas, streitet? – Anders verhält es sich bei einem Gürtelchen, das von Bedeutung ist. –",
"Weshalb wird dies nach R. Joḥanan vom Bast gelehrt, sollte es doch von einem Gürtelchen gelehrt werden!? – Er lehrt uns nebenbei, daß Bast heilsam ist.",
"Raba fragte: Wie ist es, wenn unter das Gewand Luft eindringt: muß es sich an seinen Leib anschmiegen, was hierbei nicht der Fall ist, oder ist dies die gewöhnliche Art des Tragens?",
"Gilt eine Laus als Trennung?",
"Hinsichtlich einer toten ist es nicht fraglich, eine solche gilt entschieden als Trennung, wie verhält es sich aber mit einer lebenden: sagen wir, da sie kommt und geht, so gilt sie nur als Erweiterungund nicht als Trennung, oder gilt sie wohl als Trennung, da man sie nicht haben will?",
"Gilt Erde als Trennung? Wirkliche Erde gilt entschieden als Trennung, fraglich ist es nur vom Staube.",
"Gellen die Achseihöhlenals Trennung: muß es sich an seinen Leib anschmiegen, was hierbei nicht der Fall ist, oder aber ist dies die gewöhnliche Art des Tragens?",
"Wie ist es, wenn er die Hand in den Busen steckt: gilt sein Körperals Trennung oder nicht?",
"Gilt ein Haar als Trennung? Ein [fremdes] Haar gilt entschieden als Trennung, fraglich ist es nur von einem gelockerten Haare.",
"Mar, Sohn des R. Aši, fragte: Wie ist es, wenn das Haar in das Gewandhineinragt : gleicht das Haar dem Körper oder nicht?",
"R. Zera fragte: Gelten die Tephillin als Trennung? Nach demjenigen, welcher sagt, die Nacht sei keine Zeitfür die Tephillin, ist es nicht fraglich, denn wenn sie nachts als Trennunggelten, so gelten sie auch am Tage als Trennung, fraglich ist es nur nach demjenigen, welcher sagt, die Nacht sei wohl eine Zeit für die Tephillin; wie ist es nun: gilt das, was gebotsmäßig am Körper haftet, als Trennung oder nicht?",
"Die Sache ging weiter und kam vor R. Ami. Da sprach er: Wir haben eine ausdrückliche Lehre: die Tephillin gelten als Trennung.",
"Man wandte ein: Die Priester beim Dienste, die Leviten auf der Estradeund die Jisraéliten beim Beistandsind befreit vom Gebeteund von den Tephillin. Wahrscheinlich gelten sie, wenn man sie angelegt hat, nicht als Trennung!? – Nein, wenn man sie angelegt hat, gelten sie als Trennung. –",
"Wieso heißt es demnach ‘befreit’, es sollte ja ‘verboten’ heißen!? – Da es von den Leviten und Jisraéliten nicht ‘verboten’ heißen kann, daher heißt es ‘befreit’. –",
"Es wird ja aber gelehrt, wenn man sie angelegt hat, gelten sie nicht als Trennung!? – Dies ist kein Widerspruch; eines gilt von der Handkapselund eines gilt von der Kopfkapsel. –",
"Die der Hand wohl deshalb, weil es heißt :bekleide er seinen Leib, nichts darf es von seinem Leibe trennen, somit sollte dies auch von der des Kopfes gelten, denn es heißt :setze ihm den Kopfbund auf das Haupt!? –",
"Es wird gelehrt: zwischen Stirnblatt und Kopfbund war das Haar zu sehen,"
],
[
"und da legte er die Tephillin an.",
"DEM DIE SÜHNE NOCH FEHLT. Woher dies? R. Hona erwiderte: Die Schrift sagt:der Priester schaffe ihr Sühne, so wird sie rein werden; wenn sie dann rein wird, so ist sie ja bis dahin unrein.",
"DER HÄNDE UND FÜSSE NICHT GEWASCHEN HAT. Dies ist durch [das Wort] Satzung zu folgern, das auch bei dem, der die Amtskleider nicht anhat, gebraucht wird.",
"Die Rabbanan lehrten: Wenn der Hochpriesterzwischen dem einen Kleidungsstücke und dem anderen Kleidungsstücke, zwischen der einen Dienstverrichtung und der anderen Dienstverrichtung kein Tauchbad genommen, sich nicht gewaschenund Dienst getan hat, so ist sein Dienst gültig; wenn aber der Hochpriester oder ein gemeiner Priester morgensHände und Füße nicht gewaschen und Dienst getan hat, so ist sein Dienst ungültig.",
"R. Asi sprach zu R. Joḥanan : Merke, die fünf Tauchbäder und die zehn Waschungen sind ja [Vorschrift] der Tora, auch heißt es bei ihnenSatzung, somit sollten sie doch unerläßlich sein!? –",
"Die Schrift sagt:er ziehe sie an, nur das Anziehen ist unerläßlich, nicht aber ist etwas anderes unerläßlich.",
"Da erhellte sich seinGesicht. Hierauf sprach er : Ich habe dir ein Vav auf einen Spangeschrieben. Demnach sollte dies auch vom Morgen[opfer] gelten!?",
"Ḥizqija erklärte: Die Schrift sagt:dies soll ihnen als Satzung für die Ewigkeit gelten, für ihn und seine Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht; was bei seinen Nachkommen unerläßlichist, ist auch bei ihm unerläßlich, und was bei seinen Nachkommen nicht unerläßlich ist, ist auch bei ihm nicht, unerläßlich.",
"R. Jonathan entnimmt dies aus folgendem :Es sollen Moše, Ahron und seine Söhne aus ihm waschen; was bei seinen Söhnen unerläßlich ist, ist auch bei ihm unerläßlich, und was bei seinen Söhnen nicht unerläßlich ist, ist auch bei ihm nicht unerläßlich. –",
"Weshalb entnimmt R. Jonathan es nicht aus [dem Schriftverse] Ḥizqijas? – Er kann dir erwidern : dieser ist wegen der künftigen Geschlechter geschriebenworden. –",
"Weshalb entnimmt jener es nicht aus diesem? – Dieser ist wegen einer Lehre des R. Jose b. R. Ḥanina nötig, denn R. Jose b. R. Ḥanina sagte: Aus einem Waschbecken, aus dem nicht vier Priester sich waschen können, darf man sich nicht waschen, denn es heißt: es sollen Moše, Ahron und seine Söhne aus ihm waschen &c.",
"Die Rabbanan lehrten: Wie erfolgt das Waschen? Er legt die rechte Hand auf den rechten Fuß und die linke Hand auf den linken Fußund wäscht sie. R. Jose b. R. Jehuda sagt, er legt die über einander liegenden Hände auf die über einander liegenden Füße und wäscht sie. Sie sprachen zu ihm: Du übertreibst, so zu verfahren ist nicht möglich. –",
"Sie haben ihm ja treffend erwidert!? R. Joseph erwiderte: Ein Gefährte ist ihm behilflich. –",
"Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? Abajje erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich des angelehntenStehens.",
"R. Sama, Sohn des R. Athi, sprach zu Rabina : Er kann sich ja hinsetzen und sie waschen!? – Die Schrift sagt:Dienst zu tun, und die Bedienung erfolgt stehend.",
"Die Rabbanan lehrten: Hat er Hände und Füße am Tage gewaschen, so braucht er sie nicht nachtszu waschen, wenn aber nachts, so muß er sie auch am Tage waschen – so Rabbi. Rabbi ist nämlich der Ansicht, die Nachtwendesei von Wirkung beim Waschender Hände und Füße. R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagt, die Nachtwende sei beim Waschen der Hände und Füße nicht von Wirkung.",
"Ein Anderes lehrt: Wenn er die ganze Nacht am Altar steht und Opfer darbringt, so benötigt er bei Tagesanbruch des Waschens der Hände und Füße – so Rabbi. R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagt, hat er beim Antritt des Dienstes Hände und Füße gewaschen, so brauche er es auch nach zehn Tagen nicht.",
"Und beide [Lehren] sind nötig. Würde nur die erste gelehrt worden sein, [so könnte man glauben,] Rabbi vertrete seine Ansicht nur in dem Falle, wenn er zwischen einem Dienste und dem anderen Dienste unterbrochen hat, in einem Falle aber, wenn er nicht unterbrochenhat, pflichte er R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n bei. Und würde er nur die andere gelehrt haben, [so könnte man glauben,] R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n vertrete seine Ansicht nur in diesemFalle, während er in jenem Rabbi beipflichte. Daher sind beide nötig. –",
"Was ist der Grund Rabbis? – Es heißt:wenn sie herantreten. – Was ist der Grund des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n? –",
"Es heißt :wenn sie eintreten. – Und jener, es heißt ja auch eintreten!? – Hieße es nur herantreten und nicht eintreten, so könnte man glauben, bei jedem einzelnenHerantreten, daher schrieb der Allbarmherzige auch eintreten. –",
"Und der andere, es heißt ja auch herantreten!? – Hieße es nur eintreten und nicht herantreten, so könnte man glauben, selbst bei einem außerdienstlichen Eintritt. –",
"‘Außerdienstlicher Eintritt’, es heißt ja:Dienst zu tun!? – Vielmehr, [das Wort] herantreten ist wegen einer Lehre des R. Aḥa b. Ja͑qob nötig, denn R. Aḥa b. Ja͑qob sagte: Alle stimmen überein, daß das zweite Waschenangezogen zu erfolgen habe, denn es heißt: oder wenn sie herantreten, dem nur das Herantreten fehlt, ausgenommen derjenige, dem das Ankleiden und das Herantreten fehlt.–",
"Wozu heißt es:ein Feueropfer aufzuräuchern? –"
],
[
"Man könnte glauben, dies gelte nur von einem für die Sühne unerläßlichen Dienst, nicht aber von einem für die Sühne nicht unerläßlichen Dienst, so lehrt er uns.",
"Als R. Dimi kam, sagte er im Namen R. Joḥanans, Ilpha habe folgendes gefragt: Wird nach demjenigen, welcher sagt, die Nachtwende sei beim Waschen der Hände und Füße nicht von Wirkung, das Wasser im Wasser-beckenuntauglich : sagen wir, dieses ist ja zum Waschen der Hände und Füße bestimmt, und das Waschen der Hände und Füße selbst wird durch die Nachtwende nicht untauglich, oder aber wird es, da es durch das Dienstgefäß geweiht worden ist, untauglich?",
"Als Rabin kam, sagte er im Namen R. Jirmejas im Namen R. Amis im Namen R. Joḥanans, Ilpha habe es später entschieden: wie sie über das eine streiten, so streiten sie auch über das andere.",
"R. Jiçḥaq b. Bisna sprach vor ihm : Meister, so sagst du, aber R. Ami sagte im Namen R. Joḥanans, daß man aus einem Waschbecken, das nicht abends hinabgelassen worden ist, sich für den Nachtdienst wasche, am folgenden Tage aber wasche man sich daraus nicht.",
"Wir fragten, ob unter ‘am folgenden Tage wasche man sich daraus nicht’ zu verstehen sei, man brauche sich daraus nicht zu waschen, oder aber, es sei durch die Nachtwende untauglich geworden, und er entschied es uns nicht; der Meister aber entscheidet dies! –",
"Komm und höre: Ben-Qaṭṭin machte zwölfHähne an das Waschbecken; ebenso machte er eine Vorrichtungfür das Waschbecken, damit das Wasser nicht durch das Übernachten untauglich werde. Wahrscheinlich [auch] nach R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n. – Nein, [nur] nach Rabbi. –",
"Wenn aber die erste Lehre die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n vertritt, so vertritt ja auch die andere die des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n!?",
"In der ersten wird nämlich gelehrt: Sodann begab ersich zu seinem Farren, der zwischen der Vorhalle und dem Altar stand, den Kopf nach Süden mit dem Gesichte nach Westen gewendet. Der Priester stellte sich östlich mit dem Gesichte nach Westen. Derjenige, welcher sagt, der Raum zwischen der Vorhalle und dem Altar gehöre zur Nordseite, ist ja R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n,",
"denn es wird gelehrt: Was gehörte zur Nordseite? Von der nördlichen Wand des Altars bis zur nördlichen Wand des Vorhofes, gegenüber dem ganzen Altar – so R. Jose b. R. Jehuda. R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n fügt noch den Raum zwischen der Vorhalle und dem Altarhinzu. Rabbi fügt noch hinzu den Raum, wo die Priester sich aufhielten, und den Raum, wo die Jisraéliten sich aufhielten. Alle stimmen jedoch über ein, daß es vom Messerraumeab einwärts unzulässigsei. –",
"Du glaubst wohl, da sei nur die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n vertreten, und Rabbi gehe nur über die Ansicht des R. Jose b. R. Jehuda und nicht auch über die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑nhinaus!? –",
"Wir meinen es wie folgt: nach Rabbi sollte man ihn doch da stehen lassen, wo die Priester sich aufhielten und die Jisraéliten sich aufhielten. –",
"Auch nach R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sollte man ihn doch zwischen der Nordseite des Altars und der nördlichen Wand des Vorhofesstehen lassen!? Du mußt also erklären, wegen der Schwäche des Hochpriesters, ebenso auch [nach Rabbi], wegen der Schwäche des Hochpriesters.",
"R. Joḥanan sagte: Hat er Hände und Füße zur Abhebung der Aschegewaschen, so braucht er sie am folgenden Tage nicht mehr zu waschen, weil er dies bereits beim Antritt des Dienstes getan hat.",
"Nach wessen Ansicht: wenn nach Rabbi, so sagt er ja, daß es durch die Nachtwende ungültig werde, und wenn nach R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, so sagt er ja, daß er sie nicht einmal nach zehn Tagen zu waschen brauche!?",
"Abajje erwiderte : Tatsächlich nach Rabbi, da aber die [Wirkung der] Nachtwende nur rabbanitisch ist, so pflichtet er bei, daß sie von der Zeit des Hahnenrufes bis zum Morgen nicht von Wirkung sei.",
"Raba erwiderte : Tatsächlich nach R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, jedoch nur hinsichtlich des Antrittesdes Dienstes, nicht aber hinsichtlich der Beendigung des Dienstes.",
"Man wandte ein : Sobald seine Brüder, die Priester, ihn herabsteigensahen, liefen sie heran und wuschen schnell Hände und Füße aus dem Wasserbecken."
],
[
"Allerdings kann hier nach Abajje, der jene Lehre Rabbi addiziert, nach dem Rabbi beipflichtet, daß vom Hahnenrufe bis zum Morgen die Nachtwende nicht von Wirkung sei, die Ansicht Rabbis vertreten sein,",
"wessen Ansicht aber ist hier vertreten nach Raba, der jene Lehre R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n addiziert, nach dem Rabbi der Ansicht ist, auch vom Hahnenrufe bis zum Morgen sei die Nachtwende von Wirkung: wenn die des Rabbi, so sagt er ja, die Nachtwendesei von Wirkung, und wenn die des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, so sagt er ja, er brauche sie auch nach zehn Tagen nicht zu waschen!? –",
"Tatsächlich die des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, nur wird hier von neu antretenden Priesterngesprochen.",
"Sie fragten : Ist das Hinausgehenbeim Waschen der Hände und Füße von Wirkung? Wenn du auch sagst, die Nachtwende sei nicht von Wirkung, so gilt dies vielleicht nur von dieser, da er den Dienst nicht unterbricht, während er beim Hinausgehen den Dienst unterbricht und seine Gedanken abwendet, oder aber wendet er sie nicht ab, da es in seiner Hand ist, zurückzukehren? –",
"Komm und höre: Wenn er Hände und Füße gewaschen hat und sie unrein gewordensind, so tauche er sie unter und braucht sie nicht zu waschen; sind sie hinausgekommen, so bleiben sie bei ihrer Heiligkeit. –",
"Sind nur die Hände hinausgekommen, ist es uns nicht fraglich, fraglich ist es uns nur, wenn der ganze Körper hinausgekommen ist. –",
"Komm und höre: Wer Hände und Füße noch nicht gewaschen hat, wasche sie innerhalb aus einem Dienstgefäße. Hat er sie außerhalb aus einem Dienstgefäße oder innerhalb aus einem profanen Gefäße gewaschen, oder ist er im Wasser einer Höhleuntergetaucht, und Dienst getan, so ist der Dienst ungültig. Also nur dann, wenn er sie außerhalb aus einem Dienstgefäße gewaschen hat, wenn aber innerhalb und hinausgegangen ist, so ist der Dienst gültig. –",
"Vielleicht ist unter ‘außerhalb aus einem Dienstgefäße’ zu verstehen, wenn er nur die Hände hinausgestreckt und sie gewaschen hat, wenn aber nach dem Waschen der ganze Körper hinausgekommen ist, ist es fraglich.",
"R. Zebid sprach zu R. Papa: Komm und höre: War er außerhalb der Hofmauer hinausgegangen, so muß er, wenn für längere Zeit, ein Tauchbad nehmen, und wenn für kurze Zeit, Hände und Füßewaschen.",
"Dieser erwiderte: Hier wird von dem Falle gesprochen, wenn er hinausgegangen ist, um seine Notdurft zu verrichten. –",
"Dieser Fall wird ja ausdrücklich gelehrt: wer seine Notdurft verrichtet, muß ein Tauchbad nehmen, und wer Wasser läßt, muß Hände und Füße waschen!? – Zuerst lehrt er es, nachher erklärt er es. –",
"Komm und höre: Bei der [roten] Kuhmuß er sie, wie R. Ḥija b. Joseph sagt, innerhalb aus einem Dienstgefäße waschenund hinausgehen, und wie R. Joḥanan sagt, auch außerhalb, auch aus einem profanen Gefäße, sogar aus einer irdenen Schüssel.",
"R. Papa erwiderte: Anders verhält es sich bei der [roten] Kuh ; da ihre ganze Herrichtung außerhalb erfolgt, so wird [die Waschung] durch das Hinausgehen nicht ungültig. – Wozu ist demnach die Waschung nötig!? – Gleich den inneren Dienstverrichtungen.",
"Sie fragten : Wie verhält es sich mit der Verunreinigung beim Waschen der Hände und Füße? Wenn du auch sagst, [die Waschung] werde durch das Hinausgehen nicht ungültig, so erfolgt dies wohl deshalb, weil die Person tauglich ist, hierbei aber, wo die Person nicht tauglich ist, hat er seinen Sinn davon abgewandt, oder aber hat er, da er spätertauglich ist, den Sinn nicht abgewandt? –",
"Komm und höre : Wenn er Hände und Füße gewaschen hat und sie unrein geworden sind, so tauche er sie unter und er braucht sie nicht zu waschen. –",
"Sind nur die Hände unrein geworden, so ist es uns nicht fraglich, wie ist es aber, wenn sein ganzer Körper unrein geworden ist? – Wenn sein ganzer Körper, so ist ja schon der Umstand entscheidend, daß er Sonnenuntergang abwarten mußund daher seinen Sinn abwendet!? – Wenn er kurz vor Sonnenuntergang unrein geworden ist. –",
"Komm und höre: Bei der [roten] Kuh muß er sie, wie R. Ḥija b. Joseph sagt, innerhalb aus einem Dienstgefäße waschen und hinausgehen, und wie R. Joḥanan sagt, auch außerhalb, auch aus einem profanen Gefäße, sogar aus einer irdenen Schüssel."
],
[
"Bei der [roten] Kuh macht man ihn ja unrein, denn wir haben gelernt, daß man den Priester, der die [rote] Kuh verbrennen sollte, unrein machte und untertauchen ließ, als Kundgebung gegen die Saduzäer, welche sagten, dies dürfe nur durch einen erfolgen, der Sonnenuntergang abgewartethat. Hieraus ist also zu entnehmen, daß die Unreinheit sie nicht untauglich mache. –",
"Anders verhält es sich bei der [roten] Kuh, da ein am selben Tage Untergetauchter [auch ihre Herrichtung] nicht untauglich macht. – Wozu ist demnach die Waschung nötig? – Gleich den übrigen Dienstverrichtungen.",
"Sie fragten: Darf man die Hände im Waschbecken waschen: der Allbarmherzige sagt :aus ihm, nicht aber in ihm, oder auch in ihm?",
"R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte : Komm und höre : Oder wenn er im Wasser einer Höhle untergetaucht ist und Dienst getan hat, so ist der Dienst ungültig. Demnach ist, wenn im Wasser des Waschbeckens ebenso wie im Wasser einer Höhleund er Dienst getan, der Dienst gültig. –",
"Nein. Vom Wasser einer Höhle ist dies besonders zu lehrennötig, damit man nicht folgere: wenn man darin den ganzen Körper untertauchendarf, um wieviel mehr Hände und Füße.",
"R. Ḥija b. Joseph sagt, das Wasser des Waschbeckens werde untauglich, wenn es für das Geeignetmachendebestimmt war, mitdiesem, und wenn für die Opferstücke, mit diesen.",
"R. Ḥisda sagt, auch wenn es für das Geeignetmachende bestimmt war, werde es gleich den Opferstücken erst beim Anbruch der Morgenröte untauglich. R. Joḥanan sagt, sobald man das Waschbecken hinabgelassenhat, ziehe man es nicht mehr hoch.",
"Demnach ist es auch für den Nachtdienst nicht tauglich, und dem widersprechend sagte ja R. Asi im Namen R. Joḥanans im Namen Ilphas, daß, wenn man das Waschbecken abends nicht hinabgelassen hat, man sich aus diesem für den Nachtdienst wasche und nicht mehr am folgenden Morgen!? –",
"Unter nicht hochziehen, von dem er spricht, ist auch zu verstehen, für den Tagdienst, für den Nachtdienst aber ist es tauglich. –",
"Dies ist ja dasselbe, was R. Ḥija b. Joseph lehrt!? –"
],
[
"Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Bestimmung des Hinablassens. –",
"R. Joḥanan sagte ja aber, daß, wenn er die Hände zum Abheben der Asche gewaschen hat, er sie am folgenden Tage nicht mehr zu waschen brauche, da er dies bereits beim Antritt des Dienstes getanhat.",
"Allerdings kann nach Raba, der diese Lehre R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n addiziert, die andere die Ansicht Rabbisvertreten,",
"nach Abajje aber, der diese Lehre Rabbi addiziert, befindet sich ja Rabbi in einem Widersprüche: in jener heißt es, daß es hinabgelassen werde, in dieser aber nicht!? –",
"Er zog es hochund ließ es wieder hinab. –",
"Demnach ist es, wenn er sich am folgenden Tage nicht zu waschen braucht,",
"auch für das Geeignetmachendetauglich, somit ist dies ja dasselbe, was R. Ḥisda lehrt!? –",
"Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich des Gebotes des Hinablassens.",
"Man wandte ein: Sie sahen ihnnicht und hörten ihn nicht, bis sie das Geräusch der Walze vernahmen, die Ben-Qaṭṭin als Vorrichtung für das Waschbeckenmachte. Sodann riefen sie: Es ist Zeit, Hände und Füße aus dem Waschbecken zu waschen. Wahrscheinlich hob er eshoch, demnach war es hinabgelassen !? –",
"Nein, er ließ es dann hinab. – Wieso war, wenn er es hinabließ, ein Geräusch zu vernehmen!? – Er ließ es hinab vermittelst des Rades.",
"Eine andere Lesart: Er ließ es hinab mit einemRade, damit es Geräusch mache, und jene es hören und herbeikommen. – Gabinaj der Ausruferwar ja da!? – Es wurde auf zwei Arten kund gegeben; wer dies hörte, kam herbei, und wer jenes hörte, kam herbei.",
"Der Text R. Jose b. R. Ḥanina sagte: Aus einem Waschbecken, aus dem nicht vier Priester sich waschen können, darf man sich nicht waschen, denn es heißt: es sollen Moše, Ahron und seine Söhne aus ihm waschen &c.",
"Man wandte ein: Alle Gefäße heiligen, einerlei ob sie ein Viertel[log] fassen"
],
[
"oder kein Viertel[log] fassen, nur müssen es Dienstgefäße sein!?",
"R. Ada b. Aḥa erwiderte: Wenn es daran ist. –",
"Der Allbarmherzige sagt ja aber aus ihm!? – [Das Wort] waschen schließt Dienstgefäße ein. –",
"Demnach sollte dies auch von profanen Gefäßen gelten!? Abajje erwiderte: Von profanen Gefäßen kannst du dies nicht sagen; es ist [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere vom Gestell zu folgern : wenn das Gestell, das mit diesemgesalbt worden ist, [das Wasser] nicht heiligt, um wieviel weniger heiligt es ein profanes Gefäß, das nicht mit diesem gesalbt worden ist. –",
"Woher dies vom Gestell? – Es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Man könnte glauben, das Gestell heilige ebenso wie das Becken, so heißt es:du sollst ein kupfernes Becken fertigen mit einem kupfernen Gestelle; ich habe es mit diesem hinsichtlich des Kupfers verglichen, nicht aber in anderer Hinsicht.",
"Mar Zuṭra, Sohn des R. Mari, sprach zu Rabina: Wohl das Gestell, weil es nicht zur Aufnahme bestimmt ist, während ein profanes Gefäß zur Aufnahme bestimmt ist!? – Vielmehr [das Wort] aus ihm schließt profane Gefäße aus. –",
"Demnach sollte dies auch von Dienstgefäßen gelten!? – Diese hat der Allbarmherzige durch [das Wort] waschen einbegriffen. –",
"Was veranlaßt dich dazu? – Die einen benötigen gleich diesem des Salbens, die anderen benötigen nicht gleich diesem des Salbens.",
"Reš Laqiš sagte: Was das Tauchbadergänzt, ergänzt auch das Beckenwasser, das Viertel[log]aber ergänzt es nicht. –",
"Was schließt dies aus: wollte man sagen, dünnen Schlamm, (in welchem Falle,) so sollte es doch, wenn eine Kuh sich bückt und davon trinkt, auch das Viertellog [ergänzen], und wenn eine Kuh sich nicht bückt und davon trinkt, auch das Tauchbad nicht ergänzen;",
"und wenn etwa die roten Insekten, so sind ja auch diese allein tauglich!? Es wird nämlich gelehrt: R. Šimo͑n b. Gamliél sagte: Was aus dem Wasser entstanden ist, ist als Tauchbad tauglich. Ferner sagte R. Jiçḥaq b. Evdämi, man dürfe auch in der Augenmasse eines Fisches untertauchen!?",
"R. Papa erwiderte: Dies schließt den Fall aus, wenn man eine Sea͑hinzufügt und eine Sea͑ entfernt. Es wird nämlich gelehrt: Wenn in einem Tauchbad genau vierzig Sea͑ vorhanden sind und man eine Sea͑ hinzufügt und eine Sea͑ entfernt, so ist es tauglich. Hierzu sagte R. Jehuda b. Šila im Namen R. Asis im Namen R. Joḥanans: bis zur größeren Hälfte.",
"R. Papa sagte: Verbindet man damit ein Viertel[log], so darf man darinNäh- und Häkelnadeln untertauchen, da die Tauglichkeit aus dem Tauchbade kommt.",
"R. Jirmeja sagte im Namen des Reš Laqiš: Angesammeltes Wasser ist für das Wasserbecken tauglich. –",
"Demnach braucht es kein Quellwasser zu sein, und dem widersprechend wird gelehrt :Im Wasser, nicht aber im Wein; im Wasser, nicht aber in verdünntem Wein; im Wasser, dies schließt anderes Wasserein, und um so mehr Beckenwasser. Das ‘um so mehr Beckenwasser’ ist ja wahrscheinlich zu verstehen: das doch Quellwasser ist!? –",
"Nein, das doch heilig ist. – Ist denn die Heiligkeit ein Vorzug, in der Schule Šemuéls wird ja gelehrt: Wasser, das keinen Beinamen hat,"
],
[
"ausgenommen ist das Beckenwasser, das einen Beinamenhat!? Doch wohl: das als Beckenwasser tauglich ist, demnach ist hierfür Quellwasser erforderlich!? –",
"Hierüber [streiten] Tannaím, denn R. Joḥanan sagte: Das Beckenwasser muß, wie R. Jišma͑él sagt, Quellwasser sein; die Weisen sagen, auch anderes Wasser.",
"EIN UNBESCUNITTENER. Woher dies? R. Ḥisda erwiderte : Dies lernen wir nicht aus der Tora Mošes, sondern aus den Worten des Jeḥezqel, des Sohnes Buzis :kein Fremdling, der unbeschnittenen Herzens und unbeschnittenen Fleisches ist, soll in mein Heiligtum kommen, um mich zu bedienen. –",
"Woher, daß sie den Dienst entweihen? – Es heißt :indem ihr Fremdlinge, unbeschnittenen Herzens und unbeschnittenen Fleisches, in mein Heiligtum bringt, daß sie mein Haus entweihen.",
"Die Rabbanan lehrten: Fremdling, man könnte glauben, nur ein wirklicher Fremdling, so heißt es: unbeschnittenen Herzens, und nur deshalb heißt er Fremdling, weil seine Werke ihn seinem Vater im Himmel entfremdethaben. Ich weiß dies nur von einem unbeschnittenen Herzens, woher dies von einem unbeschnittenenFleisches?",
"Es heißt: und unbeschnittenen Fleisches. Und beides ist nötig. Würde der Allbarmherzige es nur von einem unbeschnittenen Fleisches gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil er widrig ist, nicht aber einer unbeschnittenen Herzens, der nicht widrig ist. Und würde er es nur von einem unbeschnittenen Herzens gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil sein Herz nicht dem Himmel zugewandt ist, nicht aber einer unbeschnittenen Fleisches, dessen Herz dem Himmel zugewandt ist. Daher ist beides nötig.",
"EIN UNREINER (IST UNTAUGLICH). Die Ältesten des Südens sagten: Dies gilt nur von einem Kriechtierunreinen, ein Leichenunreiner aber macht, da er ein Gemeindeopfer wohlgefällig macht, auch ein privates wohlgefällig. –",
"Demnach sollte doch hinsichtlich eines Kriechtierunreinen [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere von einem Leichenunreinen gefolgert werden: wenn ein Leichenunreiner, der des Sprengens am dritten und am siebentenbenötigt, [Opfer] wohlgefällig macht, um wieviel mehr macht ein Kriechtierunreiner, der des Sprengens am dritten und am siebenten nicht benötigt, [Opfer] wohlgefällig. –",
"Die Ältesten des Südens sind der Ansicht, die Sühneschaffenden gleichen den Sühneerlangenden: wie die Sühneerlangenden nur Leichenunreinesind, nicht aber Kriechtierunreine, ebenso können auch die Sühneschaffenden nur Leichenunreine sein, nicht aber Kriechtierunreine. –",
"Welcher Ansicht sind sie: sind sie der Ansicht, man dürfe nicht für einen Kriechtierunreinen[das Pesaḥopfer] schlachten und [das Blut] sprengen, wieso darf es für die Gemeinde nicht in Unreinheit erfolgen; was bei einem einzelnen zurückgesetzt wird, wird ja bei einer Gemeinde in Unreinheit hergerichtet !? –",
"Vielmehr, sie sind der Ansicht, man dürfe es für einen Kriechtierunreinen schlachten und [das Blut] sprengen.",
"U͑la sagte: Reš Laqiš schrie die Leute des Südens an: Wessen Kraft ist bedeutender, die des Sühneschaffenden oder die des Sühneerlangenden? Doch wohl die des Sühneerlangenden.",
"Wenn nun bei der Verunreinigung durch ein Kriechtier, wo der unreine Eigentümer das Opfer hinschickenkann, der unreine Priester es nicht wohlgefällig machen kann, um wieviel weniger kann bei der Verunreinigung durch eine Leiche, wo der unreine Eigentümer das Opfer nicht hinschickenkann, der unreine Priester es wohlgefällig machen. –",
"Die Ältesten des Südens sind der Ansicht, auch der Leichenunreine könne das Opfer hinschicken. –",
"Es heißt ja aber :wenn irgend jemand unrein [durch eine Leiche] sein sollte, so soll er das Pesaḥ herrichten &c. im zweiten Monat!? – Nur als Gebot. –",
"Es heißt ja aber:"
],
[
"jeder nach dem Quantum seines Essens!? – Nur als Gebot. –",
"Etwa nicht als Pflicht, es wird ja gelehrt :Nach der Zahl der Seelen, dies lehrt, daß das Pesaḥopfer nur für die Beteiligten geschlachtet werde. Man könnte glauben, wenn man es für Nichtbeteiligte geschlachtet hat, sei nur ein Gebot übertretenworden, so heißt es:sollt ihr zählen, die Schrift hat es wiederholt, als Bedingung; und die Essenden werden mit den Beteiligtenverglichen !? –",
"Die Ältesten des Südens vergleichen sie nicht. – Auch wenn sie sie nicht vergleichen, ist ja folgendes einzuwenden: wenn bei der Verunreinigung durch ein Kriechtier, wo der unreine Eigentümer das Opfer von vornherein hinschicken kann, der unreine Priester es nicht wohlgefällig machen kann, um wieviel weniger kann bei der Verunreinigung durch eine Leiche, wo der unreine Eigentümer das Opfer von vornherein nicht hinschicken kann, der unreine Priester es wohlgefällig machen.",
"Man wandte ein: Sie sagten, beim Nazir und dem Pesaḥopfer mache das Stirnblattwohlgefällig nur bei Unreinheit des Blutes, nicht aber bei Unreinheit der Person.",
"Wobei, wollte man sagen, bei Unreinheit durch ein Kriechtier, so sagst du ja, daß man für einen Kriechtierunreinen [das Opfer] schlachte und [das Blut] sprenge; doch wohl bei Unreinheit durch eine Leiche, und er lehrt, das Stirnblatt mache nicht wohlgefällig. Hieraus also, daß, wenn der Eigentümer durch eine Leiche unrein geworden ist, er das Opfer nicht hinschicken könne!? –",
"Nein, wenn der Eigentümer durch eine Leiche unrein geworden ist, erfolgt dieswohl, hier aber wird von dem Falle gesprochen, wenn der Priester durch ein Kriechtier unrein geworden ist. –",
"Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: Wurde er durch eine unsichtbare Unreinheitunrein, so macht [das Stirnblatt] es wohlgefällig. R. Ḥija lehrte ja, die unsichtbare Unreinheit gelte nur von einer Leiche, und diese Beschränkung schließt wohl die unsichtbare Unreinheit durch ein Kriechtier aus!? –",
"Nein, dies schließt die unsichtbare Unreinheit durch Samenfluß aus. –",
"Demnach sollte doch die Frage des Rami b. Ḥama, ob es auch dann wohlgefällig sei, wenn der darbringende Priester durch eine unsichtbare Unreinheit unrein geworden ist, oder nicht, hieraus zu entscheiden sein, daß es wohlgefällig sei, denn wir beziehen esja auf den Priester!? –",
"Rami b. Ḥama streitet entschieden dagegen. –",
"Komm und höre :Ahron soll die Verfehlung inbetreff der heiligen Dinge auf sich nehmen; welche Verfehlung soll er auf sich nehmen:"
],
[
"wenn die der Verwerflichkeit, so heißt es ja bereits:es wird nicht angerechnet werden, wenn die des Zurückbleibenden, so heißt es ja bereits:es wird nicht wohlgefällig machen;",
"vielmehr nimmt er auf sich die Verfehlung der Unreinheit, die aus der Allgemeinheit heraus beim Gemeindeopfererlaubt ist.",
"Welche Unreinheit: wenn die Unreinheit durch ein Kriechtier, so ist dies ja nicht erlaubt, doch wohl die Unreinheit durch eine Leiche, und zwar in dem Falle, wenn der Eigentümer durch eine Leiche unrein geworden ist. Hieraus also, daß, wenn der Eigentümer durch eine Leiche unrein geworden ist, er das Opfer hinschicken könne.",
"Wer: wenn ein Nazir, so sagt ja der Allbarmherzige :wenn ihm jemand stirbt, doch wohl, der das Pesaḥopfer herzurichten hat. –",
"Tatsächlich, [die Unreinheit] durch ein Kriechtier, denn es kommt nur auf den Namen ‘Unreinheit’an.",
"Manche deduzieren wie folgt: [Er sühnt] nur die Verfehlungen inbetreff der heiligen Dinge, nicht aber der Heiligenden, welche Unreinheit: wenn die Unreinheit durch ein Kriechtier, so ist es ja auch bei einem Gemeindeopfer nicht erlaubt, doch wohl die Unreinheit durch eine Leiche, und dies gilt nur von den Verfehlungen inbetreff der heiligen Dinge, nicht aber der Heiligenden. –",
"Tatsächlich die Unreinheit durch ein Kriechtier, denn es kommt nur auf den Namen ‘Unreinheit’an.",
"EIN SITZENDER. Woher dies? Raba erwiderte im Namen R. Naḥmans : Die Schrift sagt :daß er stehe und Dienst tue, ich habe ihn zum Stehen erwählt nicht aber zum Sitzen.",
"Die Rabbanan lehrten: Daß er stehe und Dienst tue, ein Gebot, und wenn es weiter heißt :die da stehen, so hat die Schrift es als Pflicht wiederholt.",
"Raba sprach zu R. Naḥman: Merke, der Sitzende gleicht ja einem Gemeinen und entweiht den Dienst, somit sollte doch, wie ein Gemeiner der Todesstrafe verfällt, auch der Sitzende der Todesstrafe verfallen, und dem widersprechend wird gelehrt, daß der Unbeschnittene, Trauernde und Sitzende nicht der Todesstrafe verfallen, sondern verwarntsind!? –",
"Von dem, der die Amtskleider nicht anhat, und der Hände und Füße nicht gewaschen hat, lehren zwei Schriftversedasselbe,"
],
[
"und wenn zwei Schriftverse dasselbe lehren, so ist von diesen nichts zu folgern.",
"Und nach demjenigen, welcher sagt, es sei wohl zu folgern, lehrt dies der Schriftvers vom Trunkenen drittmals, und wenn es drei sind, so ist von diesen entschieden nichts zu folgern.",
"EIN AUF EINEM GERÄTE, EINEM TIERE ODER DEN FÜSSEN SEINES NÄCHSTEN STEHENDER IST UNTAUGLICH. Woher dies? – In der Schule R. Jišma͑léls wurde gelehrt: Der Estricherwirkt Heiligung und die Dienstgeräte erwirken Heiligung, wie ihn nichts vom Dienstgefäße trennendarf, ebenso darf ihn nichts vom Estrich trennen.",
"Und siesind nötig. Würde er es nur vom auf einem Geräte [Stehenden] gelehrt haben, so könnte man glauben, weil es nicht aus Fleisch besteht, nicht aber gilt dies von einem Tiere, das aus Fleisch besteht. Und würde er es nur vom auf einem Tiere [Stehenden] gelehrt haben, so könnte man glauben, weil es nicht zur Art des Menschen gehört, nicht aber gilt dies von seinem Nächsten, der zur Art des Menschen gehört. Daher sind alle nötig.",
"Es wird gelehrt : R. Elie͑zer sagte : Wenn er mit einem Fuße auf einem Geräte und mit einem Fuße auf dem Estrich, mit einem Fuße auf einem Steine und mit einem Fuße auf dem Estrich steht, so erwäge man: kann er, falls das Gerät oder der Stein fortgenommen wird, auf einem Fuße stehen bleiben und Dienst tun, so ist sein Dienst gültig, wenn aber nicht, so ist er ungültig.",
"R. Ami fragte : Wie ist es, wenn ein Steinsich losgelöst hat und er auf diesem steht? Wenn er ihn zu befestigen nicht beabsichtigt, ist es nicht fraglich, in diesem Fallegilt er entschieden als Trennung, fraglich ist es nur, wenn er ihn zu befestigen beabsichtigt: gilt er, da er ihn zu befestigen beabsichtigt, als befestigt, oder aber, vorläufig ist er ja losgelöst?",
"Rabba der Kleine trug dies in folgender Fassung vor: R. Ami fragte: Wie ist es, wenn ein Stein sich losgelösthat und er an dieser Stelle steht? –",
"Was ist ihm fraglich? – Hat Davidnur den oberen Estrich geheiligt, oder aber hat er ihn bis zum Abgrunde hinunter geheiligt. – Sollte er es doch hinsichtlich des ganzen Tempelhofesgefragt haben!? –",
"Tatsächlich ist es ihm entschieden, daß er bis zum Abgrunde geweiht worden ist, nur fragte er folgendes: gilt es auf diese Weise als Dienst oder nicht? – Dies bleibt unentschieden.",
"HAT ER ES MIT DER LINKEN [HAND] AUFGENOMMEN, SO IST ES UNTAUGLICH, NACH R. ŠIMO͑N ABER TAUGLICH. Die Rabbanan lehrten:Mit dem Finger, und er soll nehmen, dies lehrt, daß die [Blut]aufnahme mit der rechten [Hand]erfolgen muß;mit dem Finger, und er soll auftragen, dies lehrt, daß das Auftragenmit der rechten [Hand] erfolgen muß.",
"R. Šimo͑n sprach: Bei der [Blut]aufnahme heißt es ja nicht ‘Hand’, es heißt nur: mit dem Finger, und er soll auftragen; nur das Auftragen hat mit der rechten [Hand] zu erfolgen. Da es nun bei der [Blut]aufnahme nicht ‘Hand’ heißt, so ist es gültig, auch wenn man [das Blut] mit der linken aufgenommen hat. –",
"Welcher Ansicht ist R. Šimo͑n : hält er von der Wortanalogie, so ist ja nichts dabei, daß es bei der [Blut]aufnahme nicht ‘Hand’ heißt, und hält er nichts von der Wortanalogie, so wäre es ja belanglos, auch wenn es bei der [Blut]aufnahme ‘Hand’ hieße!?",
"R. Jehuda erwiderte: Tatsächlich hält er nichts von der Wortanalogie, nur meint er es wie folgt: bei der [Blut]aufnahme wird ja nicht die rechte Hand genannt, und da dabei nicht die rechte Hand genannt wird, so ist es gültig, auch wenn man [das Blut] mit der linken aufgenommen hat.",
"Raba sprach zu ihm: Demnach sollte dies auch vom Auftragengelten!? Ferner: hält denn R. Šimo͑n nichts von der Wortanalogie, es wird ja gelehrt : R. Šimo͑n sagt, wo Hand genannt wird, sei es die rechte, und wo Finger, sei es der der Rechten!?",
"Vielmehr, erklärte Raba, hält er wohl von der Wortanalogie, nur meint er es wie folgt: bei der [Blut]aufnahme heißt es ja nicht ‘Hand’, und da es dabei nicht ‘Hand’, sondern ‘Finger’ heißt, und die Aufnahme mit dem Finger nicht möglich ist, so ist es, wenn er [das Blut] mit der linken [Hand] aufgenommen hat, tauglich.",
"R. Sama, Sohn des R. Aši, sprach zu Rabina: Man kann ja an den Rand des Sprengbeckens einen Henkel anbringenund aufnehmen!?",
"Vielmehr, erklärte Abajje,"
],
[
"streiten sie darüber, ob Schriftworte nach oben und nach unten auszulegen seien.",
"Abajje sagte: Die Lehre des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n entspricht weder der Ansicht seines Vaters noch der Ansicht der Rabbanan, denn es wird gelehrt : R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagte : Wenn es irgendwo nur bei der [Blut]aufnahme ‘Finger’ heißt, so ist es, wenn man dabei anders verfahrenist, ungültig, wenn aber beim Auftragen, gültig; und wenn es irgendwo nur beim Auftragen ‘Finger’ heißt, so ist es, wenn man dabei anders verfahren ist, ungültig, wenn aber bei der [Blut]aufnahme, gültig. –",
"Wo heißt es ‘Finger’ beim Auftragen? – Es heißt:er soll vom Blute des Farren und vom Blute des Ziegenbockes nehmen, und auf die Hörner des Altars auftragen mit seinem Finger, und er ist der Ansicht, Schriftworte seien nur auf das vorangehende, nicht aber auf das dem vorangehenden vorangehende und das folgende zu beziehen.",
"Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: Wenn es irgendwo ‘Finger’ und ‘Priester’ heißt, so ist es der der Rechten.",
"Erglaubte, es sei beideserforderlich, wie es heißt :der Priester nehme mit seinem Finger vom Blute des Sündopfers, und zwar ist diesvom Aussätzigen zu entnehmen, denn es heißt:der Priester tauche seinen rechten Finger ein. Beim Abhäufenheißt es ja nur ‘Priester’, dennoch haben wir gelernt, wenn man den Haufen mit der Linken abgehoben hat, sei es ungültig!?",
"Vielmehr, erklärte Raba, entweder ‘Finger’ oder ‘Priester’.",
"Abajje sprach zu ihm: Beim Hinbringen der Opferstücke zur Altarrampe heißt es ja ‘Priester’, denn es heißt:der Priester soll alles hinbringen und auf dem Altar aufräuchern, und der Meister sagte, darunter sei das Hinbringen der Opferstücke zur Altarrampe zu verstehen, dennoch haben wir gelernt: den rechten Fußin der Linken mit der Hautseite nach außen!? –",
"Nur bei Verrichtungen, wovon die Sühne abhängt, wie dies beim Aussätzigender Fall ist, ist entweder ‘Finger’ oder ‘Priester’ ausreichend. –",
"Bei der [Blut]aufnahme heißt es ja ‘Priester’, auch hängt davon die Sühne ab, dennoch haben wir gelernt, wenn man [das Blut] mit der Linken aufgenommen hat, sei es untauglich, nach R. Šimo͑n aber tauglich!? –",
"Nach R. Šimo͑n ist beides erforderlich. –",
"Ist denn nach R. Šimo͑n beides erforderlich, es wird ja gelehrt: R.Šimo͑n sagt, überall, wo es ‘Hand’ heißt, sei es die rechte, und wo es ‘Finger’ heißt, sei es der der Rechten!? –",
"Wenn es ‘Finger’ heißt, ist ‘Priester’ nicht erforderlich, wenn aber ‘Priester’, ist auch ‘Finger’ erforderlich. –",
"Wozu heißt es demnach ‘Priester’? – In der Priesterkleidung. –",
"Beim [Blut]sprengen heißt es ja nur ‘Priester’, dennoch haben wir gelernt, wenn man mit der Linken gesprengt hat, sei es ungültig, und R. Šimo͑n streitet dagegen nicht!?",
"Abajje erwiderte: Er streitet in einer Barajtha, denn es wird gelehrt: Hat man [das Blut] mit der Linken aufgenommen, so ist es ungültig, nach R. Šimo͑n aber gültig ; hat man es mit der Linken gesprengt, so ist es ungültig, nach R. Šimo͑n aber gültig. –",
"Wozu sind demnach die Folgerungen Rabashinsichtlich der Hand beim Abhäufen, des Fußes bei der Haliça und des Ohres beim Anbohrennötig, diesgeht ja schon aus der Lehre des Rabba b. Bar Ḥana hervor!? –",
"Eines wegen des Haufens und eines wegen der Heiligungdes Haufens. –"
],
[
"Wozu aber ist die Folgerung Rabas aus [dem Worte] ‘Hand’ nötig nach R. Šimo͑n, nach dem die Heiligung des Haufens nicht erforderlich ist, und nach demjenigen, welcher sagt, nach R. Šimo͑n sei zwar die Heiligung des Haufens erforderlich, nur sei es auch mit der Linken gültig!?",
"Und wenn etwa wegen des Abhäufens selbst, so geht dies ja schon aus der Lehre des R. Jehuda, des Sohnes R. Ḥijas, hervor!? R. Jehuda, Sohn des R. Ḥija, sagte nämlich: Was ist der Grund R. Šimo͑ns? Es heißt:es ist heilig gleich dem Sündopfer und dem Schuldopfer;",
"richtet man es mit der Hand her, so richte man es mit der Rechten her, wie beim Sündopfer, und richtet man es mit einem Gefäße her, so richte man es auch mit der Linken her, wie beim Schuldopfer. –",
"Dies ist wegen der Abhäufung des Speis-Sündopfers nötig; man könnte glauben, da R. Šimo͑n sagt, das Opfer dürfe nicht üppigsein, sei es tauglich, auch wenn man es mit der Linken abgehäuft hat, so lehrt er uns.",
"IST DAS BLUT AUF DEN ESTRICH AUSGESCHÜTTET UND AUFGENOMMEN WORDEN, SO IST ES UNTAUGLICH.",
"Die Rabbanan lehrten :Hierauf nehme der gesalbte Priester vom Blute des Farren, vom Lebensblut, nicht aber vom Blute der Haut noch vom nachfließendenBlute;",
"vom Blute des Farren, er nehme das Blut vom Farrenauf. Wenn man nämlich wörtlich erklären wollte: vom Blute des Farren, auch einen Teil des Blutes, so sagte ja Rabh, der Schlachtende müsse das ganze Blut des Farren aufnehmen, denn es heißt:und das ganze Blut schütte er aus.",
"Vielmehr erkläre man: vom Blute des Farren, das Blut vom Farren. Er ist also der Ansicht, man entferne, man füge hinzuund man lege aus.",
"Der Text. R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Der Schlachtende muß das ganze Blut des Farren aufnehmen, denn es heißt: und das ganze Blut schütte er aus. – Dies spricht ja vom zurückbleibenden!? –",
"Da dies auf das zurückbleibende nicht zu beziehen ist, denn das ganze Blut ist nicht mehr vorhanden, so beziehe man es auf die [Blut]aufnahme.",
"R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Der Schlachtende muß das Messer in die Höheheben, denn es heißt: hierauf nehme er vom Blute des Farren, nicht aber vom Blute des Farren und eines anderen Gegenstandes. –",
"Womit wische er das Blut vom Messer weg? Abajje erwiderte: Mit dem Randedes Sprengbeckens, wie es heißt :goldene Becken.",
"R. Ḥisda sagte im Namen des R. Jirmeja b. Abba: Der Schlachtende muß"
],
[
"die Blutgefäße in das Gefäßtun. Es wurde auch gelehrt: R. Asi sagte im Namen R. Joḥanans : Die Blutgefäße müssen das Innere des Gefäßes sehen.",
"R. Asi fragte R. Joḥanan: Wie ist es, wenn man es aufnimmt, und bevor noch das Blut das Innere erreicht, der Boden des Beckens beschädigtwird: gilt [die Sache], die im Luftraume nicht liegen bleibt, als niedergelegtoder nicht?",
"Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: Wenn ein Faß unter einem Wasserstrahlsteht, so ist das Wasser in diesem und außerhalb desselbenuntauglich ; hat man aber die Mündung an die Strahlwurzel gesetzt, so ist das Wasser in diesem untauglich und außerhalb desselben tauglich. –",
"Was soll dies : er fragte ihn hinsichtlich einer Sache, die im Luftraume nicht liegen bleibt, und dieser entschied ihm hinsichtlich einer Sache, die liegen bleibt!? –",
"Er fragte beides: wenn du entscheidest, was im Luftraume nicht liegen bleibt, gelte nicht als niedergelegt, so ist es fraglich, wie es denn sei, wenn [die Sache] da liegen bleibt.",
"So lehrte es R. Joseph; R. Kahana lehrte, jener habe ihn hinsichtlich eines Fassesgefragt, und dieser habe ihm aus [einer Lehre von] einem Fasse entschieden.",
"Rabba lehrte, jener habe ihn hinsichtlich eines Fasses gefragt, und dieser habe ihm aus [einer Lehre vom] Sprengbecken entschieden: du pflichtest doch wohl bei, daß es beim Sprengbecken nicht ohne Strahl möglich ist.",
"Dort haben wir gelernt: Wenn man darunter die Hand, den Fuß oder Krautblätter gehaltenhat, damit das Wasser in das Faß fließe, so ist es untauglich; wenn aber Blätter von Röhricht und Nüssen, so ist es tauglich. Die Regel hierbei ist: wenn eine für die Unreinheit empfängliche Sache, so ist es untauglich, und wenn eine für die Unreinheit nicht empfängliche Sache, so ist es tauglich.",
"Woher dies? R. Joḥanan sagte im Namen des R. Jose b. Abba: Die Schrift sagt:nur Quellen, Brunnen, Wasserbehälter sollen rein sein: das Sein muß durch Reinheiterfolgen.",
"R. Ḥija b. Abba sagte im Namen R. Joḥanans: Diesbesagt, daß der Luftraum über dem Gefäße dem Gefäße selbst gleiche.",
"R. Zera sprach zu R. Ḥija b. Abba: Vielleicht in dem Falle, wenn er es hineinleitet!? Dieser erwiderte: Gedankenloser, es heißt ja: damit das Wasser in das Faß fließe.",
"Ferner sagte R. Ḥija b. Abba im Namen R. Joḥanans: Obige Lehre stammt aus einer Bekundung des R. Çadoq, denn es wird gelehrt: R. Çadoq bekundete, daß, wenn man Flußwasser durch Nußblätter laufen läßt, es tauglich sei. Einst ereignete sich ein solcher Fall in Ahalaja, und als die Sache vor die Weisen in die Quaderhallekam, erklärten sie es als tauglich.",
"R. Zera sagte im Namen Rabbis : Wenn man das Ohr des Farrenverletzt und nachher das Blut aufnimmt, so ist er untauglich, denn es heißt:er soll vom Blute des Fairen nehmen, der vorher ein Farrewar. –",
"Wir wissen dies vom Hochheiligen, woher dies vom Minderheiligen?",
"Raba erwiderte :Ein fehlerfreies, männliches, einjähriges Lamm, es muß beim Schlachten fehlerfrei und einjährig sein. Woher dies von der [Blut]aufnahme, dem Hinbringen und dem Sprengen? – Es heißt :soll es sein, es muß während des ganzen Seinsfehlerfrei und einjährig sein.",
"[Abajje] wandte gegen ihn ein: R. Jehošua͑ sagte: Wenn von einem der in der Tora genannten Schlachtopfer ein olivengroßes Stück Fleisch oder ein olivengroßes Stück Talg zurückgebliebenist, so sprenge man das Blut. –",
"Dies ist auf die Einjährigkeitzu beziehen.",
"Ist denn der Fall möglich, daß es beim Schlachten ein Jahr und beim Hinbringen und Sprengen zwei Jahre alt ist!?",
"Raba erwiderte: Dies besagt, daß auch eine einzelne Stunde das Opfer untauglich mache.",
"R. Ami sagte im Namen R. Elea͑zars: Wenn [das Opfer] innerhalb und die Füße außerhalbsich befinden und man diese abgeschnitten und es nachher geschlachtet hat, so ist es tauglich ;"
],
[
"wenn man es aber geschlachtet und sie nachher abgeschnitten hat, so ist es untauglich. –",
"Wieso ist es, wenn man [die Füße] abgeschnitten und es nachher geschlachtet hat, tauglich, man opfert ja ein Gebrechenbehaftetes!? – Lies vielmehr: hat man [das Blut] aufgenommen und nachher [die Füße] abgeschnitten, so ist es untauglich,",
"hat man sie abgeschnitten und nachher [das Blut] aufgenommen, so ist es tauglich. – R. Zera sagte ja aber, wenn man das Ohr eines Erstgeborenenverletzt und nachher das Blut aufnimmt, sei es untauglich, denn es heißt: er soll vom Blute des Farren nehmen, der vorher ein Farrewar!?",
"R. Ḥisda erwiderte im Namen Abimis: Wenn man ein Glied nur bis zum Knochenschneidet.",
"«Hat man [das Blut] aufgenommen und nachher [die Füße] abgeschnitten, so ist es untauglich.» Hieraus ist also zu entnehmen, daß das in den Gliedern enthaltene Blut [Opfer]blutsei!? –",
"Vielleicht nur wegen des Fettes. –",
"Hieraus wäre also zu entnehmen, daß, wenn das Fleisch von minderheiligen Opfern vor dem Blutsprengen hinausgekommenist, sie untauglich sind? –",
"Vielleicht nur bei hochheiligen.",
"Die Rabbanan lehrten : Bei hochheiligen Opfern erfolgt das Schlachten in der Nordseite und die Blutaufnahme mit einem Dienstgefäße in der Nordseite. Hat er in der Südseite gestanden, die Hand nach der Nordseite hingestreckt und geschlachtet, so ist das Schlachten gültig; hat er [auf diese Weise das Blut] aufgenommen, so ist die Aufnahme ungültig. Befand er sich da mit dem Kopfe und dem größeren Teile [des Körpers], so ist es ebenso, als würde er sich da vollständig befunden haben. Ist es durch das Zappeln in die Südseite gekommen und zurückgebracht worden, so ist es tauglich.",
"Bei minderheiligen Opfern erfolgt das Schlachten innerhalbund die Blutaufnahme innerhalb mit einem Dienstgefäße. Hat er außerhalb gestanden, die Hand nach innen hingestreckt und geschlachtet, so ist das Schlachten gültig; hat er [auf diese Weise das Blut] aufgenommen, so ist die Aufnahme ungültig. Befand er sich innerhalb mit dem Kopfe und dem größeren Teile [des Körpers], so ist es ebenso, als wäre er nicht innerhalb. Ist es durch das Zappeln außerhalb hinausgekommen und zurückgebracht worden, so ist es untauglich. Hieraus wäre also zu entnehmen, daß, wenn das Fleisch von minderheiligen Opfern vor dem Blutsprengen hinausgekommenist, sie untauglich sind? –",
"Vielleicht gilt dies nur von Fettschwanz, Lebernetz und den beiden Nieren.",
"Der Vater Šemuéls fragte Šemuél: Wie ist es, wenn es selbst innerhalb und nur die Füße außerhalbsich befinden?",
"Dieser erwiderte: Es heißt: sie sollen es vor den Herrn bringen, nur wenn es sich vollständig innerhalb befindet. –",
"Wie ist es, wenn man es aufgehängt und geschlachtet hat? Dieser erwiderte: Es ist tauglich. Jener entgegnete: Du irrst dich, das Schlachten muß an der Seiteerfolgen, was hierbei nicht der Fall ist. –",
"Wie ist es, wenn man sich angehängtund geschlachtet hat? Dieser erwiderte: Es ist untauglich. Jener entgegnete: Du irrst dich, nur das Schlachten muß an der Seite erfolgen, der Schlachtende aber braucht nicht an der Seite zu stehen. –",
"Wie ist es, wenn man sich angehängt und [das Blut] aufgenommen hat? Dieser erwiderte: Es ist tauglich. Jener entgegnete: Du irrst dich, dies ist nicht die übliche Art der Dienstverrichtung. –",
"Wie ist es, wenn man es aufgehängt und [das Blut] aufgenommen hat? Dieser erwiderte: Es ist untauglich. Jener entgegnete: Du irrst dich, das Schlachten muß an der Seite erfolgen, die [Blut]aufnahme braucht nicht an der Seite zu erfolgen.",
"Abajje sagte: Beim Hochheiligen ist es in allen Fällen untauglich, ausgenommen der Fall, wenn man sich angehängt und geschlachtet hat; beim Minderheiligen ist es in allen Fällen tauglich, ausgenommen der Fall, wenn man sich angehängt und das [Blut] aufgenommen hat",
"Raba sprach: Wenn man Minderheiliges aufgehängt und [das Blut] aufgenommen hat, ist es wohl aus dem Grunde tauglich, weil der Luftraum des Innern dem Innerngleicht, ebenso sollte doch auch beim Hochheiligen der Luftraum über der Nordseite der Nordseite gleichen!?",
"Vielmehr, sagte Abajje, ist es sowohl beim Hochheiligen als auch beim Minderheiligen tauglich, ausgenommen der Fall, wenn man es aufgehängt und geschlachtet hat, beim Hochheiligen, und wenn man sich angehängt und [das Blut] aufgenommen hat, sowohl beim Hochheiligen als auch beim Minderheiligen.",
"R. Jirmeja fragte R. Zera: Wie ist es, wenn erinnerhalb und sein Haarschopf außerhalb sich befindet? Dieser erwiderte: Du hast ja erklärt: sie sollen es vor den Herrn bringen, nur wenn es sich vollständig innerhalb befindet, ebenso ist auch hierbei zu erklären :wenn sie in das Offenbarungszelt kommen, nur wenn sie sich vollständig im Offenbarungszelte befinden.",
" HAT MAN [DAS BLUT] AUF DIE ALTARRAMPE ODER NICHT GEGEN DAS FUNDAMENT AUFGETRAGEN, ODER HAT MAN DAS UNTERHALBZU SPRENGENDE OBERHALB, DAS OBERHALB ZU SPRENGENDE UNTERHALB, DAS INNERHALBZU SPRENGENDE AUSSERHALB ODER DAS AUSSERHALB ZU SPRENGENDE INNERHALB GESPRENGT, SO IST ES UNTAUGLICH UND MAN VERFÄLLT NICHT DER AUSROTTUNG."
],
[
"GEMARA. Šemuél sagte: Das Fleisch ist untauglich, der Eigentümer aber hat Sühne erlangt. – Aus welchem Grunde? – Die Schrift sagt: und ich habe es euch verliehen für den Altar, daß es sühne; sobald das Blut den Altarerreicht, erlangt der Eigentümer Sühne. –",
"Demnach sollte doch dies auch vom Fleischegelten!? – Die Schrift sagt daß es sühne, ich habe es zur Sühne zugelassen, nicht aber zu anderem. –",
"Demnach ist er der Ansicht, wenn auf die unrichtige Stelle, sei es ebenso, wie auf die richtige Stelle. Im folgenden Abschnitt haben wir gelernt: Hat eres auf die Altarrampe oder nicht gegen das Fundament gesprengt, oder hat er das unterhalb zu sprengende oberhalb, das oberhalb zu sprengende unterhalb, das innerhalb zu sprengende außerhalb oder das außerhalb zu sprengende innerhalb gesprengt, so soll, wenn noch Lebensblut vorhandenist, ein Tauglicher es wiederum aufnehmen.",
"Wozu braucht, wenn man sagen wollte, auf die unrichtige Stelle sei es ebenso, wie auf die richtige Stelle, ein Tauglicher es wiederum aufzunehmen!? Wolltest du sagen, damit das Fleisch zum Essen erlaubt sei, so kommt es ja nicht vor, daß das keine Sühne schaffende Sprengendas Fleisch zum Essen erlaubt mache. –",
"Hat ein Tauglicher es auf getragen, so ist dem auch so, hier aber wird von dem Falle gesprochen, wenn ein Untauglicher es aufgetragenhat. –",
"Es sollte doch als verdrängtgelten. Wir haben nämlich gelernt: Haben diese[das Blut] außerhalb der Frist oder außerhalb des Raumes aufgenommen, so soll ein Tauglicher, wenn noch Lebensblut vorhanden ist, es wiederum aufnehmen. Nur wenn aufgenommen, nicht aber, wenn gesprengt; doch wohl weil es dadurch verdrängt worden ist!? –",
"Nein, weil es durch die Absichtuntauglich gewordenist. –",
"Demnach sollte dies auch von der [Blut]aufnahmegelten!? Und wird es denn ferner durch die Absicht untauglich, Raba sagte ja, die Absicht sei wirksam, nur wenn er für den Dienst tauglich ist, die Sache für den Dienst tauglich ist, und die Stelle für den Dienst tauglich ist!? –",
"Folgere nicht: nicht aber wenn gesprengt, sondern: nicht aber wenn geschlachtet. –",
"Er lehrt uns somit, daß es durch die Absichtuntauglich werde, und dies haben wir ja anderweitig gelernt: daher machen sie durch die Absicht untauglich!? –",
"Folgendes lehrt er uns: von der [Blut]aufnahme ab machen sie es nicht mehr durch die Absicht untauglich, wegen der ErklärungRabas.",
"Man wandle ein: Hat er beabsichtigt, das oberhalb zu sprengende unterhalb oder das unterhalb zu sprengende oberhalb zu sprengen, so ist es, wenn es sofort [zu tun], tauglich. Hat er nachherbeabsichtigt,"
],
[
"davon außerhalb des Raumes [zu essen], so ist es untauglich und er verfällt nichtder Ausrottung; wenn aber außerhalb der Frist, so ist es verwerflich und er verfällt der Ausrottung.",
"Wennfür den folgenden Tag, so ist es untauglich. Hat er nachherbeabsichtigt, davon ob außerhalb der Frist oder außerhalb des Raumes [zu essen], so ist es untauglich und er verfällt nichtder Ausrottung.",
"Wieso ist es, wenn man nun sagen wollte, auf die unrichtige Stelle sei ebenso, wie auf die richtige Stelle, untauglich, es ist javerwerflich!?",
"Mar Zuṭra erwiderte: Das das Fleisch zum Essen erlaubtmachende Sprengenbringt es zur Verwerflichmachung, das das Fleisch nicht zum Essen erlaubtmachende Sprengen bringt es nicht zur Verwerflichmachung.",
"R. Aši sprach zu Mar Zuṭra: Woher hast du dies? – Es heißt :sollte aber am dritten Tage gegessen werden vom Fleische der Schlachtung seines Heilsopfers &c., so ist es verwerflich; nur wenn die Verwerflichkeit esverursacht hat, ausgenommen ist dieser Fall, wo nicht die Verwerflichkeit es verursacht hat, sondern ein anderes Verbot. –",
"Demnachsollte es auch nicht untauglich sein!?",
"R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Es ist ja die Absicht des Stehenlassenszu berücksichtigen.",
"Reš Laqiš erklärte: Tatsächlich ist esvollständiguntauglich, auch ist es auf die unrichtige Stelle, ebenso wie auf die richtige Stelle, dennoch ist dies kein Widerspruch; einesgilt von dem Falle, wenn er es schweigend aufgetragen hat, und einesvon dem Falle, wenn er es sprechendaufgetragen hat, nach R. Jehuda. –",
"Wir haben gelernt: Dasunterhalb zu sprengende oberhalb zu sprengen, das oberhalb zu sprengende unterhalb zu sprengen &c. bis: es ist ja die Absicht des Stehenlassens zu berücksichtigen. Nach R. Jehuda.",
"R. Joḥanan erklärte : Beides von dem Falle, wenn er es schweigend auf getragen hat, auch ist es auf die unrichtige Stelle, nicht wie auf die richtige Stelle, nur gilt eines von dem Falle, wenn noch Lebensblut vorhanden ist, und eines von dem Falle, wenn Lebensblut nicht mehr vorhandenist. –",
"Wir haben gelernt: so ist es untauglich und man verfällt nicht der Ausrottung. Einleuchtend ist es nach Reš Laqiš, daß er lehrt, es sei untauglich und man verfalle nicht der Ausrottung,",
"wozu aber heißt es nach R. Joḥanan, man verfalle nicht der Ausrottung!? – Ein Einwand. –",
"Wozu heißt es nach Šemuél, man verfalle nicht der Ausrottung? – Er meint es wie folgt: wenn man aufgetragen und beabsichtigthat, so ist es untauglich, und man verfällt nicht der Ausrottung. –",
"Sollte es doch nach R. Joḥanan, wenn es auf die unrichtige Stelle nicht ebenso ist, wie auf die richtige Stelle, als aus dem Gefäße auf den Estrich ausgeschüttet betrachtet werden, und man sollte es aufsammeln!? –",
"Er ist der Ansicht desjenigen, welcher sagt, man dürfe es nicht aufsammeln. R. Jiçḥaq b. Joseph sagte nämlich im Namen R. Joḥanans: Alle stimmen überein, daß, wenn man das oberhalb zu sprengende oberhalb oder das unterhalb zu sprengende unterhalb nicht nach Vorschriftgesprengt hat, man es nicht aufsammeln dürfe, sie streiten nur über den Fall, wenn man das oberhalb zu sprengende unterhalb oder das unterhalb zu sprengende oberhalb gesprengt hat; R. Jose ist der Ansicht, man dürfe es nicht aufsammeln, und R. Šimo͑n ist der Ansicht, man sammle es auf."
],
[
"Unsere Mišna vertritt die Ansicht desjenigen, welcher sagt, man dürfe es nicht aufsammeln.",
"R. Ḥisda aber sagte im Namen Abimis : Alle stimmen überein, daß, wenn man das unterhalb zu sprengende oberhalb gesprengt hat, man es nicht aufsammeln dürfe, und um so weniger, wenn man das oberhalb zu sprengende unterhalb gesprengt hat, denn das oberhalb gesprengte Blut fließt jaauch nach unten, sie streiten nur über den Fall, wenn man das innerhalb zu sprengende außerhalb oder das außerhalb zu sprengende innerhalb gesprengt hat; R. Jose ist der Ansicht, man sammle es auf, und R. Šimo͑n ist der Ansicht, man dürfe es nicht aufsammeln.",
"R. Naḥman b. Jiçḥtaq sagte: Auch wir haben esgelernt: R. Jehuda sagte:Dies, das ist, das Brandopfer, das sind allesAusschließungen; ausgenommen sind die Fälle, wenn es nachts geschlachtet worden ist, wenn das Blut ausgeschüttet worden ist, und wenn das Blut außerhalb der Vorhängehinausgekommen ist; ist es [auf den Altar] gekommen, so muß es herunter.",
"R. Šimo͑n erklärte: Brandopfer, ich weiß dies nur von einem tauglichen Brandopfer, woher dies von den Fällen, wenn es nachts geschlachtet worden ist, das Blut ausgeschüttet worden ist, das Blut außerhalb der Vorhänge hinausgekommen ist, esübernachtet hat, hinausgebracht, unrein, außerhalb der Frist oder des Raumesgeschlachtet worden ist, Untaugliche das Blut aufgenommen oder gesprengt haben, das oberhalb zu sprengende unterhalb oder das unterhalb zu sprengende oberhalb gesprengt worden ist, oder das innerhalb zu sprengende außerhalb oder das außerhalb zu sprengende innerhalb gesprengt worden ist, und vom Pesaḥopfer und dem Sündopfer, die man auf einen anderen Namen geschlachtet hat?",
"Es heißt :das Gesetz des Brandopfers, dies schließt alle Opferin das eine Gesetz ein; sind sie [auf den Altar] gekommen, so werden sie nicht heruntergenommen.",
"Man könnte glauben, auch das aktiv oder passiv zur Bestialität verwandte, das für den Götzendienst abgesonderte, das angebetete, das als Hurengabe oder Hundelohn entrichtete [Vieh], der Mischling, das Totverletzte, und die Seitengeburtseien einbegriffen, so heißt es: dies.",
"Was veranlaßt dich jene einzuschließen und diese auszuschließen? Ich schließe jene ein, die in ihrer Heiligkeit untauglich geworden sind, und ich schließe diese aus, die nicht in ihrer Heiligkeit untauglich geworden sind.",
"Hier wird also von dem Falle gelehrt, wenn das unterhalb zu sprengende oberhalb oder das oberhalb zu sprengende unterhalb gesprengt worden ist, und R. Jehuda streitet dagegen nicht; doch wohl aus dem Grunde, weil der Altar es bereits aufgenommen hat. Hieraus ist somit zu entnehmen, daß man es nicht aufnehmen darf.",
"R. Elea͑zar sagte: Der innere Altar heiligtdas Untaugliche.",
"Was lehrt er uns da, wir haben ja bereits gelernt: wenn das innerhalb zu sprengende &c.!? –",
"Wenn nur hieraus, so könnte man glauben, dies gelte nur vom Blute, weil solchesfür ihn geeignet ist, nicht aber vom Haufen, der für ihn nicht geeignetist, so lehrt er uns.",
"Man wandte ein: Ist profanes Räucherwerk auf den Altargekommen, so muß es herunter, denn nur der äußere Altar heiligt das Untaugliche, das sonst für ihn geeignet ist. Also nur der äußere, der innere aber nicht!? –",
"Erkläre es wie folgt: ist profanes Räucherwerk auf den äußeren Altar gekommen, so muß es herunter, denn der äußere Altar heiligt nur das Untaugliche, das sonst für ihn geeignetist, der innere aber sowohl das, was für ihn geeignet ist, als auch das, was für ihn nicht geeignet ist. – Aus welchem Grunde? – Der eine gleicht dem Estrich, der andere gleicht einem Dienstgefäße.",
" HAT MAN EIN OPFER GESCHLACHTET IN DER ABSICHT, DAS BLUT ODER EINEN TEIL DAVON AUSSERHALB ZU SPRENGEN, DIE OPFERTEILE ODER EINEN TEIL DERSELBEN AUSSERHALB AUFZURÄUCHERN, DAS FLEISCH ODER [DAS QUANTUM] EINER OLIVE DAVON AUSSERHALB ZU ESSEN, ODER EINE OLIVE VON DER HAUT DES FETTSCHWANZES AUSSERHALB ZU ESSEN, SO IST ES UNTAUGLICH, UND MAN VERFÄLLT NICHTDER AUSROTTUNG;",
"WENN ABER, DAS BLUT ODER EINEN TEIL DAVON AM FOLGENDEN TAGE ZU SPRENGEN, DIE OPFERTEILE ODER EINEN TEIL DERSELBEN AM FOLGENDEN TAGE AUFZURÄUCHERN, DAS FLEISCH ODER EINE OLIVE DAVON AM FOLGENDEN TAGE ZU ESSEN, ODER EINE OLIVE VON DER HAUT DES FETTSCHWANZES AM FOLGENDEN TAGE ZU ESSEN, SO IST ES VERWERFLICH, UND MAN VERFÄLLTDER AUSROTTUNG.",
"GEMARA. Sie glaubten, die Haut des Fettschwanzes"
],
[
"gleiche dem Fettschwänze, demnach beabsichtigt man ja das zu verzehren, was der Altar zu verzehrenhat !?",
"Šemuél erwiderte: Hier ist die Ansicht R. Elie͑zers vertreten, welcher sagt, die Beabsichtigung hinsichtlich des vom Altar zu Verzehrenden beim durch einen Menschen zu Verzehrenden und des von einem Menschen zu Verzehrenden beim durch den Altar zu Verzehrenden sei von Wirkung.",
"Wir haben nämlich gelernt: Hat man ein Opfer geschlachtet in der Absicht, das zu essen, was nicht zu essen ist, oder das aufzuräuchern, was nicht aufzuräuchernist, so ist es tauglich, nach R. Elièzer aber untauglich. –",
"Wie ist, wenn du dies R. Elie͑zer addizierst, der Schlußsatz zu erklären: die Regel hierbei ist: wenn man schlachtet, [das Blut] aufnimmt, hinbringt oder sprengt in der Absicht zu essen, was zu essen ist, oder aufzuräuchern, was aufzuräuchernist.",
"Nur was zu essen ist, nicht aber, was nicht zu essen ist, also nach den Rabbanan; der Anfangsatz nach R. Elie͑zer und der Schlußsatz nach den Rabbanan!? Jener erwiderte: Allerdings.",
"R. Hona aber sagt, die Haut des Fettschwanzes gleiche nicht dem Fettschwanze. Raba sagte: Folgendes ist der Grund R. Honas :das Fett, den Fettschwanz, nicht aber die Haut des Fettschwanzes.",
"R. Ḥisda erklärte : Tatsächlich gleicht die Haut des Fettschwanzes dem Fettschwanze, nur wird hier vom Fettschwanze einer Ziegegesprochen.",
"Die anderen erklären nicht wie Šemuél, denn sie wollen nicht den Anfangsatz R. Elie͑zer und den Schlußsatz den Rabbanan addizieren; wie R. Hona erklären sie nicht, denn sie sind der Ansicht, die Haut des Fettschwanzes gleiche dem Fettschwanze;",
"weshalb aber erklären sie nicht wie R. Ḥisda!? – Nach ihm wird hier gelehrt, daß die Haut des Fettschwanzes dem Fettschwanzegleiche, und dies haben wir ja bereits gelernt: bei folgendem gleicht die Haut dem Fleische: die Haut unter dem Fettschwanze. –",
"Und R. Ḥisda!? – Dies ist nötig; man könnte glauben, diesgelte nur hinsichtlich der Unreinheit, denn da sie weich ist, gehört sie dazu, nicht aber hierbei, wo es heißt :zum Salben, zur Würde, wie Königeessen, und Könige essen diese nicht, so lehrt er uns.",
"Man wandte ein: Hat man ein Brandopfer geschlachtet in der Absicht, eine Olive von der Haut unter dem Fettschwanze außerhalb des Raumes aufzuräuchern, so ist es untauglich, und man verfällt nicht der Ausrottung; wenn aber außerhalb der Frist, so ist es verwerflich und man verfällt der Ausrottung;",
"Elea͑zar b. Jehuda aus Iblimsagte im Namen R. Ja͑qobs, und ebenso sagte R. Šimo͑n b. Jehuda aus Kephar I͑kus im Namen R. Šimo͑ns, dies gelte sowohl von der Haut an den Klauen bei einem Kleinvieh, als auch der Kopfhaut bei einem jungen Kalbe, sowie der Haut unter dem Fettschwanze, und von jeder anderen, von der die Weisen hinsichtlich der Unreinheit gesagt haben, die Haut gleiche dem Fleische, dies schließt die Haut an der Scham ein; außerhalb des Raumesist es untauglich, und man verfällt nicht der Ausrottung, außerhalb der Fristist es verwerflich und man verfällt der Ausrottung.",
"Dies gilt also nur vom Brandopfer, nicht aber von den übrigen Schlachtopfern. Erklärlich ist es nach R. Hona, daß dies nur vom Brandopfer gelehrt wird, weshalb aber lehrt er es nach R. Ḥisda nur vom Brandopfer, sollte er es doch von den Schlachtopfern allgemein lehren!? –",
"R. Ḥisda kann dir erwidern: wenn du willst, sage ich, dies gelte vom Fettschwanze einer Ziege, und wenn du willst, sage ich, man lese Schlachtopfer.",
"SO IST ES UNTAUGLICH UND MAN VERFÄLLT NIGHT DER AUSROTTUNG &C. Woher dies? Šemuél erwiderte: Es sind zwei Schriftverse vorhanden. –",
"Was heißt dies? Raba erwiderte :Am dritten, außerhalb der Frist;",
"verwerflich, außerhalb des Raumes; die Person, die davon ißt, dies bezieht sich auf eines und nicht auf beides, nämlich auf [das Essen] außerhalb der Frist, und schließt [das Essen] außerhalb des Raumes aus. –",
"Vielleicht aber: die Person, die davon ißt, dies bezieht sich auf [das Essen] außerhalb des Raumes, und auszuschließen ist [das Essen] außerhalb der Frist !? – Es ist einleuchtend, daß [das Essen] außerhalb der Frist bedeutender ist, denn [die Schrift] beginnt damit. – Im Gegenteil, [das Essen] außerhalb des Raumes ist bedeutender, denn dies ist demnäher!?",
"Vielmehr, sagte Abajje, als R. Jiçḥaq b. Evdämi kam, erklärte er es durch folgende Lehre: Es heißt [im Abschnitt] ‘Heilig sollt ihr sein’ dritter, und dies ist überflüssig, denn es heißt bereits :wenn aber gegessen werden sollte vom Fleische der Schlachtung des Heilsopfers am dritten Tage,"
],
[
"und da es auf [das Essen] außerhalb der Fristnicht zu beziehen ist, so beziehe man es auf [das Essen] außerhalb des Raumes, und da der Allbarmherzige beim Übriggebliebeneneinschränkt:wer davon ißt, trägt seine Schuld, so schließt dies [das Essen] außerhalb des Raumes aus. –",
"Vielleicht aber: wer davon ißt, trägt seine Schuld, außerhalb des Raumes, und dies schließt das Übriggebliebene von der Ausrottung aus!? –",
"Es ist einleuchtend, daß die Ausrottung auf das Übriggebliebene zu beziehen ist, damit man aus [dem Worte] Schuldfolgere, daß dies auch vom [Essen] außerhalb der Fristgelte, das diesem hinsichtlich der Frist und des Privataltarsgleicht. –",
"Im Gegenteil, die Ausrottung sollte auf [das Essen] außerhalb des Raumes bezogen werden, damit man aus [dem Worte] Schuld folgere, daß dies auch vom [Essen] außerhalb der Frist gelte, das diesem in Absicht, Teil, Blutund Drittemgleicht!?",
"Vielmehr, erwiderte R. Joḥanan, Zabhdi b. Levi erklärte, dies sei aus [dem Worte] heilig zu entnehmen. Hier heißt es:das Geheiligte des Herrn hat er entweiht, er soll ausgerottet werden, und dortheißt es: du sollst das Übriggebliebene im Feuer verbrennen, [denn heilig] &c.; wie dort vom Übriggebliebenen gesprochen wird, ebenso wird auch hier vom Übriggebliebenen gesprochen,",
"und da der Allbarmherzige beim Übriggebliebenen einschränkt: wer davon ißt, trägt seine Schuld, so schließt dies [das Essen] außerhalb des Raumes von der Ausrottung aus. –",
"Woraus ersiehst du, daß der längere Schriftvers[vom Essen] außerhalb der Frist und [das Wort] dritten im Abschnitt ‘Heilig sollt ihr sein’ [vom Essen] außerhalb des Raumes spricht, vielleicht entgegengesetzt!? –",
"Es ist einleuchtend, daß der längere [vom Essen] außerhalb der Frist spricht, damit man durch [das Wort] Schuld folgerevom Übriggebliebenen, das diesem hinsichtlich der Frist und des Privataltars gleicht. –",
"Im Gegenteil, der längere ist ja auf [das Essen] außerhalb des Raumes und [das Wort] dritter im Abschnitt ‘Heilig sollt ihr sein’ auf [das Essen] außerhalb der Frist zu beziehen, denn es gleicht diesem, steht in seiner Nähe und schließt es aus!?",
"Raba erklärte: Alles ist aus dem längeren Schriftverse zu folgern. Es heißt:essengegessen, die Schrift spricht von zwei Verzehrungen, von der Verzehrung durch Menschen und der Verzehrung durch den Altar.",
"Vom Fleische der Schlachtung seines Heilsopfers; wie beim Heilsopfer manchesverwerflich machen und manchesverwerflich werden kann, ebenso auch alles andere, wobei manches verwerflich machen und manches verwerflich werdenkann.",
"Dritten, das [Essen] außerhalb der Frist.",
"Soll nicht wohlgefällig machen, der Wohlgefälligmachung des Tauglichen gleicht die Wohlgefälligmachung des Untauglichen; wie die Wohlgefälligmachung des Tauglichen erst dann erfolgt, wenn das, was es erlaubt macht, dargebracht wordenist, ebenso gilt diesvom Untauglichen erst dann, wenn das, was es erlaubt macht, dargebracht worden ist.",
"Der darbringt, es wird bei der Darbringung untauglich, nicht aber am dritten. Es, die Schrift spricht vom Opfer und nicht vom Priester.",
"Es soll nicht angerechnet werden,"
],
[
"es dürfen hierbei keine anderen [unzulässigen] Beabsichtigungenhinzukommen.",
"Verwerflich, das ist [das Essen] außerhalb des Raumes.",
"Soll es sein, dies lehrt, daß sie miteinander vereinigtwerden.",
"Die Person, die davon ißt, diesbezieht sich auf eines und nicht auf beides, und zwar auf [das Essen] außerhalb der Frist, denn es ist durch [das Wort] Schuld vom Übriggebliebenen zu folgern, dem es hinsichtlich der Frist und des Privataltars gleicht.",
"R. Papa sprach zu Raba: Wofür ist nach dir[das Wort] dritten im Abschnitte ‘Heilig sollt ihr sein’ zu verwenden? – Dieses deutet auf die Dreifachheit des Raumes: durch das Blut, das Fleisch und die Opferteile. –",
"Dies geht ja schon aus dem ersten Schriftverse hervor: wenn gegessen werden sollte, wo der Allbarmherzige das Wort dritten gebraucht!?",
"R. Aši sagte: Ich trug folgendes R. Mathna vor : wenn nur dieser, so könnte man auslegen : dritten, speziell, verwerflich, generell, und dies wäre eine Hinzufügung des Generellen zum Speziellen, wonach auch andere Orte einzuschließen wären, so lehrt er uns.",
"Die Rabbanan lehrten: Wenn gegessen werden sollte vom Fleische der Schlachtung seines Heilsopfers; hierzu sagte R. Elie͑zer: Neige dein Ohr, es zu hören: die Schrift spricht von dem Falle, wenn manbeabsichtigt, vom Opfer am dritten Tage zu essen. Vielleicht ist dem nicht so, sondern von dem Falle, wenn man am dritten Tage vom Opfer ißt? Ich will dir sagen: sollte [das Opfer] denn, wenn es bereits tauglichwar, nachher untauglich werden!?",
"R. A͑qiba sprach zu ihm: Wir finden dies ja auch bei männlichen und weiblichen Flußbehaftetenund bei der Flußverdächtigen ; diese befinden sich im Zustande der Reinheit, sobald sie aber [Fluß] bemerken, ist dies hinfällig; ebenso hast du dich nicht darüber zu wundern, wenn es, nachdem es tauglich war, zurück untauglich wird.",
"Jener erwiderte: Es heißt: der darbringt, es wird nur bei der Darbringung untauglich, nicht aber am dritten [Tage], Wenn man aber sagen wollte, unter darbringt sei der darbringende Priesterzu verstehen, so heißt es es, die Schrift spricht demnach vom Opfer und nicht vom Priester.",
"Ben A͑zaj erklärte: Es, worauf deutet dies? Da es heißt:du sollst nicht versäumen es einzulösen, so könnte man glauben, auch das versäumt [eingelöste] Gelübde mache nicht wohlgefällig, so heißt es es, nur dieses macht nicht wohlgefällig, wohl aber macht das versäumt dargebrachte Gelübde wohlgefällig.",
"Andere erklären: Es soll nicht angerechnet werden, es wird durch das Rechnenuntauglich, nicht aber wird es durch den dritten [Tag] untauglich. –",
"Woher entnimmt Ben A͑zaj, daß die Schrift vom Opfer und nicht vom Priester spricht? – Wenn du willst, sage ich, er entnehme dies aus [der Auslegung] der Anderen; wenn du aber willst, sage ich, aus den Worten: nicht wohlgefällig, denn das Opfer ist es, was wohlgefällig macht. –",
"Wieso entnimmt Ben A͑zaj die Lehre, daß nur dieses nicht wohlgefällig mache, nicht aber das versäumt dargebrachte Gelübde, hieraus, dies geht ja aus einer Lehre der Anderen hervor !? Es wird nämlich gelehrt : Andere sagen : Man könnte glauben, das Erstgeborene gleiche, wenn das Jahrverstrichen ist,"
],
[
"untauglich gewordenenOpfern und sei untauglich,",
"so heißt es :du sollst vor dem Herrn, deinem Gott, essen &c. den Zehnten deines Getreides &c. [und das Erstgeborene &c.]. Er vergleicht das Erstgeborene mit dem Zehnten : wie der Zehnt nicht von einem Jahre zum anderen untauglich wird, ebenso wird auch das Erstgeborene nicht von einem Jahre zum anderen untauglich!? –",
"Diesist nötig; man könnte glauben, dies gelte nur vom Erstgeborenen, das nicht wohlgefällig zu machen hat, Opfer aber, die wohlgefällig zu machen haben, machen nichtwohlgefällig, so lehrt er uns. –",
"Aber dies ist ja auch aus folgendem zu entnehmen :es haftet eine Sünde an dir, nicht aber haftet eine Sünde an deinem Opfer!? –",
"Dies deutet darauf: es haftet eine Sünde an dir, nicht aber haftet eine Sünde an deiner Frau. R. Elea͑zar, nach anderen R. Joḥanan, sagte nämlich: Einem Menschen stirbt seine Frau nur deshalb, weil man von ihm Geld zu verlangen, und er keines hat, denn es heißt :warum soll man dir das Lager unter dir wegnehmen, wenn du nicht bezahlen kannst. Man könnte somit glauben, sie sterbe auch wegen der Sünde des Versäumens, so lehrt er uns.",
"«Andere erklären, es wird nur durch das Rechnen untauglich, nicht aber wird es durch den dritten [Tag] untauglich.» Wofür verwendet R. Eliezer [die Worte] es soll nicht angerechnet werden? –",
"Diese verwendet er für eine Lehre R. Jannajs, denn R. Jannaj sagte : Woher, daß die Beabsichtigungeneinander aufheben? Es heißt: es soll nicht angerechnet werden, es dürfen keine anderen Beabsichtigungen hinzukommen.",
"R. Mari aber lehrte : R. Jannaj sagte : Woher, daß, wenn jemand bei den Opfern Unzulässiges beabsichtigt, er zu geißeln ist? Es heißt: es soll nicht angerechnetwerden.",
"R. Aši sprach zu R. Mari: Dies ist ja ein Verbot, wobei keine Tätigkeit ausgeübt wird, und wegen eines Verbotes, wobei keine Tätigkeit ausgeübt wird, ist ja nicht zu geißeln!? Dieser erwiderte : Nach R. Jehuda, welcher sagt, wegen eines Verbotes, durch welches keine Tätigkeit ausgeübt wird, sei zu geißeln.",
" DIE REGEL HIERBEI IST: WENN MAN SCHLACHTET, [DAS BLUT] AUFNIMMT, HINBRINGT ODER SPRENGT IN DER ABSICHT, AUSSERHALB DES RAUMES EINE OLIVE VON DEM, WAS ZU ESSENIST, ZU ESSEN, ODER VON DEM, WAS AUFZURÄUCHERNIST, AUFZURÄUCHERN, SO IST ES UNTAUGLICH, UND MAN VERFÄLLT NICHT DER AUSROTTUNG ; WENN ABER AUSSERHALB DER FRIST, SO IST ES VERWERFLICH, UND MAN VERFÄLLT DER AUSROTTUNG, NUR MUSS DIE DARBRINGUNG DES ERLAUBTMACHENDEN NACH VORSCHRIFT ERFOLGTSEIN iv.",
"AUF WELCHE WEISE ERFOLGT DIE DARBRINGUNG DES ERLAUBTMACHENDEN NACH VORSCHRIFT? HAT MAN STILLSCHWEIGEND GESCHLACHTET UND AUSSERHALB DER FRIST[DAS BLUT] AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT UND GESPRENGT, ODER AUSSERHALB DER FRIST GESCHLACHTETUND STILLSCHWEIGEND [DAS BLUT] AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT UND GESPRENGT, ODER AUSSERHALB DER FRIST GESCHLACHTET, [DAS BLUT] AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT UND GESPRENGT, SO IST DIE DARBRINGUNG DES ERLAUBTMACHENDEN NACH VORSCHRIFTERFOLGT.",
"AUF WELCHE WEISE ERFOLGT DIE DARBRINGUNG DES ERLAUBTMACHENDEN NICHT NACH VORSCHRIFT? HAT MAN AUSSERHALB DES RAUMES GESCHLACHTET UND AUSSERHALB DER FRIST [DAS BLUT] AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT UND GESPRENGT, ODER AUSSERHALB DER FRIST GESCHLACHTET UND AUSSERHALB DES RAUMES [DAS BLUT] AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT UND GESPRENGT, ODER AUSSERHALB DES RAUMES (UND DER FRIST) GESCHLACHTET, [DAS BLUT] AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT UND GESPRENGT, ODER \n",
"DAS PESAḤOPFER ODER DAS SÜNDOPFER AUF EINEN ANDEREN NAMEN GESCHLACHTET UND [DAS BLUT] AUSSERHALB DER FRIST AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT UND GESPRENGT, ODER SIE AUSSERHALB DER FRIST GESCHLACHTET UND [DAS BLUT] AUF EINEN ANDEREN NAMEN AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT UND GESPRENGT, ODER SIE AUF EINEN ANDEREN NAMEN GESCHLACHTET, DAS BLUT AUFGENOMMEN, HINGEBRACHT UND GESPRENGT, SO IST DIE DARBRINGUNG DES ERLAUBTMACHENDEN NICHT NACH VORSCHRIFT ERFOLGT.",
"[BEABSICHTIGT MAN] EINE OLIVEAUSSERHALB UND EINE OLIVE AM FOLGENDEN TAGE, ODER EINE OLIVE AM FOLGENDEN TAGE UND EINE OLIVE AUSSERHALB, ODER EINE HALBE OLIVE AUSSERHALB UND EINE HALBE OLIVE AM FOLGENDEN TAGE, ODER EINE HALBE OLIVE AM FOLGENDEN TAGE UND EINE HALBE OLIVE AUSSERHALB ZU ESSEN, SO IST ES UNTAUGLICH, UND MAN VERFÄLLT NICHT DER AUSROTTUNG.",
"R. JEHUDA SAGTE : DIE REGEL HIERBEI IST : WENN DIE ABSICHT HINSICHTLICH DER FRIST DER ABSICHT HINSICHTLICH DES RAUMES VORANGING, SO IST ES VERWERFLICH, UND MAN VERFÄLLT DER AUSROTTUNG, UND WENN DIE ABSICHT HINSICHTLICH DES RAUMES DER ABSICHT HINSICHTLICH DER FRIST VORANGING, SO IST ES UNTAUGLICH, UND MAN VERFÄLLT NICHT DER AUSROTTUNG. DIE WEISEN SAGEN, IN BEIDEN FÄLLEN SEI ES UNTAUGLICH, UND MAN VERFALLE NICHT DER AUSROTTUNG. [BEABSICHTIGT MAN] EINE HALBE OLIVE ZU ESSENUND EINE HALBE OLIVE AUFZURÄUCHERN, SO IST ES TAUGLICH, DENN DAS ESSEN UND DAS AUFRÄUCHERN WERDEN NICHT VEREINIGT.",
"GEMARA. Ilpha sagte: Sie streitennur bei zwei Verrichtungen, bei einer Verrichtung aber stimmen alle überein, daß dies eine Vermischung der Beabsichtigungensei. R. Joḥanan aber sagt, sie streiten auch bei einer Verrichtung. –",
"Einleuchtend ist die Erklärung Ilphas, denn wenn die erste Lehre von zwei Verrichtungen spricht, spricht auch die andere von zwei Verrichtungen, nach R. Joḥanan aber spricht die erste Lehre von zwei Verrichtungen und die andere von einer Verrichtung!? –"
],
[
"Allerdings, die erste Lehre spricht von zwei Verrichtungen und die andere sowohl von einer Verrichtung als auch von zwei Verrichtungen. –",
"Wir haben gelernt: R. Jehuda sagte: Die Regel hierbei ist: wenn die Absicht hinsichtlich der Frist der Absicht hinsichtlich des Raumes voranging, so ist es verwerflich, und man verfällt der Ausrottung. Erklärlich ist diese Regel nach R. Joḥanan, welche Bedeutung aber hat diese Regel nach Ilpha !? – Dies ist ein Einwand.",
"Dort haben wir gelernt: [Sagte jemand:] dieses sei Eingetauschtes auf das Brandopfer, Eingetauschtes auf das Heilsopfer, so ist es Eingetauschtes auf das Brandopfer – so R. Meír;",
"R. Jose sprach: Hat er esvon vornherein beabsichtigt, so sind, da man nicht zwei Namen gleichzeitig aussprechenkann, seine Worte gültig, wenn er aber, nachdem er ‘Eingetauschtes auf das Brandopfer’ gesagt hat, sich überlegt und ‘Eingetauschtes auf das Heilsopfer’ sagt, so ist es Eingetauschtes eines Brandopfers.",
"Sie fragten: Wie ist es, wenn er gesagt hat: dieses sei auf das Brandopfer und das Heilsopfereingetauscht? Wie ist es, wenn er ‘zur Hälfte’ gesagthat?",
"Abajje erwiderte: Diesbezüglich pflichtet R. Meír entschieden bei. Raba erwiderte: Auch hierüber streiten sie.",
"Raba sprach zu Abajje: Wieso sagst du, R. Meír pflichte diesbezüglich entschieden bei, beim Schlachtengleicht es ja dem Falle von der Teilung, dennoch streitensie!?",
"Dieser erwiderte: Du glaubst wohl, das Schlachten erlange Gültigkeit erst mit der Beendigung, das Schlachten hat Gültigkeit von Beginn bis zur Beendigung, und unsere Mišna spricht von dem Falle, wenn er gesagt hat: das erste Halsgefäßaußerhalb der Frist und das zweite Halsgefäß außerhalb des Raumes. –",
"Beim Abhäufengleicht es ja der Teilung, dennoch streitensie!? –",
"Da handelt es sich ebenfalls um den Fall, wenn er gesagt hat: den Haufen von der Speise außerhalb der Frist, den Haufen Weihrauch außerhalb des Raumes. –",
"Beim Haufen des Speise-Sündopfers kommt ja kein Weihrauch hinzu, dennoch streiten sie!? –",
"Sie streiten nicht. R. Asi sagte: Wenn du sagen willst, daß sie wohl streiten, so streiten sie über die Schritte.",
"R. Simi b. Aši lehrte wie Abajje und R. Hona b. Nathan lehrte wie Raba.",
"Als R. Dimi kam, sagte er: R. Meír lehrte dies nach der Ansicht R. Jehudas, welcher sagt, man richte sich nach der ersten Fassung.",
"Es wird nämlich gelehrt: R. Jehuda sagte: Die Regel hierbei ist: wenn die Absicht hinsichtlich der Frist der Absicht hinsichtlich des Raumes voranging, so ist es verwerflich, und man verfällt der Ausrottung."
],
[
"Abajje sprach zu ihm: Rabba b. Bar Ḥana sagte ja aber im Namen R. Joḥanans, wenn man R. Meír und R. Jose näher bringt, streiten sie nicht!? –",
"Streiten sie etwa nicht, sie streiten ja!? Dieser erwiderte: Sie streiten über das, worüber sie den Streit führen, und sie streiten nicht über das, worüber sie keinenStreit führen.",
"R. Jiçḥaq b. Joseph sagte nämlich im Namen R. Joḥanans: Alle stimmen überein, daß, wenn er gesagt hat: es sei auf das eine, und nachher: es sei auf das andere eingetauscht, es nicht eingetauscht sei, und wenn: der eine Tausch sei nur dann gültig, wenn der andere gültig ist, es eingetauschtsei,",
"sie streiten nur über den Fall, wenn er gesagt hat: eingetauscht auf das Brandopfer, eingetauscht auf das Heilsopfer. R. Meír ist der Ansicht, da er sagen sollte : eingetauscht auf das Brandopfer und das Heilsopfer, aber gesagt hat: eingetauscht auf das Brandopfer, eingetauscht auf das Heilsopfer, so ist zu ersehen, daß er zurücktreten wollte;",
"R. Jose aber ist der Ansicht, hätte er gesagt: eingetauscht auf das Brandopfer und das Heilsopfer, so wäre dies zu verstehen, die Hälfte auf das Brandopfer und die Hälfte auf das Heilsopfer, daher sagte er: eingetauscht auf das Brandopfer, eingetauscht auf das Heilsopfer, das heißt: das ganze auf das Brandopfer, das ganze auf das Heilsopfer.",
"Jener entgegnete: Er sagt, sie streiten darübernicht, ich aber sage, sie streiten wohl.",
"U͑la, nach anderen R. Oša͑ja, sprach: Wissen vielleicht die Genossen in Babylonien, ob es in unserer Mišna ‘Olive, Olive’ oder ‘Olive und Olive’heißt?",
"Heißt es ‘Olive, Olive’, wenn aber ‘Olive und Olive’, sind alle der Ansicht, daß dies eine Vereinigung der Bestimmungen sei, oder aber heißt es ‘Olive und Olive’, sogar dies gilt nach R. Jehuda als geteilt, und um so mehr, wenn ‘Olive, Olive’. –",
"Komm und höre: Levi fragte Rabbi, wie es dennsei, wenn man beabsichtigt hat, am folgenden Tage eine Olive außerhalb zu essen, und dieser erwiderte ihm: das ist eine bedeutende Frage; dies ist eine Vermischung der Bestimmungen.",
"Hierauf sprach R.Šimo͑n b. Rabbi vor ihm: Dies ist ja unsere Mišna: [beabsichtigt man] eine Olive außerhalb und eine Olive am folgenden Tage, oder eine Olive am folgenden Tage und eine Olive außerhalb, oder eine halbe Olive außerhalb und eine halbe Olive am folgenden Tage, oder eine halbe Olive am folgenden Tage und eine halbe Olive außerhalb zu essen, so ist es untauglich und man verfällt nicht der Ausrottung. Anders aberist es eine Vermischung der Beabsichtigungen!?",
"Jener erwiderte: Er richtete an mich eine wissenschaftliche Frage, und du erwiderst, dies sei unsere Mišna; dich lehrte ich beides, daher ist dir dies nicht fraglich,",
"ihn aber lehrte ich nur eines, und da er die Jünger beides lernen hörte, so war es ihm fraglich, ob das, was ich ihn lehrte, genau zu nehmen sei, während es im von ihnen gelernten Falle eine Vermischung der Beabsichtigungen sei, oder das von ihnen gelernte genau zu nehmen sei, während ich das eine nur fortgelassen habe, und wenn ich ihm dies fortgelassen habe, so kann ich ihnen jenes fortgelassen haben.",
"Welche Lesart lehrte er ihn nun, wollte man sagen, ‘Olive und Olive’, so ist ja jeneskeine Fortlassung; wahrscheinlich lehrte er ihn ‘Olive, Olive’. –",
"Sollte er ihn doch über ‘Olive und Olive’ gefragt haben!? –",
"Er dachte: ich werde ihn über eines fragen, und [aus seiner Antwort] beides entnehmen. Frage ich nur über ‘Olive und Olive’, so gilt dies allerdings, wenn er mir entscheidet, es gehöre zusammen, um so mehr [von der Wendung], ‘eine Olive am folgenden Tage außerhalb des Raumes’ ; wenn er mir aber entscheidet, dies sei zu trennen, so bleibt es fraglich, wie es denn sei, wenn man ‘eine Olive am folgenden Tage außerhalb des Raumes’ [gesagt hat]. –",
"Aber auch jetztgilt dies ja allerdings, wenn er entscheidet, [die Wendung] ‘eine Olive am folgenden Tage außerhalb des Raumes’ gelte als getrennt, um so mehr von ‘Olive und Olive’, wenn er aber entscheidet, es gehöre zusammen, so bleibt es ja noch hinsichtlich ‘Olive und Olive’ fraglich!? –",
"Dannkönnte erärgerlich werden:"
],
[
"wenn ‘Olive und Olive’ zusammengehören, um wieviel mehr [bei der Wendung] ‘eine Olive am folgenden Tage außerhalb des Raumes’.",
"",
"Es wurde gelehrt: [Über den Fall, wenn man gesagt hat:] eine halbe Olive außerhalb der Frist, eine halbe Olive außerhalb des Raumes und eine halbe Olive außerhalb der Frist, sagte Raba, die Verwerflichkeit wache auf, wie sie eingeschlafenwar. R. Hamnuna aber sagt, dies sei eine Vermischungder Beabsichtigungen.",
"Raba sagte: Woher entnehme ich dies? Wir haben gelernt: Hat man eine erstgradig unreineSpeise in Eigröße und eine zweitgradig unreine Speise in Eigröße miteinander vermengt, so sind sieerstgradig; teilt man sie, so ist die eine wie die anderezweitgradig. Demnach sind sie, wenn man sie wiederum vermengt, erstgradig. –",
"Woher dies? – Im Schlußsatze lehrt er: fällt die eine besonders und die andere besondersauf ein Brot von Hebe, so haben sie es untauglichgemacht; fallen sie beide zusammen, so haben sie es zweitgradig unreingemacht. –",
"Und R. Hamnuna!? – Dawar das erforderliche Quantum vorhanden, hierbei aber war das erforderliche Quantum nicht vorhanden.",
"R. Hamnuna sagte : Woher entnehme ich dies? Wir haben gelernt: Ist eine Speise[zur Hälfte] an einer Urunreinheitund [zur Hälfte] an einem Erstverunreinigtenunrein geworden, so werden sie vereinigt und verunreinigen gemäß der leichteren von beiden; doch wohl, auch wenn man sie nachher ergänzthat. –",
"Vielleicht nur dann, wenn man sie nicht ergänzt hat.",
"Als R. Dimi kam, sagte er: [Über den Fall, wenn man gesagt hat:] eine halbe Olive außerhalb des Raumes, eine halbe Olive außerhalb der Frist und eine halbe außerhalb der Frist, lehrte Rar Qapara, daß es verwerflich sei, weil die halbe Olive, wo eine ganzevorhanden ist, nicht von Wirkung ist.",
"Als Rabin kam, sagte er: [Über den Fall, wenn man gesagt hat:] eine halbe Olive außerhalb der Frist, eine halbe Olive außerhalb der Frist und eine halbe Olive außerhalb des Raumes, lehrte Rar Qapara, daß es verwerflich sei, weil eine halbe Olive, wo eine ganze vorhanden ist, nicht von Wirkung ist.",
"R. Aši lehrte es wie folgt: [Über den Fall, wenn man gesagt hat:] eine halbe Olive außerhalb der Frist, und eine Olive zur Hälfte außerhalb des Raumes und zur Hälfte außerhalb der Frist, lehrte Rar Qapara, daß es verwerflich sei, weil eine halbe Olive, wo eine ganze vorhanden ist, nicht von Wirkung ist.",
"R. Jannaj sagte: Wenn man beabsichtigt hat: daß Hunde es am folgenden Tage fressen, so ist es verwerflich, denn es heißt :Izebel aber sollen die Hunde fressenauf dem Flur von Jizre͑él.",
"R. Ami wandte ein: Demnach ist es verwerflich, wenn man beabsichtigt hat: daß das Feuer es am folgenden Tage verzehre, denn es heißt :es verzehrtihn ein Feuer, das nicht angefacht ward!? Wolltest du sagen, dem sei auch so, so haben wir ja gelernt: eine halbe Olive zu essen und eine halbe Olive aufzuräuchern, so ist es tauglich, denn das Essen und das Aufräuchern werden nicht vereinigt. –",
"Hat man den Ausdruck ‘verzehren’ gebraucht, so ist dem auch so, hier aber handelt es sich um den Fall, wenn man den Ausdruck ‘aufräuchern’ gebraucht hat. ‘Verzehren’ ist ein Ausdruck für sich und ‘aufräuchern’ ist ein Ausdruck für sich.",
"R. Aši fragte: Wie ist es, wenn man beabsichtigt hat: daß zwei Personen eine Olive essen sollen: richte man sich nach der Absicht, sodaß das erforderliche Quantum vorhanden ist, oder richte man sich nach den Essenden, sodaß das erforderliche Quantum nicht vorhandenist?",
"Abajje erwiderte: Komm und höre: Eine halbe Olive zu essen und eine halbe Olive aufzuräuchern, so ist es tauglich, denn das Essen und das Aufräuchern werden nicht vereinigt."
],
[
"Demnach werden das Essen und das Essen gleich dem Essen und dem Auf räuchern, wenn es nämlich zwei Personen sind, wohl vereinigt: schließe hieraus.",
"Raba fragte : Wie ist es, wenn man beabsichtigt hat, eine Olive zu essen in einer Zeit länger als man ein Perasessenkann : ist esmit der göttlichen Verzehrungzu vergleichen, oder ist es mit der menschlichen Verzehrung zu vergleichen?",
"Abajje erwiderte: Komm und höre: Eine halbe Olive zu essen und eine halbe Olive aufzuräuchern, so ist es tauglich, denn das Essen und das Aufräuchern werden nicht vereinigt. Nur wenn zu essen und aufzuräuchern, wenn aber zu essen und zu essen, so werden sie wohl vereinigt; die Aufräucherung dauert ja länger als man ein Peras essen kann. –",
"Vielleicht bei einer großen Flamme.",
"EINE HALBE OLIVE ZU ESSEN UND EINE HALBE OLIVE AUFZURÄUCHERN, SO IST ES TAUGLICH. Also nur wenn zu essen und aufzuräuchern, wenn aber zu essen und das, was nicht zu essenist, zu essen, so werden sie vereinigt,",
"und [dem widersprechend] heißt es im Anfangsatz: von dem, was zu essenist, zu essen; nur was zu essen ist, nicht aber, was nicht zu essen ist!?",
"R. Jirmeja erwiderte: Hier ist die Ansicht R. Elie͑zers vertreten, welcher sagt, die Beabsichtigung hinsichtlich des von einem Menschen zu Verzehrenden beim durch den Altar zu Verzehrenden und des vom Altar zu Verzehrenden beim durch einen Menschen zu Verzehrenden sei von Wirkung. Wir haben nämlich gelernt: Wenn man ein Opfer schlachtet in der Absicht, das zu essen, was nicht zu essen ist, oder das aufzuräuchern, was nicht aufzuräuchern ist, so ist es tauglich, nach R. Elie͑zer aber untauglich.",
"Abajje erwiderte: Du kannst auch sagen, die der Rabbanan, man deduziere aber nicht: wenn aber zu essen und das, was nicht zu essen ist, zu essen, sondern wie folgt: wenn aber zu essen und zu essen, was zu essen ist. –",
"Was lehrt er uns demnach, wenn etwa hinsichtlich dessen, was zu essen ist, so geht diesja schon aus dem Anfangsatze hervor : wenn eine halbe Olive außerhalb, und eine halbe Olive am folgenden Tage, so ist es untauglich; demnach ist es, wenn [beide] halbe Oliven am folgenden Tage, verwerflich.",
"Wenn etwa hinsichtlich des Essens und des Aufräucherns, so ist dies ja aus dem Anfangsatze zu deduzieren: nur wenn das, was zu essen ist, zu essen, nicht aber wenn das, was nicht zu essen ist;",
"wenn das Essen von dem, was zu essen ist, und von dem, was nicht zu essen ist, nicht vereinigt werden, um wieviel weniger das Essen und das Aufräuchern!? –",
"Vom Essen und Aufräuchern ist dies zu lehren nötig; man könnte glauben, dies gelte nur von jenemFalle, wo man Unrichtiges beabsichtigt, hierbeiaber, wo an sich das eine Verfahren richtig ist und das andere an sich richtig ist, werden sie wohl vereinigt, so lehrt er uns.",
"",
" HAT EINER VON DEN UNTAUGLICHEN GESCHLACHTET, SO IST DAS SCHLACHTEN GÜLTIG, DENN DAS SCHLACHTEN DARF DURCH GEMEINE, WEIBER, SKLAVEN UND UNREINE ERFOLGEN, SELBST BEI HOCHHEILIGEM, NUR DÜRFEN UNREINE DAS FLEISCH NICHT BERÜHREN; \n"
],
[
"DAHER MACHEN DIESE ES DURCH DIE ABSICHT UNGÜLTIG. HABEN SIE DAS BLUT AUSSERHALB DER FRIST ODER AUSSERHALB DES RAUMES AUFGENOMMEN, SO SOLL, WENN LEBENSBLUT NOCH VORHANDEN IST, EIN TAUGLICHER ES WIEDERUM AUFNEHMEN ii.",
"HAT EIN TAUGLICHER ES AUFGENOMMEN UND EINEM UNTAUGLICHEN GEGEBEN, SO GEBE ER ES DEM TAUGLICHEN ZURÜCK. HAT ER ES MIT DER RECHTEN AUFGENOMMEN UND IN DIE LLNKE GENOMMEN, SO NEHME ER ES ZURÜCK IN DIE RECHTE; HAT ER ES IN EINEM HEILIGEN GEFÄSSE AUFGENOMMEN UND IN EIN PROFANES GETAN, SO TUE ER ES ZURÜCK IN DAS HEILIGE. IST [DAS BLUT] AUS DEM GEFÄSSE AUF DEN ESTRICH AUSGESCHÜTTET UND AUFGENOMMEN WORDEN, SO IST ES TAUGLICH.",
"HAT ER ES AUF DIE ALTARRAMPE ODER NICHT GEGEN DAS FUNDAMENT AUFGETRAGEN, ODER DAS UNTERHALB AUFZUTRAGENDE OBERHALB ODER DAS OBERHALB AUFZUTRAGENDE UNTERHALB, ODER DAS INNERHALB AUFZUTRAGENDE AUSSERHALB ODER DAS AUSSERHALB AUFZUTRAGENDE INNERHALB AUFGETRAGEN, SO SOLL, WENN NOCH LEBENSBLUT VORHANDEN IST, EIN TAUGLICHER ES WIEDERUM AUFNEHMEN.",
"GEMARA. Also nur wenn es bereits geschehen ist, nicht aber von vornherein ;",
"ich will auf einen Widerspruch hinweisen : Er schlachte, das Schlachten ist durch jeden zulässig, denn das Schlachten darf durch Gemeine, Weiber, Sklaven und Unreine erfolgen, selbst bei Hochheiligem. Vielleicht ist dem nicht so, sondern nur durch Priester?",
"Ich will dir sagen; diesweißt du ja aus dem Schriftverse :du und deine Söhne sollt eures Priesteramtes warten in allen Angelegenheiten des Altars.",
"Wenn man aber glauben wollte, dies gelte auch vom Schlachten, so heißt es: er schlachte das junge Rind vor dem Herrn, und [die Priester] sollen darbringen &c.; erst von der [Blut]aufnahmeab hat es durch die Priesterschaft zu erfolgen. Dies lehrt, daß das Schlachten durch jeden Menschen zulässig ist. –",
"Dies gilt auch von vornherein, da er aber auch Unreine mitnennen will, die es von vornherein nicht dürfen, weil sie das Fleisch berühren könnten, so lehrt er: hat geschlachtet. –",
"Ist es denn gültig, wenn es durch einen Unreinen bereits erfolgt ist, ich will auf einen Widerspruch hinweisen :Er soll stützen, er soll schlachten, wie zum Stützen nur Reine zulässig sind, ebenso sind auch zum Schlachten nur Reine zulässig!? – Nur rabbanitisch. –",
"Zum Stützen wohl deshalb, weil es hierbei heißt: vor dem Herrn, und auch beim Schlachten heißt es ja: vor dem Herrn!? –",
"Man kann ein langes Messer anfertigen und schlachten. – Auch beim Stützen kann man ja mit der Hand hineinlangen und stützen!? – Er ist der Ansicht, der teilweise Eintrittgelte als Eintritt.",
"R. Ḥisda lehrte es entgegengesetzt: Er soll stützen, er soll schlachten, wie zum Schlachten nur Reine zulässig sind, ebenso sind auch zum Stützen nur Reine zulässig. – Zum Schlachten wohl deshalb, weil es hierbei heißt: vor dem Herrn,"
],
[
"und auch beim Stützen heißt es ja: vor dem Herrn!? – Man kann mit der Hand hineinlangen und stützen. – Auch beim Schlachten kann man ja ein langes Messer anfertigen und schlachten!? –",
"Hier ist die Ansicht Šimo͑n des Temaniten vertreten, denn es wird gelehrt: Er schlachte das junge Rind vor dem Herrn, der Schlachtende aber braucht sich nicht vor dem Herrnzu befinden. Šimo͑n der Temanite sagte: Woher, daß die Hände des Schlachtenden einwärts vom Geschlachtetensich befinden müssen? Es heißt: er schlachte das junge Rind vor dem Herrn, der das junge Rind schlachtet, muß sich vor dem Herrn befinden.",
"U͑la sagte im Namen des Reš Laqiš : Wenn ein Unreiner mit der Hand in das Innerehineingelangt hat, so ist er zu geißeln, denn es heißt :nichts Geheiligtes darf sieberühren &c.; er vergleichtdas Eintreten mit dem Berühren, wie die teilweise Berührung als Berührung gilt, ebenso gilt auch der teilweise Eintritt als Eintritt.",
"R. Hoša͑ja wandte gegen U͑la ein: Wenn der achte Tag eines Aussätzigenauf den Vorabend des Pesaḥfestes fällt, und er an diesem Tage Samenerguß bekommenhat und untergetaucht ist,",
"so darf er, wie die Weisen sagen, obgleich ein anderer, der am selben Tage untergetauchtist, nicht [den Tempelberg] betreten darf, ihn betreten, denn es ist besser, daß ein Gebot, [dessen Unterlassung] mit der Ausrottung bedrohtist, ein Gebot verdränge, [dessen Unterlassung] nicht mit der Ausrottung bedrohtist.",
"R. Joḥanan aber sagte: nach der Tora ist diesüberhaupt kein Gebot, denn es heißt :Jehošaphaṭ aber trat in der Volksmenge Jehudas und Jerušalems, im Tempel des Herrn, vor den neuen Vorhof hin, und [die Bezeichnung] ‘neuer Vorhof’ erklärte R. Joḥanan, sie haben da Neuerungen getroffen und angeordnet, daß, wer am selben Tage untergetaucht ist, in das levitische Lager nicht eintreten dürfe.",
"Wieso darf er nun, wenn man sagen wollte, der teilweise Eintritt gelte als Eintritt, mit den Händen wegen der Daumenhinein-langen, beidesind ja Gebote, [deren Unterlassung] mit der Ausrottung bedroht ist!?",
"Dieser erwiderte: Aus deiner Last; anders verhält es sich bei einem Aussätzigen, da es ihm aussatzbehaftet erlaubt wordenist, so ist es ihm auch ergußbehaftet erlaubt.",
"R. Joseph sagte: U͑la ist der Ansicht, wenn die meistenflußbehaftetwaren und leichenunrein geworden sind, so sind sie, da sie in Unreinheit zulässigsind, auch flußbehaftet zulässig.",
"Abajje sprach zu ihm: Ist es denn gleich; in Unreinheit ist es zwar erlaubt, flußbehaftet aber ist es ja nicht erlaubt!?",
"Vielleicht meint es der Meister wie folgt: wenn die meisten leichenunrein waren und flußbehaftet geworden sind, so bleiben sie, da sie in Unreinheit zulässig waren, auch flußbehaftet zulässig. Jener erwiderte: Jawohl. –",
"Aber immerhin ist es ja nicht gleich; beim Aussätzigen ist diesvollständig erlaubt, und die Erlaubnis bleibtbestehen, hierbeiaber wird die Unreinheit nur verdrängt, und die einewird verdrängt, die andere aber nicht.",
"Raba erwiderte: Im Gegenteil, das Entgegengesetzte leuchtet ja ein; beim Aussätzigen ist es vollständig erlaubt, und die Erlaubnis erstreckt sich nur auf das eine und nicht auf das andere, hierbei aber wird die Unreinheitnur verdrängt, und es ist einerlei, ob die Verdrängung eine einfache oder eine zweifache ist."
],
[
"Demnach sind beide der Ansicht, daß bei einer Gemeinschaft die Unreinheit nur verdrängt wird.",
"Ihmwäre eine Stütze zu erbringen: Von allen Stützungen, die dort zu erfolgen hatten, sage ich, unmittelbar nach dem Stützen folge das Schlachten,",
"mit Ausnahme von der, die am Nikanortorerfolgte, denn der Aussätzige konnte da nicht eher eintreten, als bis man auf ihn vom Blute seines Sündopfers und vom Blute seines Schuldopfers gesprengthatte. Wenn man nun sagen wollte, der teilweise Eintritt gelte nicht als Eintritt, so sollte er doch mit der Hand hineinlangen und stützen.",
"R. Joseph erwiderte: Hier ist die Ansicht des R. Jose b. R. Jehuda vertreten, welcher sagt, die Nordseitelag entfernt. –",
"Sollte man doch eine Pfortegemacht haben!? Abajje und Raba sagten beide:Das alles geschrieben von der Hand des Herrn, er hat mich in der Ausführung des Planesunterwiesen.",
"Manche lesen: R. Joseph erwiderte: Der Stützende muß den Kopf und den größeren Teil [des Körpers] hinüber beugen, denn es muß mit der ganzen Kraft erfolgen, somit ist dies nicht möglich. –",
"Welcher Ansicht ist er: ist er der Ansicht, das Stützen beim Schuldopfer des Aussätzigen sei Bestimmung der Tora und das Schlachten unmittelbar nach dem Stützen sei ebenfalls Bestimmung der Tora, so sollte er doch eintreten und stützen, denn der Allbarmherzige hat es ja bestimmt!?",
"R. Ada b. Mathna erwiderte: Mit Rücksicht darauf, er könnte zuviel Schrittemachen. Manche lesen: R. Ada b. Mathna erwiderte: Das Stützen ist beim Schuldopfer des Aussätzigen eine Bestimmung der Tora, das Schlachten unmittelbar nach dem Stützen aber ist keine Bestimmung der Tora.",
"Man wandte ein: Er soll stützen, er soll schlachten; wie das Stützen durch Reine erfolgen muß, ebenso muß auch das Schlachten durch Reine erfolgen. Wenn du nun sagst, es sei keine Bestimmung der Tora, so kann es ja auch durch Unreine erfolgen!? –",
"Man wende es vielmehr um: das Stützen ist beim Schuldopfer des Aussätzigen keine Bestimmung der Tora, und das Schlachten unmittelbar nach dem Stützen ist eine Bestimmung der Tora."
],
[
"Rabina erklärte: Dieswurde hinsichtlich der Geißelunggelehrt.",
"Als Rabin kam, sagte er im Namen R. Abahus: Dies wurde hinsichtlich des Falles gelehrt, wenn ein Unreiner Heiliges berührthat.",
"Es wurde nämlich gelehrt: Wenn ein Unreiner Heiliges berührt hat, so ist er, wie Reš Laqiš sagt, zu geißeln, und wie R. Joḥanan sagt, nicht zu geißeln. Reš Laqiš sagt, er sei zu geißeln, [denn es heißt:]nichts Heiliges darf sie berühren; R. Joḥanan sagt, er sei nicht zu geißeln, denn dieser Schriftvers spricht vom [Genuß] der Hebe. –",
"Wieso verwendet Reš Laqiš diesen Schriftvers hierfür, er verwendet ihn ja als Verbot des Essens von heiligem Fleisch, denn es wird gelehrt: Wo befindet sich das Verbot des Essens von heiligem Fleisch? Reš Laqiš sagte: [Es heißt:] nichts Heiliges darf sie berühren.",
"R. Joḥanan sagte: Bardela lehrte, dies sei aus [dem Worte] Unreinheit zu entnehmen, das auch beim Eintreten in den Tempel gebraucht wird; wie da Strafandrohung und Verbot, ebenso hierbei Strafandrohung und Verbot. –",
"Die Berührung von Heiligem durch einen Unreinen ist aus dem vom Allbarmherzigen gebrauchten [Ausdruck] ‘berühren’ zu entnehmen, und das Verbot des Essens ist aus der Vergleichung des Heiligen mit dem Heiligtumezu entnehmen.",
"Übereinstimmend mit Reš Laqiš wird gelehrt: Nichts Heiliges darf sie berühren, dies deutet auf das Verbot des Essens. Du sagst, auf das Verbot des Essens, vielleicht ist dem nicht so, sondern auf das des Berührens?",
"Es heißt: nichts Heiliges darf sie berühren und in das Heiligtum soll sie nicht eintreten; er vergleicht das Heilige mit dem Heiligtume; wie es sich beim Heiligtume um ein Vergehen handelt, durch das man das Leben verwirkt,"
],
[
"ebenso handelt es sich auch beim Heiligen um ein Vergehen, durch das man das Leben verwirkt, und das Leben verwirkt man nicht durch das Berühren, sondern nur durch das Essen. –",
"Aber immerhin ist es ja wegen des Falles nötig, wenn ein Unreiner heiliges Fleisch vor dem Sprengengegessen hat, denn es wurde gelehrt: Hat ein Unreiner heiliges Fleisch vor dem Sprengen gegessen, so ist er, wie Reš Laqiš sagt, zu geißeln, und wie R. Joḥanan sagt, nicht zu geißeln.",
"Reš Laqiš sagt, er sei zu geißeln, [denn es heißt:] nichts Heiliges darf sie berühren, einerlei ob vor dem Sprengen oder nach dem Sprengen; R. Joḥanan sagt, er sei nicht zu geißeln, nach der Lehre des Bardela, daß diesaus [dem Worte] Unreinheit zu entnehmen sei, und dies gilt nur nach dem Sprengen. –",
"Die Schrift sollte ja Heiliges sagen, wenn es aber nichts Heiliges heißt, so ist beides zu verstehen.",
"Der Text. Hat ein Unreiner heiliges Fleisch vor dem Sprengen gegessen, so ist er, wie Reš Laqiš sagt, zu geißeln, und wie R. Joḥanan sagt, nicht zu geißeln. Abajje sagte: Der Streit besteht nur über die Unreinheit des Körpers, bei Unreinheit des Fleisches aber stimmen alle überein, daß er zu geißeln sei,",
"denn die Schrift sagt:und das Fleisch, und dies schließt das Holz und den Weihrauch ein; die Schrift schließt sie ein, obgleich sie überhaupt nicht eßbar sind.",
"Raba aber sagte: Der Streit besteht nur über die Unreinheit des Körpers, bei Unreinheit des Fleisches aber stimmen alle überein, daß er nicht zu geißeln sei, denn da es hiervon nicht heißt: und die Unreinheit ihm anhaftet, so soll ausgerottet werden, so heißt es hiervon auch nicht: und das Fleisch, das mit etwas Unreinem in Berührung kommt, soll nicht gegessen werden. –",
"Der Meister sagte ja aber: und das Fleisch, dies schließe das Holz und den Weihrauch ein!? –",
"Dies gilt von dem Falle, wenn sie durch ein Gefäß geheiligt worden sind, und es ist ebenso, als wäre das Erlaubtmachendedargebracht worden.",
"Es wird nämlich gelehrt: Alles, was Erlaubtmachendes hat, sobald das Erlaubtmachende dargebracht wordenist, und was nicht Erlaubtmachendes hat, sobald es durch das Gefäß geheiligt worden ist.",
"Es wurde gelehrt: Wenn jemand Glieder von einem unreinen Viehauf den Altar bringt, so ist er, wie Reš Laqiš sagt, zu geißeln, und wie R. Joḥanan sagt, nicht zu geißeln. Reš Laqiš sagt, er sei zu geißeln, denn nur ein reines [ist darzubringen], nicht aber ein unreines, und wegen eines Verbotes, das aus einem Gebotekommt, ist zu geißeln; R. Joḥanan sagt, er sei nicht zu geißeln, denn wegen eines Verbotes, das aus einem Gebote kommt, ist nicht zu geißeln.",
"R. Jirmeja wandte ein :Dieses sollt ihr essen, nicht aber ein unreines Tier, und ein Verbot, das aus einem Gebote kommt, gilt als Gebot!?",
"R. Ja͑qob sprach zu R. Jirmeja b. Taḥlipha : Ich will es dir erklären: über Glieder von einem unreinen Vieh streitet niemand, sie streiten nur über solche von einem Wild, und die Lehre lautet wie folgt: R. Joḥanan sagt, er übertrete ein Gebot; Reš Laqiš sagt, er übertrete keines,",
"R. Joḥanan sagt, er übertrete ein Gebot, denn nur ein Vieh [ist darzubringen], nicht aber ein Wild; Reš Laqiš sagt, er übertrete keines, denn diesist nur Gebot.",
"Raba wandte ein: Würde es nur geheißen haben :ein Opfer für den Herrn, Vieh, so könnte man glauben, unter Vieh sei auch ein Wild einbegriffen, wie es auch heißt :Dies ist das Vieh, das ihr essen dürft: Rind, Schaf, Ziege, Hirsch, Reh &c., daher heißt es Rinder und Schafe : ich habe es dir nur von Rind und Schaf gesagt, nicht aber vom Wild.",
"Man könnte glauben, man bringe solches von vornherein nicht dar, hat man es aber dargebracht, sei es tauglich, denn dies sei ebenso, als wenn ein Lehrer zu seinem Schüler sagen würde, daß er ihm Weizen hole, und er ihm Weizen und Gerste holt, was nicht eine Übertretung seiner Worte ist, sondern eine Hinzufügung zu seinen Worten,",
"so heißt es Rinder und Schafe: ich habe es dir nur von Rind und Schaf gesagt, nicht aber vom Wild. Dies ist ebenso, als wenn ein Lehrer zu seinem Schüler sagen würde, daß er ihm nur Weizen hole, und dieser ihm Weizen und Gerste holt, was nicht eine Hinzufügung zu seinen Worten ist, sondern eine Übertretung seiner Worte; es ist auch untauglich."
],
[
"Dies ist eine Widerlegung des Reš Laqiš. Eine Widerlegung.",
"HABEN SIE &C. AUFGENOMMEN. Reš Laqiš fragte R. Joḥanan : Macht der Untaugliche es zum Zurückbleibenden?",
"Dieser erwiderte: Nur [die Absicht]es außerhalb der Frist oder außerhalb des Raumes [zu essen] macht es zum Zurückbleibenden, da diese es zur Verwerflichmachung geeignetmacht.",
"R. Zebid lehrte es wie folgt : Reš Laqiš fragte R. Joḥanan : Macht ein untauglicher Becheres zum Zurückbleibenden? Dieser erwiderte: Welcher Ansicht bist du hinsichtlich des Untauglichen selbst: macht der Untaugliche es zum Zurückbleibenden, so macht auch der untaugliche Becher es zum Zurückbleibenden, und macht der Untaugliche es nicht zum Zurückbleibenden, so macht auch der untaugliche Becher es nicht zum Zurückbleibenden.",
"R. Jirmeja aus Diphte lehrte es wie folgt: Abajje fragte Raba: Macht ein Becher den anderenzu Verdrängtemoder Zurückbleibendem? Dieser erwiderte:",
"Hierüber besteht ein Streit zwischen R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n und den Rabbanan, denn es wird gelehrt: Oben heißt es:und das Blut gieße er aus, und unten heißt es:und das ganze Blut gieße er aus.",
"Woher, daß, wenn man das Blut des Sündopfers in vier Becher aufgenommen und aus jedem gesprengthat, alle auf das Fundament zu gießen sind? Es heißt: und das ganze Blut gießeer aus.",
"Man könnte glauben, wenn man alle vier Sprengungen aus einem Becher aufgetragen hat, seien alle übrigen auf das Fundament zu gießen, so heißt es: und das Blut. Wie ist dies zu erklären? Dieser wird auf das Fundament gegossen, die übrigen aber in den Kanal.",
"R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagte: Woher, daß, wenn man das Blut eines Sündopfers in vier Becher aufgenommen und die vier Sprengungen aus einem Becher aufgetragen hat, alle übrigen auf das Fundament zu gießen sind? Es heißt: und das ganze Blut gieße er aus. – Es heißt ja aber: und das Blut gieße er aus? R. Aši erwiderte: Dies schließt das aus, was im Halse des Tieres zurückbleibt.",
"HAT EIN TAUGLICHER ES AUFGENOMMEN UND EINEM UNTAUGLICHEN GEGEBEN &C.",
"Und allesist nötig. Würde er es nur vom Untauglichen gelehrt haben, so könnte man glauben, darunter sei ein Unreiner zu verstehen, der beim Gemeindedienste zulässig ist, nicht aber gilt dies von der linken Hand.",
"Und würde er es nur von der linken Hand gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil diesam Versöhnungstagezulässig ist, nicht aber gilt dies von einem profanen Gefäß.",
"Und würde er es nur von einem profanen Gefäße gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil es geheiligt werden kann, nicht aber gilt dies von jenen. Daher ist alles nötig. – Sollte es doch als verdrängtgelten!?",
"Rabina sprach zu R. Aši: Folgendes sagte R. Jirmeja aus Diphte im Namen Rabas: Hier ist die Ansicht Ḥanan des Ägypters vertreten, der von der Verdrängung nichts hält.",
"Es wird nämlich gelehrt: Ḥanan der Ägypter sagt, selbst wenn das Blutsich bereits im Becher befindet, hole man einen anderen und paare ihm zu.",
"R. Aši erklärte : Wenn es in seiner Hand liegt, wird es nicht verdrängt.",
"R. Šajasprach: Das, was R. Aši gesagt hat, ist einleuchtend. Derjenige, der von der Verdrängung hält, ist ja R. Jehuda, denn wir haben gelernt: Ferner sagte R. Jehuda: Ist das Blutausgeschüttet worden, so ist der fortzuschickende [Sühnebock] verenden zu lassen, und ist der fortzuschickende [Sühnebock] verendet, so ist das Blut fortzugießen.",
"Dagegen wissen wir von ihm, daß er der Ansicht ist, wenn es in seiner Hand liegt, werde es nicht verdrängt, denn es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Einen Becher füllte man mit vermischtem Bluteund goß es mit einem Wurfgegen das Fundament. Hieraus ist zu entnehmen, daß, was in seiner Hand liegt, nicht verdrängt werde; schließe hieraus.",
"Der Text. Es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Man füllte einen Becher vom vermischten Blute, damit, wenn das Blut des einen von ihnen ausgeschüttet worden ist, dieser [sein Opfer] tauglich mache. Sie sprachen zu R. Jehuda: Es ist ja nicht mit in das Dienstgefäß gekommen!? – Woher wissen siees? – Vielmehr: vielleicht ist es nicht mit in das Gefäß gekommen!? Er erwiderte ihnen:"
],
[
"Ich spreche auch nur von dem Falle, wenn es mit in das Gefäß gekommen ist. – Woher wissen sie dies!? – Priester sind hurtig; sie arbeiten schnell und verschütten dabei. –",
"Das nachfließende Blutist ja aber beigemischt!? – R. Jehuda vertritt seine Ansicht, daß nämlich das nachfließende Blut [taugliches] Blut sei.",
"Es wird nämlich gelehrt: [der Genuß] des nachfließenden Blutes ist nur mit einer Verwarnung belegt; R. Jehuda sagt, mit der Ausrottung. –",
"R. Elea͑zar sagte ja aber, R. Jehuda pflichte hinsichtlich der Sühne bei, daß solches keine Sühne schaffe, denn es heißt :denn das Blut ist das Leben,",
"das Blut, mit dem das Leben ausgeht, heißt Blut, und das Blut, mit dem das Leben nicht ausgeht, heißt nicht Blut!? –",
"Vielmehr, R. Jehuda vertritt hierbei seine folgende Ansicht, denn er sagt, Blut hebe nicht Blutauf.",
"R. Jehuda sprach ferner zu ihnen: Wozu sperrte man nach eurer Ansicht den Tempelhofab !? Diese erwiderten ihm: Die Kinder Ahrons waren stolz darauf, bis an die Knöchel in Blut zu waten. – Das Blut bildet ja aber eine Trennung!? –",
"Es ist flüssig, und solches gilt nicht als Trennung. Es wird nämlich gelehrt, Blut, Tinte, Honig und Milch gelten geronnen als Trennung, flüssig aber gelten sie nicht als Trennung. –",
"Aber ihre Gewänder wurden ja besudelt, und wir haben gelernt, daß, wenn seine Gewänder besudelt sind und er Dienst tut, der Dienst ungültig sei!? Wolltest du sagen, sie schürzten sie hoch, so wird ja gelehrt :das Gewand, nach Maß, es darf weder zu kurz noch zu lang sein. – Beim Hinbringen der Opferglieder zur Altarrampe, das nicht zum Dienstegehört. –",
"Etwa nicht, es wird ja gelehrt:Der Priester soll alles bringen, dies ist das Hinbringen der Opferglieder zur Altarrampe!? – Vielmehr, beim Hinbringen des Holzes zum Holzstoße, das nicht zum Dienste gehört. – Wie gingen sie beim richtigen Dienste? – Sie gingen über die Simse.",
" HAT MAN DAS OPFER GESCHLACHTET [IN DER ABSICHT], DAS ZU ESSEN, WAS NICHT ZU ESSEN IST, ODER DAS AUFZURÄUCHERN, WAS NICHT AUFZURAUCHERNIST, SO IST ES TAUGLICH, NACH R. ELIE͑ZER ABER UNTAUGLICH.",
"WENN WENIGER ALS EINE OLIVE ZU ESSEN VON DEM, WAS ZU ESSEN IST, ODER AUFZURÄUCHERN VON DEM, WAS AUFZURÄUCHERN IST, SO IST ES TAUGLICH; WENN EINE HALBE OLIVE ZU ESSEN UND EINE HALBE OLIVE AUFZURÄUCHERN, SO IST ES TAUGLICH, WEIL DAS ESSEN UND DAS AUFRÄUCHERN NICHT VEREINIGT WERDEN iv.",
"HAT MAN DAS OPFER GESCHLACHTET [IN DER ABSICHT], EINE OLIVE VON DER HAUT, VOM FLEISCHSAFT, VOM BODENSATZ, VOM ABFALL, VON DEN KNOCHEN, VON DEN ADERN, VON DEN HÖRNERN ODER VON DEN KLAUEN AUSSERHALB DER FRIST ODER AUSSERHALB DES RAUMES ZU ESSEN, SO IST ES TAUGLICH UND MAN ISTNICHT SCHULDIG WEGEN VERWERFLICHEM, ÜBRIGGEBLIEBENEM UND UNREINHEIT v.",
"HAT MAN GEHEILIGTE TIEREGESCHLACHTET [IN DER ABSICHT], DEN EMBRYO ODER DIE EIHAUT AUSSERHALB ZU ESSEN, SO HAT MAN SIE NICHT VERWERFLICH GEMACHT. HAT MAN TURTELTAUBEN [DEN KOPF] ABGEKNIFFENIN DER ABSICHT, DIE EIER AUSSERHALB ZU ESSEN, SO HAT MAN SIE NICHT VERWERFLICH GEMACHT.",
"WEGEN DER MILCH VON GEHEILIGTEN TIEREN UND DER EIER VON TURTELTAUBEN IST MAN NICHT SCHULDIG WEGEN VERWERFLICHEM, ÜBRIGGEBLIEBENEM UND UNREINHEIT.",
"GEMARA. R. Elea͑zar sagte: Hat man das Opfer verwerflich gemacht, so ist auch der Embryo verwerflich, wenn den Embryo, so ist das Opfer nicht verwerflich; hat man den Abfallverwerflich gemacht, so ist auch der Kropf verwerflich, wenn den Kropf, so ist der Abfall nicht verwerflich;",
"hat man die Opferteile verwerflich gemacht, so sind auch die Farrenverwerflich, wenn die Farren, so sind die Opferteile nicht verwerflich.",
"Ihm wäre eine Stütze zu erbringen. Sie stimmen überein, daß, wenn man hinsichtlich des Essens der Farren oder ihrer Verbrennung: beabsichtigthat, dies nichtssei. Demnach sind die Farren verwerflich, wenn man dies hinsichtlich der Opferteile beabsichtigt hat. – Nein,"
],
[
"hat man es hinsichtlich der Opferteile beabsichtigt, so sind die Opferteile verwerflich. –",
"Komm und höre : An den zu verbrennenden Farren und den zu verbrennenden Ziegenböcken kann man eine Veruntreuungbegehen, sobald sie geheiligt worden sind; sind sie geschlachtet worden, so können sie untauglich werden durch einen am selben Tage Untergetauchten, durch einen, dem die Sühne fehlt, und durch Übernachten.",
"Doch wohl durch Übernachten des Fleisches, und hieraus ist zu folgern : wenn es durch das Übernachten untauglich wird, so wird es auch durch die Absicht untauglich!? –",
"Nein, durch Übernachten der Opferteile. – Wenn es aber im Schlußsatz heißt, daß man an allen eine Veruntreuung begehen könne auch im Aschenraume, bis das Fleisch durchgebrannt ist, so spricht ja wohl der Anfangsatz vom Übernachten des Fleisches!? – Wieso denn, der eine von diesem und der andere von jenem; der Anfangsatz von den Opferteilen und der Schlußsatz vom Fleische.",
"Raba wandte ein: Folgendes macht nicht verwerflich und wird nicht verwerflich: die Wolle am Kopfe der Lämmer, das Barthaar der Böcke, die Haut, der Fleischsaft, der Bodensatz, der Abfall, der Kropf, die Knochen, die Adern, die Hörner, die Klauen, der Embryo, die Eihaut, die Milch geheiligter Tiere und die Eier der Turteltauben;",
"sie machen nicht verwerflich und werden nicht verwerflich, man ist ihretwegen nicht schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit, und wer davon außerhalbdarbringt, ist frei.",
"Dies ist wohl zu verstehen: sie machen nicht verwerflich, das Opfer; sie werden nicht verwerflich, durch das Opfer!? –",
"Nein, sie machen nicht verwerflich, das Opfer; sie werden nicht verwerflich, durch sich selbst. – Wozu heißt es demnach wiederum im Schlußsatze: sie machen nicht verwerflich und werden nicht verwerflich!? –",
"Wozu heißt es, auch nach deiner Auffassung, wiederum: man ist ihretwegen nicht wegen Verwerflichem schuldig!? Vielmehr lehrt er dies vom Verwerflichen, weil er dies vom Übriggebliebenen und von der Unreinheit lehrt, ebenso auch hierbei; da er lehren will: wer davon außerhalb auf [den Altar] bringt,",
"so lehrt er auch: sie machen nicht verwerflich und sie werden nicht verwerflich.",
"Raba sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: Hat man geheiligte Tiere geschlachtet in der Absicht, den Embryo oder die Eihaut außerhalb zu essen, so hat man sie nicht verwerflich gemacht. Hat man Turteltauben [den Kopf] abgekniffen in der Absicht, die Eier außerhalb zu essen, so macht man sie nicht verwerflich.",
"Später aber lehrt er, daß man wegen der Milch geheiligter Tiere und der Eier von Turteltauben nicht wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit schuldig sei, wonach man wegen des Embryos und der Eihaut wohl schuldig ist.",
"Wahrscheinlich gilt das eine von dem Falle, wenn es durch das Opfer erfolgt ist, und das andere von dem Falle, wenn durch sieselbst. Schließe hieraus.",
"Dort haben wir gelernt: Und Fehlerbehaftete; R. A͑qiba erklärt Fehlerbehafteteals tauglich.",
"R. Ḥija b. Abba sagte im Namen R. Joḥanans: R. A͑qiba erklärt sie als tauglich, nur wenn es sich um ein Augenhäutchen handelt, weil solche beim Geflügelopfer tauglichsind, ferner auch nur dann, wenn die Heiligung vor dem Leibesfehler erfolgtist.",
"R. Ḥija b. Abba sagte: R. A͑qiba pflichtet jedoch hinsichtlich eines weiblichen Brandopfersbei, denn bei einem solchen ist es ebenso, wie bei der Heiligung nachdem Gebrechen.",
"R. Zera wandte ein: Wer davonaußerhalb darbringt, ist frei. Demnach ist er schuldig, wenn [vom Fleisch] der Mutter, und dies kann ja nur bei einem weiblichen Brandopfervorkommen.",
"Allerdings kann hier, wenn du sagst, R. A͑qiba sei der Ansicht, wenn ein weibliches Brandopfer [auf den Altar] gekommen ist, sei es nicht herabzunehmen, die Ansicht R. A͑qibas vertreten sein, wessen Ansicht aber ist hier vertreten, wenn du sagst, wenn es hinaufgekommen ist, sei es herabzunehmen!? –",
"Deduziere wie folgt: wer davon außerhalb darbringt, ist frei, wenn aber von den Opferteilender Mutter, so ist er schuldig. –",
"Es heißt ja aber ‘davon’, und entsprechend ist ja auch hinsichtlich der Mutterzu deduzieren!? – Lies vielmehr: wer von den Opferteilenaußerhalb darbringt, ist frei; wenn aber von den Opferteilen der Mutter, so ist er schuldig.",
" HAT MAN [DAS OPFER] GESCHLACHTET IN DER ABSICHT, DAS BLUT ODER DIE OPFERTEILE BIS ZUM FOLGENDEN TAGE ZURÜCKZULASSEN ODER AUSSERHALBHINAUSZUBRINGEN, SO IST ES NACH R. JEHUDA UNTAUGLICHUND NACH DEN WEISEN TAUGLICH. WENN IN DER ABSICHT, [DAS BLUT] AUF DIE ALTARRAMPE, NICHT GEGEN DAS FUNDAMENT, DAS OBERHALB ZU SPRENGENDE UNTERHALB, DAS UNTERHALB ZU SPRENGENDE OBERHALB, \n"
],
[
"DAS INNERHALB ZU SPRENGENDE AUSSERHALB, ODER DAS AUSSERHALB ZU SPRENGENDE INNERHALB ZU SPRENGEN, DASS UNREINE DAVON ESSEN, DASS UNREINE ES DARBRINGEN, DASS UNBESCHNITTENE DAVON ESSEN, DASS UNBESCHNITTENE ES DARBRINGEN, BEIM PESAḤOPFER, DAVON EINEN KNOCHEN ZU ZERBRECHENODER ES HALBROHZU ESSEN, ODER DAS BLUT MIT DEM BLUTE VON UNTAUGLICHEM ZU MISCHEN, SO IST ES TAUGLICH, \n",
"DENN DIE ABSICHT MACHT ES UNTAUGLICH, NUR WENN SIE SICH AUF [DIE VERZEHRUNG] AUSSERHALB DER FRIST ODER DES RAUMES, UND BEIM PESAḤOPFER UND DEM SÜNDOPFER AUCH AUF EINEN ANDEREN NAMEN BEZIEHT.",
"GEMARA. Was ist der Grund R. Jehudas? R. Elea͑zar erwiderte: Hinsichtlich des Übriggebliebenen sind zwei Schriftverse vorhanden; ein Schriftvers lautet:ihr sollt nichts davon bis zum Morgen übrig lassen, und ein anderer Schriftvers lautet :er soll nichts davon bis zum Morgen lassen, und da dieser nicht auf das Übriglassen zu beziehen ist, so beziehe man ihn auf die Absicht des Übriglassens. –",
"Ist denn nach R. Jehuda dieser Schriftvers hierfür zu verwenden, er ist ja für folgende Lehre nötig!?Und das Fleisch der Schlachtung seines Dank-Heilsopfers, dies lehrt uns, daß das Dankopfer während eines Tages und einer Nacht gegessen werde.",
"Woher dies vom Ersatz, den Jungen und dem Umgetauschten? Es heißt: und das Fleisch. Woher dies vom Sündopfer und vom Schuldopfer? Es heißt: Schlachtung.",
"Woher, daß auch das Heilsopfer des Nazirs und das Heilsopfer des Pesaḥs einbegriffen sind? Es heißt: seine Heilsopfer. Woher dies von den Broten des Dankopfers und den Kuchen und Fladen des Nazirs? Es heißt: sein Opfer. Hinsichtlich dieser aller lese ich: er soll nichts davon lassen. –",
"Es sollte ja nur heißen: ersoll nichts lassen, wenn es aber [auch] heißt: ihr sollt nichts übriglassen, so beziehe man es, da es auf das Übriglassen nicht zu beziehen ist, auf die Absicht des Übriglassens. –",
"Erklärlich ist es hinsichtlich des Übriglassens, wie ist es aber hinsichtlich des Hinausbringenszu erklären?",
"Ferner beruht ja die Ansicht R. Jehudas auf einer Begründung, denn es wird gelehrt : R. Jehuda sprach zu ihnen: Ihr pflichtet doch wohl bei, daß, wenn man es bis zum folgenden Tage zurückgelassen hat, es untauglich sei, ebenso ist es untauglich, auch wenn man beabsichtigt hat, es bis zum folgenden Tage zurückzulassen. – Vielmehr, die Ansicht R. Jehudas beruht auf einer Begründung. – Demnach sollte doch R. Jehuda hinsichtlich aller Fällestreiten!? –",
"Hinsichtlich welcher sollte er streiten: wenn etwa hinsichtlich des Zerbrechens eines Knochens und des Essens von Halbrohem beim Pesaḥopfer, so wird ja dadurch das Opfer nicht untauglich;",
"wenn etwa hinsichtlich des Essens von Unreinem und der Darbringungdurch Unreine, so wird ja auch dadurch das Opfer nicht untauglich; und wenn hinsichtlich des Essens von Unbeschnittenen und der Darbringung durch Unbeschnittene, so wird ja das Opfer auch dadurch nicht untauglich. Eine andere Lesart: Wer gehorchtihm.",
"Wenn etwa hinsichtlich des Mischens des Blutes mit dem Blute von Untauglichem, so vertritt R. Jehuda hierbei seine Ansicht, daß nämlich Blut das Blut nichtauf hebe ; und wenn etwa hinsichtlich [der Absicht,] das oberhalb zu sprengende unterhalb oder das unterhalb zu sprengende oberhalb zu sprengen, so vertritt R. Jehuda hierbei seine Ansicht, daß nämlich auch die unrichtige Stelle als richtigegilt. –",
"Sollte er doch streiten hinsichtlich [der Absicht], das innerhalb zu sprengende außerhalb oder das außerhalb zu sprengende innerhalb zu sprengen!? –",
"R. Jehuda ist der Ansicht, esmüsse ein Ort sein, der durch das Blut, das Fleisch und die Opferteile gedreifachtist. –",
"Hält denn R. Jehuda von dieser Auslegung, es wird ja gelehrt: R. Jehuda sagte:etwas Schlechtes, dies schließt ein Sündopfer ein, das in der Südseite geschlachtet oder dessen Blut in das Innere gebracht worden ist, daß es untauglich ist!? –",
"Hält denn R. Jehuda nicht von dieser Auslegung, wir haben ja gelernt: R. Jehuda sagte: Hat er esversehentlich hineingebracht, so ist es tauglich. Demnach ist es untauglich, wenn vorsätzlich, aber wie wir wissen, nur dann, wenn er gesprengt hat.",
"Wenn es da, wo er es hineingebracht hat, nur dann [untauglich] ist, wenn er es gesprengt hat, sonst aber nicht, um wieviel weniger hierbei, wo man es nur beabsichtigt hat!? – Zwei Tannaím streiten über die Ansicht R. Jehudas. –",
"Ist R. Jehuda denn der Ansicht, wenn man ein Sündopfer in der Südseite geschlachtet hat,"
],
[
"sei man schuldig,",
"es wird ja gelehrt: R. Jehuda sagte: Man könnte glauben, man sei schuldig, wenn man ein Sündopfer in der Südseite geschlachtet hat, so heißt es:du sollst dem Herrn, deinem Gott, kein Rind, kein Schaf &c. oder sonst etwas Schlechtes schlachten; du kannst ihn nur wegen des Schlechten schuldig erklären, nicht aber wegen eines in der Südseite geschlachteten Sündopfers!? – Zwei Tannaím streiten über die Ansicht R. Jehudas.",
"Raba sagte : R. Jehuda pflichtet jedoch bei, daß man es nachherverwerflich machenkönne.",
"R. Abba sagte: Dies ist auch zu beweisen; vor dem Sprengen ist die Verwerflichkeitohne Bedeutung, und durch das Sprengenbleibt die Verwerflichmachung bestehen.",
"Dies ist aber nichts; in diesem Falle ist es eine Absicht, in jenem Falle sind es zweiAbsichten.",
"R. Hona wandte gegen R. Abba ein: [Hat er beabsichtigt,] das oberhalb zu sprengende unterhalb oder das unterhalb zu sprengende oberhalb zu sprengen, so ist es, wenn es sofort [zu tun], tauglich. Beabsichtigt mannachher, daß dies außerhalb des Raumes erfolge, so ist es untauglich und man verfällt nichtder Ausrottung; daß es außerhalb der Frist erfolge, so ist es verwerflich, und man verfällt der Ausrottung;",
"wenn aber es am folgenden Tage [zu tun], so ist es untauglich; beabsichtigt man nachher, daß dies außerhalb der Frist oder des Raumes erfolge, so ist es untauglich und man verfällt nicht der Ausrottung. Dies ist eine Widerlegung des R. Abba. Eine Widerlegung.",
"R. Ḥisda sagte im Namen des Rabina b. Sila : Hat man beabsichtigt, daß Unreine am folgenden Tage davon essen, so ist manschuldig. Raba sagte : Dies ist auch zu beweisen; das Fleisch ist vor dem Sprengen nichtbrauchbar, dennoch wird es durch die Absicht untauglich.",
"Dies ist aber nichts; in diesem Falle wird es durch das Sprengen brauchbar, in jenem Falle wird es überhaupt nicht brauchbar.",
"R. Ḥisda sagte: R. Dimi b. Ḥenana pflegte zu sagen: Wegen ungebratenen Fleisches vom Pesaḥopfer und wegen der Dankopferbrote, von denen [die priesterlichen Abgaben] nicht abgehoben worden sind, ist man wegen Unreinheitschuldig.",
"Raba sagte: Dies ist auch zu beweisen, denn es wird gelehrt :Dem Herrn [dargebrachtes], dies schließt die Opferteile von minderheiligen Opfern hinsichtlich der Unreinheitein.",
"Wegen dieser ist man wegen Unreinheit schuldig, obgleich sie zum Essen ungeeignet sind, ebenso ist man auch wegen jener wegen Unreinheit schuldig, obgleich sie zum Essen ungeeignet sind.",
"Dies ist aber nichts; Opferteile von minderheiligen Opfern sind für Gottbrauchbar, während das ungebratene Fleisch vom Pesaḥopfer und die Dankopferbrote, von denen [die priesterlichen Abgaben] nicht abgehoben worden sind, weder für Gott noch für einen Gemeinen brauchbar sind.",
"Eine andere Lesart: Die Opferteile sind ja ebenfalls nicht brauchbar. Dies ist aber nichts; diese sind für ihren Zweck brauchbar, jene aber sind überhaupt nicht brauchbar.",
"",
" DIE SCHULE ŠAMMAJS SAGT, ALLES, WAS AUF DEN ÄUSSEREN ALTAR ZU SPRENGEN IST, SÜHNT, AUCH WENN MAN NUR EINE SPRENGUNG AUFGETRAGEN HAT, BEIM SÜNDOPFER ABER NUR WENN ZWEI SPRENGUNGEN; DIE SCHULE HILLELS SAGT, AUCH BEIM SÜNDOPFER SÜHNT ES, WENN MAN NUR EINE SPRENGUNG AUFGETRAGEN HAT.",
"DAHER HAT MAN, WENN MAN DIE ERSTE VORSCHRIFTSMÄSSIG UND DIE ANDERE AUSSERHALB DER FRIST AUFGETRAGEN HAT, SÜHNE ERLANGT; \n",
"HAT MAN DIE ERSTE AUSSERHALB DER FRIST UND DIE ANDERE AUSSERHALB DES RAUMES AUFGETRAGEN, SO IST ES VERWERFLICHES, UND MAN VERFÄLLT DER AUSROTTUNG ii.",
"HAT MAN BEI ALLEN, DIE AUF DEN INNEREN ALTAR ZU SPRENGEN SIND, AUCH NUR EINE SPRENGUNG UNTERLASSEN, SO HAT MAN KEINE SÜNNE ERLANGT. DAHER IST ES, WENN MAN ALLE VORSCHRIFTSMÄSSIG UND EINE UNVORSCHRIFTSMÄSSIG AUFGETRAGEN HAT, UNTAUGLICH UND MAN VERFÄLLT NICHT DER AUSROTTUNG.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Woher, daß man bei dem, was auf den äußeren Altar zu sprengen ist, Sühne erlangt hat, auch wenn man nur eine Sprengung auf getragen hat? Es heißt: das Blut deiner Schlachtopfer ist auszugießen. – Deutet dies denn hierauf, dies ist ja für folgende Lehre nötig!?"
],
[
"Woher, daß bei allen Blutsprengungen das Blutgegen das Fundament gegossen werden muß? Es heißt: das Blut deiner Schlachtopfer ist auszugießen. – Dies geht aus einer Lehre Rabbis hervor, denn es wird gelehrt:Und was vom Blute übrig bleibt, werde ausgedrückt, und da [die Worte] vom Blute überflüssig sind, so lehrt dies, daß bei allen Blutsprengungen das Blut gegen das Fundament zu gießen ist. –",
"",
"Wieso kann es hierfür verwandt werden, es ist ja für folgende Lehre nötig!? Woher, daß man, wenn man das schleudernd aufzutragende [Blut]gießend aufgetragen hat, der Pflicht genügt hat? Es heißt: das Blut deiner Schlachtopfer ist auszugießen. –",
"Er ist der Ansicht R. A͑qibas, welcher sagt, weder sei das Sprengen im Gießen noch das Gießen im Sprengen einbegriffen.",
"Wir haben nämlich gelernt: Hat man den Segen über das Pesaḥopfer gesprochen, so hat man das Schlachtopferenthoben,",
"hat man den Segen über das Schlachtopfer gesprochen, so hat man das Pesaḥopfer nicht enthoben – so R. Jišma͑él.",
"R. A͑qiba sagt, weder enthebe dieses jenes, noch enthebe jenes dieses. –",
"Wieso ist es hierfür zu verwenden, es ist ja für folgende Lehre nötig!? R. Jišma͑él sagte: Aus dem Schriftverse :das Erstgeborene eines Rindes, das Erstgeborene eines Schafes und das Erstgeborene einer Ziege &c. lernen wir, daß beim Erstgeborenen Blutsprengen und [Aufräuchern] der Opferteile auf dem Altar erforderlich sind; woher dies vom Zehnten und dem Pesaḥopfer? Es heißt: das Blut deiner Schlachtopfer ist auszugießen. –",
"Er ist der Ansicht R. Jose des Galiläers,",
"denn es wird gelehrt : R. Jose der Galiläer sagte : Es heißtnicht sein Blut, sondern ihr Blut, es heißt nicht sein Fett, sondern ihr Fett, dies lehrt, daß beim Erstgeborenen, beim Zehnten und beim Pesaḥopfer Blutsprengen und [Aufräuchern] der Opferteile auf dem Altar erforderlich sind. –",
"R. Jišma͑él verwendet also denselben Schriftvers für die eine Lehreund für die andere Lehre!? – Zwei Tannaím streiten über die Ansicht R. Jišma͑éls. – Einleuchtend ist es nach R. Jišma͑él,",
"der den ganzen Schriftversauf das Erstgeborenebezieht, daß es heißt :und ihr Fleisch gehöre dir,",
"wozu aber heißt es nach R. Jose, der ihn auf den Zehnten und das Pesaḥopfer bezieht: und ihr Fleisch gehöre dir, der Zehnt und das Pesaḥopfer werden ja vom Eigentümergegessen !? – Sowohl von Fehlerfreien als auch von Fehlerbehafteten;"
],
[
"dies lehrt, daß das fehlerbehaftete Erstgeborene dem Priester zu geben ist, was wir sonst in der ganzen Tora nicht finden. –",
"Und R. Jišma͑él!? – Dies entnimmt er aus [den Worten] dir soll es gehören am Schlüsse. –",
"Einleuchtend ist es nach R. Jose dem Galiläer, der ihn auch auf den Zehnten und das Pesaḥopfer bezieht, denn es beißt :sollst du nicht auslösen, denn heilig sind sie, nur diese sind darzubringen, nicht aber ist das Eingetauschte darzubringen.",
"Auch haben wir gelernt: Das Eingetauschte der Erstgeborenen und des Zehnten, diese selbst, ihre Jungen, und die Jungen ihrer Jungen, bis ans Ende der Welt, gleichen dem Erstgeborenen und dem Zehnten, und sie dürfen fehlerbehaftet vom Eigentümer gegessen werden.",
"Ferner haben wir gelernt: R. Jehošua͑ sagte, er habe gehört, daß das Eingetauschte des Pesaḥopfers darzubringen sei und daß es nicht darzubringen sei, und er wisse es nichtzu erklären.",
"Woher aber weiß R. Jišma͑él, der den ganzen [Schriftvers] auf das Erstgeborene bezieht, daß das Eingetauschte des Zehnten und des Pesaḥopfers nicht darzubringen sei!? – Hinsichtlich des Zehnten entnimmt er es aus [dem Worte] vorübergehen, das auch beim Erstgeborenen gebraucht wird,",
"und vom Pesaḥopfer ist dies ausdrücklich geschrieben. Es heißtSchaf, wozu heißt es wenn ein Schaf? Dies schließt das Eingetauschte des Pesaḥopfers nach dem Pesaḥfeste ein, daß es als Heilsopfer dargebracht werde. Man könnte glauben, auch vor dem Pesaḥfeste, so heißt es es. –",
"Woher wissen all jene Autoren, die [den Schriftvers:] das Blut deines Schlachtopfers ist auszugießen, für andere Auslegungen verwenden, daß man bei dem, was auf den äußeren Altar zu sprengen ist, Sühne erlangt hat, auch wenn man nur eine Sprengung aufgetragen hat? – Sie sind der Ansicht der Schule Hillels, welche sagt, auch wenn man beim Sündopfer nur eine Sprengung aufgetragen hat, habe man Sühne erlangt, und vom Sündopfer entnehmen sie es hinsichtlich aller übrigen.",
"BEIM SÜNDOPFER ABER, NUR WENN ZWEI SPRENGUNGEN. R. Hona sagte : Folgendes ist der Grund der Schule Šammajs :",
"[es heißt] Hörner, Hörner, Hörner, das sind also sechsmal, viermal als Gebot, und zweimal, daß es unerläßlich ist.",
"Die Schule Hillels aber erklärt: Hörner, Hörner, Hörner, das sind viermal, dreimal als Gebot, und einmal, daß es unerläßlich ist –",
"Vielleicht alle als Gebot!? – Wir finden keine Sühne ganz ohne [Sprengung].",
"Wenn du aber willst, sage ich, folgendes sei der Grund der Schule Hillels: maßgebend ist die Lesart und maßgebend ist die Überlieferung; maßgebend ist die Lesart, eine hinzuzufügen, und maßgebend ist die Überlieferung, eine zu vermindern. –",
"Es heißt ja auch Ṭoṭepheth, ṭoṭepheth, totaphoth, das sind also vier; demnach sollten auch hierbei die Lesart und die Überlieferung maßgebend sein, somit wären fünf Gehäuseerforderlich!? –",
"Er ist der Ansicht R. A͑qibas, welcher erklärte: ṭaṭ heiße in Kathphe zwei und path heiße in Afrika zwei. –",
"Es heißt ja auch Hütte, Hütte, Hütten; demnach sollten auch hier die Lesart und die Überlieferung maßgebend und fünf Wände erforderlich sein!? –"
],
[
"Hierbei ist eines an sich nötig, eines wegen der Bedachung und die überlieferte Halakhareduziert die dritte [Wand] auf eine Handbreite. –",
"Es heißt ja auch:sie soll šibimunrein sein; demnach sollte auch hierbei sowohl die Lesart als auch die Überlieferung maßgebend sein, somit müßte siezwei-undvierzig[Tage in Unreinheit] verweilen!? –",
"Anders verhält es sich hierbei, denn es heißt:wie während ihrer Menstruation.",
"Folgender Autor aber entnimmt es hieraus: Er sühne, er sühne, er sühne, dies ist wegen der Schlußfolgerung nötig.",
"Man kann einen Schluß folgern: untenwird von Blut gesprochen und ebenso wird obenvon Blut gesprochen, wie man beim unteren Blutsprengen Sühne erlangt, auch wenn man nur einmal gesprengt hat, ebenso hat man beim oberen Blutsprengen Sühne erlangt, auch wenn man nur einmal gesprengt hat.",
"Oder aber wie folgt: bei den inneren [Opfern]wird von Blut gesprochen und bei den äußeren wird von Blut gesprochen, wie es nun bei den inneren ungültig ist, wenn man auch nur eine der Sprengungen unterlassen hat, ebenso ist es bei den äußeren ungültig, wenn man auch nur eine der Sprengungen unterlassen hat.",
"Man erwäge daher, mit wem sie zu vergleichen sind; man schließe von den äußeren [Sprengungen] auf die äußeren, nicht aber von den inneren auf die äußeren. Oder aber wie folgt: man folgere hinsichtlich ‘Sündopfer und vier Hörner’ von ‘Sündopfer und vier Hörner’, nicht aber von äußeren [Opfern], die nicht ‘Sündopfer und vier Hörner’ sind.",
"Es heißt daher: er sühne, er sühne, er sühne, (wegen der Schlußfolgerung:) er sühne, auch wenn er nur drei Sprengungen auf getragen hat, er sühne, auch wenn er nur zwei aufgetragen hat, er sühne, auch wenn er nur eine aufgetragen hat. –",
"Sie sind ja an sichnötig !? Raba erwiderte: Meister Bar Ada erklärte es mir. Die Schrift sagt: er schaffe Sühne und es soll ihm vergeben werden. Sühne und Vergebung sind identisch. –",
"Vielleicht aber: er sühne, auch wenn er dreimal oberhalbund einmal unterhalb auf getragen hat, er sühne, auch wenn er zweimal unterhalb und zweimal oberhalb aufgetragen hat, er sühne, auch wenn er nicht oberhalb sondern nur unterhalb auf getragen hat!?",
"R. Ada b. Jiçḥaq erwiderte : Demnach hast du ja das Gesetz von den vier Hörnernaufgehoben. – Wenn der Allbarmherzige dies gesagt hat, so mag es doch aufgehoben werden!?",
"Rabh erwiderte: Das, worauf die dreimalige [Wiederholung] sich bezieht, sind ja die Hörner. –",
"Vielleicht: er sühne, auch wenn er einmal oberhalb und dreimal unterhalb auf getragen hat!? – Wir finden keine Blutsprengung, die zur Hälfte oberhalb und zur Hälfte unterhalb erfolgt. –",
"Etwa nicht, wir haben ja gelernt, daß er davoneinmal oben und siebenmal unten sprengte!? – Wie ausholend. –",
"Was heißt: wie ausholend? R. Jehuda zeigte : wie beim Schlagen. –",
"Er sprengte siebenmal auf die Glanzfläche des Altars;"
],
[
"doch wohl auf die Mitte des Altars, wie die Leute zu sagen pflegen: die Glanzzeit des Tages, das ist die Mittagsstunde!? Raba b. Sila erwiderte: Nein, auf das Dach; so heißt es auch:wie der Himmel selbst an Klarheit. –",
"Es war ja noch das zurückbleibende [Blut]vorhanden!? – Das zurückbleibende ist nicht unerläßlich. –",
"Auch bei den inneren [Opfern] war ja zurückbleibendes vorhanden, von dem jemand der Ansicht ist, daß es unerläßlich ist!? – Wir sprechen [von den Sprengungen] an einer Stelle.",
"Es wird gelehrt: R. Elie͑zer b. Ja͑qob sagte: Die Schule Šammajs sagt, die zwei Sprengungen beim Sündopfer und die eine bei allen übrigen Schlachtopfern machen sie erlaubtund zur Verwerflichmachunggeeignet.",
"Die Schule Hillels sagt, die eine Sprengung beim Sündopfer und eine auch bei allen übrigen Schlachtopfern mache sie erlaubt und zur Verwerflichmachung geeignet.",
"R. Oša͑ja wandte ein: Demnach sollte er es doch unter den Erleichterungen der Schule Šammajs und den Erschwerungen der Schule Hillelslehren!?",
"Raba erwiderte ihm: Bei der Erörterunghandelte es sich um die Erlaubtmachung, wobei die Schule Šammajs erschwerend ist.",
"R. Joḥanan sagte : Die drei Sprengungenbeim Sündopfer sindnicht nachts aufzutragen, sie werden nach dem Todeaufgetragen, und wer davon außerhalbaufträgt, ist schuldig.",
"R. Papa sagte: In mancher Hinsicht gleichen sie dem Anfangund in mancher Hinsicht gleichen sie dem Schlüsse;",
"hinsichtlich [des Sprengens] außerhalb, nachts, [durch einen] Gemeinen, [mit einem] Dienstgefäße, [auf das] Horn, [mit dem] Finger, des Waschensund des Zurückgebliebenengleichen sie dem Anfang,",
"und hinsichtlich des Todes, der Nichterlaubtmachung, der Nichtverwerflichmachung und des Nichthineinbringens in das Inneregleichen sie dem Schlüsse.",
"R. Papa sprach : Diesentnehme ich aus der folgenden Lehre : Ist [Blut] vom Halse auf das Gewand gespritzt, so braucht es nicht gewaschen zu werden, wenn vom Horn und vom Fundament, so braucht es nicht gewaschen zu werden. Demnach muß es gewaschen werden, wenn von dem, was für das Horn geeignetist. –",
"Nach deiner Auffassung wäre ja auch auszulegen : wenn vom Fundament, so braucht es nicht gewaschen zu werden; demnach muß es gewaschen werden, wenn von dem, das für das Fundament geeignetist, während es ja heißt:der sprengt, ausgenommen dieses, da gesprengt worden ist!?",
"Hier ist vielmehr die Ansicht R. Neḥemjas vertreten, denn wir haben gelernt: R. Neḥemja sagt, hat man das zurückbleibende Blut außerhalb dargebracht, sei man schuldig. –",
"R. Neḥemja ist allerdings dieser Ansicht hinsichtlich der Darbringung, da dies auch von den Opfergliedern und dem Schmergilt, ist er etwa dieser Ansicht auch hinsichtlich des Waschens!? – Freilich, es wird auch gelehrt:"
],
[
"Wegen des Blutes, das auf das Fundament gehört, ist das Waschen erforderlich, dabei ist die Absichtvon Wirkung und wer davon außerhalb darbringt, ist schuldig;",
"wegen des Blutes, das in den Kanal zu gießen ist, ist das Waschen nicht erforderlich, dabei ist die Absicht nicht von Wirkung und wer davon außerhalb darbringt, ist frei.",
"Derjenige, welcher sagt, wenn man davon außerhalb darbringt, sei man schuldig, ist ja R. Neḥemja, und er lehrt, das Waschen sei erforderlich. –",
"Ist denn dabei die Absicht von Wirkung, es wird ja gelehrt: ausgenommen ist das Zurückbleibende und die Aufräucherung der Opfer teile, von denen die Sühne nicht abhängt, da bei diesen die Absicht nicht von Wirkung ist!? –",
"Jene Lehre bezieht sich auf die drei Sprengungen beim Sündopfer. –",
"Wieso heißt es demnach: das auf das Fundament gehört, dieses gehört ja auf die Hörner!? – Lies: das des Fundamentes benötigt. – Wieso ist dabei die Absicht von Wirkung, du sagtest ja, es gleiche hinsichtlich der Nichterlaubtmachung, der Nichtverwerflichmachung und des Nichthineinbringens dem Schlüsse!? –",
"Vielmehr, jene Lehre bezieht sich auf das im Innern zu sprengende Blut. –",
"Somit ist man beim außen zu sprengenden Blute frei; weshalb lehrt er es demnach vom Blute, das in den Kanal zu gießen ist, sollte er doch bei jenem selbsteinen Unterschied machen: dies gilt nur vom innerhalb zu sprengenden Blute, beim außen zu sprengenden aber ist man frei!? –",
"Hier ist die Ansicht R. Neḥemjas vertreten, welcher sagt, wenn man das zurückbleibende Blut außerhalb dargebracht hat, sei man schuldig, somit könnte er nicht drei Fälle der Erleichterung gegenüber den drei Fällen der Erschwerung lehren.",
"Rabina erklärte : Vom Horn, wörtlich, Vom Fundament, von dem, was für das Fundament geeignetist.",
"R. Taḥlipha b. Gaza sprach zu Rabina: Vielleicht bei beidem: von dem, was dafür geeignet ist!? – Was soll dies; wenn esbei dem, was für das Horn geeignetist, nicht nötig ist, um wieviel weniger bei dem, was für das Fundament geeignet ist!? Vielmehr [ist zu erklären:] vom Horn, wörtlich; vom Fundament, was für das Fundament geeignet ist.",
"HAT MAN BEI ALLEN, DIE AUF DEN INNEREN ALTAR ZU SPRENGEN &C. Die Rabbanan lehrten:Er verfahre, wie er verfahren hat; was lehrtdies?",
"Es ist eine Wiederholung [des Gebotes] des Besprengens; dies lehrt, daß, wenn man eine von den Besprengungen unterlassen hat, alles, was man getan hat, nichtig sei. Ich weiß dies von den siebenBesprengungen, die immer unerläßlich sind, woher dies von den vierSprengungen? Es heißt:so verfahre er. \n",
"Mitdem Farren, das ist der Farre des Versöhnungstages;"
],
[
"wie er mit jenem Farren verfahren hat, das ist der Farre des gesalbtenPriesters; des Sündopfers, das sind die Ziegenböcke wegen Götzendienstes. Man könnte glauben, auch die Ziegenböcke der Feste und die Ziegenböcke der Neumonde seien einbegriffen, so heißt es : mit ihm.",
"Was veranlaßt dich, jene einzuschließen und diese auszuschließen? Da die Schrift manche einbegriffen und manche ausgeschlossen hat, so schließe ich jene ein, die eine bestimmte Übertretung sühnen, und schließe diese aus, die nicht eine bestimmte Übertretung sühnen.",
"Er schaffe Sühne, auch wenn er nicht gestützt hat; es wird ihnen vergeben, auch wenn er das Fortgießenunterlassen hat.",
"Was veranlaßt dich, es bei [Unterlassung der] Sprengungen als untauglich und bei [Unterlassung des] Stutzens und des Fortgießens als tauglich zu erklären?",
"Ich will dir sagen, bei [Unterlassung der] Sprengung ist es untauglich, weil diese immer unerläßlich sind, und bei [Unterlassung des] Stutzens und des Fortgießens ist es tauglich, weil sie nicht immer unerläßlich sind."
],
[
"Der Meister sagte: Ich weiß dies von den sieben Besprengungen, die immer unerläßlich sind. Wobei? R. Papa erwiderte : Bei der [roten] Kuh und beim Aussatz.",
"«Woher dies von den vier Sprengungen? Es heißt: so verfahre er.» Die sieben Besprengungen wohl deshalb, weil sie geschrieben und wiederholt sind, und auch die vier Sprengungen sind ja geschrieben und wiederholt!?",
"R. Jirmeja erwiderte: Dies ist nach R. Šimo͑nnötig, denn es wird gelehrt: Obenheißt es [statt] Horn Hörner, das sind zwei, und untenheißt es [statt] Horn Hörner, zusammen vier – so R. Šimo͑n.",
"R. Jehuda sagt, dies sei nicht nötig; es heißtim Offenbarungszelte, auf alle im Offenbarungszelte. – Wofür verwendet R. Jehuda [die Worte] so verfahre er? –",
"Diese verwendet er für folgende Lehre: Woher ist das Stützen und das Fortgießen des zurückgebliebenen Blutes beim Farren des Versöhnungstages, bei dem dies nicht gelehrt wird, zu entnehmen? Es heißt: so verfahre er. –",
"Wird dies denn vom Farren des Versöhnungstages nicht gelehrt, du sagst ja: mit dem Farren, das ist der Farre des Versöhnungstages!? –",
"Sie sind nötig; man könnte glauben, diesgelte nur von einem Dienste, von dem die Sühne abhängt, nicht aber von einem Dienste, von dem die Sühne nicht abhängt, so lehrt er uns. –",
"Wofür verwendet R. Šimo͑n [die Worte] im Offenbarungszelte? – [Die Worte] im Offenbarungszelte deuten darauf, daß, wenn ein Balken im Tempel schadhaft ist, er nicht besprenge. – Und jener!? – Aus der. – Und der andere!? – Er legt das der nicht aus.",
"Abajje sagte: Diesist auch nach R. Jehuda nötig; man könnte glauben, wie das Stützen und das Fortgießen des zurückbleibenden Blutes nicht unerläßlich sind, obgleich sie geschrieben und wiederholt sind, ebenso seien auch die vier Sprengungen nicht unerläßlich, so lehrt er uns.",
"«Mit dem Farren, das ist der Farre des Versöhnungstages.» In welcher Hinsicht, wenn hinsichtlich der Unerläßlichkeit, so ist dies ja selbstverständlich, hierbei heißt es ja Satzung!?",
"R. Nahman b. Jiçḥaq erwiderte: Dies ist nach R. Jehuda nötig, welcher sagt, [das Wort] Satzung beziehe sich nur auf die Verrichtungen, die in weißen Gewänderninnen erfolgen, hat er eine spätere früher verrichtet, so ist es ungültig;",
"bei den Verrichtungen aber, die in weißen Gewändern außen erfolgen, ist es gültig, wenn eine spätere früher erfolgt ist. Man könnte nun glauben, da die Reihenfolge nicht unerläßlichist, seien auch die Besprengungennicht unerläßlich, so lehrt er uns.",
"R. Papa wandte ein: Wieso kannst du dies sagen, es wird ja gelehrt:Wenn er vollendet hat die Sühne des Heiligtums, hat er gesühnt, so hat er vollendet, hat er nicht gesühnt, so hat er nicht vollendet – so R. A͑qiba.",
"R. Jehuda sprach zu ihm: Weshalb sollten wir nicht auslegen: hat er vollendet, so hat er gesühnt, hat er nicht vollendet, so hat er nicht gesühnt!?",
"Vielmehr, erklärte R. Papa, ist dies wegen [der Worte] den, Blut und tauchennötig. Dendeutet, wie R. Aḥa b. Ja͑qob sagte, darauf, daß es tauglich sei,"
],
[
"wenn er eine Blase am Finger hat. Blut, das Blut muß von vornherein das zum Eintauchen erforderliche Quantum haben. Tauchen, nicht aber wischen.",
"Und [die Worte tauchen und] Blut sind beide nötig. Würde der Allbarmherzige nur tauchen geschrieben haben, so könnte man glauben, auch wenn vorher das zum Eintauchen erforderliche Quantum nicht vorhanden ist, daher heißt es in das Blut.",
"Und würde der Allbarmherzige nur in das Blut geschrieben haben, so könnte man glauben, auch wischen, daher heißt es tauchen. ",
"Wozu heißt es:Altar mit dem wohlriechenden Räucherwerke? – Ist der Altar nicht mit dem wohlriechenden Räucherwerke eingeweiht worden, so sprengte er nicht.",
"Übereinstimmend mit R. Papa wird gelehrt : Er verfahre, wie er verfahren hat. Wozu heißt es: mit dem Farren? Dies schließt den Farren des Versöhnungstages ein hinsichtlich aller im Abschnitte genannten Dinge – so R. A͑qiba.",
"R. Jišma͑él sprach : Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn in einem Falle, wo die Opfereinander nicht gleichen, das Verfahren bei beiden gleichmäßig ist, um wieviel mehr muß in einem Falle, wo die Opfer einander gleichen, das Verfahren bei beiden gleichmäßigsein.",
"Vielmehr ist unter [dem ersten] Farren der Farre der Gemeinde wegen eines Entfalles, und unter [dem zweiten] Farren der Farre des gesalbten Priesters zu verstehen.",
"Der Meister sagte: Wenn in einem Falle, wo die Opfer einander nicht gleichen. Was heißt ‘die Opfer einander nicht gleichen’,",
"wollte man sagen, der Farre des Versöhnungstages und der Ziegenbockdes Versöhnungstages, so ist ja zu erwidern: wohl bei diesen, weil ihr Blut in das Allerinnerste gebracht wird.",
"Wollte man sagen, der Farre der Gemeinde wegen eines Entfallene und die Ziegenböckewegen Götzendienstes, so ist ja zu erwidern: wohl bei diesen, weil sie eine bestimmte Übertretung sühnen!? –",
"Vielmehr, der Farre der Gemeinde wegen eines Entfallene und der Ziegenbock des Versöhnungstages, und zwar meint er es wie folgt: wenn in einem Falle, wo die Opfer einander nicht gleichen, denn dieses ist ein Farre und jenes ist ein Ziegenbock, das Verfahren bei beiden gleichmäßig ist, um wieviel mehr muß in einem Falle, wo die Opfer einander gleichen, wo dieses ein Farre ist und jenes ein Farre ist,"
],
[
"das Verfahren bei beiden gleichmäßig sein.",
"Somit ist hinsichtlich [der Folgerungen aus] den, Blut und tauchenvom Farren des gesalbten Priesters auf den Farren des Versöhnungstages [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern, und ebenso vom Ziegenbocke wegen Götzendienstes auf den Ziegenbock des Versöhnungstages. –",
"Kann denn von dem, was durch Vergleichung gefolgertwird, auf anderes durch [einen Schluß vom] Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden!? R. Papa erwiderte: Der Autor der Schule R. Jišma͑éls ist der Ansicht, man könne von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, auf anderes durch [einen Schluß vom] Leichteren auf das Schwerere folgern.",
"«Unter [dem ersten] Farren der Farre der Gemeinde wegen eines Entfallens.« Die Schrift spricht ja von dem der Gemeinde!? R. Papa erwiderte: Vom Farren der Gemeinde wegen eines Entfallens wird [weiter] hinsichtlich des Leberanhängsels und der beiden Nierenauf die Ziegenböcke wegen Götzendienstes gefolgert,",
"und da dies vom Farren der Gemeinde wegen eines Entfallens nicht ausdrücklich geschrieben, sondern durch Vergleichunggefolgert wird, so heißt es Farren,",
"wodurch es ebenso ist, als würde es von diesem ausdrücklich geschrieben worden sein, damit man nicht durch Vergleichung zu folgern brauche von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird.",
"Übereinstimmend mit R. Papa wird gelehrt: Er verfahre, wie er verfahren hat, wozu heißt es: mit dem Farren?",
"Es heißt:sie brachten ihre Opfer, ein Feueropfer für den Herrn &c. Ihr Sündopfer, das sind die Ziegenböcke wegen Götzendienstes; ihrer Verfehlung, das ist der Farre der Gemeinde wegen eines Entfallens. Ihr Sündopfer wegen ihrer Verfehlung, die Tora sagt damit, daß ihr Sündopfer dem wegen ihrer Verfehlung gleiche.",
"Hinsichtlich ihrer Verfehlung wird esja durch Vergleichung gefolgert: kann man denn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, auf anderes durch Vergleichung folgern?",
"Es heißt:Farren, dies ist der Farre der Gemeinde wegen eines Entfallens, Farren, dies ist der Farre des gesalbten Priesters.",
"Der Meister sagte: Sündopfer, das sind die Ziegenböcke wegen Götzendienstes. Dies ist ja schon aus dem früheren Schriftversezu entnehmen, denn der Meister sagte: des Sündopfers, das sind die Ziegenböcke wegen Götzendienstes!? R. Papa erwiderte: Dies ist nötig; man könnte glauben, dies gelte nur von den Sprengungen, die bei diesem selbstgenannt werden,"
],
[
"nicht aber vom Leberanhängsel und von den beiden Nieren, die nicht bei diesem selbst genannt werden, so lehrt er uns.",
"R. Hona, Sohn des R. Nathan, sprach zu R. Papa: Der Autor spricht ja vom Farren des Versöhnungstages hinsichtlich aller im Abschnitte genannten Dinge!? – Hierüber besteht ein Streit von Tannaím; der Autor der Schule Rabhs begreift es auf diese Weise ein, der Autor der Schule R. Jišma͑éls aber begreift es nicht ein.",
"In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt: Weshalb wird vom Leberanhängsel und von den beiden Nieren beim Farren des gesalbten Priesters und nicht beim Farren der Gemeinde wegen eines Entfallens gesprochen? Dies ist zu vergleichen mit dem Falle, wenn ein König aus Fleisch und Blut seinem Freunde zürnt, wegen seiner Liebe aber seine Sündekürzt.",
"Ferner wurde in der Schule R. Jišma͑éls gelehrt: Weshalb wird vom Vorhange des Heiligtums beim Farren des gesalbten Priesters und nicht beim Farren der Gemeinde wegen eines Entfallens gesprochen? Dies ist mit dem Falle zu vergleichen, wenn eine Provinz sich gegen einen König aus Fleisch und Blut vergangen hat; hat der kleinere Teil sich vergangen, so bleibt seine Umgebung bestehen, hat der größere Teil sich vergangen, so bleibt seine Umgebung nicht bestehen.",
"DAHER IST ES, WENN MAN ALLE VORSCHRIFTSMÄSSIG AUFGETRAGEN &C. Dort haben wir gelernt: Hat man esbeim Haufen verwerflich gemacht und nicht beim Weihrauch, oder beim Weihrauch und nicht beim Haufen, so ist es, wie R. Meír sagt, verwerflich, und man verfällt der Ausrottung;",
"die Weisen sagen, man verfalle der Ausrottung nur dann, wenn man es beim vollständigen Erlaubtmachendenverwerflich gemacht hat.",
"R. Šimo͑n b. Laqiš sagte: Man sage nicht, der Grund R. Meírs sei, weil er der Ansicht ist, man könne [das Opfer] bei der Hälfte des Erlaubtmachenden verwerflich machen, vielmehr wird hier von dem Falle gesprochen, wenn man den Haufen beabsichtigendund den Weihrauch stillschweigend hinaufgelegt hat, und er ist der Ansicht, was einer tut, tue er auf Grund der ersten Beschlußfassung. –",
"Woher dies? – Er lehrt, wenn man alle vorschriftsmäßig und eine unvorschriftsmäßig aufgetragen hat, sei es untauglich, und man verfalle dieserhalb nicht der Ausrottung; demnach ist es, wenn eine unvorschriftsmäßig und alle vorschriftsmäßig, verwerflich.",
"Nach wessen Ansicht: wenn nach den Rabbanan, so sagen sie ja, bei der Hälfte des Erlaubtmachenden könne man nicht verwerflich machen; doch wohl nach R. Meír,",
"und wenn man nun sagen wollte, der Grund R. Meírs sei, weil man bei der Hälfte des Erlaubtmachenden verwerflich machen kann, so sollte dies auch von dem Falle gelten, von dem gelehrt wird. Wahrscheinlich also, weil er der Ansicht ist, was einer tut, tue er auf Grund der erstenBeschlußfassung.",
"R. Semuél b. Jiçḥaq erwiderte: Tatsächlich nach den Rabbanan, denn unter ‘vorschriftsmäßig’ ist die Eignungzur Verwerflichmachung zu verstehen. –",
"Wenn es aber heißt: daher ist es, wenn man alle vorschriftsmäßig und eine unvorschriftsmäßig auf getragen hat, untauglich und man verfällt nicht der Ausrottung, so ist ja unter ‘vorschriftsmäßig’ tauglich zu verstehen!?",
"Raba erwiderte: Unter ‘unvorschriftsmäßig’ ist zu verstehen : außerhalb des Raumes. R. Aši erklärte: Auf einen anderen Namen. –",
"Demnach ist man schuldig, wenn es nicht außerhalb des Raumes oder auf einen anderen Namen erfolgtist!? –",
"Da er vorher lehrt, es sei verwerflich und man verfalle der Ausrottung, lehrt er später, es sei untauglichund man verfalle nicht der Ausrottung.",
"Man wandte ein : Diesgilt nur vom Blute, das auf den äußeren Altar aufgetragen wird;"
],
[
"hat man es aber verwerflich gemacht beim Blute, das auf den inneren Altar aufgetragen wird, beispielsweise den dreiundvierzig [Sprengungen] am Versöhnungstage, den elf beim Farren des gesalbten Priesters und den elf beim Farren der Gemeinde wegen eines Entfallens, ob bei den ersten, oder den anderen, oder den dritten, so ist [das Opfer], wie R. Meír sagt, verwerflich, und man verfällt der Ausrottung; die Weisen aber sagen, man verfalle der Ausrottung nur dann, wenn man es beim vollständigen Erlaubtmachenden verwerflich gemacht hat.",
"Er lehrt also: ob bei den ersten, den anderen, oder den dritten, und sie streiten!?",
"R. Jiçḥaq b. Abin erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn man es beim Schlachten verwerflich gemachthat, wobei die Erlaubtmachung durch eine [Handlung] erfolgt. — Was ist demnach der Grund der Rabbanan!?",
"Raba erwiderte: Unter Rabbanan ist R. Elie͑zer zu verstehen, denn wir haben gelernt: Hat man vom Haufen, vom Weihrauch, vom Räucherwerke, vom Speisopfer der Priester, vom Speisopfer des gesalbten Priesters und vom Speisopfer der Gußopfer ein olivengroßes Quantum außerhalb dargebracht, so ist man schuldig; nach R. Elie͑zer ist man frei, es sei denn, daß man alles dargebrachthat. –",
"Raba sagte ja aber, R. Elie͑zer pflichte hinsichtlich des Blutesbei, denn es wird gelehrt: R. Elie͑zer und R. Šimo͑n sagen, er beginneda, wo er aufgehört hat!? –",
"Vielmehr, erklärte Raba, wenn die ersten [Sprengungen] verwerflichmachend, die anderen schweigend und die dritten wiederum verwerflichmachend erfolgt sind;",
"man könnte glauben, wenn man sagen wollte, was einer tut, tue er auf Grund der ersten Beschlußfassung, so brauchte er es ja nicht bei der dritten zu wiederholen, so lehrter uns. R. Aši wandte ein: Heißt es denn: schweigend!?",
"Vielmehr, erklärte R. Aši, handelt es sich um den Fall, wenn es bei den ersten, bei den anderen und bei den dritten verwerflichmachenderfolgt ist; man könnte glauben, wenn man sagen wollte, was einer tut, tue er auf Grund der ersten Beschlußfassung, so brauchte er ja nicht jedesmal die Verwerflichkeit zu wiederholen, so lehrt er uns. –"
],
[
"Es heißt ja aber ‘ob’, ‘oder’!? – Dies ist ein Einwand.",
"Der Meister sagte: So ist [das Opfer], wie R. M’eir sagt, verwerflich, und man verfällt der Ausrottung. Merke, der Ausrottung verfällt man ja erst dann, wenn alles, was es erlaubt macht, dargebracht worden ist, denn der Meister sagte, die Wohlgefälligmachung des Untauglichen gleicheder Wohlgefälligmachung des Tauglichen, wie die Wohlgefälligmachung des Tauglichen erst dann erfolgt, wenn alles, was es erlaubt macht, dargebracht worden ist,",
"ebenso gilt dies auch vom Untauglichen erst dann, wenn alles, was es erlaubt macht, dargebracht worden ist, und wenn man es hierbei durch die Absicht bei den inneren [Sprengungen] untauglich gemacht hat, so ist es ja ebenso, als würde man überhaupt nicht gesprengt haben, und wenn man später im Tempel sprengt, so ist es ebenso, als würde man Wassersprengen!?",
"Rabba erwiderte: Dies kann bei vier Farren und vier Ziegenböckenvorkommen.",
"Raba sagte: Du kannst auch sagen, bei einem Farren und einem Ziegenbocke, denn hinsichtlich der Verwerflichmachung ist es gültig. –",
"Wieso dreiundvierzig, es wird ja gelehrt: siebenundvierzig!? – Eines nach demjenigen, welcher sagt, man vermische [das Blut]für die Hörner, und eines nach demjenigen, welcher sagt, man vermische es nichtfür die Hörner. –",
"Es wird ja aber gelehrt: achtundvierzig!? – Eines nach demjenigen, welcher sagt, das Fortgießensei unerläßlich, und eines nach demjenigen, welcher sagt, das Fortgießen sei nicht unerläßlich.",
"Man wandte ein: Diesgilt nur vom Abhäufen, vom Hineinlegen in das Gefäß und vom Hinbringen,",
"bei der Aufräucherung aber ist es, wenn man den Haufen beabsichtigend und den Weihrauch stillschweigend oder den Haufen stillschweigend und den Weihrauch beabsichtigend hinaufgelegt hat, wie R. Meír sagt, verwerflich, und man verfällt der Ausrottung; die Weisen sagen, man verfalle der Ausrottung nur dann, wenn man es beim vollständigen Erlaubtmachenden verwerflich gemacht hat.",
"Hier wird von dem Falle gelehrt, wenn den Haufen stillschweigend und den Weihrauch beabsichtigend, und sie streiten!? – Lies: und vorher den Weihrauch beabsichtigend hinaufgelegt. –",
"Dies ist erstens der Fall des Anfangsatzes, und zweitens heißt es ja in einer anderen Lehre: und nachher!? – Ein Einwand.",
"BEI FOLGENDEN DINGEN IST MAN NICHT SCHULDIGWEGEN VERWERFLICHEM: BEIM HAUFEN, DEM RÄUCHERWERKE, DEM WEIHRAUCH, \n"
],
[
"DEM SPEISOPFER DER PRIESTER, DEM SPEISOPFER DES GESALBTEN PRIESTERS, DEM BLUTE UND DEM BESONDERS DARGEBRACHTEN GUSSOPFER – SO R. MEÍR; DIE WEISEN SAGEN, AUCH BEIM MIT EINEM VIEH DARGEBRACHTEN.",
"BEIM LOG ÖL DES AUSSÄTZIGENIST MAN, WIE R. ŠIMO͑N SAGT, WEGEN VERWERFLICHEM NICHT SCHULDIG, UND WIE R. MEÍR SAGT, WEGEN VERWERFLICHEM SCHULDIG, WEIL DAS BLUT DES SCHULDOPFERS ES ERLAUBT MACHT, UND MAN BEI ALLEM, WAS DURCH ANDERES ERLAUBT WIRD, OB FÜR MENSCHEN ODER FÜR DEN AL TAR, WEGEN VERWERFLICHEM SCHULDIG IST.",
"ivBEIM BRANDOPFER MACHT DAS BLUT DAS FLEISCH FÜR DEN ALTAR UND DIE HAUT FÜR DIE PRIESTER ERLAUBT: BEIM GEFLÜGEL-BRANDOPFER MACHT DAS BLUT DAS FLEISCH FÜR DEN ALTAR ERLAUBT; BEIM GEFLÜGEL-SÜNDOPFER MACHT DAS BLUT DAS FLEISCH FÜR DIE PRIESTER ERLAUBT; BEI DEN ZU VERBRENNENDEN FARREN UND DEN ZU VERBRENNENDEN ZIEGENBÖCKEN MACHT DAS BIUT DIE OPFERTEILE ZUR DARBRINGUNG ERLAUBT.",
"R. ŠIMO͑N SAGT, BEI ALLEM, WAS NICHT GLEICH DEM HEILSOPFERAUF DEM ÄUSSEREN ALTAR DARGEBRACHT WIRD, IST MAN NICHT WEGEN VERWERFLICHEM SCHULDIG.",
"GEMARA. U͑la sagte: Hat man einen verwerflichen Haufen auf den Altar gebracht, so ist ihm die Verwerflichkeit genommen; wenn er andere verwerflich machen kann, um wieviel mehr sich selbst. – Wie meinter es? – Er meint es wie folgt: wieso kann er, wenn er nicht entgegengenommen wird, anderes zur Verwerflichkeit bringen. –",
"Er lehrt uns also, daß man dessentwegen nicht wegen Verwerflichem schuldig ist, und dies haben wir ja bereits gelernt: bei folgenden Dingen ist man nicht wegen Verwerflichem schuldig: beim Haufen, dem Räucherwerke, dem Weihrauch, dem Speisopfer der Priester, dem Speisopfer des gesalbten Priesters, dem Speisopfer der Gußopfer, und dem Blute.",
"Und wenn etwa, daß er, wenn er [auf den Altar] gekommen ist, nicht herabzunehmen sei, so haben wir ja auch dies gelernt: wenn Übernachtetes, Hinausgekommenes, Unreines, außerhalb der Frist oder außerhalb des Raumes Geschlachtetes [auf den Altar] gekommen ist, so ist es nicht her abzunehmen.",
"Und wenn etwa, daß, wenn es her abgenommen worden ist, es [nicht] wieder hinaufzulegen ist, so haben wir ja auch dies gelernt: wie sie, wenn sie hinaufgekommen sind, nicht herabzunehmen sind, ebenso sind sie, wenn sie herabgenommen worden sind, nicht wieder hinaufzulegen!? – Dies ist wegen des Falles nötig, wenn das Feuer ihn erfaßthat. –",
"Aber auch dies lehrte ja U͑la bereits einmal, denn U͑la sagte: diesgilt nur von dem Falle, wenn das Feuer sie noch nicht erfaßt hat, hat sie aber das Feuer erfaßt, so kommen sie wieder hinauf!? – Man könnte glauben, dies gelte nur von einem"
],
[
"Opfergliede, das verbundenist, nicht aber vom Haufen, der getrenntist, so lehrt er uns.",
"R. Aḥaj sagte: Daher lege man, wenn vom verwerflichen Haufen die Hälfte auf der Erde liegt und die Hälfte auf dem Holzstoße und das Feuer sie erfaßt hat, auch die andere von vornherein hinauf.",
"R. Jiçḥaq sagte im Namen R. Joḥanans : Hat man Verwerfliches, Übriggebliebenes oder Unreines auf den Altar gelegt, so ist das ihnen anhaftende Verbot geschwunden. R. Ḥisda sprach : Herr dieses, ist etwa der Altar ein Reinigungsbad!? R. Zera erwiderte: Wenn sie vom Feuer erfaßt worden sind.",
"R. Jiçḥaq b. Bisna wandte ein : Manche sagen:Und seine Unreinheit ihm anhaftet, von dem die Unreinheitschwinden kann, ausgenommen ist das Fleisch, von dem die Unreinheit nicht schwindet. Wenn dem so ist, schwindet ja durch das Feuer die Unreinheit auch davon!?",
"Raba erwiderte: Wir meinen, durch ein Tauchbad. – Spricht etwa die Schrift von einem Tauchbade!? Vielmehr, erklärte R.Papa, hier wird vom Heilsopferfleische gesprochen, das zur Darbringung nicht geeignet ist.",
"Rabina erklärte: Und seine Unreinheit ihm anhaftet, von dem die Unreinheit schwindet, wenn es vollständig ist, ausgenommen ist das Fleisch, von dem die Unreinheit nicht schwindet, wenn es vollständig ist, sondern erst wenn es unvollständigist.",
"Der Text. Und seine Unreinheit ihm anhaftet; die Schrift spricht von der Unreinheit des Körpers.",
"Du sagst, von der Unreinheit des Körpers, vielleicht ist dem nicht so, sondern von der Unreinheit des Fleisches? Dortheißt es Unreinheit und hier heißt es Unreinheit, wie die Schrift dort von der Unreinheit des Körpers spricht, ebenso spricht die Schrift auch hier von der Unreinheit des Körpers.",
"R. Ḥija erklärte: Von den Opfern wird in der Mehrzahl und von der Unreinheit wird in der Einzahl gesprochen, somit spricht die Schrift von der Unreinheit des Körpers. Rabbi erklärte:Und er ißt, die Schrift spricht also von der Unreinheit des Körpers. Manche erklären: Und seine Unreinheit ihm anhaftet, von dem die Unreinheit schwinden kann, ausgenommen ist das Fleisch, von dem die Unreinheit nicht schwindet.",
"Der Meister sagte: Rabbi erklärte: Und er ißt, die Schrift spricht also von der Unreinheit des Körpers. Wieso geht dies hieraus hervor? Raba erwiderte: Ein Schriftvers, den R. Jiçḥaq b. Evdämi nicht erklärt hat, und eine Barajtha, die R. Zee͑ri nicht erklärt hat, sind nicht erklärt.",
"R. Jiçḥaq b. Evdämi erklärte es wie folgt: Die Schrift beginntmit der weiblichen Form und schließt mit der weiblichen Form und in der Mitte wird die männliche Formgebraucht, somit spricht die Schriftvon der Unreinheit des Körpers.",
"Eine Barajtha, denn es wird gelehrt: Wozu werden, wenn die Leichtengenannt sind, die Schweren genannt, und wozu werden, wenn die Schweren genannt sind, die Leichten genannt? Würden nur die Leichten und nicht die Schweren genannt worden sein, so könnte man glauben, bei den Leichten begehe man ein Verbot und auf die Schweren sei die Todesstrafe zu setzen, deshalb werden auch die Schweren genannt. Und würden nur die Schweren und nicht die Leichten genannt worden sein, so könnte man glauben, man sei nur wegen der Schweren schuldig, wegen der Leichten aber frei, deshalb werden auch die Leichten genannt.",
"Welche sind nun die Leichten und welche sind die Schweren: wollte man sagen, Leichtes sei der Zehnt und Schweres sei die Hebe, wieso [heißt es], man würde gesagt haben, darauf sei die Todesstrafe zu setzen, darauf ist ja die Todesstrafe gesetzt!?",
"Und wieso würde man ferner, wenn es nicht genannt worden wäre, gefolgert haben, daß darauf die Todesstrafe zu setzen sei, es genügt ja, wenn das Gefolgerte dem gleicht, von dem es gefolgertwird!?",
"Wollte man sagen, Leichtes sei die Unreinheit eines Kriechtieres und Schweres sei die Unreinheit einer Leiche, –",
"wobei, wenn bei der Hebe, so ist ja bei beiden die Todesstrafe gesetzt!? Und wieso [heißt es] ferner, deshalb werden auch die Schweren genannt, daß darauf nur ein Verbot gesetzt sei, darauf ist ja die Todesstrafe gesetzt!? (Und wieso würde man ferner, wenn es nicht genannt worden wäre, gesagt haben, darauf sei die Todesstrafe gesetzt, es genügt ja, wenn das Gefolgerte dem gleicht, von dem es gefolgert wird!?)",
"Und wenn etwa beim Zehnten,"
],
[
"wieso würde man, wenn das Schwere nicht genannt worden wäre, gesagt haben, daß auf das Schwere die Todesstrafe gesetzt sei, dies wird ja von der Unreinheit eines Kriechtieres gefolgert, und es genügt, wenn das Gefolgerte dem gleicht, von dem es gefolgert wird!?",
"Zee͑ri erklärte es: Leichtes, die Unreinheit eines Kriechtieres, Schweres, die Unreinheit einer Leiche, und er meint es wie folgt. Würde nur die Unreinheit eines Kriechtieres beim Zehnten und bei der Hebe genannt worden sein, nicht aber die Unreinheit einer Leiche, so würde man gesagt haben, [auf das Leichtere] beim Leichter en sei ein Verbot und beim Schwererensei die Todesstrafe gesetzt,",
"und wenn nun auf das Leichtere beim Schwereren die Todesstrafe gesetzt ist, sei auch auf das Schwerere beim Leichterendie Todesstrafe gesetzt, daher werden die Schweren genannt.",
"UND MAN BEI ALLEM, WAS DURCH ANDERES ERLAUBT WIRD, OB FÜR MENSCHEN ODER FÜR DEN ALTAR, WEGEN VERWERFLICHEIW SCHULDIG IST.",
"Die Rabbanan lehrten : Vielleicht ist nur das einzuschließen, was dem Heilsopfer gleicht, wie das Heilsopfer während zweier Tage und einer Nacht gegessen wird, ebenso auch alles andere, was während zweier Tage und einer Nacht gegessen wird,",
"woher dies von dem, was während eines Tages und einer Nacht gegessen wird? Es heißt:vom Fleische, alles wovon das Zurückbleibendegegessen wird. Woher dies vom Brandopfer, von dem kein Zurückbleibendes gegessen wird!? Es heißtSchlachtung.",
"Woher, daß auch Geflügel und Speisopfer einbegriffen sind, und sogar das Log Öl des Aussätzigen einbegriffen ist? Es heißt:was sie mir weihen; hinsichtlich des Übriggebliebenen ist diesdurch [das Wort] entweihen von der Unreinheitzu folgern,",
"und hinsichtlich des Verwerflichen ist dies vom Übriggebliebenen durch [das Wort] Sündezu folgern.",
"Wozu wird, wenn schließlich alles einbegriffen ist, das Heilsopfer genannt? Dies lehrt dich, wie das besonders genannte Heilsopfer durch anderes erlaubt wird sowohl für Menschen als auch für den Altar, ebenso ist man auch bei allem, was durch anderes erlaubt wird, ob für Menschen oder für den Altar, wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit schuldig.",
"Beim Brandopfer macht das Blut das Fleisch für den Altar und die Haut für die Priester erlaubt; beim Geflügel-Brandopfer macht das Blut das Fleisch für den Altar erlaubt; beim Geflügel-Sündopfer macht das Blut das Fleisch für die Priester erlaubt; bei den zu verbrennenden Farren macht das Blut die Opferteile zur Darbringung erlaubt.",
"Ich schließe aber den Haufen, den Weihrauch, das Räucherwerk, das Speisopfer der Priester, das Speisopfer des gesalbten Priesters, das Speisopfer der Gußopfer und das Blut aus.",
"R. Šimo͑n sagte : Wie das besonders genannte Heilsopfer auf dem äußeren Altar dargebracht wird, und man ist dessentwegen schuldig, ebenso ist man auch bei allem anderen, was auf dem äußeren Altar dargebracht wird, wegen Verwerflichem schuldig, ausgenommen sind die zu verbrennenden Farren und die zu verbrennenden Ziegenböcke, die nicht gleich dem Heilsopfer auf dem äußeren Altar dargebracht werden; bei diesen ist man nicht wegen Verwerflichmachung schuldig.",
"«Was dem Heilsopfer gleicht.» Dies ist wohl das Erstgeborene, das ebenfalls während zweier Tage und einer Nacht gegessen wird; wodurch wird dies diesbezüglich gefolgert, wenn durch Anpassung, so ist ja zu erwidern:",
"wohl gilt dies vom Heilsopfer, bei dem Stützen, Gußopfer, und Schwingen von Brust und Schenkel erforderlich sind!? –",
"Vielmehr, aus [den Worten:]wenn essen gegessen wird. –",
"Das sind ja zwei Generalisierungen neben einander!? Rabina erwiderte: Im Westen sagen sie: Überall, wo du zwei Generalisierungen neben einander findest, setze die Spezialisierung dazwischen und wende dabei [die Regel von der] Generalisierung und Spezialisierung an.",
"«Und sogar das Log Öl des Aussätzigen einbegriffen ist.» Hier ist wohl die Ansicht R. Meírs vertreten, denn es wird gelehrt: beim Log Öl des Aussätzigen ist man wegen Verwerflichkeit schuldig – so R. Meír; wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: ich schließe aber &c. das Speisopfer der Gußopfer und das Blut aus, und dies vertritt ja die Ansicht der Rabbanan!?",
"Es wird nämlich gelehrt: Beim Gußopfer zum Viehopfer ist man wegen Verwerflichemschuldig, weil das Blut des Schlachtopfers es zur Darbringung erlaubt macht – so R. Meír. Sie sprachen zu ihm: Jemand kann ja das Schlachtopfer heute und das Gußopfer nach zehn Tagen darbringen. Er erwiderte ihnen: Ich spreche nur von dem Falle, wenn es zusammen mit dem Schlachtopfer dargebracht wird.",
"R.Joseph erwiderte: Hier ist die Ansicht Rabbis vertreten, welcher sagt, das Log Öl des Aussätzigen werde durch die Sprengungen desselben erlaubt, und wenn die Sprengungen es erlaubt machen, so machen die Sprengungen es auch verwerflich.",
"Es wird nämlich gelehrt: Am Log Öl des Aussätzigen kann man bis zum Blutsprengeneine Veruntreuung begehen; ist das Blut gesprengt worden, so darf man es weder nutznießen, noch begeht man daran eine Veruntreuung.",
"Rabbi sagt, man begehe daran eine Veruntreuung, bis die Sprengungen vollzogen sind. Sie stimmen jedoch überein, daß es bis zu den sieben Besprengungen und den Bestreichungen der Daumenzum Genüsse verbotenist.",
"Als man dies R. Jirmeja vortrug, sprach er: Ein so bedeutender Mann wie R. Joseph sagt so etwas!"
],
[
"Das besonders dargebrachte Logwird ja nach aller Ansicht durch die Sprengungen erlaubt, dennoch wird es dabei nicht verwerflich gemacht!? Es wird nämlich gelehrt: Beim Log Öl des Aussätzigen ist man wegen Verwerflichem schuldig, weil das Blut es für die Daumentauglich macht – so R. Meír.",
"Sie sprachen zu R. Meír: Jemand kann ja sein Schuldopfer jetzt und das Log [Öl] nach zehn Tagen bringen. Er erwiderte ihnen: Ich spreche nur von dem Falle, wenn es zusammen mit dem Schuldopfer dargebracht wird.",
"Vielmehr, erklärte R. Jirmeja, tatsächlich ist hier R. Meír vertreten, und man streiche [das Wort] Gußopfer. Abajje erklärte: Tatsächlich streiche man es nicht, denn er lehrt diesvom Log [Öl], das zum Schuldopfer dargebracht wird, und dasselbe gilt auch vom Gußopfer, das zum Schlachtopfer dargebracht wird, und nachher lehrt er esvom Gußopfer, das besonders dargebracht wird, und dasselbe gilt auch vom Log [Öl], das besonders dargebracht wird.",
"BEIM GEFLÜGEL-SÜNDOPFER MACHT DAS BLUT DAS FLEISCH FÜR DIE PRIESTER ERLAUBT. Woher dies? Levi lehrte:",
"All ihre Opfer, dies schließt das Log Öl des Aussätzigen ein. Man könnte glauben, der Allbarmherzige sagt ja vom Feuer, und dieses bleibt ja nicht vom Feuer zurück, so lehrt er uns.",
"All ihre Speisopfer, dies schließt das Speisopfer der Schwingegarbe und das Speisopfer der Eifersuchtein. Man könnte glauben, es heißt ja:sie sollen das verzehren, womit die Sühne vollzogen wurde, während das Speisopfer der Schwingegarbe zur Erlaubtmachung und das Speisopfer der Eifersucht zur Aufklärung der Sünde gebracht wird, so lehrt er uns.",
"Alle ihre Sündopfer, dies schließt das Geflügel-Sündopfer ein. Man könnte glauben, es seiAas, so lehrt er uns.",
"Alle ihre Schuldopfer, dies schließt das Schuldopfer des Nazirs und das Schuldopfer des Aussätzigen ein. – Vom Schuldopfer des Aussätzigen ist diesja ausdrücklich geschrieben!? –",
"Vielmehr, dies schließt das Schuldopfer des Nazirs ein, daß es dem Schuldopfer des Aussätzigen gleiche. Man könnte glauben, dieses wird ja nur zur Tauglichmachungdargebracht, so lehrt er uns.",
"Das sie erstatten, das ist das von einem Proselyten Geraubte. Es gehört dir, es ist dein Eigentum, sogar zur Antrauung einer Frau.",
"Es wird gelehrt : R. Elea͑zar sagte im Namen R. Jose des Galiläers : Hat er siebei einem Dienst, der außerhalbzu verrichten ist, verwerflich gemacht, so sind sie verwerflich, und wenn bei einem Dienst, der im Innern zu verrichten ist, so sind sie nicht verwerflich.",
"Zum Beispiel: wenn er außerhalb steht und sagt, er schlachte, um vom Blute morgen zu sprengen, so hat er nicht verwerflich gemacht, denn die Absicht ist außerhalb hinsichtlich einer Handlung erfolgt, die im Innern zu verrichten ist; er hat daher nicht verwerflich gemacht. Wenn er im Innern steht und sagt, er sprenge in der Absicht, morgen die Opferteile auf zuräuchern und das zurückbleibende [Blut] auszugießen, so hat er nicht verwerflich gemacht, denn die Absicht ist im Innern hinsichtlich einer Handlung erfolgt, die außerhalb zu verrichten ist.",
"Wenn er aber außerhalb steht und sagt, er schlachte in der Absicht, morgen das zurückbleibende [Blut] auszugießen oder die Opferteile morgen auf zuräuchern, so hat er verwerflich gemacht, denn die Absicht ist außerhalb hinsichtlich einer Handlung erfolgt, die außerhalb zu verrichten ist.",
"R. JehoŠua͑ b. Levi sagte: Hierauf deutet folgender Schriftvers:wie es vom Rinde der Heilsopfer-Schlachtung abgehoben wird; was ist von jetzt abvom Rinde der Heilsopferschlachtung zu lernen?",
"Vielmehr vergleicht er den Farren des gesalbten Priesters mit dem Rinde der Heilsopfer-Schlachtung: wie beim Rinde der Heilsopfer-Schlachtung Absicht und Handlung am äußeren Altar erfolgenmüssen, ebenso müssen auch beim Farren des gesalbten Priesters Absicht und Verrichtung am äußeren Altar erfolgen.",
"R. Nahman sagte im Namen des Rabba b. Abuha im Namen Rabhs : Die Halakha ist, wie R. Elea͑zar im Namen R.Joses lehrte.",
"Raba sprach:"
],
[
"Eine Halakha für die messianische [Zeit] ! Abajje sprach zu ihm : Demnach braucht ja auch die ganze [Lehre von der] Schlachtung der Opfer nicht gelehrt zu werden, denn sie ist eine Lehre für die messianische Zeit!? Vielmehr forsche man, um Belohnungzu erhalten, ebenso auch hierbei: man forsche, um Belohnung zu erhalten. – Ich meine es wie folgt: wozu die Feststellung der Halakha. Eine andere Lesart: Er erwiderte ihm : Ich spreche von der Halakha.",
"v,1BEI OPFERN VON NICHTJÜDEN IST MAN WEGEN VERWERFLICHEM, ÜBRIGGEBLIEBENEM UND UNREINHEIT NICHT SCHULDIG, UND WER SIE AUSSERHALB SCHLACHTET, IST NACH R. ŠIMO͑N FREI UND NACH R. JOSE SCHULDIG.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Von Opfern von Nichtjuden darf man nichts genießen, man begeht an ihnen keine Veruntreuung, man ist bei ihnen nicht schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit,",
"sie werden nicht eingetauscht, und siebringen kein Gußopferdar; zu ihren [Schlacht]opfern aber ist ein Gußopfer erforderlich – so R. Šimo͑n.",
"R. Jose sprach: Ich finde, daß bei allem zu erschweren ist, denn auch von ihnen heißt es :für den Herrn. Dies gilt nur vom Geheiligten für den Altar, am Geheiligten für den Tempelreparaturfonds aber begeht man eine Veruntreuung.",
"«Nichts genießen, man begeht an ihnen keine Veruntreuung.» Nichts genießen, rabbanitisch;",
"man begeht keine Veruntreuung, denn dies ist aus [dem Worte] Sünde zu entnehmen, das auch bei der Hebegebraucht wird, und bei dieser heißt esKinder Jisraél, nicht aber Nichtjuden.",
"«Man ist bei ihnen nicht schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit.» Aus welchem Grunde? – Hinsichtlich des Verwerflichen ist dies durch [das Wort] Sünde vom Übriggebliebenen zu entnehmen,",
"und hinsichtlich des Übriggebliebenen ist dies durch [das Wort] entweihen von der Unreinheit zu entnehmen, und bei der Unreinheit heißt esKinder Jisraél, nicht aber Nichtjuden.",
"«Sie werden nicht eingetauscht.» Aus welchem Grunde? – Das Eingetauschte wird mit dem Viehzehnten und der Viehzehnt wird mit dem Getreidezehnten verglichen, und beim Getreidezehnten heißt esKinder Jisraél, nicht aber Nichtjuden. –",
"Kann denn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden!? – Der Getreidezehnt ist Profanes. –",
"Einleuchtend ist es nach demjenigen, welcher sagt, man richte sich nach dem, wovon gefolgert wird, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, man richte sich nach dem Gefolgerten!? –",
"Vielmehr, der Viehzehnt ist eine Pflicht, für die keine Zeit festgesetzt ist, und eine Pflicht, für die keine Zeit festgesetzt ist, obliegt nur Jisraéliten und nicht Nichtjuden.",
"«Sie bringen kein Gußopfer dar.» Die Rabbanan lehrten:Eingeborener, ein Eingeborener bringt Gußopfer dar, nicht aber bringt ein Nichtjude Gußopfer dar. Man könnte glauben, auch zu seinem Brandopfer sei kein Gußopfer erforderlich, so heißt esso.",
"«R. Jose sprach: Ich finde, daß bei allem zu erschweren ist &c.» Aus welchem Grunde? –",
"Er ist der Ansicht, die Folgerung durch [das Wort] Sünde von der Hebe erstrecke sich nur auf das, was gleich der Hebe an sich heilig ist, nicht aber auf Geheiligtes für den Tempelreparaturfonds, wobei nur der Geldwert heilig ist.",
"Die Rabbanan lehrten: Wenn das Blut unrein geworden ist und man es gesprengt hat, so ist es, wenn versehentlich, wohlgefällig, und wenn"
],
[
"vorsätzlich, nicht wohlgefällig. Dies gilt nur von einem einzelnen, bei einer Gemeinde aber ist es wohlgefällig, einerlei, ob versehentlich oder vorsätzlich; bei einem Nichtjuden ist es, ob versehentlich oder vorsätzlich, nicht wohlgefällig.",
"Die Jünger sprachen zu R. Papa: Also nicht nach R. Jose, denn R. Jose sagte, er finde, daß bei allem zu erschwerensei.",
"Da sprach R. Papa zu ihnen : Man kann auch sagen, nach R. Jose, denn anders ist es hierbei, wo die Schriftfür sie sagt, für sie, nicht aber für Nichtjuden.",
"R. Hona, Sohn des R. Nathan, sprach zu R. Papa: Es heißt ja auch:die sie weihen, ist etwa auch hierbei zu erklären: sie, nicht aberNichtjuden!?",
"Vielmehr, erklärte R. Aši, die Schrift sagt:zur Willfährigkeit, und Nichtjuden sind keine Kinder der Willfährigkeit.",
"v,2AUCH BEI DINGEN, BEI WELCHEN MAN WEGEN VERWERFLICHEM NICHT SCHULDIG IST, IST MAN WEGEN üÜRIGGEBLLEBENEM UND UNREINHEIT SCHULDIG, MIT AUSNAHME DES BLUTES; NACH R. ŠIMO͑N IST MAN SCHULDIG NUR BEI DINGEN, DIE MAN ZU ESSEN PFLEGT, BEIM HOLZE, DEM WEIHRAUCH UND DEM RÄUCHERWERKE ABER IST MAN NICHT WEGEN UNREINHEIT SCHULDIG.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Man könnte glauben, man sei wegen Unreinheit schuldig nur bei einer Sache, die für Menschen oder für den Altar durch etwas anderes erlaubt wird,",
"und dies wäre auch durch einen Schluß zu folgern: wenn man wegen Verwerflichem, woraufein feststehendes [Opfer]gesetzt ist, bei der nur ein einmaliges Bewußtwerdenerforderlich ist und aus der Allgemeinheit heraus nicht erlaubt worden ist, nur dann schuldig ist, wenn es durch etwas anderes für Menschen oder für den Altar erlaubt wird,",
"um wieviel mehr ist man wegen Unreinheit, derentwegen ein auf- und absteigendes Opferdarzubringen ist, bei der ein zweimaliges Bewußtwerdenerforderlich ist und aus der Allgemeinheit heraus erlaubt wordenist, nur dann schuldig, wenn es für Menschen oder für den Altar durch anderes erlaubt wird.",
"Daher heißt es: die sie mir weihen.",
"Man könnte glauben, sofort, so heißt es: nahet. R. Elie͑zer erklärte: Man ist ja nicht wegen des Berührens schuldig,",
"wieso heißt es: nahet? Die Schrift spricht von dem, was zur Darbringung geeignet ist, und zwar: hat es Erlaubtmachendes, sobald das Erlaubtmachende dargebracht worden ist, hat es kein Erlaubtmachendes, sobald es durch das Gefäß geheiligt worden ist. –",
"Wir wissen dies von der Unreinheit, woher dies vom Übriggebliebenen? – Dies ist durch [das Wort] entweihen von der Unreinheitzu folgern. –",
"Sollte es doch durch [das Wort] Sünde vom Verwerflichengefolgertwerden!? –",
"Es ist einleuchtend, daß es von der Unreinheit zu folgern ist, denn es gleicht dieser hinsichtlich des Körpers, des Sprengensund der Entweihung. –",
"Im Gegenteil, es sollte ja vom Verwerflichen gefolgert werden, denn es gleicht diesem hinsichtlich des Erlaubtseins, des Stirnblattes, der Reinheit, der Fristund des Dargebrachten, und diese sind ja mehr!? –",
"Vielmehr, wegen einer Lehre Levis, denn Levi lehrte: Woher, daß die Schriftauch von der Untauglichkeit durch die Frist spricht? Es heißt:sie sollen nicht entweihen die geheiligten Gaben der Kinder Jisraél;"
],
[
"die Schrift spricht von zweiEntweihungen, von der Untauglichkeit durch Übrigbleiben und der Untauglichkeit durch Unreinheit.",
"MIT AUSNAHME DES BLUTES &C. Woher dies? U͑la erwiderte : Die Schrift sagt:ich habe es euch gegeben, es soll euch gehören.",
"In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt: Die Schrift sagt:zur Sühne, ich habe es zur Sühne bestimmt, nicht aber zur Veruntreuung.",
"R. Johanan erklärte: Die Schrift sagtes, es ist vor der Sühne ebenso wie nach der Sühne: wie es dabei nach der Sühne keine Veruntreuung gibt, ebenso gibt es dabei vor der Sühne keine Veruntreuung. –",
"Vielleicht nach der Sühne wie vor der Sühne : wie es dabei vor der Sühne eine Veruntreuung gibt, ebenso gibt es dabei eine Veruntreuung nach der Sühne!? – Du hast nichts, woran man eine Veruntreuung begehen kann, nachdem damit das Gebot ausgeübt worden ist. –",
"Etwa nicht, dies ist ja beim Abheben der Ascheder Fall!? –",
"Vom Abheben der Asche und von den Priestergewändernlehren zwei Schriftverse dasselbe, und wenn zwei Schriftverse dasselbe lehren, so ist von diesen nichts zu folgern. –",
"Einleuchtend ist dies nach den Rabbanan, welche sagen, [die Worte]und lege sie da nieder lehren, daß sie verwahrtwerden müssen,",
"wie ist es aber nach R. Dosa zu erklären, welcher sagt, sie seien für einen gemeinen Priester erlaubt, nur er dürfe sie nicht am folgenden Versöhnungstage benutzen!? –",
"Von der Abhebung der Asche und vom genickbrochenen Kalbelehren zwei Schriftverse dasselbe, und wenn zwei Schriftverse dasselbe lehren, so ist von diesen nichts zu folgern. –",
"Einleuchtend ist dies nach demjenigen, welcher sagt, es sei nichts zu folgern, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, es sei wohl zu folgern!? –",
"Diesbezüglich sind zwei Ausschließungen vorhanden; daheißt es: dem das Genick gebrochen wurde, und dortheißt es: und lege sie. –",
"Wozu sind die drei Schriftworte hinsichtlich des Blutesnötig? –",
"Zur Ausschließung von der Veruntreuung, vom Übriggebliebenen und von der Unreinheit;",
"hinsichtlich der Verwerflichmachung aber ist kein Schriftvers nötig, denn es wird gelehrt, man sei bei allem, was Erlaubtmachendes hat, ob für Menschen oder für den Altar, wegen Verwerflichem schuldig, während das Blut selber Erlaubtmachendes ist.",
"R. Joḥanan sagte: Wozu die drei Ausrottungenbeim Heilsopfer?"
],
[
"Eine als Generalisierung, eine als Spezialisierungund eine wegen der Dinge, die nicht gegessen werden. –",
"Was schließt sie aber nach R. Šimo͑n ein, welcher sagt, bei Dingen, die nicht gegessen werden, sei man nicht wegen Unreinheit schuldig!? – Diese schließt die inneren Sündopfer ein;",
"man könnte glauben, da R. Šimo͑n der Ansicht ist, man sei bei Dingen, die nicht gleich dem Heilsopfer auf dem äußeren Altar hergerichtet werden, nicht wegen Verwerflichem schuldig, sei man bei diesen auch nicht wegen Unreinheit schuldig, so lehrt er uns.",
"NACH R. ŠIMO͑N IST MAN SCHULDIG NUR BEI DINGEN, DIE MAN ZU ESSEN PFLEGT &C. Es wurde gelehrt: R. Joḥanan und Reš Laqiš, R. Elea͑zar und R. Jose b. R. Ḥanina,",
"einer von dem einen Paare und einer von dem anderen Paare [streiten]; einer sagt, sie streiten nur über die Unreinheit des Fleisches; bei Unreinheit des Körpers aber stimmen alle überein, daß dieserhalb nicht zu geißeln ist,",
"und einer sagt, wie sie über das eine streiten, streiten sie auch über das andere, denn wie es hiervon heißt:und das Fleisch, das mit etwas Unreinem in Berührung kommt, so heißt es hiervon auch:und seine Unreinheit ihm anhaftet.",
"So lehrte es R. Ṭabjomi; R. Kahana aber bezieht [den Streit] der beiden Paare auf den Schlußsatz. Einer sagt, sie streiten nur über die Unreinheit des Körpers, bei Unreinheit des Fleisches aber stimmen alle überein, daß er zu geißeln ist, und einer sagt, wie sie über das eine streiten, streiten sie auch über das andere.",
"Raba sagte: Die Ansicht desjenigen, welcher sagt, sie streiten über das eine wie über das andere, ist einleuchtend, denn da es hiervon nicht heißt: und seine Unreinheit ihm anhaftet, so heißt es hiervon auch nicht: und das Fleisch, das mit etwas Unreinem in Berührung kommt, soll nicht gegessen werden. ",
"Der Meister sagte ja aber [das Wort] und das Fleisch schließe das Holz und den Weihrauch ein!? – Nur hinsichtlich der Untauglichkeit.",
"UNTER SECHS NENNUNGEN WIRD DAS OPFER DARGEBRACHT: AUF DEN NAMEN DES OPFERS, AUF DEN NAMEN DES OPFERNDEN, AUF DEN NAMEN GOTTES, ALS FEUEROPFER, ALS DUFTEND UND ALS ANGENEHM; DAS SÜNDOPFEU UND DAS SCHULDOPFER AUCH UNTER NENNUNG DER SÜNDE.",
"R. JOSE SAGT, AUCH WENN MAN AN EINE DIESER NENNUNGEN IM HERZEN NIGHT GEDACHT HAT, SEI ES TAUGLICH, DENN ESIST EINE GERICHTLICHE BESTIMMUNG; MASSGEBEND IST NUR DIE ABSICHT DES DIENSTTUENDEN.",
"GEMARA. R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Ein Brandopferauf den Namen eines Brandopfers, nicht aber auf den Namen eines Heilsopfers. Ein Feueropfer auf den Namen eines Feueropfers, nicht aber als Braten.",
"‘Als duftend’, sie müssen duftend sein, ausgenommen der Fall, wenn man die Opferglieder gebraten und nachher hinaufgelegt hat. R. Jehuda sagte nämlich im Namen Rabhs: Wenn man Opferglieder gebraten und nachher hinaufgelegt hat, so gelten sie nicht mehr als duftend.",
"‘Als angenehm’, für den, durch dessen Ausspruch die Welt entstanden ist.",
"R. Jehuda sagte im Namen Rabhs : Hat man ein Sündopfer auf den Namen eines Brandopfers geschlachtet, so ist es untauglich, wenn aber auf den Namen von Profanem, so ist es tauglich. R. Elea͑zar sagte : Folgendes ist der Grund Rabhs:und sie sollen die heiligen Gaben der Kinder Jismaéls nicht entweihen; Heiliges kann Heiliges entweihen, Profanes aber kann Heiliges nicht entweihen.",
"Rabba wandte ein : R. Jose sagt, auch wenn jemand an eine dieser Nennungen im Herzen nicht gedacht hat, sei es tauglich, denn es ist eine gerichtliche Bestimmung. Also nur dann, wenn er nichts gedacht hat, wenn er aber gedacht hat, daß es Profanes sein soll, ist es untauglich!?",
"Abajje erwiderte ihm: Vielleicht ist es, wenn er an nichts gedacht hat, tauglich und macht auch wohlgefällig, und wenn auf den Namen von Profanem, tauglich und macht nicht wohlgefällig.",
"R. Elea͑zar sagte : Hat man ein Sündopfer auf den Namen von Profanem geschlachtet, so ist es tauglich, wenn aber als Profanes, so ist es untauglich. So fragte Šemuél den R. Hona:"
],
[
"Woher, daß, wenn man sich bei Opfern nur beschäftigt, sie untauglich sind? – Es heißt:er soll das junge Rind vor dem Herrn schlachten, das Schlachten muß auf den Namen des jungen Rindes erfolgen.",
"Jener entgegnete: Das wissen wir; woher aber, daß dies unerläßlichist? Dieser erwiderte:zu eurer Wohlgefälligkeit sollt ihr es schlachten, das Schlachten muß mit eurem Wissen erfolgen.",
"MASSGEBEND IST NUR DIE ABSICHT DES DIENSTTUENDEN. Unsere Mišna vertritt nicht die Ansicht des Autors der folgenden Lehre: R. Elea͑zar b. R. Jose sagte: Ich hörte, der Eigentümer könne verwerflich machen. Raba sagte: Folgendes ist der Grund des R. Elea͑zar b. R. Jose, die Schrift sagt:es bringe der Darbringende.",
"Abajje sagte: R. Elea͑zar b. R. Jose, R. Elie͑zer und R. Šimo͑n b. Elea͑zar sind alle der Ansicht, daß, wenn der eine die Absicht hegt und der andere den Dienst verrichtet, die Absicht gültig sei. R. Elea͑zar b. R. Jose, wie wir bereits gesagt haben.",
"R. Elie͑zer, denn wir haben gelernt: Schlachtet jemand für einen Nichtjuden, so ist das Schlachten tauglich, nach R. Elie͑zer aber untauglich.",
"R. Šimo͑n b. Elea͑zar, denn es wird gelehrt : R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagte eine Regel: Wegen einer Sache, die sich zur Aufbewahrung nicht eignet, oder [in der Größe], die man sonst nichtaufbewahrt, die aber jemand aufbewahrtund ein anderer hinausgetragen hat, ist der andere durch den Willen des ersten schuldig.",
"Beide halten von der Lehre des R. Elea͑zar b. R. Jose, denn wenn dies außerhalbgilt, um wieviel mehr innerhalb.",
"R. Elea͑zar b. R. Jose hält nichts von den Lehren dieser, denn dies gilt vielleicht nur innerhalb, nicht aber außerhalb.",
"R. Šimo͑n b. Elea͑zar hält von der Lehre R. Elie͑zers, denn wenn dies beim Šabbathgesetze gilt, um wieviel mehr beim Götzendienste.",
"R. Elie͑zer hält nichts von der Lehre des R. Šimo͑n b. Elea͑zar, denn dies gilt vielleicht nur beim Götzendienste, weil es dem Dienste innerhalb gleicht, nicht aber beim Šabbathgesetze, wobei die Tora nur die bezweckte Arbeit verboten hat.",
"",
"WELCHES IST DER PLATZ FÜR DIE SCHLACHTOPFER? BEIM HOCHHEILIGEN ERFOLGT DAS SCHLACHTEN AUF DER NORDSEITE.",
"BEIM FARREN UND DEM ZIEGENBOCKE DES VERSÖHNUNGSTAGES ERFOLGT DAS SCHLACHTEN AUF DER NORDSEITE UND DIE BLUTAUFNAHME MIT EINEM DIENSTGEFÄSSE AUF DER NORDSEITE; IHR BLUT BENÖTIGT DES SPRENGENS ZWISCHEN DEN STANGEN, AUF DEN VORHANG UND AUF DEN GOLDENEN ALTAR; KEINE EINZIGE DIESER SPRENGUNGEN IST UNERLÄSSLICH. DAS ZURÜCKBLEIBENDE BLUT GOSS ER AUF DAS WESTLICHE FUNDAMENT DES ÄUSSEREN ALTARS; HAT ER ES UNTERLASSEN, SO IST DIES KEIN HINDERNIS.",
"BEI DEN ZU VERBRENNENDEN FARREN UND DEN ZU VERBRENNENDEN ZIEGENBÖCKEN ERFOLGT IHRE SCHLACHTUNG AUF DER NORDSEITE UND DIE BLUTAUFNAHME MIT EINEM DIENSTGEFÄSSE AUF DER NORDSEITE; IHR BLUT BENÖTIGT DES SPRENGENS AUF DEN VORHANG UND AUF DEN GOLDENEN ALTAR; \n"
],
[
"KEINE EINZIGE DIESER SPRENGUNGEN IST UNERLÄSSLICH. DAS ZURÜCKBLEIBENDE BLUT GOSS ER AUF DAS WESTLICHE FUNDAMENT DES ÄUSSEREN ALTARS; HAT ER ES UNTERLASSEN, SO IST DIES KEIN HINDERNIS. DIESE UND JENE WERDEN IM ASCHENRAUME VERBRANNT.",
"GEMARA. Sollte er doch auch [anfangs] lehren, daß die Blutaufnahme in ein Dienstgefäß in der Nordseite zu erfolgen habe!? – Da dazu auch das Schuldopfer des Aussätzigen gehört, bei dem die Blutaufnahme mit der Hand erfolgt, so läßt er es fort. –",
"Etwa nicht, weiter lehrt er ja: beim Schuldopfer des Nazirs und dem Schuldopfer des Aussätzigen erfolgt das Schlachten in der Nordseite und die Blutaufnahme in ein Dienstgefäß in der Nordseite!? –",
"Anfangs dachte er, die Blutaufnahme erfolge mit der Hand, und ließ es fort, da dies aber auch mit einem Gefäße erfolgen muß, so lehrt er es nachher.",
"Es wird nämlich gelehrt :Er nehme, man könnte glauben, mit einem Gefäße, so heißt es : und trage auf, wie das Auftragendurch den Priester selbsterfolgt, ebenso muß auch die Aufnahme durch den Priester selbst erfolgen.",
"Man könnte glauben, ebenso auch für den Altar, so heißt es:wie das Sündopfer ist das Schuldopfer, wie beim Sündopfer ein Gefäß erforderlich ist, ebenso ist auch beim Schuldopfer ein Gefäß erforderlich. Es ergibt sich also, daß beim Schuldopfer des Aussätzigen zwei Priester das Blut aufnehmen, einer mit der Hand und einer mit einem Gefäße, der es mit einem Gefäße aufnimmt, begibt sich zum Altar, und der es mit der Hand aufnimmt, begibt sich zum Aussätzigen."
],
[
"BEIM FARREN UND DEM ZIEGENBOCKE DES VERSÖHNUNGSTAGES &C. Merke, die Nordseite wird jabeim Brandopfer genannt, somit sollte dieses doch zuerst genannt werden!? –",
"Da dies hinsichtlich des Sündopfers von einer Schriftauslegung gefolgert wird, so bevorzugt er es. –",
"Sollte er demnach die äußeren Sündopfer[zuerst] nennen!? – Da das Blut von jenen in das Allerinnerste gebracht wird, so bevorzugt er sie. –",
"Wo ist die Nordseite beim Brandopfer in der Schrift genannt? – Er schlachte es an der Seite des Altars, nördlich. ",
"Wir wissen dies vom Schafe, woher dies vom Rind? – Die Schrift sagt:und wenn vom Schafe, dies ist eine Hinzufügung zum Vorangehenden, und man folgere hinsichtlich des Vorangehendenvom Folgenden. –",
"Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, man folgere dadurch, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, man folgere nicht!?",
"Es wird nämlich gelehrt:Und eine Person &c; dies verpflichtet zu einem Schwebe-Schuldopferwegen der zweifelhaften Veruntreuung– so R. A͑qiba; die Weisen befreien davon. Ihr Streit besteht wahrscheinlich in folgendem: nach der einen Ansicht folgere man dadurch, und nach der anderen Ansicht folgere man dadurch nicht.",
"R. Papa erwiderte: Alle sind der Ansicht, man folgere wohl, nur ist folgendes der Grund der Rabbanan: hierbei wird [das Wort] Gebote gebraucht, und beim Talg-Sündopferwird [das Wort] Gebote gebraucht,",
"wie es da eine Handlung ist, wegen der man sich bei Vorsatz der Ausrottung und bei Versehen eines Sündopfers schuldig macht, ebenso hierbei eine Handlung, wegen der man sich bei Vorsatz der Ausrottung und bei Versehen eines Sündopfers schuldigmacht. –",
"Und R. A͑qiba!? – Wiees da ein feststehendes Opferist, ebenso hierbei ein feststehendes Opfer, ausgenommen ist das Sündopfer wegen Verunreinigung des Heiligtums und seiner heiligen Opfer, das ein auf- und absteigendes ist. –",
"Und die Rabbanan!? – Es gibt keine Wortanalogie zur Hälfte. –Und R. A͑qiba, es gibt ja keine Wortanalogie zur Hälfte!?–",
"Dem ist auch so, nur besteht ihr Streit hierbei in folgendem : R. A͑qiba ist der Ansicht, es heißt: und eine Person, das und ist eine Hinzufügung zum Vorangehenden. –",
"Und die Rabbanan, es heißt ja: und eine Person!? Es wäre also anzunehmen, daß ihr Streit in folgendem bestehe: nach der einen Ansicht ist die Vergleichungbedeutender, und nach der anderen Ansicht ist die Wortanalogiebedeutender. –",
"[Nein], alle sind der Ansicht, die Vergleichung sei bedeutender, nur besteht sie nach den Rabbanan hierin: es ist hinsichtlich des Folgenden vom Vorangehenden zu folgern,",
"daß ein Schuldopfer für Silberšeqelimerforderlich sei, damit man nicht sage, beim zweifelhaften [Vergehen] dürfe es nicht strenger sein als beim zweifellosen: und wie beim zweifellosen ein Sündopfer für ein Danqaausreicht, ebenso bei einem Zweifel ein Schuldopfer für ein Danqa. –",
"Woher entnimmt R. A͑qiba diese Ansicht? – Er entnimmt dies aus [den Worten:]dies ist das Gesetz des Schuldopfers, ein Gesetz für alle Schuldopfer. –",
"Einleuchtend ist dies nach demjenigen, der [das Wort] Gesetz auslegt, woher aber entnimmt es derjenige, der es nicht auslegt? – Er entnimmt es aus [dem Worte] Schätzung. –",
"Einleuchtend ist dies hinsichtlich derjenigen [Schuldopfer], bei denen es Schätzung heißt, wie ist es aber hinsichtlich des Schuldopfers wegen einer vergebenen Magdzu erklären, bei dem es nicht Schätzung heißt!? –",
"Er entnimmt dies aus [dem Worte] Widder.",
"Woher, daß beim Sündopfer die Nordseite erforderlich ist? – Es heißt: er schlachte das Sündopfer am Orte des Brandopfers. ",
"Wir wissen dies vom Schlachten, woher dies von der Blutaufnahme? – Es heißt :der Priester nehme vom Blute des Sündopfers. –",
"Woher dies vom Aufnehmenden? – Die Schrift sagt: er nehme, nehme sich. –",
"Wir wissen das Gebot, woher, daß es unerläßlich ist? – Es gibt noch einen anderen Schriftvers:er schlachte es am Orte, wo das Brandopfer geschlachtet wird, und hierzu wird gelehrt : Das Brandopfer wird auf der Nordseite geschlachtet, und ebenso muß auch dieses auf der Nordseite geschlachtet werden."
],
[
"Braucht dies denn hieraus gefolgert zu werden, es heißt ja bereits:am Orte, wo das Brandopfer geschlachtet wird, ist das Sündopfer zu schlachten!? Dies wurde deshalb besonders hervorgehoben, um dafür einen Ort festzusetzen; hat man es nicht auf der Nordseite geschlachtet, so ist es untauglich.",
"Du sagst, es sei dieserhalb hervorgehoben, vielleicht ist dem nicht so, sondern deshalb, weil bei diesemdie Nordseite erforderlich und bei den anderendie Nordseite nicht erforderlich ist. –Es heißt: er schlachte das Sündopfer am Orte des Brandopfers, und dies ist eine Hauptnorm für alle Sündopfer, daß sie der Nordseite benötigen. –",
"Wir wissen dies vom Ziegenbocke eines Fürsten, sowohl hinsichtlich des Gebotes als auch hinsichtlich der Unerläßlichkeit, ebenso wissen wir es auch hinsichtlich des Gebotes von den übrigen Sündopfern, woher dies von der Unerläßlichkeit? –",
"Diesist sowohl bei einem Lamm als auch bei einer Ziege geschrieben. –",
"Wozu ist demnach das esnötig? –",
"Dies ist wegen der folgenden Lehre nötig: Esauf der Nordseite, nicht aber der Ziegenbock Naḥšonsauf der Nordseite.",
"Es wird nämlich gelehrt :Er stütze seine Hand auf den Kopf des Ziegenbockes, dies schließt den Ziegenbock Naḥšons hinsichtlich des Stützens ein – so R. Jehuda; R. Šimo͑n sagt, dies schließe die Ziegenböcke wegen Götzendienstes hinsichtlich des Stützens ein.",
"Man könnte glauben, da sie hinsichtlich des Stützens einbegriffen sind, seien sie auch hinsichtlich der Nordseite einbegriffen, so lehrt er uns.",
"Rabina wandte ein: Einleuchtend ist dies nach R. Jehuda, wie ist es aber nach R. Šimo͑nzu erklären!?",
"Mar Zuṭra, Sohn des R. Ṭabi, sprach zu Rabina: Stimmt dies denn nach R. Jehuda, einbegriffen ist ja nur das, was einbegriffen ist, nicht aber, was nicht einbegriffenist!? Wolltest du erwidern, hätte die Schrift es nicht ausgeschlossen,",
"so könnte man glauben, es sei durch die Hauptnormzu folgern, so ist ja auch hinsichtlich des Stützens durch die Hauptnormzu folgern. Du mußt also erklären, man folgere diesbezüglichnicht von einem für die Dauer [bestimmten Gesetze], ebenso ist auchzu erklären, man folgere nicht von einem für die Dauer [bestimmten Gesetze], – Wozu ist [das es nötig]!? –",
"Es auf der Nordseite, nicht aber der Schlachtende auf der Nordseite. –",
"Hinsichtlich des Schlachtenden geht dies ja aus [einer Lehre] R. Aḥijas hervor!? Es wird nämlich gelehrt: R. Aḥija sagte:Er schlachte es an der Seite des Altars, nördlich; was lehrt dies?",
"Wir finden, daß er auf der Nordseite stehen und auf der Nordseite [das Blut] aufnehmen muß, hat er aber auf der Südseite gestanden und [das Blut] auf der Nordseite aufgenommen, so ist es untauglich; man könnte nun glauben, dies gelte auch hiervon, so heißt es es, nur es muß sich auf der Nordseite befinden, nicht aber braucht der Schlachtende sich auf der Nordseite zu befinden. –",
"Vielmehr, es auf der Nordseite, nicht aber das Geflügelauf der Nordseite. Es wird nämlich gelehrt: Man könnte glauben, beim Geflügel sei die Nordseite erforderlich, und zwar wäre dies durch einen Schluß zu folgern: wenn bei einem Schafe, bei demnicht unbedingt ein Priestererforderlich ist, unbedingt die Nordseite erforderlich ist, um wieviel mehr ist bei einem Geflügel, bei demunbedingt ein Priester erforderlich ist, unbedingt die Nordseite erforderlich, daher heißt es es. –",
"Wohl bei einem Schafe, weil dabei ein Geräterforderlich ist!? –",
"Vielmehr, es auf der Nordseite, nicht aber das Pesaḥopfer auf der Nordseite.",
"Es wird nämlich gelehrt: R. Elie͑zer b. Ja͑qob sagte: Man könnte glauben, beim Pesaḥopfer sei die Nordseite erforderlich, und zwar wäre dies durch einen Schluß zu folgern: wenn beim Brandopfer, für dessen Schlachtung keine Zeit festgesetzt ist, die Nordseite erforderlich ist, um wieviel mehr ist beim Pesaḥopfer, für dessen Schlachtung eine Zeitfestgesetzt ist, die Nordseite erforderlich, daher heißt es es. –",
"Wohl beim Brandopfer, weil es vollständig verbrannt wird!? – Vom Sündopfer. –",
"Wohl beim Sündopfer, weil es den der Ausrottung Schuldigen Sühne schafft? –",
"Vom Schuldopfer. – Wohl beim Schuldopfer, weil es Hochheiligesist!? Und wenn von allen zusammen, so sind sie ja alle hochheilig!? –",
"Tatsächlich, wie wir zuerst erklärt haben: es auf der Nordseite, nicht aber der Schlachtende auf der Nordseite, wenn du aber einwendest, dies gehe aus der Lehre R. Aḥijas hervor, so ist dies nicht zur Ausschließung des Schlachtenden von der Nordseite erforderlich, sondern: der Schlachtende nicht auf der Nordseite, wohl aber der [Blut]aufnehmende auf der Nordseite. –",
"Hinsichtlich des Blutaufnehmenden geht dies ja hervor aus [dem Worte]: er nehme!? – Ihm leuchtet [die Auslegung von] er nehme nicht ein. –",
"Wir wissen dies vom Schlachten beim Brandopfer als Gebot, und ebenso auch von der [Blut]aufnahme als Gebot, woher dies vom Schlachten und der [Blut]aufnahme hinsichtlich der Unerläßlichkeit?",
"R. Ada b. Aḥaba, nach anderen Raba b. Šila, erwiderte: Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn es unerläßlich ist beim Sündopfer, hinsichtlich dessen esvom Brandopfer gefolgert wird, um wieviel mehr ist es unerläßlich beim Brandopfer, von dem es auf das Sündopfer gefolgert wird. –",
"Wohl beim Sündopfer, weil es den der Ausrottung Schuldigen Sühne schafft!?",
"Rabina erwiderte: R.Ada b. Ahaba deduzierte es wie folgt: wo finden wir denn, daß es bei der Nebensache strenger sei als bei der Hauptsache!?",
"Mar Zuṭra, Sohn des R.Mari, sprach zu Rabina: Etwa nicht,"
],
[
"dies ist ja beim [zweiten] Zehntender Fall; er selbst darf ausgelöst werden, während das für den Erlös des Zehnten Gekaufte nicht ausgelöst werden darf!? Wir haben nämlich gelernt: Ist das für den Erlös vom Zehnten Gekaufte unrein geworden, so ist es auszulösen; R. Jehuda sagt, es sei zu begraben. Nur wenn es unrein geworden ist, sonst aber nicht. –",
"Bei diesem ist die Heiligkeit nicht so stark, um den Erlös zu erfassen. –",
"Dies ist ja aber beim Eingetauschtender Fall; die Heiligung erfaßt nicht ein dauernd fehlerbehaftetes[Tier], dieses aberwohl!? –",
"Am Eingetauschten haftet die Kraft des Opfertieres, während am Opfertiere die Kraft des Profanen haftet. –",
"Dies ist ja aber beim Pesaḥopfer der Fall; bei diesem selbst sind Stützen, Gußopfer und Schwingen von Brust und Schenkel nicht erforderlich, ist es aber Zurückbleibendes, so sind Stützen, Gußopfer und Schwingen von Brust und Schenkel erforderlich!? –",
"Das Pesaḥopfer ist an den übrigen Tagen des Jahresein Heilsopfer.",
"Wenn du aber willst, sage ich: die Schrift sagt das Brandopfer, es erfolge auf dieser Stelle. –",
"Woher, daß beim Schuldopfer die Nordseite erforderlich ist? – Es heißt :am Orte, wo man das Brandopfer schlachtet, schlachte man das Schuldopfer. –",
"Wir wissen dies vom Schlachten, woher dies von der [Blut]aufnahme? – Und sein Blut sprenge man, auch die Aufnahme des Blutes erfolge auf der Nordseite. –",
"Woher dies vom Aufnehmenden? – Sein Blut, und sein Blut. –",
"Wir wissen dies hinsichtlich des Gebotes, woher dies hinsichtlich der Unerläßlichkeit? – Es gibt noch einen anderen Schriftvers:er schlachte das Lamm. –",
"Ist dieser denn hierfür zu verwenden, er ist ja für folgende Lehre nötig!? Wenn etwas in der Gesamtheit einbegriffen war und wegen einer neuen Sache ausgeschieden worden ist, so darfst du es nicht wieder in die Gesamtheit bringen, bis die Schrift es ausdrücklich wieder einschließt.",
"Ein Beispiel: Er schlachte das Lamm am Orte, wo man das Sündopfer und das Brandopfer schlachtet, am heiligen Orte, denn wie das Sündopfer ist das Schuldopfer &c. Die Worte wie das Sündopfer ist das Schuldopfer sind ja überflüssig, was lehren sie?",
"Da das Schuldopfer des Aussätzigen besonders hervorgehoben worden ist, um etwas neues zu lehren, nämlich [die Besprengung] des Daumens, des großen Zehs und des rechten Ohrs, so könnte man glauben, dieses benötige nicht des Blutsprengens und des [Aufräucherns der] Opferteile auf dem Altar,",
"so heißt es: wie das Sündopfer ist das Schuldopfer, wie beim Sündopfer Blutsprengen und [Aufräuchern der] Opferteile auf dem Altar erforderlich sind, ebenso sind auch beim Schuldopfer des Aussätzigen Blutsprengen und [Auf räuchern der] Opfer teile auf dem Altar erforderlich. –",
"Demnachsollte esbei diesem und nicht bei jenemgeschrieben worden sein. –",
"Allerdings, wenn wir der Ansicht sind, daß, wenn etwas wegen einer neuen Lehre ausgeschieden worden ist, so ist von der Gesamtheit nicht auf dieses zu schließen,"
],
[
"wohl aber von diesemauf die Gesamtheit, wenn wir aber der Ansicht sind, weder von der Gesamtheit auf dieses noch von diesem auf die Gesamtheit, ist es ja an sich nötig!? –",
"Da es wieder einbegriffen worden ist, ist eseinbegriffen.",
"Mar Zuṭra, Sohn des R. Mari, sprach zu Rabina: Vielleicht hat die Schrift es wieder einbegriffen nur hinsichtlich des Blutsprengens und der Opferteile, die der Priesterschaft benötigen, beim Schlachten aber, das der Priesterschaft nicht benötigt, ist auch die Nordseite nicht erforderlich!? –",
"Wenn dem so wäre, so sollte doch der Schriftvers gelautet haben : e s ist wie das Sündopfer, wenn es aber heißt: denn wie das Sündopfer ist das Schuldopfer, [so heißt dies,] es gleiche den übrigen Schuldopfern. –",
"Wozu braucht er es mit dem Sündopfer und dem Brandopfer zu vergleichen?",
"Rabina erwiderte: Dies ist nötig; würde er es nur mit dem Sündopfer und nicht mit dem Brandopfer verglichen haben, so könnte man sagen: hinsichtlich des Sündopfers wird esja vom Brandopfer entnommen; kann denn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Vergleichunggefolgert werden!?",
"Mar Zutra, Sohn des R. Mari, sprach zu Rabina: Sollte er es doch nur mit dem Brandopfer und nicht mit dem Sündopfer verglichen haben!? –",
"So würde man gesagt haben, sonst könne von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden, und nur deshalb vergleicht er es nicht mit dem Sündopfer, weil er es lieber mit der Hauptsache als mit dem Angeschlossenen vergleicht. Daher vergleicht er es mit dem Sündopfer und dem Brandopfer, um zu sagen, daß von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, nicht durch Vergleichung gefolgert werden könne.",
"Raba entnimmt esaus folgendem Schriftverse: Wie es vom Rinde der Schlachtung des Heilsopfers abgehoben wird. Wozu ist dies nötig: wenn wegen des Leberanhängsels und der beiden Nieren, so werden sie ja bei diesem selbstgenannt;",
"vielmehr, da er hinsichtlich des Leberanhängsels und der beiden Nierenvom Farren der Gemeinde wegen eines Entfallens auf die Ziegenböcke wegen Götzendienstes folgern will, und sie bei diesem nicht ausdrücklich genannt, sondern vom Farren des gesalbten Priesters gefolgert werden,",
"so heißt es: wie abgehoben wird, wodurch es ebenso ist, als würden sie bei ihm ausdrücklich geschrieben worden sein, damit man nicht durch Vergleichung zu folgern brauche von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird.",
"R. Papa sprach zu Raba: Sollten sie bei diesemausdrücklich geschrieben werden, statt sie durch Vergleichung zu folgern!? –",
"Würden sie bei diesem geschrieben und nicht durch Vergleichung gefolgert worden sein, so würde man gesagt haben, es könne von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden, und nur deshalb vergleicht er esnicht, weil ihm die ausdrückliche Nennung lieber ist als die [Folgerung durch] Vergleichung. Daher Nennungund Vergleichung, um zu sagen, daß von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, nicht durch Vergleichung gefolgert werden kann.",
"",
"Von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, kann nicht durch Vergleichung gefolgert werden, nach Raba oder nach Rabina; kann aber von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Wortanalogie gefolgert werden? –",
"Komm und höre : R. Nathan b. Eutolmios sagte: Woher, daß, wenn der Aussatz das Gewandvollständig bedeckt, er rein ist? Beim Kleideraussatz werden [die Worte] Hinterseite und Vorderseitegenannt und beim Aussatz eines Menschen werden ebenfalls [die Worte] Hinterseite und Vorderseitegenannt,",
"wie nun dieser rein ist, wenn er ihn vollständig bedeckt, ebenso ist auch jener rein, wenn er es vollständig bedeckt.",
"Von diesem selbstaber entnehmen wir es aus dem Schriftvers:vom Kopfe bis zu den Füßen, denn man vergleiche den Kopf mit den Füßen; wie diese rein sind, wenn sie vom Aussatz vollständig weiß bedecktsind, ebenso ist auch jener rein, wenn er vom Aussatz vollständig weiß bedecktist.",
"R. Joḥanan erwiderte : In der ganzen Tora kann vom Gefolgerten gefolgert werden, ausgenommen ist das Gesetz von den Heiligtümern, bei dem vom Gefolgerten nicht gefolgert werdenkann.",
"Wenn nämlich dem sowäre, so brauchte es nicht beim Schuldopfer nördlich zu heißen, denn man würde es aus [dem Worte] Hochheiliges durch Wortanalogie vom Sündopfergefolgert haben.",
"Dies besagt wahrscheinlich, daß von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, nicht durch Wortanalogie gefolgert werden kann. –",
"Vielleicht deshalb, weil man erwidern könnte : wohlbeim Sündopfer, weil es den der Ausrottung Schuldigen Sühne schafft!? –",
"[Bei beiden] ist [das Wort] Hochheiliges überflüssig.",
"Von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, kann durch [einen Schluß vom] Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden,"
],
[
"nach der Lehre der Schule R. Jišma͑éls;",
"kann aber von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch die [Regel von der] Hauptnormgefolgert werden? R. Jirmeja erwiderte : Es sollte doch heim Schuldopfer nicht nördlich heißen, und man würde esdurch die Hauptnorm vom Sündopfer gefolgert haben; wenn der Allbarmherzige es dennoch geschrieben hat, so besagt dies, daß von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, nicht durch die Hauptnorm gefolgert werden kann. –",
"Auch nach deiner Auffassung sollte es doch durch die Hauptnorm vom Brandopfer gefolgert werden; vielmehr wird es deshalb nicht gefolgert, weil man erwidern könnte: wohl gilt dies vom Brandopfer, weil es vollständig verbrannt wird, ebenso ist auch hinsichtlich des Sündopfers zu erwidern: wohl vom Sündopfer, weil es den der Ausrottung Schuldigen Sühne schafft. –",
"Wenn auch eines von einem nicht zu folgern ist, so sollte doch eines von zweiengefolgert werden!? –",
"Von welchen sollte es gefolgert werden: wenn der Allbarmherzige es nicht beim Brandopfer geschrieben haben würde und man es von Sündopfer und Schuldopfer folgern wollte, so könnte man erwidern: wohl gilt dies von diesen, weil sie Sühne schaffen.",
"Wenn der Allbarmherzige es beim Sündopfer nicht geschrieben haben würde und man es von jenen folgern wollte, so könnte man erwidern: wohl gilt dies von jenen, bei welchen nur männliche Tiere verwendbar sind.",
"Und wenn er es nicht beim Schuldopfer geschrieben haben würde und man es von jenen folgern wollte, so könnte man erwidern: wohl gilt dies bei jenen, die von einer Gemeinde wie von einem einzelnen dargebracht werden.",
"Kann von dem, was durch Wortanalogie gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden? R. Papa erwiderte:Dies ist das Gesetz der Schlachtung des Heilsopfers &c. wenn als Dankopfer; wir lernenhieraus, daß das Dankopfer vom Zehnten dargebracht werden kann, denn wir finden, daß das Heilsopfer vom Zehnten dargebracht werden kann.",
"Hinsichtlich des Zehnten selbst aber entnehmen wir es aus [dem Worte]dort.",
"Mar Zuṭra, Sohn des R. Mari, sprach zu Rabina: Der Getreidezehnt ist nichts weiter als Profanes.",
"Dieser erwiderte: Wer sagt, daß das Gefolgerte und das, wovon gefolgert wird, Heiliges seinmüsse!?",
"Kann von dem, was durch Wortanalogie gefolgert wird, durch Wortanalogie gefolgert werden? Rami b. Ḥama erwiderte: Es wird gelehrt: Eingerührtes Feinmehl; wir lernen also, daß zum EingerührtenFeinmehl erforderlich ist, woher dies von den Kuchen? – es heißt [bei beiden] Kuchen.",
"Woher dies von den Fladen? – es heißt [bei beiden]ungesäuert.",
"Rabina sprach zu ihm : Woher, daß er es durch [das Wort] ungesäuert von den Kuchen folgert, vielleicht folgert er es vom Ofengebäck?",
"Vielmehr, sagte Raba, es wird gelehrt:Sein Eingeweide und seinen Mist, und er bringe hinaus; dies lehrt, daß er ihnvollständig hinausbringe.",
"Man könnte glauben, er verbrenne ihn auch vollständig, so heißt es hierbei Kopf und Unterschenkel und dortheißt es ebenfalls Kopf und Unterschenkel, wie dort das Zerlegen erforderlichist, ebenso ist auch hierbei das Zerlegen erforderlich.",
"Man könnte demnach glauben, wie dort enthäutetebenso auch hierbei enthäutet, so heißt es: sein Eingeweide und seinen Mist. – Was beweist dies? R. Papa erwiderte: Wie den Mistim Eingeweide, ebenso das Fleisch in der Haut.",
"Ferner wird gelehrt: Rabbi sagte: Hierheißt es Haut, Fleisch [und Mist]"
],
[
"und dortheißt es Haut, Fleisch und Mist, wie dort zerlegt und nicht enthäutet, ebenso auch hierbei zerlegt und nicht enthäutet.",
"Kann von dem, was durch Wortanalogie gefolgert wird, [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden? – Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu entscheiden: wenn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, von dem durch Vergleichung nicht gefolgert werden kann, nach Raba oder nach Rabina, [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden kann, nach der Lehre der Schule R. Jišma͑éls, um wieviel mehr kann von dem, was durch Wortanalogie gefolgert wird, von dem durch Vergleichung gefolgert werden kann, nach R. Papa, [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden. –",
"Allerdings nach demjenigen, der von der Lehre R. Papashält, wie ist es aber nach demjenigen zu entscheiden, der von der Lehre R. Papas nicht hält!? –",
"Vielmehr, dies ist [durch folgenden Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu entscheiden: wenn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, von dem durch Vergleichung nicht gefolgert werden kann, nach Raba oder Rabina, [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden kann, nach der Lehre der Schule R. Jišma͑éls, um wieviel mehr kann von dem, was durch Wortanalogie gefolgert wird, von dem durch Wortanalogie gefolgert werden kann, nach Rami b. Ḥama, [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden.",
"Kann von dem, was durch Wortanalogie gefolgert wird, durch die Hauptnorm gefolgert werden? – Dies bleibt unentschieden.",
"Kann von dem, was [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden? – Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu entscheiden: wenn von dem, was durch Wortanalogie gefolgert wird, wodurch von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, nicht gefolgert werden kann, nach R. Joḥanan, durch Vergleichung gefolgert werden kann, nach R. Papa, um wieviel mehr kann von dem, was [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert wird, wo durch von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, gefolgert werden kann, nach der Lehre der Schule R. Jišma͑éls, durch Vergleichung gefolgert werden. –",
"Allerdings nach demjenigen, der von der Lehre R. Papas hält, wie ist es aber nach demjenigen zu entscheiden, der von der Lehre R. Papas nicht hält!? – Dies bleibt unentschieden.",
"Kann von dem, was [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert wird, durch Wortanalogie gefolgert werden? – Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu entscheiden: wenn von dem, was durch Wortanalogie gefolgert wird, wodurch von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, nicht gefolgert werden kann, nach R. Joḥanan, durch Wortanalogie zu folgern ist, nach Rami b. Ḥama, um wieviel mehr kann von dem, was [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert wird, wodurch von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, gefolgert werden kann, nach der Lehre der Schule R. Jišma͑éls, durch Wortanalogie gefolgert werden.",
"Kann von dem, was [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert wird, [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden? – Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu entscheiden: wenn von dem, was durch Wortanalogie gefolgert wird, wodurch von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, nicht gefolgert werden kann, nach R. Joḥanan, durch [einen Schluß vom] Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden kann, wie wir gesagthaben, um wieviel mehr kann von dem, was [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert wird, wodurch von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, gefolgert werden kann, nach der Lehre der Schule R. Jišma͑éls, [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden.",
"Dies ist ein von [einem Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere abstammender [Schluß vom] Leichteren auf das Schwerere. – Dies ist ja [ein Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zweiter Abstammung!? –",
"Vielmehr, dies ist durch folgenden [Schluß vom] Leichteren auf das Schwerere zu entscheiden: wenn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, wodurch von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, nicht gefolgert werden kann, nach Raba oder nach Rabina, [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden kann, nach der Lehre der Schule R. Jišma͑éls, um wieviel mehr kann von dem, was [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert wird, wodurch von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, gefolgert werden kann, nach der Lehre der Schule R. Jišma͑éls, durch [einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden. Dies ist ein von [einem Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere abstammender [Schluß vom] Leichteren auf das Schwerere.",
"Kann von dem, was [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert wird, durch die Hauptnorm gefolgert werden? R. Jirmeja erwiderte: Komm und höre: Wenn er [den Kopf]abgekniffen hat und es sich ergibt, daß es totverletzt war, so ist es, wie R. Meír sagt, nicht im Schlund verunreinigend; R. Jehuda sagt, es sei im Schi und verunreinigend.",
"R. Meír sprach: Es ist [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern : wenn bei einem Vieh, von dem das Aas durch Berühren und Tragen verunreinigend ist, das Totverletzte durch das Schlachten von der Unreinheit enthobenwird, um wieviel mehr wird das totverletzte Geflügel, von dem das Aas durch Berühren und Tragen nicht verunreinigend ist, durch das Schlachten von der Unreinheit enthoben. Und wie ferner bei jenem das Schlachten, das es zum Essen"
],
[
"geeignet macht, das Totverletzte von der Unreinheit enthebt, ebenso enthebt bei diesem das Abkneifen [des Kopfes], das es zum Essen geeignet macht, das Totverletzte von der Unreinheit.",
"R. Jose sagt, es genüge, es mit dem Aas eines reinen Viehs zu vergleichen, das nur durch das Schlachten und nicht durch das Abkneifen [des Kopfes] rein ist. –",
"Dies ist aber nichts; hierbei wird es vom Schlachten beim Profanen gefolgert.",
"Kann von dem, was durch die Hauptnorm gefolgert wird, durch Vergleichung, Wortanalogie, [Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere oder Hauptnorm gefolgert werden? –",
"Eines von diesen ist aus folgendem zu entscheiden. Weshalb sagten sie, das übernachtete Blutsei tauglich? Weil auch die übernachteten Opferteile tauglichsind; und die übernachteten Opferteile sind deshalb tauglich, weil auch das übernachtete Fleisch tauglichist.",
"Das Hinausgekommene, weil bei einem Privataltardas Hinausgekommene tauglich ist.",
"Das Unreine, weil es beim Gemeindedienst erlaubtist.",
"Außerhalb der Frist, weil es hinsichtlich der Verwerflichmachung geeignetmacht.",
"Außerhalb des Raumes, weil es mit außerhalb der Frist verglichen wird.",
"Das Untaugliche aufgenommen oder gesprengt haben; Untaugliche, die zum Gemeindedienste zulässigsind. –",
"Kann denn hinsichtlich des Untauglichen vom Tauglichen gefolgertwerden!? –",
"Der Autor stützt sich auf die einschließenden Worte Gesetz des Brandopfers.",
"DAS ZURÜCKBLEIBENDE BLUT &C. Aus welchem Grunde? – Die Schrift sagt:gegen das Fundament des Brandopferaltars, an der Tür des Offenbarungszeltes, das er zuerst trifft.",
"Die Rabbanan lehrten: Gegen das Fundament des Brandopferaltars, nicht aber gegen das Fundament des inneren Altars.",
"Gegen das Fundament des Brandopferaltars, der innere hat überhaupt kein Fundament.",
"Gegen das Fundament des Brandopferaltars, man beziehe das [Gesetz vom] Fundamente auf den Brandopferaltar.",
"Vielleicht ist dem nicht so, sondern, daß beim Altar des Brandopfers das Fundament erforderlich ist? R. Jišma͑él erwiderte: Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwererezu folgern: wenn beim zurückbleibenden Blute, das keine Sühne schafft, das Fundament erforderlich ist, um wieviel mehr ist das Fundament erforderlich beim Beginnedes Brandopfers, der Sühne schafft.",
"R. A͑qiba erwiderte : Wenn beim zurückbleibenden Blute, das keine Sühne schafft und nicht zur Sühne bestimmt ist, das Fundament ‘erforderlich ist, um wieviel mehr ist das Fundament erforderlich beim Beginne des Brandopfers, der Sühne schafft und zur Sühne bestimmt ist.",
"Es heißt daher: gegen das Fundament des Brandopferaltars, man beziehe das [Gesetz vom] Fundamente auf den Brandopferaltar.",
"Der Meister sagte: Gegen das Fundament des [Brandopfer]altars, nicht aber gegen das Fundament des inneren Altars. Dies ist ja an sichnötig!? – Diesgeht hervor aus [den Worten]:der vor der Tür des Offenbarungszeltes steht. –",
"«Gegen das Fundament des Brandopferaltars,"
],
[
"man beziehe das [Gesetz vom] Fundamente auf den Brandopferaltar.»",
"Wenn man nämlich nach dem Wortlaute auslegen wollte, so ist ja wegen des zurückbleibenden Blutes kein Schriftvers nötig, dies erfolgt ja am äußeren.",
"Wollte man erwidern, man würde es umwenden,"
],
[
"äußeres auf den inneren und inneres auf den äußeren, so hat ja der innere kein Fundament. –",
"«Vielleicht ist dem nicht so, sondern, daß beim Altar des Brandopfers das Fundament erforderlich ist?» Heißt es denn: gegen das Fundament des Brandopfers, es heißt ja: gegen das Fundament des Brandopferaltars!? –",
"Hieße es: gegen das Fundament des Brandopfers, so könnte man glauben, auf das untereFundament, daher heißt es : gegen das Fundament des Brandopferaltars, damit das Dach des Fundaments zu verstehen sei.",
"Hierzu sagte R. Jišma͑él : Wozu ist ein Schriftvers wegen des Dachs des Fundamentes nötig, dies ist ja [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn beim zurückbleibenden Blute des Sündopfers, das keine Sühne schafft, das Dach des Fundamentes erforderlich ist, um wieviel mehr ist das Dach des Fundamentes erforderlich beim Beginnedes Brandopfers, der Sühne schafft.",
"R. A͑qiba erwiderte: Wenn beim zurückbleibenden Blute des Sündopfers, das keine Sühne schafft und nicht zur Sühne bestimmt ist, das Dach des Fundamentes erforderlich ist, um wieviel mehr ist das Dach des Fundamentes erforderlich beim Beginne des Brandopfers, der Sühne schafft und zur Sühne bestimmt ist. Es heißt daher: gegen das Fundament des Brandopferaltars, man beziehe das [Gesetz vom] Fundamente auf den Brandopferaltar.",
"Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? R. Ada b. Aḥaba erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Unerläßlichkeit des Fortgießens; einer ist der Ansicht, dies sei unerläßlich, und der andere ist der Ansicht, dies sei nichtunerläßlich.",
"R. Papa erwiderte: Alle sind der Ansicht, das Fortgießen sei nicht unerläßlich, und hier streiten sie über die Unerläßlichkeit des Auspressensbeim Geflügel-Sündopfer; einer ist der Ansicht, dies sei unerläßlich, und einer ist der Ansicht, dies sei nicht unerläßlich.",
"Übereinstimmend mit R. Papawird gelehrt:Und das ganze Blut gieße er aus; wozu heißt es des Farren? Dies lehrt, daß auch beim Farren des Versöhnungstages das Ausgießen des Blutes gegen das Fundament erforderlich ist – so Rabbi.",
"R. Jišma͑él sprach : Dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn bei dem, wobei das Hineinbringen des Blutes in das Innere keine Pflichtist, das Fundament erforderlich ist, um wieviel mehr ist bei dem, wobei das Hineinbringen des Blutes in das Innere eine Pflichtist, das Fundament erforderlich.",
"R. A͑qiba sprach: Wenn bei dem, dessen Blut nicht in das Allerinnerste hineingebracht wird, weder als Pflicht noch als Gebot, das Fundament erforderlich ist, um wieviel mehr ist bei dem, dessen Blut in das Allerinnerste hineingebrachtwird, das Fundament erforderlich.",
"Man könnte glauben, dies sei unerläßlich, so heißt es:und er vollende die Sühnung des Heiligtums, die Sühnungen sind sämtlich beendet – so R. Jišma͑él.",
"Ferner ist hinsichtlich des Farren des gesalbten Priesters [ein Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn bei dem, dessen Blut weder als Pflicht noch als Gebot in das Innere gebrachtwird, das Fundament erforderlich ist, um wieviel mehr ist bei dem, dessen Blut in das Innere gebracht wird, sowohl als Pflicht, als auch als Gebot, das Fundament erforderlich.",
"Man könnte glauben, dies sei unerläßlich, so heißt es: und das ganze Blut gieße er aus,",
"die Schrift hat dies ausgeschiedenund es zum Anhängsel des Gebotes gemacht, um zu sagen, daß das Fortgießen nicht unerläßlich ist. –",
"Ist R. Jišma͑él denn der Ansicht, das Auspressen sei beim Geflügel-Sündopfer unerläßlich, in der Schule R. Jišma͑éls wurde ja gelehrt:Und was vom Blute zurückbleibt, werde ausgepreßt; bleibt etwas zurück, so ist es auszupressen,"
],
[
"bleibt nichts zurück, so ist nichts auszupressen!? – Zwei Tannaím streiten über die Ansicht R. Jišma͑éls.",
"Rami b. Ḥama sagte : Folgender Autor ist der Ansicht, das Fortgießen sei unerläßlich, denn es wird gelehrt :Der Priester, der es als Sündopfer darbringt, dessenBlut obengesprengt wird, nicht aber, dessen Blut unten gesprengt wird.",
"Ich will dir sagen, wieso kommst du darauf!? Es heißt:das Blut deiner Schlachtopfer soll ausgegossen werden auf den Altar &c.; wir lernen also, daß, wenn man das in vier Sprengungen aufzutragende [Blut] in einer Sprengung auf getragen hat, man Sühne erlangthabe. Man könnte nun glauben, man habe Sühne erlangt, auch wenn man das oberhalb zu sprengende unterhalb gesprengt hat, und zwar wäre dies aus einem Schluß zu folgern.",
"Obenwird vom Blute gesprochen und untenwird vom Blute gesprochen, wie man keine Sühne erlangt hat, wenn man das unterhalb genannte Blut oberhalb gesprengt hat, ebenso hat man keine Sühne erlangt, wenn man das oberhalb genannte Blut unterhalb gesprengt hat.",
"Aber nein, wenn man keine Sühne erlangt, falls man das unterhalb zu sprengende oberhalb gesprengt hat, wo davon später nichts nach oben gelangt, sollte dies auch von dem Falle gelten, wenn man das oberhalb zu sprengende unterhalb gesprengt hat, wo es später untengelangt!?",
"Vom innerhalb zu sprengenden Blut ist [das Entgegengesetzte] zu beweisen: es gelangt später auf den äußeren [Altar], dennoch hat man keine Sühne erlangt, wenn man es anfangs auf den äußeren aufgetragen hat.",
"Aber nein, wenn dies vom auf den inneren zu sprengenden Blute gilt, bei dem die Vollendung nicht durch den inneren Altarerfolgt, sollte dies auch vom oberhalb zu sprengendengelten, bei dem die Vollendung durch die Hörnererfolgt!? [Man könnte somit glauben,] es sei tauglich, wenn man [das Blut] unterhalb gesprengt hat,",
"so heißt es es, dessen Blut oberhalb gesprengt worden ist, und nicht dessen Blut unterhalb gesprengt worden ist.",
"Was heißt: die Vollendung nicht durch den inneren Altar erfolgt? Doch wohl wegen des zurückbleibendenBlutes.",
"Raba sprach zu ihm : Demnach sollte esdoch [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden :",
"wenn man beim auf den inneren [Altar zu sprengenden Blute], bei dem das zurückbleibende nachher auf den äußeren [zu gießen] Pflicht ist, keine Sühne erlangt, wenn man es anfangs auf den äußeren aufgetragen hat, um wieviel weniger hat man Sühne erlangt, wenn man das oberhalb zu sprengende, das später unten zu sprengen keine Pflicht ist, anfangs unterhalb auf getragen hat!?",
"Vielmehr, die Vollendung erfolgt nicht durch den inneren Altar allein, sondern auch durch den Vorhang.",
"Die Rabbanan lehrten:Wenn er vollendet hat die Sühne; er hat gesühnt, so hat er vollendet, hat er nicht gesühnt, so hat er nicht vollendet – so R. A͑qiba. R. Jehuda sprach zu ihm: Weshalb sollten wir nicht auslegen: hat er vollendet, so hat er gesühnt, und hat er nicht vollendet, so hat er nicht gesühnt; wenn er nämlich eine von den Sprengungen unterlassen hat, so hat er nichts getan. –",
"Welche Meinungsverschiedenheit gibt es zwischen ihnen? R. Joḥanan und R. Jehošua͑ b. Levi [streiten hierüber]; einer sagt, eine Meinungsverschiedenheit bestehe zwischen ihnen nur über die Artder Auslegung, und einer sagt, eine Meinungsverschiedenheit bestehe zwischen ihnen, ob das Ausgießen unerläßlich ist.",
"Es ist zu beweisen, daß R. Jehošua͑ b. Levi es ist, welcher sagt, ob das Ausgießen unerläßlich ist, denn R. Jehošua͑ b. Levi sagte: Nach demjenigen, welcher sagt, das Ausgießen sei unerläßlich, bringe maneinen Farren und beginne [die Sprengungen] auf den inneren von vorne. –",
"Hält denn R. Joḥanan nicht von dieser Ansicht, R. Joḥanan sagte ja, R. Neḥemja lehre nach der Ansicht desjenigen, welcher sagt, das Ausgießen sei unerläßlich!?",
"Du mußt also erklären: nach der Ansicht desjenigen, ohne jene Autorenzu meinen, ebenso spricht auch jener nach der Ansicht desjenigen, ohne jene Autoren zu meinen.",
"DIE GEMEINDE- UND DIE PRIVATEN SÜNDOPFER. FOLGENDE SIND GEMEINDE-SÜNDOPFER: DIE ZIEGENBÖCKE DER NEUMONDE UND DER FESTE; IHRE SCHLACHTUNG ERFOLGT AUF DER NORDSEITE, DIE BLUTAUFNAHME IN EINEM DIENSTGEFÄSSE AUF DER NORDSEITE, IHR BLUT BENÖTIGT VIER SPRENGUNGEN AUF DIE VIER HÖRNER. UND ZWAR:"
],
[
"ER STIEG AUF DIE ALTARRAMPE UND GELANGTE AUF DEN SIMS; DANN GING ER ZUM SÜDÖSTLICHEN, NORDÖSTLICHEN, NORDWESTLICHEN UND SÜDWESTLICHEN HORN; DAS ZURÜCKBLEIBENDE BLUT GOSS ER AUF DAS SÜDLICHE FUNDAMENT. ZU ESSEN SIND SIE INNERHALB DER VORHANGE, VON MÄNNERN AUS DER PRIESTERSCHAFT, IN JEDER ZUBEREITUNG, EINEN TAG UND EINENACHT, BIS MITTERNACHT.",
"GEMARA. Wie verfuhr er dabei? – R. Joḥanan und R. Elea͑zar [streiten hierüber]; einer sagt, er trug [das Blut] aufinnerhalb einer Elle an der einen Seite oder einer Elle an der anderen Seite, und einer sagt, er strich es nach unten über die Kante des Horns.",
"Nach R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, welcher sagt, es müsse auf das Hornselbst gesprengt werden, streiten sie nicht, sie streiten nur nach Rabbi; einer ist der Ansicht, eine Elle an der einen Seite oder eine Elle an der anderen Seite heiße gegen das Horn, und einer ist der Ansicht, nur gegen die Kante, weiter aber nicht.",
"Man wandte ein: Wie erfolgt das Blutsprengen beim Gemeinde- und beim privaten Sündopfer? Er stieg auf die Altarrampe und gelangte auf den Sims; und als er an das südöstliche Horn herankam, tauchte er den (rechten)Zeigefinger der rechten Hand in das Blut des Beckens, stützteihn oben mit dem Daumen und unten mit dem kleinen Finger und strich ihn über die Kante des Horns, bis das Blut am Finger zuende war; ebenso bei allen übrigen Hörnern. –",
"Er meint es wie folgt: Vorschrift ist es, daß es auf die Kante erfolge, ist es aber innerhalb einer Elle auf der einen Seite oder einer Elle auf der anderen Seite erfolgt, so ist nichts dabei.",
"Was ist das [für ein Streit zwischen] Rabbi und R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n? – Es wird gelehrt: Das oberhalb [zu sprengende] Blut wird oberhalb des roten Striches und das unterhalb zu sprengende wird unterhalb des roten Striches gesprengt –",
"so Rabbi. R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagt, dies gelte nur vom Geflügel-Brandopfer, beim Vieh-Sündopfer aber muß es direkt auf die Hörner erfolgen.",
"R. Abahu sagte: Was ist der Grund Rabbis? Es heißt:und der Opferherdmaß vier Ellen, und vom Opferherd nach oben &c. Waren es denn vierEllen? R. Ada b. Ahaba erklärte, die Hörner nahmen vier Ellen ein. Nahmen denn die Hörner vier Ellenein? Vielmehr ist zu erklären, der zu den Hörnern gehörende Raumnahm vier Ellen ein.",
"Dort haben wir gelernt: Ein Strich von roter Farbe umgab ihnin der Mitte, um zwischen dem oberhalb und dem unterhalb zu sprengenden Blute zu trennen. – Woher dies? R. Aḥa b. R. Qaṭṭina erwiderte: Es heißt:und das Netz reiche bis zur Hälfte des Altars, die Tora hat eine Teilungangeordnet, um zwischen dem oberhalb und dem unterhalb zu sprengenden Blute zu trennen.",
"DAS ZURÜCKBLEIBENDE BLUT &C. Die Rabbanan lehrten: Auf das Fundament des Altars, das ist das südliche Fundament. Du sagst, das sei das südliche Fundament, vielleicht ist dem nicht so, sondern das westliche Fundament,",
"denn es ist vom Genanntenauf das Ungenannte zu folgern? Ich will dir sagen, hinsichtlich des Herabsteigens von der Altarrampe ist vom Verlassen des Tempelszu lernen, wie esbeim Verlassen des Tempels an der ihm nächsten [Seite]erfolgt, ebenso erfolgt es beim Herabsteigen von der Altarrampe an der ihm nächsten.",
"Es wird gelehrt : R. Jišma͑él sagt, bei beidenerfolge es auf das westliche Fundament; R. Šimo͑n b. Joḥaj sagt, bei beiden auf das südliche Fundament.",
"Einleuchtend ist die Ansicht desjenigen, welcher sagt, auf das westliche Fundament, denn er ist der Ansicht, man folgere es hinsichtlich des Ungenannten vom Genannten,",
"was aber ist der Grund desjenigen, welcher sagt, auf das südlicheFundament? R. Asi erwiderte: Dieser Autor ist der Ansicht, der Altar befand sich vollständig auf der Nordseite. Eine andere Lesart: Die [Tür]befand sich auf der Südseite."
],
[
"In der Schule R. Jišma͑éls lehrten sie die Ansicht des R. Šimo͑n b. Joḥaj : bei beiden auf das westlicheFundament. Als Merkzeichen diene dir: die Männer zogen den Mann heran.",
"ivDAS BRANDOPFER IST HOCHHEILIGES, SEINE SCHLACHTUNG ERFOLGT AUF DER NORDSEITE, DIE BLUTAUFNAHME MIT EINEM DIENSTGEFÄSSE AUF DER NORDSEITE UND SEIN BLUT BENÖTIGT ZWEIER SPRENGUNGEN GLEICH VIER; AUCH IST ENTHÄUTEN UND ZERLEGEN ERFORDERLICH, UND ES IST VOLLSTÄNDIG FÜR DAS ALTARFEUER.",
"GEMARA. Weshalb nennt er das Brandopfer hochheilig? – Weil es von diesem in der Schrift nicht heißt, daß es hochheilig sei.",
"DAS BLUT BENÖTIGT ZWEIER SPRENGUNGEN. Wie machte eres? – Rabh sagt, er sprengte und wiederholtees; Šemuél sagt, eine Sprengung in der Form eines Gamma.",
"Ebenso die folgenden Tannaím. Man könnte glauben, er trage eine Sprengung auf, so heißt es: ringsum; wenn ringsum, so könnte man glauben, er umkreise wie mit einem Faden, so heißt es: sprenge; wie machte er es nun? In der Form eines Gamma; das Blut benötigt zweier Sprengungen gleich vier.",
"R. Jišma͑él sagte: Hierbei heißt es ringsum und dortheißt es ringsum, wie es dort geteilt und in vier Sprengungenerfolgt war, ebenso hat es auch hierbei geteilt und in vier Sprengungen zu erfolgen. –",
"Demnach sollten es doch, wie es dort vier Sprengungen auf die vier Hörner waren, auch hierbei vier Sprengungen auf die vier Hörner sein!? – Ich will dir sagen, beim Brandopfer muß es gegen das Fundament erfolgen, und das südöstliche Horn hatte kein Fundament. –",
"Weshalb? R. Elea͑zar erwiderte: Weil dieses sich nicht auf dem Gebiete des Zerreißendenbefand. R. Šemuél b. R. Jiçḥaq sagte nämlich, der Altar nahm eine Elle ein vom Gebiete Jehudas.",
"Ferner sagte R.Levi b. Ḥama im Namen des R. Ḥama b. Ḥanina: Ein Streifen vom Gebiete Jehudas ragte in das Gebiet Binjamins hinein, und der fromme Binjamin härmte sich tagtäglich, ihn einzuverleiben, denn es heißt:"
],
[
"er beschirmt ihn allezeit. Daher war es dem frommen Binjamin beschieden, ein Wirt des Heiligen, gepriesen sei er, zu sein, wie es heißt:und zwischen seinen Schultern wohnt er.",
"Man wandte ein: Wie verfuhr er beim Geflügel-Brandopfer? Er kniff ihm den Kopf ab gegen das Genick, trennte ihn ab und preßte das Blut auf die Wand des Altarsaus.",
"Wenn man nun sagen wollte, dieses habe kein Fundament gehabt, so floß es ja in die Luft!? R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Vielleicht hatten sie bestimmt, daß der Luftraum Binjamin und der Boden Jehudagehöre. –",
"Was heißt: es hatte kein Fundament? – Rabh erklärte, baulich; Levi erklärte, hinsichtlich des Blutes. Rabh sagte, auf seinem eigenen Gebiete befand sich der Altar; Levi sagte, auf seinem eigenen Gebiete befand sich das Heiligtum, der für das Blut geheiligte Raum. –",
"Komm und höre : Das Fundament lief um die ganze Nord- und Westseite und nahm je eine Elle in der Südseite und in der Ostseite ein!? – Unter ‘einnehmen’ ist zu verstehen, durch das Blut. –",
"Komm und höre: Der Altar maß zweiunddreißig zu zweiunddreißigEllen!? – An den Seiten. –",
"Komm und höre: Es ergibt sich, daß sieeine Elle über das Fundament und eine Elle über den Sims ragte!? – Lies: eine Elle gegen das Fundamentund eine Elle gegen den Sims. –",
"Komm und höre : Levi lehrte : Wie baute man den Altar? Man holte eine viereckige Form von zweiundreißig zu zweiunddreißig Ellen in der Höhe von einer Elle und füllte sie mit rohen Kieselsteinen, ob groß oder klein, sodann holte man Kalk, Mergel und Pech, rührte es um und goß es darüber; dies war das Fundament.",
"Sodann holte man wiederum eine Form von einundreißig zu einunddreißig Ellen, und dann wiederum eine von dreißig zu dreißig Ellen. Zuletzt holte man eine Form von einer zu einer Elle und füllte sie mit rohen Kieselsteinen, ob groß oder klein, darauf holte man Pech und Mergel, rührte es um und goß es darüber. Dies war das Horn, und ebenso auch alle übrigen Hörner.",
"",
"Wolltest du sagen,"
],
[
"man habe es[nachher] behauen, so heißt es ja:",
"ganze Steine!? – Man legte vorher etwas hinein und nahm es nachher fort. Wieso sagte, wenn du nicht so erklären wolltest, R. Kahana, daß die [Steine der] Hörner hohl waren, denn es heißt: sie werden voll werden wie die Sprengbecken, wie die Ecken des Altars, der Allbarmherzige sagt ja auch von diesen ganze Steine!? Du mußt also erklären, man legte etwas hinein und nahm es nachher fort, ebenso ist auch hier zu erklären, man legte etwas hinein und nahm es nachher fort.",
"Raba trug vor: Es heißt:da gingen David und Šemuél und ließen sich in Najoth in Rama nieder; wie kommt Najoth zu Rama? Vielmehr, sie saßen in Rama und befaßten sich mit dem Schmucke [noj]der Welt.",
"Sie sprachen: Es heißt:du sollst dich aufmachen und hinauf nach der Stätte gehen, dies lehrt, daß der Tempel höher liegt als das ganze Jisma͑élsland, und das Jisma͑élsland liegt höher als alle übrigen Länder; sie wußten aber nicht, wo diese Stelle sich befinde.",
"Da holten sie das Buch Jehošua͑ hervor; bei allen [Stämmen] heißt es:[die Grenze] zog sich hinab, die Grenze stieg hinauf, die Grenze bog um, beim Stamme Binjamin aber heißt es nur: die Grenze stieg hinauf, nicht aber, daß sie sich hinabzog. Alsdann sprachen sie : Hieraus ist zu ersehen, daß diesdie Stelle ist.",
"Anfangs wollten sie ihn an der Quelle E͑tam bauen, die am höchsten liegt, alsdann aber sprachen sie : Wir wollen ihn etwas niedriger bauen, denn es heißt:und zwischen seinen Schulternruht er.",
"Wenn du aber willst, sageich: es ist uns überliefert, daß das Synedrium im Gebiete Jehudas und die Göttlichkeit im Gebiete Binjamins weile, und wenn wir ihn in dieser Höhe bauen, so entstehteine zu große Entfernung; es ist daher besser, ihn etwas niedriger zu bauen, wie es heißt: und zwischen seinen Schultern ruht er.",
"Wegen dieser Sache war Doég der Edomiter neidisch auf David, wie es heißt:denn der Neid um dein Haus hat mich verzehrt. Ferner heißt es:Gedenke, o Herr, David all seine Mühsal, wie er dem Herrn geschworen &c. ob ich mein Wohnzelt betreten &c. ob ich meinen Augen Schlaf, meinen Wimpern Schlummer gönnen werde, bis ich für den Herrn eine Stätte gefunden &c. \n",
"Siehe, wir hörten sie in Ephrath, fanden sie in Waldgefilden. In Ephrath, das ist Jehošua͑, der von Ephrajim abstammt; fanden sie in Waldgefilden, das ist Binjamin, von dem es heißt: Binjamin ist ein reißender Wolf.",
"SCHLACHTUNGEN DER GEMEINDE-HEILSOPFER UND DER SCHULDOPFER. FOLGENDE SIND DIE SCHULDOPFER: DAS SCHULDOPFER WEGEN RAUBES, DAS SCHULDOPFER WEGEN VERUNTREUUNG, DAS SCHULDOPFER WEGEN EINER VERGEBENENMAGD, DAS SCHULDOPFER EINES NAZIRS, DAS SCHULDOPFER EINES AUSSÄTZIGEN UND DAS SCHWEBE-SCHULDOPFER.",
"IHRE SCHLACHTUNG ERFOLGT AUF DER NORDSEITE, DIE BLUTAUFNAHME MIT EINEM DIENSTGEFÄSSE AUF DER NORDSEITE UND IHR BLUT BENÖTIGT ZWEIER SPRENGUNGEN GLEICH VIER. ZU ESSEN SIND SIE INNERHALB DER VORHÄNGE, VON MÄNNERN AUS DER PRIESTERSCHAFT, IN JEDER ZUBEREITUNG, EINEN TAG UND EINE NACHT, BIS MITTERNACHT."
],
[
"GEMARA. Woher, daß bei diesen die Nordseite erforderlich ist? Rabba b. R. Ḥanan lehrte vor Raba:Ihr sollt einen Ziegenbock als Sündopfer herrichten, wie beim Sündopfer die Nordseite erforderlich ist, ebenso ist bei den Heilsopfern der Gemeinde die Nordseite erforderlich.",
"Raba sprach zu ihm: Hinsichtlich des Sündopfers wird es ja vom Brandopfer gefolgert, kann denn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden I? –",
"Dies ist vielmehr aus einer Lehre R. Maris, des Sohnes R. Kahanas, zu entnehmen :Zu euren Brandopfern und zu euren Heilsopfern; wie das Brandopfer hochheilig ist, ebenso sind auch die Heilsopfer der Gemeinde hochheilig, und wie beim Brandopfer die Nordseite erforderlich ist, ebenso ist auch bei den Heilsopfern der Gemeinde die Nordseite erforderlich. –",
"Wofür ist nun die erste Vergleichungzu verwenden? – Gleich dem Sündopfer; wie das Sündopfer nur von Männern aus der Priesterschaft gegessen werden darf, ebenso dürfen auch die Heilsopfer der Gemeinde nur von Männern aus der Priesterschaft gegessen werden.",
"Abajje sprach zu ihm: Beim Widder des Nazirs heißt es ja ebenfalls:er bringe dem, Herrn sein Opfer dar, ein einjähriges, gebrechenfreies Lamm als Brandopfer und ein einjähriges, gebrechenfreies weibliches Lamm als Sündopfer und einen gebrechenfreien Widder als Heilsopfer; demnach müßte man ja auch hierbei sagen, daß die Schrift es mit dem Sündopfer verglichen habe, wie das Sündopfer nur von Männern aus der Priesterschaft gegessen werden darf, ebenso darf auch der Widder des Nazirs nur von Männern aus der Priesterschaft gegessen werden!? –",
"Was soll dies: da heißt es:und der Priester nehme den gekochten Bug vom Widder, demnach darf alles übrige vom Eigentümer gegessen werden. –",
"Aber immerhin sollte doch der gekochte Bug nur von Männern aus der Priesterschaft gegessen werden dürfen!? – Ein Einwand.",
"Wenn du aber willst, sage ich : dieser heißt nur Heiliges, nicht aber Hochheiliges. – In welcher Hinsicht werden sie miteinander verglichen? Rabina erwiderte: Wenn er sich bei einem von diesen dreien das Haar schneiden ließ, so hat er seiner Pflicht genügt.",
"DAS DANKOPFER UND DER WIDDER DES NAZIRS SIND MINDERHEILIGES. IHRE SCHLACHTUNG KANN AN JEDER STELLE IM TEMPELHOFE ERFOLGEN, IHR BLUT BENÖTIGT ZWEIER SPRENGUNGEN GLEICH VIER. ZU ESSEN SIND SIE IN DER GANZEN STADT, VON JEDEM MENSCHEN, IN JEDER ZUBEREITUNG, EINEN TAG UND EINE NACHT, BIS MITTERNACHT. WAS VON DIESEN ABGEHOBEN WIRD, GLEICHT DIESEN, NUR DARF DAS ABGEHOBENE NUR VON DEN PRIESTERN, IHREN FRAUEN, IHREN KINDERN UND IHREN SKLAVEN GEGESSEN WERDEN.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten:Und die Brust der Schwingung und den Schenkel der Hebe sollt ihr an einer reinen Stelle essen. R. Neḥemja sagte: Wurden etwa die ersterenin Unreinheit gegessen?",
"Vielmehr, rein, die teilweise unreinist; rein von der Unreinheit der Aussätzigen, und unrein durch die Unreinheit der Flußbehafteten, das ist nämlich das jisraélitischeLager. –",
"Vielleicht rein von der Unreinheit der Flußbehafteten und unrein durch die Unreinheit einer Leiche, das ist nämlich das levitischeLager!?",
"Abajje erwiderte: Die Schrift sagt:Ihr sollt es an einer heiligen Stelle essen, diesesan einer heiligen Stelle, nicht aber anderes an einer heiligen Stelle; dies bringt es nach dem levitischen Lagerhinaus. Weiter heißt es : an einer reinen Stelle, und dies bringt es in das jisraélitische Lagerhinaus.",
"Raba erklärte: Dieses an einer heiligen Stelle, nicht aber ein anderes an einer heiligen Stelle, dies bringt es ganz hinaus, und weiter schreibt der Allbarmherzige: sollt ihr an einer reinen Stelle essen, dies bringt es zurück in das jisraélitische Lager. –",
"Vielleicht bringt dies es in das levitische Lager!? – Wir bringen es nur in eines, nicht aber in zwei. –",
"Demnach sollte dies auch vom Hinausbringen gelten, wir bringen es nur aus einem hinaus und nicht aus zwei!? Ferner heißt es ja:du darfst es nicht in deinen Ortschaftenverzehren!? – Am richtigsten ist vielmehr die Erklärung Abajjes.",
"viiDAS HEILSOPFER IST MINDERHEILIGES. SEINE SCHLACHTUNG ERFOLGT AN JEDER STELLE IM TEMPELHOFE UND SEIN BLUT BENÖTIGT ZWEIER SPRENGUNGEN GLEICH VIER. ZU ESSEN IST ES IN DER GANZEN STADT, VON JEDEM MENSCHEN, IN JEDER ZUBEREITUNG, ZWEI TAGE UND EINE NACHT.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten:Er schlachte es an der Tür des Offenbarungszeltes,er schlachte es vor dem Offenbarungszelte,er schlachte es vor dem Offenbarungszelte,",
"dies macht jede Seitebei den minderheiligen Opfern tauglich, und [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere ist es hinsichtlich der Nordseite zu entnehmen: wenn beim Hochheiligen, bei dem nicht jede Seite tauglich ist, die Nordseite tauglich ist, um wieviel mehr ist beim Minderheiligen, bei dem jede Seite tauglich ist, die Nordseite tauglich.",
"R. Elie͑zer sagte : Die Schrift will damit nur die Tauglichkeit der Nordseite hervorheben. Man könnte nämlich einen Schluß folgern: wenn die Stelle für Minderheiliges, die sich auf alle Seiten erstreckt, nicht für Hochheiliges tauglich ist, um wieviel weniger ist die Stelle für Hochheiliges, die sich nur auf die Nordseite erstreckt, für Minderheiliges zulässig, daher heißt es: Offenbarungszelt. "
],
[
"Worin besteht ihr Streit? – Der erste Autor ist der Ansicht, von diesen drei Schriftversen ist einer an sich nötig, daß die Tür des Offenbarungszeltes erforderlichsei, einer [lehrt], daß auch die Seitenzulässig sind, und einer, daß die Seiten der Seitenunzulässig sind, während hinsichtlich der Nordseite ein Schriftvers nicht nötigist.",
"R. Elie͑zer aber ist der Ansicht, einer ist an sich nötig, daß die Tür des Offenbarungszeltes erforderlich ist. einer [lehrt], daß die Nordseite tauglichist, und einer, daß die Seiten tauglich sind, während hinsichtlich der Seiten der Seiten ein Schriftvers nicht nötigist. –",
"Weshalb heißt es an der einen Stelle: an der Tür des Offenbarungszeltes, an der anderen aber: vor dem Offenbarungszelte? – Wegen einer Lehre R. Jehudas im Namen Šemuéls, denn R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Hat man ein Heilsopfer geschlachtet, bevor die Türen des Tempels geöffnet worden sind, so ist es untauglich, denn es heißt: er schlachte es an der Tür des Offenbarungszeltes, wenn er geöffnetist, nicht aber, wenn er geschlossen ist.",
"Es wurde auch gelehrt: Mar U͑qaba b. Ḥama sagte im Namen des R. Jose b. R. Ḥanina : Hat man ein Heilsopfer geschlachtet, bevor die Türen des Tempels geöffnet worden sind, so ist es untauglich, denn es heißt: er schlachte es an der Tür des Offenbarungszeltes, wenn die Tür des Tempels geöffnet ist, nicht aber, wenn er geschlossen ist.",
"Im Westen lehren sie es wie folgt : R. Ja͑qob b. Aḥa sagte im Namen R. Ašis: Hat man ein Heilsopfer geschlachtet, bevor die Türen des Tempels geöffnet worden sind, so ist es untauglich; bei der Stiftshütte, bevor die Leviten die Stiftshütte aufgestellt und nachdem die Leviten sie auseinander genommen haben.",
"Es ist entschieden, daß es angelehntals geschlossen gilt, wie ist es aber bei einem Vorhange? R. Zera erwiderte: Dieser ist ja nichts weiter als eine geöffnete Tür. –",
"Wie verhält es sich bei einer Anhöhe? – Komm und höre: Es wird gelehrt: R. Jose b. R. Jehuda sagte: Die Messerräume hatten zwei Pforten, ihre Höhe betrug acht [Ellen], um den ganzen Tempelhof tauglich zu machenfür das Essen von Hochheiligem und das Schlachten von Minderheiligem.",
"Wahrscheinlich hatten sie Höhen von acht [Ellen]. – Nein, siewaren acht hoch.",
"Man wandte ein : Alle Tore, die da waren, waren zwanzig Ellen hoch und zehn breit!? – Anders war es bei den Pforten. –",
"Es waren ja die beiden Seitenvorhanden!? – Sie befanden sich an den Winkeln. –",
"Wie ist es mit [dem Raume] hinter dem Allerheiligsten? – Komm und höre: Rami b. R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Hinter dem Allerheiligsten war eine kleine Pforte, acht Ellen hoch, um den ganzen Tempelhof tauglich zu machen für das Essen von Hochheiligem und das Schlachten von Minderheiligem; hierauf deutet der Schriftvers:zwei für den Parbar. – Was heißt Parbar? Raba b. R. Šila erwiderte: Wie wenn jemand sagt: nach außen [bar].",
"R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Man ist wegen Unreinheitschuldig"
],
[
"nur in der Länge von hundertsiebenundachtzig und in der Breite von hundertfünfunddreißigEllen.",
"Ein Jünger rezitierte vor R. Naḥman: Der ganze Tempelhof maß hundertsiebenundachtzig zu hundertfünfunddreißig Ellen. Da sprach dieser zu ihm: Folgendes sagte mir Abba: da kamen die Priester und aßen Hochheiliges, da wurde Minderheiliges geschlachtet und da ist man wegen Unreinheit schuldig. –",
"Was schließt dies aus; wollte man sagen, dies schließe die Fenster, die Türen und die Dicke der Mauer aus, so wird ja gelehrt, daß die Fenster und die Dicke der Mauer als innerhalb gelten;",
"wollte man sagen, dies schließe die [angebauten] Zellen aus, so ist ja, wenn sie auf profanem [Boden] gebaut sind und Türen nach dem Heiligtume haben, wie wir gelernt haben, der Innenraum heilig!? – Nur rabbanitisch. –",
"Etwa nicht auch nach der Tora, es wird ja gelehrt: Woher, daß die Priester in Zellen, die auf profanem [Gebiete] gebaut sind und Türen nach dem Heiligtume haben, eintreten und da Hochheiliges und das Zurückbleibende der Speisopferessen dürfen? Es heißt:im Hofe des Offenbarungszeltes sollen sie es essen, die Tora hat hinsichtlich des Essens viele Höfeeinbegriffen!?",
"Rabba erwiderte: Anders verhält es sich beim Essen. –",
"Etwa nicht auch hinsichtlich der Unreinheit, es wird ja gelehrt: Die Priester dürfen in die Zellen, die auf profanem [Gebiete] gebaut sind und Türen nach dem Heiligtume haben, eintreten und da Hochheiliges essen; man darf da aber nicht Minderheiliges schlachten, auch ist man da wegen Unreinheit schuldig!? –",
"Du sagst ja, man schlachte nicht, ebenso lies auch: man ist nicht schuldig. –",
"Einleuchtend ist es, daß man da nicht schlachten darf, weil dies vor der Tür erfolgen muß, was hierbeinicht der Fall ist, weshalb aber ist man nichtschuldig!? –",
"Auch nach deiner Auffassung wird ja hier von dem Falle gesprochen, wenn das Schlachten vor der Türerfolgt, denn sonst wäre diesnicht nötig; vielmehr lehrt er, daß man in diesen nicht schlachten darf, auch wenn es vor der Tür erfolgt, weil sie nicht heilig sind, somit lese man auch: man ist nicht schuldig. –",
"Braucht denn das Essen nicht vor der Tür zu erfolgen, es wird ja gelehrt: R. Jose b. R. Jehuda sagte: Die Messerräume hatten zwei Pforten, ihre Höhe betrug acht [Ellen], um den ganzen Tempelhof tauglich zu machen für das Essen von Hochheiligem und das Schlachten von Minderheiligem!? Rabina erwiderte: Streiche hier [den Passus vom] Essen. –",
"Es heißt ja aber:kochet das Fleisch an der Tür des Offenbarungszeltes und esset es da!? – Anders verhält es sich bei gelegentlichen Opfern.",
"R. Jiçḥaq b. Evdämi sagte: Woher, daß das Blut mit Sonnenuntergang untauglich wird? Es heißt:am Tage der Darbringung seiner Schlachtung soll es gegessen werden; am Tage, an dem du es schlachtest, darfst du es darbringen, am Tage, an dem du es nicht schlachtest, darfst du es nicht darbringen. –",
"Dies ist ja an sichnötig!? –"
],
[
"Der Schriftvers könnte ja lauten: am Tage seiner Schlachtung soll es gegessen werden, wenn es aber der Darbringung heißt, so ist hieraus zu entnehmen: am Tage, an dem du es schlachtest, darfst du es darbringen, am Tage, an dem’ du es nicht schlachtest, darfst du es nicht darbringen. –",
"Vielleicht meint es der Allbarmherzige wie folgt: wird das Blut heute dargebracht, so darf das Fleisch heute und morgen gegessen werden, und wird das Blut morgen dargebracht, so darf das Fleisch morgen und am folgenden Tage gegessenwerden!? – Wenn dem so wäre, so sollte der Schriftvers lauten: am Tage der Darbringung soll es gegessen werden, wenn es aber seiner Schlachtung heißt, so ist hieraus zu entnehmen : am Tage, an dem du es schlachtest, darfst du es darbringen, am Tage, an dem du es nicht schlachtest, darfst du es nicht darbringen.",
"Es wurde gelehrt : Wenn jemand für die Nacht zum dritten [Tage] beabsichtigt, so ist es, wie Ḥizqija sagt, tauglich, und wie R. Joḥanan sagt, untauglich. Ḥizqija sagt, es sei tauglich, weil es dann noch nicht zur Verbrennung bestimmt ist; R. Joḥanan sagt, es sei untauglich, weil es dann zum Essen nicht mehr geeignet ist.",
"Hat man [das Fleisch]in der Nacht zum dritten [Tage] gegessen, so ist man, wie Ḥizqija sagt, frei, weil es dann noch nicht zur Verbrennung bestimmt ist, und wie R. Joḥanan sagt, schuldig, weil es dann zum Essen nicht mehr geeignet ist.",
"Übereinstimmend mit R. Joḥanan wird gelehrt : Bei Opfern, die einen Tag gegessen werden, beginnt die unzulässige Absicht hinsichtlich des Blutes mit dem Untergange der Sonne und hinsichtlich des Fleisches und der Opferteile mit dem Anbruch der Morgenröte, und bei Opfern, die zwei Tage und eine Nacht gegessen werden, beginnt die unzulässige Absicht hinsichtlich des Blutes mit dem Untergang der Sonne, hinsichtlich der Opferteile mit dem Anbruch der Morgenröteund hinsichtlich des Fleisches mit dem Untergang der Sonne am zweiten Tage.",
"Die Rabbanan lehrten: Man könnte glauben, sie dürfen in der Nacht zum dritten [Tage] gegessen werden, und zwar wäre dies durch einen Schluß zu folgern: manche Schlachtopfer werden einen Tag gegessen und manche Schlachtopfer werden zwei Tage gegessen, wie bei den Schlachtopfern, die einen Tag gegessen werden, die folgende Nacht dazu gehört, ebenso gehört auch bei den Schlachtopfern, die zwei Tage gegessen werden, die folgende Nacht dazu,",
"so heißt es:und was zurückbleibt bis zum dritten Tage, es darf nur während des Tages gegessen werden, nicht aber in der Nacht zum dritten [Tage].",
"Man könnte glauben, es sei sofort zu verbrennen, und zwar wäre dies durch einen Schluß zu folgern : manche Schlachtopfer werden einen Tag gegessen und manche Schlachtopfer werden zwei Tage gegessen, wie bei den Schlachtopfern, die einen Tag gegessen werden, unmittelbar nach dem Essendie Verbrennung erfolgt, ebenso erfolge auch bei den Schlachtopfern, die zwei Tage gegessen werden, unmittelbar nach dem Essen die Verbrennung,",
"so heißt es:am dritten Tage soll es im Feuer verbrannt werden; man verbrenne es am Tage, nicht aber verbrenne man es in der Nacht.",
"viiiDAS ERSTGEBORENE, DER ZEHNT UND DAS PESAḤOPFER SIND MINDERHEILIGES. IHRE SCHLACHTUNG ERFOLGT AN JEDER STELLE IM TEMPELHOFE UND IHR BLUT BENÖTIGT EINER SPRENGUNG, NUR MUSS ES GEGEN DAS FUNDAMENT ERFOLGEN.",
"HINSICHTLICH DES ESSENS SIND SIE VERSCHIEDEN: DAS ERSTGEBORENE DARF NUR VON PRIESTERN GEGESSEN WERDEN, DER ZEHNT VON JEDEM MENSCHEN; BEIDE IN DER GANZEN STADT, IN JEDER ZUBEREITUNG, ZWEI TAGE UND EINE NACHT; DAS PESAḤOPFER DARF NUR NACHTS GEGESSEN WERDEN, NUR BIS MITTERNACHT, NUR VON DEN BETEILIGTENUND NUR GEBRATEN.",
"GEMARA. Wer ist der Autor? R. Ḥisda erwiderte: Es ist R. Jose der Galiläer, denn es wird gelehrt: R. Jose der Galiläer sagte : Es heißt nichtsein Fett, sondern ihr Fett, es heißt nichtsein Blut, sondern ihr Blut ; dies lehrt, daß beim Erstgeborenen, beim Zehnten und beim Pesaḥopfer Blutsprengen und [Aufräuchern der] Opferteile auf dem Altar erforderlich sind. –",
"Woher, daß es gegen das Fundament erfolgen muß? R. Elie͑zer erwiderte: Es ist durch [den Ausdruck] sprengen vom Brandopferzu folgern. –"
],
[
"Woher dies vom Brandopfer selbst? – Es heißt:auf das Fundament des Brandopferaltars, dies lehrt, daß beim Brandopfer das Fundament erforderlich ist. –",
"Demnach sollten doch, wie bei diesem zwei Sprengungen gleich vier erforderlich sind, auch bei jenen zwei Sprengungen gleich vier erforderlich sein!?",
"Abajje erwiderte: Es brauchte ja nicht sowohl beim Brandopfer als auch beim Sündopfer ringsum zu heißen, somit lehren zwei Schriftverse dasselbe, und wenn zwei Schriftverse dasselbe lehren, so ist von diesen auf andere nichts zu folgern. –",
"Einleuchtend ist dies nach demjenigen, welcher sagt, es sei nichts zu folgern, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, es sei wohl zu folgern!? – Beim Schuldopferwird dies drittmals gelehrt, und wenn es drei sind,, so ist von diesen entschieden nichts zu folgern.",
"DAS ERSTGEBORENE DARF NUR VON PRIESTERN GEGESSEN WERDEN. Die Rabbanan lehrten: Woher, daß das Erstgeborene zwei Tage und eine Nacht zu essen ist!? Es heißt:und ihr Fleisch soll dir gehören, gleich der Brust der Schwingung und dem rechten Schenkel; die Schrift hat es mit Brust und Schenkel des Heilsopfers verglichen, wie das Heilsopfer zwei Tage und eine Nacht gegessen wird, ebenso ist auch das Erstgeborene zwei Tage und eine Nacht zu essen.",
"Folgende Frage wurde den Weisen in der Akademie zu Jabne unterbreitet: Wie lange ist das Erstgeborene zu essen? Da begann R. Tryphon und sprach: Zwei Tage und eine Nacht.",
"Hierauf sprach zu ihm ein Schüler, der ins Lehrhaus zu den Weisen zuerst gekommen war, namens R. Jose der Galiläer: Meister, woher weißt du dies? Jener erwiderte: Mein Sohn, das Heilsopfer ist Minderheiliges und das Erstgeborene ist Minderheiliges, wie nun das Heilsopfer zwei Tage und eine Nacht gegessen wird, ebenso ist auch das Erstgeborene zwei Tage und eine Nacht zu essen.",
"Dieser entgegnete: Meister, das Erstgeborene ist ein Geschenk an den Priester und das Sündopfer und das Schuldopfer sind Geschenke an den Priester, wie nun das Sündopfer und das Schuldopfer einen Tag und eine Nacht gegessen werden, ebenso auch das Erstgeborene einen Tag und eine Nacht.",
"Jener erwiderte: Man vergleiche eine Sache mit der anderen und folgerevon der einen Sache auf die andere. Das Heilsopfer wird nicht wegen einer Sünde dargebracht und das Erstgeborene wird nicht wegen einer Sünde dargebracht, wie nun das Heilsopfer zwei Tage und eine Nacht gegessen wird, ebenso ist auch das Erstgeborene zwei Tage und eine Nacht zu essen.",
"Dieser entgegnete: Meister, man vergleiche eine Sache mit der anderen und folgere von der einen Sache auf die andere. Das Sündopfer und das Schuldopfer sind Geschenke an den Priester und das Erstgeborene ist ein Geschenk an den Priester, das Sündopfer und das Schuldopfer werden nicht als Gelobtes oder freiwillige Spende dargebracht und das Erstgeborene wird nicht als Gelobtes oder freiwillige Spende dargebracht, wie nun das Sündopfer und das Schuldopfer einen Tag gegessen werden, ebenso ist auch das Erstgeborene einen Tag zu essen.",
"Da sprang R. A͑qiba auf und R. Tryphon entfernte sich. Er sprach zu ihm: Es heißt: und ihr Fleisch soll dir gehören &c., die Schrift vergleichtsie mit Brust und Schenkel des Heilsopfers, wie das Heilsopfer zwei Tage und eine Nacht gegessen wird, ebenso ist auch das Erstgeborene zwei Tage und eine Nacht zu essen.",
"Jener entgegnete: Du vergleichst sie mit Brust und Schenkel des Heilsopfers, ich vergleiche sie mit Brust und Schenkel des Dankopfers; wie das Dankopfer einen Tag und eine Nacht gegessen wird, ebenso ist auch das Erstgeborene einen Tag und eine Nacht zu essen.",
"Dieser erwiderte: Es heißt: und ihr Fleisch soll dir gehören, und wenn es weiterheißt: dir soll es gehören, so hat die Schrift beim Erstgeborenen noch ein zweites Gehörenhinzugefügt.",
"Als man dies R. Jišma͑él vortrug, sprach er: Geht und sagt R. A͑qiba, er habe sichgeirrt, hinsichtlich des Dankopfers wird esja vom Heilsopfer gefolgert: kann denn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden!? Der Schluß ist also nicht auf die zweite Art, sondern auf die erste Artzu folgern. –",
"Wofür verwendet R. Jišma͑él [die Worte] dir soll es gehören!? – Diese lehren, daß das fehlerbehaftete Erstgeborene ein Geschenk an den Priester sei, was wir sonst in der ganzen Tora nicht finden. –",
"Und R. A͑qiba!? – Er folgert dies aus:ihr Fleisch, der fehlerfreien und der fehlerbehafteten. – Und R. Jišma͑él!? – Ihr Fleisch, darunter sind jene Erstgeborenen zu verstehen. –",
"Worin besteht ihr Streit? – Einer ist der Ansicht, wenn esdurch sich selbst nebst einem anderenerfolgt, heiße es eine Vergleichung, und einer ist der Ansicht, dies heiße keine Vergleichung. –",
"Einleuchtend ist es nach demjenigen, welcher sagt, dies heiße keine Vergleichung, daß es heißt:und ebenso verfahre er mit dem Offenbarungszelte,",
"wie er im Allerinnersten einmal oben und siebenmal untendas Blut des Farren sprengt, ebenso sprenge er auch im Tempel,",
"und wie im Allerinnersten einmal oben und siebenmal unten das Blut des Ziegenbockes, ebenso sprenge er im Tempel,",
"wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, dies seieine Vergleichung!? – Die Ortewerden von einander gefolgert."
],
[
"Wenn du aber willst, sage ich: [die Verrichtungen] im Äußeren werden von den [Verrichtungen] im Innerneinmalig gefolgert. –",
"Einleuchtend ist nach demjenigen, welcher sagt, dies heiße keine Vergleichung, folgende [Auslegung:]Sollt ihr aus euren Wohnorten Brote zur Schwingung bringen;",
"das Wort bringen ist unnötig und deutet darauf, daß alles, was von einer anderen Stelle gebracht wird, diesem· gleiche: wie hierbei ein Zehntel [Mehl] für das Brot, ebenso auch bei jenenein Zehntel für das Brot.",
"Man könnte aber folgern: wie hierbei zwei Zehntel, ebenso auch bei jenenzwei Zehntel, so heißt es: sollen es sein.",
"Wir wissen dies von den zehn gesäuerten [Broten], woher dies von den zehn ungesäuerten? Es heißt:mit Kuchen von Gesäuertem, entsprechend dem Gesäuerten ist Ungesäuertes zu bringen.",
"Wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, dies sei eine Vergleichung!? – [Die Worte] sollt ihr bringen sind einschließend.",
"DAS PESAḤOPFER DARF &C. GEGESSEN WERDEN. Wer ist der Autor? R. Joseph erwiderte: Es ist R. Elea͑zar b. A͑zarja, denn es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. A͑zarja sagte: Hier heißt es:in dieser Nacht, und dortheißt es: ich werde in dieser Nacht durch Miçrajim ziehen,",
"wie es dort Mitternacht war, ebenso auch hier bis Mitternacht.",
"R. A͑qiba sprach zu ihm: Es heißt ja aber:ihr sollt es in Eile essen, bis zur Zeitder Eile. Wieso heißt es demnach: in dieser Nacht?",
"Man könnte glauben, es gleiche allen übrigen Opfern, die am Tage gegessen werden, so heißt es in dieser Nacht, es darf nur nachts und nicht am Tage gegessen werden.",
"Abajje sprach zu ihm: Woher, daß es R. Elea͑zar b. A͑zarja ist, und [diese Frist] nach der Tora, vielleicht nur rabbanitisch, um den Menschen von einer Übertretungfern zu halten!? – Wieso hieße es dann: nurbis Mitternacht!? Es gleicht also den anderen[Bestimmungen]; wie die anderen aus der Tora sind, ebenso ist auch diese aus der Tora."
],
[
"i,1HAT MAN HOCHHEILIGES AUF DEM AETAR GESCHLACHTET, SO IST ES, WIE R. JOSE SAGT, EBENSO ALS WÜRDE ES IN DER NORDSEITE GESCHLACHTET WORDEN SEIN; R. JOSE B. JEHUDA SAGT, DIE HÄLFTE DES ALTARS SÜDLICH GILT ALS SÜDSEITE UND DIE HÄLFTE DES ALTARS NÖRDLICH GILT ALS NORDSEITE.",
"GEMARA. R. Asi sagte im Namen R. Joḥanans: R. Jose ist der Ansicht, der Altar habe vollständig auf der Nordseite gestanden, nur gebraucht er deshalb [den Ausdruck] ‘ebenso’, weil man glauben könnte, dies müsse an der Seite erfolgen, was hierbei nicht der Fall ist; daher lehrt er uns.",
"R. Zera sprach zu R. Asi: Dementsprechend müßte ja R. Jose b. R. Jehuda der Ansicht sein, er habe zur Hälfte auf der Nordseite und zur Hälfte auf der Südseite gestanden!?",
"Wolltest du sagen, dem sei auch so, so sagtest du ja selbst im Namen R. Joḥanans, R. Jose b. R. Jehuda pflichte bei, daß, wenn man gegenüber auf dem Erdboden geschlachtet hat, [das Opfer] untauglich sei.",
"Dieser erwiderte : Folgendes sagte R. Joḥanan : Beide legen sie denselben Schriftvers aus:du sollst auf diesem deine Brandopfer und deine Heilsopfer schlachten.",
"R. Jose ist der Ansicht, der ganze für Brandopfer und der ganze für Heilsopfer, und R. Jose b. R. Jehuda ist der Ansicht, die Hälfte für Brandopfer und die Hälfte für Heilsopfer,",
"denn wenn man sagen wollte, der ganze sei für Brandopfer tauglich, so würde er ja, wenn er für Brandopfer tauglich ist, um so mehr für Heilsopfer tauglich sein. –",
"Und jener!? – Dies ist nötig; man könnte glauben, nur das Brandopfer, weil für dieses der Raum beschränkt ist, nicht aber das Heilsopfer, für das der Raum nicht beschränkt ist, so lehrt er uns.",
"Der Text. R. Asi sagte im Namen R. Joḥanans: R.Jose b. R. Jehuda pflichte! bei, daß wenn man gegenüber auf dem Erdboden geschlachtet hat, [das Opfer] untauglich sei. R. Aḥa aus Diphte sprach zu Rabina: Was heißt gegenüber auf dem Erdboden, wollte man sagen, auf der Elle des Fundamentes oder der Elle des Simses, so gehören sie ja zum Altar selbst; und wieso heißt dies ferner gegenüber auf dem Erdboden!?",
"Und wollte man sagen, wenn man eine Höhle unter dem Erdbodengegraben und da geschlachtet hat, so ist ja ein solcher Altar untauglich, denn es wird gelehrt:Einen Altar aus Erde sollst du mir errichten, er muß an der Erde haften; man darf ihn nicht auf Höhlen und nicht auf Gewölben bauen!? –",
"In dem Falle, wenn man ihn verringerthat.",
"R. Zera sprach: Ist es denn möglich, daß das, was R. Joḥanan gesagthat, zutreffend ist, und wir es nicht in einer Mišna gelernt haben sollten!?",
"Als er fortging, forschte er nach und fand folgende Lehre: Man suchte daschönes Feigenholz für den zweiten Holzstoß für das Räucherwerkaus, an der südwestlichen Ecke, vier Ellen nördlich eingezogen, für ungefähr fünf Seá Kohlen, am Šabbath für ungefähr acht Seâ Kohlen, weil noch die zwei Schalen Weihrauch von den Schaubroten hinzukamen.",
"Weiche Andeutung gibt es hierfür? Hier ist die Ansicht R. Joses vertreten,"
],
[
"denn es wird gelehrt : R. Jose sagte : Man merke sich folgendes : was vom inneren [Altar] genommen und auf den äußeren getan wird, wird auf die dem inneren möglichst nächste Stelle getan,",
"und was vom äußeren genommen und auf den inneren getan wird, wird von der dem inneren möglichst nächsten Stelle genommen.",
"Was ist nun das, was vom inneren genommen und auf den äußeren getan wird, wollte man sagen, zurückbleibendes [Blut], so heißt es ja davon ausdrücklich:auf das Fundament des Brandopfer-Altars, an der Tür des Offenbarungszeltes.",
"Und was ist ferner das, was vom äußeren genommen und auf den inneren getan wird, wenn die Kohlenam Versöhnungstage, so heißt es ja von diesen ausdrücklich-er nehme eine Pfanne mit Feuerkohlen &c.",
"Vielmehr, was vom inneren genommen und auf den äußeren getan wird, das sind die zwei Schalen Weihrauch von den Schaubroten, hinsichtlich welcher esvom zurückbleibenden Blute gefolgert wird;",
"und was vom äußeren genommen und auf den inneren getan wird, das sind die Kohlen an den gewöhnlichenTagen, hinsichtlich welcher esvon den Kohlen am Versöhnungstage gefolgert wird.",
"Welcher Ansicht ist er nun: ist er der Ansicht, der ganze Altar habe auf der Südseite gestanden, so müßte man ja siebenundzwanzig [Ellen] einziehen,",
"und wenn er auch der Ansicht sein sollte, die Heiligkeit des Tempels und der Vorhallesei die gleiche, so müßten es ja immerhin zweiundzwanzig sein;",
"und ist er der Ansicht, er habe zur Hälfte auf der Nordseite und zur Hälfte auf der Südseite gestanden, so müßten ja elf eingezogen werden, und wenn er auch der Ansicht sein sollte, die Heiligkeit des Tempels und der Vorhalle sei die gleiche, so müßten es immerhin sechssein.",
"Wahrscheinlich ist er der Ansicht, der Altar habe vollständig auf der Nordseite gestanden,",
"und diese vier Ellensind folgende: eine Elle das Fundament, eine Elle der Sims, eine Elle der Raum der Hörner und eine Elle der Raum für die [Füße der] Priester, denn wenn er weiter eingezogen wird, befindet er sich nicht mehr vor der Tür.",
"R. Ada b. Aḥaba erwiderte : Daist R. Jehuda vertreten, denn es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Der Altar stand genau in der Mitte des Vorhofs; er maß zweiunddreißig Ellen, zehn Ellen gegenüber der Tür des Tempels, elf Ellen an der einen Seite und elf Ellen an der anderen Seite. Es ergibt sich also, daß der Altar genau gegenüber dem Tempel stand. –",
"Aber immerhin sind ja auch nach R. Jehuda elf [Ellen]einzuziehen, und wenn er auch der Ansicht sein sollte, die Heiligkeit des Tempels und der Vorhalle sei die gleiche, müßten es ja sechs sein!? –",
"Du glaubst wohl, die vier Ellen seien mit Einschluß der Elle des Fundamentes und der Elle des Simses zu verstehen, die vier Ellen sind außer der Elle des Fundamentes und der Elle des Simses zu verstehen. –",
"Demnachkann man es ja R. Jose addizieren, und zwar hat er in der Mitte gestanden!? – Von R. Jehuda wissen wir, daß er ausdrücklich lehrt, er habe in der Mitte gestanden.",
"R. Serebja erklärte: Daist die Ansicht R. Jose des Galiläers vertreten, denn es wird gelehrt: R.Jose der Galiläer sagte: Es heißt:da sollst das Waschbecken stellen zwischen das Offenbarungszelt&c.,"
],
[
"und ferner:und den Brandopferaltar &c., wonach der Altar und nicht das Waschbecken an der Tür des Offenbarungszeltes gestanden hatte; wo hatte er es nun hingestellt? Zwischen der Vorhalle und dem Altar, ein wenig nach Süden.",
"Welcher Ansicht ist er nun: ist er der Ansicht, der Altar habe vollständig auf der Südseite gestanden, so sollte er es doch südlich vor die Wand des Tempelszwischen der Vorhalle und dem Altar gestellt haben,",
"und wenn er auch der Ansicht sein sollte, die Heiligkeit des Tempels und der Vorhalle sei die gleiche, so konnte er es südlich vor die Wand der Vorhallezwischen der Vorhalle und dem Altar gestellt haben;",
"und ist er der Ansicht, er habe zur Hälfte auf der Nordseite und zur Hälfte auf der Südseite gestanden, so sollte er es doch südlich vor die Wand des Tempels zwischen der Vorhalle und dem Altar gestellthaben.",
"Wahrscheinlich also ist er der Ansicht, der Altar habe vollständig auf der Nordseitegestanden. Aber auch wenn man es nördlich vor die Wand des Tempels stellt, befindet es sich ja zwischen der Vorhalle und dem Altar.",
"Oderer sollte es nördlich vor die Wand der Vorhalle gestellt haben,",
"zwischen der Vorhalle und dem Altar!? –",
"Die Schrift sagt: nördlich, die Nordseitemuß ganz frei sein.",
"Wer ist der Autor, der gegen R. Jose den Galiläer streitet? – Es ist R. Elie͑zer b. Ja͑qob, denn es wird gelehrt: R. Elie͑zer b. Ja͑qob sagte: Nördlich, die Nordseite muß ganz frei sein, selbst vom Altar.",
"Rabh sagte: Ist der Altar beschädigt worden, so sind alle Opfer, die da geschlachtet worden sind, untauglich; wir hatten hierfür einen Schriftvers, haben ihn aber vergessen. Als R. Kahana hinaufkam, traf er R. Šimo͑n b. Rabbi, der im Namen des II. Jismâéi b. R. Jose sagte: Woher, daß, wenn der Altar beschädigt worden ist, alle Opfer, die da geschlachtet worden sind, untauglich sind?",
"Es heißt:du sollst auf diesem deine Brandopfer und deine Heilsopfer schlachten; schlachtet man denn auf diesem? Vielmehr, nur wenn er ganzist, nicht aber, wenn er beschädigt ist. Da sprach er: Das ist der Schriftvers, der Rabh entfallen war.",
"R. Joḥanan aber sagte: Ob so oderso, sind sie untauglich. – Worin besteht ihr Streit? – Rabh ist der Ansicht, Lebendeswerde nicht verdrängt, und R. Joḥanan ist der Ansicht, Lebendes werde wohl verdrängt.",
"Man wandte ein: Alle Opfer aus der Zeit bevor der Altar erbaut wordenwar, waren nachdem der Altar erbaut worden war, untauglich. – Wenn er erst nachher erbaut worden war, so waren sie ja von vornhereinverdrängt!? –",
"Vielmehr, bevor der Altar zerstört wordenwar. – Seit der Zerstörung waren sie ja zu altgeworden!? –",
"Vielmehr, bevor der Altar beschädigt worden war; ist er aber nachherbeschädigt worden, so sind sie untauglich!? – Du hast sieja ohnehin korrigieren müssen, lies auch: die geschlachtet wordensind. –",
"R. Gidel sagte ja aber im Namen Rabhs, wenn der Altarniedergerissen worden ist, sei das Räucherwerk auf dessen Platzzu räuchern!? –",
"Wie Raba erklärt hat, R. Jehuda pflichte hinsichtlich des Blutesbei, ebenso pflichtet auch Rabh hinsichtlich des Blutes bei.",
"Welches Bewenden hat es mit [der Beipflichtung] R. Jehudas? – Es wird gelehrt:An jenem Tage weihte der König den Innenraum des Tempels ein &c., denn der Altar&c. war zu klein, um zu fassen; dem Wortlaute gemäß – so R. Jehuda.",
"R. Jose sprach zu ihm :"
],
[
"Es heißt ja vorher:tausend Brandopfer brachte Šelomo auf diesem Altar dar, und vom dauernden Tempel heißt es:und Šelomo opferte als Heilsopfer, das er für den Herrn schlachtete, zweiundzwanzigtausend Rinder;",
"wenn man nun die Zahl der Brandopfer und die Zahl der Ellen berücksichtigt, war jener größerals dieser!?",
"Vielmehr sind [die Worte] klein, um zu fassen so zu verstehen, wie wenn jemand von einem, der für den Dienst untauglich geworden ist, sagt: jener ist zwerghaft. –",
"Und R. Jehuda, R. Jose hat ja recht!? – R. Jehuda vertritt hierbei seine Ansicht, daß nämlich der von Moše errichtete Altar größerwar, denn es wird gelehrt: Fünf Ellen lang und fünf Ellen breit, dem Wortlaute gemäß – so R. Jose.",
"R. Jehuda sagte: Hierbei heißt es viereckig und dortheißt es viereckig, wie dort von der Mitte aus gerechnetwird, ebenso wird auch hier von der Mitte aus gerechnet. –",
"Woher dies dort? – Es heißt:und der Opferherd hatte zwölf Ellen, nach jeder Seite. – Vielleicht ist dem nicht so, sondern zwölf zu zwölf Ellen? – Wenn es heißt:auf allen seinen vier Seiten, so lehrt dies, daß er von der Mitte aus rechnet. –",
"Und R. Jose!? – Den Schluß durch Wortanalogiebezieht er auf die Höhe, denn es wird gelehrt:Und drei Ellen seine Höhe, dem Wortlaute gemäß – so R. Jehuda.",
"R. Jose sprach : Bei diesem heißt es viereckig und bei jenem heißt es viereckig, wie jener eine doppelte Höhe der Länge hatte, ebenso hatte auch dieser eine doppelte Höheder Länge.",
"R. Jehuda sprach zu ihm: Es heißt ja: der Hof maß hundert Ellen &c.; ist es denn anzunehmen, daß, wenn der Priester auf dem Altar stand und Dienst tat, das ganze Volk außerhalb ihn sah!?",
"R. Jose erwiderte ihm: Es heißt ja:und die Umhänge des Vorhofs und den Vorhang vor dem Tore des Vorhofs, um die Wohnung und um den Altar; wie für die Wohnung eine Höhe von zehn Ellen erforderlichwar, ebenso war auch für den Altar eine von zehn Ellen erforderlich; ferner heißt es:die Umhänge fünfzehn Ellen auf der einen Seite;"
],
[
"wenn es nun fünf Ellen heißt, so ist dies über dem Rand des Altarszu verstehen,",
"und wenn es heißt: und drei Ellen seine Höhe, so ist dies über dem Rande des Simseszu verstehen. –",
"Und R. Jehuda!? – Er verwendet die Wortanalogie für die Breite. –",
"Nach R. Jehuda konnte man ja den Priester sehen!? – Zugegeben, daß man ihn sehen konnte, die Dienstverrichtung aber konnte man nicht sehen. –",
"Erklärlich ist das Wort weihtenach R. Jehuda, wie ist aber das Wort weihte nach R. Josezu erklären!? – Um da den Altar aufzustellen. –",
"Erklärlich ist [das Wort] klein nach R. Jose, wie ist aber [das Wort] klein nach R. Jehudazu erklären!? – Er meint es wie folgt: der steinerne Altar, den Šelomo anstelle des kupfernen Altars errichtet hatte, war zu klein. –",
"Worin besteht ihr Streit? – Einer ist der Ansicht, man folgere hinsichtlich des äußeren vom äußeren, nicht aber hinsichtlich des äußeren vom inneren,",
"und einer ist der Ansicht, man folgere hinsichtlich eines Gerätesvon einem Geräte, nicht aber hinsichtlich eines Gerätes von einem Bauwerke.",
"Hierzu sagte Raba, R. Jehuda pflichte hinsichtlich des Blutesbei. Es wird nämlich gelehrt: R. Jehuda sagte: Einen Becher füllte man mit vermischtem Bluteund schüttete es auf den Altar, damit, wenn das Blut des einen ausgeschüttet worden sein sollte, dieser es tauglich mache.",
"Wenn man nun sagen wollte, R. Jehuda sei der Ansicht, der ganze Tempelhof sei heilig, so ist ja das Gebot bereits ausgeübt worden. –",
"Vielleicht ist er der Ansicht, das Gießen müsse durch menschliche Kraft erfolgen!? – Wenn dem so wäre, so könnte man es ja aufnehmen und an Ort und Stelle ausgießen. –",
"Vielleicht deshalb, weil das Gebot auf das Schönste ausgeübt werden muß.",
"R. Elea͑zar sagte: Ist der Altar beschädigt worden, so darf man nicht auf Grund dessen das Zurückbleibende vom Speisopferessen, denn es heißt:und esset es ungesäuert neben dem Altar. Aßen sie es denn neben dem Altar? Vielmehr, nur wenn er ganz ist, nicht aber, wenn er beschädigt ist.",
"Wir wissen dies vom Zurückbleibenden des Speisopfers, woher dies von den hochheiligen Opfern? Es heißthochheilig.",
"Woher dies von den minderheiligen Opfern? Abajje erwiderte: Dies ist aus einer Auslegung R. Joses zu entnehmen, denn es wird gelehrt: Drei Dinge sagte R. Jose im Namen"
],
[
"von drei Ältesten, und folgendes ist eines von diesen. R. Jišma͑él sagte : Man könnte glauben, man müsse in der Jetztzeit den zweiten Zehnten nach Jerusalem bringen und ihn da verzehren. Dies wäre durch einen Schluß zu folgern: beim Erstgeborenen ist das Hinbringen nach der Stätteerforderlich, und beim Zehnten ist das Hinbringen nach der Stätte erforderlich, wie nun das Erstgeborene nur beim Bestehen des Tempels Geltung hat, ebenso hat auch der Zehnt nur beim Bestehen des Tempels Geltung.",
"Wohl das Erstgeborene, weil bei diesem Blutsprengen und [Auf räuchern der] Opfer teile auf dem Altarerforderlich sind.",
"Beweist man von den Erstlingen [das Entgegengesetzte, so ist zu erwidern:] wohl die Erstlinge, weil sie des Niederlegensbenötigen.",
"Daher heißt es:Ihr sollt da eure Brandopfer bringen &c. er vergleicht den Zehntenmit dem Erstgeborenen, wie das Erstgeborene nur bei Bestehen des Tempels Geltung hat, ebenso auch der Zehnt nur bei Bestehen des Tempels. –",
"Sollte er doch den Schluß wiederholen und von beiden folgern!? –",
"Es ist zu erwidern: das Gemeinsame bei ihnen ist, daß bei ihnen der Altar erforderlich ist. –",
"Welcher Ansicht ist er: ist er der Ansieht, die erste Heiligunghatte Geltung für die damalige Zeit und für die Zukunft, so sollte diesauch vom Erstgeborenen gelten, und ist er der Ansicht, sie habe für die Zukunft keine Geltung, so sollte es ihm auch hinsichtlich des Erstgeborenen fraglichsein.",
"Rabina erwiderte: Tatsächlich ist er der Ansicht, die Heiligung habe keine Geltung, und hier handelt es sich um den Fall, wenn das Blut des Erstgeborenen vor der Zerstörung des Tempels gesprengt worden war und darauf der Tempel zerstört worden, das Fleisch aber noch vorhanden ist.",
"Man vergleiche das Fleisch mit dem Blute, wie für das Blut der Altar erforderlich ist, ebenso ist auch für das Fleisch der Altar erforderlich. –",
"Wieso ist demnach vom Erstgeborenen auf den Zehnten zu folgern, kann denn von dem, was durch Vergleichung gefolgert wird, durch Vergleichung gefolgert werden!? – Der Getreidezehnt ist Profanes. –",
"Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, man richte sich nach dem Gefolgerten, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, man richte sich nach dem, wovon gefolgert wird!? –",
"Das Blut und das Fleisch gehören zusammen.",
"Als Rabin hinaufkamund diese LehreR. Jirmeja vortrug, sprach dieser: Die törichten Babylonier lehren, weil sie in einem finsteren Lande leben, finstere Dinge. Sie haben wohl von folgender Lehre nichts gehört: Beim Reiseaufbruchewurden die Opfer untauglichund die Flußbehafteten und Aussätzigen aus dem Lager entfernt.",
"Dagegen lehrt ein Anderes, daß die Opfer an zwei Stellengegessen wurden. Wahrscheinlich spricht eines von hochheiligen Opfern und eines von minderheiligenOpfern.",
"Rabina erwiderte: Beide sprechen von minderheiligen Opfern, dennoch besteht hier kein Widerspruch,"
],
[
"eines nach R. Jišma͑él und eines nach den Rabbanan.",
"Wenn du aber willst, sage ich: beide sprechen von hochheiligen Opfern, nur ist unter ‘zwei Stellen’ zu verstehen,"
],
[
"bevor die Leviten die Wohnung aufgestelltund nachdem sie sie auseinander genommenhatten.",
"Man könnte glauben, es war durch das Hinausbringenuntauglich geworden, so lehrt er uns. – Vielleicht ist dem auch so!? –",
"Die Schrift sagt:und das Offenbarungszelt brach auf, auch wenn es aufbrach, galt es als Offenbarungszelt.",
"R. Hona sagte im Namen Rabhs: Der Altar zu Šilo war aus Steinen, denn es wird gelehrt : R. Elie͑zer b. Ja͑qob sagte : Wozu heißt es dreimal Steine? Einmal wegen des [Altars] zu Šilo, einmal wegen des zu Nobh und Gibeo͑nund einmal wegen des ewigenHauses.",
"R. Aḥa b. Ami wandte ein: Das Feuer, das in den Tagen Mošes vom Himmel auf den kupfernen Altar herabgekommen war, war von diesem nicht entferntworden, sondern erst in den TagenŠelomos, und das Feuer, das in den Tagen Šelomos herabgekommen war, war von diesem nicht entfernt worden, sondern erst Menaše kam und entfernte es. Wenn dem nun sowäre, so war esja schon vorher entfernt worden!? –",
"Er ist der Ansicht R. Nathans, denn es wird gelehrt: R. Nathan sagte: Der Altar zu Šilo war aus Kupfer, hohl und mit Steinen ausgefüllt.",
"R. Naḥman b. Jiçḥaq erklärte: Unter ‘nicht entfernt’ ist zu verstehen, es sei nicht vollständig entfernt worden. – Wieso? Die Rabbanan erklärten: Es kamenFunken hervor. R. Papa erklärte: Es hatte gastlichen Aufenthalt genommen, zuweilen da und zuweilen dort.",
"Dort haben wir gelernt: Als die Exulanten heraufzogen, fügten sie noch vier Ellen in der Südseite und vier Ellen in der Westseite hinzu, in Form eines Gamma. Aus welchem Grunde? R.Joseph erwiderte: Weil er nicht mehr ausreichte.",
"Abajje sprach zu ihm: Wenn er während des ersten Tempels ausgereicht halte, wo es heißt:Jehuda und Jišma͑éls waren so zahlreich wie der Sand am Uferdes Meeres, wie sollte er während des zweiten Tempels nicht ausgereicht haben, wo es heißt:die ganze Gemeinde zusammen betrug vier Myriaden!? Dieser erwiderte: Bei jenem half das himmlische Feuer nach, bei diesem half das himmlische Feuer nicht nach.",
"Als Rabin kam, sagte er im Namen des R. Šimo͑n b. Pazi im Namen Bar Qapparas: Sie fügten die Kanälehinzu. Anfangs verstanden sie unter Altar von Erde, er müsse mit Erde gefüllt sein,",
"später aber sagten sie, das Trinken gleiche dem Essen, und unter Altar von Erde sei zu verstehen, man dürfe ihn nicht auf Gewölben"
],
[
"oder Höhlen bauen.",
"R. Joseph sprach: Dasist es wohl, was wir gelernt haben.Und sie errichteten den Altar auf seinem Gestelle, sie erfaßten sein äußerstesMaß. Es heißt ja aber:Das alles geschriebenvon der Hand des Herrn, er hat mich unterwiesen!?",
"Vielmehr, erklärte R.Joseph, siefanden einen Schriftvers und legten ihn aus: Da sprach David: Dies ist das Haus Gottes, des Herrn, und dies ist der Altar für die Brandopfer Jisraéls. Gleich dem Hause, wie das Haus sechzig Ellenmaß, ebenso auch der Altar [bis] sechzig Ellen.",
"Allerdings war beim Tempel der Grundrißzu erkennen, woher aber kannten sie [den Platz] für den Altar?",
"R. Elea͑zar erklärte: Sie sahen einen erbauten Altar und neben ihm den Erzfürsten Michaélstehen und Opfer darbringen. R. Jicḥaq der Schmied erklärte : Sie sahen an dieser Stelle die Asche Jiçḥaqsliegen. R. Šemuél b. Naḥmani erklärte: Im ganzen Hause rochen sie den Geruch des Räucherwerkes und an dieser Stelle rochen sie den Geruch der [verbrannten] Opferglieder.",
"Rabba b. Bar Hana erklärte im Namen R. Johan ans: Drei Propheten zogen mit ihnen aus der Gefangenschaft herauf; einer bekundete ihnen über den Altar, einer bekundete ihnen über den Platz des Altars, und einer bekundete ihnen, daß man Opfer darbringe, auch wenn der Tempel nicht besteht.",
"In einer Barajtha wurde gelehrt: R. Elie͑zer b. Ja͑qob sagte: Drei Propheten zogen mit ihnen aus der Gefangenschaft herauf: einer bekundete ihnen über den Altar und den Platz des Altars, einer bekundete ihnen, daß man Opfer darbringe, auch wenn der Tempel nicht besteht, und einer bekundete ihnen, daß die Tora in assyrischer [Schrift] zu schreiben sei.",
"Die Rabbanan lehrten: Die Hörner, die Altarrampe, das Fundament und die Viereckigkeit sind unerläßlich, das Maß seiner Länge, das Maß seiner Breite und das Maß seiner Höhesind nicht unerläßlich. Woher dies!? R. Hona erwiderte: Die Schrift sagtder Altar, und überall, wo es der Altarheißt, ist es unerläßlich. –",
"Demnach ist der Putznach Rabbi und der Sims nach R.Jose b. R. Jehuda ebenfalls unerläßlich!? Es heißt:und bringe es unter der Einfassung des Altars an, unten, und hierzu wird gelehrt: Was ist Einfassung? Rabbi sagt, das sei der Putz, und R. Jose b. R. Jehuda sagt, das sei der Sims. –",
"Dem ist auch so, denn es wird gelehrt: An jenem Tagewurde ein Horn des Altars beschädigt, und man holte ein Stück Salz und verstopfte es. Nicht etwa, daß er dadurch zum Opferdienste tauglich wäre, vielmehr sollte der Altar nicht beschädigt zu sehen sein. Der Altar nämlich, dem ein Horn, die Rampe, das Fundament oder die Viereckigkeit fehlt, ist unbrauchbar. R. Jose b. R. Jehuda sagt, auch der Simsgehöre dazu.",
"Die Rabbanan lehrten: Was ist Einfassung? [Der Raum] von einem Hornzum anderen, wo die Priester umhergingen, eine Elle. – Gingen denn die Priester zwischen denHörnern? – Lies : und wo die Priester umhergingen, eine Elle. –",
"Es heißt ja aber:unter seiner Einfassung, von untenbis zur Hälfte!? R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Es waren zwei, eine zur Verzierung und eine für die Priester, damit sie nicht ausgleiten.",
"«Das Maß seiner Länge, das Maß seiner Breite und das Maß seiner Höhe sind nicht unerläßlich.» R. Mani sagte: Nur darf er nicht kleiner sein als der von Moše gefertigte Altar. – Wieviel ist dies? R. Joseph erwiderte: Eine Elle. Da lachten sie über ihn; [es heißt ja:]fünf Ellen lang, fünf Ellen breit, viereckig soll der Altar sein.",
"Abajje sprach zu ihm : Vielleicht meint der Meister den Platz für den Holzstoß? Dieser erwiderte: Der Meister ist ein bedeutender Mann und versteht, was ich sage. Über jene aber sprach er:Söhne der Qeṭura."
],
[
"Einst saßen die Söhne der Schwester R. Tryphons vor R. Tryphon; da begann er und sprach:Und Abraham nahm wiederum ein Weib, ihr Name war Joḥani. Da sprachen jene: Es heißt: Qeṭura! Hierauf las er über sie: Söhne der Qeṭura.",
"Abajje b. Hona sagte im Namen des R. Ḥama b. Gorja: Die Holzscheite, die Moše herrichtete, waren eine Elle lang, eine Elle breit und wie der Abstrich einer Sea͑ stark.",
"R. Jirmeja sprach: Eine knappeElle. R. Joseph sprach: Das ist es wohl, was gelehrt wird:Auf dem Holze über dem Feuer auf dem Altar; das Holz darf um nichts über den Altar ragen.",
"Dort haben wir gelernt: Die Altarrampe befand sich südlich vom Altar, in einer Länge von zweiunddreißig und einer Breite von sechzehn [Ellen]. Woher dies? R. Hona erwiderte: Die Schrift sagt:und er schlachte es an der Seite des Altars, nördlich, die Hinterseitesoll der Nordseite und die Vorderseite der Südseitezugewandt sein.–",
"Vielleicht die Hinterseite nördlich und die Vorderseite nördlich!? Raba erwiderte : Man lege einen Menschen aufs Gesicht. Abajje sprach zu ihm: Im Gegenteil, man lasse einen Menschen aufrecht stehen!?",
"Dieser erwiderte: Es heißt:rabua͑. – [Das heißt ja:] er soll viereckig sein!? – Heißt es denn: meruba͑!? – Heißt es denn, nach deiner Erklärung, rabuç!? Es heißt rabua͑, und dies hat sowohl diese als auch jene Bedeutung.",
"Der folgende Autor aber entnimmt dies aus einer anderen Stelle. Es wird nämlich gelehrt: R. Jehuda sagte:Und die Stufen waren nach dem Osten gewandt, jedo Wendung rechts sei nach der Ostseite. –",
"Vielleicht links nach der Ostseite!? – Dies ist nicht einleuchtend, denn Rami b. Jeḥezqellehrte vom See, den Šelomo machte:Er stand auf zwölf (Säulen) Rindern, drei waren gegen Norden gewandt, drei gegen Westen gewandt, drei gegen Süden gewandt und drei gegen Osten gewandt; jede Wendung sei rechts nach der Ostseite. –",
"Dieser Schriftvers ist ja an sichnötig!? – Wozu heißt es demnach wiederholt gewandt.",
"R. Šimo͑n, Sohn des Jose b. Laqonja, fragte R. Jose: Sagte R. Šimo͑n b. Joḥaj, daß zwischen der Altarrampe und dem Altar etwas freier Raum vorhanden war? Dieser sprach zu ihm : Bist du etwa nicht dieser Ansicht, es heißt ja :du sollst deine Brandopfer herrichten, das Fleisch und das Blut; wie das Blut werfend, ebenso auch das Fleisch werfend.",
"Jener erwiderte: Ich meine, er stand an der Seite des Holzstoßes und warf es hinauf. –",
"Warf er es auf den brennenden Holzstoß oder auf den nicht brennenden Holzstoß? Doch wohl auf den brennenden Holzstoß; somit war dies ja nicht andersmöglich.",
"R. Papa erklärte: Gleich dem Blute; wie beim Bluteein Raum ihn trenntevom Fußboden aus, ebenso trennte ihn auch beim Fleische ein Raum vom Fußboden aus.",
"R. Jehuda sagte : Von der Altarrampe gingen zwei kleine Rampen aus, über welche man zum Fundamente und zum Simse gelangte; sie waren eine Handbreite vom Altar getrennt, denn es heißt ringsum. R. Abahu erklärte: Es heißt viereckig.",
"Und es muß sowohl ringsum als auch viereckig heißen. Würde der Allbarmherzige nur ringsum geschrieben haben, so könnte man verstehen, er sei rund, daher heißt es viereckig; und würde der Allbarmherzige nur viereckig geschrieben haben, so könnte man verstehen, lang und schmal, daher heißt es auch ringsum.",
"Dort haben wir gelernt: Die Altarrampe und der Altar nahmen zweiundsechzig Ellen ein. Es sind ja vierundsechzig!? – Es ergibt sich also, daß sie sich eine Elle über dem Fundament und eine Elle über dem Sims schwebend befand."
],
[
"Rami b. Ḥama sagte: Alle Rampen hatten [eine Steigung von] einer Elle auf drei Ellen [Länge], ausgenommen die Altarrampe, die eine solche auf dreieinhalb Ellen und einen und ein Drittel Finger hatte.",
"i,2DDIE SPEISOPFER WURDEN AN JEDER STELLE IM TEMPELHOFE ABGEHÄUFT; ZU ESSEN WAREN SIE INNERHALB DER VORHÄNGE, VON MÄNNERN AUS DER PRIESTERSCHAFT, IN JEDER ZUBEREITUNG, EINEN TAG UND EINE NACHT, BIS MITTERNACHT.",
"GEMARA. R. Elea͑zar sagte: Ein Speisopfer, das im Tempel abgehäuft worden ist, ist tauglich, denn wir finden dies bei der Fortnahme der Schalen.",
"R. Jirmeja wandte ein:Er häufe da ab, wo die Füße eines Gemeinen stehendürfen.",
"Ben Bethera sagte: Woher, daß, wenn er mit der Linken abgehäuft hat, er [den Haufen] zurücklegen und wiederum abhäufen dürfe? Es heißt da, wo er bereits abgehäuft hat.",
"Manche sagen, er habe den Einwand erhoben, und er selbst habe es erklärt, und manche sagen, R. A͑qibahabe R. Jirmeja b. Taḥlipha erwidert: Ich will es dir erklären: diesbesagt, daß der ganze Tempelhof hierfür zulässig sei;",
"man könnte nämlich folgern: das Brandopfer ist hochheilig, und das Speisopfer ist hochheilig, wie nun beim Brandopfer die Nordseite erforderlich ist, ebenso sei auch beim Speisopfer die Nordseite erforderlich. –",
"Wohl beim Brandopfer, weil es vollständig verbrannt wird!? –",
"Vom Sündopfer. – Wohl beim Sündopfer, weil es den der Ausrottung Schuldigen Sühne schafft!? –",
"Vom Schuldopfer. – Wohl beim Schuldopfer, weil es ein Blutopfer ist!? –",
"Von allen zusammen. – Wohl bei diesen allen, weil es Blutopfer sind!? –",
"Vielmehr, dies ist aus folgendem Grunde nötig; es heißt:er bringe es zum Altar, und es heißt:er hebe davon eine Handvoll ab; ",
"man könnte nun glauben, wie das Heranbringen am südwestlichen Horn erfolgt, ebenso erfolge auch das Abhäufen am südwestlichen Horn, so lehrt er uns.",
"R. Joḥanan sagte : Ein Heilsopfer, das man im Tempel geschlachtet hat, ist tauglich, denn es heißt :er schlachte es an der Tür des Offenbarungszeltes, und der Anhang darf nicht mehr sein als die Hauptsache.",
"Man wandte ein: R. Joḥanan b. Bethera sagte: Woher, daß, wenn Nichtjuden den ganzen Tempelhof belagerthaben, die Priester dahineingehen und Hochheiliges essen dürfen? Es heißt;an hochheiliger Stelle sollst du es essen, \n",
"Weshalbdenn, man sollte doch sagen:im Hofe des Offenbarungszeltes sollen sie es essen, und der Anhang darf nicht mehr sein als die Hauptsache!? –",
"Es ist ja nicht gleich; dort, wo es sich um einen Dienst handelt, und man am Aufenthaltsorte seines Herrn Dienstverrichtet, sagen wir, der Anhang dürfe nicht mehr sein als die Hauptsache, beim Essen aber sagen wir, da niemand am Aufenthaltsorte seines Herrn zu essen pflegt, nicht, der Anhang dürfe nicht mehr sein als die Hauptsache.",
"DAS GEFLÜGEL-SÜNDOPFER WURDE AM SÜDWESTLICHEN HORN HERGERICHTET ZULÄSSIG WAR ES AN JEDER STELLE, NUR WAR DIES DER PLATZ DAFÜR. DREI VERRICHTUNGEN ERFOLGTEN AN DIESEM HORN UNTENUND DREI OBEN; UNTEN: DAS GEFLÜGEL-SÜNDOPFER, DIE HINREIGHUNGENUND [DAS AUSGIESSEN] DES ZURÜCKBLEIBENDENBLUTES; \n",
"OBEN: DIE LIBATIONDES WEINES UND DES WASSERSUND [DIE HERRICHTUNG DES] GEFLÜGEL-BRAND OPFERS, WENN AN DER OSTSEITEDEREN ZUVIEL WAREN.",
"iiiWER AUF DEN ALTAR STIEG, GING RECHTS HINAUF, \n"
],
[
"GING RINGSUMUND KAM LINKS HERUNTER, AUSSER WENN JEMAND ZU JENEN DREI VERRICHTUNGENIIINAUFSTIEG; ER STIEG HINAUF UND KAM DIE FERSENSPUR HERAB.",
"GEMARA. Woher dies? R. Jehošua͑ erwiderte: Die Schrift sagt:er tue nicht öl darauf und lege nicht Weihrauch dazu, denn es ist ein Sündopfer; das Sündopfer heißt Speisopfer und das Speisopfer heißt Sündopfer;",
"wie beim Sündopfer die Nordseite erforderlich ist, ebenso ist auch beim Speisopfer die Nordseite erforderlich, und wie das Speisopfer am südwestlichen Horn [hergerichtet wird], ebenso auch das Sündopfer am südwestlichen Horn. –",
"Woher dies vom Speisopfer selbst? – Es wird gelehrt:Vor den Herrn, man könnte glauben, in der Westseite, so heißt es:an die Vorderseite des Altars;",
"wenn an die Vorderseite des Altars, so könnte man glauben, in der Südseite, so heißt es: vor den Herrn. Wie ist dies nun zu erklären? Man bringe es zum südwestlichen Horn, gegen die Kante des Horns, und dies genügt.",
"R. Elie͑zer sagte : Man könnte glauben, man bringe es zur westlichen oder zur südlichen Seite des Horns, so ist zu erwidern: wenn du zwei Schriftverse findest, von denen einer sich selber und auch den anderen aufrecht erhält, und einer sich aufrecht erhält und den anderen aufhebt, so lasse den, der sich aufrecht erhält und den anderen aufhebt, und halte dich an den, der sich und den anderen aufrecht erhält.",
"Wenn du erklärst: vor den Herrn, in der Westseite, so hast du aufgehoben [die Worte] an die Vorderseite des Altars. – Wieso hältst du, wenn du erklärst: an die Vorderseite des Altars, in der Südseite, aufrecht [die Worte] vor den Herrn!?",
"R. Aši erwiderte: Dieser Autor ist der Ansicht, der Altar habe vollständig auf der Nordseite gestanden.",
"ZULÄSSIG WAR ES AN JEDER STELLE &C. Wie meint eres? R. Aši erwiderte: Er meint es wie folgt: das Abkneifen [des Kopfes] war an jeder Stellezulässig, für die Sprengung aber war diese Stelle bestimmt.",
"Hier wird also dasselbegelehrt, was die Rabbanan lehrten: Hat man [den Kopf] an irgend einer Stelle am Altar abgekniffen, so ist es tauglich; hat man das Blut an irgend einer Stelle gesprengt, so ist es tauglich; hat man gesprengt und [das Blut] nicht ausgepreßt, so ist es tauglich, nur muß es mit dem Blute der Seeleunterhalb des roten Striches erfolgt sein. –",
"Wie meinter es? – Er meint es wie folgt: hat man an irgend einer Stelle am Altar [den Kopf] abgekniffen, so ist es tauglich, hat man an irgend einer Stelle am Altar das Blut ausgepreßt, so ist es tauglich,"
],
[
"denn auch wenn man das Blut nur gesprengt und nicht ausgepreßt hat, ist es tauglich, nur muß es mit dem Blute der Seele unterhalb des roten Striches erfolgt sein.",
"DREI DINGE &C. Das Geflügel-Sündopfer, wie wir bereits gesagthaben.",
"Die Hinreichungen, denn es heißt:er reiche es zum Altarhin. Das zurückbleibende Blut, denn es heißt:und das ganze Blut gieße er aus &c.",
"OBEN: DIE LIBATION DES WASSERS UND DES WEINES UND [DIE HERRICHTUNG DES] GEFLÜGEL-BRANDOPFERS, WENN AN DER OSTSEITE DEREN ZUVIEL WAREN. Aus welchem Grunde? R. Joḥanan erklärte: Weil sie dem Aschenraumenahe ist.",
"R. Joḥanan sagte : Komm und sieh, wie groß die Kraft der Priester war; du hast an den Vögeln nichts Leichteres als den Kropf und die Federn, und es kam zuweilen vor, daß ein Priester sie mehr als dreißig Ellen zu werfen hatte,",
"denn wir haben gelernt: Ernahm die silberne Kohlenschippe und stieg auf die Höhe des Altars, scharrte die Kohlen nach der einen und der anderen Seite, nahm einige von den durchgebrannten aus der Mitte auf und kam herab. Hatte er den Estricherreicht, so wandte er das Gesicht nach Nordenund ging an zehn Ellen die Ostseite der Altarrampe, und drei Handbreiten von der Altarrampe entfernt schüttete er die Kohlen auf den Estrich in einem Haufen; dies ist die Stelle, wo auch die Kröpfe, die Federn, die Asche des inneren Altars und die des Leuchters hingetan wurden. –",
"Das sind ja mehr als einunddreißig!? – Den Platz, den die Person selbst einnahm, rechnet er nicht mit.",
"WER AUF DEN ALTAR STIEG &C. Aus welchem Grunde? R. Joḥanan erwiderte: Bei den Trankopfern, weil sie angeräuchert werden könnten, und beim Geflügel-Brandopfer, weil es durch den Rauch verenden könnte. –",
"Ich will auf einen Widerspruch hinweisen : Wo beginnt er, wenn er einen Rundgang um den Altar macht? Am südöstlichen Horn; sodann gelangte er zum nordöstlichen, nordwestlichen und südwestlichen, und man reichte ihm Weinzur Libation!?",
"R. Joḥanan erwiderte:"
],
[
"Einen Rundgangzu Fuß. Raba sagte: Dies ist auch zu beweisen, denn es heißt: man reichte ihm Wein zur Libation, und es heißt nicht: man sagte zu ihm: gieße; schließe hieraus.",
"Die Rabbanan lehrten: Wer auf den Altar stieg, ging rechts hinauf und kam links herunter, er ging die östliche Seite hinauf und kam die westliche Seite herunter, außer wenn ihn jemand zu jenen drei Verrichtungen hinaufging; er ging dann die westliche Seite hinauf und kam die westliche Seite herunter, er ging rechts hinauf und kam rechts herunter. –",
"Wieso rechts, diesist ja links!? Rabina erwiderte: Lies: links. Raba erwiderte: Unter rechtsist die rechte Seite des Altarsund unter links ist die linke Seite der Person zu verstehen. –",
"Sollte er doch entweder beides inbezug auf den Altar oder beides inbezug auf die Person lehren!? – Ein Einwand.",
"WIE WURDE DAS GEFLÜGEL-SÜNDOPFER HERGERICHTET? ER STIEG AUF DIE ALTARRAMPE, WANDTE SICH ZUM SIMSE UND GELANGTE ZUM SÜDÖSTLICHEN HORN; SODANN KNIFF ER IHM DEN KOPF GEGEN DAS GENICK, AB, OHNE IHN ABZUTRENNEN, UND SPRENGTE VOM BLUTEAN DIE WAND DES ALTARS; DAS ZURÜCKBLEIBENDE BLUT WURDE AUF DAS FUNDAMENTAUSGEPRESST. AUF DEN ALTAR KAM NUR DAS BLUT, SONST GANZ FÜR DIE PRIESTER.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten:Er sprenge vom Blute des Sündopfers, aus dem Körper des Sündopfers. Wie machte er dies? Er faßte es am Kopfe mit dem Rumpfe und sprengte auf die Wand des Altars; nicht aber an die Wand der Altarrampe, nicht an die Wand des Tempels und nicht an die Wand der Vorhalle, und zwar auf den unteren Teilder [Altarwand].",
"Vielleicht ist dem nicht so, sondern auf den oberen, und zwar ist dies durch einen Schluß zu folgern: wenn bei einem Vieh, von dem das Brandopfer unterhalb gesprengt wird, das Sündopfer oberhalb gesprengt wird, um wieviel mehr ist bei einem Geflügel, von dem das Brandopfer oberhalb gesprengt wird, das Sündopfer oberhalb zu sprengen!?",
"Es heißt daher :und was vom Blute zurückbleibt, werde auf das Fundament des Altars ausgepreßt, auf [den Teil der] Wand, von dem das Zurückbleibende auf das Fundament ausgepreist wird, das ist der untere Teil der Wand. –",
"Sollte er es doch vorher oberhalb und nachher unterhalb tun!? Raba erwiderte: Es heißt ja nicht: drücke eraus, sondern: werde ausgedrückt, von selbst.",
"R. Zuṭra b. Ṭobija sagte im Namen Rabhs: Wie wurde der Kopf des Geflügelsündopfers abgekniffen? Er erfaßte mit zwei Fingern die beiden Flügel und mit zwei Fingern die beiden Füße, zog den Hals über die Breite des Daumensund kniff den Kopf ab.",
"In einer Barajtha wurde gelehrt: [Er nahm] den Vogelauf den Handrücken, erfaßte mit zwei Fingern die beiden Flügel, mit zwei Fingern die beiden Füße, zog den Hals über die Breite von zwei Fingern und kniff den Kopf ab. Dies war eine schwierige Dienstverrichtungim Tempel. –",
"Dies und nichts weiter, es gibt ja noch das Abhäufenund das Abheben!? – Sage vielmehr, dies war eine von den schwierigen Dienstverrichtungen im Tempel.",
"WIE WURDE DAS GEFLÜGEL-BRANDOPFER HERGERICHTET? ER STIEG AUF DIE ALTARRAMPE, WANDTE SICH ZUM SIMSE UND GELANGTE ZUM SÜDÖSTLICHEN HORN; SODANN KNIFF ER IHM DEN KOPF GEGEN DAS GENICK AB, TRENNTE IHN ABUND PRESSTE DAS BLUT AUF DIE WAND DES ALTARS AUS. HIERAUF NAHM ER DEN KOPF, DRÜCKTE DIE ABGEKNIFFENE STELLE AN DEN ALTAR, RIEB IHN MIT SALZ EIN UND WARF IHN INS FEUER.",
"DANN NAHM ER DEN RUMPF, ENTFERNTE DEN KROPF SAMT DEN FEDERN UND DEM DAMIT HERVORKOMMENDEN EINGEWEIDE UND WARF SIE IN DEN ASCHENRAUM, UND RISS IHN AUSEINANDER, OHNE HIN ZU TEILEN, HAT ER IHN GETEILT, SO IST ES TAUGLICH; viDANN RIEB ER IHN MIT SALZ EIN UND WARF IHN INS FEUER.",
"HAT ER DEN KROPF, DIE FEDERN UND DAS DAMIT HERVORKOMMENDE EINGEWEIDE NICHT ENTFERNT, IHN NICHT MIT SALZ EINGERIEBEN, ODER LIESS ER NACH DEM AUSDRÜCKEN DES BLUTES SONST EINE ÄNDERUNG EINTRETEN, SO IST ES TAUGLICH.",
"HAT ER BEIM SÜNDOPFER [DEN KOPF] ABGETRENNT ODER BEIM BRANDOPFER NICHT ABGETRENNT, SO IST ES UNTAUGLICH. HAT ER DAS BLUT DES KOPFES AUSGEPRESST UND NICHT DAS BLUT DES RUMPFES, SO IST ES UNTAUGLICH, WENN DAS BLUT DES RUMPFES UND NICHT DAS BLUT DES KOPFES, SO IST ES TAUGLICH.",
"HAT MAN BEIM GEFLÜGEL-SÜNDOPFER [DEN KOPF] ABGEKNIFFEN ODER DAS BLUT AUSGEPRESST AUF EINEN ANDEREN NAMEN, ODER AUF DEN RICHTIGEN NAMEN UND AUF EINEN ANDEREN NAMEN, ODER AUF EINEN ANDEREN NAMEN UND AUF DEN RICHTIGEN NAMEN, SO IST ES UNTAUGLICH; WENN ABER BEI EINEM GEFLÜGEL-BRANDOPFER, SO IST ES TAUGLICH, NUR WIRD ES DEM EIGENTÜMER NICHT ALS PFLICHTOPFER ANGERECHNET. HAT MAN ABER BEI EINEM GEFLÜGEL-SÜNDOPFER ODER BEI EINEM GEFLÜGEL-BRANDOPFER DEN KOPF ABGEKNIFFEN ODER DAS BLUT AUSGEPRESST IN DER ABSICHT, AUSSERHALB DES RAUMES ZU ESSEN, WAS ZU ESSENIST, ODER AUFZURÄUCHERN, WAS AUFZURÄUCHERNIST, SO IST ES UNTAUGLICH UND MAN VERFÄLLT NICHTDER AUSROTTUNG; WENN ABER AUSSERHALB DER FRIST, SO IST ES VERWERFLICH UND MAN VERFÄLLT DER AUSROTTUNG, NUR MUSS DAS ERLAUBTMACHENDE NACH VORSCHRIFT DARGEBRACHT WORDEN SEIN.",
"AUF WELCHE WEISE ERFOLGT DIE DARBRINGUNG DES ERLAUBTMACHENDEN NACH VORSCHRIFT? HAT MAN STILLSCHWEIGEND [DEN KOPF] ABGEKNIFFEN UND DAS BLUT AUSSERHALB DER FRISTAUSGEPRESST, ODER [DEN KOPF] AUSSERHALB DER FRIST ABGEKNIFFEN UND DAS BLUT STILLSCHWEIGEND AUSGEPRESST, ODER AUSSERHALB DER FRIST [DEN KOPF] ABGEKNIFFEN UND DAS BLUT AUSGEPRESST, SO IST DIE DARBRINGUNG DES ERLAUBTMACHENDEN NACH VORSCHRIFTERFOLGT.",
"AUF WELCHE WEISE IST DIE DARBRINGUNG DES ERLAUBTMACHENDEN NICHT NACH VORSCHRIFT ERFOLGT? HAT MAN [DEN KOPF] AUSSERHALB DES RAUMES ABGEKNIFFENUND DAS BLUT AUSSERHALB DER FRIST AUSGEPRESST, ODER [DEN KOPF] AUSSERHALB DER FRIST ABGEKNIFFEN UND DAS BLUT AUSSERHALB DES RAUMESAUSGEPRESST, ODER AUSSERHALB DES RAUMES [DEN KOPF] ABGEKNIFFEN UND DAS BLUT AUSGEPRESST, ODER BEI EINEM GEFLÜGEL"
],
[
"SÜNDOPFER [DEN KOPF] AUF EINEN ANDEREN NAMEN ABGEKNIFFEN UND DAS BLUT AUSSERHALB DER FRIST AUSGEPRESST, ODER [DEN KOPF] AUSSERHALB DER FRIST ABGEKNIFFEN UND DAS BLUT AUF EINEN ANDEREN NAMEN AUSGEPRESST, ODER AUF EINEN ANDEREN NAMEN [DEN KOPF] ABGEKNIFFEN UND DAS BLUT AUSGEPRESST, SO IST DIE DARBRINGUNG DES ERLAUBTMACHENDEN NICHT NACH VORSCHRIFT ERFOLGT.",
"[BEABSICHTIGT MAN,] EINE OLIVEAUSSERHALB UND EINE OLIVE AM FOLGENDEN TAGE, EINE OLIVE AM FOLGENDEN TAGE UND EINE OLIVE AUSSERHALB, EINE HALBE OLIVE AUSSERHALB UND EINE HALBE OLIVE AM FOLGENDEN TAGE, ODER EINE HALBE OLIVE AM FOLGENDEN TAGE UND EINE HALBE OLIVE AUSSERHALB ZU ESSEN, SO IST ES UNTAUGLICH UND MAN VERFÄLLT NICHT DER AUSROTTUNG.",
"R. JEHUDA SAGTE: DIE REGEL HIERBEI IST: WENN DIE ABSICHT HINSICHTLICH DER FRIST DER ABSICHT HINSICHTLICH DES RAUMES VORANGING, SO IST ES VERWERFLICHUND MAN VERFÄLLT DER AUSROTTUNG, UND WENN DIE ABSICHT HINSICHTLICH DES RAUMES DER ABSICHT HINSICHTLICH DER FRIST VORANGING, SO IST ES UNTAUGLICH UND MAN VERFÄLLT NICHT DER AUSROTTUNG. [BEABSICHTIGT MAN,]",
"EINE HALBE OLIVE ZU ESSENUND EINE HALBE OLIVE AUFZURÄUCHERN, SO IST ES TAUGLICH, DENN DAS ESSEN UND DAS AUFRÄUCHERN WERDEN NICHT VEREINIGT.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten:So bringe er es; was lehrt dies?",
"Da es heißt:so bringe er dar von den Turteltauben oder von den jungen Tauben, so könnte manglauben, wer Geflügel spendet, bringe nicht weniger als zwei Tauben, so heißt es: so bringe er es, er bringe auch nur eine Taube. Zum Altar;",
"was lehrt [das Wort]Priester? Daß esdurch einen Priester erfolgen muß. Man könnte nämlich einen Schluß folgern : wenn esbeim Schafe, bei dem es in der Nordseite erfolgen muß, nicht durch einen Priester zu erfolgen braucht, um wie viel weniger braucht es beim Geflügel, bei dem es nicht in der Nordseite zu erfolgen braucht, durch einen Priester zu erfolgen; daher heißt es Priester, daß es durch einen Priester erfolgen muß.",
"Ferner könnte man glauben, das Abkneifen müsse mit einem Messer erfolgen, und zwar wäre dies durch einen Schluß zu folgern: wenn beim Schlachten, das nicht durch einen Priester zu erfolgen braucht, ein Gerät erforderlich ist, um wieviel mehr ist beim Abkneifen, das durch einen Priester erfolgen muß, ein Gerät erforderlich;",
"daher heißt es: der Priester, und kneife ab. R. A͑qiba sagte: Könnte es dir denn in den Sinn kommen, daß ein Gemeiner an den Altar tretendürfe? Vielmehr deutet [das Wort] Priester darauf, daß das Abkneifen durch den Priester selbster folgen muß.",
"Man könnte glauben, das Abkneifen erfolge sowohl oberhalbals auch unterhalb, so heißt es: kneife ab und räuchere auf, wie das Auf räuchern auf der Höhe des Altars erfolgt, ebenso auch das Abkneifen auf der Höhe des Altars.",
"Kneife ab, gegen das Genick. Du sagst, gegen das Genick, vielleicht ist dem nicht so, sondern am Halse? Es ist durch einen Schluß zu folgern; hierbei heißt es kneife ab, und dortheißt es kneife ab, wie dort gegen das Genick, ebenso auch hier gegen das Genick.",
"Demnach sollte doch, wie bei jenem [der Kopf] abgekniffen und nicht abgetrennt wird, auch bei diesem [der Kopf] abgekniffen und nicht abgetrennt werden. Es heißt: kneife ab und räuchere auf, wie beim Auf räuchern der Kopf besonders und der Rumpf besonders [gelegt wird], ebenso auch beim Abkneifen der Kopf besonders und der Rumpf besonders.",
"Woher, daß das Auf räuchern des Kopfes besonders und des Rumpfes besonders erfolgt? Wenn es heißt :er räuchere auf, so ist ja schon vom Aufräuchern des Rumpfes gesprochen, somit beziehe man [den Vers:]er räuchere auf dem Altar auf, auf das Aufräuchern des Kopfes.",
"Und das Blut werde ausgepreßt, vollständig. Auf die Wand des Altars, nicht aber auf die Wand der Altarrampe und nicht auf die Wand des Tempels, und zwar auf den oberen Teil der Wand.",
"Vielleicht ist dem nicht so, sondern auf den unteren Teil, und zwar ist dies durch einen Schluß zu folgern : wenn beim Vieh, von dem das Sündopfer oberhalb gesprengt wird, das Brandopfer unterhalb gesprengt wird, um wieviel mehr ist beim Geflügel, von dem das Sündopfer unterhalb gesprengt wird, das Brandopfer unterhalb zu sprengen;",
"daher heißt es: kneife ab und räuchere auf, und das B tut werde ausgepreßt. Könnte es dir denn in den Sinn kommen, daß man es, nachdem man es auf geräuchert hat, wiederum auspresse? Vielmehr besagt dies, wie das Aufräuchern auf der Höhe des Altars erfolgt, ebenso auch das Auspressen auf der Höhe des Altars. Wie machte er es. Er trat auf die Altarrampe, wandte sich zum Simse und gelangte zum südöstlichen Horn; alsdann kniff er den Kopf ab gegen das Genick, und preßte vom Blut an die Wand des Altars aus. Hat er dies unterhalb seiner Füßegetan, selbst eine Elle, so ist es tauglich.",
"R. Neḥemja und R. Elièzer b. Ja͑qob sagen, das ganze werde nur auf der Höhe des Altars hergerichtet. – Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen?",
"Abajje und Raba erklärten beide, ein Unterschied bestehe zwischen ihnen, ob man den Holzstoß auf dem Sims herrichten dürfe.",
"DANN NAHM ER DEN RUMPF &C. Die Rabbanan lehrten:Er entferne den muráh, das ist der Kropf.",
"Man könnte glauben, er bohre mit dem Messerund hole ihn hervor, so heißt es : mit seinen Federn, er entferne damit auch das Gefieder. Abba Jose b. Hanan sagte: Man entferne ihn und damit auch den Magen.",
"In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt: Mit seinen Federn, nur mit seinen Federn; er schneide mit dem Messer eine Art Öffnung."
],
[
"UND RISS IHN AUSEINANDER, OHNE IHN ZU TEILEN. Die Rabbanan lehrten:Er reiße es durch, ‘durchreißen’ heißt mit der Hand, wie es heißt :er riß ihn durch, wie man ein Zicklein durchreißt.",
"HAT ER DEN KROPF &C. NICHT ENTFERNT &C. Unsere Mišna vertritt also nicht die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, denn es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagte: Ich hörte, daß man beim Geflügel-Sündopfer abtrennendürfe. –",
"Worin besteht ihr Streit? R. Ḥisda erklärte: Sie streiten über die Unerläßlichkeit des Auspressensbeim Geflügel-Sündopfer; der erste Autor ist der Ansicht, das Auspressen sei beim Geflügelsündopfer unerläßlich, und da das Auspressen des Blutes unerläßlich ist, so ist manmit dem Sündopfer nach Art des Brandopfersverfahren,",
"und R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n ist der Ansicht, das Auspressen sei beim Geflügel-Sündopfer nichtunerläßlich, somit ist diesnur ebenso als würde man Fleisch geschnitten haben.",
"Raba erklärte: Sie streiten über die Unterbrechung beim zweiten Halsorganebeim Geflügel-Brandopfer; der erste Autor ist der Ansicht, durch die Unterbrechung beim zweiten Halsorgane werde das Geflügel-Brandopfernichtuntauglich, somit hat man, obgleich man unterbrochen hat, mit dem Sündopfer nach Art eines Brandopfers verfahren,",
"und R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n ist der Ansicht, es werde dadurch untauglich, somit ist dies, da man unterbrochenhat, nur ebenso, als würde man Fleisch geschnitten haben.",
"Abajje erklärte: Sie streiten darüber, ob [das Durchschneiden des] größeren Teiles des Fleischesunerläßlich ist.",
"Sie führen denselben Streit wie R. Zera und R. Šemuél b. R. Jiçbaq: einer sagt, sie streiten darüber, ob das Geflügel-Brandopfer durch die Unterbrechung beim zweiten Halsorgane untauglich werde, und einer sagt, sie streiten darüber, ob [das Durchschneiden des] größeren Teiles des Fleisches unerläßlich sei. –",
"Demnach ist ja von vornherein das Durchschneiden des größeren Teiles des Fleisch eserforderlich? – Freilich, es wird auch gelehrt: Wie erfolgt das Abkneifen beim Geflügel-Sündopfer? Man schneide die Wirbelsäule und das Genick durch, aber nicht den größeren Teil des Fleisches, bis man zur Speiseröhre oder zur Luftröhre herankommt; sodann schneide man ein Halsorgan oder den größeren Teil und damit den größeren Teil des Fleisches durch, und beim Brandopfer beide oder den größeren Teil von beiden.",
"Als man dies R. Jirmeja sagte, sprach er: Sie haben nicht das gehört, was R. Šimo͑n b. Eljaqim im Namen des R. Elea͑zar b. Pedath im Namen des R. Elea͑zar b. Samuâ gesagt hat: R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagte: Ich hörte, daß man beim Geflügel-Sündopfer [den Kopf] abtrenne, und untertrenne nicht ab ist zu verstehen,"
],
[
"er brauche nichtabzutrennen. R. Aḥa, der Sohn Rabas, sprach zu R. Aši: Bei einer Grubeheißt es:und er sie nicht zudeckt, demnach ist auch hierbei zu verstehen, er brauchesie nicht zuzudecken!? –",
"Was soll dies: bei dieser heißt es:der Eigentümer der Grube soll ersetzen, somit obliegt es ihm, sie zuzudecken, hierbei aber heißt es ja bereits:er bringe es dar, womit die Schrift zwischen einem Geflügel-Sündopfer und einem Geflügel-Brandopfer unterschiedenhat,",
"und wenn es noch außerdem heißt: trenne nicht ab, so ist dies zu verstehen, er brauche nicht abzutrennen.",
"DAS BLUT DES RUMPFES AUSGEPRESST. Die Rabbanan lehrten:Brandopfer, auch wenn man nur das Blut des Rumpfes ausgepreßt hat und nicht das Blut des Kopfes; man könnte glauben, auch wenn man nur das Blut des Kopfes ausgepreßt hat und nicht das Blut des Rumpfes, so heißt es es.",
"Rabina sagte: Es ist zu entnehmen, daß das meiste Blut sich im Rumpfe befindet.",
"",
"HAT MAN EIN GEFLÜGEL-SÜNDOPFER NACH DER ART EINES SÜNDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES SÜNDOPFERS UNTERHALB HERGERICHTET, SO IST ES TAUGLICH; \n",
"WENN NACH DER ART EINES SÜNDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES BRANDOPFERS, ODER NACH DER ART EINES BRANDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES SÜNDOPFERS, ODER NACH DER ART EINES BRANDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES BRANDOPFERS, SO IST ES UNTAUGLICH; HAT MAN ES OBERHALB NACH DER ART EINES VON JENEN HERGERICHTET, SO IST ES UNTAUGLICH.",
"iiHAT MAN EIN GEFLÜGEL-BRANDOPFER NACH DER ART EINES BRANDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES BRANDOPFERS OBERHALB HERGERICHTET, SO IST ES TAUGLIGH; WENN NACH DER ART EINES BRANDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES SÜNDOPFERS, SO IST ES TAUGLICH, NUR WIRD ES SEINEM EIGENTÜMER NICHT ANGERECHNET; \n",
"WENN NACH DER ART EINES SÜNDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES BRANDOPFERS, ODER NACH DER ART EINES SÜNDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES SÜNDOPFERS, SO IST ES UNTAUGLICH; HAT MAN ES UNTERHALB NACH DER ART EINES VON JENEN HERGERICHTET, SO IST ES UNTAUGLICH."
],
[
"GEMARA. Wobei soll man unrichtig verfahren sein, wollte man sagen, beim Abkneifen, so schließt dies ja die Ansicht des R. Elea͑zar h. R. Šimo͑n aus, denn es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagte, er habe gehört, daß man beim Geflügel-Sündopfer abtrennen dürfe. –",
"Wir haben ja bereits gesagt, daß sie nicht die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n vertrete. –",
"Nein, wenn er beim Sprengen unrichtig verfahren ist.",
"Dies ist auch einleuchtend, denn im Schlußsatz lehrt er: hat man es oberhalb nach der Art eines von jenen hergerichtet, so ist es untauglich; also selbst, wenn nach der Art eines Sündopfers auf den Namen eines Sündopfers. Wobei soll man nun unrichtig verfahren sein, wollte man sagen, wenn man beim Abkneifen unrichtig verfahren ist, so sagte ja der Meister, das Abkneifen sei an jeder Stelle des Altars tauglich; doch wohl, wenn man beim Sprengen unrichtig verfahren ist, und wenn der Schlußsatz von dem Falle spricht, wenn man beim Sprengen unrichtig verfahren ist, so spricht auch der Anfangsatz von dem Falle, wenn man beim Sprengen unrichtig verfahren ist. –",
"Wieso denn, einer spricht von diesem Falle und einer von jenem Falle.",
"HAT MAN DAS GEFLÜGEL-BRANDOPFER &C.",
"Wobei soll man unrichtig verfahrensein, wollte man sagen, beim Abkneifen, so schließt dies ja, da im Schlußsatz gelehrt wird, daß diese alleim Schlunde nicht verunreinigendsind und man an ihnen eine Veruntreuungbegehe, die Ansicht R. Jehošua͑s aus, denn R. Jehošua͑ sagt ja, man begehe daran keine Veruntreuung.",
"Wollte man sagen, beim Auspressen",
"[des Blutes], wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: hat man das Geflügel-Brandopfer nach der Art eines Sündopfers auf den Namen eines Sündopfers unterhalb hergerichtet, so gibt es dabei, wie R. Elie͑zer sagt, eine Veruntreuung, und wie R. Jehošua͑ sagt, keine Veruntreuung. Wobei soll man nun hierbei unrichtig verfahren sein,",
"wollte man sagen, beim Auspressen, so ist ja R. Jehošua͑ dieser Ansicht nur hinsichtlich des Abkneifens, nicht aber hinsichtlich des Auspressens,",
"und wollte man sagen, beim Abkneifen, so sprechen die erste Lehreund die letzte Lehre vom Abkneifen und die mittlere vom Auspressen!? –",
"Allerdings, die erste und die letzte vom Abkneifen und die mittlere vom Auspressen.",
"DIESE ALLE SIND IM SCHLUNDE NICHT VERUNREINIGENDUND MAN BEGEHT AN IHNEN EINE VERUNTREUUNG, AUSGENOMMEN DEN FALL, WENN MAN EIN GEFLÜGEL-SÜNDOPFER NACH DER ART EINES SÜNDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES SÜNDOPFERS UNTERHALB HERGERICHTETHAT.",
"HAT MAN EIN GEFLÜGELBRANDOPFER NACH DER ART EINES SÜNDOPFERS AUF DEN NAMEN EINES SÜNDOPFERS UNTERHALB HERGERICHTET, SO GIBT ES DABEI, WIE R. ELIE͑ZER SAGT, EINE VERUNTREUUNG, UND WIE R. JEHOŠUA͑ SAGT, KEINE VERUNTREUUNG.",
"R. ELIE͑ZER SPRACH: WENN ES BEI EINEM SÜNDOPFER, WORAN ES AUF DEN RICHTIGEN NAMENKEINE VERUNTREUUNG GIBT, AUF EINEN ANDEREN NAMEN EINE VERUNTREUUNGGIBT, UM WIEVIEL MEHR GIBT ES BEI EINEM BRANDOPFER, WOBEI ES AUF DEN RICHTIGEN NAMEN EINE VERUNTREUUNG GIBT, EINE VERUNTREUUNG AUF EINEN ANDEREN NAMEN.",
"R. JEHOŠUA͑. ERWIDERTE: NEIN, WENN DIES VON DEM FALLE GILT, WENN MAN EIN SÜNDOPFER AUF DEN N AMEN EINES BRANDOPFERS HERGERICHTET HAT, WO DIE ÄNDERUNG AUF EINE SACHE ERFOLGT IST, BEI DER ES EINE VERUNTREUUNG GIBT, SOLLTE ES AUCH VON DEM FALLE GELTEN, WENN MAN EIN BRANDOPFER AUF DEN NAMEN EINES SÜNDOPFERS HERGERICHTET HAT, WO ES AUF DEN NAMEN EINER SACHE ERFOLGT IST, BEI DER ES KEINE VERUNTREUUNG GIBT!?"
],
[
"R. ELIE͑ZER ENTGEGNETE: SO MAG DER FALL, WENN MAN HOCHHEILIGE OPFER IN DER SÜDSEITE AUF DEN NAMEN VON MINDERHEILIGEN GESCHLACHTET HAT, [DAS ENTGEGENGESETZTE] BEWEISEN: MAN HAT SIE AUF EINE SACHE GEÄNDERT, WOBEI ES KEINE VERUNTREUUNG GIBT, UND ES GIBT BEI IHNEN EINE VERUNTREUUNG; SOMIT SOLLTE ES DICH NICHT WUNDERN, WENN ES BEI EINEM BRANDOPFER AUF DEN NAMEN EINER SACHE, WOBEI ES KEINE VERUNTREUUNG GIBT, EINE VERUNTREUUNG GIBT.",
"R. JEHOŠUA͑ ERWIDERTE: NEIN, WENN DIES VON HOCHHEILIGEN OPFERN GILT, DIE MAN IN DER SÜDSEITE AUF DEN NAMEN VON MINDERHEILIGEN GESCHLACHTET HAT, WO MAN ES AUF DEN NAMEN EINER SACHE GEÄNDERT HAT, DIE AUS ERLAUBTEM UND VERBOTENEMBESTEHT, SOLLTE ES AUCH VON EINEM BRANDOPFER GELTEN, DAS MAN AUF DEN NAMEN EINER SACHE GEÄNDERT HAT, DIE GÄNZLICH ERLAUBTESIST!?",
"GEMARA. Es wird gelehrt: R. Elie͑zer sprach zu R.Jehošua͑: So mag der Fall, wenn man ein Schuldopfer in der Nordseite auf den Namen eines Heilsopfers geschlachtet hat, [das Entgegengesetzte] beweisen: man hat den Namen geändert, und es gibt dabei eine Veruntreuung; somit sollte es dich nicht wundern, wenn es eine Veruntreuung gibt bei einem Brandopfer, bei dem man den Namen geändert hat.",
"R. Jehošua͑ erwiderte : Nein, wenn dies von einem Schuldopfer gilt, bei dem man den Namen und nicht den Ort geändert hat, sollte es auch von einem Brandopfer gelten, bei dem man den Namen und den Ort geändert hat!?",
"R. Elie͑zer entgegnete: So mag der Fall, wenn man ein Schuldopfer in der Südseite auf den Namen eines Heilsopfers geschlachtet hat, [das Entgegengesetzte] beweisen: man hat den Namen und den Ort geändert, und es gibt dabei eine Veruntreuung; somit sollte es dich nicht wundern, wenn es eine Veruntreuung gibt bei einem Brandopfer, bei dem man den Namen und den Ort geändert hat.",
"R. Jehošua͑ erwiderte: Nein, wenn dies von einem Schuldopfer gilt, bei dem man den Namen und den Ort, nicht aber die Herrichtunggeändert hat, sollte es auch von einem Brandopfer gelten, bei dem man den Namen, die Herrichtung und den Ort geändert hat!?",
"Raba sprach: Sollte jener ihm entgegnet haben: von dem Falle, wenn man ein Schuldopfer in der Südseite auf den Namen eines Brandopfers und auf den Namen eines anderen Eigentümers geschlachtet hat, [sei zu beweisen :] man hat dann den Namen, den Ort und die Herrichtunggeändert.",
"Da er es ihm nicht erwidert hat, so ist zu entnehmen, daß R. Elie͑zer den Grund R. Jehošua͑serkannt hat. R. Ada b. Ahaba sagte nämlich : R. Jehošua͑ ist der Ansicht, wenn man ein Geflügel-Brandopfer unten nach der Art eines Sündopfers auf den Namen eines Sündopfers herrichtet, werde es, sobald man ein Halsorgan durchgekniffen hat, zum Geflügel-Sündopfer. –",
"Demnach sollte doch ein Geflügel-Sündopfer, wenn man es oberhalbhergerichtet hat, sobald man ein Halsorgan durchgekniffen hat, zum Brandopferwerden!? Wolltest du sagen, dem sei auchso, so sagte ja R. Joḥanan im Namen des R. Benaá, dies sei die Fassung der Mišna; doch wohl die Fassung dieser Mišna und nicht der weiteren. –",
"Nein, dies ist die Fassung der ganzenMišna.",
"R. Aši erwiderte: Allerdings wird ein Geflügel-Brandopfer, das man unterhalb nach der Art eines Sündopfers auf den Namen eines Sündopfers hergerichtet hat, da dieses durch ein Halsorganund jenes durch beide Halsorgane tauglich wird, und ferner ein Geflügel-Brandopfer nicht unten hergerichtet wird, sobald man ein Halsorgan durchgekniffen hat, zum Sündopfer,",
"wieso aber sollte ein Geflügel-Sündopfer, das, da der Meister sagte, das Abkneifen sei an jeder Stelle tauglich, sofort beim Durchkneifen des einen Halsorganes untauglichwird, durch das Durchkneifen des anderen Halsorganes zum Brandopfer werden!?",
"Der Text. R. Ada b. Aḥaba sagte: R. Jehošua͑ ist der Ansicht, wenn man ein Geflügel-Brandopfer unterhalb nach der Art eines Sündopfers auf den Namen eines Sündopfers hergerichtet hat, werde es, sobald man ein Halsorgan durchgekniffen hat zum Geflügel-Sündopfer."
],
[
"Komm und höre: Wenn als Sündopfer für die eineund als Brandopfer für die andere,",
"so ist, wenn er beide oberhalbhergerichtet hat, die Hälftetauglich und die Hälfte untauglich, wenn beide unterhalb, die Hälfte tauglichund die Hälfte untauglich; wenn eine oberhalb und eine unterhalb, so sind beide untauglich, denn man nehme an, das Sündopfer sei oberhalb und das Brandopfer unterhalb dargebracht worden.",
"Angenommen, daß das Brandopfer unterhalb dargebracht worden ist, aber es sollte doch zum Sündopferwerden ! ? –",
"R. Jehošua͑ ist wohl dieser Ansicht nur bei einer Person, ist er es etwa auch bei zweiPersonen ! ? –",
"Komm und höre: Wenn ein Sündopfer und ein Brandopfer, ein unbenanntes Paar und ein benanntes,",
"so ist, wenn er alle oberhalb hergerichtet hat, die Hälfte tauglich und die Hälfte untauglich, wenn alle unterhalb, die Hälfte tauglichund die Hälfte untauglich; wenn die Hälfte oberhalb und die Hälfte unterhalb, so ist nur das unbenannte Paar tauglich, und es wird geteilt.",
"Weshalb nicht auch das benannte: angenommen, daß das Brandopfer unten dargebracht worden ist, aber es sollte doch zum Geflügel-Sündopferwerden!?",
"Wolltest du erwidern, hier sei nicht die Ansicht R. Jehošua͑s vertreten,",
"so komm und höre: Sagte eine Frau, sie gelobe [die Darbringung] eines Taubenpaares, wenn sie einen Knaben gebären sollte, so muß sie, wenn sie einen Knaben geboren hat, zwei Taubenpaare bringen, eines wegen des Gelübdesund eines als Pflicht.",
"Wenn sie sie dem Priester gegeben und dieser anstatt drei oberhalb und eines unterhalb herzurichten’",
"ohne sie zu fragen zwei oberhalb und zwei unterhalb hergerichtet hat,",
"so muß sie, wenn sie von einer Artwaren, noch eine Taubebringen, die oberhalb herzurichten ist, und wenn sie von zwei Artenwaren, noch zweibringen.",
"Hatte sie das Gelobte bezeichnet, so muß sie, wenn sie von einer Art sind, noch drei,",
"und wenn sie von zwei Arten sind, noch vier Taubenbringen.",
"Hatte sie das Gelobte genannt,"
],
[
"so muß sie , wenn sie von einer Art sind, oberhalb noch fünf,",
"und wenn sie von zwei Arten sind, noch sechs Taubendarbringen.",
"Wenn sie sie dem Priester gegeben hat und nicht weiß, was sie gegeben hat, und der Priester sie hergerichtet hat und nicht weiß, was er hergerichtethat, so muß sie noch vier Tauben wegen des Gelobten und zwei als Pflichtund ein Sündopfer darbringen;",
"Ben-A͑zaj sagt, zwei Sündopfer.",
"R. Jehošua͑ sprach : Das ist es, was man zu sagen pflegt: lebend hat ereine Stimme, tot sieben. –",
"R. Jehošua͑ sagt eswohl hinsichtlich der Enthebung von der Veruntreuung, sagte er es etwa auch hinsichtlich der Enthebung der Pflicht!?",
"HAT EINER VON ALL DEN UNTAUGLICHENABGEKNIFFEN, SO IST DAS ABKNEIFEN UNGÜLTIG, JEDOCH IST ES NIGHT IM SCHLUNDE VERUNREINIGEND. HAT MAN MIT DER LINKEN ODER NACHTS ABGEKNIFFEN, ODER PROFANES INNERHALBODER HEILIGES AUSSERHALB GESCHLACHTET, SO IST ES NICHT IM SCHLUNDE VERUNREINIGEND.",
"HAT MAN MIT EINEM MESSER ABGEKNIFFEN, HAT MAN PROFANEM INNERHALB ODER GEHEILIGTEM AUSSERHALB ABGEKNIFFEN, \n"
],
[
"ODER TURTELTAUBEN, DIE DAS ALTER NOCH NICHT HABEN, ODER JUNGEN TAUBEN DIE DAS ALTER ÜBERSCHRITTEN HABEN, ODER DEM EIN FLÜGEL ABGEDORRT WAR, EIN AUGE GEBLENDET ODER EIN FUSSABGESCHLAGEN, SO IST ES IM SCHLUNDE VERUNREINIGEND.",
"DIE REGEL HIERBEI IST! IST DIE UNTAUGLICHKEIT IM HEILIGTUME ERFOLGT, SO IST ES NICHT IM SCHLUNDE VERUNREINIGEND, UND IST DIE UNTAUGLICHKEIT NICHT [ERST] IM HEILIGTUME ERFOLGT, SO IST ES IM SCHLUNDE VERUNREINIGEND.",
"GEMARA. Rabh sagte: Ist esmit der Linken oder nachts erfolgt, so ist es nicht im Schlund verunreinigend, wenn durch einen Gemeinen oder mit einem Messer, so ist es im Schlunde verunreinigend.",
"Wenn mit der Linken wohl deshalb, weil diesam Versöhnungstageerfolgt, und wenn nachts wohl deshalb, weil dies bei den Gliedern und bei dem Schmer erfolgt, aber auch ein Gemeiner ist ja zulässig, nämlich beim Schlachten!? – Das Schlachten gilt nicht als Dienstverrichtung. –",
"Etwa nicht, R. Zera sagte ja, das Schlachten der [roten] Kuhdurch einen Gemeinen sei unzulässig, und Rabh erklärte, weil bei dieser ‘Elea͑zar’ und ‘Satzung’ [genanntwerden]!? –",
"Anders verhält es sich bei der [roten] Kuh, sie gehört zu den Heiligtümern des Tempelreparaturfonds. –",
"Dies sollte doch hierbei um so mehr gelten: wenn bei Heiligtümern des Tempelreparaturfondsein Priester erforderlich ist, um wieviel mehr bei Heiligtümern für den Altar!?",
"R. Šiša, Sohn des R. Idi, erwiderte: Ebenso auch bei der Besichtigung des Aussatzes: es ist kein Tempeldienst, dennoch muß dies durch einen Priestererfolgen. –",
"Sollte esdoch von einem Privataltar gefolgert werden!? –",
"“Von einem Privataltar ist nichts zu folgern. –",
"Etwa nicht, es wird ja gelehrt: Woher, daß, wenn das Hinausgekommene[auf den Altar] gekommen ist, es nicht mehr herabgenommen werde? Weil das Hinausgekommene bei einem Privataltar tauglich ist!? –",
"Der Autor stützt sichauf [die Worte:] dies ist das Gesetz des Brandopfers.",
"R. Joḥanan aber sagte: Ist es durch einen Gemeinen erfolgt, so ist es nicht im Schlunde verunreinigend; wenn mit einem Messer, so ist es im Schlunde verunreinigend. –",
"Wir haben gelernt: Hat einer von all den Untauglichen abgekniffen, so ist das Abkneifen ungültig. Allerdings schließt nach R. Joḥanan [das Wort] ‘all den’ einen Gemeinen ein, was aber schließt es nach Rabh ein!? –",
"Es schließt den Fall ein, wenn es mit der Linken oder nachts erfolgt ist. – Den Fall, wenn mit der Linken oder nachts, lehrt er ja ausdrücklich!? – Zuerst lehrt er es allgemein, nachher besonders. –",
"Komm und höre: Die Regel hierbei ist: alles, wobei die Untauglichkeit im Heiligtume erfolgt ist, macht im Schlunde die Kleider nicht unrein. Allerdings schließt [das Wort] ‘alles’ nach R. Joḥanan einen Gemeinen ein, was aber schließt es nach Rabh ein!? –"
],
[
"Was schließen nach deiner Auffassung [die Worte] ‘und ist die Untauglichkeit nicht [erst] im Heiligtume erfolgt’ ein!?",
"Vielmehr schließt der Anfangsatz das Schlachten bei Heiligem innerhalb und der Schlußsatz das Abkneifen bei Profanem außerhalb ein.",
"Übereinstimmend mit R. Joḥanan wird gelehrt: Dem ein Gemeiner oder ein Untauglicher [den Kopf] abgekniffen hat, ebenso Verwerfliches, Übriggebliebenes und Unreines sind nicht im Schlund verunreinigend.",
"R. Jiçḥaq sagte : Ich hörte zwei Dinge, eines vom Abhäufendurch einen Gemeinen, und eines vom Abkneifen durch einen Gemeinen, eines sei herabzunehmen und eines sei nicht herabzunehmen; ich weiß esaber nicht. Ḥizqija sagte: Es ist einleuchtend, vom Abhäufen, daß es herabzunehmen sei, und vom Abkneifen, daß es nicht herabzunehmen sei. –",
"Vom Abkneifen wohl deshalb, weil diesbei einem Privataltar vorkommt, aber auch das Abhäufen kommt ja bei einem Privataltar vor!?",
"Wolltest du erwidern, bei den Privataltären gab es keine Speisopfer, so gab es ja bei den Privataltären auch keine Geflügelopfer.",
"R. Šešeth sagte nämlich: Nach demjenigen, welcher sagt, bei den Privataltären gab es Speisopfer, gab es bei diesen auch Geflügelopfer, und nach demjenigen, welcher sagt, bei den Privataltären gab es keine Speisopfer, gab es bei diesen auch keine Geflügelopfer. [Denn es heißt:]Schiachtopfer, aber keine Speisopfer, Schlachtopfer, aber keine Geflügelopfer. –",
"Sage vielmehr: bei den Privataltären gab es keine Heiligung des Speisopfers durch das Dienstgefäß.",
"HAT MAN MIT DER LINKEN ODER NACHTS ABGEKNIFFEN &C. Die Rabbanan lehrten: man könnte glauben, das innerhalb Abgekniffene mache im Schlunde die Kleider unrein, so heißt esAas. –",
"Auch dieses ist ja Aas!? – Vielmehr: so heißt esTotverletztes, wie die Totverletzung das Verbotene nicht erlaubtmacht, ebenso auch alles andere, was das Verbotene nicht erlaubt macht;",
"ausgenommen ist das Abkneifen innerhalb, wodurch das Verbotene erlaubtwird; es macht daher im Schlunde die Kleider nicht unrein.",
"[Einbegriffen ist das Abkneifen von] Heiligem außerhalb und Profanem sowohl innerhalb als auch außerhalb; dadurch wurde das Verbotene nicht erlaubt, und sie machen daher im Schlunde die Kleider unrein.",
"Ein Anderes lehrt: Man könnte glauben, das innerhalb Geschlachtetemache im Schlunde die Kleider unrein, so heißt es Aas. –",
"Auch dieses ist jaAas!? – Vielmehr: so heißt es Totverletztes, wie es beim Totverletzten einerlei ist, ob innerhalboder außerhalb, ebenso auch bei allem anderen, wenn es einerlei ist, ob innerhalb oder außerhalb;",
"ausgenommen ist das Schlachten von Profanem innerhalb und von Heiligem sowohl innerhalb als auch außerhalb; bei diesem ist es nicht einerlei, ob innerhalb oder außerhalb, daher machen sie im Schlunde die Kleider nicht unrein. –",
"Allerdings ist es beim Profanen nicht einerlei, ob innerhalb oder außerhalb, beim Heiligen aber ist es ja in beiden Fällen untauglich!?",
"Raba erwiderte: Wenn das Schlachten außerhalb wirksam ist, ihn der Ausrottung schuldigzu machen, wie sollte dies nicht wirksam sein, es aus dem Zustande des Aases zu entheben!? –",
"Wir wissen dies [vom Schlachten] außerhalb, woher dies [vom Schlachten]innerhalb? – Es ist somit nicht einerlei, ob innerhalb oder außerhalb. –",
"Auch beim Abkneifen von Heiligem ist es ja nicht einerlei, ob innerhalb oder außerhalb!?",
"R. Simi b. Aši erwiderte: Man folgere hinsichtlich des Unzulässigenvom Unzulässigen, nicht aber hinsichtlich des Unzulässigen vom Zulässigen. –",
"Etwa nicht, es wird ja gelehrt: Woher, daß, wenn das Hinausgekommene [auf den Altar] gekommen ist, es nicht herabgenommen werde? Weil das Hinausgekommene bei einem Privataltar tauglich ist!? –",
"Der Autor stützt sichauf die einschließenden [Worte:] dies ist das Gesetz des Brandopfers.",
"viWENN MAN [DEN KOPF] ABGEKNIFFEN HAT UND ES SICH ERGIBT, DASS ES TOTVERLETZT WAR, SO IST ES, WIE R. MEÎR SAGT, IM SCHLUNDE NICHT VERUNREINIGEND, \n"
],
[
"UND WIE R. JEHUDA SAGT, VERUNREINIGEND.",
"R. MEÎR SPRACH : ES IST [EIN SCHLUSS] VOM SCHWEREREN AUF DAS LEICHTERE ZU FOLGERN: WENN BEI EINEM VIEH, VON DEM DAS AAS DURCH BERÜHREN UND TRAGEN VERUNREINIGEND IST, DAS TOTVERLETZTE DURCH DAS SCHLACHTEN VON DER UNREINHEIT ENTHOBEN WIRD, UM WIEVIEL MEHR WIRD DAS TOTVERLETZTE GEFLÜGEL, VON DEM DAS AAS DURCH BERÜHREN UND TRAGEN NICHT VERUNREINIGEND IST, DURCH DAS SCHLACHTEN VON DER UNREINHEIT ENTHOBEN.",
"UND WIE FERNER BEI JENEM DAS SCHLACHTEN, DAS ES ZUM ESSEN GEEIGNET MACHT, DAS TOTVERLETZTE VON DER UNREINHEIT ENTHEBT, EBENSO ENTHEBT BEI DIESEM DAS ABKNEIFEN [DES KOPFES], DAS ES ZUM ESSEN GEEIGNET MACHT, DAS TOTVERLETZTE VON DER UNREINHEIT.",
"R. JOSE SAGT, ES GENÜGE, WENN ES DEM AAS VON EINEM VIEH GLEICHT, DAS NUR DURCH DAS SCHLACHTEN REIN BLEIBT UND NICHT DURCH DAS ABKNEIFEN [DES KOPFES].",
"GEMARA. Hält denn R. Meír nichts von [der Regel] ‘es genügt’, diese Regel stammt ja aus der Tora,",
"denn es wird gelehrt: Ein Beispiel für [den Schluß vom] Leichteren auf das Schwerere.Da sprach der Herr zu Moše: Hätte ihr Vater ihr ins Gesicht gespuckt &c. Man sollte vom Leichteren auf das Schwerere folgern, daß wegen [Beleidigung der] Göttlichkeit diesvierzehn Tage währen sollte, aber es genügt, wenn das Gefolgerte dem gleicht, wovon es gefolgert wird.",
"R.Jose h. R. Abin erwiderte: R. Meír fand einen Schriftvers, und legte ihn aus :",
"Dies ist das Gesetz über das Vieh und das Geflügel; bei welchem Gesetze gleicht das Vieh dem Geflügel und das Geflügel dem Vieh? Ein Vieh ist jadurch Berühren und Tragen verunreinigend und ein Geflügel ist durch Berühren und Tragen nicht verunreinigend, ein Geflügel macht ja im Schlunde die Kleider unrein und ein Vieh macht im Schlunde die Kleider nicht unrein.",
"Vielmehr besagt dies: wie bei einem Vieh das, was es zum Essen geeignet macht, das totverletzte von der Unreinheit enthebt, ebenso enthebt auch bei allem anderen das, was es zum Essen geeignet macht, das totverletzte von der Unreinheit. –",
"Was ist der Grund R. Jehudas? – Auch er fand einen Schriftvers und legte ihn aus.Aas und Totverletztes. R. Jehuda sagte: Wozu wird dies vom Totverletzten gelehrt: ist ein Totverletztes lebensfähig, so wird diesja vom Aasgelehrt, und ist ein Totverletztesnichtlebensfähig, so ist es ja im Aase einbegriffen? Vielmehr begreift dies das Totverletzte ein, daß es, wenn man es geschlachtet hat, verunreinigendist.",
"R. Šezbi sprach zu ihm: Es heißt ja auch:und das Fetteines Aases und das Fett eines Totverletzten,",
"demnach sollte man auch hierbei sagen: ist ein Totverletztes lebensfähig, so wird dies ja vom Aase gelehrt, und ist ein Totverletztes nicht lebensfähig, so ist es ja im Aase einbegriffen, vielmehr begreife dies das Totverletzte ein, daß, wenn man es geschlachtet hat, das Fett rein ist. Demnach ist dieses selbst unrein,",
"und dem widersprechend sagte R. Jehuda im Namen Rabhs, und wie manche sagen, wurde es in einer Barajtha gelehrt:Wenn vom Vieh verendet, manches [verendete] Vieh ist verunreinigend und manches ist nicht verunreinigend, nämlich ein Totverletztes, das man geschlachtet hat!?",
"Vielmehr schließt [das Wort] Totverletztes ein unreines [Vieh] aus, nur die Art, bei der es ein Totverletztesgibt, nicht aber die Art, bei der es kein Totverletztes gibt,",
"ebenso schließt es auch hierbeieinen unreinen Vogel aus, bei dessen Art es kein Totverletztesgibt. –",
"Hinsichtlich des unreinen Vogels entnimmt es R. Jehuda aus [dem Worte] Aas.",
"Es wird nämlich gelehrt : R. Jehuda sagte : Man könnte glauben, das Aas eines unreinen Vogels verunreinige im Schlunde die Kleider, so heißt es: Aas und Totverletztes darf er nicht essen, nur was als Aas verbotenist, ausgenommen das, was nicht als Aas, sondern als Unreines verbotenist."
],
[
"– Auch hinsichtlich des anderengeht esja hervor aus [den Worten]: und das Fett eines Aases,",
"nur das, dessen Genuß als Fett und Aasverbotenist, ausgenommen das, dessen Genuß nicht als Fett und Aas, sondern als Unreines verbotenist!? -",
"Vielmehr, [das Wort] Totverletztes schließt das Wildein. Man könnte glauben, nurwenn das Fett verboten und das Fleisch erlaubt ist, ausgenommen aber ist dieses, von dem das Fett und das Fleisch erlaubt ist, so lehrt er uns. –",
"Das Unreine wohl deshalb, weil bei diesem das Fett sich vom Fleische nicht unterscheidet, und auch beim Wilde unterscheidet sich ja das Fett nicht vom Fleische!? Und ferner heißt es ja:aber essen dürft ihr es nicht!?",
"Vielmehr, erklärte Abajje, [das Wort] Totverletztes ist an sich nötig, damit man nicht folgere: das Unreine ist lebend verboten und das Totverletzte ist lebend verboten, wie nun das Fett des Unreinen unrein ist, ebenso ist auch das Fett des Totverletzten unrein. –",
"Demnach ist es ja auch dortan sich nötig, damit man nicht folgere: das unreine Geflügel ist zum Essen verboten und das totverletzte ist zum Essen verboten, wie nun das unreine Geflügel nicht verunreinigend ist, ebenso ist auch das totverletzte nicht verunreinigend!?",
"Und wieso ist ferner hinsichtlich des Totverletzten vom Unreinenzu folgern, das Unrein© war niemals erlaubt, während das Totverletzte [vorher] erlaubt war!? Wolltest du erwidern, bei einem Totverletzten von der Geburt aussei nichts einzuwenden, so gilt dies ja immerhin von der Art desselben.",
"Vielmehr, erklärte Raba, die Tora bestimmt damit: es komme das Verbot des Aases und erstrecke sich auf das Verbotdes Fettes, es komme das Verbot des Totverletzten und erstrecke sich auf das Verbot des Fettes.",
"Und beides ist nötig. Würde er es nur vom Aase gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil es verunreinigend ist, nicht aber gilt dies vom Tot verletzten. Und würde er es nur vom Totverletzten gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil es bereits lebend verboten war, nicht aber gilt dies vom Aase. Daher ist beides nötig. –",
"Wofür verwendet R. Meír [das Wort] Totverletztes? – Dieses schließt das innerhalb Geschlachteteaus. –",
"Und R. Jehuda!? – [Das Wort] Totverletztes kommt nochmalsvor. –",
"Und R. Meír!? – Eines schließt das innerhalb Geschlachtete aus und eines schließt das unreine Geflügel aus. –",
"Und R. Jehuda ! ? – Er entnimmt dies aus [dem Worte] Aas. –",
"Wofür verwendet R. Meír [das Wort] Aas!? – Daß hierbei Olivengröße erforderlichist, wie beim Essen. –",
"Dies ist ja schon aus dem ersten Versezu entnehmen, da der Allbarmherzige vom Essen spricht!? –",
"Eines deutet, daß dies von Olivengröße gilt, wie beim Essen, und eines, daß dies nur vom Zeiträume des Essens gilt, während man ein Peras essenkann.",
"Man könnte nämlich glauben, da diesein Novum ist, so erfolge die Verunreinigung, auch wenn [das Essen] länger dauert, als man ein Peras essen kann, so lehrt er uns.",
"Die Rabbanan lehrten:117Das Fett eines Aases und das Fett eines Totverletzten; die Schrift spricht vom Fette eines reinen Viehs.",
"Du sagst, die Schrift spreche vom Fette eines reinen Viehs, vielleicht ist dem nicht so, sondern vom Fette eines unreinen Viehs?",
"Ich will dir sagen, das Geschlachtete ist rein und das Fett ist rein, wie die Reinheit des Geschlachteten sich nur auf das reine und nicht auf das unreine [Vieh] erstreckt, ebenso erstreckt sich auch die Reinheit des Fettes nur auf das reine und nicht auf das unreine.",
"Oder aber wie folgt: das Aas wird als reinerklärt und das Fett wird als rein erklärt, wie nun die Reinheit des Aases sich auf das unreine und nicht auf das reine bezieht, ebenso bezieht sich auch die Reinheit des Fettes auf das unreine und nicht auf das reine.",
"Ich will dir sagen,"
],
[
"wenn du auf die eine Weise deduzierst, so bezieht es sich auf das reine, und wenn du auf die andere Weise deduzierst, so bezieht es sich auf das unreine, daher heißt es Totverletztes, nur wenn es bei dessen Art Totverletztes gibt;",
"auszuschließen ist das unreine, bei dessen Art es kein Totverletztes gibt, und nicht auszuschließen ist das Wild, bei dessen Art es Totverletztes gibt. Ferner heißt es: aber essen dürft ihr es nicht, von dem das Fett verboten und das Fleisch erlaubt ist, ausgenommen ist das Wild, von dem das Fett und das Fleisch erlaubt sind.",
"R. Aḥa b. Abba sprach zu Raba: Demnach ist nur das Aas eines reinen Viehs verunreinigend und nicht das Aas eines unreinen Viehs!? Dieser erwiderte: Wie können so viele Greise dies mißverstehen!? Der Schlußsatz spricht vom Aase eines unreinen Vogels.",
"R. Joḥanan sagte: Nach R. Meír sind nur fehlerfreierein, nicht aber fehlerbehaftete. R. Elea͑zar aber sagte, auch fehlerbehaftete. Es wurde auch gelehrt; R. Bebaj sagte im Namen R. Elea͑zars: Nach R. Meír sind auch fehlerbehaftete rein, und sogar Gänse und Hühner.",
"R. Jirmeja fragte: Wie ist es, wenn man einer Ziege das Genick gebrochenhat?",
"Gilt dies nur von Gänsen und Hühnern, weil sie zur Art Geflügelgehören, nicht aber von einer Ziege, die nicht zur Art des Kalbesgehört, oder aber, sie gehört ja zur Art Vieh?",
"R. Dimi saß und trug diese Lehre vor; da sprach Abajje zu ihm: Demnach ist das genickgebrochene Kalb rein? Dieser erwiderte: Freilich, in der Schule R. Jannajs sagten sie: bei diesem wird [das Wort] Sühne gebraucht wie bei den Opfern.",
"R. Nathan, der Vater des R. Hona b. Nathan, wandte ein: Aber essen dürft ihr es nicht; ich weiß dies nur vom Fette, das zum Essen verboten und zur Nutznießung erlaubt ist, woher dies von dem des gesteinigten Ochsenund des genickgebrochenenKalbes?",
"Es heißt jedes Fett.",
"Wenn man nun sagen wollte, das genickgebrochene Kalb sei rein, so wäre ja dieses selbst rein und dessen Fettunrein!? –",
"Hinsichtlich des Falles, wenn man ihm das Genick gebrochen hat, ist dies nicht nötig, nötig ist es nur hinsichtlich des Falles, wenn man es geschlachtethat. –",
"Das Schlachten sollte es ja von der Unreinheit des Aasesentheben!? – In dem Falle, wenn es verendetist. –",
"Demnachist es schon bei Lebzeiten verboten? – Freilich. R. Jannaj sagte auch : Ich hörte diesbezüglicheine Zeitbestimmung, habe es aber vergessen. Die Genossen meinen jedoch, das Hinabbringen zum Felstalemache es verboten.",
"",
"ALLE OPFERTIERE, DIE MIT VERENDEN ZU LASSENDEN SENDOPFERN ODER EINEM ZU STEINIGENDEN OCHSEN VERMISCHT WORDEN SIND, SELBST EINES IN EINER MYRIADE, SIND VERENDEN ZU LASSEN. IST MIT IHNEN EIN OCHS VERMISCHT WORDEN, MIT DEM EINE SÜNDE BEGANGEN WORDEN IST, DER NACH DER AUSSAGE EINES EINZELNEN ZEUGEN ODER DES EIGENTÜMERS"
],
[
"SELBER EINEN MENSCHEN GETÖTET HAT, ODER AKTIV ODER PASSIV ZUR BESTIALITÄT, FÜR DEN GÖTZENDIENST, ZUR ANBETUNG, ALS HURENGABE ODER HUNDELOHN VERWANDT WORDEN IST, \n"
],
[
"EIN MISCHLING, EIN TOTVERLETZTES ODER EINE SEITENGEBURT, SO SIND SIE WEIDEN ZU LASSEN, BIS SIE EIN GEBRECHEN BEKOMMEN, UND ZU VERKAUFEN, UND FÜR DEN ERLÖS DES BESTEN UNTER IHNEN IST EIN OPFER DERSELBEN ART ZU BRINGEN.",
"IST EINES MIT PROFANEN FEHLERFREIEN [TIEREN] VERMISCHT WORDEN, SO SIND DIE PROFANEN ZUR VERWENDUNG ALS SOLCHE ZU VERKAUFEN.",
"WENN OPFER MIT OPFERN DERSELBEN ART, SO IST JEDES AUF DEN NAMEN SEINES EIGENTÜMERSDARZUBRINGEN; \n",
"WENN OPFER MIT OPFERN ANDERERERART, SO SIND SIE WEIDEN ZU LASSEN, BIS SIE EIN GEBRECHEN BEKOMMEN, UND ZU VERKAUFEN, UND IM WERTE DES BESTEN UNTER IHNEN IST EIN [DAS OPFER] DER EINEN ART, UND IM WERTE DES BESTEN UNTER IHNEN EIN OPFER DER ANDEREN ART ZU BRINGEN, UND DEN ÜBERSCHUSSVERLIERE ERAUS SEINEM VERMÖGEN.",
"SIND [OPFERTIERE] MIT EINEM ERSTGEBORENEN ODER EINEM ZEHNTENVERMISCHT WORDEN, SO SIND SIE WEIDEN ZU LASSEN, BIS SIE EIN GEBRECHEN BEKOMMEN, SODANN ESSE MAN SIE NACH VORSCHRIFT DES ERSTGEBORENEN UND DES ZEHNTEN.",
"BEI ALLEN [OPFERN] KANN EINE VERWECHSELUNG VORKOMMEN, NUR NICHT BEI SÜNDOPFER UND SCHULDOPFER.",
"GEMARA. Was heißt ‘selbst’? –",
"Er meint es wie folgt: wenn unter Opfertiere ein verenden zu lassendes Sündopfer oder ein zu steinigender Ochs vermischt worden ist, selbst eines unter eine Myriade. so sind alle verenden zu lassen. –",
"Dies haben wir ja bereits anderweitig gelernt: alles, was für den Altar verboten ist, machtin jedem Verhältnisverboten : das aktiv oder passiv zur Bestialität Verwandte!?",
"R. Aši sagte: Ich trug dies R. Simi vor, und er erklärte, [beide Lehren] seien nötig. Wenn nur jene, so könnte man glauben, dies gelte nur dem Höchstengegenüber, nicht aber einem Gemeinengegenüber.",
"Und wenn nur diese, so könnte man glauben, dies gelte nur von diesen, die zur Nutznießung verbotensind, nicht aber von jenen, die nicht zur Nutznießung verboten sind. Daher sind beide nötig. –",
"Er lehrt jaauch von zur Nutznießung nicht verbotenen!? – Er lehrt ja nicht, in welchem Verhältnis, in jener aber lehrt er: in jedem Verhältnis. –",
"Sollte er nur jene und nicht diese lehren!? – Diese ist wegen des Mittelsnötig. –",
"Auch hinsichtlich eines Gemeinen wird es ja anderweitig gelehrt: folgende Dinge sind verboten und machen verbotenin jedem Verhältnis: Libationswein, Götzen!? –"
],
[
"Beide [Lehren] sind nötig. Wenn nur jene, so könnte man glauben, dies gelte nur von einem Gemeinen, wenn aber für den Höchsten, lasse man nicht alles verlorengehen.",
"Und wenn nur diese, so könnte man glauben, dies gelte nur von Opfern, nicht aber von Profanem, das zur Nutznießung nichtverboten ist. Daher sind beide nötig. –",
"Sollte esdoch in der Mehrheit aufgehen!? Wolltest du erwidern, es sei wesentlichund gehe nicht auf, so ist dies allerdings richtig nach demjenigen, welcher sagt, die Lesartsei: wer zu zählen pflegt,",
"wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt: die Lesart sei: was man zu zählenpflegt!? Wir haben nämlich gelernt: Wenn jemand Bündel Bockshornklee von Mischfrucht eines Weinbergeshat,"
],
[
"so müssen sie verbrannt werden; sind sie mit anderen vermischt worden, so müssen alle verbrannt werden – so R. Meír; die Weisen sagen, sie gehen unter zweihundertundeinemauf.",
"R. Meír sagt nämlich, was man zu zählenpflegt, mache zum Genüsse verboten; die Weisen aber sagen, nur folgende sechs Dinge, nach R. A͑qiba sieben, machen zum Genüsse verboten. Folgende sind es: Krachnüsse, badanische Granatäpfel, verspundete Fässer [Wein], Mangoldblätter, Kohltriebe und der griechische Kürbis; R. A͑qiba fügt noch hausbackene Brote hinzu.",
"Das, wobei [das Gesetz] vom UngeweihtenGeltung hat, macht als Ungeweihtes verboten, und das, wobei [das Gesetz] von der Mischfrucht Geltung hat, macht als Mischfrucht verboten.",
"Hierzu wurde gelehrt : R. Joḥanan sagt, es heiße : w a s man zu zählen pflegt, und R. Šimo͑n b. Laqiš sagt, es heiße : wer zu zählen pflegt.",
"Richtig ist es nun nach Reš Laqiš, wie ist es aber nach R. Joḥanan zu erklären!? R.Papa erwiderte’ Dieser Autorist der Autor [der Lehre von] der Litra gepreßter Feigen, welcher sagt,"
],
[
"alles, was gezählt werdenkann, gehe nicht auf, selbst bei einem rabbanitischen [Verbote] und um so weniger bei einem der Tora,",
"Es wird nämlich gelehrt: Wenn eine Litra getrockneter Feigen[von Hebe] am Rande einer Preßform gelegen hat, und man nicht weiß, in welcher Form man sie gepreßthat, am Rande eines Fasses, und man nicht weiß, in welchem Fasse man sie gepreßt hat, oder am Rande eines Bienenkorbes, und man nicht weiß, in welchem Bienenkorbe man sie gepreßt hat, so werden, wie",
"R. Meír sagt, nach R. Elie͑zer die oberen [Feigen]als einzelne betrachtetund gehen unter den unteren auf, und wie",
"R. Jehošua͑ sagt, gehen sie nur unter hundert anderen am Rande befindlichenauf, und sind keine [hundert] vorhanden, so sind die am Rande befindlichen verbotenund die am Boden befindlichen erlaubt.",
"R. Jehuda sagt, nach R. Elie͑zer gehen sie unter hundert am Rande befindlichen auf, und wenn keine &c. verboten, und nach",
"R. Jehošua͑ gehen sie nicht einmal unter dreihundert anderen am Rande befindlichen auf.",
"Wenn man sie aber in einer Form gepreßt hat und nicht weiß, an welcher Stelle der Form man sie gepreßt hat, ob nördlich oder südlich, so stimmen alle überein, daß sieaufgehen.",
"R. Aši erklärte: Du kannst auch sagen, daß hier die Rabbanan vertreten sind, denn Lebewesen sind von Bedeutung und gehen nichtauf. –",
"Man kann sie ja einzeln heranholen und darbringen, denn es ist anzunehmen, was sich trennt, trenne sich von der Mehrheit!? – Beim Heranholen sind sie auf ihrem Platze,"
],
[
"und was auf seinem Platze ist, gilt ja als Hälftegegen Hälfte. – Vielmehr, man kann sie ja sich zu bewegenzwingen und sage, was sich trennt, trenne sich von der Mehrheit!?",
"Raba erwiderte: Da die Rabbanan trotzdem bestimmt haben, sie nicht darzubringen, so ist dies wohl eine Maßregel, damit nicht zehn Priester gleichzeitig kommen und sie darbringen.",
"Einer von den Jüngern sprach zu Raba: Demnach wird ja [das Blut] im Beckenverboten!? –",
"Weil zehn Priester gleichzeitig kommen und sie heranholenkönnten. – Wieso ist dies zehn Priestern gleichzeitigmöglich!? Vielmehr, erklärte Raba, wegen der auf ihrem Platze verbleibenden.",
"Raba sagte: Da nun die Rabbanan sie nicht darzubringen bestimmt haben, so machen sie, wenn man sie dargebracht hat, nicht wohlgefällig. R. Hona b. Jehuda wandte gegen Raba ein : Ist ein Sündopfer mit einem Brandopferoder ein Brandopfer mit einem Sündopfer vermischt worden, selbst eines in einer Myriade, so muß man sie alle verenden lassen.",
"Dies nur in dem Falle, wenn der Priester anfragt, hat der Priester aber nicht angefragt, so ist, wenn er sie oberhalb hergerichtet hat, die Hälfte tauglich und die Hälfte untauglich,",
"wenn unterhalb, die Hälfte tauglich und die Hälfte untauglich, und wenn eines unterhalb und eines oberhalb, beide untauglich, denn man nehme an, das Sündopfer sei oberhalb und das Brandopfer unterhalb hergerichtetworden. –",
"Eines nach demjenigen, welcher sagt, Lebendes werde verdrängt, und eines nach demjenigen, welcher sagt, Lebendes werde nicht verdrängt. –",
"Geschlachtete werden ja nach aller Ansicht, verdrängt,"
],
[
"dennoch haben wir gelernt: R. Elie͑zer sagt, ist der Kopfvon einem dargebracht worden, seien alle Köpfe darzubringen!? –",
"Er ist der Ansicht Ḥanan des Aegypters, denn es wird gelehrt: Ḥanan der Aegypter sagt, selbst wenn das Blut sich bereits im Gefäßebefindet, hole man einen anderen und paare ihm zu.",
"Rabba b. Abuha sagte im Namen R. Naḥmans : Wenn ein Ring vom Götzendienste unter hundert andere Ringe geraten und einer von ihnen in das große Meer gefallen ist, so sind alle erlaubt, denn man nehme an, der verbotene sei hineingefallen.",
"Raba wandte gegen R. Naḥman ein : Selbst eines in einer Myriade, so sind alle verenden zu lassen. Weshalb denn, wir sollten dochsagen, das verbotene sei verendet!?",
"Dieser erwiderte: Rabhist der Ansicht R. Eliezers, denn wir haben gelernt: R. Elie͑zer sagt, ist der Kopf von einem dargebracht worden, seien alle Köpfe darzubringen. –",
"Aber R. Elea͑zar sagte ja, R. Elie͑zer habe nur je zwei zusammenerlaubt, einzeln aber nicht!? Dieser erwiderte: Ich meine ebenfalls je zwei.",
"Rabh sagte: Wenn ein Ring vom Götzendienste unter hundert andere Ringe geraten ist, und vierzig nach einer Stelle und sechzig nach einer anderen Stelle gesondert worden sind, so macht einer, der von den vierzig entnommen wird, anderenicht verboten, und einer, der von den sechzig entnommen wird, andere wohl verboten. –",
"Wenn einer von den vierzig, wohl deshalb nicht, weil wir sagen, der verbotene befinde sich in der Mehrheit, somit sollte man doch, wenn einer von den sechzig, ebenfalls sagen, der verbotene befinde sich in der Mehrheit!? – Vielmehr, wenn vierzig zusammen nach einer Stelle abgesondert worden sind, so machen sienicht verboten, und wenn sechzig nach einer Stelle, so machen sie verboten.",
"Als ichdies Šemuél vortrug, sprach er zu mir: Laß [das Gesetz vom] Götzendienste; bei diesem ist das Zweifelhafte und auch das zwiefach Zweifelhafte bis in alle Ewigkeitverboten.",
"Man wandte ein: Beim Götzendienste ist das Zweifelhafte verboten und das zwiefach Zweifelhafte erlaubt. Zum Beispiel: ist ein Becher vom Götzendienste in ein Lager voll Becher geraten, so sind alle verboten; wenn einer von diesen in eine Myriade und einer aus der Myriade in eine andere Myriade geraten ist, so sind sie erlaubt!? –",
"Hierüber streiten Tannaím, denn es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: badanische Granatäpfel machen verbotenin jedem Quantum. Zum Beispiel: ist einer in eine Myriade geraten und einer aus der Myriade in eine andere Myriade, so sind sie verboten.",
"R. Šimo͑n b. Jehuda sagte im Namen R. Šimo͑ns : Wenn in eine Myriade, so sind sie verboten, und wenn einer aus der Myriade unter drei andere und einer von den dreien unter andere, so sind sie erlaubt. –",
"Wessen Ansicht vertritt Šemuél: ist er der Ansicht R. Jehudas, so sollte esauch bei anderen Gesetzen verboten sein, und wenn der des R. Šimo͑n, so sollte es auch beim Götzendienste erlaubt sein!?",
"Wolltest du erwidern, R. Šimo͑n unterscheide zwischen dem Götzendienste und anderen Verboten, so vertritt ja die Lehre, daß beim Götzendienste das Zweifelhafte verboten und das zwiefach Zweifelhafte erlaubt sei, weder die Ansicht R. Jehudasnoch die Ansicht R.Šimo͑ns!? –",
"Tatsächlich die des R. Šimo͑n, und Šemuél ist der Ansicht R. Jehudas hinsichtlich des einenund streitet gegen ihn hinsichtlich des anderen.",
"Der Meister sagte: Wenn einer aus der Myriade unter drei andere und einer von den dreien unter andere, so sind sie erlaubt."
],
[
"Wenn unter drei wohl deshalb, weil eine Mehrheitvorhanden ist, aber auch wenn unter zwei ist ja eine Mehrheit vorhanden!? – Unter drei ist zu verstehen, zwei andere und dieser.",
"Wenn du aber willst, sage ich: er ist der Ansicht R. Elea͑zars.",
"[Jene Lehre]stimmt überein mit der des Reš Laqiš, denn Reš Laqiš sagte: Ist ein Faß von Hebe unter hundert andere Fässer vermischt worden und eines von ihnen in das Salzmeer gefallen, so sind alle erlaubt, denn man nehme an, das verbotene sei hineingefallen.",
"Und sowohl die Lehre R. Naḥmans als auch die des Reš Laqiš ist nötig. Würde nur die des R. Naḥman gelehrt worden sein, so könnte man glauben, dies gelte nur vom Götzendienste, wofür es gar kein Mittel gibt, nicht aber von der Hebe, wofür es ein Mittelgibt.",
"Und wenn nur die des Reš Laqiš, so könnte man glauben, dies gelte nur von Fässern, bei welchen das Hineinfallen kenntlich ist, nicht aber von Ringen, bei welchen das Hineinfallen nicht kenntlichist. Daher sind beide nötig.",
"Raba sagte: Reš Laqiš hat es nur bei einem Fasse erlaubt, bei dem das Hineinfallen kenntlich ist, nicht aber bei einer einzelnen Feige. R. Joseph aber sagte, auch bei einer einzelnen Feige, denn dem Hineinkommen gleicht das Herauskommen.",
"R. Elea͑zar sagte : Wenn ein Faß von Hebe unter hundert andere Fässer gekommen ist, so öffne maneines von ihnen und entnehme soviel, wie beigemischt wordenist, und trinke [das übrige].",
"R. Dimi saß und trug diese Lehre vor; da sprach R. Naḥman zu ihm: Ich sehe, daß man trinken dürfe!? Sage vielmehr, ist eines von ihnen geöffnet worden, so entnehme man soviel, wie beigemischt worden ist, und trinke [das übrige].",
"R. Oša͑ja sagte: Wenn ein Faß von Hebe in hundertundfünfzig andere Fässer geraten ist und hundert von ihnen geöffnet worden sind, so entnehme man von diesen soviel, wie beigemischtworden ist, und trinke [das übrige]; die anderen aber sind verboten, bis sie geöffnet worden sind, und man sage nicht, das verbotene habe sich in der Mehrheit befunden.",
"DAS AKTIV ODER PASSIV ZUR BESTIALITÄT &C. Allerdings ist esbei allen übrigen nicht zu erkennen. Von welchem Falle aber wird hier hinsichtlich des Totverletzten gesprochen: ist [die Verletzung] zu merken, so sollte man es doch entfernen, und ist sie nicht zu merken, wieso weiß man, daß ein solches beigemischt worden ist!?",
"In der Schule R. Jannajs erklärten sie : Hier handelt es sich um den Fall, wenn ein an einem Dorn verletztes [Tier] mit einem durch einen Wolf verletztenverwechselt worden ist.",
"Reš Laqiš erklärte: Wenn es mit einem abgestürztenverwechselt worden ist. – Ein abgestürztes kann man ja untersuchen!? – Er ist der Ansicht: hat [das Tier]gestanden, so istein Stundentagerforderlich, ist es gelaufen, so ist eine Untersuchungerforderlich.",
"R. Jirmeja erklärte: Wenn es mit dem Jungen eines Totverletzten verwechselt worden ist, und zwar nach R. Elie͑zer, welcher sagt, das Junge eines Totverletzten dürfe auf dem Altar nicht dargebracht werden.",
"Die anderen erklären nicht wie R. Jannaj, weil zwischen einem an einem Dorn verletzten und einem durch einen Wolf verletzten zu unterscheiden ist, denn bei diesem ist [die Verletzung] länglich und bei jenem rundlich;",
"wie Reš Laqiš erklären sie ebenfalls nicht, denn sie sind der Ansicht, wenn es gestanden hat, seien keine vierundzwanzig Stundenerforderlich, und wenn es gelaufen ist, sei auch keine Untersuchung erforderlich;",
"und wie R. Jirmeja erklären sie ebenfalls nicht, denn sie wollen es nicht R. Elie͑zeraddizieren.",
"OPFER MIT OPFERN DERSELBEN ART &C. Es ist ja aber das Stützenerforderlich!?",
"R. Joseph erwiderte: Bei Frauenopfern. – Etwa nicht auch bei Männeropfern?"
],
[
"Abajje wandte dagegen ein: Ist ein Privatopfer mit einem Privatopfer, ein Gemeindeopfer mit einem Gemeindeopfer oder ein Privatopfer mit einem Gemeindeopfer verwechselt worden, so sind von jedem vier Sprengungen auf zutragen; hat man vier von allen zusammen aufgetragen, so ist der Pflicht genügt.",
"Dies nur in dem Falle, wenn sie lebend verwechselt worden sind, wenn aber geschlachtet, so trage man von allen zusammen vier Sprengungen auf,",
"und hat man von allen zusammen eine Sprengung aufgetragen, so ist der Pflicht genügt. Rabbi sagt, man bemesse die Sprengung: würde sie für das eine und das andere ausgereicht haben, so ist sie gültig, wenn aber nicht, so ist sie ungültig.",
"Dies wird von dem eines Privaten ebenso wie von dem einer Gemeinde gelehrt; wie nun das einer Gemeinde ein Männeropfer ist, ebenso ist unter Privatopfer ein Männeropfer zu verstehen!?",
"Raba erwiderte: Glaubst du etwa, diese Lehre sei korrekt; sie lehrt ja, dies gelte nur von dem Falle, wenn sie lebend verwechselt worden sind, nicht aber, wenn geschlachtet!?",
"Vielmehr ist dies wie folgt zu verstehen: dies nur in dem Falle, wenn die Verwechselung der geschlachteten der Verwechselung von lebenden gleicht, wenn nämlich die Gefäße[verwechselt worden sind], ist aber [das Blut] vermischt worden, so trage man vier Sprengungen für alle zusammen auf, und hat man für alle zusammen eine Sprengung auf getragen, so ist der Pflicht genügt.",
"Rabbi sagt, man bemesse die Sprengung: würde sie für das eine und das andere ausgereichthaben, so ist sie gültig, wenn aber nicht, so ist sie ungültig. – Hält Rabbi denn von dieser Ansicht, es wird ja gelehrt: Rabbi sagte: Nach R. Eliezer"
],
[
"ist die Besprengungin jedem Quantum reinigend, ist für die Besprengung kein bestimmtes Quantum erforderlich, und kann die Besprengung zur Hälfte gültig und zur Hälfte ungültigsein. –",
"Er sagte es nach der Ansicht R. Elie͑zers. Wenn du aber willst, sage ich : die Besprengung ist eine Handlung für sich und das Sprengen eine Handlung für sich.",
"SIND [OPFERTIERE] MIT EINEM ERSTGEBORENEN ODER EINEM ZEHNTEN VERMISCHT WORDEN &C. Rami b. Ḥama sagte: Nach der Schule Šammajs darf man das Erstgeborene Menstruierenden nicht zu essen geben; wie aber verhält es sich mit dem Eingetauschten?",
"Das Erstgeborene kann nicht ausgelöst werden, wie aber verhält es sich mit dem Eingetauschten? Das Erstgeborene darf nicht nach Litragewogen werden; wie aber verhält es sich mit dem Eingetauschten? Raba erwiderte: Es wird gelehrt: Das Erstgeborene und der Zehnt können eingetauschtwerden, [auch] wenn sie ein Gebrechen bekommen haben, und das Eingetauschte gleicht ihnen selbst.",
"Rami b. Ḥama fragte ferner: Darf das Erstgeborene, das [der Priester] für den Tempelreparaturfonds gespendet hat, nach Litra gewogen werden: ist der Gewinn des Heiligturnsausschlaggebend oder ist die Mißachtung des Erstgeborenenausschlaggebend?",
"R. Jose b. Zebida erwiderte: Komm und höre: Sind [Opfertiere] mit einem Erstgeborenen oder einem Zehnten vermischt worden, so sind sie weiden zu lassen, bis sie ein Gebrechen bekommen, sodann esse man sie nach Vorschrift des Erstgeborenen und des Zehnten. Dies besagt ja wahrscheinlich, daß sie nicht nach Litra gewogen werden dürfen.",
"R. Hona und R. Ḥizqija, Schüler des R. Jirmeja, entgegneten: Es ist ja nicht gleich: da sind es zwei Heiligkeiten und zweiKörper, hierbei aber sind es zwei Heiligkeiten und ein Körper.",
"R. Jose b. Abin wandteein : Würde man denn auf einen hören, wenn er sagt, daß man ihm ein Erstgeborenes auslöse, das er für den Tempelreparaturfonds gespendethat!? – Wenn auszulösen, wo doch der Allbarmherzige gesagt hat, daß man sie nichtauslöse!?",
"Vielmehr, erwiderte R. Ami, dieserkann ja nur das spenden, was man ihm gegeben hat.",
"BEI ALLEN (OPFERN) KANN EINE VERWECHSELUNG VORKOMMEN &C. Sündopfer und Schuldopfer wohl deshalb, weil dieses ein Männchen und jenes ein Weibchen ist,",
"und dies ist ja auch bei einem Sündopfer und einem Brandopferder Fall!? – Es gibt den Ziegenbock eines Fürsten. – Daseine hat Haar und das andere Wolle. –",
"Das Pesaḥopfer und das Schuldopfer können ja ebenfalls nicht verwechselt werden, denn das eine ist ein Jahr und das andere zwei Jahre alt!? – Es gibt das Schuldopfer des Nazirs und das Schuldopferdes Aussätzigen. Wenn du aber willst, sage ich: manche einjährige sehen wie zweijährige aus, und manche zweijährige sehen wie einjährige aus.",
"SIND EIN SCHULDOPFER UND EIN HEILSOPFER MITEINANDER VERMISCHT WORDEN, SO SIND BEIDE, WIE R. ŠIMO͑N SAGT, IN DER NORDSEITE ZU SCHLACHTEN UND NACH VORSCHRIFT DES STRENGEREN UNTER IHNENZU ESSEN.",
"MAN ERWIDERTE IHM: MAN BRINGE KEIN HEILIGES IN DEN UNTAUGLICHENRAUM.",
"SIND STÜCKE MIT STÜCKEN VERMISCHT WORDEN, HOCHHEILIGES MIT MINDERHEILIGEM, SOLCHE, DIE EINEN TAG GEGESSEN WERDEN, MIT SOLCHEN, DIE ZWEI TAGE UND EINE NACHT GEGESSEN WERDEN, SO SIND SIE NACH VORSCHRIFT DES STRENGEREN UNTER IHNEN ZU ESSEN.",
"GEMARA. Ein Schüler rezitierte vor Rabh : Für den Erlös von Siebentjahrsfrüchten darf man keine Hebe kaufen, weil man dadurch die Essens[dauer] derselbenkürzt.",
"Die Jünger sprachen zu Raba: Dies vertritt nicht die Ansicht R. Šimo͑ns, denn R. Šimo͑n sagt ja, man dürfe Opfer in den Untauglichenraumbringen.",
"Er erwiderte ihnen: Man kann auch sagen, daß dies die Ansicht R. Šimo͑ns vertrete, denn er lehrt dies nur von dem Falle, wenn esbereits erfolgt ist, nicht aber von vornherein. Etwa nicht auch von vornherein, Abajje wandte dagegen ein:"
],
[
"Dies allesdürfen die Priester in verschiedener Zubereitung essen: gebraten, geschmort und gekocht, auch Gewürze von Profanem oder Hebehineintun – so R. Jišma͑él. Dieser erwiderte : Laß die Gewürzhebe, dies ist nur rabbanitisch.",
"Er wandte gegen ihn ein: Man darf für den Erlös des [zweiten] Zehnten keine Hebe kaufen, weil man dadurch die Essen[sdauer] desselben einschränkt; R.Šimo͑n erlaubtdies. Da schwieg er.",
"Als [Abajje] zu R. Joseph kam, sprach dieser zu ihm : Du solltest gegen ihn einen Einwand erheben [auch] aus folgender Lehre: Man darf nicht Grünkraut vom Siebentjahre mit Öl von Hebe kochen, um nicht Heiliges in den Untauglichenraumzu bringen; R. Šimo͑n erlaubt dies. –",
"Er erwiderte mir, man lasse die Gewürzhebe, dies sei rabbanitisch, ebenso ist auch die Hebe von Grünkraut rabbanitisch. – Demnach sollte es ja umgekehrt heißen: Grünkraut von Hebe mit Öl vom Siebentjahre!? –",
"Ich habe ja gegen ihn einen anderen Einwanderhoben, und er erwiderte mir, wenn die Vermischung bereits erfolgt ist, ebenso auch hierbei, wenn es bereits erfolgt ist. –",
"Was ist, wenn es bereits erfolgt ist, der Grund der Rabbanan!? – Hierbei ist es ebenso wie bei Schuldopfer und Heilsopfer. –",
"Es ist ja nicht gleich: bei diesen gibt es ein Mittel, das Weidenlassen, bei jenen aber gibt es kein Mittel.",
"Dies gleicht vielmehr [der Vermischung von] Stücken; diese sind, da es kein anderes Mittel gibt, nach Vorschrift des strengeren unter ihnen zu essen.",
"Rabina wandte ein: Es ist ja nicht gleich: bei einzelnen Stücken gibt es gar kein Mittel, hierbei aber gibt es ja ein Mittel, das Ausdrücken!? –",
"Und R. Joseph!? – Wie sollte man es ausdrücken: drückt man stark aus, so leiden jadie Siebentjahrsfrüchte, und drückt man nur wenig aus, so bleibt ja eine Beimischung enthalten.",
"Er wandte ferner gegen ihn ein : R. Šimo͑n sagt, am folgenden Tagebringe er sein Schuldopfer und dazu das Log [Öl] und spreche: ist er aussätzig, so sei dies das Schuldopfer und dies das dazu gehörige Log [Öl],"
],
[
"wenn aber nicht, so sei dieses Schuldopfer ein freiwilliges Heilsopfer. Bei diesem Schuldopfer ist das Schlachten in der Nordseite, die Besprengung der Daumen, das Stützen, die Libation und das Schwingen von Brust und Schenkelerforderlich",
"und es ist einen Tag und eine Nacht zu essen!? – Anders verhält es sich bei einem Mittel für die Person. –",
"Einleuchtend ist dies hinsichtlich des Schuldopfers, wie ist aber beim Log [Öl]zu verfahren!? – Er sage: dieses Log sei eine Spende. –",
"Vielleicht ist er nicht Aussätziger, sodann ist ja das Abhäufennötig!? – Er häufe ab. – Vielleicht ist er aussätziger, sodann sind ja die sieben Besprengungenerforderlich!? – Er trage sie auf. –",
"Man vermindert es ja!? – Er fülle etwas nach. Es wird nämlich gelehrt: Fehlt vor dem Gießenetwas vom Log, so fülle man nach. –",
"Es ist ja die Aufräucherung erforderlich!? – Er räuchere auf. –",
"Wann: wenn nach den sieben Besprengungen., so wird ja das Zurückbleibende zwischen dem Abhäufen und dem Aufräuchern vermindert, und für ein solches ist der Haufe nicht auf zuräuchern,",
"und wenn vor den sieben Besprengungen, so darf man ja das, worin für das Altarfeuer Bestimmtesnoch enthalten ist, nicht aufräuchern!?",
"B. Jehuda, Sohn des B. Šimon b. Pazi, erwiderte: Man betrachte es als Brennholz. Es wird nämlich gelehrt: B. Elie͑zer sagte:Zum wohlgefälligen Geruche, als solches darfst du esnicht hinaufbringen,"
],
[
"wohl aber darfst du es als Brennholz hinaufbringen. –",
"Das Zurückbleibende muß ja gegessen werden, und darin ist ja noch das wenigeenthalten, wovon der Haufe nicht abgehoben wordenist!? –",
"Dieses ist auszulösen. – Wo ist es auszulösen, wenn innerhalb, so bringt man ja Profanesin den Tempelhof, und wenn außerhalb, so wird esja durch das Hinausbringen untauglich!? – Tatsächlich innerhalb, denn profan wird es von selber. –",
"B. Šimo͑n sagte ja aber, daß man kein Öl spenden könne!? – Anders verhält es sich bei einem Mittel für die Person.",
"R. Riḥumi saß vor Rabina und trug im Namen des R. Hona b. Taḥlipha vor: Er kann jasagen: dieses Schuldopfer seiein Schwebe-Schuldopfer!?",
"Hieraus ist also zu entnehmen, daß R. Šimo͑n es ist, der gegen R. Elie͑zer streitet und sagt, daß man ein Schwebe-Schuldopfer nicht spenden könne. Dieser erwiderte: O Tora, du verwechselst zwischen Schaf und Widder.",
"SIND GLIEDER VON EINEM SÜNDOPFER MIT GLIEDERN VON EINEM BRANDOPFER VERMISCHT WORDEN, SO LEGE MAN SIE, WIE R. ELIE͑ZER SAGT, OBENUND BETRACHTE DAS FLEISCH VOM SÜNDOPFER ALS BRENNHOLZ; DIE WEISEN SAGEN, MAN LASSE SIE VERDERBEN, UND SIE KOMMEN IN DEN VERBRENNUNGSRAUM.",
"GEMARA. Was ist der Grund R. Elie͑zers? - Die Schrift sagt:und auf den Altar sollen sie nicht kommen zum wohlgefälligen Gerüche; zum wohlgefälligen Gerüche darfst du es nicht hinaufbringen, wohl aber darfst du es als Brennholz hinaufbringen. –",
"Und die Rabbanan!? – Der Allbarmherzige hat durch [das Wort]sie eingeschränkt, siedarfst du nicht als solches hinaufbringen, wohl aber als Brennholz, anderes aber nicht. –",
"Und R. Elie͑zer!? – Sie, nur bei diesen gleicht die Altarrampe dem Altar selbst, bei anderem aber nicht. –",
"Und die Rabbanan!? – Hieraus ist beides zu entnehmen.",
"Unsere Mišna vertritt nicht die Ansicht des Autors der folgenden Lehre : R. Jehuda sagte : R. Elie͑zer und die Weisen stimmen überein über den Fall, wenn Glieder von einem Sündopfer mit Gliedern von einem Brandopfer vermischt worden sind, daß sie darzubringen sind, und wenn mit einem aktiv oder passiv zur Bestialität verwandten [Tiere], daß sie nicht darzubringen sind,",
"sie streiten nur über den Fall, wenn Glieder eines fehlerfreien Brandopfers mit Gliedern eines fehlerbehafteten verwechselt worden sind. R. Elie͑zer sagt, sie seien darzubringen und man betrachte sieals Brennholz, und die Weisen sagen, sie seien nicht darzubringen. –",
"Nach R. Elie͑zer gilt dies von einem aktiv oder passiv zur Bestialität verwandten [Tiere] wohl deshalb, weil es [zur Opferung] nicht tauglich ist, und auch das fehlerbehaftete ist ja nicht tauglich!?"
],
[
"R. Hona erwiderte: Wenn [der Fehler] in einem Häutchen am Auge besteht, und zwar nach R. A͑qiba, welcher sagt, wenn eshinaufgekommen ist, sei es nicht herabzunehmen. – Allerdings sagt es R. A͑qiba von dem Falle, wenn es bereits erfolgt ist, sagt er es etwa auch von vornherein!? –",
"R.Papa erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn sie bereits auf die Altarrampe gekommensind. – Demnach sollte dies auch von dem Falle gelten, wenn siegesondert vorhandensind!? –",
"Vielmehr, folgendes ist der Grund R. Elie͑zers: der Allbarmherzige schränkt ein:ein Gebrechen haftet ihnen an, nur sosind sie nicht wohlgefällig, vermischt aber sind sie wohlgefällig. –",
"Und die Rabbanan!? – Solange der Fehler ihnen anhaftet, dürfen sie nicht dargebracht werden, ist aber der Fehler vorüber, dürfen sie wohl dargebracht werden. – Und R. Elie͑zer!? – [Dies geht hervor aus] ihnen, an ihnen. – Und die Rabbanan!? – Ihnen, an ihnen legen sie nicht aus. –",
"Wieso heißt es demnachman betrachte, der Allbarmherzige hat es ja als tauglich erklärt!? – Er sprach es [zu den Rabbanan] nach ihrer Ansicht; nach meiner Ansicht hat der Allbarmherzige es als tauglich erklärt, aber auch ihr müßt mir ja beipflichten, daß das Fleisch des fehlerbehafteten als Brennholz zu betrachten sei, wie dies auch beim Fleische des Sündopfersder Fall ist. –",
"Und die Rabbanan!? – Jenes ist verächtlich, dieses ist nicht verächtlich.",
"WENN OPFERGLIEDER MIT GLIEDERN VON FEHLERBEHAFTETEN VERMISCHT WORDEN SIND, SO SIND, WIE R. ELIE͑ZER SAGT, WENN EIN KOPF DARGEBRACHT WORDEN IST, ALLE KÖPFEDARZUBRINGEN, WENN EIN UNTERSCHENKEL DARGEBRACHT WORDEN IST, ALLE UNTERSCHENKEL DARZUBRINGEN; DIE WEISEN SAGEN, SELBST WENN ALLE MIT AUSNAHME VON EINEM DARGEBRACHT WORDEN SIND, KOMME DIESES IN DEN VERBRENNUNGSRAUM. GEMARA. WENN OPFERGLIEDER MIT GEBRECHENBEHAFTETEN VERMISCHT WORDEN SIND.",
"R. Elea͑zar sagte: R. Elie͑zer hat es nur paarweiseerlaubt, einzeln aber nicht. R. Jirmeja wandte ein: Die Weisen sagen, selbst wenn alle mit Ausnahme von einem dargebracht worden sind, komme dieses in den Verbrennungsraum.",
"R. Jirmeja b. Taḥlipha erwiderte ihm: Ich will es dir erklären: unter ‘einem’ ist ein Paar zu verstehen.",
"IST BLUTMIT WASSER VERMISCHT WORDEN, SO IST ES, WENN ES DAS AUSSEHEN VON BLUT HAT, TAUGLICH; IST ES MIT WEINVERMISCHT WORDEN, SO BEHANDLE MAN IHNWIE WASSER, IST ES MIT BLUT VON EINEM VIEH ODER EINEM WILDE VERMISCHT WORDEN, SO BEHANDLE MAN ES WIE WASSER."
],
[
"R. JEHUDA SAGT, BLUT GEHE IN BLUT NICHTAUF.",
"IST ES MIT BLUT VON UNTAUGLICHEN VERMISCHT WORDEN, SO IST ESIN DEN KANAL ZU GIESSEN; WENN MIT DEM NACHFLIESSENDENBLUTE, SO IST ES IN DEN KANAL ZU GIESSEN; NACH R. ELIE͑ZER IST ES TAUGLICH. HAT MAN ES OHNE ZU FRAGEN GESPRENGT, SO IST ES GÜLTIG.",
"GEMARA. R. Ḥija b. Abba sagte im N amen R. Joḥanans: Dies gilt nur von dem Falle, wenn das Wasser in das Blut gekommen ist, wenn aber das Blut in das Wasser, so geht [jeder Tropfen] einzeln auf.",
"R. Papa sagte ; Hinsichtlich des Zudeckensaber ist dies nicht der Fall, weil es bei gottgefälligen Handlungen keine Verdrängung gibt.",
"R. Papa sagte: Hat man Verwerfliches, Übriggebliebenes und Unreines miteinander vermischtund gegessen, so ist man frei, denn es ist nicht möglich, daß die eine Art nicht mehr ist als die andere und sie aufhebt.",
"Hieraus ist dreierlei zu entnehmen; es ist zu entnehmen, daß verbotene Dinge einander aufheben, es ist zu entnehmen, daß die Bestimmung von der Geschmacks Verleihung der Quantitätsmehrheitnicht aus der Tora ist, und es ist zu entnehmen, daß die eventuelle Warnung nicht als Warnung gilt.",
"Raba wandte ein: Hat man Teig aus Weizen und Reis bereitet, so ist er, wenn er Getreidegeschmack hat, zur Teighebepflichtig, auch wenn der größere Teil aus Reisbesteht!? –",
"Nur rabbanitisch. – Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: man entledigt sich damit seiner Pflicht am Pesaḥfeste!? –"
],
[
"Vielmehr, bei verschiedenen Artenerfolgt esdurch den Geschmack, bei gleichen Arten durch die Quantitätsmehrheit. –",
"Sollte man doch die gleiche Art als verschiedenbehandeln, denn wir haben gelernt, daß wenn es mit Wein vermischt worden ist, man ihn als Wasser behandle, und darunter ist wohl zu verstehen, man betrachte den Wein als Wasser!? –",
"Nein, man betrachte das Blut als Wasser. – Demnach sollte es doch heißen, es gehe auf!?",
"Ferner wird gelehrt: R. Jehuda sagt, man betrachte sieals [Rot]wein; würde sein Aussehen verblaßt worden sein, so ist es gültig,",
"wenn aber nicht, so ist es ungültig!? –",
"[Hierüber streiten] Tannaím, denn es wird gelehrt: Wenn in einem EimerWeißwein oder Milch sich befindet und man ihn untertaucht, so richte man sich nach der Quantitätsmehrheit. R. Jehuda sagt, man betrachte sie als Rotwein; würde sein Aussehen verblaßt worden sein, so ist esgültig, wenn aber nicht, so ist es ungültig. –",
"Ich will auf einen Widerspruch hinweisen : Wenn ein Eimer voll Speichelist und man ihn untertaucht, so ist es ebenso als würde man ihn nicht untertauchen.",
"Wenn mit Urin, so betrachte man ihn als Wasser;",
"wenn mit Entsündigungswasser, sobald das Wasser mehr istals das Entsündigungswasser.",
"Derjenige, welcher sagt, man betrachte, ist ja R. Jehuda, und er lehrt, daß die Quantitätsmehrheitausreiche!?",
"Abajje erwiderte : Das ist kein Widerspruch;"
],
[
"dies ist seine eigene Ansicht und jenes ist die seines Lehrers. Es wird nämlich gelehrt: R. Jehuda sagt im Namen R. Gamliéls, Blut gehe nicht in Blut auf, Speichel gehe nicht in Speichel auf, und Urin gehe nicht in Urin auf.",
"Raba erklärte: Hier wird von einem Eimer gesprochen, dessen Innenseite rein und dessen Außenseite unrein ist; nach dem Gesetze genügt jedes Quantum,",
"nur haben die Rabbanan esbestimmt, weil man esschonen könnte und nicht untertauchen, ist aber ein Überschußvorhanden, so ist weiter nichts nötig.",
"Raba sagte : Die Rabbanan sagten, der Geschmack, die Rabbanan sagten, die Mehrheit und die Rabbanan sagten, das Aussehen [sei ausschlaggebend]. Bei zwei verschiedenen Arten ist es der Geschmack, bei zwei gleichen Artenist es die Mehrheit, und istdas Aussehen entscheidend, so ist es das Aussehen.",
"Er streitet somit gegen R. Elea͑zar, denn R. Elea͑zar sagte: Wie bei den Geboten die Dinge einander nicht aufheben, so heben auch bei den Verboten die Dinge einander nicht auf.",
"Derjenige, welcher sagt, bei den Geboten heben die Dinge einander nicht auf, ist Hillel, denn es wird gelehrt: Man erzählt von Hillel dem Älteren, daß er sieaufeinander legte und zusammenaß, denn es heißt:mit ungesäuertem Brote und Bitterkraut sollen sie es essen."
],
[
"Die Rabbanan lehrten: Ein Bruchgefäßeines männlichen oder einer weiblichen Flußbehafteten ist beim ersten und zweiten Maleunrein, beim dritten Male rein.",
"Dies gilt nur von dem Falle, wenn man darin Wasser getan hat, hat man aber darin kein Wassergetan, so ist es auch beim zehnten Maleunrein. R. Elie͑zer b. Ja͑qob sagt, beim dritten Male sei es rein, auch wenn man darin kein Wasser getan hat. Derjenige, welcher sagt, eine Art gehe in derselben Art nicht auf, ist ja R. Jehuda,",
"somit will ich auf einen Widerspruch hinweisen : Wer Flachs, den eine Menstruierende gesponnenhat, schüttelt, ist rein; wer aber feuchten schüttelt, ist unrein, wegen der Flüssigkeit ihres Mundes. R. Jehuda sagt, auch wer ihn mit Wasser anfeuchtet, sei wegen der Flüssigkeit ihres Mundes unrein. Auch wenn es oft erfolgtist!?",
"R. Papa erwiderte: Anders verhält es sich beim Speichel, weil er eindringt.",
"IST ES MIT BLUT VON UNTAUGLICHEN VERMISCHT WORDEN, SO IST ES IN DEN KANAL ZU GIESSEN. Worin besteht ihr Streit?",
"R. Zebid erwiderte: Sie streiten, ob man im Tempel eine Maßregel treffe; nach der einen Ansicht treffe man eine solche, und nach der anderen Ansicht treffe man eine solche nicht.",
"R. Papa erklärte : Alle sind der Ansicht,",
"man treffe wohl eine Maßregel, und sie streiten, ob es vorzukommen pflegt, daß das nachfließende Blut mehr ist als das Blut der Seele; einer ist der Ansicht, dies pflege vorzukommen, und der andere ist der Ansicht, dies pflege nicht vorzukommen. –",
"Einleuchtend ist es nach R. Papa, daß [beide Fälle besonders] gelehrt werden: ist es mit dem Blute von Untauglichen vermischt worden, so ist es in den Kanal zu gießen, wenn mit dem nachfließenden Blute, so ist es in den Kanal zu gießen,",
"nach R. Zebid aber sollten sie doch zusammen gelehrtwerden!? – Ein Einwand.",
"WENN BLUT VON FEHLERFREIEN MIT BLUT VON FEHLERBEHAFTETEN, SO IST ES IN DEN KANAL ZU GIESSEN; WENN EIN GEFÄSSMIT ANDEREN GEFÄSSEN, SO SIND, WIE R. ELIE͑ZER SAGT, WENN EIN GEFÄSS DARGEBRACHT WORDEN IST, ALLE GEFÄSSEDARZUBRINGEN; DIE WEISEN ABER SAGEN, SELBST WENN ALLE MIT AUSNAHME VON EINEM DARGEBRACHT WORDEN SIND, SEI DIESES IN DEN KANAL ZU GIESSEN.",
"WENN UNTERHALB ZU SPRENGENDES MIT OBERHALBZU SPRENGENDEM, SO SPRENGE MAN ES, WIE R. ELIE͑ZER SAGT, OBERHALBUND MAN BETRACHTE DAS UNTERE ALS WASSER, SODANN SPRENGE MAN ES UNTERHALB; DIE WEISEN SAGEN, ES SEI IN DEN KANAL ZU GIESSEN. HAT MAN ES OHNE ZU FRAGEN GESPRENGT, SO IST ES GÜLTIG."
],
[
"WENN EINMAL ZU SPRENGENDES MIT EINMAL ZU SPRENGENDEMVERMISCHT WORDEN IST, SO IST ES EINMAL ZU SPRENGEN; WENN VIERMAL ZU SPRENGENDES MIT VIERMAL ZU SPRENGENDEM,",
"SO IST ES VIERMAL ZU SPRENGEN ; WENN VIERMAL ZU SPRENGENDES MIT EINMAL ZU SPRENGENDEM, SO IST ES, WIE R. ELIE͑ZER SAGT, VIERMAL, UND WIE R. JEHOŠUA͑ SAGT, EINMAL ZU SPRENGEN.",
"R. ELIE͑ZER SPRACH ZU IHM: MAN BEGEHT JADAS VERBOT DES VERMINDERNS!? R. JEHOŠUA͑ ENTGEGNETE IHM: MAN BEGEHT JADAS VERBOT DES HINZUFÜGENS!?",
"R. ELIE͑ZER ERWIDERTE: DAS VERBOT DES HINZUFÜGENS BEZIEHT SICH NUR AUF DEN FALL, WENN ES GESONDERTIST. R. JEHOŠUA͑ ENTGEGNETE: AUCH DAS VERBOT DES VERMINDERND BEZIEHT SICH NUR AUF DEN FALL, WENN ES GESONDERT IST. FERNER SPRACH R. JEHOŠUA͑: WENN DU [MEHR] SPRENGST, BEGEHST DU DAS VERBOT DES HINZUFÜGENS, UND ÜBST EINE HANDLUNG MIT DEN HÄNDEN AUS, WENN DU ABER NICHT [GENÜGEND] SPRENGST, SO BEGEHST DU ZWAR DAS VERBOT DES VERMINDERNS, JEDOCH ÜBST DU KEINE HANDLUNG MIT DEN HÄNDEN AUS.",
"GEMARA. R. Elea͑zar sagte: R. Elie͑zer hat esnur paarweiseerlaubt, einzeln aber nicht.",
"R. Dimi wandte ein: Die Weisen sagen, selbst wenn alle mit Ausnahme von einem dargebracht worden sind, ist dieses in den Kanalzu gießen!? R. Ja͑qob sprach zu R. Jirmeja b. Taḥlipha: Ich will es dir erklären: unter ‘einem’ ist ein Paar zu verstehen.",
"Und beidesist nötig. Würde nur das einegelehrt worden sein, [so könnte man glauben,] R. Elie͑zer vertrete seine Ansicht nur hierbei, wo die Sühne bereitserfolgt ist, in jenem Falle aber pflichte er den Rabbanan bei.",
"Und würde nur das anderegelehrt worden sein, [so könnte man glauben,] die Rabbanan vertreten ihre Ansicht nur hierbei, im anderen Falle aber pflichten sie R. Elie͑zer bei. Daher ist beides nötig.",
"Dort haben wir gelernt: Wenn in den Krugetwas Wasser gekommen ist, so müssen, wie R. Elie͑zer sagt, die Besprengungendoppelt erfolgen; nach den Weisen aber ist [das Entsündigungswasser] untauglich.",
"Allerdings sind die Rabbanan der Ansicht, es gebeeine Vermengung, zur Besprengung sei ein bestimmtes Quantumerforderlich, und die Besprengungen werden nichtvereinigt,",
"welcher Ansicht aber ist R. Elie͑zer: ist er der Ansicht, es gebe keine Vermengung, so ist es ja ohne Belang, daß man die Besprengungen zweimal aufträgt, vielleicht sind beide [profanes] Wasser; er ist somit der Ansicht, es gebe eine Vermengung. Ist er ferner der Ansicht, zur Besprengung sei kein bestimmtes Quantum erforderlich, so sind ja keine zwei Besprengungen nötig; er ist somit der Ansicht, zur Besprengung sei ein bestimmtes Quantum erforderlich. Ist er ferner der Ansicht, die Besprengungen werden nicht vereinigt, so ist es ja ohne Belang, daß man sie zweimal aufträgt, denn auch wenn sie vereinigt werden, ist es ja nicht ausgemacht, daß dadurch das Quantum vollwird!?",
"Reš Laqiš erwiderte: Tatsächlich gibt es eine Vermengung, auch ist zur Besprengung ein bestimmtes Quantum erforderlich, und hier handelt es sich um den Fall, wenn zwei genaue Quantitätenvermischt worden sind.",
"Raba erklärte: Tatsächlich gibt es eine Vermengung, auch ist zur Besprengung kein bestimmtes Quantum erforderlich, nur ist dieseine von den Rabbanan auferlegte Maßregelung, damit sich diesnicht einbürgere.",
"R. Aši erklärte: Es gibt keine Vermengung, daher trage man zwei Besprengungenauf.",
"Man wandte ein: Rabbi sagte: Nach R. Elie͑zer ist die Besprengungin jedem Quantum reinigend, ist für die Besprengung kein bestimmtes Quantumerforderlich, und kann die Besprengung zur Hälfte gültig und zur Hälfte ungültig sein."
],
[
"Ferner wird ausdrücklich gelehrt: wenn oberhalb zu sprengendes [Blut] mit unterhalb zu sprengendem vermischt worden ist, so sprenge man es, wie R. Elie͑zer sagt, oberhalb, und auch das unterhalb gehörige wirdangerechnet.",
"Wieso wird es nun angerechnet, wenn man sagt, es gebe keine Vermengung, es ist ja möglich, daß das oberhalb gehörige unterhalb und das unterhalb gehörige oberhalb gesprengt worden ist!? –",
"Hier handelt es sich um den Fall, wenn das oberhalb zu sprengende mehr ist und man oberhalb das Quantum des unterhalb zu sprengenden mit einem Überschusseaufträgt. –",
"Es wird ja aber gelehrt, das unterhalb gehörige werde angerechnet!? – Als zurückbleibendes Blut. –",
"Komm und höre : Hat man es ohne zu fragen unterhalb gesprengt, so muß man es, wie R. Elie͑zer sagt, wiederum oben sprengen, und das unterhalb zu sprengende wird ihm angerechnet!? –",
"Hier ebenfalls in dem Falle, wenn das oberhalb zu sprengende mehr ist und man oberhalb das Quantum des unterhalb zu sprengenden mit einem Überschusse aufträgt. – Er lehrt ja aber, das unterhalb zu sprengende werde ihm angerechnet!? – Als zurückbleibendes Blut. –",
"Komm und höre: Hat man es ohne zu fragen oben gesprengt, so sprenge man es wiederum unten, und beidewerden ihm angerechnet!? –",
"Hier ebenfalls in dem Falle, wenn das oberhalb zu sprengende mehr ist und man oberhalb im Quantum des unterhalb zu sprengenden mit einem Überschusse aufträgt;",
"und da es nicht heißt, daß hierin alle übereinstimmen, sondern nur, daß ihm beide angerechnet werden, so vertritt der Schlußsatz die Ansicht der Rabbanan, welche sagen, daß es eine Vermengunggebe. –",
"Komm und höre: Wenn einmal zu sprengendes [Blut] mit einmal zu sprengendem vermischt worden ist, so ist es einmal zu sprengen. Wieso ist es, wenn du sagst, es gebe keine Vermengung, einmal zu sprengen, es kann ja vorkommen, daß von einem gesprengt und vom anderen nicht gesprengt wird!? – Wenn zwei genaue Quantitätenvermischt worden sind. –",
"Wenn viermal zu sprengendes mit viermal zu sprengendem!? – Ebenfalls in dem Falle, wenn ein Quantum von vier Sprengungen mit einem Quantum von vier Sprengungen vermischt worden ist. –",
"Wenn viermal zu sprengendes mit einmal zu sprengendem!?"
],
[
"Wolllest du erwidern, ebenfalls in dem Falle, wenn es mit dem Quantum einer einmaligen Sprengung vermischt worden ist, wieso sagt R. Jehošua͑ demnach, man begehe das Verbot des Hinzufügens, hierbei erfolgt ja keineHinzufügung!?",
"Vielmehr, erklärte Raba, sie streiten nicht über das Vermengte, sondern über [verwechselte] Gefäße; R. Elie͑zer hält von der Annahme, und die Rabbanan halten nichts von der Annahme. –",
"Streiten sie etwa nicht über das Vermengte, es wird ja gelehrt: R. Jehuda sagte: R. Elie͑zer und die Weisen stimmen überein über den Fall, wenn das Blut eines Sündopfers mit dem Blute eines Brandopfers vermischt worden ist, daß es darzubringen sei, und wenn mit dem eines aktiv oder passiv zur Bestialität verwandten [Tieres], daß es nicht darzubringen sei, sie streiten nur über den Fall, wenn das Blut eines fehlerfreien mit dem Blute eines fehlerbehafteten vermischt worden ist; R. Elie͑zer sagt, es sei darzubringen, einerlei ob es vermengt oder die Gefäße [verwechselt worden sind], und die Weisen sagen, es sei nicht darzubringen!? –",
"R. Jehuda sagte es nach R. Elie͑zer sowohl hinsichtlich des Vermengten als auch hinsichtlich der [verwechselten] Gefäße, die Rabbanan aber streiten nur hinsichtlich der [verwechselten] Gefäße.",
"Abajje sagte: Diesgilt nur vom Beginne des Sündopfersund des Brandopfers,",
"ist es aber am Schlusse des Sündopferserfolgt, so sind alle der Ansicht, die Stelle des Brandopfers sei die Stelle des zurückbleibendenBlutes. R.Joseph sprach zu ihm: Folgendes sagte R. Jehuda: für das zurückbleibende ist der Vorsprungerforderlich.",
"Ebenso sagte auch Reš Laqiš: Dies gilt nur vom Beginne des Sündopfers und des Brandopfers, ist es aber am Schlüsse des Sündopfers und [Beginn] des Brandopfers erfolgt, so sind alle der Ansicht, die Stelle des Brandopfers sei die Stelle des zurückbleibenden Blutes. R. Joḥanan, nach anderen R. Elea͑zar, aber sagt, auch darüber bestehe ihr Streit.",
"R. Hona b. Jehuda wandte ein:Sie sind heilig; ist esmit dem Blute anderer Opfer vermischt worden, so werde es dargebracht. Doch wohl, wenn beim Schlüsse des Brandopfers und dem [Beginne] des Erstgeborenen, somit ist hieraus zu entnehmen, daß die Stelle des Brandopfers die Stelle des zurückbleibendenBlutes ist!? – Nein, dies gilt vom Beginne des Brandopfers und des Erstgeborenen. –",
"Er lehrt uns demnach, daß die Opfer einander nicht aufheben, und dies geht ja hervor schon aus [dem Schriftverse:]er nehme vom Blute des Farren und vom Blute des Ziegenbockes!? – [Hierüber streiten] Tannaím; einer entnimmt es aus diesem und einer entnimmt es aus jenem.",
"Raba wandte ein:Die Söhne Ahrons sollen das Blut heranbringen und sprengen;"
],
[
"wozu heißt es zweimalBlut? Man könnte glauben, diesgelte nur von dem Falle, wenn esmit dem des Eingetauschten verwechselt worden ist, das auch lebend als solches dargebracht wird, woher, daß auch Dankopfer und Heilsopfer einbegriffen sind?",
"Man begreife Dankopfer und Heilsopfer ein, da sie gleich jenem als Gelobtes und freiwillige Spende dargebracht werden. Woher, daß auch das Schuldopfer einbegriffen ist?",
"Man begreife das Schuldopfer ein, da dieses gleich jenem vier Sprengungen benötigt. Woher dies vom Erstgeborenen, dem Zehnten und dem Pesaḥopfer? Es heißt zweimal Blut.",
"Doch wohl, wenn beim Schlüsse des Brandopfers und dem [Beginne]des Erstgeborenen, somit ist hieraus zu entnehmen, daß die Stelle des Brandopfers die Stelle des zurückbleibenden Blutes ist!? –",
"Nein, dies gilt vom Beginne des Brandopfers und des Erstgeborenen. – Er lehrt uns demnach, daß die Opfer einander nicht aufheben, und dies geht ja hervor schon aus [dem Schriftverse:] er nehme vom Blute des Farren und vom Blute des Ziegenbockes!? –",
"[Hierüber streiten] Tannaím, einer entnimmt es aus diesem und einer entnimmt es aus jenem. Alle Tannaím entnehmen esnicht aus [dem Schriftverse:] er nehme vom Blute des Farren und vom Blute des Ziegenbockes, denn sie sind der Ansicht, man vermische [beim Besprengen] der Hörner [das Blut]nicht; aus der Wiederholung [des Wortes] Blut entnehmen sie es ebenfalls nicht, weil ihnen [die Auslegung des Wortes] Blut nicht einleuchtet;",
"weshalb aber entnehmen sie es nicht aus [den Worten]: sie sind heilig!? – [Sie legen aus:] sie sind heilig, sie sind darzubringen, nicht aber ist das Eingetauschte von diesen darzubringen. –",
"Und jener!? – Dies entnimmt er aus [dem Schriftverse:]ob ein Rind oder ein Schaf, dem Herrn gehört es, es selbst ist darzubringen, das Eingetauschte aber ist nicht darzubringen. –",
"Komm und höre: Hat man es ohne zu fragen oberhalb gesprengt, so stimmen alle überein, daß man es dann unterhalb sprenge, und beide werden ihm angerechnet.",
"Doch wohl, wenn ein Sündopfer und ein Brandopfer vermischt worden sind; wenn man oberhalb gesprengt hat, ist es ja zurückbleibendesBlut, dennoch lehrt er, alle stimmen überein, daß man es dann unterhalbsprenge. Hieraus ist somit zu entnehmen, daß die Stelle des Brandopfers die Stelle des zurückbleibenden Blutes ist!?",
"Als R. Jiçḥaq b. Joseph kam, sagte er: Im Westen erklärten sie, hier handle es sich um den Fall, wenn das außerhalb zu sprengende [Blut des] Sündopfers mit dem zurückbleibendenvermischt worden ist.",
"Abajje sprach zu ihm: Sollte doch der Meister erklären, wenn es mit dem zurückbleibendenvermischt worden ist!? – Vielleicht lehrt er uns folgendes: selbst nach demjenigen, welcher sagt, das Ausgießensei unerläßlich, ist nichts dabei, wenn davon etwas fehlt.",
"Raba Tospaa͑ sprach zu Rabina: Wir haben ja erklärt, diese Lehre spreche von dem Falle, wenn das oberhalb zu sprengende mehr ist und man oberhalb im Quantum des unterhalb zu sprengenden mit einem Überschüsse aufgetragenhat!? – Dies nur nach der ursprünglichen Auffassung, es gebe keine Vermengung, nach der späteren Erklärung aber streiten sie über [die Verwechselung] der Gefäße.",
"IST INNERHALBZU SPRENGENDES [BLUT] MIT AUSSERHALB ZU SPRENGENDEM VERMISCHT WORDEN, SO IST ES IN DEN KANAL ZU GIESSEN; HAT MAN ES ZUERST AUSSERHALB UND NACHHER INNERHALB GESPRENGT, SO IST ES GÜLTIG, \n",
"WENN ZUERST INNERHALB UND NACHHER AUSSERHALB, SO IST ES NACH R. A͑QIBA UNGÜLTIGUND NACH DEN WEISEN GÜLTIG. R. A͑QIBA SAGT NÄMLICH, JEDES BLUT, DAS ZUR SÜHNUNG IN DEN TEMPEL GEKOMMEN IST, SEI UNTAUGLICH; DIE WEISEN SAGEN, NUR DAS DES SÜNDOPFERS; R. ELIE͑ZER SAGT, AUCH DAS DES SCHULDOPFERS, DENN ES HEISST:gleich dem Sündopfer und dem Schuldopfer.",
"GEMARA. Sollte R. Elie͑zerauch gegen diese Lehre streiten!? –",
"Wie sollte denn hierbei verfahren werden; wollte man zuerst außerhalb und nachher innerhalb sprengen, so ist ja, wie es Gebot ist, das obere früher als das unterezu sprengen, auch Gebot, innerhalb früher als außerhalb zu sprengen. – Sollte man doch zuerst innerhalb und nachher außerhalb sprengen!? –"
],
[
"Da dazu auch das Sündopfer und das Schuldopfer gehören, die untauglich sind, wenn das Blut hineingebracht worden ist, so ist dies nicht angängig.",
"R. A͑QIBA SAGT NÄMLICH &C. R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls; Dies ist mit folgendem zu vergleichen. Ein Schüler schenkt seinem Meister warmes Wasser ein, und dieser spricht zu ihm : Schenke mir ein. Wenn jener ‘welches’ fragt, so erwidert dieser: Warmes haben wir ja, jetzt warmes undkaltes.",
"Ebenso auch hierbei. Der Allbarmherzige spricht ja vom Sündopfer, wozu nennt er es wiederum? Daß diesnicht nur vom Sündopfer, sondern auch von allen übrigen Opfern gelten soll.",
"R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, wandte ein: Merke, hinsichtlich des Scheuerns und Spülenssind ja alle Opfereinbegriffen, und wenn nun der Allbarmherzige das Sündopfer besonders nennt, so gilt dies ja nur vom Sündopfer, von anderem aber nicht!?",
"Dies gleicht vielmehr folgendem. Ein Schüler schenkt seinem Meister warmes und kaltes Wasser ein, und dieser spricht zu ihm : Schenke mir nur warmesein. –",
"Vielmehr, R. A͑qiba entnimmt dies aus [dem Worte:]und jedes Sündopfer. Es wird nämlich gelehrt: Sündopfer, ich weiß dies nur vom Sündopfer, woher dies von den übrigen hochheiligen Opfern? Es heißt: jedes Sündopfer. Woher dies von den minderheiligen Opfern? Es heißt: und jedes Sündopfer – so R. A͑qiba.",
"R. Jose der Galiläer sprach zu ihm: Selbst wenn du mit deinen Einschließungen den ganzen Tag fortfährst, höre ich auf dich nicht. Vielmehr [wie folgt :] ich weiß dies nur vom Sündopfer eines einzelnen, woher dies vom Sündopfer einer Gemeinde? Es heißt: jedes Sündopfer. Ich weiß dies nur vom männlichen Sündopfer, woher dies vom weiblichen Sündopfer? Es heißt: und jedes Sündopfer. –",
"Wohindenn ! ? – Vielmehr, ich weiß dies nur vom weiblichen Sündopfer, woher dies vom männlichen Sündopfer? Es heißt: und jedes Sündopfer. –",
"Ist R.Jose der Galiläer denn der Ansicht, dieser Schriftvers deute hierauf, es wird ja gelehrt: R. Jose der Galiläer sagte : Dieser ganze Abschnitt handelt nur von den zu verbrennenden Farrenund den zu verbrennenden Ziegenböcken,",
"daß sie nämlich untauglich vor dem Tempel zu verbrennen sind, und daß man, wenn man sie ißt, ein Verbot begeht.",
"Sie erwiderten ihm: Woher dies demnach vom Sündopfer, dessen Blut in das Allerinnerste gebracht worden ist? Er erwiderte ihnen: [Es heißt:]ist doch nicht gebrachtworden. –",
"Er sagte es nach der Ansicht R. A͑qibas.",
"IST DAS BLUT EINES SÜNDOPFERS IN ZWEI GEFÄSSE AUFGENOMMEN WORDEN UND EINES AUSSERHALBHINAUSGEKOMMEN, SO IST DAS ANDERE TAUGLICH; IST EINES IN DAS INNEREGEKOMMEN, SO IST DAS ANDERE NACH R. JOSE DEM GALILÄER TAUGLICH UND NACH DEN WEISEN UNTAUGLICH.",
"R. JOSE DER GALILÄER SPRACH: WENN BEIM HINAUSBRINGEN AUSSERHALB, WOBEI ES SCHON DURCH DIE ABSICHTUNTAUGLICN WIRD, DAS ZURÜCKBLEIBENDE DEM HINAUSGEBRACHTEN NICHTGLEICHT, UM WIEVIEL WENIGER GLEICHT BEIM HINEINBRINGEN IN DAS INNERE, WOBEI ES DURCH DIE ABSICHT NICHT UNTAUGLICHWIRD, DAS ZURÜCKBLEIBENDE DEM HINEINGEBRACHTEN.",
"IST ES ZUR SÜHNUNG HINEINGEBRACHT WORDEN, SO IST ES UNTAUGLICH, AUCH WENN SIE NICHT VOLLZOGEN WORDEN IST – SO R. ELIE͑ZER. R. ŠIMO͑N SAGT, NUR WENN DIE SÜHNUNG VOLLZOGEN WORDEN IST. R. JEHUDA SAGT, IST ES ABSICHTSLOS HINEINGEBRACHT WORDEN, SEI ES TAUGLICH.",
"DAS STIRNBLATTMACHT KEINE ART VON UNTAUGLICHEM BLUT WOHLGEFÄLLIG, DAS AUF DEN ALTAR GESPRENGT WORDEN IST, SONDERN NUR UNREINES; DAS STIRNBLATT MACHT NÄMLICH DAS UNREINE WOHLGEFÄLLIG, NICHT ABER DAS HINAUSGEBRACHTE.",
"GEMARA. Es wird gelehrt: R. Jose der Galiläer sprach: Es ist [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn beim Hinausbringen außerhalb, wobei es durch die Absicht untauglich wird, das hinausgebrachte Blut das innen zurückbleibende nicht untauglich macht, um wieviel weniger macht beim Hineinbringen in das Innere, wobei es durch die Absicht nicht untauglich wird, das hineingebrachte das außen zurückbleibende untauglich. –",
"Es heißt:von dessen Blut hineingebracht wird, selbst ein Teil des Blutes.",
"Er entgegnete ihnen: Demnach ist [ein Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere hinsichtlich des hinausgebrachten zu folgern: wenn beim Hineinbringen in das Innere, wobei es durch die Absicht nicht untauglich wird, das hineingebrachte Blut das außen zurückbleibende untauglich macht, um wieviel mehr macht beim Hinausbringen außerhalb, wobei es durch die Absicht untauglich wird, das hinausgebrachte das innen zurückbleibende untauglich. –",
"Es heißt: hineingebracht wird, nur das hineingebrachte macht untauglich, nicht aber macht das hinausgebrachte untauglich. –",
"Sollte doch [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere gefolgert werden, daß innerhalb die Absichtuntauglich mache: wenn beim Hinausbringen außerhalb, wobei das hinausgebrachte Blut das innen zurückbleibende nicht untauglich macht, die Absicht untauglich macht, um wieviel mehr macht beim Hineinbringen in das Innere, wobei das hineingebrachte das außen zurückbleibende untauglich macht, die Absicht untauglich. –",
"Es heißt:am dritten Tage, ein Ort, der durch das Blut, das Fleisch und die Opferteile gedreifachtist. –"
],
[
"Sollte doch [durch einen Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere gefolgert werden, daß außerhalb die Absicht nicht untauglich mache:",
"wenn beim Hineinbringen in das Innere, wobei das hineingebrachte Blut das außen zurückbleibende untauglich macht, die Absicht nicht untauglich macht, um wieviel weniger macht beim Hinausbringen außerhalb, wobei das hinausgebrachte das innen zurückbleibende nicht untauglich macht, die Absicht untauglich!? –",
"Es heißt: dritten, außerhalb der Frist, verwerflich, außerhalb des Raumes.",
"Fleisch, das in das Innere gekommen ist, ist tauglich.",
"Es wäre durch einen Schluß zu folgern, daß es untauglich sei: wenn durch das Hinausbringen außerhalb, wobei das hinausgebrachte Blut das innen zurückbleibende nicht untauglich macht, das Fleisch untauglich wird, um wieviel mehr wird durch das Hineinbringen in das Innere, wobei das hineingebrachte Blut das außen zurückbleibende untauglich macht, das Fleisch untauglich.",
"Es heißt aber: vom Blute, das Blutund nicht das Fleisch. –",
"Demnach sollte [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere gefolgert werden: wenn durch das Hineinbringen in das Innere, wobei das hineingebrachte Blut das außen zurückbleibende untauglich macht, das Fleisch nicht untauglich wird, um wieviel weniger wird durch das Hinausbringen außerhalb, wobei das hinausgebrachte Blut das innen zurückbleibende nicht untauglich macht, das Fleisch untauglich. –",
"Es heißt?zerrissenes Fleisch auf dem Felde sollt ihr nicht essen, sobald das Fleisch außerhalb seines Gebietes gekommen ist, ist es verboten.",
"Die Rabbanan lehrten :In das Innere, ich weiß diesnur vom Innern, woher dies vom ganzen Tempe!? Es heißt in das Innere des Heiligtums.",
"Sollte es doch nur Heiligtum und nicht Innere heißen!? Raba erwiderte: Eines erklärtdas andere. Ebenso wie bei Beisaß und Mietling,",
"denn es wird gelehrt:Beisaß, das ist der lebenslänglich Gekaufte; Mietling, das ist der auf Jahre Gekaufte.",
"Sollte esdoch nur vom Beisassen und nicht vom Mietling gesagt werden, und ich würde gefolgert haben: wenn der lebenslänglich Gekaufte davon nicht essen darf, um wieviel weniger der auf Jahre Gekaufte!?",
"Wenn dem so wäre, würde man gesagt haben, unter Beisaß sei der auf Jahre Gekaufte zu verstehen, während der lebenslänglich Gekaufte davon essen dürfe; daher heißt es auch Mietling, das lehrt, daß unter Beisaß der lebenslänglich Gekaufte und unter dem anderen der auf Jahre Gekaufte zu verstehen sei, und [auch jener] davon nicht essen dürfe.",
"Abajje sprach zu ihm: Erklärlich ist dies da, wo es sich um zwei verschiedene Personen handelt, denn obgleich es heißen könnte, der Angebohrtedürfe davon nicht essen, und man es hinsichtlich des anderen [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere folgern könnte, hat die Schrift sich dennoch der Mühe hingegeben, das durch einen Schluß zu folgernde niederzuschreiben, wozu aber braucht es hierbei vom Inneren gelehrt zu werden, wo es schon im Tempel untauglichwird!?",
"Vielmehr, erklärte Abajje, dies ist wegen eines Umwegesnötig. Raba sprach zu ihm: Hierbei wird ja [der Ausdruck] 1hineinbringen’gebraucht!? Vielmehr, erklärte Raba, wenn die Absicht sich auf das Innere bezog, so wird es im Tempel nicht untauglich.",
"Raba fragte : Wie ist es, wenn man das Blut vom Farren der Gemeinde wegen Entfallens und vom Ziegenbocke wegen Götzendienstesin das Inneregebracht hat;",
"sagen wir: in das Innere des Heiligtums, nur hierbeigilt dies vom Inneren, wenn esaber vom Heiligtume nicht gilt, gelte es auch nicht vom Inneren, oder aber, es ist ja nicht die richtige Stelle?",
"Und wie ist es, wenn du entscheidest, es sei nicht die richtigeSteile, wenn man das Blut vom Farren und vom Ziegenbocke des Versöhnungstageszwischen den Stangen gesprengt, es nach dem Tempel herausgebracht und zurück hineingebracht hat;",
"sagen wir, dies sei die richtige Stelle, oder aber, da es herausgekommenist, ist es eben herausgekommen?",
"Und wie ist es, wenn du entscheidest, da es herausgekommen ist, ist es eben herausgekommen, wenn man vom Blute auf den Vorhang gesprengt,"
],
[
"es zum Altar herausgebrachtund zurück hineingebracht hat;",
"hierbei ist es entschieden dieselbe Stelle, oder aber, dabei heißt es ‘hinausgehen’. – Dies bleibt unentschieden.",
"IST ES ZUR SÜHNUNG HINEINGEBRACHT WORDEN. Es wird gelehrt: R. Elie͑zer sagte: Hierbei heißt es: zur Sühnung,und dortheißt es: niemand soll im Offenbarungszelte sein, wenn er zur Sühnung in das Heiligtum tritt,",
"wie dort in dem Falle, wenn die Sühne noch nicht vollzogen ist, ebenso auch hierbei, wenn die Sühne noch nicht vollzogen ist.",
"R. Šimo͑n sagte: Hierbei heißt es: zur Sühnung, und dortheißt es: den Farren des Sündopfers und den Ziegenbock des Sündopfers &c. zur Sühnung, wie dort in dem Falle, wenn die Sühne vollzogen ist, ebenso auch hierbei, wenn die Sühne vollzogen ist. –",
"Worin besteht ihr Streit? – Einer ist der Ansicht, man folgere hinsichtlich des äußerenvom äußeren, nicht aber hinsichtlich des äußeren vom inneren,",
"und einer ist der Ansicht, man folgere hinsichtlich eines Tieresvon einem Tiere, nicht aber hinsichtlich eines Tieres von einem Menschen.",
"R. JEHUDA SAGT &C. Wenn aber vorsätzlich, so ist es untauglich; wenn die Sühnung vollzogen ist, oder wenn sie nicht vollzogen ist?",
"R. Jirmeja erwiderte: [Es wird gelehrt:] Wenn es schon heißt: den Farren des Sündopfers und den Ziegenbock des Sündopfers, deren Blut in das Heiligtum zur Sühnung gebracht worden ist,",
"wozu heißt es weiter:der verbrannte? – Wozu es der verbrannte heißt, dies ist ja an sichnötig!? – Vielmehr, wozu heißt es zweimal Sündopfer? –",
"Wir wissen nur vom Farren und vom Ziegenbocke des Versöhnungstages, die im Aschenraume verbrannt werden, daß sie die Kleider unrein machen, woher dies von anderen [Opfern], die verbrannt werden? Es heißt zweimal Sündopfer – so R. Jehuda.",
"R. Meír sagt, diessei nicht nötig; es heißt: und den Farren des Sündopfers und den Ziegenbock des Sündopfers, wozu heißt es noch zur Sühnung? Dies lehrt, daß bei allen sühnenden Opfern die Kleider des Verbrennenden unrein werden.",
"R. Jehuda aber leuchtet [die Ableitung aus dem Worte] zur Sühnung nicht ein, wohl aus dem Grunde, weil er es für die Wortanalogieverwendet.",
"",
" DER ALTAR HEILIGT DAS, WAS FÜR IHN GEEIGNET IST.",
"R. JEHOŠUA͑ SAGT, WAS FÜR DAS ALTARFEUER GEEIGNET IST; IST ES HINAUFGEKOMMEN, SO WERDE ES NICHT HERABGENOMMEN, DENN ES HEISST: das ist das Brandopfer auf seiner Brandstätte; WIE DAS BRANDOPFER, DAS FÜR DAS FEUER GEEIGNET IST, WENN ES HINAUFGEKOMMEN, NICHT HERABGENOMMEN WIRD, EBENSO WIRD AUCH ALLES ANDERE, WAS FÜR DAS FEUER GEEIGNET IST, WENN ES HINAUFGEKOMMEN IST, NICHT HERABGENOMMEN.",
"R. GAMLIÉL SAGT, WAS FÜR DEN ALTAR GEEIGNET IST; IST ES HINAUFGEKOMMEN, SO WERDE ES NICHT HERABGENOMMEN, DENN ES HEISST: das ist das Brandopfer auf seiner Brandstätte, auf dem Altar, WIE DAS BRANDOPFER, DAS FÜR DEN ALTAR GEEIGNET IST, WENN ES HINAUFGEKOMMEN IST, NICHT HERABGENOMMEN WIRD, EBENSO WIRD AUCH ALLES ANDERE, WAS FÜR DEN ALTAR GEEIGNET IST, WENN ES HINAUFGEKOMMEN IST, NICHT HERABGENOMMEN.",
"EIN UNTERSCHIED ZWISCHEN DER ANSICHT R. GAMLIÉLS UND DER ANSICHT R. JEHOŠUA͑S BESTEHT NUR HINSICHTLICH DES BLUTES UND DES GUSSOPFERS; NACH R. GAMLIÉL WERDEN SIE NICHT HERABGENOMMEN, UND NACH R. JEHOŠUA͑ WERDEN SIE HERABGENOMMEN.",
"R. ŠIMO͑N SAGT, IST DAS SCHLACHTOPFER TAUGLICH UND DAS [DAZU GEHÖRIGE] GUSSOPFER UNTAUGLICH, ODER DAS GUSSOPFER TAUGLICH UND DAS SCHLACHTOPFER UNTAUGLICH, ODER SELBST BEIDE UNTAUGLICH, WERDE DAS SCHLACHTOPFER NICHT HERABGENOMMEN, UND DAS GUSSOPFER WOHL HERABGENOMMEN."
],
[
"GEMARA. Nur das, was geeignet ist, nicht aber das, was nicht geeignet ist; was schließt dies aus? R. Papa erwiderte: Dies schließt die abgehobenen Haufen aus, die noch nicht durch das Gefäß geheiligt worden sind.",
"Rabina wandte ein: Womit ist es hierbei anders als bei der Lehre U͑las, denn U͑la sagte, wenn die Opferteile von minderheiligen Opfern vor dem Blutsprengen auf den Altar gekommen sind, nehme man sie nicht herab, weil sie Nahrung des Altars geworden sind!? –",
"An diesen selbst fehlt keine Handlung, an jenen aber fehlt eine Handlung.",
"R. JEHOŠUA͑ SAGT, WAS FÜR DAS ALTARFEUER GEEIGNET IST &C. Und R. Gamliél, es heißt ja auch: auf seiner Brandstätte!? – Dies deutet darauf, daß man die herabfallenden Stückezurück hinauflege. –",
"Woher entnimmt jener, daß man die herabfallenden Stücke zurück hinauflege!? – Aus:das das Feuer verzehrt. –",
"Und der andere!? – Dies deutet er darauf, daß man nur die angebrannten Stücke des Brandopfers zurück hinauflege, nicht aber die angebrannten Stücke des Räucherwerkes. R. Ḥanina b. Minjomi, Sohn des R. Elie͑zer b. Ja͑qob, lehrte nämlich: Das das Feuer verzehrt, das Brandopfer auf dem Altar, die angebrannten Stücke des Brandopfers lege man zurück hinauf, nicht aber lege man die angebrannten Stücke des Räucherwerkes zurück hinauf. –",
"Und jener!? – Ist es denn nicht selbstverständlich, daß man die angebrannten Stücke des Brandopfers zurück hinauflege!?",
"R. GAMLIÉL SAGT, WAS &C. GEEIGNET IST. Und R. Jehošua͑, es heißt ja auch Altar!? – Damit sagt der Allbarmherzige, daß es der Altar ist, der das für das Altarfeuer Geeignete heiligt. –",
"Und der andere!? – [Das Wort] Altar kommt nochmalsvor. – Und jener!? – Einmal wegen des Falles, wenn es vorher tauglich war, und einmal wegen des Falles, wenn es niemals tauglichwar. –",
"Und der andere!? – Da sie der Allbarmherzige, obgleich sie untauglich sind, einbegriffen hat, so ist es einerlei, ob sie vorher tauglich waren oder niemals tauglich waren.",
"R. ŠIMO͑N SAGT, IST DAS SCHLACHTOPFER TAUGLICH &C. Es wird gelehrt: R. Šimo͑n sagte: Brandopfer, wie das Brandopfer selbständig dargebracht wird, ebenso alles andere, was selbständig dargebracht wird, ausgenommen ist das Gußopfer, das mit dem Schlachtopfer dargebracht wird.",
"R. Jose der Galiläer sagte: Aus den Worten:was den Altar berührt, ist heilig, könnte man entnehmen, einerlei ob es für ihn geeignet oder nicht geeignet ist, so heißt esLämmer; wie Lämmer geeignet sind, ebenso auch alles andere, was geeignet ist. R. A͑qiba sagte: Brandopfer, wie das Brandopfer geeignet ist, ebenso alles andere, was geeignet ist. –",
"Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? R. Ada b. Ahaba erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich des untauglichen Geflügel-Brandopfers; einer folgert es aus [dem Worte] Brandopferund einer folgert es aus [dem Worte] Lämmer. –",
"Und derjenige, der es aus [dem Worte] Lämmer folgert, es heißt ja auch Brandopfer!? – Hieße es nur Lämmer und nicht Brandopfer, so könnte man glauben, dies gelte auch von Lebendem, daher schrieb der Allbarmherzige auch Brandopfer. –",
"Und derjenige, der es aus [dem Worte] Brandopfer folgert, es heißt ja auch Lämmer!? – Hieße es nur Brandopfer und nicht Lämmer, so könnte man glauben, dies gelte auch von einem Speisopfer, daher schrieb der Allbarmherzige auch Lämmer. –",
"Welchen Unterschied gibt es zwischen diesen Autoren und den Autoren unserer Mišna? R. Papa erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der abgehobenen Haufen, die durch das Gefäß geheiligt wordensind; nach den Autoren unserer Mišna werden sie nichtherabgenommen, und nach den Autoren der Barajthawerden sie wohlherabgenommen.",
"Reš Laqiš sagte: Das besonders dargebrachte Speisopfer wird nach jenen allennicht herabgenommen und nach R. Jose dem Galiläer und R. A͑qibawohl herabgenommen;"
],
[
"das mit dem Schlachtopfer dargebrachte Speisopfer wird nach R. Gamliél und R. Jehošua͑ nicht herabgenommen und nach jenen allen wohlherabgenommen.",
"Das besonders dargebrachte Gußopfer wird nach jenen allen herabgenommen und nach R. Gamliél und R. Šimo͑n nicht herabgenommen; das mit einem Schlachtopfer dargebrachte Gußopfer wird nach jenen allen herabgenommen und nur nach R. Gamliél nicht herabgenommen. –",
"Selbstverständlich!? – Nötig ist es wegen des besonders dargebrachten [Guß]opfers. Dies nach Raba, denn Raba sagte, man könne jeden Tag ein Guß-Speisopferspenden. –",
"Sollte er doch die Lehre Rabas lehren!? – Nötig ist es wegen des mit dem Schlachtopfer dargebrachten Gußopfers, das man am folgenden oder einem anderen Tage dargebracht hat.",
"Der Meister sagte:ihre Speisopfer und ihre Gußopfer, auch nachts, ihre Speisopfer und ihre Gußopfer auch am folgenden Tage, somit könnte man glauben, sie gleichen besonders dargebrachten Gußopfern, und R. Šimo͑n pflichte bei, daß sie nicht herabgenommen werden, so lehrt er uns.",
" FOLGENDE WERDEN, WENN SIE HINAUFGEKOMMEN SIND, NICHT MEHR HERABGENOMMEN: DAS ÜBERNACHTETE, DAS HINAUSGEBRACHTE, DAS UNREINE, DAS AUSSERHALB DER FRIST ODER DES RAUMES GESCHLACHTETEUND DESSEN BLUT UNTAUGLICHE AUFGENOMMEN UND GESPRENGT HABEN.",
"R. JEHUDA SAGT, WENN ES NACHTS GESCHLACHTET, DAS BLUT AUSGESCHÜTTET, ODER DAS BLUT AUSSERHALB DER VORHÄNGE GEBRACHT WORDEN IST, WERDE ES, WENN ES HINAUFGEKOMMEN IST, HERABGENOMMEN. R. ŠIMO͑N SAGT, ES WERDE NICHT HERABGENOMMEN, WEIL DIE UNTAUGLICHKEIT IM HEILIGTUME ERFOLGT IST. R. ŠIMO͑N SAGTE NÄMLICH: IST DIE UNTAUGLICHKEIT IM HEILIGTUME ERFOLGT, SO NIMMT DAS HEILIGTUM ES AUF, UND IST DIE UNTAUGLICHKEIT NICHT IM HEILIGTUME ERFOLGT, SO NIMMT DAS HEILIGTUM ES NICHT AUF.",
" FOLGENDE SIND ES, BEI DENEN DIE UNTAUGLICHKEIT NICHT IM HEILIGTUME ERFOLGT IST: DAS AKTIV ODER PASSIV ZUR BESTIALITÄT VERWANDTE, DAS FÜR DEN GÖTZENDIENST ABGESONDERTE, DAS ANGEBETETE, DAS ALS HURENGABE ODER HUNDELOHN ENTRICHTETE [VIEH], DER MISCLHING, DAS TOTVERLETZTE, DIE SEITENGEBURT UND DAS FEHLERBEHAFTETE. R. A͑QIBA ERKLÄRT FEHLERBEHAFTETE ALS TAUGLICH. R. ḤANINA DER PRIESTERVORSTEHER SAGTE! MEIN VATER SCHOB FEHLERBEHAFTETE VOM ALTAR HINUNTER.",
" WIE DIESE, WENN SIE HINAUFGEKOMMEN SIND, NICHT HERABGENOMMEN WERDEN, EBENSO WERDEN SIE, WENN SIE HERABGEKOMMEN SIND, NICHT WIEDER HINAUFGELEGT. DIESE ALLE WERDEN, WENN SIE LEBEND AUF DEN ALTAR GEKOMMEN SIND, HERABGENOMMEN. IST EIN BRANDOPFERLEBEND AUF DEN ALTAR GEKOMMEN, SO WERDE ES HERABGENOMMEN. HAT MAN ES AUF DEM ALTAR GESCHLACHTET, SO ENTHÄUTE UND ZERLEGE MAN ES AN ORT UND STELLE.",
"GEMARA. Es wird gelehrt: R. Jehuda sagte:Dies, das ist, das Brandopfer, das sind allesAusschließungen; ausgenommen sind die Fälle, wenn es nachts geschlachtet, das Blut ausgeschüttet oder das Blut außerhalb der Vorhänge gebracht worden ist; ist es hinauf gekommen, so werde es herabgenommen.",
"R. Šimo͑n erklärte: Brandopfer, ich weiß dies nur von einem tauglichen Brandopfer, woher dies von den Fällen, wenn es nachts geschlachtet, das Blut ausgeschüttet oder das Blut außerhalb der Vorhänge gebracht worden ist, wenn es übernachtet hat, wenn es hinausgebracht, unrein, außerhalb der Frist oder außerhalb des Raumes geschlachtet worden ist, wenn Untaugliche das Blut aufgenommen und gesprengt haben,",
"wenn das unterhalb zu sprengende oberhalb, das oberhalb zu sprengende unterhalb, das außerhalb zu sprengende innerhalb oder das innerhalb zu sprengende außerhalb gesprengt worden ist,",
"und vom Pesaḥ- und dem Sündopfer, die man auf einen anderen Namen geschlachtet hat? Es heißt:das Gesetz des Brandopfers, dies schließt alle Opfer in dieses Gesetz ein; sind sie hinaufgekommen, so werden sie nicht herabgenommen.",
"Man könnte glauben, auch das aktiv oder passiv zur Bestialität verwandte, das für den Götzendienst abgesonderte, das angebetete, das als Hurengabe oder Hundelohn entrichtete [Vieh], der Mischling, das Totverletzte und die Seitengeburt seien einbegriffen, so heißt es dies. –",
"Was veranlaßt dich, jene einzuschließen und diese auszuschließen? –"
],
[
"Da die Schrift manche eingeschlossen und manche ausgeschlossen hat, so schließe ich jene ein, deren Untauglichkeit im Heiligtume erfolgt ist, und schließe diese aus, deren Untauglichkeit nicht erst im Heiligtume erfolgt ist.",
"R. Jehuda entnimmt dies aus folgendem: Weshalb sagten sie, das übernachtete Blut sei tauglich?",
"Weil auch die übernachteten Opferteile tauglichsind, und die übernachteten Opferteile sind tauglich, weil auch das übernachtete Fleisch tauglichist.",
"Das Hinausgekommene, weil das Hinausgekommene bei einem Privataltartauglich ist.",
"Das Unreine, weil es beim Gemeindedienste erlaubtist.",
"Außerhalb der Frist, weil es hinsichtlich der Verwerflichkeit geeignetist.",
"Außerhalb des Raumes, weil es mit außerhalb der Frist verglichen wird.",
"Dessen Blut Untaugliche aufgenommen und gesprengt haben; Untaugliche, die zum Gemeindedienste zulässigsind. –",
"Kann denn hinsichtlich des Unerlaubten vom Erlaubten gefolgertwerden!? –",
"Der Autor stützt sich auf die einschließenden [Worte] dies ist das Gesetz des Brandopfers.",
"R. Joḥanan sagte: Wer nachts ein Vieh innerhalb schlachtet und außerhalb darbringt, ist (frei, wenn außerhalb und außerhalb darbringt, so ist er) schuldig,"
],
[
"denn dies ist nicht geringer, als wenn man außerhalb schlachtet und außerhalb darbringt.",
"R. Ḥija b. Abin wandte ein: Wer Geflügel innerhalb schlachtet und außerhalb darbringt, ist frei, wenn außerhalb und außerhalb darbringt, so ist er schuldig. Man sollte doch sagen, es sei nicht geringer, als wenn man außerhalb schlachtet und darbringt!? –",
"Dies ist eine Widerlegung. Wenn du aber willst, sage ich: mit dem Schlachten eines Geflügels innerhalb hat man es nur getötet.",
"U͑la sagte: Waren die Opferteile minderheiliger Opfer vor dem Blutsprengen hinaufgekommen, so werden sie nicht herabgenommen, denn sie sind Nahrung des Altars geworden.",
"R. Zera sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: dessen Blut ausgeschüttet oder außerhalb der Vorhänge gebracht worden ist; wenn sie nun da, wo man, wenn man es auch will, nicht sprengen kann, falls sie hinauf gekommen sind, nicht herabgenommen werden, um wieviel weniger hierbei, wo man, wenn man es will, sprengen kann. –",
"Dies ist auf hochheilige Opferzu beziehen. –",
"Das Pesaḥopferist ja minderheilig!? – Diesist auf den Fall zu beziehen, wenn es auf einen anderen Namen hergerichtet worden ist. –",
"Wir haben gelernt: Diese alle werden, wenn sie lebend auf den Altar gekommen sind, herabgenommen. Demnach werden geschlachtete nicht herabgenommen; doch wohl einerlei, ob hochheilige oder minderheilige Opfer!? –",
"Nein, von geschlachteten werden manche herabgenommen und manche nicht. – Es heißt ja aber alle!? – Das ‘alle’ bezieht sich auf das lebende. –",
"Selbstverständlich!? – Tatsächlich auf geschlachtete, wenn sie nämlich ein Häutchen am Augehaben, und zwar nach R. A͑qiba, welcher sagt, wenn solche hinaufgekommen sind, werden sie nicht herabgenommen. –",
"Wie ist, wenn du es auf untaugliche beziehst, der Schlußsatz zu erklären: ebenso ist ein Brandopfer, das lebend auf den Altar gekommen ist, herabzunehmen; hat man es auf dem Altar geschlachtet, so enthäute und zerlege man es an Ort und Stelle. Ist etwa ein untaugliches zu enthäuten und zu zerlegen, der Allbarmherzige sagt ja:er zerlege es, es, nur ein taugliches und kein untaugliches!? –",
"Der Schlußsatz bezieht sich auf ein taugliches. – Was lehrt er uns damit? – Daß das Enthäuten und das Zerlegen auf dem Altar erfolgen dürfe. –",
"Wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, das Enthäuten und das Zerlegen dürfen auf dem Altar nicht erfolgen!? – Hier handelt es sich um den Fall, wenn es tauglich war, und untauglich gewordenist. Dies nach R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, welcher sagt, wenn das Blut gesprengt worden ist und das Fleisch nur eine Stunde tauglich war, enthäute man es und das Fell gehöre den Priestern. –",
"Wieso wird demnach hierzu gelehrt, daß mandas Eingeweide herabnehme und abspüle!? –",
"Wie sollte man denn anders verfahren, es etwa mit dem Miste darbringen!? [Es heißt ja]:bringe es doch einmal deinem Statthalter zum. Geschenke, ob er dir günstig gesinnt sein oder dir Huld erweisen wird. –",
"Wir meinen es wie folgt: wozu braucht man es abzuspülen? – Weil ein anderer Priester, der esnicht weiß, es finden und darbringen kann. –"
],
[
"Und wir sollen für die Priester eine Bestimmung treffen, wodurch sie zu einem Verstoße kommen können!? – Immerhin ist es besser, daß dem Himmel geheiligte Dinge nicht wie Aas umherliegen.",
"R. Ḥija b. Abba sagte: R. Joḥanan fragte, ob die Opferteile minderheiliger Opfer, die vor dem Blutsprengen hinaufgekommen sind, herabzunehmen sind oder nicht.",
"Da sprach R. Ami zu ihm: Du solltest ja hinsichtlich der Veruntreuungfragen. Dieser erwiderte: Hinsichtlich der Veruntreuung ist es mir nicht fraglich, denn nur das Sprengen macht sie zur Veruntreuung geeignet, fraglich ist es mir nur hinsichtlich des Herabnehmens. Er entschied, daß sie nicht herabgenommen werden, und daß es bei ihnen keine Veruntreuung gebe.",
"R. Naḥman b. Jiçḥaq lehrte es wie folgt: R. Ḥija b. Abba sagte: R. Joḥanan fragte, ob es bei den Opferteilen minderheiliger Opfer, die vor dem Blutsprengen hinaufgekommen sind, eine Veruntreuung gebe oder nicht. R. Ami sprach zu ihm: Du solltest ja hinsichtlich des Herabnehmens fragen. Dieser erwiderte: Hinsichtlich des Herabnehmens ist es mir nicht fraglich, denn sie sind Nahrung des Altars geworden, fraglich ist es mir nur hinsichtlich der Veruntreuung. Er entschied, daß sie nicht herabgenommen werden, und daß es bei ihnen keine Veruntreuung gebe.",
"FOLGENDE SIND ES, BEI DENEN DIE UNTAUGLICHKEIT NICHT &C.",
"R. Joḥanan sagte: R. A͑qiba erklärt sieals tauglich, nur wenn es sich um ein Häutchen am Auge handelt, weil solche bei Geflügelopfern tauglich sind; ferner nur dann, wenn die Heiligung vor dem Gebrechen erfolgt ist. Auch pflichtet R. A͑qiba hinsichtlich eines weiblichen Brandopfersbei, denn bei einem solchen ist es ebenso, als wenn das Gebrechen der Heiligung voranginge.",
"R. Jirmeja fragte: Gilt die passive Bestialität beim Geflügeloder nicht. Sagen wir:vom Vieh, dies schließt das aktiv oder passiv zur Bestialität verwandte aus, wo die aktive Bestialität gilt,",
"gilt auch die passive, und wo die aktive nichtgilt, gilt auch die passive nicht, oder aber, es ist ja damit eine Sünde begangen worden?",
"Rabba erwiderte: Komm und höre: R. A͑qiba erklärt Fehlerbehaftete als tauglich. Wenn dem nun sowäre, so sollte er auch das passiv zur Bestialität verwandte als tauglich erklären, weil ein solches beim Geflügelopfer tauglichist. Schließe hieraus.",
"R. Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Auch wir haben es gelernt: das passiv zur Bestialität verwandte, für den Götzendienst abgesonderte, angebetete, als Hurengabe oder Hundelohn entrichtete [Geflügel], das Geschlechtslose und der Zwitter machen sämtlich im Schlunde die Kleider unrein. Schließe hieraus.",
"R. ḤANINA DER PRIESTERVORSTEHER &C. Was lehrt er uns damit? – Wenn du willst, sage ich: er erzählt nur einen Fall; wenn du aber willst, sage ich: unter ‘schob’ ist zu verstehen, mit der Rückseite der Hand.",
"WIE DIESE, WENN SIE HINAUFGEKOMMEN SIND &C. U͑la sagte: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn das Feuer sie nicht erfaßt hat, wenn aber das Feuer sie erfaßt hat, werden sie zurück hinaufgelegt.",
"R. Mari bezieht dies auf die erste Lehre, R. Ḥanina aus Sura aber bezieht es auf die folgende Lehre: Die Knochen, die Sehnen, die Hörner und die Klauen kommen, wenn sie daranhaften, mit hinauf, und wenn sie getrennt sind, nicht hinauf. Hierzu sagte U͑la: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn das Feuer sie nicht erfaßt hat, wenn aber das Feuer sie erfaßt hat, werden sie zurück hinaufgelegt.",
"Nach demjenigen, der es auf die andere Lehre bezieht, gilt dies um so mehr von der ersten, und nach demjenigen, der es auf die erste Lehre bezieht, gilt dies nicht von der anderen, da diesezur Aufräucherung nicht geeignet sind.",
"UND FOLGENDE WERDEN, WENN SIE HINAUFGEKOMMEN SIND, ZURÜCK HERABGENOMMEN: DAS FLEISCH DER HOCHHEILIGEN UND DAS FLEISCH DER MINDERHEILIGEN OPFER, DER REST DER SCHWINGEGARBE, DIE ZWEI BROTE, DIE SCHAUBROTE, DIE RESTE DER SPEISOPFER UND DAS RÄUCHERWERK.",
"DIE KOPFWOLLE DER LÄMMER, DAS BARTHAAR DER BÖCKE, DIE KNOCHEN, DIE SEHNEN, DIE HÖRNER UND DIE KLAUEN KOMMEN, WENN SIE DARANHAFTEN, MIT HINAUF, DENN ES HEISST:der Priester soll alles aufräuchern, UND WENN SIE GETRENNT SIND, NICHT MIT HINAUF, DENN ES HEISST:du sollst deine Brandopfer Herrichten, das Fleisch und das Blut.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Der Priester soll alles auf dem Altar aufräuchern, dies schließt die Knochen, die Sehnen, die Hörner und die Klauen ein. Man könnte glauben, auch wenn sie getrennt sind, so heißt es: du sollst deine Brandopfer Herrichten, das Fleisch und das Blut.",
"Wenn nur das Fleisch und das Blut,"
],
[
"so könnte man glauben, man löse die Sehnen und die Knochen ab und lege das Fleisch auf den Altar, so heißt es: der Priester soll alles auf dem. Altar aufräuchern. Wie ist dies nun zu erklären? Anhaftend kommen sie mit hinauf, getrennt werden sie, selbst wenn sie bereits auf dem Altar sind, herabgenommen. –",
"Wer ist der Autor, welcher sagt, getrennt werden sie herabgenommen? Es ist Rabbi, denn es wird gelehrt: Der Priester soll alles auf dem Altar aufräuchern, dies schließt die Knochen, die Sehnen, die Hörner und die Klauen ein, auch wenn sie getrennt sind.",
"Wie erkläre ich aber [die Worte] du sollst deine Brandopfer Herrichten, das Fleisch und das Blut? Dies besagt, die angebrannten Stücke des Brandopfers lege manzurück hinauf, nicht aber lege man die angebrannten Sehnen und Knochen zurück hinauf.",
"Rabbi sagte: Ein Schriftvers lautet: der Priester soll alles auf dem Altar aufräuchern, einschließend, und ein Schriftvers lautet: du sollst deine Brandopfer herrichten, das Fleisch und das Blut, ausschließend, wie ist dies nun zu erklären? Anhaftend kommen sie mit hinauf, getrennt werden sie, selbst wenn sie sich bereits auf dem Altar befinden, herabgenommen.",
"«Getrennt werden sie &c. herabgenommen.» R. Zera sagte: Dieslehrten sie nur von dem Falle, wenn sie nach untengetrennt sind, wenn aber nach oben, so sind sie der Verbrennung näher gekommen. – Selbst wenn sie getrenntsind?",
"Rabba erwiderte: Er meint es wie folgt: dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn sie nach dem Blutsprengen getrennt wordensind, sind sie aber vor dem [Blut]sprengen getrennt worden, so werden sie durch das [Blut]sprengenerlaubt, selbst aus ihnen Messergriffe zu fertigen.",
"Er ist der Ansicht R. Jišma͑éls, in dessen Namen R. Joḥanan sagte: Beim Brandopfer heißt es:ihm gehöre es, und beim Schuldopfer heißt es:ihm gehöre es, wie die Knochen des Schuldopfers erlaubtsind, ebenso sind auch die Knochen des Brandopfers erlaubt.",
"Siesind entbehrlich, denn wenn sie nicht entbehrlich wären, könnte man entgegnen: wohl gilt dies vom Schuldopfer, dessen Fleisch erlaubt ist; aber [die Worte] ihm gehöre es sind überflüssig.",
"R. Ada b. Ahaba wandte ein: Bei den Knochen der Opfer gibt es eine Veruntreuung vor dem [Blut]sprengen,",
"nicht aber nach dem [Blut]sprengen, bei denen des Brandopfers aber gibt es [stets] eine Veruntreuung!?–",
"Lies: bei denen des Brandopfers gibtes, wenn sie vor dem [Blut]sprengen getrennt worden sind, eine Veruntreuung, und wenn nach dem [Blut]sprengen, ewig eine Veruntreuung.",
"Er streitet somit gegen R. Elie͑zer, denn R. Elie͑zer sagte: Sind sie vor dem Sprengen getrennt worden, so gibt es bei ihnen eine Veruntreuung, und wenn nach dem Sprengen, so darf man sie nicht nutznießen, jedoch gibt es bei ihnen keine Veruntreuung.",
"DIESE ALLESIND, WENN SIE VOM ALTAR HERABGEFALLEN SIND, NICHT WIEDER HINAUFZULEGEN; EBENSO LEGE MAN EINE KOHLE, DIE VOM ALTAR HERABGEFALLEN IST, NICHT WIEDER HINAUF. SIND OPFERGLIEDER VOR MITTERNACHT VOM ALTAR ABGESPRUNGEN, SO LEGE MAN SIE ZURÜCK HINAUF, UND ES GIBT BEI IHNEN EINE VERUNTREUUNG, WENN NACH MITTERNACHT, SO BRAUCHT MAN SIE NICHT ZURÜCK HINAUFZULEGEN, UND ES GIBT BEI IHNEN KEINE VERUNTREUUNG.",
"vii,1 WIE DER ALTAR DAS FÜR IHN GEEIGNETE HEILIGT, EBENSO HEILIGT AUCH DIE ALTARRAMPE, UND WIE DER ALTAR UND DIE ALTARRAMPE DAS FÜR SIE GEEIGNETE HEILIGEN, EBENSO HEILIGEN AUCH DIE GEFÄSSE DAS FÜR SIE GEEIGNETE.",
"GEMARA. In welchem Falle: ist daran noch etwasvorhanden, so sollte diesauch nach Mitternacht erfolgen, und ist daran nichts vorhanden, so sollte dies auch vor Mitternacht nicht erfolgen!? –"
],
[
"In dem Falle, wenn sie durchgeröstet sind. – Woher dies?",
"Rabh erwiderte: Ein Schriftvers lehrt, daß man [die Opferteile] die ganze Nacht aufräuchere, und ein Schriftverslehrt, daß man [die Asche] die ganze Nacht abhebe;",
"daher teile man sie, die Hälfte für die Aufräucherung und die Hälfte für das Abheben.",
"R. Kahana wandte ein: An jedem Tage entaschte man den Altar beim Hahnenruf oder kurz vorher oder nachher, am Versöhnungstage aber um Mitternacht, und an den Festen von der ersten Nachtwacheab. Wieso darf es nun, wenn man sagen wollte, die Mitternachtszeit sei eine Bestimmung der Tora, früher oder später erfolgen!?",
"R. Joḥanan erwiderte: Schon die Wortedie ganze Nacht besagen ja, daß dies bis zum Morgen andauere, wozu heißt es noch:bis zum Morgen? Daß man noch einen Morgen zum Nachtmorgenhinzufüge.",
"Daher ist für den Alltag die Zeit vom Hahnenruf ab ausreichend, am Versöhnungstage, an dem die Schwäche des Hochpriesterszu berücksichtigen ist, beginne man schon um Mitternacht, und an den Festen, an denen die Opfer zahlreich sind, beginnen die Jisraéliten schon bei der ersten Nachtwache einzutreffen. Wie auch im Schlußsätze gelehrt wird: noch war die Zeit des Hahnenrufes nicht herangereicht, als schon der Tempelhof gefüllt war.",
"Es wurde gelehrt: Wenn sie sich vor Mitternacht getrennthatten und nach Mitternacht zurück hinaufgelegt worden sind, so erfolgt die Verzehrung, wie Rabba sagt,"
],
[
"in der folgenden Mitternacht, und wie R. Ḥisda sagt, beim Aufgange der Morgenröte.",
"In der Schule Rabhs sagten sie: Folgendes ist der Grund R. Ḥisdas: wenn in der Mitternacht, in der keine Übernachtungerfolgt, die Verzehrungerfolgt, um wieviel mehr erfolgt sie beim Aufgange der Morgenröte, an dem die Übernachtung erfolgt.",
"Wenn sie sich vor Mitternacht getrennt hatten, und nach Aufgang der Morgenröte zurück hinaufgelegt worden sind, so werden sie, wie Rabba sagt, in der folgenden Mitternacht verzehrt; R. Ḥisda sagt, bei diesen gebe es keine Verzehrungmehr.",
"R. Joseph wandte ein: Wer sagt uns, daß die Verzehrung durch die Mitternacht sie nur auf dem Altar trifft, vielleicht erfolgt sie überall, wo sie sich befinden!? Von dort ließen sie sagen: Die Halakha ist wie R. Joseph.",
"Ebenso wurde auch gelehrt: R. Ḥijab. Abba sagte: Wenn sie sich vor Mitternacht getrennt hatten und nach Mitternacht zurück hinaufgelegt worden sind, so darf man sie weder nutznießennoch gibt es bei ihnen eine Veruntreuung, denn sie kommen aus dem Zustande der Veruntreuung.",
"R. Papa sprach zu Abajje: Da sie nun von dort sagen ließen, die Halakha sei wie R. Joseph, und auch R. Ḥija b. Abba und Bar Qappara dasselbe lehren, worüber streiten demnachRabba und R. Ḥisda? Dieser erwiderte: Über die fetten Stücke.",
"Raba fragte Rabba: Ist die Übernachtung, wenn siesich auf dem Altar befinden, von Wirkungoder ist sie, wenn sie sich auf dem Altar befinden, nicht von Wirkung? – In welchem Falle: sind sie nicht herabgekommen, so werden sie ja nicht mehr herabgenommen, sogar wenn sie über Nacht nur im Tempelhofe gelegen haben, und um wieviel weniger, wenn sie sich auf dem Altar befinden. –",
"Vielmehr, wenn sie herabgekommensind; ist [der Altar] mit dem Tischezu vergleichen, und wir haben gelernt: selbst wenn siesich mehrere Tage auf dem Tische befinden, ist nichtsdabei, oder aber ist er mit dem Fußboden zu vergleichen?",
"Dieser erwiderte: Auf dem Altar gibt es kein Übernachten. – Hat jener dies anerkannt oder nicht? – Komm und höre: Es wurde gelehrt: Befinden sich Opferglieder über Nacht im Tempelhofe, so darf die Aufräucherung die ganze Nacht fortgesetzt werden; befinden sie sich über Nacht auf dem Altar, so darf die Aufräucherung ewig fortgesetzt werden;",
"sind sie herabgekommen, so werden sie, wie Rabba sagt, zurück hinaufgelegt, und wie Raba sagt, nicht zurück hinaufgelegt. Schließe hieraus, daß er es nicht anerkannt hat. Schließe hieraus.",
"WIE DER ALTAR HEILIGT &C. Die Rabbanan lehrten:Was den Altar berührt; ich weiß dies nur vom Altar, woher dies von der Altarrampe? Es heißt:denAltar. Woher dies von den Dienstgefäßen? Es heißt: alles, was diese berührt, soll heilig sein.",
"Reš Laqiš fragte R. Joḥanan: Machen die Dienstgefäße das Untauglicheheilig? Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: Wie der Altar und die Altarrampe das für sie Geeignete heiligen, ebenso heiligen auchdie Gefäße.",
"Jener entgegnete: Ich frage es hinsichtlich der Darbringung von vornherein. – Auch dies haben wir gelernt:"
],
[
"wenn Untaugliche das Blut aufgenommen und gesprengt haben; doch wohl, wenn Untaugliche aufgenommen und Untaugliche gesprengthaben. –",
"Nein, wenn Untaugliche aufgenommen oder Untaugliche gesprengt haben.",
"Gleicht der Luftraum über dem Altar dem Altar selbstoder nicht? – Komm und höre: Wie der Altar heiligt, ebenso heiligt auch die Altarrampe.",
"Wieso dürfte man es, wenn man sagen wollte, der Luftraum über dem Altar gleiche nicht dem Altar, wonach auch der Luftraum über der Altarrampe nicht der Altarrampe gleicht, von der Altarrampe zum Altar bringen, es wird ja dadurchherabgenommen. –",
"Man zerre es heran. – Aber zwischen der Altarrampe und dem Altar war ja ein freier Raum vorhanden!? – Befindet sich der größere Teil auf der Rampe, so gehört eszur Rampe, und befindet sich der größere Teil auf dem Altar, so gehört es zum Altar. –",
"Demnach ist ja hieraus das zu entscheiden, was Rami b. Ḥama gefragt hat, ob es nämlich bei den Opfern eine Verbindung gebe; es ist also zu entscheiden, daß es eine Verbindung gebe!? – Das ist kein Einwand, man entscheide auch.",
"Raba b. R. Ḥanan wandte ein: Wieso kann es vorkommen, wenn man sagen wollte, der Luftraum über dem Altar gleiche dem Altar, daß ein Geflügel-Sündopfer durch die Absichtuntauglich wird,",
"der Altar hat es ja aufgenommen!?",
"R. Šimi b. Aši entgegnete: Wieso nicht, dies kann in dem Falle vorkommen, wenn man gesagt hat, man kneife ab in der Absicht, es morgen herabzunehmen und zurück hinaufzulegen und aufzuräuchern. –",
"Allerdings nach Raba, welcher sagt, das Übernachten auf dem Altar sei von Wirkung, nach Rabba aber, welcher sagt, das Übernachten auf dem Altar sei nicht von Wirkung, ist ja die Absicht wirkungslos!? –",
"Auch nach Rabba kann es in dem Falle Vorkommen, wenn man gesagt hat, man kneife ab in der Absicht, es vor Aufgang der Morgenröte herabzunehmen und nach Aufgang der Morgenröte zurückhinaufzulegen. –",
"Es ist ja aber entgegengesetzt zu entscheiden, daß nämlich der Luftraum über dem Altar dem Altar gleiche, denn wieso dürfte man, wenn man sagen wollte, der Luftraum über dem Altar gleiche dem Altar nicht,"
],
[
"das Blut des untauglichen Geflügel-Sündopferssprengen, es wird jaherabgenommen. – Wieso sprengt man das Blutvon anderen untauglichen Opfern!? –",
"Man berührt. – Ist diesdenn ein Auftragen, dies ist ja ein Ausdrücken; ist diesdenn ein Sprengen, dies ist ja ein Gießen!?",
"Und ist dies ferner die Art des Auftragensund des Sprengens!?",
"R. Aši erwiderte: Wenn man es auf dem Altar [stehend] hält, ist dem auch so, wir sprechen aber von dem Falle, wenn man es an einem Stock hängendhält. Wie ist es damit? – Dies bleibt unentschieden.",
"vii,2 FLÜSSIGKEITSGEFÄSSE HEILIGEN FLÜSSIGKEITEN, UND TROCKENMASSE HEILIGEN TROCKENE DINGE; DAS FLÜSSIGKEITSGEFÄSS HEILIGT KEINE TROKKENEN DINGE, UND DAS TROCKENMASS HEILIGT KEINE FLÜSSIGKEITEN. SIND HEILIGE GEFÄSSE DURCHLÖCHERT WORDEN, SO HEILIGEN SIE, WENN SIE ZUM SELBEN GEBRAUCHE VERWANDT WERDEN, WIE SIE GANZ VERWANDT WORDEN SIND, WENN ABER NICHT, SO HEILIGEN SIE NICHT. ALLE ABER HEILIGEN NUR DANN, WENN SIE SICH IM HEILIGTUME BEFINDEN.",
"GEMARA. Šemuél sagte: Diesgilt nur von den Meßgefäßen, die Sprengbecken aber machen wohl heilig, denn es heißt:beide voll mit Feinmehl.",
"R. Aha aus Diphte sprach zu Rabina: Das Speisopferist ja feucht!? Dieser erwiderte: Dies bezieht sich auf die darin enthaltenen trockenenBestandteile. Wenn du aber willst, sage ich: im Vergleich zum Blute gilt auch das Speisopfer als trocken.",
"Šemuél sagte: Die Dienstgefäße heiligen nur vollständig, sie heiligen nur voll, sie heiligen nur von der Innenseite",
"und sie heiligen nur innerhalb.",
"R. Asi sagte im Namen R. Joḥanans: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn man nicht hinzuzufügen beabsichtigt, wenn man aber hinzuzufügen beabsichtigt, so wird es nach und nach heilig.",
"Ebenso wird auch gelehrt: Voll, unter voll ist zu verstehen: vollständig. R. Jose sagte: Dies nur dann, wenn man nicht hinzuzufügen beabsichtigt, wenn man aber hinzuzufügen beabsichtigt, so wird es nach und nach heilig.",
"DAS FLÜSSIGKEITSGEFÄSS HEILIGT KEINE &C. Rabh, nach anderen R. Asi, sagte: Sie heiligen nicht, um dargebracht zu werden, wohl aber heiligen sie, um untauglichzu werden.",
"Manche beziehen dies auf folgende Lehre: Man darf keine Speisopfer, Gußopfer, Viehspeisopfer und Erstlinge von Bemischtem bringen, und um so weniger von Ungeweihtem und von Mischfrucht; hat man sie gebracht, so sind sie nicht heilig. Hierzu sagte Rabh, nach anderen R. Asi: Sie sind nicht heilig, um dargebracht zu werden, wohl aber sind sie heilig, um untauglich zu werden.",
"Die Rabbanan lehrten: Sind heilige Gefäße durchlöchert worden, so darf man sie nicht löten oder Blei hineinschmelzen; sind sie beschädigt worden, so darf man sie nichtreparieren. Ist ein Messer schartig geworden, so darf man die Scharte nicht wegschleifen; hat es sich [vom Griffe] gelöst, so darf man es nicht wieder einsetzen. Abba Šaúl sagte: Im Tempel war ein untauglich machendesMesser, da taten sich die Priester zusammen und versteckten es.",
"Die Rabbanan lehrten: Die priesterlichen Gewänder dürfen nicht mit Nadeln genäht, sondern gewebt sein, denn es heißt:Webearbeit. Sind sie schmutzig geworden, so dürfen sie weder mit Natron noch mit Aloe gewaschen werden. –",
"Demnach darf man sie in Wasser waschen!? Abajje erwiderte: Er meint es wie folgt: benötigen sie Natronund Aloe,"
],
[
"so darf man sie auch in Wasser nicht waschen. Manche sagen, man dürfe sie überhaupt nicht waschen, denn wo Reichtum ist, darf keine Ärmlichkeit walten.",
"Die Rabbanan lehrten: Das Obergewandwar ganz aus blauem Purpur, wie es heißt:und er fertigte das Obergewand für das Schulterkleid ganz aus blauem Purpur. Wie fertigte manes? – Man holte gesponnenen blauen Purpur, roten Purpur und Karmesin, und fertigte daraus eine Art nicht aufgebrochener Granatäpfel und eine Art Helmkuppen, wie sie die Kinder auf dem Kopfe zu tragen pflegen,",
"und an diese wurden zweiundsiebzig Glöckchen mit zweiundsiebzig Klöppeln angehängt. Sechsunddreißig wurden an der einen Seite angehängt und sechsunddreißig an der anderen Seite. R. Dosa sagte im Namen R. Jehudas: Es waren zusammen sechsunddreißig, achtzehn an der einen Seite und achtzehn an der anderen Seite.",
"R. I͑njani b. Sason sagte: Wie sie hierüber streiten, so streiten sie auch hinsichtlich der Erscheinungen des Aussatzes, denn wir haben gelernt: Die Erscheinungen des Aussatzessind, wie R. Dosa b. Archinos sagt, sechsunddreißig, und wie A͑qabja b. Mahalalél sagt, zweiundsiebzig.",
"Ferner sagte R. I͑njani b. Sason: Weshalb wurde der Abschnitt von den Opfern dem Abschnitte von den Priestergewändern angereiht? Um dir zu sagen: wie die Opfer Sühne schaffen, ebenso schaffen auch die priesterlichen Gewänder Sühne.",
"Der Rock sühnt das Blutvergießen, denn es heißt:sie schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Rock in das Blut. Die Beinkleider sühnen die Unzucht, denn es heißt:und mache ihnen Beinkleider aus Leinen, um die Blöße ihres Fleisches zu bedecken. Der Kopfbund sühnt den Hochmut. – Woher dies? R. Ḥanina erwiderte: Es komme das, was hoch ist, und sühne das, was hoch ist.",
"Der Gürtel sühnt die sündhaften Gedanken des Herzens, wo er sichbefindet. Das Brustschild sühnt [Vergehen gegen] das Recht, denn es heißt:du sollst ein Brustschild des Rechtes machen. Der Schulterlatz sühnt den Götzendienst, denn es heißt:ohne Schulterlatz und ohne Teraphim.",
"Das Obergewand sühnt die Verleumdung. – Woher dies? R. Ḥanina erwiderte: Es komme das Tönendeund sühne das Tönende. Das Stirnblatt sühnt die Frechheit; vom Stirnblatt heißt es:es soll auf der Stirn Ahrons sein, und von der Frechheit heißt es:du hattest die Stirn eines Hurenweibes. –",
"Dem ist ja aber nicht so, R. Jehošua͑ b. Levi sagte ja, für zwei Dinge sei keine Sühne durch Opfer zu finden, wohl aber sei für sie eine Sühne durch etwas anderes zu finden, und zwar: das Blutvergießen und die Verleumdung;",
"das Blutvergießen durch das genickbrochene Kalbund die Verleumdung durch das Räucherwerk. R. Ḥananja lehrte nämlich: Woher, daß das Räucherwerk Sühne schafft? Es heißt:da legte er das Räucherwerk auf und sühnte das Volk.",
"Ferner lehrte R. Jišma͑él: Was sühnt das Räucherwerk? Die Verleumdung; es komme das Heimliche und sühne das Heimliche.",
"Hier besteht also ein Widerspruch sowohl hinsichtlich der Verleumdung als auch hinsichtlich des Blutvergießens!? –",
"Das ist kein Widerspruch; eines, wenn man weiß, wer ihn getötet hat, und eines, wenn man nicht weiß, wer ihn getötet hat. – Wenn man weiß, wer ihn getötet hat, wird er ja hingerichtet!? – Wenn es vorsätzlich erfolgt ist und man ihn nicht gewarnthat.",
"Hinsichtlich der Verleumdung besteht ebenfalls kein Widerspruch; eines, wenn es heimlich erfolgt, und eines, wenn es öffentlich erfolgt."
],
[
"ALLES, WAS ÖFTER IST ALS DAS ANDERE, GEHT DIESEM AUCH VOR. DIE BESTÄNDIGEN OPFER GEHEN DEN ZUSATZOPFERN VOR; DIE ZUSATZOPFER DES ŠABBATHS GEHEN DEN ZUSATZOPFERN DES NEUMONDES VOR; DIE ZUSATZOPFER DES NEUMONDES GEHEN DEN ZUSATZOPFERN DES NEUJAHRES VOR, DENN ES HEISST: außer dem Brandopfer des Morgens, das als beständiges Opfer gebracht wird, sollt ihr diese herrichten.",
"GEMARA. Woher dies? – Der Grund wird ja angegeben: außer dem Brandopfer des Morgens!? – Vielleicht gehen nur die beständigen Opfer den Zusatzopfern vor, weil sie beständig sind, woher dies aber von den Zusatzopfern untereinander?",
"R. Ilea͑ erwiderte: Die Schrift sagt: wie diese sollt ihr täglich herrichten, sieben Tage; diese, wie diese. –",
"Dies ist ja an sich nötig!? – Der Schriftvers könnte ja lauten: diese sollt ihr täglich herrichten. –",
"Hieße es: diese sollt ihr täglich herrichten, sieben Tage, so könnte man glauben, diese seien für alle siebenTage!? – Es heißt täglich. –",
"Aber immerhin könnte man verstehen, diese für den einen Tag, während man hinsichtlich der übrigen Tage die Anzahl nicht gewußt haben würde!? – Die Schrift sagt: sollt ihr herrichten, alle Herrichtungenmüssen gleichmäßig sein.",
"Abajje erklärte: Dies geht aus dem Schriftverse selber hervor. Der Schriftvers könnte ja lauten: außer dem Brandopfer des Morgens, und nichts weiter, wenn es aber heißt: das als beständiges Opfer gebracht wird, so besagt dies, was öfter ist, gehe voran.",
" ALLES, WAS HEILIGER IST ALS DAS ANDERE, GEHT DIESEM AUCH VOR. DAS BLUT DES SÜNDOPFERS GEHT DEM BLUT DES BRANDOPFERSVOR, WEIL ES SÜHNE SCHAFFT; DIE GLIEDER DES BRANDOPFERS GEHEN DEN OPFERTEILEN DES SÜNDOPFERSVOR, WEIL ES VOLLSTÄNDIG FÜR DAS ALTARFEUER BESTIMMT IST.",
"DAS SÜNDOPFER GEHT DEM SCHULDOPFER VOR, WEIL SEIN BLUT AUF DIE VIER HÖRNER UND AUF DAS FUNDAMENT GESPRENGT WIRD; DAS SCHULDOPFER GEHT DEM DANKOPFER UND DEM WIDDER DES NAZIRS VOR, WEIL ES HOCHHEILIG IST; DAS DANKOPFER UND DER WIDDER DES NAZIRS GEHEN DEM HEILSOPFER VOR, WEIL SIE NUR EINEN TAG GEGESSEN WERDEN UND DER BROTEBENÖTIGEN; \n",
"DAS HEILSOPFER GEHT DEM ERSTGEBORENEN VOR, WEIL ES DER VIER SPRENGUNGEN, DES GUSSOPFERS UND DES SCHWINGENS VON BRUST UND SCHENKEL BENÖTIGT. iii DAS ERSTGEBORENE GEHT DEM ZEHNTEN VOR, WEIL ES HEILIG VOM MUTTERSCHOSSE AUS IST UND NUR VON PRIESTERN GEGESSEN WERDEN DARF; \n",
"DER ZEHNT GEHT DEM GEFLÜGELOPFER VOR, WEIL ES EIN SCHLACHTOPFER IST UND HOCHHEILIGES ENTHÄLT: DAS BLUT UND DIE OPFERTEILE. DIE GEFLÜGELOPFER GEHEN DEM SPEISOPFER VOR, WEIL SIE BLUTOPFER SIND; DAS SPEISOPFER WEGEN EINER SÜNDE GEHT DEM GESPENDETEN SPEISOPFER VOR, WEIL ES WEGEN EINER SÜNDE DARGEBRACHT WIRD; DAS GEFLÜGEL-SÜNDOPFER GEHT DEM GEFLÜGEL-BRANDOPFER VOR, UND EBENSO AUCH BEI DER HEILIGUNG."
],
[
"GEMARA. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:Und einen zweiten jungen Farren nimm als Sündopfer;",
"lehrt er etwa, daß es zwei sind, so heißt es ja bereits:er richte den einen als Sündopfer und den anderen als Brandopfer her, wozu heißt es nun: und einen zweiten jungen Farren nimm als Sündopfer? Man könnte glauben, das Sündopfer gehe in seiner ganzen Herrichtungdem Brandopfer vor, so heißt es: und einen zweiten jungen Farren nimm als Sündopfer.",
"Aus [den Worten] einen zweiten Farren könnte man entnehmen, daß das Brandopfer in seiner ganzen Herrichtung dem Sündopfer vorgehe, so heißt es: er richte den einen als Sündopfer und den anderen als Brandopfer her. Wie ist dies nun zu erklären? Nur das Blut des Sündopfers geht dem Blute des Brandopfers vor, weil es Sühne schafft, dieGlieder des Brandopfers &c. –",
"Sollte doch nur die erste Sprengung vorgehen, die Sühne schafft, die übrigen aber nicht!?",
"Rabina erwiderte: Hier wird vom Sündopfer der Leviten gesprochen; dieses gleicht einem Brandopfer, dennoch sagt der Allbarmherzige, daß es vorgehe. Im Westen erklärten sie: Da man mit dem Sprengen begonnen hat, so beende man es auch.",
"Sie fragten: Was geht von Blut des Sündopfers und Gliedern des Brandopfers vor: geht das Blut des Sündopfers vor, weil es Sühne schafft, oder gehen die Glieder des Brandopfers vor, weil sie vollständig verbrannt werden? –",
"Komm und höre: Das Blut des Sündopfers geht dem Blute des Brandopfers vor; nur dem Blute des Brandopfers geht es vor, nicht aber geht es den Gliedern des Brandopfers vor. –",
"Das entgegengesetzte ist aus dem Schlußsatz zu entnehmen: die Glieder des Brandopfers gehen den Opferteilen des Sündopfers vor; nur den Opferteilen des Sündopfers gehen sie vor, dem Blute des Sündopfers gehen sie aber nicht vor. Hieraus ist also nichts zu entnehmen.",
"Sie fragten: Was geht von Blut des Brandopfers und Opferteilen des Sündopfers vor: geht das Blut des Brandopfers vor, weil es von einem vollständig zu verbrennenden Opfer kommt, oder gehen die Opferteile des Sündopfers vor, weil sie von einem sühneschaffenden kommen? –",
"Komm und höre: Das Blut des Sündopfers geht dem Blute des Brandopfers vor; nur das Blut des Sündopfers geht dem Blute des Brandopfers vor, nicht aber die Opferteile des Sündopfers. –",
"Das entgegengesetzte ist aus dem Schlußsatz zu entnehmen: die Glieder des Brandopfers gehen den Opferteilen des Sündopfers vor; nur die Glieder des Brandopfers gehen den Opferteilen des Sündopfers vor, nicht aber das Blut des Brandopfers. Hieraus ist also nichts zu entnehmen.",
"Sie fragten: Was geht von Blut des Brandopfers und Blut des Schuldopfers vor: geht das Blut des Brandopfers vor, weil es von einem vollständig zu verbrennenden Opfer kommt, oder geht das Blut des Schuldopfers vor, da es von einem sühneschaffenden kommt? –",
"Komm und höre: Das Blut des Sündopfers geht dem Blute des Brandopfers vor; nicht aber das Blut des Schuldopfers. –",
"Eigentlich sollte dies vom Blute des Schuldopfers gelehrt werden, da er aber im Schlußsatz lehren will, daß die Glieder des Brandopfers den Opferteilen des Sündopfers vorgehen,",
"denn wenn er gelehrt hätte: den Opferteilen des Schuldopfers, so könnte man glauben, sie gehen nur den Opferteilen des Schuldopfers vor, nicht aber den Opferteilen des Sündopfers, so lehrt er es vom Sündopfer. –",
"Komm und höre: Das Sündopfer geht dem Schuldopfer vor; nur das Sündopfer geht dem Schuldopfer vor, das Brandopfer aber nicht, und dies bezieht sich ja wahrscheinlich auf das Blut. –",
"Nein, auf die Opferteile. Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt: weil dessen Blut gesprengt wird. Schließe hieraus.",
"DAS SÜNDOPFER GEHT &C. VOR. Im Gegenteil, das Schuldopfer sollte ja vorgehen, denn für dieses ist ein Betrag festgesetzt!? – Trotzdem geht die Bevorzugung hinsichtlich des Altars vor.",
"DAS SCHULDOPFER GEHT DEM DANKOPFER &C. VOR. Im Gegenteil, das Dankopfer und der Widder des Nazirs sollten doch vorgehen, denn sie benötigen der Brote!? – Trotzdem geht das Hochheilige vor.",
"DAS DANKOPFER UND DER WIDDER DES NAZIRS &C. Im Gegenteil, das Heilsopfer sollte doch vorgehen, denn es wird sowohl von einer Gemeinde als auch von einem einzelnen dargebracht!? – Trotzdem gehen diejenigen, die einen Tag gegessen werden, vor.",
"Sie fragten: Was geht von Dankopfer und Widder des Nazirs vor: geht das Dankopfer vor, weil für dieses vier Arten Brote erforderlich sind, oder aber geht der Widder des Nazirs vor, weil mit diesem anderes Blut dargebracht wird? – Komm und höre: jenes geht diesem vor, denn jenes benötigt vier Arten Brote, dieses aber nur zwei Arten Brote.",
"DAS SCHULDOPFER GEHT DEM DANKOPFER &C. VOR. Im Gegenteil, das Erstgeborene sollte doch vorgehen, denn es ist heilig vom Mutterschoße aus und darf nur von Priestern gegessen werden!? – Trotzdem ist die Mehrheit der Gebotezu bevorzugen.",
"DAS ERSTGEBORENE GEHT &C. VOR. Im Gegenteil, der Zehnte sollte doch vorgehen, denn er überträgt die Heiligkeit auf das Vorangehende und das Folgende!? – Trotzdem geht die Heiligkeit vom Mutterschoße aus vor.",
"DER ZEHNT GEHT DEM GEFLÜGELOPFER VOR &C. Im Gegenteil, das Geflügelopfer sollte doch vorgehen, denn es ist hochheilig!? – Trotzdem geht das Schlachtopfer vor.",
"Rabina b. Šila sagte: Sind die Opferteile von minderheiligen Opfern vor dem Blutsprengen hinausgekommen, so sind sie untauglich. Und der Autor [unserer Mišna] lehrt dasselbe: weil es ein Schlachtopfer ist und Hochheiliges enthält: das Blut und die Opferteile.",
"Allerdings gibt es beim Geflügel keine Opferteile, das Blut aber ist ja auch bei diesem vorhanden? Wahrscheinlich lehrt er uns folgendes: die Opferteile gleichen dem Blute,",
"wie das Blut es vor dem Sprengen ist, ebenso auch die Opferteile vor dem Sprengen, und er nennt sie hochheilig; wie nun das Blut durch das Hinausbringen untauglich wird, ebenso werden auch die Opferteile durch das Hinausbringen untauglich.",
"Ihm wäre eine Stütze zu erbringen: Wenn das Fleisch von minderheiligen Opfern vor dem Blutsprengen hinausgebracht worden ist, so ist es, wie R. Joḥanan sagt, tauglich, und wie Reš Laqiš sagt, untauglich.",
"R. Joḥanan sagt, es sei tauglich, da es später hinausgebrachtwird; Reš Laqiš sagt, es sei untauglich, denn die Zeit des Hinausbringens ist noch nicht herangereicht. Sie streiten also nur über das Fleisch, nicht aber über die Opferteile. –",
"Ihr Streit bezieht sich auch auf die Opferteile, nur streiten sie deshalb über das Fleisch, um die Ansicht des Reš Laqiš hervorzuheben, daß er es auch vom Fleische sagt, das später hinausgebracht wird, weil die Zeit des Hinausbringens noch nicht herangereicht ist. –",
"Es wäre anzunehmen, daß hierüber folgende Tannaím streiten. Sind die Opferteile von minderheiligen Opfern vor dem Blutsprengen hinausgebracht worden, so gibt es bei ihnen, wie R. Elie͑zer sagt, keine Veruntreuung,"
],
[
"und man ist bei diesen nicht schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit; R. A͑qiba sagt, es gebe bei ihnen eine Veruntreuung, und man ist bei diesen schuldig wegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit.",
"Wahrscheinlich streiten sie über den Fall, wenn man sie zurück hereingebrachthat, und ihr Streit besteht in folgendem: einer ist der Ansicht, sie werden durch das Hinausbringen untauglich, und einer ist der Ansicht, sie werden durch das Hinausbringen nicht untauglich.",
"R. Papa erwiderte: Über den Fall, wenn man sie zurück hereingebracht hat, streiten sie nicht, sie streiten nur über den Fall, wenn sie sich außerhalb befinden, und ihr Streit besteht in folgendem: einer ist der Ansicht, das Sprengen sei beim Hinausgebrachten nicht von Wirkung, und einer ist der Ansicht, das Sprengen sei beim Hinausgebrachten von Wirkung. –",
"R. Papa ist es ja aber, welchersagte, daß sie nicht über den Fall streiten, wenn sie sich außerhalb befinden, sondern über den Fall, wenn man sie zurück hereingebracht hat!? –",
"Dies [sagte er] von den zwei Broten, die nicht vom Schlachtopfer selber herrühren, hinsichtlich der Opferteile aber, die vom Schlachtopfer selber herrühren, streiten sie über den Fall, wenn sie sich außerhalb befinden.",
"DIE GEFLÜGELOPFER GEHEN &C. VOR. Im Gegenteil, das Speisopfer sollte doch vorgehen, denn es wird sowohl von einer Gemeinde als auch von einem einzelnen dargebracht!? – Trotzdem geht das Blutopfer vor.",
"DAS SPEISOPFER WEGEN EINER SÜNDE &C. Im Gegenteil, das gespendete Speisopfer sollte doch vorgehen, denn bei diesem sind Öl und Weihrauch erforderlich!? – Trotzdem geht das wegen einer Sünde dargebrachte Speisopfer vor, da es Sühne schafft.",
"Sie fragten: Was geht von Speisopfer einer Ehebruchsverdächtigten und einem freiwilligen Speisopfer vor: geht das freiwillige Speisopfer vor, weil bei diesem Öl und Weihrauch erforderlich sind, oder geht das Speisopfer einer Ehebruchsverdächtigten vor, da es zur Klärung der Sünde dargebracht wird? –",
"Komm und höre: Das Speisopfer wegen einer Sünde geht dem freiwilligen Speisopfer vor; nur das Speisopfer wegen einer Sünde geht dem freiwilligen Speisopfer vor, nicht aber das Speisopfer einer Ehebruchsverdächtigten. – Nein, es heißt ja nicht: weil es Sühne schafft, sondern: weil es wegen einer Sünde dargebracht wird, und auch dieses wird wegen einer Sünde dargebracht. –",
"Komm und höre: Dieses geht jenemvor, weil dieses aus Weizen und jenes aus Gerstedargebracht wird; doch wohl das freiwillige Speisopfer dem Speisopfer einer Ehebruchsverdächtigten. – Nein, das Speisopfer wegen einer Sünde dem Speisopfer einer Ehebruchsverdächtigten.",
"Sollte dochschon der Umstand ausreichen, daß das eine Sühne schafft und das andere keine Sühne schafft!? –",
"Auch beim freiwilligen Speisopfer, sollte doch schon der Umstand ausreichen, daß bei dem einen Öl und Weihrauch erforderlich sind und beim anderen Öl und Weihrauch nicht erforderlich sind!? Vielmehr nennt er einen von zwei Gründen.",
"DAS GEFLÜGEL-SÜNDOPFER GEHT &C. VOR. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:Er bringe die zum Sündopfer bestimmte zuerst. Was lehrt dies: lehrt dies etwa, daß diese zuerst dargebracht werde, so heißt es ja:und die andere richte er als Brandopfer her;",
"vielmehr ist dies eine Hauptnorm dafür, daß jedes Sündopferdem mit ihm dargebrachten Brandopfer vorangehe; das Geflügel-Sündopfer dem Geflügel-Brandopfer, das Vieh-Sündopfer dem Vieh-Brandopfer, und sogar das Geflügel-Sündopfer dem Vieh-Brandopfer.",
"Daß das Geflügel-Sündopfer dem Geflügel-Brandopfer vorangeht, ist zu entnehmen aus: und die zweite; daß das Vieh-Sündopfer dem Vieh-Brandopfer vorangeht, aus der Lehre Rabbis; und daß das Geflügel-Sündopfer dem Vieh-Brandopfer vorangeht, aus der Hauptnorm. –",
"Komm und höre: R. Elie͑zer sagte: Überall, wo das Sündopfer wechselt, geht das Sündopfer vor, hierbei abergeht das Brandopfer vor;",
"überall, wo [das Sündopfer] wegen einer Sünde dargebracht wird, geht das Sündopfer vor, hierbei aber geht das Brandopfer vor; überall, wo zwei statt einesdargebracht werden, geht das Sündopfer vor, hierbei abergeht das Brandopfervor.",
"Raba erwiderte: Nur hinsichtlich der Nennung ließ die Schrift es vorgehen. –",
"Komm und höre: Die Farren gehen den Widdern vor, die Widder gehen den Lämmern vor und die Lämmer gehen den Ziegenböcken vor,"
],
[
"doch wohl die des Festes!? – Nein, freiwillige; die Farren gehen den Widdern vor, weil sie hinsichtlich des Gußopfersbedeutender sind, und die Lämmer den Ziegenböcken, weil sie hinsichtlich des Fettschwanzesbedeutender sind. –",
"Komm und höre: Der Farre des gesalbten Priesters geht dem Farren der Gemeinde wegen Entfallens vor, der Farre der Gemeinde wegen Entfallens geht dem Farren wegen Götzendienstes vor,",
"und der Farre wegen Götzendienstes geht den Ziegenböcken wegen Götzendienstes vor. Obgleich doch der Farre wegen Götzendienstes ein Brandopfer ist, während die Ziegenböcke wegen Götzendienstes Sündopfer sind!? –",
"Vielleicht vom Anfangsatze: der Farre der Gemeinde wegen Entfallens geht dem Farren wegen Götzendienstesvor!? –",
"Von derselben Artsprechen wir nicht, das Sündopfer geht dann vor, wir sprechen von zwei verschiedenenArten; bei diesen kommt es nun vor, daß ein Brandopfer dem Sündopfer vorgehe.",
"Im Westen erklärten sie im Namen des Raba b. Mari: Beim Sündopfer wegen Götzendienstes fehlt [im Worte] ḥaṭath [Sünde] das Aleph. Rabina erklärte: Bei diesem heißt es:nach Vorschrift.",
"Da du nun zu dieser Erklärung gekommen bist, so ist auch [jene Lehre] auf die Farren des Festes zu beziehen, denn auch bei diesen heißt es: nach Vorschrift.",
"Sie fragten: Was geht von Geflügel-Sündopfer, Vieh-Brandopfer und Zehnten vor: sollte das Geflügel-Sündopfer vorgehen, so geht ja diesem der Zehnt vor; sollte der Zehnt vorgehen, so geht ja diesem das Vieh-Brandopfer vor, sollte das Vieh-Brandopfer vorgehen, so geht ja diesem das Geflügel-Sündopfer vor?–",
"Hierentschieden sie, die Art des Schlachtopfers gehevor, im Westen entschieden sie, [die Bevorzugung des] Vieh-Brandopfers werde auf das Geflügel-Sündopfer übertragen und setzt es über den Zehnten.",
" ALLE IN DER TORA GENANNTEN SÜNDOPFER GEHEN DEN SCHULDOPFERN VOR, AUSGENOMMEN DAS SCHULDOPFER EINES AUSSÄTZIGEN, WEIL ES ZUR REINIGUNGDARGEBRACHT WIRD.",
"ALLE IN DER TORA GENANNTEN SCHULDOPFER MÜSSEN ZWEIJÄHRIG UND ZWEI ŠEQEL WERT SEIN, AUSGENOMMEN DAS SCHULDOPFER EINES NAZIRS UND DAS SCHULDOPFER EINES AUSSÄTZIGEN, DIE EINJÄHRIG DARGEBRACHT WERDEN UND NICHT ZWEI ŠEQEL WERT ZU SEIN BRAUCHEN. vi",
"WIE DIE EINEN DEN ANDEREN HINSICHTLICH DER DARBRINGUNG VORGEHEN, SO GEHEN SIE IHNEN AUCH HINSICHTLICH DES ESSENS VOR. VON GESTRIGEN UND HEUTIGEN HEILSOPFERN GEHEN DIE GESTRIGEN DEN HEUTIGEN VOR. VON EINEM GESTRIGEN HEILSOPFER UND EINEM HEUTIGEN SÜNDOPFER ODER SCHULDOPFER GEHT, WIE R. MEÍR SAGT, DAS GESTRIGE HEILSOPFER VOR; DIE WEISEN SAGEN, DAS SÜNDOPFER GEHE VOR, WEIL ES HOCHHEILIG IST.",
" DIES ALLES DÜRFEN DIE PRIESTER IN VERSCHIEDENER ZUBEREITUNG ESSEN: GEBRATEN, GESCHMORT UND GEKOCHT, AUCH GEWÜRZE VON PROFANEM ODER HEBE HINEINTUN – so R. ŠIMO͑N; R. MEÍR SAGT, SIE DÜRFEN KEINE GEWÜRZE VON HEBE HINEINTUN, DAMIT SIE NICHT DIE HEBE ZUR UNTAUGLICHKEITBRINGEN.",
"GEMARA. Sie fragten: Was geht von Öfterem und Heiligerem vor: geht das Öftere vor, weil es öfter ist, oder geht das Heiligere vor, weil es heiliger ist? – Komm und höre: Die beständigen Opfer gehen den Zusatzopfern vor."
],
[
"Obgleich doch die Zusatzopfer heiligersind. – Erstreckt sich denn die Šabbath[weihe] nur auf das Zusatzopfer und nicht auch auf das beständige Opfer!? -",
"Komm und höre: Das Zusatzopfer des Šabbaths geht dem Zusatzopfer des Neumondesvor. – Erstreckt sich denn [die Heiligkeit] des Neumondes nur auf sein Zusatzopfer und nicht auch auf das des Šabbaths!? –",
"Komm und höre: Das Zusatzopfer des Neumondes geht dem Zusatzopfer des Neujahres vor. Obgleich doch das des Neujahres heiliger ist. – Erstreckt sich denn die Neujahrs[weihe] nur auf sein Zusatzopfer und nicht auch auf das des Neumondes!?",
"Komm und höre: Der Segen über den Wein ist oft und der Segen über die Tages[weihe]ist seltener, und von öfterem und seltenerem geht das öftere vor. Obgleich doch der Segen über die Tages[weihe] heiliger ist. – Erstreckt sich denn die Šabbath[weihe] nur auf den Segen über den Tag und nicht auch auf den Segen über den Wein!? –",
"Komm und höre: R. Joḥanan sagte: Die Halakha ist, man verrichte zuerst das Vespergebet und nachher das Zusatzgebet. – Erstreckt sich denn die Šabbath[weihe] nur auf das Zusatzgebet und nicht auch auf das Vespergebet!? –",
"Komm und höre: Von einem gestrigen Heilsopfer und einem heutigen Sündopfer oder Schuldopfer geht das gestrige vor. Demnach geht, wenn beide von heute sind, das Sündopfer oder das Schuldopfer vor; obgleich doch das Heilsopfer öfter ist.",
"Raba erwiderte: Du sprichst vom Häufigeren, wir aber fragen hinsichtlich des Öfterenund nicht hinsichtlich des Häufigeren.",
"R. Hona b. Jehuda sprach zu Raba: Wird etwa das Häufigere nicht auch als öfteres bezeichnet, es wird ja gelehrt: Ich schließe das Pesaḥopfer aus, das nicht öfter vorkommt, und ich schließe nicht die Beschneidung aus, die öftervorkommt!? –",
"Unter ‘öfter’ ist zu verstehen, inbetreff der Gebote. Wenn du aber willst, sage ich: dem Pesaḥopfer gegenüber ist die Beschneidung öfter.",
"Sie fragten: Wie ist es, wenn eines öfter und eines seltener ist, und man zuerst das seltenere geschlachtet hat: sagen wir, da es bereits geschlachtet ist, sei es darzubringen, oder lasse man jemand das Blut umrühren, bis das öftere dargebracht worden ist, und erst nachher bringe man das seltenere dar!?",
"R. Hona aus Sura erwiderte: Komm und höre: Von einem gestrigen Heilsopfer und einem heutigen Sündopfer oder Schuldopfer geht das gestrige dem heutigen vor; demnach gehen das Sündopfer und das Schuldopfer vor, wenn sie von heute sind und dem gestrigen gleichen,",
"wenn man nämlich das Heilsopfer zuerst geschlachtet hat. –",
"Vielleicht gilt der Fall vom gestrigen Heilsopfer und dem heutigen Sündopfer oder Schuldopfer nur dann, wenn beide geschlachtetsind, wenn aber nicht beide geschlachtetsind, so ist es fraglich. –",
"Komm und höre: Eine andere Erklärung: der Segen über den Wein ist öfter und der Segen über die Tages[weihe] ist seltener, und von öfterem und seltenerem geht das öfterevor. –",
"Hierbei ist es, da erbereits vorhanden ist, ebenso, als wären beide geschlachtet. –",
"Komm und höre: R. Joḥanan sagte: Die Halakha ist, man verrichte zuerst das Vespergebet und nachher das Zusatzgebet. – Hierbei ist es ebenfalls, da die Zeit des Vespergebetes bereits herangereicht ist, ebenso als wären beide geschlachtet.",
"R. Aḥa, Sohn, des R. Aši, sprach zu Rabina: [Es wird gelehrt:] Hat man esvormittags geschlachtet, so ist es untauglich, denn es heißt:gegen Abend; wenn vor dem beständigenOpfer, so ist es tauglich, und jemand rühre das Blut um, bis das Blut [des beständigen Opfers] gesprengt ist. –",
"Hier handelt es sich um den Fall, wenn man das beständige Opfer bereits geschlachtet hat. R. Aḥa der Greis sprach zu R. Aši: Dies geht auch aus jener Lehre hervor, denn es heißt: bis das Blut des beständigen Opfers gesprengt ist, es heißt aber nicht: bis es geschlachtet und das Blut gesprengt ist. Schließe hieraus.",
"DIES ALLES DÜRFEN DIE PRIESTER &C. AUS welchem Grunde? – Die Schrift sagt:zum Salben, vornehm, wie Königeessen.viii",
"R. ŠIMO͑N SAGTE: ŠIEHST DU ÖI. IM TEMPELHOFEVERTEILEN, SO BRAUCHST DU NICHT FRAGEN, WELCHES BEWENDEN ES DAMIT HABE; ES IST VOM SPEISOPFERFLADEN EINES JISRAÉLITEN ODER VOM LOG [ÖL] EINES AUSSÄTZIGEN ZURÜCKGEBLIEBENES.",
"SIEHST DU ÖL AUF DAS ALTARFEUERTUN, SO BRAUCHST DU NICHT FRAGEN, WELCHES BEWENDEN ES DAMIT HABE; ES IST VOM SPEISOPFERFLADEN DER PRIESTER ODER VOM SPEISOPFER DES GESALBTEN PRIESTERS ZURÜCKGEBLIEBENES, DENN MAN SPENDET KEIN ÖL, R. TRYPHON SAGT, MAN SPENDE AUCH ÖL."
],
[
"GEMARA. Šemuél sagte: Nach der Ansicht desjenigen, welchersagt, man spende Öl, hebe man den Haufen abund das Zurückbleibende werde gegessen. – Aus welchem Grunde? – Die Schrift sagt:ein Speisopfer, dieslehrt, daß man Öl freiwillig spenden könne, und zwar gleich einem Speisopfer, von dem der Haufe abgehoben und das Zurückbleibende gegessen wird.",
"R. Zera sagte: Auch wir haben demgemäßgelernt: R. Šimo͑n sagte: Siehst du Öl im Tempelhofe verteilen, so brauchst du nicht fragen, welches Bewenden es damit habe; es ist vom Speisopferfladen eines Jisraéliten oder vom Log [Öl] eines Aussätzigen zurückgebliebenes, denn man spendet kein Öl. Demnach wird es verteilt nach demjenigen, welcher sagt, man spende es.",
"Abajje sprach zu ihm: Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: siehst du Öl auf das Altarfeuer tun, so brauchst du nicht fragen, welches Bewenden es damit habe; es ist vom Speisopferfladen der Priester oder vom Speisopfer des gesalbten Priesters zurückgebliebenes, denn man spendet kein Öl. Demnach wird es nach demjenigen, welcher sagt, man spende es, vollständig auf das Altarfeuer getan. Gegen Abajje ist der Anfangsatz und gegen R. Zera ist der Schlußsatz als Einwand zu erheben!?",
"Allerdings ist nach R. Zera zu erklären, der Anfangsatz spreche vom Zurückbleibendenund der Schlußsatz vom Haufen, aber gegen Abajje besteht ja ein Einwand. – Er lehrt den Anfangsatz wegen des Schlußsatzes. –",
"Allerdings kann ein Schlußsatz wegen des Anfangsatzes gelehrt werden, wieso aber kann ein Anfangsatz wegen des Schlußsatzesgelehrt werden!? – Freilich, im Westen sagten sie, der Anfangsatz werde wegen des Schlußsatzes gelehrt. –",
"Komm und höre: Der Wein kommt nach R. A͑qibain die Beckenund das Öl nach R. Tryphonauf das Altarfeuer. Wie nun der Wein vollständig in die Becken kommt, ebenso kommt auch das Öl vollständig aufs Altarfeuer!? – Wieso denn, dies so und jenes anders.",
"R. Papa sagte: [Hierüber streiten] folgende Tannaím: Nicht weniger als ein Log; Rabbi sagt, als drei Log. Worin besteht ihr Streit? Die Jünger sprachen vor R. Papa: Ob man etwas in jeder Beziehung folgere oder man es folgere und bei seiner Bestimmunglasse.",
"Die Rabbanan sind der Ansicht, wie man ein Speisopfer spenden kann, ebenso kann man auch Ölspenden,",
"und der andere vergleicht esmit dem Gußopfer: beim Öl sind wie bei diesem drei Log erforderlich, und ebenso vollständig für das Altarfeuer.",
"R. Papa sprach zu Abajje: Würde Rabbi [die Ölspende] vom Speisopfer gefolgert haben, so wäre er ebenfalls der Ansicht, daß sie diesem in jeder Beziehung gleiche; er folgert sie aber [durch das Wort] Eingeborener.",
"R. Hona, Sohn des R. Nathan, sprach zu R. Papa: Wieso kannst du dies sagen, es wird ja gelehrt: Opfer, dies lehrt, daß man Öl spenden könne, und es sind drei Log erforderlich. Derjenige, welcher sagt, es seien drei Log erforderlich, ist ja Rabbi, und er folgert es durch [das Wort] Opfer!? Dieser erwiderte: Ist dies gelehrt worden, so ist es gelehrt worden.",
"Šemuél sagte: Wer Wein spendet, hole ihn und sprenge ihn aufs Altarfeuer, denn die Schrift sagt:und Wein sollst da zum Gußopfer darbringen, ein ViertelHin, zum wohlgefälligen Gerüche für den Herrn. – Man löscht ja dadurch [das Feuer]!? – Das teilweise Löschen gilt nicht als Löschen. –",
"Dem ist ja aber nicht so, R. Naḥman sagte ja im Namen des Rabba b. Abuha, wer eine Kohle vom Altar herabnimmt und sie auslöscht, seischuldig!? – Wenn nur diese eine vorhanden ist. Wenn du aber willst, sage ich: anders ist es, wenn durch das Löschen ein Gebot ausgeübt wird. –",
"Komm und höre: R. Elie͑zer b. Ja͑qob sagte: Da die Tora das Abheben [der Asche] angeordnet hat, so könnte man glauben, man lösche [die Kohlen]und hebe sie ab, so heißt es:und erlösche nicht!? – Anders ist es hierbei, denn man kannwarten. –",
"Komm und höre: Der Wein kommt nach R. A͑qiba in die Becken und das Öl nach R. Tryphon auf das Feuer. Ferner wird gelehrt: Der Libationswein kommt in die Becken. Vielleicht ist dem nicht so, sondern aufs Altarfeuer? Es heißt: und erlösche nicht!? –",
"Das ist kein Einwand; eines nach R. Jehudaund eines nach R. Šimo͑n. – Demnach wäre Šemuél der Ansicht R. Simons, und dem widersprechend sagte Šemuél, man dürfeeine Metallkohle auf öffentlichem Gebiete auslöschen, damit das Publikum nicht zu Schaden komme,"
],
[
"jedoch keine Holzkohle. Wenn man nun sagen wollte, er sei der Ansicht R. Šimo͑ns, so sollte es doch auch bei einer Holzkohle erlaubtsein!? –",
"Hinsichtlich der unbeabsichtigten Tätigkeit ist er der Ansicht R. Šimo͑ns, und hinsichtlich der an sich nicht nötigen Arbeitist er der Ansicht R. Jehudas.",
"R. Hona sagte: Sind Gußopfer unrein geworden, so errichte man für sie einen besonderen Holzstoßund verbrenne sie, denn es heißt:im Heiligtume &c. im Feuer werde es verbrannt. Ebenso wird auch gelehrt: Sind Blut, Öl, Speisopfer oder Gußopfer unrein geworden, so errichte man für sie einen besonderen Holzstoß und verbrenne sie.",
"Šemuél sprach zu R. Ḥana aus Bagdad: Hole mir zehn Leute, und ich will dir vor ihnen sagen, daß, wenn Gußopfer unrein geworden sind, man für sie einen besonderen Holzstoß errichte und sie verbrenne.",
"",
" IST SÜNDOPFERBLUT AUF EIN GEWAND VERSPRITZT, SO BENÖTIGT DIESES DES WASCHENS. OBGLEICH DIE SCHRIFT NUR VON ESSBAREN [OPFERN] SPRICHT, WIE ES HEISST: an heiliger Stelle soll es gegessen werden, SO ERFORDERN DENNOCH SOWOHL DIE ESSBAREN ALS AUCH DIE INNEREN DES WASCHENS, DENN ES HEISST: das Gesetz des Sündopfers, EIN GESETZ FÜR ALLE SÜNDOPFER.",
" WEGEN DES BLUTES EINES UNTAUGLICHEN SÜNDOPFERS IST DAS WASCHEN NICHT ERFORDERLICH, EINERLEI OB ES VORHER TAUGLICH WAR ODER ES NIEMALS TAUGLICH WAR. WELCHES WAR VORHER TAUGLICH? DAS ÜBERNACHTETE, DAS UNREINE UND DAS HINAUSGEBRACHTE. WELCHES WAR NIEMALS TAUGLICH? WENN [DAS OPFER] AUSSERHALB DER FRIST ODER AUSSERHALB DES rAUMES GESCHLACHTET WORDEN IST ODER UNTAUGLICHE DAS BLUT AUFGENOMMEN UND GESPRENGT HABEN.",
"GEMARA. SÜNDOPFERBLUT &C. Wenn für alle Sündopfer ein Gesetz besteht, so sollte dies auch vom Geflügel-Sündopfer gelten, und dem widersprechend wird gelehrt: man könnte glauben, das Blut eines Geflügel-Sündopfers erfordere des Waschens, so heißt es dies!?",
"Reš Laqiš erwiderte im Namen des Bar Qappara: Der Schriftvers lautet: soll geschlachtet werden, die Schrift spricht also von zu schlachtenden. –",
"Vielleicht nur von zu essenden, denn es heißt: an heiliger Stelle soll es gegessen werden, nicht aber gilt dies von den inneren!? – Der Allbarmherzige hat diese durch [das Wort] Gesetz einbegriffen. –",
"Demnach sollte dies auch vom Geflügel-Sündopfer gelten!? – Der Allbarmherzige hat es durch [das Wort] dies ausgeschlossen. –",
"Was veranlaßt dich dazu!? – Es ist einleuchtend, daß das Vieh-Sündopfer einzuschließen ist, denn es gleicht jenem hinsichtlich des Schlachtens in der Nordseite, der [Blut]aufnahme in der Nordseite, des Gefäßes,"
],
[
"des Horns, des Fingers, der Kanteund der Verbrennung. –",
"Im Gegenteil, das Geflügel-Sündopfer sollte ja einbegriffen werden, denn es wird gleich jenem außerhalb [hergerichtet] und gegessen!? – Jenesind mehr.",
"R. Joseph erklärte: Der Schriftvers lautet: soll er es essen, dieses und nicht ein anderes; die Schrift hat eine Einschränkung hinsichtlich der zu essenden getroffen. –",
"Wozu ist demnach [das Wort] dieses nötig!? – Hieße es nicht dieses, so könnte man glauben, [der Ausdruck] soll es essen sei eine Redewendung der Schrift, so lehrt er uns.",
"Rabba erklärte: Der Schriftvers lautet:worauf es spritzt, die Schrift spricht also von zu sprengenden. – Es heißt ja aber: obgleich die Schrift nur von eßbaren spricht!? –",
"Hinsichtlich des Scheuerns und Abspülens, hinsichtlich des Waschens aber heißt, es: worauf es spritzt. –",
"Wieso heißt es demnach: sowohl die eßbaren als auch die inneren, es müßte ja heißen: sowohl die inneren als auch die eßbaren!? – Lies: sowohl die inneren als auch die eßbaren. –",
"Demnach sollte es auch vom Geflügel-Sündopfergelten!? – Die Schrift hat es durch [das Wort] dieses ausgeschlossen!? – Demnach sollte es auch von den äußeren nicht gelten!? – Der Allbarmherzige hat sie durch [das Wort] Gesetz einbegriffen. –",
"Was veranlaßt dich dazu!? – Es ist einleuchtend, daß) das Vieh-Sündopfer einzuschließen sei, denn es ist ebenfalls ein Vieh und gleicht jenem hinsichtlich des Schlachtens in der Nordseite, der [Blut]aufnahme in ein Gefäß, des Horns, des Fingers, der Kanteund der Verbrennung. –",
"Im Gegenteil, das Geflügel-Sündopfer sollte ja einbegriffen werden, denn es gleicht jenem hinsichtlich des Sprengens!? – Jenesind mehr.",
"R. Abin fragte: Wie ist es, wenn man Geflügel-Sündopferblut im Halseinnerhalb gebracht hat: gleicht der Halseinem Dienstgefäße, somit ist es untauglich,",
"oder gleicht er dem Halse eines Viehs, und der Allbarmherzige sagt:vom Blute, nicht aber vom Fleische. – Komm und höre: Ist esdurch das Zappeln in das Innere gekommen und zurück herausgekommen, so ist es tauglich. Demnach ist es, wenn man es hineingebracht hat, untauglich. –",
"Auch hinsichtlich des Hochheiligenheißt es ja, wenn es durch das Zappeln in die Südseite gekommen und zurück herausgekommen ist, sei es tauglich, und nach deiner Auslegung wäre ebenfalls zu folgern, wenn man es hineingebracht hat, seies untauglich!?",
"Vielmehr lehrt er eshierbei wegen des Falles, wenn es außerhalbhinausgekommen ist, ebenso lehrt er es auch dort wegen des Falles, wenn es außerhalb hinausgekommen ist.",
"R. Abin fragte: Wie ist es, wenn esauf das Pflaster ausgeschüttet und aufgesammelt worden ist:",
"hat der Allbarmherzige hierbei eines Dienstgefäßes nicht benötigt, somit nehme man es aufund es ist tauglich, oder hat der Allbarmherzige hierbei ein Dienstgefäß verboten, somit ist es, wenn man es aufnimmt, untauglich?",
"Raba erwiderte: Komm und höre: Man könnte glauben, das Blut eines Geflügel-Sündopfers benötige des Waschens, so heißt es dies. Wenn man nun sagen wollte, es werde dadurch untauglich, so sollte schon der Umstand ausreichen, daß es durch den Luftraum der Sache untauglichgeworden ist.",
"R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, erwiderte: Wenn man die Sache an den Hals anschließt.",
"Levi fragte: Wie ist es, wenn es von einem Gewände auf ein anderes spritzt: ist es schon beim ersten Gewände hinsichtlich des Waschens verdrängt wordenoder nicht?",
"Dieser erwiderte: Dies ist eine Frage. Das Waschen ist auf jeden Fall erforderlich; ist es, wenn man es aufnimmt, tauglich, so ist es ja tauglich, und ist es, wenn man es aufnimmt, untauglich, so ist ja R. A͑qiba der Ansicht, wenn das Blut tauglich war und untauglich geworden ist, benötige es des Waschens."
],
[
"Rami b. Ḥama fragte R. Ḥisda: Wie ist es, wenn es auf ein unreines Gewand verspritzt ist? R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, sprach: Ist aus dieser seiner Frage zu entnehmen, daß nach ihm die Lehre, wenn das Blut tauglich war und untauglich geworden ist, sei das Waschen nicht erforderlich,",
"nur von dem Fall gilt, wenn es nacheinander erfolgtist, nicht aber, wenn gleichzeitig, oder gibt es hierbei keinen Unterschied? Jener erwiderte: Nach Rabba, gemäß der Auslegung Abajjes, besteht hierüber ein Streit zwischen R. Elea͑zarund den Rabbanan.",
"Es wird nämlich gelehrt: R. Elea͑zar sagte: Ist das Entsündigungswasser unrein geworden, so ist es dennoch reinigend, denn auch eine Menstruierendewird damit besprengt.",
"Hierzu sagte Rabba: R. Elea͑zar sagte es nach der Ansicht seines Lehrers R. A͑qiba, welcher sagt, das Hinüberlangen des Gefäßesüber eine unreine Stelle gleiche dem Hinstellen.",
"Wir haben nämlich gelernt: Wenn jemand außerhalb des Ofens, in dem ein Kriechtier sich befindet, steht und die Hand zum Fenster hinauslangt, den Krugnimmt und ihn über die Mündung des Ofensführt, so ist er nach R. A͑qiba unrein und nach den Weisen rein. Ihr Streit besteht in folgendem. R. A͑qiba ist der Ansicht, es gelteals hingestellt, und die Rabbanan sind der Ansicht, es gelte nicht als hingestellt.",
"Dagegen wandte Abajje ein: R. A͑qiba pflichtet bei, daß, wenn die Besprengungüber ein unreines Tongefäß oder ein unreines Lager oder Polster erfolgt ist, sie rein sei, denn du hast nichts was nach oben wie nach unten verunreinigend ist, sondern ein olivengroßes Stück von einer Leiche und die übrigen durch Bezeltung verunreinigendenDinge, dies schließt männliche und weibliche Flußbehafteteein.",
"Vielmehr, erklärte Abajje, sind alle der Ansicht, es gelte nicht als hingestellt und ihr Streit besteht in folgendem. R. A͑qiba ist der Ansicht, man berücksichtige, er könnte ihnhinstellen, und die Rabbanan sind der Ansicht, man berücksichtige dies nicht; hinsichtlich der Besprengung aber pflichtet R. A͑qiba bei, da es sich bereits im Flugebefindet. –",
"Worin besteht der Streit zwischen R. Elea͑zar und den Rabbanan? Abajje erwiderte: Sie streiten, ob hinsichtlich einer früheren Unreinheit von einer jetzt erfolgendenzu folgern sei;",
"nach der einen Ansicht ist es zu folgern, nach der anderen Ansicht aber nicht.",
"Raba erklärte: Alle sind der Ansicht, es sei nicht zu folgern,",
"und ihr Streit besteht in folgendem: R. Elea͑zar ist der Ansicht, zur Besprengung sei ein bestimmtes Quantum erforderlich und es gebe hierbei eine Vereinigung, und die Rabbanan sind der Ansicht, zur Besprengung sei kein bestimmtes Quantum erforderlich.",
"WEGEN &C. EINES UNTAUGLICHEN SÜNDOPFERS &C. Die Rabbanan lehrten:Von seinem Blute, vom Blut eines tauglichen, nicht aber vom Blute eines untauglichen. R. Ja͑qobsagt, wenn das Blut tauglich war und untauglich geworden ist, sei das Waschen erforderlich, wenn es niemals tauglich war, sei das Waschen nicht erforderlich.",
"R. Šimo͑n sagt, sowohl in dem einen Falle, als auch im anderen Falle sei das Waschen nicht erforderlich. Was ist der Grund R. Šimo͑ns? – Es heißtes und es heißt von seinem Blute, und das eine deutet auf den Fall, wenn es vorher tauglich war. –",
"Und R. Ja͑qob!? – Das es schließt die Hebe aus. R. Šimo͑n aber vertritt hierbei seine Ansicht, daß bei Minderheiligem Scheuern und Spülennicht erforderlich sei und um so weniger bei der Hebe.",
" VERSPRITZT ES VOM HALSEAUF EIN GEWAND, SO BENÖTIGT DIESES NICHT DES WASCHENS, WENN VOM HORNODER VOM FUNDAMENTE, SO BENÖTIGT ES NICHT DES WASCHENS. IST ES AUF DAS PFLASTER AUSGESCHÜTTET UND AUFGESAMMELT WORDEN, SO BENÖTIGT ES NICHT DES WASCHENS. NUR BLUT, DAS IN EINEM GEFÄSSE AUFGENOMMEN UND ZUR SPRENGUNG TAUGLICH IST, BENÖTIGT DES WASCHENS.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Man könnte glauben, wenn es vom Halse auf das Gewand verspritzt, sei das Waschen erforderlich, so heißt es: worauf es spritzt, ich spreche nur von dem, das zum Sprengengeeignet ist. Ein Anderes lehrt: Man könnte glauben, wenn es vom Horn oder vom Fundamente verspritzt, sei das Waschen erforderlich, so heißt es: worauf es spritzt, ausgenommen dieses, das bereits gespritzt worden ist.",
"IST ES AUF DAS PFLASTER AUSGESCHÜTTET WORDEN &C."
],
[
"Wozu ist das folgendenötig!? – Dies ist eine Begründung: wenn es auf das Pflaster ausgeschüttet und auf gesammelt worden ist, ist das Waschen deshalb nicht erforderlich, weil das Waschen nur dann erforderlich ist, wenn das Blut in einem Gefäße aufgenommen und zur Sprengung tauglich ist.",
"ZUR SPRENGUNG TAUGLICH. Was schließt dies aus? – Dies schließt den Fall aus, wenn ein zur Besprengung nicht ausreichendes Quantum in ein Gefäß und ein zur Besprengung nicht ausreichendes Quantum in ein anderes Gefäß aufgenommen wordenist.",
"R. Ḥalaphta b. Šaúl lehrte nämlich: Wenn man ein zur Besprengung nicht ausreichendes Quantumin einem Gefäße und ein zur Besprengung nicht ausreichendes Quantum in einem anderen Gefäße geheiligt hat, so ist die Heiligung ungültig.",
"Siefragten: Wie verhält es sich beim Blute: ist eseine überlieferte Halakha, und von einer überlieferten Halakha ist nichts zu folgern,",
"oder aber erfolgt dies da, weil es heißt:er tauche in dasWasser, und auch hierbei heißt es:er tauche &c. in dasBlut? –",
"Komm und höre: R. Zeriqa sagte im Namen R. Elea͑zars: Auch beim Blute ist die Heiligung ungültig.",
"Raba erwiderte: Es wird gelehrt: Tauchen, nicht aber wischen; in das Blut,das Blut muß von vornherein das für das Eintauchen erforderliche Quantum haben; vom Blute, von dem im Abschnitte gesprochen wird.",
"Und [die Worte tauchen und] Blut sind beide nötig. Würde der Allbarmherzige nur tauchen geschrieben haben, so könnte man glauben, auch wenn von vornherein das zum Eintauchen erforderliche Quantum nicht vorhandenist, daher heißt es in das Blut.",
"Und würde der Allbarmherzige nur in das Blut geschrieben haben, so könnte man glauben, auch wischen, daher heißt es tauchen. –",
"«Vom Blute, von dem im Abschnitte gesprochen wird.» Was schließt dies aus? Raba erwiderte: Dies schließt den am Finger zurückbleibenden Rest aus. Dies ist eine Stütze für R. Elie͑zer, denn R. Elie͑zer sagte: der am Finger zurückbleibende Rest ist untauglich.",
"Rabin, Sohn des R. Ada, sprach zu Rabh: Deine Schüler erzählen, daß R. A͑mram [einen Einwand]aus folgender Lehre erhob: Wenn er beim Besprengen ist und etwas von seiner Hand vor der Besprengung verspritzt, so ist das Waschen erforderlich, wenn aber nach der Besprengung, so ist das Waschen nicht erforderlich.",
"Dies ist ja wahrscheinlich wie folgt zu verstehen: wenn vor Beendigung der Besprengung, so ist das Waschen erforderlich, wenn nach Beendigung der Besprengung, so ist das Waschen nicht erforderlich. – Nein, er meint es wie folgt: wenn bevor die Sprengung aus seiner Hand gekommen ist, so ist das Waschen erforderlich, wenn aber nachdem die Sprengung aus seiner Hand gekommenist, so ist das Waschen nicht erforderlich.",
"Abajje wandte gegen ihn ein: War er mit der Besprengung fertig, so wischte er die Hand am Körper der Kuh ab; also nur nachdem er fertig war, vorher abernicht!? Jener erwiderte: War er fertig, so wischte er die Hand am Körper der Kuh ab, war er nichtfertig, so wischte er nur den Finger ab. –",
"Allerdings konnte er, als er fertig war, die Hand am Körper der Kuh abwischen, denn es heißt: man verbrenne die Kuh vor seinen Augen, woran aber wischte er den Fingerab? Aba]je erwiderte: An dem Rand des Sprengbeckens, wie es beißt:goldene Becken.",
"iii,2 VERSPRITZT ES AUF DIE NOCH NICHT ABGEZOGENE HAUT, SO IST DAS WAT SCHEN NICHT ERFORDERLICH, WENN AUF DIE ABGEZOGENE, SO IST DAS WASCHEN ERFORDERLICH – SO R. JEHUDA.",
"R. ELIE͑ZER SAGT, AUCH WENN AUF DIE ABGEZOGENE, SEI DAS WASCHEN NICHT ERFORDERLICH. NUR DIE BLUTIGE STELLEBENÖTIGT DES WASCHENS, FERNER NUR EINE SACHE, DIE FÜR DIE EMPFÄNGLICHKEIT DER UNREINHEIT GEEIGNET ISTUND ZUM WASCHEN GEEIGNET IST.",
" SOWOHL KLEIDER ALS AUCH SACKZEUG UND HAUT BENÖTIGEN DES WASCHENS. DAS WASCHEN MUSS AN HEILIGER STELLE ERFOLGEN, DAS ZERSCHLAGEN EINES TONGEFÄSSESMUSS AN HEILIGER STELLE ERFOLGEN, UND DAS SCHEUERN UND SPÜLEN EINES KUPFERNEN GEFÄSSESMUSS AN HEILIGER STELLE ERFOLGEN. IN DIESER HINSICHTIST ES BEIM SÜNDOPFER STRENGER ALS BEIM HOCHHEILIGEN.",
"GEMARA. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:Kleid, ich weiß dies nur von Kleidern, woher daß auch die abgezogene Haut einbegriffen ist? Es heißt:worauf es spritzt, sollst du waschen.",
"Man könnte nun glauben, auch die noch nicht abgezogene Haut sei einbegriffen, so heißt es Kleid, wie das Kleid für die Empfänglichkeit der Unreinheit geeignet ist, ebenso auch alles andere, was für die Empfänglichkeit der Unreinheit geeignet ist – so R. Jehuda.",
"R. Elie͑zer sagte: Kleid, ich weiß dies nur von Kleidern, woher daß auch Sackzeug und alle anderen Kleiderstoffe einbegriffen sind?"
],
[
"Es heißt: worauf es spritzt, sollst du waschen. Man könnte nun glauben, auch die nichtabgezogene Haut sei einbegriffen, so heißt es Kleid; wie das Kleid eine Sache ist, die für die Unreinheit empfänglich ist, ebenso auch jede andere Sache, die für die Unreinheit empfänglich ist. –",
"Welchen Unterschiedgibt es zwischen ihnen? Abajje erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich eines weniger als drei [Fingerbreiten] großen Flickens; nach demjenigen, welcher sagt: was geeignet ist, ist auch dieser geeignet, wenn man ihn zur Verwendungbestimmt, und nach demjenigen, welcher sagt, was für die Unreinheit empfänglich ist, ist dieser es nicht.",
"Raba erklärte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich eines Gewandes, das zu besticken man beabsichtigthat; nach demjenigen, welcher sagt, was geeignet ist, ist auch dieses geeignet, wenn man die Absicht auf gibt, und nach demjenigen, welcher sagt, was für die Unreinheit empfänglich ist, ist dieses vorläufig für die Unreinheit nicht empfänglich.",
"Rabaerklärte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich einer Decke, die zu bestoßenman beabsichtigt hat; nach demjenigen, welcher sagt, was geeignet ist, ist auch diesegeeignet, und nach demjenigen, welcher sagt, was für die Unreinheit empfänglich ist, ist diese nicht eher für die Unreinheit empfänglich als bis man sie bestoßen hat. Es wird nämlich gelehrt: R. Šimo͑n b. Menasja sagte: Eine Decke, die zu bestoßen man beabsichtigt hat, bleibt so lange rein, bis man sie bestoßen hat.",
"NUR &C. BENÖTIGT DES WASCHENS. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: Man könnte glauben, wenn es auf einen Teil des Gewandes spritzt, benötige das ganze Gewand des Waschens, so heißt es:worauf es spritzt, ich habe es dir nur von der blutigen Stelle gesagt.",
"FÜR DIE EMPFÄNGLICHKEIT DER UNREINHEIT. Eine anonyme Lehre nach R. Jehuda.",
"UND ZUM WASCHEN GEEIGNET IST. Dies schließt Dinge aus, die man abzukratzen pflegt.",
"SOWOHL KLEIDER ALS AUCH SACKZEUG &C. Demnach ist Haut zum Waschen geeignet; ich will auf einen Widerspruch hin weisen: Befindet sich daraufSchmutz, so wische man ihn mit einem Lappen fort, ist es aus Leder, so gieße man darauf Wasser bis er fortist!?",
"Abajje erwiderte: Das ist kein Widerspruch; eines nach den Rabbanan und eines nach den anderen. Es wird nämlich gelehrt: Kleider oder Sackzeug wascheman, Geräte oder Haut kratze man ab; andere sagen, Kleider, Sackzeug oder Haut wasche man, Geräte kratze man ab.",
"Demnach vertrat R. Ḥija b. Aši, der erzählte, daß er oft vor Rabh stand und ihm die Schuhe mit Wasser abspülte, die Ansicht der Rabbanan.",
"Raba sprach: Gibt es denn jemand, welcher sagt, Leder werde nicht gewaschen, es heißt ja:das Kleid, das Gewebe, das Gewirke oder irgend ein Gerät aus Leder, das gewaschen wird!? Vielmehr, erklärte Raba, spricht die Schrift und unsere Mišna von weichem und ihr Streitbesteht über hartes. –",
"R. Ḥija erzählte ja aber, daß er oft vor Rabh gestanden und ihm die Schuhe mit Wasser abgespült habe!? – Sie waren aus hartem, nach den Rabbanan.",
"Später sagte Raba: Das, was ich gesagt habe, ist nichts; ist denn anzunehmen, daß die Schrift nur von weichem spricht und nicht etwa auch von überseeischen Ledergeräten, und dennoch sagt der Allbarmherzige, daß sie zu waschen sind!?",
"Vielmehr, erklärte Raba, da der Aussatzaus diesem selbst kommt, so löst er esund macht es weich. Hierauf sprach Raba: Wenn ich einen Einwand erheben wollte, so würde ich folgenden Einwand erheben:"
],
[
"Polster und Kissen sind ja weich, dennoch wird gelehrt, daß man darauf Wasser gieße bis er fort ist. Später sagte Raba: Das Waschen, wobei kein Reiben erfolgt, heißt kein Waschen.",
"Das, was R. Ḥija b. Abba erzählte, er habe oft vor Rabh gestanden und ihm die Schuhe mit Wasser abgespült, wonach nur das Abspülen und nicht das Waschen erlaubt ist, gilt bei weichem nach aller Ansicht und bei hartem nach den anderen. – Demnach sollte dies auch von einem aus Kleiderstoffgelten!? –",
"Bei Kleiderstoff gilt schon das Einweichen als Waschen. –",
"Was ist demnach der Grund beim Leinsamen!?",
"Wolltest du sagen, weil erkeimt, so sollte dies auch von Weizen und Gerste gelten!? – Bei jenen erfolgt ein Kneten. – Demnach sollte dies auch von Kressegelten!? – Jene sondern einen Schleim aus.",
"Raba trug vor: Man darf am Šabbath Schuhe waschen. R. Papa sprach zu Raba: R. Ḥija b. Aši erzählte ja, daß er oft vor Rabh gestanden und ihm die Schuhe mit Wasser abgespült habe; demnach ist nur das Abspülen erlaubt, nicht aber das Waschen!? Später ließ Raba seinen Dolmetsch vortragen: Das, was ich euch vorgetragen habe, ist ein Irrtum; folgendes sagten sie: abspülen ist erlaubt, waschen ist verboten.",
"DAS WASCHEN MUSS AN HEILIGER STELLE &C. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:Sollst du an heiliger Stelle waschen. Woher dies vom Zerbrechen von Tongefäßen? Es heißt:und ein Tongefäß, in dem es gekocht wird, soll zerbrochen werden. Woher dies vom Scheuern und Spülen von kupfernen Gefäßen? Es heißt:und wenn es in einem kupfernen Gefäße gekocht wird, so werde es gescheuert und mit Wasser gespült.",
"IN DIESER HINSICHT IST ES BEIM SÜNDOPFER STRENGER &C. Gibt es denn nichts weitermehr, das Blut wird ja auch in das Allerinnerste gebracht!? – Bei den äußeren Sündopfern. –",
"Wenn das Blut in das Allerinnerste gebracht worden ist, ist es untauglich!? – Nach R. A͑qiba, welcher sagt, jedes Blut, das in den Tempel zur Sühnung gekommen ist, sei untauglich. –",
"Es schafft den der Ausrottung Schuldigen Sühne!? – Beim Sündopfer wegen des Zeugenaufrufes. – Daß es der vier Sprengungen bedarf!? –",
"Nach R. Jišma͑él, welcher sagt, bei jedem Blute seien vier Sprengungen erforderlich. – Auf die vierHörner!? –",
"Auch nach deiner Auffassung gibt es ja noch das Sprengen mit dem Finger, auf die Kante!? Vielmehr nennt er nur eine von zwei oder drei Erschwerungen.",
"IST EIN GEWANDAUSSERHALU DER VORHÄNGE GEKOMMEN, SO BRINGE MAN ES ZURÜCK HINEIN UND WASCHE ES AN HEILIGER STELLE J IST ES AUSSERHALB DER VORHÄNGE UNREINGEWORDEN, SO REISSE MAN ESDURCH, SODANN BRINGE MAN ES HINEIN UND WASCHE ES AN HEILIGER STELLE. IST EIN TONGEFÄSS AUSSERHALB DER VORHÄNGE GEKOMMEN, SO BRINGE MAN ES HINEIN UND ZERBRECHE ES AN HEILIGER STELLE; IST ES AUSSERHALB DER VORHÄNGE UNREIN GEWORDEN, SO LOCHEMAN ES, SODANN BRINGE MAN ES HINEIN UND ZERSCHLAGE ES AN HEILIGER STELLE.",
" IST EIN KUPFERNES GEFÄSS AUSSERHALB DER VORHÄNGE GEKOMMEN, SO BRINGE MAN ES HINEIN UND SCHEURE UND SPÜLE ES AN HEILIGER STELLE; IST ES AUSSERHALB DER VORHÄNGE UNREIN GEWORDEN, SO BESCHÄDIGEMAN ES, SODANN BRINGE MAN ES HINEIN UND SCHEURE UND SPÜLE ES AN HEILIGER STELLE.",
"GEMARA. Rabina wandte ein: Wieso darf man es durchreißen, der Allbarmherzige spricht ja von einem Gewände, und ein solches ist ja kein Gewand!? –",
"Man lasse soviel zurück wie bei einem Überwurf. – Dem ist ja aber nicht so, R. Hona sagte ja, dieslehrten sie nur von dem Falle, wenn man nicht soviel zurückgelassen hat, wie bei einem Überwurf, hat man aber soviel zurückgelassen, wie bei einem Überwurf, gelte es als verbunden!? –"
],
[
"Rabbanitisch.",
"IST EIN TONGEFÄSS &C. GEKOMMEN &C. Der Allbarmherzige spricht ja von einem Gefäße und ein solches ist ja kein Gefäß!? – Man durchloche es in der Größe einer kleinen Wurzel.",
"IST EIN KUPFERNES GEFÄSS &C. BESCHÄDIGE &C. Ein solches ist ja kein Gefäß!? – Man hämmere es zusammen.",
"Reš Laqiš sagte: Ist das Obergewandunrein geworden, so bringe man es in Teilen von weniger als drei [Fingerbreiten] hineinund wasche es, denn es heißt:es soll nicht eingerissen werden.",
"R. Ada b. Ahaba wandte ein: Bei groben Stoffen und Filz gilt nicht [die Norm von] drei zu drei [Fingerbreiten]!? –",
"Durch ihren Vatererhalten sie Bedeutung. –",
"Es sind ja aber die sieben Ingredienzenerforderlich!? Denn R. Naḥman sagte im Namen des Rabba b. Abuha: Beim Sündopferblute und bei den Aussätzigen seien die sieben Ingredienzen erforderlich, und es wird gelehrt, man dürfe keinen Urin in den Tempelhof bringen!?"
],
[
"Wolltest du sagen, man vermische ihn mit den sieben Ingredienzen und überstreiche sie alle zusammen, so haben wir ja gelernt, wenn man sie nicht in ihrer Reihenfolgeoder alle sieben zusammen überstrichen hat, sei es ungültig!?",
"Wolltest du sagen, man mische ihn einer der Ingredienzen bei, so haben wir ja gelernt, man müsse mit jeder dreimal reiben!? – Vielmehr, man vermische ihn mit nüchternem Speichel. Reš Laqiš sagte nämlich, jeder von diesen werde nüchterner Speichel beigemischt.",
"vii,1 EINERLEI OB MAN DARIN GEKOCHT ODER HEISSES HINEINGESCHÜTTET HAT, OB HOCHHEILIGES ODER MINDERHEILIGES, DAS SCHEUERN UND SPÜLEN IST ERFORDERLICH. R. ŠIMO͑N SAGT, WEGEN DES MINDERHEILIGEN SEI DAS SCHEUERN UND SPÜLEN NICHT ERFORDERLICH.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten:Worin es gekocht wird; ich weiß dies nur vom Kochen, woher dies von dem Falle, wenn man darin Heißes hineingeschüttet hat? Es heißt: worin es gekocht wird, soll zerbrochen werden.",
"Rami b. Ḥama fragte: Wie ist es, wenn man esim Lufträume eines Ofens hängen läßt: hat der Allbarmherzige nur auf das Kochen und Einsaugengeachtet, oder auch auf das Kochen ohne Einsaugen?",
"Raba erwiderte: Komm und höre: Einerlei ob man darin gekocht oder Heißes hineingeschüttethat. –",
"Hinsichtlich des Einsaugens ohne Kochen ist es uns nichtfraglich, fraglich ist es uns hinsichtlich des Kochens ohne Einsaugen. –",
"Komm und höre: R. Naḥman sagte im Namen des Rabba b. Abuha: Der Ofen im Tempel war aus Metall; wenn man nun sagen wollte, kochen undeinsaugen, so sollte er doch aus Ton gefertigt worden sein. – Da im Ofen das Übrigbleibende der Speisopfer zu backen war, wobei ein Kochen und ein Einsaugenerfolgte, daher war er aus Metall gefertigt worden.",
"Einst wurde ein Ofen mit Fett ausgeschmiert, und Rabba b. Ahilaj verbot das [darin gebackene] Brot für immer, selbst mit Salz zu essen, weil man dazu kommen könnte, es mit Quarkbrei zu essen.",
"Man wandte ein: Man darf keinen Teig mit Milch kneten; hat man geknetet, so ist das ganze Brot verboten, wegen der Veranlassung zu einer Übertretung.",
"Ebenso darf man einen Ofen nicht mit Schwanzfett schmieren; hat man geschmiert, so ist das ganze Brot verboten, bis man den Ofen [abermals] geheizt hat. Diesist eine Widerlegung des Rabba b. Ahilaj. Eine Widerlegung.",
"Rabina sprach zu R. Aši: Wieso lehrte nun Rabh, wo Rabba b. Ahilaj widerlegt worden ist, daß [gebrauchte] Töpfe vor dem Pesahfeste zu zerschlagenseien!? Dieser erwiderte: Rabh bezieht jene Lehre auf einen aus Metall.",
"Wenn du aber willst, sage ich: auch auf einen aus Ton, denn der einewird von innen erhitzt und der andere wird von außen erhitzt. –",
"Sollte man doch [den Topf] von innen erhitzen!? – Man könnte ihn schonen, damit er nicht platze. Daher ist es bei einem Backherde, da er von außen erhitzt wird, verboten. –"
],
[
"Wieso sagt der Allbarmherzige demnach, daß man die Töpfe im Tempel zerschlage, soll man sie doch in einen Schmelzofen setzen!? R. Zera erwiderte: In Jerušalem durften keine Schmelzöfen errichtet werden.",
"Abajje sprach zu ihm: Durfte man denn Schutthaufenim Tempelhof errichten!? Ihm war das entgangen, was Šema͑ja in Kalnebo lehrte, daß nämlich die Bruchstücke der Tongefäße an Ort und Stelle verschwanden. –",
"Wieso sagte nun R. Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha, daß der Ofen im Tempel aus Metall war, er konnte ja aus Ton mit Außenerhitzung gefertigt werden!? –",
"In diesem Ofen waren die zwei Brote und die Schaubrote zu backen, die durch den Ofen geheiligt worden waren, somit galt er als Dienstgerät, und Dienstgeräte wurden nicht aus Ton gefertigt."
],
[
"Und selbst nach R. Jose b. Jehuda wurden solche zwar aus Holz gefertigt, nicht aber aus Ton.",
"R. Jiçḥaq b. Jehuda pflegte zu Rami b. Ḥama zu gehen; einst verließ er ihn und ging zu R. Šešeth. Eines Tages traf ihn jener und sprach zu ihm: Der Fürst hat mich bei der Hand gefaßt und sein Duft blieb an mirhaften. Du gehst zu R. Šešeth und hältst dich für R. Šešeth.",
"Dieser erwiderte: Nicht deshalb; wenn ich den Meister etwas fragte, entschied er es mir aus eigener Erwägung, und wenn ich eine [widersprechende] Lehre fand, konnte ich es widerlegen; wenn ich aber R. Šešeth etwas frage, entscheidet er es mir aus einer Lehre, und wenn ich eine widersprechende finde, so sind es zwei [einander widersprechende] Lehren. –",
"Frage mich etwas, und ich werde es dir übereinstimmend mit einer Lehre entscheiden. Hierauf fragte er ihn: Ist, wenn man in einem Teile des Gefäßes gekochthat, das Scheuern und Spülenerforderlich oder nicht? Jener erwiderte: Es ist nicht erforderlich, wie dies auch beim Bespritzen der Fall ist. –",
"Es gibt ja aber keine damit übereinstimmende Lehre!? Jener erwiderte: Es ist einleuchtend, daß es sich hierbei ebenso wie bei einem Gewände verhält; wie bei einem Gewände nur das Waschen der blutigen Stelle erforderlich ist, ebenso ist auch bei einem Gefäße nur das Scheuern und das Spülen der Stelle, wo gekocht worden ist, erforderlich.",
"Dieser entgegnete: Ist es denn gleich; das Blut brodelt nicht, das Gekochte aber brodelt. Ferner wird gelehrt: In mancher Hinsicht ist es beim Waschen strenger als beim Scheuern und Spülen, und in mancher ist es beim Scheuern und Spülen strenger als beim Waschen.",
"Beim Bespritzen ist es strenger, denn das Bespritzen gilt bei den inneren und den äußeren Sündopfern, auch wenn es vor dem [Blut]sprengen erfolgt, was beim Scheuern und Spülen nicht der Fall ist.",
"Beim Scheuern und Spülen ist es strenger, denn das Scheuern und Spülen ist erforderlich sowohl bei Hochheiligem als auch bei Minderheiligem, und hat man in einem Teile des Gefäßes gekocht, so benötigt das ganze Gefäß des Scheuerns und Spülens, was aber beim Bespritzen nicht der Fall ist.",
"Jener erwiderte: Ist dies gelehrt worden, so ist es gelehrt worden. – Aus welchem Grunde? – Die Schrift sagt:wenn es in einem kupfernen Gefäße gekocht wird, selbst in einem Teile eines Gefäßes.",
"OB HOCHHEILIGES &C. Die Rabbanan lehrten: Sündopfer, ich weiß dies vom Sündopfer, woher dies von den übrigen hochheiligen Opfern? Es heißt: hochheilig.",
"Man könnte glauben, auch die Hebe sei einbegriffen, so heißt es es, ausgenommen ist die Hebe – so R. Jehuda. R. Šimo͑n sagt, bei Hochheiligem sei Scheuern und Spülen erforderlich, bei Minderheiligem sei Scheuern und Spülen nicht erforderlich. – Was ist der Grund R. Jehudas? – Es heißt: hochheilig, nur Hochheiliges, nicht aber Minderheiliges;",
"und da ferner das es nötig ist, um die Hebe auszuschließen, so ist wohl auch beim Minderheiligen das Scheuern und Spülen erforderlich. – Und R. Šimo͑n!? – Er kann dir erwidern: es, wie wir erklärthaben. –",
"Ist denn wegen der Hebe das Scheuern und Spülen nicht erforderlich, es wird ja gelehrt: Hat man in einem Topfe Fleisch gekocht, so darf man darin keine Milch kochen, hat man gekocht, ist es bei Geschmacksverleihung [verboten]; in dem man Hebe gekocht hat, darf man kein Profanes kochen, hat man gekocht, so ist es bei Geschmacksverleihung [verboten]!?",
"Abajje erwiderte: Dies ist nach einer Lehre des Meisters zu erklären: Hat man in einem Teile des Gefäßes gekocht, so benötigt das ganze Gefäß des Scheuernsund Spülens.",
"Raba erwiderte: Dies ist nach einer Lehre des Meisters zu erklären: InWasser, nicht aber in Wein, in Wasser, nicht aber in verdünntem Wein; jene aber auch in Wein und auch in verdünntem Wein.",
"Rabba b. U͑la erwiderte: Dies ist nach einer Lehre des Meisters zu erklären: Das Scheuem muß mit heißem [Wasser] und das Spülen mit kaltemerfolgen. –",
"Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, scheuem mit heißem und spülen mit kaltem, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, scheuern und spülen mit kaltem!? – Ein weiteres Nachspülen.",
" R. TRYPHON SAGT, MAN DÜRFE, WENN MAN DARIN AM BEGINNE DES FESTES GEKOCHT HAT, DARIN WÄHREND DES GANZEN FESTESKOCHEN; DIE WEISEN SAGEN, NUR WÄHREND DER DAUERDES ESSENS. SCHEUERN UND SPÜLEN: SCHEUERN, WIE MAN EINEN BECHER SCHEUERT, SPÜLEN, WIE MAN EINEN BECHERSPÜLT ; SCHEUERN UND SPÜLEN MIT KALTEM [WASSER];"
],
[
"BRATSPIESS UND ROST SIND MIT HEISSEM ZU REINIGEN.",
"GEMARA. Was ist der Grund R. Tryphons? – Die Schrift sagt:am Morgen sollst du dich aufmachen und nach deinem Zelte gehen; die Schrift hat das ganze zu einem Morgengemacht.",
"R. Aḥadboj b. Ami wandte ein: Gibt es denn am Feste kein Verwerfliches und kein Übriggebliebenes!?",
"Wolltest du sagen, dem sei auch so, so wird ja gelehrt: R. Nathan sagte: R. Tryphon sagte esnur in dieser Hinsicht!? –",
"Dies ist vielmehr nach R. Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha zu erklären, denn R. Naḥman sagte im Namen des Rabba b. Abuha, jeder Tag sei eine Reinigung des vorangehenden.",
"DIE WEISEN SAGEN, NUR WÄHREND DER DAUER DES ESSENS &C. Wie ist dies zu verstehen? R. Naḥman erwiderte im Namen des Rabba b. Abuha: Man warte die Dauer des Essens ab, und erst dann scheuere und spüle man es. –",
"Woher dies? R. Joḥanan erwiderte im Namen des Abba Jose b. Abaj: Es heißt:scheuern und abspülen, und es heißt:jeder Mann unter den Priestern darf es essen; was besagt dies? Man warte die Zeit des Essens ab, und erst dann scheuere und spüle man es.",
"SCHEUERN, WIE MAN EINEN BECHER SCHEUERT, SPÜLEN, WIE MAN EINEN BECHER SPÜLT. Die Rabbanan lehrten: Scheuern und spülen mit kaltem [Wasser] – so Rabbi; die Weisen sagen, scheuern mit warmem und spülen mit kaltem.",
"Was ist der Grund der Rabbanan? – Wie dies beim Reinigen nichtjüdischer [Geräte] der Fallist. – Und Rabbi!? – Er kann dir erwidern: ich spreche nicht vom Reinigen, ich spreche vom Scheuern und Spülen nach dem Reinigen. –",
"Und die Rabbanan!? – Es könnte ja zweimal scheuern oder zweimal spülen heißen, wenn es aber scheuern und spülen heißt, so besagt dies, daß das Scheuern mit warmem und das Spülen mit kaltem zu erfolgen habe. –",
"Und Rabbi!? – Hieße es zweimal scheuern, so könnte man glauben, entweder zweimal scheuern oder zweimal spülen, daher heißt es scheuern und spülen, um dir zu sagen, scheuern, wie man einen Becher scheuert, spülen, wie man einen Becher spült.",
"HAT MAN DARIN HEILIGES UND PROFANES GEKOCHT, ODER HOCHHEILIGES UND MINDERHEILIGES, SO IST, WENN EINE GESCHMACKSVERLEIHUNG ERFOLGT IST, DAS LEICHTERE NACH VORSCHRIFT DES STRENGEREN ZU ESSEN, AUCH IST DAS SCHEUERN UND SPÜLEN NICHTERFORDERLICH, UND ES MACHT DURCH DIE BERÜHRUNGNICHT UNTAUGLICH.",
" BERÜHRT EIN FLADEN EINEN FLADENODER EIN FLEISCHSTÜCK EIN FLEISCHSTÜCK, SO IST NICHT DER GANZE FLADEN, NICHT DAS GANZE FLEISCHSTÜCK VERBOTEN, SONDERN NUR DIE STELLE, DIE ABSORBIERT HAT.",
"GEMARA. Wie meint eres? – Wird ein Geschmack übertragen, so ist das Leichtere nach Vorschrift des Strengeren zu essen, auch ist das Scheuern und das Spülen erforderlich, und es machtdurch die Berührung untauglich;",
"wird aber kein Geschmack übertragen, so braucht das Leichtere nicht nach Vorschrift des Strengeren gegessen zu werden, auch ist das Scheuern und das Spülen nicht erforderlich, und es macht durch die Berührung nicht untauglich. –",
"Zugegeben, daß dieswegen des Hochheiligen nicht erforderlich ist, aber es sollte doch wegen des Minderheiligen erforderlich sein!?",
"Abajje erwiderte: Unter ‘nicht erforderlich’ ist zu verstehen, wegen des Hochheiligen, wegen des Minderheiligen aber ist es wohl erforderlich. Raba erklärte: Hier ist die Ansicht R. Šimo͑ns vertreten, welcher sagt, wegen des Minderheiligen sei das Scheuern und das Spülen nicht erforderlich. –",
"Erklärlich ist es nach Raba, daß hier gelehrt wird: oder Hochheiligesund Minderheiliges, wozu aber braucht nach Abajje beides gelehrt zu werden!? –",
"Beides ist nötig. Würde er es nur von Heiligem und Profanem gelehrt haben, so könnte man glauben, nur in Profanem gehe das Heiligeauf, weil es eine andere Art ist, nicht aber gilt dies von Hochheiligem und Minderheiligem.",
"Und würde er es nur von Hochheiligem und Minderheiligem gelehrt haben, so könnte man glauben, nur Heiliges besitze die Kraft, Heiliges darin auf gehen zu lassen, nicht aber Profanes. Daher ist beides nötig.",
"BERÜHRT EIN FLADEN &C. Die Rabbanan lehrten: Alles, was berührt wird, man könnte glauben, auch wenn es nicht absorbiert hat, so heißt es: mit seinem Fleische,"
],
[
"nur wenn es vom Fleische absorbiert hat.",
"Man könnte glauben, wenn ein Teil des Stückes berührt worden ist, sei das ganze untauglich, so heißt es berührt, nur das Berührte ist untauglich. Wie mache man es nun? Man schneide die Stelle ab, die absorbiert hat. Das Fleisch, nicht aber die Sehnen, noch die Knochen, noch die Hörner, noch die Klauen.",
"Soll heilig sein, gleich diesem; wieso dies? Ist es untauglich, so ist auch jenes untauglich, und ist es tauglich, so ist es nach Vorschrift des Strengerenzu essen. –",
"Weshalb denn, sollte doch das Gebotdas Verbotverdrängen!? Raba erwiderte: Ein Gebot verdrängt nicht ein Verbot im Tempel.",
"Es wird nämlich gelehrt:Ihr sollt keinen Knochen davon zerbrechen; R. Šimo͑n b. Menasja sagte, einerlei ob einen Knochen, in dem Mark ist, oder einen Knochen, in dem kein Mark ist. Weshalb denn, sollte doch das Gebotdas Verbot verdrängen? Vielmehr verdrängt ein Gebot nicht ein Verbot im Tempel.",
"R. Aši erklärte: [Die Worte] soll heilig sein sind ein Gebot, und ein Gebot verdrängt nicht ein Verbot und ein Gebot. –",
"Wir wissen nun, daß das Sündopfer durch die Absorption Heiligkeit überträgt, woher dies von den übrigen Opfern? Šemuél erwiderte im Namen R. Elie͑zers:Dies ist das Gesetz für das Brandopfer, das Speisopfer, das Sündopfer, das Schuldopfer, das Einweihungsopfer und die Schlachtung des Heilsopfers.",
"Brandopfer, wie beim Brandopfer ein Gerät erforderlich ist, ebenso ist auch bei allen übrigen ein Gerät erforderlich. – Welches Gerät, wollte man sagen, ein Becken, so heißt es ja auch vom Gemeinde-Heilsopfer:und Moše nahm die Hälfte des Blutes und tat es in Becken!? –",
"Vielmehr, ein Messer. – Woher dies vom Brandopfer selber? – Es heißt:da streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, und da war es ein Brandopfer, wie es heißt:er brachte ihn als Brandopfer statt seines Sohnes dar.",
"Speisopfer, wie das Speisopfer nur von Männern aus der Priesterschaft gegessen werden darf, ebenso dürfen auch alle übrigen nur von Männern aus der Priesterschaft gegessen werden. – Welche sind es, wenn Sündopfer und Schuldopfer, so heißt es ja von diesen ausdrücklich:Jeder Mann unter den Priestern darf es essen,",
"und wenn Heilsopfer der Gemeinde, so ist es ja aus einer Einschließung der Schrift zu entnehmen:an hochheiliger Stelle sollst du es essen, jeder Mann darf es essen, dies lehrt, daß Heilsopfer der Gemeinde nur von Männern aus der Priesterschaft gegessen werden dürfen!? –",
"[Hierüber streiten] Tannaím;"
],
[
"manche entnehmen es aus diesem und manche entnehmen es aus jenem. –",
"Sündopfer, wie das Sündopfer durch Absorption Heiligkeit überträgt, ebenso übertragen auch alle übrigen Heiligkeit durch Absorption.",
"Schuldopfer, wie beim Schuldopfer nicht Eihaut und Nachgeburtheiligsind, ebenso sind auch bei allen übrigen Eihaut und Nachgeburt nicht heilig. Er ist somit der Ansicht, die Jungen der Opfer seien erst bei ihrem Vorhandenseinheilig; ferner auch, daß man hinsichtlich des Möglichen vom Unmöglichenfolgere.",
"Einweihungsopfer, wie beim Einweihungsopfer das Zurückbleibende verbrannt wurde und Lebendes nicht als Zurückbleibendes vorhandenwar, ebenso ist auch bei allen anderen das Zurückbleibendezu verbrennen, und Lebendesgilt nicht als Zurückbleibendes.",
"Heilsopfer, wie Heilsopfer verwerflich machenund verwerflich werden, ebenso können auch alle übrigen verwerflich machen und verwerflich werden.",
"In einer Barajtha wird im Namen R. A͑qibas gelehrt: Speisopfer, wie das Speisopfer durch Absorption die Heiligkeit überträgt, ebenso übertragen auch alle übrigen die Heiligkeit durch Absorption.",
"Und es muß sowohl vom Speisopfer als auch vom Sündopfer gelehrt werden. Würde es nur vom Speisopfer gelehrt worden sein, [so könnte man glauben,] nur dieses absorbiere, weil es locker ist, nicht aber das Sündopfer. Und würde er es nur vom Sündopfer gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil eseindringt, nicht aber das Speisopfer. Daher ist beides nötig.",
"Sündopfer, wie das Sündopfer nur von Profanem, am Tage und mit der rechten Hand dargebracht wird, ebenso werden auch alle übrigen nur von Profanem, am Tage und mit der rechten Hand dargebracht. – Woher dies vom Sündopfer selbst? R. Ḥisda erwiderte: Die Schrift sagt:Ahron bringe seinen Sündopferfarren heran, seinen, nicht aber von Gemeindemitteln und nicht vom Zehnten. –",
"Daß es am Tage erfolgen muß, geht ja hervor aus [den Worten:]am Tage, da er gebot!? – Dies lehrt er unnötig. –",
"Daß es mit der rechten Hand erfolgen muß, geht ja hervor aus einer Lehre des Rabba b. Bar Ḥana, denn Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen des Reš Laqiš, überall, wo ‘Finger’ und ‘Priester’ genanntwerden, sei der der Rechten zu verstehen!? – Er lehrt es unnötig.",
"Wenn du aber willst, sage ich: er ist der Ansicht R. Šimo͑ns, welcher sagt, wenn es ‘Finger’ heißt, brauche es nicht ‘Priester’ zu heißen, und wenn es ‘Priester’ heißt, müsse es auch ‘Finger’heißen.",
"Schuldopfer, wie die Knochen eines Schuldopfers erlaubtsind, ebenso sind auch bei allen übrigen die Knochen erlaubt.",
"Raba sagte: Es ist mir entschieden,"
],
[
"daß, wenn unten Sündopferblut und oben Brandopferblutsich befindet, das Waschen erforderlichist,",
"aber folgendes ist mir fraglich: wie ist es, wenn unten Brandopferblut und oben Sündopferblut sich befindet: ist die Berührung zu berücksichtigen, und hierbei wird esberührt, oder ist die Absorption zu berücksichtigen, und hierbei absorbiert es nicht? Später entschied er, das Waschen sei nicht erforderlich.",
"Raba sagte: Es ist mir entschieden, daß Blut am Gewände als Trennunggelte, jedoch nicht bei einem Schlächter, daß ein Fettfleck am Gewände als Trennung gelte, jedoch nicht bei einem Fettkrämer, aber folgendes ist mir fraglich: wie ist es, wenn Blut und ein Fettfleck sich an seinem Gewände befinden? –",
"Ist es ein Schlächter, so sollte es doch der Fettflecksein, und ist es ein Fettkrämer, so sollte es doch das Blut sein!? – In dem Falle, wenn er sich mit beidem befaßt; achtet er nur auf eines nicht, wohl aber auf beides, oder achtet er auch auf beides nicht? – Dies bleibt unentschieden.",
"",
"WER AM SELBEN TAGE UNTERGETAUCHT IST, UND DEM DIE SÜHNE NOCH FEHLT, ERHALTEN KEINEN ANTEIL VOM HEILIGEN, UM ABENDS DAVON ZU ESSEN.",
" DER TRAUERNDE DARF [HEILIGES] ZWAR BERÜHREN, JEDOCH NICHT DARBRINGEN, AUCH ERHÄLT ER KEINEN ANTEIL, UM ABENDS DAVON ZU ESSEN.",
"FEHLERBEHAFTETE, EINERLEI OB MIT VORÜBERGEHENDEN ODER DAUERNDEN LEIBESFEHLERN BEHAFTET, ERHALTEN EINEN ANTEIL UND DÜRFEN DAVON ESSEN, JEDOCH NICHT DARBRINGEN.",
"WER ZUM DIENSTE NICHT GEEIGNET IST, ERHÄLT KEINEN ANTEIL VOM FLEISCHE, UND WER KEINEN ANTEIL VOM FLEISCHE ERHÄLT, ERHÄLT IHN AUCH NICHT VON DEN HÄUTEN.",
"SELBST WER NUR BEIM BLUTSPRENGEN UNREIN WAR, BEIM AUFRÄUCHERN DER FETTSTÜCKE ABER REIN IST, ERHÄLT KEINEN ANTEIL VOM FLEISCHE, DENN ES HEISST: der das Blut des Heilsopfers darbringt &c. ihm gehöre &c."
],
[
"GEMARA. Woher dies? – Reš Laqiš erwiderte: Die Schrift sagt: der Priester, der die Entsündigung vollzieht, soll es essen; ein Priester, der die Entsündigung vollzieht, darf davon essen, und der die Entsündigung nicht vollzieht, darf davon nicht essen.",
"Da nun nicht die ganze Priesterwache die Entsündigung vollzieht und davon ißt, so ist dies vielmehr zu verstehen: wer zur Entsündigung geeignet ist.",
"Aber ein Minderjähriger ist ja zur Entsündigung nicht geeignet und ißt davon!? Vielmehr ist unter essen die Beteiligung zu verstehen: wer zur Entsündigung geeignet ist, erhält einen Anteil, und wer zur Entsündigung nicht geeignet ist, erhält keinen Anteil. –",
"Ein Fehlerbehafteter ist ja zur Entsündigung nicht geeignet, dennoch erhält er einen Anteil!? – Den Fehlerbehafteten hat der Allbarmherzige einbegriffen:jeder Mann unter den Priestern, dies schließt einen Fehlerbehafteten ein. –",
"Vielleicht schließen [die Worte] jeder Mann den am selben Tage Untergetauchten ein!? – Es ist einleuchtend, daß der Fehlerbehaftete einzuschließen ist, denn er darf davon essen. –",
"Im Gegenteil, der am selben Tage Untergetauchte sollte ja eingeschlossen werden, denn abends ist er ja geeignet!? – Vorläufig aber ist er nicht geeignet.",
"R. Joseph erklärte: Sollte doch der Allbarmherzige, da unter essen die Beteiligung zu verstehen ist, ‘beteiligt sein’ geschrieben haben, wenn es aber dennoch essen heißt, so ist zu entnehmen, daß, wer zum Essen geeignet ist, einen Anteil erhält, und wer zum Essen nicht geeignet ist, keinen Anteil erhält.",
"Reš Laqiš fragte: Erhält ein Fehlerbehafteter, der unrein ist, einen Anteil: ist es, da der Allbarmherzige ihn, obgleich er ungeeignet ist, einbegriffen hat, einerlei ob er auch unrein oder nur fehlerbehaftet ist, oder erhält nur der zum Essen Geeignete einen Anteil, nicht aber der zum Essen Ungeeignete?",
"Raba erwiderte: Komm und höre: Der Hochpriester darf als Trauernder [Opfer] darbringen, nicht aber davon essen, auch erhält er keinen Anteil, um abends davon zu essen. Schließe hieraus, daß die Eignung zum Essen erforderlich ist. Schließe hieraus.",
"R. Oša͑ja fragte: Erhält ein Unreiner einen Anteil von Gemeindeopfern: sagen wir, der Allbarmherzige spricht vom Entsündigenden, und auch dieser darf entsündigen, oder aber erhält nur der zum Essen Geeignete einen Anteil, nicht aber der zum Essen Ungeeignete?",
"Rabina erwiderte: Komm und höre: Der Hochpriester darf als Trauernder [Opfer] darbringen, nicht aber davon essen, auch erhält er keinen Anteil, um abends davon zu essen. Schließe hieraus, daß die Eignung zum Essen erforderlich ist. Schließe hieraus.",
"DER TRAUERNDE DARF [HEILIGES] ZWAR BERÜHREN, JEDOCH NICHT DARBRINGEN &C. Darf der Trauernde es denn berühren, ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Der Trauernde und der, dem die Sühne noch fehlt, benötigen für das Heiligedes Untertauchens!?",
"R. Ami erwiderte im Namen R. Joḥanans: Das ist kein Einwand; eines, wenn er untergetauchtist, und eines, wenn er nicht untergetaucht ist. –",
"Was ist denn dabei, daß er untergetaucht ist, die Trauer kehrt ja zu ihmzurück, denn Rabba b. R. Hona sagte, wenn ein Trauernder untergetaucht ist, kehre die Trauer zu ihm zurück!? –",
"Das ist kein Einwand; eines, wenn er seine Gedanken abgewandthat, und eines, wenn er seine Gedanken nicht abgewandt hat. –",
"Bei Abwendung der Gedanken ist ja [die Besprengung] am dritten und am siebentenerforderlich, denn R. Justaj b. Mathon sagte im Namen R. Joḥanans, bei Abwendung der Gedanken sei [die Besprengung] am dritten und am siebenten erforderlich!? –",
"Das ist kein Einwand; eines, wenn er seine Gedanken inbezug auf die Verunreinigung durch eine Leiche abgewandt hat, und eines, wenn er seine Gedanken inbezug auf die Verunreinigung durch ein Kriechtierabgewandt hat. –",
"Die Verunreinigung durch ein Kriechtier ist ja eine richtige Unreinheit, und es ist ja Abwarten des Sonnenuntergangeserforderlich!? Und ferner sollte dies doch auch von der Hebegelten!?",
"R. Jirmeja erwiderte: Wenn er sagt, er habe sichin acht genommen vor verunreinigenden Dingen, nicht aber vor untauglich machendenDingen. –",
"Gibt es denn eine Inachtnahme zur Hälfte!? – Freilich, es wird auch gelehrt: Wenn der Korb sich auf seinem Kopfe"
],
[
"und die Schaufel sich darin befand, und er sagt, er habe nur auf den Korb und nicht auf die Schaufelgeachtet, so ist der Korb rein und die Schaufel unrein.",
"Sollte doch die Schaufel den Korb unrein machen!? Ein Gerät macht kein Gerätunrein. Sollte sie doch den Inhalt unrein machen!? Raba erklärte: Wenn er sagt, er habe auf verunreinigende Dinge geachtet, nicht aber auf untauglich machendeDinge.",
"Die Sacheging weiter und kam zu R. Abba b. Mamal; da sprach er: Sie hörten nicht das, was R. Joḥanan im Namen Rabbis gesagt hat, daß nämlich, wer drittgradiges von Hebegegessen hat, [Geheiligtes] nicht essen darf, wohl aber berühren.",
"Hieraus ist zu entnehmen, daß die Rabbanan eine Verschärfung getroffen haben hinsichtlich der Berührung, nicht aber hinsichtlich des Essens.",
"AUCH ERHÄLT ER KEINEN ANTEIL &C. ZU ESSEN. Er erhält demnach keinen Anteil, wenn man ihn aber einlädt, darf er essen;",
"ich will auf einen Widerspruch hinweisen: der Trauernde und der, dem die Sühne noch fehlt, dürfen untertauchen und abends ihr Pesaḥopfer essen, nicht aber andere Opfer!?",
"R. Jirmeja aus Diphte erwiderte: Dies ist kein Einwand; eines gilt vom Pesaḥfeste und eines gilt von den übrigen Tagen des Jahres.",
"Am Pesaḥfeste darf er, da er das Pesaḥopfer ißt, auch andere Opfer essen, an den übrigen Tagen des Jahres aber ist er ungeeignet und bleibt es auch. – Was heißt demnach: nicht aber andere Opfer!? – Andere Opfer während des ganzen Jahres.",
"R. Asi erklärte: Das ist kein Einwand; eines in dem Falle, wenn ihm jemand am vierzehnten gestorben ist und er ihn am vierzehnten bestattethat, und eines in dem Falle, wenn ihm jemand am dreizehnten gestorben ist und er ihn am vierzehnten bestattet hat; der Tag des Begräbnisses erfaßt auch rabbanitisch nichtdie Nacht. –",
"Wer ist der Autor, welcher lehrt, die Trauer sei nachtsrabbanitisch? – Es ist R. Šimo͑n, denn es wird gelehrt: Die Trauer während der Nacht ist aus der Tora – so R. Jehuda; R. Šimo͑n sagt, sie sei nicht aus der Tora, sondern nur eine Bestimmung der Gelehrten. Dies ist zu beweisen, denn sie sagten, ein Trauernder dürfe untertauchen und abends sein Pesaḥopfer essen, nicht aber andere Opfer. –",
"Ist R. Šimo͑n denn der Ansicht, die Trauer während der Nacht sei rabbanitisch, es wird ja gelehrt: R. Šimo͑n sagt, der Trauernde dürfe sein Opfer nicht [zur Darbringung] hinschicken; doch wohl auch das Pesaḥopfer!? – Nein, außer dem Pesaḥopfer. –",
"Es wird ja aber gelehrt. R. Šimo͑n sagte: Das Heilsopfer bringe er, nur wenn er intakt ist, nicht aber, wenn er Trauernder ist. Woher, daß auch das Dankopfer einbegriffen ist? Ich schließe auch das Dankopfer ein, weil es gleich dem Heilsopfer in Festfreudegegessen wird.",
"Woher, daß auch das Brandopfer einbegriffen ist? Ich schließe das Brandopfer ein, weil es gleich dem Heilsopfer als Gelobtes und freiwillige Spende dargebracht wird. Woher, daß auch das Erstgeborene, der Zehnt und das Pesaḥopfer einbegriffen sind? Auch diese werdennicht wegen einer Sünde dargebracht. Woher, daß auch das Sündopfer und das Schuldopfer einbegriffen sind? Es heißt Schlachtung.",
"Woher, daß auch das Geflügelopfer, Speisopfer, Wein, Holz und Weihrauch einbegriffen sind? Es heißt: ein Heilsopfer sein Opfer, jedes Opfer kann er darbringen, nur wenn er intaktist, nicht aber, wenn er Trauernder ist.",
"Hier wird dies also auch vom Pesaḥopfer gelehrt!?",
"R. Ḥisda erwiderte: Das Pesaḥopfer wird fälschlich mitgenannt.",
"R. Šešeth erklärte: Unter Pesaḥopfer ist das Heilsopfer des Pesaḥfestes zu verstehen. – Demnach ist es ja dasselbe, was Heilsopfer!? – Er lehrt es vom Heilsopfer, das nebst dem Pesaḥopfer dargebracht wird, und vom Heilsopfer, das besonders dargebracht wird.",
"Wenn er es nämlich vom Heilsopfer, das nebst dem Pesaḥopfer dargebracht wird, nicht gelehrt haben würde, so könnte man glauben, da es nebst dem Pesaḥopfer dargebracht wird, gleiche es dem Pesaḥopfer, so lehrt er uns.",
"R. Mari erklärte:"
],
[
"Dies ist kein Widerspruch; eines in dem Falle, wenn ihm jemand am vierzehnten gestorben ist und er ihn am vierzehnten bestattet hat, und eines in dem Falle, wenn ihm jemand am dreizehnten gestorben ist und er ihn am vierzehnten bestattet hat.",
"Wenn ihm jemand am vierzehnten gestorben ist und er ihn am vierzehnten bestattet hat, so erfaßt der Tag des Todes die Nacht nach der Tora, wenn ihm aber jemand am dreizehnten gestorben ist und er ihn am vierzehnten bestattet hat, so erfaßt der Tag des Begräbnisses die Nacht nur rabbanitisch.",
"R. Aši sprach zu R. Mari: Es wird ja gelehrt: R. Šimo͑n sprach zu ihm: Dies ist zu beweisen, denn sie sagten, der Trauernde dürfe untertauchen und [abends] sein Pesaḥopfer essen, nicht aber andere Opfer; sollte jener ihm doch erwidert haben: ich spreche vom Tage des Todes, bei dem diesnach der Tora erfolgt, und du erwiderst mir hinsichtlich des Tages des Begräbnisses, an dem dies nur rabbanitisch erfolgt!? – Ein Einwand.",
"Abajje erklärte: Dies ist kein Widerspruch; eines in dem Falle, wenn der Tod vormittags erfolgt ist, und eines in dem Falle, wenn der Tod nachmittags erfolgt ist; wenn er für das Pesaḥfest noch nicht geeignetist, ist für ihn die Trauer von Wirkung. –",
"Woher entnimmst du, daß zwischen Vormittag und Nachmittag zu unterscheiden sei? – Es wird gelehrt:An ihr soll ersich verunreinigen, dies ist Gebot; weigert er sich, so verunreinige man ihn gegen seinen Willen. Die Frau des Priesters Joseph starb am Vorabend des Pesaḥfestes, und er wollte sich an ihr nicht verunreinigen, da taten sich seine Priesterbrüder zusammen und verunreinigten ihn gegen seinen Willen,",
"Und dem widersprechend wird gelehrt:An seiner Schwester, was lehrt dies? Man könnte glauben, daß, wenn jemand sein Pesaḥopfer schlachten oder seinen Sohn beschneiden geht, und hört, jemand sei ihm gestorben, er sich an ihm verunreinige, so heißt es:soll er sich nicht verunreinigen.",
"Man könnte nun glauben, wie er sich an seiner Schwester nicht verunreinigen darf, ebensowenig dürfe er es an einem Pflichttoten, so heißt es: an seiner Schwester; an seiner Schwester darf er sich nicht verunreinigen, wohl aber verunreinige er sich an einem Pflichttoten.",
"Wahrscheinlich spricht eines von dem Falle, wenn es vormittags erfolgt ist, und eines von dem Falle, wenn nachmittags. –",
"Woher dies, vielleicht sprechen beide von dem Falle, wenn es nachmittags erfolgt ist, nur vertritt eine Lehre die Ansicht R. Jišma͑éls und eine die des R. A͑qiba. Es wird nämlich gelehrt: An ihr soll er sich verunreinigen, freigestellt – so R. Jišma͑él; R. A͑qiba sagt, eine Pflicht. –",
"Dies ist nicht einleuchtend, denn den Anfangsatz jenerlehrte ja R. A͑qiba. Es wird nämlich gelehrt: R. A͑qiba sagte:Person, das sind die nahen; Toten, das sind die fernen;",
"an seinem Vater, an diesem darf er sich nicht verunreinigen, wohl aber verunreinige er sich an einem Pflichttoten; an seiner Mutter, ist er Priester und Nazir, so darf er sich an seiner Mutter nicht verunreinigen, wohl aber verunreinige er sich an einem Pflichttoten; an seinem Bruder, ist er Hochpriester und Nazir, so darf er sich an seinem Bruder nicht verunreinigen, wohl aber verunreinige er sich an einem Pflichttoten.",
"Und an seiner Schwester, was lehrt dies? Man könnte glauben, daß, wenn jemand sein Pesaḥopfer schlachten oder seinen Sohn beschneiden geht, und hört, jemand sei ihm gestorben, er sich an ihm verunreinigen dürfe, so heißt es: soll er sich nicht verunreinigen. Man könnte nun glauben, wie er sich an seiner Schwester nicht verunreinigen darf, ebensowenig dürfe er sich an einem Pflichttoten verunreinigen, so heißt es: an seiner Schwester, an seiner Schwester darf er sich nicht verunreinigen, wohl aber verunreinige er sich an einem Pflichttoten."
],
[
"Raba erklärte: Beide sprechen von dem Falle, wenn esnachmittags erfolgt ist, dennoch besteht hierkein Widerspruch; eines in dem Falle, wenn es vor dem Schlachten und [Blut]sprengen erfolgt ist, und eines in dem Falle, wenn nachdem Schlachten und [Blut]sprengen.",
"R. Ada b. Mathna sprach zu Raba: Nach dem Schlachten und Sprengen ist esja bereits erfolgt!? Raba sprach zu ihm: Das Essen des Pesaḥopfers ist unerläßlich, nach einer Lehre des Rabba b. R. Hona. Höre vielmehrauf das, was dein Meister dir sagt.",
"Was ist das für eine Lehre des Rabba b. R. Hona? – Es wird gelehrt: Der Tag der Todesnachricht gleicht dem Tage des Begräbnisses hinsichtlich des Gebotes der siebentägigen und der dreißigtägigen [Trauer], und hinsichtlich des Essens vom Pesaḥopfer dem Tage des Gebeinesammelns; sowohl an dem einen als auch an dem anderen nehme man ein Tauchbad und esse abends Heiliges.",
"Dies widerspricht sich ja selbst; zuerst heißt es, der Tag der Todesnachricht gleiche dem Tage des Begräbnisses hinsichtlich des Gebotes der siebentägigen und der dreißigtägigen [Trauer], und hinsichtlich des Essens vom Pesaḥopfer dem Tage des Gebeinesammelns, demnach darf man am Tage des Begräbnisses auch abends kein [Heiliges] essen, und darauf lehrt er, daß man sowohl an dem einen als auch an dem anderenein Tauchbad nehme und abends Heiliges esse!?",
"R. Ḥisda erklärte: Es sind zwei verschiedene Autoren.",
"Rabba b. R. Hona erklärte: Das ist kein Widerspruch; eines in dem Falle, wenn er die Todesnachricht kurz vor Sonnenuntergang erhalten hat, und ebenso, wenn das Gebeinesammeln kurz vor Sonnenuntergang erfolgt ist, und ebenso, wenn ihm jemand gestorben ist und man ihn kurz vor Sonnenuntergang bestattet hat, und eines in dem Falle, wenn dies nach Sonnenuntergang erfolgtist.",
"Nach Sonnenuntergang ist esja bereits erfolgt!? Vielmehr ist hieraus zu entnehmen, daß das Essen des Pesaḥopfers unerläßlich ist.",
"R. Aši erklärte: [Die Worte] ‘sowohl an dem einen als auch an dem anderen’ sind wie folgt zu verstehen: sowohl am Tage der Todesnachricht als auch am Tage des Begräbnissestauche man unter und esse abends Heiliges.",
"Aber das, was R. Aši gesagt hat, ist nichts ; merke, er spricht ja davon, so sollte es doch heißen: an beiden; vielmehr ist das, was R. Aši gesagt hat, nichts.",
"Welche Tannaím sindes? – Es wird gelehrt: Wie lange währt die Trauer? – den ganzen Tag. Rabbi sagt, solange [der Tote] nicht bestattet worden ist.",
"Wovon wird hier nun gesprochen, wollte man sagen, vom Tage des Todes, so gibt es ja niemand, der nicht der Ansicht wäre, daß rabbanitisch der Tag des Todes die Nacht erfasse.",
"Und wieso sagt Rabbi ferner, solange [der Tote] nicht bestattet worden ist, wonach es ihm erlaubtist, wenn er bestattet wordenist, gibt es denn jemand, der nichts hält [vom Schriftverse:]ihr Ende wie an einem bitteren Tage!?",
"R. Šešeth erklärte: Vom Tage des Begräbnisses.",
"R. Joseph wandte ein: Wessen Ansicht vertritt demnach die Lehre, daß, wenn man eine Todesnachricht erhalten oder Gebeine gesammelt hat, man ein Tauchbad nehmen und abends Heiliges essen dürfe, wonach man es am Tage des Begräbnisses auch abends nicht essen darf!? Vielmehr ist es wie folgt zu erklären: wie lange währt die Trauer? Den ganzen Tag samt der [folgenden] Nacht; Rabbi sagt, solange er nicht bestattet worden ist, und nicht die [folgende] Nacht.",
"Als man dies R. Jirmeja sagte, sprach er: Ein so bedeutender Mann wie R. Joseph sagte solches! Demnach wäre Rabbi erleichternder Ansicht, und dem widersprechend wird gelehrt: Wie lange währt die Trauer? Solange [der Tote] nicht bestattet worden ist, selbst zehn Tage – so Rabbi; die Weisen sagen, die Trauer währe nur den einen Tag!?",
"Vielmehr ist es wie folgt zu erklären: wie lange währt die Trauer? Den ganzen Tag ohne die Nacht; Rabbi sagt, solange [der Tote] nicht bestattet worden ist, und auch die Nacht wird mit erfaßt.",
"Sie sprachen vor Raba: Wenn Rabbi sagt, der Tag des Begräbnisses erfasse rabbanitisch die [folgende] Nacht, demnach erfaßt sie der Tag des Todes nach der Tora,",
"somit ist Rabbi der Ansicht, die Trauer während der Nacht sei aus der Tora, und dem widersprechend wird gelehrt:Siehe, diesen Tag, nur mir ist esam Tage verboten, nachts aber erlaubt, den späteren Generationen aber ist es sowohl am Tage als auch nachts verboten – so R. Jehuda. Rabbi sagt, die Trauer während der Nacht sei nicht aus der Tora, sondern eine Bestimmung der Gelehrten!? –",
"Tatsächlich ist sie rabbanitisch,"
],
[
"nur haben die Weisen für ihre Worte eine größere Festigung getroffen als für die der Tora.",
"Die Rabbanan lehrten:Denn so wurde mir befohlen;wie ich befohlen hatte;wie der Herr befohlen hat. Denn so wurde mir befohlen, daß sie es in Trauer essen. Wie ich befohlen hatte, dies sagte er ihm beim Ereignisse. Wie der Herr befohlen hat, ich sage es nicht von mir aus.",
"Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Eswar wegen der Trauer verbrannt worden, deshalb heißt essolches.",
"Šemuél erwiderte: Das ist kein Widerspruch, eines nach R. Jehuda und eines nach R. Neḥemja,",
"denn es wird gelehrt: Es war wegen der Trauer verbrannt worden, deshalb heißt es solches – so R. Neḥemja; R. Jehuda und R. Šimo͑n sagen, es sei wegen Unreinheitverbrannt worden, denn wenn man sagen wollte, es sei wegen der Trauer verbrannt worden, so sollten ja alle dreiverbrannt worden sein. Eine andere Begründung: so konnte man es ja abendsessen. Eine andere Begründung: Pinḥaswar ja bei ihnen.",
"Raba erklärte: Beide nach R. Neḥemja, dennoch besteht hier kein Widerspruch; eines gilt vom Heiligen des damaligen Tagesund eines gilt vom Heiligen für spätere Generationen. –",
"Wie erklärt R. Neḥemja diese Schriftverse und wie erklären die Rabbanandiese Schriftverse!? –",
"R. Neḥemja erklärt sie wie folgt: Weshalb habt ihr nicht gegessen. Moše sprach zu Ahron: Ist das Blut vielleicht in das Allerheiligste gebrachtworden? Dieser erwiderte ihm: Das Blut ist nicht hineingebracht worden. – Ist es vielleicht außerhalb des Gebietesgekommen? Dieser erwiderte: Es war im Heiligtume. –",
"Ist es vielleicht in Trauer dargebracht und untauglich geworden? Dieser erwiderte: Moše, haben siees denn dargebracht, ichhabe es ja dargebracht. Hierauf sprach jener: Wenn das Blut nicht hineingebracht worden und auch im Heiligtume geblieben ist, so solltet ihr es gegessen haben, wie mir befohlen wurde, daß es in Trauer gegessen werde.",
"Dieser erwiderte:Mich hat solches betroffen; hätte ich heute vom Sündopfer gegessen, würde es in den Augen des Herrn recht sein? Vielleicht hast du esvom Heiligen für diese Stunde gehört,",
"denn für alle Generationen ist hinsichtlich des Heiligen [ein Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere, vom leichteren Zehnten, zu folgern: wenn die Tora vom Zehnten sagt:ich habe nichts davon in Trauer gegessen, um wieviel mehr gilt dies von den heiligen Opfern für alle Generationen.",
"Hierauf:Moše hörte dies und es war recht in seinen Augen. Moše sagte nicht, er habe es nicht gehört, sondern schämte sich nicht zuzugeben, daß er es gehört und vergessen habe. –",
"Wie erklären sie R. Jehuda und R. Šimo͑n? – Sie erklären sie wie folgt: Weshalb habt ihr das Sündopfer nicht gegessen; ist das Blut vielleicht in das Allerheiligste gebracht worden? Er erwiderte: Das Blut ist nicht hineingebracht worden. –",
"Ist es vielleicht außerhalb des Gebietes gekommen? – Es war im Heiligtume. – Ist es vielleicht in Trauer dargebracht und untauglich geworden? Er erwiderte: Moše, haben sie es denn dargebracht, daß es durch die Trauer untauglich geworden sein sollte, ichhabe es ja dargebracht. –",
"Vielleicht habt ihr infolge eurer Zerstreutheiteine Fahrlässigkeit begangen und es untauglich gemacht? Er erwiderte: Moše, so stehe ich in deinen Augen, daß ich das Heilige des Himmels schänden könnte!?",
"Mich hat solches betroffen; ich würde auch wegen eines solchen Falles das Heilige des Himmels nicht schänden. Hierauf sprach jener: Wenn das Blut nicht hinausgebracht worden und im Heiligtum geblieben ist, so solltet ihr es im Heiligtume gegessen haben, wie mir befohlen wurde, daß es in Trauer gegessen werde.",
"Er erwiderte: Vielleicht hast du es nur hinsichtlich der Nacht gehört, denn hinsichtlich des Tages ist [ein Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere, vom leichteren Zehnten, zu folgern: wenn die Tora vom leichteren Zehnten sagt: ich habe nichts davon in Trauer gegessen, um wieviel mehr gilt dies von den strengeren heiligen Opfern.",
"Hierauf: Moše hörte dies,"
],
[
"und es war recht in seinen Augen. Moše sagte nicht, er habe es nicht gehört, sondern schämte sich nicht zuzugeben, daß er es gehört und vergessen habe. –",
"Sollten sie es doch verwahrt und [abends] gegessen haben!? – Es hatte sich unverschuldet eine Unreinheit ereignet. –",
"Einleuchtend ist es nach den Rabbanan, daß es diesen Tag heißt, wieso aber heißt es diesen Tag nach R. Neḥemja!? – Die Opfer des Tages. –",
"Einleuchtend ist es nach R. Neḥemja, daß es siehe, diesen Tagheißt, wozu aber heißt es nach den Rabbanan siehe, diesen Tag!? – Er meint es wie folgt: haben siees denn dargebracht, ich habe es ja dargebracht.",
"Der Meister sagte: So sollten ja alle drei verbrannt worden sein. Welche drei? –",
"Es wird gelehrt:Und nach dem Ziegenbocke des Sündopfers forschte Moše, Ziegenbock, das ist der Ziegenbock Naḥšons; Sündopfer, das ist das Sündopfer des achten Tages; forschte, das ist der Ziegenbock des Neumondes.",
"Man könnte glauben, alle drei seien verbrannt worden, so heißt es:und siehe, er war verbrannt worden, eines war verbrannt worden, nicht alle drei. Forschenforschte, worauf deuten diese zwei Forschungen? Er sprach zu ihnen: Weshalb ist dieses Sündopfer verbrannt worden, während die anderen noch daliegen. Ich würde nicht gewußt haben, welches [verbrannt worden] war, wenn es aber heißt: und dieses hat er euch gegeben, um die Sünde der Gemeinde fortzuschaffen, so sage man, daß es der Ziegenbock des Neumondeswar. –",
"Sie haben ihmja treffend erwidert!? – R. Neḥemja vertritt hierbei seine Ansicht, denn er sagt, die heiligen Opfer der damaligen Stunde waren durch die Trauer nicht untauglich geworden.",
"Der Meister sagte: So konnte man es ja abends essen. Sie haben ihm ja treffend erwidert!? – Er ist der Ansicht, die Trauer während der Nacht sei aus der Tora. –",
"«Eine andere Begründung: Pinḥas war ja bei ihnen.» Sie haben ihm ja treffend erwidert!? – Er ist der Ansicht R. Elie͑zers, denn R. Elie͑zer sagte im Namen R. Ḥaninas, Pinḥas sei in die Priesterschaft eingesetzt worden, erst nachdem er Zimri getötethatte, denn es heißt:es soll ihm und seinen Nachkommen nach ihm eine Zusicherung ewiger Priesterschaft sein.",
"R. Aši sagte: Erst nachdem er Frieden zwischen den Stämmen gestiftet hatte, denn es heißt:und es hörten Pinḥas, der Priester, und die Fürsten der Gemeinde, die Häupter der Tausendschaften in Jisraél&c. –",
"Es heißt ja aber: es soll ihm und seinen Nachkommen &c. sein!? – Dies war nur ein Segen. –",
"Und jener, es heißt ja auch: und es hörten Pinḥas, der Priester!? – Dies zur Legitimierung seiner Nachkommen nach ihm.",
"Rabh sagte: Unser Meister Moše war Hochpriester und erhielt einen Anteil vom Heiligen des Himmels, denn es heißt:vom Widder der Einweihung war sie Moše zuteil.",
"Man wandte ein: [Wieso sagten sie demnach:] Pinḥas war bei ihnen, sie sollten doch sagen: unser Meister Moše war bei ihnen!? – Vielleicht verhielt es sich bei Moše anders, da er mit der Göttlichkeit beschäftigt war. Der Meister sagte nämlich: Moše kam nur bei Morgenanbruchherunter.",
"Man wandte ein:Die Speise seines Gottes, vom Hochheiligen und vom Heiligen darf er essen. Wozu wird dies vom Minderheiligen gesagt, wenn es vom Hochheiligen gesagt wird, und wozu vom Hochheiligen, wenn dies vom Minderheiligen gesagt wird?",
"Würde es vom Minderheiligen nicht gesagt worden sein, so könnte man glauben, er dürfe nur Hochheiliges essen, da es einem Gemeinenund ihnen erlaubt ist, Minderheiliges aber dürfe er nicht essen. Und würde es vom Hochheiligen nicht gesagt worden sein, so könnte man glauben, er dürfe nur Minderheiliges essen, weil sie weniger heilig sind, Hochheiliges aber dürfe er nicht essen. Daher wird es sowohl vom Hochheiligen als auch vom Minderheiligen gesagt.",
"Hier lehrt er also: da es einem Gemeinen und ihnen erlaubt ist, worunter wohl Moše zu verstehen ist!? R. Šešeth erwiderte: Nein, bei einem Privataltar, und zwar nach demjenigen, welcher sagt, auf den Privataltären wurden Speisopferdargebracht.",
"Man wandte ein: Wer hatte die Mirjamabgeschlossen: wollte man sagen, Moše hatte sie abgeschlossen, so war er ja Gemeiner,"
],
[
"und ein Gemeiner darf ja nicht den Aussatz besichtigen, und wollte man sagen, Ahron hatte sie abgeschlossen, so war er ja verwandt und ein Verwandter darf ja den Aussatz nicht besichtigen? Vielmehr hat der Heilige, gepriesen sei er, Mirjam eine große Ehrung erwiesen, indem er dann [sagte:] ich will ihr Priester sein, ich schließe sie ab, ich entscheide esund ich befreie sie.",
"Hier wird also gelehrt, daß Moše Gemeiner war und ein Gemeiner den Aussatz nicht besichtigen dürfe!?",
"R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Anders verhält es sich bei der Besichtigung des Aussatzes, bezüglich dessen Ahron und seine Söhne im Abschnitte genannt werden.",
"Man wandte ein: In fünf Beziehungen war Elišeba͑bedeutender als die übrigen Töchter Jisraéls: ihr Schwager war König, ihr Gatte Hochpriester, ihr Sohn Priestervorsteher, ihr Enkel Feldpriesterund ihr Bruder Stammesfürst, und sie trauerte über ihre beiden Söhne.",
"Hier wird gelehrt, ihr Schwager war König, also nur König und nicht Hochpriester!? – Lies: auch König.",
"[Hierüberstreiten] folgende Autoren:Da entbrannte der Zorn des Herrn wider Moše. R. Jehošua͑ b. Qorḥa sagte: Wenn irgendwo in der Schrift von Zorn die Rede ist, so wird auch die Folge angegeben, hierbei aber wird keine Folge angegeben.",
"R. Šimo͑n b. Joḥaj sagte: Auch hierbei wird die Folge angegeben, denn es heißt:ist nicht dein Bruder Ahron, der Levite, da. Er war ja Priester? Vielmehr sprach er zu ihm wie folgt: Ich dachte dich zum Priester und ihn zum Leviten zu machen, nun aber soll er Priester sein und du Levite.",
"Die Weisen sagen, Moše war nur für die sieben Einweihungstage zum Priester eingesetztworden. Manche sagen, die Priesterschaft hörte erst bei der Nachkommenschaft Mošesauf, denn es heißt:und die Söhne Mošes, des Gottesmannes, wurden nach dem Stamm Levis genannt. Ferner heißt es:Moše und Ahron waren unter seinen Priestern, und Šemuél unter den Anrufern seines Namens. –",
"Wozu ist das ‘ferner’nötig? – Man könnte glauben, jener stehe wegen der nachfolgenden Generationgeschrieben, so heißt es auch: Moše und Ahron unter seinen Priestern. –",
"Wird denn überall, wo in der Schrift von Zorn die Rede ist, die Folge angegeben, es heißt ja:und er ging von Phareo͑ in glühendem Zorn; er sagte ihm aber nichts!?",
"Reš Laqiš erwiderte: Er versetzte ihm einen Backenstreich und ging. – Kann Reš Laqiš dies denn gesagt haben, es heißt ja:und stelle dich ihm gegenüber am Ufer des Flusses, und hierzu sagte Reš Laqiš: erist ein König, sei gegen ihn höflich, und R. Joḥanan erklärte: er ist ein Frevler, sei gegen ihn grob. – Wende es um.",
"R. Jannaj sagte: Stets habe Ehrfurcht vor dem König, denn es heißt: und alle diese deine Knechte werden zu mir herabkommen, von ihm selber aber sagte er es nicht.",
"R. Joḥanan entnimmt dies aus folgendem:und die Hand Gottes kam über Elijahu, und er schnürte seine Lenden und lief vor Aḥáb her.",
"U͑la sagte: Moše wollte das Königtum, aber es wurde ihm nicht gewährt, denn es heißt:tritt nicht hierher, und unter hierher ist das Königtum zu verstehen, wie es heißt:wer bin ich, Gott, mein Herr &c. daß du mich bis hierher gebracht hast.",
"Rabbawandte ein: R. Jišma͑élsagte: ihr Schwager war König!? Raba erwiderte: Er meint es, für ihn und seine Nachkommen.",
"Ist denn überall, wo es hierher heißt, das [Königtum] für immer zu verstehen, bei Šaúl heißt es ja:ist ein Mann hierhergekommen, und nur er war es, nicht aber seine Nachkommen!? –",
"Wenn du willst, sage ich: Išbošethwar es ja, und wenn du willst, sage ich: anders verhielt es sich bei Šaúl, auch ihm selber blieb es nicht erhalten.",
"Dies nach R. Elea͑zar, der im Namen R. Ḥaninas sagte: Teilt man einem Menschen Würde zu, so teilt man sie ihm und seinen Nachkommen zu, bis ans Ende aller Generationen, wie es heißt:er zieht seine Augen von den Frommen nicht zurück, und Könige auf dem Throne &c. Ist er aber hochmütig, so erniedrigt ihn der Heilige, gepriesen sei er, wie es heißt:gefesselt in Ketten und gefangen in Stricken des Elends.",
"FEHLERBEHAFTETE, EINERLEI OB &C. LEIBESFEHLER. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:Jeder Mann, dies schließt Fehlerbehaftete ein.",
"In welcher Hinsicht, wenn hinsichtlich des Essens, so heißt es ja bereits:die Speise seines Gottes, vom Hochheiligen &c. darf er essen, doch wohl hinsichtlich der Beteiligung.",
"Ein Anderes lehrt: Jeder Mann, dies schließt Fehlerbehaftete ein. In welcher Hinsicht, wenn hinsichtlich des Essens, so ist dies ja bereits gesagt worden, wenn hin sichtlich der Beteiligung, so ist dies ja bereits gesagt worden. Vielmehr, man könnte glauben, dies gelte nur von einem, der fehlerfrei war und mit einem Leibesfehler behaftet worden ist, woher dies von einem Fehlerbehafteten seit jeher? Es heißt: jeder Mann.",
"Ein Anderes lehrt: Jeder Mann, dies schließt einen Fehlerbehafteten ein. In welcher Hinsicht, wenn hinsichtlich des Essens, so ist dies ja bereits gesagt worden, wenn hinsichtlich der Beteiligung, so ist dies ja bereits gesagt worden, wenn hinsichtlich eines Fehlerbehafteten seit jeher, so ist dies ja bereits gesagt worden. Vielmehr, man könnte glauben, dies gelte nur von einem mit einem dauernden Leibesfehler Behafteten, woher dies von einem mit einem vorübergehenden Leibesfehler Behafteten? Es heißt: jeder Mann. –",
"Wohindenn!? R. Šešeth erwiderte: Man wende es um.",
"R. Aši erklärte: Tatsächlich braucht man es nicht umzuwenden, denn diesist nötig; man könnte glauben,"
],
[
"er gleiche einem Unreinen; wie ein Unreiner, solange er nicht rein ist, nicht essen darf, ebenso dürfe auch dieser, solange er nicht tauglich ist, nicht essen, so lehrt er uns.",
"WEH NICHT GEEIGNET IST &C. Etwa nicht, ein Fehlerbehafteter ist ja für den Dienst nicht geeignet, dennoch erhält er einen Anteil!? Und erhält ferner jeder, der für den Dienst geeignet ist, einen Anteil, der Unreine ist ja bei Gemeindeopfernfür den Dienst geeignet, dennoch erhält er keinen Anteil!? –",
"Gemeint ist die Eignung zum Essen. –",
"Ein Minderjährigerist ja zum Essen geeignet, dennoch erhält er keinen Anteil!? – Dieslehrt er ja nicht.",
"Da du nun zu dieser Erklärung gekommen bist, so kann es auch bei der früheren Auffassungbleiben, denn vom Unreinen ist nichts einzuwenden, da diesnicht gelehrt wird, und vom Fehlerbehafteten ebenfalls nicht, da der Allbarmherzige ihn einbegriffen hat.",
"SELBST WEH NUR BEIM BLUTSPRENGEN UNREIN WAR, BEIM AUFRÄUCHERN DER FETTSTÜCKE ABER REIN IST, ERHÄLT KEINEN ANTEIL. Demnach erhält er einen Anteil, wenn er beim Blutsprengen rein war und beim Aufräuchern der Fettstücke unrein ist,",
"somit vertritt unsere Mišna nicht die Ansicht des Abba Šaúl, denn es wird gelehrt: Abba Saúl sagt, er dürfe davon nur dann essen, wenn er vom Blutsprengen bis zum Aufräuchern der Fettstücke rein war, denn es heißt:der das Blut des Heilsopfers und das Fett darbringt, auch die Aufräucherung der Fettstücke ist erforderlich.",
"R. Aši fragte: Wie istes, wenn er dazwischenunrein war: muß er zur Zeit des Sprengens und zur Zeit des Aufräucherns rein sein, was hierbei der Fall ist, oder muß er es vom Blutsprengen bis zum Aufräuchern der Fettstücke sein? – Dies bleibt unentschieden.",
"Rabh sagte: Folgendes lernte ich im Aborte von R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n: Ein am selben Tage Untergetauchter kommtund spricht: Gib mir vom Speisopfer, daß ich davon esse.",
"Jenererwidert ihm: Wenn ich dich bei einem Sündopfer eines Jisraéliten zurückweisenkann, wo doch bei deinem eigenen Sündopfer dein Anrecht gekräftigtist, um wieviel mehr kann ich dich bei einem Speisopfer eines Jisraéliten zurückweisen, wo auch bei deinem eigenen Speisopfer dein Anrecht geschwächtist. –",
"Wieso willst du, wenn du mich auch bei einem Sündopfer eines Jisraéliten zurückweisen kannst, wobei dein Anrecht ebenso gekräftigt ist wie mein Anrecht, mich bei einem Speisopferzurückweisen, wobei dein Anrecht ebenso geschwächt ist wie mein Anrecht!? –",
"Es heißt:dem Priester, der es darbringt, soll es gehören; geh, bring es dar und ißdavon. –",
"Gib mir vom Sündopfer eines Jisraéliten, daß ich davon esse. –",
"Wenn ich dich bei einem Speisopfer eines Jisraéliten zurückweisen kann, wo doch bei meinem eigenen Speisopfer mein Anrecht geschwächtist, um wieviel mehr kann ich dich bei einem Sündopfer eines Jisraéliten zurückweisen, wo bei meinem eigenen Sündopfer mein Anrecht gekräftigt ist. –",
"Wieso willst du, wenn du mich auch bei einem Speisopfer eines Jisraéliten zurückweisen kannst, wobei mein Anrecht ebenso geschwächt ist wie dein Anrecht, mich bei einem Sündopfer eines Jisraéliten zurückweisen, wobei mein Anrecht ebenso gekräftigt ist wie dein Anrecht!? –",
"Es heißt:der Priester, der die Entsündigung vollzieh, soll es essen; geh, vollziehe die Entsündigung und iß davon. –",
"Gib mir von Brustund Schenkel, daß ich davon esse. –",
"Wenn ich dich bei einem Sündopfer eines Jisraéliten zurückweisen kann, wo doch bei deinem eigenen Sündopfer dein Anrecht gekräftigt ist, um wieviel mehr kann ich dich bei einem Heilsopfer zurückweisen, wo auch bei deinem eigenen Heilsopfer dein Anrecht geschwächt ist, da du davon nur Brust und Schenkel erhältst. –",
"Wieso willst du, wenn du mich auch bei einem Sündopfer zurückweisen kannst, wobei mein Anrecht inbetreff meiner Weiber und Sklaven geschwächtist, mich auch von Brust und Schenkel zurückweisen, wobei mein Anrecht inbetreff meiner Weiber und Sklaven gekräftigt ist!? –",
"Es heißt:dem Priester, der das Blut des Heilsopfers sprengt, soll es gehören; geh, sprenge es und iß davon,",
"[Niedergeschlagen] geht der am selben Tage Untergetauchte fort mit seinen [Schlüssen durch] Leichteres auf das Schwerere auf dem Haupte, rechts vom Trauernden und links vom der Sühne Ermangelnden[begleitet].",
"R. Aḥaj wandte ein: Er sollte dochfortsetzen: Gib mir vom Erstgeborenen, daß ich davon esse.",
"Jener erwidert ihm: Wenn ich dich bei einem Sündopfer eines Jisraéliten zurück weisen kann, wobei mein Anrecht inbetreff meiner Weiber und Sklaven geschwächt ist, um wieviel mehr kann ich dich beim Erstgeborenen zurückweisen, wo bei meinem eigenen Erstgeborenen mein Anrecht gekräftigt ist, denn es gehört vollständig mir. –",
"Wieso willst du, wenn du mich auch bei einem Sündopfer zurückweisen kannst, wobei mein Anrecht ebenso geschwächt ist wie dein Anrecht, mich vom Erstgeborenen zurückweisen, bei dem mein Anrecht ebenso gekräftigt ist wie dein Anrecht. –",
"Es heißt:das Blut sollst du auf den Altar sprengen, ihr Fett sollst du aufräuchern und das Fleisch gehört dir; geh, sprenge es und iß davon. –",
"Jener aber kann ihm erwidern: es heißt ja nicht, das Fleisch gehöre dem Priester, der [das Blut] sprengt, sondern: und das Fleisch gehöre dir, auch einem anderen Priester. –",
"Wieso tat er dies, Rabba b. Bar Ḥana sagte ja im Namen R. Joḥanans, man dürfe überallnachdenken, ausgenommen ein Badehaus und ein Abort!? – Anders ist es, wenn es gezwungen geschieht."
],
[
" WOVON DER ALTAR NICHTSVOM FLEISCHE ERHÄLT, ERHALTEN DIE PRTESTER NICHT DIE HAUT, DENN ES HEISST:das Brandopfer eines Mannes, WENN ES DAS BRANDOPFER EINES MANNES GEWORDENIST.",
"IST EIN BRANDOPFER AUF EINEN ANDEREN NAMEN GESCHLACHTET WORDEN, SO GEHÖRT DIE HAUT, OBGLEICH ES DEM EIGENTÜMER NICHT ANGERECHNET WIRD, DEN PRIESTERN. SOWOHL VOM BRANDOPFER EINES MANNES ALS AUCH VOM BRANDOPFER EINER FRAU ERHALTEN DIE PRIESTER DIE HAUT.",
"DIE HAUT VON MINDERHEILIGEN OPFERN GEHÖRT DEN EIGENTÜMERN, DIE HAUT VON HOCHHEILIGEN OPFERN GEHÖRT DEN PRIESTERN. DIES IST [DURCH EINEN SCHLUSS] VOM SCHWEREREN AUF DAS LEICHTERE ZU FOLGERN: WENN SIE VOM BRANDOPFER, VON DEM SIE DAS FLEISCH NICHT ERHALTEN, DIE HAUT ERHALTEN, UM WIEVIEL MEHR ERHALTEN SIE VON HOCHHEILIGEN OPFERN, VON DENEN SIE DAS FLEISCH ERHALTEN, AUCH DIE HAUT. VOM ALTAR IST NICHTS ZU BEWEISEN, DENN ER ERHÄLT NIEMALS DIE HAUT.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Das Brandopfer eines Mannes, ausgenommen das Brandopfer des Heiligtums – so R. Jehuda; R. Jose b. R. Jehuda sagt, ausgenommen das Brandopfer eines Proselyten. –",
"Was heißt: ausgenommen das Brandopfer des Heiligtums? R. Ḥija b. Joseph erwiderte: Ausgenommen ist das Brandopfer, das von den Überschüssendargebracht wird. –",
"Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, die Überschüsse seien als freiwillige Spenden der Gemeinde zu verwenden, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, sie seien als freiwillige Spenden von Privatenzu verwenden!? –",
"Wie Raba erklärthat: das Brandopfer, das erste Brandopfer, ebenso ist auch hierbei zu erklären: das Brandopfer, das ersteBrandopfer.",
"R. Jannaj erklärte: Ausgenommen der Fall, wenn man sein Brandopfer vom Tempelreparaturfonds erfassen läßt.",
"Selbstverständlichnach demjenigen, welcher sagt, der Tempelreparaturfonds erfasse es nach der Tora, aber auch nach demjenigen, welcher sagt, er erfasse esnicht, gilt dies nur vom Fleische, die Haut aber erfaßt er wohl.",
"Ebenso erklärte auch R. Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha, ausgenommen der Fall, wenn ein Brandopfer von den Überschüssen dargebracht wird.",
"R. Hamnuna sprach zu R. Naḥman: Wohl nach R. Jehuda, aber er ist jazurückgetreten, denn es wird gelehrt: Sechsfür freiwillige Spenden: für Brandopfer, die von den Überschüssen dargebracht werden, damit die Priester die Haut nicht erhalten – so R. Jehuda.",
"R. Neḥemja, manche sagen, R. Šimo͑n, sprach zu ihm: Demnach hast du ja die Schriftauslegung des Priesters Jehojada͑ aufgehoben, denn es wird gelehrt: Folgende Schriftauslegung trug der Priester Jehojada͑ vor:Es ist ein Schuldopfer, eine Schuld [erstattet] er dem Herrn; für alles, was vom Sündopfer und vom Schuldopferkommt, sind Brandopferzu kaufen; das Fleisch für Gott, und die Haut für die Priester.",
"Dieser entgegnete: Worauf bezieht sieder Meister? Jener erwiderte: Ich beziehe sie auf den Fall, wenn jemand sein Vermögen dem Heiligtume geweiht hat,",
"und zwar nach R. Jehošua͑, denn wir haben gelernt: Wenn jemand sein Vermögen dem Heiligtume geweiht hat und darunter für den Altar geeignetes Vieh sich befindet, so sind die männlichen als Brandopfer und die weiblichen als Heilsopfer zu verkaufen, und der Erlös fällt mit dem übrigen Vermögen dem Tempelreparaturfonds zu.",
"R. Jehošua͑ sagt, die männlichen sind selber als Brandopfer darzubringen, die weiblichen für Heilsopfer zu verkaufen und für den Erlös Brandopfer darzubringen, und das übrige Vermögen fällt dem Tempelreparaturfonds zu.",
"Und obgleich R. Jehošua͑ lehrt, man teileseine Weihung, gilt dies nur vom Fleische, die Haut aber bleibt erfaßt.",
"«R. Jose b. R. Jehuda sagt, ausgenommen das Brandopfer eines Proselyten.» R. Simaj b. Ḥilqaj sprach zu Rabina: Ist ein Proselyt denn kein Mann!? Dieser erwiderte: Ausgenommen das eines Proselyten, der gestorben ist und keine Erben hinterlassen hat.",
"Die Rabbanan lehrten: Das Brandopfer eines Mannes; ich weiß dies vom Brandopfer eines Mannes, woher dies von Brandopfern von Proselyten, Weibern und Sklaven? Es heißt: die Haut des Brandopfers, und diesist einschließend.",
"Wozu heißt es demnach: das Brandopfer eines Mannes? Das Brandopfer, das einem Manne angerechnet wird, ausgenommen das außerhalb der Frist oder außerhalb des Raumesgeschlachtete; von diesem erhalten die Priester die Haut nicht.",
"Man könnte glauben, auch das auf einen anderen Namen geschlachtete sei einbegriffen, daß auch von diesem, da es dem Eigentümer nicht angerechnet wird,"
],
[
"die Priester die Haut nicht erhalten, so heißt es: die Haut des Brandopfers, auf jedenFall.",
"Die Haut des Brandopfers; ich weiß dies von der Haut des Brandopfers, woher dies von der Haut der [übrigen] hochheiligen Opfer? Es heißt: die Haut des Brandopfers, das er dargebrachthat. Man könnte glauben, auch minderheilige Opfer seien einbegriffen, so heißt es Brandopfer, wie das Brandopfer hochheilig ist, ebenso auch alle anderen hochheiligen Opfer.",
"R. Jišma͑él erklärte: Die Haut des Brandopfers; ich weiß dies von der Haut des Brandopfers, woher dies von der Haut der [übrigen] hochheiligen Opfer? Es ist durch einen Schluß zu folgern: wenn sie vom Brandopfer, von dem sie das Fleisch nicht erhalten, die Haut erhalten, um wieviel mehr erhalten sie von hochheiligen Opfern, von denen sie das Fleisch erhalten, auch die Haut.",
"[Erwidert man:] vom Altar sei [das Entgegengesetzte] zu beweisen, er erhält das Fleischund nicht die Haut, [so ist zu entgegnen:] wohl der Altar, der sie niemals erhält, während die Priester sie von manchenerhalten, und da sie sie von manchen erhalten, so erhalten sie sie von allen.",
"Rabbi sagte: Wir brauchen dies allesnur inbetreff der Haut des Brandopfers, denn sonstrichte man sich hinsichtlich der Haut stets nach dem Fleische.",
"Die zu verbrennenden Farren und die zu verbrennenden Ziegenböcke werden samt der Haut [verbrannt]. Das Sündopfer, das Schuldopfer und das Heilsopfer der Gemeinde sind Geschenke an die Priester; wenn sie wollen, enthäuten sie sie, und wenn sie es nicht wollen, essen sie sie mit der Haut. [Minderheilige Opfer gehören den Eigentümern; wenn sie wollen, enthäuten sie sie, und wenn sie wollen, essen sie sie mit der Haut.]",
"Beim Brandopfer aber heißt es:er enthäute das Brandopfer und zerlege es in Stücke; man könnte nun glauben, die Priester erhalten die Haut nicht, so heißt es: die Haut des Brandopfers, das er dargebracht hat.",
"Ihm gehöre es, ausgenommen der am selben Tage Untergetauchte, dem die Sühne noch fehlt, und der Trauernde; man könnte glauben, wenn sie auch das zum Essen geeignete Fleisch nichterhalten, erhalten sie immerhin die Haut, die zum Essen ungeeignet ist, so heißt es: ihm gehöre es, ausgenommen ist, dem die Sühne noch fehlt, der am selben Tage Untergetauchte und der Trauernde. –",
"Sollte der erste Autor es ebenfalls durch den Schlußfolgern!? – Die Schrift hat sich bemüht, das niederzuschreiben, was [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern wäre. –",
"Wofür verwendet R. Jišma͑él [die Worte] das dargebracht hat!? Sie schließen den am selben Tage Untergetauchten, dem die Sühne noch fehlt, und den Trauernden aus. –",
"Dies geht ja hervor aus: ihm gehörees!? – R. Jišma͑él vertritt hierbei seine Ansicht, denn R. Joḥanan sagte im Namen R. Jišma͑éls: Beim Brandopfer heißt es: ihm gehöre es, und beim Schuldopfer heißt es: ihm gehöre es, wie bei diesem die Knochen erlaubtsind, ebenso sind auch bei jenem die Knochenerlaubt.",
"Siesind entbehrlich, denn wenn sie nicht entbehrlich wären, könnte man entgegnen: wohl gilt dies vom Schuldopfer, dessen Fleisch erlaubt ist; aber [die Worte] ihm gehöre es sind überflüssig.",
" SIND OPFER VOR DEM ENTHÄUTEN VON EINER UNTAUGLICHKEIT BETROFFEN WORDEN, SO GEHÖREN DIE HÄUTE NICHT DEN PRIESTERN; WENN ABER NACH DEM ABHÄUTEN, SO GEHÖREN DIE HÄUTE DEN PRIESTERN. R. ḤANINA DER PRIESTERVORSTEHER SAGTE: NIE IM LEBEN SAH ICH DIE HAUTNACH DEM VERBRENNUNGSRAUME HINAUSBRINGEN.",
"R. A͑QIBA SAGTE: AUS SEINEN WORTEN LERNEN WIR, DASS, WENN MAN EIN ERSTGEBORENES ENTHÄUTET HAT UND ES TOTVERLETZT BEFUNDEN WIRD, DIE PRIESTER DIE HAUT NUTZNIESSENDÜRFEN. DIE WEISEN SAGEN: NICHT GESEHEN IST KEINBEWEIS, DIE HAUT KOMME VIELMEHR IN DEN VERBRENNUNGSRAUM.",
"GEMARA. [Die Lehre,] wenn der Altarnichts vom Fleische erhält, [erhalten die Priester] nicht die Haut, also auch wenn die Haut vor dem [Blut]sprengen abgezogen worden ist, vertritt ja die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, welcher sagt, das Blut mache die Haut alleinnicht tauglich,",
"dagegen lehrt der Schlußsatz, daß von Opfern, die vor dem Enthäuten von einer Untauglichkeit betroffen worden sind, die Priester die Haut nicht erhalten, und von Opfern, die nach dem Enthäuten von einer Untauglichkeit betroffen worden sind, sie die Haut erhalten, also nach Rabbi, welcher sagt, das Blut mache die Haut allein tauglich; der Anfangsatz nach R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n und der Schlußsatz nach Rabbi!?",
"Abajje erwiderte: Wenn der Schlußsatz die Ansicht Rabbis vertritt, so vertritt auch der Anfangsatz die Ansicht Rabbis, denn Rabbi pflichtet bei, daß das Enthäuten vor dem Sprengen nicht vorzukommenpflege.",
"Raba erwiderte. Wenn der Anfangsatz die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n vertritt, so vertritt auch der Schlußsatz die Ansicht des R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n, denn unter ‘vor dem Enthäuten’"
],
[
"und ‘nach dem Enthäuten’ ist zu verstehen, bevor [die Opfer] zum Enthäuten geeignetwaren und nachdem sie zum Enthäuten geeignet waren.",
"Was ist dies [für ein Streit zwischen] Rabbi und R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n? – Es wird gelehrt: Rabbi sagte: Das Blut macht auch die Haut allein tauglich; haftet sie aber am Fleische, so gleicht sie, wenn dieses untauglich wird, ob vor oder nach dem Sprengen, diesem.",
"R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagte: Das Blut macht nicht die Haut allein tauglich; wenn sie am Fleische haftet und dieses vor dem [Blut]sprengen untauglich wird, so gleicht sie diesem, wenn aber nach dem Sprengen, so wird die Haut, wenn das Fleisch nur eine Stunde tauglich war, abgezogen und gehört den Priestern.",
"Es wäre anzunehmen, daß sie denselben Streit führen wie R. Elie͑zer und R. Jehošua͑:Du sollst deine Brandopfer Herrichten, das Fleisch und das Blut; R. Jehošua͑ sagt, weder das Fleisch ohne das Blut, noch das Blut ohne das Fleisch.",
"R. Elie͑zer sagt, auch das Blut ohne das Fleisch, denn es heißt:und das Blut deiner Schlachtopfer soll gegossenwerden. Wozu heißt es demnach: du sollst deine Brandopfer Herrichten, das Fleisch und das Blut? Um dir zu sagen: wie das Blut werfend, ebenso auch das Fleisch werfend; du lernst hieraus, daß zwischen der Altarrampe und dem Altar ein freier Raumwar.",
"Es wäre also anzunehmen, daß derjenige, welcher sagt, siesei tauglich, der Ansicht R. Elie͑zers ist, und derjenige, welcher sagt, sie sei nicht tauglich, der Ansicht R. Jehošua͑s ist. –",
"Über die Ansicht R. Elie͑zers streiten sienicht, sie streiten nur über die Ansicht R. Jehošua͑s;",
"derjenige, welcher sagt, sie sei nicht tauglich, stimmt entschieden mit R. Jehošua͑ überein, und derjenige, welcher sagt, sie sei tauglich, kann dir erwidern: R. Jehošua͑ sagt esnur vom Fleische, wobei die Priester keinen Verlust erleiden, hinsichtlich der Haut aber, wobei die Priester einen Verlust erleiden, pflichtet auch R. Jehošua͑ bei, daß es als bereits eingetretenerFall gilt.",
"Wir haben nämlich gelernt: Ist das Fleisch unrein oder untauglich geworden oder ist es außerhalb der Vorhänge gekommen, so ist [das Blut], wie R. Elie͑zer sagt, zu sprengen, und wie R. Jehošua͑ sagt, nicht zu sprengen; jedoch pflichtet R. Jehošua͑ bei, daß, wenn es gesprengt worden ist, es wohlgefällig sei.",
"R. ḤANINA DER PRIESTERVORSTEHER SAGTE &C. Etwa nicht, diesist ja bei den zu verbrennenden Farren und den zu verbrennenden Ziegenböcken der Fall!? –",
"Von den Fällen, wo dies Gebotist, sprechen wir nicht. –",
"Dies kommt ja vor, wenn esvor dem Enthäuten und vor dem Sprengenerfolgt!? – Wir sprechen von der abgezogenen. –",
"Dies kommt ja vor, wenn es nach dem Enthäuten vor dem Sprengen erfolgt!? – Dies nach R. Elea͑zarb. R. Šimo͑n, welcher sagt, das Blut mache die Haut allein nicht tauglich.",
"Wenn du aber willst, sage ich: auch nach Rabbi, denn Rabbi pflichtet bei, daß das Enthäuten vor dem Sprengen nicht vorzukommen pflege. –",
"Dies kommt ja vor, wenn im Eingeweideeine tötliche Verletzung gefundenwird!? –",
"Er ist der Ansicht, wenn im Eingeweide eine tötliche Verletzung gefunden wird, mache es wohlgefällig. Dies ist auch zu beweisen, denn er lehrt: R. A͑qiba sagte: Aus seinen Worten lernen wir, daß, wenn man ein Erstgeborenes enthäutet hat und es totverletzt befunden wird, die Priester die Haut nutznießen dürfen. Schließe hieraus. –",
"Was lehrt uns demnachR. A͑qiba!? – Folgendes lehrt er uns: auch in der Provinz.",
"R. Ḥija b. Abba sagte im Namen R. Joḥanans: Die Halakha ist wie R. A͑qiba. Aber auch R. A͑qiba sagte es nur von dem Falle, wenn ein Bewährter es erlaubthat, nicht aber, wenn ein Bewährter es nicht erlaubt hat.",
"Die Halakha ist aber wie die Weisen; das Fleisch ist zu vergrabenund die Haut zu verbrennen.",
"DIE ZU VERBRENNENDEN FARREN UND DIE ZU VERBRENNENDEN ZIEGENBÖCKE WERDEN, WENN SIE NACH VORSCHRIFTVERBRANNT WERDEN, IM A͑SCHENRAUME VERBRANNT UND MACHEN DIE KLEIDERUNREIN; WENN SIE ABER NICHT NACH VORSCHRIFT VERBRANNTWERDEN, SO WERDEN SIE IN DER BURG VERBRANNT UND MACHEN DIE KLEIDER NICHT UNREIN."
],
[
" MAN TRUG SIEAUF STANGEN HINAUS, UND SOBALD DIE VORDEREN [TRÄGER] AUS DER VORHOFMAUER HINAUSGEKOMMEN WAREN UND DIE HINTEREN NOCH NICHT, WAREN DIE KLEIDER DER VORDEREN UNREIN; UND DIE DER HINTEREN WAREN NICHT EHER UNREIN, ALS BIS AUCH SIE HINAUSGEKOMMEN WAREN; WAREN AUCH DIESE HINAUSGEKOMMEN, SO WAREN DIE KLEIDER VON DIESEN UND VON JENEN UNREIN. vi R. ŠIMO͑N SAGT, SIE WURDEN ERST DANN UNREIN, WENN DAS FEUER DEN GRÖSSEREN TEIL ERFASST HATTE. IST DAS FLEISCH GANZ DURCHGEBRANNT, SO WERDEN DIE KLEIDER DES VERBRENNENDEN NICHT MEHR UNREIN.",
"GEMARA. Was ist Burg? Rabba b. Bar Ḥana erwiderte im Namen R. Joḥanans: Eine Stelle auf dem Tempelberge hieß Burg. Reš Laqiš erwiderte: Der ganze Tempel hieß Burg, denn es heißt:die Barg, die ich vorbereitet habe.",
"R. Naḥman sagte im Namen des Rabba b. Abuha: Da waren drei Aschenräume; ein großer Aschenraum war im Tempelhofe, wo die untauglichen hochheiligen Opfer und Opfer teile der minderheiligen Opfer und die zu verbrennenden Farren und die zu verbrennenden Ziegenböcke, die vor dem [Blut]sprengen von einer Unreinheit betroffen worden waren, verbrannt wurden;",
"ein zweiter Aschenraum war auf dem Tempelberge, wo die zu verbrennenden Farren und die zu verbrennenden Ziegenböcke, die nach dem [Blut]sprengen von einer Untauglichkeit betroffen worden waren, verbrannt wurden; nach Vorschrift erfolgte dies außerhalb der drei Lager.",
"Levi lehrte: Da waren drei Aschenräume; ein großer Aschenraum war im Tempelhofe, wo die untauglichen hochheiligen Opfer und Opferteile der minderheiligen Opfer und die zu verbrennenden Farren und die zu verbrennenden Ziegenböcke, die, ob vor oder nach dem [Blut]sprengen, von einer Untauglichkeit betroffen worden waren, verbrannt wurden; ein zweiter Aschenraum war auf dem Tempelberge, wo die zu verbrennenden Farren und die zu verbrennenden Ziegenböcke, die beim Hinausbringen von einer Untauglichkeit betroffen worden waren, verbrannt wurden; nach Vorschrift erfolgte dies außerhalb der drei Lager.",
"R. Jirmeja fragte: Ist bei den zu verbrennenden Farren und bei den zu verbrennenden Ziegenböcken das Übernachtenvon Wirkung: sagen wir, das Übernachten sei von Wirkung nur beim Fleische, das verzehrt wird, nicht aber bei diesen, die nicht gegessen werden, oder gibt es hierbei keinen Unterschied?",
"Raba erwiderte: Dies fragte Abajje, und ich entschied es ihm aus folgendem: sie stimmen überein, daß, wenn man hinsichtlich des Essens der Farren und ihrer Verbrennung beabsichtigthat, dies nichtssei. Wenn nun die Absicht sie nicht untauglich macht, so macht sie wohl auch das Übernachten nicht untauglich. –",
"Vielleicht macht sie nur die Absicht nicht untauglich, wohl aber das Übernachten. –",
"Komm und höre: Bei den zu verbrennenden Farren und den zu verbrennenden Ziegenböcken gibt es eine Veruntreuung, sobald sie geheiligt worden sind; sind sie geschlachtet worden, so können sie untauglich werden durch einen am selben Tage Untergetauchten, einen dem die Sühne noch fehlt, und durch Übernachten. Doch wohl das Übernachten des Fleisches.",
"– Nein, durch das Übernachten der Opferteile. –",
"Im Schlußsätze wird gelehrt, daß es bei allen noch im Aschenraume eine Veruntreuung gebe, bis das Fleisch durchgebrannt ist; wenn nun der Schlußsatz vom Fleische spricht, so spricht ja wahrscheinlich auch der Anfangsatz vom Fleische!? – Wieso denn, der Schlußsatz vom Fleische und der Anfangsatz von den Opferteilen. –",
"Komm und höre: Levi lehrte: die beim Hinauskommen von einer Untauglichkeit betroffen worden sind; doch wohl durch das Übernachten. – Nein, eine Untauglichkeit durch Unreinheit oder Hinauskommen.",
"R. Elea͑zar fragte: Ist das Hinauskommen bei den zu verbrennenden Farren und den zu verbrennenden Ziegenböcken von Wirkung? –",
"Was ist ihm dafraglich!? R. Eliézer erwiderte: Ihm ist es fraglich nach demjenigen, welcher sagt, noch sei die Zeit des Hinausbringensnicht herangereicht;",
"gilt dies nur vom Fleische, das nicht hinausgebracht werden muß, während diese später hinausgebracht werden müssen, oder sagen wir auch bei diesen: noch ist die Zeit zum Hinausbringen nicht herangereicht? –",
"Komm und höre: Levi lehrte: die beim Hinauskommen von einer Untauglichkeit betroffen worden sind; doch wohl durch das Hinauskommen. – Nein, eine Untauglichkeit durch Unreinheit oder Übernachten.",
"R. Elea͑zar fragte: Wie ist es, wenn die zu verbrennenden Farren und die zu verbrennenden Ziegenböcke in ihrer größeren Hälfte durch den kleineren Teil eines Gliedeshinausgekommen sind: gehört der kleinere Teil des Gliedes zum größeren, und dieser ist nicht hinausgekommen, oder gehört er zum größeren Teilendes Tieres? –",
"Es ist ja selbstverständlich, daß wir nicht den größeren Teil des Tieres lassen und uns nach dem kleineren Teil des Tieresrichten. – Vielmehr, wenn der größere Teil durch den größeren Teil eines Gliedes hinausgekommen ist:"
],
[
"gehört der kleinere Teil des Gliedes zum größeren, somit ist er mit hinausgekommen, oder gehört er zum Tiere? – Dies bleibt unentschieden.",
"Rabba b. R. Hona bezieht dies auf die Personen. Wie ist es, wenn fünf Personen sich damit befaßt haben, von welchen drei hinausgekommen und zwei zurückgeblieben sind: richtet man sich nach der Mehrheit der sich Befassenden oder nach dem Tiere. – Dies bleibt unentschieden.",
"R. Elea͑zar fragte: Wie ist es, wenn die zu verbrennenden Farren hinausgekommen und zurückgebracht worden sind: sagen wir, da sie hinausgekommen sind, sind sie verunreinigend geworden, oder aber, sie sind ja zurückgebracht worden?",
"R. Abba b. Mamal erwiderte: Komm und höre: Man trug sie auf Stangen hinaus, und sobald die vorderen [Träger] aus der Vorhofmauer hinausgekommen waren, und die hinteren noch nicht, waren die Kleider der vorderen, die aus der Vorhof mauer hinausgekommen waren, unrein; die der hinteren waren nicht eher unrein, als bis sie hinausgekommen waren. Wenn man nun sagen wollte, sobald sie hinauskommen, seien sie unrein, so sollten auch die [Kleider] der hinteren unreinsein.",
"Rabina erwiderte: Es heißt:und nachher komme er in das Lager, was hierbeinicht der Fallist. –",
"Was fragt R. Elea͑zar demnach!? – In dem Falle, wenn sie [das Tier] auf Stöcken halten.",
"Die Rabbanan lehrten: Die [zu verbrennenden] Farren, die [rote] Kuh und der fortzuschickende [Sühne]bockmachen die Kleiderdes Fortbringenden, des Verbrennenden und des Hinausbringenden unrein, sie selberaber machen sie Kleider nicht unrein, wohl aber Speisen und Getränke – so R. Meír. Die Weisen sagen, die [rote] Kuh und die Farren machen Speisen und Getränke unrein, der fortzuschickende [Sühne]bock aber ist überhaupt nicht verunreinigend, denn er lebtja, und Lebendes macht Speisen und Getränke nicht unrein. –",
"Einleuchtend ist die Ansicht R. Meírs, nach einer Lehre der Schule R. Jišma͑éls, denn in der Schule R. Jismäels wurde gelehrt:Auf Samen, der gesät wird;",
"wie Samen nicht schwer verunreinigendwerden und der Befähigungbenötigen, ebenso benötigt alles andere, was nicht schwer verunreinigend wird, der Befähigung; ausgenommen ist das Aas eines reinen Vogels, es wird schwer verunreinigend und benötigt daher nichtder Befähigung.",
"Welcher Ansicht aber sind die Rabbanan: halten sie von der Lehre R. Jišma͑éls, so sollte diesauch vom fortzuschickenden [Sühne]bock gelten, und halten sie davon nichts, so sollte dies auch von der [roten] Kuh und den Farren [nicht] gelten!?",
"Als R. Dimi kam, sagte er: Im Westen erklärten sie: sie benötigen der Befähigung zur Unreinheit aus einer anderen Stelle.",
"R. Elea͑zar fragte: Machen die zu verbrennenden Farren und Ziegenböcke Speisen und Getränke innerhalb ebenso wie außerhalb unrein: gilt das Fehlen des Hinausbringensals Fehlen einer Handlung oder nicht?",
"Nachdem er es gefragt hatte, entschied er, das Fehlen des Hinausbringens gelte als Fehlen einer Handlung.",
"R. Abba b. Šemuél fragte R. Ḥija b. Abba: Ist das Aas eines reinen Vogelsin Olivengrößeverunreinigend?",
"In dem Falle, wenn es auf der Erde liegt, ist es nichtfraglich, und ebenso nicht in dem Falle, wenn man es im Mundhält, fraglich ist es nur in dem Falle, wenn man es noch in der Handhält. Gilt das Fehlen des Heranbringens als Fehlen einer Handlung oder nicht?",
"Nachdem er es gefragt hatte, entschied er,"
],
[
"das Fehlen des Heranbringens gelte nicht als Fehlen einer Handlung.",
"Er wandte gegen ihn ein: Dreizehn Dinge sagten sie vom Aase eines reinen Vogels, und dies ist eines von diesen: es benötigt der Absicht, es benötigt nicht der Befähigungund es macht in Eigröße Speisen unrein. Doch wohl nach R. Meír. –",
"Nein, nach den Rabbanan. –",
"Aber der Anfangsatz lehrt ja, daß es der Absicht benötige und der Befähigung nicht benötige, und derjenige, der diese Ansicht vertritt, ist ja R. Meír; wenn nun der Anfangsatz die Ansicht R. Meírs vertritt, so vertritt ja auch der Schlußsatz die Ansicht R. Meírs!? –",
"Wieso denn, der eine diese und der andere jene. –",
"Im Schlußsätze wird ja aber gelehrt, das Schlachten und Abkneifenenthebe das Totverletzte von der Unreinheit, und derjenige, der diese Ansicht vertritt, ist ja R. Meír, somit vertreten der Anfangsatz und der Schlußsatz die Ansicht R. Meírs und der Mittelsatz vertritt die Ansicht der Rabbanan!? –",
"Allerdings, der Anfangsatz und der Schlußsatz die des R. Meír und der Mittelsatz die der Rabbanan.",
"R. Hamnuna sprach zu R. Zera: Du setzt dich nichthin, bis du mir folgendes gesagt hast: gibt es nach R. Meír beim Aase eines reinen Vogels erst- und zweitgradige[Unreinheit] oder nicht?",
"Dieser erwiderte: Bei dem, was durch Berührung Menschen unrein macht, gibt es erst- und zweitgradige [Unreinheit], und bei dem, was durch Berührung Menschen nicht unrein macht, gibt es nicht erst- und zweitgradige [Unreinheit].",
"R. Zera fragte R. Ami b. Ḥija, manche sagen R. Abin b. Kahana: Wir haben gelernt, bei der leichten Unreinheit von Speisen gebe es eine Vereinigungdurch Flüssigkeiten, nicht aber bei der schwerenUnreinheit;",
"gibt es hierbei eine erst- und zweitgradige [Unreinheit] oder nicht?",
"Dieser erwiderte: Bei dem, was Menschen unrein macht, gibt es erst- und zweitgradige [Unreinheit], und bei dem, was Menschen nicht unrein macht, gibt es nicht erst- und zweitgradige [Unreinheit].",
"WAREN AUCH DIESE HINAUSGEKOMMEN, SO WAREN VON DIESEN UND JENEN &C. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: Dortsind es drei Lager und hierbeiwird nur von einem Lager gesprochen, dies besagt, daß er, sobald er außerhalb eines Lagershinausgekommen ist, die Kleider unrein mache. –",
"Woher dies dort? – Die Rabbanan lehrten:Er soll den ganzen Farren außerhalb des Lagers hinausbringen; außerhalb der drei Lager. Du sagst, außerhalb der drei Lager, vielleicht ist dem nicht so, sondern außerhalb eines Lagers?",
"Beim Farren der Gemeinde heißt es: außerhalb des Lagers, und da dies nicht nötig ist, denn es heißt bereits: wie er den ersten Farren verbrannt hat, so wird damit ein zweites Lager hinzugefügt.",
"Ferner heißt es bei der Aschaußerhalb des Lagers, und da dies nicht nötig ist, denn es heißt bereits:auf dem Schuttplatze der Asche soll er verbrannt werden, so wird damit ein drittes Lager hinzugefügt. –",
"Wofür verwendet R. Šimo͑n[die Worte] außerhalb des Lagers? – Er verwendet sie für folgende Lehre: R. Elie͑zer sagte: Hierbei heißt es außerhalb des Lagers, und dortheißt es außerhalb des Lagers, wie hierbei außerhalb der drei Lager, ebenso auch dort außerhalb der drei Lager, und wie dort in der Ostseite von Jerušalem,"
],
[
"ebenso auch hierbei in der Ostseite von Jerušalem. –",
"Wo wurden sie nach den Rabbananverbrannt? – Wie gelehrt wird: Wo wurden sie verbrannt? Nördlich von Jerušalem, außerhalb der drei Lager. R. Jose der Galiläer sagt, sie wurden im Aschenraumeverbrannt.",
"Raba sagte: Der Autor, der gegen R. Jose den Galiläer streitet, ist R. Elie͑zer b. Ja͑qob, denn es wird gelehrt: Auf dem Schuttplatze der Asche soll er verbrannt werden, es muß da Asche vorhanden sein. R. Elie͑zer b. Ja͑qob sagt, der Platz müsse abschüssigsein.",
"Abajje sprach zu ihm: Vielleicht streiten sie, ob der Platz auch abschüssig sein muß.",
"Die Rabbanan lehrten: Die Kleider des Verbrennenden werden unrein, nicht aber die des das Feuer Anzündenden, noch die des den Holzstoß Errichtenden. Als Verbrennender gilt derjenige, der bei der Verbrennung behilflich ist.",
"Man könnte glauben, sie verunreinigen die Kleider, nachdem sie Asche geworden sind, so heißt essie, siemachen die Kleider unrein, nicht aber, wenn sie Asche geworden sind. R. Šimo͑n erklärte: Sie machen die Kleider unrein, sobald aber das Fleisch durchgebrannt ist, machen sie die Kleider nicht mehr unrein. –",
"Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? Raba erwiderte: Einen Unterschied gibt es zwischen ihnen in dem Falle, wenn [das Fleisch] durchgesengtist.",
"",
" WER AUSSERHALB SCHLACHTET UND OPFERT, IST SOWOHL WEGEN DES SCHLACHTENS ALS AUCH WEGEN DER OPFERUNG SCHULDIG;",
"R. JOSE DER GALILÄER SAGT, WER INNERHALB GESCHLACHTET UND AUSSERHALB GEOPFERT HAT, SEI SCHULDIG, WER ABER AUSSERHALB GESCHLACHTET UND AUSSERHALB GEOPFERT HAT, SEI FREI, DENN ER HAT NUR EINE UNTAUGLICHE SACHE GEOPFERT. SIE ERWIDERTEN IHM: AUCH WER INNERHALB SCHLACHTET UND AUSSERHALB OPFERT, MACHT ES, SOBALD ER ES HINAUSBRINGT, UNTAUGLICH.",
"HAT EIN UNREINER HEILICES GEGESSEN, OB UNREINES ODER REINES, SO IST ER SCHULDIG; R. JOSE DER GALILÄER SAGT, HAT EIN UNREINER REINES GEGESSEN, SEI ER SCHULDIG, HAT EIN UNREINER UNREINES GEGESSEN, SEI ER FREI, DENN ER HAT NUR EINE UNREINE SACHE GEGESSEN. SIE ERWIDERTEN IHM: AUCH EIN UNREINER, DER REINES ISST, MACHT ES, SOBALD ER ES BERÜHRT, UNREIN. \n",
"HAT EIN REINER UNREINES GEGESSEN, SO IST ER FREI, DENN MAN IST NUR BEI UNREINHEIT DES KÖRPERS SCHULDIG.",
"GEMARA. Allerdings steht hinsichtlich der Opferung sowohl die Strafe als auch das Verbot geschrieben; die Strafe, denn es heißt: und es nicht zum Eingänge des Offenbarungszeltes bringt; das Verbot, denn es heißt: achte, daß du nicht deine Brandopfer darbringst und zwar nach einer Lehre R. Abins im Namen R. Elea͑zars, daß überall, wo es achte, daß nicht und nicht heißt, ein Verbot ausgedrückt werde;",
"hinsichtlich des Schlachtens aber steht allerdings die Strafe geschrieben:und es nicht zum Eingänge des Offenbarungszeltes bringt, woher aber ist das Verbot zu entnehmen? – Die Schrift sagt:sie sollen nicht mehr schlachten. –",
"Dies ist ja aber wegen einer Lehre R. Elie͑zers nötig, welcher sagte: Woher, daß man schuldig ist, wenn man dem Merkuriusein Vieh schlachtet? Es heißt: sie sollen ihre Opfer nicht mehr schlachten, und da dies auf die gewöhnliche Artnicht zu beziehen ist, denn es heißt bereits:wie diese Völker ihre Götter zu verehren pflegen, so beziehe man es auf die ungewöhnliche Verehrung!?",
"Rabba erwiderte: Man lese: sie sollen nicht schlachten, und man lese: sie sollen nicht mehr. –",
"Aber dies ist ja für die folgende Lehre nötig: Bis hierwird von Opfern gesprochen, die man zur Zeit, wo Privataltäre verbotenwaren, geweiht, und zur Zeit, wo diese verboten waren, dargebracht hat,"
],
[
"hinsichtlich dieser ist sowohl die Strafe angegeben; und es zum Eingänge des Offenbarungszeltes, als auch das Verbot: achte, daß du nicht deine Brandopfer darbringst;",
"von da ab wird von Opfern gesprochen, die man zur Zeit, wo Privataltäre erlaubt waren, geweiht, und zur Zeit, wo Privataltäre verboten waren, dargebracht hat,",
"denn es heißt:auf daß die Kinder Jisraél bringen ihre Schlachtopfer, die sie opfern, die ich dir vorher erlaubt hatte.Auf dem freien Felde, dies besagt, daß, wenn jemand auf Privataltären opfert zur Zeit, wo diese verboten sind, die Schrift es ihm anrechnet, als hätte er auf freiem Felde geopfert.",
"Daß sie es dem Herrn bringen, dies ist ein Gebot, woher das Verbot? Es heißt: sie sollen nicht mehrschlachten.",
"Man könnte glauben, darauf sei die Ausrottungsstrafe gesetzt, so heißt es:eine ewige Satzung sei dies ihnen, für ihre Geschlechter; diessei es ihnen, nicht aber etwas anderes.",
"Vielmehr, erklärte R. Abin, diesist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn das, worauf die [Ausrottungs]strafe nicht gesetztist, mit einem Verbote belegt ist, um wieviel mehr ist das, worauf die [Ausrottungs]strafe gesetzt ist, mit einem Verbote belegt.",
"Rabina sprach zu R. Aši: Demnach sollte doch das Verbot des Talges nicht gelehrt werden, und man würde es [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere vom Aase gefolgert haben: wenn das Aas, worauf keine Strafe gesetzt ist, mit einem Verbote belegt ist, um wieviel mehr ist der Talg, worauf eine Strafe gesetzt ist, mit einem Verbote belegt!?",
"Als er vor Raba kam, sprach dieser zu ihm: Vom Aase wäre dies nicht zu entnehmen, denn es ist zu erwidern: wohl das Aas, weil es verunreinigend ist. –",
"Von den unreinenKriechtieren!? – Wohl die unreinen Kriechtiere, weil sie im minimalsten Quantumverunreinigend sind. –",
"Von den reinenKriechtieren!? – Wohl die reinen Kriechtiere, weil sie im minimalsten Quantum verbotensind. –",
"Vom Ungeweihten und der Mischfrucht (des Weinberges)!? – Wohl das Ungeweihte und die Mischfrucht (des Weinberges), weil sie zur Nutznießung verboten sind. –",
"Von der Siebentjahrsfrucht!? – Wohl die Siebentjahrsfrucht, weil sie auch den Erlös erfaßt. –",
"Von der Hebe!? – Diese ist nicht aus der Allgemeinheit heraus erlaubtworden. – Von allenzusammen!? – Auch sie alle sind nicht aus der Allgemeinheit heraus erlaubt worden.",
"Raba sagte: Will man einen Einwand erheben, so ist folgender Einwand zu erheben. Es wird gelehrt, das Pesaḥopfer und die Beschneidung seien Gebote;",
"es ist ja [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere vom Zurücklassenzu folgern: wenn das Zurücklassen, worauf keine Strafe gesetzt ist, mit einem Verbote belegt ist, um wieviel mehr sind das Pesaḥopfer und die Beschneidung, worauf eine Strafe gesetzt ist, mit einem Verbote belegt!?",
"R. Aši sagte: Ich trug diese Lehre R. Kahana vor, da sprach er zu mir: Vom Zurücklassen ist nichts zu folgern, denn es ist zu erwidern: wohl das Zurücklassen, wofür es kein Mittel mehr gibt, während es für das Pesaḥopfer ein Mittel gibt. –",
"Ist denn ein Verbotdurch einen Schluß zu folgern!? Und selbst nach demjenigen, welcher sagt, man könne eine Strafe durch einen Schluß folgern, kann man ja kein Verbot durch einen Schluß folgern.",
"Vielmehr, dies ist nach R. Joḥanan zu erklären, welcher sagt, essei aus [dem Worte] bringenzu entnehmen;",
"wie bei jenerdie Strafe auf Grund eines Verbotes erfolgt, ebenso erfolgt auch hierbei die Strafe auf Grund eines Verbotes."
],
[
"Raba erwiderte: Dies ist nach R. Jona zu erklären, denn R. Jona sagte, es sei aus [dem Worte] dortzu entnehmen; wie bei jener die Strafe auf Grund eines Verbotes erfolgt, ebenso erfolgt auch hierbei die Strafe auf Grund eines Verbotes. –",
"Wir wissen dies von den inneren Schlachtungen, die man außerhalb opfert, woher dies von den äußeren Schlachtungen, die man außerhalb opfert?",
"R. Kahana erwiderte: Die Schrift sagt:und zu ihnen sprich, sprich dies hinsichtlich des vorangehenden.",
"Raba wandte ein: Es heißt ja nicht: über ihnen, sondern: zu ihnen!? – Vielmehr, nach einer Lehre R. Jišma͑éls: Und zu ihnen sprich, diesvereinigt die Abschnitte.",
"R. Joḥanan erwiderte: Dies ist aus [dem Worte] bringenzu entnehmen; wie das eine von den äußeren Schlachtungen gilt, ebenso gilt auch das andere von den äußeren Schlachtungen.",
"R. Bebaj wandte ein: Wieso haben wir demnach gelernt, daß es in der Tora sechsunddreißig Ausrottungengebe, es sind ja siebenunddreißig, denn es gibt ja zweierlei Opferungen!? – Ein Einwand. –",
"Wir haben gelernt, wenn man einen Teil des Blutes außerhalb sprengt, sei man schuldig; woherdies!? – Dies ist aus folgender Lehre zu entnehmen:Als Blutschuld sei es ihm angerechnet; diesschließt das [Blut]sprengen ein – so R. Jišma͑él. R. A͑qiba sagte:Oder ein Schlachtopfer, diesschließt das [Blut]sprengen ein. –",
"Wofür verwendet R. Jišma͑él [die Worte] oder ein Schlachtopfer? – Für die Teilung. –",
"Woher entnimmt R. A͑qiba die Teilung? – Er entnimmt dies aus:und es nicht bringt, –",
"Und R. Jišma͑él!? – Hieraus entnimmt er, daß man nur wegen des Vollständigenschuldig sei und nicht wegen des Unvollständigen. – Und R. A͑qiba!? – Dies entnimmt er aus: es herzurichten. –",
"Und R. Jišma͑él!? – Eines wegen des Unvollständigen vom innerhalb Geschlachteten, das man außerhalb geopfert hat, und eines wegen des Unvollständigen vom außerhalb Geschlachteten, das man außerhalb geopfert hat. Es wird auch gelehrt: R. Jišma͑él sagte: Man könnte glauben, man sei schuldig, wenn man Unvollständiges vom innerhalb Geschlachteten außerhalb geopfert hat, so heißt es: es herzurichten, man ist nur wegen des Vollständigen schuldig, nicht aber wegen des Unvollständigen.",
"R. A͑qiba aber ist der Ansicht, man sei schuldig wegen des Unvollständigen vom innerhalb Geschlachteten, das man außerhalb geopfert hat. –",
"Wofür verwendet R. A͑qiba [die Worte] als Blutschuld sei es ihm angerechnet? – Dies schließt das Schlachten eines Vogels ein. – Und R. Jišma͑él!? – Er entnimmt dies aus [den Worten]oder welcher schlachtet. –",
"Und R. A͑qiba!? – Er kann dir erwidern: dies deutet darauf, daß man nur wegen des Schlachtens schuldig sei, nicht aber wegen des Abkneifens. – Und R. Jišma͑él!? – Er entnimmt dies aus [den Worten]dies ist es.",
"Es wird nämlich gelehrt: Welcher schlachtet; ich weiß dies vom Schlachten eines Viehs, woher dies vom Schlachten eines Vogels? Es heißt: oder welcher schlachtet.",
"Man könnte glauben, dies gelte auch vom Abkneifen, und zwar wäre es durch einen Schluß zu folgern: wenn man wegen des Schlachtens schuldig ist, das nicht die richtige Art der Herrichtung ist, um wieviel mehr ist man wegen des Abkneifens schuldig, das die richtige Art der Herrichtung ist, so heißt es: dies ist es. –",
"Und R. A͑qiba!? – Er kann dir erwidern: dies ist wegen der Wortanalogienötig. –",
"Wir haben gelernt, wer den Haufen außerhalb abhebtoder das Blut aufnimmt, sei frei; woher dies? – Woher sollte denn entnommen werden, daß er schuldig sei? –",
"Dies sollte vom Schlachtenentnommen werden!? – Wohl gilt dies vom Schlachten, weil es das Pesaḥopfer untauglich macht, wenn es für Personen erfolgt, die davon nicht essen. –",
"Es sollte vom [Blut]sprengen entnommen werden!? – Wohl gilt dies vom [Blut]sprengen, weil ein Gemeiner dieserhalbder Todesstrafe verfällt. –"
],
[
"Es sollte von beidenentnommen werden!? –",
"Demnach brauchte dies auch vom [Blut]sprengen nicht gelehrt zu werden, denn man könnte es von beidenentnehmen.",
"Wenn man es vom Schlachten entnehmen will, [und man erwidert,] wohl gilt dies vom Schlachten, weil es das Pesaḥopfer untauglich macht, wenn es für Personen erfolgt, die davon nicht essen, so entnehme man es von der Opferung, [und erwidert man:] wohl gilt dies von der Opferung, weil es beim Speisopfer vorkommt, so entnehme man es von beiden.",
"Vielmehr ist der Schriftvers deshalb niedergeschrieben worden, um zu lehren, daß man es von beiden nicht entnehme.",
"R. Abahu sagte: Hat man geschlachtet und gesprengt, so ist man nach R. Jišma͑éleinmal und nach R. A͑qiba zweimalSchuldig.",
"Abajje aber sagte,",
"auch nach R. Jišma͑él sei man zweimal schuldig, denn deshalb hat die Schrift sie geteilt:dort sollst du darbringenund dort sollst du herrichten.",
"",
"Hat man geschlachtet, gesprengt und geopfert, so ist man nach aller Ansicht zweimal schuldig.",
"Die Rabbanan lehrten:Im Lager, man könnte glauben, man sei schuldig, wenn man ein Brandopfer in der Südseiteschlachtet, so heißt es: außerhalb des Lagers.",
"Man könnte glauben, außerhalb der drei Lager, woher dies von dem Falle, wenn im levitischenLager? Es heißt im Lager.",
"Aus [dem Worte] im Lager könnte man entnehmen, man sei schuldig, wenn man ein Brandopfer in der Südseite schlachtet, so heißtes: oder außerhalb des Lagers,",
"[eine Stelle, die] wie außerhalb des Lagers zur Schlachtung von Heiligem und Schlachtopfern nicht geeignet ist; ausgenommen ist die Südseite, die zwar nicht zur Schlachtung von Hochheiligem geeignet ist, wohl aber zur Schlachtung von Minderheiligem.",
"U͑la sagte: Wer auf dem Dache des Tempels schlachtet, ist schuldig, da dieses zur Schlachtung von irgend welchem Opfer nicht geeignet ist. Raba wandte ein: Demnach sollte es in der Schrift nur heißen: außerhalb des Lagers, und nicht auch: zum Eingänge des Offenbarungszeltes, und wenn es auch heißt: zum Eingänge des Offenbarungszeltes, so schließt dies wohl das Dachaus!? –",
"Aber nach Raba sollte es ja nur heißen: zum Eingänge des Offenbarungszeltes, und wenn es auch heißt: außerhalb des Lagers, so schließt dies wohl das Dach ein!?",
"R. Mari erwiderte: Dies schließt den Fall ein, wenn das ganze [Vieh] innerhalb und der Hals außerhalb sich befindet. –",
"Wenn außerhalb, so ist dies ja selbstverständlich; der Allbarmherzige hat ja auf das Schlachten geachtet, und dies erfolgt dann außerhalb!? – Dies schließt vielmehr den Fall ein, wenn das ganze [Vieh] außerhalb und der Hals innerhalb sich befindet.",
"Es wurde gelehrt: Wer in der JetztzeitOpfer darbringt, ist, wie R. Joḥanan sagt, schuldig, und wie Reš Laqiš sagt, frei,",
"R. Joḥanan sagt, er sei schuldig, denn die erste Heiligunghatte Geltung für die damalige Zeit und für die Zukunft; Reš Laqiš sagt, er sei frei, denn die erste Heiligung hatte Geltung nur für die damalige Zeit und nicht für die Zukunft. –",
"Es wäre anzunehmen, daß sie denselben Streit führen, wie R, Elie͑zer und R. Jehošua͑. Wir haben nämlich gelernt: R. Elie͑zer sagte: Bei der Erbauung des Tempelszogen sie Vorhänge um den Tempel und Vorhänge um die Vorhöfe, nur bauten sie [die Wände] des Tempels außerhalb derselben und die der Vorhöfe innerhalb derselben.",
"R. Jehošua͑ sagte: Ich hörte, daß man Opfer darbringe, auch wenn der Tempel nicht besteht, daß man Hochheiligesesse, auch wenn die Hofmauer nicht vorhanden ist, und den zweiten Zehnten, auch wenn die [Stadt]mauer nicht vorhanden ist, weil die erste Heiligung sowohl für die damalige Zeit als auch für die Zukunftgalt.",
"",
"Rabina sprach zu R. Aši: Wieso denn, vielleicht sind alle der Ansicht, daß die erste Heiligung sowohl für die damalige Zeit als auch für die Zukunft galt, nur berichtet jeder das, was er gehört hat. Wolltest du erwidern, wozu nach R. Elie͑zer demnach die Vorhänge nötig waren, [so ist zu erwidern:] als Aufbewahrungsort.",
"Es wurde gelehrt: Wer ein nicht olivengroßes [Glied], das durch einen Knochenzur Olivengröße ergänzt wird, [außerhalb] opfert, ist, wie R. Joḥanan sagt, schuldig, und wie Reš Laqiš sagt, frei.",
"R. Joḥanan sagt, er sei schuldig, denn das, was am Darzubringenden haftet, gleicht dem Darzubringenden; Reš Laqiš sagt, er sei frei, denn das, was am Darzubringenden haftet, gleicht nicht dem Darzubringenden.",
"Raba fragte: Wie ist es, wenn jemand"
],
[
"den Kopf einer Taube opfert, der nicht olivengroß ist und durch das Salzzur Olivengröße ergänzt wird?",
"Raba aus Parziqa sprach zu R. Aši: Ist dies nicht identisch mit dem Falle, worüber R. Joḥanan und Reš Laqiš streiten, und die Frage besteht sowohl nach R. Joḥanan als auch nach Reš Laqiš.",
"Es ist nach R. Joḥanan fraglich, denn R. Joḥanan vertritt seine Ansicht vielleicht nur bei einem Knochen, der zur Art des Fleisches gehört, nicht aber beim Salz, das nicht zur Art der Taube gehört; nach Reš Laqiš ist es ebenfalls fraglich, denn Reš Laqiš vertritt seine Ansicht vielleicht nur da, weil [ein Knochen] getrennt nicht darzubringen ist, während hierbei [das Salz] auch getrennt darzubringen ist. Oder aber gibt es dabei keinen Unterschied? –",
"Dies bleibt unentschieden.",
"R. JOSE DER GALILÄER SAGT &C.",
"Rabbi erwiderteanstelle R. Jose des Galiläers: Wohl gilt diesvon dem Falle, wenn man innerhalb schlachtet und außerhalb opfert, weil [das Opfer] vorher tauglich war, während es in dem Falle, wenn man außerhalb schlachtet und außerhalb opfert, niemals tauglich war.",
"R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n erwiderte anstelle R. Jose des Galiläers: Wohl gilt dies von dem Falle, wenn man innerhalb schlachtet und außerhalb opfert, weil das Heiligtum [das Opfer] aufgenommen hat, während in dem Falle, wenn man es außerhalb schlachtet [und außerhalb opfert], das Heiligtum es nicht aufgenommen hat. –",
"Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? Zeeri erwiderte: Einen Unterschied gibt es zwischen ihnen beim Schlachten zur Nachtzeit.",
"Rabba erwiderte: Einen Unterschied gibt es zwischen ihnen bei der [Blut]aufnahme in ein profanes Gefäß.",
"HAT EIN UNREINER HEILIGES GEGESSEN, EINERLEI OB &C.",
"Die Rabbanan erwiderten ja R. Jose dem Galiläer treffend!?",
"Raba erwiderte: In dem Falle, wenn zuerst die Person unrein war und nachher das Fleisch unrein geworden ist, stimmen alle überein, daß er schuldig sei, denn bei Unreinheit der Person ist darauf96,die Ausrottung gesetzt,",
"sie streiten nur über den Fall, wenn zuerst das Fleisch unrein war und nachher die Person unrein geworden ist.",
"Die Rabbanan sind der Ansicht, wir sagen ‘weil’, und R. Jose der Galiläer ist der Ansicht, wir sagen nicht ‘weil’. –",
"Aber nach R. Jose sollte doch, wenn wir auch nicht ‘weil’ sagen, die strengere Unreinheit des Körpers die leichtere Unreinheit des Fleisches erfassen!?",
"R. Aši erwiderte: Woher, daß die Unreinheit des Körpers strenger ist, vielleicht ist die Unreinheit des Fleisches strenger, denn für dieses gibt es keine Reinigung durch das Tauchbad.",
"iii IN MANCHER HINSICHT IST DAS SCHLACHTEN STRENGER ALS DIE OPFERUNG UND IN MANCHER HINSICHT DIE OPFERUNG ALS DAS SCHLACHTEN.",
"DAS SCHLACHTEN IST STRENGER, DENN, WER FÜR EINEN GEMEINENSCHLACHTET, IST SCHULDIG, WER ABER FÜR EINEN GEMEINEN OPFERT, ISTFREI. DIE OPFERUNG IST STRENGER, DENN, WENN ZWEI DAS MESSER HALTEN UND SCHLACHTEN, SIND SIE FREI, WENN ABER ZWEI EIN GLIED HALTEN UND ES OPFERN, SIND SIE SCHULDIG.",
"WER ETWAS EINMAL GEOPFERT, WIEDERUM GEOPFERT UND WIEDERUM GEOPFERTHAT, IST WEGEN JEDER OPFERUNG SCHULDIG – SO R. JIŠMA͑ÉL; R. JOSE SAGT, ER SEI NUR EINMAL SCHULDIG.",
"MAN IST NUR DANN SCHULDIG, WENN MAN ES AUF EINEM ALTAR GEOPFERT HAT; R. JIŠMA͑ÉL SAGT, AUCH WENN MAN ES AUF EINEM FELSEN ODER EINEM STEIN GEOPFERT HAT, SEI MAN SCHULDIG.",
"GEMARA. Wer für einen Gemeinen opfert, ist wohl deshalb frei, weil es für den Herrn heißt, aber auch beim Schlachten heißt es ja für den Herrn!? –",
"Anders ist es hierbei, denn die Schrift sagt jeder Mann. – Bei der Opferung heißt es ja ebenfalls jeder Mann!? – Hierbei deutet dies darauf, daß, wenn zwei ein Glied halten und es opfern, sie schuldig sind. –",
"Demnach sollte dies doch auch bei jenem darauf deuten, daß, wenn zwei das Messer halten und schlachten, sie schuldig sind!? – Anders ist es da, die Schrift sagt jener, nur einer und nicht zwei. –",
"Bei der Opferung heißt es ja ebenfalls jener!? – Dies schließt"
],
[
"Unvorsätzlichkeit, Zwang und Irrtumaus. – Demnach sollte es auch bei jenem Zwang, Unvorsätzlichkeit und Irrtum ausschließen!? –",
"Hierbei heißt es zweimal jener. –",
"Wozu heißt es demnach für den Herrn!? – Dies schließt den fortzuschickenden [Sühne]bockaus.",
"DIE OPFERUNG IST STRENGER &C.",
"Die Rabbanan lehrten: Jeder Mann, dies schließt den Fall ein, wenn zwei ein Glied halten und es opfern, daß sie schuldig sind. Man könnte nämlich einen Schluß folgern: wenn einer für einen Gemeinen schlachtet, ist er schuldig, wenn aber zwei ein Messer halten und schlachten, sind sie frei, um wieviel mehr sind zwei frei, wenn sie [ein Glied] halten und es opfern, wo sogar einer, der für einen Gemeinen opfert, frei ist; daher heißt es jeder Mann – so R. Šimo͑n.",
"R. Jose erklärte: Jener, einer und nicht zwei. – Wozu heißt es jeder Mann!? – Die Schrift gebraucht die übliche Redewendung der Menschen. –",
"Wofür verwendet R. Šimo͑n [das Wort] jener? – Dies schließt Unvorsätzlichkeit, Zwang und Irrtum aus. – Und R. Jose!? – Dies geht aus der jenerhervor. – Und R. Šimón!? – Er legt [das Wort] der jener nichtaus.–",
"Wenn nach R. Jose [die Worte] jeder Mann eine übliche Redewendung der Menschen ist, so sind sie ja auch dortnur eine übliche Redewendung der Menschen, woher entnimmt er nun, daß man wegen des Schlachtens für einen Gemeinen schuldig ist!? – Er entnimmt es aus folgendem:als Blutschuld soll es jenem Manne angerechnet werden, Blut hat er vergossen, auch wenn man für einen Menschen schlachtet.",
"HAT MAN ETWAS EINMAL GEOPFERT, WIEDERUM GEOPFERT &C.",
"Reš Laqiš sagte: Sie streiten nur über vier oder fünfGlieder; einer ist der Ansicht, die Wortees herzurichten, [woraus entnommen wird,] daß man nur wegen des vollständigen schuldig ist und nicht wegen des unvollständigen, beziehen sich auf das ganzeVieh, und einer ist der Ansicht, sie beziehen sich auf das einzelneGlied; hinsichtlich eines Gliedes aber stimmen alle überein, daß er nur einmal schuldig ist.",
"R. Joḥanan aber sagte: Sie streiten nur über ein einzelnes Glied; einer ist der Ansicht, wer Unvollständiges von innerhalb Geschlachtetem außerhalb opfert, sei schuldig, und einer ist der Ansicht, er sei frei; hinsichtlich vier oder fünf Gliedern aber stimmen alle überein, daß er wegen jedes Gliedes besonders schuldig ist.",
"Er streitet somit gegen U͑la, denn U͑la sagte: Alle stimmen überein, daß man schuldig ist, wenn man Unvollständiges von innerhalb Geschlachtetem außerhalb geopfert hat, sie streiten nur über den Fall, wenn man Unvollständiges von außerhalb Geschlachtetem außerhalb geopfert hat; einer ist der Ansicht, man sei frei, und einer ist der Ansicht, man sei schuldig.",
"Manche lesen: U͑la sagte: Alle stimmen überein, daß man frei ist, wenn man Unvollständiges vom außerhalb Geschlachteten außerhalb geopfert hat, sie streiten nur über den Fall, wenn man Unvollständiges vom innerhalb Geschlachteten außerhalb geopfert hat; einer ist der Ansicht, man sei frei, und einer ist der Ansicht, man sei schuldig.",
"Der Vater Šemuéls streitet gegen die erste Lesart der Ansicht U͑las, denn der Vater Šemuéls sagte: Nach wessen Ansicht lege man die vom Altar abspringenden Stücke zurück hinauf? Nicht nach der Ansicht R. Joses.",
"MAN IST NUR DANN SCHULDIG, WENN MAN &C. GEOPFERT HAT &C. R. Hona sagte: Was ist der Grund R. Joses? Es heißt:Noaḥ baute einen Altar für den Herrn,",
"R. Joḥanan sagte: Was ist der Grund R. Šimo͑ns? Es heißt: da nahm Manoaḥ das junge Zicklein und das Speisopfer und brachte sie dem Herrn auf dem Felsen dar. –",
"Und jener, es heißt ja: Noaḥ baute einen Altar für den Herrn!? – Dies war nur eine Anhöhe. – Und der andere, es heißt ja: da nahm Manoaḥ!? – Dies galt nur pro praesenti.",
"Wenn du aber willst, sage ich: folgendes ist der Grund R. Šimo͑ns, wie gelehrt wird: R. Šimo͑n sagte:an den Altar am Eingange des Offenbarungszeltes, ein Privataltar aber gilt nicht als Altar; daher ist man schuldig, wenn manauf einem Felsen oder einem Steine opfert.",
"",
"R. Jose b. R. Ḥanina fragte: Sind das Horn, die Rampe und die Viereckigkeitbei einem Privataltar unerläßlich?",
"R. Jirmeja erwiderte ihm: Es wird gelehrt: Das Horn, die Rampe, die Viereckigkeit und das Fundament sind bei einem großen Privataltar unerläßlich, nicht aber bei einem kleinen Privataltar."
],
[
"iv,1 MAN IST SCHULDIG SOWOHL WEGEN TAUGLICHER OPFER ALS AUCH WEGEN UNTAUGLICHER OPFER, DEREN UNTAUGLICHKEIT IM HEILIGTUME ENTSTANDEN IST, WENN MAN SIE AUSSERHALB DARGEBRACHT HAT.",
"WER EIN OLIVENGROSSES STÜCK VON EINEM BRANDOPFER UND DEN OPFERTEILENAUSSERHALB DARBRINGT, IST SCHULDIG.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten:Der ein Brandopfer darbringt; ich weiß dies nur vom Brandopfer, woher, daß auch die Opferteile des Schuldopfers, die Opferteile des Sündopfers, die Opferteile der hochheiligen Opfer und die Opferteile der minderheiligen Opfer einbegriffen sind? Es heißt:Schlachtung,",
"Woher, daß auch der Haufe, der Weihrauch, das Räucherwerk, das Speisopfer der Priester, das Speisopfer des gesalbten Priesters und das Gußopfer von drei Log Wein oder drei Log Wasser einbegriffen sind? Es heißt: und es zum Eingänge des Offenbarungszeltes nicht bringt; bei allem, was zum Eingänge des Offenbarungszeltes zu bringen ist, ist man außerhalbschuldig.",
"Ich weiß dies von tauglichen Opfern, woher daß auch untaugliche einbegriffen sind,",
"beispielsweise Übernachtetes, Hinausgebrachtes, Unreines, außerhalb der Frist oder außerhalb des Raumes Geschlachtetes, dessen Blut Untaugliche aufgenommen und gesprengt haben, unterhalbzu sprengendes [Blut], das oberhalb, oberhalb zu sprengendes, das unterhalb, außerhalb zu sprengendes, das innerhalb, innerhalb zu sprengendes, das außerhalb gesprengt worden ist, und das Pesaḥopfer oder Sündopfer, das auf einen anderen Namen geschlachtetworden ist?",
"Es heißt: nicht bringt herzurichten, bei allem, was am Eingänge des Offenbarungszeltes aufgenommen wird, ist man außerhalb schuldig.",
"WEH EIN OLIVENGROSSES STÜCK VOM BRANDOPFER &C. DARBRINGT. Dies gilt nur vom Brandopfer, nicht aber vom Heilsopfer mit dessen Opferteilen,",
"somit lehrt die Mišna das, was die Rabbanan gelehrt haben: Das Brandopfer und dessen Opferteile werden zu einem olivengroßen Quantum vereinigt hinsichtlich der Opferung außerhalb und des Schuldigseinswegen Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinheit.",
"Einleuchtend ist es hinsichtlich der Opferung, dies gilt nur von einem Brandopfer, das vollständig verbrannt wird, nicht aber von einem Heilsopfer, wieso aber gilt dies vom Verwerflichen und vom Zurückgebliebenen,",
"wir haben ja gelernt, alles Verwerfliche werde vereinigt, und alles Zurückgebliebene werde vereinigt; hier besteht also ein Widerspruch sowohl hinsichtlich des Verwerflichen als auch hinsichtlich des Zurückgebliebenen!? –",
"Hinsichtlich des Verwerflichen besteht kein Widerspruch, denn eines gilt von Verwerflichemund eines gilt von der Absichtder Verwerflichmachung;",
"und hinsichtlich des Zurückgebliebenen besteht ebenfalls kein Widerspruch, denn eines gilt von Zurückgebliebenemund eines von dem Falle, wenn es vor dem Blutsprengen zurückgebliebenwar.",
"Dies nach R. Jehošua͑, denn es wird gelehrt: R. Jehošua͑ sagte: Bleibt von einem der in der Tora genannten Schlachtopfer ein olivengroßes Stück Fleisch"
],
[
"oder ein olivengroßes Stück Fett zurück, so sprenge man das Blut,",
"wenn aber eine halbe Olive Fleisch und eine halbe Olive Fett, so sprenge man das Blut nicht; beim Brandopfer aber sprenge man das Blut auch wegen einer halben Olive Fleisch und einer halben Olive Fett, weil es vollständig verbrannt wird.",
"Wegen des Speisopfersaber sprenge man nicht, auch wenn es vollständig vorhanden ist.",
" WER VOM HAUFEN, VOM WEIHRAUCH, VOM RÄUCHERWERKE, VOM SPEISOPFER EINES PRIESTERS, VOM SPEISOPFER DES GESALBTEN PRIESTERS UND VOM SPEISOPFER DES GUSSOPFERS EINE OLIVEAUSSERHALB DARBRINGT, IST SCHULDIG; NACH R. ELEA͑ZAR FREI, ES SEI DENN, DASS ER ES VOLLSTÄNDIG DARBRINGT. WER VON DIESEN ALLEN INNERHALB DARGEBRACHT, ABER EINE OLIVE ZURÜCKGELASSEN UND SIE AUSSERHALB DARGEBRACHT HAT, ISTSCHULDIG.",
"WENN VON DIESEN ALLENETWAS FEHLT UND MAN SIE AUSSERHALB DARBRINGT, SO IST MAN FREI.",
"v,1 WER HEILIGES SAMT DEN OPFER TEILEN AUSSERHALB DARBRINGT, IST SCHULDIG.",
"GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Wer eine Olive außerhalb räuchert, ist schuldig, wenn ein halbes Perasinnerhalb, so ist erfrei.",
"Weshalb ist er frei, dies ist ja eine richtige Räucherung!?",
"R. Zera erwiderte im Namen R. Ḥisdas im Namen des R. Jirmeja b. Abba im Namen Rabhs: Unter ‘frei’ ist zu verstehen, die Gemeindesei frei.",
"R. Zera sprach: Wenn man einen Einwand erheben will, so ist folgendes einzuwenden: Rabh sagte hierzu, daß diesbezüglich R. Elea͑zarbeipflichte, aber nach R. Elea͑zar gilt dies ja nicht als Räucherung!?",
"Rabba erwiderte: Über die Räucherung im Tempel streitetniemand,",
"sie streiten nur über die Räucherungim Allerheiligsten; einer ist der Ansicht, [die Worte]die Hände voll seien genauzu nehmen, und einer ist der Ansicht, [die Worte] die Hände voll seien nicht genau zu nehmen.",
"Abajje sprach zu ihm: [Das Wort] Satzungsteht ja bei der Räucherung im Allerheiligsten geschrieben!?",
"Vielmehr, erklärte Abajje, streiten sie nicht über die Räucherung im Allerinnersten,",
"sondern über die Räucherungaußerhalb; einer ist der Ansicht, man folgere hinsichtlich der innerenvon der äußeren, und einer ist der Ansicht, man folgere nicht.",
"Raba sprach: Wenn die Rabbanan nicht einmal hinsichtlich des äußeren vom äußeren folgern, um wieviel weniger hinsichtlich des inneren vom äußeren!? –",
"Wo dies? – Es wird gelehrt: Man könnte glauben, wer weniger als eine Olive vom Haufen oder weniger als eine Olive von Opferteilen opfert, oder weniger als drei Log Wein oder drei Log Wasser libiert, sei schuldig, so heißt es: es herzurichten, man ist nur wegen des vollständigen [Quantums] und nicht wegen des unvollständigen schuldig.",
"In einem Quantum weniger als drei Log sind ja viele Oliven enthalten, und die Rabbanan folgern nicht hinsichtlich der äußeren von der äußeren.",
"Vielmehr, erklärte Raba, [streiten sie über den Fall], wenn man esin ein Gefäß getan hat;"
],
[
"einer ist der Ansicht, die Bestimmung durch das Gefäßsei wesentlich, und einer ist der Ansicht, dies seiunwesentlich.",
"Raba sagte: Da wir nun ausgeführt haben, daß nach diesem Autor die Bestimmung durch das Gefäß unwesentlich ist, so ist, wer sechsfür einen Farren bestimmt hatte und vier davon abgezogen und außerhalb geopfert hat, schuldig, weil sie für einen Widder ausreichen;",
"hatte er vier bestimmt und drei davon abgezogen und außerhalb geopfert, so ist er schuldig, weil sie für ein Lamm ausreichen.",
"Wenn aber davonetwas gefehlt und er es geopfert hat, so ist erfrei.",
"R. Aši sagte: Von der Aufräucherungauf die Libation folgern die Rabbanan nicht,",
"obgleich es [eine Folgerung] von Äußerem auf Äußeres ist, von der Räucherung auf die Räucherungfolgern sie wohl, obgleich es [eine Folgerung] von Äußerem auf Inneresist.",
"WENN VON DIESEN ALLEN ETWAS FEHLT &C. Sie fragten: Gilt das Fehlen außerhalbals Fehlenoder nicht:",
"sagen wir, da es durch das Hinauskommen untauglichwird, sei es einerlei, ob dies durch das Fehlen oder durch das Hinauskommenerfolgt, oder aber gilt diesnur vom Hinauskommen, weil es vollständig vorhanden ist, nicht aber, wenn es nicht vollständig vorhanden ist!?",
"Abajje erwiderte: Komm und höre: Nach R. Elea͑zar frei, es sei denn, daß er es vollständigdarbringt.",
"Rabba b. R. Ḥanan sprach zu Abajje: Aus der Ansicht R. Elea͑zars entscheidet diesder Meister!?",
"Dieser erwiderte: Ausdrücklich hörte ich von Rabh, daß die Rabbanan gegen R. Elea͑zar über den Fall streiten, wenn es vollständig vorhanden ist, fehlt aber etwas, so pflichten sie ihm bei; doch wohl, wenn das Fehlen außerhalb erfolgt ist. – Nein, wenn schon innerhalb gefehlt hat. –",
"Komm und höre: Wenn von diesen allen etwas fehlt und man sie außerhalb darbringt, so ist man frei. Doch wohl, wenn das Fehlen außerhalb erfolgt ist. – Nein, wenn schon innerhalb gefehlt hat.",
"WER HEILIGES &C. DARBRINGT. Weshalb denn, hierbei liegt ja eine Trennungvor!?",
"Šemuél erwiderte: Wenn man sie umgedrehthat.",
"R. Joḥanan erwiderte: Du kannst auch sagen, wenn man sie nicht umgedreht hat, denn hier ist R. Šimo͑n vertreten, welcher sagt, man sei schuldig, auch wenn man auf einem Felsen geopferthat.",
"Rabh erwiderte: Dinge derselben Art sind keine Trennung.",
" WER AUSSERHALB EIN SPEISOPFER DARBRINGT, VON DEM DER HAÜFE NICHT ABGEHOBEN WORDEN IST, ISTFREI; WENN MAN IHN ABGEHOBEN HATTE UND ER ZURÜCK HINEINGEKOMMEN IST, SO IST, WER ES AUSSERHALB DARBRINGT, SCHULDIG.",
"GEMARA. Weshalb denn, der Haufe sollte jaim Zurückbleibenden aufgehen!?",
"R. Zera erwiderte: Beim Haufen wird [der Ausdruck] aufräuchern gebraucht und ebenso wird beim Zurückbleibenden [der Ausdruck] aufräucherngebraucht; wie bei der Aufräucherung des Haufens ein Haufe im anderen nicht auf geht, ebenso geht auch bei der Aufräucherung des Zurückbleibenden der Haufe im Zurückbleibenden nicht auf.",
" WER VON HAUFEN UND WEIHRAUCHEINES AUSSERHALB DARBRINGT, IST SCHULDIG; NACH R. ELIE͑ZERFREI, BIS ER AUCH DAS ANDERE DARGEBRACHT HAT; WENN EINES INNERHALB UND EINES AUSSERHALB, SO IST ER SCHULDIG.",
"WER VON DEN BEIDEN SCHALEN WEIHRAUCHEINE AUSSERHALB DARBRINGT, IST SCHULDIG; NACH R. ELIE͑ZER FREI, BIS ER AUCH DIE ANDERE DARGEBRACHT HAT; WENN EINE INNERHALB UND EINE AUSSERHALB, SO IST ER SCHULDIG.",
"GEMARA. R. Jiçḥaq der Schmied fragte: Macht der Haufe allein die entsprechende Hälfte des Zurückbleibendenerlaubt: macht er sie erlaubt oder lockert er esnur? –",
"Nach wessen Ansicht: wenn nach R. Meír, welcher sagt, man könne durch die Hälfte des Erlaubtmachenden [das Opfer] verwerflich machen, so macht sie ja aucherlaubt,",
"wenn nach den Rabbanan, welche sagen, man könne durch die Hälfte des Erlaubtmachenden nicht verwerflich machen, macht sie ja weder ganz erlaubtnoch lockert sie es,",
"und wenn nach R. Elie͑zer, so ist ja R. Elie͑zer der Ansicht der Rabbanan, welche sagen, man könne durch die Hälfte des Erlaubtmachenden nicht verwerflich machen. –",
"Vielmehr, nach den Rabbanan unserer [Mišna]; macht er sienach ihnen ganz erlaubt oder lockert er nur[das Verbot]? –",
"Dies bleibt unentschieden.",
" WER EINEN TEIL DES BLUTESAUSSERHALB SPRENGT, \n"
],
[
"IST SCHULDIG. R. ELEA͑ZAR SAGT, AUCH WER DAS FÜR DAS [HÜTTEN]FEST BESTIMMTE WASSERAUSSERHALB GIESST. R. NEḤEMJA SAGT, WER DAS ZURÜCKBLEIBENDE BLUTAUSSERHALB DARBRINGT, SEI SCHULDIG.",
"GEMARA. Raba sagte: R. Elea͑zar pflichtet hinsichtlich des Blutes bei,",
"denn es wird gelehrt: R. Elea͑zar und R. Šimo͑n sagen, wo er unterbrochenhat, da beginne er.",
"R. ELEA͑ZAR SAGT, AUCH WER DAS FÜR DAS [HÜTTEN]FEST BESTIMMTE WASSER AUSSERHALB GIESST. R. Joḥanan sagte im Namen des R. Menaḥem aus Jotapata: R. Elea͑zar lehrte es nach der Ansicht seines Lehrers R. A͑qiba, welcher sagt, [die Prozession] des Wassergießens sei ein Gebot der Tora. Es wird nämlich gelehrt: R. A͑qiba sagte:Und ihre Gußopfer, die Schrift spricht von zwei Gießungen, vom Wassergießen und vom Weingießen.",
"Reš Laqiš sprach zu R. Joḥanan: Demnach sollten doch, wie bei der einen drei Log erforderlich sind, auch bei der anderen drei Log erforderlich sein, während er nur vom für das [Hütten]fest bestimmten Wasser spricht!? Und wie ferner die eine an allen Tagen des Jahres stattfindet, ebenso sollte auch die andere an allen Tagen des Jahres stattfinden, während er nur vom Feste spricht!?",
"Ihm war das entgangen, was R. Jose gesagt hat, denn R. Jose sagte im Namen R. Joḥanans im Namen des R. Neḥonja aus dem Tale Beth Hivartan: Die [Lehren von] den zehn Setzlingen, der Bachweide und [der Prozession] des Wassergießens sind Moše am Sinaj überlieferte Gesetze.",
"Die Rabbanan lehrten: Wer am [Hütten]feste drei Log Wasser außerhalb gießt, ist schuldig; R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagt, hatte man es für das Fest reserviert, sei man schuldig.",
"Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Sie streiten, ob für dieses Wasser ein Maß festgesetztist.",
"R. Papa erwiderte:"
],
[
"Sie streiten, ob in der Wüste Gußopfer dargebrachtworden sind.",
"Rabina erwiderte: Sie streiten, ob man hinsichtlich der Wasserlibation von der Weinlibationfolgere.",
"Die Rabbanan lehrten: Wer drei Log Wein außerhalb libiert, ist schuldig. R. Elea͑zar b. R. Šimo͑n sagt, dies nur, wenn es in einem Gefäße geheiligt worden ist.",
"Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen? R. Ada b. R. Jiçḥaq erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Überschüsseder Maße.",
"Raba, der Sohn Rabbas, erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Darbringung von Gußopfernauf den Privataltären.",
"Sie führen denselben Streit, wie die Autoren der folgenden Lehre: Beim Privataltar eines einzelnen war kein Gußopfer erforderlich – so Rabbi; die Weisen sagen, das Gußopfer war erforderlich.",
"Diese Autoren führen denselben Streit, wie die Autoren der folgenden Lehre:Wenn ihr kommt; die Schrift spricht von der Benötigung des Gußopfers bei großenPrivataltären.",
"Du sagst, bei großen Privataltären, vielleicht ist dem nicht so, sondern bei k 1 einenPrivataltären? Es heißt:in das Land eurer Wohnorte &c., die Schrift spricht also von Privataltären, die von allen benutzt werden – so R. Jišma͑él.",
"R. A͑qiba erklärte: Wenn ihr kommt; die Schrift spricht von der Benötigung des Gußopfers bei kleinen Privataltären.",
"Du sagst, bei kleinen Privataltären, vielleicht ist dem nicht so, sondern bei großen Privataltären? Es heißt: in das Land eurer Wohnorte, somit spricht die Schrift von Privataltären, die sich in allen Wohnortenbefinden.",
"Wenn man darüber nachdenkt, so ergibt es sich, daß nach R. Jišma͑él in der Wüste keine Gußopfer dargebrachtwurden, und nach R. A͑qiba in der Wüste Gußopfer dargebracht wurden.",
"R. NEḤEMJA SAGT, WER DAS ZURÜCKBLEIBENDE BLUT AUSSERHALB DARBRINGT, SEI SCHULDIG.",
"R. Joḥanan sagte: R. Neḥemja lehrt es nach demjenigen, welcher sagt, das Ausgießensei unerläßlich.",
"Man wandte ein: R. Neḥemja sagte: Wer das zurückbleibende Blut außerhalb darbringt, ist schuldig. R. A͑qiba sprach zu ihm: Das zurückbleibende Blut ist ja nur ein Anhängselzum Gebote!? Jener erwiderte: Opferglieder und Schmer beweisen [das Entgegengesetzte]: sie sind nur ein Anhängselzum Gebote, und wer sie außerhalb darbringt, ist schuldig. Dieser entgegnete: Wenn dies von Opfergliedern und Schmer gilt, die unerläßlich sind, sollte es auch vom zurückbleibenden Blute gelten, das nicht unerläßlich ist.",
"Wenn dem nun sowäre, so sollte jener ihm erwidert haben, auch diessei unerläßlich!? – Dies ist eine Widerlegung.",
"Jetzt aber, wo R. Adab. Ahaba gesagt hat, ihr Streitbestehe nur über das Ausgießen bei den inneren [Sündopfern], während hinsichtlich des Ausgießens bei den äußerenalle übereinstimmen, daß es nicht unerläßlich ist, [ist zu erklären], die Lehre R. Neḥemjasgelte von den inneren, und jene Lehregelte von den äußeren.",
"R. A͑qiba aber verstand R. Neḥemja nicht; er glaubte R. Neḥemja spreche vom zurückbleibenden Blute der äußeren [Sündopfer], und entgegnete inbetreff der äußeren, und R. Neḥemja erwiderte auf die Worte R. A͑qibas.",
" WER EINEM VOGEL INNERHALB DEN KOPF ABKNEIFT UND IHN AUSSERHALB OPFERT, IST SCHULDIG; WER AUSSERHALB ABKNEIFT UND AUSSERHALB OPFERT, ISTFREI."
],
[
"WER EINEN VOGEL INNERHALB SCHLACHTET UND AUSSERHALB OPFERT, ISTFREI; WER AUSSERHALB SCHLACHTET UND AUSSERHALB OPFERT, IST SCHULDIG.",
"ES ERGIBT SICH ALSO, DASS MAN WEGEN DES INNERHALB TAUGLICHMACHENDEN VERFAHRENS AUSSERHALB FREI IST, UND WEGEN DES AUSSERHALB TAUGLICHMACHENDEN VERFAHRENS INNERHALB FREIIST.",
"R. ŠIMO͑N SAGT, IST MAN WEGEN DESSEN AUSSERHALB SCHULDIG, SEI MAN SCHULDIG, WENN MAN IN GLEICHER WEISE INNERHALB VERFÄHRT UND AUSSERHALB OPFERT, AUSSER MAN SCHLACHTET EINEN VOGEL INNERHALB UND OPFERT AUSSERHALB.",
"GEMARA. Wieso tauglich, es sollte ja schuldigheißen!? – Lies: schuldig.",
"R. ŠIMO͑N SAGT &C. Worauf bezieht er sich,",
"wollte man sagen, er beziehe sich auf den Anfangsatz: wer einem Vogel innerhalb [den Kopf] abkneift und ihn außerhalb opfert, ist schuldig; wer außerhalb abkneift und außerhalb opfert, ist frei; und hierzu sagt R. Šimo͑n, wie man innerhalb schuldig ist, ebenso sei man auch außerhalb schuldig.",
"Aber wieso heißt es demnach: ist man wegen dessen außerhalb schuldig, es sollte ja heißen: ist man wegen dessen innerhalb schuldig!? Wenn etwa: wie man außerhalb nicht schuldig ist, ebenso sei man auch innerhalb nicht schuldig, so müßte es ja heißen: ist man wegen dessen außerhalb nicht schuldig!?",
"Wollte man sagen, er beziehe sich auf den Schlußsatz: wer einen Vogel innerhalb schlachtet und außerhalb opfert, ist frei; wer außerhalb schlachtet und außerhalb opfert, ist schuldig; und hierzu sagt R. Šimo͑n, wie mau innerhalb nicht schuldig ist, ebenso sei man auch außerhalb nicht schuldig; aber demnach müßte es ja heißen: ist man wegen dessen nicht schuldig!?",
"Und wenn etwa: wie man außerhalb schuldig ist, ebenso sei man auch innerhalb schuldig, so sagt er ja: außer man schlachtet [einen Vogel] innerhalb und opfertaußerhalb!?",
"Zee͑ri erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen in dem Falle, wenn man ein Vieh nachts schlachtet. Er meint es wie folgt: ebenso ist manfrei, wenn man ein Vieh nachts innerhalb schlachtet und außerhalb opfert; wenn man es nachts außerhalb schlachtet und außerhalb opfert, ist man schuldig.",
"R. Šimo͑n sagt, ist man wegen dessen außerhalb schuldig, sei man schuldig, wenn man in gleicher Weise innerhalb verfährt und außerhalb opfert, außer man schlachtet einen Vogel innerhalb und opfert außerhalb.",
"Raba erklärte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen, wenn man [das Blut] in ein profanes Gefäß aufgenommen hat. Er meint es wie folgt: ebenso ist man frei, wenn man [das Blut] innerhalb in ein profanes Gefäß aufnimmt und außerhalb opfert; wenn man es aber außerhalb in ein profanes Gefäß aufnimmt und außerhalb opfert, ist man schuldig.",
"R. Šimo͑n sagt, ist man wegen dessen außerhalb schuldig, sei man schuldig, wenn man in gleicher Weise innerhalb verfährt und außerhalb opfert, außer man schlachtet einen Vogel innerhalb und opfert außerhalb.",
"Da nun aber der Vater des Šemuél b. R. Jiçḥaq wie folgt lehrte: wer einem Vogel innerhalb den Kopf abkneift und ihn außerhalb opfert, ist schuldig, wer außerhalb abkneift und außerhalb opfert, ist frei, nach R. Šimo͑n aber schuldig, so beziehe man die Lehre R. Šimo͑ns hierauf und lese wie folgt: wenn man wegen dessen innerhalb schuldig ist &c. und er außerhalb geopfert hat &c..",
"viii HAT MAN DAS BLUT VON EINEM SÜNDOPFER IN EINEM BECHER AUFGENOMMEN, SO IST MAN, WENN MAN ES ZUERST AUSSERHALB UND NACHHER INNERHALB ODER ZUERST INNERHALB UND NACHHER AUSSERHALB SPRENGT, SCHULDIG, WEIL DAS GANZE FÜR INNERHALB GEEIGNET WAR.",
"HAT MAN DAS BLUT IN ZWEI BECHERN AUFGENOMMEN, SO IST MAN, WENN MAN BEIDE INNERHALB SPRENGT, FREI, WENN BEIDE AUSSERHALB, SCHULDIG, WENN EINEN INNERHALB UND DEN ANDEREN AUSSERHALB, FREI, UND WENN EINEN AUSSERHALB UND DEN ANDEREN INNERHALB, WEGEN DES ÄUSSEREN SCHULDIG, UND DER INNERE SCHAFFTSÜHNE.",
"DIES GLEICHT DEM FALLE, WENN JEMAND SEIN SÜNDOPFER RESERVIERT HAT UND ES ABHANDEN GEKOMMEN IST, UND NACHDEM ER EIN ANDERES RESERVIERT HAT, DAS ERSTE SICH EINFINDET UND NUNMEHR BEIDE DASTEHEN; ER IST, WENN ER BEIDE INNERHALB SCHLACHTET, FREI, WENN BEIDE AUSSERHALB, SCHULDIG, WENN EINES INNERHALB UND DAS ANDERE AUSSERHALB, FREI, UND WENN EINES AUSSERHALB UND DAS ANDERE INNERHALB, WEGEN DES ÄUSSEREN SCHULDIG, UND DAS INNERE SCHAFFT SÜHNE.",
"WIE DAS BLUTDAS EIGNE FLEISCH ENTHEBT, SO ENTHEBT ES AUCH DAS FLEISCH DES ANDEREN."
],
[
"GEMARA. Einleuchtend ist dies von dem Falle, wenn man es zuerst außerhalb und nachher innerhalb sprengt, da das ganze für innerhalb geeignet war, wenn aber zuerst innerhalb und nachher außerhalb, ist es ja zurückbleibendes!? –",
"Hier ist die Ansicht R. Neḥemjas vertreten, welcher sagt, wenn man zurückbleibendes Blut außerhalb dar bringt, sei man schuldig. –",
"Wie ist nach R. Neḥemja der Schlußsatz zu erklären: hat man das Blut in zwei Bechern aufgenommen, so ist man, wenn man beide innerhalb sprengt, frei, wenn beide außerhalb, schuldig, wenn einen innerhalb und den anderen außerhalb, frei; R. Neḥemja sagt ja, wenn man das zurückbleibende Blut außerhalb darbringt, sei man schuldig!? –",
"Der Schlußsatz vertritt die Ansicht des R. Elea͑zarb. R. Šimo͑n, welcher sagt, durch den einen Becher werde der andere verdrängt.",
"DIES GLEICHT DEM FALLE, WENN JEMAND SEIN SÜNDOPFER RESERVIERT-HAT UND ES ABHANDEN GEKOMMEN IST, UND NACHDEM ER EIN ANDERES RESERVIERT HAT, DAS ERSTE SICH EINFINDET.",
"Wozu ist die Vergleichung mit diesem Falle nötig? – Hier ist die Ansicht Rabbis vertreten, welcher sagt, wenn esbei der Absonderungabhanden gekommen war, sei es verenden zu lassen.",
"Er meint es wie folgt: dies nur, wenn es abhanden gekommen war, hat man aber zur Sicherheit zwei Sündopfer reserviert, so gilt eines von ihnen von vornhereinals Brandopfer.",
"Dies nach R. Hona im Namen Rabhs, denn R. Hona sagte im Namen Rabhs: Wenn ein Schuldopfer zur Weide ausgeschieden wordenist und man es ohne Bezeichnung geschlachtet hat, so ist es ein taugliches Brandopfer. –",
"Ist es denn gleich: da ist sowohl das Schuldopfer als auch das Brandopfer ein Männchen, als Sündopfer aber ist ja nur ein Weibchendarzubringen!? R. Ḥija aus Justinia erwiderte: Das Sündopfer eines Fürsten.",
"",
" HAT MAN DIE ENTSÜNDIGUNGSKUH AUSSERHALB IHRES KELLERS VERBRANNT, UND EBENSO WENN MAN DEN FORTZUSCHICKENDEN [SÜHNE]BOCK AUSSERHALB DARGEBRACHT HAT, SO IST MAN FREI, \n",
"DENN ES HEISST:und es zum Eingänge des Offenbarungszeltes nicht hinbringt; WEGEN DESSEN ABER, DAS ZUM EINGANGE DES OFFENBARUNGSZELTES GEBRACHT ZU WERDEN NICHT GEEIGNET IST, IST MAN NICHT SCHULDIG.",
"ii HAT MAN EIN AKTIV ODER PASSIV ZUR BESTIALITÄT, FÜR DEN GÖTZENDIENST, ZUR ANBETUNG, ALS HURENGABE ODER ALS HUNDELOHN VERWANDTES [TIER], EINEN MISCHLING, EIN TOTVERLETZTES ODER EINE SEITENGEBURT AUSSERHALB DARGEBRACHT, SO IST MAN FREI, \n",
"DENN ES HEISST:vor der Wohnstätte des Herrn; WEGEN DESSEN ABER, DAS VOR DIE WOHNSTÄTTE DES HERRN GEBRACHT ZU WERDEN NICHT GEEIGNET IST, IST MAN NICHT SCHULDIG.",
"HAT MAN FEHLERBEHAFTETE, EINERLEI OB DAUERND FEHLERBEHAFTET ODER \n"
],
[
"VORÜBERGEHEND FEHLERBEHAFTET, AUSSERHALB DARGEBRACHT, SO IST MAN FREI. R. ŠIMO͑N SAGT, SIND ES DAUERND FEHLERBEHAFTETE, SEI MAN FREI, UND SIND ES VORÜBERGEHEND FEHLERBEHAFTETE, SEI MAN WEGEN DES VERBOTES SCHULDIG.",
"HAT MAN TURTELTAUBEN, DIE DAS ALTER NOCH NICHT ERREICHT HABEN, ODER JUNGE TAUBEN, DIE DAS ALTER ÜBERSCHRITTEN HABEN, AUSSERHALB GESCHLACHTET, SO IST MAN FREI. R. ŠIMO͑N SAGT, WEGEN JUNGER TAUBEN, DIE DAS ALTER ÜBERSCHRITTEN HABEN, SEI MAN FREI, UND WEGEN TURTELTAUBEN, DIE DAS ALTER NOCH NICHT ERREICHT HABEN, ÜBERTRETE MAN EIN VERBOT.",
"WENN EIN [VIEH] MIT SEINEM JUNGEN AM SELBEN TAGE, ODER DEM DIE DARBRINGUNGSZEIT NOCH FEHLT, SO ÜBERTRITT MAN, WIE R. ŠIMO͑N SAGT, EIN VERBOT. R. ŠIMO͑N SAGTE NÄMLICH: WAS NACH ABLAUF EINER ZEIT DARGEBRACHT ZU WERDEN GEEIGNET IST, IST MIT EINEM VERBOTE BELEGT, NICHT ABER MIT DER AUSROTTUNG. DIE WEISEN ABER SAGEN, WAS NICHT MIT DER AUSROTTUNG BELEGT IST, IST AUCH NICHT MIT EINEM VERBOTE BELEGT.",
" DEM DIE [DARBRINGUNGS]ZEIT NOCH FEHLT: SOWOHL [DEM OPFER] SELBER ALS AUCH DEM EIGENTÜMER.",
"WELCHEN EIGENTÜMERN FEHLT DIE [DARBRINGUNGS]ZEIT? MÄNNLICHEN ODER WEIBLICHEN FLUSSBEHAFTETEN, DER WÖCHNERIN UND DEM AUSSÄTZIGEN. HABEN SIE IHRE SÜNDOPFER UND IHRE SCHULDOPFERAUSSERHALB DARGEBRACHT, SO SIND SIE FREI, WENN IHRE BRANDOPFER UND IHRE HEILSOPFER, SO SIND SIE SCHULDIG.",
"WER AUSSERHALB DARBRINGT VON DEM FLEISCHE DES SÜNDOPFERS, DEM FLEISCHE HOCHHEILIGER OPFER, DEM FLEISCHE MINDERHEILIGER OPFER, DEM ZURÜCKBLEIBENDEN DER SCHWINGEGARBE, DEN ZWEI BROTEN, DEN SCHAUBROTENUND DEM ZURÜCKGEBLIEBENEN DER SPEISOPFER, \n",
"ODER GIESST, ZERBRÖCKELT, UMRÜHRT, SALZT, SCHWINGT, HERANBRINGT, DEN TISCH ANRICHTET, DIE LAMPEN PUTZT, DEN HAUFEN ABHEBT ODER DAS BLUT AUFNIMMT, IST FREI.",
"DIESERHALB IST MAN NICHT SCHULDIG WEGEN [DIENSTVERRICHTUNG DURCH] EINEN GEMEINEN, UNREINHEIT, FEHLENS DER AMTSKLEIDER UND NICHTWASCHENS DER HÄNDE UND FÜSSE.",
" BEVOR DIE WOHNSTÄTTEERRICHTET WORDEN WAR, WAREN PRIVATALTÄRE ERLAUBT UND DER DIENST ERFOLGTE DURCH DIE ERSTGEBORENEN; NACHDEM DIE WOHNSTÄTTE ERRICHTET WORDEN WAR, WURDEN PRIVATALTÄRE VERBOTEN UND DER DIENST ERFOLGTE DURCH DIE PRIESTER. HOCHHEILIGES WURDE INNERHALB DER VORHÄNGE UND MINDERHEILIGES IM GANZEN JISRAÉLITISCHEN LAGER GEGESSEN. ALS SIE NACH GILGALKAMEN, WURDEN PRIVATALTÄRE WIEDERUM ERLAUBT; HOCHHEILIGES WURDE INNERHALB DER VORHÄNGE UND MINDERHEILIGES AN JEDEM ORTEGEGESSEN.",
" ALS SIE NACH ŠILO KAMEN, WURDEN PRIVATALTÄRE ZURÜCK VERBOTEN. DA WAR KEIN GEBÄLK, SONDERN EIN UNTEN AUS STEINEN UND OBEN AUS TEPPICHEN BESTEHENDES BAUWERK, DAS WAR DIE RUHESTÄTTE. HOCHHEILIGES WURDE INNERHALB DER VORHÄNGE UND MINDERHEILIGES UND ZWEITER ZEHNTIM GANZEN GESICHTSKREISEGEGESSEN.",
" ALS SIE NACH NOBH UND GIBEO͑NKAMEN, WURDEN PRIVATALTÄRE WIEDER ERLAUBT; HOCHHEILIGES WURDE INNERHALB DER VORHÄNGE UND MINDERHEILIGES IN ALLEN STÄDTEN JISRAÉLS GEGESSEN.",
" ALS SIE NACH JERUŠALEM KAMEN, WURDEN PRIVATALTÄRE ZURÜCK VERBOTEN, OHNE JEMALS WIEDER ERLAUBT WORDEN ZU SEIN. DIES WAR DER ERBBESITZ. HOCHHEILIGES WURDE INNERHALB DER VORHÄNGE UND MINDERHEILIGES UND DER ZWEITE ZEHNT INNERHALB DER STADTMAUER GEGESSEN.",
"ix HAT MAN [EINES VON] ALL DEN OPFERN ZUR ZEIT, WO PRIVATALTÄRE VERBOTEN WAREN, GEWEIHT UND ZUR ZEIT, WO PRIVATALTÄRE VERBOTEN WAREN, AUSSERHALB DARGEBRACHT, SO HAT MAN EIN GEBOT UND EIN VERBOT ÜBERTRETEN UND SICH DER AUSROTTUNG SCHULDIG GEMACHT; \n",
"HAT MAN SIE ZUR ZEIT, WO PRIVATALTÄRE ERLAUBT WAREN, GEWEIHT UND ZUR ZEIT, WO PRIVATALTÄRE VERBOTEN WAREN, AUSSERHALB DARGEBRACHT, SO HAT MAN EIN GEBOT UND EIN VERBOT ÜBERTRETEN UND SICH DER AUSROTTUNG NICHT SCHULDIG GEMACHT; HAT MAN SIE ZUR ZEIT, WO PRIVATALTÄRE VERBOTEN WAREN, GEWEIHT UND ZUR ZEIT, WO PRIVATALTÄRE ERLAUBT WAREN, DARGEBRACHT, SO HAT MAN EIN GEBOT UND KEIN VERBOT ÜBERTRETEN.",
" FOLGENDE OPFER WURDENIN DER WOHNSTÄTTE DARGEBRACHT: OPFER, DIE FÜR DIE WOHNSTÄTTE GEHEILIGT WORDEN WAREN; GEMEINDEOPFER WURDEN IN DER WOHNSTÄTTE UND PRIVATOPFER AUF PRIVATALTÄREN DARGEBRACHT. WAREN PRIVATOPFER FÜR DIE WOHNSTÄTTE GEHEILIGT WORDEN, SO WURDEN SIE IN DER WOHNSTÄTTE DARGEBRACHT; HAT MAN SIE AUF EINEM PRIVATALTAR DARGEBRACHT, SO WAR MAN FREI.",
"WELCHEN UNTERSCHIED GAB ES ZWISCHEN DEM PRIVATALTAR EINES EINZELNEN UND DEM PRIVATALTAR DER GEMEINDE? DAS STÜTZEN, DAS SCHLACHTEN IN DER NORDSEITE, \n"
],
[
"DAS [BLUT]SPRENGEN RINGS UM [DEN ALTAR], DAS SCHWINGEN, DAS HERANBRINGEN – R. JEHUDA SAGT, BEI DEN PRIVATALTÄREN GAB ES KEINE SPEISOPFER, – DER PRIESTERDIENST, DIE AMTSKLEIDUNG, DIE DIENSTGERÄTE, DER ANGENEHME DUFT, DIE TEILUNG FÜR DIE BLUTSPRENGUNGUND DAS WASCHEN DER HÄNDE UND FÜSSE.",
"HINSICHTLICH DER FRIST, DES ÜBRIGGEBLIEBENEN UND DER UNREINHEIT GLICHEN BEIDE EINANDER.",
"GEMARA. Was heißt außerhalb ihres Kellers? Reš Laqiš erwiderte: Außerhalb der hierfür untersuchtenSteile. R. Joḥanan sprach zu ihm: Das ganze Jisraélland ist ja untersucht!?",
"Vielmehr, erklärte R.Joéanan: Wenn man sie innerhalb der Mauer Jerušalems geschlachtethat. –",
"Sollte er es doch auf den Fall beziehen, wenn man sie außerhalb der Mauer, jedoch nicht gegenüber der Türgeschlachtet hat!? R. Ada b. Ahaba sagte nämlich: Hat man sie nicht gegenüber der Tür geschlachtet, so ist sie untauglich, denn es heißt:er schlachte, er sprenge,",
"wie das Sprengen gegen die Tür erfolgenmuß, ebenso muß auch das Schlachten gegenüber der Tür erfolgen. Wolltest du erwidern, er vergleiche sie nicht, so wird ja gelehrt: Hat man sie nicht gegenüber der Tür geschlachtet, so ist sie, wie R. Joḥanan sagt, untauglich, [denn es heißt:] er schlachte, er sprenge, und wie Reš Laqiš sagt, tauglich, denn es heißt: außerhalb des Lagers, und er schlachte.",
"Ferner wird gelehrt: Hat man sie nicht gegenüber der Tür verbrannt, so ist sie, wie R. Joḥanan sagt, untauglich, und wie R. Oša͑ja sagt, tauglich. R. Joḥanan sagt, sie sei untauglich, [denn es heißt:]er verbrenne, er sprenge;",
"R. Oša͑ja sagt, sie sei tauglich, [denn es heißt:]auf ihrer Ausscheidungverbrenne man sie, wo sie in den Tod scheidet, da erfolge auch die Verbrennung. –",
"Ich will dir sagen, dies ist selbstverständlich; selbstverständlich ist es, wenn es außerhalb der Mauer erfolgt, wo man es entfernthat; man könnte aber glauben, wenn es innerhalb der Mauer erfolgt, wo man es genährt hat, sei sie tauglich, so lehrt er uns.",
"Der Meister sagte: R. Joḥanan sprach zu ihm: Das ganze Jisraélland ist ja untersucht. Worin besteht ihr Streit? – Einer ist der Ansicht, die Sintflut sei über das Jisraélland niedergegangen, und einer ist der Ansicht, sie sei über dieses nicht niedergegangen.",
"R. Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Beide entnehmen es aus demselben Schriftverse:Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht gereinigt und nicht beregnet worden ist am Tage des Grolles.",
"R. Joḥanan erklärt, die Schrift spreche dies in Frageform: bist du denn, Jisraélland, nicht rein? Ist denn über dich am Tage des Grollesder Regen (nicht) niedergegangen? Reš Laqiš aber erklärt es nach dem einfachen Wortlaute: du bist ein nicht reines Land; ist denn am Tage des Grolles der Regen über dich nicht niedergegangen?",
"Reš Laqiš wandte gegen R. Joḥanan ein: In Jerušalem waren auf Felsen gebaute Höfe, die man unten ausgehöhlt hatte, wegen eines etwaigen unterirdischen Grabes; dahin brachte man schwangere Frauen, damit sie da niederkommen und ihre Söhnezur [Wartung der roten] Kuh großziehen.",
"Man brachte da Ochsen mit Holzplatten auf dem Rücken, und auf diese setzte man die Kinderhinauf; sie hatten steinerne Gefäße in den Händen, schöpften [das Wasser] und setzten sich zurück auf ihren Platz.",
"R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, erwiderte: Bei der [roten] Kuh haben sie eine Verschärfung getroffen.",
"R. Joḥanan wandte gegen Reš Laqiš ein: Einst fand man Gebeine im Holzstalle, und sie wollten über Jerušalem den Unreinheitszustand verhängen. Da stellte sich R. Jehošua͑ (auf die Füße) hin und sprach: Ist es nicht für uns eine Schande und eine Schmach, über die Stadt unserer Väter den Unreinheitszustand zu verhängen!? Wo sind denn Tote der Sintflut, wo sind denn Tote des Nebukhadneçar!?",
"Da er nun also sprach, so ist ja zu entnehmen, daß da keine vorhanden waren!? – Waren da, nach deiner Auffassung, etwa keine Toten [aus der Zeit] Nebukhadneçars!? Vielmehr waren sie da, und man schaffte sie fort, ebenso waren auch jeneda, und man schafftesie fort. –"
],
[
"Wenn man sie fortschaffte, waren sie ja nicht mehr da!? – Wohl schaffte man sie aus Jerušalem fort, nicht aber aus dem ganzen Jisraéllande.",
"Manche lesen: Reš Laqiš wandte gegen R. Joḥanan ein: Wo sind die Toten der Sintflut, wo sind die Toten Nebukhadneçars!? Wenn nun diese vorhanden waren, waren ja auch jene vorhanden!? – Wieso denn, die einen wohl, die anderen nicht.",
"Er wandte gegen ihn ein:Von allem, was auf dem Trockenen war, starb; allerdings starb alles nach meiner Ansicht, daß die Sintflut über das Jisraélland niederging, wieso aber starb alles nach deiner Ansicht!? – Durch die Hitze.",
"Dies nach R. Ḥisda, denn R. Ḥisda sagte: Mit Heißemsündigten sie und mit Heißem sind sie bestraft worden. Hierbei heißt es:und das Wasser legte sich, und dort heißt es: und der Zorn des Königs legtesich.",
"Manche lesen: R. Joḥanan wandte gegen Reš Laqiš ein: Von allem, was auf dem Trockenen war, starb; allerdings gab es Trockenes nach meiner Ansicht, daß die Sintflut über das Jisraélland nicht niederging, wieso aber gab es Trockenes nach deiner Ansicht!? – Unter Trockenes ist das Trockene von vorherzu verstehen. –",
"Weshalb nennt er es Trockenes!? – Dies nach R. Ḥisda, denn R. Ḥisda sagte, im Zeitalter der Sintflut sei die Strafe über die Fische im Meere nicht verhängt worden, denn es heißt: von allem, was auf dem Trockenen war, starb, nicht aber die Fische im Meere. –",
"Erklärlich ist es nach demjenigen, welcher sagt, die Sintflut sei über das Jisraélland nicht niedergegangen, daß das Einhornerhaltenblieb, wieso aber blieb es erhalten nach demjenigen, welcher sagt, sie sei niedergegangen!? R. Jannaj erwiderte: Man nahm Junge in die Arche auf. –",
"Rabba b. Bar Ḥana erzählte ja aber, er habe ein junges Einhorn gesehen, das so groß war wie der Berg Tabor, der Berg Tabor mißt vierzig Parasangen, dessen Halsumfang drei Parasangen und dessen Kopf anderthalb Parasangen einnahm, das, als es Kot auswarf, den Jarden verstopfte!?",
"R. Johanan erwiderte: Man nahm seinen Kopfin die Arche auf. – Der Meister sagte ja aber, daß sein Kopf anderthalb Parasangen einnahm!? – Vielmehr, man nahm seine Nasenspitze in die Arche auf. –",
"R. Joḥanan sagte ja aber, daß die Sintflut über das Jisraélland nichtniederging!? – Er erklärte es nach der Ansicht des Reš Laqiš. –",
"Die Arche stieg ja in die Höhe!? Reš Laqiš erwiderte: Man band seine Hörner an die Arche. – R. Ḥisda sagte ja aber, daß sie mit Heißem gesündigt und mit Heißem bestraft worden sind!? –",
"Wie blieb, auch nach deiner Auffassung, die Archeerhalten!? Und wo hielt sich ferner O͑g, der Königvon Bašan, auf!? Vielmehr geschah ihnen ein Wunder, und [das Wasser] blieb an den Seiten der Arche kalt. –",
"Angenommen, nach Reš Laqiš, daß die Sintflut über das Jisraélland niederging, aber da blieben ja keine [Toten] zurück, denn Reš Laqiš sagte, [Babylonien] heiße deshalb Tief e, weil alle Toten der Sintflut da versunkensind, und R. Joḥanan sagte, es heiße deshalb Šinea͑r, weil alle Toten der Sintflut da hingespültworden sind!? – Es ist nicht möglich, daß nicht [einige] haften gebliebenwaren.",
"R. Abahu sagte: Es heißt deshalb Šinea͑r, weil es seine Reichen fortspült. – Wir sehen ja aber, daß da solche vorhanden sind!? – Drei Generationen lang bleiben sie nicht erhalten.",
"R. Ami sagte: Wenn jemand von der Erde Babyloniens ißt, so ist es ebenso, als würde er vom Fleische seiner Vorfahrenessen. Manche sagen, als würde er Ekel- und Kriechtiere essen.",
"DEN FORTZUSCHICKENDEN [SÜHNE]BOCK.",
"Ich will auf einen Widerspruch hinweisen:Ein Opfer; man könnte glauben, auch Geheiligtes für den Tempelreparaturfonds, das ebenfalls Opfer genannt wird, wie es heißt: wir bringen dem Herrn seine Opfergabe,",
"so heißt es:und es zum Eingange des Offenbarungszeltes nicht bringt, nur das, was zum Eingange des Offenbarungszeltes gebracht zu werden geeignet ist, ausgenommen ist Geheiligtes für den Tempelreparaturfonds, das dazu nicht geeignet ist.",
"Man könnte glauben, auch der fortzuschickende [Sühne]bock sei auszuschließen, so heißt es:für den Herrn, dies schließt den fortzuschickenden [Sühne]bock ein!? –",
"Das ist kein Widerspruch; eines vor der Auslosungund eines nach der Auslosung. – Auch nach der Auslosung hat ja noch das Sündenbekenntniszu erfolgen!?",
"Vielmehr, erklärte R. Mani, das ist kein Widerspruch; eines vor dem Sündenbekenntnisse und eines nach dem Sündenbekenntnisse.",
"AKTIV ODER PASSIV ZUR BESTIALITÄT &C.",
"Auch bezüglich dieser könnte esja gefolgert werden aus [den Worten] zum Eingange des Offenbarungszeltes!? – Dem ist auch so. –"
],
[
"Allerdings kann diesbeim aktiv oder passiv zur Bestialität verwandten vorkommen, wenn man es nämlich vorher geweiht und nachher zur Bestialität verwandt hat,",
"wieso aber kann es beim zum Götzendienste abgesonderten und angebeteten vorkommen, niemand kann ja das verboten machen, was nicht ihmgehört!? – Bei Minderheiligem, und zwar nach R. Jose dem Galiläer, welcher sagt, Minderheiliges sei Eigentum des Besitzers.",
"Es wird nämlich gelehrt:Und an dem Herrn eine Veruntreuung begeht, dies schließt Minderheiliges ein, das sein Eigentum ist – so R. Jose der Galiläer.",
"Das aktiv oder passiv zur Bestialität verwandte [Tier] ist Schändliches, das für den Götzendienst abgesonderte und das angebetete sind Götzendienstliches,",
"und hinsichtlich des als Hurengabe oder Hundelohn verwandten, des Mischlings und der Seitengeburt gilt dies von den Jungen des Opfers,",
"denn er ist der Ansicht, die Jungen der Opfer werden erst bei ihrem Vorhandenseinheilig.",
"FEHLERBEHAFTETE &C. EIN VIEH MIT SEINEM JUNGEN &C.",
"Sie sind alle nötig. Würde er es nur von Fehlerbehafteten gelehrt haben, so könnte man glauben, weil sie widerwärtig sind, hinsichtlich Turteltaubenaber, die nicht widerwärtig sind, pflichten sie R. Šimo͑n bei.",
"Würde er es nur von Turteltauben gelehrt haben, so könnte man glauben, weil sie nicht tauglich waren und verdrängt worden sind, bei Fehlerbehafteten aber, die tauglich waren und verdrängt worden sind, pflichte R. Šimo͑n den Rabbanan bei.",
"Und würde er es nur von diesen beiden gelehrt haben, so könnte man glauben, weil die Untauglichkeit ihnen anhaftet, beim Vieh mit seinem Jungen aber, wobei die Untauglichkeit von anderwärtsherkommt, pflichten die Rabbanan R. Šimo͑n bei. Daher sind alle nötig.",
"R. ŠIMO͑N SAGTE NÄMLICH. Was ist der Grund R. Šimo͑ns?",
"R. Ilea͑ erwiderte im Namen des Reš Laqiš: Die Schrift sagt:ihr dürft nicht tun, wie wir jetzt hier ein jeder nach seinem Belieben zu tun pflegen. Moše sprach zu den Jisraéliten: Wenn ihr in das Land kommt, dürft ihr danur freiwillige Opferdarbringen, nicht aber Pflichtopfer.",
"Gilgal war ja Šilogegenüber eine Stätte, der noch die Darbringungszeit fehlte, und Moše sagte zu ihnen, daß sie nicht darbringendürfen.",
"R. Jirmeja sprach zu R. Zera: Demnach"
],
[
"sollte darauf auch die Geißelung gesetzt sein, während doch R. Zera sagte, die Schrift habe es zu den Gebotengesetzt!? –",
"Vielleicht nur nach den Rabbanan, nach R. Šimo͑n aber ist dem auch so.",
"R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Innerhalbin Gilgal gilt Šilo gegenüber als außerhalb.",
"Rabba erwiderte: Der Grund R. Šimo͑ns befindet sich in folgender Lehre. R. Šimo͑n sagte: Woher, daß man ein Verbot übertreten hat, wenn man zur Zeit, wo Privataltäre verboten waren, das Pesaḥopfer auf einem Privataltar geschlachtet hat? Es heißt:du darfst das Pesaḥopfer nicht schlachten.",
"Man könnte glauben, dies gelte auch von der Zeit, wo Privataltäre erlaubt waren, so heißt es: in einer deiner Ortschaften, ich sagte es dir nur von einer Zeit, wo ganz Jisraél in einer Ortschaft zusammenkommt.",
"Wann, wollte man sagen, nach Mittag, so ist man ja auch der Ausrottung schuldig; doch wohl vor Mittag. –",
"Tatsächlich nach Mittag, nur gilt dies von der Zeit, wo Privataltäre erlaubt waren. – Er spricht ja aber von der Zeit, wo Privataltäre verboten waren!? –",
"Wo Privataltäre für diesesverboten, für anderesaber erlaubt waren.",
"DEM DIE [DARBRINGUNGS]ZEIT NOCH FEHLT &C. Habendiesedenn Schuldopfer darzubringen!? Zee͑ri erwiderte: Man zähle den Aussätzigenmit.",
"IHRE BRANDOPFER UND IHRE HEILSOPFER. Haben diese denn Heilsopfer darzubringen!? R. Šešeth erwiderte: man zähle den Nazirmit. Die Erklärung Zee͑ris haben Tannaím bestätigt, die des R. Šešeth haben Tannaím nicht bestätigt.",
"R. Ḥilqija b. Tobi sagte: Diesgilt nur von dem Falle, wenn es auf den richtigen Namen erfolgt ist, ist es aber auf einen anderen Namen erfolgt, so ist man schuldig, da es auf einen anderen Namen innerhalb geeignet ist. –",
"Demnach sollte man doch schuldig sein, auch wenn es auf den richtigen Namen erfolgt ist, da es innerhalb auf einen anderen Namen geeignet ist!? – Es ist dann die Entnennungerforderlich.",
"R. Hona wandte ein: Gibt es denn etwas, das auf den richtigen Namen untauglich und auf einen anderen Namen tauglich wäre!? – Etwa nicht, dies ist ja"
],
[
"beim Pesaḥopfer während der übrigen Tage des Jahresder Fall, es ist auf den richtigen Namen untauglich und auf einen anderen Namen tauglich!? – Das Pesaḥopfer während der übrigen Tage des Jahres ist ein Heilsopfer. –",
"Ihm wäre eine Stütze zu erbringen: Man könnte glauben, auch das Brandopfer, dessen Eigentümer die [Darbringungs]zeit fehlt, das Schuldopfer des Nazirs und das Schuldopfer des Aussätzigenseien auszuschließen,",
"so heißt esRind, in jedem Falle, Lamm, in jedem Falle, Ziege, in jedem Falle; das Sündopfer aber läßt er fort.",
"In welchem Falle: wenn zur Zeit, wieso lehrt er dies nur vom Schuldopfer, dies gilt ja auch vom Sündopfer; doch wohl vor der Zeit.",
"Ferner: wenn auf den richtigen Namen, wieso ist man wegen eines Schuldopfersschuldig; doch wohl auf einen anderen Namen. – Tatsächlich zur Zeit und auf einen anderen Namen,",
"nur ist hier die Ansicht R. Elie͑zers vertreten, welcher sagt, man vergleiche das Schuldopfermit dem Sündopfer;",
"er lehrt dies vom Angewandten und dasselbe gilt auch von der Hauptsache. –",
"Komm und höre: Man könnte glauben, auch ein Brandopfer, dem die [Darbringungs]zeit noch fehlt, und ein Sündopfer, dem oder dessen Eigentümer die [Darbringungs]zeit noch fehlt, seien einzuschließen,",
"so heißt es: und zum Eingange des Offenbarungszeltes, wegen dessen, das zum Eingänge des Offenbarungszeltes gebracht zu werden nicht geeignet ist, ist man nicht schuldig. Das Schuldopfer aber läßt er fort.",
"In welchem Falle: wenn auf den richtigen Namen, so sollte man auch wegen eines Schuldopfers frei sein; doch wohl auf einen anderenNamen!? –",
"Allerdings auf den richtigen Namen, nur ist hier die Ansicht R. Elie͑zers vertreten, der das Schuldopfer mit dem Sündopfer vergleicht; er lehrt dies von der Hauptsache und dasselbe gilt auch vom Angewandten. –",
"Komm und höre: Als R. Dimi kam, sagte er, in der Schule R. Livajs wurde gelehrt: Man könnte glauben, auch das Brandopfer, dessen Eigentümer die [Darbringungs]zeit fehlt, das Schuldopfer des Nazirs und das Schuldopfer des Aussätzigen seien auszuschließen. Es gibt eine Lehre, daß man derentwegen schuldig sei, und ich weiß nicht, was dies für eine Lehre ist.",
"Was ist diesfür eine Lehre? Rabina erwiderte: Rind, in jedem Falle, Lamm, in jedem Falle, Ziege, in jedemFalle. – Was ist dies für ein Einwand, es ist ja erklärtworden!?",
"R. Naḥman erwiderte: Diese Lehre der Schule R. Livajs widerspricht einer anderen Lehre Levis: Wenn man das Schuldopfer des Nazirs oder das Schuldopfer des Aussätzigen auf einen anderen Namen geschlachtet hat, so sind sie tauglich und sie werden dem Eigentümer nicht als Pflichtopfer angerechnet;",
"hat man sie geschlachtet als noch dem Eigentümer die [Darbringungs]zeit fehlte oder als sie bereits zweijährig waren, so sind sie untauglich.",
"Aber dies ist kein Einwand; eines, wenn es auf den richtigen Namen erfolgt, und eines, wenn es auf einen anderen Namenerfolgt.",
"R. Aši wies auf einen Widerspruch zwischen unserer Mišna und der Barajthahin, und erklärte: eines, wenn es auf den richtigen Namen erfolgt, und eines, wenn es auf einen anderen Namen erfolgt.",
"Dies wäre also eine Widerlegung R. Honas!? –",
"R. Hona kann dir erwidern: hier handelt es sich um den Fall, wenn man zur Sicherheit zwei Sündopfer abgesonderthat, in welchem Falle das eine von ihnen von vornherein als Brandopfer gilt."
],
[
"Dies nach R. Hona im Namen Rabhs, denn R. Hona sagte im Namen Rabhs, wenn ein Schuldopfer zur Weide ausgeschieden wordenist und man es ohne Bezeichnung geschlachtet hat, gelte es als taugliches Brandopfer.",
"WER DARBRINGT VOM FLEISCHE DES SÜNDOPFERS &C.Die Rabbanan lehrten: Woher, daß man frei ist, wenn man [außerhalb] darbringt vom Fleische des Sündopfers, vom Fleische des Schuldopfers, vom Fleische hochheiliger Opfer, vom Fleische minderheiliger Opfer, vom Zurückbleibenden der Schwingegarbe, von den zwei Broten, den Schaubroten und dem Zurückbleibenden der Speisopfer?",
"Es heißt: Brandopfer, wie das Brandopfer zur Opferung geeignet ist, ebenso alles andere, was zur Opferung geeignetist.",
"Woher, daß man frei ist auch wenn man außerhalb gießt, umrührt, zerbröckelt, salzt, schwingt, heranbringt, den Tisch anrichtet, die Lampen putzt, den Haufen abhebt und [das Blut] auf nimmt?",
"Es heißt:der ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer darbringt, wie die Opferung den Abschluß des Opferdienstes bildet, ebenso auch alles andere, was den Opferdienst abschließt.",
"BEVOR DIE WOHNUNG ERRICHTET WORDEN WAR &C. R. Hona b. R. Qaṭṭina saß vor R. Ḥisda und las den Schriftvers:er sandte die Jünglinge Jisraéls. Da sprach dieser zu ihm: Folgendes sagte R. Asi: Siehatten bis dahin geopfert und hörten dann auf.",
"Jener wollte gegen ihn einen Einwand aus unserer Mišnaerheben, da hörte er ihn im Namen des R. Ada b. Ahaba weiter vortragen: Die Brandopfer, die die Jisraéliten in der Wüste darbrachten, benötigten nicht des Enthäutens und des Zerlegens. Hierauf erhob er gegen ihn einen vollständigen Einwandaus folgender Barajtha:",
"Bevor die Wohnung errichtet worden war, waren Privataltäre erlaubt und der Dienst erfolgte durch die Erstgeborenen; alles war zur Darbringung tauglich, Vieh, Wild und Geflügel, Männchen und Weibchen, Fehlerfreie und Fehler behaftete, Reine, aber keine Unreinen;",
"jeder brachte Brandopfer dar, und die Brandopfer, die die Jisraéliten in der Wüste darbrachten, erforderten des Enthäutens und des Zerlegens. Nichtjuden dürfen dies in der Jetztzeittun. –",
"Hierüber [streiten] Tannaím, denn es wird gelehrt:Und auch die Priester, die vor den Herrn treten, sollen sich heilig halten; R. Jehošua͑ b. Qorḥa erklärte, dies sei die Zurückziehung der Erstgeborenen; Rabbi erklärte, dies sei die Zurückziehung von Nadabh und Abihu. –",
"Erklärlich ist nach demjenigen, welcher sagt, darunter sei die Zurückziehung von Nadabh und Abihu zu verstehen, der Schriftvers: das ist es, was der Herr sprach, ich will durch meine Nahen geheiligtwerden,",
"wo aber ist diesangedeutet nach demjenigen, welcher sagt, darunter sei die Zurückziehung der Erstgeborenen zu verstehen? – Es heißt: ich werde mich dorthin verfügen zu den Kindern Jisraél, und es soll geheiligt werden durch meine Herrlichkeit, und man lese nicht meine Herrlichkeit, sondern meine Herrlichen.",
"Der Heilige, gepriesen sei er, hatte es Moše angedeutet, er aber verstand es erst nachdem die Söhne Ahrons gestorben waren. Als die Söhne Ahrons gestorben waren, sprach er zu ihm: Mein Bruder Ahron, deine Söhne starben nur um den Namen des Heiligen, gepriesen sei er, zu heiligen. Als nun Ahron erfuhr, daß seine Söhne Lieblinge Gottes waren, schwieg er, wofür er belohnt wurde, wie es heißt:und Ahron schwieg.",
"Ebenso sagte auch David:Schweige vor dem Herrn und harre auf ihn; schweige, auch wenn er dir Leichen über Leichenniederstreckt. Ebenso sagte auch Šelomo:Eine Zeit zum Schweigen, eine Zeit zum Reden; zuweilen schweige man, und man erhält eine Belohnung für das Schweigen, und zuweilen rede man, und man erhält eine Belohnung für das Reden.",
"Das ist es, was R. Ḥija b. Abba im Namen R. Joḥanans sagte: Es heißt:Furchtbar bist du, o Gott, von deinem Heiligtume: man lese nicht Heiligtume, sondern Geheiligten. Wenn der Heilige, gepriesen sei er, an seinen Heiligen Recht übt, ist er furchtbar, erhaben und gepriesen. –",
"Aber es besteht ja noch ein Einwand hinsichtlich des Brandopfers!? – Auch hierüber [streiten] zwei Tannaím, denn es wird gelehrt: R. Jišma͑él sagte: Das Allgemeine wurde am Sinaj angeordnet und die Einzelheitenim Offenbarungszelte.",
"R. A͑qiba sagte: Das Allgemeine und die Einzelheiten wurden am Sinaj angeordnet, im Offenbarungszelte wiederholt und in A͑rboth Moabverdreifacht.",
"Der Meister sagte: Alles war zur Darbringung tauglich. Woher dies? R. Hona erwiderte: Die Schrift sagt:Noaḥ errichtete einen Altar für den Herrn und nahm von allem reinen Vieh und von allem reinen Geflügel. Das Viehwird ausdrücklich genannt, und das Wild ist im Vieh einbegriffen."
],
[
"«Männchen und Weibchen, Fehlerfreie und Fehlerbehaftete.» Der Meister sagte nämlich, Fehlerfreiheit und Männlichkeitgebe es nur beim Vieh und nicht beim Geflügel,",
"und das Vieh ist mit dem Geflügel zu vergleichen.",
"Fehlerfreie und Fehlerbehaftete, ausgenommen eines, dem ein Glied fehlt. R. Elea͑zar sagte: Woher, daß [ein Vieh], dem ein Glied fehlt, den Noaḥiden verboten ist? Es heißt:und von allem Lebendigen und von allem Fleische, die Tora sagt, daß man nur ein Vieh darbringe, dessen Hauptglieder leben. –",
"Vielleicht schließt dies das Totverletzte aus? – Dies geht hervor aus [den Worten]:Nachkommen zu erhalten. –",
"Einleuchtend ist dies nach demjenigen, welcher sagt, das Totverletzte könne nicht zeugen, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, das Totverletzte könne wohl zeugen!? – Die Schrift sagt: mit dir, die dir gleichen. –",
"Vielleicht war Noah selber ein Totverletzter!? – Von ihm heißt es vollständig. – Vielleicht vollständig in seinem Wandel!? – Diesbezüglich heißt es von ihm: Frommer. –",
"Vielleicht vollständig in seinem Wandel und fromm in seinen Handlungen!? – Wieso würde, wenn man sagen wollte, Noaḥ sei totverletzt gewesen, [Gott] zu ihm gesagt haben, daß er nur solche aufnehme, die ihm gleichen, unverletzte aber nicht. –",
"Wozu sind nun, wo dies aus [den Worten] mit dir hervorgeht, [die Worte] Nachkommen zu erhalten nötig!? – Man könnte glauben, mit dir, nur zur Gesellschaft, jedoch auch alte und kastrierte, so lehrt er uns.",
"«Reine, aber keine Unreinen.» Gab es denn damalsReine und Unreine!? R. Šemuél b. Naḥmani erwiderte im Namen R. Jonathans: Mit denen keine Sünde begangen worden ist. –",
"Woher wußteman es? – Nach einer Lehre R. Ḥisdas, denn R. Ḥisda sagte: Man brachte sie vor die Arche; nahm die Arche es auf, so wußte man, daß es rein sei, und nahm die Arche es nicht auf, so wußte man, daß es nicht rein sei.",
"R. Abahu erklärte: Die Schrift sagt:und es kamen je ein Männchen und ein Weibchen, sie kamen von selbst.",
"Der Meister sagte: Jeder brachte Brandopfer dar. Etwa nur Brandopfer und nicht auch Heilsopfer, es heißt ja:und sie schlachteten Farren als Heilsopfer für den Herrn!? – Lies vielmehr: von jedemnahm man Brandopfer an.",
"Nur Brandopfer, aber keine Heilsopfer; nach demjenigen, welcher sagt, für die Noaḥiden seienkeine Heilsopfer dargebracht worden. Es wird nämlich gelehrt: R. Elea͑zar und R. Jose b. R. Ḥanina [streiten;] einer sagt, man habe siedargebracht, und einer sagt, man habe sie nicht dargebracht. –",
"Was ist der Grund desjenigen, welcher sagt, man habe Heilsopfer von Noaḥiden dargebracht? – Es heißt:und auch Hebel brachte von den Erstlingen seines Kleinviehs und von ihren Fettstücken; was ist das, von dem nur die Fettstücke auf dem Altar geopfert werden und nicht das ganze? Das Heilsopfer. –",
"Was ist der Grund desjenigen, welcher sagt, man habe sie nicht dargebracht? – Es heißt:erwache Nord, komm, o Süd; es werde fortgestoßendie Nation, für deren [Opfer]werke die Nordseitebestimmt ist, und es komme die Nation, für deren [Opfer]werke die Nordseite und die Südseitebestimmt sind. –",
"Und dieser, es heißt ja auch: von ihren Fettstücken!? – Von den fettesten. –",
"Und jener, es heißt ja auch: erwache Nord!? – Dies bezieht sich auf die Einsammlung der Exulanten. –",
"Es heißt ja aber:und Moše sprach: Du selbst sollst Schlachtopferund Brandopfer in unsere Hand geben, daß wir sie dem Herrn, unserem Gott, darbringen!? – Schlachtopfer zum Essen, Brandopfer zur Opferung. –",
"Es heißt ja aber:und Jithro, der Schwiegervater Mošes, nahm Brandopfer und Schlachtopfer!? – Dies war nach der Gesetzgebung. –",
"Allerdings nach demjenigen, welcher sagt, dies geschah nach der Gesetzgebung, wie ist es aber nach demjenigen zu erklären, welcher sagt, dies geschah vor der Gesetzgebung!? Es wird nämlich gelehrt: Die Söhne R. Ḥijas und R. Jehošua͑ b. Levi [streiten;] nach der einen Ansicht geschah [das Ereignis mit] Jithro vor der Gesetzgebung, und nach der anderen Ansicht geschah es nach der Gesetzgebung. – Derjenige, welcher sagt, es geschah vor der Gesetzgebung, ist der Ansicht, die Noaḥiden haben Heilsopfer dar gebracht.",
"Hierüber [streiten auch] folgende Tannaím.Und Jithro, der Priester von Midjan, hörte; welches Gerücht hörte er, daß er kam und sich bekehrte? R. Jehošua͑ sagt, er hörte vom Kriege mit A͑maleq, denn daneben heißt es:und Jehošua͑ streckte A͑maleq und sein Volk nieder mit der Schärfe des Schwertes.",
"R. Elea͑zar aus Modai͑m sagt, er hörte von der Gesetzgebung. Als nämlich die Tora den Jisraéliten verliehen wurde, hörte man ein Geräusch von einem Weitende bis zum anderen; alle weltlichen Völker ergriff in ihren Palästen ein Beben und sie stimmten einen Lobgesang an, denn es heißt:und in seinem Palaste spricht jeder von der Herrlichkeit.",
"Sie versammelten sich alle beim ruchlosen Bileam und sprachen zu ihm: Was ist das für ein Getöse, das wir vernommen haben, kommt vielleicht eine Sintflut über die Welt? Dennes heißt:der Herr thronte über der Sintflut. Er erwiderte ihnen: Und der Herr thront als König in Ewigkeit; der Heilige, gepriesen sei er, hat bereits geschworen, ewig keine Sintflut mehr zu bringen.",
"Jene sprachen: Vielleicht bringt er keine Sintflut aus Wasser mehr, wohl aber eine Sintflut aus Feuer? Denn es heißt:siehe, der Herr rechtet mit Feuer. Er erwiderte ihnen: Er hat bereits geschworen, kein Geschöpf mehr zu verderben. –",
"Was war dies nun für ein Getöse, das wir vernommen haben? Er erwiderte ihnen: Der Heilige, gepriesen sei er, hat ein kostbares Geschmeide in seiner Schatzkammer, das seit neunhundertvierundsiebzig Generationenvor der Weltschöpfung bei ihm verwahrt ist, und nun will er es seinen Kindern geben. Denn es heißt:der Herr gibt seinem Volke Macht. Hierauf begannen sie alle und sprachen:Der Herr segne sein Volk mit Frieden.",
"R. Elie͑zer sagt, er hörte von der Spaltung des Schilfmeeres und er kam, denn es heißt:und als alle Könige von Emori hörten. Ebenso sagte auch die Hure Raḥabh zu den Abgesandten Jehošua͑s:denn wir hörten, daß der Herr das Wasser des Schilfmeeres austrocknen ließ. –",
"Weshalb heißt es bei jenen:und sie hatten keinen Mut mehr, und dagegen heißt es bei diesen:und keinem Manne blieb der Mut stehen? –"
],
[
"Nicht einmal Erektion hatten sie. – Woher wußte sie es? – Der Meister sagte, es gab keinen Fürsten und keinen Führer, der der Hure Raḥabh nicht beigewohnt hätte.",
"Man erzählt, daß sie zehn Jahre alt war, als die Jisraéliten aus Miçrajim zogen, und die ganzen vierzig Jahre, während welcher die Jisraéliten sich in der Wüste aufhielten, hurte sie; nach [ihrem] fünfzigsten [Lebensjahre] bekehrte sie sich. Sie sprach dann: Als Lohn für das Fensterseilund den Flachssei mir dies verziehen.",
"Der Meister sagte: Nichtjuden dürfen dies in der Jetztzeit tun. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:Sprich zu den Kindern Jisraél; den Kindern Jisraél ist das Schlachten außerhalb verboten, nicht aber ist den Nichtjuden das Schlachten außerhalb verboten.",
"Daher darf jeder einen Privataltar für sich erbauen und darauf nach Belieben opfern. R. Ja͑qob b. Aha sagte im Namen R. Asis: Jedoch ist es verboten, ihnen dabei Hilfe zu leisten oder ihren Auftrag auszuführen. Rabba sagte: Es ist aber erlaubt, siezu belehren.",
"So sandte einst Iphra Hormez, die Mutter des Königs Sapor, Raba ein Opfer und bat ihn, es für sie auf den Namen Gottes darzubringen. Da sprach er zu R. Saphra und R. Aḥa b. Hona: Geht und holet zwei gleichaltrige Jünglinge heran und suchet nach einer Sandbank im Meere, sodann holet frisches Holz, machet Feuer mit einem neuen Feuergeräte und bringt es für sie auf den Namen Gottes dar.",
"Abajje sprach zu ihm: Wohl nach der Ansicht des R. Elea͑zar b. Šammua͑, denn es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. Šammua͑ sagt, wie ein Gemeiner den Altar nicht benutzt haben darf, ebenso darf ein Gemeiner auch das Holz nicht benutzt haben, aber R. Elea͑zar b. Šammua͑ pflichtet ja hinsichtlich eines Privataltars bei!?",
"Es wird nämlich gelehrt: Ein Schriftvers lautet:David gab Aman für den Platz den Betrag von sechshundert Goldšeqel, und ein anderer lautet:David kaufte die Tenne und die Rinder um fünfzig Šeqel Silber; wie ist dies nun zu erklären?",
"Er erhob von jedem Stamme fünfzig, das sind sechshundert. Rabbi sagte im Namen des Abba Jose b. Dostaj: Die Rinder und den Platz des Altars um fünfzig und das ganze Haus um sechshundert.",
"R. Elea͑zar b. Šammua͑ sagte: Die Rinder, das Holz und den Platz des Altars um fünfzig und das ganze Haus um sechshundert, dennes heißt:da sprach Aravna zu David: Mein Herr und König wolle nehmen, was ihm zusagt, und opfern; die Rinder als Brandopfer und die Dreschwalzen und das Geschirr der Rinderals Brennholz. Raba aber kann dir erwidern: es waren neue. –",
"Was heißt Dreschwalzen? U͑la erwiderte: Ein Tribulum-Gestell. – Was ist ein Tribulum-Gestell? Abajje erwiderte: Ein runder zum Dreschen dienender Bock. Abajje sagte: Welcher Schriftvers deutet darauf?Siehe, ich mache dich zu einer neuen, scharfen Dreschwalze mit vielen Schneiden.",
"Raba las seinem Sohne aus der Schrift vor und wies ihn auf den Widerspruch der folgenden Schriftverse hin; es heißt: David gab Aman &c. und es heißt: David kaufte &c.; wie ist dies nun zu erklären? Er erhob von jedem Stamme fünfzig, das sind sechshundert. –",
"Aber immerhin besteht ja noch ein Widerspruch; an der einen Stelle heißt es Silber und an der anderen Gold!? – Vielmehr, er erhob Silber im Betrage von sechshundert [Šeqel] in Gold.",
"MINDERHEILIGES WURDE GEGESSEN &C. R. Hona sagte: In allen OrtschaftenJisraéls, ein Lager gab es aber nicht.",
"R. Naḥman wandte gegen R. Hona ein: Gab es denn in der Wüste keine Lager[einteilung], es wird ja gelehrt: Wie es eine Lager[einteilung] in der Wüste gab, so gab es eine solche auch in Jerušalem; von Jerušalembis zum Tempelberge erstreckte sich das jisraélitische Lager, vom Tempelberge bis zum Nikanortor das levitische Lager,",
"und von da ab begann das Lager der Göttlichkeit; dies entspricht den Vorhängenin der Steppe. –",
"Lies vielmehr: das jisraélitische Lager gab es überall. – Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, es sei durch das Hinausbringenuntauglich geworden, so lehrt er uns. –",
"Vielleicht ist dem auch so!? – Die Schrift sagt:und das Offenbarungszelt brach auf, auch wenn es aufbrach, galt es als Offenbarungszelt.",
"Es wird gelehrt: R. Šimo͑n b. Joḥaj sagte: Da gab es noch ein anderes [Lager], nämlich den Frauenvorhof, wegen dessenaber verfiel man der Strafe nicht. In Šilo waren es nur zwei Lager. –",
"Welches fehlte? Rabba erwiderte: Es ist einleuchtend, daß das levitische Lager da war; wenn man nämlich sagen wollte, das levitische Lager habe gefehlt,"
],
[
"so müßten ja die Flußbehafteten und die Leichenunreinen nur außerhalb des einen Lagershinausgeschickt worden sein, und die Tora sagt:sie sollen ihre Lager nicht verunreinigen,",
"ein Lager für die einenund ein Lager für die anderen.",
"Raba sprach zu ihm: Wenn etwa das jisraélitische Lager fehlte, so müßten ja die Flußbehafteten und Aussätzigennach einer Stelle hinausgeschickt werden, während doch die Tora sagt:allein weile er, es darf kein anderer Unreiner mit ihm sein!? –",
"Vielmehr waren tatsächlich alle drei vorhanden, und [die Lehre,] daß es nur zwei Lager waren, ist auf die Zufluchtzu beziehen. – Demnach gewährte das levitische Lager in der Wüste eine Zuflucht!? –",
"Freilich, es wird auch gelehrt: Ich will dir bestimmen, bei deinen Lebzeiten; eine Stätte, deineStätte; wohin er flüchten kann, dies lehrt, daß die Verbannung auch in der Wüste bestanden hat. Wohin erfolgte die Verbannung? In das levitische Lager.",
"Hieraus folgerten sie, daß, wenn ein Levit jemand getötet hat, er aus einem Bezirke nach einem anderen Bezirke verbannt werde; ist er in seinen eigenen Bezirk geflüchtet, so gewährt ihm auch dieser Zuflucht. –",
"Welcher Schriftvers deutet hierauf? R. Aḥa, Sohn des R. Iqa, erwiderte: In seiner Zufluchtsstadt soll er bleiben, der Stadt, die ihm von früher her Zuflucht gewährt.",
"ALS SIE NACH GILGAL KAMEN. Die Rabbanan lehrten: Alles, was freiwillig gespendet und gelobt wird, wurde auf Privataltärendargebracht, und was nicht freiwillig gespendet und gelobt wird, wurde auf Privataltären nicht dargebracht. Speisopfer und Naziropfer wurden auf Privataltären dargebracht – so R. Meír. Die Weisen sagen, Private brachten nur Brandopfer und Heilsopfer dar.",
"R. Jehuda sagt, was die Gemeinde und Private im Offenbarungszelte der Wüste dargebracht haben, wurde auch im Offenbarungszelte zu Gilgal dargebracht. Zwischen dem Offenbarungszelte in der Wüste und dem Offenbarungszelte zu Gilgal bestand nur folgender Unterschied: im Offenbarungszelte der Wüstewaren Privataltärenicht erlaubt und im Offenbarungszelte zu Gilgal waren Privataltäre erlaubt; auf einem Privataltar auf seinem Dachewurden nur Brandopfer und Heilsopfer dargebracht.",
"Die Weisen sagen, was die Gemeinde im Offenbarungszelte der Wüste dargebracht hat, brachte sie auch im Offenbarungszelte zu Gilgal dar; auf dem einen wie auf dem anderen brachten Private nur Brandopfer und Heilsopfer dar. R. Šimo͑n sagt, auch die Gemeinde brachte nur das Pesaḥopfer"
],
[
"und Pflichtopfer, für die eine Zeit festgesetzt ist, dar. –",
"Was ist der Grund R. Meírs? – Die Schrift sagt:ihr dürft nicht tun, wie wir jetzt hier jeder zu tun pflegen.",
"Moše sprach zu den Jisraéliten: Wenn ihr in das Land kommt, bringet nur freiwillige Opfer dar, und nicht Pflichtopfer, und Speisopfer und Naziropfer sind freiwillige Opfer. –",
"Und die Rabbanan!? – Speisopfer werden auf Privataltären nicht dargebracht, und das Naziropfer ist ein Pflichtopfer.",
"Šemuél sagte: Sie streiten nur über das Sündopfer und das Schuldopfer, hinsichtlich des Brandopfers und des Heilsopfersaber stimmen alle überein, daß sie freiwillige Opfer sind und dargebracht werden.",
"Rabba wandte ein: Die [Vorschrift von] Brust und Schenkelund die Abhebung der Dankopferbrote gelten nur beim großen Privataltar, nicht aber beim kleinen; vom gekochten Bugaber lehrt er es nicht.",
"Allerdings ist hier, wenn du sagst, sie streiten auch über das Brandopfer und das Heilsopfer, die Ansicht der Rabbananvertreten, wessen Ansicht aber ist hier vertreten, wenn du sagst, sie streiten nur über das Sündopfer und das Schuldopfer!? –",
"Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: Šemuél sagte: Sie streiten nur über das Brandopfer und das Heilsopfer, hinsichtlich des Sündopfers und des Schuldopfers aber stimmen alle überein, daß sie Pflichtopfer sind und nicht dargebracht werden.",
"Der Meister sagte: Die Weisen sagen, was die Gemeinde im Offenbarungszelte dargebracht &c.",
"Was ist der Grund der Rabbanan? – Die Schrift sagt:jeder, was in seinen Augen recht ist, ein einzelner durfte nur freiwillige Opfer darbringen, nicht aber Pflichtopfer, die Gemeinde aber auch Pflichtopfer. –"
],
[
"Und R. Jehuda!? – Er kann dir erwidern: [das Wort] rechtbezieht sich auf [das Wort]Augen; auf einem großen Privataltar aber durfte man auch Pflichtopfer darbringen. –",
"Es heißt ja aber jeder, was wahrscheinlich besagt, daß ein einzelner nur freiwillige Opfer darbringen durfte, aber keine Pflichtopfer!? – Das Wort jeder deutet darauf, daß ein Gemeiner zulässig war. –",
"Hinsichtlich eines Gemeinen geht es ja hervor aus:der Priester sprenge das Blut auf den Altar des Herrn!? –",
"Man könnte glauben, es war wie vorher die Heiligung der Erstgeborenennötig, so lehrt er uns. –",
"Die Weisensagen ja dasselbe, was der erste Autor!?",
"R. Papa erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Darbringung von Trankopfern in der Wüste.",
"Der Meister sagte: R. Šimo͑n sagt &c. Was ist der Grund R. Šimo͑ns? – Es heißt:die Kinder Jisraél richteten in Gilgal das Pesaḥopfer her,",
"und da diesselbstverständlich ist, so lehrt er uns folgendes: Pflichtopfer gleich dem Pesaḥopfer brachten sie dar, was aber dem Pesaḥopfer nicht gleicht, brachten sie nicht dar. – Und jener!? –",
"Dies deutet auf eine Lehre R. Joḥanans, denn R. Joḥanan sagte im Namen des R. Banaá, ein Unbeschnittener könne die Besprengungempfangen.",
"Ein Jünger lehrte vor R. Ada b. Ahaba: Ein Unterschied zwischen einem großen und einem kleinen Privataltar besteht nur hinsichtlich des Pesaḥopfers und der Pflichtopfer, für die eine Zeit festgesetztist. Da sprach er zu ihm: Wie kommt ein einzelner zu Pflichtopfern, für die eine Zeit festgesetzt ist!?",
"Jener fragte: Soll ich es streichen? Dieser erwiderte: Beziehe deine Lehre auf das Brandopfer, denn es gibt das Brandopferdes Erscheinens, denn wenn man sie [auch] auf das Sündopfer eines einzelnen beziehen wollte, so gibt es ja bei einem einzelnen keines, für das eine Zeit festgesetzt ist. –",
"Sollte er es [auch] auf das Pflichtspeisopfer bezogen haben, denn es gibt ja das Pfanngebäck!? – Er ist der Ansicht, auf dem Privataltar wurden keine Speisopfer dargebracht.",
"ALS SIE NACH ŠILO KAMEN &C. Woher dies? R. Ḥija b. Abba erwiderte im Namen R. Joḥanans: Ein Schriftvers lautet:Sie brachte ihn in das Haus des Herrn zu Šilo, und ein anderer lautet:er verließ die Wohnung zu Šilo, das Zelt, wo er unter den Menschen wohnte, und ferner heißt es:er verschmähte das Zelt Josephs und erwählte nicht den Stamm Ephrajim;",
"wie ist dies nun zu erklären? Es war da kein gebälktes [Haus], sondern es bestand unten aus Steinen und oben aus Teppichen. Dies war die Ruhestätte.",
"HOCHHEILIGES &C. Woher dies? R. Oša͑ja erklärte: Die Schrift sagt: hüte dich, daß du deine Brandopfer nicht an jeglichem Orte, den du siehst, darbringst; darbringen darfst du nicht an jeglichem Orte, den du siehst, essen aber darfst du an jeglichem Orte, den du siehst. –",
"Vielleicht aber: darbringen darfst du nicht an jeglichem Orte, den du siehst, schlachten aber darfst du an jeglichem Orte, den du siehst!?",
"R. Jannaj erwiderte: Die Schrift sagt:dort sollst du darbringen und dort sollst du herrichten.",
"R. Evdämi b. Ḥasaerklärte: Es heißt:"
],
[
"Taánath Šilo, ein Ort, über den jeder, der ihn sieht, seufzt, wegen des Essensder heiligen Opfer.",
"R. Abahu erklärte: Die Schrift sagt:ein junges Reis ist Joseph, ein junges Reis über demAuge; dem Auge, dasvon einer fremden Sachenicht genießen wollte, sei es beschieden, soweit es reicht zu genießen.",
"R. Jose b. R. Ḥanina erklärte:Der Wille der Bewohner des Dornbusches; dem Auge, dasvon einer fremden Sache nicht genießen wollte, sei es beschieden, zwischen den Hassernzu genießen.",
"Es wird gelehrt: Unter Gesichtskreis, von dem sie sprechen, ist der ganze zu verstehen, soweit er nicht unterbrochen wird. R. Šimo͑n b. Eljaqim sprach zu R. Elea͑zar: Ich will dir erklären: wie zum Beispiel das Bethauszu Mao͑n. R. Papa sagte: Vom Gesichtskreise, von dem sie sprechen, braucht man nicht ganz [Šilo] zu sehen, sondern nur einen Teil.",
"R. Papa fragte: Wie ist es, wenn man es nur stehend und nicht sitzend sehen kann? R. Jirmeja fragte: Wie ist es, wenn man es am Tale stehend sehen kann, nicht aber im Talestehend? Dies bleibt unentschieden.",
"Als R. Dimi kam, sagte er (im Namen Rabbis): An drei Orten ruhte die Göttlichkeit über Jisraél; in Šilo, in Nobh und Gibeo͑nund im ewigen Tempel; stets aber weilte sie nur im Gebiete Binjamins, denn es beißt: er beschirmt ihn allezeit, alle Beschirmungen waren nur im Gebiete Binjamins.",
"Als Abajje zu R. Joseph kam und ihm dies vortrug, sprach er: Kajlilhat einen Sohn, und dieser taugt nichts. Es heißt ja: er verließ die Wohnung zu Šilo; ferner heißt es: er verschmähte das Zelt Josephs und erwählte nicht den Stamm Ephrajim.",
"R. Ada sprach: Was ist dies für ein Einwand; vielleicht befand sich die Göttlichkeitim Gebiete Binjamins und das große Synedriumim Gebiete Josephs!? So war es auch beim ewigen Tempel, die Göttlichkeit war im Gebiete Binjamins und das Synedrium im Gebiete Jehudas!?",
"Man erwiderte: Was soll dies; diese Gebietelagen neben einander, lagen aber jene neben einander!? – Auch jene können ja neben einander gelegen haben!? R. Ḥama b. R. Ḥanina sagte nämlich: Ein Streifen vom Gebiete Jehudas ragte in das Gebiet Binjamins, auf dem der Altar errichtet war, und der fromme Binjamin härmte sich, ihn einzuverleiben.",
"Ebenso ragte auch ein Streifen vom Gebiete Josephs in das Gebiet Binjamins, und deshalbheißt es Taánath Šilo.",
"Hierüber [streiten] Tannaím: Beschirmt ihn, das ist der erste Tempel; allezeit, das ist der zweite Tempel; und zwischen seinen Schultern ruht er, das sind die messianischen Tage.",
"Rabbi erklärte: Beschirmt ihn, das ist dieseWelt; allezeit, das sind die messianischen Tage; und zwischen seinen Schultern ruht er, das ist die zukünftige Welt.",
"Die Rabbanan lehrten: Die Dauer des Offenbarungszeltes in der Wüste betrug vierzig Jahre weniger eines. Die Dauer des Offenbarungszeltes in Gilgal betrug vierzehn Jahre, sieben der Eroberung und sieben der Aufteilung. Die Dauer des Offenbarungszeltes in Nobh und Gibeo͑n betrug siebenundfünfzig Jahre. Es bleiben alsofür Šilo dreihundertsiebzig Jahre weniger eines zurück.",
"Woher, daß die Dauer des Offenbarungszeltes in der Wüste vierzig Jahre weniger eines betrug? – Der Meister sagte: Im ersten Jahre fertigte Moše die Wohnung und im zweiten stellte er sie auf und schickte die Kundschafter aus. –",
"Woher, daß sie in Gilgal vierzehn betrug, sieben der Eroberung und sieben der Aufteilung? – Kalebh sagte:Vierzig Jahre war ich alt, als mich Moše, der Knecht des Herrn, von Qadeš Barnea͑ aussandte, um das Land auszukundschaften, und ich brachte ihm Bescheid nach meiner Überzeugung. Ferner heißt es:und nun bin ich fünfundachtzig Jahre alt. \n",
"Als er den Jarden überschritt, war er demnach achtundsiebzig Jahre alt, und dannsagte er fünfundachtzig. – Das sind die sieben der Eroberung,",
"woher, daß es sieben der Aufteilung waren? – Wenn du willst, sage ich: wenn die Eroberung sieben Jahre dauerte, so dauerte auch die Aufteilung sieben Jahre;",
"wenn du aber willst, sage ich: anders würde nicht stimmen [der Schriftvers:]vierzehn Jahre nachdem die Stadt geschlagen worden war. –",
"Woher, daß die Dauer des Offenbarungszeltes zu Nobh und zu Gibeo͑n siebenundfünfzig Jahre betrug? – Es heißt:und es geschah, als er die Lade Gottes erwähnte &c.,",
"und es wird gelehrt: Als der Priester E͑li starb, wurde Šilo zerstört und sie kamennach Nobh, und als Šemuél aus Rama starb, wurde Nobh zerstört, und sie kamen nach Gibeo͑n.",
"Ferner heißt es:Seitdem die Lade in Qirjath Jea͑rim weilte, verging eine lange Zeit, es waren zwanzig Jahre, und das ganze Haus Jisraél wandte sich dem Herrn zu.",
"Das sind also zwanzigJahre. Elf Jahre regierteŠemuél, zwei Jahre regierte Šaúl, sieben Regierungsjahre Davids,"
],
[
"denn es heißt:die Zeit, die David über Jisraél geherrscht hat, betrug vierzig Jahre, zu Ḥebron regierte er sieben Jahre &c.,",
"und bei Šelomo heißt es: er fing an zu bauen &c im vierten Jahre seiner Regierung. Es bleiben somit für Šilo dreihundertsiebzig Jahre weniger eines zurück.",
"ALS SIE NACH NOBH UND GIBEO͑N KAMEN &C. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten:Denn bis jetzt seid ihr noch nicht zur Ruhe und zum Erbbesitz gelangt;",
"die Ruhestätte, das ist Šilo, der Erbbesitz, das ist Jerušalem. Die Schrift teilt sie deshalb, um zwischen dem einen und dem anderen eine Zeit, der Erlaubniseintreten zu lassen.",
"Reš Laqiš sprach zu R. Joḥanan: Demnach sollte er es auch vom zweiten Zehntenlehren!? Dieser erwiderte: Hinsichtlich des Zehnten ist es aus [dem Worte] dort, das auch bei der Lade gebrauchtwird, zu entnehmen; da die Lade nicht vorhanden war, so war auch der Zehnt nicht vorhanden. –",
"Demnach ist es ja auch hinsichtlich des Pesaḥopfers und der übrigen heiligen Opferaus [dem Worte] dort, das auch bei der Lade gebraucht wird, zu entnehmen; da die Lade nicht vorhanden war, so waren auch diese nicht vorhanden!?",
"Dieser erwiderte: Der dies lehrt, ist R. Šimo͑n, der der Ansicht ist, daß auch die Gemeinde nur das Pesaḥopfer und Opfer, für die eine Zeit festgesetzt ist, dargebrachthabe, Pflichtopfer aber, für die keine Zeit festgesetzt ist, wurden weder auf diesen noch auf jenem dargebracht, somit gehört der Viehzent zu den Pflichten, für die keine Zeit festgesetzt ist, und der Getreidezehnt ist mit dem Viehzehnten zu vergleichen. –",
"Demnach wurde es nach R. Jehuda dargebracht? – Freilich, denn R. Ada b. Mathna sagte, nach R. Jehuda mußten der zweite Zehnt und der Viehzehnt in Nobh und Gibeo͑n gegessen werden. – Hierzu ist ja aber der Tempel erforderlich!? – R. Joseph lehrte ja, daß es drei Tempel gegeben habe: zu Silo, zu Nobh und Gibeo͑n und den ewigen Tempel. Er lehrte es, und er selber erklärte es auch: hinsichtlich des Essens des zweiten Zehnten, nach R. Jehuda.",
"ALS SIE NACH JERUŠALEM KAMEN &C. Die Rabbanan lehrten: Denn bis jetzt seid ihr noch nicht zur Ruhe und zum Erbbesitze gelangt; die Ruhestätte, das ist Šilo, und der Erbbesitz, das ist Jerušalem,",
"wie es heißt: mein Erbbesitz ward für mich gleich einem Löwen im Walde. Ferner heißt es:mein Erbbesitz ist für mich wie ein Raubvogel, der Raubvogel umgibt es – so R. Jehuda.",
"R. Šimo͑n erklärte: Ruhestätte, das ist Jerušalem, und der Erbbesitz, das ist Silo, denn es heißt:dies ist meine Ruhestätte für immer, hier will ich weilen, denn nach ihr begehre ich. Ferner heißt es:denn der Herr hat Çijon erwählt, zum Wohnsitze hat er es begehrt. –",
"Richtig ist es nach demjenigen, welcher sagt, Ruhestätte, das sei Šilo, daß es heißt: zur Ruhe und zum Erbbesitze, nach demjenigen aber, welcher sagt, Ruhestätte, das sei Jerušalem, und Erbbesitz, das sei Šilo, sollte es doch heißen: zum Erbbesitze und zur Ruhe!? – Er meint es wie folgt: nicht nur zur Ruhe, sondern nicht einmal zum Erbbesitze seid ihr gelangt.",
"In der Schule R. Jišma͑éls wurde gelehrt, beides bezieht sich auf Šilo; R. Šimo͑n b. Joḥaj sagte, beides bezieht sich auf Jerušalem. Richtig ist es nach demjenigen, welcher sagt, Ruhestätte,"
],
[
"das sei Šilo, und Erbbesitz, das sei Jerušalem, oder auch umgekehrt, daß es heißt: zur Ruhe und zum Erbbesitze, nach demjenigen aber, welcher sagt, beides beziehe sich auf Silo, und welcher sagt, beides beziehe sich auf Jerušalem, sollte es doch Ruhe und Erbbesitzheißen!? – Dies ist ein Einwand. –",
"Einleuchtend ist die Ansicht desjenigen, welcher sagt, beides beziehe sich auf Šilo; Ruhe, weil sie da von der Eroberung ruhten, Erbbesitz, weil sie da den Erbbesitz verteilten, wie es heißt:Jehošua͑ verteilte es ihnen und warf ihnen das Los in Šilo gemäß der Bestimmung des Herrn,",
"nach der Ansicht desjenigen aber, welcher sagt, beides beziehe sich auf Jerušalem, ist zwar [die Benennung] Erbbesitz erklärlich, weil es ein Besitz für die Ewigkeit war, weshalb aber [heißt es] Ruhestätte!? – Die Ruhestätte der Lade, wie es heißt:und es geschah als die Lade ruhte. –",
"Einleuchtend ist es nach demjenigen, welcher sagt, beides beziehe sich auf Jerušalem, wonach in Šilo Privataltäre erlaubt waren, daß es heißt:da nahm Manoaḥ das junge Zicklein und das Speisopfer und brachte sie dem Herrn auf dem Felsen dar,",
"wieso aber tat Manoaḥ dies nach demjenigen, welcher sagt, beides beziehe sich auf Šilo, wonach Privataltäre da verboten waren!? – Es war eine Entscheidung pro praesenti.",
"In der Schule R. Jišma͑éls wurde übereinstimmend mit R. Šimo͑n b. Joḥaj gelehrt, welcher sagt, beides beziehe sich auf Jerušalem. Als Merkzeichen diene dir: der Mann zog die Männer heran.",
"HAT MAN [EINES VON] ALL DEN OPFERN &C. R. Kahana sagte: Diesgilt nur vom Schlachten, wegen der Opferung aber ist man auch der Ausrottung schuldig. –",
"Aus welchem Grunde? – Die Schrift sagt:und zu ihnen sprich, sprich dies hinsichtlich des vorangehenden.",
"Rabba wandte ein: Es heißt ja nicht: über ihnen, sondern: zuihnen!?",
"Ferner wird auch gelehrt: Vier Regeln sagte R. Šimo͑n hinsichtlich der Opfer. Hat man es zur Zeit, wo Privataltäre verboten waren, geweiht und zur Zeit, wo diese verboten waren, außerhalb geschlachtet und geopfert, so hat man ein Verbot und ein Gebot übertreten, und man verfällt der Ausrottung. Hat man es zur Zeit, wo Privataltäre erlaubt waren, geweiht, und zur Zeit, wo diese verboten waren, [außerhalb] geschlachtet und geopfert, so hat man ein Gebot und ein Verbot übertreten und man verfällt nicht der Ausrottung.",
"Hat man es zur Zeit, wo Privataltäre verboten waren, geweiht und zur Zeit, wo diese erlaubt waren, außerhalb geschlachtet und geopfert, so hat man nur ein Gebot und kein Verbot übertreten.",
"Hat man es zur Zeit, wo Privataltäre erlaubt waren, geweiht und zur Zeit, wo diese erlaubt waren, geschlachtet und geopfert, so ist man vollständig frei. Dies ist eine Widerlegung des R. Kahana. Eine Widerlegung.",
"FOLGENDE OPFER &C. Das Stützen, denn es heißt:vor demHerrn. Und er stütze.",
"Das Schlachten in der Nordseite, denn es heißt:in der Nordseite vor dem Herrn. Die Sprengungen rings um [den Altar], denn es heißt:er sprenge auf den Altarringsum.",
"Das Schwingen, denn es heißt: der Priester schwinge vor dem Herrn. Das Heranbringen, denn es heißt: er bringe es zum Altar heran.",
"R. JEHUDA SAGT, BEI DEN PRIVATALTÄREN GAB ES KEINE SPEISOPFER. R. Šešeth sagte: Nach demjenigen, welcher sagt, bei den Privataltären gab es Speisopfer, gab es bei diesen auch Geflügelopfer, und nach demjenigen, welcher sagt, bei den Privataltären gab es keine Speisopfer, gab es bei diesen auch keine Geflügelopfer.",
"[Es heißt:]Schlachtopfer, aber keine Speisopfer, Schlachtopfer, aber keineGeflügelopfer.",
"Priesterdienst, denn es heißt:der Priester sprenge. Amtskleidung, [denn es heißt:]im Heiligtume, um Dienst zu tun.",
"Dienstgeräte, [denn es heißt:]mit welchen sie im Heiligtume Dienst verrichten. Der angenehme Duft, denn es heißt: zum angenehmen Dufte für den Herrn.",
"Die Teilung für die Blutsprengung, denn es heißt:das Netzwerk soll bis zur Mitte des Altars reichen. Waschen der Hände und Füße, denn es heißt:wenn sie an den Altar herantreten, sollen sie waschen.",
"Rami b. Ḥama sagte: Diesgilt nur von dem Falle, wenn man Opfer eines kleinen Privataltarsauf einem kleinen Privataltar dargebracht hat, hat man aber Opfer eines kleinen Privataltars auf einem großen dargebracht, so ist die Teilung erforderlich.",
"Rabba wandte ein: [Die Vorschrift von] Brust und Schenkel und die Abhebung der Dankopferbrote haben Geltung nur bei Opfern eines großen Privataltars, nicht aber bei Opfern eines kleinen Privataltars!? – Lies: sie haben Geltung bei einem großen Privataltar, nicht aber bei einem kleinen Privataltar.",
"Manche lesen: Rami b. Ḥama sagte: Dies gilt nur von Opfern eines großen Privataltars, die man auf einem großen Privataltar dargebracht bat, bei Opfern eines kleinen Privataltars aber ist, auch wenn man sie auf einem großen Privataltar dargebracht hat, die Teilung nicht erforderlich.",
"Ihm wäre eine Stütze zu erbringen: [Die Vorschrift von] Brust und Schenkel und die Abhebung der Dankopferbrote haben Geltung bei Opfern eines großen Privataltars, nicht aber bei Opfern eines kleinen Privataltars. –",
"Lies: sie haben Geltung bei einem großen Privataltar, nicht aber bei einem kleinen Privataltar. Er streitet somit gegen R. Elea͑zar, denn R. Elea͑zar sagte: Hat man ein Brandopfer eines Privataltars nach innengebracht, so haben die Wände es in jeder Beziehung auf genommen.",
"R. Zera fragte: Wie ist es, wenn man das Brandopfer eines Privataltars"
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"nach innen gebracht und zurück herausgebracht hat: sagen wir, da es hineingebracht worden ist, haben die Wände es aufgenommen, oder aber, es ist ja zurück herausgebracht worden?",
"Ist dies der Streit zwischen Rabba und R. Joseph? Wir haben nämlich gelernt: Beim Hochheiligem, das man in der Südseite geschlachtet hat, gibt eseine Veruntreuung; sind sie [auf den Altar] gekommen, so werden sie nicht herabgenommen.",
"Hierzu wurde gefragt, ob man sie, wenn sie herabgekommen sind, wieder hinauflege, und Rabba erwiderte, man lege sie nicht hinauf, und R. Joseph erwiderte, man lege sie hinauf.",
"Dies kann sowohl nach Rabba als auch nach R. Joseph fraglich sein. Es ist fraglich nach Rabba, denn Rabba sagt dies vielleicht nur vom Altar; dieser heiligt nur das, was für ihn geeignet ist, nicht aber das, was für ihn nicht geeignetist, dagegen aber nehmen die Wände auch das auf, was nicht geeignetist.",
"Und ebenso ist es fraglich nach R. Joseph, denn R. Joseph sagt es vielleicht nur da, wo es sich um denselben Orthandelt, nicht aber hierbei, wo es zwei verschiedene Ortesind. Oder gibt es hierbei keinen Unterschied? – Dies bleibt unentschieden.",
"Das, was Rabba nach der einen Richtung und R. Joseph nach der anderen Richtung entschieden war, war R. Jannaj fraglich, denn R. Jannaj fragte: Wie ist, wenn Opferglieder von einem Brandopfer eines Privataltars auf den Altargekommen und zurück herabgekommen sind? Hat das Feuer sie nicht erfaßt, so ist dies nicht fraglich, fraglich ist es nur in dem Falle, wenn das Feuer sie erfaßt hat. – Dies bleibt unentschieden.",
"Es wurde gelehrt: Über das nächtliche Schlachtenbei einem Privataltar [streiten] Rabh und Šemuél; einer sagt, es sei gültig, und einer sagt, es sei ungültig. Sie streiten über eine Lehre R. Elea͑zars.",
"R. Elea͑zar wies nämlich auf einen Widerspruch zwischen zwei Schriftversen hin. Es heißt: er sprach: Ihr frevelt, wälzt mir an diesem Tageeinen großen Stein her.",
"Und dem widersprechend heißt es:Šaúl gebot: Zerstreut euch unter die Leute und sagt ihnen: Ein jeder von euch bringe sein Rind und sein Schaf zu mir her und schlachte es hier und esse sodann, damit ihr euch nicht an dem Herrn versündigt, indem ihr es mit dem Blute eßt. Da brachte ein jeder von den Leuten während der Nacht sein Rind an der Hand und schlachtete es dort.",
"Einer erklärt: eines galt von Profanem und eines von Opfern, und einer erklärt: eines galt von Opfern eines großen Privataltars und eines galt von Opfern eines kleinen Privataltars.",
"Es wurde gelehrt: Das Brandopfer eines Privataltars benötigt, wie Rabh sagt, nicht des Enthäutens und des Zerlegens; R. Joḥanan sagt, es benötige wohl des Enthäutens und des Zerlegens. Sie streiten über eine Lehre R. Jose des Galiläers, denn es wird gelehrt: R. Jose der Galiläer sagte: Das Brandopfer, das die Jisraéliten in der Wüste darbrachten, benötigte nicht des Enthäutens und des Zerlegens, denn das Enthäuten und das Zerlegen war erst von [der Errichtung] des Offenbarungszeltes ab erforderlich.",
"Einer erklärt: von der Errichtung des Offenbarungszeltes ab, sowohl bei einem großen als auch bei einem kleinen Privataltar, und einer erklärt: nur bei einem großen Privataltar, nicht aber bei einem kleinen Privataltar.",
"Übereinstimmend mit R. Joḥanan wird gelehrt: In folgendem unterschieden sich der große Privataltar und der kleine Privataltar von einander. Die Hörner, die Altarrampe, das Fundament und die Viereckigkeit waren beim großen Privataltar erforderlich, nicht aber waren sie bei einem kleinen Privataltar erforderlich; das Waschbecken mit seinem Gestelle war beim großen Privataltar erforderlich, nicht aber war es bei einem kleinen Privataltar erforderlich; [die Vorschrift von] Brust und Schenkelhatte Geltung beim großen Privataltar, nicht aber bei einem kleinen Privataltar.",
"In folgendem gleichen der große Privataltar und der kleine Privataltar einander. Das Schlachten war sowohl beim großen Privataltar als auch bei einem kleinen Privataltar erforderlich; das Enthäuten und das Zerlegen waren sowohl beim großen Privataltar als auch bei einem kleinen Privataltar erforderlich; das Blut machte sowohl erlaubtals auch verwerflichsowohl beim großen Privataltar als auch bei einem kleinen Privataltar; Leibesfehlerund Frist[gelten] sowohl beim großen Privataltar als auch bei einem kleinen Privataltar.",
"HINSICHTLICH DES ÜBRIGGEBLIEBENEN, DER FRIST UND DER UNREINHEIT GLEICHEN BEIDE EINANDER.",
"Die Rabbanan lehrten: Woher, daß die Frist Geltung hat bei einem kleinen Privataltar wie bei einem großen? Die Tora sagt, das Übernachtete sei zu verbrennen, und das Verwerfliche sei zu verbrennen; wie nun das Verwerfliche bei einem Privataltar untauglich ist, ebenso ist auch das Übernachtete bei einem Privataltar untauglich.",
"Oder aber wie folgt: die Tora sagt, das Übernachtete sei zu verbrennen, und das Hinausgebrachte sei zu verbrennen, wie das Hinausgebrachte bei einem Privataltar tauglichist, ebenso ist auch das Übernachtete bei einem Privataltar tauglich. Es ist aber [ein Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere, vom Geflügel, zu folgern:"
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"wenn das Geflügel, das durch einen Leibesfehler nicht untauglich wird, durch die Fristuntauglich wird, um wieviel mehr werden Opfer eines kleinen Privataltars, die durch einen Leibesfehler untauglich werden, durch die Frist untauglich.",
"[Man könnte erwidern:] wohl das Geflügel, weil bei diesem ein Gemeiner nicht zulässig ist, bei einem kleinen Privataltar aber, bei dem ein Gemeiner zulässig ist, mache die Frist nicht untauglich, so heißt es:dies ist das Gesetz des Heilsopfers, [das Gesetz von der] Frist gilt bei einem kleinen Privataltar, wie beim großen Privataltar."
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"sectionNames": [
"Daf",
"Line"
]
}